Betreffend: Die allgemeine Berufsstatistik vom 5. Dienstag den 25. April. M 4. berhessischer 3 Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. 9 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, Annoncen von 1 3 0(soweit Letztere nicht Jahres⸗ Conto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht 155 ist, werden stets per bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 15 bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. r Post 3 Juni Amtlich er Theil. 1882. Friedberg den 21. April 1882. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des 175 und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. — 5 6.—.— uffui—— 9 N I ü f 0 zlet W . beim ** Ftist 2* Laden l ———ů—ůů ů ůů—k— — „Anweisungen für Anweisungen für In Verfolg unseres Ausschreibens vom die Zähler, w (F) sämmtlichen Anweisungen Neige ist, Letztere bestimmten Exemplaren der Anweisung Um Mittheilung des jetzigen Aufenthaltsorts des D Friedberg am 15. April 1882. die Zähler und für die Gemeindebehörden“(Zähl l ede, elche Sie alsbald beten wollen. daß 6. dieses Monats, Kreisblatt Nr. Wir bemerken hierbei, dagegen der von den beigelegt ist.. Ausschreiben. „übersenden wir sowie die für jede Gemeinde a Zahl von daß die von den Zählern zu führende Controlliste Zählungs-Commissionen zu führende Gemeindebogen(G) nur den für Ihnen mit nächster Post je 2 Exemplare Dr. v. Gemmingen, Kreis⸗-Assessor. Dienstknechts Heinrich Zott von Kaiserslautern, seither auf Hof Hasselheck, wird ersucht. Der Großherzogliche Amtsanwalt Lorenz. er Reich. Darmstadt. Der Oberamtsrichter Eigen⸗ brodt in Fürth wurde zum Oberamtsrichter in Reinheim ernannt. Berlin, 21. April. Die Kirchencommission des Herrenhauses genehmigte unter Ablehnung aller Amendements mit 10 gegen 3 Stimmen Art. 2 in der Fassung des Abgeordnetenhauses und be— schloß mit 12 gegen 1 Stimme zu Art. 3 fol— gende Fassung: Von der vorgeschriebenen Staats— prüfung sind diejenigen Candidaten befreit, welche durch Zeugnisse nachweisen, daß sie die Ent— lassungsprüfung auf einem deutschen Gymnasium abgelegt, sowie ein dreijähriges theologisches Studium auf einer deutschen Universität: oder aber auf einem in Preußen bestehenden kirchl. Seminare, hinsichtlich dessen die gesetzlichen Voraussetzungen für den Ersatz des Umudersttätsfudiums auf diesem Seminare erfüllt sind, zurückgelegt und während dieses Studiums Vorlesungen über Philosophie, Geschichte und deutsche Literatur mit Fleiß gehört haben.— 22. April. Die Kirchencommission des Herrenhauses genehmigte den Rest der kirchen— politischen Vorlage unter Ablehnung aller Ab— änderungsanträge in der Fassung des Abge— ordnetenhauses. Mit den von der Commission zu Artikel 1 und 3 beschlossenen Abänderungen erklärte sich der Cultus minister unter dem Be— merken einverstanden, daß es immer noch besser sei, wenn Etwas zu Stande komme als gar Nichts. 21. April. Das Abgeordnetenhaus setzte die zweite Lesung der Secundärbahnvorlage fort. — 22. April. Im Abgeordnetenhaus fand heute die zweite Lesung„der Landgüterordnung, für Westfalen statt.— Die Budget-Commission des Abgeordnetenhauses genehmigte den Nach- tragsetat unverändert. München, 21. April. Der Reichsrath er— ledigte den Cultusetat zumeist nach den Be— schlüssen des Abgeordnetenhauses, stellte den von den Abgeordneten gestrichenen Dispositionsfonds einstimmig wieder her, lehnte den Antrag wegen des confessionellen Geschichts- Unterrichts, von Bischof Dinkel und Fürst Löwenstein befürwortet, von Dollinger, Ortenberg, Lootzbeck und dem Cultusminister bekämpft, mit allen gegen 10 Stimmen ab und ebenso den Antrag auf Um⸗ wandlung des Simultan-Schullehrerseminars in Bamberg in ein confessionell-katholisches Seminar. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 21. April. Der„Politik“ zufolge bestätigt es sich, daß Jo— vanovic für den wegen Kränklichkeit seine Ver— etzung erbittenden Dahlen das Generalcom— mando in Serajewo und die Landesverwaltung Bosniens und der Herzegowina übernehme. 22. April. Die Reichsraths-Delegation genehmigte nach kurzer Debatte fast einstimmig zacifications-Credit unverändert nach der den Regierungsvorlage. Pest, 22. April. Die ungarische Delegation nahm in der Generaldebatte mit allen gegen 4 Stimmen den Ausschußbericht auf Bewillig— ung des Credits mit einem Abstrich von zwei Million an. Schweiz. April. Der Natio— nalrath genehmigte nach fünftägiger Debatte den Handelsvertrag mit 104 gegen 20 Stimmen. Frankreich. Paris, 21. April. Der Kriegsminister Billot wird morgen eine Reise in die östlichen Departements antreten, um die Befestigungslinie gegen Deutschland zu inspiciren. — 21. April. Freyeinet conferirte mit Lesseps und dem Commandanten Roudaire, den Urhe— bern des afrikanischen Binnenmeer— Proj ects. Dem Vernehmen nach würde der Staat an den Kosten des Projects nicht theilnehmen, sondern die Pri— vatindustrie zur Betheiligung auffordern. 22. April. Heute fand ein Ministerrath statt. Präsident Grevy unterzeichnete ein Decret, welches den einzelnen Ministerien die verschie— denen Dienstzweige der tunesischen Verwaltung d zuweist. Indessen werden sich die Minister in allen Fällen mit dem Ministerresidenten Cambon durch Vermittelung des Ministers des Auswär— tigen in Verbindung setzen. Der Justizminister ist beauftragt, eine Gerichtsverfassung, sowie die Errichtung eines franzoösischen Gerichtsbofes für Tunis vorzubereiten, dessen Competenz jedoch nicht die Aufhebung der Capitulation involviren soll. Die Frage der Finanzorganisation ist vor— . worden. f Großbritannien. London, 21. April. Unterhaus. Lennox beantragt: Angesichts der enormen Vermehrung der ausländischen Flotten, welche den britischen Handel gefährdet, sei eine Verstärkung der britischen Flotte erwünscht. Im Laufe der Debatte erklärt Trevelyan, ein Ver— gleich der britischen Flotte mit der französischen sei befriedigend. Frankreich besitze 11 active und 29 Reserve-Panzerschiffe, England 26 active und 23 Reserve-Panzerschiffez Extracredite für den] Schiffbau seien nicht erforderlich, wenn Frankreich nach Vollendung des jetzigen Programms keine weitere Flottenvermehrung vornimmt. Der An— trag wurde ohne Abstimmung verworfen. — 22. April. Unweit Ballybunnion in der Grafschaft C Cork überraschte in der verwichenen Nacht die Polizei eine starke sogenannte Mond— Bern, 22 scheinbande, welche im Begriff war, das Gehoͤft eines mißliebigen Pächters anzugreifen. Die Constabler feuerten und verwundeten 14 Ver— brecher, welche darauf verhaftet wurden, während die übrigen die Flucht ergriffen und entkamen. Trotz des heftigen Gegenfeuers erlitt die Polizei keine Verluste. Dublin. In Irland folgt jetzt ein Agrar— mord dem anderen. So wurde am Mittwoch Abend die Leiche eines Gerichtsvollziehers des Lords Beconfield mit zerschmettertem Schädel ee Der Ermordete hatte vor einiger Zeit mehreren Pächtern Lord Beconfields Ex⸗ missionsmandate behändigt. Ottawa, 22. April. Das Unterhaus Ca— nadas beschloß gestern bott, die Königin in einer Adresse zu ersuchen, Irland dieselbe Autonomie zuzugestehen, welche Canada genieße, sowie alle politischen Gefangenen Irlands zu begnadigen. Der Präsident des Ministerraths Macdonald unterstützte die Resolution. Italien. Rom, 21. April. Die„Pol. Corr.“ constatirt, daß zwischen Italien und Egypten betr. der Assab-Bal bestandene D Differenzen in einer Italien zufriedenstellenden Weise bei— gelegt seien, so aß die Frage als geordnet anzusehen ist. Die italienische Regierung hat daraufhin den Ingenieur Dioupsio nach Assab delegirt, um dort d die erforderlichen Studien für beabsichtigte Bauten und Straßenanlagen zu machen. Spanien. Madrid, 23. April. Die De— putirtenkammer hat mit 237 gegen 59 Stimmen den Handelsvertrag mit Brenkreich genehmigt. Türkei. Constantinopel. Die Pforte soll beabsichtigen, eine Commission, aus Osman Pascha, Server Pascha und Alikiani bestehend nach Egypten zu entsenden. Rumänien. Bukarest, April. Den Zeitungen zufolge ist das Project Barrere's der Regierung noch nicht mitgetheilt und sind ihre Bemühungen, dasselbe kennen zu lernen, bisher erfolglos geblieben. Rußland. Petersburg. Nach der Kroͤnung soll Massaloff zum russischen Vertreter beim Vatican ernannt werden. Moskau. Von hier wird gemeldet, daß der Besuch des Kreml vom nächsten Sonntag ab dem Publikum nicht mehr gestattet wird. Egypften. Alexandria. Die„Times“ melden, daß wegen der in Kairo herrschenden Befürchtungen wegen eines Beduinenaufstandes gegen die jetzige Regierung eiligst Truppen nach Zaguzie und Damanhur abgesandt sind, um die Grenzen 22 zu schutzen. 1 ö 0 i N 15 5 . 5 1 17 7 e 1 . 2 11 150 . 11 0 1 N 1 —— Afrika. Tunis, 22. April. Die Freilassung Tajeb Bey's, des Schwagers des regierenden Bey's, erfolgte auf Veranlassung des französischen Ministerresidenten Cambon, welcher sich sofort nach seiner Ankunft Tajeb's angenommen hatte. Der Bey bewilligte seine Freilassung unter der Bedingung, daß Tajeb nicht nach Paris intri— guire und den jetzigen status quo nicht autaste, überhaupt Nichts ohne die Einwilligung Cam— bon's unternehme. Tajeb versprach diesem nach— zukommen, wofür Cambon die Garantie übernahm. Aus Stadt und Land. r. Friedberg, 23. April. Der zum Obercon⸗ sistorial- Rath und zum Superintendenten der Provinz Rheinhessen ernannte seitherige Professor am Prediger— seminar und Stadtpfarrer Dr. Köhler dahier hielt heute vor der in unserer großen uud schönen Stadtkirche sehr zahlreich versammelten Gemeinde seine Abschiedspredigt. Das Scheiden des Mannes, der seit beinahe neunzehn Jahren hier in einer vielseitigen Wirksamkeit gestanden, wird allgemein bedauert. Der Musikverein, dessen Prä— sident der Scheidende gewesen, wirkte bei dem Abschieds— gottesdienst mit, indem er zur Erbauung der Gemeinde nach der Altarleetion einen besonderen Choral vortrug, an welchen sich das Lied der Gemeinde(Nr. 300, Ach Gott, verlaß mich nicht) anschloß. Als Text der Predigt waren die Worte Phil. 4, 7. gewählt: Der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu. Diesen Friedensgruß des Apostels führte Redner in vorzüglicher, zu Herzen gehen— der Weise als seinen Abschiedsgruß an unsere Gemeinde aus. Der Raum dieses Blattes gestattet uns nicht auf die Predigt näher einzugehen, wir wünschen und hoffen jedoch, daß dieselbe dem Druck übergeben werden wird. Nachmittags drei Uhr versammelten sich Vertreter des Kirchen⸗ und Stadtvorstandes, sowie der Lehranstalten und der Vereine, auf welche sich die Thätigkeit Köhler's erstreckt hatte und begaben sich in dessen Wohnung. Hier nahm zuerst Pfarrer Baur das Wort und verlas nach— stehende Adresse:„Gestatten Sie, daß wir, die ergebenst Unterzeichneten, als Vertreter der Stadt Friedberg, welcher sie seither angehörten, insbesondere der hiesigen evangelischen Gemeinde, in welche Sie vor beinahe neun— zehn Jahren als Pfarrer eingetreten, sowie der An stalten, an welchen, und der Vereine, in welchen Sie thätig gewesen sind, bei Ihrem Scheiden aus unserer Mitte der Anerkennung Ihrer vielseitigen ausgezeichneten Wirksamkeit in wenigen Worten Aus druck geben. Ins- besondere haben wir Ihnen dafür zu danken, daß Sie durch Ihre gehaltvollen, klar durchdachten und geistreichen Predigten, in welchen Ibre christliche und Ihre vater— ländische Gesinnung in innigem Bunde sich kund gab, zur Erbauung unserer Gemeinde in Segen gewirkt. Wir freuen uns der allerhöchsten Anerkennung Ihrer Ver— dienste um unsere Gemeinde, unsere Lehranstalten und unsere Landeskirche, welche Ihnen durch die ehrenvolle Berufung in die oberste Kirchenbehörde unseres Landes zu Theil geworden ist, müssen aber zugleich Ihr Scheiden aus unserer Mitte und aus Ihrem seitherigen Wirkungs- kreise tief beklagen. Unsere besten Wünsche für Ihr und Ihrer verehrten Familie ferneres Wohlergehen, sowie für eine gesegnete Thätigkeit in Ihrem neuen hohen Kirchenamte begleiten Sie. Wir bitten Sie, hochver— ehrter Herr Oberconstistorial-Rath, unserer Gemeinde, unseren Anstalten und Ihren hiesigen Freunden ein freund— liches und liebevolles Andenken zu bewahren, wie wir Ihrer in Hochachtung und Liebe gedenken werden.“ Hierauf richtete Bürgermeister Seriba folgende Ansprache an Dr. Köhler:„Der Vorstand der Stadt Friedberg hat beschlossen, Ew. Hochwürden in Anerkennung der viel— fachen Verdienste, die sie als Geistlicher und Mitglied städtischer Körperschaften sich um das Wohl unserer Stadt erworben haben, das Ehrenbürgerrecht derselben zu verleihen. Indem ich mich beehre, Ew. Hochwürden die Urkunde hierüber zu überreichen, spreche ich Ihnen im Namen meiner Mitbürger aufrichtigen Dank aus für alles Schöne und Gute, das Sie durch Wort, That und Beispiel in unserer Mitte erstrebt, gefördert und erreicht haben und bitte Sie, unserer Stadt und ihren Bewohnern stets ein geneigtes Andenken bewahren zu wollen.“ Das betreffende Diplom war, ebenso wie die vorher übergebene Adresse, von Hofmaler Hieronimus kalligraphisch kunstvoll ausgeführt. Seminarlehrer Wahl übergab hierauf zwei silberne Tafelaufsätze als sichtbares Andenken von Seiten der Freunde und Verehrer des aus unserer Mitte Scheidenden und begleitete die Ueber— gabe mit folgenden Worten:„Ihre Freunde und Ver— ehrer aus allen Kreisen unserer Gemeinde, in der Sie so segensvoll gewirkt haben, wollen Ihnen und Ihrer werthen Familie beim Abschiede auch ein sichtbares Zeichen der Werthschätzung übergeben, das ich die Ehre habe, Ihnen zu überreichen und das ich bitte, gütigst anzu⸗ nehmen. Damit habe ich die Versicherung zu verbinden, daß wir in den Gesinnungen verharren werden, die wir von jeher für Ste und Ihre werthe Familie gehabt haben, das sind die Gefühle der Hochachtung, hoher Verehrung, der Liebe und Dankbarkeit; wir bitten Sie, auch unserer nicht zu vergessen. Gott erhalte Sie und Ihre Familie gesund und Ihre fernere Wirksamkeit sei von demselben Segen begleitet, wie das hier sichtlich der Fall gewesen ist.“ Dr. Köhler sprach hierauf bewegt seinen Dank für die ihm erwiesene Ehre und die Beweise der Liebe aus und erklärte, besonders werthvoll sei ihm die vom Stadtvorstande erwiesene Ehre, er freue sich, sich ferner einen Bürger der Stadt nennen zu dürfen, die ihm zur Heimath geworden und mit welcher er durch so innige Bande verbunden gewesen, wie er mit einem anderen Orte nicht mehr verbunden werden könne, auch nicht mit der Stadt, in welche er jetzt zurückkehre, in welcher er seine Jugend verlebt, auch einige Jahre als Lehrer und Geistlicher thätig gewesen und in welcher er jetzt von alten Freunden empfangen werde. Er bat die Anwesenden, daß sie Allen, als deren Vertreter sie er— schienen seien, seinen herzlichen Dank übermitteln möchten. Diesem Wunsche wollen wir auch durch diese Mittheilung entsprechen. Möge die geistige Gemeinschaft des Scheiden— den mit seinen hiesigen Freunden und Verehrern fort— bestehen! Sch. Vilbel, 24. April. Auf der Gemeindebleiche hatten sich gestern eine Schießbude und zwei Caroussels, darunter ein Veloeipeden-Caroussel etablirt. Namentlich war es Letzteres, welches unsere Jugend stark interessirte. Unglücklicherweise wurden hierbei einem Knaben, welchem der Hut unter die Veloeipedes fiel, mehrere Finger zer— quetscht, als er denselben wieder aufheben wollte. Allerlei. st. Frankfurt. Es dürfte angezeigt sein, beson— ders darauf aufmerksam zu machen, daß die nächsten Aufführungen von Richard Wagner's„Rheingold“ und„Walküre“(Mittwoch den 26. und Donnerstag den 27. April) außer Abonnement stattfinden. Hie— durch ist dem nichtabonnirten hiesigen, sowte dem aus- wärtigen Publikum Gelegenheit geboten, die beiden Theile des„Ring des Nibelungen“ in unmittelbarer Aufeinander— folge zu hören. Billet-Bestellungen zu diesen Vorstell⸗ ungen werden an der Casse des Opernhauses von heute an angenommen und können für beide Vorstellungen Eintrittskarten im Voraus gelöst werden. f. Ober⸗ Reifenberg. Das höchstgelegene photogra— phische Atelier Europas dürfte wohl das sein, welches am 1. Mai von den Photographen Fischer und Schröder in Wiesbaden auf dem Feldberg eröffnet werden wird. Der Feldberg wird eben immer mehr von der Cultur beleckt. München. Bei Perlach wurde am 20. d. Mts. früh der Bürgermeister von Perlach ermordet aufge— funden. Derselbe wollte mit einer beträchtlichen Geld— summe nach München fahren, wurde auf dem Wege angefallen, ausgeraubt und umgebracht. Gera, 20. April. Heute früh erfolgte hierselbst durch den Scharfrichter Krauts aus Berlin die Hinrichtung des am 24. März wegen Beraubung und Ermordung seines Prinzipals, des Getreide-Agenten Kühn in Gera, zum Tode verurtheilten Commis Gebhardt mittelst des Fallbeils. Essen, 19. April. Man schreibt der„K. Z.“ vom 18.: „Gestern wurde hier ein Mensch verhaftet, der sich seit Ostern bettelnd in unseren Straßen und den Dörfern der Umgegend herumgetrieben hatte. Bei der polizeilichen Durchsuchung der Taschen fanden sich 17 Mark vor, und als die Mütze herumgedreht wurde, in welcher diese Vagabunden gewöhnlich ihre richtigen oder falschen Pa— piere verbergen, fielen zwei Hanfschlingen heraus, wie solche bei den in unserer Gegend verübten Mädchenmorden angewandt wurden. Befragt, wo er am Ostermontag sich aufgehalten, nannte der Kerl eine hiesige Herberge, indeß stellte sich sofort heraus, daß er dort erst am Montag Abend eingetroffen und durch sein eigenthümlich scheues Wesen aufgefallen ist. Zugleich wurde festgestellt, daß derselbe Mensch nach dem bei Rellinghausen verübten Mord an der 12jährigen Hämelmann bereits eine zeit— lang verhaftet gewesen ist, weil Verdachtsgründe gegen denselben vorlagen, die sich allerdings später nicht auf— recht erhalten ließen.“ Vom 19. April wird geschrieben: „Soeben trifft hier die Nachricht ein, daß es endlich gelungen ist, einen der scheußlichen Lustmörder auf frischer That zu ertappen und dingfest zu machen. Derselbe ver— suchte nämlich auf dem Feldweg zwischen Wellinghofen und Hacheney ein 16jähriges Mädchen zu überfallen, und hatte demselben bereits eine Schlinge um den Hals ge— worfen, als auf das Geschrei der Bedrohten mehrere Personen herbeieilten. Der Verbrecher ergriff schleunigst die Flucht, doch gelang es, ihn einzuholen und dann ge— bunden der Polizeibehörde in Barop zu überliefern. Der Attentäter ist ein in der ganzen Gegend als verkommenes und gefährliches Subjeet bekannter und gefürchteter Scheerenschleifer, der also ebenfalls, gleich Peter Schiff und dem gestern in Essen verhafteten oben erwähnten Verdächtigen, dem in unserer Gegend so überhand nehmen— den Vagabundenthum angehört. Luzern. Der 29. Mai ist definitiv als Termin für die offieielle Festlichkeit zur Eröffnung der Gotthardbahn festgesetzt. London, 22. April. Im Courttheater fand gestern ene Gasexplosion statt. Im vollen Hause herrschte Be— stürzung und nur der Geistesgegenwart des Prinzen von Wales gelang es, eine Panik zu verhindern, indem er das Publikum zum Sitzenbleiben aufforderte. Palermo, 22. April. Seit zwei Tagen zeigt der Aetna seine Thätigkeit durch einen Aschenaus bruch im Central-Krater. Dichte Wolken, von aschenbeladenen Dünsten gebildet, erheben sich von der Spitze des Berges und lassen, von einem Nord-Nord-Ostwinde getrieben, die Asche auf den entgegengesetzten Abhang des Aetna bis in das Ochsenthal(Valle del Bove) fallen. Das Phänomen ist auch aus der Entfernung sichtbar, weil die in der Zeit vom 5, bis 11. April eingetretene regner— ische und stürmische Witterung den Berg mit einem weit— hin sich dehnenden Mantel von frischem Schnee bedeckt hatte, der jetzt auf dem Ostabhange von einer schwarzen Kraters bis auf weitere Entfernungen stufenweise zu⸗ nimmt, gleichsam geräuchert wird. Thermalschlamm in Paterno dauert fort, beschränkt sich aber auf einen einzigen Krater. Handel und Verkehr. Friedberg, 22. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.10, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 00 Pf. Gießen, 22. April. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.05— 1.10, Eter 1 Stück 5 Pf. und 2 St. 0 Pf., Käse per St. 4—8 Pf., Tauben das Paar M. 0.70 0.80, Hühner per St. M. 1.30— 1.50, Hahnen per St. M. 1.10 bis 2.00, Enten per St. M. 2.30— 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 64-66 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 50—54 Pf., Kalbfleisch 40—48 Pf., Schweinefleisch 62-64 Pf., Hammelfleisch 6066 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 3.00, bis 4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 12. Gießen. Auf dem am 18. und 19. d. Mts. dahier abgehaltenen Markte waren aufgetrieben: 1315 Stück Rindvteh und 1597 Stück Schweine. Es zeigte sich durch den sehr lebhaften Handel große Kauflust zu noch höheren Preisen als die der vorhergegangenen Märkte, zumal da sich eine größere Bedarfsfrage bei Schlacht⸗ vieh aller Art und frischmilchenden Kühen einstellte. Nächster Viehmarkt Dienstag den 2. Mai. Frankfurt, 22. April. Marktpreise. Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. M. 3.50—5., Stroh M. 3 4.20, Ochsen⸗ fleisch 65—70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 45 55 Pf., Hammelfleisch 4065 Pf., Schweinefleisch 75— 80 Pf., Kalbfleisch 45—60 Pf., Eier 100 Stück deutsche M. 4.50, italienische M. 5.50, Butter 50 Kilo M. 105, Butter im Detail 1. Qual. M. 1.30, 2. Qual. M. 1.20, Hand⸗ käse das Pfd. 45 50 Pf., Kopfsalat 15 Pf., Lattig⸗ salat 25 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 5—7., Rettig 6 bis 8 Pf., Sellerie 10—25 Pf., Blumenkohl 40- 60 Pf., Wirsing 8— 15 Pf., Weißkraut 15 bis 30 Pf., Roth⸗ kraut 25—30 Pf., Endivien 20—25 Pf., Radieschen 6 bis 8 Pf., Spargel das Pfd. M. 1.20 1.30, Rosen⸗ kohl 50 Pf., 1 Hahn M. 1.70 bis 2.50, 1 Huhn M. 2 bis 2.50, 1 Ente M. 3—3.50, 1 Taube 50 Pf., Welsche M. 7— 12, 1 Poularde M. 2.50—3. Mainz, 14. April. Markt⸗Preise unverändert.— Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 25.28 26.00, fremder M. 24.50— 26.00, amerik. rother Winterwaizen M. 00.00 bis M. 00.00, Roggen, hiesiger und franz., M. 19.50 bis M. 19.90, Gerste, pfälzer, M. 19.10— 19.35, Franken M. 19.00 19.30, Hafer eff. M. 15.50— 17.75, Reps M. 30.00- 31.00, Repskuchen M. 000., Rüböl eff, ohne Faß M. 30.25 30.40, per Mai mit Faß M. 29.50-29.70. — Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 64., 2. Qual. M. 58—62., Kühe 4. Qual. M. 58., 2. Qual. M. 45—50, Kälber das Pfd. 50—55 Pf., Schweine das Pfd. 55 bis 62 Pf. Literarisches. Daheim. Nr. 29. enthält: Ein Traum auf Capri. (Forts.)— Savonarola. Von V. Schultze. Mit Illustr. — Der Baldrian im Volksglauben.— Fraktur oder Antiqua? Von Or. F. E. Clasen. Mit 7 Illustr.— Der Edelfalk. Aus C. Löwes Leben von seiner Tochter Julie.— Der gegenwärtige Stand der Wettervoraus— sage. II. Von F. Anders. Mit Illustr. und 2 Karten. — Die Heilanstalt für arme skrophulöse Kinder— Am Familientische: Wie lange dauert das Leben?— Volks⸗ witz über Napoleon I.— Mit 2 illustr. Beilagen. Taunus ⸗Club Wettergu. Der Vorstand des T. C. W. will nach ge— deihlichem Winterschlaf ein neues Leben an— fangen und gedenkt Freunde, Gönner und solche, die so heißen wollen, demnächst einzuladen, ihn wieder mit Rath und Geld und freundlichem Mit— laufen hierbei zu unterstützen. Es sollen in diesem Touristen-Jahr unter der Leitung von bewährten Pfadfindern wieder viele Aufklärungs- und Ent⸗ deckungs-Reisen in das nächste Taunus-Gebirge unternommen werden; es sollen einige Wald- feste„mit Bier oder ohne Musik“ veranstaltet werden; es sollen wieder, wie im vorigen Jahr, einige weite Gebirgswege mit Wegweisern aus— gestattet, auf einigen der schönsten Punkte des Wintersteins Ruhebänke angebracht werden; zu— letzt und zuhöchst wird auch der auf dem Winter— stein zu erbauende Aussichtsthurm voraussichtlich in Aussicht genommen werden. Seite die Meinung ausgesprochen, das zweck— mäßigste, billigste und dauerhafteste wäre statt eines Thurmes ein regelrechter Mastbaum mit Mastkorb; dieser würde auch den Vorzug haben, keine Veranlassung zu Schwindelaufällen zu geben, da er von zarten Personen nicht bestiegen wer— den kann, und er wäre eine Anstalt pro patria, durch die vielleicht in späteren Jahrhunderten die Wetterau zu einem der besten Aushebungs— bezirke für die deutsche Marine werden könne. Wir wollen alles das nur erwähnen, um darauf 1 Schicht, deren Intensität von der nächsten Nähe des Der Aus bruch von In Bezug auf diesen Letzteren wurde neulich von nichtmaritimer 49 2 —— — 2 dleser. — 1511 heimer schaft“, nossens Gesch Datle der G D 7 Mi. gliede schaft schrift De sonen, gesehe De 5 E Nr * A7 7 n Friedberger Kreisblatt. anderen, mehr auf die tieferen und feuchteren Theile des Gebirges gerichteten, der T. C. W. hat und wie sehr es sich zunächst verlohnen wird, durch Besuch der nächsten Generalver— sammlung und Erwerbung einer Mitgliedkarte an den Bestrebungen des T. C. W. theilzunehmen. ein (Eingesandt.) Wie wir hören, hat unsere Theatergesellschaft, die stets bemüht ist, uns das Neueste und Beste zu bieten, das überall mit Sensation aufgenommene Lustspiel: „Haus Lonei“ des so schnell beliebt und berühmt ge— wordenen Lustspieldichters L'Arronge angekauft und denkt es demnächst zur einmaligen Aufführung zu bringen, da bei einer Wiederholung die Kosten sich zu hoch stellen würden. Der Stoff des Stückes ist— wie dies der genannte Autor überhaupt liebt— gerade wie in„Hasemann's Töchter“, gegriffen und lösen sich tiefernste und ausgelassene, heitere Seenen in schönster Folge ab.„Haus Lonei“ zählt neben„Hasemann's Tochter“ und„Doktor Klaus“ zu den besten Werken des berühmten Verfassers und hat überall durchschlagende Erfolge und volle Häuser erzielt. Unser Publikum, das die Anstrengungen des Theaterensemble's gewiß zu würdigen weiß, wird es auch dieser Vorstellung an zahlreichem Vesuch nicht fehlen lassen. uzuweisen, welche wirklich hohen Ziele, neben aus dem Familienleben Repertoir⸗Entwurf Donnerstag den 27. April. Außer Abonnement: Die Walküre. Erster Tag a. d. Trilogie: Der Ring des Nibelungen. Freitag den 28. April. Geschlossen. Samstag den 29. April. Uriel Acosta.(Trsp. von Gutzkow). Sonntag den 30. April. Tanhäuser. Schauspielh aus. Dienstag den 25. April. Ultimo. Mittwoch den 26. April. Cyprienne. Vorher: Liebes— plänkelei. Donnerstag den 27. April. Geschlossen. Freitag den 28. April. Urbild des Tartuffe. Samstag den 29. April. Zum ersten Male wiederholt: Der lustige Krieg. Sonntag den 30. April. Zum ersten Male: Reif-Reif— lingen. Schwank in 5 Aufzügen von G. v. Moser. Geld⸗Cours. der vereinigten Stadt Theater in Frankfurt. Frankfurt am 22. April 1882. 20 Frankenstüctke. M. 16 19—22 20 e„bo.„ Dlenstag den 25. April. Aida. Arda: Frau Schröder— Englische Sovereigns 20 37—42 „Hanfstängl. 1 Nussische Imperiales.„ 16 68—73 Mittwoch den 26. April. Außer Abonnement: Das Ducaten 9 51—56 Rheingold. Vorabend a. d. Trilogie: Der Ring F„ des Nibelungen. Dollars in Gold„ 4202 Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf⸗ Uebertrag vom 15. April 29385 16029 85 1. C. Bindernagel. 73 51 70 2. W. Bernbeck 183 106 85 3. Ph. Billau. 140 81 50 4. Th. Kranz Ne 122 68 55 5. H. Flaschenträger.. 111 68 85 30014 16407 30 NB. Uebertrag Einleger 1078. Neue Einleger 7. Gesammt⸗Einleger 1085— Friedberg den 22. April 1882. Montag den 1. Mai. Der lustige Krieg. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Bekanntmachung. 1511 In Büdesheim hat sich unter der Firma„Büdes— heimer Spar⸗ und Creditverein, eingetragene Genossen— schaft“, laut Statuten vom 15. März l. J. eine Ge— nossenschaft gebildet, um den Mitgliedern die zu ihrem Geschäfts betriebe nöthigen Geldmittel durch verzinsliche Darlehen zu gewähren und die Anlage unverzinst liegen— der Gelder zu erleichtern. Der Vorstand wird gebildet aus dem Director und 7 Mitgliedern, dem ein Ausschuß von weiteren 7 Mit— gliedern zur Seite steht; derselbe vertritt die Genossen— schaft und zeichnet für sie, letzteres geschieht durch Unter— schrift des Directors oder seines Vertreters. Der Vorstand besteht dermalen aus folgenden Per— sonen, alle wohnhaft in Büdesheim: Otto Schwab, Director, Philipp Winter J., Stellvertreter, Daniel Faß, Johannes Brunkhardt II., Friedrich Faß, Balthaser Christian Wiesen bach II., Daniel Friedrich Seip, Jakob Winter, Konrad Mathäus Glas, . Daniel Heinrich Seip, Karl Moscherosch, Philipp Lanz, Philipp Konrad Winter, „Philipp Dietz, Friedrich Philippi. Die Genossenschaft erläßt ihre Bekanntmachungen im 0 O= Das Verzeichniß der Genossenschaft kann dahier ein— gesehen werden. 5 5 Der Eintrag in das Genossenschaftsregister erfolgte heute. Vilbel am 15. April 1882. Großherzogliches Amtsgericht Vilbel. Dr. Schäfer. Huth. Bekanntmachung. 1512 Laut Statuten vom 15. Dezember 1884, welche den Gesellschaftsvertrag darstellen, hat sich in Ober-Erlen⸗ bach unter der Firma 4 a „Ober⸗Erlenbacher Darlehenskasseverein, eingetragene Genossenschaft“, eine Genossenschaft gebildet, um den Mitgliedern die zu ihrem Geschäftsbetriebe nöthigen Geldmittel mittelst Ge⸗ währung von Darlehen zu beschaffen und in sonstige— Weise deren materielle Verhältnisse zu bessern. Der Vorstand wird gebildet aus dem Vereinsvorsteher, einem Beisitzer und dem Rechner, derselbe vertritt die Genossenschaft und zeichnet für sie. Der Vorstand bestehl dermalen aus folgenden Per— sonen, alle wohnhaft in Ober-Erlenbach: 1. Heinrich Stöhr, Vereinsvorsteher, 2. Peter Haas, Beisitzer, 3. Georg Jäger, Rechner. Die Genossenschaft erläßt ihre Bekanntmachungen in dem Oberhessischen Anzeiger. f Das Verzeichniß der Genossenschaft kann dahier ein— gesehen werden. 8 Der Eintrag in das Register erfolgte heute. Vilbel am 15. April 1882. Großherzogliches Amtsgericht Vilbel. Dr. Schäfer. Huth. Eine vierjährige, braune Stute, sehr gut im Wagen und im Pflug, mit oder ohne Ge— Fischerei-Verpachtung. Samstag den 29. April, Vormittags 10 Uhr, soll in dem Gasthaus„Zum Stern“ zu Holzhausen v. d. H. die Fischerei in dem Erlenbach in der Gemarkung Hol hausen auf 14 Jahre öffentlich verpachtet werden. Homburg ev. d. H. am 21. April 1882. Großherzogliche Oberförsterei Nieder-Eschbach. ö 3= 1509 Schwarz.. 2 ** Bekanntmachung. 1516 Die am 14. April im hiesigen Stadtwald abge⸗ haltene Holzversteigerung ist genehmigt. Der erste Fahrtag ist auf Freitag den 21. April be— stimmt worden. Butzbach den 20. April 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küchel. 5 er 8 Holz-Versteigerung. 1522 Freitag den 28. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden im Gemeindewald Ockstadt, Distrikt Schlag 6, 10 und 17: 3878 Stück Virken-Eichen-Durchforstungs-Wellen, 2100„ 1„ Aus jätungs-Wellen, 728„ Nadel⸗-Wellen und 238„ Ginstern-Wellen versteigert. Zusammenkunft am Jagdhäuschen. Ockstadt am 23. April 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. Dienst. 1 1 Arbeits-Versteigerung. 1538 Donnerstag den 27. d. M., Vormittags um 9 Uhr, sollen in dem Versteigerungssaal zu Nieder-Weisel nachstehende Arbeiten und Material-Lieferungen öffent lich in Aceord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit lt. Kostenüberschlag 7 Steinhauerarbeit 104 40 Zimmerarbeit 138 60 Dachdeckerarbeit 43 90 Schreinerarbeit 33— Schlosserarbeit 3 Weißbinderarbeit 192 80 Chaussirarbeit 64— Lieferung von Mauersteinen 194 40 1„ Chausseebausteinen 244— 6„ Nussensteinen 110— 1 lk 71— 6„ Sand 66— 10„ Kanaldeckplatten aus den Rocken— berger Sandsteinbrüchen 62 Aufsetzen der Steine und Messen des Sandes 30 90 Butz bach den 24. April 1882. Metzger, Bezirks-Bauaufseher. Ein geräumiger Laden mit Wohnung, dem Rathhaus gegenüber, Nr. 299, ist zu vermiethen. Die Wohnung kann auch ohne den Laden abgegeben werden. 1430 Friedberg. Louis Weis. Ein Logis, welches alsbald bezogen werden kann, ist an eine stille Familte zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1492 Eine freundliche Wohnung, 3 Zimmer, Küche, Keller, Speicher, sowie Mitgebrauch rr, hat zu verkaufen 1 * Georg Brück. Ober⸗ Rosbach. 1481 1519 & Vogler in Mannheim. 111 — 9 2 Submission. Die Lieferung von eirea 200 Stück Grenzsteinen für die Gemarkung Ilbenstadt soll vergeben werden. Die diesbezüglichen Offerten sind bis zum 7. Mai an den Unterzeichneten einzureichen. Friedberg den 23. April 1882. Der Cultur-Ingenieur Völzing. 8 40 t Bekanntmachung. Bei den Ausführungsarbeiten zur Entwässerung der Riedweide in der Gemarkung Vilbel können noch eireg 20 bis 30 Arbeiter Verwendung finden, wobei bemerkt wird, daß für den laufenden Meter Stranglänge 18 Pf. bezahlt werden. Anmeldungen sind an den Unterzeichneten zu richten. Friedberg den 23. April 1882. Der Cultur⸗Ingenieur Völzing. Bekanntmach Bekanntmachung. Montag den 1. Mai, Nachmittags 3½ Uhr, sollen die Arbeiten zur Regulirung der Usa unterhalb des neu erbauten Wehres in der Gemarkung Ober-Mörlen an Ort und Stelle veraccordirt werden. Friedberg den 23. April 1882. Der Cultur-Ingenieur Völzing. D 8 s Billig zu verkaufen Stück gut erhaltene zweiflügelige Hausthüren mit tarken Beschlägen und Oberlichtern, 18 Stück glatte gute Sandstein-Treppentritte verschie⸗ dener Länge, darunter auch zu Schwellen geeignet, 6 Fenster, 1 kleiner Röder'scher und 1 anderer Feuerherd. Friedberg. Louis Weis. 2 tüchtige Schneidergesellen finden dauernde Beschäftigung bei r 40„„. Retscher in Friedberg. Holländer Cigarren, 10 Stuck 35 Pfennig, empfiehlt * 1403 1520 521 1540 2 Ph. Dan. Küm mich. Zwei möblirte freundliche Zimmer, einzeln oder auch zusammen zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1502 Tausende die an Bettnässen und Blasenbeschwerden gelitten, verdanken ihre rasche Heilung meinem Spgeeialverfahren. Prospeete und beglaubigte Zeugnisse gratis durch 1001 F. C. Bauer, Wertheim a. M. Spelz Spreu eine größere Parthie abzugeben. Offerten unter Chiffre E. 6I88b an Haasenstein —8¹ Das Neueste in der Waschküche, zweiter Stock, Kaiserstraße, zu vermlethen. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1260 U z feinen Hemdeinsätzen K. Friedrich. u billigsten Preisen bei —— Photographie E. Rbeintsaedter. Um vielfachen an mich ergangenen Wünschen entgegen zu kommen, habe ich mich ent⸗ schlossen mein Friedberger Atelier vom 1. Mai dieses Jahres ab beständig geöffnet zu lassen, was ich nicht verfehle hiermit zur Kenntniß der Bewohner von Friedberg und Um— gegend zu bringen. Es können mithin vom 1. Mai ab täglich von Morgens 9 Uhr bis Abends 5 Uhr Auf— nahmen stattfinden und hoffe ich auf recht zahlreichen Besuch meines Ateliers. 1515 Emil Mheinstaedter, Photograph. Frankfurt a. M., Wiesbaden und Friedberg. „Vormittags 10 Uhr, in meiner Wohnung. Bekanntmachung. Mittwoch den 26. April, Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen im Hofe des Aron Lib zu Bad-Nauheim, Burgstraße, gegenüber dem Rathhause, folgende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden: n 3 Sopha, 5 Kommoden, 3 Spiegel mit Goldrahmen und 1 desgleichen mit Holzrahmen, 9 verschiedene Tischchen, 4 Nachtschränkchen, 5 verschiedene Bettstellen mit Sprungfeder⸗ rahmen, Matratze, Kopfkeil, Kissen und Plumeaux, 6 Rohrstühle, 11 Bettvorhänge, 1 Geld— täschchen, 12 verschiedene wollene Decken, 10 Stück Vorhangshalter, 3 tannene Kleider— schränke, 1 Bücherschränkchen, eine Parthie Vorhang- und Rouleaux-Stangen, Schaufenster, 3 Sandsteintreppentritte, 6 Stück Tischtücher, 6 Stück Servietten, 6 Stück Betttücher, 10 Stück verschiedene Deckchen und Schoner, 6 Stück farbige Handtücher, 12 Stück weiße desgleichen, 2 Sonnenschirme, 4 Stück kleine Vorlagen, 2 große desgleichen und 1 Fußschemel. Bad⸗Nauheim den 11. April 1882. 1537 Heutzenröder, Gerichtsvollzieher. Tüchtige Wärterinnen werden angenommen im 1510 Hospital zum heil. Geist in Frankfurt a. M. Entlaufen. Eine braune, rauhaarige Dachshündin mit braun⸗ ledernem Halsband ist mir zwischen Ockstadt und Ober⸗ Ros bach entlaufen. Dem Wiederbringer eine Belohnung. Friedberg am 22. April 1882. 152⁴ H. Salzmann III. Ein Notizbuch wurde vergangenen Sonntag auf der Kaiserstraße ver⸗ loren. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine Belohnung an die Exp. d. Anz. abzugeben. 1535 Gedörrtes Cafelobst, Kirschen, Zwetschen ohne Steine, Apfel⸗ und Birnschnitzen empfiehlt 1533 J. Baumeister. Versteigerung von Goldleisten und Glaserwerkzeug, worunter zwei Hobelbänke, ein Bleizug und zwei Diamanten, gegen Baarzahlung nächsten Mittwoch den 26. April, Friedberg. Heinrich Weckerling II. Wittwe, 1529 Kaiserstraße 210. 2 Schreinergesellen, auf Bauarbeit geübt, sucht per sofort G. F. Schwalb, 1523 B Ein gut erhaltenes Tafel⸗Clavier für Anfänger billig zu verkaufen. Exped. d. Anz. 1.429 Eiserne Träger, Säulen, Stall- fenster, Pfuhlpumpen (neues System) offerirt Assenheim. Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei Uhrmacher Ernst Hartmann 1539 in Bad⸗Nauheim. Ein freundliches Zimmer für 1 bis 2 Personen zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 20 Centner Kornstro Mel bach. 1468 147⁴ Carl Bauer. 1513 hat zu ver⸗ kaufen G. Heyer. verkauft billigst K. Friedrich. Zu erfragen bei der 5 Strumpflängen F — Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig: Freut Euch des Lebens. Taschen⸗Liederbuch für das deutsche Volk. Eine ausgewählte Sammlung der beliebtesten und bekanntesten Volks-, Studenten-, Jäger-, Soldaten⸗, Liebes-, Trink-, Wander-, Opern- und Gesellschaftslieder. Neununddreißigste vermehrte und verbesserte Auflage. Preis: 1 Mark. Im Waschen und Hügeln empfiehlt sich Frau Rauch Wittwe, Vorstadt. 1478 Eine Scheune hat zu vermiethen 1482 Johannes Füller II. Zwei tüchtige Arbeiter werden gesucht von J. Ring, Herrkleidermacher 1475⁵ nächst der Stadtkirche. Danksagung. Allen Denjenigen, welche uns während der Krank— heit unserer unvergeßlichen Gattin, Mutter, Schwieger— mutter, Schwester und Tante Ernestine Caroline Bechstein, geb. Becker, so hülfreich zur Seite gestanden und uns durch die zahlreiche Betheiligung bei dem Leichenbegängnisse, wie durch die überaus reiche Blumenspende so liebevolle Be— a inniger Theilnahme gezollt, sagen tiefgefühlten an Friedberg, 21. April 1882. Für die trauernden Hinterbliebenen: 1518 2 Heinrich. Bechstein. 98 Danksagung. Allen Denjenigen, welche unseren unvergeßlichen Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Ph. Stier zu seiner letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir unseren innigsten Dank. Melbach den 22. April 1882. 1518 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Allen Denen, welche unseren lieben Vater und Groß⸗ vater Jo hannes Will, Ober⸗Sieder von Bad⸗Nauheim, zur letzten Ruhestätte geleitet haben, sagen wir unseren innigsten Dank. Friedberg den 23. April 1882. Die trauernden Hinterbliebenen: J. Metz, K. Metz, geb. Will. F 1525 2 Evangelische Conferenz. Nachsten Mittwoch den 26. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, findet im Saale des Hötel Trapp eine Ver⸗ sammlung der evangelischen Conferenz für das Groß⸗ herzogthum Hessen statt, welche zugleich die 25jährige Jubiläumsfeier ihres Bestehens begeht. Die Eröffnungs⸗ rede wird Herr Geh. Kirchenrath Dr. Schwabe halten; dann stellt Herr Pfarrer Dr. Krätzinger Thesen über die Einführung des Civilstandes. Freunde der Conferenz sind zur Theilnahme freundlichst eingeladen. 1531 Ordnung der Prüfungen in der gemein. Musterschule zu Friedberg. Mittwoch den 26. April: 89/1: VII. Klasse(Werner); 9½— 11: VI. Klasse (Gatzert); 11—12: Israel. Religion(Heß). 2—35/: III. Klasse(Philipps); 4- 55%: II. Klasse (Rodemer). Donnerstag den 27. April: 8-10: J. Klasse a.(Bitsch); 10½—11¼: Französisch 2—3: l. h. Mädchen⸗Klasse(Frl. Dittmar und Dörr); 3— 4½: II. h. Mädchen-Klasse(Dörr und Frl— Dittmar). 5 5/: Turnen der Mädchen und Knaben(Rodemer und Gatzert). NB. Die Prüfung der Klasse V. und IV., sowie die kath. Religionsprüfung fällt aus. Bilsch, Oberlehrer. Theater in Friedberg.“ Dienstag den 25. April 1882: Auf allgemeines Verlangen! Krieg im Frieden. Lustspiel in 5 Aeten von G. v. Moser und Franz v. Schönthan. Preise der Plätze: Nummerirter Sitz 1 M. 50 Pf. Zweiter Platz 70 Pf. Mittel⸗Galerie 40 Pf. Seiten-Galerie 30 Pf. Turnverein. Versammlung Dienstag, 25. April, Abends 8½ ẽUhr, im Rudelius'schen Saale. Tagesordnung: Rechnungsablage. Neuwahl des Vorstands. Turnfahrt nach Münzenberg. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 28 Der Vorstand. 1530 15 . Der Fragekasten des Vereins für Handels- und gemeinnützige Zwecke befindet sich am Eingange zur Kasse des Vorschuß vereins und dient zur Annahme von Fragen, welche sich auf die verschiedenen Richtungen des Vereins⸗ zwecks beziehen. Fragebeantwortung in den Vereins⸗ versammlungen. 1527 Der Lorien Theater. In Vorbereitung: „Haus Lonei“. Lustspiel in 4 Aeten von A. L' Arronge. (Neuestes Zug- und Repertoirstück aller guten Bühnen.) 1536 Oelfarben, Oel- u. Spiritus⸗ Lacke 1534 bei 5 J. Baumeister. r D Todes- Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren vielgeliebten Gatten, Vater, Bruder, Schwieger vater, Groß- und Urgroßvater 1 Wilhelm Schmidt in seinem 80. Lebensjahre nach längerem Leiden gestern Abend 11 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen, was wir theilnehmenden Freunden und Bekannten hiermit schmerzerfüllt mittheilen. Friedberg, 24. April 1882. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch den 26. April, Nachmittags 5 Uhr. 1526 1582 Danksagung. Allen Denjenigen, welcher meiner Schwester Marga⸗ retha Schäfer die letzte Ehre erwiesen haben, sage ich meinen Dank. Friedberg. H. Schüfer. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. mit Mädchen der III. u. II. Klasse(Frl. Dittmar). — I. eines fr VII ackessit wallsche Baye Hau Die abgeg Meck Mein Rude Scha Bund schüss die T die zw die Ert Landes ziemlig Heute vorlag kurzer der zr Landg betreff wird dweite Nur 1 Fabri beiten M Münch verratt cheilun ein fra ehemal und ei d ging 0 Ja Festun, sosort!