* Vonnerstag den 4. Januar. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. areisblatt für den Kreis Friedberg.(ischeint orenal wöchentlich und zwar Dienseag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petltßeilt wird bei Annonce Ff. n größerem ff m st etitzelle wir Annoncen mit 1 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf i R i Anoncen von auswärtigen Elnsendern(sowelt Letztere nicht Jahres- Aer ellen oder Ziffersag mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 f 8 sendern(sowelt Letztere nicht Jahres⸗Conko bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post Kae * 1 580 7 f Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt Nr. 26 ist zu publiciren: Verordnung, die Lagerung und Aufbewahrung von Mineralölen betreffend. Betreffend: Das Militär⸗Ersatzgeschäft pro 1883.. N Friedberg den 29. Dezember 1882 f i Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatzeommissivn Friedberg 85 5. Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat zu Wickstadt. 1 d auf 0 Ausschreiben vom 26. Dezember 1876, Kreisblatt Nr. 153, das Reichsmilitärgesetz vom 2. Mai 1874 und e 8 55 0 01 M Nen 1755 September 1875(Regierungsblatt Nr. 55) trage ich Ihnen auf, mit den Vorarbeiten zum Militärersatz⸗— 1 1 10 a in beschleunigen daß die Stammrollen und Reclamations-Protokolle nebst dazu gehörigen Belegen bis 55 n 1 5 Fe 1 8 1883 bei mir eintreffen. Nach F. 23 der Ersatzordnung wollen Sie sofort bekannt machen lassen, daß 1 0 g. 1 ammrolle eiteus der im Jahre 1863 geborenen Militärpflichtigen, sowie derjenigen, welche dieses Alter bereits über— hritten, sich jedoch zur Musterung noch nicht gestellt haben oder bei der 1882er Musterung zurückgestellt worden sind, beziehungsweise über welche überhaupt eine endgültige Entscheidung über die Dienstpflicht noch nicht getroffen worden ist, während der Zeit vom 15 Jauuar bis J. Februar 1883 bei Meidung der in§. 23, 10 der Ersatzordnung angedrohten Strafe bis zu 30 Mark oder Haft von 3 Tagen zu erfolgen habe. Bei Aufstellen der Stammrollen wollen Sie sich genau nach der Ersatzordnung richten und nur vollständige deutlich geschriebene Stammrollen vorlegen, namentlich auch die alphabetische Ordnung mit den Zwischenräumen inne halten. Bei Leuten von welchen ein Bruder zur Zeit noch dient oder gleichzeitig zur Vorstellung kommt, wollen Sie in der Stammrolle einen kurzen Vermerk:„ein Bruder dient oder:„ein Bruder wird vorgestellt“ machen, ebenso bei Leuten, welche mit Pferden umzugehen verstehen, entsprechenden Vermerk: mit Pf. aufnehmen. Schließlich mache ich Sie noch auf das Ausschreiben vom 31. Dezember 1879, Kreisblatt Nr. 2 de 1880:„die Führun der Familiennamen unehelicher Söhne in der Stammrolle zur genauen Befolgung aufmerksam. 5 5 Betreffend: Das Militärersatz⸗Geschäft pro 1883. Dr. Braden. Friedberg den 29. Dezember 1882. 5 Der Cioilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatzcommissien Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großberzogliche Polizei-Commissariat zu Wickstadt. Unter Bezugnahme auf§. 30 der Ersatzordnung bemerke ich Ihnen, daß Gesuche um Zurückstellung Militärpflichtiger genau zu pro⸗ tokolliren und die Protokolle mit Beilagen bis längstens zum 15. Februar 1883 anher einzusenden sind. Frühere Reclamationen, welche pro 1883 erneuert werden sollen, wollen Sie einfordern und, wenn keine Veränderungen in den Verhältnuissen eingetreten sind, dies auf Seite 4 des Protokolls bescheinigen, andernfalls die etwaigen Aenderungen genau angeben. Friedberg den 2. Januar 1883. * 02 8— Verschiedene Mittheilungen. Referat des Herrn Verwalters Stahl zu Klopper Vortrag des Herrn Landes-Oeconomieraths Dr. Weidenhammer zu Vortrag des Herrn Kreisveterinärarztes Dr. Gebb zu Friedberg über ansteckende Thierkrankheiten. Dr. Braden. Einladung. zu der Mittwoch den 24. Januar 1883, Vormittags 9 Uhr, in dem Rathhaussaale zu Friedberg stattfindenden Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Dr. Braden. 5 Tagesordnung: iheim über Ortsviehversicherungs-Kassen. Darmstadt, die alte und die neue Düngerlehre betreffend. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten Kammer ist auf den 5. und 6. Januar einberufen. Auf der Tagesordnung stehen: Die Gesetzesvorlage die Gewaun- und Parzellenver— messung betr.; der Antrag Metz auf Einführung des Einkammersystems; der Antrag Wasserburg und Genossen auf Abänderung der Gesetzgebung bezüglich der Wahlen zur zweiten Kammer, ins—⸗ besondere Einführung directer Wahlen; der An— trag Arnold auf Abänderung eines Theils des Pfandrechtsgesetzes; der Gesetzentwurf, die Erb— schafts⸗ und Scheukungssteuer betr. und endlich der Antrag Dittmar auf Reviston bezw. Er⸗ weiterung des Gesetzes vom 28. Juli 1858, die Ausübung der Jagd betr. Büdingen, 1. Jan. Heute verstarb der Prinz Gustav zu Bsenburg und Büdingen, kgl. preußischer Generallieutenant und Gesandter an den Höfen von Oldenburg und Braunschweig. Berlin. Der Germania zufolge ist in unterrichteten katholischen Kreisen von einem Be⸗ schlusse oder einer Absicht des Episcopats, eine Immediatvorstellung an den Kaiser behufs Rück⸗ berufung der abgesetzten Bischöfe zu richten, Nichts bekannt. 8 — Einem Telegramm aus Mexico zufolge ahm der Congreß den zwischen dem deutschen Ministerresidenten und der mexikanischen Regier— ung kürzlich vereinbarten Handels- und Schiff⸗ fahrtsvertrag mit einer unwesentlichen Modi— fication an. Zugleich wurde der bisherige deutsch— mexikauische Vertrag bis zum 30. Juni 1883 verlängert. 8. — Die Post bringt einen ernsten Artikel über den unsicheren Zustand des europäischen Friedens und betont insbesondere, daß Frank— reich mit der äußeren Machtstellung, die es hat, unzufrieden ist und keinen anderen Weg des Strebens kennt, als die unglückliche Revanche-Idee. — 2. Jau. Bei dem gestrigen Empfang der Generale sprach der Kaiser in der Unter— haltung mit einzelnen derselben sekne Zuversicht auf Erhaltung des Friedens aus. Schwerin, 29. Dec. Das Befinden des Erbgroßherzogs, der seit einigen Tagen heftig erkrankt ist, ist, nachdem eine Wendung zum Besseren eingetreten war, wieder Besorgniß er⸗ regend. Der Kaiser erhält regelmäßige Berichte über das Befinden seines Großneffen. Stuttgart. Der Landtag ist auf den 9. Januar einberufen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 30. Dec. Der österreichische Botschafter in Paris, Baron Wimpffen, hat sich in einem Anfalle von Geistes— störung erschossen. Pest. Großes Aufsehen erregt hier ein Ar— tikel des Pester Lloyd, der die Errichtung eines neuen Artillerieregiments für nothwendig erklärt. Jan. Bei der heutigen Neujahrs⸗ gratulation der liberalen Partei des Reichstages gab der Ministerpräsident Tisza wiederholt seiner Hoffnung auf Erhaltung des Friedens Ausdruck. Schweiz. Bern. Der Bundesrath hat auf Antrag des Militärdepartements die Be⸗ stimmungen über die Revaccination des Militärs aufgehoben. Frankreich. Paris, 29. Dec. Der Senat genehmigte das Budget in der Fassung, in welcher dasselbe von der Kammer an den Senat zurückgelangte. Im Senat und in der Kammer wurde darauf das Decret über den Schluß der Session verlesen. — 1. Jan. Nachts 12 Uhr ist Gambetta ge⸗ storben. Er bewahrte bis zum letzten Augenblick volles Bewußtsein. Es verlautet, daß Gambetta die testamentarische Bestimmung getroffen haben soll, in Nizza neben seiner Mutter begraben zu werden. Der Ministerrath beschloß, die Leichen— feier Gambetta's auf Staatskosten zu übernehmen, Großbritannien. London, 31. Dee. Eine Depesche an die Admiralität aus Suez — meldet, daß von den übrigen 21 Beduinen, welche Palmer ermordeten, weitere 9 gefangen wurden. Die vorliegenden Documente reichen aus, den Prozeß gegen dieselben anzustrengen. — 2. Jan. Lord Fitzmaurice ist zum Nachfolger Dilke's im auswärtigen Amte ernannt worden. — Die London Gazette publieirt die Er— nennung einer kgl. Commission zur Untersuchung der irischen Gefaͤngnisse. Italien. Rom, 29. Dec. Der Senat votirte mit 105 gegen 5 Stimmen den Parla— mentseid und vertagte sich bis zum 18. Jan. k. J. — Der Ministerrath beschloß, die Ausliefer— ung der Triestiner Flüchtlinge Leri und Parenzani zu verweigern und beide von italienischen Ge— richten aburtheilen zu lassen. 5 5 Die verschiedenen aus Anlaß der Hin— richtung Oberdanks stattgehabten Demonstra⸗ tionen werden fast von der gesammten Presse auf das lebhafteste getadelt und die Strenge, mit welcher gegen die Demonstranten vorgegangen worden, wird allseitig belobt. Türkei. Constantinopel, 29. Dec. Aleko Pascha hat die Beziehungen zu dem russischen Consul abgebrochen. ö — Fuad Pascha wurde wieder, als einer Verschwörung verdächtig verhaftet. Safvet Pascha versuchte den Großvezier zu stürzen. Serbien. Belgrad, 27. Dec. Die Skupsch⸗ tina votirte in ihrer heutigen Sitzung 600,000 Fr. aus dem serbischen Schulfonds für die Erricht⸗ ung von Schulen in den während des letzten Krieges heimgesuchten Bezirken. a — 30. Dec. Die Skupschtina nahm die Vorlage über einen allgemeinen Zolltarif mit Acclamation an, ebenso den Antrag in Betreff der Creirung eines Handelsministeriums. Rußland. Petersburg, 27. Dec. Der Befriedigung der maßgebenden Kreise über die ruhige Besprechung, welche die mit der Regier⸗ ung Fühlung habenden Organe in Oesterreich der letzten Preßcampagne gewidmet, wird in dem Journal de St. Petersbourg Ausdruck gegeben. Auch die sonst zu Hetzereien geneigten Journale befleißigen sich heute eines ruhigen Tones. — Das Journal de St. Petersburg sagt: Wir zählten niemals zu den enthusiastischen Be⸗ wunderern Gambetta's, welcher mehr Redner als Staatsmann war. Warschau. Wie es heißt, sind in der Ob— nohow'schen Stahlgießerei 300 Stahlgeschütze für die Reserveartillerie bestellt worden. Die Gardecavalerie soll um je eine Escadron per Regiment vermehrt werden. Amerika. New-Vork. Der Senat hat das Civildienst-Reformgesetz mit 39 gegen 5 Stimmen angenommen. — Der ehemalige Redacteur der Zeitschrift Freiheit, Most, hielt in Chicago eine Rede, worin er zur Ermordung der Wohlhabenden und zur Plünderung der Banken und Magazine aufforderte. Afrika. Kapstadt, 30. Dec. Laut Nach- richten aus Durban von gestern, liegen dort sehr ungünstige Berichte aus dem Zululande vor. Als der englische Resident vor einer zu diesem Zwecke berufenen öffentlichen Versamm— lung die Absetzung der s. Z. durch General Wolseley ernannten Häuptlinge, besonders John Dunu's verkündete, rief diese Nachricht stürmische Proteste hervor. Die anwesenden Häuptlinge weigerten sich geradezu die Kraals für Cetewayo zu bauen; Usibepu erklärte, nicht abdanken zu wollen. Man befürchtet ernstliche Unruhen. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die neue Hochwasserealamität ist theil— weise noch viel schrecklicher als die von Ende November. Wir finden darüber in den verschiedenen Blättern Fol— gendes: Mainz, 30. Dez., 4 Uhr 50 Min. Der Rhein erreichte, langsam steigend, eine Höhe von 5.54 Meter. Die nach dem Rhein gelegenen Straßen sind durch Mili— tär abgedämmt worden. Die Ummauerung der Canal⸗ schächte und die Abdämmung hat sich trefflich bewährt, die Stadt ist noch frei von der Ueberschwemmung. Eine Compagnie Pioniere ist soeben nach Biblis abgegangen, woselbst große Wassersnoth herrscht. Bodenheim, 28. Dezember. Vormittags 11 Uhr riß der Strom die Spundwand des Dammes, welche erst in diesen Tagen hergestellt war, ein. Einem großen See gleicht das tiefer gelegene Gelände, das Wasser steht dem Stationsgebäude gegenüber nur einige Meter entfernt. Aus dem tiefer gelegenen Theile des Ortes ziehen die Leute mit Schiff und Geschirr fort, um sich in dem höher gelegenen Theile ein Obdach zu suchen. Laubenheim, 28. Dez. In Folge des Dammbruches bei Bodenheim ist ein Drittel des Ortes überschwemmt; jetzt gegen 7 Uhr tritt eine Rückstauung nach Bodenheim ein, der ange⸗ richtete Schaden ist enorm. Die Chaussee zwischen hier und Weisenau steht 3 Fuß tief unter Wasser. Trebur, 29. Dez. Der Damm ist gebrochen. Für Astheim und Trebur ist große Gefahr vorhanden. Worms, 30. Dez. 3 Uhr 15 Min. Hier steigt der Rhein abermals, so daß die unteren Stadttheile wieder mehr Wasser haben. Der Hammeldamm ist gebrochen. In der Station Rosen⸗ garten fließt das Wasser über das Büffet des Restaurations-⸗ lokales hinweg. Heute früh ist der Bahndamm zwischen Rosengarten-Lampertheim gebrochen. Durch den Damm⸗ bruch bei Lampertheim befinden sich die benachbarten Riedorte Bürstadt, Bobstadt, Hofhelm und Lampert⸗ heim in schrecklicher Wassernoth. Ebenso bedroht ein Dammbruch bei Dienheim mehrere diesseitige Orte. Bürstadt, 30. Dez. 2 Uhr 50 Min. Wir depeschir⸗ ten nach Mainz um militärische Hülfe. Die Wassers⸗ noth ist hier entsetzlich. Haus auf Haus stürzt ein, in allen Straßen ertönen jammervolle Huͤlferufe. Das Wasser steht zehn Fuß hoch in den Straßen. Mann⸗ heim, 30. Dez. 2 Uhr 50 Min. Der Rhein ist auf M. 8,78 gefallen, weil ein neuer Dammbruch bei Oppau erfolgt ist. Die Dämme oberhalb Mannheims und in der Neckarau sind Besorgniß erregend. Der Neckar fällt. Ludwigshafen, 30. Dez. 2 Uhr 50 Min. In der vergangenen Nacht wurden die Bewohner unserer Stadt durch Nothsignale und den Ruf der Sturmglocken ge— weckt. Die heftige Strömung des Rheins und des Neckars hatte den unsere Gegend schützenden Damm von Oppau leine halbe Stunde nördlich von hier) gebrochen. Zur Zeit sind die Ortschaften bis nach Frankenthal hin allesammt überschwemmt. Zum Theil steht auch Lud⸗ wigshafen unter Wasser, hier drang das wilde Element durch die Schleußen und Canäle mitten aus den Straßen herauf. Mainz, 31. Dez. 1 Uhr. Der Rhein steigt langsam fort. Bis jetzt halten die getroffenen Vorkehr⸗ ungen die Stadt wasserfrei. Worms, 31. Dez. 1 Uhr 30 Min. Mitt. Der Dammbruch bei Dienheim verur- sacht jetzt eine Ueberschwemmung bis herauf nach Rhein⸗ dürkheim. Bei Eich steht das Wasser 1 Meter über der Chaussee. Ludwigshafen, 31. Dez. Nachmittags. Am ärgsten ist die Noth in Friesenheim. Friesenheim in der Pfalz, das 2400 Einwohner hatte, ist als vernichtet zu betrachten. Die letzten Einwohner wurden aus der Kirche und Schule nach Ludwigshafen befördert. Diese Nacht stürzte Haus um Haus zusammen, bis jetzt über 100 Gebäude. In Oppau und Frankenthal herrscht die furchtbarste Noth. Wie viele Menschenleben zu beklagen sind, läßt sich nicht bestimmen. Alle Verluste werden erst nach der Katastrophe zu Tage treten. Muthmaßlich sind in der nächsten Gegend 15 Personen dem Wasser zum Opfer gefallen. Constatirt ist, daß ein Bahnwärter mit Frau und 6 Kindern in den Fluthen umgekommen ist. Bei Oggersheim sind 5 Personen, die sich auf einem Fuhr⸗ werke retten wollten, ertrunken. Karlsruhe, 30. Dez. Höchste Gefahr bei Leopoldshafen, Vormittags fand ein Dammbruch statt. Schlimm ist es, daß die Bewohner der ganzen Landstrecke, die bis an's Haardtgebirge nur ein Meer bildet, nur gegen Feuerschaden, aber nicht gegen Wassersnoth versichert sind. Worms, 1. Jan. 1 Uhr 15 Min. Nachm. Auch der Rheindamm bei Mörsch ist gebrochen. In Bobenheim und Roxheim sind 40 Häuser eingestürzt, veranlaßt durch den Bruch des Altrhein— dammes bei Bobenheim. In Wigheim sind fast sämmt⸗ liche Häuser eingestürzt. Das Wasser in Bürstadt wächst zusehends. Ein Haus nach dem andern verschwindet in der tosenden Fluth. Eich und Hamm find schwer be— droht. Auch dort sind schon viele Häuser den schäumen⸗ den Wogen zum Opfer gefallen. Weitere 100 Soldaten find soeben nach Eich abgegangen. Friedberg, 1. Jan. Abends. Nachdem die Flüßchen der Wetterau am 28., 29. und 30. Dez. wieder theilweise in ihre Betten zu— rückgekehrt waren, sind seit heute Nachmittag dieselben in Folge des gestrigen und heutigen unaufhörlichen Regens wieder im Wachsen. Die Wiesen bis gegen Ockstadt hin sind aufs Neue überschwemmt, die Nauheimer Wiesen ebenfalls, der Fußweg ist am Volksbad nicht mehr passir⸗ bar. Die Wetter überschwemmt abermals die Chaussee bei Ossenheim. Wie soll das enden?!— 2. Januar. Die Wasser sind heute Morgen wieder theilwelse ver— laufen. Es regnet aber noch immerfort. Nieder-Flor⸗ stadt, 2. Jan. Heute Nacht stlieg die Nidda plötzlich und kam mit solcher Gewalt an, daß Bewohner des unteren Ortes die Häuser räumten. Mainz, 2. Jan. Man will wissen, daß ein kleiner Dampfer mit Pionieren aus Mainz die Fahrt nach Worms begonnen, aber nicht vollendet habe. Der Dampfer sei umgeschlagen und die gesammte Mannschaft ertrunken. Würzburg, 2. Jan. Das Wasser ist im Steigen. Man befürchtet dieselbe Wasserhöhe wie im November. Groß-Gerau, 2. Jan. 11 Uhr 18 Min. In Leeheim, einem Dorfe von 1100 Einwohnern im Kreis Groß-Gerau, steht in Folge des Treburer Dammbruchs das Wasser bis zum zweiten Stockwerk. Mannheim, 2. Januar. Eine Anzahl Männer aus Mundenheim versuchten heuten den Neckar— auer Damm, den einzigen Schutz Mannheims gegen eine Ueberfluthung durch den Rhein, heimlich zu durchstechen, um das Wasser vom jenseitigen Ufer nach hier abzu— lenken. Noch in der letzten Minute wurde die That ver— eitelt und die Noth von Mannheim abgewendet. Auf dem ganzen Saum stehen jetzt Militärposten mit scharf geladenem Gewehr. Ein großer Kahn, gefüllt mit einigen 30 von Oppau mühsam geretteten Personen, ist auf der Fahrt nach Ludwigshafen vom Sturm auf zwei Bäume getrieben worden und barst augenblicklich mitten entzwei; 29 Personen sind ertrunken. heute wieder 1 Meter gewachsen. In Frankenthal und Umgegend sind mindestens 9000 Menschen obdachlos. In Bobenheim sind bereits 98, in Roxheim 95, in Mörsch 60, in Edigheim 70, in Studernheim 10, in Oppau 170 und in Frankenkhal 10 Getzäude eingestürzt. f. Friedberg. Am 18. Dezbr. 1882 wurde der Herbergsvater Zimmermann dahter von einem Vaganten gestochen. Da über diese Messeraffaire verschiedene un⸗ liebsame Versionen in der Stadt verbreitet sind und durch diese einer unserer Polizeibeamten compromtttirt erscheint, so geben wir in Nachstehendem eine Darstellung der Sache, wie sich dieselbe zugetragen hat. Am 18. Dez. Abends 5 Uhr arretirte Polizeidiener Fourier einen Bettler in einem Laden auf der Kaiserstraße, derselbe war so un— verschämt, daß er beim Betteln Cigarren rauchte. F. durch— suchte seine Taschen und fand dabei kein Messer; auf dem Weg nach dem Arresthaus ging er ihm durch; in der Dunkelheit hielt F. es jedoch nicht für rathsam, ihm nachzulaufen. Als F. nun eine Stunde später bei seinem Rundgang auf die Herberge kam, hatten gerade zwei Stromer einem Handwerksburschen verschiedene Gegen⸗ stände aus seinem Ranzen gestohlen und der eine der— selben war in den Hof gesprungen, um seinen Diebstahl zu verbergen. Als er aus dem Hof herein gebracht wurde, erkannte F. seinen ihm durchgegangenen Bettler. F. verhaftete denselben, aber als er ihn schließen wollte, geberdete sich der Kerl wie rasend. Da F. in einem engen und niederen Zimmer und in Anwesenheit von ca. 50 Stromern und Vagabunden es für gerathen hielt, nicht auf seinem Vorhaben zu bestehen, so ersuchte er den Herbergswirth, sowie den Bestohlenen und einen Dritten, ihm zu helfen, den Menschen nichtgeschlossen ins Arresthaus zu verbringen. Auf der Straße, wo es recht dunkel war, fing der Kerl zu raufen an, und zu spät wurde man gewahr, daß er ein Messer hatte und damit um sich stach. Wirth Zimmermann erhielt einen Stich ins Bein, der bestohlene Gottlob Künstler aus Pirkau be⸗ kam 3 Stiche an Kopf, Arm und Rücken und F. einen, der durch Mantel, Rock, Weste und Oberhose ging, ohne F. zu verletzen; darauf entsprang der Stromer. Eine Stunde später, als er sah, daß er in dem defekten Zu— stande, in den er durch die Rauferei gerathen war,(er war barfuß und hatte außer zerrissenen Hosen Nichts mehr am Leib) unmöglich länger herum laufen konnte, wollte er sich selbst stellen. F. traf ihn nun am Hötel Schott wieder, wo er immer noch die Mordwaffe in der Hand hatte und wo ihm dieselbe mit Gewalt abge— nommen werden mußte. Der Kerl heißt Johann Wilh. Bode aus Osnabrück, ist 28 Jahre alt und schon mehr— mals wegen Bettels, Landstreicherei, Körperverletzung und Hausfriedensbruchs bestraft. In Gießen hatte Bode am 4. Dezember von der Bürgermeisterei neue Schuhe und Hemd erhalten, aber dieselben sofort wieder an den Herbergswirth Schramm verkauft. Die beiden Verletz⸗ ten, Zimmermann und Künstler, sind in ärztlicher Be— handlung und sehen ihrer Genesung entgegen. m. Friedberg, 2. Jan. Gestern Abend haben uns mehrere Dilettanten hiesiger Stadt Gelegenheit gegeben, unter Mitwirkung der Feuerwehrkapelle im Saale des Hötel Trapp der Darstellung dreier Theaterstücke beizuwohnen. Zur Aufführung kamen„Drei Frauen auf einmal“ von Cosmar,„Das erste Debut“ von Dohm und„Ein Eriminal⸗Verbrecher“ von Görlitz. Abgesehen von dem guten Zweck zum Besten der hiesigen Suppenanstalt, der diese Darstellungen dienen sollten, müssen wir für den äußerst angenehmen Abend, welchen uns hiesige junge Damen und Herren bereiteten, von Herzen dankbar sein. Die Rollen waren vortrefflich einstudirt, die Bewegungen auf der Bühne sehr ungezwungen und die Leistungen haben die Zuhörer wiederholt zu den lebhaftesten Bei— fallsäußerungen veranlaßt. Auch die Feuerwehrkapelle hat uns durch die schöne Auswahl der Musikstücke, wie durch den vortrefflichen Vortrag derselben, wahrhaft überrascht. r. Södel. Auch dahier hat der Kriegerverein eine Sammlung unter seinen Mitgliedern zum Besten der wasserbeschädigten Kriegs-Kameraden veranstaltet und deren Ertrag mit 20 Mark an den Kassier der Hassia in Darmstadt eingesandt.— Die Gemeinde Södel ist auch in anderer Beziehung dem guten Beispiele vieler Städte und Ortschaften gefolgt und hat vor einigen Tagen einen Pfennigsparkasse⸗Verein gegründet, welcher jetzt schon 215 Mitglieder zählt. Gießen, 30. Dezbr. Heute verschied nach kurzem Krankenlager Professor Dr. Anton Lutterbeck. Mit ihm starb das letzte Mitglied der früheren katholisch-theologi⸗ schen Facultät der Universität Gießen. Ingelheim, 28. Dez. Auf den Notar Wolf von hier wurde gestern Abend ein Mordanfall versucht; es wurden auf denselben drei Revolverschüsse abgefeuert, die jedoch zum Glück ihr Ziel verfehlten. Der Thäter ist ein Schuhmacher Namens Stauf aus Ober-Ingel⸗ heim; derselbe wurde festgenommen und in das hiesige Arresthaus abgeliefert. Ueber die Motive der That ist noch Nichts bekannt. Allerlei. s. Usingen. Es wird eben hier lebhaft agitirt für den Bau einer Secundärbahn von Homburg über Usingen a nach Wetzlar. 5 Heidelberg, 31. Dez. 4 Uhr 40 Min. von Mannheim nach Heidelberg gehend Der obere Neckar ist bis Heute früh stieß der um Per auf! und Loth . 0 15 bun 2% wut J ae 9 05 7% soso 5 % dug 4 Jul % Cho 5 dort 60 8 N 3.8 . 2 8 8 eine S bel 8 Hel e lee E 2 bau a Jak e e 12 8 Ro eh ge & kla 5 HsINö zA it Jö IIe en st E — fn ens uss 2 439 Jong mau 8 2 ö 1 — 0 8 E 0 2 — 1 1 8 1 2 5 5 22 5 * E 8 0 12 2 18 2 18 N Ife su üüncg Toko: is punf uss * 6 ge ee we Uöfnbfebnt Hüte 10 regen e een e eee 8 2 8 — 0 D. 8 1 n ter ba fn 1, Gade zwei 8 dene Gegen⸗ det elne der⸗ nen Diebstahl rein gebracht en Bettler. oz lezen wollte,* J. in einem 8 enheit von 8 athen bielt, 31 uchte er den en Dritten, Artesthaus echt dunkel u spät wurde Pirkau be⸗ d F. einen, ch e ging, ohne 2 tromer. Eine 0 defekten Zu⸗ u war,(er olaas aun „ eiden Verletz⸗ itztlicher Be⸗ f. i 1 haben uns eit gegeben, le des Hötel 0 uwohnen. 1 einmal“ von bm und„Ein 9 en von den istalt, der 5 n für den 7 u wir für 1 hiesige junge dankbar sein. le Bewegungen die Lelstungen (haftesten Bei⸗ ene e eee ee endes 111 4, Mit ihm hetheologi! — 1 tek 4 lt agli W lee, 1 stieß 1 9 wpalberz 9 aeg Heins us ud damit um Stich ins. A 1 Jul jeg i 4⁰ 0 ple aud usuje % ou — 7 Personenzug bei der Einfahrt auf den hiesigen Bahnhof auf eine Locomotive, welche eben Wasser gefaßt hatte und sich auf einem unrichtigen Geleise befand. Diese Locomotive, sowie die Loeomotive mit Tender und mehrere Personenwagen des einfahrenden Zuges entgleisten und wurden bedeutend beschädigt. Von den Passagieren wurden 5 erheblich verletzt und 3 nach dem Spital ver⸗ bracht. Falsche Weichenstellung ist Ursache des Unfalls und fällt dei Weichensteller Jungmann zur Last, welcher sofort flüchtig geworden ist. Kalro. Unter den Pilgern ist von neuem die Cholera ausgebrochen. Die Agentur Havas meldet aus Medina: Zwischen Mekka und Medina starben 21 Pilger an der Cholera. Der spanische Consul in Suez meldet, daß dort täglich 10 Menschen an der Cholera sterben. Rindfleisch 56—60 Pf., Kalbfleisch 54—56 Pf., Schweine⸗ fleisch 6264 Pf., Hammelfleisch 60-66 555 Kartoffeln per 100 Ktlo M. 5.50—6.00, Zwiebeln per Ctr. M. 3.00, Gänse per Pfd. 60—64 Pf., Weißkraut 100 Stück M. 2— 7. Frankfurt, 2. Jan. Viehmarkt. Es waren zu— getrieben ea. 280 Ochsen, die Preise stellten sich per Centner Schlachtgewicht für 1. Qual. auf M. 66., für 2. Oual. auf M. 60. Kühe und Rinder waren vorhan— den ca. 200, 1. Qual. M. 55., 2. Qual. M. 50. Kälber waren ca. 200 angetrieben, die Preise stellten sich von M. 60.—65. Hämmel, von denen über 200 zu Markt gebracht waren, kosteten 1. Qual. M. 60., 2. Qual. M. 50. Schweine waren ca. 300 Stück angetrieben zu M. 63.— 64. für gute Hannoveraner Waare. Der Ge— sammtantrieb in der Vorwoche belief sich auf ea. 650 Stück. Gerichtssaal. Altenstadt. Donnerstag den 4. Januar 1883 findet eine Schöffengerichts Sitzung dahier statt und kommen folgende Fälle zur Verhandlung: 1) Strafsache gegen Heinrich Peter Repp von Altenstadt, wegen Körperver— letzung; 2) Strafsache gegen Wilh. Nolde von Rommel⸗ hausen, wegen Ruhestörung; 3) Strafsache gegen Johann Jakob Könsg Ehefrau von Lindheim, wegen Hausfriedens⸗ bruchs; 4) Strafsache gegen Wilhelm Protzmann von Rommelhausen, wegen Widerstands und Beleidigung, und gegen dessen Ehefrau, wegen Beleidigung; 5) Privat⸗ klagesache des Karl Valentin Caspari von Preungesheim gegen Lehrer Volk in Bönstadt, wegen Beleidigung. Handel und Verkehr. Friedberg, 3. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00— 1.10, Eter 1 St. 8 Pf., 2 St. gr. 00 Pf. Friedberg, 2. Jan. Fruchtbericht. Walzen M. 19¼ Korn M. 15½, Gerste M. 14 16, Hafer M. 12—13. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Gießen, 2. Jan. Wochenmarkt. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfd. M. 1.12— 1.20, Eier per St. 7—8 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Tauben das Paar 65-80 Pf., Hühner pr. St. M. 1.00 1.30, Hahnen per St. M. 1.10—1.80, Enten per St. M. 1.70 bis 2, Ochsenfleisch per Pfd. 66—70 Pf., Kuh- und Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Donnerstag den 4. Jan. Neu einst.: Rigoletto. Freitag den 5. Jan. Nachmittags 3½ Uhr. Dornröschen. Außer Abonn. Ermäßigte Preise. Samstag den 6. Jan. Dom Sebastian. Sonntag den 7. Jan. Nachmittags 3 Uhr. röschen. Außer Abonn. Ermäßigte Preise. Sonntag den 7. Jan. Abends 7 Uhr. Freischütz. Schauspielhaus. Donnerstag den 4. Jan. geschlossen. Freitag den 5. Jan. Der natürliche Sohn.(Anfang 7 Uhr.) Samstag den 7. Jan. Zum ersten Male: Maria Mag- dalena. Trauerspiel in 3 Akten von Hebbe. Sonntag den 7. Jan. Die zärtlichen Verwandten. Dorn⸗ der Boxer-Komiker, sowie besondere Spenden d C. Trapp, L. Weis, J. Dörr, C. Groß, M. Gauß Seel M. 65.50. Von der Casino-Gesellschaft in Assen⸗ heim M. 12.65. An die Hauptsammelstelle wurden am 2. Jan. 1883 we tere M. 460.— von uns abgeliefert. Die Expedition. Pfennig⸗Sparkasse. Sam melstellen. Einlagen. Betrag. 4 M Pf. Bestand am 1. Jung 1882 him enen 16388 Ot Uebertrag vom 23. Dez. 1882 17373 11257 70 1. C. Bindernagel. 435 63 48 60 2. W. Bernbeck 155 96 95 3. Ph. Billau. 127 87 25 4. H. Flaschenträger.. 91 59 90 5. H. Flaschenträger. 110 76 40 17919 28014 81 Uebertrag am 1. Juni 1882 Einleger 978. Uebertrag vom 23. Dez. neue Einleger 149. Neue Einleger, 8 f Gesammt⸗Einleger 1132. Friedberg den 30. Dezember 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeler vom 6. Januar 1883. Für die Ueberschwemmten in Hessen gingen weiter ein: Von der Casino⸗Gesellschaft dahier M. 406.— als Reinertrag der beiden Vorstellungen des „Datterich“; hierzu ist zu bemerken, daß die Saal⸗, Be⸗ leuchtungs- und Heizungskosten von Seiten des Casino's getragen wurden und Druckkosten seitens der Druckerei nicht berechnet wurden. Erlös eines Verkaufs verschiedener Artikel am Sylvester- und Neujahrstage und Vorstellung Beginn: Freitag Abends 4 Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 10 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 7. Januar ab Morgens 7 Uhr, Nachmittags 3/ Uhr. a Dienstag den 9. Januar 1883: Neumond Schebath. Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Vergrößerung des Haftlocals zu Friedberg, zur Erbauung eines Nebengebäudes, zur Aenderung der Zellenfenster und zur Versetzung des Schweine- und Holzstalles daselbst erforderlichen nach— verzeichneten Arbeiten sollen auf dem Submissionswege in Accord gegeben werden: M. P Maurerarbeit, veranschlagt zusammen zu 3487 91 Steinhauerarbeit 1378 55 Zimmerarbeit 1690 82 Dachdeckerarbeit 1155 98 Schreinerarbeit 1499 42 Schlosserarbeit 1129 75 Glaserarbeit 287 63 Weißbinderarbeit 1035 83 Spenglerarbeit 187 48 Kupferschmiedarbeit 50— Pflasterarbeit 114— Pläne, Voranschläge und Bedingnißheft liegen auf dem Büreau unterzeichneter Stelle vom 3. bis 10. Januar 1883, Vormittags, zur Einsicht offen. Die Offerten sind versiegelt mit entsprechender Aufschrift versehen und in Procenten ausgedrückt, läugstens bis zum 10. Jaunar, Vormittags 10 Uhr, auf unserem Büreau abzugeben, woselbst an diesem Tage, Vormittags 11 Uhr, die Er⸗ öffnung der eingelaufenen Offerten stattfinden wird. Friedberg, 28. Dezember 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Grimm CC Verkauf auf den Abbruch. 32 Auf dem Freiherrlich v. Leonhardi'schen Selzer— brunnen bei Groß-Karben soll ein Wohnhaus, das sog. 12,50 Meter lang, 6,75 Meter breit, ein⸗ stöckig, 2,7 Meter hoch, mit Mansarde und Dach, zu— aus freier Hand auf den Abbruch Die Umfangswände sind theils aus Bruchsteinmauerwerk, das Dach ist mit Plattziegeln gedeckt und ist das ganze Köhlerhaus, sammen 7 Meter hoch, verkauft werden. Fachwerk, theils aus zweiseitig und Gebäude noch in baulichem Zustande. Wegen Einsichtsnahme wolle man wirth Weitzel Wittwe auf sich an Frau Gast⸗ verwalter Hechler in Klein-Karben gefälligst wenden. Assenheim den 24. Dezember 1882. 8 In Auftrag: Volk. Holz⸗Versteigerung. 19 Im Gemeindewald Ober⸗Rosbach, Holz öffentlich meistbietend versteigert: 2 Raummeter Aspen⸗Scheitholz, 2 5 Nadel⸗Scheitholz, 12 15 As pen⸗Knüppel, 116 0 Wellen Buchen-Durchforstungsholz, 150„ Aspen⸗Reiserholz, 2298 Nadel-Reiserholz. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung Vor⸗ mittags 9 Uhr bei der steinernen Brücke an der Sang Ober⸗Ros bach am 2. Januar 1883. dem Selzerbrunnen und wegen der näheren Verkaufsbedingungen an Herrn Rentei⸗ Distrikt„Alter Heegwald“, wird Montag den 8. Januar l. J. folgendes Holzversteigerungen in der Königlichen Oberförsterei Oberems. 1. Montag den 8. Januar 1883. Zusammenkunft Morgens 9½ Uhr im Distrikt Nr. 30 Hühnerberg, bei schlechtem Wetter in der Ungeheuer⸗ schen Wirthschaft in Oberreifenberg. Zur Versteigerung kommen: 1 Eichen-Abschnitt mit 0,95 Festmeter, 3 Raummeter Elchen⸗ Scheitholz, eirea 574 Raummeter Buchen⸗Scheit- und Knüppelholz, 5300 Buchen-Wellen, 107 Raummeter Buchen-Stockholz, 15 Raummeter Fichten⸗Scheit- u. Knüppelholz u. 69 Raum⸗ meter Fichten-Stockholz aus den Distrikten 30 Hühner- berg, 43 Hohelai, 44 Hattsteinsburg und 49 Pfaffenrod der Schutzbezirke Reifenberg und Schmitten. Das Holz im Hühnerberge steht u. A. gut zur Ab⸗ fahrt nach dem„Rothen Kreuz“. 2. Dienstag den 9. Januar 1883. Zusammenkunft Morgens 9¼ Uhr auf dem Vieinal⸗ wege Schmitten⸗Niederreifenberg am Distrikt Hattsteins⸗ burg, bei schlechtem Wetter in der Best'schen Wirthschaft in Schmitten. Zur Versteigerung kommen folgende, sämmtlich an dem vorgedachken Vieinalwege lagernde Quantitäten Fichten⸗Nutzholz: eirca 396 Stämme bis zu 24 Meter Länge und 34 Centimeter Durchmesser mit ca. 219 Fest⸗ meter, 116 Stück Stangen 1, 2. und 3. Klasse und 2 Raummeter Schicht-Nutzholz aus den Distrikten 43 Hohelal, 44 Hattsteinsburg und 49 Pfaffenrod der Schutzbezirke Reifenberg und Schmitten. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Be⸗ kanntmachung ersucht. Oberem's den 28. Dezember 1882. Der Oberförster 11 Paulus. N 5 5 Schäfergesuch. 7 Für die Gemeinde Hoch-Weisel wird ein Schäfer gesucht. Jahreslohn 640 Mark. Hierauf Reflektirende wollen sich an den Unterzeichneten wenden. Hoch⸗-Weisel am 29. Dezember 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch-Weisel. Wörner. Zunlz-Kussee von A. Zuntz sel. Wittwe in Köln und Berlin, in Originalpackung zu Originalpreisen à M. 1.60 per Pfd. empfiehlt 3 Friedberg. F. Weihl, 25 e bviormals Louis Winheim. Ein Mädchen zu einem Kinde gesucht. Zu erfragen bei der Expedition des Anzeigers. 3„ 21 Ein kräftiges Mädchen, zu aller Arbeit willig, auf Petritag gesucht von 22 Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Rosbach. Blecher. Friedberg. M. Scheibel. Holl. Vollhäringe, a 8 Pf., bei 10 Stück 7 Pf., Marinirte Häringe, à 12 Pf., bei 10 Stück 10 Pf., Sardellen, russ. Sardinen und Rollmöpse empfiehlt F. Weihl, Friedberg. 26 vormals Louis Winheim. Danksagung. Allen Denen, welche unsere liebe Tochter, Schwester und Schwägerin Mina Henkel zu ihrer letzten Ruhestätte geleitet haben, ganz besonders aber dem hiesigen Gesang⸗ verein, sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Fauerbach b. Fr. den 2. Januar 1883. 20 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die so herzliche Tyeilnahme, welche bei der Krankheit und der Beerdigung unseres so unerwartet dahingeschiedenen Bruders, des Herrn Beneficiaten A. Müller in Ockstadt, von der ganzen Gemeinde Ockstadt und den auswärtigen Bekannten des Verewigten uns erwiesen wurden, sagen wir unseren innigsten Dank. Im Namen der Geschwister: 13 Karl Müller. Todes⸗Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe 0 Mina Söllner in ihrem vollendeten 14. Lebens fahr nach kurzem aber schwerem Leiden heute zu sich zu nehmen. Fauerbach b. Fr. den 1. Januar 1883. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 4. d. M., Nachmittags 2 Uhr statt. 12 H. v. Gimborn, Chemische Fabrik Emmerich a. Rh., 0 Gallus-, Aleppo⸗, Kaiser⸗, Salon⸗, Alizarin⸗ rothe, blaue ꝛc. Tinten, Stempelfarben, flüssiger Leim vorräthig bei Friedr. Streekfuss. 33 Carl Chr. Weiss. Gesang- Verein Concordia. Musikalisch⸗theatralische Abendunterhaltung zum Besten der beschädigten in Hessen im Saale des Hötel Trapp Samstag den 6. Januar 1883. Zur Aufführung kommen:. Im ersten Theil Chöre und Einzelgesänge im zweiten Theile zwei Lustsbiele. „ Sperielles Programm folgt. 1 2 4c(Giche Plätze sind numme 1 Eintrittspreis M.. Karten sind bei Herrn G. Hanau, sowie an der Kasse zu haben. Geschäfts- Ueber gabe. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebenste Mittheilung, daß ich das von meinem sel. Manne seit Jahren dahier geführte Holz-, Korb-, Seiler-& Spiel-Waaren-Geschäft vom 1. Januar 1883 ab an Herrn N Jacob Heck übergeben habe. Indem ich für das mir bis jetzt bewiesene Vertrauen bestens danke, bitte ich dieses auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen und verbleibe mit aufrichtiger Hochachtung Adam Söllner(I. Wittwe. W Hof. Bezug nehmend auf obige Anzeige, beehre ich mich hierdurch die Uebernahme des von Herrn Adam Söllner II. sel. an hiesigem Platze geführte 5 1 Holz-, Korb-, Seiler- und Spiel-AWaaren-Geschäst zu bestätigen, welches unter der seitherigen Firma unverändert weiter führen werde. Indem ich um recht geneigten Zuspruch ergebenst bitte, sichere reellste und billige Be— dienung zu. Hochachtungsvollst und ergebenst 0 Jacob Heck. Vorschuß-& Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft). Die Zinsen auf Spar-Einlagen werden vom 10. Januar 1883 an, des Vormittags von 9 bis 12 Uhr, ausbezahlt oder gutgeschrieben, die auf Anlehen(Schuldscheine) werden nur ausbezahlt. 30 * 4 6* Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 15 In den Distrieten„Fuchsstrauch“,„Kellersberg“ und„Höler“ soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Montag den 8. Januar: 101 Raummeter Buchen⸗, Hainbuchen⸗, Eichen⸗ und Kiefern⸗Scheitholz, 149 5 dgl. Prügelholz, 164 5 dgl. Stockholz und* 3210 Wellen dgl. Reisholz. Dienstag den 9. Januar: 35 Eichenstämme J. Klasse, gesund und zu Werk- und Schnittholz vorzüglich geeignet, mit zusammen 85,05 obm, 33 Eichenstämme II. Klasse mit 34,38 ebm, 32 Kiefernstämme J. Klasse, zu Werk- und Schnittholz tauglich, mit 43,87 ebm, 269 Kiefern-Baustämme mit 142,39 ebm, 3 Buchenstämme mit 3,54 ebm, 6 Hainbuchenstämme mit 4,56 ebm Inhalt und 19 Raummeter Eichen-Werkscheitholz. Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr im Fuchsstrauch unweit der Oberhessischen Eisenbahn. Lich am 27. Dezember 1882. Wimmenauer, Forstrath. Braunkohlenverkauf. 1 Für die gegen Bürgschaft auf Credit von dem Großßerzoglichen Braukohlenbergwerk Ludwigshoffnung bel Me lbach vom 1. Januar 1883 bis Ende März bezogenen Braunkohlen wird Frist zur Zahlung bis Ende Juni 135 e Die Preise der Kohlen sind für 100 gewöhnliche Klötze 3 M. und für 100 Stück Preßklötze Die im 4. Quartal 1882 eingelegten Bürgscheine haben für das 1. Quartal 1883 Gültigkeit. Bad⸗ Nauheim den 30. Dezember 1882. 3 Suppen Anstalt Uhr abzuholen. Die ist eröffnet. Suppe bis um 12 Uhr abzuholen. „ N. N. Bitte Ihren Rath für sich zu behalten, indem ich meine Pflichten selbst kenne. 161 FK. W. Neujahrswunsch. Es sei der Wunsch dem ganzen Kreis Und was auf Erden Menschen heißt Ein glücksellges Neujahr, Gott der Herr sie allezeit bewahr. Er komm mit seinem Segen dem neuen Jahr entgegen Und schenke stets Genügsamkeit für Zeitlich u. für Ewigkeit. Der liebe Gott stets hüten mag vor Feuersbrunst und 9 Hagelschlag, ö Vor Wasserflüth und Feindeswuth, vor Kriegsgeschrei und Tyrannei, großer Noth, Vor Wahnsinnsgestalt und Teufelsgewalt, Vor erkranktem Herzen, vor Jammer und Schmerzen, Kurz, vor aller Noth und zuletzt vor dem ewigen Tod Der liebe Gott behüt, bewahr, dies wünsche ich für das neue Jahr. Beyenheim. b. Rall. Selbstgebrannten Kaffee, à M. 1., M. 1.20, M. 1.40 und M. 1.60 per Pfund, besonders empfehle ich eine Mischung von hochfeinem Ceylon- und Java- Kaffee, * M. 1.60 per Pfund. F. Weihl, Friedberg. 2 e Matzen. 14 zugelaufen. Gegen Futtergeld und Inseratgebühren ab— zuholen bei der Ortspollzei zu Reichelsheim.— Ein Logis mit 3 eventuell 5 Zimmern nebst allem Zubehör hat zu vermiethen Putzpommade, bis jetzt das bestanerkannteste Mittel zum Putzen von blankem Metall. Während bei den anderen Putzmitteln die geputzten Sachen gleich wieder anlaufen, halten die mit Putzpommade gereinigten Sachen beim stärksten Gebrauch länger als 8 Tage und empfehle solche à 10 Pfennig per Dose. Friedberg. F. Weihl, vormals Louis Winheim. Dem Uhrmacher Gottfried Kirchner aus Homburg v. d. H., welcher am 10. Februar 1881 eine neue Thurm⸗ Uhr auf dem hiesigen Kirchthurm aufstellte, wird hier⸗ mit bescheinigt, daß die Uhr in jeder Beziehung als gut zu nennen ist, so daß dahier Jedermann einen Wohl⸗ gefallen an der Uhr hat. Gleichzeitig wird auch die Erlaubniß ertheilt, daß 125 Einrücken in öffentlichen Blättern Nichts entgegen eht. Oberdorfelden den 6. Dezember 1882. Der Bürgermeister: Kirstein. Gemeinderäthe: Kämmerer, Schuch, Schaub, Gruner. Vorstehendem schließt sich an der Pfarrer W. Sopp, 6 desgleichen C. Klebe, Lehrer. * Emmenthaler Käse, Feinsten Limburger Käse, I Vogelsberger Handkäse empfiehlt F. Weihl, Friedberg. 27 vormals Louis Winheim. Zu vermiethen 24 Großherzogliches Salinen- und Rentamt Bad-Nauheim. Jag e Verantw. Rev.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Vor Pestilenz und schnellen Tod, vor Armuth und vor Fr. Hilbrecht Wittwe. 11 3 ein einfach möblirtes Zimmer bei K. Mulch, Friedberg. 0 0 1 oblieg Umsic und z beiget steher auf d Sie ehen Sie ist ni tigten große halte Seite ung also das trag geleg letzte bestel unge in B. Grun Orte vorste Kopf bilien