zu Fabrikpreisen bel . Hoffnann, ur: vermlethen bei Ziegler, Schulstaßz lte much chillaurig. schall ew⸗Nork is 80 M. uen, deutschen, eisernen bester Zwischendeks⸗ Verpflegung, wich urg nach New⸗ Honk (H. 61800) In. in Alsfeh, Fherzogthum Hessen. auch die Agentur füt swfer in Bremen mt gesucht. All — ing. er Theilnahme während erdigung unseres lieben. Schwiegervaters F 1883. f inden Hinterbliebene, gekannten die schmetz Gol dem Aniß miggellebtes Kind 1 'onaten am 15, Ee hr, zu sich zu rufen, ntag den 7. Septen; n Hospftal aus ful e vleltn biwese mber 1883. 1 Die(trauernden Ver⸗ wandten. zeige. 5 10 Anzeige/ neren fallen hat, 1.1 dulrlidi nach kurzem, fen. en let 883. amber ler e, n cgherbllebente 9 2 05 5 1 8,5 enstag 937 1 f Donnerstag den 20. September. M110. Oberhessischer Anzeiger. „ staatliche oder Gemeinde-Polizeibeamte, einschließlich Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitatz Abend ausgegeben Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei grö ö z it 22 0 U. hnet, größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconko bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post mache Betreffend: Die Fortbildungsschule im Winter 1883/84. Friedberg am 18. September 1883. Die Gr. Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Vorstände der Fortbildungsschulen des Kreises. t Diejenigen von Ihnen, welche die Verzeichnisse der im kommenden Winter zum Besuche der Fortbildungsschule verpflichteten Schüler noch nicht eingesandt haben, werden hiermit an deren Vorlage in den nächsten Tagen und spätestens bis zum 30. dieses Monats erinnert. Wir werden Ihnen dieselben alsbald zur Einhändigung an die Lehrer wieder zurücksenden. Für den Fall etwaiger Abänderung im Stunden— plan, Klasseneintheilung u. 0 w., die nur mit unserer besonderen Genehmigung erfolgen dürfen, sehen wir Ihrer gleichzeitigen berichtlichen Vor. lage, nach Verhandlung mit dem Gesammtschulvorstande, entgegen. Sie wollen den Unterricht mit Beginn des Winterhalbjahres allgemein beginnen, den Lehrern bei Aufrechthaltung der Zucht und Ordnung Ihre Unterstützung in jeder Beziehung zu Theil werden und iusbesondere ungerechtfertigte Versäumnisse mit den gesetzlichen Strafen belegen lassen. e ee ee e Gem mingen, Kreisassessor. Betreffend: Die in der Volksschule zulässigen, beziehungsweise zur Auswahl empfohlenen Bücher. Friedberg den 15. September 1883. Die Eroßherzog liche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. 8 Nachstehende zwei Ausschreiben der obersten Schulbehörde bringen wir hiermit zu Ihrer Kenntniß und empfehlen Ihnen bei etwaiger Cinsührung eines ncuen Lesebuchs oder bei Anschaffung einer größeren Anzahl von fehlenden Exemplaren, auf die hier genannten Lesebücher, die wir in Kürze auf den Conferenzen von den Lehrern besprechen lassen werden, Ihr Augenmerk zu lenken, sowie auch die hier genannte Spiel- sammlung in je einem Exemplar für Ihre Schulen, auf Gemeindekosten, also unter Benehmen mit Großh. Bürgermeisterei anschaffen zu lassen. 4 J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreisassessor. Betreffend: descencher für vie Boltsschule Darmstadt am 5. September 1883. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, an die Großh. Kreis-Schulcommissionen. Wir haben die folgenden Lesebücher: 1.„Deutsches Lesebuch“ in 4 Theilen für die Schulen des Großherzogthums Hessen. Unter Mitwirkung von J M. Schäfer, Großherzoglicher Seminardirector zu Friedberg, K. Backes und V. Fritz, Lehrer in Darmstadt, herausgegeben von G. Chun und W. Liermann, Rectoren zu Frankfurt a. M. Frankfurt a. M., Verlag von Franz Benj. Auffarth,. 2.„Hessisches Lesebuch“, herausgegeben von Hessischen Schulmännern. Gießen, Verlagshandlung von Emil Roth, und 3.„Lesebuch für Schulen im Großherzogthum Hessen“, herausgegeben von A. Kleinschmidt, Seminarlehrer in Bensheim. Darmstadt, Verlag von Arnold Bergstraßer,— nachträglich in das Verzeichniß der in den Volksschulen zur Auswahl zuzulassenden Lehrbücher aufgenommen. . Knorr. Achenbach. u Nr... 5 0 5 Betreffend: Die Spielsammlungen von Ernst Lausch und Kohlrausch und Marten. Darmstadt am 23. August 1883. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, an die Großh. Directionen der Eymnasien, Realschulen und höheren Mädchenschulen und an die Großh. Kreis-Schulcommissionen. In dem Verlage von Karl Meyer zu Hannover ist eine von Gymnasiallehrer Dr. Kohlrausch und Seminarlehrer Marten veranstaltete Sammlung von„Turnspielen nebst Anleitung zu Wettkämpfen und Turnfahrten“ in handlichem Format und für den Preis von 50 beziehungs— weise 60 Pf. erschienen. Wir empfehlen Ihnen deren Anschaffung für Lehrer und Schulbibliotheken. Knorr. Achenbach. Polizei- Reglement. Unter Zustimmung des Kreis-Ausschusses und mit Genehmigung zum Gehen und Fahren bis an das Paradefeld und zurück, beziehungs— Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz werden in weise bis zu den auf diesen Straßen angebrachten Warnungstafeln hin Anwendung des Art. 78 des Gesetzes vom 12. Juni 1874, die innere] benutzt werden. Verwaltung ꝛc. der Kreise und Provinzen betreffend, zwecks Aufrecht— Art. 2. Die zum Aufmarsch der Truppen ꝛc. nach dem Parade— haltung der Ordnung und Verhütung von Unglücksfällen bei der am felde besonders angelegten und bestimmten Colonnenwege dürfen von 21. September laufenden Jahres vor Seiner Majestät dem Deutschen[dem Publikum in keiner Weise benutzt werden. Kaiser ꝛc. ꝛc. zwischen den Orten: Ober-Erlenbach, Nieder-Erlenbach Art. 3. Am 22. September laufenden Jahres sind die nachbe— und Nieder⸗Esch bach stattfindenden großen Parade, sowie bei dem am nannten Straßen und Wege, nämlich: 1. die Straße(Kreisstraße) von 22. S(ptember laufenden Jahres in dem Raume Ober⸗Ursel- Bonames[Ober Erlenbach nach Ober-Eschbach; 2. die Straße(Staatsstraße) —Mossenheim und Seulberg stattfindenden Manöver des XI. Armee- von Ober⸗Eschbach über Nieder-Eschbach nach Bonames bis zur Landes— Corps nachstehende Polizei Vorschriften erlassen: grenze; 3. die Straße(Kreisstraße) von Nieder-Eschbach nach Ober⸗ Art. 1. Am 21. September 1883 sind die nachbezeichneten Straßen[ Erlenbach; 4. die Straße(versteinter Weg) von Nieder-Eschbach nach und Wege von Morgens 7 Uhr ab bis zur Beendigung der Parade Nieder-Erlenbach von Vormittags 10 Uhr an bis zum Schlusse des für den Durchgangsverkehr geschlossen und zwar:. die Straße(ver- Manövers für den Wagenverkehr geschlossen. steinter Weg) von Nieder-Cschbach nach Nieder⸗Erlenbach; 2. die Straße Art. 4. Uebertretungen dieser Polizei-Vorschristen werden mit (Kreisstraße) pon Nieder-Eschboch nach Ober-Erlenbach; 3. die Stein- einer Geldstrafe bis zu 30 Mark bestraft. straße(Feldweg) von Kloppenheim nach Nieder-Eschbach; 4. der die Friedberg den 6. September 18838. ö Steinstraße schneidende Feldweg von Nieder-Erlenbach nach Ober⸗Eschbach. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Diese sämmtlichen Straßen dürfen zu der angegebenen Zeit nur Dr. Braden. Bekanntmachung. Im Anschluß an vorstehendes Polizei-Reglement wird andurch bekannt gemacht, daß zwischen den für das Großherzogthum Hessen und das Königreich Preußen ernannten Civil-Con missären bei den diesjährigen großen Herbstübungen des IX. Armee-Corps folgende Bestimmung vereinbart worden ist, nämlich: 5 3 e 5 „Zum Zwecke der besseren Aufrechthaltung der Ordnung auf dem Parade- und Manöverfelde während der diesjährigen großen Herbst⸗ übung des IX. Armee Corps, welche im Monat September stattfinden und sowohl Großherzoglich Hessisches wie Königlich Preußisches Staats⸗ gebiet berühren werden, ertheilen sich die von den beiderseitigen Civil⸗-Commissären vertretenen Regierungen gegenseitig die Zusicherung, daß die von der einen und der anderen Seite zur Dienstleistung heranzuziehenden Gendarmen für die ganze Dauer der Manöverzeit zur instructions⸗ mäßigen Function auf dem anderseitigen, zum Manöverterrain gehörigen Landesgebiet zugelassen und beziehungsweise beiderseits zur entspre⸗ chenden Function generell beauftragt werden sollen. Die gleiche Zulassung beziehungsweise Beauftragung soll auch auf andere Polizeibeamte 8 der Forstschutzbeamten— des einen der betheiligten Staaten auf dem Territorium des anderen Staates ausgedehnt sein.“ Friedberg den 7. September 1883. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. * ——— — — ——— ——— Bekanntmachung. Betrifft die diesjährigen großen Herbstübungen des XI. Armee-Corps und insbesondere die am 21 September er. in Aussicht genommene Kaiser Parade. In den Tagen vom 19. bis 27. September d. J. werden die großen Herbst⸗ übungen des XI. Armee⸗Corps in der Umgegend von Homburg v. d. H. statt⸗ finden und es wird vor Seiner Majestät dem Kaiser und Könige am 21. September, Vormittags 10 Uhr, große Parade in dem Straßen-⸗Dreieck zwischen Ober⸗ Erlenbach, Nieder-Erlenbach und Nieder⸗Eschbach, Front gegen letzteren Ort, abgehalten werden. Das von den Truppen benutzte Paradefeld, welches von den Bahnhöfen zu Homburg und zu Bonames gleichweit entfernt ist, wird rings von einem Draht- zaun umschlossen und nur mit einigen Einlaß-Oeffnungen im Anschluß an die zum Aufmarsch der Truppen bestimmten Kolonnenwege versehen sein. Der Eintritt in den inneren Naum ist für das Publikum nicht gestattet, wogegen für dasselbe die Räume außerhalb des Drahtzaunes und insbesondere in der Front des von den Vieinal— wegen(Kreis-Straßen) Nieder- Eschbach— Ober-Erlenbach und Nieder-Eschbach— Nieder⸗Erlenbach begrenzte Feld südwestlich des umschlossenen Paradeterrains, sowie der Raum dem rechten Flügel der Truppen gegenüber, nächst dem Orte Ober-Erlen⸗ bach, zur Benutzung bestimmt sind. Die nächsten Plätze am Drahtzaun sind den Fußgängern eingeräumt; berittene Zuschauer und Wagen haben rückwärts von den Fußgängern Aufstellung zu nehmen. Derjenigen Stelle gegenüber, an welcher der Vorbeimorsch der Truppen bei der Parade erfolgt, wird ein besonderer, übrigens sehr beschränkter Raum für Fußgänger und Wagen reservirt und es können in diesen Raum nur solche Besucher zugelassen werden, welche auf den Namen ausgestellte Karten erhalten baben. Für den Paradetag haben von 7 Uhr Morgens ab bis zur Beendigung der Parade die das Paradefeld durchschneidenden und an dasselbe anstoßenden Straßen und Wege, und zwar: die Kreisstraße von Nieder-Eschbach nach Nieder Erlenbach, der Verbindungsweg von Nieder-Eschbach nach Ober-Erlenbach, die Steinstraße(Feldweg) von Kloppenheim nach Nieder-Eschbach und der die Steinstraße schneidende Feldweg von Nieder-Erlenbach nach Ober⸗Eschbach für den Durchgangsverkehr gesperrt werden müssen, in welcher Beziehung auf das von dem Großherzoglich Hessischen Kreisamte Friedberg erlassene Polizei-Reglement vom 6. d. Mts. verwiesen wird. Die bezeichneten Straßen dürfen daher während des gedachten Zeitraumes nur zur Fahrt bis an das Paradefeld und zurück benutzt werden. Die Benutzung der zum Aufmarsch der Truppen nach dem Paradefelde angelegten und bestimmten Kolonnenwege ist für das Publikum überhaupt untersagt. Sowie die Eingänge zum Paradefelde durch den Drahtzaun an den Colonnen— Wegen für die Truppen mittelst Flaggen markirt sind, so werden auch durch Plakate an den geeigneten Stellen die Richtungen nach den Aufstellungsplätzen für das Zu— schauer-Publikum angedeutet sein. Der Ort Nieder-Eschbach wird von den Truppen nicht passirt und es ist nicht allein im Interesse der ungehinderten Bewegung der Truppen, sondern hauptsächlich auch zur Verhütung von Unfällen geboten, daß der Haupt, Zu- und Abfluß des Publikums durch den ebengenannten Ort stattfindet. Für die aus Frankfurt kommenden Wagen wird dringend empfohlen, den Straßen⸗ zug von Frankfurt nach Eckenheim, Preungesheim, Bonames und Nieder-Eschbach Wagen von Privaten mit den Truppen in Verbindung kommen, müssen die Wigen auf der Stelle balten bleiben, bis der Abzug der Truppen stattgefunden hat. Sodann wird auch darauf aufmerksam gemacht, daß es während des großen Feldmanövers, welches am 22. September innerhalb des von den Orten Homburg, Oberursel, Bommersheim, Kahlbach, Bonames, Haarhelm, Massenbeim, Nieder Erlenbach, Ober-Erlenbach und Seulberg begrenzten Terrains zur Ausführ— ung gebracht werden wird, für das Publikum nicht ohne Gefahr sein würde, sich in der Zeit von 10 Uhr Vormittags bis zum Schlusse des Manövers inmitten dieses Feldes zu begeben und sich daselbst aufzuhalten. Als ein geeigneter Aufstellungs⸗ punkt für das Publikum empfehlen sich bei diesem Manöver die Höhen nordwestlich von Ober Erlenbach, wo ein freier Ueberblick über das Mansboberfeld gewonnen werden kann. Für den Wagendoerkehr sind an dem ebengedachten Tage die in dem Manöverfelde belegenen Straßen Ober Erlenbach— Ober Eschbach, Ober-Esch bach bis Nieder⸗Eschbach bis zur Preußisch-Hessischen Landesgrenze nach Bonames, Nieder— Eschbach—Ober-Erlenbach und Nieder-Eschbach— Nieder Erlenbach für die Dauer des Manövers geschlossen. Bei den umfassenden Anordnungen, welche von den Behörden getroffen sind, darf verhofft werden, daß die Ansammlung des Publikums zur Besichtigung der großen Kaiser-Parade auf den freigestellten ausreichenden Zuschauerraum, sowie die Rückkehr vom Paradefelde ohne Störung der allgemeinen Ordnung und Ruhe und ohne Gefahr bringendes Gedränge vor sich gehen kann, daß auch der Verkehr auf den Zugangswegen nicht behindert sein wird und daß die Fluren vor Beschädig— ungen geschützt bleiben. Etwaige Ausschreitungen, Widersetzlichkeiten und überhaupt Störungen der öffentlichen Ordnung würden für die Urheber und Bethelligten die sofortige zwangsweise Entfernung von dem Paradeterrain und überdies nach den Umständen des Falles die in den allgemeinen Gesetzen begründeten Strafen zur Folge haben müssen. Zu der eigenen Einsicht des Publikums hegen wir indessen das volle Vertrauen, daß dasselbe seinerseits schon zur Aufrechthaltung der Ordnung beitragen und den Anordnungen der Behörden, sowie den Belehrungen und An— weisungen der dilenstthuenden Executiv-Organe willig nachkommen werde, damit Ordnungswidrigkeiten, Störungen des Verkehrs und namentlich auch Unglücksfälle, wie sie sonst bei dem voraussichtlich starken Andrange von Zuschauern immerhin im Bereiche der Möglichkeit liegen würden, gänzlich verhütet bleiben. Nicht minder läßt sich erwarten, daß allseitig von dem Publikum auf dem Manöver- und Paradefelde darauf Bedacht genommen werden wird, von den Fluren jede Beschädigung sern zu halten. Den zum Feld⸗ und Forstschutz berufenen Be⸗ amten und insbesondere den Gendarmen ist allgemein unter Hinweisung auf die ver⸗ schiedenen Landes-, Feld- und Forst Polilzei⸗Gesetze die pflichtnäßige Handhabung der Aufsicht anbefohlen. Zur Unterstützung der Landgendarmen bei der Wahrnehmung des Polizei dienstes sind zur Bildung von Gendarmerie⸗Patrouillen Mannschaften der Kavalerie commandirt, welche als besonderes Abzeichen einen Ringkragen von weißem Metall tragen, auf welchem sich zwet heraldische Adler in Gelb befinden. Homburg v. d. Höhe den 10. September 1883. 2 . 2 . einzuschlagen, da sie auf diesem Wege nicht durch marschirende Truppentheile auf⸗ gehalten werden. Wo immer bel Gelegenheit der Parade oder bei den Manövern überhaupt Der Königl. Preuß. Civil⸗Commissar. (gez.) Stumpff, Königlicher Regierungsrath. Der Großh. Hess. Civil-Commissar. (gez.) Dr. Braden, Großherzoglicher Kreisrath. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Vorstehendes Polizei-Reglement und vorstehende beide Bekanntmachungen wollen Sie in Ihrer Gemeinde ortsüblich veröffentlichen lassen. Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Der praktische Arzt Dr. Lehr zu Flomborn wurde zum Kreisassistenzarzte für den Kr. Schotten mit dem Amtssitze zu Gedern ernannt, der Kreisschulinspektor Rach in Heppen— heim auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. Wolfsgarten, 17. Sept. Der Herzog und die Herzogin von Connaught sind heute zu mehrtägigem Besuch der Großherzoglichen Familie dahier eingetroffen. Berlin, 17. Sept. Es circulirt hier das Gerücht von einer Zusammenkunft des deutschen und russischen Kaisers in Kiel. Unterrichteterseits ist jedoch über eine solche Zusammenkunft Nichts bekannt. Die Kronprinzessin wird morgen nach Homburg abreisen.— Der deutsche Botschafter v. Schweinitz ist heute aus Petersburg hier ein— getroffen. Der Kronprinz von Portugal ist heute nach Nürnberg abgereist.. Merseburg, 17. Sept. Der Kaiser hat an dem gestern von den fremdherrlichen Offi— zieren gegebenen Diner theilgenommen und Abends dem seitens des Provinziallandtags ver— anstalteten Feste beigewohnt. München, 17. Sept. Cardinal Howard ist zu dreitägigem Aufenthalt hier eingetroffen. Derselbe empfing die Besuche des hiesigen Nuntius, des Erzbischofs, des englischen und des franzosischen Gesandten. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 18. Sept. Der König von Serbien reist Mittwoch in Ge— sellschaft des Königs von Spanien zu dem Kaisermanöver nach Homburg. — 18. Sept. Hundertzwanzig Arbeiter in den Unionbank-Lagerhäusern stellten wegen Nicht— bewilligung einer Lohnerhöhung heute Vormittag die Arbeit ein. i Agram, 17. Sept. Die Ungarische Post meldet, daß in Agram vollständige Ruhe herrsche und die eingeführten Beschränkungen von morgen ab wieder aufgehoben würden. Auch an der Banatgrenze sei die Gährung allmählig im Ab— nehmen begriffen. Der bekannte Agitator Kemiecz befinde sich unter den Verhafteten. Holland. Haag, 17. Sept. Die Kam⸗ mern sind heute durch den König eröffnet worden. Frankreich. Paris, 17. Septbr. Das Journal officiell veröffentlicht ein Decret, wo— nach Ferry die Vertretung des für kurze Zeit verreisten Ministers Challemel-Lacour über— nommen bat. — Marquis Tseng kehrt heute nach Paris zurück. Waddington hatte waͤhrend der jüngsten Conferenzen mit Granville auch mit Tseng eine Begegnung.— 18. Sept. Marquis Tseng hatte heute eine Unterredung mit Ferry. — Die France meldet, daß ein Zwischen— fall zwischen Frankreich und der Schweiz in Folge Erscheinens französischer Truppen auf neutralem Gebiet definitiv beigelegt wurde, in— dem anerkannt wurde, daß französische Truppen nur aus Unachtsamkeit bei Genf erschienen seien. 9 Aus Hongkong heute hier eingetroffenen Depeschen zufolge ist der Oberbefehlshaber der in Tonkin befindlichen französischen Streitkräfte daselbst angekommen. Die militärischen Opera— tionen sind bis zur Ankunft der erwarteten Verstärkungen aufgeschoben.— 17. Sept. Der Civilcommissär Hormand in Hanoi enthob den General Bouet seines Commandos in Tonkin und übertrug dasselbe den Obersten Bichot und Badeus. Bouet kehrt sofort nach Frankreich zurück. Türkei. Constantinopel. Der Sultan soll, wie dem Staudard aus Wien gemeldet wird, die Absicht hegen, demnächst die Höfe der euro— päischen Großstaaten zu besuchen. Die Meldung wird aber wohl auch nichts anderes sein, als eine der bekannten Standard-Enten. Rußland, 17. Sept. In Nowomoskowsk wurden gestern die Haͤuser und Laͤden jüdischer Besitzer geplündert. Beh aafs Herstellung der Ruhe wurde von Jekaterinoslaw Militär requirirt. — 18. Sept. Tolstoi ist heute von seinem Urlaub zurückgekehrt und übernahm wieder die Leitung des Ministeriums des Junern. Amerika. New-Vork. Der Minister des Auswärtigen von Hawaii hat nach London, Paris und Washington einen Protest gegen Annexionen von Ländereien seitens fremder Mächte im stillen Ocean gesandt. Aus Stadt und Land. Friedberg. Am hiesigen Schullehrer: Seminar finden gegenwärtig die Prüfungen der Aspirantinnen für das Lehrfach statt. Es haben sich über 20 junge Mädchen dazu gemeldet. r. Friedberg. Schon seit einiger Zeit zeigt sich ein regeres Leben und vermehrte Betheiligung an unserem Localgewerbeverein, was gewiß ein Zeichen für den guten Sinn unserer Handwerker und ein Beweis für die Er⸗ kenntniß ist, daß durch Zusammenhalt und gemeinsames Wirken noch Vieles, was dem Handwerkerstand mangelt, erreicht werden kann. Erfreulich ist die hohe Zahl der Handwerker-Sonntagsschüler und auch nicht zu unter schätzen sind die Erfolge und das Streben derselben. Der Verein glaubt sich durch Alles dieses bestärkt in dem längst gehegten Vorhaben, zur weiteren Ausbildung sowohl der Handwerkerlehrlinge als auch der Gesellen und zur Unterstutzung der Handwerksmeister, noch zu der Handwerker-Sonntagsschule eine erweiterte Hand⸗ werkersch ule mit an den Wochentagen offenem Zeschen⸗ saal zu errichten. Durch das bereltwillige Entgegen kommen der Centralstelle des Landesgewerbevereins, durch Unterstützung der Mathildenstiftskasse und unentgeltliche Ueberlassung eines Locals durch den Stadtvorstand ist es dem Gewerbeverein gelungen, diese Schule in's Leben zu rufen und mit dem neu gewonnenen tüchtigen Lehrer, dem Architecten Diesener, mit dem 20. October dieselbe zu be— ginnen. Das gegenwärtig in Bearbeitung befindliche Pro⸗ gramm der Schule wird demnächst veröffentlicht. Wir ver⸗ fehlen aber trotzdem nicht, auch an dieser Stelle alle Hand, werker und Interessenten Friedbergs und der Umgegend auf diese Schule aufmerksam zu machen und da der geringe Be trag des Schulgeldes es Jedem, selbst Unbemittelten mög- lich macht, dieselbe zu besuchen, so sollte Niemand, dem an technischer Ausbildung gelegen ist, die günstige Getegenheit versäumen, möglichst umfangreichen Gebrauch von der Schule zu machen, und das Seine dazu beizutragen, daß der Handwerkerstand des Kreises Friedberg mit der Zeit fortschreitet, um den immer mehr gesteigerten Anforder— ungen des öffentlichen Lebens auch auf dem Gebiete der [Gewerbe stets entsprechen zu können. e — 3 8 — — 0 8 ——= — SKK 2 — — J. Donerst vll hib abo e hellng gel el Hewählte „ Al Tuttgchal Wagner Mai b ch sugettag Abteltts; f fabi g Schkeine galt aus des Hu gewölb ind in — * Dr alter nung de dee beit “des Pac 0 befindli af Fuat lab Schlee „ ö. Gl Afursver De Uarwal. —— ——-— 2 — 7— S S 9985 sollin shelu N „ ichten Ta gewonne * age die 10 0 12 5 mn den nu Vent ashta names, Nice A di. e auer dug egründtten Strafen i une begen wir inden 10 ichthaltung der On n Belehrungen und 0 5 beommen werde, dan 1 auch Unglücsfäh, — a i 21 85 immerhin in dem Publikum auf din en wird, von den lung Forsschutz berufenen Hinwelsung auf die un, tmäßige Handhabung dn hrnehmung des Pollst innschaften der Kapalent! agen von weißem Mel 1 finden. Hess. Elvil⸗Commissal, Dr. Braden, yoglicher Kreistath, issariat Wicht, röffentlichen lassen. — ist heute von feilen* übernahm wieder der des Juneru. 27 Der Ministet dee hat nach London einen Ptotest geg fe eien seitens funde gesandt. — N en 4 i jungen det 11 0 4 Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse ge⸗ haben sich über 0 hörige Sache in Besitz haben, oder zur Konkursmasse 10008 etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den f 15 Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu lelsten, auch die aue Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache i abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem un 15 Konkursverwalter bis zum 11. October 1883 Anzeige 0 1 1 el zu machen. f 5 lt de 1 Das Großherzogliche 1 Bad⸗ Nauheim. 1 0 öffentlicht: und aut 15 dale 0 l 5 aeg diet ill 23393 Gerichtsschreiber. 42 Ale 200 5 aases Sac che tht auf dem r 8 — 1 1 — 12 N 9 11 7 N 1 E * 0 — 7 dale *— — 1 — U k. Bad⸗Nauheim, 18. Sept. Bei der gestern stattgehabten Neuwahl des Bürgermeisters wurde Kauf— mann J. Wörner jun. mit 224 von 399 abgegebenen Stimmen gewählt. Die übrigen 175 Stimmen fielen auf den seitherigen Bürgermeister Schutt. Der Kampf war ein erbitterter und der Sieg lange schwankend. Dem neugewählten Bürgermeister wurden, wie üblich, seitens seiner Wähler Ovationen dargebracht. Daß aber ein Theil derselben sich verleiten ließ, den abgehenden Bürgermeister auf offener Straße zu verhöhnen, das hätten wir in Nauheim einfach für unmöglich gehalten. Auf die Schlingel, die diese Gemeinhelten anstifteten und verübten, braucht die Gegenpartei nicht stolz zu sein! Schutt war jederzeit ein pflichttreuer, gewissenhafter Beamter und ein ehrenhafter Mann, dabet in seinem Amte erfahren und hatte stets nur das Beste der Ge— meinde im Auge. Sein Nachfolger ist als ein that— kräftiger Mann bekannt, hoffen wir, daß diese junge Kraft sich bald in die Geschäfte eines Bürgermeisters elnarbeitet und das namentlich in unserer Gemeinde nicht leichte Amt zum Segen der Gemeinde verwaltet. r. Rendel, 17. Sept. Bei der am verflossenen Donnerstag den 14. d. Mts. stattgehabten Bürgermeister⸗ wahl haben von 176 Wahlberechtigten 168 abgestimmt. Davon erhielten: der seitherige Bürgermeister Friedrich Herling 147, Jakob Wilh. Gunderloch 21 Stimmen, gewiß ein ehrendes Zeugniß für die Tüchtigkeit des Gewählten. pe. Altenstadt. Bei der am 15. d. Mts. hierselbst stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde Johannes Jakob Wagner mit 112 von 164 abgegebenen Stimmen gewählt. Mainz, 17. Sept. Ein schrecklicher Unglücksfall dränge, wodurch viele Personen, einige sogar lebensge— fährlich verletzt wurden. Pest. Moritz Scharf, der„Comitatszeuge“ im Eßlarer Prozesse, der nicht mit seinen Eltern nach Amerika aus⸗ gewandert war, sondern bisher im israelitischen Taub— stummeninstitute zu Pest verborgen gehalten wurde, hat in Begleitung seiner Eltern Pest verlassen und reist, wie „Egyetertes“ meldet, mit denselben nach Amsterdam, wo der Knabe in einem Industrie-Etablissement eine passende Unterkunft und Beschäftigung gefunden. Auch seine Eltern werden sich daselbst niederlassen. Gerichtssaal. Friedberg, 18. Septbr. In heutiger Schöffenge— richtssitzung kamen folgende Fälle zur Verhandlung und wurde erkannt: 1) in der Strafsache gegen Anton Läufer von Assenheim, wegen Diebstahls, auf eine Gefängniß—⸗ strafe von drei Tagen; 2) in der Strafsache gegen Joh. Wilhelm Umsonst Ehefrau von Nieder-Florstadt, wegen Diebstahls auf eine Gefängnißstrafe von sieben Ta gen; 3) in der Privatklagesache gegen Lehrer Joh. Hofmann von Essen, wegen Beleidigung, in Gemäßheit von§ 199 des St.⸗G.⸗B. auf Freisprechung von Strafe und Kosten; 4) in der Strafsache gegen Joh. Friedrich Mörschel und Joh. Welhelm Mörschel von Nieder-Florstadt, wegen Widerstands, Beleidigung und Ruhestörung, wurde die Hauptverhandlung vertagt, da der eine der Angeklagten dermalen zu militärischen Uebungen einbeordert ist. Bad⸗ Nauheim. In der Donnerstag den 13. Sept. dahier stattgehabten Schöffengerichts-Sitzung wurde in folgenden Fällen erkannt: 1m) gegen Alexander Kurbanoff von Kasan, wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt hat sich heute früh in einem Hause am Platanenweg zugetragen. Die Zuleitung zu der gerade entleerten Abtrittsgrube war verstopft und sollte wieder gebrauchs⸗ fählg gemacht werden. Zu dem Zwecke wurde ein Schreinerlehrling hinabgeschickt; nachdem derselbe längere Zelt ausgeblieben, haben sich noch der frühere Besitzer des Hauses und ein Maurer hinter einander in das Gewölbe und damit in den Tod begeben, denn alle drei sind in den darin befindlichen Gasen erstickt. Allerlei. Dresden, 17. Sept. In bis jetzt noch unermit— telter Weise entgleisten heute früh um 2 Uhr am Ein⸗ gang des Leipziger Bahnhofs von der Marienbrücke her die beiden Maschinen eines Güterzuges. Der Wagen des Packmeisters wurde zertrümmert und die beiden darin befindlichen Beamten wurden leicht verletzt. Kaschau, 17. Sept. Gestern Abend entstand im Cireus Suhr in Folge blinden Feuerlärms großes Ge— und Beleidigung, auf eine Gefängnißstrafe von 8 Wochen, wegen Landstreicherel 14 Tage Haft und wegen Bettelns 8 Tage Haft, unter Verurtheilung in sämmtliche Kosten; 2) gegen Karl Schäfer von Hadamar z. Z in Rödgen, wegen Uebertretung der Gesindeordnung, auf eine Geld— strafe von 10 Mark, unter Kostenverurthellung; 3) gegen Joh. Hefele von Ober-Mörlen, angeklagt wegen Haus⸗ friedensbruchs; der Angeklagte wurde von Strafe und Kosten freigesprochen; 4) in der Privatklagesache der Jakob Schutt IV. Wittwe von Dorheim gegen Georg Marloff von da, wegen Beleidigung, wurde die Ange⸗ klagte von Strafe und Kosten freigesprochen und Letztere der Privatklägerin zur Last gesetzt; 5) in der Privatklage— sache des Ant. Hengst von Steinfurth gegen Hch. Hengst von da, wegen Beleidigung, wurde durch Vergleich erledigt. Handel und Verkehr. Friedberg 18. Sept. Fruchtbericht. Waizen M. 20., Korn M. 16.50, Gerste M. 16.—18., Hafer M. 13.— 11. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Grünberg, 15. Sept. Fruchtpreise. Weizen M. 20.20, Korn M. 19.20, Gerste M. 14.40, Hafer M. 13.30. Frankfurt, 17. Sept. Frankfurter Produktenbörse. (Offizielle Notirungen.) Waizen still, eff. hiesiger und Wetterauer M. 20.50, fremder M. 19.— 20.50, per diesen Monat M. 19.50. Roggen still, eff. hiesiger M. 17., fremder M. 16.50—17., per diesen Monat M. 16.50. Gerste eff. hiesige und Wetterauer M. 17.— 18.50, fremde M. 18.— 20. Hafer behauptet, eff. hiesiger M. 14.50, fremder M. 14.50— 15., per diesen Monat M. 14 50. Rüböl unverändert, eff. ohne Faß hiesiges in Parthien von 50 Ctr. M. 39. Branntwein unverändert, eff, ohne Faß M. 46. Frankfurt, 17. Sept. Viehmarkt. Ochsen standen ca. 360 Stück am Platze, und wurde bezahlt für 1. Qual. M. 70—72, 2. Qual. zu M. 62-65. In Kühen und Rindern belief sich der Zutrieb auf nahe an 500 Stück. Für 1. Qual. wurde M. 60-66, für 2. Qual. von M. 50 an gelöst. Bullen, von denen 18 Stück angetrieben waren, kosteten M. 60, andere herunter bis M. 52. Am Kälbermarkt ging der Handel sehr schleppend und wurde für beste Stücke nicht über 68 Pf. per Pfund gemacht, während geringere Waaxre von 52 Pf. an erhältlich war. Hämmel waren nahe an 100 Stück angetrieben, ausschließlich gute Waare. Der Preis stellte sich auf 60 Pf. In Schweinen blieb der Antrieb auf der gewöhnlichen Zahl. Für Prima Hannoveraner, die heute in ganz besonders schönen Stücken am Markte standen, wurden 66 Pf., für Land⸗ schweine je nach der Qual. von 62—61 Pf. bezahlt. Frankfurt, 18. Sept. Buttermarkt. Für Butter wurde heute im Engroshandel M. 90 per Ctr. bezahlt, im Detailverkauf je nach Quat. M. 1.10 130. Heu⸗ und Strohmarkt. Die Zufuhr belief sich auf 47 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 2.50— 3.60, für Stroh M. 33.50. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 22. September 1883: Beginn: Freitag Abends 5 Uhr 25 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. 97 Nachmittags 3 Uhr 45 Min. Sabbath-Ausgang 6 Uhr 45 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 23. September an Morgens 4½ Uhr(Selichoth), von Montag den Friedberg, 19. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete der Pfd. M. 1.10— 1.20, Elter 1 St. 7, 2 St. 00 Pf. 24. Sept. an Morgens 5 Uhr, Abends 6 Uhr 30 Min. Konkurs- Verfahren. Ueber das Vermögen des Handlungsreisenden Heinrich Schroeder von Bad-Nauheim wird, da derselbe am 17. l. Mts. seine Insolvenz angezeigt hat, heute am 18. September 1883, Vormittags 7¼ Uhr, das Kon— kursverfahren eröffnet. Der Jean Wörner jun. dahtier wird zum Konkurs⸗ verwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 11. October 1883 bel dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in §. 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Oetober 1883, Nachmittags 2 Uhr, Donnerstag den 18. 5 vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Aepfel⸗Versteigerung. sollen die der hiesigen Gemeinde zustehenden thellungsweise öffentlich meistbietend versteigert werden. Rödgen am 17. September 1888. Großherzogliche 8 Rödgen. Luft. 3309 weise versteigert werden. Zusammenkunft loco Fauerbach v. d H. 9386 Donnerstag den 20. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, Aepfel ab⸗ Obst-versteigerung. Montag den 24. September l. J., Vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde gehörsge Obst, eirca 80 Malter Aepfel und 6—8 Malter Birnen, abtheilungs⸗ 8 N Aepfelversteigerung. 3402 Montag den 24. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zustehenden Aepfel ab— theilungsweise öffentlich meistbietend versteigert werden. Schwalheim den 18. September 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Schwalheim. FP hersmann's 2834 Theckf chwefel-Seife, bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbe⸗ dingt alle Arten Haut- Unreinigkeiten und erzeugt in kuͤrzester Frist eine reine, blendend weiße Haut. Vorräthig à Stück 50 Pf. bei Apotheker Lühn. 5 5 3277 Bremen Die Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd in Bremen fahren regelmäßig Mittwochs und Sonntags nach Amerika. Wegen Passage wende man sich an den Hauptagenten M. Abraham, Mainz, oder dessen Agenten J. Schulhof, Friedberg. Sofort zu besetzen. 8 Bei einer Großherzoglich Hessischen Bürgermeisterei ist die Stelle des ersten Büreaugehülfen vacant. Nur Solche wollen sich melden, welche bereits längere Zeit bei einer hessischen Bürgermeisterei, oder einem hessischen Kreisamt gearbeitet haben und beste Empfehl⸗ ungen besitzen. Bewerber müssen selbstständig arbeiten können. Gehalt 1000 bis 1200 Mark. Offerten sub D. 630 an Rudolf Mosse, Fauerbach v. d. H. den 18. September 1883. 5 33 Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach v. d. H. Frankfurt n. M.—— 8—“.— 3 les. Obst⸗ Keltern und Apfelmühlen e neuester und bester Construktion, von den kleinsten bis empfiehlt sich Bad⸗Nauheim. Frau Lampert. Steppdecken und Steppröcken zu den größten allerbilligst bei b a a J. H. Würz in Dorn⸗Assenheim. 3307 Die Dampf-Kaffeebrennerei von l W̃ A. Juntz sel. Wwe. 5 2; Sonn a. Rh. S berlin C. 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Ulfa bei Herrn Georg Gottwalls VII. Vilbel bei Herrn C. H. Kullmann. ** Eirea 20 neue Fässer, 2, 3, 4, 6 und 8 Ohm haltend, sind zu verkaufen bei Heldenbergen. Tobias Pauly, 3021 Küfer. 3276 — ͤ— —— -——— Bürgermeister⸗Wahl zu Dorheim. Die Unterzeichneten erlauben sich zu der bevorstehenden Bürgermeister-Wahl ihren Mit— bürgern die Wiederwahl des seitherigen, in jeder Beziehung tüchtigen 7. 2—— 2 Bürgermeisters Christ. Martin Zerb zu empfehlen. Reuß, Beigeordneter. Aug. Breidenbach, Gemeinderath. Carl Martin Schudt, Gemeinderath. Konrad Bingel, Gemeinderath. rath. Heinrich Hofmann III., Gemeinderath. Werner Röder, Gemeinderath. Konrad Iffland III., Gemeinderath. Heinrich Pie, Gemeinde— Heinrich Eißner IV., Gemeinderath. Gotthard Müller, Gemeinderath. Wilhelm Bingel Heinrich Keller II. Friedrich Pirl. Johannes Seipel, Gr. Br. Christian Bingel III. Georg Schäfer III. Adam Schäfer. Philipp Beppler. Ludwig Seiyf. Karl Seipel. Martin Seipel. Heinrich Stein III. Jakob Hosmann. J. Heil. C. Walther. H. Keller l. W. Büttner. Christian Iffland II. Wilhelm Heck. Adam Seipel. Christian Bingel IV. David Hofmann. Wilhelm Kreß. Johannes Pirl. Adam Pirl. Johs. Schutt IV. Heinrich Magel. Meyer Blum. J. W. Röder IV. Johs. Schutt VI. Adam Schutt IV. Gotthard Eichler. Konrad Eißner. Christ. Schäfer. Wilh. Braun. Wilh. Bopp. Wilhelm Röder II. Heinrich Bommersheim V. Johannes Rack. 3396 Vel Verladungen auf hiesiger Station empfehle meine bequem gelegene, sehr exact wiegende und nach dem neuesten System construirte . 5 2 7. N 2 0 0 Fuhrwerks Brückenwaage. Bei der vorzüglichen Einrichtung meiner Waage, kaun jeder Juteressent das Waagresultat von der Scala der Waage selbst ablesen und sind deßhalb Irrthümer vollständig ausgeschlossen. Im benöthigten Falle steht unentgeltliche Vorspann bis zur Höhe der Umladeplätze, sowie kostenfreie Benutzung meiner geräumigen und gesunden Stallungen zur Disposition. G. H. Freundlieb, „Zur Stadt Hanau“. 582 Baumeistern, Haus und Bauherren. Zur sicheren, rationellen Tödtung des Hausschwamms empfehle das alleinig patentirte und prämiirte tieselsaure Imprägnir- und Isolir-Matertal, bewährt in 100,000 Verwendungen und empfohlen durch div. Ver⸗ fügungen höchster Militär- und Regierungs baubehörden: 0* 900 N 17 Ge e Dr. II. TZereners Antimerulion.(Sawan Herr W. Bernbeck in Friedberg in Oberhessen gibt dasselbe biligst bei Originalgebinden mit hohem Rabatt ab. Ferner zum Schutze alles Holzwerks im Hof⸗ und Stallthüren, Geräthe, Schwellen, Pfähle ce. ꝛc. Carbol⸗ Firniß als gelbliches, ö Antiseptisches Oelanstrich- und Imprägnir- Material 2 A kg Carbol; Asphalt als bräunliches ö in ie e Staßfurter Farnalst⸗Badesalze, o kg M. 4., 50 kg M. 2.50, 25 kg M. 1.50. Patent⸗Kieselguhr⸗Desinfectionsmittel und Apparate. Prospecet, Rath und Auskunft franco und gratis. Gustav Schallehn, Chem. Fabrik, Magdeburg. Ich habe von heute ab für den Winter meine Sprech- stunden folgendermaßen verlegt: Vormittags von 11— 1 Uhr, Nachmittags von 1— 2 Uhr. Bad⸗Nauheim den 19. September 1883. Dr. Potselnpeid, 3383 prakt. Arzt und Chirurg. eee eee N N 2 Freien und in der Erde, wie Staketen, Planken, Keller⸗, und auch als sehr starkes, öliges Schwamm ⸗Mittel: 2504 Nuss- Liqueur, Quitten-Liqueur, Schuarze Johannisbeeren- Liqueur empfiehlt in vorzüglicher Qualität 3394 gernbecl ff 8 2 38 5 7* Oekonomen Friedbergs und der Um 88 ke, 2 gegend hiermit die ergebene Anzeige, N 1.20, 8 daß ich mich hier als prakt. Thierarzt nieder⸗ 2 gebrannt, in feinster Mischung, per Pfund M. J., 0 elassen habe. Meine Wohnung befindet sich in 1.40, 1.60, 1.70, in bekannter vorzüglicher Qualität. Waaler 3 2 5 . meinem elterlichen Hause(früheres Mathilden- 3391 J. A. Windecker. 25 stift). E 211— 7 0 0 7 Fried berg im September 1883. D Rübenheber mit Hackmessern, 3 8 f 88 Pute süöwmiliche für Ren l 1„ II. 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Geschäfts Local nebst Garten, Kegelbahn, Pferdestall u. s. w., in welchem seit Jahren eine frequente Gastwirthschaft und Metzgerei betrieben wurde, ist nebst Inventar unter günstigen Bedingungen zu berkaufen, eventuell zu verpachten. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3388 Obstlieferung. Friedberg. In Auftrag: 5 0 7 3390 Eduard Grödel. f Zuverlässige Agenten, wollen den Preis, zu welchem — 25 8 2 Mostäpfel, schoͤne Qualität, per Doppel ⸗Centner franeo 0 Vabhnß 0 ee be 7 önn 0 it⸗ Strümpfe und Socken nn e wege gelle, e 0, — 9 5 8 f 3 1 2 2. 5 1 15 274 für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich. 13385 beim Rathhaus in Göppingen(Württemberg). Dank sagung. Das uns hier allseits stets entgegengetragene Wohl, wollen hat sich bei Gelegenheit meines gestrigen 50 jährigen Dienstjubiläums in einer Weise gesteigert, die mich über wältigt und tief gerührt hat. Ich fühle mich deßhalb gedrungen, für die mir von allen Seiten erwiesene Liebe und Ehre für mich und meine Familie unseren tiefgefühlten, herzlichsten Dank hiermit nochmals öffentlich auszusprechen. Friedberg, 18. September 1883. 3389—Posidirector Brentano di Tremezz0. W* Unterzeichnete bringen zu der am nächsten Donnerstag stattfindenden Wahl eines Bürgermeisters in Vorschlag unseren seitherigen Beigeordneten Adam Steinhäußer, welcher während der ihm übertragenen Führung des Bürgermeister-Amtes sich durch Umsicht und Sachkenntuiß bewährt und berechtigte Interessen der Stadt mit Energie zu wahren verstanden hat, und hoffen wir, daß unsere Mitbürger diesem Wahl-Vorschlag einmüthig bestimmen werden. Bechstein, Hch. Bechstein, Joh. Bern⸗ beck. Bindernagel. Falck, G. Fertsch. Görtz. Hecht. Hieronimus, G. Hirsch. Hirschhorn, S. Huber. Koob, J. Loeb, Em. Pfeffer. Philippi, E. Reuß, Fritz. Reuß, Konr. Roßbach. Ruths. Trapp II. Waas, Louis. 3349 Weis, Ludw. Windecker, Ernst. Unser seitheriger Bürgermeister Zerb hat sich um unsere Gemeinde so viel Verdienste erworben und zu jeder Zeit für das Wohl der Einwohner gesorgt, daß es die größte Undankbarkeit wäre, ihn bei der bevor— stehenden Neuwahl zu verdrängen. Meiner Ansicht nach sollten deßhalb alle Dorheimer Wähler einstimmig unserem seitherigen braven und bewährten Bürgermeister Zerb ihre Stimmen geben. 3387 H. Röder 11. Geehrte Mitbürger!!! Wie bereits bekannt, so findet die Bürger— meister-Wahl am 22. ds. Mts. dahier statt und erlauben wir uns daher ganz besonders die Herren Wähler darauf aufmerksam zu machen, daß sie doch bedacht sind einen Candidaten auf— zustellen, welcher auch in der That die Fähig⸗ keit besitzt, einem solchem Amte selbständig vor⸗ zustehen. Wir weisen deshalb auf unseren Herrn Georg Eichelmann dahier hin, indem wir denselben in jeder Be— ziehung nur als einen zuperlässigen und un⸗ parteilichen Bürger empfehlen können. Geehrte Mitbürger lasset Euch nicht täuschen und spendet nur, wenn Ihr an die Wahlurne herantretet, Eure Stimmzettel unserem vor— geschlagenen Candidaten. Hochachtungsvoll 3392 Mebrere Wähler. Steinfurth den 17. September 1883. Cor fetten empfiehlt zu sehr billigen Preisen 123 K. Friedrich Ich suche zum sofortigen Eintritt einen— 1 2 Lehrling mit guten Schulzeugnissen. Hleinrich Mack. 3384 Tuch- und Manufactur-Waaren- Geschäft. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während des kurzen Krankenlagers, sowie bei der Beerdigung und der überaus reichen Blumenspende bei dem Begräbniß unseres lieben und unvergeßlichen Schwagers und Onkels Herrn Georg Suhrada, sagen hiermit ihren innigsten und tiefgefühlten Dank Friedberg am 19. September 1883. 3398 Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. tanksult 5 25. sncchlücßli bahn a) f lingerer ugthen, filleis bis Henutzung on Zusak 0 Persos haßgabe d den Oben chen Ludi s zum 2 wähnten son Legitim on! M.( Jen C. Br senehen fit susstellung Dizelcomp. idunden e ige Bür Inzegers n dach bekann Ain sollen. eurlige V bir dafür efantwortl enn dlejen uilkel sel kun gibt Gohl vor us der 2 hitlend he segeneandi dichten Fr oahenmuf allen und . Wablag bald dle uf Ge n Nu der Einst A nach Alatlonen Schwam inhäußen übeitragene Fi 1 genen Führm 0 durch Uusicht y, berechtigte Inter zu wahren verstash aß unsere Mütbisz wümüthig bestinm, Bechstein, Juh. guy l. Fal, 6. Fut leronimus, G. hint Huber. Koch, 4 fefer. Phillip, euß, Konr. Roßlat Il. Was, Colt Bindekker, Ern. seister Jerb hat sh un dienste erworben und z Einwohner gesorgt, dh wäre, ihn bel der diho gen. n deßhalb alle Dorhesnn m seitherigen biaben unh Zerb ihre Stimmt b. kn u. ftbülgeil! so findet die Büre 8. Mts. dahier fn her ganz besonder d ufmerksam zu machn einen Candidaten a der That die Jiht Amte selbständig del auf unseren Hen chelmann denselben in jeder 0 zuverlässigen und u sechlen können. ssset Euch nicht fäulch Ihr an die Wablaull umzettel unserem dil cc 7 September 1883 — 3. ö Eintt ling sit einen 0% Seilage. Wähler. g e 100 Hberhessischer Anzeiger. 111. Aus Stadt und Land. Friedberg, 20. Sept. Bei der heute stattgehabten Wahl eines Bürgermeisters hiesiger Stadt stimmten 413 Einwohner ab. Davon fielen 410 auf den seitherigen Beigeordneten A. Steinhäußer. 2 Stimmen waren un gültig. Abends wurde dem Neugewählten ein Fackelzug und Ständchen seitens der Feuerwehr dargebracht und hierdurch der allgemeinen Freude über das Resultat der Wahl Ausdruck gegeben. f. Friedberg. Für die Theilnehmer an dem zu drankfurt am 20. und 27. September stattfindenden Uu. Evangelischen Kirchengesangvereinstage sind von den letr. Eisenbahnverwaltungen folgende Eisenbahnfahrt⸗ jergünstigungen verwilligt worden, die für unseren lesekreis von Interesse sind: auf den Kgl. Preu⸗ jischen Staatsbahnen Verlängerung der Gültigkeits⸗ kauer von nach Frankfurt oder in der Richtung nach Frankfurt auf Stattonen der genannten Bahnen am 4., 25. und 26. September gelösten Retourbillets bis unschlteßlich den 5. Oktober l. J.; auf der Main Neckar— Lahn a) für diejenigen Festtheilnehmer, welche in ge⸗ Ungerer Zahl als 50 Personen oder einzeln zur Fahrt zugehen, Verlängerung der Gültigkeitsdauer von Retour— Hllets bis zum 28. September incl. und Gestattung der benutzung dieser Villets bei Schnellzügen ohne Zukauf don Zusatzbilleis; b) für Gesellschaften von mindestens 0 Personen eine Taxermäßigung von 3330/0 nach Maßgabe der deßfalls bestehenden Bestimmungen; 5) auf en Oberhessischen Eisen bahnen und der Hes sschen Ludwigs⸗Eisenbahn Gestattung der freien Rückfahrt Is zum 28. Sept. gegen Lösung einfacher Villets. Die ewähnten Vergünstigungen werden nur gegen Vorzeigung von Legitimationskarten gewährt, welche gegen Einsendung von 1 M.(Beitrag zu den Kosten des K. G.⸗Vereinstages) von C. Brechert, Frankfurt a. M., Hochstraße 17, zu beziehen find. Mit dem K.⸗G.⸗Vereinstage soll eine Ausstellung von kirchenmusikalischen Werken(Chor- und Orgeleomposittonen bezw. Sammlungen und Literatur) verbunden werden. P. Bad⸗Nauheim. In dem Berichte über die hlesige Bürgermeisterwahl in der vorigen Nummer des Anzeigers wurden einige Ausschreitungen erwähnt, welche nach bekannt werden des Wahl⸗Resultats vorgekommen san sollen. Es wird gewiß jeder vernünftige Mensch derartige Vorkommnisse nicht billigen, sondern bedauern, aber dafür eine ganze Partei oder eine ganze Stadt verantwortlich machen zu wollen, das geht doch zu weit, denn diejenigen, von welchen es ausging, sind ja in dem Artikel selbst mit dem richtigen Namen bezeichnet und heren gibt es wohl allenthalben. Als bei der vorigen Gahl vor 9 Jahren Bürgermeister Schutt als Sieger aus der Wahl hervorging, brachte ein jubelnd und schreiend herumziehender Menschenhaufen dem unterlegenen Hegencandidaten(gewiß ein Ehrenmann) und seinen nächsten Freunden Ovationen dar, die einer sogenannten „Ratzenmusik“ sehr ähnlich waren. Man ließ sich's ge— sallen und schwieg; gewiß das Vernünftigste, was man bel Wahlagitattonen und Wahlausschreitungen thun kann, sobald dieselben vorbei find, denn sie beruhen gewöhnlich auf Gegenseitigkeit. Auch Ihr Correspondent hätte dies im Interesse des allgemeinen Friedens thun dürfen, denn jeder Einsichtige wird mit uns einverstanden sein, wenn wir nach jeder Wahl und der dabei vorgekommenen Pitationen und Ausschreitungen den Grundsatz vertreten: „Schwamm darüber.“ m. Ossenheim. Bei der am 14. September vor⸗ genommenen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bei— —— geordnete G. H. Friedrich Keller, da der jetzige Bürger— meister Maul eine Wiederwahl abgelehnt hatte, mit 22 Stimmen von 38 zum Vürgermeister gewählt. Sein Gegencandidat erhielt 16 Stimmen. Im Ganzen waren 44 stimmberechtigt. Des Abends wurde dem Neuge— wählten von dem hiesigen Gesang-Verein ein Ständchen gebracht. v. Reichelsheim, 19. Sept. Bei der heute statt— gehabten Bürgermeisterwahl fielen sämmtliche 166 ab— gegebenen Stimmen auf den seitherigen Bürgermeister Schmid. Allerlei. Gelnhausen, 18. Sept. Bei dem am vorigen Sonntag Abend losgebrochenen Gewitter schlug der Blitz an vier Orten ein, glücklicher Weise ohne Schaden an— zurichten. Diez, 18. Sept. Heute Mittag einige Minuten vor 12 Uhr fanden hier zwei ziemlich starke Erdstöße statt. Am meisten waren dieselben in der Wilhelmstraße zu spüren, wo denn auch die Bewohner auf der Straße zusammenliesen und ihre Häuser betrachteten, ob dieselben nicht etwa Sprünge zeigten. Bis jetzt haben wir Gott sei Dank noch keine Nachricht erhalten, nach welcher irgendwo Schaden angerichtet worden wäre. Essen, 19. Sept. Nach einer Meldung der Rheinisch⸗ Westph. Ztg. sind in der vergangenen Nacht um 1 Uhr in Flötz„Präsident“ der Zeche Massen Tlefbau bei Unna in Folge schlagender Wetter fünfzehn Bergleute getödtet und drei verwundet worden. Neapel. Unheimliche Symptome machen sich auf der Insel Ischia wieder bemerkbar, eine neue Katastrophe scheint daselbst bevorzustehen. Handel und Verkehr. Frankfurt, 19. Sept. Kälbermarkt. Zufuhr 120 Stück. Bei langsamem Geschäft wurde der Stand zu höheren Preisen verkauft; dieselben stellten sich bei 1. Qual. auf 75 Pf., 2. Qual. 70 Pf. inel. 3. Qual. 65 Pf. per Pfund Schlachtgewicht. Die Einführung des schon lange gehegten Projeetes, kleine Geldbeträge(unter 3 Mark) ohne die mit 20 Pfg. belasteten Postanwelsungen zur Auszahlung zu bringen, ist jetzt seitens der Postbehörde dahin festgestellt, daß vom 1. Januar k. J. dieses auf einfache Postkarten ver⸗ mittelt wird, welche mit einem Coupon zur Angabe des Betrages und zur Quittirung versehen sind. Auch ist die Einführung der belgischen sog. Briefkarten ins Auge gefaßt. Dieselben haben die Form der Postkarten mit Rückantwort und sind an den Rändern durchlöchert und mit Klebstoff versehen, wodurch ein Verschließen ermög licht. Der Zweck ist, dem Publikum eine schnelle und seerete Correspondenz zu ermöglichen, da die Beschaffung von Papier und Couvert oft zeitraubend ist. Literarisches. Daheim. Nr. 49 und 50 enthält: Das Gelübde. Novelle von S. Junghans.(Forts.)— Ein furcht barer Augenblick. Mit Bild.— Wallensteins Leiche.— Zur Lutherliteratur. IV. V. Von R. Kübel.— Die jüngste Revolution in Spanien.— Zur Geschichte der Titula⸗ turen.— Die Türken vor Wien. Von Dr. H. Hallwich. Mit 7 Illustr.— Die Prinzessin.(Forts.)— Ernste Verwarnung. Bild von M. Liebling.— Eine gefälschte Bibelhandschrift. Mit Illustr.— Praktische Wohlthätig⸗ keit in London. IX. Organisation der gesammten Wohl⸗ thätigkeit Londons.— Zum Kaisermanöver. Von H. Vogt. Mit zehn Illustr. Am Familientische: Gegen sätze.— Gesundheitsrath.— Eine Lutherschrift von E. Frommel.— In unserer Spielecke.— Mit funf illustr. Beilagen. Fünfzig Fabeln für Kinder von W. Hey. Mit Bildern von Otto Speckter. Gotha, Friedr. Andr. Perthes, 1883. Jubiläumsausgabe. Preis: 50 Pf. Noch fünfzig Fabeln für Kinder von W. Hey. Mit Bildern von Otto Speckter. Gotha, Friedr. Andr. Perthes, 1883. Jubiläumsausgabe. Preis: 50 Pf. Am 23. Mai 1833 schrieb Wilhelm Hey aus Ichtershausen seiner Sammlung von„Fünfzig Fabeln für Kinder“ einen Geleitsbrief„an die Eltern“, der mit den Worten begann:„Dieses Buch ist zunächst für Kinder von vier bis sieben Jabren bestimmt. Wenn wir die rechte Wahl und den rechten Ton getroffen haben, so zweifeln wir nicht, daß auch Größere, Kinder und Nicht— kinder, es in die Hand nehmen und sich daran erfreuen werden. Das wahrhaft Kindliche hat ja einen Reiz für jedes Alter.“ Wie hat sich im Verlauf von fünfzig Jahren dies Wort bewährt, inbezug sowohl auf die erste, wie auf die bald nachher herausgegebene Sammlung: „Noch Fünfzig Fabeln für Kinder.“ Mit den Bildern des gemuthvollen Otto Speckter haben sie ihren Triumph— zug durch alles Land, wo deutsche Zunge klingt, gemacht, und bis zum heutigen Tage sind sie jung geblieben. Bekanntmachung. Die nunmehr geschlossene Sammlung milder Gaben für Ischia hat ergeben von: Friedberg. M. 35. 60 direet an der Postkasse eingezahlt. 30 durch die Expedition des Oberhess. Anzeigers. „ 10 Berstadtete Nieder⸗Florstadt„ 9. 00. Ober⸗ Rosbach.„ 2. 00. Doeh) 90 Deut, Bruchenbrücken.„ 1. 00. Zusammen M. 73. 60, welche eingesandt worden sind. Friedberg den 19. September 1883. Kaiserliches Postamt. Brentano. Aufforderung. Die Kaiserlichen Post-Anstalten der Umgegend, welche in obiger Aufstellung nicht aufgeführt sind und welche ihre Eingänge für Ischia anderweitig abgeführt haben, werden hierdurch gebeten, die Anzeige über die bei ihnen eingegangene Gesammtsumme an uns gefälligst gelangen zu lassen. Die Expedition des Oberhess. Anzeigers. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 20. September 1883. 20 Frankenstüfstf e do. in ren een e, 6. 6 0 Englische Sovereing ss. 20. 38 42 Russische Imperi ales 16. 70—74 Dusoten z n e en ee e ee enge „ al marco tagen Dollars in Gold 18 2 Bekanntmachung. Die Offenlegung des Grundbuchs und der Karten der Gemarkung Bad Nauheim im Kreise Friedberg. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das 0 kung Vad⸗Nauheim eu errichtete Grundbuch der Gemarkung heim, ebst den dazu gehörigen Karten auf dem Gemeindehause zu Bad⸗Nauheim offen gelegt worden ist. Die Karten polen dazu dienen, sich leichter im Flur- und Grund⸗ luche zurecht zu finden und Verwechselungen zu verhüten. 5 Die Betheiligten sind befugt, dasselbe während der ut der Offenlegung in diesem Lokale einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großherzoglichen Bürger⸗ neister der Gemeinde Bad⸗Nauheim Grundbuchsauszüge zu verlangen. Auch werden sie durch Letzteren auf die on den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie be⸗ 0 tiefen den Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen Denjenigen, welche sich bei der Angabe des Glundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes für beschwert gaochten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist win von 6 Monaten ihre Anstände entweder auf gütlichem digung 0 f 10 ade bi 11 Oil Sulratde, du 4 0 Tbeilsahm zu Vege bei dem Bürgermeister der Gemeinde, vor welchen bei der Beere hh sie ihren etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu 0 bsseitigen und insofern dies nicht von Exfolg ist, ihre Ausprüche bei dem für Besitzstreitigkeiten zuständigen Lerichte geltend zu machen. 5 a Ist dieses Gericht ein anderes, als das unterzeich⸗ inte, so haben sie davon, daß Letzteres geschehen, binnen eben dieser Frist Großherzoglichem Gerichtsschreiber des unterzeichneten Amtsgerichts die Anzeige zu machen. f Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor der Offenlegung des Grund— buchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Be— sitzklage angestellt haben. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Bürger⸗ meister zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deßhalb erhoben und erforderlichen Falls bei dem unter⸗ zeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden Diejenigen, welche die in Gemäßheit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigenthums betreffend, beigefügten Erwerbtitel eingetragen oder berichtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der fest⸗ gesetzten Frist von 6 Monaten bei dem unterzeichneten Gericht zu stellen und wenn dies ein anderes, als das unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerstreckliche Frist von 6 Monaten geht mit 26. Januar 1884 zu Ende Bad⸗Nauheim den 7. Juli 1883. 8 ee e Bad⸗Nauheim. llwohn. 0 2588 3 Schũ tz. Aepfelversteigerung. 3412 Dienstag den 25. September d. J., Vormittags 10 Uhr, 155 die der hiesigen Gemeinde zustehenden Aepfel, eirea 30 bis 40 Malter, öffentlich versteigert werden. Ziegenberg am 19. September 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Ziegen berg. Rumpf. Submission. Die Lieferung der bei der Entwässerung der Grund- stücke in der Gemarkung Kaichen nothwendig werdenden 120,138 Stück Drainröhren verschiedener Weiten soll auf dem Wege der Submission vergeben werden. Bedingshefte und Kostenanschlag liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen und können gegen Erstattung der Copialien bezogen werden. Die Offerten sind mit entsprechender Aufschrift frankirt bis zum Eröffnungstermin, welcher Donnerstag den 4. Oetober, Vormittags 10 Uhr, auf dem Büreau des Unterzeichneten stattfindet, einzu— senden. Ebenso sind die Proberöhren bis zu diesem Termin an Großh. Bürgermeisterei Kaichen franco ein⸗ zuschicken. Friedberg(Hessen) den 21. September 1883. Der Culturtechniker: 3422 Schneider. Markt⸗Verlegung. 3426 Da der auf den Michaelistag, den 29. d. Mts., dahier abzuhaltende Krämermarkt auf einen Samstag fallen würde, so ist derselbe auf Donnerstag den 4. und Freitag den 5. October l. J. verlegt worden. Homburg v. d. H. den 21. September 1883. Bürgermeister⸗Amt. (Ag. 2534.) A. Schleußner. Güter⸗Versteigerung. Mittwoch den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen in hlesigem Rathhaus die Grundstücke des Färbers Wil⸗ helm Bechstein auf Antrag desselben einer dritten und letzten Versteigerung ausgesetzt werden. Friedberg den 21. September 1883. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. . Reuß, dienstältester Gerichtsmann. Arbeits Vergebung. Dienstag den 25. d. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen die zur Herstellung 9 Sedtpbofenfg eng und zur Unterhaltung des Schulhauses zu Schwalheim nöthigen Arbeiten und Materiallieferungen, 15 9450 M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 400— Steinhauerarbeit 18— Schlosserarbelt 40— Weißbinderarbeit 178— Brechen von Mauersteinen(Quarzit) 140— Anfahren dieser Steine 80— Lieferung von Mauersand 120— Lleferung von hydraulischem Schwarzkalk 136— auf dem Rathhause zu Schwalheim öffentlich ver— steigert werden. Friedberg den 20. September 1883. Zörb, 3424 Bezirksbauaufseber. B Aepfelversteigerung. 3402 Montag den 24. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zustehenden Aepfel ab— thellungsweise öffentlich meistbietend versteigert werden. Schwalheim den 18. September 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Schwalheim. Hensel. Mobiliar⸗Versteigerung. 3423 Dienstag den 25. d. M., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, kommen in Philippi's Felsenkeller folgende Gegenstände wegzugshalber zur Versteigerung: 1 Sopba mit 6 Stühlen in Plüsch, 2 ältere Sophas, 1 runder Tisch, verschiedene kleine und große Tische, 1 Seeretär, 1 Chiffonniere, 2 Kommoden, 1 zwei thüriger Kleiderschrank, 1 Pfeilerkommode, 1 Aus— zugtisch mit 6 Einlagen, 6 Bettladen mit Sprung⸗ federmatratzen und etwas Bettwerk, 1 Waschttsch mit Marmorplatte, 1 Damen-Waschtisch, 4 große und kleine Spiegel, 12 Stühle, 2 dreiarmige Gaslüstres, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 dio. ohne Aufsatz, Glasschränke, Nachttische, 1 Waschbütte, Krautständer, Porzellan, Vorhänge, Messer und Gabeln, Löffel, sowie sämmtliches Haus- und Küchengeräthe. Friedberg den 21. September 1883. Im Auftrag: Jos. Butzbach, Aukttonator. eee jeder Art werden auch in den hart näckigsten Fällen durch Prof. Dr. med Reymond's = Saosphor ohne jede Berufstörung sicher unter Garantie des Erfolges für immer beseitigt. Der Versandt des echten Prof. Dr. med. Reymond's Sosphor geschieht gegen Einzahlung von 5 Mark oder Nachnahme(H. 35547.) d Mur durch Die Engelapotheke zu Bad Köstritz. Reuß j. L. Kalk, hydraulischer und Marmorkalk, per Centner 1 Mark und billiger, täglich, Mauerziegel, per mille 15 Mark und hoher, Dachziegel, Drainröhren und Steine zum Einfassen von Gartenländern. 2932 Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. 3299 Allen Jenen, welche Anlage zum 1 Sahlaͤgflusse haben, oder wegen bereits fühlbarer Anzeichen, wie Schwindelgefühl, Eingenommenheit des Kopfes, Flimmern der Augen ꝛe., Furcht vor einem solchen Anfalle haben, oder wirklich bereits in leichterem Grade davon befallen wurden, dabet geringe balbseitige Lähmungen erlitten haben, wird von einem älteren erfahrenen Wundarzte und ehemaligen Bataillonsarzte ein von ibm an sich selbst und vielen Anderen erprobtes und bewährtes diä⸗ 3285 tetisches Präservativ- u. Heilmittel angeboten. Näheres auf frank. 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Der„Submissions-Anzeiger für Süd- und West-Deutschland“ erscheint in Straßburg wöchentlich zweimal, ist das geeigneteste Publikations-Organ für alle in Süd- und Westdeutschland vorkommenden öffentlichen Arbeiten und enthält alle Ausschreibungen über Submissionen, Lieferungen und Verkäufe der Eisenbahn-, Post-, Telegraphen-, Bau-, Forst- und Militärverwaltungen ze. Derselbe ist überhaupt das einzige von den titl. Behörden empfohlene Organ, welches in zuverlässiger Weise über alle Ausschreibungen genau und prompt berichtet, enthält Originalberichte über öffentliche Bauten und Arbeiten, Mittheilungen auf dem Gebiete der Industrie, des Verkehrswesens und der Statistik und veröffentlicht alle Submissions⸗ Ergebnisse, welche für den Leserkreis Interesse bieten. 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