1883. Donnerstag den 20. Dezember. M 149. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 55 95. 5 Erschei ei jchentli e Dienst und Freitag Abend ausgegeben. f Kreisblatt für den Kreis Friedberg.. ere Samt Dienstag, Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. — Amtlicher Theil. Betreffend: Die Bürgermeister- und Beigeordnetenwahlen. Friedberg den 17. Dezember 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Indem wir Sie benachrichtigen, daß die Dekrete für die neu gewählten Bürgermeister und Beigeordneten Ihnen mit nächster Post wirklichen gegen Empfangsbescheinigung zugehen werden, bemerken wir, daß der Tag, an welchem dieselben ihren Dienst anzutreten haben, bezw. von f welchem bei wieder gewählten die neue Amtsperiode zu rechnen ist, aus dem Dekrete hervorgeht. Was die neugewählten Großherzoglichen ne berehrlichg!“) Beigeordneten insbesondere betrifft, so sind diejenigen, welche dieses Amt seither noch nicht bekleidet haben, maßgeblich des Art. 35 der lusverkaufs Landgemeindeordnung zu verpflichten, die übrigen neu gewählten, aber seither schon mit diesem Amte betraut gewesenen Beigeordneten sind auf den früher geleisteten Eid zu verweisen, sämmtlich sind dieselben sodann in das Amt einzuweisen. Den stattgehabten Amtsantritt wollen Sie ortsüblich publiciren lassen. Ihrer berichtlichen Anzeige hierüber sehen wir demnächst entgegen. In Gemeinden, in denen die Amtszeit des Bürgermeisters oder Beigeordneten zwar abgelaufen ist, eine bestätigte Bürgermeister- bezw. Beigeordnetenwahl aber noch nicht vorliegt, haben die seither mit diesen Aemtern betraut gewesenen Personen bis auf unsere weitere Verfügung im Dienst zu verbleiben. Dr. Braden. N. dt. Betreffend: Die regelmäßigen Ergänzungswahlen der Mitglieder des Oemeinderaths. Friedberg am 17. Dezember 1883. nt Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. D 0 Unter Bezugnahme auf Artikel 27 der Landgemeindeordnung beauftragen wir Sie, die bei der letzten regelmäßigen Ergaͤnzungswahl neu gewählten Gemeinderathsmitglieder in einer zu Anfang des Jauuar 1884 abzuhaltenden Gemeinderathssitzung in ihr Amt einzuführen, die— F jenigen, welche seither dem Gemeinderathe noch nicht angehört haben, förmlich zu verpflichten, die wiedergewählen, bereits seither in Perein. dem Gemeinderathe befindlichen Mitglieder aber auf die früher stattgehabte Verpflichtung hinzuweisen, auch Protokoll hierüber aufzunehmen 1 und bis zum 10. Januar 1884 anher einzusenden. 9 2 Dr. Braden. 2 00 Betreffend: Die Wahl der Vertreter der Forensen. Friedberg am 17. Dezember 1883. win bill Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 4 zwichen u d Wir fordern Sie auf, sobald in Ihren Gemeinden die Neuwahl des Ortsvorstandes vollzogen sein wird, zur Wahl des Vertreters ichen die Marken sst der Ater Sufe der Forensen zu schreiten und dabei die Vorschriften in den§§. 17 u. f. der Anleitung zu beachten. In Bauernheim, Beienheim, Burg⸗ Graäfenrod, Dortelweil, Fauerbach b. Fr., Hausen, Kaichen, Kloppenheim, Nieder-Erlenbach, Ober-Florstadt, Okarben, Oppershofen, Rockenberg, 663.[Rödgen, Schwalheim, Trais-Münzenberg und Weckesheim sind je zwei, in allen übrigen Gemeinden des Kreises ist nur je ein Vertreter zen- Conmisson: ö der Forensen zu wählen. Nach vollzogener Wahl sind die Acten gemäß§. 27 der Anleitung ungesäumt an uns einzusenden. e 5 Betre d: Beltrelb der Com lintraden, hier Einsend der Mahn- und Pfandlisten über das„ 5 0 eren. t 2. Ziel Umlagen für 1883/4, hie aller fälig geneseen Bom algefäale aus 4888, Friederg den 18. Dezember 1883. N 1 4* f„ f 57*„ 5 f Verein sloegl( Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoalichen Bürgermeiste reien des Kreises. Ve 5 f b g n Diejenigen von Ihnen, welche unsere Verfügung im Oberhessischen Anzeiger Nr. 112 und 128 noch nicht erledigt haben, werden an daß iu du sofortige Erledigung zur Vermeidung von Nachtheilen für das Gemeindevermögen, erinnert. Dr. Braden. u des M.— ä—— bande, Bekanntmachung. Pferdebahn Betreffend: Vorkehrungen gegen Beschädigungen durch Fuhrwerke und Zugthiere. Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß die zur Verhütung von Beschädigungen durch Fuhrwerke und Zugthiere bei dem Ver— ingube lee, kehr auf öffentlichen Wegen gegebenen Vorschriften häufig übertreten werden. Wir sehen uns daher veranlaßt das Publikum auf die in§. 366 Verei„ f 1 b 25 7 5 5 8 2 5 ündende auen pos. 2 und 3 des Reichsstrafgesetzbuchs und die im Art. 271 des Polizeistrafgesetzes enthaltenen hierunten abgedruckten Vorschriften wiederholt werein zu Reken] aufmerksam zu machen und bemerken, daß das Polizeipersonal angewiesen wurde, die Beobachtung derselben scharf zu überwachen. Aaken Friedberg den 18. Dezember 1883. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. uligen lschen de Dr. Braden. „ Artikel 271. Hinsichtlich des Ausweichens der Fuhrwerke und Reiter sind 9 0 5 0 mit Fuhrwerken zusammentreffen, müssen von ihrem Führer zu— 2 85 ab, folgende Bestimmungen zu beachten: rückgetrieben werden. Der Vor a 2 5. Bei dem Vorbeifahren nach einerlei Richtung, welches überhaupt nur e be ce 1. Alle Fuhrwerke, besetzte oder leere Chalsen, beladene oder leere Wagen, dann, wenn der Weg das Aus weichen gestattet, zulässig i und nur mit der ge⸗ 11 welche sich auf öffentlichen Wegen begegnen, müssen, insofern es die Beschaffenheit hörigen Vorsicht geschehen darf, muß der Leiter des zurückbleibenden Wagens auf und Breite der letzteren gestatten, einander zeitig zur Hälfte rechts ausweichen, die rechte Seite so ausweichen und langsam fahren, daß das andere Fuhrwerk auf Balle 155 10 9 für dai. einlenken, daß für das andere Fuhrwerk die der andern Seite vorbeifahren und auf die Mitte der Fahrbahn gelangen kann. Das 8 ie der Fahrbahn fre 5 Vorbeifahren im Jagen und das Wettfahren ist ganz untersagt und das Vorbei⸗ 2. Gestattet die Beschaffenheit des Wegs das Ausweichen nicht, so muß der⸗ 8 e Fuhrwerke nach einerlei Richtung nur im Schritt gestattet. 75 lenige Leiter eines Fuhrwerks, welcher den ihm entgegenkommenden Wagen zuerst 6. Wenn sich Fuhrwerke auf steilen Wegen, an deren einer Seite ein Abhan 1883. Stölting. 9 7 f 8 9 wirth 2 gs bemerken kann, an einem schicklichen Orte so lange mit seinem Fuhrwerke halten, sich befindet, begegnen, so hat das binauffahrende, es mag beladen sein oder nicht, 2 0 bis das andere Fuhrwerk vorübergefahren ist. Fuhrleute haben sich daher auf gegen den Abhang hin auszuweichen; wenn aber auf beiden Seiten ein Abhang sich solchen Wegen durch Rufen oder Klatschen mit der Peitsche, die Postillons mit dem[befindet, so ist dasjenige zu beobachten, was unter 1. dieses Artikels vorgeschrieben ist. appel, Horne Zeichen zu geben. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieses Artikels werden mit 35 kr. bände, b 3. Namentlich finden die Vorschriften unter 2 bei Hohlwegen Anwendung. bis 5 fl. bestraft.“) 5 4. l. uulhen, Brut Kommen aber gleichwohl zwei Fuhrwerke in einem Hohlwege zusammen, wo ein) Aus dem Deutschen Strafgesetzbuch, gehört hierher auch: 25 b Pressen„5 Ausweichen nicht möglich ist, so muß dasjenige von beiden zurückfahren, für welches§. 366. Mit Geldstrafe bis zu zwanzig Thalern oder mit Haft bis zu vier— lin 15 Tope dies, weil es das leichtere ist, oder weil es dem Anfange des Hohlwegs sich am zehn Tagen wird bestraft: tler 19 nächsten befindet, mit den wenigsten Schwierigkeiten verknüpft ist. Erlaubt die Be⸗ 2. Wer in Städten oder Dörfern übermäßig schnell fährt oder reitet, oder 10 schaffenheit des Hohlwegs, daß ein Fuhrwerk auf den Rain gehoben werden kann, auf öffentlichen Straßen oder Plätzen der Städte oder Dörfer mit gemeiner Gefahr so muß solches mit dem leichteren vorgenommen werden, um das schwerere vorüber Pferde einfährt oder zureitet. 3 5 s bu lassen, wobei die Fuhrwerke sich wechselseitig zu unterstützen verbunden sind. 3. Wer auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen das Vorbeifahren An— 4. Viehheerden, welche in Hohlwegen oder auf anderen Wegen, wo sie nicht J derer muthwillig verhindert. i. 3 Betreffend: Vorkehrungen gegen Beschädigungen durch Fuhrwerke und Zugthiere.. N Friedberg den 18. Dezember 1883. 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg g 1 Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliches Polizeicommissariat Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Unter Beziehung auf vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, die Befolgung der einschlägigen 1 0 zu über⸗ vachen und Zuwiderhandlungen sofort zur Anzeige zu bringen. N r. Braden. Betreffend: Den Verein zur Unterstützung und Besserung der aus den Strafanstalten Entlassenen. Friedberg den 13. Dezember 1883. Die Bezirksvereinscommission Friedberg an sämmtliche Mitglieder des Vereins im Kreise Friedberg. Indem wir im Nachstehenden eine Bekanntmachung der Centralbehörde des Vereins zu Ihrer Kenntniß bringen, empfehlen wir Ihnen, insbesondere den Herren Geistlichen, dem Verein sowohl neue Mitglieder zuführen, als auch dessen Interesse in sonstiger Hinsicht fördern zu wollen.— Der baldgefälligen Anmeldung neuer Mitglieder sehen wir entgegen. Dr. Braden. Nachdem am 27. September 1881 die 21. Generalversammlung des Vereins J Deren zährliche Beiträge belaufen sich auf... . 1954 M. 84 Pf. zu Mainz abgehalten worden war, fand die 22. am 8. November d. J. dahier[ DergReservefonds besteht jetzt in Werthpapieren im Nominalbetrage unter dem Vorsitz des Vicepräsidenten, Hofgerichtsdirektor Dr. Zimmermann, statt. von 36,128 M. 58 Pf.(angekauft zu 33,677 M. 51 Pf.), Zunächst wurden die neuen Statuten vom 27. November 1882 näher charakterisirt welche zu 4 pCt. einen jährl. Zinsenertrag abwerfen von 1445„ 16„ und hervorgehoben, daß in den 18 Verwaltungsbezirken(Kreisen) unter dem Vorsitz so daß mit dem Zuschusse aus der Staatskasse mit... e des jedesmaligen Kreisamtsvorstehers zwei gewählte Vereinsmitglieder gemeinsam die Einnahme im Voranschlage für 1884 und 1885 auf rund 4400 M.— Pf. sämmtliche Vereins angelegenheiten besorgen sollten.— Der 22. Hauptrechenschafts- von der Generalversammlung angenommen wurde. Für Unterstützungen der Pfleg⸗ bericht, der sodann vorgetragen wurde, umfaßt die Jahre 1880 und 1881. linge wurden per Jahr annäherungsweise 3300 Mark vorgesehen. In den vier Straf- Die Einnahmen betrugen in diesen Jahren zusammen 10,115 M. 75 Pf. anstalten war die Zahl der in den Jahren 1881 und 1882 darin befindlich gewesenen und die Ausgaben•— 7 10,62„ 04„ Personen fast genau dieselbe geblieben, nämlich: 1881: 1996, 1882: 1986. also die letzteren mehr 246 M. 29 Pf. Da die Einwohnerzahl des Großherzogthums nach der Zählung vom 1. De— was später durch den Betrag von zwei zur Rückzahlung gelangten Obligationen[ zember 1880 936,340 Anwesende betrug, so würde auf 468 Einwohner Ein Straf⸗ wieder ausgeglichen wurde. gefangener zu rechnen sein.— In Preußen ist dagegen die Zahl der Gefangenen, 1 Die Unterstützungen der Pfleglinge des Vereins betrugen nach der statistischen Uebersicht über die Straf- und Gefangenen-Anstalten, die zum FFF dei e s Pf⸗ Ressort des Ministerium des Innern(im Gegensatze zuu Ministerlum der Justiz) während in den beiden vorhergehenden Jahren 1878 gehören, für das Jahr 1881-82, in Summa 153,751 detinirte Personen betragend, nn die Summe gen ig ß 59 gegen das vorhergehende Jahr um 10,273 Köpfe gestiegen. Es läßt sich hieraus verwendet worden war, woraus zu entnehmen ist, daß sich die Ansprüche an die schließen, daß aus der momentanen geringen Verminderung der Strafgefangenen Kasse gesteigert haben. im Großherzogthum Hessen nicht auf deren Fortdauer zu rechnen ist. a Die Verwendungen durch Vermittelung der vorzugsweise aus dem Stande Die Kosten sind, im Vergleiche zu dem Jahre 1879—80, in dem Etatsjahre der Geistlichkeit ernannten Beistände fanden statt: für 1881—82 an Zuschüssen aus der Staatskasse für die Strafanstalten um den 1) Zur Ermöglichung des Betriebes eines Handwerks oder sonstiger Handarbeiten,[Betrag von 43,927 M. gestiegen. f ö g durch Anschaffung von Werkzeug, Arbeitskleidern u. s. w. Hieran schloß sich ein Antrag des Herrn Majors Kattrein, des jetzigen 2) Zur Anschaffung von Hausgeräth und Bettwerk, zur Einlösung gepfändeter un-[ Direktors des Landeszuchthauses zu Marienschloß, daß der Verein seine Wirksamkeit entbehrlicher Gegenstände, zur Zahlung rückständiger Wohnungsmiethgelder u. s. w. auf die Reform des Gefängnißwesens ausdehnen möge, was wohl durch Bestellung Von den 884 Pfleglingen, welche Ende 1881 unter dem Schutze des Vereins einer Commission aus fachkundigen Mitgliedern des Vereins geschehen könne.— Da standen, waren nach Abzug der während der dreijährigen Dauer der Aufsicht ver- bei der Versammlung des Vereins der deutschen Strafanstalts-Beamten zu Wien storbenen(50), abwesenden(161) und ausgetretenen(13)— 660 Personen ver- am 21. September l. J. unter Anderem auch der Beschluß gefaßt wurde, daß die blieben, von welchen Fürsorge für die aus den Strafanstalten Entlassenen unablässig zu fördern set, so 1) als gebessert entlassen wurden.. 113, ergibt sich, daß man von Seiten der betreffenden Beamten selbst das Bedürfniß fein urdenmn˖andm, fühlt, mit den Vereinen in nähere Verbindung zu treten, welche ähnliche Zwecke während 182 als„schlecht“ bezeichnet und 54 als„unverbesserlich“ ausgestoßen J wie der unserige verfolgen. Die Generalversammlung nahm den Antrag mit In⸗ werden mußten. An einzelnen Beispielen wurde nachgewiesen, daß die Hülfe des teresse auf und beschloß, daß er der obersten Staatsbehörde zur geeigneten Berück— Vereins sogar ausgezeichnet gute Erfolge herbeigeführt hatte. sichtigung vorgelegt werde. Im laufenden Jahr sind für 133 Pfleglinge bis Ende Oktober bereits Allgemein wurde noch von der Generalversammlung die segensreiche Wirksam⸗ 2930 Mark verwilligt worden. keit des Vereins anerkannt und darauf aufmerksam gemacht, daß das Interesse für Es wurde wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß für die erste Zeit J denselben durch öftere Bekanntmachungen in den öffentlichen Blättern und Aufrufe nach der Entlassung aus den Strafanstalten die vorläufige Unterbringung der[ zum Beitritte zu demselben noch mehr geweckt und gefördert werden möchte. Pfleglinge ein wahres Bedürfniß sei, bis für dieselben ein gesicherter Erwerbszweig Schließlich wurden in den Aus schuß für die Periode bis zur nächsten General⸗ ausfindig gemacht werden könne. Nach einer Mitthetlung des Herrn Oberbürger- versammlung im Jahre 1885, welche in Gießen abzuhalten ist, folgende Mitglieder meisters Ohly soll dahier im nächsten Jahre mit der Vergrößerung des Armenhauses[(unter Beifügung von zwei Substituten) gewählt: begonnen werden, wobei ein derartiges Asyl wohl geschaffen werden könne. Herr Dr. Goldmann, Geh. R. in Darmstadt, Herr Schenk, Ober-Appell.⸗ Die Zahl der Mitglieder war im Jahre 1877 auf 478 mit 834 Mark jähr⸗„ v. Kreß, Justizrath 5 10 und Cassat.⸗Gerichtsr. in Darmstadt, lichen Beiträgen gesunken, hat sich aber erfreulicher Weise von da an wieder gehoben,„ v. Marquard, Pr. Dir.„ 5„ v. Zangen, Kr.⸗Assessor„ 5 so daß im laufenden Jahre 1297 zahlende Mitglieder vorhanden sind, worunter sich„ Ohly, Oberbürgerm.„ 75„ Dr. Böckmann Prov.⸗Dir. in Gießen, 26 Gemeinden befinden.„ Ritsert, Stadtpfarrer„ 5„ Küchler, Prov.⸗Dir. in Mainz. Betreffend: Verwendung der Ueberschüsse der Sparkasse(Mathildenstift) Friedberg-Butzbach pro 1883 zu; 7 got Unterstützungen. Friedberg den 17. December 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des früheren Kreises Friedberg. In der General-Versammlung des Mathildenstifts sind für 1883 wieder wie seither 1600 Mark für die Industrieschulen in den zu dem Bezirk des Mathildenstifts gehörigen Gemeinden verwilligt worden. Nach der auf die Seelenzahl derselben stattgehabten Vertheilung dieser Summe erträgt es Ihren Gemeinden die beigesetzten Beträge. Sie wollen die Gemeinde-Einnehmer zur Erhebung derselben anweisen und für Controlirung besorgt sein. Die Verwendung hat nur zu Zwecken der Industrieschulen zu erfolgen. Dr. Braden. Repartition der aus der Mathildenstiftskasse Friedberg-Butzbach für Industrieschulen gezahlt werdenden Beträge pro 1883. Assenheim mit Wickstadt 41 M. 10 Pf., Bauernheim 7 M. 60 Pf., Beienheim 15 M., Bodenrod 5 M. 50 Pf., Bönstadt 26 M. 60 Pf., Bruchenbrücken 21 M. 90 Pf., Butzbach 104 M., Dorheim 27 M. 60 Pf., Dorn⸗Assenheim 24 M. 50 Pf., Fauerbach v. d. H. 19 M. 50 Pf., Fauerbach b. Fr. 21 M. 30 Pf., Fried⸗ berg 179 M. 50 Pf., Gambach 541 M. 20 Pf., Griedel 30 M. 40 Pf., Hausen mit Oes 4 M. 90 Pf., Hoch- Weisel 25 M. 80 Pf., Ilbenstadt 37 M. 90 Pf., Kirch⸗ Göns 24 M. 30 Pf., Langenhain mit Ziegenberg 17 M. 80 Pf., Maibach 6 M. 80 Pf., Melbach 18 M. 90 Pf., Münster 8 M. 50 Pf., Münzenberg 32 M. 80 Pf., Bad⸗Nauhelm 96 M. 80 Pf., Nieder⸗Florstadt 52 M. 40 Pf., Nieder⸗Mörlen 26 M. 30 Pf., Nieder-Rosbach 20 M., Nieder-Weisel 49 M., Nieder-Wöllstadt 38 M. 10 Pf., Ober⸗Florstadt 10 M. 30 Pf., Ober-Hörgern 12 M. 40 Pf., Ober-Mörlen 70 M. 40 Pf., Ober⸗ Rosbach 47 M. 20 Pf., Ober⸗Wöllstadt 27 M. 80 Pf., Ockstadt 45 M. 30 Pf., Oppershofen 22 M. 40 Pf., Ossenheim 11 M. 20 Pf., Ostheim 17 M., Pohl-Göns 21 M. 70 Pf., Reichelsheim 32 M. 30 Pf., Rockenberg 48 M. 80 Pf., Rödgen 8 M. 20 Pf., Schwalheim 22 M. 10 Pf., Södel 25 M. 90 Pf., Staden 14 M. 60 Pf., Steinfurth 35 M. 60 Pf., Treis⸗ Münzenberg 9 M., Weckes heim 14 M. 90 Pf., Wisselsheim 9 M. 20 Pf., Wölfersheim 31 M. 30 Pf., Wohnbach 23 M. 40 Pf. Bekanntmachung. Betreffend: Entwässerung der Grundstücke zu Ober⸗Florstadt, insbesondere der Fluren I, II, IV, y und VI. Bei der am 14. d. Mts. stattgehabten Wahl einer Ausführungs-Commission für rubricirte Entwässerung wurden als sachverständige Mitglieder gewählt: 1. Johann Wilhelm Schultheiß von Ober-Florstadt, 2. Heinrich Wilhelm Alles von Nieder-Florstadt, 3. Johannes Heinrich Wilhelm Schreitz von Ober⸗Florstadt; und als Stellvertreter: 1. Heinrich Jacob Emmerich von Ober⸗Florstadt, 2. Heinrich Wilhelm Appel von Nieder-Florstadt, 3. Karl Wilhelm Schaubach von Nieder-Florstadt. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Wahlprotokoll nebst Anlagen, sowie das Verzeichniß der Stimmberechtigten drei Tage lang und zwar Freitag den 21, Samstag den 22. und Montag den 24. d. Mts. auf dem Bürgermeistereibureau zu Ober⸗Florstadt zur Einsicht der Interessenten offen liegt. Etwaige Reklama—⸗ tionen gegen die Gültigkeit oder Rechtsbeständigkeit der Wahl sind spatestens bis zum 31. d. Mts. und zwar bei Meidung des Ausschlusses bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Friedberg den 17. Dezember 1883. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. . 3 Dr. Braden. Bekanntmachung. Die Straße zwischen dem Selzerbrunnen und der Staatsstraße Okarben-Kloppenheim ist bis auf Weiteres gesperrt, was andurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 17. Dezember 1883. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Ausland. statt. Lokroy tadelte die Expedition nach Tonkin.] dem früheren Plane betreffs Tonkins sei Nichts Frankreich. Paris, 17. Dez. Die Depu- Ferry erwiederte, die Hauptfrage sei durch die geändert, die Regierung werde in den bezeich⸗ tirtenkammer lehnte den außerordentlichen Credit[ Tagesordnung vom 10. d. M. entschieden; die neten Grenzen bleiben, verlange aber von dem zur Fortsetzung der Eisenbahnarbeit am oberen neuen Credite seien die nothwendige logische Parlamente die nothwendigen Mittel und sei Senegal mit 234 gegen 197 Stimmen ab. Folge dieser Tagesordnung; wenn man vom entschlossen, das gesteckte Ziel ruhmvoll zu er— — 18. Dec. In der Kammer fand die Be-Ministerium Energie verlange, dürfe man sich] reichen. Die Credite werden schließlich mit rathung über die neue Tonkin-Credit-Vorlage nicht immer nur in Betrachtungen ergehen. In] 312 gegen 180 Stimmen bewilligt.— Dem Den be blöder N N . U woll die des lug d Hef Oe Po bewidl sir die ßerolde d nehr ber den h kauchte de der Bürge un Bürg alas we Menschenn bald er f Die Abre 12% Uhr uchteten dem Mu könsgläche Mulag! Hauptstat geschmück Bevölker erwartete der Herz Senates träger deutsche zug. Musik Zuges zeltig 6 Salven wo der aufgehl U und — b a 1 der S t. enge in dem Etats; at, fanstalten 1 1 ktrein, des jeh in seine Wiha bl durch Bestelun sehen könne.— Dl Beamten zu Min ßt wurde, daß die zu fördern sel, f lös das edu che ähnliche Zwecke n Antrag mit Ju. geeigneten Berl 1 gensresche Wirksan. ö das Interesse für ö ittern und Aufrufe rden möchte. ö ur nächsen Genen folgende Mitglieder pell.⸗ chtsr. in Darmsabt, ssessor,„ rob.⸗ Olk, in Oleßen, dir. in Mainz. f 0 nber 1883. 5 Friedberg. hulen in den zu ertheilung dieser nweisen und füt raden. 1883. f f., Bruchenbrücen N. 30 Pf, dug. M. 90 P. Fu zer 32 N. 80, sachversiäd sobannez Han 1 Wilhelm 0 E enntniß gebuh N. Sanstag del. 5twaige Neklan des Ausschst ö tiedberg. * * Temps zufolge haben sich 8000 Offiziere für die Expedition nach Tonkin beim Kriegsminister gemeldet, auch von Unteroffizieren und Soldaten gingen zahlreiche Meldungen zur Einstellung in das Expeditionscorps ein. Ein Telegramm des Gouverneurs von Conchinchina bestätigt den gewaltsamen Tod des Königs von Annam. Großbritannien. London, 18. Dee Den Abendblättern zufolge sollen die Stadt— behörden gestern zwei Briefe erhalten haben, worin die Sprengung der London-Brücke und des Newgategefängnisses angedroht wird. Brücke und Gefängniß werden deßhalb streng bewacht. Die Pall⸗Mall-⸗Gazette meldet, daß in Folge der Nachricht, mehrere Mitglieder der s. g. Un⸗ überwindlichen seien von New-Pork abgereist, für die Sicherheit Gladstone's in Hawarden außerordentliche Vorsichts Maßregeln getroffen und mehrere bewaffnete Polizeiagenten in Ha— warden stationirt worden sind. — 18. Dez. Der Kronprinz von Portugal hat am Montag die Heimreise angetreten und sich in Portsmouth an Bord der portugiesischen Fregatte„Africa“ nach Lissabon eingeschifft. Italien. Rom, 17. Dez. Der deutsche Kron⸗ prinz empfing gestern Abend in Genua im Stadthause den Gemeinderath, sprach demselben seine hohe Befriedigung über den herzlichen und enthusiastischen Empfang aus und ersuchte den Bürgermeister, seinen Dank zur Kenntniß Der Kronprinz besuchte Die Straßen bei dem königlichen illuminirt und alle Zugänge von dichten Menschenmassen angefüllt, welche den Kronprinzen, so⸗ mit lebhaften Zurufen begrüßten. Die Abreise des Kronprinzen nach Rom erfolgte Nachts der Bürgerschaft zu bringen. den Bürgermeister. Palais waren bald er sich zeigte, 12½ Uhr. Auf dem festlich geschmückten, glänzend er leuchteten Bahnhofe war eine Ehrencompagnie aufgestellt deren Musikeorps königliche Zug mit Mittag 12½ Ubr hier in Rom ein. dem deutschen Kronprinzen traf heut geschmückt; überall begrüßte die zahlreich herbeigeeilt Bevölkerung den Kronprinzen. Am hiesigen Bahnhof erwarteten König Humbert, der Kronprinz Victor Emanuel der Herzog von Aosta, die Minister, Senates und der Deputirtenkammer, die hohen Würden träger des Hofes und des Staates, die Mitglieder der deutschen Botschaft, sowie der deutschen Colonie den Hof⸗ Ehrencompagnie mit zug. Auf dem Perron war eine Musik und Fahne aufgestellt, welche beim Einfahren de Zuges die üblichen Honneurs erwies, zeitig Geschütze auf der Esplanade des Monto Piein Salven abgaben und auf dem wo der deutsche Kronprinz absteigt, aufgehißt wurde. die kaiserliche Fahn die preußische Vokshymne spielte. Der Die Bahnhöfe der Hauptstationen, welche der Zug passirte, waren festlich die Präsidenten des nach dem Baechussaal. während gleich⸗ Pavillon des Quirinal, Der Zug lief nnter den enthusiastischen smenge in den Bahnhof ein. Der König und der Herzog von Aosta trugen über der Generalsuniform die Insignien des schwarzen Adler— ordens, der italtenische Kronprinz die Uniform der Mili— tärschule; der deutsche Kronprinz trug die Uniform eines General-Feldmarschalls mit dem großen Bande des Annunziaten-Ordens. Die Begrüßung war überaus herzlich. Nachdem im Königssalon des Bahnhofes die üblichen Vorstellungen stattgefunden und der Kronprinz von einer Deputation deutscher Damen ein Bouquet ent— gegengenommen, reichte ihm der König den Arm und führte ihn zu dem offenen Galawagen, worin noch der italienische Kronprinz und Prinz Amadeus Platz nahmen. Der Wagen wurde von Kürassiren flankirt, außerdem ritt je ein Zug Kürassiere vor und hinter dem Wagen. Auf dem ganzen Wege wurde der deutsche Kronprinz von ununterbrochenen, enthusiastischen Evivas und deutschen Hochrufen begrüßt. Die Königin in violetter Velours— robe erwartete mit dem Hofstaate den Kronprinzen im Schweizer Saale. Der Kronprinz küßte die Königin auf Stirn und Hand, brachte ihr die Grüße der kaiser— lichen Familie dar, reichte ihr den Arm und führte sie in den gelben Saal, wo die Vorstellung der Hofstaaten und des kronprinzlichen Gefolges stattfand. Auch der Prinz Ludwig Wilhelm von Baden, der zu längerem Aufenthalte heute früh hier eingetroffen war, hatte sich zur Begrüßung des Königspaares und des deutschen Kronprinzen hier eingefunden. In Folge der andauern⸗ den Eoiva-Rufe der vor dem Palast versammelten Menschenmassen erschienen der König, die Königin und die königliche Familie mit dem deutschen Kronprinzen auf dem Balkon und nahmen die durch stürmische Hoch— digungen der Bevölkerung entgegen. völkerung ehrfurchtsvollst begrüßt wurden. Straßen überall enthusiastisch begrüßt. im Tabularium vom Bürgermeister und vom Exeeutiv f comite des Communalraths empfangen wurden. e enthustastisch begrüßt. Der Kronprinz sprach dem Bürger e meister seine Bewunderung über das herrliche Schauspie e c Kundgebungen der Bevölkerung.— 18. Dezbr. gang auf dem Corso und der Piazza di 8 der Bevölkerung ehrfurchtsvoll begrüßt. Der Kronprin 0 rufe, Hüteschwenken und Tücherwehen dargebrachten Hul⸗ Später unternahm der Kronprinz und die königliche Familie eine Spazier⸗ fahrt durch die Stadt, wobei sie überall von der Be⸗ Nach dem Familiendiner begaben sich der König und der Kronprinz nach dem Capitol zum Feste der Munteipalität. Dieselben wurden auf der Fahrt durch die glänzend erleuchteten Um 95% Uhr erfolgte die Ankunft im Capitol, woselbst die Herrschaften Von den Fenstern des Tabulariums betrachteten die Herr⸗ schaften die feenhafte bengalische Beleuchtung des Forums und Palatinums, von der dichtgedrängten Bevölkerung aus. Von dem Tabularium begaben sich die Herrschaften durch das Museum, wo eine Musikaufführung stattfand, Nach Beendigung des Concerts erfolgte die Rückfahrt nach dem Quirinal unter erneuten Der deutsche Kronprinz machte heute Vormittag einen Spazier⸗ Vinezia, von begab sich sodann um 11 Uhr in den Palast der deutschen Botschaft, woselbst ein Dejeuner von 24 Gedecken statt⸗ fand. Kurz nach 11 Uhr verließ der Kronprinz in Feld⸗ e marschalluniform mit dem Band des schwarzen Adler⸗ ordens mit seinem Gefolge in drei Hof-Equipagen den Quirinal, und begab sich ohne vorherige Anmeldung nach dem Pantheon, wo er einige Zelt an Victor Emanuels Grabdenkmal verweilte. Kurz zuvor wurde ein pracht— voller Lorbeerkranz daselbst niedergelegt. Um 1 Uhr be— gab sich der Kronprinz in den Vatikan, um den Papst zu besuchen. Der Kronprinz saß mit Schlözer im ersten Wagen, einem Coupe, zwei geschlossene Landauer mit dem Gefolge folgten. An den Eingängen zum Vatikan be⸗ fand sich eine große Menschenmenge, welche den Kron⸗ prinzen ehrerbietigst begrüßte. An der Ehrentreppe standen päpstliche Gendarmen in großer Uniform, die Treppe entlang die päpstlichen Palast Nobelgarden, ebenfalls in Gala. Am Fuße der Treppe wurde der Kronprinz von dem Ceremonienmeister Cataldt empfangen, im Schweizersaal von dem Majordomus Teodoli, sowie von dem Kammer- herrn Maecht. Geleitet von den genannten Würden⸗ trägern begab sich der Kronprinz nach den Gemächern des Papstes. Der heilige Vater kam dem Kronprinzen bis in die Vorzimmer entgegen und lud denselben zum Eintritt in sein Gemach ein. Nach einer etwa halb⸗ stündigen Unterredung stellte der Kronprinz dem Papste sein Gefolge vor, welches außer Schlözer und dem Ge⸗ sandtschaftsseeretär aus sechs Personen bestand. Am Schluß des Besuches bat der Kronprinz den Papst, die Bibliothek und Museen des Vatikans und die Peters- kirche kurz besichtigen zu dürfen. Nachdem der Kron⸗ prinz auch Jacobini einen Besuch gemacht, verließ er um 3½ Uhr den Vatikan und begab sich direet in den Qutirinal. — 18. Dez.(siehe Beilage.] Bei der heute wiederholten Abstimmung über die bei Berathung des Unterrichtsbudgets zum Capitel Bibliothek gestellte Cabinetsfrage stimmten 158 Abgeordnete für die Regierung, 82 enthielten sich der Ab⸗ stimmung und 6 stimmten gegen die Regierung. Bulgarien. Sofia, 17. Dezember. Die Kammer nahm einen Antrag der Regierung auf Abänderung der Verfassung an. Dieselbe bezweckt die Einführung einer aus fünfundvierzig Mit— gliedern bestehenden ersten Kammer und einer aus 100 Mitgliedern bestehenden Deputirten⸗ kammer. Amerika. New⸗Pork. Nach einer Depesche aus Lima vom 14. Dezember ist auch Arequipa [[von den chilenischen Truppen geräumt worden. Es ist dies ein neuer Beweis dafür, daß General Iglesias nunmehr in ganz Peru als Präsident anerkannt wird. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 18. Dezember 1883. 320 ⸗Frankenstücke 5 16. 1519 do. in ½2 16. 14-18 Englische Sovereings. 20. 30—34 Russische Imperiales. 16. 67—72 Ducaten. e 9. 67-61 al mags Dollars in Gold Kundgebungen der Volk N.* weiß u. farbig, billigst Taschentücher,. uchi. Stras Sburger Isubmissions Anzeiger Süd- und west- Deutschland. Central⸗Organ für öffentliche Arbeiten. Erscheint jeden Sonntag und Donnerstag. Abonnements-Preis: pro Quartal 3 Mark. Expeditions-Büreau: Finkmattstaden 2. Insertionspreis: 30 Pf. die 4gespaltene Petitzeile. Der„Submissions-Anzeiger für Süd⸗ und West-Deutschland“ erscheint in Straßburg wöchentlich zweimal, ist das geeigneteste Publikations-Organ offentlichen Arbeiten und enthält alle Eisenbahn⸗, Post⸗, Telegraphen-⸗, Bau-, Forst⸗ u einzige von den titl. Behörden empfohlene Organ, Ausschreibungen über Submissionen, und Westdeutschland vorkommenden Lieferungen und Verkäufe der nd Militärverwaltungen ꝛc. Derselbe ist berhaupt das welches in zuverlässiger Weise über alle Ausschreibungen für alle in Süd⸗ genau und prompt berichtet, enthält Originalberichte über öffentliche Bauten und Arbeiten, Mittheilungen auf dem Gebiete der Industrie, des Verkehrswesen Ergebnisse, welche für den Leserkreis Interesse biet Die größeren Versteigerungen von Wald ⸗Erzeugnissen in Süddeutschland, 8 und der Statistik und veröffentlicht alle Submissions— en. speciell aber alle in Elsaß⸗Lothringen, Baden, Hessen, Württemberg, Bayern, sowie der Rheinprovinz und Westfalen stattfindenden Holz⸗ und Lohrinden⸗Versteigerungen sind im„Submissions-Anzeiger“ enthalten. Blatt eine weitgehende erfolgreiche Verbreitung. Geschäftsempfehlungen finden durch das Man abonnirt bei jeder Postanstalt des d Elsaß, Finkmattstaden Nr. 2.— Injertionsaufträge nimmt an Carl P Echte Harzer Kanarien-ögel schon etwas verkaufen. Nusikalien-Versteigerung. Donnerstag den 27. Dezember d. 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Friedrich empfiehlt Ph. Dan. scümmich. Todes-Anzeige. Freunden und Verwandten die traurige Mit⸗ theilung, daß es Gott gefallen hat, unseren innigst— geltebten Gatten, Vaker, Schwager und Onkel, den Lademeister Heinriel Itiudolysi in seinem 44. Lebensjahre heute Nachmittag um 1 Uhr nach kurzem schwerem Leiden zu sich zu nehmen. Wir bitten um stille Theilnahme. Friedberg, 17. Dezember 1883. Wittwe Rudolph, geb. Steinhäußer, und Kinder. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag um 2 Uhr vom Hospttal aus statt. Besondere Einladung erfolgt nicht. 4519 TT... ²˙ d eee ee Todes-Anzeige. Tieferschüttert zeigen wir hiermit Verwandten, Freunden und Bekannten das heute Mittag er⸗ folgte Hinscheiden unserer innigstgeliebten Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, der Frau Stadtgerichts-Assessor v. Helmolt Wittwe, geb. Sprengel, im 79. Lebensjahre an und bitten um stille Theil— nahme. Westerburg den 17. Dezember 1883. 4520 Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. W Der Weihnachtsfeiertage wegen erscheint Donnerstag den 27. d. Mte. keine Nummer des Anzeigers. (Hierzu zwei Beilagen.) 1 9 Beilage. Hberhessischer Anzeiger. 11. Deutsches Reich. Berlin, 17. und 18. Dez. Im Abgeord— sehnhaus wurde die Berathung des Etats des Unisteriums des Innern fortgesetzt. — 17. Dez. Cardinal Fürst Hohenlohe ist seste hier eingetroffen. — 18. Dez. Der Kaiser conferirte heute al dem früheren Admiralitätschef v. Stosch. zrdinal Hohenlohe wurde gestern von der Kron— N Alizessin und heute von den Majestäten empfangen. Liuburg, 17. Dez. Der Bischof Dr. Blum heute hier wieder eingetroffen, begleitet vom f I nkapitel und der katholischen Geistlichkeit In Frankfurt und Wiesbaden. Stadt sind beflaggt und Ehrenpforten er— Viele Häuser ihtet. Unter Glockengeläute und den Hoch— hen der zugeströmten Menschenmassen fuhr der Ischof zum Dome, wo er den Segen ertheilte. 1 ee fand dem Bischof zu Ehren ein Fackel— meine verehrlichen Ausberkaufs un 2c. d. — zen Georg Gönner, hst der Stadtkirche. uren ind Stoff hüte, dalsbinden Kalserstraße 477. u Motten gereinigt, esten Mode um⸗ 0 1197 baer g. Dau. Rümmih. dle traurige Nit at, unseren ing. vager und On el, 010 udolyl te Nachnittag un Lelden zu sich der 501 U. lelmolt en um ig und eine Illumination statt. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Kronprinz wolph soll zum Commandanten der Wiener uppendivision ernannt werden. 18. Dec. Herrenhaus. Die Indemni— vorlage, betreffs Aushebung des Recruten— htigents und die Vorlage, betreffs der Aus— ahmegerichte in Dalmatien, wurden endgiltig mehmigt. Agram, 17. Dez. Heute wurde der croatische dtag eröffnet. Schweiz. Bern, 18. Dec. Der National— ih ratificirte mit 101 gegen 17 Stimmen den andelsvertrag zwischen der Schweiz und Italien. Holland. Haag. Im Ministerium wird i Vernehmen nach ein neuer Steuerreform— a ausgearbeitet, welcher die Reform der eschsklassensteuer, der Abgabe für Tabak, des ngangszolls für Kaffee(für die beiden letzteren Ets. pro Kilo) und ein besseres Reglement die Zuckeraccise bezweckt. Die Mehreinnahmen raus werden auf 11 Million veranschlagt. Frankreich. Paris, 17. Dez. Präsident uvy unterzeichnete gestern die Ernennung des merals Millot zum Obercommandirenden des heditionscorps in Tonkin. Negrier und Briere Isle sind dem Befehle desselben untergeordnet. — Ein Transport von 6000 Franzosen und er aus Kanonenbooten und Schaluppen be— henden Flotille sind am 15. Dezember nach ingtay abgegangen. Dieselben landeten sieben len von Songtay und bezogen ohne Wider— d ein Lager. Die Stärke des Feindes wird 20,000 Mann geschätzt. Die Besatzung von noi besteht gegenwärtig aus 4 Compagnien. Großbritannien. London, 17. Dez. Donnel, der Mörder Carey's, ist heute im wgate⸗Gefängniß gehängt worden. Spanien. Madrid, 17. Dez. Die Kam— t wählte Sagasta zum Präsidenten, die Vice Aidenten gehoren der Partei Sagastas's an. Italien. Rom. Eine Manifest Zorilla's ude beschlagnahmt und den Gerichten über— en, weil dasselbe eine Vertheidigung des ltärischen Aufstandes und eine Aufreizung Rebellion enthält. f · 17. Dez. In der Kammer wurde bei Nathung des Unterrichts- Budgets bei dem hitel„Bibliothek“ die Cabinetsfrage gestellt, schpretis erklärte sich mit dem Unterrichts— suisterium solidarisch. Die Abstimmung wurde igen Beschlußunfähigkeit auf morgen vertagt. Amerika. Newyork, 17. Dez. Gestern hier ein Arbeiter-Massenmeeting statt, dem Hösische Delegirte beiwohnten. Der Chef Delegirten erklärte, es sei nicht nur Paris, ern ganz Europa vertreten. Most, der ehe— ge Redacteur der Freiheit, hielt eine Brand⸗ welche mit den Rufen:„Es lebe die mmune, es lebe das Dynamit“ begrüßt wurde. * Aus Stadt und Land. p. Friedberg. Neben den Vorträgen des Volks⸗ bildungsvereins wird vorausfichtlich den 9. Januar 1884 auch wieder ein von dem hiesigen Lokalgewerbverein ver— anstalteter Vortrag des Ingenieurs Brockmann von Offenbach über Elektrizität und Magnetismus, verbunden mit Experimenten, stattfinden, worauf wir nicht verfehlen, jetzt schon aufmerksam zu machen. Butzbach, 18. Dez. Ein äußerst frech er Diebstahl wurde hier verübt. In der mondhellen Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde in die hiesige Apotheke eingebrochen und die sogenannte Wechselkasse ihres In⸗ haltes, ca. 50 bis 60 M. beraubt. r. Ober⸗Erlenbach, 16. Dez. Beil der gestern stattgehabten Beigeordnetenwahl fiegte die Partet der Landwirthe, indem ihr Canditat, der seitherige Bei— geordnete Ferdinand Ohmeis, 88 Stimmen und der Canditat der Arbeiter-Partet 76 Stimmen erhielt. Es ist dies seit 9 Jahren, so lange das neue Wahlgesetz besteht, der erste Sieg, den die Landwirthe errungen, indem diese seither zu gleichgültig, aber hauptsächlich nicht genug geeinigt waren. Mögen sie durch vorliegenden Fall belehrt worden sein, bei spaͤteren Wahlen stets einig und geschlossen vorzugehen, dann wird der Sieg stets auf ihrer Seite sein. Mainz, 17. Dez. Die Brückenbauarbeiten haben einen wichtigen Abschluß gefunden; heute Morgen ver— kündigten Böllerschüsse, daß der letzte Bogen unserer Straßenbrücke vollendet ist und wird nun sofort mit der Entfernung des Gerüstes und der in den Rhein gerammten Pfähle begonnen werden. Die Brücke war wegen dieses Ereignisses festlich beflaggt. Mainz. Letzten Samstag Nacht zwischen 1 und 2 Uhr machten sich auf dem Quintinsthurm 4 bis 5 ge— waltige Erdstöße fühlbar; beim ersten Stoß zeigte die Uhr 1 Uhr 25 Min. Die Wetterfahne zeigte genau nach Osten und die Gewichte, welche zur Beobachtung aufgehängt sind, schwankten stark von Westen nach Osten. Es lag aber in dieser Sturmnacht die Annahme nahe, daß die Stöße eine Folge des Sturmes seien. Am Morgen zeigte sich indeß, daß in dem Beobachtungs— Apparat das Quecksilber auf der Westseite übergelaufen war; darnach kamen also die Stöße zwar von Westen her, aber nicht durch den Wind, sundern von der Erde aus. Allerlei. Rennerod, 14. Dec. Einem 16jährigen jüdtschen Hausirer, der vorige Woche sich zu Fuß nach Hause be— geben wollte, bot sich ein Mann bis Waldmühlen als Gesellschafter an. Dort angekommen, begleitete er den Burschen unter irgend einem Vorwande bis in den Wald fach Neunkirchen. Plötzlich forderte er von seinem jungen Gesellschafter dessen Baarschaft, und als sich der Bursche weigerte, erhielt letzterer mehrere wuchtige Schläge über den Kopf, die ihn zu Boden warfen und ihm die Besinnung raubten. In diesem Zustande traf den Un⸗ glücklichen bald darauf ein hiesiger Fuhrmann. Der Angreifer war natürlich längst verschwunden und mit ihm die etwa 40 M. betragende Baarschaft des jungen Burschen. Berlin, 18. Dee. Der„Kreuzztg.“ zufolze ist der bekannte Generalsuperintendent und Schriftsteller Buͤchsel auf sein Ansuchen in den Ruhestand versetzt worden. Der evangelische Oberkirchenrath beschloß, den Pastor Braun dem Könige als Nachfolger Büchsel's vorzuschlagen. Bremerhafen, 17. Dez. Auf dem im Kaiserhafen liegenden Segelschiff„Willtam Woodburry“ brach Feuer aus und ist das Schliff letzte Nacht versenkt worden. Wien. Die Poltzeidirektion in Wien hat eine Be— lohnung bis zu 1000 Gulden für Mittheilungen aus— geschrieben, welche zur Ergreifung Derjenigen führen, die an dem Polizeteoneipisten Franz Hlubek in der Nacht vom Samstag zum Sonntag auf dem Wege von Jedlers— dorff nach Florisdorf einen Meuchelmord verübten. Pest, 17. Dez. Vor der königlichen Tafel begann heute der Tisza⸗Eßlarer Proceß in zweiter Instanz. Die Verhandlung dürfte 5 Tage dauern. Das Audi⸗ torium besteht hauptsächlich aus Journalisten und Steno— graphen. Konstantinopel. Aus Adalia wird unterm 14. d. M. gemeldet, daß in Folge heftigen Sturmes sechs große Schiffe und fünfzehn Küstenfahrer Schiff— bruch gelitten haben, wobei sämmtliche Bemannungen zu Grunde gegangen sind. Gerichtssaal. Friedberg, 18. Dez. In heutiger Schöffengerichts⸗ sitzung wurden folgende Fälle verhandelt und wurde er⸗ kannt: 1) in der Strafsache gegen Heinrich Sang von Fauerbach b. Fr, wegen Körperverletzung und Bedrohung, auf eine Gefängnißstrafe von drei Tagen; 2) in der Strafsache gegen Heinrich Müller von Leidhecken, Glaser⸗ geselle dahier, wegen Sachbeschädigung, auf eine Gefäng⸗ nißstrafe von drei Tagen; 3) in der Strafsache gegen Heinrich Becker Ehefrau von Belenheim, wegen Pfand— veräußerung, auf eine Gefängnißstrafe von 1 Tag; 4) in der Strafsache gegen Ludwig Ulrich von Wölfersheim, wegen Beleidigung des Poltzeidieners Berg in Wohnbach, auf eine Geldstrafe von 40 Mark, ev. 8 Tagen Gefäng⸗ niß; auch ist dem Beleidigten die einmalige Publikations- befugniß im Oberhessischen Anzeiger auf Kosten des Ver⸗ urtheilten zugesprochen worden. Die nächste Schöͤffen⸗ gerichtssitzung ist auf den 8. Januar k. J. angesetzt. Bad⸗ Nauheim. In der Donnerstag den 18. Dez. l. J. stattgehabten Schöffengerichtssitzung wurde in fol⸗ genden Fällen erkannt: 1) in der Strafsache gegen Konrad Schultheis III. Wittwe von Steinfurth, wegen Störung der Sonntagsfeier, erfolgte Freisprechung der Angeklagten von Strafe und Kosten; 2) in der Straf— sache gegen Peter Scheibel von Nieder-Mörlen, wegen Sachbeschädigung, wurde die Hauptverhandlung vertagt; 3) in der Strafsache gegen Andreas Zück von Schwalheim, wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruchs, wurde der Angeklagte in eine Gefängnißstrafe von 25 Tagen und in die Kosten des Verfahrens verurtheilt. Butzbach. Nächsten Freitag den 21. Dez., Vor⸗ mittags 9 Uhr, findet am hiesigen Amtsgericht eine Schöffenfitzung statt. Zur Verhandlung gelangen folgende Klagesochen: 1) gegen Reinhold Nöthen von Beienburg und Peter Reichert von Höhigen, wegen Landstreicherei, Führens falscher Legitimattonspaptere, Betrugs und bezw. Hülfeleistung zu diesem; 2) gegen Katharina Hohmann von Rommelhausen, wegen Diebstahls; 3) gegen Karl Hartmann von Butzbach, wegen Diebstahls; 4) gegen Johs. Pault von Oberkleen, wegen Körperverletzung: 5) gegen Wilh. Theobald von Sachsenhausen, wegen Diebstahls; 6) gegen Christoph Ranft II. von Münster, wegen Beleidigung des Phil. Reineck III. von da. Gießen. Schwurgerichtsverhandlung am 15. Dez. gegen Julius Rotte von Schotten, wegen Meineids. Angeklagter war angeschuldigt, daß er am 10. Oet. l. J. in der Strafsache gegen Jacob Müller von Schotten, wegen Körperverletzung, vor dem Großh. Schöffengericht Schotten wissentlich ein falsches Zeugniß mit einem Lide bekräftigt habe. Die Geschworenen erkannten den ꝛc. Rotte für nichtschuldig und wurde derselbe demgemäß von Strafe und Kosten freigesprochen. Verloosungen. Kurhessische, Thlr. 40 Loose von 1845. Serienziehung vom 1. Dec. 1883. Serie 241262 272 291 338 347 434 498 544 550 630 659 686 787 805 921 966 996 1083 1144 1219 1295 1363 1395 1667 1661 1896 1929 1985 2154 2249 2282 2355 2363 2493 2522 2562 2800 2903 2938 3176 3190 3234 3241 3274 32-2 3339 3358 3468 3441 3454 3707 3755 3815 3868 3907 3980 3993 4043 4061 4216 4279 4462 4531 4572 4779 4901 4996 5097 5196 5224 5375 5426 5472 5480 5517 5542 5609 5644 5662 5666 5707 5716 5781 5846 6038 6077 6100 6137 6209 6236 6288 6350 6375 6461 6495 6496 6526 6586 6716. Die Gewinnztehung findet am 1. Juli 1884 statt, Köln-Mindener Eisenb., 3 ½ pCt. Thlr. 100 Lo ose v. 1879. Serienziehung vom 1. Dec. 1883. Serie 70 448 456 470 606 727 794 911 1243 1253 1264 1639 1902 2106 2205 2331 2368 2418 2485 2535 2553 2555 2593 2843 2882 2932 3012 3067 3115 3495 3568 3664 3996. Meiningen, 4% Prämien⸗ Pfandbriefe à Thlr. 100 von 1871. Serienziehung vom 1. Dez. 1883. Serie 86 165 549 737 1116 1130 1191 1229 1243 1448 1462 1523 1655 1868 2300 2435 2460 2494 3357 3390 3435 3576 3646 3777 3915 3944. Die Gewinn⸗Ziehung findet am 2. Januar 1884 statt. Sachsen⸗Meiningen fl. 7 Loose von 1870. Gew.⸗Ziehung vom 1. Dec. 1883.— Heimzahlung vom 1. März 1884 ab. Gezogene Serien vom 1. Nov. 1883. Serie 44 3524449 567 1426 1642 1832 1886 2087 2249 2780 2793 3045 3216 3371 3570 3710 3803 3961 4444 5053 5095 5180 5380 5618 5766 5938 6094 6220 6281 6546 6740 6802 6909 7136 7356 7407 7938 8087 8169 8188 8507 8842 8947 9048 9056 9419 9713 9951 9972. Gewinne: Serie 8169 Nr. 48 à fl. 10,000. S. 6740 Nr. 15 à fl. 2500. S. 5380 Nr. 29, S. 8087 Nr. 8, S. 9419 Nr. 37 à fl. 500. S. 449 Nr. 12, S. 567 Nr. 25, S. 1642 Nr. 26, S. 2249 Nr. 8, S. 2793 Nr. 41, S. 3803 Nr. 33, S. 5180 Nr. 5, S. 5766 Nr. 7 31 48, S. 6220 Nr. 8, S. 6546 Nr. 26, S. 7136 Nr. 44, S. 7938 Nr. 45, S. 8947 Nr. 24 à fl. 100. S. 449 Nr. 8 21, S. 567 Nr. 24, S. 1426 Nr. 40, S. 1642 Nr. 48, S. 1832 Nr. 2, S. 1886 Nr. 25, S. 3570 Nr. 50, S. 5880 Nr. 1, S. 66 Nr. 8 S. 6094 Nr. 33, S. 6546 Nr. 6 45, S. 6740 Nr. 18, S. 7136 Nr. 32 38, S. 7938 Nr. 19 43, S. 8169 Nr. 17 46, S. 8188 Nr. 48, S. 9419 Nr. 6 8 46, S. 9713 Nr. 21, S. 9951 Nr. 2, S. 9972 Nr. 33 48 à fl. 20. Alle übrigen Nummern obiger Serien werden mit je fl. 8 ausbezahlt. Handel und Verkehr. Friedberg, 19. Dez. Wochenmarkt. Butter koste ne per Pfd. M. 1.00— 1.15, Eter 1 St. 8, 2 St. 17 Pf. Friedberg, 18. Dez. Fruchtber. Watzen M. 19.25, Kron M. 16.50, Gerste M. 16, Hafer M. 13— 14. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ktlo= 200 Zollpfund. Grünberg, 15. Dec. Fruchtpreise. Weizen M. 19.30, Korn M. 17.20, Gerste M. 14.30, Hafer M. 12.10, Erbsen M. 17.00, Samen M. 00.00. Gießen, 18. Dez. Auf dem heutigen Markt kostete e 1 1 1 1 11 1 4 10 1 ö 1 1 1 110 1700 0 10 10 10 1 0 0 Butter per Pfd. M. 1.00— 1.18, Eier per Stück 8 Pf., 2 Stück 15 Pf., Käse per Stück 4—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.55— 0.60, Hühner per Stück M. 0.90— 1.20, Hahnen per Stück M. 0.85 1.30, Enten per Stück M. 1.70 2.20, Ochsenfleisch per Pfd. 70— 72 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 56-60 Pf., Kalbfleisch 50— 54 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00— 3.50, Gänse per Pfd. 52— 66 Pf., Zwiebeln per Centner M. 7., Weißkraut per Hundert M. 4.00— 7. Frankfurt, 17. Dec. Frankfurter Produktenbörse. (Officlelle Notirungen.) Weizen still, eff. hiesiger und Wetterauer M. 19.50—20., fremder M. 19.50— 20., per diesen Monat M. 19.50. Roggen still, eff. hiesiger M. 16.— 16.50, fremder M. 16.— 16.75, per diesen Monat M. 16.25. Gerste still, eff. hiesige und Wetterauer M. 17.— 18., fremde M. 18.— 19. Hafer still, eff. hiesiger M. 14.— 14.25, fremder M. 14.— 14.50, per diesen Monat M. 14.00. Rüböl still, eff. ohne Faß hiesiges in Parthien von 50 Ctr. M. 38.50. Branntwein still, eff. ohne Faß M. 46. Mehl Nr. 1 M. 39, Nr. 2 M. 37, Nr. 3 M. 32, Nr. 4 M. 27, Nr. 5 M. 24. Roggen⸗ mehl%(Berl. Marke) M. 23.— 23.25, l.(Berl. Marke) M. 22, II. do. M. 18. Frankfurt, 17. Dez. Viehmarkt. Der Zutrieb von Ochsen belief sich auf 365 Stück, 1. Qual. per Centner Schlachtgewicht M. 70., 2. Qual. M. 58.—60. Kühe und Ninder Zutrieb inel. Sonntag an 500 Stuͤck, Preise für 1. Qual. M. 60., 2. Qual. M. 50.—54., 3. Qual. M. 40. Bullen M. 45.60. Am Kälber⸗ markt standen 250 Stück, die bei 1. Qual. mit 60 Pf. per Pfund, bei 2. Qual. mit 45 Pf. bezahlt wurden. In Hämmeln war der Antrieb nicht stark, gute Waare gesucht, wurde mit 64 Pf., geringe Qualität sehr ver⸗ schteden von 38—52 Pf. bezahlt. Bei Schweinen rarer Zutrieb und Preise vollständig unverändert; gute Land⸗ schweine wurden zu 50 Pf., prima Hannoveraner zu 56 Pf. umgesetzt. Bekanntmachung. Am Sonntag den 23. Dezember werden die Schalter, wie an den Wochentagen, offen gehalten. Kaiserliches Postamt. In Vertretung: Nispel. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 22. Dezember 1883. Beginn: Freitag Abends 3 Uhr 45 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. 5 Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 4 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 28. Dezember an Morgens 7 Uhr, Nachmittags 35¾ Uhr. Sonntag den 23. Dezember 1883, Abends: Beginn des Channkafefles. Samstag den 29. und Sonntag den 30. Dezember 1883: Neumond Thebet. Haarketten werden geschmackvoll und billig beschlagen bei Adolph Mayer, Hof-Uhrmacher und Goldarbeiter. 4486 Bekanntmachung. Die für das hiesige Haftlocal für das Jahr 1884 erforderlichen Lieferungen von Kleidungsstücken, Stroh, Besen, Oel und von folgenden Vietualten, als: Kar⸗ toffeln, Linsen, Erbsen, weißen Bohnen, geschälter Gerste, Reis, Sauerkraut, Brod, Salz, Ochsenfleisch, reinem Schwelneschmalz, Mehl, sowie das Besorgen der Flick⸗ arbeiten und der Reinigung der Wasche und endlich die eferung von 50 Meter Buchen⸗ Scheitholz 1. Classe sollen im Wege der Submission vergeben werden. Offerten sind daher bis längstens zum 24. d. Mts. hierher einzureichen. Die Bedingungen liegen dahler zur Einsicht offen. Friedberg am 17. Dezember 1883. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß im Jahre 1884 an nachverzeichneten Tagen Zuchtvieh⸗ Märkte dahier abgehalten werden: am 8. und 22. Januar, am 8. und 22. Juli, „ 5. Februar,„ 5. und 19. August, 4. und 18. März,„ 2., 16. u. 30. September, 1., 15. und 29. April,„ 14. und 28. October, 13. und 27. Mal,„ 11. u. 15. November, „ 10. und 24. Juni,„ 9. und 23. Dezember. Der Vlehmarktplatz befindet sich in der Blumenthal⸗ straße, in nächster Nähe der Bahnhöfe und stehen daselbst ausreichende Stallungen zur Verfügung. Darmstadt den 12. Dezember 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Darmstadt. 4522 Ohly. Hofapolheßke zum Engel. 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