* F ug. baltnendrmg 8 kursteizerug 12. Mirz l. 90 etel Rachen. . zeige. 1 Neige. „Ather bier dn, J. von Vorm usung der um dabier solzuß werk, 1 Schul. Dekonomiewagn, Aten u. dgl. n. 1 iz. Hoftazatot, u Vormittags 9 U der Hofraithe du te folgende Oz Bagen, nd Buͤtten, lter Kartoffeln, entner Heu und!“ galzen⸗, Gerssen⸗ e Varthle Mist, genklelder, sowie ithschaften. 83. Ph. Ruppel. . ichtung. hende Schaf 1883, r, 15 bre anderwelt den vor det 5 3— meisterti Vulbll . 1883. Dienstag den 13. März. Oberhessischer Anzeige * Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzelle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Amtlicher Theil. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ——— ——— Belehrung über die Schafräude, verfaßt von dem Landesthierarzt von Elsaß-Lothringen im Auftrag der Landesverwaltung. Unter den Schafheerden des Landes, namentlich Lothringens, zeigt sich seit einiger Zeit die Räude häufiger und in größerer Ausdehnung. Sie wird nicht selten, von einer neuangekauften Heerd eausgehend, verschleppt und es ist der Pollzeibehörde nicht immer möglich, dem Weiterumsichgreifen dieses im Verborgenen schleichenden und so ansteckenden Uebels zeitig Grenze zu setzen. Darum erscheint es nöͤthig, die Schafbesitzer und Ortsbehörden über die Natur und Behandlung der Räude zu be— lehren und zu den nöthigen Vorsichtsmaßregeln anzuspornen. Leider suchen häufig die Schafhalter das einmal vorhandene Uebel aus schlecht verstandener Scheu vor Kosten und polizeilichen Einschränkungen zu verheimlichen, obschon jeder gesetzlich zur Anzeige dieser Seuche verpflichtet ist,(§. 9 des Reichsgesetzes vom 23. Junt 1880) und bei Unterlassung der Anzeige sich einer Geldstrafe von 10 bis 150 Mark oder einer Haftstrafe nicht unter einer Woche(§. 65 des erwähnten Gesetzes), aussetzt; dadurch wird das einfache Hautleiden für den Schafbesitzer und andere Herden zu einem wahren Uebel gesteigert. Die Räude des Schafes entsteht nur durch Ansteck— ung und wird durch eine Milbe(dermatocoptes) verursacht, welche sich auf der Haut der Schafe fortpflanzt und entwickelt. Die Räudemilben sind Thierchen mit rund— lichem Leibe und acht Füßen, welche in Saugenäpfe endigen, während am Kopfe zwei scheerenartige, zum Beißen dienende Kiefern sind; sie ernähren sich von Blut— saugen und Befressen der jüngeren Oberhautzellen. Schon 14 bis 16 Tage nach der Uebertragung einer trächtigen Milbe sind junge vorhanden und nach weiteren vierzehn Tagen, also nach Monatsfrist, ist schon eine zweite Generation dleser Schmarotzer vorhanden. Nimmt man nun mit Gerlach an, daß ein Milbenweibchen 15 Junge bringt, was gewiß nicht zu hoch angeschlagen ist, und daß unter diesen 15 zwei Dritttheile Weibchen sind, so gestaltet sich die Vervielfältigung folgender Welse: 1. Generation nach 15 Tagen. 10 Weibchen und. 5 Männchen, 2. 1„ 30 17 100 7 1 50 1 3. 90 1 1000„ 5 i 4. b 6 10000„ 8 5000 1 5 15 e ee 100000 0 5 50000 1 6. 5„ 1000000„„ 500000 1 also nach 3 Monaten 1½ Million Nachkömmlinge; darum erklärt sich die schnelle Verbreitung der Krankheit und daß ein einziges räudiges Schaf die ganze Heerde anstecken kann. Die Schafräude gewinnt bet der Lebensweise der Schafe in groͤßeren Heerden und bei der schwierigen Erkennung der ersten Spuren unter dem Wollen— pelze gewöhnlich eine größere Ausbreitung. Aber nicht nur durch das Zusammen— leben entsteht die Ansteckung, sondern auch in den Schäfereien selbst, wo im alten Holze, in der Streu, im Miste, die Milben lange leben können und dann wieder auf gesunde Schafe übergehen. Weil man früher nicht verstand die Räude zu heilen, namentlich nicht aus ganzen Heerden zu vertreiben, so wurde die Schafräude für erblich und unheilbar gehalten; sie wurde als eine Schärfe des Blutes angesehen, als eine Krankheit, welche man nicht schnell heilen soll. Durch die verschiedenen Schmierkuren, deren jeder Schäfer irgend ein Rezept besitzt, wird heute noch die Räude im Allgemeinen niedergehalten, und darum sind viele Heerden, wo sie keine zu große Verbreitung gefunden hat; wenn sie aber auf den einzelnen Individuen vertrieben wird, so steckt sie doch noch in der Heerde und ein jedes Schaf dieser Heerde kann wieder anstecken. Es kommt dies ganz besonders in Lothringen vor; die Händler kaufen in der Rheinprovinz oder in sonstigen Gegenden Schafe, welche durch Schmierkuren geheilt worden sind. Sie bringen sie nach Haus und stellen sie für einige Monate in die Gemeindeheerde, wo sie mit dem Schäfer oder mit Ein⸗ wohnern in's Halbe stehen(en cheptel). Bald darauf bricht die Räude aus, wo⸗ gegen der Schäfer wieder Schmierkuren unternimmt, welche oft mehr schaden als helfen. Man kann mit Salben, mit öligen Flüssigkeiten, selbst mit Tabackbrühe nicht alle Milben berühren und tödten. Das einzige sichere Mittel, die Räude in kurzer Zeit zu heilen, ist: die Schafe zu scheeren und sie dann in einem entsprechen⸗ den Bade tüchtig zu waschen. Letder handelt es sich bei der Räude fast immer um Gemeindeheerden, wo die Schafe zahlreichen Besitzern angehören, welche sich wenig um die Thiere kümmern und sie in allen möglichsten und verschiedenartigsten Ge— mächern logtren. Dort wo die Schafzucht mit Interesse und Intelligenz getrieben wird, wo größere Heerden dem gleichen Besitzer angehören, ist die Räude eine Selten— heit geworden, ja sie kommt gar nicht mehr vor. Es wäre zeitgemäß, daß der Krebsschaden, den die Räudemilben in Elsaß Lothringen anstellen, energisch angegrlffen werde, und ich erachte, daß das Reichsviehseuchengesetz vom 23. Juni 1880 uns die Mittel dazu gibt. Laut§. 52 des erwähnten Gesetzes kann der Besitzer, wenn er nicht die Tödtung der räudekranken Thiere vorzieht, angehalten werden, dieselben sofort dem Heilverfahren eines approbirten Thierarztes zu unterwerfen. Laut F. 120 der Instruetion zum Viehseuchengesetz gelten alle Schafe der Heerde, in welcher sich die Räude gezeigt bat, als verdächtig und sind dem erwähnten Heilverfahren zu unterwerfen. Bei der allgemeinen Verbreitung, welche die Räude gefunden hat, ist nach§. 123 das Heilverfahren thunlichst gleichzeitig bei allen kranken Heerden auszuführen. §. 122 gestattet eine längere Frist für diese Ausführung zu gewähren, und um einen sicheren therapeutischen Erfolg zu haben, so ist die wärmere Früh⸗ jahrswitterung abzuwarten, wo dann die Thiere geschoren sind und im Freien können gebadet werden. Betreffend die Schur und den Verkauf der Wolle ist dann der§. 128 der Instruetion im Auge zu behalten. Als Heilverfahren empsiehlt sich wie gesagt das Waschen der Schafe in einem Bade nach der Schur. Am besten empfiehlt sich das von mir mehr wissenschaftlich componirte Walz'sche Bad, wo keine Gefahr von Vergiftung vorkommt, welches nicht viel kostet und in allen zahlreichen Gegenden, wo es probirt wurde, sich am besten bewährt hat. Es besteht aus: roher Carbolsäure 1500 gr, Aetzkalk 1000 Sodasalz 3000 gr, Schmierseife 3000 gr in 260 Liter heißem Wasser aufgelöst. Diese Quantität ist für 100 Schafe berechnet, welche mit einer Wurzelbürste an einem großen Kübel gewaschen werden. Ein zweites solches Bad ist bet sehr räu⸗ digen Schafen nach 4 bis 5 Tagen nöthig, weil das erste Bad dann nicht immer die Milbeneier getödtet hat. §. 121 der Instruetlon ordnet die Desinfeetion der Stallungen an und es ist dies auch eine dringend nothwendige Operation. Um sie zu ermöglichen, müssen die Schafe nach dem Bade 6 Wochen lang nicht in die Ställe gelassen werden, Tag und Nacht im Freien bleiben. Der Dung aus den Stallungen muß entfernt wer— den und die Wände, wenn nicht verbrannt, mit Kalkmilch übertüncht. Wenn es nun mittelst dieser Behandlung und Desinfeetion gelungen ist eine Heerde von reinen Schafen wieder herzustellen, so wird es von ganz besonderer Wichtigkeit, zu hüten und zu sorgen, daß dieses mühevolle Werk durch den Ankauf von neuen wieder nur durch Schmierkur geheilten Schafen nicht gleich wieder zer— stört werde. Anhang zu vorstehender Belehrung, verfaßt von dem veterinärärztlichen Mitglied der Großherzoglichen Ministerialabtheilung für öffentliche Gesundheitspflege. Es ist nur weniges, was dieser„Belehrung über die Schafräude“ hinzuzu— fügen wäre, und doch ist es vielleicht von Wichtigkeit, auf die Tragweite der ganzen Angelegenheit nochmals hinzuweisen, und insbesondere auch auf diejenigen Nachtheile aufmerksam zu machen, welche ein Nichtentgegenkommen der Schasbesitzer bei der für diesen Sommer in Aussicht genommenen Tilgung der Schafräude zur Folge haben kann, ferner aber auch die Schafbesitzer vor einem voreilgen Abschaffen ibrer Schmier— schase und dem Ersatz derselben durch Ankauf von sogenanntem Reinvieh zu warnen. Bisher ist im Großherzogthum Hessen fast nur sogenanntes Schmiervieh gehalten worden. Dasselbe ist der Fall in den meisten Nachbarländern und selbst in vielen Theilen Preußens, wo bereits seit 1875 die Tilgung der Schafräude gesetzlich geboten ist. Das Schmtervich ist Schafvieh, welches vom Schäfer wegen des bei ihm vorkom— menden Grindes einer beständigen Schmierkur unterworfen ist. Dieser Grind aber ist nicht, wie man vor Alters häufig angenommen und wie vielleicht heute noch von manchen nicht sachkundigen und am Alten hängenden Leuten geglaubt wird, durch klimatische Verhältnisse bedingt oder gar einer besonderen Schafrasse eigen, sondern einzig und allein nur die Folge der Räudemilben. Es steht allerdings richtig, daß im Großherzogthum Hessen die Schafräude nur ganz selten eine größere Ausdehnung in einzelnen Heerden genommen hat und daß ihre Nachtheile hier zu Lande eigentlich seit Menschengedenken nicht laut geworden sind, vielleicht ein Verdienst der inländi— schen Schäfer, mit die ihrer Sckmierkur die Räude immer fleißig niedergehalten haben. Nicht Wunder kann es nehmen, wenn von Seiten der Schafbesitzer, welchen jetzt auf einmal zugemuthet wird, entweder ihre Sckmierschafe heilen zu lossen oder sie abzuschaffen, gegen diese Anordnung, in welcher sie durchaus keine Wohlthat, sondern nur eine Last erblicken, vielfach geeifert wind. Unnütz wäre es vielleicht, die Schasbesitzer mit der Vorspiegelung trösten zu wollen, daß ihnen aus der Reinigung ihrer Sckmierheerden ein Vortheil erwochse, weil sie nicht gut zu überzeugen sein werden, daß sie aus dem Halten des Schmierviehs Nachthelle gebabt hätten. Mag ihr Trost vielmehr einfach darin bestehen, daß durch das Reichsviehseuchengesetz die vollständige Unterdrückung der Schafräude geboten ist, daß dieses Gebot, so ein⸗ greifend desselbe auch sein mag, ein ganz allgemeines ist und daß, arch die Durch⸗ führung desselben eine ganz allgemeine sein soll. Nicht leugnen läßt sich nun, daß von Seiten der Schafhalter, insbesondere eigentlich der Schäfer, ein nicht geringer Theil dazu beigetragen werden kann, daß mit der in diesem Sommer vorzunehmen— den Kur die Räude unter den einheimischen Schafen auch wirklich getilgt wird. Um— gekehrt aber kann es bei einem absichtlichen Entgegenwirken auch dahin kommen, daß noch Jahre vergehen, bis dite Calamtität endlich gänzlich aufhört. Die immer wieder zu wiederholenden allgemeinen Kuren werden dann fast jedes Jahr wiederkehren und jedes Jahr von Neuem Kosten verursachen. Es liegt deßhalb im Interesse eines jeden Schafhalters, daß die diesjährige Tilgung der Räude auch überall eine wirklich vollständige werde. Die von dem Landesthierarzte von Elsaß-Lothringen, Aug. Zündel, als be— währt befundene und empfohlene Behandlung der Schafräude besteht in der Anwen— dung eines Bades, dessen Zusammensetzung aus den billig zu beschaffenden Heilmitteln, wie sie in der erwähnten Belehrung angeführt sind, besteht. Für 100 Schafe kosten dieselben etwa 3 Mk. Die Hauptausgabe bei der Kur ist allerdings der Arbeitslohn. Der Gang der Behandlung ist etwa folgender: Die vorher geschorenen Schafe werden vor dem Baden in einen Perch zusammengetrieben und in einiger Entfernung hiervon wird ein aus gut gereinigten Horden bestehender Perch für die gebadeten Schase aufgeschlagen. Mitten zwischen beiden Pferchen werden 2 Bütten aufgestellt, welche so groß sein müssen, daß ein Schaf darin stehen kann und von denen die eine mindestens so tief ist, daß in der darin enthaltenen Flüssigkeit ein Schaf voll— ständig eingetaucht werden kann. Nun wird ein Schaf nach dem andern gefangen, an den Füßen gebunden und in die das lauwarme Bad enthaltende Bütte gehoben, wo es an den Ohren gefaßt, 4 Minuten lang soweit untergetaucht gehalten wird, daß nur Augen, Maul und Nase aus der Badeflüssigkeit hervorsehen. Alsdann wird es, nachdem es an den Füßen losgebunden ist, in die andere Bütte gestellt, wo es mit Wurzelbürsten bearbeitet wird. Die hier von ihm abtriefende Bade— flüssigkeit kann alsdann wieder in die erste Bütte gegossen werden. Auf diese Weise kann unter Mitwirkung einer genügenden Anzahl geübter Arbeiter schon in verhältniß— mäßig kurzer Zeit eine ziemlich große Heerde gereinigt werden. Dem Bade vor⸗ ausgehen muß ein sorgfältiges Abkratzen aller bemerkbaren Grinde und Krusten bei sämmtlichen Schafen, welche Manipulation am besten vom Schäfer vorgenommen wird. Nach beendigter Badekur thut der Schäfer gut, wenn er beim Pferchen wie auch beim Ruhen(Unnern) solche Plätze meidet, an welchen die Schafe in der letzten gr Zeit vor der Kur gelegen hatten, da dorten lebende Milben abgestretft worden sein können, welche dann möglicherweise wieder auf die Schafe übergehen. Sollten sich trotz des sorgfältig angewendeten Bades und allen Meidens neuer Ansteckungen nach einsger Zeit wieder Spuren von Grind zeigen, so ist es rathsam, dieselben nicht durch Schmieren zurückzuhalten, sondern alsbald und so lange es dle warme Jahres⸗ zeit erlaubt, zu veranlassen, daß das Bad wiederholt wird. Es steht ja allerdings richtig, daß es der Schäfer wohl vermag, derartige Neuausbrüche durch sorgfältiges Schmieren zu verheimlichen, so daß der Kreisveterinärarzt dieselben nicht constatiren kann, und gerade hierin besteht das Nichtentgegenkommen der Schafbesitzer und Schäfer. Nur offene und rechtzeitige Anzeige der Wiederausbrüche der Räude und Wiederholung der Radiealkur ermöglichen der Seuche Herr zu werden. Schweigt der Schäfer aber still und treibt seine Schmierkur weiter zur Niederhaltung der Krankheit, so wird dieselbe trotz allen sorgfältigen Schmierens nach und nach wieder auf alle Schafe der Heerde übergehen, auch andere Heerden werden angesteckt Zum Schlusse dürfte noch anzuführen sein, daß unter den kleinen Schaf⸗ besitzern, wie schon oben angedeutet worden, nicht wenig die Meinung verbreitet ist, das sogenannte Reinvieh bestehe in einer ganz anderen Schafrasse. Vielleicht ist dieser Glaube dem Speeculationsgeist mancher Hindler entsprungen, welche den gegenwärtigen Zeitpunkt benützen, das Schmiervieh billig zu erwerben und dafür Reinvieh für hohe Preise anzubringen. Sei dem wie ihm wolle; sicherlich aber wird ein derartiger Tauschhandel den Schafhalter mehr kosten, als die anzuwendende Kur, ganz abgesehen davon, daß derjenige, welcher das angebliche Reinvieh kauft, gar keine Garantie dafür hat, daß dasselbe auch wirklich rein von Räude ist, ja unter den gegenwärtigen Verhältnissen auch dann, wenn das vermeintliche Reinvieh nach einiger Zeit sich räudig zeigt, nicht einm al auszumachen im Stande ist, ob dasselbe die Räude mitgebracht hat oder ob es erst bei ihm oder auf dem Trans⸗ porte angesteckt worden ist. Für den gegenwärtigen Zeitpunkt möge also ernstlich vor dem Ankauf von sogenanntem Reinvieh gewarnt sein. werden und die Folge wird sein, daß das folgende Jahr wieder von Neuem be⸗ Dr. Lorenz. gonnen werden kann. Lege also der Schäfer nach beendigter Kur sein Gußhorn bei Seite und spare sich für jetzt und später die Arbeit des Schmierens. Betreffend: Die Tilgung der Schafräude. Friedberg den 8. März 1883. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Unter Beziehung auf unsere Ausschreiben vom 14. Dezember 1881(Oberhessischer Anzeiger Nr. 149), vom 19. April 1882(Ober⸗ hessischer Anzeiger Nr. 47), vom 6. Mai 1882(Oberhessischer Anzeiger Nr. 54), vom 29. Juni 1882(Oberhessischer Anzeiger Nr. 77), vom 31. Januar 1883(Oberhessischer Anzeiger Nr. 14) bringen wir zu Ihrer Kenntniß, daß nunmehr Anordnung dahin getroffen worden ist, daß alle verseuchten Schafheerden in den deutschen Bundesstaaten westlich der Elbe gleich nach der Schafschur und spätestens bis zum 15. Juni dieses Jabres dem Heilverfahren unterzogen werden müssen. 1 I. Mit Rücksicht auf die große Verbreitung der Räude unter den Schafheerden des Großherzogthums hat daher bis spätestens den 20. März dieses Jahres eine sachverständige Revision derjenigen Schafheerden zu erfolgen, von welchen behauptet wird, daß sie raͤudefrei seien. In dieser Beziehung kommen in Betracht die Schafheerden in Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Geiedel, Hoch⸗Weisel, Kirch⸗ Göns, Laugenhain mit Ziegenberg, Maibach, Münster, Münzenberg, Nieder-Mörlen, Nieder-Weisel, Ober-Mörlen, Oppershofen, Pohl⸗Göns, Rockenberg, Södel, Trais-Münzeuberg, Vilbel, Wölfersheim und Wohnbach. Die Revision der Heerden findet durch Großherzogliches Kreis— veterinäramt unter Zuziehung von zwei Vertrauensmännern statt. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien dieser Orte werden dafür besorgt sein, daß beim Eintreffen des Großherzoglichen Kreisveterinäramts in Ihrer Gemeinde, von dessen Zeitpunkt Ihnen diese Behörde directe Nach— richt geben wird, derselben zwei von Ihnen zu ernennende Verkrauensmänner zur Verfügung stehen. II. In Gemeinden, in welchen seither Schmiervieh gehalten wurde, und als solche kommen in Betracht Assenheim, Bad-Nauheim, Bauernheim, Büdesheim, Dorheim, Dorn-Assenheim, Fauerbach b. Fr., Friedberg, Heldenbergen, Holzhausen, Ilbenstadt, Nieder-Rosbach, Nieder— Wöllstadt, Ober-Rosbach, Ockstadt mit Straßheim, Reichelsheim, Rodheim, Schwalheim, Weckes heim, wollen sich die Großherzoglichen Bürger— meistereien mit den Gemeinderäthen darüber schlüssig machen, ob sie es den einzelnen Schafbesitzern überlassen wollen, sich bezüglich der vor— zunehmenden Kur mit einem approbirten Thierarzte zu einigen, oder ob sie ihre Heerden der Behandlung durch den Kreisveterinärarzt oder einen anderen approbirten Thierarzt auf Gemeindekosten unterzogen wissen wollen. Hierbei ist zu erwägen, daß durch entsprechendes Zusammen— bringen der Heerden mehrerer Gemeinden nach einem gemeinschaftlichen Badeplatze und unter gleichzeitiger Anwendung mehrerer Badevorricht— ungen eine nicht unbedeutende Ersparniß an Zeit und Geld ermöglicht werden kann. Entsprechende Vorlage ist uns seitens der zu Il genannten Großherzoglichen Bürgermeistereien aleichfalls bis zum 20. dieses Monats zu machen und derselben ein Verzeichniß sämmtlicher Schafbesitzer, sowie ein solches der in Betracht kommenden Stallungen beizufügen. Schon jetzt machen wir übrigens darauf aufmerksam, daß uns nach Beendigung des Heilverfahrens von dieser Beendigung Anzeige zu machen sein wird und daß wir alsdann eine Nachrevision durch Großher— zogliches Kreisveterinäramt veranlassen werden. Ebenso sind die Stallungen, in welchen räudekranke Schafe gestanden haben, nach der Ent— fernung der Schafe, sei es, daß solche durch Reinvieh ersetzt oder dem Heilverfahren unterworfen werden sollen, nach Angabe des Großherzog— lichen Kreisveterinäramts zu desinficiren. Seitens dieser Behörde werden wir demnächst Bescheinigung über die ordnungsmäßig erfolgte Des— infektion requiriren. Diejenigen Schafbesitzer, hinsichtlich welcher uns nicht bis zum 15. Juni dieses Jahres eine Bescheinigung des Großher— zoglichen Kreisveterinäramtes dahin vorliegt, daß das Heilverfahren mit gutem Erfolge vollendet ist, haben energische Maßregeln unsererseits insbesondere Anordnung der Stallsperre zu gewärtigen. Diejenigen Großherzoglichen Bürgermeistereien, deren Gemeinden in vorstehendem Ausschreiben nicht genannt sind und in deren Gemarkungen nunmehr Schafe gehalten werden, wollen solches anzeigen und gleich zeitig angeben, ob solche räudig oder räudefrei sind. Dr. Braden. Betreffend: Die Fahrbarmachung der Kreisstraßen bei Schneefall. Friedberg den 12. März 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie werden hierdurch darauf aufmerksam gemacht, daß die Fahrbarmachung der Kreisstraßen bei starkem Schneefall Verpflichtung der einzelnen Gemeinden ist. Die Kreisstraßenwarte sind angewiesen, Ihnen dabei Hülfe zu leisten. Dr. Braden. Bekanntmachung. Es wird hiermit in Gemäßheit des F. 58 der Reichsinstruction zu dem Reichsgesetz über die Abwehr und Unterdrückung von Vieh— seuchen zur öffentlichen Kenntuiß gebracht, daß in den Stallungen des Anton Thönges, Heinrich Thönges, J. G. Thönges, Muller Schudt, Pachter Schultheis, Pachter Reif, Pachter Schudt, Pachter Leonhardt sämmtlich zu Steinfurth die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist. Friedberg den 10. März 1883. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Steckbrief. Hoy, Georg, von Arnstadt, wohnhaft in Wehrheim, Zimmermann, geboren am 1. September 1852, seither an der hiesigen Zuckerfabrik beschäftigt, hält sich verborgen und ist wegen Betrugs in das Gefängniß zu Friedberg einzultefern. Friedberg den 9. März 1883. Ausschreiben. Um Mittheilung des jetzigen Aufenthaltsorts des Kaspar Sames von Trais— Münzenberg, seither Dienstknecht in Groß⸗Karben, wird ersucht. Friedberg den 7. März 1883. Ausschreiben. Klein VII., Johannes, Korbmacher von Ilbenstadt, welcher in hiesiger Gegend herumzieht, ist Großherzoglichem Amtsgericht Friedberg zwecks Zustellung eines Straf— befehls gelegentlich zu sistiren. Friedberg den 8. März 1883. Aus Stadt und vand. I. Friedberg. Am 19. März findet die Abgangs— prüfung an unserer Ackerbauschule statt. Der Unterricht Der Großherzogliche Amtsanwalt. Lorenz. Tonnen die dritte Stelle ein. Eine weitere Ursache des Ausfalls im Güterverkehr liegt in der stattgehabten Ver⸗ staatlichung der Köln⸗Mindener und Rheinischen Bahn, mit geeigneten Ansprachen abwechseln. Der Gesangverein „Liederkranz“ hat seine thätige Mitwirkung zugesagt. Die Geburtstagsfeier für unseren deuischen Helden-Kaiser wurde im Winterhalbjahre 1882 83 ectheilt von dem Director, einem Hauptlehrer und 8 Hülfslehrern. Be— sucht war die Anstalt von 24 Schülern und zwar aus dem Kreis Friedberg 17, Büdingen 2, Gleßen 1, Schotten 9 Hanau 1 und Frankfurt 1. b. Friedberg. In unserer Stadt will man den Geburtstag unseres glorreichen deutschen Kaisers auch diesmal nicht ohne berzliche und festliche Feier vorüber⸗ gehen lassen; nur daß dieselbe dem Wunsche des Katsers gemäß schon am 17. d. Mts. stattfindet. Der Verlauf unserer Festesfeier wird folgender sein: fünf Uhr Fest⸗ tafel im Hotel Trapp, Abends acht Uhr Banquet im Steinhäußer'schen Saale, veranstaltet vom Krieger- und Militärverein, wozu alle hiesigen Vereine eingeladen sind. Dabei werden Instrumentalmusik- und Gesanges vorträge wird auch diesmal Zeugniß davon ablegen, daß wir in der hohen Verehrung und Liebe zu ihm Alle einig sind. Gießen. Nach dem Bericht über die Betriebser— gebnisse der Oberhessischen Bahnen in 1882 lieferte der Personenverkehr eine Einnahme von 405,700 M. und nimmt bezüglich der Frequenz die hiesige Station mit 224,880 Personen oder 16,993 mehr wie in 1880-81 die erste, Grünberg mit 57,289 Personen die zweite Stelle ein. Der Guͤterverkehr, 197,460 Tonnen, er— brachte einschließlich der Nebenerträge 476,885 Mark. Hauptgegenstände des Transports waren: Eisensteine 40,922 Tonnen, Steinkohlen und Coaks 37,181 Tonnen, Bau-, Werk⸗ und Nutzholz 21,116 Tonnen, und nahm Gießen mit 26,056 Tonnen Güter auch hier die erste, Grünberg mit 25,139 die zweite und Hungen mit 18,160 wodurch den Oberhessischen Bahnen der Transitverkehr zwischen den Stationen genannter Bahnen mit der Linie Frankfurt-Bebra fast gänzlich entzogen wurde. Dabei handelt es sich vorwiegend um Rohelsentransporte. Worms. Der hiesige evang. Kirchenvorstand be— schloß, Luther's 400 jährigen Geburtstag, ähnlich wie dies in den anderen„Lutherstädten“(Wittenberg) ge⸗ schieht, also in einer für weitere Kreise berechneten Weise, zu feiern. Es wird deßhalb ein Comitè gebildet und in dessen Schooß das Einzelne der Festfeier berathen werden. Allerlei. Hanau, 8. März. In dem hiesigen Gefän gniß sind die Blattern ausgebrochen. Coblenz. Am 2. d. M. verurtheilte das hiesige Aw mianzs 1 aeg Saunen m aus r 72 7 7. I f. välestens de 5 1 udefrei selen, Deisel Kirch Pohl,Gönz, liches tels afüt besorgt! directe Nah. Ad- Nuhein, ba b, Nieder: chen Bürger ich der vor närarzt oder Jusammen⸗ ibevorricht— genannten hafbesizer, uns nach Gtoßher⸗ h der Enf⸗ Jroßhetzog⸗ folgte Des⸗ 8 Gtoßher⸗ unsererseits orstehendem tiz angeben, en. 883. eises. flichtung der ug vol Vieh fülle Schubl, brochen f. berg. tianwal. rm Err DD — ——— 1 ö J a 1 * EAI ö 3 7 0 — Hoch⸗Weisel von Schwurgericht den 20jährigen Nagelschmied Georg Struth aus Boppard, welcher die 18jährige Josephine Pfälzer, da sie seine Neigung nicht erwlederte, erstochen hatte, zum Tode. Bremen. Die Rettungsstation Neuwerk der deut— schen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger meldet: Am 7. März von dem deutschen Fischer-Ever Nr. 65, Capitän Corleis, gestrandet auf Wittsand vor der Elbe, ein Mann gerettet durch das Rettungsboot„Freiherr von Diergard“. Capitän und ein Mann ertrunken. Sturm aus NNW. Hull, 9. März. Auf einem heute hier angekommenen Schiff befanden sich 5 Personen, welche sich von dem Schiffbruch des Dampfers„Navarre“ gerettet hatten. Letzterer ist am Sonntag Abend aus Kopenhagen nach Leith, mit 81 Personen an Bord, worunter etwa fünf⸗ zig Auswanderer, abgefahren und am Montag während eines Sturmes untergegangen. Sieben schottische und drei norwegische Matrosen wurden durch einen holländischen Dampfer gerettet. 66 Personen sind umgekommen. Palermo. Ueber die neueste Aetna-Eruption wird geschrieben: Das Schauspiel, das der Vulkan von Catania aus darbietet, ist in der That großartig und überwältigend. In Intervallen von vier bis fünf Minuten brodelt aus dem Krater eine gigantische Lavatrombe hervor, um mit ohrenbetäubendem Geknatter auf den Rand des Kegels zurückzufallen. man das unheimliche Bombardement bis Catania. Außer dichten Dampfwolken wirft der Berg auch glühende Wenn der Wind gut steht, vernimmt Dienstag den 13. März. Mineralprojektile und einen leichten Aschenregen aus. Der Krater gleicht bei Nacht einer Riesenfackel, die bel klarem Wetter viele Meilen weit sichtbar ist. Der Lava— Freitag den 16. März. Der Geizige. Hierauf: Ge⸗ fährliche Leute. fluß ist ziemlich bedeutend. Wie eine feurige Schlange Samstag den 17. März. Der lust ige Krieg. ringelt er sich den Kegel hinab. dieser Eruption der Umstand, daß gleichzeitig in Paterno die Schlammauswürfe begonnen haben. Aber sie haben diesmal nur wenige Stunden gedauert. Der Schlamm— strahl erreichte eine Höhe von 10 Meter. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus: Dienstag den 13. März. Die lustigen Weiber von Windsor. Mittwoch den 14. März. Volks vorstellung bei ermäßig⸗ ten Preisen. Das Käthchen von Heilbronn. Außer Abonnement. Donnerstag den 15. März. Neu einstudirt: Fiesko von Schiller. Freitag den 16. März. Geschlossen. Samstag den 17. März. Cosi fan tutte. Hierauf zum ersten Male: Des Malers Traumbild. Sonntag den 18. März. Mignon. Montag den 19. März. Nachmittags 3½¼ Uhr. Kinder⸗ vorstellung. Aschenbrödel, oder: Der gläserne Pan- toffel. Ermäßigte Eintrittspreise. Außer Abonn. Schauspielh aus. Was Ihr wollt. Valentine. Geschlossen. (Ballet). Mittwoch den 14. März. Donnerstag den 15. März. Merkwürdig ist bet Sonntag den 18. März. Die Maler. Hierauf zum ersten Male: Der Atzemer und sein Sohn. Local-Scherz in 1 Akt von G. Beck. Pfennig ⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen.. Betrag. M. Pf. Bestand am 1. Juni 1882 sammt Zinsen 16388 01 Uebertrag vom 3. März 1883] 22903 15336 83 C. Binderngge l. 84 61 20 2. WB! 177 1121 3. Ph. Billau 3 150 107 80 4. H. Flaschenträge n 88 60 85 5. H. Flaschenträger 130 86 25⁵ 23532 33153 79 Uebertrag am 1. Juni 1882 Einleger 978. Uebertrag vom 3. März neue Einleger 241. Neue Einleger e 8. Gesammt⸗Einleger 1228. Friedberg den 10. März 1883. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Wohnung zu vermiethen. Der mittlere Stock meines Hauses, mit 4 Zimmern, Cabinet, Küche nebst Wasserleitung und allem Zubehör, ist zu vermiethen. Beziehbar am 1. Juli d. J. 746 M. Philippi, Hof⸗Conditor. 1 2* 5— 5 Versteigerungs-Anzeige. Im Auftrage der Herren Gebrüder Meyer hier ver— steigere ich Mittwoch den 14. März J. J., von Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, in der Behausung der Firma Mai& Oppenheimer(Kaiserstraße) dahier folgende Gegenstände gegen Baarzahlung, als: Weißzeug, verschiedene Möbel, Bettwerk, 1 Schreib— pult, eine Parthie Flaschen, 1 Oekonomiewagen, sowie noch sonstige Hausgeräthschaften u. dgl. m. Friedberg am 9. März 1883. 903 Schwarz, Hoftaxator. — Freiwillige Versteigerung. Wegen Aufgabe meines Geschäfts lasse ich Freitag den 16. März, Vormittags halb 10 Uhr, nachfolgende, noch sehr gut erhaltene Gegegenstände in meiner Be⸗ hausung gegen gleich baare Zahlung versteigern, als: 2 Wagen, 1 Egge, 1 Ackerschlitten, 2 Heuseile, 1 Schaufel⸗ und 1 Wendepflug, 1 Hemmschuh mit Eisenring, verschiedenes Stroh, Heu und Grummet, circa 60 Centner Dickwurz, 2 Bettstellen, 1 Küchenschrank, 2 Tische, mehrere Stühle und sonstige Gegenstände. Vilbel den 9. März 1883. 967 Heinrich Hergenröder. 908 Auf eine Liegenschaft mit Ackergut im Groß⸗ herzogthum Hessen(Oberhessen) werden als erste Hypothek Mark 30,000., wenn, auch mehr, egen weitaus genügende Sicherheit, am liebsten durch einen Vorschußverein oder sonstige Genossenschaft, Private nicht ausgeschlossen, für sofort oder auch später gesucht. Offerten nimmt die Expedition des Anzeigers sub 6. 9049 zur Beförderung entgegen.(F. à 66/8.) Lederöl, anerkannt bestes Schmiermittel für Pferde⸗Geschirre, Chalsen⸗Verdecke u. s. w., empfiehlt 948 3 W. Berunbeck. Lehrlings⸗Gesuch. 891 Für meine Buchhandlung(verbunden mit Verlag und Nebenzweigen) suche ich einen Lehrling mit guter Schulbildung. Eintritt kann sofort oder nach Ostern erfolgen. Wohnung und Beköstigung auf Wunsch(gegen entsprechende Vergütung) in meinem Hause. Hanau. G. M. Alberti, Hofbuchhandlung. 100,000 festgebrannte Russensteine, oc Fabrik, 40 Minuten von der Bahnstation Butzbach entfernt, sind zu haben auf der Russensteinfabrik in 3 Diehl& Becker. r Stellensuchende jeden Berufs placirt 3 schnell das Büreau 986 973 Germania, Dresden. Nächsten Donnerstag vergebe ich Märgens 10 Uhr auf meiner Fabrik den Bau für zwei 17 Meter tiefe trockene Kohlensäure- Brunnen nebst 15 Meter langen Schachten. Die Materialien und Ventilator, sowie Seile und Aufzug stelle ich selbst. 988 Bad- Nauheim. H. Rönckendorff. Prima Brod 4 Pfund zu 39 Pfennig. Frucht wird umgetauscht oder als Zahlung ange— nommen. scaufm. Stern, wohnhaft bei Herrn Chr. Ulrich, nächst dem Bahnhof. 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Ich suche auf sofort einen tüchtigen, nicht zu jungen, verheiratheten Maschinenführer. Derselbe muss als Schlosser selbstständig in einer grossen Maschinen-Fabrik gearbeitet haben. Er hat den Platz als zweiter Weeker auf meiner Fabrik auszufüllen. Gehalt monatlich 90 Mark. Es wollen sich nur solche melden, besten Zeugnisse aufweisen können. Bad- Nauheim den 11. März 1883. H. Rönckendorff, welche die 987 chem. Fabrik. 991 Kleesamen empfiehlt in den hochfeinsten Qualitäten zu den billigsten Preisen Ph. Dan. Kümmich. Unterzeichneter macht hiermit bekannt, daß ihm der Alleinverkauf aus der Großherzoglichen des Salzes Saline Bad Nauheim für Butzbach und Umgebung von jetzt ab übertragen ist. Butzbach am 8. März 1883. 922 Jacob Steinhäuser. Unterjacken& Unterhosen e Fate — 2— 790 8* * 2 2 2 — 7 —. 5 8 Die Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd in Bremen fahren regelmäßig Mittwochs und Sonntags nach Amerika. Wegen Passage wende man sich an den Hauptagenten M. Abraham, Mainz, oder dessen Agenten J. Schulhof, Friedberg. 50 Centuer Malzkeime sind im Ganzen oder getheilt billig zu verkaufen. J. J. Müller, Blerbrauerei, Rechneigrabenstraße 10, Frankfurt a. M. Ein gutes Arbeitspferd ist zu verkaufen bei 900 Ilbenstadt. Kaspar Brucker. Ein Junge kann sofort in die Lehre treten bei 879 A. Flohr, Schuhmacher. Danksagung. Für die vielen Beweise berzlicher Theilnahme, sowie für die zahlreiche Blumenspende bei der Beerdigung unseres lieben Gatten, Vaters, Bruders und Onkels Herrn Gerber Theodor August Gauterin, sagen ihren herzlichen Dank 981 Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen. 936 972 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, welche mir bei dem herben Verluste meiner unvergeßlichen Gattin Johanna Müller, geb. Marchand, zu Theil wurde, sowie für die Begleitung zu ihrer letzten Ruhestätte, sage ich hiermit meinen tiefgefühltesten Dank. Station Groß⸗Karben, 12. März 1883. C. Müller⸗ Marchand, Restaurateur. Montag den 19. März l. J., Tages Ordnung: 1) Geschäftsbericht des Vorstandes. 2) Bericht des Ausschusses über die Prüfung der Bilanz 3) Beschlußfassung über die Verwendung des Gewinnes. 4) Ergänzungswahl des Ausschusses. Nach§ deren Wiederwahl zulässig. Für den aus dem Ausschusse ausgetretenen Herrn Ernst Häberle Friedberg den 13. März 1883. 965 Abends 8 Uhr, 1 Saale dahier statt und beehren wir uns, hierzu unsere Mitglieder und alle Freunde des Vereins einzuladen. 1882 und Entlastung des Vorstandes. 20 der Statuten treten aus dem Ausschusse die Herren Wilhelm Bernbeck, Carl Neuste Kunst-Pünger-Stteumaschine, zu beziehen von A. Buch in Hungen, Prospecte franco zu Diensten. Maschinengeschäft. Do als erfrischendes, angenehmes Getränk eben so beliebte, wie als altbewährtes Heil— mittel vielfach verordnete Ludwigs ⸗Wasser ist von jetzt ab in stets frischer Füllung nur in den beiden Apotheken in Friedberg zu beziehen. Groß⸗Karben im Januar 1883. Verwaltung des Ludwigsbrunnen. Leonore Fuhr ums Morgenroth empor aus duͤst'ren Traumen; Sie nahm die Zeitung in die Hand und las d'rin ohne Säumen, Daß man verkauft ohne Unterlaß, im billigen Laden in der Metzgergass' große Parthien Kleiderstoffe per Darmstädter Elle zu 26, 30, 35, 40 bis 60 Pf., Cachemir in schwarz und farbig(doppelbreit) zu 95 Pf., M. 1.20, M. 1.50, M. 1.80, M. 2.10, 300 Stück Kattun zu Kleidern, Bettdecken und Bettüberzügen zu 25, 27, 30, 36 Pf., Druckzeuge zu 24, 27, 30, 33 Pf., Baumwolltuch zu 20, 25, 30, 35 Pf., Shirting und Chiffon(weiße und farbige Futterzeuge) zu 18, 22, 26, 30 Pf., Hausmacherleinen zu 27, 30, 33, 36 Pf., blau gefärbtes Leinen zu 35, 40, 45, 50 Pf., Bettzeuge 5%(breit, ächt, türkischroth) zu 27, 30, 35, 40, 45 Pf., Strohsackleinen zu 40, 45 Pf, Handtücher zu 18, 20, 25, 30 Pf., Tischtücher per Stück zu M. 1.50, M. 2., M. 250 Pf., Bettdecken mit Fransen zu M., d e M. 4., Tischdecken mit Fransen zu M. 2.20, M. 2.50, Commodedecken zu N Betttücher ohne Naht in Hausmacherleinen, fertig gesäumt, zu M. 2.50, M. 3, und M. 325, Regenschirme zu M. 2., Hemdeneinsätze zu 50 Pf., feine, weiße Herrenhemden zu M. 2.75, M. 3., farbige Herrenhemden zu M. I., M. 1.30, M. 1.50, M. 1.80, M. 2., M. 225 M. 2.50, Frauenhemden(weiß) zu M. 1.40, M. 1.70, M. 2., M. 2.30, Confirmandenhemden zu M. 1.80, Arbeitskittel zu M. 150, M. 1.70, M 2., Kragen per ½ Dutzend M. 150. Großes Lager in Herren- und Knaben- Anzügen, selbstverfertigte Waare, fein und gut gearbeitet, der vollständige Herren-Anzug zu M. 20., M. 25., M. 30., M. 33., Buckskinhosen zu M. 4., M. 5., M. 6., Mü 7., M. 8., M. 9., M. 10., Buckskinröcke zu M. 6., M. 7., M. 8., M. 9., M. 10., M. 12. und M. 15., Arbeitshosen zu M, N M. 2.50, M. 3 50, Turntuch und sonstige Arbeitsröcke zu M. 2., M. 2.20., M. 2 50, M. 8., M. X., Knaben Anzüge zu M. 2.50, M. 3., M. 3.50, M. 4., M. 5., M. 6. bis M. 10., Confirmanden-Anzüge zu M. 11. Anzüge, sowie Hemden werden auch nach Maaß ohne jede Preiserhöhung angefertigt. Ferner großes Lager in Tuch- und Buckskin, sowie in halbwollenen und baum— wollenen Hosenzeugen, Zwilch und Barchenten, Wachstuchen, Hosenträgern, Halsbinden, Baum⸗ wollbieber, Schürzenzeugen, sowie allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln. Die Preise verstehen sich nur gegen Baarzahlung ohne jeden Abzug. Die Waare ist in größeren Parthien eingekauft, ist deßhalb nicht schlechter als in anderen Geschäften. Es kann sich Jedermann davon überzeugen, daß die Waare wirklich staunend billig ist, denn mein Prinzip ist: Kleiner Nutzen, großer Umsatz. Der Laden ist von Morgens 8 bis Abends 9 Uhr geöffnet. M. Netscher, Zum billigen Laden. „Zuckerrüben * 431 Säemaschinen, Hackmaschinen, Krümmer, Exstirpa⸗ 4 toren, Pflüge, Eggen, ꝛc. ꝛc., aus der Fabrik von Rudolf Sack, halte auf Lager zum Fabrikpreise. Kataloge frei und a— Maschinengeschäft A. Buch in Hungen. Alleiniger Vertreter für Oberhessen. 6⁴² 85 (Hierzu Praktischer Rathgeber für Landwirthe Nr. 1 und 2 und eine Beilage.) Vorschuß- und Credit-Verein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. General Versammlung. Die neunzehnte ordentliche Generalversammlung des Vorschuß— und Credit-Vereins, eingetragene Genossenschaft, findet g 2 1 13 1 ls del u UN elke 10 von A Groß, Georg Hieronimus und ist e findet eine Neuwahl statt. fal Für den Ausschuß: 4 Beigeordneter Adam Steinhäußer, 0 zweiter Vorsitzender. a 12 Bekanntmachung. 989 Mittwoch den 15. d. Mts., Abends 7½ Uhr, findet im städtischen Schulhause die Schlußprüfung der 50 Fortbildungsschule statt, zu der wir die Eltern und alle sonstige Freunde der 8 Lehrherren der Schüler, sowie Schule einladen. In Auftrag des Schulvorstandes: Stein häußer. Einladung zur Generalversammlung der Kranken⸗Unterstützungskasse Dienstag den 20. März l. J., Abends 8 Uhr, in den Rathhaussaale. Friedberg den 12. März 1883. 4 Der Vorstand. Die Bewohner hiesiger Stadt und der Umgegend beehrt sich der Veteranen⸗ und Militär⸗Verein Friek⸗ berg zu der am kommenden Samstag den 17. d. M/, Abends 7½ Uhr, in Steinhäußers Gartensaa! stati⸗ findenden Feier des Geburtstags Sr. Majestätlt des Kaisers ganz ergebenst einzuladen. 985 Der Präsident. Gartensämerei in anerkannt guter Qualität empfiehlt 802 Leineweber. Completes Bett zu 125 Mark, bestehend aus Bettstelle, Sprungfedermatratze, dreitheiliget 4 Wollmatratze(vollständiger Ersatz für dreithellige Haan matratze), Decke mit Kissen, Alles in bester Qualität m Bettgeschäft bei G. M. Reuss. Kleesamen in seidefreier, bester Qualität empfiehlt billigst 950 W. Bernbeck. Kleesamen. Prima Nothklee, prima Provencer Luzerne in bekannten seidenfreien Qualitäten bei 5 849 Wilhelm Fertsch. Kleesamen. Zur bevorstehenden Aussaat empfehle Rothklee umd Luzerner in vrima seidereiner Waare. 945 Georg Groß. 5 8 1241 Feinstes Plüthenmehl, per Pfund 20 Pf., bei Abnahme von 25 Pfund 4 M. 9 75 Pf., bei Jacob Stern, ö Aächst der Stadtkirche.* nersmann'- 33 Cheerschwefel-Seife, bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbe⸗ 1 dingt alle Arten Haut- Unreinigkeiten und erzeugt in! kürzester Frist eine reine, blendend weiße Haut. 1 Vorräthig à Stück 50 Pf. bei Apotheker Lühnn. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 98 eronimus und ö ö: eiuhäuße, er s., Abends 7½ U die Schlußprüfung e wir die Elter un le sonsige Frrunde in dis Schulvorsandek: inhaͤußer. ü — x' berg e s geilage. en M 30. Deutsches Reich. Darmstadt. Der prakt. Arzt Dr. Drescher aus Gießen wurde zum Kreisassistenzarzt bei dem Kreis⸗Gesundheitsamt Gießen mit dem Amtssitze zu Grünberg ernannt.— Der Gerichtsvollzieher Götz zu Osthofen wurde auf Ansuchen, unter An— erkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt. Berlin. Prinz Friedrich Karl wird von Palmyra über Smyrna, Kreta nach Athen gehen, von wo die Rückkehr über Triest erfolgt. — Der Prinz von Wales empfing vor seiner Abreise den Abgeordneten Windthorst, weil die englische Colonie in Hannover eine Kirche an— kaufen will, eine bezügliche Petition an die Kaiserin richtete und Windthorst um Vermittelung gebeten hatte. L Das Militärwochenblatt veröffentlicht N- die Ernennung des Generals Bronsart von Schellendorf zum Staats- und Kriegsminister. — 9 März. Im Abgeordnetenhause fand heute die dritte Lesung des Gesetzes, betreffend den Erlaß polizeilicher Strafbestimmungen statt. Sodann wird der Gesetzentwurf, betreffend das Staatsschuldbuch, an eine Commission von 14 Mitgliedern verwiesen. Kiel. Der auf der hiesigen norddeutschen Werft erbaute Aviso„Blitz“, welcher zum Ersatz ung unken Ininsüfungzlit Abends 8 Uhr, in dan! 883. Dtrr Borsaanbd, b und der Umgegend lililat⸗Berein Fried tag den 17. d. N, ts Gartensas“ statt-⸗ ags Sr. Majestät uladen. Der Prisdentt. nerei ehlt Leinewebel, Bett f 1 ermatraße, drelhalge für dreitbeilige gal in bester Qualilät in men fieblt big apfiehlt 8. b n — — — — — — — * 7 0 5 89 un smpfehle Rothklee „„ Wacork. FGtorg Groß. N Var; für die„Grille“ dienen soll, wird in diesen Tagen von der Marinebehörde übernommen.— Wie jetzt bestimmt ist, werden die Parzerfregatten des Uebungsgeschwaders„Kaiser“,„Deutsch— land“,„Friedrich Karl“ und„Kronprinz“ am 1. Mal d. J. in Wilhelmshaven in Dienst gestellt. Contre⸗Admiral v. Wickede übernimmt am 13. Mai das Geschwadercommando.— In der bekannten Angelegenheit der deutschen Kriegs— häfen ist eine Einigung zwischen Oldenburg und dem Reiche erzielt, indem sich letzteres zu einer Schadloshaltung an Oldenburg für das im Jahde— busen angelegte fortifikatorische Werk, welches eine Versandung des Fahrwassers befürchten läßt, in der Höhe von über 800,000 Mk. entschloß. Baden-Baden, 11. März. Der russische Reichskanzler Fürst Gortschakoff ist heute hier verstorben. München. Der König hat dem Kaiser Alexander III. von Rußland das erste Chevaux— leger⸗Regimeur verliehen. 6 Ausland. O esterreich-Ungarn. Wien, 10. März. Der hiesige deutsche Leseverein, die einzige größere Vereinigung der deutschen nationalen Studenten, wurde heute in Folge von beim Wagnercommers und auf dem Bahnhof gehal— tenen Reden und Demonstrationen von der Statthalterei aufgelöst. Es ist nun zum vierten Male, daß die Behörde durch die anti⸗öster— reichische Haltung dieser Gruppe zur Auflösung von Lesevereinen gezwungen wird. Norwegen. Christiania. Wie das Morgen— blatt erfährt, wurd ein Autrag auf Versetzung der Reglerung in Auklagestand vor den Staats- gerichtshof, darauf gestützt, daß den Beschlussen des Storthing in der Staatsrathsangelegenheit, sowie wegen Bewilligung an Vereine für Volks⸗ bewaffuung und bezüglich der Ceutralleitung der Eisenbahnen die königliche Sanction verweigert worden sei. Alle Staatsräthe, welche die Ver⸗ weigerung der Sanction auriethen, sollen in Anklagestand versetzt werden. Frankreich. Paris. Prinz Napoleon geht nicht nach Italien. Die Absicht soll er u Folge von Winken aufgegeben haben, die er aus Rom erhalten habe, sich gegenwärtig officiel wenigstens nicht in Italien zu zeigen. — 8. März. Der Irläuder Byrn ist gestern 1 freigelassen worden, da die Regierung dessen Auslieferung verweigert. 8 5 Bei dem Meeting stellenloser Arbeiter hatten sich etwa 5000 Personen auf der Esplanade des Juvalides versammelt, gegen 8 welche mehrere Sturmangriffe seitens der Polizei gemacht wurden. Es sind zahlreiche Verhaf⸗ tungen vorgenommen worden, darunter die der Louise Michel. Die Truppen waren consignirt, das Elysee und die Ministerien waren durch die Garde republicaine besetzt. Augenblicklich ist Alles wieder vorüber. i — 10. März. Für Morgen sind ernstere Unruhen zu befürchten. Die Manifestanten werden sich vor dem Stadthaus und dem Place Concorde sammeln und von den socialistischen Studenten aus dem lateinischen Viertel Zuzug erhalten. Die legitimistischen Deputirten und die monarchische Presse schüren.— 11. März. Die beabsichtigte Manifestation sucht man heute durch eine unglaublich große Truppenentfaltung zu ver— eiteln. Der Rathhausplatz ist durch Cavallerie besetzt, auf dem Place Concorde und in dem Elysée ist es ruhig, Belleville ist wegen der Neuwahl für Gambetta aufgeregt. N Großbritannien. London. Einer Mel— dung aus Tamatava vom 23. Februar zufolge ist das französische Kanonenboot„Vaudreuil“ au der Ostküste Madagaskars angekommen und vier an— dere französische Kriegsschiffe befinden sich an der Nordwestküste Madagaskars. Unter der Bevöl— kerung herrscht große Erregung. Es werden Vor— bereitungen getroffen, um den Franzosen Wider— stand zu leisten. Ein englisches Kriegsschiff ist bisher noch nicht eingetroffen. — Ein Dubliner Telegramm der Times sagt, daß Patrick Egan, der Schatzmeister der Landliga, um sich einer möglichen Verhaftung zu entziehen, mit den Fonds der Liga, welche noch immer sehr beträchtlich sein sollen, nach Spanien geflüchtet sei. — 10. März. Ein Telegramm des Temps aus London meldet, die Donauconferenz unter— zeichnete heute den Vertrag. Derselbe umfaßt sieben Artikel. Die hauptsächlichsten betreffen die Verlängerung der Vollmachten der euro— päischen Commission, die Kiliaschifffahrt und die Reglements für die Schifffahrt zwischen dem Eisernen Thor und Braila. Diese Reglements seien gestern mit dem französischen Amendement angenommen, welches die Uferstaaten ermächtigt, Unterinspectoren für die Schifffahrt zu ernennen, zu unterhalten und abzuberufen. — 10. März. Aus Calcutta wird die Er⸗ krankung von sechs Europäern, unter ihnen Ge⸗ neral Keyes, gemeldet, unter Symptomen, die auf eine Vergiftung hindeuten. Italien. Rom, 9. März. Kammersitzung. Marselli entwickelt seine Interpellation über die egyptischen Angelegenheiten. Er wünscht zwar — Fürsten Nicolaus verabschiedet und wird über— morgen, Sonntag, das Land verlassen und sich nach Paris begeben. f Rußland. Petersburg. Wichtige Ent— deckungen sind durch die Verhaftung einer Eugenie Fiegner(sie soll eigentlich eine verheirathete Frau Philippow sein) gemacht worden. Man fand bei der Verhafteten außer hochwichtigen Papieren auch einen Chifferschlüssel; durch welchen es gelang, eine Menge früher beschlagnahmter Briefe zu dechiffriren und den Inhalt derselben auszunutzen. Egypten. Kairo, 10. März. Der englische General Hicks ist am Freitag in Khartum ein— getroffen und wird von dort sofort nach dem Weißen Nil abgehen. Der egyptische General Abd⸗el⸗Kader meldet, daß er am Samstag ein heftiges Gefecht mit den Truppen Mahdis gehabt habe. Das Feuer der Egypter zwang den Feind zum Rückzug. Er verlor 3000 Todte, darunter einen seiner besten Generale Namens Omar El Makashsy. eee Oeffentliche Aufforderung. Ansprüche an das in der Gemarkung Fauerbach b. Fr. gelegene, auf den Namen der nicht mehr bestehenden Judengemeinde daselbst im Grundbuche eingetragene Grundstück, Flur J. Nr. 138, Judenkirchhof, auf der Judenhohl, sind sogewiß binnen vier Wochen dahter geltend zu machen, gegenfalls dem Antrage auf Ueberschreibung dieses Grundstücks auf den Namen des Großherzogthums, Landeseigenthum, als unbeschränkten Eigenthümers mit dem Erwerbtitel„Occupation“ statt⸗ gegeben werden wird. Friedberg am 10. März 1883. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim. 8 Weber. 1* Materiallieferung. 974 Mittwoch den 21. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll auf unserem Büreau dahier die Anlteferung unseres Bedarfs an Floßholz, Latten, Schmiedeisen, Eisenblech, Nieten, Nägeln, Stiften, Gußwaaren, Backsteinen, Ziegeln, Kalk, Steinkohlen, Salzsäcken, Rüböl, Petroleum, Korb— weiden, Salzkörbe aus Stuhlrohr, Bindfaden, Werg, Holzkübel, Holzkohlen und Reiserbesen auf dem Sub⸗ misstonswege vergeben werden. Die Offerten sind ver⸗ siegelt, frankirt und mit der Aufschrift„Materiallteferung“ versehen, vor der angegebenen Zeit abzugeben. Die Eröffnung derselben findet in Gegenwart der erschienenen Submittenten statt. Die Bedingungen können vom 17. d. Mts. an eingesehen werden. Bad⸗Nauh eim am 10. März 1883. Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. Jäger. Jagd- Verpachtung. 921 Montag den 19. d. Mts., des Mittags 1 Uhr, wird die Jagd in der Gemarkung Cleeberg etrea 1225 die Wiederherstellung der freundschaftlichen Be- Hektar, bestehend aus Wald und Feld, auf die Dauer ziehungen mit Frankreich, selbst durch Annahme der Abschaffung der Capitulationen von Tunis, sucht aber nachzuweisen, daß das Ziel Frankreichs, die Schaffung eines großen afrika— nischen Reiches, eine ernste Gefahr für Italien wäre. Er glaubt, daß es Mittel gebe, sich dem zu widersetzen, keine Macht scheine mehr als Euglaud geneigt, Italien bei Erlangung des nöthigen Einflusses im Mittelländischen Meer zu unterstützen. Redner verlangt, daß in der auswärtigen Politik von Italien eine präcisere, entschiedenere Haltung eingenommen werde. — 10. März. In Folge ungenügender Be— weismittel wurden alle anläßlich der Petarden— affaire vom 27. Februar noch verhafteten Per— sonen gestern freigelassen, die Untersuchung dauert aber fort. Rumänien. Bukarest. Die bulgarische Regierung unterhandelt mit einem anglo-franzö— sischen Consortium wegen Abschluß einer Anleihe von fünfzig Million Fraues. — Romanul erwähnt des Gerüchtes, der König werde ins Ausland reisen. 5 Montenegro. Cettinje, 9. März. Prinz Peter Karageorgiewich hat sich heute von dem von 6 Jahren in dem Rathhause dahier öffentlich ver— pachtet. Cleeberg den 5. März 1883. Der Bügermeister Keil. Faselochs-Versteigerung. Donnerstag den 15. d. Mts., Vormittags 11½ Uhr, soll auf hiesigem Rathhause ein gut gehaltener Fasel⸗ ochse öffentlich versteigert werden. Okarben den 8. März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Okarben. Fauerbach. Versteigerungs-Anzeige. Montag den 19. März l. J., Vormittags 9 Uhr, werden im Saale des Herrn Gastwirths H. Fritz dahier folgende Mobiliargegenstände: 1 Bade⸗Einrichtung, 7 Betten, 5 Kleiderschränke, 4 Kommoden, 3 Sophas, 4 Waschtische, 6 Nacht⸗ tische, 7 Tische, 8 Spiegel, 9 Stühle, 10 Fenster⸗ vorhänge sowie verschiedene sonstige Hausgeräth— schaften einer freiwilligen Versteigerung gegen Baarzahlung aus esetzt. b Gegen genügende Bürgschaft kann Zahlungsfrist bis zum 1. August l. J. bewilligt werden. Bad⸗Nauheim den 10. März 1883. Weizel, 979 Gerichtsvollzieher. 926 5 N Holzversteigerung in den Graflich Solms⸗Nödelheim⸗ schen Waldungen. 1) Mittwoch den 14. März Morgens 9 Uhr, sollen in dem Revier Bainhards, Distriet Unterwald, ver⸗ steigert werden: 58 Raummeter Eichen-Prügelholz, 22 5 Nadel- 5 40 9 Elchen⸗Stockholz, 86„ Reisholz, Wellen Nadel-Reisholz, 28 Stück Fichten Stämme von 16—21 em Durch⸗ messer und 10— 14 m Länge mit 8 Festmeter Inhalt; 25 Stück Fichten⸗Derbstangen von 7—10 em Durch⸗ messer und 8— 11 m Länge mit 1,56 Festmeter Inhalt. b 1 Zusammenkunft am Forsthaus Bainhards. 2) Donnerstag den 15. März, Morgens 9 Uhr, sollen in dem Revier Wickstadt, in den Distrieten Ameisen⸗ kopf, Hirschweg, Kühloch und Lindenboden versteigert werden: 54 Raummeter Buchen-Scheitholz, 26 1 ene, 80 5 Eichen- und gemischtes Prügelholz, 62 5 Buchen⸗Stockholz, 1 80 106 5 Eichen- und gemischtes Stockholz, 66 1 Buchen⸗Reisholz, 200 5 gemischtes Reis holz, 0 78 Fichten-Nutzreisholz in natürlicher Länge, zu Einfriedigungen, Baumpfählen, Latten Bohnenstangen geeignet; 1500 Wellen Buchen⸗Reisholz, 2500 emischtes 2513 Ste e Sen von 21—34 em Durch⸗ messer und 4— 14 m Länge mit 5,61 Festmeter Inhalt; 172 Stück Fichten⸗Derbstangen von 5—9 em Durch⸗ messer und 7— 9 m Länge mit 5 Festmeter Inhalt. Zusammenkunft am Forstgarten. Wickstadt den 8. März 1883. Der Gräfliche Revierförster 92⁵ Habich. Holzversteigerung. Im hiesigen Gemeindewald wird Freitag den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, nachstehendes Holz versteigert: 1. Mohrswald, Distrikt 59: Stück Eichen⸗Stämme, 114,66 Festm. Inhalt, 56 Raummeter Eichen⸗Scheit- und Knüppel. 2. Mohrswald, Distrikt 40: 9 Stück Eichen⸗Stangen 1. Klasse, 5„ Weichholz-Stangen 1. Klasse, 11„ Nadelholz-Stämme, 1,96 Festm. Inhalt, 66„ Nadelholz⸗Stangen 1. Klasse, 5 „ 1 15, 3., 4. u. 5. Klasse, 2 Raummeter Eichenknüppel, 1210 Stück Eichen⸗Wellen, 23 Raummeter Nadelholz-Knüppel, 1395 Stück Nadelholz⸗Wellen. Der Anfang ist bei Nr. 1. Cleeberg den 2. März 1883. 2 Der Bürgermeister 880 V Schafweide- Verpachtung. 961 Die der Gemeinde Vilbel zustehende Schafweide— Berechtigung soll Freitag den 16. März 1883, Nachmittags 3½ Uhr, auf hiesigem Rathhause auf 6 Jahre anderweit ver— pachtet werden. Die näheren Bedingungen pachtung bekannt gemacht. Vilbel den 8. März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. Hinkel. Holz⸗Versteigerung. Montag den 19. d. Mts. sollen im Reichelsheimer Gemeindewald versteigert werden: 91 Raummeter Buchen-Schelter, werden vor der Ver⸗ 72 7„ Knüppel, 153 5 Reg, 12⁰ 5„ Stöcke, 4 5 Eichen Scheiter, 20 5„ Knüppel, 197 1„ Reisig, 11 5„ Stöcke, 28 Nadelholz-Reisig, 34 Eichstämme von 4- 10 m Länge und 0,20 bis 6,37 m Durchmesser. Die Zusammenkunft ist Vormittags 10 Uhr im Loh— schlag. Reichelsheim den 9. März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. 975 Holzversteigerung in der Großh. Oberförsterei Ortenberg. Es werden versteigert: Mittwoch den 21. März aus den Distrikten Stein, Wendeholz und Mark: 16 Eichen⸗Stämme von 60—95 em Durchmesser und 3— 12 m Länge, 32 Eichen Stämme von 16—28 em Durchmesser und 7— 13 m Länge, 2 Lärchen⸗Stämme von 23 u. 25 em Durchmesser und 14 m Länge, 2 Hainbuchen-Stämme von 15—22 em Durchmesser und 8— 10 m Länge, 1 Kirschbaum⸗Stamm von 28 em Durchmesser und 4 m Länge, 261 Nadelholz-Derbstangen von 7—11 em Durchmesser und 810 m Länge, 365 Nadelholz-Reisstangen von 4—6 em Durchmesser und 6 m Länge. Holzart Scheiter Knüppel Reisig Stöcke Ra um meter. Buchen 349 57 1529 15 Eichen 146 87 459 1 Kiefern 89 118— Unter dem Eichen⸗Scheitholze befinden sich 22 Rm. I. Cl. und 8 Rm. Werkscheiter. Das Kiefern-Knüppel⸗ holz ist theilweise zu Pfahlholz und Baumstützen abgelängt. Es wird nur das Eichen-Stammholz und Buchen— und Eichen⸗Brennholz im Distrikte Stein bei der Versteigerung vorgezeigt. Steigliebhaber wollen fich wegen Vorzeigung des übrigen Holzes an Gr. Forstwart Hartmann zu Lißberg wenden. 4 nge Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr am Distrikte Wendeholz auf der Ortenberg-Usenborner Kreisstraße. Ortenberg am 8. März 1883. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. Thaler. Holzversteigerungen in der Oberförsterei Eichelsdorf. Es werden versteigert: 976 1. Montag den 19. März aus den Distrikten Borkhards, Rabenköpfe, Dörrenberg, Bauwald, Kißnersrothskopf, Hasen⸗ köpfchen und Jonasköpfchen: 2 Eichen⸗Stämme von 49 u. 55 em Durchmesser und 3 m Länge, 107 Lärchen⸗„„ 10-24„ 1„ 7-19 m Länge, 28 Fin„% 12 28„ 15„% 6 11 Buchen⸗ 1„ 41-58 1 1 1 529,2„ 1 8 Lärchen⸗-Stangen„ 8—11„ 65 5%„ 136 Fichten⸗„% g„ e Hoszart Scheiter Knüppel Reisig Stöcke Ra um meter Buchen 578 461 75 64 Eichen— 45 14— Birken 2 5—— Elsbeer— 1—— Nadelholz 2 61 164— Aspen— 4— Die zwei Meter langen Eichen-Knüppel sind theilweise für Wagner geeignet. Die in Schichten von 4 bis bis 12 Meter Länge aufgearbetteten Nadel-Reiser, meist Fichten, eignen sich zu Leiterbäumen, Baumstützen, Hopfenstangen ꝛe.. Das Holz wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt, dieselbe findet bei Wirth Ronthaler in Langd statt und beginnt Morgens 9½ Uhr. Ein Theil der Buchen Reiser ist nicht aufgearbeitet, derselbe wird flächenweise versteigert. Forstwart Hofmann in Ulfa ertheilt nähere Auskunft. 2. Dienstag den 20. März aus den Distrieten Wolfslauf, Schenkenwald, Dachs bühne und Alterberg: 8 Fichten⸗Stämme von 13—24 em Durchmesser und 7— 15 m Länge, 2 Erlen⸗Stämme von 24 30 em Durchmesser und 10— 12 m Länge, 8 Fichten-Stangen von 9 12 em Durchmesser und 7—9 m Länge, 198 Raummeter Fichten in Schichten von 10 12 m Länge, zu Leiterbäumen, Latten ꝛc. geeignet. Holzart Schelter Knüppel Reisig Stöcke Ra um meter Buchen 554 228 521 18,5 Ulmen— 2—— Weiden—— 356— Das mit Kalk gespritzte Holz kommt nicht zum Ausgebot. Das Holz wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt, dieselbe findet bei Wirtb Kröll in Rainrod statt und beginnt Morgens 9 Uhr. Forstwart Rodemich in Rainrod ertheilt nähere Auskunft. Zahlungstermin gegen Bürgschein bis 1. Oktober d. J. Eichelsdorf, 5. März 1888. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf. Heyer. Braunkohlen-Verkauf. Es können noch 2000 Centner trockene Klötze abgegeben werden. Ossenheimer Bergwerk. Holz-Versteigerung. Mittwoch den 14. d. Mts., von Vormittags 10 Uhr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewald nachverzeichnete Gehoͤlze öffentlich meistbietend versteigert werden: 15 Eichen-Derbstangen von 2 Meter Länge und 12 Centimeter Durchmesser, 2 Fichten-Derbstangen von 6 Meter Länge und 10 Centimeter Durchmesser, 28 Raummeter Buchen Scheiter, 977 Gräfliche Bergverwaltung. 5 3 Holz-Versteigerung. Im Langsdorfer Gemeindewald werden versteigert: 1) Donnerstag den 15. März d. J.: 379 Eichen⸗Stämme, enthaltend 109 Festmeter, 28 Buchen-Stämme von 30—80 Centimeter Durch- messer, enthaltend 36 Festmeter, 400 Kiefern- Stämme, enthaltend 86 Festmeter, 1000 Nadel⸗Stangen, enthaltend 37 Festmeter. 971 26 5 Eichen Knüppelholz, 2) Freitag den 16. März d. J.: 24 1 Kiefern⸗ 5 280 Raummeter Buchen⸗Scheitholz 1. Klasse, 1600 Stück Buchen Wellen, 180 5 Buchen Knüppel, 4000„ Eichen-Wellen, 110 5 Eichen⸗ und Nadel-Knüppel, 200„ Kiefern Wellen, 300 Eichen⸗, Buchen- und Nadel-Reiser, 43 Raummeter Buchen Stöcke. 80 Die Zusammenkunft ist in dem Distrikt Judenheid. Bönstadt den 8. März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt. 966 Geibel. Ein Dienstmädchen 1 1 1 1 U Stöcke. Der Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr am Nonnen⸗ rother Weg. Langs dorf den 9. März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. 978 r Zwei Schweine, große Springer, gut gehalten, zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 907 Köhler. Hemden, sofort gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 919 billigst bel für Herren, Damen und Kinder, e be. Friedrich. 92 Proßherzeg Erihulich züglich,& lte 90 Fr e Alle ergebe pilches Jr . 2—— Darm Tuß⸗Gera u ung sei U baferster hausen, Maiy Hanzen Re wußte, de Abeiterp. verbotene sstatt; en macher, pertheilt auf Ant Wie wir Antrag Ben Vernois sschieden gestellt wissen, d kwisstonsg b tine Bad Jinsten Uuterzeic eben ge Em Mal Haymerle. Fergistung uchllich Ucung d. Hud die Sapa b Inn nach Oest lied 15 Möpun . =