1882. Dienstag den 28. Februar. M 25. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betragen — Betreffend: Zusammenlegung der Grundstücke in der n e. kur. 1 Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Gemarkung Nieder-Erlenbach. Die Abstimmung der betheiligten Grundbesitzer über die rubricirte Zusammenlegung hat eine Annahme des Projekts ergeben. Indem wir die Offenlegung des Abstimmungsprotokolles und der Zusammenstellung des Abstimmungsresultats zur Einsicht der Inte⸗ ressenten von Mittwoch den 1. bis Mittwoch den 15. kommenden Monats auf dem Gemeindehause zu Nieder-Erlenbach anordnen, geben wir zugleich bekannt, daß Anfechtung der Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit der Abstimmung durch Recurs an den Kreisausschuß des Kreises— einzureichen bei unterzeichnetem Kreisamt— innerhalb der Offenlegungsfrist bei Meidung des Ausschlusses erfolgen muß. * Friedberg den 25. Februar 1882. 720 1 * U Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen Uuerte haben wir den durch unsere Bekanntmachung vom 28. März v. J. zum Umtausch der noch im Verkehr befindlichen Stücke der s. Z. el. Guldenwaͤhrung ausgefertigten Großherzoglich Hessischen 4-procentigen Staatsrenten⸗Obligationen d. d. 1. October 1824, 1. Januar 1825 und 1. Juli 1867 gegen in der Markwährung ausgefertigte Obligationen festgesetzten Termin bis zu Ende Juni l. J. erstreckt, und kündigen zugleich hiermit die innerhalb dieser Präclusipfrist nicht zum Umtausch präsentirt werdenden Obligationen zur Rückzahlung auf den 1. Juli l. J. Der Umtausch findet wie bisher bei der Großherzoglichen Haupt— staatskasse in der Weise statt, daß für je 700 fl. oder das Vielfache hiervon an Nominalbetrag der umzutauschenden Obligationen 1200 Mk. oder das entsprechend Vielfache in neu zu cmittirenden 4 procentigen n, 1, ten auf! Staatsrenten⸗Obligationen abgegeben werden. betreffend den Umtausch der noch im Verkehr Staatsrenten- Obligationen gegen dergleichen in Markwährung ausgefertigte, und die Kündigung des verbleibenden Restes der ersteren ausgleichs findet, soweit erforderlich, Abrechnung statt. Die umzutauschenden Obligationen nebst zugehörigen noch nicht fälligen Coupons und Talons sind mit darüber aufzustellenden Ver⸗ Bekannt ma ch ung, Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. befindlichen, in Guldenwährung ausgefertigten Großherzoglich Hessischen 4-procentigen Obligationen. in der Wegen des Zinsen— zeichnissen, zu welchen die Formulare unentgeltlich bei der Hauptstaats— kasse bezogen werden können, bis zum oben bezeichneten Termin bei der letzteren Kasse zu präsentiren. Die Inhaber der innerhalb dieser Frist nicht zum Umtausch prä⸗ sentirten und sonach gekündigten Obligationen werden hiermit aufgefordert, den Nominalbetrag der Letzteren mit Zinsen bis Ende Juni l. J. gegen Rückgabe der Obligationen und der dazu gehörigen nicht zahlbaren Zinscoupons nebst Talons bei der Hauptstaatskasse dahier, oder für deren Rechnung bei dem Bankhause M. A. v. Rothschild Söhne zu Frankfurt g. M. um so gewisser zu erheben, als dieselben vom 1. Juli 1882 an nicht mehr verzinst werden und der Betrag der fehlenden Zinscoupons an dem Capitalbetrag der zur Rückzahlung be— rufenen Obligationen in Abzug gebracht wird. Darmstadt den 25. Januar 1882. Großherzogliche Staatsschulden-Commission. Michell. J. Moͤllinger. Best. fat! a Deutsches Reich. eon. Darmstadt, 24. Febr. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer beantragen Boͤhm und Dittmar, die Kammer möge in Erwägung, 0 daß nach der gestrigen Erklärung des Staats— l- U ministers von Starck die Großh. Regierung ge— neigt sei, mit der Stadt Darmstadt in Ver⸗ handlung zu treten, um eine Vereinbarung mit f derselben behufs deren stärkerer Herbeiziehung bei Beschaffung der Mittel zur Erhaltung der technischen Hochschule zu erzielen, beschließen, Cap. 36 des Hauptvoranschlags von der heutigen Tagesordnung abzusetzen und an den Ausschuß zurückzuverweisen. Dieser Antrag wird mit 29 Stimmen angenommen. Bei Capitel 37 „Gymnasien“ erheben in der Generaldebatte die Abgg. Reinhart, Maurer, Schroder, Osann, Franck, v. Rabenau, Racks, Diehl, Wolz und Metz Klage über die Ueberbürdung der Gymna— stasten mit Lernstoff und haͤuslichen Arbeiten. Die Geh. Oberschulräthe Becker und Greim, sowie Geh. Staatsrath Knorr geben die Be— rechtigung dieser Klagen in gewisser Hinsicht zu und erklart namentlich Letzterer, daß die Re⸗— gierung die Absicht habe, noch im Laufe dieses Jahres eine Directoren-Conferenz zu berufen, um über diese Frage zu verhandeln. Racks be— antragt, die Regierung zu ersuchen, die Ver⸗ wendung der Revenüen des Mainzer Universi⸗— täts fonds in den Hauptvoranschlag aufzunehmen. Der Antrag wird an den Finanzausschuß ver— wiesen.— Bel Titel 1„Gymnasium zu Darm— stadt“ kommt die Frage der organischen Ver— Ache„ bindung der Vorschulen mit den Gymnasien zur „„ Sprache, gegen welche die Minorität des Aus— schusses sich ausspricht. Für die Verbindung 1 april Honnh el pflug⸗ 1 bud 1 14. 2 * * sprechen die Geh. Oberschulraͤthe Becker und Greim, sowie die Abgg. Diehl und Wolfskehl, dagegen Schröder und Racks.— 25. Februar. Heute wurde die Debatte über die Vorschule am hiesigen Gymnasium fortgesetzt. Schließlich lehnte man die definitive Errichtung der Vor⸗ schule mit 26 gegen 20 Stimmen ab. Ob hiernach das seitherige Propisorium fällt, er— scheint fraglich. Ferner sprach sich die Kammer auch für Wegfall der Vorschule in Gießen und Worms aus. Schröder beautragte Niedersetzung einer Enquete über den Zustand der Gymnasien. Berlin, 24. Febr. Im Abgeordnetenhause fand die zweite Lesung des Etats des Ministeriums des Innern statt und wird das ganze Capitel sowie das Cap. 84(statistisches Bureau, meteo— rologisches Institut) bewilligt.— 25. Februar. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in dritter Berathung die Gesetzentwürfe, betreffend die Verwendung der Jahresüberschüsse der Ver— waltung der Eisenbahnangelegenheiten, ferner die Umgestaltung des kurmaͤrkischen und neu— märkischen Aemterkirchenfonds, die Abaͤnderung der Grundbuchordnung, das Kirchenwesen im Jade— gebiet, die Verjährungsfristen bei offentlichen Abgaben in Schleswig ⸗Holstein, Hannover und Hessen⸗Nassau, die Veränderung der Grenzen der Kreise Westpreußen und Brandenburg. Hierauf folgt die Fortsetzung der Etats-Berathung mit der Positlon: Verliner Polizeipraͤsidium. Das Capitel wird bewilligt. b — Zur Berathung für den Volkswirthschafts- rath ist bestimmt: ein Gesetz über den Gewerbe— betrieb im Umherziehen und eines über den steyenden Gewerbebetrieb, eins über die Sub hastationsordnung, eines über die Fabrikatton von Zündhölzern mit weißem Phosphor, über die Milchcontrole, die Hundesperre, die Aus— gabe von Obligationen auf Namen. Die Grund⸗ zuͤge für ein Hilfscassengesetz, für ein Unfall⸗ versicherungsgesetz, fur das Tabaksmonopol sind in Aussicht. — 26. Febr. Der gestern aus Paris ein— getroffene russische Botschafter Orloff conferirte Vormittags mit Subaroff, wurde dann vom Kronprinzen und Nachmittags vom Kaiser nud der Kaiserin empfangen und speiste um 5 Uhr beim Fürsten Bismarck. Dresden, 24. Febr. Die zweite Kam⸗ mer lehnte den Beschluß der ersten Kammer ab, welcher dahin ging, dem Justizminister in beschraͤnkter Disposition ein Postulat zu persön⸗ lichen Zulagen an richterliche Beamte zu be— willigen. Munchen, 25. Febr. Ein Schreiben des Königs an den Minister v. Lutz betont, daß der Koͤnig der Kirche stets vollen Schutz angedeihen ließ und lasse, und daß ihm die Pflege und Forderung des religioͤsen Sinnes im Volke am Herzen liege, daß aber ebenso das Ministerium die Pflicht habe, den Bestrebungen, welche gegen die nothwendigen Rechte der Krone und des Staates gerichtet seien, mit voller Macht ent—⸗ gegenzutreten. Am Schluß wird saͤmmtlichen Ministern die vollste Anerkennung ihres bis- herigen Verhaltens und das Vertrauen ausge— sprochen, daß dieselben unter allen Schwierig- keiten ausharren werden. Soweit des Königs Handschreiben bereits bekannt, macht es allent- halben den tiefsten Eindruck und erfaͤhrt natür⸗ lich je nach dem Standpunkt der Leser die ver— schiedenste Beurtheilung. . . Stuttgart, 25. Febr. Der König ist heute in Florenz angekommen. Wichtigere Re— gierungs- Angelegenheiten werden ihm nachge— sendet, die sonstigen werden in königlicher Voll— macht durch das Staatsministerium unter Vor— sitz des Prinzen Wilhelm erledigt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 24. Febr. Der Zollausschuß des Abgeorduetenhauses lehnte mit 12 gegen 8 Stimmen den Autrag Plener's, über den Entwurf der Finanzzölle zur Tages— ordnung überzugehen, ab und nahm die Re— gierungsvorlage unverändert an. Der Finanz minister führte aus, die Vorlage sei ein Com⸗ promiß mit Ungarn; die Herstellung des Gleich— gewichts erfordere eine rasche und ausgiebige Vermehrung der Staatseinkünfte.— Das Ab⸗ geordnetenhaus nahm trotz heftiger Opposition der Verfassungspartei das Sperrgesetz, wodurch der Kaffeezoll ab 1. März um 60 Procent er— höht wird, mit 151 gegen 144 Stimmen an. — 25. Febr. Das Abgeordnetenhaus nahm in seiner Abendsitzung unter Ablehnung des Minoritätsantrages auf Uebergang zur Tages— ordnung in der Specialdebatte den Gesetzentwurf betr. die Erhöhung der Finanzzölle nach einem lebhaften Zwischenfalle, der durch die Erklärung der Triester Abgeordneten hervorgerufen wurde, daß sie in Erwartung der Befriedigung der Triester Wünsche für die Vorlage stimmen werden, unverändert an. — An der Börse geht das Gerücht, der österreichische Gesandte in Montenegro, Thoem— mel, sei abberufen worden. Frankreich. Marseille, 25. Febr. In Besseges durchzogen gestern und vorgestern Hunderte von Arbeitern mit einer rothen Fahne, die Marseillaise singend, verschiedene Quartiere und zwangen die Kameraden zur Arbeitseinstellung. Die Fabriken, in denen sie arbeiteten, wurden mit Steinwürfen angegriffen und von den Ruhe— störern besetzt. Es wurden Truppen aus Nimes requirirt, welche mit aufgepflanztem Bayonnet durch die Quartiere patroullirten. Die Arbeits⸗ einstellung war letzten Sonntag beschlossen wor⸗ den, nachdem der Pariser Socialistenführer Fournier die Arbeiter durch Brandreden auf⸗ gewiegelt hatte. Großbritannien. London, 23. Febr. Unterhaus. Dilke antwortet auf eine Anfrage von Schreiber: Er habe keine Juformation, daß Rußland Offiziere beurlaube, damit sie in die Herzegowina gehen können. Wolff fragt an, ob eine Störung der friedlichen Beziehungen zwischen Rußland, Deutschland und Oesterreich befürchtet wird und ob die Regierung Schritte gethan oder zu thun gedenke, um eine so ernste Talamität abzuwenden. Dilke antwortet, die Regierung befürchte eine solche Störung nicht, daher sei keine Gelegenheit für die von Wolff angeregten Schritte. Ferner theilt Dilke mit: falls die französischen Kammern die Vorlage be⸗ treffs Behandlung englischer Producte auf dem Fuße der meistbegünstigten Nation annähmen, werde der jetzige Handelsvertrag bis zum 15. Juni verlängert, andernfalls trete der Generaltarif für England am nächsten Dienstag in Kraft. — Dem„Observer“ zufolge erkennt das Cabinet die Nothwendigkeit der Motion Glad— stone's, betr. die Landacte, an. Gegenwärtig finden informatorische Unterhandlungen zwischen einflußreichen Mitgliedern beider Parteien statt, behufs Abwendung eines Conflicts beider Häuser. Serbien. Belgrad, 25. Febr. General Tichomir Nikolic ist zum Kriegsminister ernannt worden. Rußland. Petersburg. Für die in und um Petersburg liegenden Gardetruppen und das Donische Kosaken⸗ Regiment sind mehrtägige Uebungs⸗Märsche verordnet. Sie sollen am 27. Febr beginnen und bis zum 24. März dauern. — 24. Febr. Der„Agence Havas“ zu⸗ folge ist Skobelff gestern von Paris nach Genf abgereist und beabsichtigt, morgen über München und Prag nach Petersburg weiterzureisen. — Der Stadthauptmann Tuholka zu Odessa ist an Stelle Kotschaloff's zum Director des Zolldepartements ernannt. Kotschaloff ist dem Finanzminister zur Verfügung gestellt. Zum russischen Militär-Agenten in London ist General— Major Lantz ernannt. — Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ reproducirt einen Artikel des russischen Blattes„Neue Zeit“ über die Bedeutung der Skobeleff'fchen Rede und hebt hervor, daß der Artikel von einer Zeitung gebracht werde, die ein Organ Igna— tieff's ist und daß es um so auffälliger sei, als der Artikel in seinen Umsturz-Tendenzen sich auch gegen das russische Kaiserthum richte. Wenn die Russen Attila und Tamerlan spielen wollten, sei nicht anzunehmen, daß dies unter der Führung der Dynastie geschehen solle. Die„Neue Zeit“ nenne auch nicht den Kaiser Alexander, sondern Skobeleff ihren Attila und eine gleiche Tendenz hatte die Rede Skobeleff's für Jeden, der zwischen den Zeilen zu lesen versteht. Amerika. Washington. Der Präsident ernannte den früheren Senator Conkling zum Richter beim obersten Gerichtshof, den früheren Senator Sargent zum Gesandten in Berlin. — 25. Febr. Das Haus der Repräsentanten nahm eine Resolution an, nach welcher der Rechtsausschuß instruirt ist, die Insinuationen zu prüfen, daß gewisse Gesandte in unzulässiger Weise an Geschäften in Peru betheiligt und interessirt seien. Documente, die hierüber auf⸗ gefunden, sollen dem Staats-Departement vor— behalten bleiben. Afrika. Tunis, 26. Febr. Es cursiren Nachrichten, wonach sich wieder mehrere Stämme an der südlichen Grenze von Tunis empört hätten. Dieselben hätten mehrere andere Stämme gezwungen, sich anzuschließen, und die Stadt Hamma zerstört, weil sie sich weigerte, sich der Empörung anzuschließen. Aus Stadt und Land. Friedberg, 23. Febr. Der gestern und heute hier stattgehabte Pferdemarkt war von nah und fern zahlreich besucht und auch viele Pferde dem Markte zugeführt, insbesondere waren in diesem Jahre schwere Arbeits⸗ pferde mehr am Platze, als auf früheren Märkten. Im Ganzen war der Umsatz im Hinblick auf die Futter⸗ verhältnisse zufriedenstellend. Die Preise waren gegen diejenigen des Herbstmarktes unverändert. In Luxus⸗ pferden war der Handel schwach, schöne Exemplare wurden zu hohen Preisen, wie man sagt zu 1600 M.., abgesetzt. Junge Arbeitspferde zu 900—.1200 M., geringere je nach Alter und Beschaffenheit billiger. Die projectirten neuen Pferdeställe werden bis zum künftigen Herbste wohl fertig gestellt sein und dann zur Hebung des Marktes noch vieles beitragen. Kirch⸗Göns, 25. Febr. In einer, nahe der Wohn⸗ ung des Bürgermeisters Weber stehenden Scheune war gestern Nachmittag Feuer ausgebrochen. Dank der rasch auf der Brandstätte erschienenen hiesigen Feuerwehr gelang es, beguͤnstigt durch das Freistehen der Scheune, das Feuer an der weiteren Ausdehnung zu verhindern und somit den Brand ohne auswärtige Hülfe zu löschen. e. Harheim. Am 5. Dezember v. J. kehrte der 46jährige ledige Sohn einer hier wohnenden Wittwe nach langjähriger Abwesenheit aus Amerika unverhofft zurück. Man hatte ihn längst fur todt gehalten, und das Wiedersehen mit seinen zu Haus sich befindenden 3 Ge⸗ schwistern war kein freudiges, als der verloren geglaubte Bruder sein ihm zustehendes Vermögen verlangte. Die zärtlichen Verwandten sperrten den Unglücklichen vom 5. Dezember v. J. bis zum 8. Februar d. J. in einem Kellerraum und später in einer dunkelen Kammer ein, in welch letzterer das Fenster mit Brettern cara war, und setzten ihm schlechte und mangelhafte Nahrung vor. An Schlägen hat es ihm auch nicht gefehlt und ist es ein wahres Wunder, daß die Nach barschaft Nichts gemerkt hat. Am 8. Februar gelang es dem Unglücklich en nun zu entkommen. Er ltef sofort zur Buͤrgermeisterei, machte die Anzeige, und ist bereits die Staats anwaltschaft aus Gießen hier gewesen und hat die Untersuchung ein⸗ geleitet. Der eingesperrt Gewesene ist bei einer anderen Familie in Pflege gegeben worden. Auf den Ausgang der Sache ist man natürlich hier sehr gespannt. Mainz, 25. Febr. In einem heute Vormittag von Frankfurt kommenden Personenzuge erblickte in einem Coupé 3. Classe ein junger Weltbürger das erste Licht. Eine von der Station Bischofsheim aus telegraphisch in den hiesigen Bahnhof gerufene Amme von hier traf recht⸗ zeitig ein und leistete der jungen, sehr armen Mutter den ersten Beistand.— Auch vor dem Gauthor begrüßte gestern Nachmittag ein Mädchen den ersten Tag seines Lebens. Beide Mutter wurden hier in Pflege gegeben. Allerlei. Cöhn, 25. Febr. Vorgestern Vormittag traf der um 7 Uhr 50 Minuten fällige Berliner Courierzug, den mehrfaches Mißgeschick betroffen hatte, hierselbst mit einer Verspätung von 3 Stunden 25 Minuten ein. Auf der Lüneburger Haide bet Meinersen waren die Geleise in Folge Entgleisung elnes Güterzuges gesperrt, gewesen, so daß die Passaglere hatten umsteigen müssen. In Minden war ein Wagen erster Classe in Brand gerathen, weswegen die betreffenden Passagiere abermals umsteigen mußten. Zwischen Ahlen und Hamm hatte sich die Achse an dem Postwagen entzündet, weshalb die Postsachen umgeladen werden mußten. In Deutzerfeld endlich mußte der Zug halten, weil daselbst die verstümmelte Leiche eines Bremsers, der in Folge eines Fehltritts von einem eben vorbeigefahrenen Güͤterzuge gefallen, überfahren und getödtet worden war, auf der Straße gefunden wurde. Berlin, 24. Febr. Den Morgenblättern zufolge entstand das Feuer im Güterschuppen des Stettiner Bahn⸗ hofs in der Nacht zum Mittwoch durch die Explosion einer Höllenmaschine, welche von einem hiesigen Agenten in einer angeblich Sammt, Federn und Pelzwaaren ent⸗ haltenden, hoch versicherten Kiste aufgegeben war. Der Attentäter ist verhaftet. Bochum. Die Sittlichkeitsverbrechen in hiesiger Gegend dauern fort; es ist ein entsetzlich beängstigendes Gefühl, welches die Bevölkerung fortwährend in Athem hält. Unlängst wurde in der Nähe des bei der Zeche „Alma“ gelegenen Grolmann'schen Gehöftes auf die 15jährige Hermine Becker ein unsittliches Attentat ver⸗ sucht. Laut Bekanntmachung der k. Staatsanwaltschaft ist auf die Ermittelung des Strolches eine Belohnung von 300 Mark gesetzt.— Am 14. d. Mts. wurde der„G. Z.“ zufolge ein 17jähriger Bursche aus der Sophienau, der am Samstag auf ein 16jähriges Mädchen in der Nähe des zweiten Schachtes der Zeche„Konsolidation“ ein Attentat versucht hatte, verhaftet und mit dem Mädchen confrontirt, das ihn bestimmt als den Thäter erkannte. Wien, 23. Febr. Die Anklage im Ringtheaterprozeß richtet sich gegen den früheren Vürgermeister Newald, Direktor Jauner, Polizeirath Landsteiner, Feuerwehrbe⸗ amte und Arbeiter. Das Delikt ist: Vergehen gegen Lebenssicherheit. 226 Zeugen sind aufgerufen. Sensation macht, daß Newald die Hauptperson der Anklage ist. Heute wurde sämmtlichen acht Angeklagten im Ringtheater⸗ prozesse die Anklageschrift zugestellt. Newyork, 23. Febr. In mehreren Theilen des Staates Mississippi ist in Folge großer Ueberschwemm⸗ ungen Nothstand ausgebrochen. Ein Flächenraum von 150 Meilen Länge und 40 Meilen Breite steht unter Wasser; die Bevölkerung besteht größtentheils aus Negern. Gerichtssaal. Altenstadt. Donnerstag den 2. März, Vormittags 9 Uhr, findet eine Schöffengerichtssitzung dahier statt und kommen folgende Fälle zur Verhandlung: 1) Straf⸗ sache gegen Heinrich Dort von Höchst a. N. wegen Sach⸗ beschädignng; 2) Strafsache gegen Wilhelm Stroh von Lindheim wegen Gewerbsteuer⸗Contravention; 3) Straf⸗ sache gegen Jakob Schilling von Hainchen wegen Bettelns; 4) Strafsache gegen Kaspar Reutzel von Gelnhaar wegen Bettelns; 5) Strafsache gegen Johannes Hinkel II. von Hainchen wegen Bettelns; 6) Strafsache gegen Valentin Gonz von Hammelbach wegen Diebstahls; 7) Privatklage⸗ sache des Bauaufsehers Mettenheimer in Ensheim gegen Heinrich Eckel II. von da wegen Beleidigung. Verloosungen. Nassauische fl. 25 Loose vom Jahre 1837. Ziehung vom 1. Februar 1882.— Heimzahlung am 1. Mai 1882. Nr. 58476 fl. 15000. Nr. 97333 fl. 3000. Nr. 55565 fl. 2000. Nr. 43190 fl. 1000. Nr. 25404 51797 à fl. 400. Nr. 12791 55856 à fl. 200. Nr. 19081 49386 à fl. 100. Nr. 7576 10293 955 13297 18870 20812 49289 51455 55786 57676 59133 61865 63077 66241 70005 74940 78805 82668 85060 87615 à fl. 65. Nr. 266 1026 359 2397 995 4797 5246 7017 9459 10186 11170 15499 771 17162 18731 19626 20792 23297 352 24192 28245 31682 36763 38914 3951“ 40294 47677 48284 49060 509 51245 383 875 52657 54760 57423 59221 60604 66528 67338 71110 834 72855 74692 75398 610 76876 80089 330 401 419 82056 148 733 997 85568 570 91787 906 92372 952 93207 95121 742 96115 550 98199 470 100118 102016 à fl. 55. Die weiteren Nummern, für deren Aufführung uns der Raum fehlt, liegen auf unserem Bureau zur Einficht offen. 3 Ct. Stadt Hamburg Thlr. 50-Loose von Jahre 1866. Serien- und Gewinn- Ziehung vom 1. Februar 1882.— Heimzahlung am 1. Marz 1882, Serien: Nr. 120 154 323 632 633 941 1072 1077 1121 1282 1475 1597 1636 1829 1883 2158 2188 2359 2411 2519 2545 2635 2924 2967 3109 3328 3359 3400 34023416 3432 3965. Gewinne: S. 1883 Nr. 22 105,000 M. S. 2967 Nr. 15 15,000 M. S. 1636 Nr. 5, S. 3109 Nr. 21, S. 3328 Nr. 8 3000 M. S. 1597 Nr. 21, S. 1883 Nr. 7 S. 3109 Nr. 25, S. 3359 Nr. 8 4 1500 M. S. 120 Nr. 20, S. 2158 Nr. 22, S. 2545 Nr. 14, S. 2635 Nr. 15, S. 3402 Nr. 10* 1200 M. S. 1475 Nr. 2 S. 1636 Nr. 18, S. 1883 Nr. 24, S. 2188 Nr. 18, S. 3432 Nr. 22 à 600 M. Auf alle übrigen in vor stehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von 1 9 M. K. k. priv. Kaiserin Elisabeth⸗Prloritäten. Verloosung der Emissionen aus den Jahren 1860, 1861 1862 am 1. Februar 1882. Gezogen wurden nachfolgende 25 Serien: 68 131 241 352 399 449 469 472 656 770 810 1035 1048 1481 1340 1420 154 1580 1628 1642 1648 1712 1797 1850 1980, deren jede enthält: 22 2 8. Stuck Obligationen mit Nr. 12 3 19 20 21 22 23 —— Ziehung 613 10 292 2 4270 1 118 9992 40 N. 9. — fl. 900. 8 Stück Obligationen mit Nr. 4 5 6 17 18 24 25 26 à fl. 600. 15 Stück Obligationen mit Rr. 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 27 28 29 30 31 fl. 300. Die Rückzahlung dieser Obligationen erfolgt ab 1. August 1882 zum Nominalwerthe in ö. W. Silber. Freiburger 10 Franes-Loose vom Jahre 1879. Ziehung am 15. Februar. Gezogene Serien: Nr. 71 513 1043 1455 1468 1469 1877 2296 2361 2668 2705 2792 2913 3104 3156 3188 3453 3740 3743 3978 4006 1275 4297 4317 4422 5775 6344 6527 6594 6808 7078 2118 7361 7364 7489 7509 7591 8042 8079 8279 8425 3992 10135 10634 10761. Die Prämienzlehung findet am 15. März d. J. statt. Fiinnländische Thlr. 10 Loose von 1868. Serien⸗Ziehung vom 1. Februar 1882. Nr. 127 168 338 431 440 540 718 886 945 1603 1688 1843 1845 1872 1999 2142 2303 2400 2714 2940 3273 3483 3556 3626 3637 3775 3780 3871 4002 4050 4145 4264 4281 4433 4460 4610 4693 4985 5160 5704 5772 5774 5836 5840 5878 6105 6123 6126 6147 6217 6317 6538 2 0 5658 6850 6881 7135 7527 7562 7668 7818 7824 7855 7948 8005 8026 8124 8237 8502 8514 8577 8653 8728 8745 8759 8853 8859 8936 8970 8980 8988 9086 9249 9309 9767 9823 9850 9922 9946 10504 10563 10602 10678 10827 10971 11082 11172 11498 11546 11600 11823. Die Gewinnziehung findet am 1. Mai 1882 statt. Handel und Verkehr. Friedberg, 25. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete was, der per Pfd. M. 0.90— 1.00, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 00 Pf. i Ahe Gießen, 25. Febr. Wochenmarkt. Butter per Pfd. ent n N. 1.00— 1.10, Eier 1 St. 4—6 Pf., 2 St. 00—00 Pf., 5 Räse per Stück 4— 10 Pf., Tauben das Paar 90— 100 Pf., Hühner ver Stück M. 1.20— 1.50, Hahnen ver Stück M. 1.70 2.00, Enten per Stuck M. 1.70— 2.00, Ochsen⸗ feisch per Pfd. 60—62 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 45 bis 50 Pf., Kalbfleisch 40—44 Pf., Schweinefleisch 62 bis 34 Pf., Hammelfleisch 50— 60 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 3.00— 4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 8.—10. Mainz, 24. Februar. Marktpreise. Kartoffeln pr. 100 Kilo M. 3.50— 3.75, Heu per Ctr. M. 4.— 4.50, Strob per Ctr. M. 4.50— 5.00, Butter ½ Kilo M. 0.95— 1.00, Butter in Parth. M. 0.75— 0.80, Eier ½ Hundert M. 1.20 bis M. 1.25, Handkäse 4—8 Pf., Rothkraut 20— 30 Pf., Weißkraut 8—10 Pf., Wirsing 3—4 Pf., Zwiebel ½ Kilo 910 Pf., 1 Ente M. 2.00 bis 2.50, 1 Hahn M. 1.50 bis 1.70, 1 Huhn M. 1.30— 1.50, 1 junge Taube 45— 50 Pf.— Frucht markt. Waizen hiesiger M. 25.50— 26.80, fremder M. 24.75— 25.80, amerik. rother Winterwalzen M. 00.00 bis M. 00.00, Roggen, hiesiger und franz., M. 20.00 bis M. 20.40, Gerste, pfälzer, M. 19.50— 19.70, Franken M. 19.65— 19.85, Hafer eff. M. 15.25— 17.50, RNept M. 29.50— 30.50, Repskuchen M. 000., Rüböl eff. ohne Faß M. 30.40—30.50, ver Mai mit Faß M. 29.80— 30.35. — Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 63., 2. Qual. M. 56.—60., Kühe 1. Qual. M. 54., 2. Qual. M. 42.—50., Kälber das Pfd. 55 Pf., Schweine das Pfd. 57—63 Pf. Pfennig⸗Sparkasse. ; Betrag. Sammelstellen. Einlagen. N. Pf. Uebertrag vom 18. Febr. 24404 13032 80 . C. Bindernagel. K 63 45 45 . W. Bernbeck 169 98 35 3. Ph. Billau 137 71 20 „ Th. Kranz 109 63 30 . H. Flaschenträger. 109 67 50 24991 13384 60 NB. Uebertrag Einleger 1017. Neue Einleger 10. Gesammt⸗Einleger 1027. Frtedberg den 25. Februar 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß und Credit⸗Verein, e. G. Geld⸗Caurs. Frankfurt am 23. Februar 1882. e 5 tenstücke. W. 16 1822 8. 16 18—22 1 do.. 1 n, e Anglische Sovereign— 1 Russische Imperiales„ l ene 10 1. Ducaten„ 9 55—60 „ al marco.„ee Dollars in Gold 945„ 14 19—23 Holzverstelgerung.. 730 Freitag den 3. März d. J., Vormittags 9 Uhr, kommen im Gambacher Gemeindewald nachstehende Holz- sortimente zur Verstelgerung: 32 Raummeter Eichen und Kiefern-Knüppel, 7 Stück Kiefern Stämme von 15— 18 Centimeter Durchmesser, 6— 10 Meter Länge, Die Zusammenkunft und ber Anfang der Verstelgerung ist Vormittags 9 Uhr am Pohlgoͤnser Weg am Eisen⸗ bahnübergang. Gambach am 25. Februar 1882. Oeffentliche Aufforderung. Ansprüche Dritter an die dem Karl Schönwolf von Kaichen gehörigen, in der Gemarkung Kalchen gelegenen Imomobilien 1,134. 1,140 sind sogewiß binnen 4 Wochen dahier anzumelden, gegenfalls sie als unbeschränktes Eigenthum des Karl Schönwolf angesehen und der vor— liegende Uebergabsvertrag ohne Vorbehalt bestätigt werden wird. Friedberg, 10. Februar 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim. Hohenstein, 656 Hülfsgerichtsschreiber. n Holzversteigerung. Mittwoch den 1. März, Vormittags 9 Uhr, werden in dem Graͤflichen Forstrevier Wickstadt, Distrikt Haardt und Ziegenberg, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert: 13 Raummeter Eichen⸗Scheitholz, 1* Eichen⸗Nutz- und Prügelholz, 2,5 Fest⸗ meter Inhalt, 57 5 Eichen⸗Prügelholz, 23 6 Eichen⸗ und Buchen⸗Stockholz, 102 1 Eichen⸗Reiser, 7775 Stuck Eichen-Wellen, 2„ Eschen⸗Stangen, 5 Meter lang, 12 Centi— meter Durchmesser, 46„ Fichten⸗Stangen, 4—12 Meter lang, 6— 13 Centimeter Durchmesser, 40„ Learchen⸗Stangen, 5—6 Meter lang, 8— 11 Centimeter Durchmesser. Zusammenkunft Distrikt Haardt an der dicken Eiche. Assenheim den 23. Februar 1882. Gräflich Solms⸗Rödelheim'sche Rentkammer. Mobiliar-Versteigerung. Mittwoch den 1. März l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Behausung des Schuhmachers Zöll in der Vorstadt die dem abwesenden Gerber Rethwisch ge⸗ hörenden Mobiliargegenstände und zwar: Kleiderschränke, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 runder Tisch, Stühle, Bettladen, Bettwerk, Weiß- zeug, Porzellan und sonstige Gegenstände öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 24. Februar 1882. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 728 Seri ba. Heulieferung. 25—30 Centner gutes Heu sollen für das städtische Faselvieh angeschafft werden. Lleferungslustige wollen sich mit einer kleinen Probe und genauester Preisangabe längstens bis zum 2. März, Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Rathhause anmelden. Friedberg den 25. Februar 1882. OGreßherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. n 729 Steinhäußer, Beigeordneter. Holz⸗Versteigerung. An den nachbenannten Tagen kommen im hiesigen Gemeindewald zur Versteigerung: 1) Donnerstag am 2. März, Morgens 10 Uhr anfangend: 64 Eichen⸗Stämme, 51 Cubikmeter Inhalt, 1 Buchen⸗Stamm, 1½ Cubikmeter Inhalt, 16 Nadel⸗Stämme, 6 Cubikmeter Inhalt, 328 Nadel⸗Derbstangen, 20 Cubikmeter Inhalt, 3527 Nadel-Bohnenstangen, 189 Eichen⸗Stangen, 18 Cubikmeter Inhalt, 5 Buchen ⸗Stangen. 2) Freitag am 3. Marz, Morgens 10 Uhr: 136 Raummeter Buchen ⸗Scheiter, 59 5„ Knuͤppel, 37 Eichen Knuͤppel, 296 2 Buchen Reisig, 70— Eichen-Reisig, 116— Buchen⸗Stöͤcke, 36 5 Eichen⸗Stöͤcke. 3) Montag am 6. Maͤrz, Morgens 10 Uhr: 26 Raummeter Nadel-Knüppel, 1031 1 Nadel-⸗Reisig, 386 5 Weichholz⸗Reisig. Die Zusammenkunft ist jedesmal an der hohen Straße. Wohnbach am 23. Februar 1882. Großherzogliche Bürgermelsterel Wohnbach. Philippi. Bekanntmachung. 732 Die am 24. d. Mts. im Forstrevier Bainhards abgehaltene Holzverstelgerung ist genehmigt und der erste 713 2091„ 5 10 C 1 0 1 80% + N 0 25 1 e festgeseßzt. 1 en heim den 25. Februar 1882. 15 N ieee f Gräflich Solms⸗Rödelhelm'sche Rentkammer. 550 7 a 7 1 4200 Birken-Wellen zu Besen sehr gut geeignet. Ein Kellnerlehrling von braven Eltern wird zu sofortigem Eintritt gesucht. Restauration Simon, Frankfurt a. M., Großherzogliche Vürgermeisteret Gambach. Laux. 650 Neue Mainzerstraße 34. 1 Holzversteigerung. Dienstag den 7. März l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Gemeindewald zu Heldenbergen 46 Eichen⸗ Bau- und Werkholz-Stämme von 10— 53 Centimeter Durchmesser und 4— 18 Meter Länge an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs⸗ frist bis 1. September d. J. gestattet. Heldenbergen den 25. Februar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen. Löhner. Holz-Versteigerung. Donnerstag den 2. März l. J. soll in dem Münsterer Gemeindewald, Distrikt Nollkopf, nachstehendes Gehölz versteigert werden: 7 Eichen⸗Stämme, 719 22 Nadel⸗„ 120 Eichen-Derbstangen, 50 Nadel- 5 25 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 30* Buchen⸗Knüppel, 1500 Buchen-Wellen, 300 Eichen⸗Wellen, 400 Nadel-Wellen. 65 Raummeter Buchen⸗Stöcke, 15 5 Eichen⸗„ 10* Nadel⸗ 7 Zusammenkunft in Münster Morgens 10 Uhr. Münster am 25. Februar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Muͤnster. Reineck. Holz-Versteigerung. Donnerstag den 2. März d. J., Vormittags 10 Uhr, soll im Gemeindewald zu Höͤchst a. d. N., Distrikt Rost, folgendes Holz versteigert werden: 12 Stämme Eichen⸗Bau- und Werkholz von 29 bis 45 Centimeter Durchmesser und 5— 11 Meter Länge, 17 Stück Fichten⸗Derbstangen von 8—12 Centimeter Durchmesser und 6—9 Meter Länge. Das Eichen⸗Stammholz ist von guter Qualität, lagert an der Chaussee nach Rommelhausen und ist gut ab⸗ fahren. Die Zusammenkunft findet auf der Chaussee nach Rommelhausen statt. Höchst a. d. N. den 24. Februar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoͤchst a. d. N. 721 723 5 Mädrich. Bekanntmachung. 731 Die am 23. d. Mts. im Rodheimer Gemeindewald abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und erster Abfuhrtag auf Donnerstag den 2. März d. J. fest⸗ gesetzt, wovon die Steigerer hiermit Kenntniß erhalten. Rodheim v. d. H. am 25. Februar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H. Jacobi. Holzversteigerung. 733 Freitag den 3. März d. J., Vormitags 9 Uhr, werden im hiesigen Gemeindewald nachstehende Holz⸗ sortimente meistbietend versteigert: 29 Eichen⸗Stämme von 19—94 Centimeter Durch⸗ messer, 1—14 Meter Länge, mit 45,15 F meter Inhalt, 53,7 Raummeter Eichen Scheitholz(zu Werkholz geeignet), 33 5 Buchen⸗Scheitholz, 24,1 4 Eichen⸗Knuͤppel, 65* Buchen⸗Knuppel, 59 5 Eichen⸗Stöcke, 5400 Stuck Buchen-Wellen, 1555„ Eichen⸗Wellen. Das Eschen⸗Stamm- und Scheitholz kommt zuerst zum Ausgebot. Zusammenkunft in der Steinernwand. Nieder⸗Florstadt den N. Februar 1882. Großherzogliche Burgermeisterei Nieder-Florstadt. Alles. Trunksucht, sogar im hoͤchsten Stadium, beseitigt sicher mit, auch ohne Vorwissen, unter Garantie der Erfinder d. N. und Spezlalist für Trunksuchtleidende, Th. Nonetzky, Berlin, Bernauerstr. 84. Atteste, deren Richtigkeit von koͤnitl. Amtsgerichten u. Schulzenämtern bestätigt, gratis. Nach⸗ ahmer beachte man nicht, da solche nur Schwindel treiben. Ein é Jahre 1 Noth alter Faselochs, sced, Berner Race, zur Zucht tauglich, steht preiswürdig zu verkausen bei Hof⸗Schwalheim bei Kchzell, 22. Febr. 1883. Georg Schudt, 681 Müßlendeger. 78 Für eine grüßere Cigarrenfabrik in der Nähe von Frankfurt a. M. wird elne zuverlassige, umsichtige und intelligente Persönlichkelt zu engaglren gesuch welche zur Beaufsichtigung der Fabrikatton befählgt und in schriftlichen Arbeiten wohl erfahren ist. Ausführliche Franeo Offerten mit Zeugnißabschriften, Referenz Aufgabe und Mittbellung der Gebaltsansprüche unter Nr. 689 4 547 an Rudolf Mosse, Frankfurt a..(1522) f N e — Musik-verein zu Friedberg. Concert Dienstag den 7. März, Abends 7½ Uhr, im Trapp'schen Saale unter guͤtiger Mitwirkung von Frl. Louise Knispel, Concertsängerin aus Darmstadt, Frl. Langsdorff, Concertsängerin aus Gießen, Herrn Hofconcertmeister Otto Hohlfeldt aus Darmstadt, sowie Herrn Seminarlehrer Link dahier. 736 Vorschuß und Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Wir nehmen Kapitalien auf Zmonatliche Kündigung zu 4% Zinsen pr. Jahr. Domieilirung von Accepten 587 gegen billige Provision gestattet das Bankhaus 635 Bügler& Daumer, (115/.) Frankfurt a. M. Bekanntmachung. 607 Lieferung von weiteren 10,000 Liter Milch per Tag fur die 55 Frankfurter Dampf ⸗ Molkerei Offerten unter Beifügung von Proben sind auf meinem Büreau in Frankfurt a. M., Steinweg Nr. 6, von 10— 12 Uhr, woselbst uͤber die Lieferungsbedingungen Auskunft ertheilt wird, einzureichen. 49.) Wissmann. Gckanntmachung. Nächsten Mittwoch den 1. März l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im Saale des„Deutschen Hofes“ zu Bad-Nauheim folgende Gegenstände meistbietend gegen so⸗ fortige Baarzahlung versteigert werden: 5 Dtzd. Christoffle-Löffel, 5 Dtzd. Christoffle⸗Gabeln, 4½ Dtzd. Cbristoffle⸗Kaffeelöffel, 1 Otzd. Christoffle⸗Zuckerteller, 9 Stück Milchgießer, 4 Stück Vorleglöffel, 4 Stück große Vorlegloͤffel, 12 Stück runde Britanniaplatten, 4 Stück vier⸗ eckige Britanniaplatten, 6 Christoffle-Spicknadel, 1 Fleischgabel, 1 Salatlöffel, 4 Torten⸗ schaufeln, 2 Huilier, 1 Pfeffer- und Salzgestell, 4 Flaschenschilder, 8 Christoffle⸗Leuchter, 1 Milchkanne mit Wasserkessel, 5 Dtzd. große Tischmesser mit weißem Stiel, 8 Stück des⸗ gleichen, 1 Otzd. desgleichen geringerer Qualität, 7 Stück desgleichen, 11 Stück Christoffle⸗ Löffel, 2 Theeseien, 3 Salzfässer, 2 Senfbüchsen, 1 Brustpumpe, 120 Stück Küchenhand— tücher, 71 Stück Küchenschürzen, 48 Stück schöne große Bettücher, 28 Stück Tafeltücher, 54 Stück Tischtücher, 75 Stück Bettkissenüberzüge, 77 Stück feine Handtücher, 16 Stück leinene bunte Decken, 1 Tischdecke, 1 Reisedecke, 7 Stück Vorlagen, 4 große Vorhänge, 14 kleine Vorhänge, 24 Stück verschiedene Deckchen und Schoner, 11 Stück Deckbett⸗ und Plümeaux⸗Ueberzuͤge, 26 Dtzd. Servietten, 15 Stück Kaffeeservietten. Bemerkt wird, daß die Versteigerung nicht zurückgenommen wird. Sämmtliche zum Verkauf kommenden Sachen sind noch sehr gut erhalten und größten⸗ theils als nahezu neu zu bezeichnen. Das Weißgeräth ist von bester Qualität und sehr werthvoll; ebenso ist das Tischgeräth— die Christoffle-Sachen ꝛc.— noch sehr gut und zum größten Theil erst ganz kurze Zeit in Gebrauch gewesen. Bad-Nauheim den 23. Februar 1882. Heutzenröder, Gerichtsvollzieher. Holzversteigerung in dem Gräflichen Forstrevier Gedern. Freitag den 10. März sollen im Försterbezirk Usenborn, in den Distrikten Schönberg, Lichtebuchen, Schneiderzipf, Hegkopf, Eichwald und Krebsgrund, versteigert werden: 815 Raummeter Buchen⸗Scheiter 1. Klasse, 70³ N* 81 5 Eichen⸗„ 12 19* U* b 9 5 Birkn⸗ und Aspen⸗Scheiter, 167 Buchen⸗Knüppel 1. Klasse, 17⁴ 0„*„ 2 7 Eichen⸗Knüppel 1.„ 47„„ 7 2.„ 8 50 Kiefern⸗Knüppel, 7 10 Buchen⸗Stöcke, 253 1 Buchen⸗Stammreiser, 63 5 Eichen⸗Stammreiser, 1207 5 Buchen⸗Astreiser, 163 1 Eichen⸗Astreiser, 83 Nadel⸗Ast⸗ und Buschreiser. * Der Forsischüz Henkel zu Louisenlust und der Holzhauermeister Heinrich Ritzel zu Usenborn sind beauf⸗ tragt, Auskunft zu ertheilen. Das mit Kalk bespritzte Holz kommt nicht zum Ausgebot. Zusammenkunft Morgens ½10 Uhr im Stolberger Hof zu Hirzenhain. Gedern den 22. Februar 1882. Der Gräfliche Oberförster 722 Kirchner. Ein Gefelle ne Eine complete Wohnung Nieder⸗Wöllstadt. W. Schmidt, in meinem Haufe, per 1. Juni beziehbar, ist zu vermiethen. 639 Schneidermeister. 735 B. R. Stern. Maurer-, Pflaster⸗ u. Chaussitsteine Einen kräftigen Jungen hat zu verkaufen 651 sucht 5 Gesangverein„Concordia“ hält seine zweite mustkalisch⸗theatralische Abendunterhalt⸗ ung Samstag den 18. März ab.— Programm später. Der Vorstand: Georg Hanau. Lebewohl. 1 wir bei unserer Abrelse in den großen Westen nicht per⸗ Wölfersheim. Adam Jung. Prima Rindfleisch, per Pfund 45 Pf., ist fortwährend zu haben bei Wir sagen allen Freunden und Bekannten, von denen ö sönlich Abschied nehmen konnten, ein herzliches Lebewohl. 697 5 Theodor Sprengel. Frische 3 ö 1 FJatbückinge 726 bei Wilh. Fertsch. Kur einen jungen Mann sucht man ein 3 in einem besseren anständiges immer Hause. Auch wäre erwünscht, wenn derselbe mit der Familie zu Nacht speisen und sich dann auch Abends in derselben aufhalten könnte. Näheres durch die Exped. des Anzeigers. 734 Eine kleine Wohnung, 4 bestehend aus 2 Kammern und Kuͤche, wird gesucht. 2 Stuben, Offerten unter Zu verkaufen. Ein Haus mit schönem Laden mitten in der Stadt Gießen, worin seither Metzgerei und Wirthschaft be— trieben wurde und welches sich auch zu jedem anderen Geschäfte eignet, ist unter sehr günstigen Zahlungs⸗ bedingungen zu verkaufen durch J. Blitz, Gießen. Wegen Aufgabe des Geschäfts verkauft Unterzeich⸗ neter eine noch wenig gebrauchte complete 716 Specereiladen⸗Einrichtung. Kaichen. Weitzel. ö Wateicrter beabsichtigt die in seiner Hofraithe stehende, noch fast neue sehr gute Scheuer in Eichen⸗ holzfachwerk, 14 Meter lang, 9 Meter breit, 4,25 Meter im Holzstock und 5 Meter im Dachwerk hoch, aus freier Hand auf den Abbruch zu verkaufen und können Kauf⸗ liebhaber jederzeit von derselben Einsicht nehmen. Altenstadt, 24. Februar 1882. 715 N Dr. stullmann II. 2 aus zu verkaufen, ein großes, schönes, mit geräumigem Hof und Garten, in bester Geschäftslage Hanau's und zu jedem Geschäfts⸗ betrieb geeignet. Näheres unter E. f. 1730 durch Rudd, Mosse(Ernst Treusch), Hanau.(Ag. 204. Jeder Nervenleidende, 7 dem daran gelegen ist, Linderung seiner Leiden zu erlangen, moge sich das Schriftchen: Die Stärkung der Nerben, ein Rathgeber für alle Nerven⸗ leidende von Dr. A. Koch, 17. Aufl., Preis 50 Pf., senden lassen; durch dasselbe sind schon Tausende von ihren Leiden befreit worden. 9 Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. Ein alter Bau, zum Wohnhaus geeignet, 16 Meter Länge, 5 Meer Breite, 5½ Meter Höhe die beiden Stöcke, von Eichen holz gebaut, soll auf den Abbruch verkauft werden. Melbach den 27. Februar 1882. W.(eil. 714 724 ee e Todes ⸗Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren ge⸗ liebten Gatten, Vater, Sohn, Bruder und Schwager Friedrich Wilhelm Dietrich, Heilgehülfe, in seinem kaum vollendeten 45. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theil⸗ nahme bitten Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag den 28. Februar, Nachmittags 4 Uhr statt. Extra⸗Einladung er⸗ folgt nicht. 725 —— ⁵— ⏑—b—— Verantw. Red.: Carl Bindernagel. K. Dörr, Ockstadt. 5. Neumann. 718 Schuhmacher in Bönstadt. r——————— K. L. 1 bei der Exped. d. Anz. abzugeben. 711 Druck und Verlag von Carl Bindemagel. ———— 15 gemacht kichtige Sie w. Fer G. 7 ung v als zu A Gem. eutge Ddel nich cess get denn Mar Hern Kreis Glo 3 Jacob — — * enthö mein das wird