1 9 Un. r, Jah 1 obnkechnike, 00 eumehl 'ornsal 0 155 füge aan er V. duct Wü hie, e 58 Alt n von Vistt⸗ 9 rößerung), Mi nahmen bel 10 gruph Reiz he Vlder e Rühl, b und Retouchtu. use erloch, Usagast, —— 55 billigst be ehende ge nter Güte gen, Mandeln, Bucher, Citto- 5) Cuilrontnöl, Anis, Ceylop- Koblaten, An. ltasche, Weir meister. Wirth. gültigen Aiche aben bei rg Gross. ud Mandel Ind Orange“ ebe, cmabler), webe ewa deutend! K. Frlebr. ö berabgeshl 1883. Dienstag den 11. Dezember. 2 145. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Veleg kostet 9 Pf. Post nachgenommen. Pf., Vetreffend: Die Beaufsichtigung der gegen Entgelt in Das Großherzogliche Kreisamt In Folge Mittheilung Großherzoglichen Kreisgesundheitsamtes sehen wir uns veranlaßt, in diesem Jahre Kinder unter 6 Jahren in vorgeschrieben, Anzeige zu machen. Ebenso wollen diejenigen von Ihnen, lich welcher eine Visitation Großherzoglichen Kreisgesundheitsamtes in die nannten Behörde anzeigen. Amtlicher Theil. fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Friedberg an die Großherzoglichen „aufzuforder fremde Pflege gegeben worden sind Gemeinden si in deren Friedberg den 7. Dezember 1883. Bürgermeistereien des Kreises. diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden n, hiervon umgehend dieser Behörde, wie ch Pflegkinder unter 6 Jahren befinden, bezüg⸗ sem Jahre noch nicht stattgefunden hat, solches unverzüglich der ge— Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Die Hochzeit des Prinzen Ludwig von Battenberg und der Prinzessin Victoria von Hessen wird, aller Wahrscheinlich— keit nach, am 15. April nächsten Jahres, und zwar in Darmstadt gefeiert werden; einige Blätter hatten vor Kurzem irrthümlich als Ort Windsor und als Zeit einen Tag im Februar angegeben. — 8. Dec. Der Großherzog ist gestern Abend von Wernigerode hierher zurückgekehrt. — Das Regierungsblatt Nr. 27 enthält: Bekanntmachung, die Ausführung der Ueberein— kunft zwischen Deutschland und Frankreich über den Schutz an Werken der Literatur und Kunst betr. Berlin, 7. Dec. Der Kaiser hat die um— gearbeiteten Pläne Wallot's für das Reichs— tagsgebände genehmigt. Es wird nunmehr sofort mit Feststellung der Kostenanschläge vorgegangen werden.— Der Kaiser begibt sich heute, be— gleitet von den Prinzen Wilhelm und Carl August von Württemberg, dem Großherzoge und Erbherzoge von Sachsen⸗Weimar-Eisenach, dem Herzoge von Sachsen- Altenburg, sowie dem Prinzen Heinrich VII. von Reuß nach Königs— wusterhausen zur Jagd. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Dänemark werden am Montag Mittag zu kurzem Besuche hier ein— treffen. Durch allerhöchste Ordre vom 3. December ist der Bischof Dr. Blum, gegen welchen durch gerichtliches Urtheil vom 13. Juni 1877 auf Entlassung aus dem Amte als Bischof von Limburg erkannt war, begnadigt worden. In Folge dessen ist die commissarische Vermögens— verwaltung der Diöcese Limburg aufgehoben, und die Wiederaufnahme der eingestellten Staatsleist— ungen für diese Diöcese vom 1. October ab erfolgt. 7. Dec. Das Abgeordnetenhaus ge⸗ nehmigte das Extraordinarium des Domänen⸗ etats. Die Einnahmen des Etats der landwirth— schaftlichen Verwaltung werden genehmigt. Bei den Ausgaben ersucht Ludwig um vermehrte Meliorationen. Die Ausgaben der landwirth— schaftlichen Verwaltung werden sodann ebenfalls bewilligt. — 7. Dec. Die Eisenbahn-Commission hat den Rest der Verstaatlichungsvorlagen angenom— men, über die Frage, ob eine Resolution vor— zuschlagen sei, Conversion der in zweiter Lesung beschlossen werden. — 8. Dec. welche eine Beschleunigung der Prioritäten und die Sicherung der Rechte der Communen auf die Besteuerung der Bahnen und der Bahnbeamten feststellt, soll Der Kaiser mit seinen Jagd⸗ gästen ist Abends aus Königswusterhausen zurück— abzustatten, als aus der Luft gegriffen. Bei emer etwaigen Reise des Kronprinzen nach Rom könnte es sich selbstverständlich in erster Linie nur um einen Besuch bei dem König von Italien handeln und erst in zweiter Linie um einen solchen beim Papste. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 8. Dez. Ju der heutigen Konferenz der Vertreter des Handelsministeriums mit den Delegirten des Verwaltungsrathes der Kronprinz-Rudolphbahn fand vollständige Einigung über den Verstaat⸗ lichungs-Vertragsentwurf statt, dessen Unter⸗ fertigung nächste Woche erfolgen soll. Die wesentlichsten Bedingungen sind eine Actien— rente von 9½ Silbergulden und Amortisation zum vollen Nominalbetrag von 200 fl. Schweiz. Bern, 7. Dec. Die vereinigte Bundesversammlung wählte zum Bundespräsi— denten für 1884 mit 133 Stimmen Weltli König Alfons gab seinem Gaste das Geleite bis zum Südbahnhofe. Der Herzog von Mont⸗ pensier hat sich ebenfalls nach Sevilla begeben, um den Kronprinzen dort zu begrüßen. Der Kronprinz ist heute früh 6 Uhr in Cordoba eingetroffen und am Bahnhofe von den Behör⸗ den empfangen worden. Militär bildete auf dem Perron Spalier und die Musik spielte die preußische Nationalhymne. Das Souper wurde gestern Abend um 10 Uhr in Alcazar, der Kaffee hier eingenommen. Der Kronprinz setzte als— dann seine Weiterreise fort. Das Wetter ist prachtvoll. Der Kronprinz traf Vormittags gegen 10 Uhr in Sevilla ein und stieg im Hötel de Madrid ab. Der Herzog von Montpensier erwartete den Kronprinzen am Bahnhofe. Die dem Kronprinzen von dem Herzoge im Palais Sau Elene angebotene Wohnung lehnte derselbe, des Jucognitos wegen, ab. Bei der Ankunft des Kronprinzen wurde demselben von einem jungen Mädchen im Auftrage der Notablen ein Bouquet (liberal) und zum Stellvertreter im zweiten Wahlgange mit 88 Stimmen Schenk(radical). Frankreich. Paris, 7. Nov. In der Kammer begann heute die Berathung des Tonkin⸗ Credits. Eine Depesche des Admirals Meyer aus Hongkong vom 6. d. Mts. besagt: Courbet zog am 26. November alle Dampfschaluppen des Geschwaders an sich, um durch deren Ma⸗ növeriren in den zahlreichen Canälen zwischen Hanoi, Bacninh und Songtay seine militärischen Operationen zu unterstützen. — 7. Dec. Auf dem Börsenplatz, welcher Nachmittags von einer großen, neugierigen Menge belebt war, wurden einige Verhaftungen vorge— nommen; Zwischenfälle ernsterer Art sind nicht vorgekommen. — 8. Dec. zum lebenslänglichen Senator. setzte die Tonkincreditdebatte fort. — 8. Dec. Der„Agence Havas“ zufolge ist die heute von Marquis Tseng dem Minister⸗ präsidenten Ferry überreichte Note lediglich eine Antwort Tseng's auf die im Gelbbuch publieirte Note Ferry's vom 30. November. Der Marine⸗ minister erhielt aus Tonkin Nachrichten, welche bis zum 27. November reichen. Darnach hatten die Franzosen eine Recognoscirung bis 4 Kilo⸗ meter von Bac-Ninh vorgenommen. Courbet selbst näherte sich Songtay bis auf 2 Kilometer. In der Nähe von Haiphong wurde am 23. No⸗ vember eine mit sieben Mann besetzte Dschonke mit Brandstoffen von den Franzosen weggenom— men. Courbet schrieb an den Gouverneur von Cochinchina, der Beginn der militärischen Ope— rationen sei unmittelbar bevorstehend. Die An— kunft der letzten Verstärkungen wird noch heute Der Senat wählte Campenon Die Kammer gekehrt; Morgen findet zu Ehren des dänischen ein erwartet. Kronprinzenpaares bei dem Kaiserpaare Diner zu 100 Gedecken statt. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ Nachricht, der Kronprinz beabsichtige sich nach deutschen Gesandten Gr Rom zu begeben, um dem Papste einen Besuch! mit dem Courierzug nach Spanien. Madrid, 8. Dec. Der deutsche bezeichnet die Kronprinz mit Gefolge ist in Begleitung des afen Solms gestern Abend ) Sevilla abgereist. Der überreicht. Die deutsche Kolonie hat ihr Casino mit deutschen und spanischen Juschriften geziert, welche Huldigungen für den Kronprinzen und den König Alfons darstellen. Die Damen streu— ten Blumen von den Balkons des Casinos. Nachdem der Kronprinz im Hötel de Madrid das Dejeuner eingenommen, besuchte derselbe die Kathedrale, die Börse, das Haus des Pilatus und das von Wutto gestiftete mit dessen Muster— werken geschmückte Hospital de la Caridad. Hierauf begab er sich mit dem Herzog von Mont⸗ pensier in das Provinzialmuseum, wo er beson⸗ ders die Abtheilung für Indien besichtigte. Von hier fuhr der Kronprinz nach dem Kloster Santa Paula und sodann nach dem Alcazar, der einsti⸗ gen Hofburg der maurischen Könige. Am Abend wohnte der Kronprinz der großen Andacht zum Feste Mariä Empfängniß in der Cathedrale bei, wobei unter Orgel- und Orchesterbegleitung ein großartiger Chorgesang ausgeführt wurde. Das Diner nahm der Kronprinz nebst Gefolge bei dem Herzoge von Montpensier in San Elene ein. — 8. Dec. Außer den Verhandlungen über den Haudelsvertrag mit England, sind auch solche Verhandlungen mit Italien, Holland, Portugal, Nordamerika, Centralamerika und Brasilien in Aussicht genommen worden. Türkei. Constantinopel. Wie verlautet, theilte die Pforte der englischen Regierung ihre Absicht mit, mehrere Kriegsschiffe im Rothen Meere kreuzen zu lassen. Serbien. Belgrad, 7. Dec. Die gericht— lichen Verhandlungen gegen die Mitglieder des radicalen Centralcomité's, welche der Hauptur— heberschaft der letzten Unruhen angeklagt sind, haben begonnen und werden voraussichtlich rasch zu Ende geführt werden. Der auf bulgarisches Territorium geflüchtete Pasic hat die Stadt Widdin verlassen, was um so auffälliger er scheint, als er selbst sich dieselbe als Aufent haltsort erbeten hatte, und ist in Sofia einge troffen. Er unterhält dort lebhaften Verkehr mit dem Redacteur der Sosnanje und mit dem Bürgermeister von Sofia, welch' Letzterer bis zur Befreiung Bulgariens in Serbien gelebt hatte, stets Beziehungen zu den serbischen Ra— dicalen unterhielt und Anstrengungen macht, eine Partei ähnlicher Tendenz und Organisation in Bulgarien zu bilden. Die Regierung in Sofia hat Pasic den Befebl ertheilen lassen, sich sofort nach Widdin zurückzubegeben. Bulgarien. Sofia, 7. Dec. Die Ver⸗ treter der liberalen Provinzialbureaux haben dem Fürsten ihre Aufwartung gemacht und ihre Ergebenheit gegen den Fürsten und ihr Ver— trauen zur Regierung versichert. Egypten. Kairo. Aus Aden eingegangene Nachrichten melden, daß am 5. d. M. 5 Com- pagnien egyptischer Truppen bei einer nach Suakim zu ausgeführten Recognoscirung von den Aufständischen angegriffen und nach heftigem Kampfe vollständig vernichtet wurden. Das Ge— schütz, welches die egyptischen Truppen mit sich führten, fiel in die Hände der Aufständischen. — Baker Pascha wird sich am 15. Dez., bis wohin man mit den Einrichtungen für den Transport fertig zu sein hofft, nach Suakim einschiffen. Weitere Nachrichten von dem Aus— bruche einer Insurrection in Sennaar sind hier bisher nicht eingelaufen. Khartum, 7. Dec. Einer Depesche der Times zufolge, telegraphirte der Mudir von Sennaar, eine erheblichere Anzahl Einwohner habe, den Aufreizungen der Derwische folgend, sich für den Mahdi erklärt; ein Theil derselben sei mit Re— mingtongewehren bewaffnet. — Nach einem Telegramm der„Times“ von hier entbehrt der Bericht des österreichischen Consuls, wornach nur ein Theil der Armee von Hicks Pascha durch den Mahdi vernichtet sein sollte, jeder Begründung. Der Bericht wurde von den Militärbehörden geprüft und verworfen. Dasselbe Telegramm theilt mit, daß der in einer Moschee bei El Obeid untergebrachte ver— wundete Offizier, ein Deutscher, der Major von Seckendorff, ist. China. Hongkong. Die japanesische Re— gierung hat die ihr von China betreffs Ab— schlusses einer Offensiv- und Defensiv-Allianz für die Eventualität eines französisch-chinesischen Kriegs gemachten Eröffnungen nicht angenommen, wohl aber versprochen, daß sie den französischen Kriegsschiffen die Einnahme von Proviant und Kohlen in japanesischen Häfen nicht gestatten werde. Aus Stadt und Land. hb. Friedberg, 9. Dec. Heute früh ½9 Uhr ver— starb der Buchhändler und frühere Bürgermeister Sertba. Einsender schrelbt dies mit großem inneren Schmerze und schwer ist diese Todeskunde auf das Herz der Be— wohner Friedbergs gefallen, und auch fernere Krelse werden sie mit inniger, wehmuthsvoller Theilnahme ver— nehmen. Sertba besaß die Achtung und Liebe Aller, die ihn kannten und mit ihm in Berührung kamen. Seine Familie, andere größere Lebenskreise, zahlreiche Freunde und Viele, denen er ein Wohlthäter war, haben durch den Heimgang Seriba's einen großen, beklagenswerthen Verlust erlitten. An den Geschicken Friedberg's hat er seit langer Zeit als Mitglied des Stadtvorstandes, später als Buͤrgermeister, als Mitglied des Kreisausschusses, der Kretsschuleommission, als Landtagsabgeordneter und durch rege Betheiligung an den Bestrebungen der Ver— eine lebhaften, hervorragenden und erfolgreichen Antheil genommen. Und über die Grenzen unserer Stadt, unseres Kreises und Landes hinaus erstreckte sich seine Wirksam— keit, denn von jeher nahm er Antheil am politischen Leben unseres großen Vaterlandes und war nicht blos persönlich, sondern auch schriftstellerisch für das thätig, was er für's Gemeinwohl für ersprießlich hielt. All sein Wirken und Schaffen war ein Ausfluß seiner hohen, geistigen Begabung, seines vielseitigen Wissens und seines guten Herzens. Die Grundzüge seines Cvarakters waren Woblwollen, Milde und Gerechtigkeit, gepaart mit Ent— schiedenheit. Kein Unterschied irgend welcher Art unter den Menschen konnte ibn bestimmen nicht nach gleichem Maaß zu messen. Er dachte und handelte objectiv und hatte in Folge seiner hohen Bildung ein Verständniß für jegliche Verschiedenartigkeit und Eigenthümlichkeit unter den Menschen und ihren Verhältnissen. Nur die Gemeinheit und niedriger Sinn waren ihm ein Greuel. Ein volles Verständniß hatte er auch für berechtigte Freuden und war gerne unter den Fröhlichen. Wir wollten ihm mit dem Gesagten hier und zwar tieftraurig, aber ebenso herzlich ein Wort des Abschiedes nachrufen, ein ausführlicher Nekrolog wird gewiß nachfolgen und das vielseitige und reiche, nun abgeschlossene Leben ge— bührend darstellen. Unsere Liebe hat ihn auf dem Wege nach dem ewigen Jenseits begleitet, das treue Gedächtniß an seine Liebe soll uns als köstliches Kleinod verbleiben. Die Erde sei ihm leicht! v. Bönstadt. Am 7. d. M. fand unter starker Be⸗ theiligung die hiesige Beigeordnetenwahl statt. Obwohl schon lange vorher von Seiten der Gegner eifrig gegen den seitherigen Beigeordneten Hofmann agitirt wurde, so ging derselbe doch am Wahltag mit großer Majorität als Sieger aus der Urne hervor, gewiß ein Beweis, daß Hofmann sich durch sein humanes und stets rechtliches Auftreten in der Gemeinde viele Freunde erworben hat. e. Heldenbergen, 7. Dezbr. Bei der gestrigen Beigeordnetenwahl erhielt Andreas Schäfer 1. 133, sein Gegencandidat 59 Stimmen. J. Darmstadt. Wie wir erfahren, ist auf den 6. Januar im großen Saale des Darmstädter Hofes eine Landes versammlung der deutschen Fortschrittspartei in Hessen hierher einberufen, zu welcher Vertrauens- männer aus allen Theilen des Landes erwartet werden und an welcher sich mehrere hervorragende Mitglieder der deutschen Fortschrittspartei bethetligen werden. Darmstadt, 8. Dez. Heute Nachmittag fand die Einweihung des Alice-Hospitals auf der Mathildenhöhe in Anwesenheit des Großh. Hofes und von Vertretern der hessischen Zweigvereine des„Allce-Frauenvereins für Krankenpflege“ statt. Altdorf(Odenwald), 2. Dezbr. Der vormalige Wirth Süß in Breitenbrunn, dessen Anwesen im Zwangs— wege verkauft und von einem gewissen Brand aus Engel— thal erstanden wurde, hat gestern Abend den Letzteren aus Rache hierfür durch einen Stich in die Herzgegend um's Leben gebracht. Süß ist flüchtig. Allerlei. Frankfurt, 8. Dez. Eine schwarze That wurde hier vollführt. Ein junger, hübscher Schornsteinfeger hatte in einem Hause auf der Zeil seinem Geschäfte ob zultegen, wobei es geschah, daß die hübsche Rammerjungfer von dem herabfallenden Ruß beschmutzt wurde. Der galante Schornsteinfeger erbot sich, den Ruß vom Kopfe der Zofe abzublasen und ersuchte sie, damit ihr der Staub nicht in die Augen komme, diese zu schließen. Dies geschah und die Prozedur der Abblasung begann. So dicht vor dem reizenden Gesicht des Mädchens ver— mochte aber der junge Mann seinem Drange nicht zu widerstehen, rasch drückte er einen herzhaften Kuß auf die schwellenden Lippen und machte sich aus dem Staube. Da gab's natürlich große Entrüstung, eben so große Heiterkeit aber auf Seite der hinzukommenden übrigen Dienstboten, denn am Munde der Kammerjungfer waren die Spuren der schwarzen That deutlich sichtbar. Die Folge der letzteren ist eine von der Geküßten angestellte Beleidigungsklage, die demnächst das Schöffengericht be— schäftigen wird. Haigerloch(Hohenzollern), 4. Dez. Mit Relais— Pferden zu fahren, war früher nur den Reichen möglich, jetzt können es selbst die Zigeuner. Meldet da kürzlich der Polizeidiener eines nahen Dorfes seinem Bürger— meister, daß in der Nähe Zigeunerwagen angekommen seien, aber ohne Pferde, da diese sofort nach Ankunft ausgespannt und weggeritten worden seien. Und nun stellte es sich heraus, daß fragliche Zigeuner, deren Pferd krepirt war, schon seit etlichen Tagen von den Gemeinden, die sie mit ihrer Gegenwart beehrten, mit Pferden versorgt und so an's nächste Dorf geschafft worden waren. So mußte auch unser Bürgermeister, um das Gesindel los zu werden, Pferde bewilligen, und weiter ging's in die Ferne. Dresden, 7. Dezbr. Die Sächfisch-Böhmische Dampfschiffahrts⸗Gesellschaft hat heute wegen Treibeises in der Elbe die Fabrten eingestellt. Brüssel, 7. Dez. Das Feuer im Parlamentsge⸗ bäude wurde gestern Abend gegen 10 Uhr bewältigt, der Saal der Repräsentantenkammer mit den zugehörigen Nebenräumen ist zerstört. Mehrere Feuerwehrleute wurden verwundet und einige Soldaten, angeblich von einstür— zenden Mauern getödtet. Nizza, 8. Dec. Der belgische Ingenieur Wennen— maekers wurde gestern verhaftet unter dem Verdacht die Epyplosionsschachteln an Lesseps und Couvreux gesandt zu haben. Die Polizei soll bei ihm Dynamit-Patronen gefunden haben. Alexandrien, 8. Dec. Gestern kamen hier sieben Cholerafälle vor, darunter ein Todesfall. Newyork, 8. Dee. In Folge der Stürme in den letzten Tagen kamen an den Küsten von Neu-England, Neu⸗ Schottland und Newfoundland zahlreiche Schiff— brüche vor; die umgekommenen Fischereifahrzeuge wer— den auf 180 geschätzt. Maienfeld(Graubünden). In Nr. 279 des „Neuen Müblhauser Tageblatt“ findet sich folgende Notiz von hier:„Einem Bürger zu Maienfeld wurde in einer Nacht ein reicher Segen bescheert: im Hause zwei Knäb— lein, im Stalle zwei Kälber, drei Lämmer und dreizehn Ferkel.“ Gerichtssaal. Bad- Nauheim. In der Donnerstag den 29. Nov. stattgehabten Schöffengerichtssiung wurde in folgenden Fällen erkannt: 1) in der Strafsache gegen Christian Stamm von Bad⸗Nauheim, wegen Körperverletzung und Mißhandlung, wurde der Angeklagte in eine Gefängniß— 2) in der Strafsache gegen Hermann Debener von Wetter, wegen Körperverletzung, wurde der Angeklagte in 1 und ½% Monat Gefängniß und in die Kosten verurtheilt; 3) in der Strafsache gegen Ludwig Müller von Schwal⸗ heim, wegen Diebstahls, wurde der Angeklagte in eine Gefängnißstrafe von 3 Wochen und in die Kosten ver⸗ urtheilt; 4) in der Strafsache gegen Joseph Mathes von Nieder⸗Mörlen, wegen Diebstals, wurde der Ange— klagte in eine Gefängnißstrafe von 5 Tagen und in die Kosten verurtheilt; 5) in der Privatklagesache des Joh. Heinrich Viehl von Ober-Florstadt gegen Konrad Meyer von Bad Nauheim, wegen Beleidigung, wurde die Haupt— verhandlung, weil ein Zeuge nicht erschienen war, vertagt. Bad⸗Nauheim. In der Donnerstag den 13. Dez. dahier stattfindenden Schöffengerichts-Sitzung kommen folgende Fälle zur Aburtheilung: 1) die Strafsache gegen Peter Scheibel von Nieder-Mörlen, wegen Sach— beschädigung; 2) die Strafsache gegen Andreas Zink von Schwalheim, wegen Hausfriedensbruchs und Mißhand— lung; 3) die Strafsache gegen Konrad Schultheiß III. Wittwe von Steinfurth, wegen Störung der Sontagsfeter. Butzbach, 8. Dee. Das gestrige Schöffengericht verhandelte und erkannte 1) gegen Konrad Schäfer von Ostheim, wegen Beschädigung eines Obstbaumes, auf 5 M. Strafe, event. 1 Tag Haft; 2) gegen Philipp Hildebrandt von Gleßen, wegen eines Hemdendiebstahls in Pohlgöns, auf 2 Monate Gefängniß, die jedoch durch Anrechnung der Untersuchungshaft am 22. Dee. er. als verbüßt zu betrachten sind; 3) gegen Konrad Weisel II. von Fauerbach v. d. H., wegen öffentlicher Beleidigung des s. Z. im Dienste befindlichen Nachtwächters Konrad Wolfheimer III. von da, auf 3 Wochen Gefängniß; Wolfheimer wurde auch das Recht zugesprochen, den entscheidenden Theil des Urthetls innerhalb 14 Tagen nach erlangter Rechtskraft einmal auf Kosten des Ver— urtheilten im„Wetterauer Boten“ bekannt machen zu dürfen; 4) die Sache, betreffend Adam Volk von Butzbach, angeklagt wegen Sonntagsstörnng kam nicht zur Ver— handlung, da Angeklagter seinen Einspruch gegen den Strafbefehl zurückgezogen hatte. Die folgenden beiden Beleidigungsklagen wurden durch Vergleich erledigt. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 11. Gastspiel des K. Kammersängers Herrn Vogl. Siegfried. Siegfried: Herr Vogl. Mittwoch den 12. geschlossen. Donnerstag den 13. Carmen. als Gast. Freitag den 14. Zum ersten Male: Der Struwelpeter und der König Nußknacker. Weihnachts⸗Zaubermärchen mit Gesang und Tanz in fünf Bildern und einem Vorspiel von L. Raupp. Musik von G. v. Rößler mit theilweiser freier Benutzung der Dr. Hoffmann— schen Kinderschriften. Samstag den 16. Neu einstudirt: Teufels Antheil. Sonntag den 16. Gastspiel des K. Kammersängers Herrn Vogl. Götterdämmerung. Siegfried: Herr Vogl. Schausplielhaus. Dienstag den 11. Graf Königsmark. Mittwoch den 12. Der Bettelstudent. Donnerstag den 13. geschlossen. Freitag den 14. Figaros Hochzeit. Samstag den 15. Krtsen. Sonntag den 16. Maria Stuart. Aufruf. Um den Nothständen der ärmeren Klassen der hiesigen Einwohnerschaft in wirksamer Wetse begegnen zu können, beabsichtigen wir in dem hiesigen Bürger-Hospital vom 18. Dezember 1883 an für die Wintermonate eine Volks küche in das Leben zu rufen. In derselben sollen gegen Vorzeigung von Marken, welche bei den Pflegern der Armen-Commission zu beziehen sind, die Armen per Person 1 Liter Suppe erhalten. Diejenigen Personen dagegen, welche diese Suppe gegen Bezahlung genießen wollen haben für den Liter 10 Pf. zu vergüten. Da zur Deck— ung der Unkosten noch die nöthigen Mittel fehlen, so werden wir es dankbar begrüßen, wenn uns zur Förder— ung des Unternehmens theils Lebensmittel in Natur, theils Geldgeschenke gegeben werden. Wir bitten, die Lebensmittel, welche man uns freundlichst zuwenden will, im Bürgerhospitale abzuliefern. Geldbeiträge nehmen die Unterzeichneten gerne entgegen. Friedberg den 8. Dezember 1883. Für die Armen-Commission: Meyer. Steinhäußer. Bitte. Zu der diesjährigen Christbescheerung für die hiesige Kleinkinderschulle wird um gütige Beisteuer an Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Empfang erklart sich jede der Unterzeichneten gern bereit. Käthchen Baur. Hilda Dieffen bach— Minna Diegel Johannette Klipstein- Christiane Schmidt. Zu Geschenken geeignet empfihst: Petroleum-Lampen, Porzellan- und Glaswaaren, lackirte Blechwaaren, verzinnte und blau emaillirte Kochgeschirre, Carmen: Fräul. Schoder strafe von einem Monat und in die Kosten verurtheilt; Kohlenkasten, Bratpfannen, Ratonkuchen⸗Formen, Kaffee- brenner, Kaffeemühlen, Brittania-Löffel ꝛc. ꝛc. 4398 Assenheim. Carl Bauer. Christiane Werner, 1 Ju. N ir Rechte il wird 10 Mark, Tagen veru sowle die d duslagen flöger die 25 abscht 415 Ob an 0 4300 El berg, ganz und dicht bon der St welcher zu Donnerstag Loco Fauerl Auskunf Städte Fran bazogen hal Nähere Friedb Gro . Ei Diensta das Els in lach meistbi, aun Auf empfehle zu Sultanin; selbsgesto ut, 6 Aasenwaf dinmt, ö Honium 649 — 3 2 25 — 3 8 2 D . — 1 8 5 8 5 85 — 2 S Se S. r * 2 — 8 8 2 55 S A S ——————— 1 in Frankfurt, mersängers Herrn r Vogl. n: Fräul. Schober Der Strupelhelet cts⸗Zaubermärchen Aldern und einem von G. v. Rößler et Dr. Hoffmann⸗ ufels Anthel. mersängers Herrn led: Herr Vogl. . e Armen per Pert Personen dabele — klassen der Hes egegnen zu könnef, iger Hospital von monate eine Volle rselben sollen geht, den Pfleger 1 b schst zun seldbelträ 883. 105 u Gonne 5 Tculfle * f ren/ 0 laswal bh 0 l f Im Namen des Großherzogs! In der Privatklagesache des Karl Väth von Södel, Privatklägers, gegen den Karl Fourier II. von Södel, Angeklagten, wegen Beleldigung, hat das Großherzogliche Schöffen— gericht zu Friedberg in der Sitzung vom 20. November, 1883, an welcher Theil genommen haben: 1. Oberamtsrichter Sellheim, als Vorsitzender, 2. Georg Väth, 3. Johannes Heinrich Wagner, als Schöffen, Hülfsgerichtsschreiber Hohenstein, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: der Angeklagte Karl Fourier II. von Södel wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 15 Mark, eventuell in eine Gefängnißstrafe von drei Tagen verurtheilt, ihm auch die Kosten des Verfahrens, sowie die dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen zur Last gelegt. Zugleich wird dem Privat— kläger die Befugniß zugesprochen, den Tenor des Urtheils innerhalb 14 Tagen, von der Zustellung der Urtheils— abschrift an gerechnet, auf Kosten des Angeklagten ein— mal im Oberhessischen Anzeiger zu veröffentlichen. Zur Beglaubigung: Windecker, Rechtsanwalt. Bekanntmachung. 4300 Ein eirca 20 Minuten von der Station Fried— berg, ganz nahe der vorbeiziehenden Main Weser Bahn und dicht an der Friedberg-Hanauer-Bahn gelegener, von der Staatsstraße unmittelbar berührter Basaltbruch, welcher zu 56,000 Mark taxlrt ist, soll Donnerstag den 27. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, loco Fauerbach b. Fr. versteigert werden. Auskunft über die Qualität der Steine können die Städte Frankfurt a. M. und Vilbel geben, welche Steine bezogen haben. Nähere Auskunft ertheilt auf schriftliche Anfrage Friedberg am 22. November 1883. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. 4403 Dienstag den 11. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll das Els in der Kiesgrube beim Wärterhause 206 öffent— lich meistbietend gegen Baarzahlung verpachtet werden. Die Bahnmeisterei 17. 4414 g Gülke. Auf bevorstehende Feiertage empfehle zu Fein⸗ Bäckereien in bekannter Güte Sultanini, Rosinen, Corinthen, Mandeln, selbstgestoßenen Zucker, Staubzucker, Citro- nat, Orangeat, Citronen, Citronenöl, Rosenwasser, Muskatblüthe, Anis, Ceylon- Zimmt, Uelken, Vanille, Backoblaten, Am- monium(Hirschhornsalz), Pottasche, Wein- stein etc. etc. J. 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Dez., Nachmittags 2 Uhr statt. 4396 NB. 5 4409 7„ Todes-Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere geliebte Schwester, Schwägerin und Tante 0 Wittwe Marie Munker, geb. Gerster, nach langem schwerem Leiden heute Morgen/ Uhr zu sich abzurufen. Friedberg den 9. Dezember 1883, Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung sindet Dienstag den 11. Dez., Nachmittags 3 Uhr statt. Freunden und Bekannten die traurige Nach⸗ richt, daß unser liebes Söhnchen in seinem noch nicht ganz vollendeten 2. Lebensjahr sanft ent⸗ schlafen ist. Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen: 4407 Familie Kuh. F Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und für die zahlreiche Vethetligung bei der Beerdigung unseres unvergeßlichen Sohnes und Bruders Jean Emil Diehl, sowie für die überaus reiche Blumenspende, sagen tief— gefühlten Dank . — Die trauernden Hinterbliebenen. 440⁵ En-gros-Preisen zu veranstalten. Kunden und Gönner hierauf ganz besonders aufmerksam, so gestellt sind, wie die Uhrmacher einkaufen. 1 Unter Anderem verkaufe während dieser Zeit: Prima 14 Tage gehende Federzug-Regulateure von M. 16. an. Prima Pariser 14 Tage gehende vergoldete Pendulen von M. 24. an. Silberne Cylinder-Uhren von M. 16 an. Goldene Herren-Uhren von M. 55, an. Goldene Damen-Uhren von M 30. an. 36 veischiedene Wecker-Uhren von M. 4. an ꝛc. ꝛc. 0 Ich lade Jedermann zur gefl. Besichtigung meines Lagers freundlichst ein. Reparatur- Werkstätte, 2 7 in Friedberg, gegenüber dem Rathhaus. 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Mts. wird Herr Amtttichter Herzberger einen Vortrog halten: Ueber die Entsleh ung und rechtliche Bedeutung der deutschen Standes unterschiede. 4401 Der V or st and. 9 Turnverein 2* Die Mitglieder des Turnvereins werden hierdurch eingeladen, sich Dienstag Nachmittag 1¼ Uhr vor dem Hause des Herrn Paul Rudelius zu sammeln, um dem heimgegangenen langjährigen Sprecher und Ehren; mitgliede des Vereins Herrn Carl Scriba die letzte Ehre zu erweisen. Der verdienstvollen Wirksamkeit des Entschlafenen bewahrt der Verein für alle Zeit ein treues Andenken, 4408 Der Vorstanud des Turnvereins. Mittwoch den 26. Dezember, Abends 8 Uhr, findet im Gasthaus„Zum weißen Roß“ in Assenheim Gesellenball lichst eingeladen. Der Vorstand. Friedberger Casino. Samstag den 15. d., Abends 8 Uhr, wird eine Generalversammlung mit der Tagesordnung abgehalten 1) Erweiterung des Casino-Locales. 4351 Der Vorstaud. 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