3408 fürbe cher Qualität. T. Friedberg. ieren aller Att, in upons, deren In zuterinsscheinen u Bezugsrechten Incasso verlooster 1883. Dienstag den 4. Dezember. M42. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die e Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. nnoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die regelmäßige Besichtigung der Feuerstätten im Jahre 1883. 5 f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bruchenbrücken, Dorheim, Dorn-Assenheim, Münzenberg, Nieder-Eschbach, Nieder-Mörlen, Ober— Florstadt, Ossenheim, Staden und Weckesheim. Friedberg den 29. November 1883. Wir erinnern Sie an die Einsendung der mit Bemerkung über den Erfolg zu versehenden Visitationsprotokolle mit letzter Frist von 8 Tagen. Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärdienstnachricht. Fürst, Sec.⸗Lieut. vom 1. Gr. Drag.⸗Regt. Nr. 23, wurde als außeretatsmäß. Sec.-Lieut. in das Westpreuß. Feld⸗Artillerie-Rgt. Nr. 16 versetzt. b Berlin, 30. Nov. Der deutsche Botschafter in Petersburg, General v. Schweinitz, hat sich am Mittwoch zum Fürsten Bismarck nach Fried— richsruhe begeben, von wo er gestern zurückge— kehrt ist. — 1. Dec. Der Kaiser ist gestern mittelst Extrazuges über Wittenberge nach der Göhrde zur Jagd abgereist. In der Begleitung des Kaisers befanden sich die Prinzen Wilhelm, den Deponenten nh ieben werden, rthpapieren, ditbant, 1 32 —— * Albrecht und August von Württemberg, der Fuürst von Schwarzburg-Rudolstadt und der Erbgroßherzog von Baden. Der Kaiser ist heute Abend zurückgekehrt. Die Kaiserin ist heute Abend wohlbehalten hier eingetroffen. 2. Dec. Die Verhandlungen zwischen dem Minister v. Bötticher und dem Reichskanzler in Friedrichsruhe sind befriedigend verlaufen, der Unfallgesetzentwurf ist definitiv festgestellt. — 2. Dec. Großfürst Sergius von Ruß— land ist heute Vormittag incognito hier einge— troffen und in der russischen Botschaft abgestiegen. — Der französische Botschafter Courcel ist gestern Abend hierher zurückgekehrt. — Die„N. A. Z.“ bezeichnet die Gerüchte von dem bevorstehenden Ausscheiden des kaiser— lichen Gesandten in Peking als jeder Begründung entbehrend. Brand werde nach Ablauf des ihm gewährten längeren Urlaubs auf seinen Posten zurückkehren. München, 30. Nov. Die Kammer erle— digte mit geringen Modificationen den Etat des Ministeriums des Innern nach dem Ausschuß— antrag und nahm den Etat des königlichen Hauses fast unverändert nach dem Regierungs— vorschlag an. Ferner genehmigte das Haus den Etat des Ministeriums des Aeußeren debattelos inter Streichung des Dispositionsfonds. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 30. Nov. Im Unterhaus erklärte der Finanzminister bei Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend Modi⸗ sieirung der Steuergesetze, daß das Defieit, welches 1881 zwanzig, 1882 sechs Million fl. betrug, pro 1883 aber mit 8 ½ Million prä— iminirt wurde, im nächsten Jahre, wenn die Steuererhöhung um 3 Mill. votirt sei, gänzlich berschwinden werde, was entschieden für eine Besserung der Finanzlage spricht. Agram. Das Amtsblatt veröffentlicht die Enthebung des Generals v. Bamberg von dem Amte eines königlichen Commissärs für Croatien. Die verfassungsmäßigen Zustände sind somit in Froatien wieder hergestellt und wird der Land— gag demnächst einberufen werden. Norwegen. Christiania. Die weiteren Termine in dem Minister-Anklageproceß sind auf den 24. Januar und 23. Februar 1884 festgesetzt. Frankreich. Paris, 1. Dec. Nachdem die administrativen und militärischen Macht— befugnisse in Tonkin nunmehr in der Hand Courbet's vereinigt sind, hat bie Regierung den Civilcommissär Harmand ermächtigt, nach Frank— reich zurückzukehren und daselbst einige Zeit auf Urlaub zuzubringen. — 1. Dec. Die Kammer behielt conform der Proposition des Finanzministers die Amorti— sationssumme von hundert Million Francs bei und lehnte die von der Commission vorgeschlagene Reduction auf sechzig Million Frances ab. Die anderen Finanzbudgetcapitel wurden debattelos genehmigt. Renault(Tonkin- Commission) ver— las den Bericht, welcher den Tonkincredit ge— nehmigt und konstatirt, daß das mit unzu— länglichen Mitteln begonnene Unternehmen den Feind ermuthigte und China zur Intervention aufregte. Derselbe räth eine Vermeidung des Conflicts au und empfiehlt, eine zufriedenstellende Verständigungsbasis mit China zu suchen. In— zwischen solle man Verstärkungen absenden, um jeder Eventualität gewachsen zu sein. Großbritannien. London, 1. Dec. Der Prozeß gegen O' Donnel wurde heute beendigt. Der Gerichtshof sprach O' Donnel der Er— mordung Carey's schuldig und verurtheilte ihn zum Tode. — 1. Dec. Die gestern zwischen Lesseps und den englischen Schiffsrhedern abgeschlossene Convention bestimmt die Niedersetzung einer zur Hälfte aus Engländern bestehenden Commission zur Berathung der Frage, ob sich die Ver— größerung des jetzigen oder der Bau eines neuen Canals empfiehlt. Dem Verwaltungs— rathe treten sofort sieben neue englische Direc— toren hinzu. — 1. Dec. Wie Reuter's Bureau meldet, theilte Waddington dem Lord Granville mit, daß die Besetzung von Sontay und Bac-Ninh durch französische Truppen absolut nothwendig sei, und daß die französische Regierung nur da— durch zufrieden gestellt würde; Frankreich wünsche, wenn möglich, den Krieg mit China zu ver— meiden. Waddington soll übrigens nicht ver— sprochen haben, daß Frankreich, wenn China Bac-Ninh und Sontay übergäbe, einen Waffen— stillstand in Vorschlag bringen werde. Die Vermittelung Granville's zwischen Frankreich und China steht nicht in Frage. Spanien. Madrid, 29. Nov. Gesteru Mittag stattete der deutsche Kronprinz den spa⸗ nischen Majestäten zum Hochzeitstage einen Gra⸗ tulationsbesuch ab und überreichte der Königin drei prachtvolle Vasen, Erzeugnisse der könig— lichen Porzellan-Manufactur zu Berlin. Dem Diner, welches Graf Solms gestern Abend zu Ehren des Königs und des Kronprinzen gab, wohnten die spanischen Generale Novaliches, Campos, Echague, Blanco, Cheste, der Präsi⸗ dent des Ministerrathes, sowie der Kriegs- und Marineminister bei, außerdem Graf Blumen— thal, Generallieutenant v. Loe, Oberstlieutenant Sommerfeld, im Ganzen 24 Personen. Danach fand ein Besuch des spanischen Theaters statt. Vormittags besichtigte der Kronprinz das Ar— tillerie-Ingenieurhaus und begab sich von da in die Kirche und das Kloster Atocha, wo alle spanischen Königspaare getraut wurden und wo das Grabmal des Generals Prim sich befindet. — 30. Nov. Der deutsche Kronprinz besuchte heute Vormittag mit dem König Alfons die Kasernen, woselbst die Truppen in Paradeanzug Exercitien ausführten. Nach dem Besuche der Kaserne auf dem Principe Pio empfing der Kronprinz eine Deputation der hier lebenden Deutschen. Der König verlieh dem Kronprinzen den Großcordon des Militärordens vom heiligen Ferdinand. Der Kronprinz trug den Orden bereits auf dem heutigen Hofballe. Demselben wohnten König Alfons in preußischer Ulanen— uniform und der Kronprinz in seiner pommer— schen Kürassieruniform bei. Der Kronprinz führte die Königin Christine, welche in himmel— blauer Toilette erschienen war, König Alfons die Königin Isabella; daran schlossen sich die Infantinnen und der Hofstaat, sowie die beider— seitigen militärischen Gefolge. Die hohen Herr— schaften eröffneten den Tanz durch eine Quadrille zu 8 Paaren, wobei der Kronprinz mit der Königin Christine, König Alfons mit der Königin Isabella tanzte. In der ganzen zahl⸗ reichen Ballgesellschaft waren keine National⸗ costüme vertreten. Die Damen trugen Pariser Moden, für die Herren ohne Uniform waren kurze Hosen, seidene Strümpfe und Schuhe nach der Hofetiquette vorgeschrieben. Nachdem der Kronprinz noch mehrere Rundtänze gemacht hatte, wurde für die königliche Familie das Souper servirt, während für die übrige Ge— sellschaft in den langen mit Gobbelins ver— zierten Gallerien Buffets bereit standen. Das Fest erreichte früh gegen 3 Uhr sein Ende. — I. Dec. Der deutsche Kronprinz unternahm heute einen Ausflug nach Pardo, dem Land— sitze des Königs. Am Abend wohnte der Kron— prinz der Vorstellung in der Oper, die eine öffentliche war, bei. Als derselbe mit der könig— lichen Familie in der Loge erschien, wurde er von den sehr zahlreich anwesenden Zuschauern, welche sich von ihren Sitzen erhoben, mit einer lebhaften Ovation begrüßt, während die Musik den deutschen Kaisermarsch spielte. Der Schluß der Vorstellung, welcher gegen 1 Uhr erfolgte, bot von Neuem Anlaß zu einer enthusiastischen Kundgebung für den Kronprinzen. Italien. Rom. Die„Riforma“ erwähnt eines Gerüchtes, wonach die Regierung beabsich— tige, die gegenwärtige Session der Kammern nach Genehmigung des Budgets zu schließen. Die neue Session würde zu Anfang Januar nächsten Jahres mit einer Thronrede eröffnet werden. — In Folge eines nunmehr zu Stande gebrachten Uebereinkommens zwischen der Re⸗ gierung und der geistlichen Behörde wird das Grab des Königs Victor Emanuel nicht im Mittelpunkte des Pantheons, sondern in der beim Eintritte in das Pantheon zur Rechten gelegenen Centralkapelle errichtet. Rumänien. Bukarest, 1. Dec. Der ehe— malige rumänische Minister des Auswärtigen, Boerescu, ist in Paris gestorben. Senat und Kammer beschlossen, die Ueberführung der Leiche nach Rumänien und die Beisetzung derselben auf Staatskosten vorzunehmen und die Verhandlungen als Trauerzeichen auf drei Tage zu unterbrechen. Bulgarien. Sofia. Ein Dekret des Fürsten sanctionirt die Vorlegung des Zankow'schen Ge— setzentwurfs, betreffend die Abänderung der Ar⸗ tikel 8 und 9 der Constitution, in der National— versammlung; die Regierung schlägt darin zwei Kammern, sowie die Wahl eines Abgeordneten auf je 20,000 Einwohner beiderlei Geschlechtes vor. Epypten. Kairo, 29. Nov. Von den 600 egyptischen Gendarmerie-Mannschaften, welche gestern nach Suakim abgesandt wurden, sind 268 auf der Fahrt von Kairo nach Suez desertirt. — 2. Dec. Wie dem„Observer“ gemeldet wird, ist in der Provinz Darfur ein Aufstand ausgebrochen und der Gouverneur der Provinz, Stettin Bey, ein Oesterreicher, verwundet wor— den. Die Beduinenstämme in der Umgegend von Kassala sollen ebenfalls revoltirt haben. Asien. Peking, 30. Nov. Von hier wird telegraphirt, Frankreich habe in Beantwortung der chinesischen Note sich bereit erklärt, weiter zu verhandeln, jedoch mit dem Vorbehalt, daß die französischen Truppen den Befehl hätten, Sontay und Bac-Ninh zu nehmen. Aus Stadt und Land. Malbach. Dem„W. B.“ schreibt man von hier: Am 23. November, Abends gegen 5 Uhr, kehrten zwei hiesige Bursche, von Eschbach kommend, wo sie sich ihre Aexte zur Holzfällerei hatten schärfen lassen, nach Mai— bach zurück. An der Malbacher Mühle angelangt, welche gegenwärtig von armen Leuten bewohnt wird, fiel es denselben ein, in die Hofraithe einzudringen, um die Familie darinnen recht zu ängstigen, weil sie wußten, daß der Vater derselben nicht zu Hause war. Die Frau nebst ihren 6 Kindern schloß sich aber im Wohnhause ein. Die Eindringlinge schlugen nun mit ihren Aexten mehrmals wider die Wände und die Thüre des Hauses. Einer von ihnen begab sich hierauf in den Stall nnd ließ das Pferd heraus, auf welches er unbarmherzig losschlug. Den Mißhandlungen setzte er dann die Krone auf, indem er seine scharf geschliffene Axt dem Thiere in die linke Seite schlug, daß dieselbe bis an den Sttel in den Körper drang. Rasend vor Schmerz sprengte dann das so schändlich zugerichtete Pferd mit der Axt in der Seite davon, kehrte aber bald in den Hof zurück und brach endlich zusammen. Nachdem der Frevler sich wieder seines Werkzeugs aus dem in seinem Schmerze sich windenden Thiere bemächtigt hatte, entfernte er sich elligst mit seinem Spießgesellen. Die Frau aus der Mühle machte bald darauf Anzeige auf hiesiger Bürger— meisterei und da überdies das Pferd mittlerweile ver— endete, so arretirte Bürgermeister Saltenberger die beiden rohen Gesellen in einer hiesigen Wirthschaft und lieferte sie unter guter Bewachung an das Amtsgerichtsgefäng— niß nach Butzbach ab. Beim Verhör des anderen Tages gestanden sie die ihnen zur Last gelegte Unthat ein und es wird ihnen bald der gebührende Lohn zu Theil werden. Mainz, 29. Nov. Es ist neuerdings auch hier aufgefallen, daß in ganz bestimmten Stadttheilen eine Menge Ein- und Zweimarkstücke, welche falsch waren, in Circulation gesetzt wurden. Gestern nun wurde eine Frau verhaftet, welche einem Bäcker falsches Geld ein— händigen wollte. Bei einer in der Wohnung der Ver— hafteten vorgenommenen Haussuchung sollen nun auch die Geräthe zum Anfertigen des Geldes gefunden worden sein; der Mann der Frau, der das Geld angefertigt haben soll, ist ebenfalls in Haft. Allerlei. d. Frankfurt. Der berühmte koönigl. bayerische Kammersänger Vogl von München wird in dieser Woche an 2 Abenden in hiesigem Opernhause gastiren. Stuttgart, 29. Nov. Ein im„Stern“ zu Bruchsal verhafteter Stromer wurde durch die dortige Gendar— merie nach Stuttgart transportirt. Die daselbst sofort vorgenommenen Confrontationen haben die Wahrschein— lichkeit sehr erhöht, daß es gelungen ist, in diesem In— dividuum den zweiten der vier Stuttgarter Mordbuben zu ergreifen. Abgesehen von dem Umstand, daß seine neuen Kleider in Stuttgart gekauft sind, will ihn ein dortiger Wirth in seinem Local gesehen haben und zwar mit einem Barte, ganz ähnlich dem, den die Bruchsaler Sternenwirthin unter seinen Effeeten wahrgenommen, den man aber leider bis jetzt nicht hat finden können. Die„N. Z. Z.“ veröffentlicht eine Zuschrift, welche in dem ergriffenen Stuttgarter Raubmörder Kumitsch, der sich bekanntlich als Soeialdemokrat zu erkennen gab, eine Persönlichkeit vermuthet, welche schon die Schweiz un— sicher machte. Ein gewisser Kumitsch trat nämlich am 3. September in St. Gallen dem Reichstagsabgeordneten Grillenberger als Anarchist Most'scher Richtung mit dem Evangelium des Dynamits und Petroleums entgegen. Dieser Kumitsch war niemals Anhänger oder Mitglied einer deutschen oder schweizerischen socialdemokratischen Organisation; in Wien wie in St. Gallen gehörte er der anarchistischen Richtung an. München, 1. Dez. Der Insbrucker Güterzug ist mit dem Landecker Personenzug zusammengestoßen. Ein Postschaffner wurde schwer, mehrere Personen leicht ver— letzt, einige Wagen zertrümmert. Bruck(Bayern), 23. Nov. Zwischen Puch und Mammendorf wurde der Sattlergeselle Steib von Salach von seinen drei Reisegefährten zu Boden geschlagen, mit einem Messer schwer verletzt und seiner Baarschaft von 70 M. beraubt. Hamburg, 2. Dez. Der englische Dampfer„Flora“, welcher heute Morgen nach Hull abgegangen war, ist bei Finkenwärder mit dem norwegischen Schooner„Ottar“, auf der Fahrt von Batavia, zusammengestoßen, worauf an Bord des letzteren Feuer ausbrach. Der„Ottar“ ist gesunken, die Mannschaft wurde von der„Flora“ gerettet. Die„Flora“ ist beschädigt und deshalb hierher zurück— gekehrt.— Der französische Dampfer„Hyp“ und der deutsche Dampfer„Prinz Leopold“, beide heute Morgen abgegangen, sind beschädigt hierher zurückgekommen. Dieselben waren in der Elbe mit der Hamburger Bark „Georg Blohm“, auf der Rückreise von Apia, zusammen⸗ gestoßen. Die Bark„Georg Blohm“ ist stark beschädigt hier angelangt. Bredow, b. Stettin, 1. Dez. Heute ist die dritte hier erbaute chinesische Panzercorvette vom Stapel ge⸗ lassen worden. Li-Fong Pao taufte dieselbe Tschi Vuen. Wien, 2. Dez. Der bekannte österreichische Nord— polfahrer Payer ist gestorben. New⸗Vork. In Albany(Wisconsin) brach am 27. November vor Tagesanbruch ein großes Feuer aus, welches die etwa 10,000 Einwohner zählende Stadt fast gänzlich zerstörte. Infolge des zur Zeit wehenden hef— tigen Windes griffen die Flammen rasch um sich unter den hölzernen Gebäuden, deren Insassen in den meisten Fällen nur das nackte Leben retteten. Durch einstürzende Mauern wurden zwet Personen getödtet, während drei in den Flammen umkamen. Gerichtssaal. Altenstadt. In der Donnerstag den 6. December dahter stattfindenden Schöffengerichtssitzung, kommen fol— gende Sachen zur Verhandlung: 1. Strafsache gegen Karl Seitz und Johann Heinrich Schenk von Stamm— beim, wegen Körperverletzung z 2. Strafsache gegen Heinrich Henrich und Heinrich Peter Repp von Altenstadt, wegen Unterschlagung bezw. Hehleret; 3. Strafsache gegen Martin Grteßmer und Chrtstian Grtleßmer von Staden, wegen Widerstands und Pfandveräußerung. Lokal-Gewerbe-Verein Friedberg. (Fortsetzung.) Man ist aber auch in den Kreisen, welche solche Wünsche hegen, klug genug gewesen, nicht sofort mit der vollen Forderung des Zunftzwanges hervorzutreten, weil man mit Recht fürchtete, der Handwerkerstand in seiner ungeheuren Mehrheit würde dieser Forderung mit der groͤßten Energie entgegentreten. Man hat deßhalb einen Umweg gewählt und geglaubt, daß man im Stande sei, dadurch den Handwerkerstand selbst und das große Publikum über die wirklichen Absichten zu täuschen. Glücklicherweise ist aber die große Mehrheit des Hand— werkerstandes vollständig auf dem Posten gewesen; sie merkte die Absicht und wurde verstimmt. Es beweisen dies klar und deutlich die verhältnißmäßig ungemein wenigen Bildungen neuer Innungen und die äußerst ge— ringen Erfolge, welche die sogen. Handwerkerpartei mit ihren Agitationen in unserem gesammten Vaterlande ge— habt hat, wenn man den Ausdruck„Erfolge“ überhaupt für das glänzende Fiasko derselben anzuwenden berech— tigt ist. Wir sehen ja, daß hinter diesen wenigen Agita— toren absolut keine Partei steht; die Handwerker haben zu ihrem eigenen Glücke erkannt, welche Zwecke diese Agitatoren verfolgen. Wem aber gar das zweifelhafte Glück zu Theil geworden ist, die nähere Bekanntschaft eines solchen Agitators zu machen, der ist häufig gerade hierdurch von der Verderblichkeit der durch dieselben gepredigten Ideen überzeugt worden, oder er hat gar eingesehen, daß nur persönliche Zwecke die Trieb— feder der ganzen Agitation sind. Trotzdem nun also die bedeutend überwiegende Mehr— heit des Handwerkerstandes diesen Bestrebungen Nichts weniger als freundlich gesinnt ist, hat man es doch er- reicht, daß wieder einmal mit dem Handwerkerstande Experimente gemacht werden, die allem Anscheine nach nicht zum Vortheil desselben ausschlagen werden.. hat auf gesetzlichem Wege die durch Einführung der Ge werbefreiheit in Deutschland im Absterben begriffenen Innungen wieder zu beleben gesucht. Freilich hat man nicht gewagt, mit der Forderung von Zwangsinnungen zu kommen, denn diese waren nicht zu erreichen, aber man hat gehofft, auf krummen Wegen und durch Hinter- thüren womöglich noch mehr zu erreichen, als die Zwangs innungen bieten konnten. Mit einem Worte, man er⸗ strebt die Herrschaft der Innungen auch über diejenigen Gewerbetreibenden, welche den Innungen nicht angehören, Wäre es aber dann nicht wenigstens gerechtfertigt, daß der Beitritt zur Innung jedem Handwerksgenossen frei stehen möchte? Das aber wollten jene Herren na— türlich nicht, und deßhalb forderten und erhielten fie nicht die Zwangsinnungen, sondern sogen.„freie Inn, ungen“, in welche sie aufnehmen können, wen sie wollen. Ist es aber in einem Rechtsstaate wohl erhört, daß sich eine kleine Zahl der Mitglieder eines Gewerbes, die zu einer freien Vereinigung zusammengetreten sind, welche aber freilich von sich selbst behauptet, daß sie die Elite dieses Gewerbes sei, anmaßen darf, über die große Mehrzahl der Mitglieder desselben Gewerbes, welche sie entweder in die Innung nicht aufnehmen wollen, oder welche selbst kein Vedürfniß und keine Neigung haben, der Innung beizutreten, zu Gericht zu sitzen? Und doch ist es dahin gekommen, daß in die Gewerbeordnung vom 18. Juli 1881, ein§ 100e bineingekommen ist, welcher an— ordnet, daß durch die höhere Verwaltungsbehörde nach An— hörung der Aufsichtsbehörde bestimmt werden kann: einer Innung, deren Thätigkeit auf dem Gebiete des Lehr— lüngswesens sich bewährt hat, können die weitgehendsten Befugnisse in Bezug auf das Lehrlingswesen auch über die Handwerksgenossen ertheilt werden, welche der Inn— ung nicht angehören. Es soll und kann durch diese Be— stimmung dahin kommen, daß die vom Reichstage abge— lehnte Anordnung, wonach Lehrlinge nur von Innungs— mitgliedern gehalten werden sollten, auf Umwegen wieder hergestellt würde. Ich bin nun durchaus kein Feind der freien Inn— ungen, wenn dieselben wirklich freie Vereinigungen von Fachgenossen zur Wahrung ihrer Interessen sind. Wenn aber die Zunftfreunde erklären, daß sie gegen Zwangs— innungen seien, weil sie in die frete Innung aufnehmen könnten, wen sie wollten, dagegen in die Zwangsinnung alle Genossen desselben Gewerbes aufnehmen mußten, nach ihrer Ansicht aber nur die sogenannte Elite des betreffenden Gewerbes in die Innung gehöre, worunter sie natürlich sich selbst verstehen, so muß doch jeder denkende Handwerker stutzig werden und die Möglichkeit in's Auge fassen, daß der§ 100e auf eine Innung seines Gewerbes Anwendung finden könne. Sollten aber die freien Innungen wirklich freie Vereinigungen sein, dann wären alle diese Klauseln und Bestimmungen überflüssig und es wäre gleichgiltig, ob man eine solche Vereinigung eine Innung, einen Ge— werbeverein oder sonst wie benenne; keinenfalls aber dürfte man einer solchen freien Vereinigung irgend⸗ welche Macht-Befugnisse über die außerhalb derselben stehenden Fachgenossen beilegen. Da aber die klare Absicht zu Tage liegt, daß die sogenannten freien Innungen eine ziemlich exelusive Gesellschaft werden sollen, welche sich fast für uafehlbar hält, und welchen sogar Jurisdiktions rechte über die nicht zur Innung ge— hörenden Fachgenossen zuerkannt werden können, so muß meines Erachtens jeder Handwerker, der es redlich mit seinem Stande meint, nicht nur der Bildung von Inn, ungen auf Grund der jetzigen Gesezgebung durchaus fern bleiben, sondern er muß auch die Bildung solcher Innungen mit ganzer Kraft zu verhindern suchen. Sie könnten mir aber nun erwiedern, meine Herren, wie soll man denn zur Hebung des Handwerkerstandes beitragen können, wenn man sich nicht mit den Gewerks genossen zu gemeinschaftlichem Handeln vereinigt? Gewiß, meine Herren, sollen sich die Handwerker zur Hebung ihres Standes, ebenso wie alle anderen Berufsarten, vereinigen, aber sie sollen dies in vollständig freien Ver— einigungen thun, zu denen jedem Fachgenossen der Beitritt freisteht. Sie sollen in diesen Vereinigungen ihre Interessen selbst vertreten, sollen sich aufraffen zu eigenem Handeln und nicht stets auf die Hilfe des Staates rechnen und nicht Andere, denen ihre Bedüfnisse vollständig unbekannt sind, Bestimmungen über ihr Wohl und Wehe treffen lassen, denn„selbst ist der Mann“ sagt ein gutes altes deutsches Sprichwort. Solche freien Vereinigungen besitzen wir aber glücklicherweise in unserem Vaterlande, und besonders im mittleren und südlschen Deutschland, bereits in großer Zahl in den Gewerbe— vereinen. Seit Einführung der Gewerbefreiheit haben sich die— selben nicht allein fortwährend vermehrt, sondern sie haben auch ihre Mitgliederzahl unausgesetzt vergrößert und sind fast alle zu einer bedeutenden Blüthe gelangt Die segensreiche Thätigkeit, die diese Gewerbevereine be— reits entwickeln, sollte nun aber einem Trugbilde ge— opfert werden? Meine Herren, ich bin der festen Ueberzeugung, daß der Handwerkerstand am allerwenigsten zum Experimentiren geeignet ist und es energisch von der Hand weisen muß, wenn man ihn dazu benutzen will. Seinen Willen hler— zu kann er aber am besten bekunden, wenn er unbeirrt auf dem bisherigen Wege weiter fortschreitet und seine Hebung betreibt durch Fortbildung seiner Mitglieder auf praktischem und theoretischem Wege. Die Mittel zu diesem Zwecke sind aber vor Allem die Unterrichtsanstalten, welche von den Gewerbevereinen in's Leben gerufen sind, sowie neben diesen die Cinrichtung von Bibllotheken, die Verbreitung guter Fach Zeitschriften, gemeinverständllche Vorträge u. s. w. Was nun Ihre Unterrichts-Anstalten anlangt, so bin ich der Ansicht, daß der hiesige Gewerbeverein für Er richtung derselben alles Lob verdient. Sie haben Nichts gescheut, meine Herren, keine Mühe und Kosten, um Institute in's Leben zu rufen, die allen Ansprüchen des Gewerbestandes genügen können. Ich habe vorhin schon gesagt, daß gute Unkerrichts-Institute das vorzüglichste suuch a augtwel lb al vilche e scgenste Spese khörte unter der Grun lat att ande that aus wol aus nuͤg wels edem da woll benen N dee e due e ser eder eine wen 1 n Innun ten, auf Umpegen win Feind der freien I 15 5 Vereinigungen 0 * Intetessen sind. Nen aß sie gegen Iwangz rele Innung aufnahm, gen in die Zwangelnnun cbes aufnehmen müßte, die sogenannte Elite d junung gehöre, worum hen, so muß doch eh rden und dle Möglichth selben nicht allein keine Hebung, sondern ein Rückgang des Handwerkerstandes zu erwarten wäre. In den meisten Gewerbevereinen ist dies ja auch voll und ganz erkannt worden, wie die vielen neuen Gründungen und die Er— he auf eine Innung sehnt nne. unungen wirklich felt 5 alle diese Klauseln und!“ es wäre gleichgiltig, b. eine Innung, einen 0e senenne; keinenfalls abet zen Vereinigung irgend die außerhalb derselben en. Da aber dle klare die sogenannten ffelen isive Oesellshaft werden ehlbar hält, und welchen die nicht zut Innung ge it werden können, so muß serker, der es redlich m r der Bildung von pn, bigen Gesetzge bung er muß auch dle Blur aft zu verhindern sucht, erwiedern, meine Herrn des Handwerkersun b nicht mit den Oewafß andeln vereinigt? Gew, Handwerker zur Hehn lle anderen Verufbaull in vollständig ftelen d. jedem Fachgenosser 9 in diefen Verengunde „solln sch aufußth g auf die Hie n ihre Badu Sprichwort. Solche fel N glüclcherwe n mittleren un er Zahl in den 5 eugung/ festen Uebetz aun enigsten zu ien n len e Mittel sind, zur Hebung des Handwerkerstandes beizu leuten machen und nebenbei auch dle Hausirer unberück— sichtigt lassen, welche uns in der Regel mit billigen, aber keineswegs preiswürdigen Waaren zu überschwemmen Lege also Jeder die Hand auf's Herz und gelobe sich, seine Weihnachtseinkäufe jetzt und in späteren Jahren ausschließlich hier am Platze zu machen. tragen, ja ich möchte wohl behaupten, daß ohne die— versuchen. russischer M. 15.10-15.40, Gerste pfälzer M. 16.75 bis 17.50, Franken M. bis 14.75. ohne Faß M. 37.00-87.25, per Mai mit Faß M. 34.80 bis 35.00, Leinöl M. 00.„ Repskuchen M. 00. 17.00-17.75. Hafer M. 13.75 Reps M. 34.00 34.55. Rüböl fest effektiv weiterungen und Vervollkommnungen der alten Unter⸗ richtsanstalten derselben beweisen. Wir speziell im Großherzögthum Hessen baben uns außerdem für die Zwecke der Gewerbevereine überhaupt, sowte im Besonderen für die Zwecke ihrer Unterrichts anstalten der lebhaftesten Unterstützung der Großherzog— lichen Landesregierung und ihrer Organe zu erfreuen. Sie Alle, meine Herren, können Ihren Dank für diese Fürsorge zur Hebung und Entwickelung des Handwerker— standes nicht besser bethätigen, als daß Ste mit ganzer Kraft für die Ausbreitung des Gewerbevereins und für die ausgedehnteste Benutzung seiner Unterrichts⸗Institute eintreten. Ste fördern damit ja nur die Interessen Ihres eigenen Standes und somit auch die eigenen Interessen. Es ist einmal der Ausspruch gethan worden, ein Stand, der nicht die Kraft besitzt, sich aus sich selbst heraus mit den anderen Standen auf gleicher Höhe zu erhalten, hat keine Existenzberechtigung mehr. Meine Herren, ich bin der festen Zuversicht, daß dieser Aus- spruch auf den deutschen Handwerkerstand niemals wird angewendet werden können. Weisen Sie aber auch deß— halb alle Einflüsterungen der falschen Propheten zurück, welche Sie von dem bisher beschrittenen Wege, welcher so segensreiche Wirkungen im Gefolge hat, fortlocken wollen. (Schluß folgt.) Kauft am Platze! Das Herannahen der Weihnachtszeit gibt einem großen Theil des Publicums Veranlassung, mehr Einkäufe als zu jeder anderen Zeit des Jahres zu machen. Diese Gelegenheit wird leider in der Regel von Vielen benutzt, ihren Bedarf bei auswärtigen Händlern und Produecenten zu decken. Diese Bevorzugung hat ihren Grund nicht etwa in dem Umstande, daß die auswärtige Waare besser oder billiger als die einheimische ist(letzteres kann sie bei gleicher Qualität schon wegen der darauf ruhenden Spesen nicht sein), sondern einzig und allein in dem thoͤrichten Vorurtheil, daß das von auswärts Bezogene unter allen Umständen den Vorzug verdiene. Bezüglich der Welhnachtseinkäufe sollte der hier Wohnende an dem Grundsatz festhalten, sein Geld den mit ihm an demselben Platze wohnenden Geschäftsleuten zukommen zu lassen, statt es nach Frankfurt ꝛc. zu schicken. Aber auch aus anderen Städten sollte man Nichts beziehen, weil man thatsächlich bei den hiesigen, nach jeder Richtung reich ausgestatteten Geschäften, es set, welcher Branche es wolle, Alles preiswürdig haben kann. Die Weihnachts- ausstellungen unserer Ladeninhaber werden dies zur Ge⸗ nüge beweisen. Ein derartiger Localpatriotismus, bei welchem die Einwohnerschaft einer Stadt in erster Linie die einheimische Geschäftswelt berücksichtigt, ist wohl be⸗ gründet und trägt seine guten Früchte. Nur in Aus⸗ nahmefällen sollte man von diesem Prineip, welches zwar mitunter als Engherzigkeit verschrieen wird, abgehen. 40 Thaler⸗Loose. 544 550 630 659 686 1144 1985 2800 3339 3907 4572 5472 5716 6288 Kassel, 1. 1219 2145 2903 3358 3980 4779 5480 5781 5846 6350 6375 Karlsruhe, 1295 2249 2938 3368 3993 4901 5517 6521 Dec. 241 262 272 291 338 347 434 498 1363 2282 3176 3141 4043 4996 5542 6038 6461 6495 6496 30. Nov. Serienziehung der badtschen 35 fl.⸗Loose: 90 360 921 1433 1693 1742 1744 2129 2336 2431 2734 2741 3582 3584 4141 4506 4597 4890 5034 5088 5655 5826 6427 7322 7337 7444 7832 7912. Meiningen, 1 7 fl.⸗Loose. 10,000 fl. Nr. 48 S. 8169, 2500 fl. Nr. 15 Ser, 6740, je 500 fl. Nr. 29 Ser. 5380, Nr. 8 Ser. 8087, Nr. 37 Ser. 9419. Verloosungen. Serienziehung der Kurhessischen 687 805 921 966 996 1395 1607 1661 1896 2355 2363 2493 2522 3190 3234 3241 3274 3454 3707 3755 3815 4061 4216 4279 4462 5097 5196 5221 5375 5609 5644 5662 5666 6077 6100 6137 6209 6526 6586 1083 1929 3292 3868 4531 5426 5707 6236 6716. 2913 2974 3372 3484 3536 6680 6931 7045 7109 7213 7285 Dez. Gewinnziehung der Meininger Wo die Interessen der Bewohner einer Stadt nach so vielfachen Richtungen gemeinsame sind, da sollte auch der Grundsatz vorherrschen bei den Mitbürgern seine Weißkraut 7—8 P Meerrettig 10—15 Pf., Einkäufe zu machen und nicht das Geld auswärtigen Lieferanten zukommen zu lassen. Mag auch durch die Freizügigkeit das Band, welches die Bewohner unserer Stadt umschlingt, gelockert worden sein, darin kann fich unsere Einigkeit doch doeumentiren, daß wir unsere Weihnachtseinkäufe nur bei einheimischen Geschäfts— Handel und Verkehr. Friedberg, 1. Dez per Pfd. M. 1.00—1.10, Eier 1 St. 8, 2 St. 00 Pf. Gießen, 1. Dez. Butter per Pfd. M. 1.12— 1.15, Eier per Stück 7—8 Pf., Käse per St. 5— 9 Pf., Tauben per Paar M. 0.60—0.70, Hühner per Stück M. 0.90—1.30, Hahnen per Stück M. 0.75— 1.30, Enten per Stück M. 1.40— 1.80, Ochsen⸗ fleisch per Pfd. 70—72 Pf., Kuh- und Rindfleisch 56 bis 60 Pf., Kalbfleisch 5054 Pf., Schweinefleisch 62 bis 64 Pf., Hammelfleisch 60-70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00 3.30, Gänse per Pfd. 45—60 Pf., Zwiebeln per Centner M. 7., Weißkraut per Hundert M. 4.00 6. Frankfurt, per Hundert M. 7 per Stück 10— 20 toffeln per Malter M. 4—4.50, per Gescheid 8 und 9 Pf., Mäuschen gelbe per Malter M. 12, per Gescheid 30 Pf., rothe per Malter M. 10, per Gescheid 25 Pf. Eier per Hundert Obst: Trauben per Pfd. 40- 50 Pf., Kochäpfel per Ctr. M. 7.50— 8, M. 10-12, Kochbirnen M. 6—7, Nüsse per Tausend M. 2— 2.50, Haselnüsse per Pfd. deutsche 40 Pf., ital⸗ lenische 50 Pf. Geflügel: Gans je nach Qual. 50 bis 90 Pf. per Pfd., bis 70 Pf., alles anderr wie letzte Rotiz. Mainz, 30. Novbr. 100 Kilo M. 4.00- 5.00, Heu per Ctr. M. 3.50— 3.75, Stroh per Ctr. M. bis 1.00, Butter in M. 1.50— 1.70, Handkäse 4—7 Pf., Rothkraut 15—20 Pf., 2—4 Pf., 7—8 Pf., 1 Huhn M. huhn M. markt. M. 19.00- 21.50. 1 Ente 11.50, 1 junge Taube 35 45 Pf., 1 Feld⸗ 1.50 1.75, 1 Hase M. 3.25 3.50.— Frucht⸗ Walzen hiesiger M. Wochenmarkt. Butter kostete Auf dem heutigen Markt kostete 1. Dez. Wochenmarkt. Weißkraut 8, per Ctr. M. 1.50, Rothkraut Pf., Zwiebeln per Ctr. M. 8, Kar⸗ M. 6.25—7, italienische M. 9.50. Goldreinette M. 8- 10, Borsdorfer junger Hahn M. 1 1.50, Taube 60 Marktpreise. Kartoffeln per 3.00 3.25, Butter ½ Kilo M. 0.95 Parthien M. 75 80, Eter/ Hundert f., Blumenkohl 15 20 Pf., Wirsing Zwiebel ½́ Kilo M. 2.00 2.50, 1 Hahn M. 1—1.50, 19.00 20.00, fremder 2562 Nellowstone- Nationalpark. Abbild.— Am Familientische: Aus der Weihnachtsliteratur. Von R. Koenig.— Rechtsrath.— In unserer Splelecke. — Mit 5 lllustr. Beilagen. Literarisches. Daheim Nr. g enthält: Er lebt!(Forts.)— Ein hoch- nothpeinliches Halsgericht. Bild von B. Vautier.— Die Poesie des Krieges und die Krlegspoesie. Von F. v. Köppen. — Ein ärztlicher Wink für junge Damen.— Der Mün⸗ chener Knabenhort. Von H. Vogt.— Reiseabenteuer im Von R. Goerdeler. Mit 6 Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 4. Dezember. Fidello. Mittwoch den 5. Gastspiel des königl. Kammersängers Herrn Vogl aus Muͤnchen. Lohengrin. Lohengrin: Herr Vogl. Außer Abonn. Donnerstag den 6. Zum ersten Male wiederholt. Lackms. Freitag den 7. geschlossen. Samstag den 8. Gastspiel des königl. Kammersängres Herrn Vogl aus München. Tannhäuser. Tannhäuser: Herr Vogl. Sonntag den 9. Don Juan. Schauspielh aus. Dienstag den 4. Zum ersten Male wiederholt. König von Kandta. Mittwoch den 5. Die Journalisten. Donnerstag den 6. geschlossen. Freitag den 7. Neu einstudirt. Er muß aufs Land. Samstag den 8. Die Karlsschüler. Sonntag den 9. Er muß aufs Land. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 1. Dezember 1883. Der 20⸗Frankenstücke 16. 15—16 do. m%%% 16. 14— 18 Englische Sovereings.. 20. 28 33 Russische Imperiales. 16. 68—73 Ducaten.„ 9. 70bz. B. „ al mates 3 9. 66—70 Dollars in Gold. f 4. 18—21 Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Bestand am 1. Juni 1883 sammt Zinsen 28722 96 Uebertrag vom 24. Nov. 1883] 24788 10371 45 1. C. Binder nagel. 66 53 2. W. Bernbeck 333 174 3. E. Oppenheimer 156 122 4. H. Flaschenträger. 59 39 75 5. H. Flaschenträger. 105 73— 5 Jοο 20 Uebertrag am 1. Juni 1883 Einleger 1053. Uebertrag vom 24. Nov. neue Einleger 139. Neue Einleger„q Gesammt⸗Einleger 1197. Friedberg den 1. Dezember 1883. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß und Eredit-Verein, e. G. Roggen hiesiger M. 16.75— 17.00, Bekanntmachung. 4301 Vom 1. Dezember er. ab führen die Omnibus⸗ zuͤge auf der Strecke Vilbel bis Frankfurt a. M. auch II. Wagenklasse und werden von den betreffenden Sta⸗ tlonen und Haltestellen dazu Billets II. Klasse verausgabt. Kassel den 30. November 1883. Königliches Eisenbahn⸗Betriebs-Amt. (Main⸗Weser-Bahn.) Bekanntmachung. 4300 Ein eirea 20 Minuten von der Station Fried⸗ verg, ganz nahe der vorbeiziehenden Main⸗Weser⸗Bahn und dicht an der Friedberg-Hanauer⸗Bahn gelegener, von der Staatsstraße unmittelbar berührter Basaltbruch, welcher zu 56,000 Mark tapirt ist, soll Dounerstag den 27. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, loco Fauerbach b. Fr. versteigert werden. Auskunft über die Qualität der Steine können die Städte Frankfurt a. M. und Vilbel geben, welche Steine bezogen haben. Nähere Auskunft ertheilt auf schriftliche Anfrage Friedberg am 22. November 1883. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. Weber. empfehle ich selbstgestoßenen Zucker, Anis, Citronen, Citronat und Orangeat in bester Qualität, sowie alle Sorten Wethnachtslichter. Naufnaun Stern, 4285 Usagasse. Kirch-Göns 105 Herde empfiehlt Assenheim. 40„ 1303 Stück Nadelwellen, 15 Raummeter Nadel-Stockholz. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung Vor⸗ mittags 10 Uhr auf der Sang vor dem Wald. Nieder⸗ Rosbach am 1. Dezember 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Rosbach. von Gebr. Roeder, — Steinkohlen-Lieferung. 4303 Zur Heizung der Schulsäle soll die Lieferung von 60 Centner Ruhrkohlen auf dem Submissionswege ver⸗ geben werden. Hierauf Refleetirende wollen ihre Offerten bis zum 6. d. Mts. mit der Aufschrift:„Lieferung von Steinkohlen“ anher einsenden, an welchem Termin die⸗ selben Nachmittags 2 Uhr geöffnet werden. den 1. Dezember 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Kirch-Göns. W̃ Holz⸗ 4304 Im Gemeindewald Nieder-Rosbach werden Freitag den 7. Dezember, Distrikt Sang, nachstehende Holz⸗ sortimente öffentlich meistbietend versteigert: 6 Stück Nadelstämme von 5—8 Meter Länge, Reisstangen von 2—6 Meter Länge, 17 Raummeter Nadel-Rundscheiter, eber. Versteigerung. „ Kunüppelholz, Groh. Regulir-Fülläfen, Rochäfen, Kochgeschirre elt. 429 Carl Bauer. Stearinlichter, bei welchen das lästige Ablaufen des Stearins an der Außenseite unmöglich ist, in Packeten a 1 Pfund wiegend, 6 und 8 Stück enthaltend, empfiehlt 4239 Ferdinund Damm. Feinst gemahlene Raffinade, Neue Rosinen, Corinthen und Mandeln, Frische Citronen, Citronat und Orangeat, Anis, Hirschhornsalz, Potasche, Cardomomen(ganz und gemahlen), Geriebene Handeln u. s. w. 4273 empfiehlt W. Bernbeck. „Täglich frisch geriebene Mandeln mit und ohne Rosenwasser empfiehlt 4311 J. Baumeister. Ein freundliches Zimmer, gut möblirt, habe ich an einen Herrn zu vermiethen. Wilh. Hanstein, Meggermeister, 4227 Kaiserstraße Nr. 116. Gestrickte Kinderkleider, u ech und Gamaschen, sowie Schlaber billigst bei K. Friedrich. F—— Weihnachts-Ausstellung »Spielwaaren 4249 Car Damm, Usagasse. 4270 Geschäfts⸗ Empfehlung. Einem verehrlichen Publikum von Friedberg und Umgegend hiermit zur Nachricht, daß ich die seither von Herrn Nicolaus Engel betriebene Wirthschaft und Schweinemetzgerei weiter führen werde und wird es mein Bestreben sein, das diesem Hause geschenkte Vertrauen auch ferner zu erhalten, indem ich prompte und reelle Bedienung zusichere. Friedberg im November 1883. Hochachtungsvoll Georg Hanstein II., Metzger. Ein sehr leistungsfähiges Haus sucht israelitische Leute, welche gesonnen sind, aus einem in jeder J täglich unentbehrlichen Artikel. sich ein dauerndes Geschäft zu machen. Franco⸗Offerten und Referenzen an die Expedition des Anzeigers. 4151 & Grubenholz⸗Versteigerung. Mittwoch den 5. Dezember l. J., n Osenheimer Bergwerk. 10 werden dahier 28 Haufen Grubenholz versteigert Gräfliche Bergverwaltung. Nicht zu übersehen. Unterzeichneter empfiehlt sich einem geehrten Publikum im Schweineschlachten, per Stück 2 Mark. 4134 Georg Krauch. Auf bevorstehende Feiertage empfehle zu Fein-Bäckereien in bekannter Güte Sultanini, Rosinen, Corinthen, Mandeln, selbsigestoßenen Zucker, Staubzucker, Citro-— nat, Orangeat, Citronen, Citronenöl, kosenwasser, Muskatblüthe, Anis, Ceylon⸗ Zimmt, Uelken, Vanille, Backoblaten, Am- monium(Hirschhornsalz), Pottasche, Wein- stein etc etc. 1319 J. Baumeisser. Mandeln, Rosinen, Citronat, Corinthen, Orangeat, Hirse c- hornsalz, Citronen, Anis bester Qualität empfiehlt l 4307 F. WVeilsil. E HBergmann's 4135 Theerschwefel-Seife, bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbe— dingt alle Arten Haut⸗ Unreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendend weiße Haut. Vorrätbig N Stück 50 Pf. bel Apotheker Lülan. Eugl. Speckbüchinge 4274 bel. Bernbeck. Aufordtrung. 0 955 Thellung des Ziegelgeschäftes werden alle Diejenigen, welche noch Zahlung an uns zu leisten haben, aufgefordert, dieselben bis zum 15. Dezember zu leisten, da sm anderen Falle gerichtliche Beitreibung erfolgt. Reichelsheim. Bauer& Wagner. Eine große Parthie reine eichene 4254 Saͤgespähne (um Räuchern) sind abzugeben. Dampfsägewerk am Bahnhof Bad⸗Nauheim. Kieler Sprotten aus erster Hand, täglich frisch geräuchert, U Kiste eirea 240 Stück M. 160— 80, 2„ 480„ 2.40— 80 versendet franeo gegen Nachnahme Fischräucherei (4537.) F. Hörich, Ottensen a. d. Elbe. — Der obere Stock meines Hauses ist an eine stille Familie zu vermiethen. 4294 Ch. Ulrich II. 4297 Auf Weihnachten empfehle ich eine große Auswahl in Zuckerwaaren, als: Feinstes Christbaum-Confeet, Kaiser-Anis, Butter⸗ gebackenes, Lebkuchen in allen Größen zu äußerst billigen Preisen. Wiederverkäufer großen Rabatt. Bad-Nauheim. Otto Piorkow, 4295 Bäckermeister. Für Weihnachten. Bestellungen für Namentassen werden prompt be⸗ sorgt, wenn ich dieselben bis zum 6. Dezember in Auf— trag habe. 4313 J. A. Windecker. Winterschuhe und Stiefel in 1550 Auswahl zu billigsten Preisen bei 3874 Usagasse. ch. Diehl. Ital. Maronen 4283 bei Wilh. Bernbeck Ein Junge aus guter Familie kann sofort in meiner Buchhandlung als Lehrling eintreten. Ebenso kann in meiner Buch⸗ druckerei ein solcher sofort oder später angenommen werden. Carl Bindernagel. Große Auswahl in Kaputzen, Tüchern in Wolle, Halbseide u. Seide zu billigsten Preisen empfiehlt 4306 G. F. Aletter. 200 scörbe Waizenspreu verkauft 4296 Melbach. Konrad Kleberger. Kalender für 1884. Lahrer Hinkende Bote— 30 Pf. „ große 1 1 111 Hessischer Landkalender„ 20 7 durchschossen 4 25„„ Reichs bote 355 Familienkalender„5 Hebel's Rheinländischer Hausfreund 5 30„ Einsiedler Kalender 1 Su innstube„5 10 Dabeimkalender„ 11 Trewendt's Volkskalender„ Agenda 1118 „ kleinere— 75 Vorräthig bei Carl Bindernagei. Ein gebrauchtes Cafelclauier, Eigentbum des Turnvereins, ist billig abzugeben. Näheres bei Carl Trapp. 4314 Ein ordeutliches Madchen wird auf den 10. oder 15. Dezember gesucht. Bad Nauheim, Kurstraße 349. 4309 Danksagung. Allen meinen verehrten Collegen, Freunden, Schülern und Schülerinnen, welche mir anläßlich der Feier meint 50 jährigen Dienstjubiläums so wohlwollende Beweist der Theilnahme und so berzliche Glück- und Segens— wünsche zu Theil werden ließen, sage ich hlermit meinen tiefgefühlten und innigsten Dank Nieder-Mörlen den 28. November 1883. 4302 Kempf, Lehrer. Kastanien(ital. Maronen) in ganz frischer Waare empfiehlt F. NVeihil 4310 5 Mittwoch den den 5. 4305 schöner Speise-Zwiebeln am 591 zu Friedberg feil, das Pfund 7 Pf. Södel. Konrad Wagner II. Wassralh Del-ichler, welche ihrer Sparsamkeit im Brennen und Reinlichkelt wegen bestens empfehle. 4312 J. Baumeister. Ein gutes, schweres, zugfestes ferd, ein⸗ und zweispännig gefahren, ist billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Anz. 4315 Stockholz von Zier, Band- und Flechtweider in 150 Sorten empfiehlt J. Jordan, Handelsgärtner. Auch ist derselbe bereit, übernehmen. 5. halte ich mit einer Ladung größere e 4 Obligations⸗Verloosung. Bei der am 1. Dezember d. J. stattgefundenen Ver⸗ loosung der hiesigen Turnhallenbau Obligationen wurden die Nummern 61. 66. 69. 121. 157. 237. 267. 298. 348. 362 à 5 fl.= 8 Mark 57 Pf. zur Rückzahlung gezogen. Die Inhaber derselben werden hiermit auf— gefordert, den Betrag hierfür bis zum 1. Januar 1884 beim Rechner des Turnvereins, Herrn Friedrich Binde— wald, in Empfang zu nehmen. 4315 Der Vorstand des Turnvereins. Puder-Raffinade, selbstge— stoßenen Zucker 4318 empfiehlt F. Neill. U* * Ujfeiße Taschenlücher, mit und ohne Stickerei, farbige Tascheatücher, Kragen, Manschetten, Tüllkrausen, Vorstecker, Spitzen, Schleier, Bänder, Blumen, Federn, Brantkränze, Kopftücher, Corsetten, Unterröcke, Nachtjacken, Leinene und Alpaka⸗ Schürzen, Frauen- und Kinder-Hosen, Hemden für Herren, Damen und Kinder, feine Brusteinsüätze für Herren⸗ benden, Herrenkragen, Strümpfe, Socken, Strumpfbänder, Hosenträger, sowie Kinderjäckchen, Röckchen und Schlaber zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Den Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es dem Allmäch— tigen gefallen hat, unseren lieben Sohn, Bruder und Schwager Ytta Frick nach längerem Leiden im 27. besseres Jenseits abzurufen. Friedberg, 1. Dezember 1883. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 2 Uhr statt. Besondere Einlodung erfolgt nicht. Lebensjahre in ein 4293 Todes- Anzeige. Dem Allmächtigen hat es gefallen, innigstgeliebte Mutter, Schwieger— mutter Frau Bernhardine Tönges Wittwe geb. Beyer in beinahe vollendetem 76. Lebens jahre nach kurzem Leiden heute Morgen 7 Uhr zu sich abzurufen. Assenheim, Offenbach, 2. Dezbr. 1883. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag den 4. 4368 Nachmittags 2 Uhr statt. 4308 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag vou Carl Bindernatzel. unsere und Groß— Jage g Juutto⸗ pitteff . an len, uhilte Mtre! Freita sd gufge werde i di