einen. b zur Au 1 unst des gu eiben, da heft 5 nehmen. 10 g des Oratorl ums könn, ten bezeichneten eg, Das Comitz rein. menden Mitgli glieder fin 1 Nachmittags n 90 Lein. 1 Lutherfest. Sammlun Uhr, vor der Burgklit, 0 gklrch Der Vorstand Militärveres Crz. Zuge zur Pflanzung ly ag 1½ Uhr vor du Der Ptisident, tranz ag den 18. November h n präcls 7½¼ Uhr. ah Der Vorslalh, . ĩ— jehherg. den. 555 erfand. 0 eiher M. Shell. zur Post g 1 lech Tan zmuf Fond des Lokal Friedbetg, d., tag den 1. 4 Bäder Sonntag r Wall Cell Ba „ Wi Dienstag den 13. November. M33. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 1 Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der 4 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Ausstellung in Turin besuchen und hier mit dem italienischen Königspaare zusammentreffen werde. — 9. Nov. In dem Budgetausschuß der Reichs rathsdelegation beantwortete der Minister des Aeußern die Interpellation betreffs der Un— ruhen in Serbien; dieselben seien nur localer Natur und wären bereits durch die Maßnahmen der serbischen Regierung unterdrückt. Den bis— her vorliegenden spärlichen authentischen Nach— richten zufolge trage die Bewegung bisher weder eine nationale, noch politische, noch antidynastische Färbung und repräsentire nur eine Auflehnung gegen die Durchführung der Gesetze. Ju Bel— Deutsches Reich. Darmstadt. Der Gerichtsaccessist Dr. Best zu Darmstadt wurde zum Amtsanwalt bei den Gr. Amtsgerichten Bingen, Ober⸗Ingelheim und Wöllstein, sowie der Gerichtsvollzieherasp. Hohen— stein aus Hungen zum Gerichtsvollzieher zu Als— feld ernannt. — Millitärdienstnachrichten. Die Unterärzte der Res., Vogel vom 1. Bat. 2. Gr. Landw. Regts. Nr. 116 und Ur. Reisinger vom 1. Bat. 4. Gr. Landw.⸗Regts. Nr. 118, wurden zu Assistenz— Aerzten 2. Kl. der Res. befördert. 5 — Bezüglich der Secundärbahnen in Hessen bat der Abgeordnete Schröder bei dem Bureau der zweiten Kammer folgende Interpellation ein⸗ gebracht: Der Gesetzentwurf, die Eisenbahnen sich der Mitglieder derselben versicherte. von localem Interesse und Straßenbahnen be—— ueber die Handelsvertragsverhandlungen treffend, ist zwar noch in ständischer Verhand- mit Frankreich verlautet, daß Graf Kuefstein lung. Mit Sicherheit ist jedoch anzunehmen, zunächst nach Paris zurückkehrt und daß die Gesetzesvorlage bald befriedigend er⸗ ledigt sein wird. Inzwischen geht dieser Land- tag seinem Ende zu. Von großem Interesse wäre es aber, wie es auch in weiten Kreisen des Großherzogthums sicher erwartet wird, daß noch diesem Landtage bestimmte Propositionen in Betreff gewisser oder doch einiger Secundaͤr— bahnen zugeben. Demgemäß wird angefragt: 1) Werden noch diesem Landtage Vorlagen Nebenbahnen zugehen? Verhandlungen wieder aufgenommen werden. Pest. 0 Abgeordnete Verhovay unter polizeiliche Aufsich auf sehr positive Momente stützt. Frankreich. Paris. Die Budgetcommis grad glaube man Beweise zu haben, daß radicale Comités die Bewegung leiten, weßhalb man Concessionen für den Transport von Vieh resp. fur die Vieh-Jwurde von König Alfons empfangen. einfuhr bei Seuchen, verlangen wird. Entspricht Frankreich diesem Verlaugen, dann werden die Wie von hier gemeldet wird, ist der gestellt worden, da sich die Anklage nunmehr sion beschloß, für das Budget pro 1884 den gleiteten Frankreich stets auf jeder Laufbahn des Friedens und der Gerechtigkeit. Nächst den Franzosen schlage Niemandens Herz wärmer für Frankreich, als das Herz der Eugländer. — In Vorkshire droht ein Strike der in den Kohlen- und Eisenwerken beschäftigten Ar⸗ beiter auszubrechen, durch welcher 180,000 Per⸗ sonen betroffen werden würden. Spanien. Madrid. In Madrid sind sehr ernste Nachrichten von Cuba eingelaufen, durch welche nicht allein die Landung von Flibustiern Bestätigung erhält, sondern auch berichtet wird, daß starke Räuberbanden die Jusel durchziehen. Es herrscht in Folge dessen große Panik in Havanna. 10. Nov. Der Generaladjutant des deutschen Kaisers, Generallieutenant von Loe, welcher ein Schreiben des Kaisers Wilhelm mit der Ankündigung von dem Besuche des Kron— prinzen überbringt, ist hier eingetroffen und Serbien. Belgrad, 10. Nov. Der König berief Ristic, Nicolovic und Wasiljewic und trug denselben auf das Strengste auf, ein loyales und correctes Verhalten zu beobachten. Ristic tl bat den König, an seiner Treue und Ergeben— heit nicht zu zweifeln. Bulgarien. Sofia, 9. Nov. Nach Wid⸗ „diner Meldungen ist eine große Anzahl serbischer Jusurgenten nach Bulgarien geflohen. Die bul— über Errichtung einiger i 8 r 5 5 0 2) Sind dafür bereits bestimmte Linien in Aus- Amortisirungsbetrag von hundert auf sechzig garische Regierung ordnete die Entwaffnung und sicht genommen and eventuell welche? Million herabzusetzen. N Internitung derselben an und verstärkte den Berlin, 9. Nov. Der Deutsche Kronprinz—„Avenir des Colonies“ schreibt: Tricou Militärcordon an der serbischen Grenze. Unter ist heute hier wieder eingetroffen, auf dem Bahn- halte, in Beantwortung telegraphischer Aufrag bofe von der Prinzessin nach dem kronprinzlichen Das österreichische Kronprinzenpaar 1 dem es sich nach der Rückkehr des Kaisers von Eberswalde auf dem Stettiner Bahnhofe von zum demselben herzlichst verabschiedet, Abends mit zum Botschaftsrath in B Extrazug nach Wien zurückgereist. Der Kron⸗ Journal officiel veröffentlicht worden. prinz, Prinz und Prinzessin Wilhelm, sowie das ist General Appert zum 0 Meiningen'sche Erbprinzenpaar gaben demselben burg. und Logerot zum General en-chef de bis auf den Anhalter Bahnhof das Geleite. tunesischen Occupations-Corps ernannt worder — 10. Nov. st Solms⸗Sonnenwalde ist gestern über Paris nach amtlich die Ernennung des Marschalls Serran Madrid zurückgereist. Kiel Wie die werden die Kriegsschiffe„Prinz A i und der Aviso„Loreley“ den Kronprinzen nach zwischen Spanien geleiten.— Emer Meldung aus Oran Stuttgart, 9. Nov. flossene Nacht nach San welch Aufenthalt daselbst soll mehrere Monate dauern. jüngsten Aufst. N Obgleich die Besserung wesentliche Fortschritte Großbritan nien. gemacht hat, ist dennoch eine Lungenaffection prinz von zurückgeblieben, deren Beseitigung von dem Auf⸗ Ostende kommend, enthalte in Italien erhofft wird. Hinsichtlich Lord Carrington und dem der Besorgung der Staatsgeschäfte hat der König schafter empfangen wurde. De verfügt, daß Wichtiges nachzusenden sei, das der Kronprtuz mit einem eigenen Hofzuge na Uebrige aber auf Vortrag der Minister durch London. Der Kronprinz schritt die Front d den Prinzen Wilhelm kraft königlicher erledigt werde. Palais geleitet worden. daß der Vicekönig ist, nach- Tseng desavouirte. — 20. Nov. Botschastsrath in London und Raindel' Berlin ist durch da Ferne Albert“,„Sophie“ führungsbestimmungen für die Literarconventio Frankreich und Deutschland enthält. Der König ist ver— London. in einer königlichen Equipage nach Claridge Oesterreich-Ungarn. Wien. Der Be- hat. Abends besuchte er das Aveuue Theater such des Kaisers in Italien, der schon wieder— holt angekündigt, aber immer wieder verschoben wurde, soll nun im nächsten Jahre stattfinden. lä. Ein officiöses italienisches Blatt, die Stampa, Mission als eine kündigt an, daß das österreichische Kaiserpaar mit stone beantwortete dem Kronprinzenpaare im kommenden Jahre die rium und sagte, 10 Nov. Minister und bezeichnete ausländischen Wilhelm empfangen und Challemel-Lacour's, seine Mittheilung aufrecht, Li⸗Hung⸗tschang den Gesandten Botschafter in Peters— Der deutsche Gesandte Graf Der Ministerpräsident theilte dem Ministerrathe zum spanischen Botschafter in Paris mit.— Ferner „Kieler Ztg.“ vernimmt, wurde ein Decret veröffentlicht, welches die Aus⸗ zufolge ist der arabische Häuptling Sharraqui verhastet worden, Remo abgereist; der welcher des Verraths und der Theilnahme an dem Aufstande in Süd-Oran bezichtigt ist. Der Kron— Portugal kam letzten Mittwoch, von in Dover an, wo er von portugiesischen Bot— Von Dover fuhr Vollmacht aufgestellten Ehrencompagnie ab und fuhr dann Ausland. Hotel, wo er sein Absteigequartier genommen Bei dem Lordmayors-Bankett beantwortete Waddington den Toast auf die seine Mission des Friedens. Glad— den Toast auf das Ministe— Englands beste Wünsche be— eden Flüchtlingen befand sich auch der Führer der Zajtscharer Radikalen, Lazarowitsch. — 11. Nov. Der russische Oberst Kaul⸗ bars ist hier angekommen. Die Ernennung Daubigny's Rußland. Petersburg. Reuter's Bureau 8 meldet, daß am verflossenen Freitag die russischen s Nihilisten eine Versammlung in Petersburg ab⸗ r gehalten, in welcher die socialistischen und ter— roristischen Fractionen vertreten waren. Gegen— 8 stand der Verhandlungen waren die gegen die 1.[russische Regierung zu ergreifenden Maßregeln. Die Ansichten der gemäßigten Partei behielten o] die Oberhand und die Anträge der Terroristen zu Gunsten von Gewaltthätigkeiten wurden ver⸗ worfen. n— Ein kaiserlicher Tagesbefebl ernennt den Generalmajor Kaulbars zum Commandeur der ersten Brigade der ersten Cavaleriedivision, Generalmajor Soboleff zum Commandeur der ersten Brigade der 37. Infanteriedivision. Bei— den Generalen wird ferner die Anerkennung des Kaisers für die Ausführung der ihnen übertra— genen besonderen Aufträge ausgesprochen. — Dem Reuter'schen Bureau wird gemeldet, daß aus Petersburg eingetroffenen Nachrichten zufolge in der russischen Hauptstadt aus guter Quelle versichert werde, daß die 37. Division des russischen Heeres, die in der Nähe der Stadt Pakoff stationirt ist, innerhalb der nächsten Tage mobilisirt werden soll. Die auf Urlaub befind⸗ lichen Mannschaften derselben siud zu ihren Re⸗ . aimentern einberufen worden. Ebenso sollen die Mannschaften des 1877er Contingents, die auf unbestimmte Zeit in ihre Heimath beurlaubt worden, sofort einberufen werden. — Dem Russ. Invaliden zufolge sind Ge⸗ neralmajor Lessevoy und Lieutenant Polsikoff wieder angestellt. Lessevoy ist zur Haupt⸗Artil⸗ ch eL 8 e eee eee e 5 lerie-Verwaltung commandirt und Polsikoff in sein früberes Regiment zurückversetzt worden. — Das Journal de St. Petersbourg sant: Die jüngst gemeldete russische Expedition nach Tedjene war nur eine Recognoscirung bebufs Bekämpfung des Räuberunwesens in der Steppe. Ueber die Zwecke dieser Maßregel waltete zwi— schen der russischen und persischen Regierung Ein⸗ verständniß ob. Rußland wolle nicht nach Merw; Persien habe weder die Prätension noch die Mittel, diese Landstrecken zu besetzen, welche außerhalb der beiderseitigen Grenze liegen. — 11. Nov. Der Minister des Aeußern, v. Giers, tritt heute seine Urlaubsreise in's Ausland an. Der russische Konsul in Berlin, Staatsrath Kudchawzeff, ist zum General-Konsul daselbst ernannt worden.— Das Journal de St. Petersbourg stellt die Meldung mehrerer Londoner Zeitungen von einer Mobilisirung der Pakower Truppen⸗Division und der Einberufung der Altersklasse von 1877 kategorisch in Abrede. Asien. Teherau. Wie man von hier meldet, beabsichtigt der bier als Flüchtling lebende Emir von Herat, Achmed Ejub Khan, in den nächsten Tagen über Merw nach Bokhara abzureisen, wo er fortan seinen bleibenden Aufenthalt zu nehmen gedenkt. Der genannte Fürst soll sich eifrigst um die jetzt erledigte Würde eines Khans der Turkomenen bewerben und dabei von Rußland unterstützt werden. Der Schah von Persien wäre gleichfalls für dieses Project gewonnen. Aus Stadt und Land. Friedberg, 12. Nov. Die Tage der Lutherfeier sind vorüber und wir dürfen getrost und freudig sagen, es waren schöne und würdige Tage. Am Freitag Abend wurde dle Feier durch alle Glocken der Stadt- und Burg⸗ kirche eingeläutet. Als dann am Samstag früh die Sonne schien und ein klarer, heiterer Himmel lachte, über— kam eine freudige Feststimmung die Herzen der protestan tischen Einwohner unserer Stadt. Rasch ging man allenthalben an die Beflaggung der Stadt und mit auf— richtiger Freude bemerkten wir, daß auch der größte Theil unserer andersgläubigen Mitbürger ihre Fahnen zum Schmucke der Stadt entfaltet hatte, wie die Evan gelischen es seiner Zeit ebenfalls bei der Einweihung der Synagoge nnd der katholischen Kirche dahter gethan Um 9 Uhr sammelten sich die Schulen in ihren Lokalen und zogen unter Führung ihrer Lehrer in die im Innern geschmückte Stadtkirche, woselbst sich auch viele Erwachsene eingefunden hatten, um mit Andacht dem Jugendgottes— dienste beizuwohnen, bei welchem Professor Dr. Weiffen⸗ bach eine frische, zündende Predigt hielt. Von ergreifender Wirkung war dabei das mitten in der Predigt gesungene Lied„Ein feste Burg“. Nach dem Gottesdtenst wurde eine kleine Schrift über das Leben und Wirken Luthers an die Kinder vertheilt. Bel Beginn des Nachmittags stellte sich zwar regnerisches Wetter ein, trotzdem zeigte sich aber reges Leben in den Straßen; die Schulen und Vereine sammelten sich zum Festzuge und auch viele Fremde bewegten sich in den Straßen auf und ab, um den Festzug zu sehen und der Pflanzung der Lutherlinde beizuwohnen. Nachdem der Zug sich an der Burgkirche geordnet hatte, wurde das„Lutherschwert“ mit Musik an dem Hause des Verlegers dieser Blätter feierlich ab— geholt und dem Zuge eingereiht, worauf letzterer sich in folgender Ordnung in Bewegung setzte: Vorauf gingen die Schulkinder mit ihren Lehrern, hierauf kam die zu pflanzende Linde, getragen von Knaben mit Schärpen und begleitet von Madchen mit Kränzen; es folgte das „Lutherschwert“, getragen von Mechanikus Henkel und begleitet von den Gemeinderäthen Falck und Waas; so— dann kam die Feuerwehrmusik, die wie immer ihre Dienste in bereitwilligster Weise angeboten hatte, das Comité, die Geistlichkeit, der Gemeinderath, die Beamten und sonstige Einwohner der Stadt, die Seminaristen, die Ver— eine: Liederkranz, Frohsinn, Musikverein, Turnverein, Kriegerverein, alle mit ihren Fahnen und den Schluß machten Mitglieder der Feuerwehr. Auf dem Vlerelchen— platze angelangt, stellten sich die Theilnehmer des Zuges im Halbkreise auf, die Musik spielte ein getragenes Stück und die Gesangvereine sangen eine Hymne. Hierauf hielt Kreis⸗Schulinspeetor Schmidt eine gediegene Wetherede, worauf die Pflanzung des Baumes durch Hofgärtner Lott erfolgte unter Glockengeläute, Choralmusik und Absingung des ersten Verses des Liedes„Nun danket alle Gott“. Der Zug bewegte sich sodann durch die Stadt zurück nach dem schoͤn geschmückten Hecht'schen Hause, in welchem Luther seiner Zeit auf der Rückreise von Worms übernachtete. Hier wurde der erste Vers von„Ein feste Burg“ gesungen, worauf Professor Dr. Weiffenbach nach einer kernigen Ansprache ein Hoch auf Luther und die Lutherstadt aus brachte, worauf noch der Vers gesungen wurde„Das Wort sie sollen lassen stahn“. Der Zug loöͤste sich sodann auf und die Theilnebmer eilten in die Burgkirche, wo— selbst Professor Dr. Köstlin eine tiefempfundene Predigt hielt, die in den Herzen der andächtigen Zuhörer einen freudigfrommen Wiederhall fand. Am Abend fand die Hauptprobe des Oratoriums„Luther in Worms“ statt, bei welcher unsere große Stadtkirche kaum die Menge der Zuhörer fassen konnte. War auch der Himmel von Beginn des Festzuges an der Feier nicht mehr sehr günstig und strömte manchmal schier endloser Regen herab, so konnte dies der Feststimmung doch keinen Ein⸗ trag thun und die Herzen der protestantischen Einwohner unserer Stadt schlugen heute höher als sonst. Gestern, als am Hauptfesttage läuteten abermals alle Glocken um 7 Uhr den Festtag ein, worauf Choralmusik durch die Kapelle der Feuerwehr vom Hecht'schen Haus(dem Lutherhaus) aus ertönte. Der Festgottesdienst, der um halb 10 Uhr begann und bei welchem Kirchenrath Baur eine vor⸗ treffliche Predigt hielt, war sehr stark besucht. Nach⸗ mittags um halb 2 Uhr begann die Aufführung des Oratoriums„Luther in Worms“ von Meinardus. Lange vor Beginn war die große Stadtkirche bis zum letzten Platz gefüllt. Die Aufführung selbst war eine muster⸗ hafte. Wie brausten die herrlichen Töne durch unser hehres Gotteshaus, wie bob sich in feierlicher Andacht eines jeden Zuhörers Herz! Wir wüßten wirklich nicht, welcher Nummer wir die Palme zuerkennen sollten, alle waren gleich gut und man merkte dem Dirigenten, dem Chor, den Solisten und den Musikern an, wie sehr sie sich ihrer hohen Aufgabe bewußt und mit welcher Lust und Lebe sie bel der Sache waren. Die Solisten waren Fräul. Hoffmann aus Frankfurt(Sopran), Frau Weiffen⸗ bach aus Gießen(Alt), Tenorist Ed. Bautz und Bassist Ed. Thomas aus Frankfurt, Varitonist J. Geisell und Bassist F. Waßmuth aus Hanau. Abends 8 Uhr be— gann das Bankett, der große Saal im Hötel Trapp mit seinen Nebenzimmern konnte die Menge der Er— schtenenen nicht fassen und viele mußten unverrichteter Sache wieder nach Hause gehen. Es wechselten Orchester— stücke mit Gesängen der Vereine, allgemeinen Gesängen und Ansprachen und Toasten, letztere oft unterbrochen von dem Beifall der Zuhörer. Die erste Ansprache hielt Direktor Dr. Diegel über Luther und die evangelische Kirche. Hierauf toasteten Kaufmann Weis auf den Kaiser, Professor Ur. Weiffenbach auf den Großherzog, Amts— richter Süffert auf die Frauen, Kreisschulinspektor Schmidt in längerer Rede auf die deutsche Schule als eine Schaffung Luther's, Professor Dr. Köstlin auf die Solisten, den Chor, das Orchester und last not least auf den Musik— dirigenten und hier durchbrauste den Saal heller lauter Jubelruf, als Redner meinte„wenn Luther heute Nach— mittag in unserem herrlichen Gotteshause gewesen wäre, dann hätte er wohl sein Käpplein gelupft, dem Dtiri— genten auf die Schulter geklopft und gesagt: Meister Schmidt, Ihr seid kein Grobschmied, sondern ein Gold— schmied und Ihr habt ein feines Geschmeide gemacht, das habt Ihr gut gemacht.“ Und in der That, was Schmidt geleistet, steht einzig in Friedberg da; man muß die Schwierigkeiten kennen, mit denen die Auf— führung eines solchen Werkes in einer kleinen Stadt verbunden ist, um voll das würdigen zu können, was er zu Wege gebracht. Wir haben ihn beneidet um das Gefühl berechtigten Stolzes und freudiger Genugthuung, das er gehabt haben muß, als er den letzten Taktschlag gethan. Nachdem die Reihe der programmmäßigen Toaste geschlossen war, sprach noch Gerichtsschreiber Weber dem Comité im Allgemeinen den Dank der Stadt aus, ganz besonders aber dem Obmann der Finanz— commission, Seminarlehrer Wahl, der wie immer in emsiger, unermüdlicher Thätigkeit seine ordnende Hand überall hatte und der wesentlich zum schönen Gelingen des Festes beigetragen hatte. Wahl sprach, von lautem Jubel begrüßt, seinen Dank für die ihm erwiesene Aufmerksamkeit aus und brachte ein Hoch aus auf die Toleranz. Hiermit schloß der officielle Theil des Banketts, während die Theilnehmer noch lange in gehobener Stim— mung bei einander blieben und die einzelnen Gruppen sich einer ungetrübten Heiterkeit hingaben, für die Einzelne in besonders gehobener Stimmung besorgt waren. Wir Evangelische aber dürfen mit Stolz auf das gelungene Fest zurückblicken, das sicher auf immer in dem Gedächt— niß Aller, Groß und Klein, bleiben und das seine Wirkung auf das kirchliche Leben und das evangelische Bewußtsein nicht verfehlen wird. Das walte Gott! Friedberg. Die neueste Nummer des„Für's Haus“ erhebt einen energischen Protest gegen die Unsitte so vieler deutschen Damen, ihre Modewaaren aus Frankreich kommen zu lassen. Es gibt in Deutschland genug Modehand— lungen— heißt es in dem genannten Blatte— die alles Nothwendige und Wünschenswerthe in vortrefflichem Ge schmack, großartiger Auswahl und zu vernünftigen Preisen liefern. Beweisen wir den Franzosen, daß es nicht schwer fällt, uns mit deutschen Waaren anmuthig und dabei sittsam zu kleiden. Befreien wir uns ein für allemal von dem Aberglauben, daß nur Das preiswerth, schön und modisch, was aus dem Seine Babel zu uns gelangt! Jede deutsche Frau weise von nun an jedes Cirkular zurück, welches ihr von einer französischen Modewaaren handlung zugeschickt werden sollte! Möchten wir auch in Bezug auf unsere Kleidung das herrliche Wort mehr be— herzigen:„An's Vaterland, an's theure schließ Dich an, das halte fest mit Deinem ganzen Herzen!“ Es ist kein kleinlicher Kampf, den wir kämpfen. Es spricht aus ihm die Liebe zum Vaterlande. War sie groß genug, um unsere Männer, unsere Söhne und Brüder in den Tod zu schicken,— sollte sie hier versagen? Sagt Euch los von Paris, stellt Euch auf eigene Füße: Deutschland ist frei, seid es auch Ihr! Auch hier bedürfen wir einer „Wacht am Rhein“ und diese„Wacht“ habt Ihr zu halten, deutsche Frauen! 5 Darmstadt, 10. Nov. Heute fand unter ungemein zablreicher Betheiligung die Beerdigung des vorgestern verstorbenen Präsidenten des Oberlandesgerichts Wirkl. Geheimeraths Kempff statt. f Gerichtssaal. Bad⸗Naubeim. In der Donnerstag am 8. Nov. dahier stattgehabten Schöffengerichts⸗ Sitzung wurde in folgenden Fällen abgeurtheilt: 1) Georg Schutt VI. in Dorhelm, angeklagt wegen Körperverletzung und Be. wurde wegen der angeklagten Körperverletzung dagegen wegen Be. drohung, von Strafe und Kosten freigesprochen, drohung in eine Gefängnißstrafe von 10 Tagen und in die Kosten des Verfahrens verurthellt; 2) in der Sache Georg Mathes von Nieder-Mörlen, angeklagt wegen Ruhestörung, inzwischen in den Militärdienst eingetreten ist; 3) in der Privatklagesache des Joh. Schweitzer IX. von Ober⸗ Mörlen gegen Joh. Reuß von da, wegen Beleidigung, wurde der Letztere von Strafe und Kosten freigesprochen und die Kosten des Verfahrens dem Privatkläger auferlegt. Feuerlose Locomotiven. Der Kampf der Electricität mit dem Gas⸗ licht findet ein interessantes Gegenstück in dem Wetteifer der Elektrotechnik und der Dampf— maschine auf dem Gebiete der Fortbewegung. Der große Vorzug der electrischen Locomotiven ist der, daß sie ohne Feuer und Rauch arbeiten, auf städtischen Straßen also den übrigen Ver— kehr und die Anwohner nicht belästigen, auch in Bergwerken, Tunnels u. s. w. die Luft nicht verderben. Die Arbeit wird in einer Central— stalion an einer feststehenden electrischen Maschine geleistet und von dieser auf den Motor der Locomotive übertragen. Jedermann kennt die nach diesem Grundsatz construirten electrischen Bahnen, welche auf den Gewerbeausstellungen zu Berlin, Düsseldorf, Brüssel, Frankfurt u s. w. in den letzten Jabren sich zum Vergnügen des Publi⸗ kums producirten. Die hochkantige Mittelschiene, welche dort den electrischen Strom leitete, kann auf Straßen nicht angewandt werden, woraus die Nothwendigkeit entspringt, den Strom, welcher die Locomotive beständig mit Kraft zu versorgen hat, entweder oberirdisch an Stangen (wie es von Siemens in Paris ausgeführt war) oder unterirdisch in offenen Röhren zu führen (wie Siemens für Wien beabsichtigen soll). Diesen Fortschritten gegenüber sind die Con— structeure der Dampflocomotive nicht müssig gewesen. Man hat schon vor einigen Jahren feuerlose Locomotiven construirt, welche auf der Eigenschaft des Wassers beruhen, daß dasselbe bei hohem Druck erst bei einer sehr hohen Temperatur zum Sieden kommt und dann Dämpfe liefert, deren Spannung aufangs jenem hohen Drucke gleich ist, während der Arbeit aber immer abnimmt, während gleich— zeitig das Wasser durch die im Kessel aufge speicherte Wärme weiter verdampft. Sehr viel vollkommener ist diejenige feuer- und dampf⸗ lose Locomotive, welche kürzlich Moritz Honigmann in Aachen construirt und auf der dortigen Straßenbahn probeweise in Betrieb gesetzt hat. Die Honigmann'sche Erfindung ist von solcher Bedeutung, daß der neue Rector der Aachener polytechnischen Hochschule, Prof. Dr. Wüllner, in der Antrittsrede seines Rectorats sich mit derselben durch folgende Erörterung beschäftigt hat:„Honigmann's Locomotive ist eine Dampfmaschine, welche auf den ersten Blick allen Grundsätzen der Theorie zu widersprechen scheint. Dieselbe wird geheizt durch den arbeiten— den Dampf selbst; sie braucht nur einmal auf einer Centralstation angeheizt zu werden; sowie sie dann beginnt, Arbeit zu leisten, hält sie sich selbst je nach den gewählten Verhältnissen durch Verwendung des Dampfes, der die Maschine treibt, kürzere oder längere Zeit auf einem nahezu constanten Spannungszustand. Der von Honigmann benutzte physikalische Satz ist in den Kreisen der Physiker seit langen Jahren bekannt. Im Jahre 1822 publicirte Faraday in den„Aunales de chemie et de physique“ eine Notiz, daß ein Thermometer, dessen Kugel mit Salz bestreut sei, in den Dampf von siedendem Wasser gehalten, eine Temperatur von mehr als 100 annehme, daß man also mit Dampf von 100 eine höhere Temperatur er— zeugen könne. Diese Notiz Faradays begleitete der Redacteur der Annalen mit der Bemerkung, daß die Thatsache in Frankreich längst bekannt gewesen sei, ja auch, daß man durch Einleiten wurde die Hauptverhandlung ausgesetzt, weil Angeklagter 1 N 1 1 1 0 Die e Dis bungen eabizen, eit he 0 10 deut die Sal lösung Dämpf gu 9 De heit gel uud oft petit Saß Quant welche förmig die M in The durch Passer Tempe eulspri soll, f Amos Währe nachde euuwei in die komme erhitzt des Temp das ur Abei tegul, licht wider denn Was 2 — 2 22 —— — 2 5 — 2 2 uischen Locomoliu 1 auch arbeite, den übrigen Vn belästigen, uch :. v. die Luft nich. im einer Central lectrischen Maschis uf den Motor dun mann kennt die ac tlectrischen Bahn dellungen zu Ven b urt u.. w. in da crguügen des Publ tige Mittelschln, Strom leitete, kan t werden, worauf ingt, den Strop, indig mit Kraft rirdisch an Stange is ausgeführt vn Rohren zu führ beabsichtigen ol) iber sind die Coß olive nicht mig vor einigen Jahn u construirt, welch. ssers beruhen, da erst bei einer scht. ieden kommt und Spannung aufang ist, während d t, während gleich e im Kessel fue dampft. Seht l euer⸗ und dam che kürzlich Mu struitt und auf u beweise in Belli 1 1 0 in sche n — 2 2 —— — 2 3 —— — — — — —— — —— der Dampfe von siedendem Wasser in Salz— lösungen die letzteren bis zu ihrem Siedepunkt erhitzen könne, also bis zu Temperaturen, die weit höher sind als diejenigen der Dämpfe. Die Dämpfe werden in der Salzlösung con— densirt und geben dabei ihre ganze Wärme an die Salzlösung ab, sie müssen deshalb die Salz⸗ löͤsung so lange weiter erhitzen bis diese keine Dampfe mehr festhalten kann, bis sie also selbst zum Sieden kommt. Der Satz war auch keineswegs in Vergessen— heit gerathen, er ist wohl jedem Physiker bekannt und oft genug in den physikalischen Vorlesungen experimentell vorgeführt worden. Daß dieser Satz aber in so eminent bedeutsamer Weise praktisch verwerthet werden könnte, das erkannte erst der Scharfblick eines Technikers. Honig— mann construirt seinen Dampfkessel aus zwei Theilen, einem inneren eisernen Cylinder und einem diesen umhüllenden, ringförmigen Cylinder. Der innere Raum wird mit einer gew ssen Quantität concentrirter Aetznatronlauge beschickt, welche bei etwa 1900 siedet, der äußere ring— förmige Raum erhält das Wasser, dessen Dampf die Maschine treiben soll. Soll die Maschine in Thätigkeit versetzt werden, so wird zunächst durch Einleiten von gespanntem Dampf in das Wasser des Kessels der ganze Kessel auf die Temperatur gebracht, welche der Dampfspannung entspricht, mit welcher die Maschine arbeiten soll, somit also, wenn ein Ueberdruck von drei Atmosphären verlangt wird, auf etwa 1450. Während der Dampf bei den anderen Maschinen, nachdem er den Kolben getrieben, in die Luft entweicht, wird er jetzt durch eine Röhrenleitung in die Natronlösung geführt und in dieser voll— kommen condensirt. Der aufgenommene Dampf erhitzt die Natronlösung über die Temperatur des Wassers; eine nur wenige Grade höhere Temperatur der Natronlauge genügt, um an das Wasser die nöthige Wärme abzugeben, die zur Bildung des für die weiter zu leistende Arbeit erforderlichen Dampfes und zur Erhalt— ung der Temperatur des Kessels nothwendig ist. Je mehr Dampf die Maschine verbraucht, um so mehr wird auch der Natronlösung zu— geführt, um so mehr Wärme in derselben zur Disposition gestellt. Die Heizung der Maschine regulirt sich somit selbst. Aber haben wir hier nicht das dem Principe der Erhaltung der Kraft widersprechende Perpetuum mobile? Keineswegs, denn durch die Aufnahme des Dampfes als Wasser verdünnt sich allmählig die Salzlösung und damit sinkt ihr Siedepunkt herab. Die Leistung der Maschine hört deshalb auf, sobald der Siedepunkt so tief herabgesunken ist, daß die Differenz der Temperatur der Lösung und des Wassers nicht mehr groß genug ist, um von der Lösung die zur Dampfbildung nöthige Wärme dem Wasser zuzuführen. Um zum Bei— spiel fünf Stunden lang fünf Pferdekraft zur Verfügung zu haben, bedarf es einer Beschickung des inneren Cylinders mit 500 kg Natronlauge. Dann muß die Lauge wieder eingedampft bezw. der Kessel mit neuer Lauge beschickt werden. Die Honigmann'sche Locomotive wird der elec— trischen das Terrain ganz gewaltig streitig machen, ja, wird sie voraussichtlich zunächst schlagen. Denn sie hat einen großen Vorzug vor jener; bei der electrischen Locomotive, wie sie heute gebaut wird, muß derselben die Kraft durch eine Leitung von der Centralstation zu geführt werden; die Honigmaun'sche Locomotive lrägt dagegen ihren Kraftvorrath in sich selbst, sie ist, einmal angeheizt, von nichts Anderem mehr abhängig. Sie gibt aber ebensowenig wie die electrische Locomotive Rauch oder Dampf ab, sie kann deshalb in Tunnels und Gruben angewandt werden, sie kann auf den Straßen laufen, ohne daß der ausgestoßene Dampf eine Störung des Verkehrs herbeiführt. Sie bietet den geheimnißvollen Anblick eines sich bewegen— den Mechanismus, au welchem keine Triebkraft zu erkennen ist.“ Auf der Straßenbahnstrecke von Aachen nach Haaren soll die beschriebene feuer- und dampflose Locomotive die von ihr gehegten Erwartungen völlig erfüllt haben. Die Zukunft wird lehren, ob ihr von Professor Wüllner vorausgesehener Siegeszug wirklich ein— tritt. Jedenfalls ist den Austrengungen der Elekrotechntker plötzlich eine gefährliche Con— currenz erwachsen. Verloosungen. Sachsen-Melninger fl. 7 Loose von 1870. Serlen Zlehung vom 1. November 1883. Berichtigung. Anstatt Serle 1887 soll es Serie 2087 sein. Oesterreich. 5p Ct. fl. 500 Loose von 1860. Gew.⸗Ziehung vom 2. Nov. 1883.— Heimzahlung vom 1. Febr. 1884 ab. Gezogene Serien: Nr. 610 686 1023 1331 1484 1622 1903 2125 2159 2691 2961 3024 3262 3115 3652 3721 3736 3981 3991 4032 4295 4359 4436 4544 4610 4876 5219 5385 5394 5407 5491 5500 5630 5636 5642 5667 5858 6093 6365 6550 6720 7516 7547 8152 8271 8356 8945 9066 9211 9346 9534 9609 9747 10101 10157 10223 10363 10475 10602 10997 10998 11502 11679 11792 11814 11879 12009 12017 12182 12299 12311 12471 12571 12590 12630 12824 12988 13009 13124 13643 13710 13739 13764 14143 14269 14688 14910 15111 15163 15293 15538 15614 15973 16010 16135 16287 16413 16606 16867 16981 17002 17011 17050 17225 17266 17886 18117 18161 18289 19287 19397 19632 19912 19929 19976. Gewinne: Serie 9346 Rr. 15 à fl. 300000. S. 1622 Nr. 13 à fl. 50,000. S. 7526 Nr. 20 à fl. 25,000. S. 2199 Nr. 11, S. 5491 Nr. 7, S. 4359 Nr. 20, S. 6098 Nr. 12, S. 9609 Nr. 19 11792 Nr. 18, S. 12571 Nr. 8, S. 13643 Ne, 5, 15163 Nr. 11, S. 16135 Nr. 11, S. 16413 Nr. 17. 17266 Nr. 1, S. 18117 Nr. 15, S. 19287 Nr. 9 19397 Nr. 7 à fl. 5000. S. 610 Nr. 8, S. 686 11, S. 1331 Nr. 1, S. 1903 Nr. 13, S. 2159 . 15, S. 3262 Nr. 4 9, S. 4032 Nr. 5, S. 4295 16, S. 5612 Nr. 3, S. 5858 Nr. 2, S. 6365 6, S. 6720 Nr. 9, S. 8271 Nr. 9, S. 9211 8, S. 9534 Nr. 12, S. 10223 Nr. 14, S. 10475 4, S. 11879 Nr. 8, S. 12571 Nr. 20, S. 12590 10, S. 13739 Nr. 8, S. 15111 Nr. 1 11, S. 15614 1 12 16, S. 18117 Nr. 16, S. 19632 Nr. 4 Auf alle oben nicht angeführten Gewinn⸗ nummern, welche in den verloosten Serien enthalten sind, entfällt je nach dem Nominalbetrage von fl. 500 und fl. 100 der geringste Gewinn von fl. 600 und 120 Jöstecr. Währ. Finnland, Thlr. 10 Loose von 1868. Gew. ⸗ Ziehung vom 1. November 1883.— Heimzahlung vom 1. Febr. 1884 ab. Gezogene Serien vom 1. Aug. 1883. Serien 39 131 165 213 251 276 296 365 487 572 664 682 740 777 786 940 1003 078 152 226 262 318 322 427 587 7819 7 983 2006 084 330 386 122 481 499 519 525 604 611 629 755 780 799 847 856 884 946 996 3113 186 197 202 227 234 330 422 455 525 708 793 993 4026 119 274 279 289 471 483 603 617 726 781 902 5009 323 340 433 435 483 695 857 941 6058 082 102 109 146 471 782 802 893 981 7035 147 176 407 491 585 810 961 8195 373 549 554 566 572 576 736 749 771 809 812 836 978 987 990 9074 075 109 187 191312 322 424 673 682 730 758 798 10002 147 205 316 147 558 578 776 804 832 996 11417 218 237 353 450 484 497 663 707 773. Gewinne: S. 8809 Nr. 6 à Thlr. 15,000. S. 11484 Nr. 7 à Thlr. 1500. S. 1226 Nr. 11, S. 2946 Nr. 7, S. 11450 Nr. 3 à Thlr. 1000. S. 365 Nr. 12, S. 786 Nr. 17, S. 1933 Nr. 9 13, S. 2847 Nr. 13, S. 3113 Nr. 15 à Thlr. 300. S. 39 Nr. 20, S. 213 Nr. 16, S. 740 ggg 2 2 E Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. à fl. 1000. Nr. 18, S. 1078 Nr. 5, S. 1262 Nr. 17, S. 1322 Nr. 9, S. 1587 Nr. 9 12, S. 2330 Nr. 3 6, S. 2422 Nr. 5, S. 2481 Nr. 19, S. 2525 Nr. 9, S. 261 Nr. 9, S. 2755 Nr. 7, S. 2799 Nr. 19, S. 2850 Nr. 8, S. 3186 Nr. 4, S. 3197 Nr. 4, S. 3234 Nr. 19, S. 3993 Nr. 1 21, S. 4617 Nr. 20, S. 4726 Nr. 4, S. 5323 Nr. 12, S. 5340 Nr. 4, S. 5435 Nr. 4 6, S. 5857 Nr. 14, S. 6058 Nr. 12 15, S. 6102 Nr. 3, S. 6471 Nr. 13, S. 6782 Nr. 3, S. 6931 Nr. 11, S. 7035 Nr. 3, S. 7810 Nr. 19, S. 8373 Nr. 7, S. 8576 Nr. 3, S. 8771 Nr. 10, S. 9187 Nr. 19, S. 9312 Nr. 4, S. 9424 Nr. 10 18, S. 9998 Nr. 20, S. 10578 Nr. 4, S. 10966 Nr. 18, S. 11117 Nr. 6, S. 14184 Nr. 10, S. 11663 Nr. 5 14 20, S. 11707 Nr. 19 à Thlr. 70. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien enthaltenen und hier nicht auf— geführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von Thlr. 12. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Nov Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85—0.95, Eler 1 St. 8, 2 St. 00 Pf. Gießen, 10. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.03— 1.10, Eier 1 St. 6 7 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.55— 0.70, Hühner per Stück M. 100—1.70, Hahnen per Stück M. 0.65— 1.20, Enten per Stück M. 1.40 1.80, Ochsen⸗ fleisch per Pfd. 70—72 Pf., Kuh- und Rindfleisch 56 bis 60 Pf., Kalbfleisch 50- 51 Pf., Schweinefleisch 62 bis 64 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Nilo M. 2.80— 3.30, Gänse per Pfd. 45— 56 Pf, Zwiebeln per Centner M. 7.00 0.00, Weißkraut per Hundert M. 2.505. Frankfurt, 10. Nov. Wochenmarkt. Von Weiß kraut waren angefahren ca. 50 Fuhren. Blumenkohl kostete das größte Exemplar 45 Pf., kleinere bis 10 Pf. herunter, die ubrigen Gemüse hatten den Preis der Vor— märkte. Obst: Trauben, Rheingauer, korbweise 20 bis 25 Pf. per Pfd., im Detail zu 25—30 Pf. Kochäpfel (gemischtes Obst) per Ctr. 6 M., Tafelobst 9g M, Relnetten 9— 10 M., Kochbirnen 6—7 M., Nüsse per Ctr. 14 M., 1000 Stück M. 1.80, 100 Stück 22—25 Pf., Haselnüsse per Pfd. 50 Pf. Eier 100 Stück 6—7 M. Kartoffeln Malter(200 Pfd.) M. 3.25—4, Gescheid 8 bis 9 Pf., gelbe Mäuschen Malter M. 16, Gescheld 30 Pf., rothe Mäuschen M. 10, Gescheid 20 Pf., Zwiebeln Cir. M. 7, Gescheld 25 Pf., kleine Sorte 50 Pf., Knoblauch 100 M. 2.— Geschlachtetes Geflügel: Huhn M. 0.75— 1.30, Hahn M. 0.75.1, Ente M. 1.50 bis 2.50, Taube 30 45 Pf., Birkhahn M. 2.503, Feldhuhn M. 2, Haselhuhn M. 2, Krammetsvogel 35 Pf, Gans Pfd. 50—65 Pf.— Wildpret: Rehziemer M. 8 bis 15, Keule M. 6—8, Rehfleisch Pfund 55 Pf., Hase M. 3.50—4. Frankfurt, 8. Nov. Viehmarkt. Es waren zu⸗ getrieben ea. 80 Ochsen, ea. 20 Kühe, 267 Kälber und an 100 Hämmel. Ochsen, die mit geringer Ausnahme 2. Qual., wurden bel etwas stärkerer Nachfrage um eln Kleines höher(etwa M. 1— 2 per Ctr.) als am Montag bezahlt; die Kühe fanden zu den letzten Prelsen Käufer, Kälber wurden bei 1. Qual. mit 70 Pf., bei 2. Qual. mit 60 Pf. per Pfd. Schlachtgewicht bezahlt und die Hämmel, durchweg sehr geringwerthig, fanden zu 40 bis 45 Pf. per Pfd. Käufer. Zurücknahme bereltsgelöster Billette. Nach den bestehenden Bestimmungen für die Beförderung von Personen ꝛc. auf den Preußischen Staats-Eisenbahnen haben die Billet-Expeditionen ein berelts gelöstes, aber noch nicht coupirtes Billet, welches von dem Reisenden nicht benutzt werden kann, weil sich vor der Benutzung ein Irrthum bei der Ausgabe herausstellt, gegen Lösung eines anderen Billets zurückzunehmen und als verstem⸗ pelt zu behandeln. Neuerlich hat der Minister der öffentlichen Arbeiten angeordnet, daß in gleicher Weise zu verfahren sei, wenn in Folge eines bei der Billet⸗ forderung vorgekommenen Versehens der Umtausch eines bereits gelösten, aber noch nicht eoupirten Billets gegen ein anderes Billet spätestens bis zum Schalterschlusse gewünscht wird, z. B. an Stelle eines gelösten einfachen Billets die Verabfolgung eines Retourbillets u. drgl. Es soll hierbei(abgesehen von der Preisdlfferenz) der Unterschied nicht in Betracht kommen, ob das neue Billet für eine andere Wagenklasse oder für eine andere Station verlangt wird. Literarisches. Daheim. Nr. 6 enthält: Jubelgruß zum Luther⸗ fest. Gedicht von K. Gerok.— Luthersagen.— Hans Sachs und seine Stellung zur Reformatlon. Von J. Bolte.— Ein Lutberfund.— Lutherbilder und das Bild Luthers. Randzeichnungen von E. Frommel. Mit 10 Illustr.— Aus dem Kloster entwichen. Ein Bild aus dem deutschen Frauenleben im XVI. Jahrhundert. Von A. Richter.— Mit zwei lllustr. Beilagen. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 13. Carmen. Mittwoch den 14. Geschlossen. Donnerstag den 15. Mignon. Freitag den 16. Geschlossen. Samstag den 17. Lohengrin. Sonntag den 18. Figaros Hochzeit. Schausplelhaus. Dienstag den 13. Viel Lärm um Nichts. Mittwoch den 14. Zum ersten Male: Sympathie. Lustsp. in 1 Akt von Fritz Dunkland. Hierauf: Freund Fritz. Donnerstag den 15. Geschlossen. Freitag den 16. Zum ersten Male wiederholt: Graf Königsmark. Samstag den 17. Das Gnadenbrod. Bunde der Dritte. Sonntag den 18. Der Bettelstudent. Dienstag den 20. Zum ersten Male: Der Schriftsteller— tag. Lustspiel in 3 Akten von Heinemann. Hierauf: Im Bekanntmachung. Betreffend: Die Legallsirung des Grundbuchs für die Gemarkung Ober- und Nieder-Rosbach. Am 23. Mai 1884 geht die durch Art. 36 des Gesetzes über Erwerbung des Grundeigenthums vom 21. Februar 1852 festgesetzte zehnjährige Frist zu Ende, wonach das obengenannte Grundbuch nebst den dazu gehörigen Karten bezüglich ihrer Angaben über Lage, Größe und Begrenz— ung der einzelnen Grundstücke unbedingte Beweiskraft mit Ausschluß des Gegenbeweises erlangt, soweit nicht die betreffenden Angaben durch gerichtlich erhobene Klagen vorher angefochten worden sind. Es werden daher Diejenigen, welche mit Wahrung ihrer Rechte noch im Rückstande sind, an den Ablauf obiger Frist mit dem Anfügen erinnert, daß spätere Anfechtungsklagen als gesetzlich unzulässig abgewiesen werden müssen. Friedberg am 23. October 1883. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. 3879 Weber. ——. ————— eee ee eee ee Restauration Simon in Frankfurt Hochstraße 52, in nächster Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die Mainzerstraße 34) geschlossen habe und mit dem „Zur engen Weste“, eröffne. Mein ganzes Bestreben wird auch ferne Maaße geschenkte Wohlwollen zu erhalten zu Friedberg und der Wetterau recht oft bei mir burger Vieres, wie seither, renommirte Küche. 3377 Hochstraße 52, am Bockenheimer suchen und hoffe ich am Main, nähe des Opernhauses. Wirthschaft in meinem seitherigen Lokal(Neue Heutigen mein neues Lokal Thor, r darauf gerichtet sein, mir das in so reichem meine alten Freunde aus Alleiniger Ausschank des Aschaffen— W. Simon,“ früher: H. J. Simon. zu sehen. Obligations⸗Verloosung. 4059 Vei der heute stattgehabten Verloosung der Partial— Obligationen der Gemeinde Büdes heim, Kreis Fried berg, wurden die Nummern 16 und 21 A 171 M. 43 Pf. zur Rückzahlung gezogen. Die Inhaber derselben werden hiermit aufgeforvert, den Betrag hierfür nebst Zinsen bis zum 31. Dezember d. J. bei dem hiesigen Gemeinde⸗ Einnehmer in Empfang zu nehmen, da weitere Zinsen nicht bezahlt werden. Büdesheim den 8. November 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Büdes heim. . Otto, Beigeordneter. Cichelnverkauf. 4067 Freitag den 16. November l. J., Vormittags 11½ Uhr, werden auf hiesigem Rathhause 20,50 Ctr. Saateicheln öffentlich meistbietend versteigert. Vad⸗Nauheim den 9. November 1883. Großherzogliche Vürgermeisterei Vad-Nauheim. Schutt. Faselochs-Versteigerung. 4076 Freitag den 16. November, Vormittags 11 Uhr, soll auf hlesigem Rathhause ein der Gemeinde gehöriger Faselochs öffentlich versteigert werden. Assenheim den 10. November 1883. Großherzogliche Bürgermeisterel Assenheim. Best. 2 g 1 5 Ankauf eines Faselochsen. 4077 Die Gemeinde Assenheim beabsichtigt einen jungen Faselochsen von 5 bis 1½ Jahren anzukaufen. Besitzer solcher Thiere wollen sich bei unierzeichneter Stelle melden. Assenheim den 10. November 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. Best. versteigerung von Schlosserwerkzeug. Donnerstag den 15. d. Mts., Vormittags 9 Uhr an fangend, läßt Herr J. W. Faatz, Wolfengasse vis-R-xis dem Hötel Trapp, sein sämmtliches Schlosserwerkzeug, bestehend in: einem neuen Ambos, einer Bohrmaschine, mehreren Schraubstöcken, Ventilator mit Einrichtung, sowie sonst eine große Parthie Werkzeuge gegen Baarzablung versteigern. In Auftrag: A. Butzbach, Auctionator. Sämmtliche Werkzeuge sind in bestem Zustande und Mittwoch den 14. d. Mts. einzusehen. 4050 Aecht chincs. Haarfärbemittel, A Fl. 2 M. 50 Pf., balbe Fl M. 1.25. 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(Hierzu Praktischer Ra Druck und Verlag von Carl Vindernagel. thgeber für Landwirthe Nr. 9 und 10) Verlobte. Hamm. Friedberg. November 1883. 4075 —̃ͤö 7 Vorträge im Volksbildungs-Verein Friedberg. 1883. Vortrag des Herrn Reallehrers Dr. Gotthold Ephraim Vortrag des Hrn. Dircetors Dr. Möller: Potsch⸗ weid in Bad Nauheim: Ueber die Fort⸗ Seminarlehrers Dr. Heid: Ueber Erziehung zur Arbeit. Wer Forderungen zue am Sonntag Abend in der Garderobe des Hötel Philipp Berg. Ein schwarzer seideuer Regenschirm ist gestern Nachmittag in der beben, Pee Winterhandschuhe W. B rnbed. MW. Beinbeck. Für die vielen Veweise herzlicher Thetlnahme währerd der Krankheit und bei der Beerdigung meiner lieben Tochter, sowie für die zahlreiche Blumenspende meinen Die trauernde Mutter: Todes Anzeige. 88 wurd Prob Dr.“ schule 2 mitta, entget ssche mitta biens bigun prinz v. B 1 55 ÜF m Dr et 2