1883. * Dienstag den 6. November. M 130. af. ö ge, se e fe ql 0 4 a Trämsen derpsigunge 0 1 e 1 I. ei e 1 . 0 0 5 b 568, 54, 4 06,1 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch i 15 1 g rschei rei 1 n 0359 und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. ce wenn) und e Diensten em Jahre 8 8 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.: ei f f ile wi. erechnet, em T 8 U 5 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets 5 Post e 10 ihrlithen Prämie i ia und unentgeltlich Koch t, Montag den . einer wiederholten Versteigerung 8 Nachmittags 1 Uhr, en daß die Zahlungsbedingungen für die Steigerer Friedberg den 30. October 1883. er eine neue auser issigten Preisen. Betreffend: Zusammenlegung der Grundstücke zu Ilbenstadt. einer abermaligen Versteigerung ausgesetzt werden. ii, Bekanntmachung. sehr günstig normirt worden sind. J. V. d. K. Großherzoglichen inen Betreffend: Die Ausführung des Reichsgesetzes über die Abwehr und 0 der Viehseuchen. Obstbaͤnme Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die och, 6 bis 8 Ceniimen ten offerirt Adolf Welt, hen ehen zu Diersn. ing. rmit die beleidigen hulverwalter Bomm, n gethan zu haben, tober 1883. Gerson Sithih lhochstämm, Baumwärter, Söbtl. Oekonom Reitz selbe der amtlichen Handausgabe zu rubricirtem nehmer wollen ihre Bedingungen schriftlich oder Friedberg den 2. November 1883. am 15. November l. I., heit bieten, sich Kenntnisse und b werden min bildung von Werkmeistern, 5 Der Unterricht wird an den folgenden Herren ertheilt: mann, Ingenieur G. Wagner, Peters, Bildhauer Fölix und Oberlehrer Funk. ung. des Laß. Eschbon riftlich bel dem Unter. her Bevol mächtigte⸗ Eduard Grödel. hand⸗ und geometrisches Zeichnen, n werfen von Bauanlagen, 5 opfe Geometrie, Feldmeßkunst(einschließlich Trigonometrie und Planzeichnen), gewerbliche 5 Buchführung, Theile der Bauführung, insbesondere Materialienkunde und Anfertigen ich von 2 MN. 70 f. fe ich * Haare fertige 0 fertigen sonsiger Han 5 hlgrone 11. gil Die Unterrichtslocale befinden sich Holz ꝛce. herzoglichen Gewerbvereins, so daß die letzteren von eignet benutzt werden können. Die Landesbaugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren achten Jahres Cursus welcher 4 Monate, also bis zum 15. März 1884, andauert. Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und technischen Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen⸗ und Mühlenbauern Gelegen- die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen lthaser Schmidt die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Baugewerkschule zur Aus⸗ Parlierern, Bauaufsehern ꝛc. dienen. Werktagen während der ganzen Tageszeit von Architect Professor Hermann Müller, Architeet Kuhl⸗ Ingenieur C. Esselborn, f Die Schule umfaßt 2 Klassen mit folgenden Unterrichtsgegenständen: Frei⸗ darstellende Geometrie(einschlteßlich Schatteneon⸗ struetionen und Perspeetive), Bauconstruetionslehre(einschließlich Stabilitäts- und Festigkeitsberechnungen), Elemente der Maschinen⸗Construetsonen, Fachzeichnen, Ent⸗ kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik und Mechanik, Modelliren in Thon, Neckarstraße Nr. 3, unfern von den Bureaulocalitäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Groß— den Schülern besucht und ge— Mit nächster Post übersenden wir Ihnen das Ausführungsgesetz vom 13. Juli 1883 in besonderem Gesetz beiheften zu lassen. Bekanntmachung. Auf Kosten der Kreiskasse soll ein zu leichten landwirthschaftlichen Arbeiten fähiger Mann in Pflege gegeben werden. mündlich uns vortragen. Landesbaugewerkschule Darmstadt. deren Fällen gestattet. Handelslehrer N bis zum 31. Oetober l. J. erfolgen kann. der Kenntnisse verlangt, we zukommen sollen, damit jedem strebsamen Handwerker die 2. Für die obere Abtheilung, ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemessenen Fertigkeit im Freihand- und geometrischen Zeichnen, darstellenden Geometrie und der Befähigung, sich im verständlich machen zu können, geliefert werden. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit 30 Mark und ist beim Beginn des Cursus voraus zu bezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man möglichst lich auf dem Bureau derselben— Neckarstraße 3 im die Zulassung der Schüler nur nach 5. November d. I, Nachmittags 1 Uhr, werden die im II. Zusammenlegungsfelde zu Ilbenstadt ausgewiesenen Massestücke unter den im Versteigerungstermin verlesen werdenden Bedingungen, Es wird solches mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht, sowie am Donnerstag den 7. k. Mts., Großherzogliches Kreisamt Friedberg. : Dr. v. Gemmingen, Kreis⸗Assessor. Friedberg den 2. November 1883. Bürgermeistereien des Kreises. Abdrucke unter der Auflage, das— Dr. Braden. Etwaige Ueber— Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bedingungen zur Aufnahme sind: 1. Für die untere Abtheilung, Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Beschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Ausnahmen hiervon werden nur in beson⸗ Dagegen wird von den lche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlassenen die J. Klasse: In der Regel werden nur solche Aufzunehmenden nur der Nachwess Anstalt zugänglich werde. die II. Klasse, muß außerdem der Nachweis sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der Deutschen gehörig schriftlich frühzeitig und längstens bei der unterzeichneten Stelle oder auch münd⸗ dritten Stock— bewirken, da Maßgabe der vorhandenen Unterrichtslocalitäten schriftlich Darmstadt den 11. September 1883. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Busch. leur, woähansen, Joser Deutsches Reich. uhelm, Par 10 1 l 8 u bestens ausgesihl. Darmstadt, 3. Nov. Der Kronprinz des „ Deutschen Reiches traf heute früh von Wies— baden hier ein, um an der im Kranichsteiner Park stattfindenden Saujagd Theil zu nehmen. Die Rückkehr nach Wiesbaden erfolgte Abends. — Der Oberforstrevisor Schneider wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt und demselben der Charakter als Rechnungsrath verliehen. — Der Verwalter Vonhof zu Schloß Brauus— bardt ist zum Verwalter des Fürstenlagers Seeheim Gentner 1 und der Garderobelaquai Treichler zum Schloß— ber. wille 10 u, beschließer des Schlosses Braunshardt ernannt. 4 und Steine 1— Postpersonal-⸗Veränderungen. Augestellt 1 mahle sind die Postpraktikanten Große und Hennig in 2 Mainz als Postsecretäre. Versetzt sind der Post— g aassistent Hofmann von Deutsch-Avricourt nach Grünberg, der Telegraphenassistent Dorn von Darmstadt nach Mainz und der Telegraphen— dh, assistent Röder von Cöln nach Darmstadt. 90. Buh f Berlin, 2. Nov. Botschafter Fürst Hohen— N Nee lohe hat sich nach Paris zurückbegeben. 0 4. Nov. Der deutsche Botschafter in London Graf Münster ist gestern hier einge⸗ troffen und heute vom Kaiser in längerer Audienz empfangen worden. a 8 . Danzig, 2. Nov. Die Danziger Zeitung tauft g. gehut, 1 Halt berichtet aus Dirschau über die Verhaftung einer sich Piotrowsky nennenden Persönlichkeit, welche sich selbst beschuldigt, von russischen Nihilisten zur Ausführung eines Altentats auf den Fürsten Bismarck abgesandt zu sein. Bei der Vernehm— ung gab Piotrowsky an, er sei russischer Schau— spieler und von den Nihilisten mit Reisemitteln versehen; seine Geldmittel seien ihm in Danzig gestohlen worden. Karlsruhe. Die Kammern sind auf den 20. November einberufen. Der Großherzog hat zur ersten Kammer acht liberale Mitglieder er— nannt. Zum Präsidenten wurde Rüdt von Collen— berg ernannt. München, 3. Nov. der Referent den Hagelversicherungsentwurf, Ab⸗ geordneter Soden, den besonderen Antrag, an den König die Bitte zu richten, dem Landtage baldmöglichst einen Gesetzesentwurf betreffs der staatlichen Mobilien⸗Brandversicherung, welcher auf den Prinzipien des Hagelversicherungsgesetzes beruhen soll, zur Vorlage bringen zu lassen. Im Landtage stellte Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 2. Nov. Die Berichte der Ausschüsse beider Delegationen über das Budget des Aeußern wurden heute publicirt. Der Bericht des Budgetausschusses der österreichischen Delegation hebt Eingangs die im Ausschusse abgegebene, bündig eutschie⸗ dene Versicherung Kalnoky's hervor, daß die Beziehungen der Monarchie zu allen Staaten ohne Ausnahme durchaus freundschaftliche sind. Der Ausschuß des Aeußern der ungarischen De— legation constatirt mit Befriedigung, daß die Leitung des auswärtigen Amtes sich aber mit der materiellen Lage der Monarchie nicht ver— einbarlichen und mit deren innerer Structur im Widerspruche stehenden Expansionsbversuche ent— halten und Alles vermieden hat, was auch nur den Schein einer Provokation haben könnte. Da für die Sicherung dieses Friedens die Halt— ung Rußlands von hoher Wichtigkeit ist, so ist der Ausschuß der Ueberzeugung des Ministers, daß nicht nur dem russischen Kaiser persönlich, sondern auch dessen Regierung der Gedanke eines Angriffskriegs fern liegt, daß die Hoffnung be— rechtigt sei, es werde sich auch im russischen Volke diese Tendenz der maßgebenden Kreise, das Freund— schaftsverhältniß mit uns aufrecht zu erhalten, immer mehr befestigen und daß in Folge dessen auf die Fortdauer der gegenwärtigen Friedens- epoche gerechnet werden könne. Der Ausschuß habe diese Enunciation auf Grund der eingehen⸗ den Motivirung, womit der Minister dieselbe begleitete, zur beruhigenden Kenntniß genommen. 55 Schweden. Stockholm. Unsere Kronprin⸗ zessin ist im Begriff ein Damencomité zu bilden behufs Veranstaltung eines Bazars zur Beschaff—⸗ ung von Mitteln zur Errichtung einer Lehran⸗ stalt für Krankenpflegerinnen, deren Protectorat die hohe Frau zu übernehmen gedenkt. Dieser Schritt findet überall lebhafte Sympathie und Unterstützung. Frankreich. Paris. Einer Depesche aus Saigun zufolge ist Admiral Courbet mit 600 Marinesoldaten, welche mit dem Geschwader ge— landet waren, am 24. October von Haiphong nach Hanoi aufgebrochen, um die Leitung der militärischen Operationen zu übernehmen. Courbet wartet für den Angriff von Sontay weitere Ver— stärkungen ab. Die Besetzung von Kuanghieng soll unmittelbar bevorstehen. — 3. Nov. Cballemel begibt sich morgen nach Cannes; während seiner Abwesenheit ver— waltet Ferry interimistisch das auswärtige Amt. Admiral Lespes wurde an Stelle des Admirals Meyer, dessen Commando abgelaufen, zum Com— mandanten der Schiffsabtheilung in den chinesi— schen Gewässern ernannt. Die Regierung wird kommende Woche einen Nachtragscredit für Tonkin in den Kammern einbringen. Die Forderungen dürften zehn Million nicht übersteigen. Das Gerücht, das Personal der chinesischen Gesandt— schaft treffe Vorbereitungen zur Abreise, ist un— begründet. Großbritannien. London, 2. Nov. Der Herzog von Connaugth mit Gemahlin reist heute von Charingeroß nach dem Continent ab, um sich nach Indien zu begeben.— Der Pall Mall Gazette zufolge traf die Eisenbahnverwaltung auf der ganzen Linie bis Dover die umfassendsten Sicherheitsmaßregeln. Der Geheime Rath habe ein anonymes Schreiben erhalten mit Details über ein angebliches, gegen ein Eisenbahnzug ge— plantes Attentat. — Obwohl in Canada, den britischen Be— sitzungen in Nord-Amerika, die Befürchtungen, es werde von den Feniern gegen den neuen Generalgouverneur Lord Landsdowne ein Mord— anschlag verübt werden, sich bisher nicht bestätigt haben, ist man in den canadischen Regierungs— kreisen noch nicht von aller Besorgniß frei, und es heißt, daß binnen kurzem ein Privatdetectiv nach Ottawa kommen und in der Amtswohnung des Generalgouverneurs Aufenthalt nehmen wird. Portugal. Lissabon. Der Kronprinz von Portugal, welcher nach seinem Besuche in Belgien und den Niederlanden auch in England noch längeren Aufenthalt zu nehmen gedenkt, soll nach der„Indep. Belge“ im Begriffe stehen, sich mit der österreichischen Erzherzogin Valerie zu verloben. Die Erzherzogin ist die jüngste Tochter des Kaisers Franz Josef und am 22. April 1868 geboren, also fünf Jahre jünger als der Kron— prinz Karl von Portugal. Italien. Rom, 2. Nov. Der Papst empfing gestern den Cardinal Manning. Der öster— reichisch-ungarische Botschafter beim Vatican ist von seinem Urlaub zurückgekehrt. Rumänien. Bukarest. Wie verlautet, wird der Gesandte in Paris, Pherekydes, ein Minister— portofeuille übernehmen und auf seinem bis— herigen Posten durch den Gesandten in Rom, Balaceann, ersetzt werden. An Stelle des Letz— teren soll Statescu nach Rom gehen. Serbien. Belgrad, 3. Nov. Durch könig— lichen Ukas ist im Kreise Zajcar wegen des gelegentlich der Waffenablieferung stattgefundenen Widerstandes der Belagerungszustand proclamirt und General Tichomir Nicolic zum Comman— danten und königlichen Commissär des erwähnten Kreises ernannt worden. 5 J. Nov. Gestern hat ein außerordent— licher Ministerrath stattgefunden, in welchem auf Grund der Verfassung beschlossen wurde, wegen der ernsten Lage im Junern des Landes das Preßgesetz sowie das Gesetz, betreffend das Vereins- und Versammlungsrecht zu suspendiren und in Preßsachen die Präventivcensur einzu— führen. Durch königlichen Ukas wird den Be— Gebietes die Erhaltung der Truppen während der Dauer desselben auferlegt und gleichzeitig den Offizieren und Unteroffizieren das doppelte Gehalt für diese Zeit zugesagt. Rußland. Petersburg. Der„Invalide“ publicirt die Ernennung des Commandeurs des 6. Armee-Corps, General-Lieutenants Roop, zum interimistischen temporären Generalgouver— neur in Odessa und zum Commandirenden des Odessaer Militärbezirks. — 4. Nov. Oberst Kaulbars ist heute nach Bulgarien abgereist. — Die Moskauer Zeitung bespricht die Vorgänge in Bulgarien und glaubt nicht an die Möglichkeit eines Zwistes zwischen Bulgarien und Rußland. Amerika. New⸗Pork, 4. Nov. Zu Danville in Virginia ist es zu einem politischen Tumult zwischen Weißen und Negern gekommen, wobei 5 Neger getödtet und eine Anzahl verwundet worden sein sollen; von den Weißen sind angeb— lich 2 verwundet worden, darunter einer tödtlich Aus Stadt und Land. L. F. Friedberg. Aus der letzten Anzeige, unsere Luther⸗Feier betr., war zu ersehen, daß die Haupt⸗ probe des Oratoriums am Samstag Abend 6 Uhr in der Stadtkirche stattfinden wird. Dem von Gießen hierher gelangten Ersuchen um Verlegung der Probe glaubte man entsprechen zu sollen, um der Gießener Militärkapelle die erbetene Mitwirkung bei dem seitens der Nachbarstadt für Samstag Nachmittag geplanten Festzuge zu ermöglichen. Die hiesige Samstags-Feler kann infolge der Verlegung der Hauptprobe in die Abendzeit in einem langsameren Tempo vor sich gehen, wodurch dem größten Theile derjenigen, die sich hieran betheiligen werden, nur gedient sein wird. Die Concert Probe wird gewiß zahlreich besucht werden, weiß doch ein Jeder, daß der Eindruck ernster Musik ein um so nachhaltigerer ist, je öfter man sie gehört und ihre Schönheiten in sich aufgenommen hat. Ein Coneert, wie das bevorstehende, wird unsere Stadt so bald nicht wieder erleben; dem schönen Resultate der Sammlungen ist es zu danken, daß die Eintrittspreise zu Hauptprobe und Concert in Berücksichtigung der großen Kosten, die mit der würdigen Aufführung des gedachten Werkes unvermeidlich sind, sehr niedrig gegriffen werden konnten. Unser Publikum wird Samstag und Sonntag die Räume der Stadtkirche füllen; seine Anwesenheit wird dazu beitragen, die Feier zu einer ächt volks- thümlichen und erhebenden zu gestalten. k. Bad Nauheim. Unsere Stadt hat in den letzten Tagen einen gelinden Schreck gehabt. Der Friedrich Wilhelmssprudel war nämlich zum Zwecke einer chemischen Untersuchung gedämpft resp. abgestellt worden. Als man ihn wieder loslassen wollte, blieb er aus. Man kann sich die Bestürzung unserer Nauheimer denken. Durch Pumpen und andere geeignete Mittel wurde der Sprudel jedoch wieder gehoben und springt zur Freude Aller wieder wie vorher. r. Bad⸗Nauheim. Auch unsere Stadt veranstaltet eine würdige Lutherfeier und zwar in folgender Weise: Freitag Abend: Einläuten des Festes. Sodann um ½8 Uhr im Saale des deutschen Hofes: Vortrag über Luther in den Jahren 151721, gehalten von Pfarrer Walz. Samstag den 10. November: Morgens 9⅛ Uhr: Kindergottesdtenst. Nachmittags 4 Uhr: Zug nach dem Wilhelmsplatze, daselbst Gesang, Ansprache und Pflanzung der Lutherlinde. Hieran anschließend Zug in dle Kirche zum Abendgottesdienst. Sonntag den 11. November, als am Hauptfesttage, findet Morgens und Nachmittags Festgottesdienst zur gewöhnlichen Stunde statt. I. Södel. Bei der am 1. d. M. stattgehabten Bei⸗ geordnetenwahl wurde Georg Hensel mit 61 Stimmen einstimmig zum Beigeordneten gewählt. Am Abend des Wahltages brachte der Gesangverein dem Gewählten ein Ständchen. Gießen, 2. Nov. Gestern Abend wurden auf dem Bahnhofe zu Lang- Göns einem Hülfsbremser beide Beine abgefahren. Der Unglückliche soll bereits heute Morgen seinen Leiden erlegen sein. Mainz, 3. Nov. Das Gerüst zur Anbringung der eisernen Bogen zwischen dem dritten und vierten Wasser— pfeiler der Rheinbrücke wurde gestern vollständig aufge— schlagen, so daß hiermit die Verbindung zwischen dem links- und rechsrheinischen Ufer hergestellt wurde und von Montag ab die Brücke zwischen hier und Kastel ohne besondere Gefahr begangen werden kann. Die Mauxerarbeiten an der Brücke sind vollständig eingestellt und werden dieselben erst im nächsten Jahre wieder auf— genommen, so daß an der Brücke gegenwärtig nur noch Metallarbeiter, Zimmerleute und die nöthigen Hilfs— arbeiter beschäftigt sind. Das letzte Eisen zu dem vierten Bogen wird Anfangs Dezember hier aukommen, so daß dieses Jahr noch sämmtliches Gerüst aus dem Rhein entfernt werden kann. Worms, 3. Nov. Die gestrige(dritte) Aufführung des Lutherfestspiels verlief nicht minder glänzend als — erzielt wird. Der Zudrang zu den Aufführungeu ist ein außerordentlicher und die Plätze sind schon auf Tage voraus bezahlt. Allerlei. Freiburg i. B., 2. Nov. Heute Morgen ist eln Gütercourszug auf einen Extragüterzug aufgefahren. Zwei mit Frucht beladene Wagen wurden zerstört und die Maschine unerheblich beschädigt. Sonst wurde keiner⸗ lei Schaden angerichtet. Der Unfall soll die Folge falscher Weichenstellung gewesen sein. Die eingeleitete Untersuchung wird ergeben, was hieran Wahres ist. Berlin. Die Stadtverordneten-Versammlung be⸗ willigte auf Antrag des Magistrats 100,000 Mark als Beitrag zur Lutherstiftung in Leipzig und 50,000 Mark für Errichtung eines Luther⸗Denkmals in Berlin. Berlin, 2. Nov. Der Reichsanzeiger theilt mit, daß die Rinderpest als erloschen anzusehen ist. Straßburg. Die hiesige Polizeibehörde glaubt nun sichere Anhaltspunkte bezüglich zweier der Mörder in der Hand zu haben; als der That verdächtigt sind zwei Backsteinmacher aus dem Badischen, welche in einem Orte bei Straßburg beschäftigt waren, seit der verhängnißvollen That aber von dorten verschwunden sind. Die beiden Personen werden steckbrieflich verfolgt. Wien, 4. Nov. Das kronprinzliche Paar besuchte heute die elektrische Ausstellung, welche morgen geschlossen wird. Der Kronprinz hielt eine Ansprache an die ver⸗ sammelte Ausstellungscommission und die Aussteller, worin er die großen Erfolge betonte und allen Be⸗ theiligten den wärmsten Dank aussprach. Stettin, 3. Nov. Heute früh epplodirte im Hafen der kleine Kessel des Dampfers Seeunda von Flensburg, wodurch der Maschinist, Heizer und ein Zollwächter ge⸗ tödtet wurden. Plymouth, 2. Nov. Gestern Abend fand im Canal eine Collision statt zwischen dem Dampfer„Nottinghill“, auf der Fahrt von London nach New-Nork, und dem deutschen Schiff„Eugenie“, auf der Fahrt von Jquique nach Rotterdam. Beide Schiffe sind beschädigt; die „Eugenie“ wurde, mehrere Stunden lang vom„Notting⸗ hill“ bugsirt, hier eingeschleppt. London, 2. Nov. Die beiden Gesellschaften der unterirdischen Eisenbahnen setzten eine Belohnung von je 250 Pfund für Entdeckung der Urheber der Exyplosionen am 30. October aus. Die Regierung soll eine Belohn—⸗ ung von 500 Pfund bewilligt haben. Rom. Der durch seinen Mordversuch auf den König von Italien bekannte Passanante ist im Bagno von Porto Ferrajo gestorben. Gerichtssaal. Friedberg. In der Schöffengerichts-Sitzung vom 30. Oetober kamen folgende Fälle zur Verhandlung: 1) in der Privatklagesache des Karl Väth von Södel gegen Konrad Graullch von da, wegen Beleidigung, wurde auf eine Geldstrafe von 30 Mark, event. 6 Tage Gefängniß erkannt; 2) in der Privatklagesache des Adam Kraft II. von Wölfersheim gegen Ludwig Ulrich daselbst, wegen Beleidigung, wurde auf eine Geldstrafe von 10 Mark, event. 2 Tage Gefängniß erkannt; 3) in der Prlvatklagesache des Georg Philipp Neuhardt in Beten heim gegen Johann Heinrsch Münch von da, wegen Ve⸗ leldigung, wurde auf eine Geldstrafe von 20 Mark, event. 4 Tage Haft erkannt; 4) in der Strafsache gegen Heinrich Stauf von Dauernheim, wegen Widerstands und Verübung groben Unfugs, wurde auf eine Gefäng⸗ nißstrafe von 2½ Monat und eine Haftstrafe von 5 Tagen erkannt, unter Aufrechnung der seit dem 18. Oetober erlittenen Detentionshaft; 5) in der Strafsache gegen Joh. Georg Ruppel von Friedberg wegen Uebertretung des§. 361,7 St. G. B., wurde auf eine Haftstrafe von 3 Tagen erkannt; 5) die Strafsache gegen Wilhelm Müller und Wilhelm Wolf von hier, wegen Körperver⸗ letzung mußte vertagt werden, da der Hauptzeuge aus— blieb; der letztere wurde, da er unentschuldigt weg⸗ geblieben, in eine Geldstrafe von 20 Mark, ev. 4 Tage Haft, sowie in die durch sein Ausbleiben entstehenden Kosten verurtheilt. Bad⸗Nauheim. In der Donnerstag den 8. Nov. dahier stattfindenden Schöffengerichts-Sitzung kommen folgende Fälle zur Aburthellung: 1) die Strafsache gegen Georg Schutt VI. von Dorheim, wegen Körperverletzung; 2) die Strafsache gegen Georg Mathes von Nieder— Mörlen, wegen Ruhestörung; 3) die Prtvitklagesache des Johs. Schweitzer IX. von Ober-Mörlen gegen Johs. Reuß von da, wegen Beleidigung. Altenstadt. In der Donnerstag den 8. November dahier stattfindenden Schöffengerichts-Sitzung kommen folgende Sachen zur Verhandlung: 1) Strafsache gegen August Augstein von Tuttenberg, zuletzt in Bönstadt, wegen Uebertretung des§. 360 Nr. 3 des R. St. G. B.; 2) Privatklagesache der Peter Schäfer II. Frau in Höchst a N. gegen Wilhelm Bickert von da, wegen Beleidigung; 3) Strafsache gegen Heinrich Wenzel Witwe von Rommelhausen, wegen Beleidigung; 4) Privatklage⸗ sache der Christian Heppner J. Ehefrau in Stammheim 5) Strafsache gegen Johannes Klohin II. und dessen Ehefrau zu Altenstadt, wegen Ruhestörung; 6) Privat⸗ klagesache des Friedr. Karl Kraft zu Höchst a /N. gegen Friedr. Karl Dort daselbst, wegen Beleidigung; 7) Straf⸗ die beiden vorbergegangenen. Die Wirkung des Werkes auf das Publikum ist immer dieselbe mächtige, tief er⸗ greifende, und es unterliegt keinem Zweifel, daß der wohnern des in Belagerungszustand befindlichen Na* 8 10 beabsichtigte Eindruck religköser Erbauung vollkommen sache gegen Heinrich Frick und dessen Ehefrau von Hain⸗ chen, wegen Ruhestörung; 8) Strafsache gegen Vollprecht Neub in Stammheim, wegen Verkaufs zu leicht ge⸗ backenen Brodes. gegen Peter Herget Ehefrau von da, wegen Beleidigung; M. 61 Serie 3 Die Zal unter“ sanzelger theilt nn g. elt mit ollselbehörde gl zweler der Win epploditte im Haft da von Flensburg, ein Zollwächter ge Abend fand im Canal mpfer„Nottinghile, ew⸗Nork, und den Fahrt von Julgue ind beschädigt; die lang vom„Notting: n Gesellschaften dir eine Belohnung von eber der Epplostong ing soll eine Belohn⸗ n. ersuch auf den Kön im Bagno von Por —— er Strafsache geg . 5 en 0 de auf eine Gefilh affe von 5 Tahel eit dem 18. Octobe unersiog 50 70 1 dl „Mörlen g Jen 9 1 4 4 1 1836 1887 2087 2249 2780 2793 3045 3216 33713570 2441 Es wurden höhere Gewinne gezogen: 100,000 Fr. auf Verloosungen. Meiningen, 1. Nov. Ziehung der Meininger 7 fl.⸗Loose. Serien 44 352 449 567 1426 1632 1832 3710 3803 3961 4444 5053 5095 5190 5380 5618 5766 5938 6094 6220 6281 6546 6740 6802 6909 7136 7356 7407 7938 8087 8169 8188 8507 8842 3947 9048 9056 9119 9713 9951 9972. Braunschweig, 1. Nov. Serien⸗Ziehung der Braunschweiger 20 Thaler-Loose: 263 794 847 879 1024 1097 1293 1577 1789 2160 2195 2227 2514 2677 2912 3016 3075 3133 3354 3428 3574 3581 3788 3899 4151 4349 4380 4432 4455 4479 4609 5187 5516 5569 5776 5933 5968 6198 6714 6728 6900 7098 7198 7334 7426 7481 7509 7629 7774 7860 7885 7973 8146 8623 9304 9359 9544 9743 9744 9757 9785 9799 9961. Oldenburg, 2. Nov. Gewinn⸗Ziehung der Olden⸗ burger 40⸗Thaler⸗Loose: 30,000 M. auf Nr. 11826, 1500 M. Nr. 42587, je 600 M. auf 40724 56655 und 88324, je 300 M. auf Nr. 43769 93290 93832 102124 und 111922, je 180 M. auf 26413 31585 38313 42362 59258 63454 64500 92723 105734 und 106520. Wien, 2. Nov. Gewinnziehung der österreichischen Loose von 1860. Es entfielen: 300,000 fl. auf Serie 9346 Nr. 15, 50,000 fl. auf S. 1622 Nr. 13, 25,000 fl. auf S. 7516 Nr. 20, je 10,000 fl. auf S. 3991 Nr. 7 und S. 12299 Nr. 10. Bukarester 20 Fr.⸗Loose von 1869. Bei der am 1. Nov. in Gotha stattgefundenen Verloosung wurden folgende Serien gezogen: 145 164 191 367 775 922 1153 1330 1594 1606 1936 1999 2237 2368 2377 2479 2492 2642 3022 3028 3072 3094 3440 3723 3759 3839 3889 4000 4164 4354 4387 4660 4720 4857 4919 5720 5781 5799 5951 6309 6345 6366 6559 6641 6697 6818 6944 7050 7065 7220 7251 7294 7334 7379 u. 7497. 3708 4483 6008 6983 9 Nr. 64 der Serie 8944, 25 000 Fr. auf Nr. 89 der Serie 3708 und 5000 Franes auf Nr. 69 der S. 1606. Die Zahlung erfolgt am 5. März k. J. Handel und Verkehr. Friedberg, 3. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85—0.95, Eier 1 St. 8, 2 St. 00 Pf. st. Friedberg, 1. Nov. Der g tern abgehaltene Viehmarkt war mit 762 Stück Schweinen, meistens Jung— und Zuchtoieh, befahren und hlelten sich die Preise ziem— lich fest. Der nächste Markt findet am 21. November statt. Gießen. Auf dem am 30. und 31. October abge⸗ haltenen Viehmarkt waren aufgetrieben: 1122 Stück Rindvieh und 1959 Stück Schweine. Ein Unterschted unter den Prelsen machte sich gegen die seitherigen nicht merklich. Nächster Markt Dlenstag den 13. d. Mts. Gießen, 3. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00— 1.05, Eier 1 St. 7—0 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 0.65, Hühner per Stück M. 0 85— 1.00, Hahnen per Stück M. 0.65— 1.00, Enten per Stück M. 1.40— 1.70, Ochsen⸗ fleisch per Pfd. 70—72 Pf., Kuh- und Rindfleisch 56 bis 60 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Schweinefleisch 62 bis 64 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00—3.50, Gänse per Pfd. 50— 58 Pf., Zwiebeln per Centner M. 7.00 0.00, Weißkraut 1 Stück 3—7 Pf. Frankfurt, 2. Nov. Wochenmarkt. Preise der Futterstoffe per Centner: Grummet M. 3, Kleeheu M. 4, Zuckerrüben M. 1.05, Hafer M. 7.50, Roggenklele M. 7, Weizenklele M. 6.50, Mais M. 8 50, Palmkuchen M. 8.50. ö — Heu⸗ und Strohmarkt. Die Zufuhr belief sich auf 51 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 3— 3.80, für Stroh M. 3.20- 3.50. Frankfurt, 3. Nov. Wochenmarkt. 4) Fuhren Weißkraut, das Hundert M. 8—9, im Ctr. wurde das- selbe zu M. 1.80 verkauft. Rothkraut per Stück 45 bis 50 Pf., in beiden vorgenannten Krautsorten waren heute wahre Riesenexemplare in Gewicht von 25—30 Pfd. vorhanden. Blumenkohl per Stück 35—40 Pf., Wirsing 4—8 Pf., Eadivien- und Escarolsalat per Stück 5 Pf, Kartoffeln per Malter(200 Pfd.) M. 3 50—4, per Ge⸗ per Gescheid, Zwiebeln per Ctr. 7, per Gescheid 25 Pf., kleine 70-90 Pf. Trauben per Ctr. M. 23— 27, per Pfd. 25—35 Pf. Eler M. 6—7. Gänse(geschlachtet) per Pfund 55—85 Pf. je nach der Qual. der Waare. Frankfurt, 1. Nov. Viehmarkt. Ca. 100 Stück Ochsen und 50 Stück Kühe und Rinder standen am Platze und büßten die verschiedenen Viehsorten gegen den Vormarkt ca. 2 M. pro Ctr. ein. Am Kälbermarkt standen 246 Stück, welche 1. Qual. zu 75 Pf., 2. Qual. zu 65 Pf. und 3. Qual. zu 60 Pf. per Pfd. Schlacht⸗ gewicht kosteten. 5 Mainz, 3. Novbr. Marktpreise. Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00—5 00, Heu per Ctr. M. 3.75— 4.00, Stroh per Ctr. M. 2.75 3.00, Butter/ Kilo M. 0.90 bis 0.95, Butter in Parthien M. 70- 75, Eler ½ Hundert M. 1.40— 1.60, Handkäse 4—7 Pf., Rothkraut 18— 20 Pf., Weißkraut 7—8 Pf., Blumenkohl 20—25 Pf., Wirsing 2—4 Pf., Zwiebel ½ Kilo 7—8 Pf., 1 Ente M. 2 bis 2.50, 1 Hahn M. 11.75, 1 Huhn M. 1—1.50, 1 junge Taube 35—40 Pf., 1 Feldhuhn M. 1.25— 1.50, 1 Hase M. 3.— 3.20— Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 19.30— 19.50, fremder M. 19.25 21.25. Roggen hlesiger M. 16.75— 17.20, russischer M. 15.20— 15.50, Gerste pfälzer M. 16.70— 17.40, Franken M. 17.25 bis 17.50. Hafer M. 14.50— 15. Reps M. 34.50 bis M. 34.75. Rüböl effektiv ohne Faß M. 37.00—37.25, per Oct. mit Faß M. 34.25— 34.50, Leinöl M. 00.—, Repskuchen M. 00.— Viehmarkt vom 26. Oet. bis 1. Nov. Zugetrieben waren: 12 Farren M. 52, 103 Ochsen 1. Qual. M. 71, 2. Qual. M. 68, 212 Kühe 1. Qual. M. 66, 2. Qual. M. 50 60, 139 Kälber M. 65— 70, 447 Schweine M. 52—58 per 50 Kilo. Literarisches. Daheim Nr. 4 enthält: Er lebt!(Forts.)— Der Kollaborator in Aengsten. Gedicht von J. Lohmeyer. Mit Bild.— Ein Kapitel vom Alter. Von K. Hermann. — Haus und Schule in Frankreich. I. Von St. Waetzoldt. — Zur Lutherliteratur. Von R. König.— Die russische Geistlichkeit. Von Th. H. Pantenius. Mit 2 Illustr. — Am Familientische: Eine böhmische Legende.— Ein gefährliches Hausmittel. Von Dr. M. Dyrenfurth.— Haus wirthschaftliche Fortschritte. Mit Illustr.— In unserer Spielecke.— Mit zwei illustr. Beilagen. „Die Reformation des sechzehnten und die des neunzehnten Jahrhunderts“ von W. Hieronymi. Verlag von Chr. Limbarth in Wiesbaden.— Unter der großen Menge von Schriften und Büchern, welche die bevor— stehende Lutherfeler bereits hervorgerufen hat, kommt dieser kleinen, aber inhaltreichen Schrift eine eigen⸗ thümliche Stellung und Bedeutung zu. Fern von jeder confessionell einseitigen Auffassung, steht diese Schrift auf dem Standpunkte des freien vernünftigen Denkens, der Unabhängigkeit und der geschichtlichen Gerechtigkeit. Der Hauptzweck der Schrift ist aber der, zu zeigen, wie nothwendig unserer Zeit eine neue kirchliche Reform und eine Fortsetzung des von Luther begonnenen und(nach des Verfassers Ansicht) unvollendet gebliebenen Werkes. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: 9. Oet. Uhrmacher Hermann Stadelmann von Fried⸗ berg mit Anna Katharina Eckert von Friedberg. 21. Oet. Gerber Ludwig Raab von Wohnbach mit Maria Elisabetha Faatz von Friedberg. Geboren: 2. Oet. Dem Handarbeiter Wilhelm Weller 1 Tochter. 9. Oct. Dem Schuhmacher Heinrich Erle 1 Sohn. 7. Oet. Dem Messerschmied Heinrich Karl Schäfer 1 Tochter. 14. Oet. Dem Schneider Wilhelm Weber 1 Sohn. 15. Oet. Dem Handschuhmacher Heinr. Noack 1 Tochter. 22. Oct. Dem Handarbeiter Tobias Von der Lehr 1 Tochter. 22. Oet. Dem Fellhändler Leopold Aaron 1 Sohn. Gestorben: 10. Oet. Regine Bender, 61 Jahr alt. 13. Oct. Elifabetha Mahr, 17 Jahr alt. scheid 8—9 Pf., Mäuschen gelbe 25 Pf., rothe 20 Pf. Josephine Wiesbach von Frankfurt a. M., Töchterchen des Bäckers Paulus Wies bach daselbst, 7 Wochen alt. Johannette Wilhelmine Erle, Ehefrau des Schuhmachers Heinrich Erle, 28 Jahr alt. Marla Marg. Elisabetha Hilbrecht, 70 Jahr alt. Der Schneider Joh. Hch. Mulch, 61 Jahr alt. Anna Buch, Tochter des Obst-Händlers Johannes Buch, 17 Jahr alt. Dem Handarbeiter Tobias von der 1 Töchterchen, 2 Minuten alt. Der Buchbinder Wilh. Präfried, 32 Jahr alt. 14. Oet. 16. Oet. Oet. Oet. Oet. 18. 19. 21. 22. 26. Oet. Lehr Oet. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 6. Violetta. Mittwoch den 7. Geschlossen. Donnerstag den 8. Lohengrin. Freitag den 9. Volksvorstellung bei ermäßigten Preisen. Figaro's Hochzeit. Außer Abonn. Samstag den 10. Neu einstudirt: Die Heimkehr aus der Fremde. Vorher: Die Nachtwandlerin. Sonntag den 11. Die Maccabäer. Schausplielhaus. Dienstag den 6. Viel Lärm um Nichts. Mittwoch den 7. Zum ersten Male: Graf Königsmark. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Paul Heyse. Donnerstag den 8. Geschlossen. Freitag den 9. Doctor Klaus. Samstag den 10. Zu Schillers Geburtstag. studirt: Maria Stuart. Sonntag den 11. Die Karlsschüler. Neu ein⸗ Die künstliche Ernährung kleiner Kinder, denen die Mutterbrust ganz oder theilwels verschlossen, mit gutem Erfolge durchzuführen, ist eine Quelle der Sorge in mancher Familie. Selbst die vorzüglichste Kuhmilch be⸗ kommt den Kleinen oft nicht, wie schlechte Zunahme und Verdaungsstörungen alltäglich bewelsen. Es ist um so erfreulicher in der bekannten Timpe'schen Kinder- nahrung ein bequemes Mittel zur Milderung solcher Mängel zu haben. Dieser Zusatz macht die Kuhmilch erheblich leichter verdaulich und die Kleinen gedeihen so trefflich dabei, daß er allseitiger Empfehlung durch⸗ aus würdig erscheint. 3931 Geld⸗ Cours. Frankfurt, am 3. November 1 883. 20⸗-Frankenstücke. 16. 16—20 do. in ½2 f 5 16. 13—17 Englische Sovereings. 20. 29—34 Russische Imperiales. 16. 70-75 Ducaten. 2 9. 70G. u. f. „ al maßes 5*V*VVTl 9. 68—72 Dodars e 4. 18—22 Pfennig ⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Vetrag. W.. Bestand am 1. Juni 1883 sammt Zinsen 28722 96 Uebertrag vom 27. Oct. 1888 23032 9086 25 1. C. Bindernagel.. 72 54 50 2. W. Bernbeck 185 123 30 3. E. Oppenheimer 168 131 70 4. H. Flaschenträger. 67 47 35 5. H. Flaschenträger. 112 76 85 23636[38242 91 Uebertrag am 1. Juni 1883 Einleger 1053. Uebertrag vom 27. Oet. neue Einleger 121. Neue Einleger g 5 Gesammt⸗Einleger 1181. Friedberg den 3. November 1883. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Bekanntmachung. Betreffend: Die Legalisirung des Grundbuchs für die Gemarkung Ober- und Nieder-Rosbach. Am 23. Mai 1884 geht die durch Art. 36 des Gesetzes über Erwerbung des Grundeigenthums vom 21. Februar 1852 festgesetzte zehnjährige Frist zu Ende, wonach das obengenannte Grundbuch nebst den dazu gehörigen Karten bezüglich ihrer Angaben über Lage, Größe und Begrenz⸗ ung der einzelnen Grundstücke unbedingte Beweiskraft mit Ausschluß des Gegenbeweises erlangt, soweit nicht die betreffenden Angaben durch gerichtlich erhobene Klagen vorher angefochten worden sind. Es werden daher Diejenigen, welche mit Wahrung ihrer Rechte noch im Rückstande sind, an den Ablauf obiger Frist mit dem Anfügen erinnert, daß spätere Anfechtungsklagen als gesetzlich unzulässig abgewiesen werden müssen. Friedberg am 23. October 1888. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. Weber. billigst bei 3879 vergeben werden. dahier abzugeben. Gegenwart der erschtenenen Submittenten. an bei uns eingesehen werden. Bad⸗Nauheim am 5. November 1883. 3998 Jäger. Punsch- Essenzen. Assenheim. Carl Bauer. Interjacken& Unterhosen K. Friedrich. Material Lieferung. Donnerstag den 15. d. Mts. soll die Anlieferung von 10 Festmeter Eichen-Stammholz, 12,000 Stück Pfählen von Eichenholz und 700 Liter Rüböl für die Grube Ludwigshoffnung bei Melbach auf dem Submissionswege versteigert werden: Mobiliar-Verste Die Anerbietungen sind versiegelt, frankirt, mit der Aufschrift„Materiallieferung“ versehen, längstens Vor⸗ mittags 10 Uhr an genanntem Tag auf unserem Büreau Die Eröffnung derselben erfolgt in Die Lieferungsbedingungen können vom 9. d. Mts. Aechlen Jamaica-Rum, Batavia- Arrac, franz. Cognac u. feinste 3935 igerung. Mittwoch den 7. November J., Nachmittags 1½ Uhr, sollen in hiesigem Nathhaus nachverzeichnete, noch gut erhaltene Gegenstände an den Meistbietenden 1 Küchenschrank mit Aufsatz, 2 Tische, 1 Commode, 1 Bettstelle mit Matratze, 1 Nähmaschine, Stühle. Friedberg den 5. November 1883. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 3994 Steinhäußer. Veel ⸗Eber⸗Versteigerung. Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad Nauheim. lich meistbletend versteigert werden. Mittwoch den 7. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, soll ein entbehrlich gewordener schwerer Fasel-Eber öffent⸗ Klein⸗Karben den 4. November 1883. Großherzogliche Vürgermeisterei Klein Karben. 3990 8 Schneider. Circa 100 Festmeter gutes Walderlenstammholz wird gegen gute Preise zu kaufen gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 3938 Versteigerung von Korbweiden. Donnerstag den 8. November d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die der Gemeinde Büdesheim gehörigen Korbweiden in mebreren Abtheilungen an Ort und Stelle an den Meistbietenden versteigert werden. Büdesheim den 20. November 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Büdes heim. 2 V. d. B.: d Otto, Beigeordneter. 50jährige er Gesellschaft und wird den Mitgliedern demnächst bekannt gegeben. Der Vorstand. Versteigerung eines Faselochsen. Donnerstag den 8. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, wird auf hiesigem Rathhaus ein der Gemeinde zustehender, zur Zucht noch tauglicher, auch zum Schlachten geeigneter Faselochs meistbietend versteigert. Dorn⸗Assenheim den 3. November 1883. Großherzogliche ee ee, Dorn Assenheim. Ra Arbeits⸗Vergebung. 3991 Die zur Reparatur der Kirche zu Oberau er⸗ forderlichen Arbeiten, welche zu den unten angegebenen Summen veranschlagt sind, sollen in Accord gegeben werden und wollen qualificirte Handwerks meister ihre Angebote schriftlich, versiegelt und portofrei und mit der Aufschrift versehen:„Uebernahme der Arbeit an der Kirche“ bei dem evang. Kirchenvorstand zu Oberau bis zum 19. November d. J. einreichen. Maurerarbelt, veranschlagt zu M. 118.50, Steinhauerarbeit„ 50.50, Zimmerarbeit e e Schreinerarbeit 388 Schlosserarbeit„ 123.60, Weiß binderarbelt 1 Kostenüberschlag und Bedingungen können auf dem Büreau des Unterzeichneten täglich von Mittags 12 bis 1 Uhr eingesehen werden. Büdingen den 3. November 1883. Wenck, Architect. Bekanntmachung. Der Unterzeichnete beabsichtigt seine Güterstücke, eireg 60 Morgen, Mittwoch den 7. Novemker l. J., Nach⸗ mittags ½¼5 Uhr, in der Haas'schen Wirthschaft dahier auf weitere 9 Jahre zu verpachten. Gleichzeitig sollen in demselben Termin zwei Baumstücke und zwar: das eine an der Dorheimerhohl mit 21 Bäumen und das andere in den Klausengärten verkauft werden und werden Pachter und Käufer hierzu eingeladen. Fauerbach b. Fr., 1. November 1883. Friedrich Helfrich, 3940 Bürgermeister. Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 22. November, Vormittags 9 Uhr, lasse theilungshalber mein Anwesen, bestehend in Wohn— haus nebst 5 Nebengebäuden, fast neu, worin eine Mahl- mühle mit 2 Gängen und eine Kunstwoll-Spinnerei, eirea 16 Morgen Land, öffentlich meistbletend am Platz ver⸗ steigern(Wassergefäll 21 Fuß). Ober⸗Eschbach den 25. October 1883. 3839 Joh. Kreckmann Wittwe. 1** f* 1 Thüringer Hellerlinsen, zwel Sorten, geschälte und ungeschälte Victoriaerbsen, sowie gelesene Bohnen empfiehlt in gutkochender Waare 9949 F. Weihl. Ein lüchtiger Branntweinbrenner wird gegen hohen Lohn gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 3852 Zum Ausleihen gegen hypothekarische Sicherheit liegen 3000 Mark im Stadtkirchenfonds, 2500 Mark im Pfarrbesoldungsfonds bereit. 3984 Friedberg. Der evang. Kirchenvorstand. Ein tüchtiger Schneidergeselle findet sofort dauernde Beschäftigung bei Vad⸗Nauheim. Gg. Goll, 3915 Schneidermeister. Ein tüchtiger und gut empfohlener ; Schweizer gegen hohen Lohn gesucht. Offerten und Zeugnisse an Dr. Lehr, Wies⸗ baden. 3928 Ein junger Mensch wirdzals Hausbursche gesucht. 3918 Deutscher Hof, Bad⸗Nauheim. Bretter, Latten und Stollen zu den billigsten Preisen empfiehlt 3934 dem Heutigen, Usngasse Nu. mich gleichzeitig auf's Beste empfohlen. 3925 (Colter) werden gewaschen, sowie in jeder beliebten Forbe auf- und umgefärbt in der Schönfärberei und chemischen Wasch-Anstalt von u M. 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Klasse. 961 3989 5— r Allen Kindern, die bei Kuhmilch nicht gut zunehmen, reiche man die Milch mit Zusatz von Timpe's Kindernahrung; sie werden vortrefflich gedeihen, ältere Sünglinge besonders sichtbar. Prospecte gratis. Lager: W. Bernbeck in Friedberg. 3982 Winterschuhe und Stiefel in großer Auswahl zu billigsten Preisen bei 3874 Usagasse. Och. Diehl. Täglich risch N Wales Kaffe, gebrannten per Pfund M. 1.20, bei Abnabme von 2 Pfd. M. 1.15, zu haben bei Itaννj/·ĩmw⁴n Stern, 3975 Usagasse. Lilionese, das bekannte kosmetische Schönheitsmittel, dient zur Entfernung aller Hautunreinig— keiten, à Flasche 3 Mark, halbe Flasche Mark 1.50. N Orientalisches Enthaarungsmittel, à Fl. M. 2.50, 3443 15 Min., z. B. der bei Damen vorkommenden Bartspuren, zusammegewachsenen Augenbrauen, des zu welt ins Gesicht gehenden Haarwuchses, ohne jeden Nachtheil für die Haut. Rothe 8 Co., Berlin. Niederlage in Friedberg bei K. Oberhöfer, Friseur. Ein Jagdhund ist billig zu verkaufen. Assenheim. 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