Aiert ben Anu. jel nicht an aalen. zu 6. Han sraclitt pe, fiesenerbe⸗ 1 a Wetreffend: Das Feldgericht der V. Periode 1882. stande sind, werden an umgehende Erledigung erinnert. 1882. Donnerstag den 28. September. 114. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dlenstag, Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Ponerfsaß ub San Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., sübei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Anoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen, —. ̃ ß ̃— Mit dem 1. October beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirtbschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschaͤftliche Nachrichten, Markt- und Coursberichte, Verloosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem gratis beigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel; sodann monatlich ebenfalls gratis in dem praktischen Rathgeber für Landwirthe Aufsätze und Notizen für die Landwirthschaft, in dem praktischen Rathgeber für's Haus interessante und belehrende Notizen für's Haus und die Familie. Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn vierteljährlich 1 Mark, durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 1 Mark 50 Pfennig. In Bad⸗Nauheim kann der Anzeiger auch bei Herrn Heinrich Bernhard(Schnurstraße) bestellt werden, der den— selben für eigene Rechnung, per Quartal 1 Mark 30 Pfennig, vertreibt. Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 11 Pfennig berechnet, bei Tabellen- und Ziffersatz mit 14 Pfennig. Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Abnahme des Verfassungseides vom III. Quartal laufenden Jahres. Friedberg den 16. September 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Zur Ausschwörung des Verfassungseides durch die im III. Quartal dieses Jahres aufgenommenen, sowie die hiermit sich noch im Rück— stande befindenden Ortsbürger und die, welche ohne Ortsbürger zu werden, geheirathet haben, aber in der Gemeinde wohnen, haben wir auf Montag den 2. October laufenden Jahres, Vormittags 10 Uhr, auf dem Selzerbrunnen bei Groß-Karben für die aus den Orten des früheren Kreises Vilbel und Dienstag den 3. October laufenden Jahres, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause dahier für die zur Ausschwörung des Verfassungseides Verpflichteten aus den Gemeinden des früheren Kreises Friedberg Termin anberaumt. Zugleich werden wir in dem erstge— nannten Termine anderen Angehörigen der ersteren Orte, welche Beschwerden und Wünsche vorbringen wollen, Audienz ertheilen. Sie wollen hiernach Einladung ergehen lassen und die im Rückstand befindlichen unten Verzeichneten zugleich bei Z Mark Strafe vorladen lassen und bis zum 30. laufenden Monats unfehlbar Verzeichnisse mit Bescheinigung, daß Vorladung erfolgt oder Bericht, daß keine zu laden sind, an uns einsenden. Dr. Braden. Karl Heinrich Lang von Bönstadt, Philipp Roth II. von Bönstadt, Johannes Enders von der Oes, Johannes Westerweller von Melbach, Samuel Löwenstein von Nieder-Weisel, Johann Helfrich Schäfer von Büdesheim, Georg Christian Zipperlein von Rodheim, Kaspar Philipp Borig von Ober-Erlenbach. Betreffend: Die Aufstellung der Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedberg für 1883/84. Friedberg den 25. September 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie mit der Aufstellung der rubricirten Voranschläge alsbald zu beginnen und darauf bedacht zu sein, daß dieselben gegen Ende October zur Vorlage an den Gemeinderath gelangen und bis zum 15. November laufenden Jahres an uns eingesandt werden. Zur Beachtung hierbei empfehlen wir die Bestimmungen der Instruction vom 20. October 1874, unser Ausschreiben vom 10. September vorigen Jahres, insoweit dies hier anwendbar, und die Entschließungen zu den letzten Voranschlägen, und erwarten, daß der vorgeschriebene Einsendungs— termin eingehalten wird. Als Beitrag zur Kreiskasse sind die pro 1881/82 ausgeschlagenen Beträge vorzusehen. Die Formularien zu den Voranschlägen können Sie, wie seither, bei unserem Bureaugehülfen Kreuder beziehen. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Den Herbstfaselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins zu Friedberg pro 1882. Der diesjährige Herbstfaselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg soll Mittwoch den 25. Oetober laufenden Jahres zu Friedberg abgehalten werden. Die aufgetriebenen Fasel werden durch eine hierzu bestellte Commission gemustert und wird den Eigenthümern der als preiswürdig erkannten Thiere eine Geldprämie bewilligt. Der landwirthschaftliche Bezirksverein und die Kreisstadt Friedberg haben hierzu entsprechende Beträge zur Disposition gestellt. Die eigene Züchtung der Thiere durch deren Eigenthümer erscheint nicht als eine Bedingung der Prämiirung. Von der Preisbewerbung sind Gemeindefasel ausgeschlossen, desgleichen Fasel, die um 9 Uhr Vormittags noch nicht am Platze sind. Für Fasel, welche als tauglich befunden, aber nicht praͤmürt worden, wird auf Verlangen eine Wegvergütung ausgezahlt. Nicht genügend gefesselte Thiere werden von dem Platze weggewiesen werden. Die zum Abschlusse kommenden Verkäufe wollen dem Großherzoglichen Beigeordneten, Herrn Steinhäußer dahier, zur Anzeige gebracht werden. Zu recht zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen. Friedberg den 23. September 1882. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Dr. Braden. f Bekanntmachung. Für den Kreis Friedberg ist die Stelle des Bezirksbauaufsehers des II. Baubezirks mit dem Wohnorte in Friedberg neu zu besetzen. Geeignete Bewerber, welche die Prüfung als Kreisbauaufseher bestanden haben, wollen sich unter Vorlage von Zeugnissen mit Angabe ihrer sseitherigen Beschäftigung bis zum 12. October dieses Jahres bei unterzeichneter Behörde anmelden. Friedberg den 27. September 1882. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Friedberg am 26. September 1882. Diejenigen Großherzoglichen Bürgermeistereien der Amtsgerichtsbezirke Friedberg, Vilbel, Butzbach und Bad Nauheim, welche mit Einsendung der Rügeregister der rubrieirten Periode oder der Anzeigen, daß Feldfrevel in solcher nicht vorgekommen, noch im Ruͤck⸗ Der Großherzogliche Amtsanwalt. Lorenz. Deutsches Reich. Darmstadt. Lehrer an dem Gymnasium zu Darmstadt, der der Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen Hahn Der Lehrer an der Vor- Gymnasiallehrer Pr. Stöpler zu Darmstadt zum zum Lehrer an dem Gymnasium zu Worms, schule des Gymnasiums zu Darmstadt Schmitz Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen, der der prov. Gymnasial- und Reallehrer Dr. Heil— wurde zum Lehrer an dem Gymnasium daselbst, Gymnasiallehrer Dr. Weyerhäuser zu Büdingen mann zu Worms zum definitiven Lehrer, der ber Reallehrer Kunz zu Groß-Umstadt zum zum Lehrer an dem Gymnasium zu Darmstadt, prov. Gymnasiallehrer Noack zu Worms zum —— ————]7ĩ⁊3k Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen, der prov. Gymnasiallehrer Thylmann zu Darmstadt zum definitiven Lehrer, der prov. Gymnasiallehrer Kutsch zu Gießen zum definitiven Lehrer, der Reallehrer Veith zu Groß-Umstadt zum Real— lehrer zu Alsfeld, der prov. Reallehrer Storck zu Groß-Umstadt zum definitiven Lehrer, der prov. Reallehrer Vogel zu Groß-Umstadt zum definitiven Lehrer, der prov. Reallehrer Glaser zu Groß- Umstadt zum definitiven Lehrer, der prov. Reallehrer Wiesehahn zu Friedberg zum definitiven Lebrer, der prov Reallehrer Müller zu Gießen zum definitiven Lehrer ernannt. Der Rechner und Hausverwalter des Landeshospitals Rechnungsrath Schäfer wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhe— stand versetzt. — 26. Sept. Die Prinzessinnen Victoria, Elisabeth und Irene werden morgen, begleitet von dem Flügeladjutanten v. Herff, nach dem Süden abreisen, um in Luzern, Mailand und Venedig so lange Aufenthalt zu nehmen, als der Großherzog in Balmoral weilt. Berlin, 25. Sept. Die Kaiserin ist heute nach Baden-Baden abgereist. — 25. Sept. Der deutsche Botschafter in London, Graf Münster, begab sich gestern zum Reichskanzler Fürsten Bismarck nach Varzin. — 26. Sept. Der Kaiser wird sich morgen nach Baden-Baden begeben und dort bis zum 8. October verweilen.— Staatsminister v. Böt— ticher wird sich auf kurze Zeit nach Westpreußen begeben. — Es wird von allen Seiten bestätigt, daß die russische Regierung thatsächlich einen Con⸗ greß wegen der egyptischen Frage beantragt hatte. Der Antrag drang aber nicht durch, sondern wurde von vornherein von allen Mächten über⸗ einstimmend als überflüssig bezeichnet. Es wird also dabei bleiben, daß nur die Conferenz über die egyptische Frage zu eutscheiden haben wird. — Die hochoffiziöse Wiener Polit. Corr. läßt sich aus Berlin eine längere Darlegung der reichskanzlerischen Politik hinsichtlich Egyp⸗ tens schreiben. Dieselbe gipfelt in dem Ver⸗ sprechen, daß der durchdringende Blick des Kanz— lers auf die egyptische Krisis gerichtet bleibt und sicher den Moment nicht verfehlen wird, in welchem für deutsche Interessen einzutreten wäre. Deutschland habe den Engländern die Bahn frei gemacht, und wenn die Gambettisten wirk⸗ lich so gerne an Englands Freundschaftstisch sitzen möchten, so würden sie einräumen müssen, daß sie dort Deutschland schon vorfinden, nicht als Genossen des Mahles, aber als wohlwollen⸗ den Zuschauer, während der französische Nach— bar sich doch wohl als Genossen melden würde. Man kann zweifelhaft sein, welche Art der Freundschaft die Engländer vorziehen. Zum Schluß wird das Bestehen geheimer Abmach— ungen, sei es zwischen England und der Türkei, oder England und Rußland abgestritten. Kiel. Das Projekt eines Nordostsee-Canals scheint jetzt in ein Stadium getreten, welches eine baldige definitive Entscheidung erwarten läßt, denn es ist der Chef des großen General- stabes aufgefordert worden, in eingehender Weise über die militärische und maritime Wichtigkeit dieses Canals erneuerten, mit Kostenanschlägen motivirten Bericht zu erstatten und ist in Folge dessen nunmehr eine aus Mitgliedern des Ge— neralstabes, des Kriegsministeriums und der Ad— miralität bestehende Commission gebildet werden. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die neuestens wieder auftauchenden Gerüchte von einer dem⸗ nächst bevorstehenden Annexion Bosniens und der Herzegowina werden in amtlichen Kreisen als vollkommen unbegründet bezeichnet, und man versichert, daß eine Aenderung in dem staats— rechtlichen Verhältniß der occupirten Provinzen noch immer nicht in Aussicht genommen sei. — 26. Sept. Man weiß hier durchaus Nichts von einem Vorschlag Rußlands, die Dar⸗ danellenfrage einer europäischen Conferenz vor— zulegen.— An der Grenze Montenegro's gegen Albanien haben neuerlich Zusammenstöße der Grenzbevölkerung stattgefunden, denen man hier einige Beachtung scheuken zu sollen glaubt. Pest, 25. Sept. Das gemeinsame Budget wurde heute festgestellt. Kalnoky wird den De— legationen keine besonderen Investitutions-Cre— dite vorlegen. Holland. Haag, 25. Sept. In der zweiten Kammer brachte Minister von Lynden das Budget ein. Das Deficit des vorhergehen— den Rechnungs-Jahres beträgt 27½ Million Gulden. Das Ausgabenbudget pro 1883 be— trägt 137 Million Gulden und das Deficit für denselben Zeitraum 26 Million, darunter 22 Million Gulden für öffentliche Arbeiten. Zur Deckung derselben ist bereits eine Anleihe vorgeschlagen. Aber auch eine Vermehrung der ordentlichen Einnahmen ist für nothwendig er⸗ achtet worden und soll eine solche demnächst beantragt werden. Großbritannien. London. Die Königin hat den Geueral Wolseley und den Admiral Seymour wegen der geleisteten Dienste in Egyp⸗ ten unter Verleihung des Baronettitels in den Pairsstand erhoben. — Die Times behandelt die Frage, was England thun müsse, wenn Deutschland Eng⸗ land zu einer gemeinschaftlichen Lösung der egyp— tischen Frage einlade und diese Lösung mehr oder weniger ohne Frankreich geschehen solle. Die Times kommt zu dem Schlusse, daß Englands langbestehende Freundschaft mit Frankreich nicht durch eine solche Lösung präjudicirt werden dürfe. Nichts würde dem englischen Volke mehr mißfallen, als eine solche Dislocirung der eng— lischen und europäischen Beziehungen; Nichts würde die Macht und das Ansehen der gegen— wärtigen Regierung Englands mehr schwaͤchen, als der Argwohn, daß sie wegen Egypten die französisch-englische Allianz preisgegeben und sich den Gegnern Frankreichs genähert hätten. Italien. Rom, 25. Sept. In dem heutigen Consistorium proclamirte der Papst die Nuntien von Paris und Madrid zu Cardinälen und präconisirte mehrere neue Bischöfe. Türkei. Constantinopel, 24. Sept. Der Sultan ordnete telegraphisch die unverzügliche Rückgabe der ganzen Grenze, sowie dieselbe durch die griechisch-türkische Grenzeommission fest⸗ gestellt ist, an Griechenland an. Die Türkei verzichtet auf jede Reclamation. Nur Mukthar Pascha soll erklärt haben, daß der Grenzpunkt Junitzo für Griechenland eine ebenso schlechte Grenzbestimmung sei wie fuͤr die Türkei; beide Regierungen müßten darüber später noch ver⸗ handeln, ohne daß indeß Griechenland dazu ver⸗ pflichtet sei. Die Botschafter werden in Folge dieses freundschaftlichen Arrangements ihre resul⸗ tatlosen Berathungen aufgeben. Serbien. Belgrad. Der wegen Fälsch⸗ ung von Requisitionsscheinen verhaftete vormalige Präsident der Skupschtina, Popovic, ist vom Kriegsgerichte wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Montenegro. Cettinje. In Petersburg wurde dem Fürsten von Montenegro der Rath ertheilt, daß er sein Verhältniß zu Oesterreich auch künftig freundschaftlich gestalten möge. Wohl in Folge dessen hat die Cettinjer Regierung in den letzten Tagen dem berüchtigten Jusurgenten— Chef Stojan Rovacevics, welcher kürzlich erst wieder in die Herzegowina einbrach, den Befehl zukommen lassen, nach Montenegro zurückzu⸗ kehren und ihn mitsammt seiner sehr starken Bande dort entwaffnet und internirt. Rußland. Petersburg, 24. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin nebst Kindern sind heute wohlbehalten in Peterhof wieder eingetroffen. Amerika. New⸗Vork. Aus Mexiko wird gemeldet, daß die Regierung eine permanente Ausstellung mepikanischer Producte in Berlin und anderen Hauptstädten des europäischen Con⸗ tinents anordnete. Egypten. Kairo, 26. Sept. Laut Meld⸗ ungen von hier ist der Khedive bei seinem Ein⸗ zug von den Europäern euthusiastisch empfangen worden, während die arabischen Frauen ihn durch schrille Zurufe begrüßten; die männlichen Araber verharrten in ominösem Schweigen. General Wolseley kehrt in 10 Tagen nach Eng⸗ land zurück und General Alison übernimmt so⸗ dann den Befehl über die Occupationstruppen. Es verlautet, es solle ein 10,000 Mann starkes Corps von egyptischen Soldaten und Gendarmen unter englischen Officieren gebildet werden. Aus Stadt und Land. E. Friedberg. Der hier noch in gutem Andenken stehenden Firma Gebrüder Groedel in Regensburg wurde, nachdem dieselbe schon im Jahre 1878 in Paris für die Einrichtung der Dampfsäge in MarmoraSziget (Ungarn) die goldene und für das Fabrikat selbst die große silberne Medaille erhalten hat, auch jetzt auf der Triester Ausstellung die goldene Medaille zuerkannt. —d. Ober⸗Eschbach. Ein hübsches Fest wurde am letzten Samstag dahier gefeiert. Die Gemeinde Ober⸗ Eschbach und der Bezirksverein Vilbel hatten zu Ehren des aus ihrer Mitte scheidenden Lehrer Backes ein Ab⸗ schiedsfest veranstaltet, das beredtes Zeugniß davon ab⸗ legte, wie beliebt der Scheidende in allen Kreisen, in denen er gewirkt, gewesen. Nachdem Bürgermeister Himmel⸗ reich ein Hoch auf den Großherzog ausgebracht, gedachte Kreisschulinspeetor Schmidt in einer trefflichen Ansprache der Verdienste des Scheidenden als Lehrer in der Ge⸗ meinde, in der er 21 Jahre segensreich gewirkt, sowie seiner Thätigkeit als Conferenzmitglied, worauf ihm durch Lehrer Hüfner in Rodheim im Namen des Bezirksvereins: Stacke's, Deutsche Geschichte, Prachtausgabe, überreicht wurde. Von der Gemeinde Ober-Eschbach wurde der Scheidende mit einem gepolsterten Sessel und vom Cre⸗ ditverein mit Rohrsessel und Rohrstühlen beschenkt, während ihm der Kriegerverein Göthe's Werke in Prachtband über⸗ reichte. Toaste und Ansprachen der manigfachsten Art wechselten mit Vorträgen des Krieger- und Gesangvereins, deren Leiter Backes gewesen. Es sei noch hervorgehoben, daß der Verlauf des ganzen Festes auf den unbefangenen Zuschauer den Eindruck machte, daß hier zwischen Ge⸗ meinde und Lehrer einerseits und zwischen Kreisschulin⸗ spector und den Conferenzmitgliedern andererselts das Verhältniß herrschen müsse, das zum Gedeihen der Schule unbedingt nothwendig ist. Darmstadt. Von den von der Landw. Landes⸗ ausstellung ertheilten Prämitrungen entfallen ferner auf Oberhessen: Gruppe VIII: landwirthschaftl. Maschinen, Geräthe u. s. w. Medaillen: K. Häuser in Friedberg; A. Buch in Hungen. Ferner bringen wir noch folgende Zusätze und Berichtigungen: Bei Gangstieren ist zuzu⸗ fügen: Schäfer, Riedesel'sche Gutsverwaltung in Unter⸗ Sickendorf 2. Preis(statt dessen fällt Lang in Stock⸗ hausen aus). 4. Schlachtvieh. Schweine: 3. Preis: Jost in Altershofen. 6. Forstwirthschaft, Jagd, Fischerei, Bienenzucht ꝛe.: Jagd. Medaille: Bruno, Fürst zu Bsenburg und Büdingen. 7. Landw.⸗technische Gewerbe, Molkerei, landw. Hilfsstoffe.: Landw.⸗technische Gewerbe. Medaille: C. Vorbach in Okarben. 9. Landescultur⸗ Technik ist zuzufügen. Medaille: König in Butzbach. 10. Landw. Unterrichts-, Genossenschafts⸗, Versicherungs⸗ und Verfuchswesen ꝛe.: Landw. Unterrichts wesen, Geld⸗ preis: Prof. Dr. Tobisch in Friedberg. Mainz, 25. Sept. Bis heute Morgen ist der Rhein hier noch langsam gestiegen und hat er, die Ufer längs der Stadt leicht überspülend, eine Höhe von 3.91 Meter erreicht. Seit heute Früh ist allmählig ein Rückgang wahrzunehmen und zeigt das Pegel um 11 Uhr: 3.88 Meter. Von Mannheim wird Fallen des Wassers gemeldet. Allerlei. W. Frankfurt a. M., 21. Sept. Der Ausschuß des Verbandes mittelrhein. Bildungs-Vereine hat in seiner gestrigen Sitzung den Vorstand neu gewählt. Erster Vorsitzender ist Franz Wirth in Frankfurt, Rector Chun in Frankfurt ist Schriftführer. Zur Veranstaltung von Vorträgen, soweit solche durch den Verband vermittelt werden, ist dem Vorstande die Kenntniß der in den letzten Jahren gehaltenen und der Namen der Vortragenden absolut nöthig. Man bittet deshalb die Vereins vorstände dem Vorsitzenden ein Verzeichniß derselben baldigst zu⸗ kommen zu lassen und beizufügen, welche Stoffe die Mitglieder nunmehr wünschen, oder welche sie als passend empfehlen. Von Auswärts haben Physiker Rühl in Apolda und Th. H. Lange in Dresden wieder Vorträge angeboten. Je mehr der Verband zunimmt, desto schwieriger wird es, Vorträge unentgeltlich zu bekommen. Es empfiehlt sich daher die Zulassung auch von Nichtmitgliedern gegen Eintrittsgeld. Der Vorstand wird nach wie vor bemüht sein, Vorträge gratis oder nur gegen Ersatz der Reise⸗ kosten zu vermitteln. Das Skioptikon steht vom 1. Oet. an wieder zur Verfügung, desgleichen die Bildersamm⸗ lung des Verbandes denfenigen Vereinen, welche bereits Skioptikons besitzen. Ein Verzeichniß der Bilder wird demnächst zur Versendung kommen. Wünsche bez. neu anzuschaffender Bilder bittet man mitzutheilen. Die Wander Bibliotheken stehen ebenfalls wieder zur Ver⸗ fügung. Das Bücherverzeichniß wird den Vereinen von dem Bibliothekar direet zugeschickt werden. Die Wander bibliotheken sind in erster Linie für alle diejenigen Vereine bestimmt, welche noch keine Bibliothek besitzen; sie sollen dort zur Errichtung einer solchen den Anstoß geben und im Falle gleich als Stock dazu dienen. Dies beschränkt sich nicht auf die Mitglieder allein, sondern es können ——— 22 1 1— 2232—— N werde sollen Bestt Das benus Beac Bele und bild. tom Ges ö Reic ung! dür des mitt. ande der! gesut 5 Eiser bahr aufg Rep in fe mate bei! stimn Die ung Guld 0 Lond. lehre bind 58,5 deri inne Wäf in d bars. die 6 nam Die geha auf gasse Anbet auch samme gehen, nehme Erlauf wurde Anlage lassen wohnen soll vo ung Vi 0 Da Aung in eine Kosten digten Thel Rechts im Ml 29 P berlez zur 11 en:6 93 —— ung der Schuldigen. Gulden geschätzt. die Bibliotheken auch an Nachbargemeinden abgegeben werden, welche noch keine Bibliotheken besitzen. Hier sollen sie dann auch dazu dienen, das Interesse für die Bestrebungen des Vereins in solchen Gemeinden zu wecken. Das Volks⸗Museum ist bis jetzt nur von Einem Verein benutzt worden; man empfiehlt dasselbe wiederholt der Beachtung der Mitglieder als ein treffliches Mittel der Belehrung und Anregung. Es besteht aus physikalischen und anderen Apparaten, Präparaten, Modellen, Ab— bildungen u. s. w. in 9 Abtheilungen(Astronomie, Ana— tomie, Mikroskop, Physik, Kunstgewerbe, Geographie und Geschichte, Geologie, Skioptikon und Zoologie). Freiburg. Der Reichsanzeiger schreibt: Der vom Reichseisenbahncommissär Streckert über das Eisenbahn— unglück bei Hugstetten erstattete Bericht sagt, der Unfall dürfte weder durch den Zustand des Bahnkörpers oder des Oberbaues, noch durch den Zustand der Betriebs— mittel entstanden sein; die Entstehung müsse, sofern nicht andere, schwer erklärbare Einwirkungen stattfanden, in der Handhabung des Betriebes resp. des Fahrdienstes gesucht werden. Wien. Die Aufregung und Entrüstung über das Eisenbahnunglück bei Esseg ist ungeheuer. Der Alföld—⸗ bahn war für dieses Jahr der Bau einer eisernen Brücke aufgegeben worden und sind wohl deßwegen die nöthigen Reparaturen unterblieben, um die Holzbrücke inzwischen in fahrsicherem Zustande zu erhalten. Daß das Brücken— material angefault war, ist nachgewiesen, außerdem wurde bei der Revision von den Sachverständigen auf das Be— stimmteste behauptet, daß der Pfeiler unterwaschen sei. Die öffentliche Meinung fordert kathegorisch die Bestraf— Der Schaden wird auf 12,000 London. Nach der letzten Volkszählung gab es in London 226,000 weibliche Dienstboten, 16,000 Schul— lehrerinnen, Lehrinnen und Erzieherinnen, 5100 Buch— binderinnen, 4500 Verfertigerinnen von künstlichen Blumen, 58,500 Putzmacherinnen und Modistinnen, 14,800 Schnei— derinnen, 26,800 Weißnäherinnen, 14,800 Schuhmacher— nnen, 10,800 Nähmaschinenarbeiterinnen und 44,000 Wäscherinnen. New⸗Nork, 24. Sept. Durch heftige Regengüsse in den letzten Tagen sind mehrere Städte in der Nach— barschaft überschwemmt. Viele Brücken wurden zerstört, die Eisenbahnverbiadung unterbrochen und große Schäden, namentlich am Hudson- und Schuylkillflusse verursacht. Die Ernten im Süden hatten ebenfalls einige Verluste. Gemeinderathssitzung. S. Friedberg, 26. Sept. In der gestern statt⸗ gehaten öffentlichen Sitzung des Gemeinderathes wurde guf eine Eingabe verschiedener Bewohner der Neuhaus— Zasse bezüglich Herstellung eines Kanals beschlossen, in Anbetracht, daß dafür kein Betrag vorgesehen ist, dieselbe auch nicht mit der Rohrlegung der Wasserleitung zu— sammen ausgeführt werden kann, zur Zeit nicht einzu⸗ gehen, die Ausführung jedoch für später in Aussicht zu nehmen. Eine Eingabe der Herrn Fürth& Nauheim um Erlaubniß zu einer Kandelanlage aus ihrem Hinterhaus vurde abgelehnt, da der Gemeinderath ausnahmslos die Anlage neuer Wasserabflüsse auf die Straße nicht zu— lassen kann. Bezüglich einer Eingabe verschiedener Ein— wohner der Vorstadt auf Errichtung einer Straßenlaterne soll vorher Lokaleinsicht genommen und in nächster Sitz⸗ ang Beschluß gefaßt werden. Gerichtssaal. Vilbel. Schöffengerichtssitzung vom 20. Sept. 1882. 4) David Schneider von Friedberg wurde wegen Belei— digung der Polizeidiener Müller und Filsinger von Vilbel n eine Haftstrafe von 3 Tagen, sowie zur Tragung der kosten des Verfahrens verurtheilt, außerdem den Belei— digten die Befugniß zugesprochen, den entscheidenden Theil des Urtheils innerhalb 14 Tagen nach erlangter stechtskraft auf Kosten des Angeklagten durch Einrückung i Vilbeler Anzeiger zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. 2) Philipp Schmidt von Rodheim wurde wegen Körper— erletzung in eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen und ur Tragung der Kosten des Verfahrens verurtheilt. ) Ludwig Winkler Ehefrau von Petterweil wurde von ber Beleidigung der Gottfried Kost IV. Ehefrau von da freigesprochen und der Letzteren die Kosten zur Last gesetzt. 4) Georg Klarius von Groß-Karben, der Unter— schlagung angeklagt, erhielt 14 Tage Gefängniß, außer⸗ dem wurden demselben die Kosten des Verfahrens zur Last gesetzt. 5) Karl Haßenpflug von Wallernhausen wurde wegen Diebstahls in eine Gefängnißstrafe von 4 Wochen, sowie in die Kosten des Verfahrens verurtheilt. 6) Anna Maria Dickhardt von Ober-Eschbach wurde wegen Beleidigung des Großh. Bürgermeisters Himmel— reich von Ober⸗Eschbach in eine Geldstrafe von 40 Mark, sowie zur Kostentragung verurtheilt. 7) Die Strafsache gegen Christian Sänger von Eckardtsborn zur Zeit in Rendel, und 8) die Privatklagesache des Konrad Wilh. Kautz von Nieder-Florstadt gegen Johs. Schäfer in Holzhausen wurden vertagt. Nächste Sitzung Mittwoch den 11. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr. Gießen. Schwurgerichtsverhandlung am 25. Sept. gegen H. Daum von Frischborn wegen Erpressung und Körperverletzung. Von der Anschuldigung der Erpressung wurde Daum freigesprochen, dagegen wegen Körperver— letzung für schuldig erachtet und in eine Gefängnißstrafe von 6 Wochen verurtheilt. Handel und Verkehr. Friedberg, 7. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00—1.15, Eier 1 St. 7 Pf, 2 St. gr. 00 Pf. Friedberg, 27. Sept. Fruchtbericht. Walzen M. 20, Korn M. 16., Gerste M. 00., Hafer M. 00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Grünberg. Fruchtpreise vom 23. Sept. Waizen M. 19.26, Korn M. 15.58, Gerste M. 13.74, Hafer M. 11.58, Erbsen M. 00.00, Lein M. 00.00, Samen M. 26.70, Kartoffeln M. 0.00. Gießen, 26. Sept. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.12—1.15, Eier 2 Stück 13 Pf., Käse per Stück 4 bis 7 Pf., Tauben das Paar 50—60 Pf., Hühner per Stück M. 0.90— 1.00, Hahnen per Stück M. 0.55— 0.75, Enten per Stück M. 1.50— 1.70, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 56 60 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammelfleisch 60 66 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 6—8., Zwiebeln per Ctr. M. 6, Gänse M. 3.50—5. Frankfurt, 23. Sept. Heu⸗ und Stroh-Markt. Der Markt war am Samstag ausnahmsweise sehr schwach befahren und im Ganzen 20 Wagen vorhanden. Der Preis für den Doppeleentner stellte sich für Heu auf M. 7— 7.40, geringes eingeregnetes wurde zu M. 5.60 bis 6 abgegeben. Stroh wurde zu M. 3.40—4 verkauft. Frankfurt, 25. Sept. Frankfurter Produktenbörse. (Officielle Notirungen.) Waizen still, eff. hiesiger und Wetterauer M. 20.½—21, fremder M. 21½.— 22, per diesen Monat M. 20 ½, Roggen still, eff. hies. M. 151½ bis 16., fremder M. 15½— 16.00, per diesen Monat M. 15¾., Gerste still, effectiv hiesige und Wetterauer M. 17.— 18, fremde M. 18— 20.00, Hafer still, eff. hies. M. 13—13½, fremder M. 13—14½, per diesen Monat M. 13¼, Rübsl still, eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. M. 34, Branntwein still, eff. ohne Faß M. 44.— Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 25., Roggen⸗ mehl 0/1(Berliner Marke) M. 22½—8/., I.(Berliner Marke) M. 20—½., II.(Berl. Marke) M. 18. Frankfurt, 25. Sept. Viehmarkt. Ochsen waren heute noch wesentlich theurer als die vorige Woche; es waren angetrieben ca. 300 Stück, die nahezu alle ver verkauft wurden. Der Preis stellte sich per Centner Schlachtgewicht für 1. Qual. M. 74-75, 2. Qual. M. 70. Kühe und Rinder waren 300 vorhanden, die gleichfabs sämmtlich und sehr leicht angebracht waren. Es wurde für 1. Qual. 64— 65, für 2. Qual. M. 58—60 bezahlt. Ungefähr 20 Bullen gingen zu M. 52—56 ab. Kälber, die heute in geringerer Zahl zugetrieben waren als ge— wöhnlich, waren trotzdem flauer; viele Metzger hatten sich auf dem letzten großen Freitagsmarkt voraus ver— sorgt; der Antrieb mochte sich heute auf ca. 220 Stück belaufen haben, von denen etwas übrig blieb. Der Preis stellte sich für 1. Qual. auf M. 70, für 2. Qual. auf M. 60—65. Hämmel waren ca. 450 Stück zuge⸗ trieben. 1. Qual. gingen zu M. 65, 2. Qual. zu M. 60 bis 62 ab. Für Schweine bewegte sich der Preis zwischen M. 65 68. Mainz, 24. Sept. In der abgelaufenen Woche waren auf unserem Viehmarkt zugetrseben im Ganzen 1175 Stück Vieh und zwar 16 Farren, 101 Ochsen, 249 Kühe und Rinder, 143 Kälber und 666 Schweine. Bezahlt wurden für Farren 50—53 M., Ochsen 1. Qual. M. 69—71, 2. Qual. M. 66— 70, Kühe 1. Qual. M. 66 bis 70., 2. Qual. M. 60— 65. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber wurden bezahlt mit 60 bis 70 Pf., Schweine inländische mit 66 Pf. und ausländ⸗ ische mit 60 Pf. per ½ Kilogr. Schlachtgewicht. Das Publikum benutzt häufig die aus verdorbenen Postanweisungen, gestempelten Briefumschlägen, Post⸗ karten und Streifbändern, ausgeschnittenen Frankostempel (Markenbilder) zur Frankirung von Postsachen. Eine solche Verwendung ist jedoch nicht zulässig; die Franko⸗ stempel sind völlig ungültig und die damit beklebten Postsachen werden als unfrankirt behandelt und das Porto vom Empfänger erhoben. Dagegen können ver— dorbene Postanweisungen bei den Postanstalten gegen neue umgetauscht werden; ebenso werden verdorbene Briefum⸗ schläge von den Postanstalten gegen Freimarken von gleichem Werthbetrage umgetauscht; Bedingung ist dabei selbstverständlich, daß die umzutauschenden Postwerth⸗ zeichen noch nicht entwerthet(gestempelt) sind. Ein Um⸗ tausch von in den Händen des Publikums unbrauchbar gewordenen Postkarten und Streifbändern findet aber überhaupt nicht statt. Dieselben sind völlig werthlos. D. Frankfurt a. M., 26. Sept. Der heute bei Abschluß der Ultimoliquidatton hervorgetretene Stückeüber⸗ fluß in Creditactien rief eine Abschwächung der Tendenz hervor, welche durch die Thätigkeit der Contremine am Berliner Platze noch verstärkt wurde. Unser Platz schien jedoch wenig geneigt, dem Druck der auswärtigen matten Course besonders nachzugeben, es zeigte sich vielmehr Kauflust und wurde ein großer Theil des hierher ge— langten Materials willig aufgenommen. Trotzdem stellten sich die Course der meisten tonangebenden Papiere niedriger und war das einzige Effect, welches eine Preissteigerung zu verzeichnen bat, Egypter, die auf Londoner Impulse lebhaft umgingen. Als Ursache des Interesses für das Papier wurde ein Timesartikel betrachtet, der Mäßigung im Vorgehen Englands in Egypten anempfieblt. Das Geschäft gestaltete sich anläßlich der Liquidation recht lebhaft, erlahmte aber, als die darauf bezüglichen Trans⸗ aetionen beendet waren. Creditaetien, gestern Abend 275%, heute 274½ 38/6 pr. comptant, 275—4½ pr. ultimo. Staatsbahnaetien, gestern Abend 302½, heute 301¾—301. Galizier, gestern Abend 275, heute 274½ und 274 /. Lombarden, gestern Abend 125¾, heute 125½. Oesterr. Bahnen gaben größtentheils im Course nach. Nordwest behauptet. Duper 1 fl. höher. Gott⸗ hardaetien hielten sich bei guter Nachfrage zum Course von 88 sehr fest. Deutsche Bahnen still. Oesterr.⸗ ungarische Renten gefragt. Egypter stiegen auf starke Deckungskäufe bis 70¼. Russen fest, Orient besser. Banken wenig verändert. Disconto 7/80, matter. Von amerikanischen Prioritäten Georgia Aid à 69 offerirt. Anlagenwerthe fest. Von Industriepapieren Bad. Zucker⸗ fabrik 30% besser. Von Wechseln Wien billiger. Privat⸗ disconto 4%. Mittheilungen des Vorschuß- und Credit-Ver⸗ eins e. G. in Friedberg. Unerhobene Haupttreffer. Der Haupttreffer der Palffy-Loose im Betrage von 40,000 fl. C.⸗M., mit welchem in der vorjährigen Ziehung die Loosnummer 51789 gezogen worden, ist bis jetzt von dem Gewinner nicht abgehoben worden. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 30. September 1882. Beginn: Freitag Abends 5¼ Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 6 Uhr 30 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 1. October an Morgens 6½ Uhr, Nachmittags 5 Uhr. Mittwoch, 4. Oetober Morgens 6 Uhr. Bekanntmachung. Die Firma„Schönberg& Heß“ in Nieder-Wöllstadt sterloschen, da beide Inhaber gestorben sind und deren Wittwen das Geschäft aufgegeben haben. Die Wittwe ses Löb Schönberg, Regina, geb. Oppenheimer in Nieder⸗ Wöllstadt, treibt mit Mayer Max Straus daselbst seit lem 19. d. Mts. ein Geschäft in Lumpen, Knochen, Fellen und Elsen unter der Firma„Schönberg& Straus“, ür welche Willy Schönberg in Nleder-Wöllstadt als Srocurlst legitimirt ist. Friedberg den 23. September 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. Hohenstein, 2279 Hülfsgerichtsschreiber. 154 In einer frequenten Stadt Oberhessens ist eine hon seit langen Jahren mit bestem Erfolg betriebene Metzgerei mit Wirthschaft verbunden Jamslienverhältnisse halber zu verkaufen. ranco-Anfragen richte man gefl. an Haasenstein Vogler, Frankfurt(Main) mit der Bezeichnung: I. 62325.(P. 62325.) Eisenbahn⸗Directions-BezirkMobiliar-Versteigerung. Hannover. Donnerstag den 5. Oetober l. J. sollen verschiedene, der Bahnverwaltung gehörige Grundstücke in den Ge— markungen Fauerbach, Bruchenbrücken, Assenheim, Kaichen und Heldenbergen öffentlich an Ort und Stelle verpachtet werden. Die Verpachtung beginnt Vormittags 8 Uhr bel Kllometerstein 2,6 in der Gemarkung Fauerbach. Frankfurt a. M. den 26. September 1882. 9274 Königliche Eisenbahn-Bau-Inspeetion. 1 2 2 Hafer Lieferung. 3262 Für den städtischen Faselstall soll Frestag den 29. September l. J., Morgens 10 Uhr, auf hiesigem Rathhaus die Lieferung von 25 Malter Hafer an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Friedberg, 25. September 1882. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Seriba. Eein braves Dienstmädchen für einen kleinen Haushalt nach Darmstabt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3208 8171 Montag den 2. October l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, läßt Johannes Schneider zu Maibach weg— zugshalber folgende Gegenstände gegen Baarzahlung versteigern: zwei Fahrkühe, zwei Rinder, drei Mutterschafe, ein Mutterlamm, Heu und Grummet, Kornstroh, Gerste und Haferstroh, Korn, Gerste und Hafer, Kartoffeln, Wagen, Pflug und Egge, sonstige Hausgeräthschaften ze. ze. Die Herren Buͤrgermeister werden um gefaͤllige Be— kanntmachung ersucht. Malbach den 26. September 1882. Großherzogliche Burgermeisterei Malbach. Philippi. Damen- und Kinder-Schürzen zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. 3271 5. n Deutscher Hof.— Dad Nauheim. Zur Feier der Kirchweihe findet Sonn⸗ tag den 1. und Montag den 2. October d. J. Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle des 2. Großh. Hess. Dragoner-Regiments Nr. 24 unter Leitung ihres Stabstrompeters Herrn Stützel. im großen Tanzmusik Saale statt. Hochachtungsvoll Ferdinand Sprengel. Kirchweihfest Bad⸗Nauheim. Hotel Madler. Sonntag den 1. und Montag den 2. October e. findet bei Unterzeichnetem gulbeset gte statt, wozu höflichst einladet 3267 Fans musil J. W. Madler. Bad- Nauheim. Sonntag den 1. und Montag den 2. Oetober findet zur Feier des Kirchweihfestes Tanzmusik in meinem Saale statt, wozu ich freundlichst einlade. 3266 J. H. Friis. Von heute an wohne ich in meinem Hause Wolfengasse 490 in der Nähe der Stadtkirche und Hötel Trapp. 3270 Friedberg, 20. September 1882. Jacob Stern. An und don Staats-& Gemeinde- Obligationen, Einlösung aller Coupons und gekündigten Obligationen, sowie Einholung neuer Zinsbogen und das Nachschlagen von Nummern aller Effecten besorgt bestens Vorschuss- und Credit-Verein, E. G., Verkauf 868 Friedberg, Hessen. 2* neuester Construetion, sehr leichtm Gang und von großer A v f el⸗ Mühlen, Leistungsfähigkeit. Wein ⸗Obst⸗Pressen 32²⁴(Keltern), Ph. Mayfarth& neuestes System, ohne Rundgang, pressen in doppelter Ge⸗ schwindigkeit als frühere Keltern, werden sofort geliefert von C00., Maschinenfabrik in Praukkurt a. M., Baumweg 7. Arbeits⸗ Vergebung. 3265 Montag den 2. October, Nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Schulsaal zu Massenheim nachbenannte 3106 Arbeiten öffentlich in Aecord gegeben werden: Schreinerarbeit, veranschlagt zu 115 M. 20 Pf., Spenglerarbeit* 5 Maurerarbeit 10 Weiß binderarbeit e Vilbel, 26. September 1882. Bro d, Bezirks bauaufseher. Marinirte Holl. Vollhäringe Die untere elegante Wohnung in meinem Gartenhause ist zu vermiethen und können auf Wunsch noch einige Zimmer im oberen Stock, sowie ein großer Theil Garten dazu gegeben werden. 3194 Friedberg. Georg Hanau. Blauer Vitriol 3021 bei Georg Groß. Bienenhonig, zum Füttern der Bienen, empfiehl billigst Wilh. Bernbeck. Ein Neufundländer GBastard) wird abgegeben. Wo? sagt die Expedition des Anzeigers. 3264 Ein braves Dienstmüdchen wird nach Bad-⸗Nauheim gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3261 Zum Krauteinmachen empfehle eine große Parthie frisch geleerte Mohnöl⸗ und 3022 77„ Neue Häringe, per Stück 8 Pf., marinirt 12 Pf., empfiehlt J. A. Windecker. Neue Hellerlinsen, „ geschälte Riesenerbsen, Bohnen in bestkochender Waare bei 3130 5 3 Knorr's Kindermehl, laut Analysen bestes Fabrikat. Hafer und Neismehl. Knorr's Suppen-Ingredienzen. Tapioca, Julienne, Grünkern- Extract 5 Für Restaurants und für den Familienttsch. C. H. Knorr, Heilbronn a. N., Fabrik diätet. Nahrungsmittel. Niederlage in Friedberg bei i 2823 J. Baumeister. Taurr Piri 3221 in bester Qualität bei Wilh. Bernbeck. Ein einspänniges, viersitziges Jagdwägelchen und ein Sattel mit Zaum sind sehr billig zu verkaufen. Wo? sagt die Erped. d. Anz. 31⁴ Die Wohnung des Herrn Julius Mateß wird infolge Wegzugs EWllhelm Fertig. ie 3 D durch freundlichst zur zweiten Generalversammlung eingeladen, welche Freitag den 29. September d. J., Mitglieder der Mathildenstiftung werden hie Nachmittags 3 Uhr, im Saale des hiesigen Rathhauses abgehalten werden soll. 0 Tages⸗Ordnung: 1) Rechnungsablage. 2) Bericht⸗ Erstattung. Friedberg den 13. September 1882. g Für den Vorstand: Meyer. 2 5 Diejenigen, welche Geschäfte bei dem unterzeichneten Rentamte abzu⸗ wickeln oder Zahlungen zu leisten haben, werden er⸗ sucht, hiermit bis zum 12. October l. J. zu warten, da der Rentbeamte von heute ab bis zum 11. October als Geschworner nach Gießen einberufen ist. Hungen am 25. September 1882. Fürstl. Rentamt. Demme. 3111 3254 Gesangverein Concordia 110 zu Friedberg. Musikalisch-theatralische Abendunterhaltung am 30. September 1882, im Saale des Hötel Trapp, unter gef. Mitwirkung des Herrn F. Gatzert hier. Programm. 15 1. Freie Kunst, o'? Stunz. 2. Grande Polonaise für Klavier. C. M. v. Weber. 3. An Deutschland, Chor.. J. Otto. 4. a. Hast Du nicht einen Gruß Lieder 5 für mich, für F. Abt. f b. Den fernen Lieben Sopran 5. Abendfeier, Chor.. F. Abt. 6. Frühlingsgruß, Chor.. R. Schumann. 7. a. Volkslied, Klavier Mendelssohn. b. Walzer für e e 8. Wer ein Herz treu eigen hält, Chor Richter. 9. Wohin mit der Freud, Chor Silcher. II. Man soll deu Teufel nicht an die Wand malen. Lustspiel in 1 Akt von F. Wahl. Anfang 8 Uhr. Eintrittskarten à 1 Mark sind bei Herrn G. Hanau und in den beiden Buchhandlungen zu haben. Donnerstag den 5. Oetober findet 3263 Ball für Israeliten bei mir statt, wozu ich freundlichst einlade. Nieder-Florstadt Ernst Dauernheim. Vilbel. Donnerstag den 28. er., Abends präeis 8 Uhr an⸗ fangend, wird„Arabi Pascha“ auf seiner Durchreise im Gartensaale des Gasthauses zum„Prinz Karl“ einen, Vortrag über den englisch-egyptischen Krieg halten.— Entrée frei.— Süßer Egyptischer⸗Kalcutt⸗Thuy⸗a⸗Bors⸗ dorfer Apfelwein, per/ Liter 15 Pfennig. Arabi Pascha bald Jenseits Held, Kostet England vielleicht vieles Geld, Deßgleichen kostet der neue Apfelwein, Das heißt des Trinkers Säckel nur allein. Da aber der Vortrag ist interessant, Der Apfelweinpreis hängt an der Wand, So laden wir ein— Alle nah und fern, Auch Solche, die lernen die Welt kennen gern. Arabi Pascha kommt per Eisenbahn im Trabe, Ohne großes Gefolge, nur einzelne vom Stabe; Denn schön ist, billig zu leben— überall, 8 Ohne Pferde— sehr gut, hier ist doch Mangel an Stall! Wenn die Eisenbahn ausbleibt oder Verspäkung hat, So werden wir allerdings, nachdem wir satt, Ob durch Bitten oder gar durch Quälen, Unseren Gastwirth zum Pascha wählen. 3272 Mehrere Stammgäste. Kalender für 1883. Lahrer Hinkende Bote M.— 30 Pf. Hessischer Landkalender„— 20„ 7555— durchsch.„— 25„ Reichsbote„— 40„ Familienkalender„— 50„ Spinnstube 1 0 Daheimkalender 1% 1% 50% Trewendt's Volkskalender v 1. 25% Agenda 1„„ 1 kleinere„— 75„ Hebel's Rheinländischer Hausfreund„— 30„ e des Lahrer Hinkenden oten U Carl Bindernagel. — Vorräthig bei Verantw. Red.: Carl Bindernagel. desselben frei. Näheres bei 3268 Carl Trapp. Weinfüsser. Georg Groß. N Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Praktischer Rathgeber für's Haus Nr. 9.0 melde fens halten welch und g ersatz tigen. Hafen sch v dung vorber war 1 Natro von 4 greifer dom S der 0 werder 20.9