Dienstag den 10. Juli. M79. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. sadt. 8. kstadt. schenfef. 75 10883. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Bonner tag aan Seng. 3 he 15 hiestge Ge- Fabnenweshe, Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen⸗ oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 P ö f..; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets 1 Post ug Amtlicher Theil. f Bekanntmachung, die Reparatur der Nidda⸗ Brücke bei Nieder⸗Florstadt betreffend. 4 In Folge Reparatur der Nidda Brücke bei Nieder- Florstadt kann die abgesprieste Fahrbahn der Brücke und die zu errichtende Noth— brücke nicht von schweren, mehr als 3000 kg wiegenden Fuhrwerken passirt werden, und wird daher das Befahren dieser Brücke mit übe! 3000 kg schweren Fuhrwerken für die Zeit vom 9. bis 30. laufenden Monats andurch untersagt. t.Comite. — er. arl Walter. Friedberg den 6. Juli 1883. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. läser, 7 5 8. Bekanntmachung. ö Krüge Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Kreisausschuß während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September laufen— 0 den Jahres Ferien hält. t Viltwe. Friedberg den 9. Juli 1883. Der Vorsitzende des Kreisausschusses des Kreises Friedberg. nahnen,„ Dr. Braden. Wegen Beitels bestraft: Constantin Schäfer aus Hof und Heid, Kreis Fulda; Johannes Bischange aus Altenstadt; Joseph Anton Fluch aus Sindernheim, Bezirksamt Frankenthal; Heinrich Kopp aus Ziegenberg; Konrad Schultheis aus Langen-Selbold, Kreis Hanau; baum, Philipp Böff aus Fechenheim; Hermann Ketz aus Speldorf, Kreis Mühlheim; Caspar Gabriel aus Schönstadt, Kreis Marburg; Heinrich osse. Deines aus Lindenstruth; Johann Horn aus Frickhofen, Amt Hadamar; Ludwig Hansel aus Fuͤrth, Bayern; Weber Ignatz Eckert aus Soden, u eingerichtte kreis Schlüchtern; Otto Schröder aus Königsberg, Preußen; Karl Schnell aus Wenings, Kreis Büdingen. umern, nebst zu vermiethen. Steckbrief. Der Schuhmacher Georg Link von Seligenstadt, zuletzt auf der Russensteinfabrik des Karl Schwalm zu Rodheim v. d. H. beschäftigt, ist auf Grund richterlichen Haftbefehls wegen Diebstahls zu verhaf ten und in das Amtsgerichtsgefaͤngniß zu Vilbel einzuliefern. ⸗Conditor. Friedberg den 5. Juli 1883. Der Großherzogliche Amtsanwalt. 0 0 J. V: Dieffenbach. Tale. t, von A bis Deutsches Reich.— Das Regierungsblatt Nr. 18 enthalt] die Unterredung mit den Prinzen von Orleans M. Reuß. „sowie untwein E Eilun H. ttoffel Sundl Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 17 enthält: Bekanntmachung, die Prüfung der Aerzte betreffend. — Der Reallehrer Litt zu Michelstadt wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt. — Auf der Tagesordnung der Sitzung der ersten Kammer am 10. Juli stehen ferner: die Vorlage wegen der Errichtung einer stehenden Brücke über den Main bei Kostheim; die Vor— lage wegen Berücksichtigung des Gebührenein⸗ kommens der Großh. Steuer-Commissäre bei Pensionirung derselben; die Mittheilung der zweiten Kammer über den Antrag der Abgg. Tecklenburg, v. Rabenau und Dittmar, die Her— die Verordnung, den Vorbereitungsdienst und die Prüfung der Regestratoren, der Assistenten des Gerichtskostenrevisors und der Hülfsgerichts— schreiber bei den Untersuchungsrichtern betr. Berlin. Bau-Inspector Häger(Berlin) wurde vom Arbeits-Minister dem Architekten Wallot beigegeben, um neben diesem die tech⸗ nische und geschäftliche Oberleitung des Reichs⸗ tagsbaues zu führen. Potsdam, 7. Juli. Die Prinzessin Wilhelm wurde heute abermals von einem Knaben ent— bunden. Neuwied, 8. Juli. Die Königin von Rumänien hat soeben ihre Rückreise mittelst Separatzuges angetreten. soll sich der Graf befriedigt ausgesprochen haben. Der Papst hat dem Grafen telegraphisch seinen Segen gesandt. Das Befinden des Letzteren hat sich etwas gebessert. Die Erbrechungen haben aufgehört. Prag. Der Statthalter legte dem Landtage ein Schreiben des Ministeriums vor, welches den Landtag um ein Gutachten über die Revision des Heimathsgesetzes ersucht. Schweiz. Bern, 7. Juli. Der Stände— rath hat beschlossen, in die Berathung des Generaltarifs einzutreten. Belgien. Brussel, 6. Juli. Die Repräsen⸗ tantenkammer beschloß mit 113 gegen 11 Stim— men auf den von sechs Brüsseler Deputirten gestellten Antrag auf Revision der Verfassung erfässer stellung von lithographirten Katasterkarten betr. Ems, 6. Juli. Der Kaiser ist mit Gefolge gestellte au on, 0 Auf der Tagesordnung der Sitzung am 11. Juli heute nach Coblenz abgereist. Am Bahnhofe hatten nicht einzugehen. Sechs Mitglieder hatten sich Daum stehen: die Vorlage wegen Gewährung einer sich zur Verabschiedung die Spitzen der Behörden, der Abstimmung enthalten. ge Zinsengarantie für eine Aktienunternehmung be⸗ sämmtliche anwesende Fürstlichkeiten, die Ge— Frankreich. Paris, 6. Juli. Reuters ider gen neuesten 20 true igen Preisen 0 de ell treffs Herstellung und Betrieb der Dampf⸗Ketten⸗ schleppschifffahrt auf dem Main für die Strecke Mainz⸗Aschaffenburg; die Vorlage wegen Be⸗ willigung einer weiteren Summe von 125,000 M. an die durch die Ueberschwemmungen des letzten Winters Beschädigten, sowie Genehmigung eines dreiprocentigen Darlehens an die Gemeinde Trebur; die Mittheilung der zweiten Kammer über den Antrag der Abgg. Böhm und Kugler, die Aufnahme armer Waisen in die Landes— Waisenanstalt betr.; die Mittheilung der zweiten Kammer über den Antrag des Abg. Tecklenburg wegen des Ausbaus der Straße in den Gemark— ungen Melbach, Weckesheim und Gettenau; die Mittheilung der zweiten Kammer über die Vorstellung des A. Höpfner und Genossen zu sandten, sowie die distinguirten Badegäste ein⸗ gefunden. Die Damen überreichten dem Kaiser Blumenbouquets und das zahlreich versammelte Publikum brachte enthusiastische Hochs aus, fur welche der Kaiser wiederholt dankte. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 6. Juli. Chambord lud den Grafen von Paris, die Herzöge von Nemours und Alengon ein, am Sonnabend nach Frohsdorf zu kommen. Während der verflossenen Nacht sind wieder Erbrechungen eingetreten; heute früh war der Zustand Cham⸗ bords ruhig. Frohsdorf, 7. Juli. Graf Chambord empfing Mittags den Grafen von Paris und die Herzöge Bureau meldet aus Sydney, daß ein französisches Kriegsschiff auf den neuen Hebriden die fran⸗ zösische Flagge aufgehißt habe. — 7. Juli. Das Journal de Paris meldet, die Truppen Desbordes' wurden nach erfolg— reichen Kämpfen am oberen Senegal vom Typhus ergriffen. Die Krankheit hat sich so ausgedehnt, daß der Commandant des Transportschiffes Garonne sich weigerte, die Soldaten einzuschiffen, indem er fürchtete, die Schiffsmannschaft in Mitleidenschaft zu ziehen. Großbritannien. London, 6. Juli. Uuter⸗ haus. Gladstone theilte mit, Charles Lesseps wäre in London eingetroffen, Ferdinand Lesseps würde erwartet. Beide folgen einer Einladung der britischen Regierung, da ein persönlicher 0 rubran 1 Bad⸗Nauheim, Verbesserung des vom Bahnhof von Alengon und von Nemours, obwohl die Meinungsaustausch betreffs des zweiten Suez⸗ 5 Spiciln daselbst nach der Stadt sührenden Curvenwegs Aerzte davon abgerathen hatten. Chambord cauals wünschenswerth wäre. Die Grundlagen e be. betr.; die Mittheilung der zweiten Kammer über richtete sich von seinem Lager auf, als die Prinzen] des Arrangements seien bereits vereinbart. f Es b Wittu— den Antrag der Abgg. Ellenberger und Genossen eintraten und umarmte den Grafen von Paris. sei zu hoffen, daß dieselben zu einem befriedigen— 9——— wegen Regulirung und Eindämmung der Nidder und Nidda, sowie wegen des Antrags des Abg. Dittmar, betr. die Regulirung der Usa. Die Unterredung war von kurzer Dauer. Die Prinzen verließen in tiefer Bewegung das Zimmer und kehrten alsbald nach Wien zurück. Uebe den Antrag Masons, das den Abkommen führen.— 7. Juli. Das Unter— haus verwarf mit 130 gegen 114 Stimmen parlamentarische Wahlrecht auf Frauen auszudehnen, welche be⸗ reits municipale Rechte ausüben. — Der erste Secretär bei der britischen Botschaft in Paris, Plunkett, ist zum Gesandten in Beddo ernannt worden, an dessen Stelle der Botschafts-Secretär in Berlin, Walsham, ver— setzt wurde. Spanien. Madrid, 6. Juli. Der Gesuud— heitsrath in Gibraltar verfügte eine 21 tägige Quarantäne fur alle Provenienzen aus dem Orient, welche den Suezcanal nach dem 28. Juni passirt haben. Das Auftreten der Cholera in Carthagena wird dementirt.— In Feres sind 43 Auarchisten verhaftet worden. Türkei. Constantinopel. Die Pforte richtete eine Note an den österreichischen Botschafter v. Calice, worin sie um Abänderung des öster— reichisch-⸗türkischen Handelsvertrags ersucht. Rußland. Petersburg, 7. Juli. Der Kaiser und die Kaiserin empfingen gestern im Winterpalais zahlreiche Deputationen, welche Salz und Brod, Heiligenbilder und Adressen überreichten. Die deutschen Reichsangehörigen brachten eine prächtig ausgestattete Adresse dar. Aus Stadt und Land. Rockenberg. Einem am hiesigen Platze längst ge⸗ fühlten Bedürfnisse— Gründung einer freiwilligen Feuer— wehr— wurde durch die freundlichen Anregungen und Bemühungen des Direktors der hiesigen Straf- Anstalt, Major Kattrein, Abhülfe geschafft. Die Feuerwehr hat sich berelts am 1. Juli konstituirt. Die Ausbildung soll durch den Kommandanten der Friedberger Feuerwehr er— folgen. Zur Beschaffung der Uniform und Geräthe wurde schon jetzt ein Staats-Zuschuß von 600 M. be⸗ willigt und sollen von Seiten verschiedener Versicherungs⸗ Gesellschaften namhafte Beiträge in Aussicht gestellt sein. Den fehlenden Rest will der edle Anreger in sehr er— kennenswerther Weise auf längere Zeit unverzinslich zur Verfügung stellen. pa. Gießen. Nur wenige Tage Zelt noch und die heitere Musenstadt an der Lahn hat ihr Festgewand angezogen, um Hunderte von Turnern und Festgästen in ihren Mauern würdig zu empfangen und ihnen den Aufenthalt angenehm zu machen. Das Ordnungs- und Empfangs⸗ comité hat für Turner und Festbesucher folgende Fahr— preisbegünstigungen ausgewirkt: Die Oberhessischen Eisen— bahnen gewähren sämmtlichen, mit elner Festkarte sich legitimtrenden Turnern auf Grund eines einfachen Billets für die Zeit vom 14. bis 17. Juli frele Rückfahrt. Die anderen, die Oberhessischen Bahnen benutzenden Festbe⸗ sucher, Nichtturner, haben auf Grund des einfachen ge— lösten Billets an dem Tage der Lösung und dem darauf— folgenden Tage freie Rückfahrt, wenn das Billet auf der Rückseite mit dem Feststempel versehen ist. Die Hessische Ludwigsbahn bewilligt sämmtlichen durch eine Festkarte sich ausweisenden Turnern vom 14. bis 17. Juli inel. auf gelöste einfache Billets bis Frankfurt a. M. und aus Nassau bis Limburg a. d. L. freie Rückfahrt. Die Direction der Mailn⸗Neckar Bahn gesteht zu: 1) die Verlängerung der Retourbillets vom 12.— 19. Juli inel.; 2) dle Verechtigung zur Benutzung sämmtlicher fahrplan⸗ mäßigen Zuge(auch der Schnellzüge), welche die den Billeten entsprechende Wagenklasse führen. Alle unter preußischer Staats-Verwaltung stehenden Bahnen haben eine Vergünstigung dahin eintreten lassen, daß zum Feste gelösten Retourbillets eine Gültigkeitsdauer von 4 Tagen gewährt wird; außerdem gilt auch hier die gesetzliche Fahrpreisermäßigung von 50 pCt., sobald sich 30 Per sonen zu gemeinsamer Fahrt vereinigen. Groß Gerau, 4. Juli. Gestern fanden sich die Aktionäre der Zuckerfabrik für hier im Gasthaus zur Krone zusammen und faßten Beschluß, daß die Fabrik in Groß Gerau baldigst in Angriff genommen werden soll. Auch wurden Statuten entworfen und der Ver— sammlung vorgelesen. Schönberg, 7. Schönberg ist bunden worden. Mainz, 6. Juli. In der verflossenen Nacht sind aus dem hiesigen Gefängnisse vier Straͤflinge ausge— brochen; die Vorbereitungen waren schon längst getroffen, und heute Nacht, während des Gewitters, führten sie ihre Flucht glücklich aus. Sie hatten die Füllung übrer Zellentbüre berausgeschnitten und den Schnitt mit nassem Brod verklebt. Heute Nacht nahmen sie die Thürfüllung heraus, begaben sich in den Abort, brachen das eiserne Gitter heraus, das zu diesem Zwecke angefeilt war, und gelangten mittelst mehrerer zusammengeknüpfter Bett— tücher vom 2. Stockwerk ungefährdet auf die Straße. Einer der Entsprungenen, ein gewisser Gebhard, ist ein gefährlicher Einbrecher und war erst kürzlich zu einer längeren Zuchthausstrafe verurtheilt worden. H. Wörrstadt. Einen treuen Wächter achtet man hoch und bat ihn lieb. Ein Wachter ist auch der Gustav Adolph-Verein für die evangelische Kirche; die bedrohten Punkte des Protestantismus will er schützen, die wanken— den Glieder stützen; die Glaubensgenossen, die unter Andersglaubenden wohnen, stärkt und unterstützt n dem er ihnen Hülfe leistet zur Unterhaltung und Pflege Die einer Juli. heute von Gräfin Tochter zu Erbach—⸗ glücklich ent— ift ein edler Beruf, eine segens reiche Wirksamkeit. Unser evangelisches Volk bezeugt darum auch dem Gustav Adolph— Verein, als dem Wächter protestantischer Freiheit, dem Boten evangelischen Glaubens und evangelischer Liebe, seine Zuneigung gerade jetzt besonders deutlich und leb— haft; das erkennt man an der regen Betheiligung, welche die Versammlungen und Feste des Vereins zur Zeit in unserer hessischen Rheinprovinz finden, so auf dem Jahres— feste in Ober-Ingelheim am 17. d. Mts., in Wöllstein am 24. d. Mts., in Weinheim bei Alzey und in Metten⸗ heim u. s. w. Die freundliche Aufnahme, der reiche Schmuck der Straßen, Häuser und Kirchen, die zahlreiche und lebendige Theilnahme an den Reden und Verhand— lungen, die ergiebigen Sammlungen und Collekten für die bedrängten Evangelischen in der Zerstreuung, sprechen laut und deutlich für das stärker pulsirende evangelische Bewußtsein, das sich eben geltend macht. Gewiß wird dies auch bei der Jahresfeier des hessischen Hauptvereins hervortreten, die am 10. und 11. Juli d. J., Dienstag und Mittwoch, dahier abgehalten werden soll; am ersten Tage ist die Versammlung des Verwaltungs rathes und der Abgeordneten, am Mittwoch die allgemeine Feier. Die Predigt bei dem Gottes dienste ist einem anerkannt tüchtigen Redner, Pfarrer Hardt von Offenbach üͤber— tragen, von dem man Gediegenes erwarten darf. Bei der günstigen Lage unseres Qrtes im Mittelpunkte der Provinz, bei der leichten und vielseitigen Verbindung desselben durch Straßen und Eisenbahnen, ist die Be— thelligung sehr erleichtert. Wünschen wir deßhalb dem wichtigen Feste einen günstigen Erfolg. Ausland. Hanau. Auf Antrag der Polizei wurde die in Dörnigheim beerdigte Leiche des Selbstmörders wieder eyhumirt, um dessen Indentität mit dem Mörder Schaub festzustellen. Rüdesheim, 5. Juli. Die Statue der„Germania“ ist heute mit dem festlich beflaggten Trajektboote hier angekommen. Die Ankunft wurde mit Böllerschussen begrüßt. Marburg. Wie unsern Lesern wohl noch erinnerlich, verschwand im Jahre 1881 plötzlich der Stadtförster Becker in Neustadt. Vielseitig wurde damals geglaubt, Becker sei ermordet und im Walde vergraben worden. Eine Durchsuchung des Waldes durch 2 Compagnien des damals noch hier garnisonirenden Jägerbatafllons war jedoch fruchtlos. Selbst die weiteren Nachforschungen der Gerichts- und sonstigen Behörden blieben resultatlos. Ebensowenig hatten die Recherchen über eine etwaige Entweichung des Becker ins Ausland, welche bis weithin nach Amerlka angestellt wurden, Erfolg. Neuer— dings brachte man noch die Auffiadung eines Menschen schädels im Neustäoter Wald mit der Ermordung des Becker in Verbindung. Wie man jetzt hört, soll Becker damals doch nach Amerika entwichen sein. Berlin, 6. Juli. Der Reichsanzeiger theilt in seinem amtlichen Theile mit, daß in Alexandrien kein Todesfall an der Cholera vorgekommen ist. Dle Aerzte des internationalen Gesundheitsrathes in Alexandrien wachen nach Möglichkeit über die Zuverlässigkeit der be— treffs vorkommender Todesfälle gemachten Angaben. Nyiregyhaza, 6. Juli. Tisza⸗Eszlarer Prozeß. Der Vertheidiger Heimana beantragt die Vorladung der Panduren, welche an der Mißhandlung Vogels theil— genommen haben. Der Staatsanwalt unterstützt diesen Antrag. Dr. Friedmann macht darauf aufmerksam, daß unter dem Eßlarer Landvolke die Ansicht verbreitet sei, nicht nur, daß man gegen die Juden auch eidlich die Wahrheit nicht zu sagen brauche, sondern auch, daß das Landesinteresse die Verurtheilung der Angeklagten erfordere. Dr. Friedmann bittet, der Präsident möge durch die administrative Ortsobrigkeit und die Seel— sorger Aufklärung des Landvolkes veranlassen. Der Staatsanwalt beantragt, daß der Präsident die Zeugen nur auf die Heiligkeit des Eides aufmerksam mache und fügt hinzu, die Aufklärung des Landvolkes auf admini— strativem Wege könnten die Vertheldiger selbst veran— lassen. Der Präsident thellt mit, er habe eine Zuschrift erhalten, wonach in einem Dorfe an der Rodrog gestern eine verkorkte Flasche gefunden worden sei mit einem Zettel darin, worauf der Maschinen-Ingenieur Johann Lockt gesteht, daß er im Juni 1882, bevor er sich selbst ermordete, seine untreue Geliebte Julle Timas oberhalb Dada in der Theiß ertränkt habe. Der Gerichtshof wird über die Behandlung dieser Mittheilung später beschließen. Der ärztliche Bericht über das Sehvermögen des Moritz Scharf konstatirt, daß das Seh vermoͤgen des rechten Auges bis vier und das des linken bis vierzig Meter reicht. Mehrere Zeugen sagen aus, Groß habe an jenem Tage krank darniedergelegen, wo er der An klage zufolge die Leiche den Flößern übergeben haben soll. Dann werden jene Zeugen vernommen, welche die Dadaer Leiche bei der ersten Agnoseirung nicht als diejenige Estbers erkannten. Diesen Zeugen war die unbehaarte Leiche nackt gezeigt worden und kam es ihnen vor, als ob die Esther schmächtiger gewesen wäre, als diese unentwickelte Leiche. Da die Mutter Esthers nun— mehr aussagt, sie habe gleich beim ersten Anblick ge⸗ wußt, daß es nicht die Leiche Esthers sei, verlangen die Vertheidiger die Vorladung jener Zeugen, vor denen die Mutter ihre Zweifel ausgedrückt, ob die Leiche nicht doch diejenige Esthers sei.— 7. Juli. Die Vernehmung der Agnoselrungszeugen wurde heute fortgesetzt. 17 sind bereits vercnommen, wovon 14 übereinstimmend aus— sagten, daß die Leiche blaue Augen, und eine Narbe am des kirchlichen Lebens, und sie durch das Band geistiger Gemeinschaft mit den entfernten Brüdern vereinigt. Das auch im Widerspruch mit ihren eigenen früheren Aus⸗ sagen. Die Zeugen bleiben aber trotz eindringlicher Er⸗ mahnungen des Präsidenten und des von der Vertheidig⸗ ung angestellten Kreuzverhörs bei ihren heutigen Angaben. Der Gerichtshof beschloß, fünf derselben zur Beeidigung nicht zuzulassen. Der Diurnist Loerinezy gibt an, man habe an der Leiche kleine unregelmäßige Zähne gefunden, wie Esther Solymossi gehabt, auch sei die Körperlänge mit 144 Centimetern konstatirt. Alexandrien, 6. Juli. Von Mittwoch Abend 9 Uhr bis gestern Abend 9 Uhr sind in Damiette 109 und in Mansurah 68 Personen an der Cholera gestorben. Unter 900 in Beirut angelangten egyptischen Fluͤchtlingen ist kein Cholera Erkrankungs- oder Todesfall vorge⸗ kommen.— 7. Juli. Von gestern früh 8 Uhr bis heute früh acht Uhr starben in Damiette 120, in Mansurah 32 und in Samanud 16 Personen an der Cholera; in Shirbin ist kein neuer Todesfall vorgekommen. Handel und Verkehr. Friedberg, 7. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete ver Pfd. M. 0.90—1.10, Eier 1 St. 6, 2 St. 00 Pf. Gießen, 7. Juli. Auf dem beutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.85 1.00, Eier 1 St. 5—6 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.70 0.90, Hühner per Stück M. 0.90— 1.30, Hahnen per Stück M. 0.80— 1.40, Enten per Stück M. 1.70 2.20, Ochsenfleisch per Pfund 70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 56 60 Pf., Kalbfleisch 45 50 Pf., Schweinefleisch 60 64 Pf., Hammelfleisch 62— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 10.50— 11, Kirschen per Pfund 10-16 Pf. Frankfurt, 7. Jul. Wochenmarkt. Gemüse: Blumenkohl per Stück 1260 Pf., Erbsen 20—25 Pf., ausgekernte per Liter 60—70 Pf., Bohnen 25-30 Pf., 6 Pf., Zuckerschoten per Mahlzeit 45 Pf., Carotten per Pack 4—6 Pf., neuer Wirsing per Stück 15 Pf., Radieschen per Pack 3 Pf., Häuptersalat per Stück 2—4 Pf., Endivien 5 Pf., Romain 10—15 Pf., Gurken per Stück 8— 20 Pf., Rettig 4—6 Pf., neue große Zwiebeln per Etr. M. 9— 10, per Pfd. 1215 Pf.— Neue Kartoffeln per Ctr. M. 7, per Pfd. 8 und 9 Pf., per Gescheid 25 Pf., neue Ital. per Ctr. M. 8, per Pfd⸗ 10 Pf., Johannisbirnen per Hundert M.(, die übrigen Obstsorten wie zuletzt notirt.— Butt er en gros per Centner M. 80- 85, en detail per Pfd. M. 1.05— 1.15. — Eier per Hundert M. 4.50, 25 Stück M. 1.20, per Stück 5 Pf., ausgesuchte größere Sorte M. 5.50 per Hundert.— Fleischsorten per Pfund Ochsenfleisch 65 bis 70 Pf., Rind- und Kuhfleisch 50—55 Pf., Kalbfleisch 40, 45 und 50 Pf., Hammelfleisch 70 Pf., Schweinefleisch 75 Pf.— Wildpret und Geflügel: Sommergans M. 4—7, Hahn M. 1.302, Huhn M. 1.50 2.50, Ente M. 2.50 bis 3.50, Poularde M. 2—3, Taube 50—60 Pf., Reh⸗ keule M. 6, Ziemer M. 10— 14.— Heu- und Stroh⸗ markt. Die Zufuhr belief sich auf ca. 30 Wagen und wurde bezahlt je nach Qualität per Centner für Heu M. 2.50 3.30, Stroh M. 2.10. Frankfurt, 6. Juli. Kälbermarkt. Es waren zum Verkauf gestellt 240 Stück und es wurde bezahlt für 1. Qual. 65 Pf., für 2. Qual. 55 Pf. per Pfd. Schlachtgewicht; fette Hannoveraner wurden mit 41 bis 42 Pf. per Pfd. lebend Gewicht bezahlt. Mainz, 6. Juli. Marktpreise. Kartoffeln per 100 Kilo M. 12.50-13.50, Heu per Ctr. M. 3.75—4, Stroh per Ctr. M. 2.50— 2.75, Butter/ Kilo 85 90 Pf., Butter in Parthien M. 7075, Eier Hundert M. 1.20 bis M. 1.30, Handkäse per Stück 4—7 Pf., Blumenkohl 40—50 Pf., Zwiebel ½ Kilo 3—1 Pf., 1 Ente M. 2.25 bis M. 2.50, 1 Hahn M. 1.75—2, 1 Huhn M. 1.75—2, 1 junge Taube 40—45 Pf.— Fruchtmarkt. Waizen hiesiger und fremder M. 17— 19.25, Ungarischer M. 21 bis M. 21.75, Amerikanischer M. 23 23.25, Roggen hiesiger M. 14.80—15.20, Franzöͤsischer M. 16— 16.20, Hafer M. 12.75— 13.75, Rüböl effektiv ohne Faß M. 36 bis M. 36.25. Per Okt. mit Faß M. 32—32.25.— Viehmarkt vom 29. Juni bis 5. Juli. Zugelrieben waren: 13 Farren M, 52, 151 Ochsen 1. Qual. M. 79, 2. Qual. M. 68, 302 Kühe 1. Qual. M. 65, 2. Qual. N. 50- 60, 244 Kälber M. 65, 662 Schweine M. 50 bis 58 per 50 Kilo. Literarisches. Soeben erschien: Der erste Jahresbericht des Centralausschusses des Odenwaldelubs, Periode 1882/83. Das 128 Seiten starke Büchlein, das neben dem eigentlichen Jahresbericht das vollständige Verzeichniß der nahezu 1000 Mitglieder des Clubs enthält, kann Jedermann empfohlen werden, da es eine Fülle interessanter Notizen enthält und der Preis von 40 Pf. bet dem starken Umfang der Broschüre ein außergewöhnlich niedriger ist. Dasselbe ist bet Meinhard in Beerfelden zu haben. I Repertoir⸗ Entwurf. Opernhaus. Dienstag den 10. Fidelio. Marzeline: Fräulein Kraus als Gast. Mittwoch den 11. Der lustige Krieg. Außer Abonn. Humberto: Herr Matthias als Gast. Donnerstag den 12. Lohengrin. Elsa: Frl. Kraus als Gast. Freitag den 13. Der Bettelstudent. Außer Abonn. Samstag den 14. Haus Heiling. Anna: Frl. Kraus als Gast. Sonntag die 15. Die Afrikanerin. Volksbad. Halse gezeigt, während die amtliche Untersuchung braune Augen konstatirte. Dle Aussagen dieser Zeugen stehen Wasserwärme der Usa am 9. Juli Mittags: 170 Reaumur. Walter. gelbe Salatbohnen 30 Pf., Kohlrabt per Stück 2 bis 10 Pf.— Obst: Aprikosen per Pfd. 80 Pf, per Stück geg.. Müglede gat weilte Jaller, Mur. Julturvö Aas ein! Munde Jahnunt Gasse fe l det uichten. uf an unde, Achliche uur, sob sthen le ele wi Unterze nehmen t. Butter k. „2 St. 00 f. er Matt kostet m. 50 A. 070-990, bun ve Sic 160 chene sch 56—60 Pf. 19 Ff 1 10 5. Allo ut. Gemüse: sen 20—25 If., en 25—30 Pf., er Stück 2 bis ,Carotten per Pf. Radieschen duc 4 f, „ Gurken per große Zwiebeln ö 5 8 Neue un Pf., per N. 8, per Pfd. Pf, per Stück l, die übrigen r en gros per M. J.05— 1.5, M. 1.20, per e M. 5.50 per enfleisch 65 bis „Kalbfleisch 40, Schweinefleisch rgans M. 4—7, „Ente M. 2.70 60 Pf., Reh⸗ und Stroh⸗ 30 Wagen und entner fur Heu t. Es waren wurde bezahlt Pf. pet Pfd. en mit 41 bis Kartoffeln per r. M. 3.75—4, lilo 85 90 Pf, ndert M. 1.20 , Blumenkohl Ente M. 2.5 17 * 8 1 Aufruf. Seit länger als einem Menschenalter ist die Aufmerk— samkeit der Natlon, ja der ganzen gebildeten Welt auf die Thätigkeit von Schultze⸗Delitzsch gerichtet gewesen. Wenige von denen, die gleich ihm so weit voranstanden im öffentlichen Leben, haben in so bohem Maße die all— emeine Anerkennung gefunden. Nicht nur die Größe der Aufgaben, die er sich gestellt, nicht nur die uner— wartete Fülle der Früchte, welche er geerntet hat, erregen die Bewunderung der Zeitgenossen. Noch viel mehr Freunde hat er gewonnen, und noch mehr dauernde Hoch⸗ schätzung wird er finden wegen des sittlichen Ernstes, der vollendeten Selbstlosigkeit, der Unermübdlichkeit seines, den Zielen edelster Humanität zugewendeten Strebens. Ihm ist das unschätzbare und so seltene Glück zu Theil geworden, die Saat, welche er gesäet hatte, nicht nur aufgehen und reifen zu sehen, sondern auch das Fest der Ernte mit zu begehen. Er sah das deutsche Reich neu erstehen, um dessen Wiedergewinnung er so mannhaft ge— kämpft hatte. Er sah die Genossenschaften in immer neuen Organisationen sich entfalten. Der wirthschaft— lichen, sittlichen, geistigen Hebung der mittleren und un⸗ teren, von leldenschaftlichen Interessenkämpfen schwer be⸗ drohten, sich mühsam aufringenden Bevölkerungsklassen hat Schulze vierzig Jahre rastloser Arbeit zugewendet. Schöpfer und Führer, Ordner und unermüdlicher Be⸗ rather der deutschen Erwerbs- und Wirthschafts-Ge— nossenschaften, hat er eine nahezu einzigartige, begrenzte, aber klare Ziele mit klar erwogenen Mitteln verfolgende, nachhaltige Thatkraft bewährt und weit über Deutsch⸗ lands Grenzen hinaus zur erfolgreichen Nachbildung an— geregt. Mehr als 3000 deutsche Genossenschaften, deren Mitgllederzahl eine Million Theilnehmer übersteigt, zahl⸗ lose weitere in Oesterreich Ungarn, der Schweiz, Holland, Italien, in allen Ländern der Erde verehren in ihm ihren Vater. Das bestehende Genossenschaftsrecht zahlreicher Culturvölker ist in allem Wesentlichen seine Schöpfung. Als ein weithin sichtbares Zeugniß des Dankes und der Bewunderung der Zeitgenossen, und als eine nachhaltige Mahnung an die nachkommenden Geschlechter, in Schulze's Gelste fortzuarbeiten, haben wir daher beschlossen, ihm un der Reichs hauptstadt ein würdiges Denkmal zu er⸗ richten. In diesem Sinne nichten wir hierdurch den Auf— ruf an die Deutschen aller Stämme im In: und Aus lande, namentlich an alle Freunde Schulze's, uns mit reichlichen Beiträgen zu unterstützen. Wir behalten uns vor, sobald die Größe der Sammlungen sich wird über⸗ sehen lassen, über die Besonderheiten der Ausführung eine weitere Bekanntmachung zu erlassen. Jeder der Unterzeichneten wird bereit sein, Beiträge entgegen zu mehmen. Geldsendungen bitten wir jedoch vorzugsweise an die Deutsche Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius & Co. in Berlin W., Charlottenstraße 35a zu richten. Berlin den 15. Juni 1883. Das Comité zur Errichtung eines Denkmals für Schulze⸗Delttzsch. Unter dem Aufruf befinden sich einige hundert Unter— schriften, darunter zahlreiche Namen hervorragender Per⸗ sönlichkeiten aus ganz Deutschland. Aus dem Groß— herzogthum Hessen gehören folgende Männer dem Comité an: Bernhardt, Director des Verbands der Starken— burger Genossenschaften, Darmstadt. Büchner, Mit⸗ glied des Reichstags, Pfungstadt. Dr. Gutfleisch, Rechtsanwalt, Mitglied des Reichstags, Gießen. Haas, Polizelrath, Darmstadt. J. Heumann, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Zweigvereins der Gesellschaft für Volks⸗ bildung, Darmstadt. Ohly, Oberbürgermeister, Darm⸗ stadt. Dr. R. v. Schlagintweilt, Professor, Gießen. Dr. Weidenhammer, Landesöconomierath, Darmstadt. Auch die Expedition des Oberhessischen Anzeigers ist gerne bereit, Beiträge zur Weiterbeförderung entgegen zu nehmen und wird darüber öffentlich quittiren. 1 Bekanntmachung. Herrn Gastwirth W. Barth in Groß Karben ist eine amtliche Verkaufsstelle für Postwerthzeichen übertragen worden. Groß⸗Karben den 7. Juli 1383. Kaiserliches Postamt: Drißler. Herrn Dr. Petermann in Frankfurt a. M. wurde won Sr. Hoheit dem Herzog Adolf von Nassau das Prädikat Hofzahnarzt verliehen. 2494 Pfennig ⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf Vestand am 1. Juni 1883 W eee 28722 96 Uebertrag vom 30. Juni 1883 3089 2092 65 1. C. Bindernagel. 3 59 44 50 2. W. Bernbeck 172 116 70 3. E. Oppenheimer. 144 109 45 4. H. Flaschenträger 1 53— 5. H. Flaschenträger. 120 78 90 3661[31218 16 Uebertrag am 1. Juni 1883 Einleger 1053. Uebertrag vom 30. Juni neue Einleger 43. . Gesammt⸗Einleger 1100. Friedberg den 7. Juli 1883. Im Namen des Großherzogs! In der Privatklagesache des Johann Peter Reitz J. von Steinfurth, vertreten durch Rechtsanwalt Windecker zu Friedberg, 4 Privatklägers, gegen den Bäcker Philipp Tönges von Steinfurth, 5 Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großherzoglche Schöffen— gericht zu Bad⸗Nauheim in seiner Sitzung vom 31. Mai 1883, an welcher Theil genommen haben: 1. Großh. Oberamtsrichter Allwohn als Vorsitzender, 2. Heinrich Langsdorf IV. von Bad⸗Nauheim, 3. Joseph Jeckel III. von Ober-Mörlen, als Schöffen, 4. Großh. Gerichtsschreiber Schütz l als Gerichtsschreiber, für Recht anerkannt, Angeklagter Bäcker Philipp Tönges von Steinfurth wird wegen Beleidigung des Johann Peter Reitz 1. von da auf Grund der 88. 185. 186. 199. 200 des St. G.⸗B. und der 88 496. 497. 503 des St. G.⸗B. in eine Geldstrafe von fünf und dreißig Mark, welche im Falle der Uneinbringlichkeit mit zehn Tagen zu verbüßen, sowle in die Kosten einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen baaren Auslagen der Vertheidigungskosten verurtheilt. Zugleich wird dem Privatkläger die Befugniß zu— gesprochen, den Urtheilstenor 14 Tage nach Rechtskraft auf Kosten des Angeklagten einmal im Oberhessischen Anzeiger bekannt zu machen. Für die Abschrift: Windecker, Rechtsanwalt. Holzversteigerung in den Waldungen des Großh. Hauses. Montag den 16. Juli, Morgens 9 Uhr, werden im Ober⸗Rosbacher Domanialwald, Distrikt Mainzerhecke, Schlag 111, versteigert: 38 Stück Eichenstümme, im Winter gefällt, von 17 27 Centimeter Durchmesser und 3— 6 Meter Länge mit 6,15 Festmeter Inhalt, zu Werkholz geeignet, 8 Raummeter schäleichene Scheiter, 14,3 5 75 Knüppel, 10626 schäleichene Wellen und 10,5 Raummeter Hauspäne. Zusammenkunft an der dicken Eiche. Ober-Rosbach, 5. Juli 1883. Großherzogliche Vürgermeisterei Ober-Rosbach. S 2485 J TTT... Holzversteigerung. 2491 Freitag den 13. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, werden im Gemeindewald Ober-Mörlen Schlag IX. Kunstloch versteigert werden: 16 Raummeter Eichen-Schäl⸗Rundscheiter, 65 8 5„ Knüppel, 16700 Stück 8„ Wellen, 32 Haufen„„ Hauspäne, 228 Stück 5„ Baum:mstützen, 12 Stämme. Die Zusammenkunft st am Buch born. Ober⸗Mörlen am 7. Juli 1883. Großherzogliche VBürgermeisterei Ober-Mörlen. Jeckel Faselochs-Versteigerung. 2483 Mittwoch den 11. d. M., Nachmittags 1 Uhr, soll auf hiesigem Gemeindehause ein der Gemeinde ge⸗ höriger sehr fetter Faselochs meistbietend versteigert werden. Rendel den 6. Juli 1883. Großherzogliche Bürgermelsterei Rendel. Herlin g. Schälholzversteigerung. 2439 Donnerstag den 12. d. Mts., Vormittags halb 9 Uhr, sollen in dem Freiherrlich v. Rothschild'schen Walde„Alterberg“ öffentlich meistbletend versteigert werden:. 6 Raummeter Eichen-Schäl-Knüppel, 9800 Stück Eichen⸗Schäl⸗Knüppel⸗ u. Reisholzwellen, 1050„ gemischte Neisholz⸗Wellen. Okarben am 4. Juli 1883. Freiherrliche Forstverwaltung. Hilgenreiner. Immobiliar-Versteigerung. Donnerstag den 12. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die Immobilien der ver— storbenen Wilbelm Rullmann's Eheleute einer dritten und letzten Versteigerung ausgesetzt werden. Friedberg den 6. Juli 1883. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. e K. Reuß(1., dienstältester Gerichtsmann. Mehrere tüchtige 2437 Maurergesellen finden dauernde Beschäftigung bei 488 Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. 2 Einmachgläser in allen Größen, in weiß und braun, sowie Fliegenfallen . 0 F. Moeilil. — Photographie. Friedberg in lessen, Kaiserstr. 58(Allee). Unterzeichneter empfiehlt sein Atelier zur Aufnahme jeder Art Portrait, von Visit- bis Lebensgröße Reproduction und Vergrösserung nach anderen Bildern. Aufnahmen von Verslorbenen. Ferner kunstgewerbliche Gegenstände, Landschaftliches, Inneres von Gebäuden, Musterkarten ꝛc. ꝛc. in Photo⸗ graphle oder Lichtdruck. Beste Ausführung garantirt. Mäßige Preise. Auf- nahmen täglich bei jeder Witterung von Morgens 8 bis Abends 6 Uhr. Bestellungen per Postkarte erbeten. Lehr⸗Anstalt für Photographie und Retouche. 1985. 3 Hochachtungsvoll Fritz Rühl, Photograph und Retoucheur. Ein einspäuniges Kuhwägelchen mit Erndteleitern u. s. w. steht billig zu verkaufen bei 38 2470 Ilbenstadt. 2 Joh. Wehner. Seheller's 2476 Champagner- Essig. vorzuglichster Speise- und Einmach⸗Essig, schützt alle die damit laut Anweisung eingemachten Früchte, Gurken ꝛc. vor dem Verderben. Zu haben in Friedberg bei (F. à 35/7. 83.) W. Bernbeck. Oeffentliche Ehren-Erklärung. Der Unterzeichnete nimmt seine in der Sitzung des Großherzoglichen Schöffengerichts in Vilbel vom 23. Mal l. Js. mit Bezug auf die Zeugenaussagen des Herrn Maurermeister und Feuergeschworenen Ludwig Prescher von Vilbel gethanene beleidigende Aeußerung hiermit zu— rück, erkennt an, daß dieselbe in der Uebereilung ge⸗ schehen ist, bedauert Herrn Prescher auf diese Weise be⸗ leidigt zu haben und erklärt denselben für einen Ehrenmann. Vilbel den 5. Juli 1883. Albert Knorr 2484 auf dem Taunusbrunnen bei Kloppenheim. Aufforderung. Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an Bern⸗ hard Schier und dessen Ehefrau Loulse Schier, geb. Graff, zu machen haben, werden aufgefordert, sich binnen 8 Tagen bei Unterzeichnetem zu melden, da nach dieser Zeit Zahl⸗ ungen für dieselben nicht mehr geleistet werden. Bad⸗Nauheim, 8. Juli 1883. 2480 Fritz Graff. f h 7 Schnurrbart erweckt stets das Interesse der Mädchenwelt. Ohne Schnurrbart keine Liebe. Ohne Schnurrbart keinguß Wem Schnurr⸗ oder Voll bart noch fehlt, der kaufe sich gleich eine Dose Paul Bosse's Mustaches-Balsam. Ganze Dose A. 2.50, halbe l. 1,50. Favorit⸗Balsam für üppigen Kopf⸗ Haarwuchs p. Dose. 2,50.— Zu haben bei paul Bosse, Frankfurt a. M., Schillerstr. 12. 2270 Einmachglaͤser, Gelkeglaͤser, Pergamentpapier empfiehlt 2452 Assenheim. Carl Bauer. 2 In Friedberg und Bad⸗Nauheim bei Carl Bindernagel ist zu haben: Die Blumenzucht im Zimmer. 270 praktische Abhandlungen über Auzucht, Cultur und Pflege der Zimmergewächse. Von A. Fahldieck. 4. Aufl. Preis 1 Mark. Ilbenstadt. Joh. Wehner, Hofmaurermeister. 2477 Ernst'sche Buchhandlung in Quedlinburg. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 7. Juli 1883. 20⸗Frankenstücke 16. 21-25 do. in ½ 16. 20—24 Englische Sovereings. 5 20. 41—46 Russische Imperi ales. 16. 71—75 Ducaten.„%% PCC 64—69 Dollars in Gold. 4. 17—21 GIESSEN. XIV. Mittelrheinisches Turnfest am 14. bis 17. Juli 1883. Programm. Turntag und Banket. Samstag den 14. Juli: Großer Festzug. Sonntag den 15. Juli: Montag den 16. Juli: 7 den 17. Juli: 0 Volksbelustigungen. Große Festhalle mit Sitzplätzen für 3000 Personen. 2475 Schauturnen. Preisturnen. Regatta der Gießener Ruder- Gesellschaft Ausflug nach der Burgruine Gleiberg, Schületturnen. 1 jedem Tage Concerte dir Regimentskapellen des 88. und 116. Regiments, sowie Der Fest-Ausschuss. Wir haben Herrn Gabriel Rosenthal in Butzbach die Vertretung unserer Brauerei für Butzbach und Umgegend übertragen und bitten, geneigte Aufträge auf unsere Biere demselben gütigst zukommen Frankfurt a. M. den 1. Juli 1883. 2474 theile ich ergebenst mit, daß ich von den Bieren Auf obige Annonce Bezug nehmend, genannter Brauerei, sowohl im Faß, als auch in Flaschen, prompteste und beste Bedienung. Butzbach den 1. Juli 1883. zu lassen. Frankfurter Bierbrauerti⸗ Gesellschaft, vorm. Heinrich Henninger& Söhne. stets Vorrath halte und verspreche Gabriel Rosenthal. Pferde⸗Rechen(Original⸗Tiger), ächte Amerikaner, aus der Fabrik von J. W. Stottord& Comp. in Ohio, halte auf Lager und liefere dieselben fertig montirt zu den billigsten Preisen. Imitirte(nachgearbeitete) werden zu M. 120. geliefert. Referenzen in großer Anzahl zu Diensten. A. Buch, Waschinengeschast, Hungen. 2296 Empfehlung. Einem geehrten Publikum empfehle ich mich im Kleidermachen unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung. Ottilie Hofmann, 2444 Hanau's Gartenhaus. Fliegenfangflaschen u. Fliegen⸗ Papier empfiehlt 2453 Assenheim. Carl Bauer. Heinst gebrannten Kaffee der ersten Ober h. Dampf ⸗Kaffee⸗ Brennerei von Gg. Wilh. 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Nähere Aus— kunft ertheilt der Verwaltungsrath. 2498 Ein Lehrling sofort gesucht von Simon Ruppel, Barbier, Usagasse. 9 7 9 2421 Fruchtreffe, schön und leicht, billigst bei Carl Damm, 2492 Usagasse. Reinsten neuen 2493 Bienenhonig(Schleuderhonig), per Pfund Mark 1., bei. Assenheim. Carl Süffert. Zum Einmachen empfehle feinsten weißen Zucker, Ceylon-Zimmt, la Amboina-Uelken, Vanille, besten Ein- mach-Essig, alten Nordhäuser Kornbrannt-— wein, besten Rum, sowie 95% Spiritus. 2465 Fr. Hilbrecht Wittwe. Die im Sommer so beliebten ö 1966 siseb Unterjacken, Gesundheits⸗ Unter jacken, sowie Badehosen, Unterhosen, Strümpfe, Socken, empfiehlt zu den billigsten Preisen K. Friedrich. Sehr wichtig für Hausfrauen. Bunzlauer Kochgeschirr tasse kauf, 6 Stück zu nur 60 Pf., bei Wilhelm Conrad aus Beuern bei Gießen, auf dem Friedberger Markt(Allee). 2487 Gelée und Einmachgläͤser, braun und weiß, Steinerne Töpfe und Krüge 2464 Fr. Hilbrecht Wittwe. 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In der Gemeinde- die ein vertretung und bezw. im Kirchenvorstande verbleiben— Annon außer den 4 Pfarrern— nachbenannte Herren, welche jetzt— nicht gewählt werden können: Ir. Becker, J. Bieler, H. Bechstein, J. Bechstein 11., H. M. Falck, C. Görtz, E. Häberle, K. Heidt, J. Herrmann, G. Hieronimus, Betref A. Kirchner, G. May, A. Metzendorf, J. Ramspeck, N 0 Fr. Reuß, Konrad Reuß 11., F. Roßbach, J. G. Rühl, 4 W. Rumpf, Oberförster, r. E. Schmid, C. Seriba, 3 L. Ulrich, L. Waas, G. L. Weis, J. Wilhelm. 13 Die stimmberechtigten Mitglieder der evangelischen Ihnen Gemeinde werden hiermit zur Wahl von 25 Mitgliedern Sie, der Kirchengemeindevertretung eingeladen. Die Abstimm⸗ ung wird Dienstag den 17. Juli, Vormittags 10 1 bis 12 Uhr und Nachmittags 2 bis 4 Uhr, in der Stadtkirche stattfinden. Die Stimmzettel können im 0 Pf Wahllocale in Empfang genommen und ausgefüllt, es J N. 7e können aber auch außerhalb desselben geschriebene, sowie 05 Pf., gedruckte Stimmzettel abgegeben werden. Stimmberech?! M. 50 tigt sind alle eonfirmirte selbstständige Männer der Ge⸗ 19 Pf., meinde, welche das 25. Lebensjahr zurückgelegt haben, 182 M. in derselben wohnen, nicht vom Stimmrecht ausgeschlossem 00 Pf., sind und deren Namen in die Wählerliste eingetragen Wisselsg sind. Wählbar sind nur solche stimmberechtigte Männer 9 von bewährtem kirchlichem Sinn und ehrbarem Lebens- betref wandel, welche das 30. Lebens jahr überschritten haben, Friedberg den 7. Juli 1883. N Der Vorsitzende des evang. Kirchenvorstandes: in die 2486 Baur. 55 12 2 5 Musikverein. 5 Aus flug auf den Selzerbrunnen bei Groß⸗Karben Mittwoch den 11. Juli. Gemeinschaftliche Abfahrt mit dem Zuge 5 Uhr 37 Min. Nachmittags. Die Mitglieder und deren Angehörige sind hierzu 20. freundlichst eingeladen. beziel AS Vein Turnverein a * dieje Versammlung im Binzel'schen Gartensaale Anst Dienstag den 10. Juli, Abends 9 Uhr. Tagesordnung: Betheiligung des Vereins bei dem Turn— l feste in Gießen. Die Lehrlings-Turn⸗ 1 Abtheilung. aer. 2479 5 3 Der Vorstand. und Taschentücher Kragen, Mauschetten ufd. dens, Allen Freunden und Bekannten, bei denen wir uns Seeb nicht persönlich vor unserer Abreise nach Californien* verabschieden konnten, ein herzliches 4 70 Lebhevohnl. sadt Beienheim, 9. Juli 1883. Dien 2481 CEiulannel Manasse und Frau. wige ur Nachricht. Die erwartete Sendung wenig gebrauchter, leicht 5 Acker⸗tummete ist mage en. M A, 157 entw Friedberg. 8. Eduard Grödel. ö und Ganz leichte bn 1. eh. Sommerunterhosen u. Unterjacken! an empfiehlt billigst von 2420 inch. ien, Usagasse. 1 ai 7 2 0„ 1 0 20 Schicfertafel- Notizbücher 5 zu 45, 70 und 90 Pfennig bei Carl Bindernagel. S———ñññ——-—-— 2 2— — S Todes-Anzeige. 90 Nach Gottes allmächtigem Rathschluß endete 0 ein sanfter Tod das nur 7tägige Kranksein unserer 1 Nei theueren Mutter, Schwiegermutter und Großmutter und Frau Elisabetha Treut, geb. Walther, 1 bei heute Morgen um 7 Uhr in ihrem 77. Lebens jahre, N. welches wir Verwandten und Freunden hiermit N 0 anzeigen. ö Mit Bauernheim und Osseuhtim, 8. Juli 1888. 5 Die Die trauernden Hinterbliebenen. lage Die Beerdigung findet Dienstag den 10. Juli 2 Nachmittags 2 Uhr statt. ö 2482 um FFP 1 Verantw. Red.: 1 f aa Red.: Carl Vindernagel. 0 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. ue