tand UL Retzendorf i ge ih. Jade bee. zäder Carl Saltet. Gellerll. n „ Sicbanpet, 00 gaset, flaschen 9 Fubrrtzt Bittnt. rgament⸗ 7 . 1 ennie 4 * Ein⸗ 1882. Dienstag den 25. Juli. M 86. Oberhessischer Anzeiger. Sird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. 1 Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat durch Verfügung vom 17. dieses Monats dem Landes-Comité der Baierischen Landes-Industrie-, Gewerbe- und Kunst⸗Ausstellung zu Nürnberg die Erlaubniß zum Vertrieb von 400,000 Loosen à 1 Mark für die spätestens am 15. November dieses Jahres stattfindende Verloosung von Ausstellungsgegenständen für den Bereich des Großherzogthums ertheilt. Bekanntmachung. 5 Mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 27. vorigen Monats, Kreisblatt Nr. 75, fordert der Unterzeichnete die Interessenten noch⸗ mals auf, Ihre Anmeldungen wegen Bezugs von jungen Obstbaumstämmchen bis spätestens den 5. August laufenden Jahres anher gelangen lassen zu wollen, da an diesem Tage die betreffenden Bestellungen dem Präsidenten des Provinzial-Vereins mitgetheilt werden müssen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, dies in Ihren Gemeinden bekannt geben und etwaige Anmeldungen vermitteln zu wollen. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Friedberg den 22. Juli 1882. Steckbrief. Dr. Braden. 5 Muller oder Möller, Kaspar, aus Motten, Bezirksamt Brückenau in Baiern, 43 Jahre alt, ledig, Taglöhner, ist auf Grund richter— lichen Haftbefehls, wegen Diebstahls, in das Amtsgerichtsgefängniß zu Vilbel gefänglich einzuliefern. Friedberg den 20. Juli 1882. Der Großherzogliche Amtsanwalt. JV Sander. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Medicinalrath Dr. Wester— nacher in Büdingen wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt und demselben das Ritterkreuz 1. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen, sowie der Kreisassistenzarzt Dr. Koch in Offenbach zum Kreisarzte in Büdingen ernannt. Der Districtseinnehmer Becker in Nieder-Ingel— heim wurde auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt; die Hauptsteueramts-Assistenten 1. Kl. Müssing und Bender in Mainz zu Revisions— controleuren in Gießen und Mainz, die Haupt— steueramts-Assistenten 2 Kl. Zimmermann, Irle und Bingmann in Mainz, Rapp in Bingen, Jung in Offenbach und Treusch in Worms zu Hauptsteueramts-Assistenten 1. Kl., sowie die Finanzaspiranten Steueraufseher Fuchs zu Mainz, Sartorius aus Darmstadt und Karn aus Heu— bach zu Hauptsteueramts-Assistenten 2. Kl. in Mainz, der Finanzasp. Schmidt aus Romrod zum Hauptsteueramts-Assist. 2 Kl. in Gießen und der Finanzasp. Göbel aus Dautenheim zum Hauptsteueramts-Assist. 2. Kl. in Offen⸗ bach, sowie der bei dem Hauptzollamt Hamburg commissarisch verwendete Hauptsteueramts-Assist. 2. Kl. Weiß zum Hauptsteueramts-Assist. 1. Kl. und der bei demselben Amte verwendete Finanz— asp. Stuckert aus Lengfeld zum Hauptsteuer— amts⸗Assist. 2. Kl. ernannt, der Hauptsteuer⸗ amts⸗Assist. 1. Kl. Gengenbach von Mainz nach Darmstadt versetzt. — Militärdienstnachrichten. Völsing, Prem. Lieut. vom 3. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 117, wurde von dem Commando als Asst. bei der Militär— Schießschule entbunden; Gabriel, Vicefeldwebel vom 2. Bat. 3 Westfäl. Landw.-Regts. Nr. 16, zum Sec.⸗Lieut. der Reserve des 2. Großh. Inf.⸗Regts. Nr. 116, Brüning, Vicefeldw. vom 1. Bat. 2. Hess. Landw.-Regts. Nr. 82, zum Sec.⸗Lieut. der Reserve des 1. Gr. Inf.-Regts, Nr. 115, Lindt, Vicefeldw. vom 1. Bat. 3. Gr. Landw.⸗Regts Nr. 117, zum Sec.-Lieut. der Nes. des 1. Gr. Inf.⸗Regts. Nr. 115 befördert; Mühlenfeld, Pr.⸗Lieut. vom 2. Großh. Inf. Regt. Nr. 116, der Abschied bewilligt; v. Bernhardi, Kas.-Junsp. in Darmstadt, nach Bonn, Bader, Kas.-Insp. in Bonn, nach Darm— stadt versetzt. Berlin. Das kriegsgerichtliche Urtheil über den des Landesverraths angeklagten Obersteuer— mann Meiling, der zum hiesigen Hydrographischen Amt commandirt war, ist am 13. Juli gefällt worden. Das Urtheil wird nach der kaiserlichen Bestätigung von Seiten der Admiralität mit einem kurzen Bericht über die ganze Untersuch— ung veröffentlicht werden. Kiel. S. M. S.„Carola“ 10 Geschütze, Commandant Corvetten-Capitän Karcher, ist in Auckland eingetroffen.— S. M. S.„Niobe“, 10 Geschütze, Commandant Corvetten-Capitän Mensig, ist am 17. Juli c. in Christiansund eingetroffen.— S. M. S.„Hertha“ 19 Ge— schütze, Commandant Capitän z. S. v. Kall, ist am 20. Juli c. in Simonstown eingetroffen und beabsichtigte, am 28. Juli c. die Heimreise fort— zusetzen. Köln. Die Kölnische Volkszeitung ver— öffentlicht die Antwort des Cultusministers auf das Immediatgesuch der Kirchenvorstände wegen Rückberufung des ehemaligen Erzbischofs Mel— chers. Der Cultusminister erklärte, er sei nicht in der Lage, das Gesuch bei dem Könige zu befürworten. Homburg, 20. Juli. Wie das„Fr. Journ.“ aus sicherster Quelle erfährt, wird die deutsche Kaiserin in den allernächsten Tagen zu einem Erholungsaufenthalte hierher kommen. Königstein. Herzog Adolf von Nassau traf am 22. Juli zu längerem Aufenthalte hier ein. Karlsruhe, 19. Juli. Die Generalsynode lehnte den Antrag auf Beibehaltung des alten und auf Verwerfung des neuen Katechismus mit 33 gegen 21 Stimmen ab. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Hradisch, 18. Juli. In der Stadt Wesely wurden dieser Tage an den Gassenecken Placate aufgeklebt gefunden, welche die Bewohner aufforderten, Judenhetzen zu provociren. Der Bezirks-Hauptmann von Hradisch und der Staatsanwalt begaben sich nach Wesely und die eingeleitete Untersuchung hatte zur Folge, daß der Urheber dieser Hetze ermittelt wurde. Derselbe wurde heute verhaftet und dem Gerichte überliefert. Die weitere Untersuchung ist im Zuge. Frankreich. Paris, 23. Juli. Ein heute abgehaltener Ministerrath berieth über Maß⸗ regeln zum Schutze des Suezcanals. Die Cre⸗ ditvorlage wird voraussichtlich morgen einge— bracht werden. Toulon, 22. Juli. 5000 Infanteristen und Marinesoldaten, welche die Avangarde des Ex— peditionscorps nach Egypten bilden sollen, wer— den demnächst hier eingeschifft. Marseille, 23. Juli. Einer Meldung aus Algier zufolge, würde das dort stationirte 19. Armeecorps großentheils zur Bildung eines egyptischen Expeditions⸗-Corps verwendet. Der Effectivbestand der unter General Lambert zu formirenden Brigade wurde 8 Bataillone Jufan— terie, 4 Schwadronen Cavalerie und einige Feld— batterien betragen. Großbritannien. London, 21. Juli. Wie die„Daily News“ vernimmt, sehe die britische Regierung die Erklärung der Pforte, daß sie jetzt bereit sei, an der Conferenz theil— zunehmen, als eine Ablehnung der Einladung an, Truppen nach Egypten zu senden. Von Seiten Englands werde deshalb unverzüglich ein Expeditions-Corps nach Egypten gesandt werden, mit der Aufgabe, die Autorität des Khedive herzustellen und die internationalen Rechte zu schützen. — 22. Juli. Das Unterhaus nahm in dritter Lesung die Pachtrückstandsbill mit 285 gegen 177 Stimmen an. Childers verlangt einen Credit von 2,300,000 Lstr., nämlich 900,000 für die Armee und 1,400,000 Lstr. für die Flotte. Oberhaus. Die Pachtrückstandsbill wurde in erster Lesung angenommen. — 22. Juli. Definitive Befehle zum Ein⸗ schiffen nach Egypten haben folgende Truppen— theile erhalten: 10 Bataillone Infanterie(davon 3 Bataillone Garde), 4 Regimenter Cavpalerie und 8 Batterien Die Admiraltät Artillerie. pachtete gestern 10 Privatdampfer zum Truppen⸗ transport nach Egypten. Weitere 4 Dampfer nehmen bereits ihte in Munition, Proviant und Pferden bestehende Ladung ein. General Wolseley wird mit seinem Generalstabe anfangs der nächsten Woche nach Egypten abgehen. Ein Theil der Reserven erster Classe soll sofort, nachdem Glad— stone die Creditforderung dem Parlamente vor— gelegt haben wird, einberufen werden. — Frankreich machte England den Vorschlag, die Expedition nach Egypten in Gemeinschaft mit Italien zu unternehmen; England erklärte sich damit einverstanden. — Eine neue Krisis in der Lage Irlands ist, wie befürchtet wird, im Anzuge. Das Wetter droht, eine Ernte, die bis vor kurzem 0 82 vielversprechend war, gänzlich zu vernichten. Der heftige Regen, der mit kaum irgend einer Unterbrechung niedergefallen ist, hat viele blühende Felder verwustet. Die Wiesen sind in vielen Orten mit Wasser getränkt und werden, falls nicht bald ein Wechsel eintritt, hoffnungslos verloren sein. Die Kartoffeln, welche das Haupt⸗ nahrungsmittel der ackerbautreibenden Klasse in Irland bilden, haben stark gelitten und zeigen Spuren der Krankheit. Die Wiederkehr einer neuen schlechten Saison in dem gegenwärtigen demoralisirten und gesetzlosen Zustande vieler Theile des Landes würde bei weitem verhäng— nißvoller sein, als die revolutionäre Bewegung. Dublin. Auf der Waterford-Limerick-Bahn wurde auf der Station Warterford ein Eisen— bahnwagen erbrochen. Der Inhalt, bestehend aus Militärgewehren und Munition, wurde geraubt und ist trotz sorgfältigster Nachforschungen spurlos verschwunden. Da es geheim gehalten worden war, was der Wagen enthielt, so war auch kein militärischer Sicherheitsposten dabei aufgestellt worden. Italien. Rom. Der„Oss. Rom.“ be⸗ streitet, daß die Verhandlungen zwischen dem Vatican und der preußischen Regierung abge— brochen seien. Das Blatt gibt zu, daß man zu einem vollständigen und dauerhaften Frieden zwar noch nicht gekommen. Dennoch aber sei ein großer Schritt auf dem Wege zur Anbahn— ung desselben gethan, durch die Wiederherstell— ung der Gesandtschaft und die Wiederbesetzung mehrerer erledigten Bischofssitze. Man müsse die weiteren Resultate der Verhandlungen ab— warten und bedenken, daß sehr schwerwiegende und complicirte Fragen zu erledigen seien. Im Vatican wünsche man Nichts sehnlicher, als daß es zu einer entgültigen Verständigung kommen möge. Spanien. Madrid. Der spanische Ge⸗ sandte in Constantinopel, Graf Rascon, soll die Botschafter benachrichtigt haben, daß Spanien an jedem Ende des Suezceanals drei Kanonen— boote zu stationiren beabsichtige, welche die spa⸗ nischen Postdampfer nach und von Manilla escortiren würden. Spanien werde auch vier Panzerschiffe nach Alexandrien senden. Türkei. Konstantinopel, 20. Juli. Die Pforte dementirt, daß Derwisch Pascha nach Alexandrien zurückgekehrt sei. — 20. Juli. Der von den Vertretern der beiden Westmächte gestern eingebrachte Antrag, demzufolge England und Frankreich zum Schutze des Suez⸗Canals selbst in Egypten einschreiten wollen, ist von den Vertretern der übrigen Mächte ad referendum genommen worden, da ihnen Instruktionen für den Fall eines solchen Antrags noch fehlten. — 21. Juli. Die Pforte hat beschlossen, der Conferenz zu notificiren, daß sie die Absicht hat, Truppen nach Egypten zu schicken; sie schlägt gleichwohl der Confernz vor, die in der identischen Note proponirten Bedingungen einer Intervention zu modificiren. Gerüchtweise ver⸗ lautet, die Pforte wolle der Conferenz den Gegenvorschlag machen, daß entweder türkische Commissäre die englischen und französischen Truppen nach Egypten begleiten, oder daß europäische Truppen den Suez⸗Canal besetzen, während die Türken Alexandrien und Kairo besetzen. — 22. Juli. An der heutigen Sitzung der Conferenz nahmen Assym Pascha und Said Pascha Theil. Der letztere führte den Vorsitz. — 23. Juli. Derwisch Pascha ist hier ein⸗ getroffen. Die Pforte befürchtet eine Insurgir⸗ ung Syriens durch Arabi's Proklamation. Serbien. Belgrad, 19. Juli. Der Finanz⸗ minister demissionirte. Der König soll den Ver⸗ tretern der fremden Mächte gegenüber geäußert haben, er beabsichtige nicht, die Demission an— zunehmen, er werde vielmehr dem Finanzminister nur einen mehrwöchentlichen Urlaub ertheilen. — 19. Juli. Die Skupschtina hat bekannt— lich in ihrer letzten Sitzung beschlossen, daß gegen das Cabinet Ristic, beziehungsweise gegen den Chef des Cabinets, sowie gegen den gewesenen Metropoliten Michael eine strafgerichtliche Unter— suchung eingeleitet werde, weil die, während der letzten Kriege gegen die Türkei, der da— maligen Regierung, sowie dem Chef der Kirchen— verwaltung vom Auslande zugekommenen, ver⸗ schiedenen Zwecken gewidmeten beträchtlichen Geldsummen nirgends verrechnet erscheinen. Das Cabinet Pirotschanac sieht sich nun veranlaßt, dem einstimmigen Beschluß der Skupschtina ge— bührende Rechnung zu tragen. Man darf daher einem interessanten, um nicht zu sagen sensa— tionellen Staats-Prozesse entgegensehen. Griechenland. Athen, 15. Juli. Der Messager d'Athoͤnes bestätigt die Nachricht, daß die hellenische Regierung bereit sei, sich mit einem Corps von 7000 Mann der bewaffneten Intervention anzuschließen. Tricoupis hat die Vertreter der Westmächte in Kenntniß gesetzt, daß dieses Expeditionscorps 24 Stunden nach Erhalt des Befehls eingeschifft werden kann. Rußland. Petersburg. Das Amtsblatt meldet, daß Oberst Filimonoff, Aufseher eines Ravelins der Peter-Paul-Festung, degradirt sei. Moskau. Drei Sappeurabtheilungen durch— wühlen den Boden des ganzen Kreml, um Minen zu suchen. Im Personal der Hofbedienten des Kreml steht ein vollständiger Wechsel bevor. Kiewer Privatbriefe melden die Verhaftung eines Staatsanwalts, des Sohnes eines Kiewer Militär-Intendanten; derselbe wird der Ange— hörigkeit zum Nihilismus beschuldigt. Amerika. Washington. Der Senat setzte die Tabaksteuer auf 12 Cents pro Pfund vom 1. Februar 1883 ab fest. New⸗Nork, 20. Juli. Von Cherlon⸗Fork, Arizona, wird ein Zusammenstoß einer Abtheil— ung Truppen der Vereinigten Staaten mit auf⸗ rührerischen Indianern gemeldet. — 21. Juli. Ein Privat⸗Telegramm aus Costa Rica meldet den Tod des Präsidenten der Republik, Generals Guardia, und die Er— wählung von Don Prosnaro Fernandez zu seinem Nachfolger. Afrika. Algier. Der muselmänische Fanatismus, von Emissären, die aus verschiedenen Gegenden herbeigekommen waren, aufs Aeußerste gereizt, scheint im Begriff, neue Unruhen im Süden der Provinz Oran herbeizuführen. Si— Sliman unternimmt einen Vorstoß auf die Alfa— Pflanzungen von Kahrum. Die kleinen fran⸗ zösischen Beobachtungsposten haben Befehl er⸗ halten, sich zurückzuziehen. Ebenso cursiren hier beunruhigende Gerüchte bezüglich Tripolis. Man fürchtet, daß die Einwohner, durch die Vorgänge in Egypten angestachelt, den Europäern ein schlimmes Loos bereiten. Eine Anzahl der letzteren hat sich schon nach Malta und Tunis geflüchtet. Egypten. Alexandrien, 21. Juli. Omar Lufti Pascha kehrte gestern von Kairo zurück und berichtete dem Khedive, daß Arabi eine Versammlung der Paschas, Ulemas und anderer Notabilitäten einberief, um zu entscheiden, ob man im Hinblick auf die intimen Beziehungen des Khedive zu den englischen militärischen Be— hörden dem Befehle, die Rüstungen einzustellen, gehorchen könne. Eine Proclamation Arabi Paschas an die Gouverneure der Provinzen erklärt, den Krieg gegen die Engländer bis zum Aeußersten führen zu wollen. Er droht allen Denen ernste Bestrafung an, welche das Vater— land dadurch verrathen, daß sie die Engländer unterstützen.— Es läuft hier die Nachricht ein, Arabi dämme den Süßwasser-Canal ab; es herrscht die Befürchtung, es werde dadurch Wassermangel eintreten. General Alison beab⸗ sichtigt deßhalb ein Detachement nach Achaflano abgehen zu lassen, um die Sperrung des Süß⸗ wasser⸗Canals zu verhindern oder zu sprengen. — 22. Juli. Es wurde ein aus 4 Egyptern bestehendes Tribunal zur Aburtheilung der Plünderer u. s. w. ernannt. Lord Beresford leitete die Anklage gegen die Missethäter, von denen dreißig die Bastonade erhielten. Die Situation fängt an durch den Mangel an Trink— wasser bedenklich zu werden. Die Stadt wird immer auf's Neue von dem wieder auftauchenden Gerüchte allarmirt, daß Arabi einen Angriff beabsichtige. General Alison ist deßhalb mit zwei Regimentern Infanterie und einer Abtheilung 5 Cavallerie gegen die verschanzte Stellung Arabi Pascha's vorgerückt. Sie begegneten einem Theil der Garde und Cavallerie Arabi's und gaben einige Schüsse auf dieselben ab. Die Egypter flohen. Die Jäger zerstörten die Eisenbahn und zogen sich dann wieder zurück.— 23. Juli. Ein Decret des Khedive setzt Arabi ab und erklärt ihn für einen Rebellen. Eine Procla— mation verbietet der Armee, den Befehlen Arabi's zu gehorchen und eine andere befiehlt dem Volke, die von Arabi verlangte Kriegssteuer nicht zu zahlen. Ein von Konstantinopel angekommenes Paquetboot wurde aufgegriffen und der Capitän verhaftet; man vermuthet, daß derselbe Briefe für Arabi überbringen wollte. Kairo, 21. Juli. Eine Depesche von hier meldet, daß die Massacres im jüdischen Viertel begonnen hätten. Ebenso sollen zu Damiette, Tookh, Benta und Caliub Massacres statt— gefunden haben, bei denen ganze Familien aus den Waggons gerissen und unter die Räder des Zuges gelegt wurden. Das ganze Steuer- personal zu Tantah wurde getödtet.— 23. Juli. Arabi hat dem Vernehmen nach ein neues Ministerium mit Mahmud Pascha an der Spitze, gebildet und eine Proklamation erlassen. In Kairo ist wieder Alles ruhig. Die Polizei gibt sich alle Mühe, die Ordnung aufrecht zu er⸗ halten. Einer Privatmittheilung zufolge, wird Arabi's Armee auf 12,000 Mann geschätzt. Port Said, 21. Juli. Von hier kommt die Meldung, daß ein deutsches Kriegsschiff viele Flüchtlinge aus den Provinzen aufgenommen und dorthin gebracht hat.— 22. Juli. Die Zustände im Umkreise von Port Said werden immer bedrohlicher. Die Consuln ersuchten den Contre-Admiral Hoskins, vorschützende Maß⸗ regeln zu treffen. Die aufständische Bewegung unter den Eingeborenen ist im Wachsen begriffen. Asien. Simla, 18. Juli. Der Rajah von Puttiala hat seine Truppen der indischen Regierung behufs Verwendung in Egypten zur Verfügung gestellt. — Bombey, 21. Juli. Zwei Transport⸗ dampfer mit Truppen sind nach Egypten ab⸗ gegangen. Aus Stadt und Lond. c. Bad⸗ Nauheim. Die Besucher des Johannis⸗ berges werden darauf aufmerksam gemacht, daß das von Lehrer Werner in Friedberg gestiftete ausgezeichnete Fernrohr auf der Terrasse der Restauration„König“ aufgestellt ist und von dem Publikum benutzt werden kann. An dem neugefertigten, zweckmäßig eingerichteten Stativ befindet sich eine kleine Sammelbüchse, welche zur Aufnahme kleiner Beiträge zum Besten des Taunuselubs Wetterau bestimmt ist. Vilbel, 21. Juli. In vergangener Nacht fuhr ein kalter Schlag in die hiesige Mühle. Der Obermühl⸗ knecht, an welchem der Blitz vorüberging, hat die Sprache verloren. Allerlei. Stuttgart, 19. Juli. Der letzte Sonntag war für einen beträchtlichen Theil unseres Landes ein wahrer Schreckenstag. Ein entsetzliches Unwetter, das, von Süͤd⸗ westen nach Nordosten das Land durchziehend, seinen unheilvollen Weg von der Gegend von Tuttlingen an über Spaichingen, Balingen, Hechingen und das Stein⸗ lachthal, über Reutlingen, Plochingen, das Neckarthal und den Schurwald, endlich über das Remsthal, den Welzheimer Wald und die fränkische Gegend bis gegen die baierische Grenze nahm, hat durch Hagelschlag und Wolkenbruch auf den Gemarkungen der genannten, und zahlreicher denselben benachbarter Ortschaften wahrhaft entsetzliche Verheerungen angerichtet. Gemeinderathssitzung. S. Friedberg, 20. Juli. In der gestrigen Sitz⸗ ung des Gemeinderathes wurde beschlossen dem Pedellen der Realschule auf Nachsuchen den seitherigen Besoldungs⸗ zuschuß von 50 Mark auch für dieses Jahr zu bewilligen. Nach einer Mittheilung des Bürgermeisters steht eine Neuregulirung des staatlichen Beitrags zu den Real- schulen bevor und werde sich dann Gelegenheit finden, über die Besoldung des Pedellen eine Vereinbarung zu treffen. Eine Anfrage des Gerichtsvollziehers Kong, ob die Stadt das zum Pflastern vor seinem profektirten Wohnhaus erforderliche Material stellen wolle, wurde verneint, da die Stadt nach Art. 20 der Bauordnung nicht verpflichtet erscheint, für außerhalb des Stadtbau thätig eigent vorlö und Haut sächl. werb 2 funde Sache Mörl. nißsir 2 1 plans und nicht in Anschluß an bestehende Straßen ge— legene Gebäude das Material für Pflasterung zu liefern. Zugleich wurde beschlossen, bezuglich der Ausführung der Bauordnung den Entwurf eines Ortsstatuts festzustellen. Auf eine Eingabe des Direktoriums der Realschule, bei Gelegenheit der Einrichtung der Wasserleitung in den Säälen des oberen Stockwerks der Realschule auch die Gasleitung einzuführen und die Ausweißung mehrerer Zimmer vorzunehmen, wurde beschlossen, diese Herstell— ungen während der nächsten Ferien vorzunehmen und wurde die Baucommission beauftragt, Einsicht zu nehmen und die erforderlichen Anordnungen zu treffen. Ein An⸗ trag, auf Erwirkung eines Polizeiverbotes, wonach die von Ober-Rosbach kommenden Eisensteine nicht mehr durch die Stadt gefahren werden dürfen, wurde zwar abgelehnt, dagegen soll bei der Eisenbahn-Verwaltung wiederholt darauf gedrungen werden, daß die südwest— lichen Lager- und Verladeplätze der Main-Weserbahn für das Publikum eröffnet und namentlich auch die Eisen— steine baldigst dorthin verwiesen werden. Die Kosten— voranschläge und Submissionen über die Wasserleitungs— Arbeiten in den städtischen Gebäuden wurden vorgelegt und die Baucommission beauftragt nach einem festge— stellten Preise diese Arbeiten zu vertheilen, ebenso die Gaseinrichtungen in dem neugebauten städtischen Gebäude auf dem Haag zu vergeben. Der Vertragsentwurf zwischen der Stadt und den Wassereonsumenten wurde nochmals vorgelegt und genehmigt. Das Gesuch des Apothekers Görtz bezüglich Umbau seines auf der Kaiserstraße ge— legenen Wohnhauses wurde nicht beanstandet. Schließlich sprach der Bürgermeister den Mitgliedern des Gemeinde— rathes und sonstigen Einwohnern, welche bei der Auf— mahme der Berufsstatistik und in der Zählungscommission ithätig waren, den Dank für ihre sorgfältige und un— seigennützige Besorgung dieses Geschäftes aus. Nach der vorläufigen Zusammenstellung wurden 4854 anwesende mund 83 vorübergehend abwesende Einwohner gezählt. Haushaltungen bestanden 1043, von denen 395 baupt— ssächlich oder nebenbei Landwirthschaft betreiben. An Ge— werbekarten wurden 290 ausgefüllt. Gerichtssaal. Bad⸗Nauheim. In der am 13. Fundenen Schöffengerichts-Sitzung wurde Sachen erkannt: 1. Johannes Reuß II. von Ober— Mörlen, wegen Körperverletzung, wurde in eine Gefäng— mißstrafe von 3 Wochen und in die Kosten verurtheilt. 2. Johann Jost Beutel und Conrad Beutel von Bad— Nauheim, wegen Körperverletzung, wurde der Erstere in eine Gefängnißstrafe von 3 Wochen und der Letztere in eine solche von 14 Tagen, sowie je zur Hälfte der Kosten werurtheilt. 3. Georg Mathes und Heinrich Ort von Nieder⸗Mörlen, wegen Sachbeschädigung, erhielten eine Mefängnißstrafe von 3 Tagen und die Hälfte der Kosten. H. Johannes Wagner Wittwe von Schwalheim, wegen Diebstahls, wurde in eine Gefängnißstrafe von 1 Tag und in die Kosten verurtheilt. 5. Heinrich Karl Nikolaus won Schwalheim, wegen Diebstahls, wurde in eine Ge— fängnißstrafe von 3 Tagen und in die Kosten verurtheilt. Z. In der Sache Christian Schäfer, Conrad Reuß III., Philipp Künstler, Heinrich Reuß, sämmtlich zu Dorheim, vegen Ruhestörung, wurde die Verhandlung vertagt. 7. A. Winkler von Bad-Nauheim, wegen Uebertretung der Gewerbeordnung, wurde von Strafe und Kosten frei⸗ gesprochen. 8. Johannes Sopp III. von Ober⸗Mörlen, wegen unerlaubten Beherbergens, wurde von Strafe und Rosten freigesprochen. 9. Die Sache Philipp Dörr von Wisselsheim, wegen Beleidigung, wurde durch Vergleich rledigt. 10. In der Sache Adam Scherer von Ober⸗ Mörlen, wegen Uebertretung des Bahnpolizeireglements, wurde die Verhandlung vertagt. Literarisches. Daheim Nr. 42 enthält: Doktor Blaubart.(Forts.) — Die Katakomben. Mit zwei Illustr.— Eltsabeth Shristine, Königin von Preußen. Ein Lebensbild von . Ziethe. Mit Porträt.— Kleine Bilder aus Eng⸗ Juli stattge⸗ in folgenden land. Von Ompteda. IV. — Bischof Martensen über Böhmens Mystik.— Zum Namen Taufik.— Gefrorene Thiere.— Schleichpatroullle. Zu dem Bilde von Th. Rocholl.— Gesundheitsrath. — Mit zwei illustr. Beilagen. Illustrirte Weltgeschichte für das Volk. Unter besonderer Berücksichtigung der Kulturgeschichte, in zweiter Auflage neu bearbeitet und bis zur Gegenwart fortgeführt von Otto von Corvin ꝛc. ꝛc. Die neuen vor— liegenden Hefte 86 bis 94 des interessanten Werkes sind Lieferungen zu den letzten vier Bänden; sie enthalten nämlich vom V. Bande: die Bog. 66—90(Schluß), vom VI. Bande: Bog. 1—5, vom VII. Bande: Bog. 16—20, endlich vom letzten(VIII.) Bande: Bog. 1— 10. In dem abschließenden Theile des V. Bandes, der einerseits mit dem Entscheidungskampfe in den Niederlanden und mit dem Morde Wilhelms von Oranien beginnt, ander— seits mit dem Reichstage zu Regensburg(1613), sowie der Wahl Ferdinands II. zum König von Böhmen und Ungarn(1618) endet, findet sich eine große Fülle der wichtigsten Weltereignisse Europas abgehandelt. Es wer⸗ den uns der Heldenkampf der Niederlande und Englands gegen die katholische Hauptmacht Spanien, der Unter— gang der Armada, die katholische Bewegung in England, welche seit Hinrichtung der Königin Maria Stuart zum Stillstand kam, und die wichtigen Seekämpfe, die mit dem Siege der Protestanten abschlossen, vorgeführt. Außerdem das Ende des Hauses Valois in Frankreich, die Glanzzeit Heinrichs IV., der Aufschwung Englands unter Elisabeth, auch im Geistesleben, namentlich in der Poesie(Shakespeare), ferner die Blüte des niederlän— dischen Seehandels, der holländischen Eroberungen in Indien, die erste Weltumsegelung, endlich der wirthschaft— liche und politische Verfall Spaniens ꝛc. Auch über die Anfänge des großen russischen Reiches, namentlich die Zeit Iwans des Schrecklichen ꝛc. wird das Wichtigste mitgetheilt, während den übrigen Staaten und Völkern im Norden und Osten Europas kürzere Uebersichten ge— widmet sind. Unter den zahlreichen Illustrationen der uns vorliegenden Hefte sind besonders das Bild von Leyendecker:„Maria schwört ihre Antheilnahme an Babingtons Attentat ab“ und das von Bleibtreu:„Prinz Eugen in der Schlacht bei Belgrad“, als schön und lebensvoll hervorzuheben. Handel und Verkehr. Friedberg, 22. Jult. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90.— 1.00, Eier 1 St. 5 Pf, 2 St. gr. 11 Pf. Gießen, 19. Juli. Auf dem heute und gestern da⸗ hier abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetrieben: 1496 Stück Rindvieh und 856 Stück Schweine und war sämmt⸗ liches aufgetriebene Vieh schön und gut genährt. Der Handel war sehr lebhaft und die Preise hoch. Nächster Markt Dienstag den 1. und Mittwoch den 2. August d. J., am letzteren Tage auch Krämermarkt. Gießen, 23. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.85—0.90, Eier 1 Stück 5 bis 6 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben das Paar 70— 90 Pf., Hühner per Stück M. 1.00— 1.20, Hahnen per Stück M. 0.60 bis 1.50 Enten per Stück M. 1.50— 2.00, Ochsenfleisch per Pfund 64—66 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—56 Pf., Kalbfleisch 4450 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 5.00 bis 8.00, Zwiebeln der Ctr. 10—12 M. Frankfurt, 22. Juli. Wochenmarkt. Weißkraut per Stück 20—30 Pf., Rothkraut per Stück 25-30 Pf., Wirsing per Stück 7—8 Pf., Kohlrabi per Stück 2—3 Pf., Blumenkohl per Stück 15—65 Pf., Bohnen per Pfund 18-20 Pf., gelbe Rüben per Pack 3—4 Pf., ausge⸗ kernte Erbsen per Liter 36—40 Pf., Einmacherbsen 60 Pf., Zuckerschoten per Mahlzeit 15 Pf., Kopfsalat per Stück 2—3 Pf., Endivien per Stück 8 Pf., Escarol per Stück 6—8 Pf., Gurken per Stück 10, 15, 20 Pf., Rotherüben per Stück 5 und 8 Pf., Rettig per Stück 8 und 10 Pf., Radieschen per Pack 4 Pf., Zwiebeln per Centner rothe Der Kaufmann von Liver— pool.— Am Familientische: Ein Hilferuf aus Kroatien. M. 6., gelbe M. 7., Kirschen per Pfund 40 Pf., Sauer⸗ kirschen per Pfund 30 Pf., Klosterbeeren per Pfund 15 Pf., Johannisbeeren per Pfund 20 Pf., Erdbeeren per Liter 25—30 Pf., Himbeeren 30 Pf., Heidelbeeren per Liter 15—18 Pf., Kirschenbirnen per Hundert 20 Pf., Zuckerbirnen 80 Pf., Pflaumen per Hundert 40—50 Pf., Aprikosen je nach der Größe per Stück 2—8 Pf., ganz edle Qualität 15 Pf., Kartoffeln im Centner rothe M. 2.50, gelbe M. 2.80, im Gescheid rothe 10 Pf., gelbe 12 Pf., Butter im Centner M. 87.—95, en detail M. 1.5, deutsche Eier per Hundert M. 4.50 5.50, en detail 2 Stück 11 Pf., Sommergans per Stück M. 4.50—5., Enten M. 2., Heu per Centner M. 4.60, frisches M. 2.80, Stroh M. 2.40—3. Mainz, 21. Juli. Markt⸗Preise. Kartoffeln per 100 Kilo M. 8.—8.50, Heu per Ctr. M. 3.— 3.50, Stroh per Ctr. M. 2.25— 2.75, Butter ½ Kilo M. 0.85 0.90, Butter in Parthien M. 0.70— 0.75. Eier ½ Hundert M. 1.05— 1.10, Handkäse 4 6 Pf., Rothkraut 15—25 Pf., Weißkraut 10—15 Pf., Blumenkohl 25—35 Pf., Wirsing 3—4 Pf., Zwiebel ½ Kilo 8— 10 Pf., 1 Ente M. 2.— 2.50, 1 Hahn M. 1.— 1.25, 1 Huhn M. 1.— 1.50, 1 junge Taube 35—40 Pf.— Fruchtmarkt. Walzen hiesiger M. 25.50— 26.20, fremder M. 25.50— 25.40, Roggen hies. und franz. M. 19.50, Hafer M. 15.—17.25, Reps 29.— 29.50, Rüböl eff. ohne Faß M. 32.30 32.75, per October M. 30.25 30.40. Volksbad. Wasserwärme der Usa am 24. Juli: 190 Reaumur. Walter. Geld⸗Cours. Frankfurt am 22. Juli 1882. 20 ⸗Frankenstücke 1 M. 16 26—30 do. i 16 24—28 Englische Sovereigns. 20 38—42 16 73—78 9 53—58 9 61—66 Russische Imperiales. Ducaten. 8 1 al marco. Pfennig⸗Sparkasse. Dollars in Gold. 416-20 Summelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Bestand am 1. Juni 1882 sammt Zinsen 16388 01 Uebertrag vom 15. Juli 4296 2652 60 1. C. Bindernagel. 63 49 50 2. W. Bernbeck 208 122 20 3. Ph. Billau. 128 80 85 4. Th. Kranz 2 106 12 15 5. H. Flaschenträger. 117 74 30 4918 19439 61 Uebertrag am 1. Juni 1882 Einleger 978. Uebertrag vom 15. Juli neue Einleger 49. Neue Einleger l 6 Gesammt⸗Einleger 1033. Friedberg den 22. Juli 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, „ /½ Dutzend 5 „ Dutzend* ee. Die Expedition des Anzeigers. Versteigerung. Mittwoch den 26. Juli, Nachmittags 3 Uhr, werden uf dem Güterboden der Main⸗Weser⸗Bahn dahier zwei zörbe Lack öffentlich meistbietend versteigert. Friedberg, 23. Juli 1882. 1 Königliche Güter⸗Expedition. Rauber. Arbeits-Versteigerung. Mittwoch den 26. d. Mts., Nachmittags um 5 Uhr, on an dem Rathhaus zu Ostheim nachstehende lrbeiten und Lieferungen öffentlich in Accord gegeben verden: M. Pf 5 1531 Mauererarbeit, veranschlagt zu 26 70 Schreinerarbeit f 42 50 Aeferung von Mauer- und Rolliersteinen 44— Kalk 6 50 5 Canaldeckplatten 1 5„ Mauersand 5 9— 24. Juli 1882. Butz bach den 2 ne Bezirks-Bauaufseher. 42 — Ein tüchtiger Schweizer Von wem? sagt die ergen hohen Lohn sofort gesucht. 2538 (rxped. d. Anz. Neue Grüne Kern 240 be Wüb. Feulso. 9 ist dis schönste Zierde des Jüng⸗ F lings. Der so schnell berühmt gewordene 4 . Mustaches- 3 Balsam von Faul Bosse, Frankfurt a/ M., Schil⸗ lerstraße 12, leistet in schneller und kräfti⸗F ger Erzeugung des Bartes Erstaunliches und übertrifft bel Weitem alle anderen derartigen Mittel Wirkung unfehlbar. Große Anzahl Atteste. Preis pr. Dose 1. 2.50. N Ueue holl. Vollhäringe 250m bei Assenheim. 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August 1881 wurden 324,000 Francs Haupttreffer und viele kleinere Treffer auf von mir verkaufte Loose gewonnen. Jedes Loos, was obigen An- gaben nicht entspricht, oder den Käufer nicht befriedigt, nehme ich stets gerne zuruck. 868 Carl Dindernagel's Annoncen-Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren-Empfehlungen, Versteigerungen werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird uur der Originalpreis der betr. Zeitung. Die Annoncen-Aufgeber sparen also Briefschreiben, Zeit und Porto. Wohnung gesucht. Zwei Zimmer, Küche, Keller ꝛc. ꝛc. mit Wasser. Kamin Steine werden billig abgegeben von 2502 Musikvoerein. Musikalischer Abend auf Windecker's Felsenkeller Mittwoch den 26. Juli, 8 ½ Uhr, zu Ehren des scheidenden Mit⸗ gliedes Herrn Kreis baumeisters Reuß. ö Die Mitglieder und deren Angehörigen sind hierzu freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Casino. Sonntag den 30. Juli, bei günstiger Witterung: Parthie mit Musik nach Ziegenberg. Näheres wird den Mitgliedern durch, Cireular be⸗ kannt gegeben. Die verehrl. auswärtigen Mitglieder, welche an der Parthie Theil zu nehmen gedenken und auf Plätze bei⸗ der Fahrt reflektiren, sind höfl. gebeten, dies unserem Vorstandsmitglied Herrn C. Groß bis zum nächsten. Freitag mittheilen zu wollen. 2535 Der Vorstand. Eine Parthie Käse verkauft, um rasch zu räumen, per Pfd. 30 Pf. 2524 Fr. gubregt witkwe.— Unverlöschliche Tinte, zum Zeichnen der Wäsche, wieder eingetroffen. Carl Bindernagel. Frühkartoffeln, prima, per Meste 70 Pf., verkauft 2527 Fried. Gunderloch. Ein junger, guter Zughund nebst Geschirr und Wagen steht preiswerth zu ver⸗ kaufen bei 25305 Bad⸗Nauheim. W. Hanstein. Zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 25209. Seidene Umknöpftücher& Foulards 235 in den schönsten Farben billigst bei K. Friedrich. Farben, trocken, sowie in Oel gerieben in allen Nüancen [Hel- und Spiritus⸗Lacke, große Auswahl it, Pinseln zu billigen Preisen empfiehlt 112532 J. Baumeister. 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