I8ðg3. Dienstag den 18. Dezember. 1 M48. Oberhessischer Anzeiger. 0 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 5 965 2 2 Erscheint dreimal wöchentli d Dien und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. ehe Were e Dienstag, 9 41 0 25 einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen— Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betragen oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. icht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —— Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz hat der Direction des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Mannheim b und dem Directorium des badischen Rennvereins Mannheim die Erlaubniß ertheilt, Loose zu der aus Anlaß des am 5. und 6. Mai 1884 in zu wirklichen Nannheim abzuhaltenden Pferde- und Rindvieh-Marktes abzuhaltenden Verloosung von Pferden, Rindvieh, Silbergegenständen, Fahr- und eine verthil f Jeitrequisiten und sonstigen Geräthen für Haus- und Landwirthschaft, bei welcher 30,000, eventuell 50,000 Loose à 2 Mark ausgegeben und ich[Gewinne im Gesammtwerthe von 39,000, eventuell 65,000 Mark verloost werden sollen, im Großherzogthum zu vertreiben. Aus b verkauf getreffend: Den Landkalender für das Großherzogthum Hessen für 1885. Friedberg am 17. Dezember 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bügermeistereien Bad⸗Nauheim, Butzbach, Friedberg, Griedel, Heldenbergen, Hoch-Weisel, Klein-Karben, Münzenberg, Ober⸗Rosbach, Okarben Reichelsheim, Rodheim und Vilbel. Sie wollen umgehend berichten, an welchen Tagen im Jahre 1885 die Märkte in Ihren resp. Gemeinden abgehalten werden. n ae. A. Dr. Braden. cht. Bekanntmachung, „die Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Frankreich über den Schutz an Werken der Literatur und Kunst betreffend. t. Zur Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Frankreich, betreffend den Schutz an Werken der Literatur und Kunst, vom 19. April 1883— publicirt in Nr. 20 des Reichsgesetzblattes für 1883— hat der Herr Reichskanzler in Nr. 45 des Centralblattes für gehende das Deutsche Reich vom laufenden Jahre die in Abdruck nachstehende Bekanntmachung erlassen, welche unter dem Anfügen zur öffentlichen ige genntniß gebracht wird, daß die Ortspolizeibehörden des Großherzogthums mit entsprechender Anweisung versehen worden sind. e 0 Darmstadt am 1. Dezember 1883. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz. v. Starck. Rautenbusch. kannter Güte then, Mandeln, nubzucker, Litro- zen, Citrontnöl, „ Anis, Cen- zackoblaten, Au- gortasche, Wein. 5 zumeisler. Bekanntmachung, betreffend die Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Frankreich über den Schutz an Werken der Literatur und Kunst. In Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Frankreich, be- sich daher im Besitze von Vorrichtungen der bezeichneten Art befindet und dieselben treffend den Schutz an Werken der Literatur und Kunst vom 19. April 1883 hate] noch ferner zur Herstellung von Exemplaren benutzen will, hat die Vorrichtungen bis der Bundesrath die nachfolgenden Bestimmungen über die Eintragung und Stempel-] zum 6. Februar 1884 einschließlich der Polizeibehörde seines Wohnorts vorzulegen. ung der Exemplare von Schriftwerken ꝛc. sowie der zur Herstellung jener bestimmten Die Exemplare selbst, welche mit Hülfe gestempelter Vorrichtungen und innerhalb Vorrichtungen erlassen: des vereinbarten Zeitraums hergestellt worden sind, bedürfen eines Stempels nicht. ö 1. Gemäß den Bestimmungen des zu der deutsch-französischen Ueberein— Auf Verlangen sollen sie indessen ebenfalls amtlich abgestempelt werden. Wer Exem⸗ kunft vom 19. April 1883 gehörigen Protokolls dürfen diejenigen beim Inkraft⸗[ plare der bezeichneten Art abgestempelt zu haben wünscht, hat dieselben bis zum treten dieser Uebereinkunft, dem 6. November 1883, erlaubter Weise bereits herge- 6. Februar 1888 einschließlich der gedachten Behörde vorzulegen. . 4. Die Polizeibehörde stellt ein genaues Verzeichniß der ihr vorgelegten stellten Exemplare von Werken der Literatur und Kunst(Schriftwerke, Abbildungen,§. musikalischen Compositionen, Werke der bildenden Künste), deren Herstellung nach Vorrichtungen nach dem nachstehenden Muster B*) auf und bedruckt die Vorricht— den Vorschriften der Uebereinkunft nicht mehr gestattet sein würde, auch ferner ver-] ungen demnächst, unter thunlichster Schonung derselben, mit ihrem Dienststempel, n einer Weise, welche die Erhaltung des Stempelzeichens möglichst sicher 2 Brillen, N breitet und verkauft werden, vorausgesetzt, daß sie innerhalb dreier Monate, vom und zwar i 7 601 ö Inkrafttreten der Uebereinkunft ab gerechnet, amtlich abgestempelt werden. Unter stellt. Sie stellt ebenso ein genaues Verzeichniß der mit jenen Vorrichtungen herge— 2 Klemm der gleichen Voraussetzung darf der Druck solcher Exemplare, wenn deren Herstell- stellten, ihr vorgelegten Exemplare nach dem im§. 2 erwähnten Muster A auf und 0 ung beim Inkrafttreten der Uebereinkunft erlaubter Weise im Gange ist, vollendet bedruckt demnächst jedes einzelne Exemplar mit ihrem Dienststempel. 1 werden. Wer sich daher im Besitz von Exemplaren der im Absatz 4 erwähnten F. 5. Ob die Herstellung der Exemplare oder Vorrichtungen nach dem bis— 1d Etah Art befindet, hat dieselben bis zum 6. Februar 1884 einschließlich der Polizeibehörde[herigen Vertragsrechte erlaubt war, hat die Polizeibehörde nicht zu prüfen; dagegen 0 Prüfung und Ag seines Wohnortes zur Abstempelung vorzulegen. Sortimentsbuchhändler, Commise hat dieselbe die Stempelung zu verweigern, wenn sie ermittelt, daß die im F. 1 be⸗ öhrlichsten bs sionäre zꝛc., welche solche Exemplare besitzen, können dieselben Namens der Verleger] zeichneten Exemplare oder die im 8. 3 bezeichneten Vorrichtungen erst nach dem Exemplare mit Hülfe ungestempelter ges oder ihrer Auftraggeber zur Abstempelung vorlegen, ohne daß es einer besonderen 6. November 1883 oder die im 6. 3 bezeichneten ber 1887 hergestellt worden sind. ö den(Arauer),, Lada ig. Vollmacht bedarf. N 1 e 1 Vorrichtungen oder erst nach dem 6. Novem 7 0 5 6 f 2. 1 end 11 ste f 195 He dennächst 15555§. 6. Die Verzeichnisse“)(§8. 2, 4) werden binnen sechs Wochen nach ihrem Notoren U. ö. remplare nach dem nach Di i. 0 ö Abschluß von der Polizeibehörde an die zuständige Centralbehörde im Geschäftswege henk in nut guten d einzelne t e 9. 1 erwähnten Bestimmungen dürfen eingereicht und von der letzteren aufbewahrt. Einer Anzeige, daß bei der Polizei⸗ g 7 gang g 73 behörde Exemplare oder Vorrichtungen zur Abstempelung überhaupt nicht vorgelegt 1 ferner diejenigen beim Inkrafttreten der Uebereinkunft vorhandenen, bisher erlaubter] worden sind, bedarf es nicht. edel ug Weise angefertigten Vorrichtungen— wie Stereotypen, Holzstöcke, gestochene Platten N 8 b Ab 1 1 1 14 d Nechanike oller Art, sowie lithographische Steine— deren Benutzung nach der Uebereinkunft§. 7. Für die e ae und Abstempelung der Exemplare und Vorricht— hotograß untersagt sein würde, während eines Zeitraums von vier Jahren von dem Inkraft⸗] ungen werden Kosten nicht erhoben. b 5 f treten der Uebereinkunft ab zur Anfertigung von Exemplaren benutzt werden, vor⸗ Berlin den 3. November 1883. Der Reichskanzler. ugetuuscl. ausgesetzt, daß diese Vorrichtungen amtlich mit dem Stempel versehen werden. Wer In Vertretung: v. Boetticher. l———— Ortspolizeibehörden durch die Großherzoglichen Kreisämter mitgetheilt werden. Sandbach, Kreis Erbach. 106 Der unten signalisirte Musketier Johann Wilhelm Geck der 3. Kompagnie 2. Nassauischen Infanterle-Regiments Nr. 88 hat sich am rl 115 eigenmächtig ohne bekannte Veranlassung(wahrscheinlich aus Furcht vor Strafe, wegen 1 N 255 age e ae een 35 3 ü t, weßhalb der Verdacht der ahnenflucht gegen denselben vorliegt. Sämmtliche Civil- u ilitä 5 ergeben Usag 0 bis jetzt noch nicht dahin zurückgekehrt, weßha er Verdach Fahnenfl geg. e 12 sfalle zu verhaften und an die nä Seu pf ersucht, auf den ze. Geck zu vlgiltren, denselben im Betretungsfalle z haf Königliches Kommando des 2. Nassaulschen Infanterie⸗Regiments Nr. 88. 0 Monat alt; katholisch; Stand und Gewerbe: Cartonage— dunkelblond; Bart: keinen; Stirne: hoch; Augenbrauen: seiner Entfernung mit: Rock, Tuch⸗ Mainz den 3. Dezember 1883. f 0 chi 7 5 2 2 9 5 sern/ 1 bi Signalement. Geburtsort: Friedberg, Kreis Friedberg, Großherzogthum Hessen; 22 Jahre 1 Mund: klein; Zähne: gesund; Haare: den 0 a en ve Gru arbeiter; Größe: 1,685 m; Statur: schwächlich; Kinn: rund; Nase: spitz; 5 f f danschle gc dunkelblond; Gesicht; oval; Gesichtsfarbe: bleich; besondere Kennzeichen: unstäter Blick; Sprache: deutsch. Bekleidet war derselbe bei intfe f fek/ Heel hose, Hals binde, Feldmütze, Hemd, Leibriemen mit Schloß, mit Stempel: J. R. 88. I. Batl. 3. Komp. und dem Garniturstempel; Seitengewehr mit Stempel: J. R. 88. 3. 733 55 den 00 außerdem Säbeltroddel. ö 1 15—. be 5 725 turen wer? Deutsches Reich. Nr. 24, zum Prem. Lieut. befördert; Prem.⸗stehende Commission überwiesen. Struckmann Lieut. Hopfe vom 4. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 118 referirt über die Landgüterordnung für Schlesien. Darmstadt. Dem Baurath von Hügel f a WMiliterschießs 0 andirt. Die Vorlage wird genehmigt. adt wurde der Charakter als Geheimer als Assistent zur Militärschießschule commandirt. Die Vorlage, f ü in Darmst 0 Berlin, 14. Dec. Im Abgeordnetenhaus— Die N. A. Z. bestätigt die Mittheilungen eren Major Kolbe wurde heute der Etat des Mimisteriums des der Berl. Pol. Nachr. n Verhandlungen vom 2. Gr. Juf.⸗ Regt. Nr. 116 wurde der Innern berathen.— 15. Dec. Die Kreis⸗ und zwischen der Justiz⸗ und Finanzverwaltung be⸗ Char. als Oberstlieut. verliehen; Sec.“ Lieut. Provinzial-Ordnung für die Provinz Hannover züglich der Herabsetzung der Anwaltsgebühren Dalmer von der Nes. des 2. Gr. Drag.⸗Regts. wurde an eine aus fünfzehn Mitgliedern be⸗ mit dem Hinzufügen, daß diese Verhandlungen 18 5 . wü— —— durch bestimmte Vorschläge des Reichsjustizamts veranlaßt seien. — Ein Antrag auf Verbot des Tauben— schießens wurde in der Plenarsitzung des Bundes— rathes am letzten Donnerstag abgelehnt. — Der französische Botschafter Courcel hat sich über die ihm seitens des Reichskanzlers in Friedrichsruhe zu Theil gewordene überaus warme Aufnahme sehr befriedigend geäußert. Einen dieser Stimmung entsprechenden telegra— phischen Bericht hat der Botschafter an seine Regierung gelangen lassen. München, 14. Dec. Im Landtag fand heute die Generaldebatte über den Eisenbahn— etat statt. Ausland. Dänemark. Kopenhagen. Dem Könige wurde eine mit 106,000 Unterschriften aus allen Ständen und Gegenden des Landes versehene Adresse überreicht, welche sich gegen die Linke und deren Opposition gegen die Vertheidigungs— maßregeln ausspricht. Schweiz. Bern, 14. December. Der Nationalrath sprach sich principiell für die An— leihe an die Nationalbahn-Garantiestädte von 2,400,000 Frs. zur Bezahlung der nationalen Bahnschuld mit 98 gegen 32 Stimmen aus. Belgien. Brüssel, 14. Dec. Die Re⸗ präsentanten-Kammer beschloß mit 63 gegen 46 Stimmen den Gesetzentwurf über das Armee— contingent. Der Minister des Aeußern erklärte, der Gesetzentwurf über die Nationalreserve werde baldigst vorgelegt werden. Frankreich. Paris, 15. Dec. In der Deputirtenkammer brachte Ferry einen Gesetz— entwurf bezüglich eines Supplementar-Tonkin— credits von 20 Million ein. Er verlas ein motivirtes Exposé, worin er die annamitische Bewegung und den Tod des Königs mit dem Bemerken erwähnte, daß eine officielle Bestätigung noch ausstehe. Die Dringlichkeit der Vorlage wurde erklärt und dieselbe der früheren Ton— kincredit-Commisston überwiesen. Großbritannien. London. Das Par— lament ist auf den 5. Februar einberufen. Spanien. Madrid, 14. Dec. Prinz Ludwig von Bayern begab sich gestern nach Toledo. Nächsten Montag trifft die Prinzessin Clementine von Orleans zum Besuch des könig— lichen Hofes hier ein. — 15. Dez. In der Thronrede zur Er— öffnung der Cortes wird die Hoffnung auf dem— nächstige Herstellung des Gleichgewichts im Budget ausgesprochen und ein Gesetzentwurf über die Anwendung des allgemeinen Stimmrechts ange— kündigt. Sobald dieses Gesetz votirt sein werde, werde die gegenwärtige Mission der Cortes be— endet sein und solle sodann zu den Neuwahlen geschritten werden. — 15. Dez. Wie man aus Irun meldet, soll der franzoͤsische Botschafter Desmichels auf der Rückkehr nach Madrid in einen Streit mit den Grenzzollbeamten in Irun gerathen sein. Barcelona, 14. Der deutsche Kron— prinz traf um 1 Uhr Nachmittags hier ein, und fuhr vom Bahnhof mit dem Generalcapitän nach dessen Palast. Graf Blumenthal, Los und der Präfect folgten in einem zweiten Wagen. Das Dejeuner, wozu die Spitzen der Behörden geladen waren, fand um 3 Uhr statt. Der Kronprinz kürzte in Folge eines von Berlin ein— gegangenen Telegrammes seinen hiesigen Aufent— halt ab und schiffte sich Abends 5½ Uhr zur Rückreise ein. Die Bevölkerung empfing den Kronprinzen bei seiner Ankunft und der Fahrt durch die Stadt ehrfurchtsvollst und begleitete denselben bis zum Einschiffungsplatze mit sym pathischen Kundgebungen. Die meisten Häuser waren geschmückt; Hunderte von Deutschen brachten auf den Kronprinzen bei seiner Ankunft auf dem Bahnhofe stürmische Hochrufe aus. Bei der Einschiffung des Kronprinzen salutirten die deutschen Kriegsschiffe. Sammtliche Schiffe trugen große Flaggengala. Sobald der Kron— prinz an Bord des„Adalbert“ war, salutirte Dec. das Hafenfort. Graf Solms, der General— Capitän und der Gouverneur verabschiedeten sich an Bord des„Adalbert.“ Solms vertrat später den Kronprinzen bei dem von der Muni— cipalität gegebenen Diner und bei der Theater— Festvorstellung. Italien. Genua, 16. Dez. Das deutsche Geschwader mit dem Kronprinzen an Bord ist um 10 Uhr hier eingetroffen. Der Kronprinz ist um 11 Uhr 20 Minuten gelandet und hat sich unter euthusiastischen Zurufen der zahlreich zusammengeströmten Bevölkerung in einer könig— lichen Equipage nach dem Palais begeben. Dort angelangt, trat der Kronprinz alsbald an das Fenster, um der dichtgedrängten Menge für die ununterbrochenen herzlichen Kundgebungen der Freude wiederholt durch Verneigen zu danken. Der Kronprinz wird um Mitternacht die Reise nach Rom fortsetzen. Prinz Amadeus wird sich heute Nachmittag von Turin nach Genua be— geben. Das Wetter ist regnerisch. Serbien. Belgrad, 14. Dec. Der Ge— neral Joremovic ist gestern mit einem Infanterie— und zwei Pionierbataillonen aus Alexinac zurück— gekehrt. Die Reserve erster Classe wurde heute entlassen. — 15. Dec. Der König empfing Ristie auf sein Ansuchen in einer Audienz, in welcher Ristic gegen die Beschuldigung, er unterstützte die revolutionären Elemente, protestirte und erklärte, er habe mit denselben Nichts gemein. Die An— gaben über eine Cabinetskrisis sind unbegründet. Italien. Rom, 15. Dec. In der Kammer berichtete der Präsident der Budgetcommission über den von Morana und Delgiudice in der Sitzung vom 13. d. M. vorgeschlagenen Artikel, wonach die Coupons der italienischen Rente auch in Berlin zahlbar sein sollen. Die Kammer nahm folgende, vom Minister gebilligte Resolution an: Die Kammer nimmt Act von der Erklärung des Ministers, überläßt demselben, nach seinem Ermessen Vorsorge für die Zahlung der Coupons in Berlin zu treffen und geht zur Tages— ordnung über. Egypten. Kairo, 15. Dec. Eine große Gährung unter den Muselmanen und Christen Oberegyptens und die Haltung der Kopten lassen einen Volksaufstand befürchten. Der Gouverneur von Siut benachrichtigte die Re— gierung von der Gefahr. Die Gährung soll der Propaganda einer amerikanischen religiösen Mission zuzuschreiben sein. 15. Dec. Die englische Corvette„Eu— ryalus“ mit dem Contreadmiral Hewett an Bord, ist von Aden nach Suakim abgegangen. Amerika. Washington, 13. Dec. Im Repräsentantenhause wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, welcher die vor der Adoption des gegenwärtigen Tarifes in Kraft gewesenen Woll— zölle wieder herstellt. Asien. Hongkong, 12. Dec. Der Newyork Herald meldet von hier: Es sind alle Vor— bereitungen getroffen, um Canton in Verthei— digungszustand zu setzen, doch glaube man, daß die Forts einem fortgesetzten Bombardement nicht werden widerstehen können. Fortdauernd treffen Truppen aus dem Norden ein; am 12. d. passirten 1600 Mann Hongkong. Höhere Mandarinen erklärten, China würde die Fremden um jeden Preis schützen. Am 11. Dec. traf in Hongkong ein englischer Admiral ein, um das gesammte englische Geschwader gegen alle Eventualitäten in Stand zu setzen. Weiter wird gemeldet, der König von Annam sei durch die anti-französische Partei in Hüe vergiftet worden. Gerüchtweise verlautet von einer neuen Kriegserklärung Annams gegen Frankreich. Hai— phong werde mit Pallisaden und Blockhäusern befestigt. Shangai, 16. Dez. Nach einer Meldung des„R. B.“ von hier ist hier Nichts bekannt, wodurch das Gerücht von dem Ausbruch einer Palast- Revolution in Pecking bestätigt würde; auch liegen keinerlei Nachrichten über Unruhen irgend welcher Art in Pecking vor. Aus Stadt und Land. Bad-Nauheim, 14. Dez. Der Frankfurt-Berliner Nacht-Courierzug hatte vor dem Bahnhofe in Folge eines Maschinendefeets eine Verspätung von 2 Stunden. Von Kassel wurde zur fahrplanmäßigen Zeit ein besonderer Zug nach Berlin abgelassen. Vilbel, 14. Dez. In der Vormitternacht von gestern auf heute wurde in die hiesige katholische Kirche eingebrochen. Gegen 12 Uhr wurde von der Nachtwache beobachtet, daß die Seitenthüre an der Kirche offen stand. Nachdem Gendarmerie requirirt war, fand man, daß der Opferstock erbrochen war. Ob auch sonstige Gegen— stände noch gestohlen wurden, ist uns nicht bekannt. Drei verdächtige Personen von auswärts wurden heute früh verhaftet. Allerlei. St. Goar, 14. Dez. In Folge elnes heute Mittag in dem Tunnel bei St. Goar stattgehabten Zusammen— stoßes zweier Eisenbahnzüge— eines Güterzuges und eines von hier abgegangenen Schnellzuges— ist der directe Verkehr nach Köln unterbrochen. So viel wie bis heute Abend bekannt, sind 3 Beamte der hessischen Ludwigsbahn zum Theil schwer verletzt, der Verlust an Matertal soll nicht unbedeutend sein. Ulm, 12. Dez. Die Hausirerin Kath. Schneider wurde vor einigen Tagen in der Nähe von Ulm todt aufgefunden. Es hat sich herausgestellt, daß an ihr ein Raubmord begangen worden ist. Halberstadt, 15. Dez. Heute brach in der Gas— anstalt Feuer aus, in Folge dessen eine Retorte explo⸗ dirte. Director Grischow und mehrere Arbeiter wurden verschüttet. Man befürchtet, daß dieselben todt sind. New⸗Jork, 15. Dez. Das Standardtheater ist gestern Abend vor Beginn der Vorstellung abgebrannt. Gerichtssgal. Gleßen. Schwurgerichtsverhandlung am 13. Dez. gegen Philipp Lang von Schlitz wegen Brandstlftung. Angeklagter ist beschuldigt, daß er am 10. September 1883 den bei Schlitz an der Lauterbacher Straße gelegenen und der oberthortschen Backgesellschaft zu Schlitz gehörigen Holzschuppen vorsäßzlich in Brand gesetzt habe. Die Geschworenen erkannten den Ph. Lang für schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten, unter Aufrechnung von 2 Monaten erlittener Untersuchungshaft und in die Kosten verurtheilt, ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren aberkannt. Schwurgerichtsverhandlung am 14. Dezember gegen Katharina Möller von Freten— steinau wegen Kindesmords. Die Geschworenen erkannten die Angeklagte für schuldig und wurde dieselbe demgemäß in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahr und 6 Monat, unter Aufrechnung der erlittenen Untersuchungshaft, verurtheilt. Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 18. Czaar und Zimmermann, Mittwoch den 19., Nachmittags 3½ Uhr. Zum ersten— male wiederholt: Der Struwwelpeter und König Nuß knacker. Außer Abon. Ermäßigte Eintrittspretse. Donnerstag den 20. Vorletztes Gastspiel des Königl. Kammersängers Herrn Vogl. Lohengrin. Lohen— grin: Herr Vogl. Freitag den 21. geschlossen. Samstag den 22. Ab— schleds-Vorstellung des Königl. Kammersängers Heri Vogl. Euryanthe. Adolar: Herr Vogl. Außer Abonnement. Sonntag den 23., Nachmittags 3½ Uhr. Struwwel⸗ peter und König Nußknacker. Außer Abon. Er— mäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Der Wasserträger, Montag den 24., Nachmittags 3½ Uhr: Struwwelpeter und König Nußknacker. Außer Abon.: Ermäßlgte Preise. Schausplelhaus. Dienstag den 18. Im Bunde der Dlitte. auf's Land. Mittwoch den 19. Iphigenie auf Tauris. Donnerstag den 20. geschlossen. Freitag den 21. Nareiß. Samstag den 22. Versucherin. Er muß auf's Land. Sonntag den 23. Neu einstudirt: Richards Wander— leben. Anfang 7 Uhr. Montag den 24. geschlossen. Eingesandt. Mitbürger! Das Gute bricht sich Bahn und wird „ncht niedergedonnert!“ Die Gründung der Pferdebahn ist beschlossen. Zeichnungen auf Aetlen können bei der Expedition des Anzeigers unter F. J. V. in ver⸗ schlossenem Couvert angemeldet werden. Man bedauert nur, daß die Redaetlon des Anzeigers nicht im redak— tionellen Theile für die Sache eintritt, wenigstens sollte sie doch denselben zur Besprechung zur Verfügung stellen. (Wir werden uns hüten. Die Redaetlon.) Bitte. Zu der diesjährigen Christbescheerung für die hiesige Kleinkinderschule wird um gütige Beisteuer an Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Empfang erklärt sich jede der Unterzeichneten gern bereit. Käthchen Baur. Hilda Dieffenbach— Minna Diegel Johannette Klipstein. Christiane Schmidt. Christiane Werner. Er muß N Uebert! Uebert Neue! Fried — 00 b E 00 Ein 1/ ganz und dicht dan der St U llchet zu Jannerstag Joco Tauer Nuslun Slädte Fte aogen ho Rähere Fried 0 0 * Im G den 20. Holzsort 10.9 17 40 90 6 90 9 b amte der hes 10 t, der val Im toht daß an ihr eh brach in der Ga eine Retorte 4 re Arbester wurd klben tobt so. tandardtheaker. lung abgebrannt, —— lung am 18, Dez. gen Brandsistan im 10. Septenba er Straße gelegen u Schliz gehörgn gesezt habe. de 9 für schuldig und Juchthausstrafe von ung von 2 Monaten e Kosten berurtheil, ste auf die Dauer gerichtsversandlung Höller von Freten⸗ hworenen erkannten dleselbe demgemäß d 6 Monat, unter ⸗ shaft, verurthellt. Jö in Frankfurt. mann. Uhr. Zum erste⸗ er und König Ruß Eintrittspresse. stspiel des Kön. 'ohengrin, Lohn, tag den 22. A.. mmersängers Hen, herr Vogl, Außen 2 Uhr. Struwutl Außer Abon, l Der Waser Uhr: Struwwelbell! n.: Etmäßsgte dia, 18. 5 Dutte. Et muß auris. ö 4 Brodpreis e vom 16. Dez. 1883 bis 1. Jauuar 1884. 1 85 1 — 7 Nach eigener Angabe der Bäcker. Schlittschu E Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. in großer Auswahl, sowie Fleisch⸗rt. Preise v. 16. Dez. 1883 bis J. Jan. 1884. 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Ein elrea 20 Minuten von der Station Fried⸗ berg, ganz nahe der vorbeiziehenden Main-Weser Bahn und dicht an der Friedberg-⸗ von der Staatsstraße unmittelbar berührter Basaltbruch, welcher zu 56,000 Mark taxirt ist, 27. Dezember d. J., 4300 Donnerstag den loco Fauerbach b. Fr. versteigert Auskunft über die Qualität Städte Frankfurt a. M. und Vilbel geben, welche Steine bezogen haben. Nähere Auskunft erthei Friedberg am S u Im Gemeindewald Nieder-Rosbach werden Donnerstag den 20. Dezember, Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert: 10 Raummeter Buchen⸗Scheiter, Eichen⸗ Buchen 1 41 70 50 Stück Buchen-, 970 Stück Eichenwellen, 36 Raummeter Buchen- und 205 Stück Eichenstämme 15— messer, mit 51,54 46 Stück Anfang und Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr auf Bainhardswaldes. Bemerkt wird, daß straße lagert. Nieder⸗ 4457 Bei der unterzeichnet 200 Centner Eichenlohrin Verkauf erfolgt im Wege der öffent Gebote, versiegelt mit der lohrinde“, sind bis zum Bergheim den 17. 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