uth * ng g krozenburg einigung seiheller „Abends g uh 0 5 Ir Vorsiand 7 N f * — ng Nuß. Handforbe U Cl Damm, Usagasse. H vom Lande aus mädchen. Näherez 2500 zelt Büchen un& Lutz, aukfurt d. M., Leißadlergasse 3. 8 ag Jäder. — Fun Holte. ichte . Unterjacken , UIsagasse. 4 0„ llücher, aschegtücher, Kragen, , Spitzen, Schleier, ränze, Kopftücher, Leinene und Alpalg⸗ hosen, Vemden füt usteinsätze für Herren- gcken, Strumpfbänder, Röckchen und Schlabtt“ Friedrich, enstmädchen er Epp. d. Anz. 50 t eln zuverlässigth, üdchen für Hausarbel, schon in herschofllichem rit 100 Scimmelbust. Straßburg f 1 9 00 re%% q. 10 Fels 60 Af. drucktitel. i Kblu. gmanm iL 1883. Donnerstag den 19. Juli. 83. N Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Friedberg genehmigten, erhebenden Beiträge haben Ihre Gen nehmern alsbald Zahlungs-Anweisung ertheilen und dafür besorgt sein, Januar 1884 an den Rechner der Kreiskasse, und ½ im 1 27. März dieses Jahres, Oberhessischer Anzeiger Nr 37, vorgelegten Kosten der schreiben von 1447 M. 18 Pf., Bruchenbrü Dorn-⸗Assenheim 1062 M. 6 Gambach 2168 M. 83 Pf., Hoch⸗Weisel 755 M. 19 Pf., 74 Pf., Kloppenheim 1121 296 M. 14 Pf., Münzenberg 1728 M. 60 Pf., Nie 1525 M. 17 Pf., Nieder⸗Rosbach 1359 M. 82 Pf., Ober Mörlen 3430 M. 50 Pf., Ober-Rosbach 2 29 Pf., Oes 26 M. 20 Pf., Die einspaltige Jetitzeile wind bei Annoneen mit 11 Pf. berechnet, Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag ni bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. cht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Betreffend: Die Beiträge zur Kreiskasse für 1883/84. Das Großherzogliche Kreisamt Nach der durch Großherzogliches Steuercommiss in Nr. 60 des Oberhessischen Anzeigers von ieinden die dabei gesetzten Beträge zur Kreiskasse zu bezahlen. daß ½ dieser Beiträge alsbald, Bei jeder Zahlung sind die nach unserem Aus— Assenheim 2415 M. 1410 M. 29 Pf., Ober⸗Florstadt 494 M. 78 Pf., Okarben 1776 M. 54 Pf., Pohl Göns 863 M. 56 Pf., Schwalheim 1114 M. 67 Pf., Södel 1035 M. 98 Pf. Trais⸗Münzenberg 581 M. 72 Pf., Vilbel 4555 M. 43 Pf. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes 44 Pf., Bad Nauheim 5532 M. 35 Pf., Bauernhe cken 1472 M. 42 Pf., Büdes heim 2550 M. 28 Pf., Burg ⸗-Gräfenrode Pf., Dortelweil 1464 M. 5 Griedel 1603 M. 86 Pf., Groß-Karben 2291 M. 48 Holzhausen 1404 M. 83 Pf., Ilbenstadt 2755 M. 14 Pf., Langenhain mit Ziegenberg 799 M. 58 Pf., der⸗Erlenbach 2188 M. 80 Pf., Nieder Eschbach 1673 M. 7 Nieder⸗Weisel 3196 M. 24 Pf., Nieder⸗Wöllstadt 3205 M. 367 M. 58 Pf., Reichelsheim 2138 M. 2 Pf., Staden 979 M. 6 Pf., Amtlicher Theil. Friedberg an die Großherzoglichen sariat Friedberg erfolgten Kreuder dahier, gezahlt wird. Dr. Braden. 9 Pf., Fauerbach b. Fr. 1581 M. 19 Pf., Fauerbach Oppershofen 1391 M. 15 Pf., Ossenheim 1234 M. 14 P Rendel 2166 M. 66 Pf., Rockenberg 2180 Bekanntmachung. Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise 1883 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 14.—, Heu M. 6.—, Stroh M. 5.—. Anmerkung: Die aus Versehen nicht publicirten Durchsch Friedberg den 17. Juli 1883. Dienstnachrichte Franz Tiefenstädter von Heldenbergen wur Pf., Harheim 1351 M. 79 Pf., Hausen 106 M. 42 M. 92 Pf., Kalchen 1397 M. 67 Pf., Klein-Karben 1335 M. Maibach 198 M. 93 Pf., Massenheim 755 M., Stammheim 1662 M. 41 Pf., Steinfurth „Weckesheim 902 M. 58 Pf., Wisselsheim 593 M. 68 Pf., Wölfersheim 2092 M. 35 Pf., Wohnbach 1468 M. 82 Pf. nittsmarktpreise pro April betragen: Friedberg am 16. Juli 1883 Bürgermeistereien des Kreises. Repartition der auf Grund des von dem Kreistag des Kreises 1883 veröffentlichten Voranschlags für 1883/84 für die Kreiskasse zu Sie werden Ihren resp. Gemeinde-Ein— /; im October laufenden Jahres Unterhaltung der Kreisstraßen aufzurechnen. im 833 M. 27 Pf., Beienheim 1027 M. 10 Pf., Bodenrod 178 M. 5 Pf., Bönstadt 1115 M. 95 Pf., Butzbach 4634 M. 32 Pf., Dorheim 1710 M. 60 Pf., v. d. H. 958 M. 12 Pf., Friedberg 9055 M. 67 Pf., Pf., Heldenbergen 2717 M. 6 Pf., 16 Pf., Kirch Göns 1087 M. Melbach 2316 M. 89 Pf., Munster 6 Pf., Nieder-Florstadt 2125 M. 2 Pf., Nleder⸗Mörlen 37 Pf., Ober⸗Erlenbach 1574 M. 21 Pf., Ober Eschbach Ober-Wöllstadt 1640 M. 27 Pf., Ockstadt 2534 M. f., Ostheim 1271 M. 37 Pf., Petterweil 1665 M. 32 Pf., M. 61 Pf., Rodheim 3920 M. 71 Pf., Rödgen 404 M. 68 Pf., 1621 M. 29 Pf., Straßheim 337 M. 32 Pf., über die Naturalleistungen für die bewaffnete der nachbemerkten Artikel für den Monat Juni Hafer M. 14.—, Heu M. 6.—, Stroh M. 5.— Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. n aus dem Kreise Friedberg. de als Feldschütze dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Der Aufenthaltsort der Margaretha Ruhl aus Gelnhaar ist unbekannt und zu ermitteln. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 19 enthält: Bekanntmachung, einen Zusatz zu der Taxe für Veterinärärzte betr. Berlin, 17. Juli. Der Kaiser ist heute Abend in Bad Gadstein angekommen, von den Bewohnern und Badegästen jubelnd begrüßt. Der Badeort ist festlich geschmückt. Ems, 17. Juli. Der russische Finanzminister Bunge ist gestern zum Kurgebrauch hier ein— getroffen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Frohsdorf, 17. Juli. Die Aerzte hatten heute eine längere Consultation. Das ausgegebene Bulletin besagt, daß die Besser⸗ ung der letzten Tage in dem Befinden des Grafen Chambord fortdauere. Belgien. Brüssel, 16. Juli. Der Inde— pendance belge zufolge ist General Brialmont, welcher sich trotz des dazu versagten Urlaubs nach Rumänien begab, bei seiner Rückkehr in Nichtactivität versetzt worden. f 17. Juli. Die Repräsentantenkammer begann die Berathung der neuen Steuergesetz— entwürfe. Der Finanzminister erklärte, daß die neue Steuer auf Keffee aufgegeben werden solle und ließ durchblicken, daß hinsichtlich der Tabaksteuer eine Verständigung angebahnt wer— den würde. Frankreich. Paris, 16. Juli. Der Standard läßt sich aus Shanghai vom Gestrigen melden, daß Japan die von dem französischen Gesandten Tricou vorgeschlagene Allianz gegen China ab— gelehnt habe. — 17. Juli. Waddington ist zum Botschafter in London an Stelle Tissot's ernannt worden, dessen Gesundheitszustand die Fortsetzung seiner amtlichen Thätigkeit nicht gestattet. Roubaix, 15. Juli. Die Anarchisten, welche sich heute früh nochmals zusammenrotteten, um gegen die Ablehnung der Amnestie zu protestiren, wurden von der Polizei zerstreut. Nachmittags 5 Uhr sammelten sich zahlreiche Gruppen Ar— beiter auf der Grande Place, wurden aber durch Patrouillen auseinander getrieben. Die Ruhe blieb seitdem ungestört. Großbritannien. London. Ueber den Zwischenfall auf Madagaskar liegen jetzt Pri⸗ vatmeldungen aus Tamatave vor, wodurch Gladstones Mittheilungen über das Gebahren der Franzosen theilweise bestätigt werden. Dar⸗ nach ließ Admiral Pierre Tamatave als fran⸗ zösische Stadt erklären, das Standrecht verkün— digen, die Consularflaggen streichen und verbot deren Wiederaufhissung, bis die Consuln auf's neue beglaubigt seien. Die Stadt Tamatave wurde gegen das englische Kanonenboot„Dryad“ abgeschlossen, weil dessen Commandeur eine Ab⸗ theilung Seesoldaten vor das britische Consulat stellte und flüchtigen Einwohnern seine Boote zur Verfügung stellte. Der britische Postdamper „Taymuth Castle“ wurde bei seiner Ankunft vor Tamatave am 26. Juni von einem französischen Offizier geentert, welcher einen Wachtposten an Bord stationirte und die Landung der Passagiere und der Ladung verhinderte. — 16. Juli. Reuter's Bureau meldet aus Trincomale(Ceylon): Die englischen Kriegs— schiffe„Euryalus“ und„Tourmaline“ sind gestern Abend nach Mauritius abgegangen. N— 17. Juli. Der englische Gesandte in Madrid hat Weisung erhalten, gegen die Ver— fügung der spanischen Regierung, wodurch die aus England kommenden Schiffe einer dreitägigen Beobachtung unterworfen werden, Einspruch zu erheben. L 17. Juli. Einer Depesche der Times aus Constantinopel zufolge wies die Pforte in dringlichen Vorstellungen bei der englischen Re— gierung darauf hin, daß ohne Zustimmung der Pforte keine Aenderung des gegenwärtigen Zu— standes des Suez-Canals statthaft sei. Italien. Rom, 16. Juli. Eine Stefani— meldung besagt, zufolge einer Instruction Man- eini's lenkte Corti die Aufmerksamkeit der Pforte auf die durch Tripoliser Depeschen verbreiteten Gerüchte, wonach die Italiener angeblich dort Gebietsankäufe machten und die Localbehörden dieserhalb Maßregeln ergriffen. Corti verlangt, daß man die Quelle dieser falschen Gerüchte ausfindig mache. Ueberdies möge die Pforte, welche die Haltlosigkeit dieser Gerüchte kennt, der Intrigue mit einem formellen Dementi ein Ende machen. — 16. Juli. Der Papst empfängt morgen den preußischen Gesandten v. Schlözer in Audienz; letzterer tritt am Mittwoch seinen Sommer— Urlaub an. Türkei. Constantinopel, 16. Juli. Das Irade des Sultans betreffs der definitiven Ge— nehmigung der Statuten der neu zu constitui— renden Tabaksgesellschaft ist nunmehr der hohen Pforte zugegangen. 80— 17 Juli. Die Briganten gaben Corpi gegen ein mäßiges Lösegeld frei. Griechenland. Athen, 15. Juli. König Georg wird sich am 24. Juli nach Wiesbaden begeben und etwa sechs Wochen daselbst ver— weilen. Während dieser Zeit wird er, wie es heißt, auf mehrere Tage nach Kopenhagen gehen. Aus Stadt und Land. kl. Friedberg. Seit einigen Tagen kann man auf den Ockstädter Wiesen unter einer Schaar von Staaren einen ganz weißen bemerken, gewiß eine Naturselten— heit, die registrirt zu werden verdient. 5 b. Friedberg. Bei der Ergänzungswahl unserer evangelischen Kirchengemeinde-Vertretung am 17. d. M. waren 106 Wähler erschienen, wovon jedoch zwei nicht wählen konnten, weil sie nicht in der gesetzlich offenge— legenen Wählerliste standen(einer davon gebörte übrigens einer anderen Confession an). Im Vergleich zur vorigen Ersatzwahl haben diesmal zwei mehr als die doppelte Zahl gewählt, das sind etwa 17 Procent aller Wahl— berechtigten der hiesigen evangelischen Gemeinde. Die Stimmen haben sich zwar auf 26 Männer concentrirt, wovon 25 als gewählt erscheinen, doch sind im Ganzen 56 mit Stimmen bedacht worden. Gießen, 15. Juli. Schon in aller Sonntagsfrühe trafen Turner und Gäste, namentlich mit den Ober⸗ hessischen Bahnen ein und wurden freudig begrüßt von den Vertretern der Comités und empfangen unter den Klängen unserer Regimentsmusik. Gegen 9 Uhr brachte ein Extrazug die Gäste aus Frankfurt, die sich ihre eigene Musik mitgebracht hatten. Kurz vor 10 Uhr trafen die Turner aus Mainz ein und als die Züge um 11½ Uhr anlangten und Hunderte von Turnern hier zurückließen, wimmelten die Straßen unserer Stadt von Menschen. Die eingetroffenen Turner begaben sich zu— nächst nach ihren Standquartteren und nahmen dort ihre Quartierzettel entgegen. Wer um die Mittagszeit einen Spaziergang durch die Straßen machte, war überrascht von dem Anblick der prachtvoll geschmückten Häuser, die in Tannenbäumen, Kränzen, Fahnen und Gutrlanden völlig eingehüllt waren, nicht minder überrascht aber über das Gewühl der Menschen, die sich in den Straßen bewegten. Kurz nach 1 Uhr marschirten die einzelnen Turnvereine in musterhafter Ordnung nach dem Wall— thor, wo der Festzug aufgestellt wurde. Zur festgesetzten Zeit setzte sich der imposante Zug in Bewegung. Im Festzug waren 6 Musikeorps vertheilt und nicht weniger als 66 Fahnen flatterten den Turnern voran. Nach dem Eintreffen des Zuges auf dem Festplatz stellten sich sämmtliche Turner in Reih und Glied auf, um dem— nächst die Freiübungen vorzunehmen. Zuvor ergriff Dr. Weiffenbach das Wort und schilderte in trefflicher Rede die Bedeutung des Turnens. An die kurzen Frei— übungen, an denen sich sämmtliche Turner betheiligten, reihte sich das Turnen der Musterriegen an. Das Preis gericht verkündete über die Leistungen der Musterriegen folgendes Resultat: Reck: Offenbach 11 Punkte(höchste Punktzahl), Coblenz, Turn-Gesellschaft, 8 Punkte(zweite Punktzahl), Gau Hessen 7 Punkte(als einziger Verein). Barren: 10 Punkte höchste Punktzahl. Frankfurt, Turn- verein, 9 Punkte(2. Punktzahl), Coblenz, Turnverein, 8 Punkte(3. Punktzahl). Pferd: Wiesbaden, Männer Turnverein, 10 Punkte(höchste Punktzahl), Gießen, Turnverein und Mainz, Turnverein, 8 Punkte(2. Punkt zahl, gemeinschaftlich). Doppelbock: Marburg(einzige Riege) 10 Punkte. Castel, 16. Juli. In der verflossenen Nacht ent stand auf dem Wege zwischen hier und Erbenheim unter einer Anzahl Arbeiter ein Streit, der schließlich mit dem Messer ausgefochten wurde. Einer der Arbeiter wurde bei dieser Gelegenheit auf dem Platze todtgestochen, die Leiche hatte sieben Stiche in der Seite. Untersuchung ist eingeleitet. Bingen. Ein furchtbares Hagelwetter brach am Sonntag Abend über die Umgegend von Bingen herein, welches einen bis jetzt unabsehbaren Schaden anrichtete, und die schönsten Hoffnungen mancher unbemittelten Wein— bergs-Besitzer und Oeconomen mit einem Schlage zu Schanden machte. Allerlei. Frankfurt, 16. Juli. Gestern Abend 10 Uhr stießen der Homburger Zug und der Zug der Main-Weser Babn beim Einfahren zusammen, wobei der Postwagen, Packwagen und die Maschine des Zuges der Weser-Bahn stark, die Maschine des Homburger Zuges weniger be schädigt wurden. Es hätte hier ein großes Unglück passiren können, wenn der Führer des Homburger Zuges nicht langsam gefahren wäre und seinen Zug nicht hätte zum Stehen bringen können. Es handelte sich nur um wenige Meter, so wäre dle Maschine in die stark be— setzten Personenwagen hineingerannt. Wie wir hören, trifft den Führer des Homburger Zuges keine Schuld an diesem Unfall, da die Signale vorschriftsmäßig zum Einfahren für denselben standen. Ob der Führer des Zuges der Weserbahn ohne Signal in den Bahnhof ein— gefahren und in das Geleise, welches der Homburger Zug benutzen sollte, gekommen ist, oder ob die Schuld auf anderer Seite liegt, muß die Untersuchung ergeben. Wie verlautet, wurde auch hier das Signal zum Ein⸗ fahren gegeben. st. Frankfurt. Zu der nächsten Wiederholung von Wagners„Ring der Nibelungen“, welche Ende dieser Woche beginnt,(Samstag den 21. Rheingold. Sonntag den 22. Walküre. Dienstag den 24. Siegfried und Donnerstag den 26. Götterdämmerung), werden schon gegengenommen und ist auch diesmal die Einrichtung getroffen worden, daß für alle vier Abende die Eintritts— karten im Voraus ausgegeben werden. Homburg, 16. Juli. Leute aus Oberstedten, welche sich heute auf den Altkönig zum Heidelbeerpflücken be— geben hatten, mußten unverrichteter Sache auf den Heim- weg sich begeben, da der Altkönig mit einer vollständigen Schneeschicht überzogen war. w. Hainchen. Am vergangenen Sonntage fand dahier das dritte Sängerfest des Nidderthalsängerbundes statt. Sämmtliche Vereine des Bundes waren erschienen und wurden sowohl von den Festdamen als von dem Gesangverein„Lledertafel“ zu Hainchen auf's freund— lichste empfangen. Den Bundes-Präsidenten, Lehrer Scharmann aus Kaichen, beehrte eine der Festdamen durch eine besondere Ansprache und überreichte demselben ein Bouquet. Um 2 Uhr wurde der Festzug arrangirt, welcher sich durch das Dorf nach dem Festplatze bewegte. Hier erfolgte zunächst der Vortrag des gemeinschaftlichen Bundesliedes„Eintracht v. Nägeli“, welches der Bundes— präsident dirigirte. Die Festrede des Lehrers Ruppel von Düdelsheim über die Bedeutung des Gesanges wurde mit dem größten Beifall aufgenommen. Nach derselben sangen die 12 Bundesvereine ihre Specialchöre und boten dieselben manches Interessante. Trotz der nicht sehr günstigen Witterung waren doch viele Festtheilnehmer erschienen und auf dem ganzen Festplatze herrschte bald eine gemüthliche Geselligkeit; wenn auch der Himmel noch einige Mal sich trübte, die Herzen waren heiter und machten sich in fröhlichen Gesängen Luft, bis die Nacht Einhalt gebot und die Gäste entführte. o. Birstein. Gleichwie in der letzten Zeit an anderen Orten, sollte auch hier ein landw. Fest abge— halten werden. Die Bewohner von Birstein, welche sich bereits sehr bedeutende Kosten für die Abhaltung ihres Festes gemacht haben, mußten die bittere Erfahrung machen, daß mit des Geschickes Mächten kein ewiger Bund zu flechten ist Während fast Alle schon in ge— hobener Feststimmung sich befanden, das Festeomité auf dem Festplatze sich bereits permanent erklärt hatte, tritt auf einmal, ein Blitz aus heiterem Himmel, der Milz— brand unter dem Wildpret in dem nicht sehr entsernt gelegenen Büdinger Walde auf. Leider ist in Folge von Uebertragung durch Fliegen eine verhältnißmäßig große Anzahl von Rindvieh, welches in den letzten acht Tagen den Büdinger Wald befahren hat, an dieser Krankheit in den um den genannten Wald gelegenen Orten bereits gefallen. In Folge polizeilicher Anordnungen, welche bei der Gefährlichkeit der Krankheit für Menschen und Vieh dankbarlichst anzuerkennen sind, ist sowohl die Ab— haltung von Viehmärkten, wie auch jeder Zusammentrieb von Vieh zunächst verboten. Selbstverständlich mußte dann auch demgemäß das so viel versprechende landw. Fest verschoben werden. Aber aufgeschoben ist nicht auf— gehoben und die Hoffnung Aller, welche sich um das Gelingen des Festes so große Mühe gegeben haben, geht dahin, daß bei dem für das Verschwinden einer der— artigen Seuche jetzt so günstigen Wetter, dieselbe baldigst aushören wird. Ist dann dse polizeiliche Sperre aufge— hoben, so wird das Fest in aller Kürze ganz programm— mäßig abgehalten werden. Möge der Himmel, welcher uns jetzt so günstige Ernteaussichten zeigt, dann auch ein Einsehen mit der Abhaltung des landw. Festes haben und das Seine für einen recht schönen Verlauf des— selben thun. Pest, 16. Juli. Bei einer Feuersbrunst, welche die Stadt Lipto-Szent-Miklos und das Dorf Verbieza (Comitat Liptau) am 13. d. verheerte, haben viele Menschen ihr Leben eingebüßt; gegen 20 Menschen werden vermißt. Gestern wurden acht der Verunglückten beerdigt. Unter den Opfern des Brandes befindet sich auch der Stadt— hauptmann. Bern, 17. Juli. In Folge von Ueberschwemmungen der Rhone ist die Simplon-Bahn bel Granges-Siders unterbrochen. Zwischen Bern und Freiburg ist der Mühle— thal⸗Tunnel auf eine Strecke von 2½ Meter eingestürzt; der Verkehr dürfte auf mehrere Tage unterbrochen sein. Bern. Der von schweizerschen und franzssischen Unternehmern seit längerer Zeit geplante Simplontunnel wird bei einer Länge von 21,000 Meter(6000 mehr als der Gotthardtunnel) und einer Bauzeit von 7 Jahren 55 Million Franken kosten(etwa n 9 Million weniger als der Gotthardtunnel). Venedig, 16. Juli. In letzter Nacht brach in dem Sanct Lazaro Kloster, dem Sitze des armenischen Mechi— taristeneollegiums, Feuer aus. Menschen sind dabei nicht umgekommen. Die kostbare Bibliothek wurde gerettet. Charkow, 16. Juli. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag brannte hier eine Reihe Läden nebst den darin befindlichen Waaren nieder. Der Schaden ist be— deutend. Die Nachbargebäude, darunter die Agrarbank, blieben unversehrt. Alexandrien, 16. Juli. Die Cholera hat in mehreren Stadttheilen von Kairo zugenommen, im arabischen Viertel sind 4 Cholerafälle vorgekommen, da— von einer tödtlich. Die Detachements mehrerer englischen Regimenter gehen am 18. Juli nach Heluan ab, beziehen dort ein Lager und falls der Abzug der britischen Truppen aus Kairo beschlossen wird, werden dieselben ebenfalls mitgehen. Von Sonntag bis Montag früh starben acht Personen an der Cholera in Mansurah, 42 in Schibin⸗ Elkom, 4 in Talka, eine in Mitschamar, 2 in Ghizeh, 2in Chobar, 7 in Shirbin und Umgegend, 10 in Mehallet, 3 in Menyalleh. Es starben vom 13. bis 14. Juli 52 Personen in Damiette, in den letzten zwölf Stunden von heute ab Platzvormerkungen an der Theaterkasse ent— Cholera. Obwohl in Kairo amtlich nur drei Todesfälle angegeben werden, beträgt die Zahl der an der Cholera Gestorbenen nach allgemeiner Ansicht bereits 50. Eisenbahnzüge nach Alexandrien fahren von Morgen ab nicht mehr. Einer Meldung des Reuter'schen Bureau's aus. Die Sanitätscommission beräth Maßregeln, um Alexandrien zu isoliren, woselbst neuerdings wieder ein choleraverdächtiger Fall vorgekommen ist. Baderegeln. Nie soll Jemand zu oft baden! Es gibt Wasserwüstlinge, welche zwei- und dreimal täg— lich den Fischen ihren Besuch abstatten; diese unterbrechen aber die nach der kühlenden Ein— wirkung des Wassers auftretende Reaction zu Ruhe und Erholung kommen, können sich all— mälig Herzkrankheiten zuziehen und rauben dem Körper mehr Wärme, als ihm gut ist. Das Wasser soll nicht unter 14— 15 Grad Reaumur (19 Cel.) warm sein! Diese Regel gilt wenigstens für unsere Flußbäder; im Meere mit seinem Salzgehalte und kräftigerem Wellenschlage ver— trägt man auch um mehrere Grade kuͤhleres Wasser. Zu kaltes Bad erzeugt ähnliche Nach— theile, wie die zu häufige Wiederholung, erregt z. B. heftiges Herzklopfen, entzieht dem Körper zu viele Wärme und kann also wirkliche Erkält— ung veranlassen. Nicht zu verwechseln ist hier⸗ mit die kalte Douche, welche man nur ganz kurze Zeit anwendet, und die deshalb kälter sein kann. Der Aufenthalt im Bade richte sich nach der Temperatur des Wassers. Wenn auch kräf— tigere Constitution, Vollsaftigkeit und jüngeres Lebensalter ein längeres Verweilen im kuͤhlen Wasser gestatten, so sollte man doch ein Bad bei 15 Grad R. nicht über 5 und auch bei 20 Grad nicht über 15 Minuten ausdehnen. Die Zwischenstufen ergeben sich wohl von selbst. Maßgebend bleibt hierbei, wieviel Wärmeverlust ein Organismus ohne Schaden ertragen kaun. Wer im Wasser trotz kräftiger Bewegung zuttert, wessen Haut bläulich wird und wessen Zähne klappern, der entferne sich daraus so schnell als möglich. Der Neuling, dem das widerfährt, lasse sich aber nicht davon abschrecken, einige Gewohnheit vermindert die mehr das Nerven— system beeinflussende Wirkung der Kälte. Man gehe nicht erhitzt in's kühle Wasser. Diese Regel wird von den Meisten am ängstlichsten befolgt, aber auch am merkwürdigsten mißdeutet. Wenn Jemand zum Bade geht und sich dort ohne Ueberhastung entkleidet, wenn er(und das wäre eigentlich das beste Kriterium!) fühlt, daß sein Puls nicht schneller schlägt als gewöhnlich in der Ruhe, so kann er ohne Zögern in's Wasser gehen. Ob der Körper bei heißer Außen— luft noch etwas schwitzt oder warm ist, darauf kommt gar Nichts an; wie sollte man daun un Dampfbade sonst den schroffen Uebergang von vielleicht 38 Grad R. in eine 5 bis 9 Grad kalte Wanne oder unter eine solche Douche ohne Nachtheil ertragen? Steckt man nicht Fieber— kranke(und diese haben dazu einen beschleunigten Pulsschlag) aus dem Bette in die kalte Wanne? Wenn die Personen, welche sich gar zu lange abzukühlen pflegen, dadurch nur ihre Zeit ver— lören, wurden wir nicht so ausführlich über diesen Punkt sprechen. So schädigen sie sich aber geradezu sehr haͤufig, da sie den entblöͤßten Körper dem Luftzuge aussetzen, wie das ja bei offenen Flußbädern ohne Zellenanlagen oft nicht zu entgehen ist. Dabei erkälten sich die Meisten, denn sie stehen möglichst ruhig, um sich gründ— lich(im Grund aber viel zu schnell), abzukühlen während sie im Wasser die dem Körper entzogene Wärme durch Bewegungen irgend welcher Art schueller ersetzen. Die Tageszeit zum Baden ist ziemlich gleichgültig. Es erscheint nicht gerade rathsam, die heißesten Mittagsstunden zu wählen, weil dann der gewünschte Effekt, der eigene Wiederersatz der verlorenen Körperwärme durch gesteigerten Stoffwechsel, offenbar geschmälert wird; aber auch der noch zu kühle frühe Morgen oder der zu späte Abend empfehlen sich nicht wegen der näher liegenden Gefahr einer Er— 24 Personen.— 17. Juli. Vom 16. Juli acht Uhr bis 17. Juli acht Uhr starben in Mansurah 56, in Samanud 22, in Menzaleh 42 Personen an der kältung vor und nach dem Bade. Schwächliche Die zufolge breitet sich die Cholera immer mehr in Egypten bäufig, lassen die Hautorgaue nicht genug zur ersol N 0 unter 1 warute N Magen die ern: nehmung ur Vor eunzusehe bringen Erkältun dasselbe. geschützte lich ab. Ankleide — Frtel per Pfd. Jul“ der heft die Ehef wegen B Vad⸗Nal welcher bt genug U nen sich all rauben dem ut ist. Das ad Reaumut lt wenigsteng e mit seinem enschlaze ver ade kühleres ihnliche Nach— yolung, erregt t dem sörper liche Ekkält⸗ selu ist hier— an nur ganz lo kälter sei chte sich nach un auch kräs und jüngeres u im kühlen doch ein Bad auch bei 20 sehnen. Die vol selbst. Bärmeberlust ragen kaun. ung zittert, ssen Zähne„ schnel als wibersihtt, ten, einige as Nerven⸗ ilte. Man Diese Regel ten befolgt, Utet. Wenn dort ohne (und daß 9 fühl, ß 18 gewöhulag Zözem ius Heißer Außen n ist, darauf man daun u abergnlg vn 1 rab Personen mögen unter der warmen, kräftige unter der kühleren Tageszeit baden. Früher warnte man strengstens davor, mit gefülltem Magen in's Wasser zu gehen. So weit das die erste halbe Stunde betrifft, ist die Wahr— nehmung deshalb berechtigt, weil da der Magen zur Vorverdauung Ruhe braucht; später ist nicht einzusehen, was das kühle Baden für Schaden bringen sollte und es ist offenbar nur eine falsche Vorstellung, wenn auf das kalte Bad mit vollem Magen ein— Schlagfluß ebenso sicher folgen soll, wie das B im Alphabete auf das A. Geradezu verkehrt scheint es aber, ganz nüchtern kühl zu baden und sich auch nachher des Essens noch längere Zeit zu enthalten. Der! gesteigerte Stoffwechsel verlangt Nahrungszufuhr, um den betreffenden Kanälen, dem(sogenannten Saugadersystem) neue Säfte zuzuführen. Nach dem Verlassen des Wassers hüte man sich vor Erkältung so gut, wie vor dem Hineingehen in dasselbe. Man suche also einen gegen Windzug geschützten Ort und trockne sich schuell und ordent-⸗ lich ab. Dann zögere man nicht lange mit dem Ankleiden und mache sich mäßige Bewegung. Handel und Verkehr. Friedberg, 18. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.15—1 30, Eier 1 St. 6, 2 St. 00 Pf. Friedberg, 17. Juli. Fruchtbericht. Waizen M. 18.50, 55 Pf., Korn M. 15.50, Gerste M. 14.—16., Hafer M. 13.— 14. keine zugetrieben; die Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Grünberg, 14. Juli. Fruchtpreise. Welzen M. 18.50, 2. Qual. 58— 60 Pf. Korn M. 15.78, Gerste M. 14.20, Hafer M. Erbsen M. 20, Samen M. 32.70, Kartoffeln Mü 9.80. Gießen, 17. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.05— 1.20, Eier 1 St. 5—6 Pf., Käse per St. 4-8 Pf., Tauben per Paar M. 0.70—0.85, Hühner per Stück M. 0.90— 1.25, Hahnen per Stück M. 0.55— 1.10, Enten per Stück M. 1.60 2., Ochsenfleisch per Pfund 70 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 56 60 Pf., Kalbfleisch 45 50 Pf., Schweinefleisch 60 64 Pf., Hammelfleisch 62— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 9—12., Kirschen per Pfund 7— 10 Pf., Zwiebeln per Ctr. 9 M. Frankfurt, 16. Juli. Frankfurter Produktenbörse. (Offieielle Nottrungen.) Wekzen still, eff. hiesiger und Wetterauer M. 18.75— 19, fremder M. 18— 22, per diesen Monat M. 18.50. Roggen still, eff. hies. M. 14 bis 15, fremder M. 14 16, per diesen Monat M. 14. Hafer still, eff. hiesiger M. 13— 13.50, fremder M. 13 bis 14, per diesen Monat M. 13. Rüböl still, eff. ohne Faß hiesiges in Partien von 50 Ctr. M. 37. Brannt⸗ wein still, eff. ohne Faß M. 46. Mehl Nr. 1 M. 39, Nr. 2 M. 37, Nr. 3 M. 31, Nr. 4 M. 27, Nr. 5 M. 24. Roggenmehl/(Berl. Marke) M. 23.30— 24, 1.(Berl. Marke) M. 21.50—22, 11. do. 1718. Frankfurt, 16. Juli. Viehmarkt. Der Zutrieb von Ochsen belief sich auf ca. 360 Stück, 1. Qualität M. 70 per Ctr. Schlachtgewicht, 2. Qual. M. 64; Kühe und Rinder an 400 Stück, 1. Qual. M. 60, geringere Qual. M. 55— 45 herunter. Kälber waren nahe an 300 Stück vorhanden, 1. Qual. 60 Pf., 2. Qualität 3. Qual. 50 Pf. per Pfund. Hämmel waren Preise derselben im außermarkt⸗ lichen Verkehr waren für 1. Qualität 68— 70 Pf., Von Schweinen waren Preise 14.60 und Zutrieb die der letzten Vormärkte, nur für sehr feine Waare zeigte sich etwas mehr Kauflust und wurde dafür auch 2 Pf. per Pfd. mehr bezahlt. Volksbad. Wasserwärme der Usa am 18. Juli Mittags: 130 Reaumur. Walter. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 17. Juli 1883. 20-Frankenstücke. 16. 22—29 do. in ½ 16. 20—24 Englische Sovereings. 20. 41—46 Russische Imperiales. 16. 71-75 Duate n 9. 66—70 „ al maren 64—69 Dollars in Cod Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 21. Juli 1883. Beginn: Freitag Abends 7 Uhr 10 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. 5 Nachmittags 4 Uhr— Min. Sabbathausgang 8 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 22. Juli an Morgens 6 Uhr, Nachmittags ¼6 Uhr und Abends Im Namen des Großherzogs! In der Privatklagesache der Ehefrau des Friedrich Wilhelm Knieriem zu Bad⸗ Nauheim, Privatklägerin, egen die Ehefrau des Franz Simrock zu Bad-Nauheim, Angeklagte, wegen Beleidigung, hat das Großh. Schöffengericht zu Bad⸗Nauheim in seiner Sitzung vom 12. Juli 1883, an welcher Theil genommen haben: 1. Großh. Oberamtsrichter Allwohn, als Vorsitzender, 2. Heinrich Huber IV. von Steinsurth, 3. Georg Hensel 111. von Rödgen, als Schöffen, Großh. Gerichtsschreiber Schütz, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt, daß auf Grund der§§. 185. 194. 198. 200 des St.⸗G.⸗B., sowie 88. 428. 496. 497. 498 und 503 des St.⸗G.⸗B.: 1) Die Angeklagte und Privatbeklagte Franz Simrocks Ehefrau von Bad⸗Nauheim wegen Beleidigung der Friedrich Wilhelm Knieriems Ehefrau, wie sie in Ordn.⸗Nr. 1 des Eröffnungsbeschlusses enthalten, in eine Geldstrafe von 25 Mark, eventuell eine Gefängnißstrafe von 6 Tagen zu verurtheilen und wegen den beiden übrigen Anklagepunkte von Strafe freltzusprechen, der Beleidigten zugleich die Befug⸗ niß zuzusprechen sei, den Tenor des Urtheils 14 Tage nach erlangter Rechtskraft auf Kosten des Verurtheilten einmal im Oberh. Anzeiger zu ver—⸗ öffentlichen, 2) die Privatklägerin Friedrich Wilhelm Kniertems Ehefrau, wegen Beleidigung der Franz Simrocks Ehefrau in eine Geldstrafe von 3 Mark, eventuell in eine Gefängnißstrafe von 1 Tag zu verurtheilen und der Beleidigten gleichfalls die Befugniß zu⸗ zusprechen sei, den Tenor des Urtheils 14 Tage nach erlangter Rechtskraft auf Kosten des Ver⸗ urtheilten einmal im Oberh. Anzeiger bekannt zu machen, daß ferner die Angeklagte, Franz Simrock Ehefrau, in zwei Drittel, dle Privatklägerin, Friedrich Wil⸗ helm Knieriems Ehefrau, in ein Drittel der Kosten, auch hinsichtlich der jedem Theil erwachsenen baaren Auslagen, einschließlich der Vertheidungskosten, zu verurtheilen sei. 3 . e Der Anwalt der Angeklagten: 2591 Brentano di Tremezzo. Bekanntmachung. Herr Dr. H. Maeder von Körbisdorf ist von Seiten des Aufsichtsraths der Aetien-Zuckerfabrik„Wetterau“ dahier zum Fabrikdirektor bestellt worden und gehört derselbe nach den Statuten zu dem Vorstande der ge— nannten Gesellschaft. Eintrag ins Handelsreglster ist erfolgt. Friedberg am 13. Juli 1883. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Hohenstein, 2546 Hülfsgerichtsschreiber. Biblioth ken und einzelne Bücher Bekanntmachung. Die Offenlegung des Grundbuchs und der Karten der Gemarkung Bad⸗Nauheim im Kreise Friedberg. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Bad⸗Nauheim, nebst den dazu gehörigen Karten auf dem Gemeindehause zu Bad⸗Nauheim offen gelegt worden ist. Die Karten sollen dazu dienen, sich leichter im Flur- und Grund- buche zurecht zu finden und Verwechselungen zu verhüten. Die Betheiligten sind befugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Lokale einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großherzoglichen Bürger— meister der Gemeinde Bad-Nauheim Grundbuchsauszüge zu verlangen. Auch werden sie durch Letzteren auf die von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie be— treffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen Denjenigen, welche sich bei der Angabe des Grundbuchs ruͤcksichtlich des Besitzstandes für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von 6 Monaten ihre Anstände entweder auf gütlichem Wege bei dem Bürgermeister der Gemeinde, vor welchen sie ihren etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beseitigen und insofern dies nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitzstreitigkeiten zuständigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das unterzeich— nete, so haben sie davon, daß Letzteres geschehen, binnen eben dieser Frist Großherzoglichem Gerichtsschreiber des unterzeichneten Amtsgerichts die Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor der Offenlegung des Grund— buchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Be⸗ sitztlage angestellt haben. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Bürger⸗ meister zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deßhalb erhoben und erforderlichen Falls bei dem unter⸗ zeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist. ugleich werden Diejenigen, welche die in Gemäßheit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigenthums betreffend, beigefügten Erwerbtitel eingetragen oder berichtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der fest⸗ gesetzten Frist von 6 Monaten bei dem unterzeichneten Gericht zu stellen und wenn dies ein anderes, als das unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerstreckliche Frist von 6 Monaten geht mit 26. Januar 1884 zu Ende VBad⸗Nauheim den 7. Juli 1883. Großherzogliches Amtsgericht Bad⸗Nauheim. Allwohn. 2588 Bekanntmachung. Freitag den 20. Juli d. J., Nachmittags 3 Uhr, werden vor dem Rathhause dahier zwei Kühe gegen Baarzahlung zwangsweise versteigert. Friedberg am 14. Juli 1883. Schũ tz. Fey, Großh. Gerichtsvollzieher. Gutes langes 2566 kaufen zu hohen Preisen Lehmann& Lutz, Frankfurt a. M., F. 109%.) 0 17 3 Weißadlergasse 3. 2540 Kornstroh(Flegeldrusch) dane zu Seilen, bei 2597 Kaufmann Stern. 1000 Mark können aus der Ludwig und Zadik Grödel-Stiftung gegen doppelte Sicherheit auf Hypothek ausgeliehen werden. Friedberg den 18. Juli 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. e Steinh du ßer, Beigeordneter. Jagd V t Jagd⸗Verpachtung. Montag den 30. Juli l. J., Vormittags 11 Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Feldjagd, circa 440 Hektare haltend, auf weitere 6 Jahre auf dem Rathhaus dahier verpachtet werden. Bemerkt wird, daß die Gemarkung 1 Stunde von der Bahnstation Friedberg und ½ Stunde von Assen⸗ heim entfernt liegt. Dorn⸗-Assenheim den 14. Juli 1883. Großherzogliche Burgermeisteret Dorn⸗Assenheim. Rack. 2606 2543 Die mir eigenthümlich zustehende Fischereiberechtigung in hiesiger Gemarkung beabsichtige ich aus freier Hand auf 1 Jahr zu verpachten; auch habe ich ein Jagd⸗ gewehr neuester Construktion zu verkaufen, sowle den untersten Stock meines Wohnhauses nebst Scheuer und Stallung an eine dazu passende Familie zu vermiethen und auch einige Wagen Mist zu verkaufen. Rödgen am 14. Juli 1883. 2555 Balthaser Wilhelm Wetz Wittwe. 2* Erndte⸗Versteigerung. Donnerstag den 19. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, läßt Frau Wilhelm Kleberger Wittwe in Södel die in dortiger Gemarkung stehenden Feldfrüchte auf dem Halm versteigern: 50 Morgen Waizen, 28 Morgen Hafer und 28 Morgen Gerste. Die Früchte stehen sämmtlich ausgezeichnet und können von Kaufliebhabern jederzeit eingesehen werden. Die Zusammenkunft ist bei Wirth Mühl. Södel, 16. Juli 1883. 8 G. Leopard. 2607 uN amv Die Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd in Bremen fahren regelmäßig Mittwochs und Sonntags nach Amerika. Wegen Passage wende man sich an den Hauptagenten M. Abraham, Mainz, oder dessen Agenten. J. Schulhof, Friedberg. Zu vermiethen ist der zweite Stock meines vis-à-vis der Post gelegenen Hauses und sofort beziehbar. 2419 i A. Walther. L. A. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung, mit festen und billigsten Preisen, empfiehlt ihr stets nur in zuverlässigen guten Qualitäten auf“ Reichhaltigste ausgestattetes Lager. 238 15 Freiwillige , Feuerwehr. Freitag den 20. Juli, Abends 8 Uhr, Ausrücken der Mannschaft der freiwilligen Feuerwehr und frei willigen Brandwache, welche sich an dem Feuerwehrfest in Darmstadt betheiligen. l 3 2595 Georg Hieronimus. Regenschirme in Seide-, Zanella- und Alpaka— Stoffen, stets zu den billigsten Preisen bee K. Friedrich. Versteigerungs— Anzeige. Montag den 23. Juli l. J., Nachmittags 2 werden vor hiesigem Rathhause zwei Pony öffentlich an die Meist bietenden gegen Baarzahlung weise versteigert. Bad⸗Nauheim den 17. Juli 1883. Weitzel, 2599 Gerichtsvollzieher. In Friedberg und Bad-Nauheim bei Carl Bindernagel ist zu haben: = Der praktische Gartenfreund. Ein sehr nützliches Buch für Gärtner und Garten— besitzer, enthaltend: Cultur der Gemüse⸗ und Blumen⸗ samenzucht, Obstbaum⸗ u. Weinzucht, Erdheer⸗ u. Cham⸗ pignon⸗ Cultur. Von Fr. Fahldieck, Obergärtner. Zweite verb. Aufl. Preis 3 M. NB. Dies Buch ist unbedingt eines der besten Garten— bücher und enthält das Ganze der Gartenwirth— schaft. 2589 Ernst'sche Buchhandlung in Neue Grünekerne 2592 bei Nitlielm Fertscli. Die im zweiten Stock meines Hauses neu eingerichtete Wohnung, bestehend aus 4 ineinandergehenden Zimmern, nebst Cabinet und Zubehör(Wasserleitung), ist zu vermiethen. 2166 M. Philippi, Hof⸗ Conditor. Champagner ⸗Essig Qnedlinburg. 2530 empfiehlt Hternbech 5— N. 2 5 2 2 85 8 2 25 1— 8 S 2 E — 2 2 —* . 2. — Selbstgebrannten reinschmeckenden Kaffee à M. 1. pr. Pfund, selbstgbr. fst. Ceylon-Kaffee à M. 1105 und M. 1.40, selbstgabr. fst. 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