N 788 70 .. 44753 87 1674 8 50217 42 „ Director. enbetrieb. el, (F. 2 19,5.) . sllodt. 882. N. Uf. 258 70 1 e e 1682 4 . U. M. 3066 0 e e anthele 1102 18 „ Dienstag den 17. Juli 0 1 167 MN 82. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Artisblatt fur den Kreis Kriedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. ie einsoaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Zi Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bet uns haben), welchen Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien hält. zur Verhandlung gelangen, dagegen wird der Lauf der gesetzlichen Fristen dadurch nich Gießen am 11. Juli 1883. Die in verschiedenen Stallungen zu Münzenberg ausgebrochene Friedberg den 13. Juli 1883. Die in den Ställen des Anton Jacoby, Konrad Simon II., Konrad Kunz II., ffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. eat n en daß nach§. 12 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der Provinzialausschuß Wäbrend dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen t unterbrochen. Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Dr. Boekmann. Maul- und Klauenseuche ist erloschen, die angeordneten Sperrmaßregeln sind aufgehoben. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Heinrich Brodrecht, Philipp Gruber, Philipp Heinrich Jacoby, Johannes Simon III und Philipp Stetzer zu Nieder-Rosbach ausgebrochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen, die angeordneten Schutzmaßregeln sind aufgehoben. Friedberg den 14. Juli 1883. Nachstehende von der Königlich Nachachtung für die in dem genannten Friedberg den 12. Juli 1883. Auf Grund der§§. 6 und 11 der Allerhöchsten tember 1867(Gesetz⸗Sammlung Seite 1529) über die P neu erworbenen Landestheilen wird für den Umfang unseres Verwaltungsbezirks verordnet, was folgt: §. 1. An jedem Fuhrwerk ohne Unterschied der Bespannung muß beim Ge— brauche auf öffentlichen Wegen jeder Art auf einer leicht sichtbaren Stelle mit deut— lichen und unverwischbaren weißen Buchstaben auf schwarzem Grunde der Vor- und Familien Name, sowie der Wohnort des Etgenthümers angebracht sein. men von dieser Vorschrift sind Personen-Fuhrwerke und solche Fuhrwerke, welche. letztere sich innerhalb der Ge— markung der Gemeinde, in welcher der Eigenthümer wohnt, bewegen. §. 2. Jedes von mehreren Fuhrwerken eines und desselben Eigenthümers muß außerdem über den nach§. wanzubringenden Namen unverwischbar numerirt sein. lediglich dem Landwirthschaftsbetriebe dienen, soweit Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V. d. K.: Fey, Regierungs-⸗Accessist. Bekanntmachung. Polizei-Verordnung. olizei Verwaltung in den §. 4. Ausgenom— Preußischen Regierung zu Wiesbaden für deren Verwaltungsbezirk erlassene Verordnung geben wir zur Bezirk verkehrenden Fuhrwerksbesitzer hiermit bekannt. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Verordnung vom 20. Sep—§. 3. Alle Fuhrwerke ohne Unterschied, welche sich in der Zeit zwischen der ersten Stunde nach Sonnenuntergang und der letzten Stunde vor Sonnenaufgang auf einem öffentlichen Wege befinden, angebrachten— brennenden Laterne versehen sein. Personenfuhrwerke müssen während der gleichen Zeit durch zwei hellbrennende Laternen, welche zu beiden Seiten des Bocks anzubringen sind, beleuchtet sein. 0 Die Nichtbeachtung vorstebender Anordnungen wird mit einer Geld— strafe von 3 bis 30 Mark oder verhältnißmäßiger Haft bestraft. 8 Gegenwärtige Verordnung tritt mit dem 1. August d. J. in Kraft von welchem Zeitpunkte an unsere Polizeiverordnung vom 11. Februar 1878 aufgehoben wird. Wiesbaden den 31. Mai 1883. müssen mit einer— an gut sichtbarer Stelle Königliche Regierung, Abtheilung des Innern. Mollier. Deutsches Reich. Darmstadt. Lieutenant Prinz von Batten— berg, der Bräutigam der Prinzessin Victoria wird im August d. J. zum Commandeur der der Königin von England gehörigen Nacht„Vie— toria und Albert“ ernannt werden. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— lage Nr. 16, enthält: 1. und 11. Uebersicht der pro 1883/84 genehmigten Umlagen in den Gemeinden Dornberg, Gernsheim, Kelsterbach und in den Gemeinden des Kr. Heppenheim. 111. At wesenheitserklärungen. IV. Ordensverleihungen. V. Namens veränderungen. VI. Dienstnachrichten. Es wurde: der Musiker Mohr zum Hosmusiker ernannt; der auf die ev. Pfarrstelle zu Lehrbach präs. Rector zu Hemberg a. O. Dr. Hansult bestätigt; dem ev. Pfarrer Georgi zu Ehringshausen die Pfarrstelle zu Steinbach, dem ev. Pfarrer Jost zu Oberod die Pfarrstelle zu Nieder-Obmen übertragen; der auf die ev. Pfarrstelle zu Frischborn präs. Pfarrer Schuster zu Ober Rosbach bestätigt; dem Schulamtsasp. Karcher zu Klein Linden die 1. Lebrerstelle daselbst, dem Schulamtsasp. Reising aus Klein Hausen eine Lehrerstelle zu Groß Steinheim, dem Schulamtsasp. Friedrich aus Brensboch eine Lehrerstelle zu Spachbrücken, dem Schul⸗ amtsasp. Schaffnit aus Vrensbach eine Lehrerstelle zu Reinheim, dem Schulamtsasp. Schäufle aus Friesenheim die Lebrerstelle zu Hering übertragen; der auf die erste Lehrerstelle zu Falken Gesäß präs. Schulamts asp. Fehr aus Helmhof bestätigt; dem Schulomtsasp. Burk aus Ekerstadt eine Lhrerstelle zu Leihgestern, dem Schul⸗ omtsasp. Döring aus Getbürms die 4. Lehrerstelle zu Lich, dem Schulamtsasp. Ruckelsbausen aus Elpenrod die Lehrerstelle zu Otterbach übertragen. VII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt Lehrerstelle zu Rembrücken, Gebalt 900 M. Gemein deschule zu Arheilgen: a. eine mit sind: Die An der einem ev. Lehrer und b. eine mit einer ev. Lehrerin zu besetzende Stelle, Anfangsgehalt je 1000 M. Eine Lehrerinnen⸗ stelle zu Jügesheim, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Heusenstamm, Gehalt 900-1100 M. Berlin. Der König genehmigte und voll— zog am 11. Juli die kirchenpolitische Novelle. — 14. Juli. Das kronprinzliche Paar traf heute von Potsdam hier ein, besichtigte die Preis— arbeiten der Schüler in der Kunstacademie und nahm dann im Palais die Glückwünsche sämmt⸗ licher anwesenden Staatsminister zur Geburt des zweiten Sohnes des Prinzen Wilhelm entgegen. — Bezüglich des deutsch-spanischen Handels— vertrags, sagt die Nordd. Allg. Ztg., daß durch die Thatsache der Unterzeichnung des Vertrags allein in den gegenwärtigen handelspolitischen Be— ziehungen beider Staaten, wonach weder Deutsch— land in Spanien, noch letzteres in Deutschland zu den meistbegünstigten Nationen gehört, eine Aenderung zunächst nicht eintritt. Kiel. Viceadmiral Batsch ist nach dreimo— natlicher Abwesenheit nach Kiel zurückgekehrt und übernimmt voraussichtlich in diesen Tagen die Geschaͤfte des Chefs der Marinestation der Ostsee. Somit dürfte die in letzter Zeit vielbesprochene Entlassungs-Angelegenheit ihre Erledigung ge— funden haben. — S. M. S.„Elisabeth“, 19 Geschütze, Cemm. Cap. z. S. Hollmann, ist am 28. Juni in Kapstadt eingetroffen und hat am 4. d. Mts. die Heimreise sortgesetzt. a Ems, 15. Juli. Prinz Georg von Preußen ist gestern zum Kurgebrauch hier eingetroffen. Koburg, 15. Juli. Der Herzog von Edin— burg, welcher zur Begrüßung seiner gestern mit dem Großfürsten Paul hier eingetroffenen Ge— mahlin hierher gekommen war, ist heute zur Fortsetzung seiner Kur nach Kissingen zurückgereist. München. Gegen den Antrag Lingens betreffend die Sonntagsfeier bat sich jetzt auch die oberbaierische Handels- und Gewerbekammer ausgesprochen und den Beitritt zu der Petition der Frankfurter Handelskammer beschlossen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Frohsdorf, 13. Juli. Der Schwächezustand Chambord's hat zuge— nommen. Freukreich. Paris, 14. Juli. Unter Theilnahme des Präsidenten des Municipal— raths, des Seinepräfecten, der Pariser Depu⸗ tirten und einer großen Volksmenge fand heute Vormittag die Enthuͤllung der Statue der Re⸗ publik auf dem Place du Chateau d'eau statt. Der Seinepräfect hob in seiner Rede hervor, die Statue der jetzigen Republik trage einen Olivenzweig, um anzudeuten, daß die Zeit der Gewaltsamkeiten vorüber sei; das allgemeine Stimmrecht sei an Stelle der revolutionären Action getreten. Die jetzige Republik müsse ihre Stärke aus dem Rechte schöpfen. Die Republik, in diesem Sinne verstanden und geleitet, werde friedlich die Geschicke verfolgen und die ohn— mächtigen Drohungen der Gegner mit Veracht⸗ ung zurückweisen. berhessischer Anzeiger. — 15. Juli. Gestern Abend veraulaßte in Roubaix eine Bande von 300 Anuarchisten Ruhe— störungen und versuchte in das Rathhaus ein— zudringen. Ein Polizeicommissär wurde schwer verletzt, 6 Verhaftungen wurden vorgenommen. — In an den Marineminister über Zanzibar eingegangenen Depeschen aus Tamatave vom 6. Juli berichtet der Admiral Pierre, er habe am 22. Juni und 5. Juli zwei nächtliche An— griffe der Howas mit großem Verluste für letz— tere zurückgeschlagen. Die Franzosen hatten nur einen Todten, keinen Verwundeten. Ueber die Vorgänge, welche nach englischen Berichten am 22. Juni in Tamatave stattgefunden haben sollen, enthält die Depesche Pierre's absolut Nichts — Der Standard hat eine Depesche aus Hongkong erhalten. Darnach herrscht in Tonkin Anarchie; Räuberbanden durchziehen das Land und feuern mit großer Verwegenheit auf die französischen Vorposten. Das Klima ist derart, daß größere Operationen vor October unmög— lich werden. Ferner wird gemeldet, daß 3000 Mann chiuesischer Truppen von Canton nach Ganchan an der Grenze von Tonkin beordert seien. Großbritannien. London, 13. Juli. Unterhaus. Northcote kündigt an, er werde die Verwerfung des Suezeanal-Arrangements bean— tragen. William Fowler(liberal) wird einen gleichen Antrag stellen.— Gestern fanden in London und in den Provinzen verschiedene Meetings statt, welche sehr ent chieden gegen das Abkommen mit Lesseps protestirten. — 14. Juli. Gestern fand ein außerordent— licher Cabinetsrath statt, um die in Folge der wachsenden Opposition gegen das Abkommen mit der Suezcanal-Gesellschaft zu ergreifenden Maß— regeln zu erörtern. An Lesseps wurde telegraphisch die Anfrage gerichtet, ob eine Abänderung des Abkommens noch thunlich sei. Der Pariser Correspondent des Daily Telegraph berichtet, Lesseps habe geäußert, es sei ihm ganz gleich— gültig, ob das englische Parlament den Vertrag annehme oder ablehne; er sei entschlossen, den zweiten Suezcanal zu bauen, sei es nun mit oder ohne Englands Unterstützung. Wenn das Abkommen scheitere, so würden die englischen Schiffsrheder am meisten darunter leiden; denn wenn die Suezcanalgesellschaft die Kosten des Unternebmens allein zu tragen habe, so müsse der Gebührenentwurf erhöht werden. — 13. Juli. Der chinesische Botschafter Marquis Tseng ist heute mit seinem Gefolge nach Paris abgereist. — Ferry äußerte sich gegenüber dem Cor— respondenten des Standard über den Vorgang in Tamatave, daß derselbe sicherlich übertrieben sei. Frankreich wünsche die Aufrechterhaltung der herzlichen Beziehungen mit England. Der von den Franzosen in Tamatave eingesperrte Seeretär des britischen Cousuls heißt Adrianisa und ist ein Bruder des Sekretärs der mada— gasischen Gesandschaft, welche jüngst Europa besuchte. Obwohl madagasischen Ursprungs ist er ein britischer Unterthan, da er auf der Insel Mauritius geboren wurde. Der verstorbene Con— sul Pakenham war 21 Jahre hindurch britischer Cousul in Tamatave. Erst vor einigen Wochen war seine Ernennung zum Generalconsul in Odessa erfolgt. Italien. Rom, 14. Juli. Das Journal de Rome sagt: Eine Antwort von Seiten Preußens erwarte der Vatican nun nicht mehr, doch könn— ten die Unterhandlungen, welche selbst während Schlözer's demnächstiger Abwesenheit durchaus nicht vollständig zu ruhen brauchten, auf der Grundlage neuer gegenseitiger Concessionen wie— der aufgenommen werden. Deutschland fürchte viel mehr, als es zugestehe, die Wirrsale, welche ein Bruch mit der Kirche nach sich ziehen würde. Der heilige Stuhl sei bereit, alle moͤglichen Concessionen zu bewilligen; man solle ihm nur annehmbare Garantien bieten. Das Journal de Rome glaubt heute mehr als jemals an eine friedliche Lösung. Der preußische Gesandte v. Schlözer hatte heute eine Unterredung mit dem Cardinalstaatssecretär Jacobini. Rußland. Petersburg. Der Minister des Innern erweiterte behufs Schutzes der Häfen des Schwarzen Meeres die gegen die Cholera— infection nothwendig erachteten prophylaktischen Maßregeln dahin, daß sämmtliche Schiffe mit unreinem Patent auläßlich der Cholera einer zweiwöchentlichen, alle anderen mit reinem Pa— tent aus der Meerenge von Constantinopel und von der anatolischen Küste kommenden Schiffe, gleichwie die unter Observation in den auslän— dischen Quarantänepunkten gewesenen Fahrzeuge, einer siebentägigen Observation unterworfen wer— den. Alle oben erwähnten Schiffe können aus— schließlich nur Odessa, Kertsch, Theodosia und Batum anlaufen. 5 — 14. Juli. Wie verlautet, wurde der Großfürst Nikolaus Konstantinowitsch, welcher den Bau des Ary-Canals in Turkestau leitete, wegen Einmischung in die Angelegenheiten des Gouverneurs auf Befehl des Zaren verhaftet. — Der nach Tomsk verbannte frühere Inten— dant des Rustschuk'schen Detachements, Naksche— jeff, ist begnadigt worden. Egypten. Kairo. Die Agenzia Stefani meldet aus Khartum, der falsche Prophet hätte verschiedene Christen tödten und die Missionäre gefangen setzen lassen. Asien. Simla, 14. Juli. Gerüchtweise verlautet, Lord Ripon habe der euglischen Re— gierung telegraphisch seine Demission als Vice— könig Indiens eingereicht. Aus Stadt und Land. Vilbel. Durch die anhaltenden durchweichend en Regen der letzten Tage machen unsere Felder ein ganz anderes Gesicht. Schaden sollen die Gewitter wenig oder gar keinen in hiesiger Gegend verursacht, nur bei Büdes heim und Heldenbergen soll es etwas gehagelt haben. Es wäre nur im Interesse der bevorstehenden Ernte zu wünschen, wenn der Himmel wieder ein heiteres Gesicht machte. Mainz, 14. Juli. Eine schreckliche Katastrophe drohte vor wenigen Tagen in der Nähe des Bahnhofs. Mittags 12 Uhr fuhr der Zugführer Sch. mit einem Rangierzug zum Neuthor hinaus, als ihm der um 12 Uhr von Frankfurt hier eintreffende Zug auf demselben Ge— leise entgegenkam. Zum Glück sahen die beiden Zug— führer die gräßliche Gefahr und gaben sofort Contre— dampf, sämmtliche Bremsen wurden in Thätigkeit gesetzt und es gelang, die beiden Züge, als sie nur noch eine Wagenlänge von einander entfernt waren, zum Stehen zu bringen. Eine Untersuchung ist bereits eingeleitet. Marnz, 14. Juli. Heute verschied hier der in weiten weiten Kreisen als Autorität bekannte Geheime Medieinalrath Dr. Adolph Wernher. Allerlei. Usingen, 12. Jult. Der Schreckensruf„Feuer“ versetzte heute, Nachmittags gegen 5 Uhr, unsere Stadt in große Aufregung. In der Untergasse stand plötzlich ein von vier gering bemittelten Familien bewohntes Haus in Flammen. Bei dem eng zusammenhängenden Ge— bäudekomplex ist es nur dem energischen Eingreifen der schnell zu Stelle eilenden Rettungsmannschaften zu danken, daß der Brand auf seinen Heerd begrenzt wurde. Mehrere unerschrockene und gewandte Männer baben eine wirklich staunenswerth sichere und aufopfernde Thätigkeit bewiesen. Ein allgemeiner Schrei des Entsetzens erfolgte, als einer dieser Braven(ein hiesiger Zimmermann), von der Wucht eines einfallenden Schornsteines erfaßt, mit diesem zu sammen vom Dache herunter zur Erde stürzte. Allge⸗ mein glaubte man, der Fall sowohl, als auch das nach— folgende Gerölle müßten dem Unglücklichen den sicheren Tod gebracht haben. Als der Wackere aus den Trümmern hervorgezogen war, eilte er davon, um sich das aus mehreren Wunden am Kopf und Hals hervorquellende Blut abzuwaschen und wollte dann sofort wieder frlsch auf seinen Posten eilen, wovon er aber selbstverständlich abgehalten wurde. Dank und Ehre solchen Männern, die im Dienste der Nächstenliebe ihr eigenes Leben auf's Spiel setzen. Die Ursache des Brandes tst noch nicht ermittelt. Homburg. Unsere Gewerbeausstellung wird all— seitig stark frequentirt und bietet nunmehr, nachdem sämmt— liche Objeete eingeliefert, eine stattliche Collection von Erzeugnissen des Kunst- und Gewerbefleißes. Das all— gemeine Urtheil spricht sich recht günstig, sowohl über die Ausstellungsobjekte selbst, als auch über die gefällige und praktische Anlage des Ganzen aus, und sind es bei ersteren hauptsächlich die vorzüglichen Leistungen der Cron— berger Malercolonie, Burger, Winter, Fresenius, Frieden⸗ berg, Ph. und Emil Rumpf, Maurer, Ida Braubach u. A., welche von Kunstverständigen sehr gelobt werden. Der Besuch ist besonders an Sonntagen ein zahlreicher, wo viele Hunderte aus der Umgegend, hauptsächlich auch aus Frankfurt, die Gelegenheit wahrnehmen, bei den er— mäßigten Eisenbahnfahrpreisen Homburg zu besuchen und zugleich die nächst der Mineralbrunnen belegene Gewerbe— Ausstellung zu besichtigen. Frankfurt. Nach dem Muster der Wilhelmsdorfer Arbeiter-Colonie soll nunmehr auch in der Nähe Frank⸗ bundenthums gegründet werden. Daß gerade unsere Freuden begrüßt werden. Nachmittag wurde der war augenblicklich todt. Kind, die beide sich in seiner Nähe befanden, waren in— fallen, erholten sich jedoch bald wieder und sind voll- ständig unversehrt geblieben. Nyiregyhaza, 13. Juli. äußern sich im Sinne der Vertheidiger gegen die Suppo— sition einer Abschlaͤchtung und des Leichenschmuggels. Um den Tod Esther's in so kurzer Zeit herbeizuführen, wie Moritz Scharf vorgibt, hätte die große Halsader durch— schnitten werden müssen, in welchem Falle das Blut in hohem Bogen emporgeschossen wäre. Die Blutspuren hätten nicht so leicht besettigt werden können. Doctor Traitler beharrt trotz des Gutachtens der Universitäts⸗ experten bei seinen früher zu Protokoll gegebenen Aus- sagen, gibt aber zu, daß er vorher noch keine Wasserleiche secirt habe.— 14. Juli. Doktor Horvath, der dritte jener Aerzte, welche der ersten Leichenschau und der Ob— duktion der Dadaer Leiche beiwohnten, hält bet seiner Vernehmung an dem Inhalt des Obduktionsprotokolls fest und erklärt, obgleich er viele Wasserleichen seelrte, habe er doch niemals eine Wasserleiche solchen Aussehens gefunden. Am kommenden Dienstag findet die Localbe— sichtigung in Eßlar statt. i Alexandrien, 13. Juli. Vom Mittwoch bis gestern Abend sind in Damiette 40, in Mansurah 73, in Samannud 11 und in Schirbin 3 Personen an der Cholera gestorben.— 14. Juli. Während der Letzten 24 Stunden bis gestern Abend 7 Uhr sind in Damiette 38, in Mansurah 57 und in Samannud 15 Personen an der Cholera gestorben.— 15. Juli. In den letzten 24 Stunden starben in Damiette 48, in Mansurah 51, in Schirbin 6, in Menzaleh 20, in Talka 3, in Chobar 13 Personen an der Cholera. Während der letzten zwölf Stunden kamen in Samannud 10, in Schirbin, Cl Kom je 2 und in Zifteh 2 Choleratodesfälle vor. In Ghizeh, einer Vorstadt von Kairo, kamen 5 Choleratodesfälle vor. Gbizeh ist deßhalb durch einen Sanitätscordon abge— sperrt worden. New⸗Nork, 15. Juli. Nach hier eingegangenen Nachrichten haben andauernde starke Regengüsse in mehreren Districten der westlichen Unionsstaaten großen Schaden gethan. Missouri wurde von heftigen Stürmen heimgesucht, welche große Verheerungen anrichteten. Gerichtssaal. Bad Nauheim. In der Donnerstag den 12. Juli stattgefundenen Schöffengerichtssitzung wurde in folgenden Strafsachen erkannt: 1) gegen Heinrich Schneider IV. von Ober-Mörlen, wegen Körperverletzung, auf eine Geldstrafe von 30 Mark und die Kosten; 2) in der Privatklagesache der Friedrich Wilhelm Knieriem's Ehe— frau von Bad⸗Nauheim gegen Franz Simmrock's Ehe— frau von Bad⸗Nauheim, wegen Beleidigung, wurde die Letztere in eine Geldstrafe von 25 M. und 2/ der Kosten, die Klägerin und Wiederbeklagte in eine solche von 3 M. und ½ der Kosten verurtheilt; 3) in der Privatklage— sache des Georg Nicolaus von Wetzlar gegen Wittwe Katharina Stoll, Georg Stoll ledig und Friedrich Bingel, sämmtlich von Bad⸗Nauheim, wegen angeblicher Beleidig— ung, wurden die drei Angeklagten von Strafe und Kosten freigesprochen und dem Privatkläger die Kosten des Ver— fahrens zur Last gesetzt. Butzbach, 14. Juli. Das gestrige Schöffengericht erkannte in folgenden Sachen: 1) gegen Heinrich Wolff's Ehefrau von Butzbach, angeklagt am 2. Pfingstfeiertage die öffentliche Ruhe gestört zu haben, auf 14 Tage Haft und Tragung der Kosten; 2) gegen Jakob Leimbach von Ronshausen, angeklagt des Betrugsversuchs, auf zwei Monate Gefängniß, wovon jedoch ein Monat erlittener Untersuchungshaft in Abrechnung kommt, sowle zur Zahl— ung der Kosten des Verfahrens. 3) gegen Franz Joseph Langsdorf von Rockenberg, angeklagt wegen Körperver— letzung, auf eine Strafe von drei Wochen Gefängniß und Tragung der Kosten. 4) gegen Heinrich Urband von Holzheim, wegen Hausfriedensbruchs und Körperverletz— ung, auf 3 Monate Gefängniß und Tragung der Hälfte Kosten. 5) Die Beleidigungssache Suppes gegen Polizei— diener Zörb, beide von Kirchgöns, wurde wegen Vor— ladung neuer Zeugen auf den 27. Juli vertagt. Verloosung. Kaiserin Elisabethbahn-Prioritäts-O bli⸗ gationen. In Ausführung des von der 27, ordent— lichen Generalversammlung der Aetionäre am 5. Mai gefaßten Beschlusses und im Hinblicke auf die der Kaiserin Elisabeth Bahn bezüglich der Verloosungen zustehenden Rechte, wird die Verloosung sämmtlicher, noch im Um— laufe befindlichen Silber Prioritäten der k. k. prio. Kaiserin Elisabeth-Bahn aller Emissionen am 2. Juli 1883 vorgenommen und erfolgt die Rückzahlung derselben vom 2. Januar 1884 ab, im Nomimnalbetrage, in effectiver Silbermünze ö. W. beim Wiener Giro- und Cassenver— eine in Wien. Volksbad. Wasserwärme der Usa am 16. Juli Mittags: 130 Reaumur— Walter. furts eine solche Heimstätte zur Unterdrückung des Vaga⸗ Gegend sich sehr hierfür eignet ist außer Frage und wird die Durchführung dieses Gedankens gewiß allseitig mit Hassenhausen(Amt Frohnhausen), 10. Juli. Heute hiesige Schäfer Rabenau am Wolfshäuser Weg von einem Blitzschlag getroffen und Seine Frau und ein 3jähriges folge des heftigen Schlages besinnungslos zur Erde ge Prozeß Tisza-Eszlar. Der Universitätsprofessor Michalkovies und Scheuthauer A1 Uf 7 0 Markte Sprlogt be tere 10. ie Butter J säͤse per bühren Nomaln per Hu 9727 . — — = zom Mittwoch bis in Mansurah 73, 3 Personen an der ährend der getzten ind in Damiekte 38, d 16 Personen an In den letzten 24 Mansurah 51, in alka 3, in Chobar nd der letzten zwölf n Schlrbin, Cl Kom le vor. In Ghizeh, holeratodesfälle vor, anitätscordon abge⸗ hier eingegangenen ke Regengüsse in nionsstaaten großen heftigen Stürmen en anrichteten. —— rstag den 2. Juli vurde in folgenden ch Schneider IV. letzung, auf eine 'osten; 2) in der n Knleriem's Ehe⸗ Simmrock's Ehe⸗ gung, wurde die und 263 der Kosten, ne solche von z M. n der 1 1 lar gegen Witwe 0 rinnt Bagel, angeblicher Beleldig⸗ n Strafe und often die Kosen dis der —————ůj—j—j—ꝛ rige Schöffengericht 0 Heinrich Wolff 2. Pfingsfeiertage au 14 1 Aakob Leimbach v. Jakob 1 25 15 f and vo 5 nd Wan 0 Tragung 1 15. egen Vor⸗ verlag „0 bl tion 10 2 25 n 5.75 1 boi we sehende 5 zuschehn⸗ 0 4 1 15 5525 2. Julke en perselben 5 g 55 in effecti lage/ gassenver⸗ und Caf 'o⸗ 4 . 9 1 N 3.1 o Reaumut. lags alte- Hammelfleisch 62— 70 Pf., Kartoffeln per Handel und Verkehr. Friedberg, 14 Jult. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00— 1.15, Eier 1 St. 6, 2 St. 00 Pf. st. Friedberg. Auf dem am 11. Juli abgehaltenen Markte waren aufgetrieben 1268 Stück Schweine. Die Springer waren verhältnißmäßig billiger als die Ferkel. Letztere wurden je nach Qual. von 16-44 M. per Paar bezahlt. Nächster Markt am 8. August. Gießen, 14. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.05 1.15, Eier 1 St. 5—6 Pf., Käse per St. 5— 10 Pf., Tauben per Paar M. 0.70 0.90, Hühner per Stück M. 0.75 1.10, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.40, Enten per Stück M. 1.70 2.20, Ochsenfleisch per Pfund 70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 56 60 Pf., Kalbfleisch 45 50 Pf., Schweinefleisch 60- 64 Pf., 100 Kilo M. 10.00, Kirschen per Pfund 8— 12 Pf. Frankfurt, 13. Juli. Kälbermarkt. Der heutige Markt war betrieben mit ca. 280 Stück, für welche folgende Preise bezahlt wurden: Für 1. Qual. 60 Pf. per Pfd. Schlachtgewicht, 2. Qual. 55 Pf., 3. Qual. 50 Pf. Der mit geringer Kauflust begonnene Markt schloß sehr fest. Frankfurt, 14. Juli. Wochenmarkt. Gemüse: Blumenkohl per Stück 15—20 Pf., Weißkraut 25 Pf., Erbsen per Pfd. 25 Pf., ausgekernte per Liter 50—70 Pf., Bohnen: Brockelbohnen per Pfd. 15 Pf., Schneldbohnen und gelbe Salatbohnen 20 Pf., Kohlrabi per Stück 3 bis 5 Pf., Carotten per Pack 6—8 Pf., Wirsing per Stück 1015 Pf., Radieschen per Pack 3-5 Pf., Häuptersalat per Stück 3—5 Pf., Endivien 812 Pf., Romain 12— 15 Pf., Gurken per Stück 5— 15 Pf., Rettig 58 Pf., neue Zwiebeln per Cir. M. 8, per Gescheid 30 Pf., per Pack 4 Pf., weiße Einmachzwiebeln per Liter M. 1.— Neue Kartoffeln per Ctr. M. 5—6, per Gescheid 18—22 Pf.— Obst: Aprikosen per Stück 5—7. Pf., Himbeeren per Pfd. 25 Pf., Heidelbeeren per Ctr. M. 8— 10, per Liter 12 Pf., Walderdbeeren 40 Pf., Johannistrauben 15 Pf., Klosterbeeren 15—20 Pf.— Butter en gros per Ctr. M. 98— 100, en detail per Pfd. M. 1.15— 1.25.— Eier per Hundert M. 4.50, 25 Stück M. 1.20, per Stück 5 Pf., größere Sorte per Hundert M. 5.50.— Fleischsorten, Wildpret und Geflügel unverändert.— Heu- und Strohmarkt. Zufuhr wegen des Regenwetters etwas schwach, ea. 50 Wagen. Die Preise erfuhren keine Veränderung. Mainz, 13. Juli. Marktpreise. Kartoffeln per 100 Kilo M. 12.50— 13, Heu per Ctr. M. 3.50 3.75, Stroh per Ctr. M. 2.50— 2.75, Butter ½ Kilo 90 bis 100 Pf., Butter in Parthien M. 70- 75, Eier/ Hundert M. 1.20— 1.30, Handkäse 4—7 Pf., Blumenkohl 40 bis 50 Pf., Wirsing 5—6 Pf., Zwiebel ½ Kilo 3—4 Pf., 1 Ente M. 2— 2.50, 1 Hahn M. 1.50— 1.75, 1 Huhn M. 1.50— 1.75, 1 junge Taube 40- 45 Pf.— Frucht⸗ markt. Waizen hiesiger und fremder M. 17.—19., un⸗ garischer M. 21.— 21.50, amerikanischer M. 22.50- 23. Dienstag den 17. Mittwoch den 18. Der lustige Krieg. Außer Abonn. Donnerstag den 19. Königin von Saba. Freitag den 20. Madame Favart. Außer Abonn. Samstag den 21. Rheingold. Sonntag den 22. Walküre. Lohengrin. Dienstag den 24. Siegfried. Donnerstag den 26. Götterdämmerung. Brodpreise vom 16. Juli bis 1. August. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. Juli bis 1. August. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Roggen hiesiger M. 14.75, russischer M. 15.— 15.50. Geld⸗Cours. Hafer M. 13.— 13.90. Reps neuer M. 31.50— 32.50. Frankfurt, am 14. Juli 1883. Rüböl effeetiv ohne Faß M. 36.— 36.25, per October 20 Frankenstüäcke: mit Faß M. 31.75—32.— Viehmarkt vom 6.— 12. Juli. do. n /y Z„ Zugetrieben waren: 11 Farren M. 52., 126 Ochsen Englische Sovereinggs 20. 41-46 1. Qual. M. 71., 2. Qual. M. 68., 246 Kühe 1. Qual. Russische Imperlal es. 16. 71-75 M. 65., 2. Qual. M. 50.— 60., 289 Kälber M. 60., Ducate n 9. 66—70 407 Schweine M. 50.—58. per 50 Kilo.„ al marco. 9. 64—69 8 5 Dollars in Gold.„ 4. 17—21 Literarisches. Daheim. Nr. 41 enthält: Die Prinzessin.(Forts.) Pfennig ⸗Sparkasse. 5 115 e in Deutschland.— Die Begegnung Bet Annas von Oesterreich mit Ludwig XIII. im Schlosse 5 etrag. zu Bayonne. Gedicht mit Ilusts— Tetzels Ablaß— Sammelstellen. Lutsgen M Pf kasten. Ein Beitrag zur Dichtung in der Geschlchte. 5 5 Von Joh. Bolte.— Der Schulmeister.(Forts)— Die Bestand am 1. Juni 1883 Franzosen in Tonkin. Mit 2 Illustr.— Zur Luther“ sammt Zinsen 28722 96 literatur. 11. Von L. Krummel und R. Koenig.— Uebertrag vom 7. Juli 1883 3661 2495 20 Am Familientische: Der Nürnberger Trichter.— Ein] 1. C. Bindernag el. 72 47 95 kosmopolitischer Erntekalender.— Gesundheitsrath. Mit] 2. W. Bernbeck 5 166 11335 zwei illustr. Beilagen. 3. E. Oppenheimer 162 123 05 8 4. H. Flaschenträger. 83 53 5 Repertoir⸗Entwurf. 1 N dlaschenträger 58 12⁴ 81 40 Opernhaus. J68 31638 26 Uebertrag am 1. Juni 1883 Einleger 1053. Uebertrag vom 7. Juli neue Einleger 47. Neue Einlegen 8 Gesammt⸗Einleger 1108. Friedberg den 14. Juli 1883. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G Bekanntmachung. In Sachen der Spar- und Leihkasse Nieder⸗Wöllstadt, eingetragene Genossenschaft, Klägerin gegen Konrad Pyillippt 11. zu Nieder⸗Wöllstadt, Beklagten, Forderung betr., ist in Folge Zwangs⸗Versteigerung die der Magda⸗ lena Schmidt von Steinau wider Konrad Philippi 11. von Nieder Wöllstadt auf den Betrag von 1200 Mark Hauptgeld eingeschriebene Hypothek bezüglich der in Mieder⸗Wöllstädter Gemarkung gelegenen Items, Fl. I. Nr. 1222, 1223,5, 1221 Hofraithe und Grabgarten im Ort, gelöscht worden. Friedberg, 4. Juli 1883. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Weber. Bekanntmachung. Das dahier unter der Firma„Gottfried Haustädt“ betriebene Colonial- und Eisenwaaren-Geschäft ist käuf⸗ Die seltherige Firma ist erloschen und wird das Geschäft unter der Firma„P. Theis, vormals G. Haustädt“ fort⸗ lich auf Peter Theis in Friedberg übergegangen geführt. d Friedberg am 10. Juli 1883. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Hohenstein, 2519 onlfsgerschtsschrelder. Bekanntmachung. Herr Dr. H. Maeder von Körbisdorf ist von Seiten des Aufsichtsraths der Actien-Zuckerfabrik„Wetterau“ dahier zum Fabrikdirektor bestellt worden und gehör derselbe nach den Statuten zu dem Vorstande der ge mannten Gesellschoft. Eintrag ins Handelsregister ist erfolgt. Friedberg am 13. Juli 1883. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Hohenstein, 2546 Hülfsgerichtsschreiber. Beekanntmachung. 2563 Ernst Sergler von Orb und Richard Prümer von Dortmund, beide wohnhaft in Bruchenbrücken, betreiben daselbst seit dem 1. l. Mts. unter der Firma„Sergler und Prümer“ einen Handel mit Basalt— und Bergwerks Producten. Jeder Theilhaber ist zur Vertretung der Gesellschaf befugt. 9 in's Firmenregister ist erfolgt. Friedberg am 14. Juli 1883. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Halsbinden& Shlips u. Sn Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Fabrikbesitzer Karl Kormann von Ober-Mörlen und dessen Ehefrau Karoline, geb. Benner, letztere unter Zustimmung ihres Vaters, des Ludwig Benner zu Gießen, vereinbart haben, daß jeder Ehegatte das von ihm ein⸗ gebrachte Vermögen im Besitz und Verwaltung behält und daß jedem Ehegatten das, was er erwirbt, allein eigenthümlich gehört. Bad⸗Nauheim am 9. Juli 1883. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Allwohn. 2541 Bekanntmachung. Das Coneursverfabren gegen Heinrich Geibels Wittwe von Ober-Mörlen wird, da Coneursmasse nicht mehr vorhanden ist, auf Grund des§. 193 der Con⸗ eursordnung eingestellt. Bad⸗Naubeim am 9. Juli 1883. Großherzogliches Amtsgericht Bad⸗Nauheim. Allwohn. Schu tz Veröffentlicht: Schütz, 2542 Oerichsschrher 5 5 2 9 1 — Versteigerungs⸗Auzeige. Freitag den 20. dieses Monats, Vormittags 9 Uhr, wird zu Lich 1 Dampfdreschmaschine, bestehend aus einer acht⸗ pferdigen Locomobile und einem erst 3 Jahre gebrauchten Dreschwagen mit 54 Zoll breiten t Trommeln, aus der Fabrik von Cleyton& Schuttle— 8 worth in Lincoln, zwangsweise versteigert. Locomobile und Dreschwagen werden einzeln ausgeboten. Zusammenkunft der Steig— liebhaber auf dem Rathhause zu Lich. Lich am 11. Juli 1883. Spreng, 2552 GOBroßh. Gerichts vollzieher Jagd Verpachtung. Montag den 30. Juli l. J., Vormittags 11 Uhr, soll die hiesige Gemeinde⸗Feldjagd, eirea 440 Hektare haltend, auf weitere 6 Jahre auf dem Rathhaus dahier verpachtet werden. Bemerkt wird, daß die Gemarkung 1 Stunde von t der Bahnstation Frledberg und ½ Stunde von Assen⸗ heim entfernt liegt. g l Dorn⸗Assenheim den 14. Juli 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Dorn⸗Assenheim. 2543 Nack Champagner ⸗Essg „2530 empfiehlt Bernbeck. Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 18. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen die zur Herstellung von Abfahrten nöthigen Arbeiten und Lieferungen auf dem Gemeindezimmer zu Dorn⸗ Assenheim öffentlich vergeben werden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 57 50 Steinhauerarbeit 48— Chaussirarbeit 60— Lieferung von Chaussirsteinen 180— Lieferung von 0,25 Meter lichte Weite Ce— mentröhren 85— Friedberg den 16. Juli 1883. örb II., 2557 Bezirks bauaufseher. Arbeits-Vergebung. Die bei Reparatur des Steges über die Wetter, des Spritzenhauses, des Glockenstuhles, der Oekonomie⸗ gebäude bei der Lehrerwohnung und die zur Unter⸗ haltung der Ortsstraßen nöthigen Arbeiten und Liefer⸗ ungen, nämlich: M. Pf Maurerarbeit, veranschlagt zu 162 70 Zimmerarbeit 1226 36 Schreinerarbeit 59— Schlosserarbeit 54— Weißbinderarbelt 86 20 Pflasterarbeit 195— Lieferung von Mauersteinen 10— 5„ Chaussirsteinen 25 8„ Basaltpflastersteinen 2223 5„ Plflasterkies 200— 5„ Mauersand 20— 5„ Russensteinen 6— 7„ Weißkalk 14 40 Zerschlagen von Chaussirsteinen 160— sollen Donnerstag den 19. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause zu Bruchenbrücken öffentlich vergeben werden. Friedberg den 16. Juli 1883. Zörb II., 2556 Bezirks bauaufseher. Ein stolzer Schnurrbart erweckt stets das Interesse der Mädchenwelt. Ohne Schnurrbart keine Liebe. Ohne Schnurrbart keinguß Wem Schnurr⸗ oder Vollbart noch fehlt, Her laufe sich gleich eine Dose Paul Bosse's Mustaches-Balsam. Ganze Dose A. 2.50, halbe LA. 1,50. Favorit⸗Balsam für üppigen Kopf⸗ Sgarwuchs p. Dose l. 2,50.— Zu haben bei paul Bosse, Frankfurt a. N., Schillerstr. 12. 2270 2473 Pferde-Rechen(Original Tiger), ächte Amerikaner, aus der Fabrik von J. W. Stottord& Comp. in Ohio, balte auf Lager und liefere dieselben fertig montirt zu den billigsten Preisen. Imitirte(nachgearbeitete) werden zu M. 120. geliefert. Referenzen in großer Anzahl zu Diensten. A. Buch, Maschinengeschäst, Hungen. 2296 Gothaer Lebens- Versicherungs- Bank. Am 1. Juni 1883 versichert 60847 Personen mit 426,724,100 Mark, Bankonds. 7 Versicherungssumme ausgezahlt seit Beginn i Dividende 1883 für 1878: 43%, 1884 für 1879: 44%. bisberigen ein dessen Vorzug darin besteht, daß die Dividende, Vom Jahre 1885 an tritt neben dem theilung(das„gemischte“ System) in Kraft, unbeschadet gerechtester Zumessung, mit dem Versicherungsalter beträchtlich steigt. Schon sicherte können sich bis Ende October 1883, neu Beitretende zur Zeit des Beittitts fur das neue System entscheiden. Alles Nähere zu erfragen in Frankurt a. M. bei Carl Teigel, Bezirksbeamten der Lebens-Versicherungs— Bank f. D., Opernplatz 4 J., in Hanau bei Carl Schröter Söhne. 110,000, 00„ 143,025,000„ neues System der Ueberschuß⸗Ver⸗ Schon Ver— 2548 Bekanntmachung. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß er die zur Zeit von dem Vorstand der Sparkasse„Frühling“, e. G., in Nieder-Eschbach ihm gegebene Bevollmächtigung niedergelegt hat und für das ihm geschenkte Vertrauen dem Vorstand und allen Mit⸗ gliedern gegenüber seinen Dank ausspricht. Harheim den 13. Juli 1883. 2539 Ludwig Schmidt IV. — 8 Erndte⸗Versteigerung. Donnerstag den 19. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, läßt Frau Wilhelm Kleberger Wittwe in Södel die in dortiger Gemarkung stehenden Feldfrüchte auf dem Halm versteigern: 50 Morgen Waizen, 28 Morgen Hafer und 28 Morgen Gerste. Die Früchte stehen sämmtlich ausgezeichnet und können von Kaufliebhabern jederzeit eingesehen werden. f Södel, 16. Juli 1883. 2565 1 255 von J. B. Dilorenzi in Geisenheim(Rheingau) offerirt ihre auf deren Güte von hervorragenden Autori⸗ täten ausführlich geprüften gallisirten 2466 Rheingauer Riesling- Weine zu 40 Pf. per Liter im Faß und gewährt bei belangreichen Aufträgen entsprechenden Rabatt. Um dem Publikum den Ankauf dieser Weine möglichst zu erleichtern und somit der gesundheilsschädlichen Weinfabrikation energisch zu begeg— nen, werden überall Verkaufsstellen zu errichten gesucht. erzgzmann' s- 1560 Theerschwefel-Seife, bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbe— dingt alle Arten Haut-Unreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendend weiße Haut. Vorräthig à Stück 50 Pf. bei Apotheker Lühn. Pergamentpapie Carl Bindernagel in Friedberg und Bad Nauheim. Ph hi Photographie. Friedberg in llessen, Kaiserstr. 58(Allee). Unterzeichneter empfiehlt sein Atelier zur Aufnahme jeder Art Portratt, von Visit⸗ bis Lebensgröße Reproduction und Vergrösserung nach anderen Bildern. Aufnahmen don Verstorbenen. 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Der Cultur-Ingenieur Völzing. Bezugnehmend auf vorstehendes Zeugniß zeige ich hiermit ganz ergebenst an, daß sch von heute ab an hiesigem Platze ein tech nisches Büreau für Landes⸗ kultur und geometrische Arbeiten errichtet habe und empfehle mich hierdurch zur Ausführung aller ein— schlägigen Arbeiten. Mein Büreau befindet sich in dem seitherigen Dienst— local des Herrn Cultur-Ingenieurs Völzing, Haagk— straße Nr. 518. Müller, 255 Geometer J. Cl. i Kaffee reunere Friedberg(Hessen). B Selbstgebrannten reinschmeckenden Kaffee à M. 1. pr. Pfund, selbstgbr. fst. Ceylon-Kaffee à M. 1.20 und M. 1.40, selbstabr. fst. Ceylon und Java a M. 1.60 empfiehlt 25 — 7 F. Weihl. Friedberg. IB. Jedes Paquet ist mit obiger Schutzmarke versehen. Prima Schweizer Käse, Feinsten Limburger, Prima Holländer Käse, Rahmkäse in Staniol 2531 empfiehlt W. Bernbeck. Ein ordentliches Madchen zum alsbaldigen Eintritt nach Vilbel gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 2518 Cüchtige Erdarbeiter für Accordarbeit werden beim Bau der Gießener Wasser— leitung im Stadtwalde, Schneise Nr. 8(Chaussee nach Lich, bei Stein 19) angenommen. 2498 Die mir eigenthümlich zustehende Fischereiberechtigung in hiesiger Gemarkung beabsichtige ich aus freier Hand auf 1 Jahr zu verpachten; auch habe ich ein Jagd— gewehr neuester Construktion zu verkaufen, sowie den untersten Stock meines Wobnhauses nebst Scheuer und Stallung an eine dazu passende Familie zu vermiethen —— 21 heilt Bettnässen, Blasenleiden ꝛc. c. Elisabetha Muth, Jean Kempf, Verlobte. Klein⸗Krotzenburg, im Juli 1883. 2560 Casino. Gesellige Vereinigung auf dem Windecker'schen Felsenkeller Mittwoch den 18. Juli a. e., Abends 8 Uhr. 2553 Der Vorstand. 1— Brod zu 40 Pf. e 3 Fried. Reuß. Schließ-, Wasch- u. Handkörbe (größte Auswahl) billigst bei Carl Damm, Usagasse. Friedberg, 2559 sucht Stelle als Kinder- oder Haus mädchen. Näheres bei der Exped. d. Anz. 2561 Biblioth ken und einzelne Bücher ee e eee Lelmmnmnun& Lutz, Fraukfurt a. M., 3 Weißadlergasse 3. Jeden Tag Warme Bäder. 1863 3 Carl Walter. Ganz leichte Sommerunterhosen u. Unterjacken empfiehlt billigst. 2420 Hh. Diehl, Usagasse. Weiße Taschenlücher, mit und ohne Stickerei, farbige Tascheatücher, Kragen, Manschetten, Tüllkrausen, Vorstecker, Spitzen, Schleier, Bünder, Blumen, Federn, Nrautkränze, Kopftücher, Corsetten, Unterröcke, Nachtjacken, Leinene und Alpaka⸗ Schürzen, Frauen und Kindet⸗-Hosen, Hemden für Herren, Damen und Kinder, feine Brusteinsätze für Herren— hemden, Herrenkragen, Strümpfe, Socken, Strumpfbänder, Hosenträger, sowie Kinderjäckchen, Röckchen und Schlaber zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. (F. à 109s/.) 2540 Ein tüchtiges Dienstmädchen sofort gesucht. Zu erfragen bei der Exp. d. Anz. 2564 N suche zum sofortigen Eintritt ein zuverlässiges, tüchtiges, evangelisches Mädchen für Hausarbeit, welches gute Zeugnisse besitzt und schon in herschaftlichem Hause gedient hat. Schwalheimer Brunnen. Frau Schimmelbusch. 285 r. Kirehoffer, Spez. Arzt in Straßburg, (H. 232 C.) Vorräthig in der Buchhandlung von Carl Binder⸗ nagel in Friedberg und Bad- Nauheim: Polterabend und Hochzeit. Eine Sammlung der besten und neuesten Vorträge und Lieder für Polterabende und Hochzeitsfeste. Es enthält dieses Büchlein in reicher Auswahl Vor- träge, welche sich für Kinder, für Damen, für Herren, sowie für zwei und mehrere Personen eignen. Eleg. brosch. mit Farbendrucktitel. Preis 60 Pf, 2287 Verlag von Julius Püttmann in Koln. Treunden und Bekannten die schmerzliche Mit— 5 theilung, daß unser lieber Vater, Schwieger— vater, Großvater, Bruder und Schwager Heinrich Rausch IV., Schuhmachermeister, Samstag den 14. Juli, Abends um 8 Uhr, nach langem, schwerem Leiden im 70. Lebens jahr sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag den 17. Juli, Nachmittags 4 Uhr statt. 2550 und auch einige Wagen Mist zu verkaufen. Rödgen am 14. Juli 1883. vis-k-vis dem Amtsgericht. 2555 Balthaser Wilhelm Wetz Wittwe. 8 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 5 5 Ein braves Mädchen vom Laude