aha 1883. Nonnerstag den 11. October. M 119. ts. N enz 0 0 ch e. lte dteran 7 K 9 8 dle 1 beg wan 3 blusen 18, Pfarre + 5. = NI.„ Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und; 3. 5 i 5 0 numme Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. e ee e Ae n ergr. 8 nicht nau aufen un Ste einspaltige Petitzelle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bel größerem Tabellen- oder Ziffersat mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 2 Pf. aufgelegt. werden stets per Post nachgenommen. Annoncen von aus wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns Sr Amtlicher Theil. haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, Köstlin, nit ˖ inisteri Otlober zu 60 Ju. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat durch Verfügung vom 29. September d. J. zu Nr. M. J. 22,894 dem 1 8 welt e Vorstande der Gewerbehalle zu Worms, die Erlaubniß zu einer im Laufe des Monats Dezember d. J. auf Grund des vorgelegten Verloosungs— 1 Bindernagel. 3 e el 6 von en ae unter der Bedingung ertheilt, daß hoͤchstens 11,500 Loose à 1 Mark ausgegeben 0 a werden und der Wer er Gewinngegenstände mindestens 80% des Bnuuttoerlöses Verk der Loos trägt. Der Vertrieb en⸗Vrein unse im Gioßherzegthum ist gestattet. st 70 ittoerlöses aus dem Verkauf der Loose beträgt. Der Vertrieb der Betreffend: Die Ausführung des Reichsgesetzes über die Krankenversicherung der Arbeiter. Friedberg am 9. October 1883. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Die Bestimmungen des Reichsgesetzes über die Krankenversicherung der Arbeiter vom 15. Juni d. J.(Reichsgesetzblatt Nr. 9 bon 1883) verden, soweit es sich um die Beschlußfassung über die statutarische Einfuͤhrung des Versicherungszwanges, sowie um die Herstellung des zur Durchführung des Versicherungszwanges erforderlichen Einrichtungen handelt, mit dem 1. Dezember 1883, im Uebrigen mit dem 1. Dezember 1884, in Kraft treten. Zur Ausführung dieser Bestimmungen, mit welchen Sie sich zunächst genau bekannt machen wollen, hat Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz die Anstellung von Erhebungen über die Zahl der Personen, welche dem unbedingten Versicherungs— zwange(F. 1 des Reichs gesctzes) unterworfen sind und denjenigen Personen, auf welche(nach§. 2 des Reichsgesetzes) der Versicherungszwang durch besondere statutarische Bestimmung ausgedehnt werden kann, angeordnet. Die nämlichen Erhebungen sollen auch Material zur zweckmäßigen Bildung der Orts⸗ und Betriebskrankenkassen(F. 16 ff. sowie§. 59 ff. des Gesetzes) liefern. Sie wollen nunmehr alsbald diejenigen in Ihrer Gemeinde beschäftigten Personen, welche unter§. 1 und diejenigen, welche unter§. 2 des Gesetzes zu rechnen sein werden in getrennten Verzeichnissen(mit Unterscheidung von Männern und Frauen) aufzeichnen. Bei dieser Ermittelung dürfte in größeren Gemeinden geeignet sein, wenn Sie die bei Aufstellung der allgemeinen Berufsstatistik seiner Zeit thätige Commission um ihre Mitwirkung ersuchen, deren Mitglieder wohl im allgemeinen Interesse sich hierzu freiwillig bereit finden werden. Das Resultat der Erhebungen wollen Sie sodann in ein Hauptver⸗ zeichniß, das nach Maßgabe des Ihnen mit nächster Post zugehenden Formulars aufgestellt sein muß, eintragen und solches bis zum 1. November d J anher einsenden. Im Falle Bedürfuiß dazu vorliegt, steht Nichts im Wege, die einzelnen Nummern des Verzeichnisses, wie solche im Formular bezeichnet sind und den Nummern 1— 3 des F. 1 des Reichsgesetzes sowie den Nummern 1-6 des F. 2 ejusd. ent— sprechend,(durch Querstriche) in Unterabtheilungen, in welche die in den einzelnen Nummern der§F. enthaltenen Kategorien von Arbeitern gesondert eingetragen worden, zu trennen, auch ist bei solcher Einrichtung nicht nothwendig, daß die im Formular vorgemerkte Spalte 4 zu F. 1 des Reichsgesetzes ausgefüllt wird. Schließlich bemerken wir noch, daß fur jede Gemeinde und für jede selbstständige Gemarkung ein Ver— zeichniß aufzustellen ist. Dr. Braden. Betreffend: Das Landgestüt, hier die Bedeckung von Stuten durch die Landgestütsbeschäler in 1883. Friedberg am 9. October 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Verfügung vom 29. September l. J., Kreisblatt Nr. 115, noch im Rück— stande sind, werden hieran mit Frist von drei Tagen erinnert. Dr. Braden. Der Vorsand . * J Casino. g Abends 8 Uhr, General gesordnung: thvertrags, kuͤten, insbesondere dit Der Vorstand, 0„Deulsche Nähmaschinen! 5 8 2 13 S) a Vagylsuvf 1120 Eigcue Reparatur. Werkslätte. Friedberg den 6. October 1883. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausf Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die 1883 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Bekanntmachung. Hafer M. ührung des Reichsgesetzes über die Durchschnittspreise der nachbemerkten 15.—, Heu M. 6.—, Stroh M. 5.—. Naturalleistungen für die bewaffnete Artikel für den Monat September Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt, 9. Oct. Heute trat die 2. ordentliche evangelische Landessynode zusammen. Nach Beeidigung der neu eintretenden Mitglieder, Verkündigung der ueuen Einläufe und Wahl eines zweiten Präsidenten, trat das Haus in die Tagesordnung,„Berathung des Entwurfes des Kirchengesetzes, betr. die Erhaltung der kirch— lichen Ordnung in Bezug auf Trauung, Taufe und Confirmation“, ein. Die§§ 1—9 wurden angenommen. Darmstadt. Dem ev. Pfarrer Bang zu Sellurod wurde das Ritterkreuz 1. Klasse des Philippsordens verliehen; der Hofgarten-Ass. Göbel wurde zum Hofgärtner in Mathildenhöhe, dem Hofsilberverwalter Joeckel die Schloßver— walterstelle zu Kranichstein provisorisch übertragen. Der Pfandmeister Grünewald in Alsfeld wurde nach Gießen versetzt, sowie der Steueraufs. Debo Unglücklichen, Magyaren, die in früheren Zeiten ausgewandert sind, aber Magyaren blieben, im letzten Frühjahr nach Ungarn zurück. Nun stellt sich jedoch heraus, daß die armen Menschen von ihren bisherigen Wohnstätten im Auslande heim— gelockt wurden, weil ein Bauunternehmer zum Dammbau bei Pancsova billige Arbeitskräfte brauchte! Der Skandal, der Tausende von Men— scheu ins Elend gestürzt hat, wirbelt viel Staub auf und dürfte noch verschiedene Persönlichkeiten arg compromittiren. 9. Oct. Die Abgeordneten setzten die Debatte über den Antrag Tisza's fort. Agram, 8. Oct. Ein durch ein falsches Tele⸗ gramm veranlaßtes Gerücht von angeblicher Ab— nahme von Wappenschildern veranlaßte Ansamm— lungen ohne aggressiven Charakter. Das Mili⸗ tär räumte die Straßen, worauf sich die Volks— menge, welche mittlerweile aufgeklärt worden, verlief. Es ist die theilweise Zurückziehung der Truppen aus Zagorien(Banatgrenze) angeordnet. Norwegen. Christiania, 8. Oct. In der heutigen Sitzung des Reichsgerichts wurde die Verhandlung gegen den Staatsrath Vogt auf den 1. Dezember verschoben, die Verhandlung gegen den Staatsminister Kierulf soll derselben voraufgehen. Der Ankläger wird beantragen, daß die übrigen Anklagesachen ebenfalls bis zum zu Darmstadt zum Pfandmeister in Alsfeld ernannt. galt bei Damn, Straßburg, 9. Oct. Statthalter v. Man⸗ Carl 1 zeuffel ist gestern von Gastein wieder hier ein— 0 d zetroffen. al⸗/ Farb- K Ausland. g Geschäf Oesterreich-Ungarn. Pest. Eine leb⸗ U lag. hafte Agitation bezweckte vor einiger Zeit die nen a0 Theis,„Heimberufung“ die Csango⸗Magyaren aus Ru⸗ P- 92114 mänien und der Bukowina. In der That kamen ge, 1 einige Hunderte und später einige Tausende dieser 1 Carl 1. Dezember verschoben werden. Frankreich. Paris, 9. Oct. Nachdem die Generale Leval und Saussier, mit welchen Ferry verhandelte, das Amt eines Kriegsministers ab— gelehnt hatten, meldet ein Telegramm aus Paris, daß General Campenon zum Kriegsminister an Stelle Thibaudin's ernannt worden sei. Cam⸗ penon hatte das Portefeuille des Kriegs bereits Ende 188t in dem Ministerium Gambetta inne und für Ferry und die Gambettisten mag es erwünscht gewesen sein, ihren Sieg über Wilson und die Radicalen dadurch zu befestigen, daß sie einen der Ihrigen an die Spitze der Heeres— verwaltung stellten. In Campenon wird Ferry ein gefügiges Werkzeug erhalten. — Auläßlich von Madrider Depeschen, wo— nach der spanische Zwischenfall noch nicht erle— digt sei, sagt der Temps: Spanien formulire keine neue Reclamation, die bezüglichen Gerüchte seien irrthümliche und nur aus einer Polemik zwischen den Parteien in Spanien entstanden. — Amtliche Berichte aus Haiphong vom 26. September sagen, die schwarzen Flaggen begannen sich nach Laokai zurückzuziehen. Die annamitischen Bevollmächtigten sind in Haiphong angekommen und wollten sich nach Hanoi begeben. Nach Information des Figaro verständigte sich Frankreich, da es mit China zu keiner Ver— ständigung gelangen könne, mit den schwarzen Flaggen durch Zahlung rückständigen Soldes — 777. pppd ̃ ñ rr — und Freigebung des Besitzes zwischen Laokai und Honghoa liegenden Gebietes. Italien. Rom, 8. Oct. Der Papst empfing gesteru in der vaticanischen Basilika die Pilger⸗ schaft der italienischen Laien, bestehend aus 8000 Personen, worunter viele Römer. Der Papst wurde bei seinem Erscheinen mit lebhaften Zu— rufen begrüßt. Mailand, 8. Oct. Das deutsche Kronprinzen— paar ist hier eingetroffen und hat sich heute zum Besuche des italienischen Königspaares nach Monza begeben, woselbst die Herrschaften auch diniren werden. Türkei. Constantinopel, 8. Oct. Die Pforte hat heute die Ratificationsurkunde be— treffs der Donauconventlon versandt. — 9. Oct. Lord Dufferin verlangte und erhielt das Exequatur Baring's als Consul von Egypten. Serbien. Belgrad, 8. Oct. Pirotschanatz ist dem Vernehmen nach zum Gesandten in Wien und Migatowitsch zum Gesandten in London designirt. — 9. Oct. Nächsten Freitag wird der Minister des Aeußeren, Bogicevic, nach Wien reisen, um sein Abberufungsschreiben zu über— reichen und gleichzeitig die Convention der Conférence à quatre zu ratificiren. Bulgarien. Sofia, 9 October. Die Sobranje nahm mit großer Majorität die Con— ventionen wegen der Entschädigung an Rußland und betreffs des Eisenbahn-Anschlusses an und vertagte sich bis zum 27. November, um dem Ministerium Zeit zur Vorbereitung des Budgets zu gewähren. Der Entwurf bezüglich Abänder— ungen der Verfassung von Tirnowa wird nach Wiederaufnahme der Sitzungen berathen und sodann der großen Nationalversammlung unter— breitet werden. Aus Stadt und Land. W. Ober-Mörlen, 9. Oct. Bet der gestern statt— gehabten Bürgermeisterwahl stimmten sämmtliche hier an wesende Stimmberechtigten ab, ein Faktum, welches bei uns bis jetzt noch nicht vorkam. Die schon tagelang vorher sich demerklich machende Aufregung der Gemüthen erreigte ihren Höhepunkt um die Stunde der Verkündig ung des Wablresultats. Den Sieg trug die Partei des seitherigen Bürgermeisters Jeckel davon, indem derselbe mit 221 Stimmen wieder gewählt wurde, während sein Gegencandidat, Anton König XVI., nur 147 Stimmen erhielt. l. Okarben. Bei der am 6. Oetober stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister K. Fauerbach III. mit 66 von 74 abgegebenen Stimmen wieder gewählt. Allerlei. Dresden. Bezüglich des in den Voranschlägen für das Niederwald Denkmal unterschätzten Aufwandes, wo durch der Erbauer des Denkmals kaum vor unmittel barem Schaden bewahrt wurde, theilt der Reichsanzeiger mit, der Kaiser habe im Hinblick hierauf und in Wür— digung der Größe und Bedeutung des Meisterwerks dem Professor Schilling neben einer Ordens auszeichnung noch eine besondere Anerkennung in Gestalt einer Ehrengabe von 30,000 M. zugewendet und den Künstler am Ein— weihungstage davon durch ein huldreiches Handschreiben in Kenntniß gesetzt. Paris, 8. Okt. Der Expreßzug Paris-Bern ist heute früh bei Pontarlier entgleist. Gerichtssaal. Friedberg, 9. Oct. In heutiger Schöffengerichts— sitzung kamen folgende Fälle zur Verhandlung: 1) die Strafsache gegen Ludwig Dickel von Ober-Ohmen, wegen Diebstahls und Widerstands, sowie Verübung groben Unfugs und Ruhestörung. Angeklagter wurde in eine Gefängnißstrafe von 2 Monat und in eine Haftstrafe von 5 Tagen, unter Aufrechnung der seit dem 27. v. M. erlittenen Untersuchungshaft, verurthetlt; 2) die Straf— sache gegen Joh. Friedrich Mörschel und Joh. Wilhelm Mörschel von Nieder Florstadt, wegen Widerstands, Be— leidigung und Verübung groben Unfugs; der Erstere wurde in eine Gefängnißstrafe von 5 Tagen und eine Haftstrafe von 1 Tag und der Letztere in eine Gefäng— nißstrafe von 1 Woche und in eine Haftstrafe von 1 Tag genommen; 3) die Strafsache gegen Wilh. Beck, Wilh. Schmidt, Ph. Beck, Adam Stroh und Heinr. Sommer- lad von Nieder-Wöllstadt, wegen Körperverletzung; die vier letzteren wurden freigesprochen und Ersterer in eine Geldstrafe von 25 M. condemnirt; 4) die Privatklage— sache der Wilhelm Kost Ehefrau von Burg-Gräfenrode gegen Jakob Becker Ehefrau von da, wegen Beleidigung; die Angeklagte wurde in eine Geldstrafe von 15 Mark verurtheilt, der Anklägerin auch die Befugniß zuerkannt, den Urtheilstenor einmal im Oberhessischen Anzeiger auf Kosten der Angeklagten zu veröffentlichen; 5) die Privat- klagesache der Martin Petruv Ehefrau in Leidhecken gegen Joh. Görtler von da; Angeklagter wurde wegen Be— leidigung in eine Geldstrafe von 5 Mark genommen; 6) die Strafsache gegen Heinrich Stauf von Dauern— beim, wegen Widerstands und Verübung groben Unfugs; die Hauptverhandlung mußte vertagt und gegen den aus— gebliebenen Angeklagten Haftbefehl erlassen werden. Butzbach, 5. Oet. Das beutige Schöffengericht erkannte: 1) gegen Balthasar Wissig von Bodenrod, wegen Beleidigung, auf 10 M. Strafe und Tragung der Kosten; 2) gegen H. Müllers Eheleute von Eschen⸗ rod, wegen Diebstahls, Unterschlagung und Hehlerel, gegen Muͤller auf 2 Monate, dessen Ehefrau, geb. Weiß⸗ beck, auf 3 Monate und Tragung der Kosten; 3) Joh. Brücks VIII. Ehefrau von Bodenrod, angeklagt wegen Hnusfriedensbruchs, Beleidigung und Körperverletzung, wurde freigesprochen, dagegen die Joh. Hofmann VIII. Wwe., wegen dieser nicht begründeten Klagestellung zur Tragung sämmtlicher in dieser Sache entstandenen Kosten verurtheilt. 4) die Sache, Beleldigungsklage des Jacob Süß von Espa gegen Karl Jung von der Oes, kam nicht zur Hauptverhandlung, sondern wurde durch Ver⸗ gleich erledigt. 5) die Strafsache gegen Adam Hock von Holzheim, betr. Hausfriedensbruch, Körperverletzung ꝛe. mußte vertagt werden, da der Angeklagte nicht erschienen war. Es wurde gegen denselben Haftbefehl erlassen. Altenstadt. In der Donnerstag den 4. Oetober dahier stattgehabten Schöffengerichts Sitzung wurde in folgenden Sachen erkannt: 1) in der Strafsache gegen Konrad Bonrad und Jakob Würz von Langen Bergheim, wegen Diebstahls, wurde jeder in eine zehntägige Ge— fängnißstrafe, sowie beide zur Tragung der Kosten und in Ansehung der Auslagen unter Gesammthaftbarkett ver— urtheilt; 2) in der Strafsache gegen Georg Hofmann von Lindheim, wegen Thterquälerei, erfolgte Freisprech— ung des Angeklagten von Strafe und Kosten; 3) in der Strafsache gegen Johann Adam Hornung von Rommel— hausen, wegen Beleidigung, erhielt Angeklagter eine Geldstrafe von 15 M., eventuell 3 Tage Gefängniß und die Kosten; 4) in der Privatklagesache der Gg. Walther Wittwe von Langen-Bergheim gegen Adam Kraft II. Ehefrau von da, wegen Beleidigung, erfolgte Freisprech— ung der Angeklagten und Verurtheilung der Privat⸗ klägerin in die Kosten; 5) in der Strafsache gegen Ph. Berg von Rodenbach, wegen Pfandveräußerung, wurde Angeklagter in eine Gefängnißstrafe von 7 Tagen, sowie zur Kostentragung verurtheilt; 6) in der Strafsache gegen Heinrich Wenzel Wittwe von Rommelhausen, wegen Be leidigung, wurde Vertagung der Haupt- Verhandlung beschlossen. Luther in Worms. Oratiorium in 2 Theilen. Dichtung von W. Roßmann. Musik von L. Meinardus. Das Oratorium hat im Verlauf seiner geschichtlichen Entwickelung aus dem Dienst kirchlicher Liturgie sich völlig losgerungen und mehr und mehr das Wesen eines ideel vorgestellten musikalischen Drama's angenommen. Die sittlich- religiöse Seite des Inhaltes auf Grund christlichen Vekenntnisses ist dadurch keineswegs ausge— schlossen. Aber ein Stoff wie der vorliegende, der aus der Geschichte der deutschen Neformation geschöpft tst und in lebendiger Erinnerung der Nation fortwirkende Per— sönlichkeiten wie Luther, Kaiser Karl V., Ulrich von Hutten u. A. m. in die Mitleidenschaft der dramatischen Vorgänge hineinzieht, ein solcher Stoff konnte sich wohl äußerlich an die überlieferten Satzformen des Oratoriums anschließen, doch durften diese dem Bestreben nicht hin— derlich werden, den musikalischen Ausdruck mit allen vorhandenen Mitteln, die sich zweckmäßig erwiesen, zu gleichsam anschaubarer realer Wahrheit auszugestalten. Im Sinne eines solchen ideellen Dramas will der an die Spitze gestellte„einleitende Chor“ die Stimmung der deutschen Nation vergegenwärtigen, welche dem kühnen Unternehmen Luthers zur nothwendigen Grundlage diente. Unter dem allgemein empfundenen Druck der Hierarchie, bei der um sich greifenden Sittenverderbniß seufzte man nach einer rettenden That. Nach diesem Chor beginnt die eigentliche dramattische Entwickelung mit Luthers Fahrt nach Worms. Ein Zug von Pilgern und Freunden Luthers, unter ihnen Justus Jonas, ein feuriger, junger Theolog etwa in der Mitte der zwanziger Jahre, zieht langsam des Weges daher. (Die Bewegung des Zuges sucht sich in der Weise an— schaulich zu machen, daß man den Gesang des Pilger— liedes anfangs nur von einzelnen Stimmen gleichsam aus der Ferne vernimmt.) Der Zug hat sich seinem Ziel, der Stadt Worms, bis auf Sehweite genähert. Angesichts der drohenden Gefahr ruft Justus Jonas und seine Begleitung Gott an um Errettung von der Hand der fremden Irrlehrer. Aus einem Nonnenkloster ertönt(in ritueller Weise der römischen Kirche) ein Miserere. Die darauf folgende Scene vergegenwärtigt die Thatsache, welche zur Zeit der Reformatlon sich öfter vollzog, daß die neue Lehre Mönche und Nonnen ermuthigte, die Klöster zu verlassen. Katharina und ihre Klosterschwestern schließen sich eben— falls dem Zuge der Anhänger Luthers an. Luther bereitet sich indessen an abgeschiedener Stelle durch Gebet auf die ihm nahenden Kämpfe vor. Diese treten zunächst an ibn heran in der Form von Versuch— ungen, denen er Festigkeit entgegensetzt. Glapio, ein Abgesandter der päpstlich-kaiserlichen Widersacher, sucht ihn zur Untreue an der Wahrheit vergebens zu bestimmen durch die Vorspiegelung hoher kirchlicher Ehren, nament— lich des Bischofstabes.— Ulrich von Hutten mit einem Aufgebot von Reichsrittern bemüht sich mit nicht glück⸗ licherem Erfolg, Luther vor der drohenden Reichs Acht zu warnen und erbietet sich, die Herrschaft Roms mit dem Schwerte aus deutschen Landen zu vertreiben. Luther lehnt das Anerbieten im Vertrauen auf die Macht gött⸗ lichen Wortes ab, und führt den Zug nach Worms, dessen Nähe nunmehr durch Hornsignale der Thürmer angedeutet wird. Unter dem Gesang des Pilgerliedes erreicht der Zug die Stadt. Den zweiten Theil des Oratoriums eröffnet der feier⸗ liche Einzug des Kaisers Karl V. in den Stitzungssaal des Reichstags unter dem Zujauchzen der Volksmenge. In seiner(geschichtlich beglaubigten) Thronrede verkündigt der 21 Jahre zählende Katser die wesentlichsten Grund— sätze seiner erst vor Kurzem angetretenen Regierung. Die römische Kirche nimmt durch ihren Vertreter, Glapio, den Arm des Kaisers zunächst in Anspruch gegen den vom Bannstral des Papstes bereits getroffenen deutschen Mönch, den sie der Verwirrung der Christenheit und der öffentlichen Verhöhnung heiliger Satzungen beschuldigt. Glapio fordert die Vernichtung desselben. Der Kaiser beruft sich auf das sichere Geleit, das er dem Witten— berger Mönche gegeben und ordnet dessen Verhörnahme vor dem Reichstage an Herolde tragen den kaiserlichen Befehl weiter. Nach schwerem innerlichen Kampf(der durch Mittel reiner Instrumental-Musik angedeutet ist) begibt sich Luther nach dem Sitzungssaal, am Eingang mit Georg von Frundsbergs und der Seinen Muthzu— sprüchen begrüßt. In dem nun folgenden Gericht, dessen Wortführer nach patriarchalischer Weise der Katser in Person dar— stellt, treten die Parteien als Doppelchöre einander gegen— über, nachdem Luther, der die beängstigende Last der schweren Verantwortlichkeit allmählich überwunden hat, mit Kraft aber im Gefühl demüthigen Vertrauens auf die Hülfe dessen, der ihn zum Vorkämpfer einer gerechten Sache erkoren, erklärt hat, daß er seine Lehre nicht anders widerrufen dürfe, als wenn man ihn auf Grund der Schrift mit bellen, klaren Gründen eines Besseren überführt haben werde. Nachdem der durch diese Ent— scheidung hervorgerufene Tumult des Volkes sich gelegt, interpretirt eine Stimme(Martha: Alt) die Gesinnung der Freunde Luthers. Friedrich der Weise, Kurfürst von Sachsen, bemüht sich vergebens, den Strelt gütlich zu schlichten und den Kaiser für das reformatorische Werk zu gewinnen. Der Kaiser entscheidet sich für Rom, lehnt das Gericht über die Glaubensfrage zwar ab, verhängt aber als weltlicher Richter über Luther die Reichs Acht, jedoch unter nochmaliger Zusicherung freien Geleites. Unter dem Protest der Päpstlichen, die den„Vermale⸗ deiten“ sofort dem Feuertode zu überliefern fordern, stoßen sie ihn aus der Gemeinschaft der Kirche aus mit den rituellen Flüchen der sogenannten großen Exeommu— cation. Luther setzt denselben die Aechtung buchstaben— gläubigen Werkdienstes entgegen und wird von dem Zu⸗ ruf eines Weibes aus dem Volke(„Martha“) begrüßt, der sich auf einen historischen Bericht gründet. Glapio spricht die vollendete Kirchenspaltung aus, deren Ver— antwortung Luther ablehnt und mit Beziehung auf eine Verheißung des Evangeliums deren einstige Heilung pro— phetisch verkündigt. Für die Noth während der Kämpfe tröstet er die Seinen mit dem Hinweis auf die gerechte Sache, die Gott selber richten werde, und stärkt sich und seine Freunde mit dem reformatortschen Kriegsliede:„Ein“ feste Burg ist unser Gott.“ Luther stimmt dasselbe allein an, als der Anfänger der neuen Zeit, und indem mehr und mehr Stimmen sich anschließen, soll die Ausbreitung seiner Lehre und die Gründung der evangelischen Kirche symbolisch vergegenwärtigt werden. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Oet. Wochenmarkt. Butter kostete er Pfd. M. 1.10— 1.20, Eier 1 St. 8, 2 St. 15 Pf. Friedberg, 9. Oet. Fruchtbericht. Watzen M. 20., Rorn M. 16.50, Gerste M. 16.—18., Hafer M. 13.— 14. Alle Peeise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Grünberg, 6. Oct. Fruchtpreise. Welzen M. 20.30, Korn M. 18.10, Gerste M. 15.00, Hafer M. 14.20. Erbsen M. 19.60. Gießen, 9. Oet. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.05—0.00, Eier 1 St. 6—7 Pf., Käse per St. 58 Pf., Tauben per Paar M. 0.65 0.80, Hühner per Stück M. 1.00 1.50, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.30, Enten per Stück M. 1.40 1.60, Ochsen⸗ fleisch per Pfd. 70—72 Pf., Kuh- und Rindfletsch 56 bis 60 Pf., Kalbfleisch 50 51 Pf., Schweinefleisch 62 bis 64 Pf., Hammelfleisch 62—70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00 4.00, Gänse per Pfd. 55—60 Pf., Zwiebeln per Centner M. 8.00- 9.50. Frankfurt, 9. Okt. Heu⸗ und Strohmarkt. Es standen am Platze 51 Wagen und wurde bezahlt je nach Qualität per Ctr. für Heu M. 2.80 3.70, für Stroh M. 3— 3.30. Frankfurt, 8. October. Frankfurter Produkten⸗ börse.(Offieielle Notirungen.) Weizen still, eff. hiesiger und Wetterauer M. 20.25, fremder M. 19.50 bis 20.50, per diesen Monat M. 20.00. Roggen still, eff. hiesiger M. 17, fremder M. 16.75— 17.25, per diesen Monat M. 16.75. Gerste eff. hiesige und Wetterauer M. 17— 18.00, fremde M. 18— 20. eff. hiesiger M. 14.25—50, fremder M. 14.25— 15, per diesen Monat M. 14.50. Rüböl still, effeetiv ohne Faß hiesiges in Parthien von 50 Ctr. M. 39. Brannt⸗ wein still, effeetiv ohne Faß M. 46. Mehl Nr. 1 M. 39, Nr. 2 M. 37, Nr 3 M. 32, M Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berl. Marke) M. 23.00 bis 23.50, J.(Berl. Marke) M. 21— 21.50, II. do. M. 18. Hafer stlll, —— e U aba argent 0 ingssaal, am Elngan der Seinen Mahn. last. fe an nager in Person dar velchöre einander gegen. fac ulla dafl der icde dame rlinypfr int gen 9 8 155 gerechten er seine Lehre nicht n man ihn auf Grund ründen eines Vesseren der durch diese El des Volkes sich gelegt 9 1%(6 a g Alt) die Gesinnung er Veise, Kurfürst vo den Strelt gütlich zu reformatorlsche Werk et sich für Rom, lehnt ige zwar ab, verhängt uther die Reichs Ach, erung freien Geleit n, die den„Vermalk⸗ u überliefern fordem, aft der Kitche aud ni inten großen Epronnu⸗ e Aechtung buchsabn⸗ und wird von zun Ju e(„Martha“), richt gründet. Gahe ung aus, deren A; ilt Beziehung auf elt n einstige Heilung pin während der Kämpfe dweis auf die geruch rde, und stäkt sich und schen Ktiegsliede: 6 r süimmt dasselbe allen Zelt, und indem meh n, soll die Ausbre⸗ der evangelischen Klacht zerleht. bt. Butter loft berg 2 St. fh f. atzen N. 20, odutel f. el 0 80 „ 100 ff furtet Pt. Ausbreitung 5 ü Frankfurt, 8 Oet. Viehmarkt. Ochsen waren irca 280 Stück zum Verkauf gestellt, 1. Qualität per Ctr. Schlachtgewicht M. 75 77. bis M. 80., 2. Qual. M. 72—73. Kühe und Rinder waren eirea 300 Stück aufgetrieben und wurde bezahlt für 1. Qual. M. 65., für 2. Qual. M. 60. Bullen, von denen 16 Stück an⸗ getrieben waren, kosteten 1. Qual. M 62—63., 2. Qual. De. 58- 60. Kälber waren 365 Stück vorhanden, unter enen wahre Prachtexemplare, die aber auch 80 Pf. per Pfund kosteten, andere von 7060 Pf. herunter. Hämmel sstanden etrea 30 Stück, Schafe circa 150 Stück am Markte, erstere wurden mit 65 Pf. per Pfund, letztere, durchweg geringe Qualität, mit 60 Pf. bezahlt. Der Zutrieb in Schweinen, Hannoveraner und aus der Nach—⸗ sbarschaft, beltef sich heute auf eirea 400 Stück, welche imit 62—64 Pf. per Pfund bezahlt wurden; der Zutrieb n der ganzen Vorwoche betrug eirea 900 Stück. Span⸗ ssäue das Pfund 50 Pf. Literarisches. Daheim 1884. Nr. 1 enthält: Er lebt! Eine Erzählung von E. Oswald.— Begegnung der ver⸗ Ertebenen Salzburger Protestanten und des Königs Friedrich Wilhelm J. Bild von Fr. Neuhaus.— Die Vertreibung der Salzburger Emigranten. Von Th. H. Pantenius. Fr. Neuhaus. Der Maler der „Salzburger Emigranten.“ Von A. Fellin. Mit Porträt. — Ein Regentag auf dem Lande. Eline lustige Geschich te won H. Arnold.— Die Kaiser Wilhelms-Spende. Von Dr. R. Ludloff— Koburg.— Erste Kunststudien. Bild won L. Knaus.— Am Familientische: Neu Casamieckola. — Ein Rezept wider die Franzosen.— Der Geburtsort des Pontius Pilatus.— Rechtsrath.— In unserer Spielecke.— Mit zwei illustr. Beilagen. Geld⸗Cours. i Frankfurt, am 10. Oetober 1883. 20-⸗Frankenstücke V16. 1721 do. in 1½ 16. 16-20 7 Englische Sovereings. 20. 32-36 1 Russische Imperiale 16. 71-76 2 Ducaten. 8 9. 70—75 eee 9. 63—67 Dollars in Gold. 4. 18 22 0 1 510 b. 25 * Jsraelitischer Gottesdiensl in Friedberg Sabbathfeier vom 13. Oetober 1883: Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 45 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr. 5 Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 6 Uhr. Wochengottesdienst von Sonntag den 14. bis inel. Montag den 15. Oetober Morgens 6¼ Uhr, Nachmit— tags 4½½ Uhr. Dienstag den 16. und Mittwoch den 17. October 1883: Laubhüttenfest. Das Anfahren von 6800 Stück Kohlenklötzen von dem Melbacher Berg— werk für die städtischen Schulen soll Freitag den 12. d. M., Vormittags 11 Uhr, öffentlich an den Wenigstnehmenden auf hlesigem Rathhause versteigert werden. Friedberg den 10. October 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Stein häußer. Bekanntmachung. Nächsten Freitag den 12. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll auf dem Rathhause zu Kaichen 1) das Anfertigen von eirea 19,900 Drainsträngen, 2) das Anfahren von eirea 229 Tonnen Drainröhren unter den im Termin bekannt zu gebenden Bedingungen öffentlich versteigert werden. 3652 Der Culturtechniker 1 Schneider. Arbeits-Vergebung. 364 Gesucht für England ein israelitisches, frommes, gebildetes Mädchen, das gut schneidern kann und außerdem der Hausfrau, wenn nötbig, in Allem behülflich sein kann. Adressen an 3585 Homburg v. d.. 5 Frits Schiehꝶs Buchhandlung. In der Villa BGritania in Bad-Nauheim sind sämmtliche Möbel Neue geschälte Victoria⸗Erbsen, Neue Linsen, sächsische Waare, in bestkochender Qualität. i J. A. Windecker. Hofapotheke zum Engel. Ludwigs ⸗Wasser in stets frischer Füllung, den Krug zu 10 Pfennig. Bei größeren Abnahmen frei ins Haus. 3479 C. Görtz. Eiserne Vettstellen, F G M. Reuss. Blauer Vitriol 3403 bei Georg Gross. Die Dampf-Aaffeebrennerei] von A. Zuntz sel. Wwe. Gonn a. h. Berlin C. Gegründet1837. Gegründet 1837. f bringt ihre Speetalitäten 1 0 5 N Gebr. Java⸗Kaffee's in empfehlende Erinnerung. 82 Ia. gebr. Java Kaffee 1.60 Mark in Packeten von /⁰ und ½ Kilo. Jedes Packet ist mit meiner Firma und Schutzmarke versehen. 5 Niederlage in Friedberg bei Herrn M. Eckstein. 75 10* H. Strauß. Alteustadt bei Herrn W. Weith. 55 Bönstadt bei Herrn A. Haas und bei Herrn Elias Müller. Butzbach bei Herrn Z. Lilienstein. Dorheim bei Herrn Johs. Braun. Echzell bei Herrn S. Simon Wittwe. Grünberg bei Herrn J. Weifenbach. Heldenbergen bei Herrn Moses Strauß. 77 bei Herrn Lob Speier Wittwe. Homburg v. d. H. bei Herrn Ferd. Datz. Hungen bei Herrn A Buch. Klein⸗Karben bei Herrn S. Ortenberger. Lich bei Herrn H. Zimmer VII. Nauheim bei Herrn Geo. Ph. Ludwig. Nieder ⸗Florstadt bei Herrn Michel Adler. Nieder-Weisel bei Herrn H. Heinemann. Nieder-Wöllstadt bei Herrn Tobias David. Ostheim bei Herrn S. Kaufmann. Rodheim v d. H. bei Herrn D. Stern l. Schotten bei Herren S. Kaufmann Söhne. ÜUlfa bei Herrn Georg Gottwalls VII. Vilbel bei Herrn C. H. Kullmann. .cer Steinfurth den 8. October 1883. Bremen. Amerika. M. Abraham, Mainz, oder dessen Agenten J. Schulhof, Fricdberg. Kuh K Pferdedecken in verschledenen Größen und Qualitäten sind soeben bei mir eingetroffen und empfehle solche zu sehr billigen Preisen. Die Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd in Bremen fahren regelmäßig Mittwochs und Sonntags nach Wegen Passage wende man sich an den Hauptagenten Die Niederwald-Festnummer der Leipziger illustrirten Zeitung ist vergriffen und wird seitens des Verlegers nicht neu aufgelegt. Bestellungen auf die Luthernummer (48 Folioseiten, Text von Prof. Köstlin, mit 60 Illu⸗ strationen) sind bis zum 14. October zu machen, da auch diese Nummer nur in beschränkter Anzahl gedruckt wird Carl Bindernagel. 2* Friedberger Casino. Donnerstag den 11. d. Mts., Abends 8 Uhr, General— versammlung mit folgender Tagesordnung: 1. Abschluß eines neuen Miethvertrags, 2. Aus besserung der Lokalitäten, insbesondere des Saales. 3640 Dex Vorstand. Strickwolle in allen Farben und Qualitäten zu äußerst billigen 25 Preisen frisch eingetroffen bei 3463 2 e d Och. i nübenaushebe-Pflüge Friedberg. G. Schudt. Ueue Grünkern, per Pfund 36 Pfennig. staufmann Stern, Usagasse. Gestrickte Kinderkleider, ar beschg und Gamaschen, sowie Schlaber billigst bei K. Friedrich. Zugstränge und Ackerleinen, sowie alle Seilerwaareu billigst bei Carl Damm, 3632 Usagasse. Fuͤr mein Colonial-, Farb⸗ und Eisenwaaren-Geschäft suche zum sofortigen Eintritt einen Lehrling. P. Theis, vorm. G. Haustädt. 3638 5 Herren-Hemden, Damen⸗ Hemden, Kinder⸗Hemden empfiehlt C 50,000 hochstämmige Wildlinge können zu hohen Preisen geliefert werden an 3648 Bad⸗ Nauheim. B. Klinkerfus, Gärtner. Erdarbeiter werden bi der Gießener Wasserleitung im Stadtwalde, Schneise Nr. 8, au genommen N Agenten, thätige, sucht gegen hohe Abschlußprovision eine solide, gut eingeführte Viehversicherungs⸗Gesellschaft, auch Trichinen⸗Versicherung. Offerten unter J. 4158 an die Annoncen-Expeditson Tu. Dietrieh& Co. 3647 Gg. Eichelmann. 7 55 925 3277 S Grundarbeiter sucht das 3653 Basaltwerk Bruchenbrücken. Eine Grube Mist 3654 H. Bindewald. Ein tüchtiger Branntweinbrenner wird gegen hohen Lohn sofort gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3596 Eingemachte Häringe, per Stück 10 Pfennig, andere 7 Pfennig. Raufmann Stern, zu verkaufen. sofort aus der Hand zu verkaufen. 3582 zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. Ein freundliches möblirtes Zimmer 3655 VVV'frfrr Usagasse. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. ee ee ee eee ee eee e . ee eee eee eee ee ee. CCC 7 2 . 7 Winter-Tuhrplan der Main-Weser-Bahn num 15. Uctuber 1883 ab. die Expreßzüge, sowie die Courier- und Schnellzüge sind mit fetten Ziffern gedruckt. Hierzu Fahrplan des Eisenbahn-Direetions-Bezirks Hannover„Winterdienst“. 1.—4. Cl. 1.— 4. Cl. 1.—3. Cl. 1.—4. Cl. 1.—4. Cl. 1.—2. Cl. 1.—4. Cl. 1.—4. Cl. FE 1 Cl. 1.* Cl. Nachts. Nachts. Nachts. Nachts. Vorm. Vorm. Vorm. Nachm. Nachm. Nachts. Nachts. r%%— 5 35 8 0— 107 IN ˖˖˖ͤů·ů ͤ Wilhelms höhe bf 7 0— 5 8 8 1 8 8 G ters an 7 45 10 55 2 2 N 3 52 3 8 24 3 2 28 i 3 guntershausen„5 1— 2 5 53 8.8 125 4 40 8 2 Grifte 7 59————— 8 344 1331“—— Gensungen. 8———— 81 1 46 2— 5 Wabern(Bad along, 5 8 30 11 36——— 6 15 8 58— 1 56 5 2— 5 Borken. 8 46 11 52———— 9 12— 2 10——— Zimmersrode. 5 e„— 9 23— 2 22——— Schlierbach i 9 10—„ 5 5 5 2 85 7 a%— 6 46 9 40— 2 38 ᷣ 5 3— Treysaa n— 6 50 2 42 1 Neustadt o——. 9 59— 2 56——— Allendorf.„9 58———.. 10 144— 1—— Kirchhain. 1 ee—— 00 M„— Cölbe 1————— 10 38— 3 36—— an 10 35 1 3 4 42—— 7 36 10 44 1 342 624.. Marburg. N* 5— 5 1 5 915 Dr; ab! 10 40 111 5 8 7 40 10 49— 3 46 6.28 6 37— Nieder-Weimar 5 10 50——— 5 50——— 3 57— 6 48—— Fronhausen e—— 5— I 4 7— 6 58— an I 11 2 12—— 6 10— 1116— 4 16— 1— Lollar*—— f 8„. ä ab 11 13 2 I— 2— i— 4 18— 2— Gießen„ 22 2 26 4 5 3 8— 6 24 1 10 1 29 3 429 6 58 7 21— 5 g ab!— n 2 11 40 1 105 1 7 50— Lang-Göns 1. 3 9— 0 11 54 2 13 5 0— 8. 9— Butzbach„4— 1 4 53 8[oc 826— Bad-Nauheim,— 3 42—,, 24433300 842— Friedberg 1 5. 2 0 22 50 5 33 7 45 849— 5. 1 5 5 2% ee ne Bruchenbrücken 5———„— 12 39— 5 45——— Nieder-Wöllstadt 5— 7. i— 12 46* 5 52— 9 9— Groß-Karben— 3 1— 5 46 2— 12 54 3 12 8 2— 9 19— Dortelweil.—„ 5 53 7 58— 1 0 5 e 8 8 8 9 26— Vilbel 1— 4 31— 6 22 8— e 3 28 6 16—— 9 35— Bonames. 5— 4 41 5 832 8 16— 1 16 5 6 24. 9 45 Bockenheim 5— 4 53— 6 47 8 28 11 27 3 48 6 35— 9 56— Frankfurt. an VVV 1 33 3 54 6 1 2— 1.4. Cl.] 1.—4. Cl.] 1.—3. Cl.] 1.3. Cl. 1.—8. Cl. 1.—4. Cl. 1.—4. Cl. 11 fl. 1.—2. Cl. 1.—4. Cl. 1.8. Cl. 1.4. C. 8 Nachts. Vorm. Vorm. Vorm. Mittags. Nachm. Nachm. Nachm. Nachts. Nachts. Nachts. Nachts. Frankfurt. ab!— 6 18 817 9 45 12 0 12 30 2 33 5 15 ͤ ff ß; Bockenheim 5— 6 25 9 53. 12 39 2 41 5 23. 8 53— 11 18 Bonames.— 6— 193— e 5 35— 9 5—B Vilbel— 6 45— 10 14— 1132 2 85 5 44— 9 14— 11 39 Dortelweil. 1— 6 52— 10 21. 110 3 10 5 51— 9 21— Groß-Karben 0— 6 58 8 10 27— 170 318 5 57 9 28— 11 59 Nieder- Wöllstadt— 9— 10 37— 1 29 3 26 10— 9 37— 12 Bruchenbrücken 5— 13——— 136— 6——— 1 Friedberg. W 720 8 57 10 7 12 0 143 336 6 20 9 0 49— 12 14 g f abdů— 7 23 8 59 10 52 12 41 1 49 3 40 6 23 7 57 952— 12 Bad-Nauheim„— E 3 159%%ͤ ũ ́§)ũ P— Butzbach— 7 48— 118— 2 16 1 5 6 49— 10 19— 12 45 Lang-Göns 1 8 1— 1 le— 2 30 4 18 2— 1092— 12 58 Gießen. anf— 8 1 0 II i 45 12 12 1 FFTTTTCTTTCCCC„ 8 54 ů 8(( f Lollar an 5 53 8 40— 12 4—— 4 56 9 10—— 1 41 g ab] 3 57 8 42— 12—— 4 58 9 16 8 F 1 43 Fronhausen, 7 82— l 8. 5 9 9 3.. 1 54 Nieder-Weimar r.. 4 19 9 3——. 8 5 19 9 48. 5—.— N Marburg. I 1 e 5 1 55 5— 5 585 10 3 2.14 N 12 4 5 ab 4 36— 10 28 12 38 1 51 8 5 35— 9 17— 12 49 2 Cölbe 4 45—— 12 46—— 5 43 5.——. Kirchhain. 1 10 47 1. 3——— 3 ᷑ ÜUñ. dq 3 2 Allendorf. 5 16—— 1 14 8— 6 3. 5— Neustadt 1 5 36—— 1 33.—— 6 31 9 2 2 8 2 3 11 Treysa. N 5—¹—.— 11 19 kA 6 45 82 2 10 8— 135 326 . JVC 6 50 3[2 138 3 31 Schlierbach 6 8— 8— 5 1 6 59— 8 1„ 8 rode. 619—— 2 1—— 710——— 3 48 Borken 8 6 30.— 2 17 8 17111 1.— 3 58 Wabern(Bad W̃ n 6 47— 2 0 3 10— 1 8— S 10 41—— 4 1 Gensungen. 3—— 2 41—— 7 48 5 8—— 8 4 24 Grifte VV 8 2 5„ 72 8 1 Guntershausen 9 2 r IC . 77 ab! 7 29— 11.— Ni—— Wilhelmshöhe 0 7 47— 12 33 3 20 5— 8 33 1 2.; Kassel an] 7 54— Ec—— 8 40 II 5 2 45 5 10 2