1882.* C Uu 0 9 Ini. N Oberhessischer Anzeige Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. 166 fais Annoncen von auswärtigen Einsendern(sowelt Letztere nicht Jahres-Conto bemuns baben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets ßer Post nachgenommen— 8 Amtlicher Theil. detreffend: Beitreibung der Communalintraden, hier Bestellung eines Zeugen beim Pfändungsakte. Friedberg am 19. Juni 1882. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. f Es ist zum öfteren vorgekommen, daß wenn beim Auspfändungsakte gemäß§§. 22 23 der Instruktion vom 12. April 1833 ein Zeuge A bestellen war, solcher Ihrer Aufforderung, sich zu sistiren, keine Folge leistete, und dadurch die Vornahme der Pfändung verzögert oder ver— indert wurde. Zur Verhütung derartiger Mißstände ertheilen wir Ihnen, beziehungsweise den Beigeordneten, die Weisung, den betroffenen Zeugen 5 ünftig unmittelbar aufzufordern und, wenn ohne genügenden Grund Folge nicht geleistet wird, gegen den Ungehorsamen gebührend vorzugehen. — Dr. Braden. gabi * Bekanntmachung. detreffend: Die Rechnung der Kreiskasse zu Friedberg für 1880. 1 Nach erfolgtem Abschluß der rubricirten Rechnung wird, der Vorschrift in Artikel 43 der Kreis-Ordnung entsprechend, der nachstehend bgedruckte Auszug aus der genannten Rechnung andurch veröffentlicht. Friedberg den 23. Juni 1882. —— Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg. Dr. Braden. Summarische Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben der Kreiskasse des Kreises Friedberg pro 1880. 10 Ordentliche Einnahme. M. Pf. Ordentliche Ausgabe. M. Pf. g H. Beiträge der Gemeinden und Gemarkungen. 35,500—[ 22. Besoldunge nn 25 10,450— ur 3. Gebühren. ff 3 4 i, 4. Strafen(Strafdritttheile zu Remunerationen) 3,324 45 24. Botenlohn und Verkündigungskoste n. 17 40 5. Stiftungen, Schenkungen, Vermächtnisse. 310 2725. Für Bureaugegenstände und Geräthschaften 383 21 Kehl, Nezger 5. Kapitalzinsen. JJJ%%%%ͤ 699 74 26. Kreisunterstützungen 11,072 04 1 1 7. Rückersatz von Kosten für Landarme, Geisteskranke. 8 50][ 29. Für Schulzwecke 2 208— SEF 0% ²ĩ̃ //— 25— 30. Für landwirthschaftliche Zwecke: 98 I Y. Verschiedene Einnahmen))))“ ⁊— 5431. Für Zwecke der Vogt'schen Stiftung. 97 58 5 Summe der ordentlichen Einnahme 39,879— 33. Juschuß in andere Kassen.—,932 32 sendorf 34 Nemunkrettenen aus Strafdritttheilen 3,505 3 3 ei eng me M. Pf. 35. Uneinbringliche Ausstände. 8 98 1 ö abn. Möbel.. Neu aufzuneb mende Kapitalien. g 11,000— Summe der ordentlichen Ausgabe 47,449 79 1 3 2. Zurückempfangene Kapftalien 9 5 1,662 87 Außerordentliche Ausgabe. M. Pf. 1885 9. Ausstände aus vorhergehenden Jahren. e 4,936 92[ 36. Für Kreiskrankenhäuser 3 11,000— rares · 0. Kassevorrath aus vorhergezenden Jahren.. 13,854 35[ 37. Ausgeliehene Kapitalien. NCC 6,900— 7 Summe der außerordentlichen Einnahme 31,454 14 38a. Stuͤckzinsen von angekauften Werthpapi eren— st Summe der außerordentlichen Ausgabe 17,906 75 ö Wiederholung. M. Pf. Wiederholung. M. Pf. Ordentliche Einnahme. e 39,879 Ordentliche Ausgabe. e 47,149 79 ernagel, Außerordentliche Einnahmen.%%% Außerordentliche Ausgabe* 17,906 75 8 nl. Gesammtsumme der Einnahme 71,333 14 Gesammtsumme der Ausgabe 65,356 54 Abschluß. M. Pf. ö uglabel, Die Gesammtsumme der Einnahme 5 5 b 71,333 14 —4 Die Gesammtsumme der Ausgabe beträgt. 65,356 54 t.„ 5* 5 5 5 Verglichen bleibt Rest 5,976 60 und dieser besteht: a. in liquidirten Ausstände M. 3021. 75 b. in Vong eee 22124. 70 c. in baarem Vorrath. 380. 15 Zusammen wie oben M. 5976. 60 Der Kreiskasserechner Kreuder. der erl. Haltet. 1 — tl. Friedberg den 25. Mai 1881. wage. Revidirt, ohne daß sich für vorstehenden Abschluß eine Aenderung ergeben hat. e ili Darmstadt den 1. Juni 1882. Großherzogliche Ober-Rechnungskammer. —. J. V. d. P.: Heß, Geheimer Ober-Rechnungsrath. Atttpt 5 5 9 l b Bekanntmachung. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel fuüͤr den Monat Mai 1882 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 17.—, Heu M. 8.—, Stroh M. 6.—. Friedberg den 20. Juni 1882. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Beckenhaub. Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Jacob Lanz aus Linder, Amt Lim— turg a. d. L.; Bernhard Winter aus Groß-Krotzenburg, Kreis Frankenberg, Regierungsbezirk Kassel; Robert Titte, Bildhauer aus Berlin. 11. Uebersicht der für 1882/83 genehmigten Umlagen in den Gemeinden des Kreises Alzeh. Deutsches Reich. Nr. 118 versetzt; Steinmann, Hauptm. vom 3. Gr. Iuf.-Regt. Nr. 117, in das 6. Brand. nesenheit wieder hier eingetroffen. — Militärdienstnachrichten. Frhr. v. Gall, (auptm. vom 4. Gr. Inf.-Regt. Nr. 118 wurde das Garde-Füs.-Regt. versetzt; Külp, Hauptm. em 4. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 118, zum Comp. 16 sef ernannt; Block, Prem.-Lieut. vom Brand. s. Regt. Nr. 35, in das 4. Gr. Inf.-Regt. Inf.⸗Regt. Nr. 93, als Comp.-Chef in das 3. Gr. Inf.-Regt. Nr. 117 versetzt; der Zahl— meister-Asp. Griesel beim 2. Bat. 3. Gr. Inf. Regts. Nr. 117 zum Zahlmeister ernannt. — Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 15, enthält: 1. Bekanntmachung über dle Ergebnisse der Verwalt— ung der allgemeinen geistlichen Wittwenkasse vom Jahr 1879. Darmstadt, 23. Juni. Staatsminister u. 5 1 g. nf. ⸗ Nr. 52, Si 20 9 0. Abwesenheitserklärung. F 1 7 5 nach mehrwöchiger Ab⸗ Inf e eee IV. Dienstnachrichten. Es wurde; dem Schullehrer Geil zu Schwanheim eine Lehreysielle zu Oppenheim, dem Schullehrer Muller zu Schöllenbach die Lehrerstelle zu Jugenheim, dem Schulamtsasp. Reuter aus Jugen— heim die Lehrerstelle zu Dalheim übertragen; der auf die 5. Lehrerstelle zu Beerfelden präs. Schullehrer Keil daselbst bestätigt; dem Schullehrer Brück zu Gau-Wein heim eine Lehrerstelle zu Nieder-Ingelheim, dem Schul— amtsasp. Otto aus Dieburg eine Lehrerstelle zu Elsheim, dem Schullehrer Faust zu Klein-Hausen die Lehrerstelle r 2 ——— 1 3 1 — —— zu Erbes⸗Büdesheim, dem Schullehrer bach die Lehrerstelle zu Blofeld, dem Schulamtsasp. Jost aus Bensheim eine Lehrerstelle zu Heldenbergen über⸗ tragen; der auf die 1. Lehrerstelle zu Walldorf präs. Schul⸗ amtsasp. Heibach aus Allendorf bestätigt; der prov. Lehrer am Schullehrer-Seminar zu Alzey, Stromberger, zum Lehrer an dieser Anstalt ernannt; der auf die Lehrerstelle zu Ober⸗Mockstadt präs. Schullehrer Kayser zu Rommel⸗ bausen, der auf die 2. Lehrerstelle zu Dreieichenhain präs. Schullehrer Klein daselbst, die auf eine Lehrerinnen⸗ stelle zu Offenbach präs. Schulamtsaspirantin Kahl aus Mainz bestätigt. f V. Militärdienstnachricht. i b Berlin. Verläßlich verlautet, unsere Marine— behörde sei in Folge der Denunciation eines Unterbeamten der hiesigen russischen Botschaft auf den Verrath des Meiling aufmerksam ge— macht worden. Bei der russischen Botschaft stehen daher, wie verlautet, Veränderungen bevor, die mit der Angelegenheit in Verbindung gebracht werden. Der Chef der hiesigen russischen Bot— schaft, Saburoff, wird als außer Beziehung zu jenen Vorfällen stehend bezeichnet. — In gut unterrichteten Kreisen ist man der Ansicht, daß die Wiedereinberufung des Reichstags nicht bis zum äußersten Termin, den 30. November, verschoben werden, vielmehr so frühzeitig geschehen wird, daß noch vor dem De— zember die laufende Session beendet werden kann. — 25. Juni. Eine heute Vormittag statt⸗ gehabte Arbeiterversammlung von 600- 700 Personen behufs Berathung einer Petition au den Reichstag um Einführung eines gesetzlich geregelten Normalarbeitstages wurde polizeilich aufgelöst auf Grund des Socialistengesetzes wegen der Rede des Maurers Conrad. Hamburg. Die Finanzeommission hat durch Abstriche den Kostenauschlag für den Zollan— schluß wesentlich reducirt und auf 123 Million festgestellt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 24. Juni. Der Tisza⸗Eszlarer Rabbinats-Vertreter Rosen— berg wurde verhaftet. Er ist beschuldigt, eine Reise unternommen zu haben, ohne seinen Auf— enthalt nachweisen zu können; auch die wal— lachischen Flößer, welche beim Auffangen der Leiche Hilfe leisteten, wurden verhaftet; viel Geld wurde bei ihnen gefunden, was Sensation erregt. Allgemein erwartet man, daß das Ge⸗ richt endlich Klarheit in die Sache bringe. Frankreich. Paris, 22. Juni. Der Senat lehnte den Gesetzentwurf, betreffend die Einfuhr ausländischen Schweinefleisches, ab, obschon der Handels-Minister daͤfür eintrat. Der Senat ging von der Erwägung aus, daß die Gesetz— vorlage keine genügende Garantie gegen Ein— fuhr trichinösen Fleisches biete. Marseille, 23. Juni. Die Häfen von Brest und Cherbourg erhielten den Befehl, die Panzer— schiffe„Jeanne d'Arc“,„Valcureuse“,„Flandre“, „Surveillante“ und„Reine blanche“ seefertig zu machen. Aus verschiedenen nördlichen Häfen sind ca. 1300 Seeleute nach Toulon beordert worden. Die beurlaubten See-Offiziere sind telegraphisch zurückberufen worden. Das Evo— lutionsgeschwader liegt auf der Rhede von Tou— lon fortwährend seebereit. weitere Panzerschiffe und Kreuzer disponibel. Großbritannien. London, 23. Juni. Ein neues Blaubuch über Egypten ist erschienen, welches den Zeitraum vom 6. Februar bis 16. Mai umfaßt. Die britische Regierung weigert sich, das neue egyptische Ministerium anzuerkennen uns wies ihren Vertreter in Kairo an, mit Raghib Pascha keinen Verkehr zu eröffnen. e 24. Juni. Das Unterhaus nahm mit 132 gegen 30 Stimmen den Artikel 12 der irischen Zwangsbill an, welcher zur Ausweisung der den Laudesfrieden in Großbritannien und Irland gefährdenden Ausländer ermächtigt. — Für die Dauer der durch Gesundheits— rücksichten veranlaßten Abwesenheit des General— consuls Malet aus Egypten ist dem Vernehmen nach Cartwright, bisher Beamter des auswärtigen Amtes, zum geschäftsführenden Generalcousul ernannt werden. Cartwright reiste bereits Ende der vorigen Woche dahin ab. Weber zu Roden⸗ Im Arsenal stehen, — 24. Juni. Es gehen Gerüchte um, daß England noch 8000 Mann alsbald von Gibral⸗ tar und Malta nach Egypten verschiffen lasse. Einstweilen sind die Gerüchte nur als Versuchs— ballon zu betrachten. England kann dort nicht tausend Mann entbehren, denn unter Sir Evelyn Wood ist bereits zur Besetzung des Suez-Canals eine Expedition von dort ausgeruͤstet worden. Dem Gerüchte nach sind„Hecla“ mit Torpedos und auch der„Orion“ bereits unterwegs. Die Truppenschiffe Malabar, Euphrat, Serapis, Krokodil, Orontes sind bereit zur Truppenauf— nahme und seefertig. Reserven aber dürfen das Land schwerlich verlassen. In den Garnisonen herrscht freilich ungewöhnliche Thätigkeit und es wird befürchtet, daß die Regierung von der öffent— lichen Meinung zur Action sich gedrängt sehen wird. Dublin. Ju Irland hat sich soeben eine neue Gesellschaft gebildet mit dem Zweck, der Landliga nach dem Vorbilde der„Eigenthums⸗ Vertheldigungs-Verbindung“ entgegenzutreten. Sie will überall da, wo ein Landlord seine Rente nicht erlangen und folgeweise seine Pächter expropriiren muß, solche Pachtgüter übernehmen und bearbeiten lassen. Antheilscheine werden wie bei jeder anderen Actiengesellschaft ausge— geben und sollen stark gezeichnet werden. Türkei. Konstantinopel, 24. Juni. Nach⸗ dem der österreichische Botschafter seine Justruc— tionen erhalten, hat am 23. d. Nachmittags in Therapia bei dem italienischen Botschafter, Graf Corti, die erste Sitzung der Conferenz stattge— funden. Die Conferenz beschloß vollständige Ge— heimhaltung der Verhandlungen. Die Conferenz zeigte der Pforte offiziell ihre Constituirung an. Den Vorsitz führt der italienische Botschafter, Graf Corti, der Seeretär ist bis jetzt noch nicht ernannt. Die nächste Sitzung dürfte erst nach Eintreffen weiterer Instructionen für die Bot— schafter stattfinden. Serbien. Belgrad. Ein Ukas des Königs ermächtigt den Minister des Junern, der Skup— schtina den Gesetzentwurf betreffs Einschraͤnkung der Preßfreiheit vorzulegen. Rumänien. Bukarest, 24. Juni. Der französische Gesaudte Ring ist heute nach Con— stantinopel abgereist. Dessen Reise wird mit der Conferenz in Verbindung gebracht. Rußland. Petersburg, 22. Juni. In Folge der Entdeckung des Nihilistenverstecks in Wassili-Ostrow wurde in der Nacht vom 17. zum 18. d. M. in der Fornarygasse ein zweites Nihilistenversteck aufgefunden, woselbst mehrere Personen ebenfalls verhaftet wurden.— Gene⸗ raladjutant Rehbinder, bisher Chef der Palais⸗ verwaltung in Zarskoje-Selo, ist zum Director des kaiserlichen Cabinets ernannt worden. — Wie die„Nowisti“ erfahren, beschloß das Marine-Ministerium für Petersburg und Kronstadt 30 Kanonenboote bauen zu lassen. Die Kosten sind auf 7 Millionen veranschlagt. Egypten. Alexandrien, 23. Juni. Der Khedive soll die Absicht, nach Kairo zu gehen, aufgegeben haben.— Einer Meldung des Reu— tarschen Bureaus zufolge erklärte Arabi Bey auf die Depesche des Sultas sich bereit, der Aufforderung, nach Konstantinopel zu gehen, nachzukommeu.— Wie es heißt, würde an Stelle der Untersuchungscommission eine andere Com— mission eingesetzt werden, in welcher die Con— sulate vertreten sein werden.— Der Secretär der Finanz-Controle-Commission, Hoode, hat sich in einem Fieber-Aufalle entleibt. — Das europäische Geschwader im Hafen von Alexandrien zählt jetzt 7 englische, 7 fran⸗ zoͤsische, 2 griechische und je ein italienisches, österreichisches, russisches und türkisches Kriegs- schiff. Fünf französische gesellen sich ihnen, tele— graphischer Meldung zufolge, demnächst zu, während vier englische noch außerhalb des Hafens liegen und das Aermel-Canalgeschwader vor Malta ankert. Je ein spanisches, deutsches und amerikanisches Kriegsschiff werden außerdem noch erwartet. Und trotz so stattlicher Kriegs— macht ist doch jeder Europäer, wenn er im Boote eines Egypters von einem Schiff zum andern fahrt, unterwegs den robesten Sch ungen der„einheimischen“ Ruderer wehrlo preisgegeben. Amerika. Chili. Durch ihre Priester auf gereizt, hatten die Eingeborenen im Innern von Peru sich, wie die hiesige„Situacion“ angibt, an 10,000 Mann stark zusammengerottet und die Vorhut der chilenischen Division Huancayo angegriffen. Die bethörten Indianer, die nur mit Lanze und Schleuder bewaffnet waren, haben ihr Vorgehen theuer bezahlen müssen, da die Chilenen, um das Umsichgreifen der Bewegung zu verhindern, ein furchtbares Blutbat unter ihnen angerichtet und Alles, was bei der Ver— folgung in ihre Hände gerieth, erbarmungslos niedergemacht haben. Ein Priester ist, mit der Lanze in der Hand, gefallen und mehrere perua⸗ nische Offiziere, unter denselben 4 Oberst, sind in Huancayo standrechtlich erschossen worden. Aus Stadt und Land. 2 Friedberg. Wie in früheren Jahren so wird auch in diesem Sommer unser Musikverein ein Concert in der Stadtkirche veranstalten, wahrscheinlich an einem der ersten Juli⸗Sonntage. Nähere Mittheilung hierüber wird mit der Veröffentlichung des Programms folgen. Groß⸗Karben. Sonntag Nacht zwischen 11 und 12 Uhr lauerte bei Groß-Karben ein junger Mensch von 19 Jahren einem anderen von Büdes heim, etwa 17 Jahre alt, welcher die einzige Stütze seiner Familie ist, auf und stach ihm ein Messer in die Brust. Die Verletzung ist derartig, daß an dem Aufkommen des Gestochenen eren wird. Der Thäter sitzt hinter Schloß und iegel. Mainz, 21. Juni. In unserem Nachbarorte Hechts⸗ heim brach gestern Vormittag Feuer aus; ein vierjäriger Knabe konnte nicht mehr gerettet werden, ist vielmehr verbrannt. Mainz, 24. Juni. Im hiesigen Gefängniß sitzt nun schon über 2 Monate ein in Frankfurt entsprungener und alsdann hier wieder festgenommener gefährlicher Ein⸗ brecher, dessen Persönlichkeit trotz aller Mühe nicht fest⸗ gestellt werden konnte, da der Spitzbube alle möglichen falschen Namen angab. Vorgestern wurde nun von dem Gefängnißpersonal bemerkt, daß der Gefangene einem Genossen einen Zettel zuwarf. Der Zettel wurde auf⸗ gegriffen und es ergab sich hieraus, daß der Unbekannte aus Bochum ist und Weingärtner heißt. Auch in Bochum, woselbst er eine 5jährige Gefängnißstrafe verbüßen sollte, ist der gefährliche Mensch ausgebrochen. Allerlei. Frankfurt, 23. Juni. Heute ging der Prozeß Sachs zu Ende. Nach dem Resumé des Präsidenten, welches eingehend den Geschworenen die in Betracht kommenden juristischen Fragen erörterte, zogen sich die Geschworenen zur Berathung zurück und erschienen nach zweistündiger Berathung wieder. Die Fragen auf ein⸗ fachen, betrügerischen Bankerott, Unterschlagung und Betrug wurden, soweit die Staatsanwaltschaft nicht selbst für den einen und den andern Fall Freisprechung beantragt hatte, mit Ausschluß mildernder Umstände, bejaht. Als dem Albert die Fragen vorgelesen wurden, fing er an zu weinen und hüelt sich krampfhaft an der Barridre. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Zucht⸗ hausstrafe von 12 Jahren und 10 Jahre Ehrverlust. Die Vertheidigung beantragte nach ihrer Berechnung 7—8 Jahre. Der Assisenbof erkannte auf Grund des Verdikts der Geschworenen auf eine Zuchthausstrafe von 12 Jahren unter Aberkennung der Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren. Sachs hatte sich darnach des betrügerischen und einfachen Bankerotts, 36 Unterschlag⸗ ungen und 11 Betrugsfälle schuldig gemacht. a. Mittelbuchen b. Hanau, 25. Juni. Der Nidderthal-Sängerbund wird sein diesjähriges Bun des⸗ fest in unserem Orte feiern. Das Bundeschorlied wird von ca. 300 Sängern gesungen werden, welche nicht uur dem Nidder-, sondern auch dem Kinzigthale angehö ten. Die Vorbereitungen zum Feste sind schon stark im Gange. Möge nur der Himmel mit einem freundlichen Gesicht dem Festtage entgegenlächeln. St. Goar. Ein schrecklicher Unglücksfall hat sich auf einem Schleppdampfer hier ereignet. Ein Maschinsst dieses Schiffes kam nämlich zu nahe an die Maschine, welche ihn erfaßte und ihm den Kopf vom Rumpfe trennte. Außerdem wurde der ganze Körper des Un⸗ glücklichen noch gräßlich verstümmelt. Alexandrien. Hier sind Briefe des deutschen Reisenden Junker eingetroffen, datirt Corrumboland, Dezember vorigen Jahres. Gerichtssaal. Friedberg, 20. Juni. In der heutigen Sitzung des Schöffengerichts wurde erkannt: 1) Gegen Friedrich Karl Muth von Vilbel, angeklagt am diesjährigen Loosziehungstage in der Stadt Friedberg ruhestörenden Lärm uud groben Unfug verübt zu haben, eine Haftstrafe von 6 Tagen,(die übrigen Mitangeklagten wurden wegen ungenügenden Beweises freigesprochen); 2) Gegen Heinrich Büttner Wittwe von Friedberg, wegen Diebstahls 4 Monate Gefängniß, wobei das Schöffengericht als haupt— — fache flog 1 bag dee 3) Sigmu 0 Gewetbste Bad: Schöffen wurde in Ehristan olg und die Rö dgen, 1 Tag! Wittwe von Sti bord 0 600 7 ld die. nf G board 05 n Stei ine Ha auf eine (8e hal von St Walther jahren Kosten; Nauhein ie 3 Ta Buschins Impfene auf Ver Strafbef 30 M. u die Chr beldigun krafe! Mobs, Belde auf frau! Fieisy und Bettel 2 3 von Faber Letzte verurt proche Joh.! wegen schenen Bad⸗N sprechu Schwe auf 5 2 verun Körp Son frau gehen und 32 ung schle höri, bank mild nur ö ung der h. der K 0 Heinr Körp schult born Hacke den! wurd fuhrt 10 ) Na Abe Mo wege erkan 6 9 recht richte wege rage bach gase ef und fra verut die 9 vorg del gray des 1 N sächlichsten Erschwerungsgrund den ansah, daß die An— geklagte ihre Dienstherrschaft bestohlen und sich dadurch eines großen Vertrauensbruchs schuldig gemacht habe; 3) Sigmund Pollach von Beienheim, angeklagt wegen Gewerbsteuerdefraudation, wurde freigesprochen. Bad-Nauheim. In der am 15. Juni bei Gr. Schöffengericht Bad-Nauheim stattgefundenen Sitzung wurde in folgenden Sachen erkannt: 1) gegen Bergmann Thristian Mörch von Dorheim, wegen Beleidigung des Polizeldieners Schenk, auf eine Geldstrafe von 20 M. und die Kosten. 2) gegen Karl und Eva Gleis von Rödgen, wegen Ruhestörung, auf eine Haftstrafe von je 1 Tag und je die Hälfte der Kosten; die Christian Gleis Wittwe von da, angeklagt wegen Ruhestörung, wurde won Strafe und Kosten freigesprochen. 3) gegen Bern— bard Götz von Bad⸗Nauheim, wegen Uebertretung des § 366, 7 R.⸗St.⸗G., auf eine Haftstrafe von 7 Tagen und die Kosten; 4) gegen Christian Beck, Chr. Jehner, Ernst Gänzel, Johannes Ewald, Fritz Stamm und Bern— hard Götz, sämmtlich von Bad-Nauheim, wegen Werfens mit Steinen bezw. groben Unfugs, gegen Ersteren auf eine Haftstrafe von 4 Tagen und gegen Chr. Jehner auf eine solche von 1 Tag, sowie gegen Beide auf je die Hälfte der Kosten; die übrigen 4 Angeklagten wurden won Strafe und Kosten freigesprochen. 5) gegen Wilh. Walther von Steinfurth, wegen Schießens in der Neu⸗— ahrsnacht, auf eine Geldstrafe von 10 Mark und die Kosten; 6) gegen Chr. Beck und Joh. Ewald von Bad— Nauheim, wegen Ruhestörung, auf eine Haftstrafe von je 3 Tagen und je die Hälfte der Kosten; 7) gegen Louis Buschinsky von Bad- Nauheim, wegen unterlassenen Impfens seines Kindes, da der Angeklagte nicht erschien, auf Verwerfung des Einspruchs gegen den ergangenen Strafbefehl; demselben bleibt demnach eine Strafe von 30 M. und Tragung der Kosten des Verfahrens; 8) gegen die Christian Mörchs Frau von Dorheim, wegen Be— leidigung des Heinrich Hellwig von da, auf eine Geld— sstrafe von 20 M. und die Kosten; 9) gegen Heinrich Möbs, Heinrich VIII. Wittwe Sohn und Joh. Adami, Beide von Nieder-Mörlen, angeklagt wegen Diebstahls, auf Freisprechung; 10) gegen Heinrich Mörschels Ehe— frau von Dorheim, angeklagt wegen Ruhestörung, auf Freisprechung; 11) gegen Franz Xaver Vogt von Lauf and Franz Ditschreit von Muldsen, angeklagt wegen Bettelns, auf Freisprechung von Strafe und Kosten; 12) In der Privatklagesache des Lehrers Ferdinand Weitz won Dorheim, Privatkläger und Beklagten, gegen Wilh. Faber von da, Beklagten und Wiederkläger, wurde der Tetztete in eine Strafe von 15 M. und in die Kosten werurtheilt, der Erstere von Strafe und Kosten freige— sprochen; 13) Die Verhandlung der Strafsache gegen Joh. Jost Beutel und Konrad Beutel von Bad-Nauheim, wegen Körperverletzung, wurde, da ein Zeuge nicht er— schienen war, vertagt; 14) gegen Hermann Sprengel von Bad⸗Nauheim, angeklagt wegen groben Unfugs, auf Frei— sprechung von Strafe und Kosten; 15) gegen Bernhard Schwab von Bad⸗Nauheim, angeklagt wegen Ruhestörung, auf Freisprechung von Strafe und Kosten. Butzbach, 23. Juni. Das beutige Schöffengericht verurtheilte 1) den Theodor Sommerlad von hier, wegen Körperverletzung, verübt an den Eheleuten Konrad Sommerlad von hier und wegen Beleidigung der Ehe— frau des Konrad Sommerlad a. wegen des ersteren Ver⸗ gehens zu 6 Wochen Gefängniß und Tragung der Kosten und b. wegen der Beleidigung zu 10 M. Strafe event. 3 Tage Haft. Die 2.) Sache, betreffend Unterschlag⸗ ung resp. Benutznehmung einer gefundenen alten Egge⸗ schleife, dem Jos. Hoffmann VIII. von Bodenrod ge⸗ hörig, brachte den Joh. Brück von da auf die Anklage⸗ bank. Das Zeugenverhör ließ den Thatbestand in einem milden Licht erscheinen, weßhalb das Gericht den Brück nur zu 3 M. Strafe event. 1 Tag Haft und zur Trag⸗ zung der Kosten verurtheilte. Die 3.) und letzte Sache wer heutigen Tagesordnung endigte mit einem Vergleich der Betheiligten. Gießen. Schwurgerichtssitzung am 20. Juni gegen Heinrich Schmidt VIII. Ehefrau von Queckborn, wegen „Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Dieselbe ist be⸗ schuldigt: daß sie am 3. oder 4. April l. J. zu Queck⸗ born die Ludwig Diehl J. Ehefrau von da mittelst einer Hacke vorsätzlich körperlich mißhandelt und hierdurch den Tod derselben verursacht habe. Die Angeschuldigte wurde unter Annahme mildernder Umstände für über— führt erachtet und in eine Gefängnißstrafe von 3 Monat kondemnirt.— Schwurgerichts-Sitzung am 21. Juni: 1) gegen K. Kleinschmidt von Streitberg, wegen Ver⸗ brechens wider die Sittlichkeit. Angeklagter wurde für überführt erachtet und in eine Gefängnißstrafe von sechs Monat verurtheilt. 2) gegen J. A. Heger von Kassel, zwegen desselben Verbrechens. Heger wurde für schuldig erkannt und in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahr und 6 Monat, sowie zur Aberkennung der bürgerlichen Ehren— rechte auf die Dauer von 5 Jahren verurtheilt.— Schwurge⸗ richtssitzung am 22. Juni gegen E. Rosenthal von Wenings wegen Meineids. Die Geschworenen bejahten die Schuld⸗ frage und wurde Rosenthal wegen des vollendeten Ver— brechens des Meinelds, jedoch mit Rücksicht darauf, daß derselbe seine falsche Aussage widerrufen hatte, bevor eine Anzeige gegen ihn erfolgt war, in Gemäßheit der 88 154 und 158 des Reichsstrafsgesetzbuchs in eine Gefängniß⸗ strafe von 9 Monat und in die Kosten des Verfahrens verurtheilt, ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren aberkannt. Der als Zeuge vorgeladene Liebmann Heß von Virstein, welcher zu Gunsten des Emanuel Rosenthal aussagte, sich aber hierbei in rave Widersprüche verwickelte, wurde unter der Anklage bes Meinelds durch die Staatsanwaltschaft verhaftet. — Sitzung am 23. Juni gegen Wilhelm Hofmann's Ehefrau von Grüningen, schworenen verneinten die Schuldfrage und wurde dem— gemäß die Beschuldigte von Strafe und Kosten freige— sprochen. Handel und Verkehr. Friedberg, 24. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80.— 0.90, Eier 1 St. 5 Pf, 2 St. gr. 11 Pf. Gießen, 24. Juni. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.78 0.85, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 11 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben das Paar 60—80 Pf., Hühner per Stück M. 1.00— 0.00, Hahnen per Stück M. 0.75— 1.00, Enten per Stück M. 1.75— 2.00, Ochsenfleisch per Pfund 64—66 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—56 Pf., Kalb⸗ fleisch 44— 50 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammel— fleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 6.00— 6.00, Zwiebeln der Ctr. M. 1518, Kirschen das Pfd. 40 Pf. Frankfurt, 24. Juni. Heu kostete je nach Qual. per Ctr. M. 3— 4.50, Stroh M. 2.30—3. Butter 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M. 0.95—1, Handkäse 45 bis 50 Pf. per Pfd. Eier, deutsche, das Hundert M. 4.30 5.40. Ochsenfleisch 65 70 Pf., Rindfleisch 50 60 Pf., Kuhfleisch 45—55 Pf., Kalbfleisch 50 bis 60 Pf., Hammelfleisch 55—65 Pf., Schweinefleisch 65 bis 75 Pf., Schinken das Pfd. M. 1.1020. Kopf⸗ salat 2 Pf., Romainsalat 20 Pf., gelbe Rüben per Bund 6—8 Pf., neue Kartoffeln das Gescheid 15 bis 20 Pf., Blumenkohl 50 60 Pf., Wirsing 15—20 Pf., frische Erbsen das Pfd. 20 P., Gurken 10-15 Pf., Bohnen das Pfd. M. 0.60— 1, Zuckerschoten 30 bis 50 Pf., Kirschen 30—35 Pf. ver Pfd., 1 Hahn M. 1.70 bis 2.20, 1 Huhn M. 2—2.50, 1 Ente M. 3— 3.50, Taube 50 Pf., Welsch M. 8 12, Poularde M. 2.50 bis 3, Gans M. 6—8. Mainz, 23. Juni. Fruchtmarkt. Waizen hies. M. 25.50 bis 26.10, fremder M. 22.00 bis 25.50, Roggen, hiesiger und franz., M. 18.90— 19.30, Gerste, pfälzer, M. 18.50-19.00, Franken M. 18.50 19.00, Hafer eff. M. 15.00— 17.10, Reps M. 30.50 31.50, Repskuchen M. 000., Rüböl eff. ohne Faß M. 31.75 bis 32.00, per Oet. mit Faß M. 30.30— 30.50.— Vieh⸗ markt. Ochsen 1. Qual. M. 68., 2. Qual. M. 60, Kühe 1. Qual. M. 64, 2. Qual. M. 50—60, Kälber das Pfd. 50—55 Pf., Schweine das Pfd. 5659 Pf. Bekanntmachung. Am 1. Juli werden in den zum Postbezirk Nieder- wöllstadt gehörigen Orten Ilbenstadt und Burg- gräfenrode Posthülfstellen eingerichtet, deren Ver— waltung dem Herrn Bürgermeister Veith in Ilbenstadt und dem Landbriefträger Arnold in Burggräfenrode übertragen worden ist. Der Postverkehr der neuen Posthülfstellen wird durch eine vom nämlichen Tage ab auf der Strecke Burg— gräfenrode-Nieder⸗Wöllstadt zur Einrichtung kommende, zur Personenbeförderung dienende Landpost vermittelt werden, welche folgenden Gang erhält: 1 aus Burggräfenrode 545 Vm. 150 Nm durch Ilbenstadt 615 Vm. 220 Nm in Nieder-Wöllstadt 645 Vm. 250 Nm aus Nieder-Wöllstadt 740 Vm. 640 Nm. durch Ilbenstadt 810%95 Vm. 71% Nm. in Burggräfenrode 925 Vm. 755 Nm. Sonntags finden keine Fahrten statt. die Postsend— ungen werden aber durch einen Landbriefträger zu Fuß befördert. Darmstadt den 23. Juni 1882. Der Kaiserliche Ober-Postdireetor. Alice- Frauenverein für Krankenpflege Zu Friedberg. Die Bewohner des Kreises Friedberg, insbesondere auch die Kur-Gäste Bad⸗Nauheims, werden auf⸗ merksam gemacht, daß ihnen die Krankenpflegerin obigen Vereins, wenn sie nicht hier beschäftigt ist, gegen die übliche Vergütung zur Verfügung steht. Anmeldungen haben bei Frau Dr. Trapp oder Frl. Hilda Dieffenbach zu geschehen. Friedberg, 24. Juni 1882. Der Vorstand. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 27. Zum ersten Male: Armin. Oper in 5 Akten von Heinrich Hofmann. Mittwoch den 28. Volksvorstellung bei ermäßigten Preisen. Außer Abonnement: Undine. Donnerstag den 29. Armin(zum ersten Male wiederholt.) Freitag den 30. Carmen. Außer Abonnement. Samstag den 1. Juli. Die Stumme von Portiei. Sonntag den 2. Letzte Vorstellung vor den Ferien: Armin. Heroische Schausplelhaus. Dienstag den 27. Zum ersten Male: Der Meineidbauer. Volksstück in 3 Akten von Anzengruber. Mittwoch den 28. Zum ersten Male wiederholt: Der Meineldbauer. a 3 Donnerstag den 29. Außer Abonnement: Reif-Reiflingen. Freitag den 30. Widerspänstige. Hierauf: Jugendliebe. Samstag den 1. Juli. Neu einstudirt: Anna-Liese. Sonntag den 2. Letzte Vorstellung vor den Ferien: Der Meineidbauer. wegen Meineids; die Ge— Volksbad. Wasserwärme der Usa am 26. Juni: 200 Reaumur. Walter. Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Bestand am 1. Juni 1882 sammt Zinses 16388 Ot Uebertrag vom 17. Juni 1808 1096 20 1. C. Bindernagel. 3 84 59 80 e eee, 186 107 45 3. Ph. Billau. 5 131 82 75 4. Th. Kranz 1 103 66 55 5. H. Flaschenträger. 105 67 95 f T7868 71 Uebertrag am 1. Juni 1882 Einleger 978. Uebertrag vom 17. Juni neue Einleger 20. Neue Einleger„ 13. Gesammt-Einleger 1011. Friedberg den 24. Juni 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Bekanntmachung. 2186 Mittwoch den 5. Juli l. J., Vormittags 11 Uhr, werden hier zwei aus gemusterte 6sitzige Postwagen, welche täglich eingesehen werden können, zum Verkaufe gestellt. Die Verkaufsbedingungen werden bei der Versteiger— ung bekannt gegeben. Friedberg den 16. Juni 1882. Kaiserliches Postamt. Brentano. 8 2* Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Erbauung einer neuen Scheuer an dem Forst⸗ haus Winterstein erforderlichen Bauarbeiten, als: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 582 80 Steinhauerarbeit 126 30 Zimmerarbeit 680 49 Dachdeckerarbeit 398 16 Schlosserarbeit 149 55 Weißbinderarbeit 7 40 Pflastererarbeit 145 10 sowie die Lieferung von 80 Kubikmeter Mauersteinen, 6000 Stück Feldbacksteinen, 330 Centner hydraulischem blauem Kalk, 30 Kubikmeter Sand und 600 Stück Blend⸗ steinen sollen auf dem Submissionswege an die Wenigst⸗ nehmenden vergeben werden und sind die Submissionen längstens bis Montag den 3. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, verschlossen und frankirt und mit der nöthigen Aufschrift:„Submission für Bauarbeiten“ versehen, auf der Amtsstube der unterfertigten Stelle einzureichen, woselbst auch die eingelaufenen Offerten in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten geöffnet werden. Der Voranschlag, Zeichnung und das Bedingnißheft liegen bis zu jenem Termin daselbst in den Büreau— stunden offen. Friedberg am 23. Juni 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. e 2259 Reuß 1 ild** Mathildenstift Vilbel. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Großherzogliche Bürgermeister Müller von Massenheim als Kassier des Mathildenstifts erwählt worden ist. Da die Bestätigung desselben durch die zuständige Verwaltungsbehörde, sowie die Einweisung desselben in den Dienst noch nicht erfolgt ist, so fallen die belden nächsten Zahltage 5. und 12. Juli aus. Der Ort des Kassenlocals und die Uebernahme der Geschäfte durch den neuen Kassier wird demnächst bekannt emacht. Vilbel am 24. Juni 1882. Der Director des Verwaltungsraths: Dr. Schäfer. 2263 e 2 8 5 N 1 Arbeits-Versteigerung. 2273 Samstag den 1. Juli l. J., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Vilbel die zur Herstellung eines evangelischen Pfarrhauses erforderliche Reparatur⸗ arbeit für Maurer, Zimmermann, Dachdecker, Schreiner, Schlosser, Weißbinder und Pflasterer, veranschlagt zu 4300 Mark, öffentlich in Aeeord gegeben werden, wo— selbst alles Weitere bekannt gegeben wird. Vilbel, 24. Juni 1882. Brod, Bezirks bauaufseher. Die im Sommer so beliebten 2019 ileb Unterjacken, W Gesundheits⸗Unterjacken, sowie Badehosen, Unterhosen, Strümpfe, Socken und Strumpf-Längen empfiehlt zu den billigsten Preisen K. Friedrich. r 3 5„ — r ͤ... Praleref, Jun Pfäffer Po Heute Mittwoch Abend, den 28. Juni, bei günstiger Witterung: Militär-Concert, ausgeführt von der Kapelle des 3. Bataillons Hess. Füsil.-Reg. Ur. 80, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Heinemann. 255 Anfang 7 Uhr. Entrée 30 Piennig. Vorschuß- und Credit-Verein zu Friedberg e. G. Am 27. und 28. Juni findet dahier die 20. Jahres-Versammlung des hessischen Unter— verbandes der deutschen Genossenschaften statt, bei welcher die Anwaltschaft durch Herrn Abge— geordneten Parisius aus Berlin vertreten sein wird. Die Mitglieder und Freunde des hiesigen Vorschuß- und Credit-Vereins werden freundlichst ersucht, sich bei den Verhandlungen und sonstigen Veranstaltungen recht zahlreich zu betheiligen. Am 27., Nachmittags von 5 bis 8 Uhr, findet im Steinhäußer'schen Garten Frei-Concert, ausgeführt durch die hiesige Feuerwehrkapelle, statt; am 28., Morgens 9 Uhr, beginnt die Haupt⸗Versammlung im unteren Saale des Hötel Trapp, nach deren Schluß ein gemeinschaft— liches Mittagsessen im oberen Saale daselbst abgehalten wird. Gegen Abend wird voraus— sichtlich ein gemeinschaftlicher Ausflug nach Bad-Nauheim folgen, worüber am Versammlungstage noch nähere Mittheilung erfolgen wird. Diejenigen, welchen die Liste zu dem gemeinschaftlichen Mittagsessen nicht zugegangen] sein sollte, werden gebeten, ihre Betheiligung bei dem Vorstand des Vereins oder im Hötel Trapp bis zum 26. d. Mts. anzumelden. Für den Ausschuß: 22⁴7 Seriba, I. Vorsitzender. N f 17121 1 Bekanntmachung. Im Auftrage des Vorstandes der israelitischen Gemeinde hier, zeigen wir an, daß wir bevollmächtigt sind, die 4½½ Gemeinde-Schuldverschreibungen in 4% Schuldverschreibungen, deren Kapital, sowie halbjäbrige Zinsen bei der Deutschen Genossenschaftsbank von Sörgel, Parrisius& Co. Commandite, Frankfurt a. M., israelitischen Gemeindekasse hier und an unserer Kasse zahlbar sind, umzuwandeln, und kündigen wir daher die 4½0% Schuldverschreibungen der genannten Gemeinde von den Jahren 1880 und 1881 zur Zurückzahlung auf den 1. October d. J. und hört an diesem Tage die Verzinsung auf. Wir machen gleichzeitig darauf aufmerksam, daß wir den Inhabern, wenn die Anmeldung zur Umwandlung an unserer Kasse bis zu dem 1. September l. J. stattfindet, einen Zinsen⸗ genuß bis zu dem 1. October 1882 und ein halb Prozent Bonification gewähren. Friedberg(Hessen) den 1. Juli 1882. Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Der Vorstand. 2262 Ermus. Hecht. Vorschuß⸗ u. Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Am 28. Juni l. J findet in unserer Stadt der Verbandstag(Hauptversammlung) der hessischen Vorschuß- und Crediwwereine statt, deßhalb bleibt an diesem Tage unsere Kasse geschlosten. f 2213 Handelsleute Versteigerung. ö 2260 Freitag den 30. Juni, Vormittags 10 Uhr, soll r 1 70 1 der Nachlaß der Wittwe Ferch, in der Behausung der e er His Gef e 1 9 1 5 80 1 A öffent⸗ n 2 vollständige Betten, 30 Fuder Strohseile, alen, Für Oeconomen, Fuhrleute und 1 per Fuder M. 1.30, verkauft 1 Commode, 2237 Fr. Gunderloch. 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 5 5 5 785 1 Kleiderschrank, Neue italienische Kartoffeln, Wee f verschiedene Kleider 55„ Twiebeln, We 50 Matjes-Häringe verschiedene Werkzeuge. 8 1924 bei Wilhelm Fertsch. Schwarz, Hoftaxator. Bäckerei (die einzige im Ort), welche sogleich übernommen werden kann, ist zu verpachten. Scheuer und Oeconomiegebäude Eine fast neue Schrotmühle, zum Quetschen von können dazu gegeben werden. Hafer sehr geeignet, ist preiswürdig zu verkaufen durch Nähres bei der Exped. d. Anz. 217902261 J. W. Faatz, Schlosser. Für Pferdebesitzer. Ichwalheimer Ptrunne Nächsten Sonntag den 2. Juli findet bei Harmonie⸗ und Tanzmusik das Kirschenfest statt, wozu freund⸗ lichst einladet 2269 G. IBailly. Geschäfts⸗Eröffnung und Empfehlung. Zur gefälligen Anzeige, daß ich an hiesigem Platze in meinem Elternhause eine Buchbinderei und Schreibmaterialien⸗ Handlung errichtet habe und empfehle mich daher einem verehrlichen Publikum dahier und Umgegend zu geneigten Aufträgen. Alle in die Buchbinderei einschlagenden Arbeiten, sowie das Einrahmen von Bildern, Brautkränzen ꝛc. werden unter Zusicherung reeller und billiger Bedienung schnelln und dauerhaft ausgeführt. Ober⸗Mörlen im Juni 1882. Achtungsvoll 2111 Adam Weide, Buchbinder. Eine englische 2257 Dreschmaschine für M. 700. abzugeben. Gefl. Anfragen an Haasen- stein& Vogler, Frankfurt a. M., sub Z. 61535. Das von Herrn Stadtrechner Melchior bewohnte Logis ist vom 1. Juli ab zu vermiethen. 2116 C. L. Glück. In J. Heuberger's Verlag in Bern ist erschlenen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen, in Friedberg und Bad⸗Nauheim, bei Carl Bindernagel: Das Buch für Gesunde u. Kranke. Populär- medicinisches Vademecum. Gemeinfaßliche Darstellung des Baues und der Ver— richtungen des menschlichen Körpers im gesunden und kranken Zustande, der Krankendiätetik und Krankenpflege, der Hülfsmittel zum Erkennen der Krankheiten; Be⸗ schreibung aller inneren und vieler äußeren Krankheiten nach Ursache, Kennzeichen, Verlauf und Ausgang, nebst Angabe der wirksamsten Behandlungsweise; Arzneimittel⸗ lehre und Receptirkunde; Verzeichniß aller Krankheiten und Arzneimittel in deutscher und lateinischer Sprache; über Bäder und Heilquellen, Milch- und Molkenkuren, Traubenkuren und klimatische Kurorte, nebst einer Samm- lung der wirksamsten Receptformeln in deutscher Sprache. Von Dr. J. Bürli. Mit 18 in den Text gedruckten Abbildungen. do. Eleg. brosch. Preis 4 Mark. 2258 7 n e 1 5 Ein gut empfohlenes Kindermädchen für ein Kind gesucht. Zu erfragen bei der Expeditlon des Anzeigers. 2270 Tür mein Tuch⸗ und Manufacturwaaren⸗Geschäft suche 8 ich zum sofortigen Eintritt einen Lehrling, mit guten Schulkenntnissen versehen. Butzbach, 24. Juni 1882. 5 2268 Wilhelm Hölzer. Der obere Stock meines Hinterhauses ist sofort zu vermiethen. 2264 Ph. Dan. Kümmich. 7 9 N 5 Ein starkes Arbeitspferd steht zum Verkauf bei 2271 5 P. Rudelius. urch die Versetzung des Herrn Dr. Ludloff ist eine elegante Wohnung mit allen Bequemlichkeiten in meinem Gartenhaus zu vermiethen. 2267 Georg Hanau. Sensen u. Sicheln empfiehlt in den besten Qualitäten zu den billigsten Preisen 2265 Ph. Dan. Kümmich. Danksagung. Wir sagen hiermit allen Denen, welche unseren ge⸗ liebten Gatten, Vater, Schwiegervater und Großvater Herrn Joh. Georg Brückmann zu Groß⸗Karben zur letzten Ruhestätte geleiteten, unseren herzlichsten Dank. Im Auftrag der Hinterbliebenen: 2272 W. Brückmann. Verantw. Red. Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Aird h. — Ole einspe Annonce Betref stande Mont frühere schwöru dem er wollen zum 8 hofen, Betre der tragen angege gengu zus Wohl ungs