Donnerstag den 21. Dezember. n eee eee a eee e eee I 9* 2 D M 150. —— rhessischer Anzeiger. Wird bier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. le einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- ober Ziffersatz mit 77 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Anoncen von auswärtigen Einsendern(sowett Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. as Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 24 enthält: Bekanntmachung, die Gebühren der Gerichtsdiener betreffend.— Nr. 25. Verordnung, die Besetzung der Sub— Friedberg am 15. Dezember 1882. rn thesttilü ß altern- und Unterbeamtenstellen bei den Staatsbehörden mit Militäranwärtern betreffend. Lott Tre a 2 5 An* g l etreffend: Die Abänderung der Statuten des Vereins zur Unterstützung und Beaufsichtigung der der Serke entlassenen Sträflinge. ich 5 ö Veröffentlichung und Einladung. a Indem wir nachstehend die abgeänderten Statuten des betreffenden Vereins, welche wir den einzelnen Mitgliedern in unserem Kreise dur Weiterverbreitung auch direct mittheilen werden, zur allgemeinen Kenntniß bringen, verweisen wir insbesondere auf§. 16 dieser Statuten, ponach in Kürze die Wahl von zwei Mitgliedern und von zwei Ergänzungsmitgliedern der Bezirksvereinscommission für die Jahre 1883 bis envo gel 1885 vorgenommen werden soll, und laden hiermit die Vereinsmitglieder, deren Namen wir in Nr. 89 und 140 dieses Blattes bekannt gegeben uderer Vereinsangelegenheiten freundlichst ein. 0 1 2—— I. Von dem Zwecke des Vereins. * 5§. 1. Der Zweck dieses unter der obersten Aufsicht des Großherzoglichen f EI Ministeriums des Innern und der Justiz stehenden Vereins ist die moralische Besser— ung der aus dem Zuchthause, den Gefängnissen und dem Arbeitshause entlassenen age zes Angehörigen des Großherzogthums zu bewirken und denselben die Möglichkeit eines uchtlichen Erwerbs zu vermitteln. Ausnahmsweise erstreckt sich die Wirksamkeit des Mager Bereins auch auf die aus den Strafanstalten anderer deutschen Staaten entlassenen Angehörigen des Großherzogthums Hessen. * t Gelber beitet.§. 2. Die Fürsorge und Unterstützung des Vereins wird den Entlassenen zu 2 ddbeil, welche darum nachsuchen, sich den Statuten unterwerfen und würdig befunden gatchtudten werden, besonders den vorläufig Entlassenen. Ausnahmsweise können unter beson⸗ ders dringenden Umständen auch schon während der Verbüßung der Strafen die lee N Familien der Sträflinge unterstützt werden. Für solche Entlassene, die auswandern 15 wollen, kann ein angemessener Beitrag gewährt werden,— ebenso für weibliche „n 1% Sträflinge und jugendliche Verbrecher zu deren Aufnahme in inländische oder aus— wärtige, für solche Personen bestimmte Anstalten. 6 3 N§. 3. Die Einnahmen des Vereins werden gebildet: 1. durch jährliche Bei⸗ 6 1 eill. äge der. Vereinsmitglieder, 2. durch etwaige sonstige Gaben und Geschenke, 3. durch 1 beni Diabtn die Zinsen des als Reservefonds aufgesammelten Vermögens des Vereins, 4. durch i zjauschüsse der Großherzoglichen Regierung. §. 4. Der Verein wird: 1. geeignete Correspondenz führen mit den Direec— tionen der Strafanstalten über die Zeit der Entlassung der Sträflinge, deren Auf—⸗ führung, etwaige Ersparnisse während ihrer Strafzeit, deren Anlagen, Fähigkeiten und Neigungen, welche während der Strafverbüßung wahrgenommen worden sind; 2 zweckdienliche Nachrichten von den Gemeindevorständen der Unterstützungswohn⸗ size bezw. Heimathsorte der Sträflinge einziehen über deren Vermögens- und sonstige auf das Fortkommen in der wieder erlangten Freiheit einwirkende Verhältnisse u. 3 9, den betreffenden Ortsgeistlichen mit seiner Ansicht und seinen Vorschlägen hören; . die von diesem und dem bestellten Beistande in Vorschlag gebrachte Unterstützung beranstalten und 5. über seine Leistungen und Wirksamkeit eine ausführliche Dar⸗ sellung liefern und der Oeffentlichkeit übergeben. 1 1 II. Von den Mitgiedern des Vereins. *§. 5. Die Mitglieder des Vereins werden auf Anmelden aufgenommen und bestehen aus solchen, welche sich verbindlich machen, einen jährlichen Beitrag von nindestens einer Mark zu bezahlen und aus solchen, welche bereit sind, die Zwecke es Vereins durch Uebernahme des Amtes eines Beistandes, durch Gewährung von Arbeit oder Vermittelung von solcher oder sonst durch Rath und That zu fördern. Die betreffenden Ortsgeistlichen und Gemeindevorstände sind schon vermöge ihrer lenung als Mitglieder des Vereins anzusehen. i 1 §. 6. Der Austritt eines Mitgliedes wird durch dessen schriftliche Erklärung, ie wenigstens 4 Wochen vor dem Jahresschlusse bei der Centralbehörde eingereicht werden muß, herbeigeführt. f III. Von der organischen Einrichtung des Vereins. §. 7. Die Geschäfte des Vereins werden besorgt: A. durch eine Central⸗ de, welcher ein Rechner beigegeben wird, B. durch einen Vereins- Aus schuß, D. durch General-Versammlungen der Mit— lehör 0 0, durch Bezirksvereins⸗Commissionen, 1 glieder des Vereins. 5 a — a 8. Die Aemter des Vereins sind Vertrauens- und Ehrenämter jedoch r Huber, innen dem Seeretär, dem Rechner und Vereinsdiener von der General-Versamm⸗ an jung entsprechende jährliche Remunerationen verwilligt werden. * A. Centralbehörde. . 9. Die Centralbehörde wird aus einem Prästdenten, einem Stellvertreter ür des Ersteren Verhinderung und einem Seeretär gebildet. Dieselben werden von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzoge ernannt aus Personen, die ihren Wohn⸗ N ii in Darmstadt haben. 2 de, igt be) dere des dal, be ende sease e e 5 2 Aus fü d eschlüsse des Ausschu 1. 3 a en der Unterstützungen aus der Centralkasse, sowle der Abschluß 5 r der Jahresrechnung ob. Sie erstattet darüber, nach Ablauf von 2 Jahren, dem Groß⸗ 1 lerzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz einen Hauptrechenschaftsbericht 5 ah, legt damit zugleich die abgeschlossenen Vereinskassenrechnungen aus den abge⸗ lalfenen Jahren und das Budget für die nächstfolgenden zwei Jahre zun Einsicht .. 1D Genehmigung vor und stellt die der höchsten Verfügung bedürfenden Anträge. —1 11 g 8. 11. Der Präftdent führt den Vorsitz in den Ausschuß- und General- 1 1 rsammlungen. Alle Berichte und Erlasse des Vereins Herden 9470 125 ie 1* unten unterzeichnet. Alle Erlasse und Eingaben an den een 0 3 sfnet und dem Ausschusse nach Befund zur Kenntnißnahme, . mitgetheilt. 115 181 auf Mittwoch den 27. laufenden Monats, Nachmittags 2 Uhr, im Rathhaussaal dahier zur Vornahme dieser Wahl und Besprechung Der Vorsitzende der Bezirksvereinscommission Friedberg. Dr. Braden. Statuten des Vereins zur Unterstützung und Besserung der aus den Strafanstalten Entlassenen. . 12. Dem Seeretär liegt ob: die regelmäßigen Erlasse, Correspondenzen und Berichte zu entwerfen, deren Ausfertigung nach Genehmigung des Präsidenten zu besorgen, die Protokolle über die Verhandlungen zu führen und die Vereins⸗ papiere nach einem gegebenen Registraturplan aufzubewahren und je nach Bedürfniß vorzulegen.— Derselbe stellt die erforderlichen Verzeichnisse auf und führt das Posteontobuch, sowie die Controle dem Rechner gegenüber. B. Der Vereins-Ausschuß. §. 13. Der Ausschuß besteht aus dem Präsidenten, dessen Stellvertreter und sieben in einer General-Versammlung nach relativer Stimmenmehrheit gewählten Mit— gliedern, von welchen fünf in Darmstadt wohnen müssen. Deren Amt dauert bis zur nächsten General-Versammlung. Sie sind wieder wählbar. Der Ausschuß hat sich auf jedesmalige Aufforderung des Präsidenten zu versammeln. §. 14. Die dem Beschlusse der General-Versammlung unterliegenden Gegen⸗ stände sind vorerst durch den Ausschuß zu begutachten. Demselben ist ferner über⸗ wiesen: 1. die Prüfung der Vereinskasserechnung, 2. die Berathung des Budgets, 3. die Festsetzung der Grundsätze über die zu bewilligenden Unterstützungen und die im sonstigen Interesse der Entlassenen zu ergreifenden Maßregeln. §. 15. Die Beschlüsse des Ausschusses erfordern zu ihrer Gültigkeit der Abstimmung von wenigstens fünf Mitgliedern; sie werden nach Stimmenmehrheit gefaßt, jedoch steht es den Ueberstimmten frei, ihre abweichende Ansicht beizufügen. C. Bezirks vereins⸗Commissionen. §. 16. In jedem Verwaltungs Bezirke(Kreise) wird eine Bezirksvereins⸗ Commission von drei Mitgliedern gebildet, bestehend aus dem jeweiligen Kreisamts⸗ Vorsteher und zwei, in einer Versammlung der Vereinsmitglieder aus dem betreffen⸗ den Kreise auf drei Jahre gewählten Mitgliedern, welche am Kreisorte wohnen, sowie zwei Ergänzungs-Mitgliedern.— Sollten etwa am Kreisorte nicht drei Mit⸗ glieder wohnen, so sind solche aus den benachbarten Orten zu wählen und sollte weiter eventuell eine zum Zwecke der Wahl berufene Versammlung nicht zu Stande kommen, so werden die Geschäfte vom Vorsteher des Kreisamts einstweilen bis zur Entfernung dieses Hindernisses allein besorgt. Der Vorsteher des Kreisamts führt den Vorsitz, ein Mitglied die Correspondenz und das dritte die Bezirkskasse. Letz⸗ tere bildet sich: 1. aus Geschenken, welche von den Gebern speziell fur Entlassene aus dem Bezirke bestimmt werden, 2. aus den Ersparnissen der in den Verein auf— genommenen Entlassenen, welche im Bezirke wohnen und in die Abgabe an die Kasse zur speziellen Verwendung für sie einwilligen. §. 17. Der Vorsitzende theilt den ubrigen Mitgliedern der Commission saͤmmt⸗ liche Vereins-Angelegenhelten mit, worauf nach Stimmenmehrheit die erforderlichen Beschlüsse gefaßt werden. §. 18. Eine Beschlußfassung ist erforderlich: 1. bei Begutachtung der Unter⸗ stützungsgesuche in Bezug auf deren Zulässigkeit, 2. bei der Bestellung eines Bei⸗ standes, 3. bei dem Vorschlage über die Art und Weise, sowie den Betrag der zu gewährenden Unterstützung, nach vorgängiger Anhörung des betreffenden Ortsgeist⸗ lichen, Ortsvorstandes und Beistandes, 4. bei dem Vorschlage über die Unterbring⸗ ung der Pfleglinge bei braven Dienstherrschaften, Handwerkern, Fabrikanten u. s. w., bei dem Abschluß von Lehrverträgen u. s. w. und etwaigen Entschädigungen für einstweilige Aufnahme und Beschäftigung entlassener Sträflinge, 5. bei den zur Für⸗ sorge und moralischen Besserung der Pfleglinge zu ergreifenden Maßregeln, 6. bei den selbstständigen Verwendungen aus der Bezirkskasse, 7. bei der Ausstoßung un⸗ würdiger Pfleglinge aus dem Vereine, sowie bei der Entlassung der als gebessert erscheinenden Pfleglinge, 8. bei Sammlung und Vorlage der Materialien für die Hauptrechenschaftsberichte an die Centralbehörde. §. 19. Die Beistände sind zunächst aus den ortsangehörigen Vereinsmitglie— dern der Pfleglinge oder aus sonst dazu geeigneten zuverlässigen Personen zu wählen. Sie erhalten eine Instruetkon, wonach sie zu verfahren, die Unterstützungen genau zu dem angegebenen Zwecke bei eigener Verantwortlichkeit zu verwenden, baares Geld niemals in die Hände der Pfleglinge zu geben und denselben stets mit Rath und That an die Hand zu gehen haben.— Sie haben den Pfleglingen mit Wohlwollen zu begegnen und besonders darauf hinzuwirken, daß dieselben stets in nützlicher Weise beschäftigt und vor dem Rückfalle in Verbrechen bewahrt werden. Sollte sich der Pflegling durch unwürdiges Benehmen, insbesondere durch Trunksucht als unverbesserlich zeigen, oder seinen Wohnort verändern, so haben die Beistände sofort bei der Commission Anzeige davon zu machen und dafur zu sorgen, daß die dem Pfleglinge etwa leihwelse übergebenen Gegenstände in Sicherheit gebracht werden. Ende jeden Jahres haben sie das Ergebniß ihrer Wahrnehmungen der Commission mitzuthellen. Vereins-Rechner. Zur Besorgung der Einnahmen und Ausgaben der Centralkasse wird §. 20. Der ein Verelns rechner von dem Ausschusse des Vereins auf Widerruf ernannt— Ausschuß bestimmt zugleich den Betrag der von dem Rechner zu leistenden Cautton. —— Die Höhe der Remuneration wird auf Vorschlag des Ausschusses in der General— Derselbe vereinnahmt nur auf Einnahme- und veraus— gabt num auf Ausgabe Deereturen des Präsidenten, unter Contrasignatur des Seere— Versammlung festgesetzt.— tärs, gibt monatlich einen Bericht uber den Stand der nach dem Schlusse des Rechnungs-(zugleich Kalender-) Rechnung in duplo zur Prüfung vor. Cautionsleistung, erhalten keine Remuneration und legen der Bezirks⸗Commission vor, welch' letztere dieselbe nach erfolgter Prüfung der Centralbehörde zur Einsicht mitzutheilen hat. D. General-Versammlungen. Nach dem jedesmaligen Ablaufe von zwei Jahren findet eine General— Versammlung abwechselnd in Darmstadt, Gießen und Mainz statt, zu welcher sämmt⸗ §. 21. liche Vereinsmitglieder durchs öffentliche Bekanntmachung ung und die betreffenden Localblätter eingeladen werden §. 22. samkeit des Vereins in der abgelaufenen Periode, 2. El Wir bringen hiermit in Gemäßheit de zur öffentlichen Kenntniß, daß in dem Stalle des Wilhelm Joseph Jung J. Friedberg den 20. Dezember 1882 Es soll ein vollkommen arbeitsunfähiger geneigt sind den Hülfsbedürftigen bei sich lichen Bürgermeister einreichen. Leumund, sowie die Familienverhältnisse des A Die Rechner der Bezirkskassen sind frei von Die General Versammlungen beschäftigen sich mit folgenden Gegen⸗ ständen: 1. Anhören des Rechenschaftsberichts der Centralbehörde über die Wirk— aufzunehmen, wollen ihre Anmeldungen nebst Pfle Die Großherzoglichen Buͤrgermeiste Kasse und legt drei Monate Jahres eine gehörig belegte ebenfalls jährliche Rechnung Stimmenmehrheit gefaßt. durch die Darmstädter Zeit- §. 26. nsichtsnahme der Kasse-Rech⸗ Bekanntmachung. 8 F. 58 der Instruction zum Reichsgesetze über nungen der letzten 2 Jahre, 3. F §. 25. Der Präsident veranlaßt den Druck des Rechenschaftsberichts mit einer Darstellung des Ergebnisses der Generalversammlung und theilt in angemessenen Zwischenräumen ein Verzeichniß der Mitglieder des Vereins durch öffentliche Bekannt⸗ machung mit, um das Interesse an dem Vereine möglichst rege zu erhalten. Der⸗ 5 selbe erhält die Verbindung mit ähnlichen Vereinen durch seitigen Berichte über deren Wirksamkeit. Eine Abänderung der Statuten bed Königlichen Hoheit des Großherzogs. die Abwehr und Unterdrückung der Viehseuchen zu Dorn⸗Assenheim die Maul⸗ und Klauenseuche ausgebrochen ist. . Großherzogliches Kreisamt Friedberg. N — umeldenden an uns einsenden. Friedberg den 13. Dezember 1882. Dienstnachrichten aus dem Krei Heinrich Bausch III. von Nieder-Woͤllst Gräflicher Hofjäger Reinhard Haun v Um Mittbeilung des jetzigen Aufenthaltsortes des Fauerbach bei Friedberg wird ersucht. Friedberg den 13. Dezember 1882. tadt wurde als Beigeordneter dies on Assenheim Ausschreiben. r wollen die Anmeldungen V. d. K.: Fey, Regierungs- Accessist. Mann von 48 Jahren auf Kosten der Kreiskasse in Pflege gegeben werden. Personen, welche gegeldforderung bei dem betreffenden Großherzog⸗ mit Bericht über die Qualifikation und den Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. se Friedberg. er Gemeinde erwählt und verpflichtet. wurde auf den Polizei-, Forst-, Jagd- und Fischereischutz verpflichtet. Heinrich Köhl von Nieder-Eisenhausen, Kreis Biedenkopf, zuletzt Dienstknecht in Der Großherzogliche Amtsauwalt. Lorenz. Deutshes ei Darmstadt. Es wurde: der Steuercom— missär Bechthold von Fürth nach Alzey versetzt, der Hauptsteueramts Revisor Deisler in Mainz zum Steuer ⸗Commissär in Fürth ernannt; der Revisions⸗Inspector Dornseiff zum Hauptsteuer— amts⸗Revisor bei diesem Amte, der Steuercon— troleur Kolb in Nidda zum Revisions-Inspektor in Mainz, der Hauptsteueramtscontroleur Roß— mann zu Offenbach zum Rendanten bei dem Hauptsteueramte in Gießen, der Steuercontro— leur Grimm in Mainz zum Hauptsteueramts— Controleur in Offenbach, der Controleur Geiß ins Bensheim zum Hauptsteueramts-Controleur in Gießen, der Districtseinnehmer Schmitt in Lauterbach, der Districtseinnehmer Hippenstiel in Alsfeld, der Finanzaccessist Rieß aus Bad— Nauheim zu Steuer Controleuren, der Amtsge— richtsdiener Wenchel in Wald-Michelbach zum Amtsgerichtsdiener in Ulrichstein ernannt, der Amtsgerichtsdiener Lerch in Ulrichstein in den Ruhestand versetzt. Amts⸗Anwalt Weidig in Darmstadt wurde mit den Funktionen eines Amtsanwalts bei den Amtsgerichten Groß-Um— stadt, Höchst, Michelstadt und Reinheim betraut, Gerichts-Accessist Sander zu Groß-Umstadt zum Amtsanwalt bei den Amtsgerichten Altenstadt, Büdingen, Nidda, Ortenberg und Schotten mit dem Sitze in Büdingen bestellt. — Die Regierungsblätter Nr. 24 und 25 enthalten: Bekauntmachung, die Gebühren der Gerichtsdiener und die Verorduung, die Besetz⸗ ung der Subaltern- und Unterbeamten-Stellen bei den Staatsbehörden mit Militäranwärtern! betreffend. — Militärdienstnachrichten. Graf von der Schulenburg Hahlen, Major vom Magd. Drag.⸗ Regt. Nr. 6 wurde in das 1. Drag.⸗Rgt. Nr. 23 versetzt; v. Seydewitz, Pr. Lieut. vom J. Drag Rgt. Nr. 23, zum Rittmeister und Escadrons— Chef befördert; v. Wittenburg, Pr.-Lt. vom Thur. Huf.⸗Rgt. Nr. 12, in das 1. Drag. ⸗Rgt. Nr. 23 versetzt; Müller, Sec.⸗Lt. vom 1. Drag.⸗ Rgt. Nr. 23, zum Pr. Lt. befördert; Jokusch, Uuteroff. vom 2. Juf.⸗Rgt. Nr. 116, zum Port.⸗ Fähur befördert; Vollmar, Sec.-Lt. vom Feld⸗ Art.⸗Rgt. Nr. 25, zum Pr.⸗Lt. befördert; von Zangen, Sec.⸗Lt. von der Res. des 1. Juf.⸗ Rats, Nr. 115, zum Pr.Lt., Schmitt, Vicefeldw Och vom J. Bat. 1. Landw.⸗Rgts. Nr. 115, zum Sec.⸗Lt. der Res. des 1. Inf.-Rgts. Nr. 115, Kritzler, Bücking, Vicefeld. von dems. Bat., zu Sec.⸗Lts. der Res. des 2. Juf.⸗Rgts. Nr. 216, Heim, Vicefeldw von dems. Bat., zum Sec. Lt. der Res. des 4. Inf.⸗Rgts. Nr. 118, v. Biege⸗ leben, Vicewachtm. von dems. Bat., zum Sec. Lt. der Res. des 1. Drag.-Rgts. Nr. 23, Weber, Vicewachtm. von dems Bat., zum Sec.⸗Lt. der Res. des 2. Drag.⸗Rgts. Nr. 24 befördert; Ebel, Pr.⸗Lt. vom 2. Inf.⸗Rgt. Nr. 116, Wätjen, Sec. ⸗Lt. der Res. des 1. Drag.⸗Rgts. Nr. 23, Rühle v. Lilienstern, Sec. Lt. der Landw.⸗Juf. des 2. Bats. 3. Landw.⸗Rgts. Nr. 117, Plier, Pr.⸗Lt. der Landw.⸗Juf. des 1. Bats. 4. Landw.⸗ Rgts Nr. 118 der Abschied bewilligt. — Dem Apotheker Dr. Vogt in Butzbach wurde das Ritterkreuz des Philipps-Ordens verliehen. — Sicherem Vernehmen nach hat der Re— dactionsausschuß der zur Prüfung der Frage der Ueberbürdung der Schüler in den höheren Lehranstalten ernannten Commission seine Ar⸗ beiten so beschleunigt, daß der an das Ministerium zu erstattende Bericht bereits entworfen und zu dessen Mittheilung an die übrigen Mitglieder eine Sitzung auf den 19. d. Mts. anberaumt ist. Man darf es wohl schon jetzt als fest⸗ stehend ansehen, daß die von der Commission aufgestellten Principien der Hauptsache nach baldthunlichst für die Praxis maßgebend werden erklärt werden. Berlin, 18. Dec. Der Kaiser hat ver⸗ flossene Nacht ziemlich gut geschlafen, derselbe fühlt sich bedeutend wohler. 18. Dec. In Erwiederung auf einen Artikel des„Golos“ sagt die Nord. Allg. Ztg. bezüglich der Haltung Deutschlands auf dem Berliner Congresse: Man übersehe vollständig, daß Deutschland damals alle von Rußland ge⸗ stellten Anträge factisch durchsetzte und für Ruß⸗ land alles that, was Rußland von ihm verlangte. Deutschland würde vielleicht auch weitere For⸗ derungen Rußlands unterstützt haben, wenn Letzteres selbst solche amtlich kundgegeben hätte. Mehr aber, als damals Rußland für gut fand zu fordern, konnte Deutschland natürlich nicht unterstützen. Die russischen Angriffe auf die damalige deutsche Politik sind daher ungerecht. Elle umeutl Ne Ahgeordnete ma publicistischen Feldzug dahin, daß die Reichs— Regierung demaächst mit Vorlagen, betreffend die Anlage von Doppelgeleisen, neuen Bahnen, einzelne Truppendislocationen, Vermehrung der Befestigungen an den russischen Grenzen kom— men werde. — Die Nordd. Allgemeine Zeitung bringt einen ausführlichen Auszug eines bereits er— wähnten Leitartikels der Moskauer Zeitung über den Grund der bisherigen Mißverständnisse zwischen Deutschland und Rußland, den Besuch Giers' in Varzin und über die Aufrechterhaltung der historischen Beziehungen zwischen Rußland und Deutschland, wozu es weder Austrengungen noch Conventionen bedürfe. Die Nordd. Allg. Ztg. bemerkt dazu, daß sie dem Artikel bei der Stellung des Blattes eine höhere Bedeutung beilege, und denselben mit Rücksicht auf seinen Inhalt gern und vollständig zur Kenntniß ihrer Leser bringe. — Die Nordd. Allgem. Ztg. sagt: Es ist bezeichnend für die in Paris herrschende Stim⸗ mung, daß die republikanische und sogar die radicale Presse mit großem Eifer für die Bei⸗ behaltung und Vermehrung der geheimen Fonds sich ausspricht. Die Norddeutsche reprodueirt sodann darauf bezügliche Aeußerungen des Sidele und des Rappel. 18. Dec. Im Abgeordnetenhause ge— langt die Interpellation Dirichlet zur Berathung, betr. die körperliche Züchtigung eines Mädchens in Buchwald. Der Justizminister erklärte, er hätte schon eine definitive Entscheidung getroffen, wenn nicht noch einzelne Punkte aufzuklären wären, worüber er Erhebungen angeordnet habe. Wenn diese die bisherigen Ergebnisse nicht wesentlich abändern, so glaube er, daß er ver⸗ fügen werde, die Sache der richterlichen Ent⸗ scheidung zu übergeben. Die Rede wurde bei⸗ fälligst aufgenommen. Es folgt die Berathung des Justizetats. München. Legationsrath v. Cetto, z. Z. bei der Gesandtschaft am päpstlichen Stuhl, ist an Stelle des in Ruhestand tretenden Grafen Paumgarten zum Gesandten ernannt worden. Ausland. ch⸗Ungarn. hendnast. ern Oesterrei 1. Wiens Wien, 18. Dec. 21 7 1 f 2 eststellung des von dem Ausschusse in Vorschlag gebrachten Budgets, 4. Bestimmung über die vom Ausschusse beantragten Remunera tionen, 5. Anhörung der etwaigen Vorträge der einzelnen Mitglieder über Vereins⸗ angelegenheiten, 6. Beschlußfassung über die vom Ausschusse im Interesse des Ver⸗ eins gestellten Anträge, 7. Vornahme der Wahl der Mitglieder des Ausschusses, 8. Verminderung des Kapitalvermögens. ö §. 23. Der Präsident eröffnet, leitet und schließt die Generalversammlung. §. 24. Die Beschlüsse der Generalversammlung werden durch relative Mittheilung der gegen⸗ arf der Genehmigung Seiner Minh Maßl flben Aan Stirn einer gbsolü glaub! die O 1 2 0 lafen haft bier, Derbt 1 boß d 9 gestell ungen Frage weiter der R sei d Bour Regi Inte insta Pira Freis ch dition F bätte! der 2 ung ernste uma sich; gende gester. I bald betta cine von J bina ungen gemei Pirat. 1 menhe bring. Leiden Velig N T eine gericht der b ausgef 18 ung 0 nit d. 1 und ö isse 5 Oeistl ausbes leber, suführ Mittheilungen der Blaͤtter über die militärischen Maßnahmen Rußlands und erklärt, daß die— selben, obwohl sie schon nach ihrer Provenienz den Stempel der Unwahrscheinlichkeit an der Stirne tragen, dennoch in hiesigen Kreisen in einer Weise ernst genommen werden, die sie absolut nicht verdienen. Das genannte Blatt glaubt daher derartigen Nachrichten gegenüber die Oeffentlichkeit nicht genug und eindringlich zur Vorsicht mahnen zu sollen. Frankreich. Paris, 18. Dec. Heute aaengeng 6. trafen im hiesigen auswärtigen Amte sehr freund— schaftlich gehaltene Noten Englands ein, die hier, vielleicht mit Recht, dem Einfluß Lord Derby's zugeschrieben werden. den Betzsenga.— 18. Dec. Die Meldung des Temps, duäzebrichen iz daß der Suezkanal unter europäischen Schutz dderz gestellt werden soll, beruht auf einer, die Meld— 5 ungen von der europäischen Behandlung der Frage des Schutzes der Suezcanalschifffahrt versenen, welch weiterspinnenden Combination.— Temps sagt, Nroßberzoz der Rückzug der chinesischen Truppen aus Tonkin 75 d den sei dem franzoͤsischen Gesandten in Peking, Bouree, zu verdanken, welcher der chinesischen 5 Regierung begreifllich machte, daß es in ihrem 0 Interesse liege, die Franzosen sich in Hanuoii installiren zu lassen, um das Land von allen Piraten zu säubern. In parlamentarischen 0 Kreisen wird bestätigt, daß das Ministerium sich neuerdings mit der Frage wegen der Expe— dition nach Tonkin beschäftigen werde, bisher hätten nur Meinungsverschiedenheien bezüglich Detect der Details für eine solche Expedition die Prüf— NRNung der Frage verzögert. 1— 19. Dec. Seit heute Morgen sind sehr ernste Gerüchte über Gambetta's Befinden im 7 —ů— Umlauf; Symptome von Blutzersetzungen sollen ie ache, sich zeigen. Die Agentur Havas verbreitet fol— arefend gende Beschwichtigungsnote: Gambetta hatte Sabnen,. gestern einen leichten Fieberanfall, den indeß J det bald zu beseitigen gelang. Heute verließ Gam— rt tem betta das Bett zu gewohnter Stunde. — Es bestätigt sich, daß der Ruͤckzug der binesischen Truppen aus Tonkin auf Befehl von Peking erfolgte. Die Beziehungen zwischen China und Frankreich sind officiösen Versicher— ungen zufolge ausgezeichnet, China wird event. gemeinsam mit Frankreich das Vorgehen der Piraten unterdrücken. Toulouse. In Folge von Unruhen unter den Studirenden der Rechtsfacultät ist diese bis auf Weiteres geschlossen worden. Spanien. Madrid. Der Papst erließ eine Encyclika an die spanischen Bischöfe, worin er es als einen Fehler erklärt, die Kirche in Zusam⸗ menhang mit irgend einer politischen Partei zu bringen. Die Kirche stehe über den menschlichen „ eidenschaften, sie verdamme keine Absicht, welche 18 Religion und Gerechtigkeit respectire. * 7 Türkei. Constantinopel. Die Pforte hat 1 eine Preßcontrole für Zeitungsdepeschen ein— * gerichtet. Nach der zweiten Verwarnung wird der betreffende Correspondent aus der Türkei ewiesen. Nn 77 8 Petersburg. Nach einer Meld, ung der Presse hatten die Verhandlungen Giers mit dem Vatikan ein günstiges Resultat. Ruß⸗ land habe an den Vatikan bedeutende Zugeständ⸗ nisse gemacht, jedoch die Nichteiumischung der Geistlichkeit in politische und nationale Fragen ausbedungen. In Wien werde Giers' ein lebereinkommen in der Donaufrage herbei— zuführen suchen. Aus Stadt und Lond. 5 b 5. Dez. In heutiger öffentlicher Sitz— % Gr Amtsgerichts wurden nachbemerkte Per⸗ sonen als Schöffen für das Jahr 1883 ausgelost, welche „ ein den beigesetzten Tagen zu funglren 5 777 1 7 konrad, Post⸗Verwalter a. D. von Reichelsheim un ö 0 irth von Burg⸗Gräfenrode: 9., 16., 1 1 5. 01 Stier, Rentner von Mel bach und e bens Pal Landwirth von Bruchenbrücken: 6., 13., n eee e Andreas Pabst, Lan 5 1 10 05 N. Februar; Friedrich August Kunß, Landwirth vo ae zen Ober Ros bach und Frlebrich Reitz, Landwirth von * März; Philpp Chr. Böcher, Molfers heim: 6., 13., 20. n ö ih von Södel und Georg Ewald IV., Lan 5 N„ l 10., 24. April; Konrad Welth, Land⸗ * rern Metzgermelster von Friedberg: 1., 8., 22. Mat; Jakob Stahl, Landwirth von Nieder- Wöllstadt und Heinrich Kaspar Stoffel, Gemeindeelnnehmer von Ober-Florstadt: 5., 12., 26. Juni; Karl Wilhelm Bernbeck, Kaufmann von Friedberg und Peter Veith II., Bürgermeister von Ilbenstadt: 3., 17., 31. Juli; Johann Tobias Rack II., Bürgermeister von Dorn-Assenheim und Heinrich Konrad Alt, Gemeindeeinnehmer von Nieder⸗Florstadt: 7., 14., 28. August; Karl Bierau, Gräfl. Kammerrath zu Fried⸗ berg und Eduard Oppenheimer, Cigarrenhändler zu Friedberg: 11., 18., 25. September; Ernst Aug. Häberle, Kaufmann von Friedberg und Konrad Kleberger, Land— wirth von Melbach: 9., 16., 30. Oetober; Georg Väth, Bürgermeister von Bauernheim und Johannes Heinrich Wagner, Bürgermeister von Bruchenbrücken: 6.7 18 20. November; Jakob Breidenbach, Landwirth von Ober— Wöllstadt und August Stein, Landwirth von Beienheim: 4., 11., 18. Dezember.— Zu Huͤlfsschöffen für das Jahr 1883 wurden bestimmt: 1) Philipp Wilhelm Alt— mannsperger, Landwirth. 2) Joseph Hofmann, Posa— mentier. 3) Johann Koob, Kappenmacher. 4) Johannes Bieler, Hofglaser. 5) Georg Hieronimus, Hofmaler. 6) Karl Groß, Kaufmann. 7) Adolf Mayer, Uhrmacher. 8) Ernst Engel, Metzgermeister. 9) Philipp Windecker, Metzgermeister. 10) Christoph Blum, Metzgermeister, sämmtlich von Friedberg. d. Friedberg. Unseren Lesern machen wir die Mittheilung, daß die bereits früher erwähnte Abhaltung eines„Landwirthschaftlichen Ball's“ nun Samstag den 20. Januar 1883 in den Localitäten des Hötel Trapp dahier stattfindet und werden bereits die nötbigen Vor— bereitungen getroffen, um den Ball zu einem recht schönen und brillanten zu gestalten. Als Ballmusik wurde die Gießener Regimentsmusik engagirt. Soviel man bis jetzt aus den Kreisen unserer Oeeonomen hört, wird der Ball sehr stark besucht werden. Friedberg, 20. Dez. Gestern wurde von einer im Hötel Trapp durch Pfarrer Meyer und Bürgermeister Seriba berufenen Versammlung hiesiger Einwohner die Errichtung einer Suppenanstalt zunächst für hiesige Orts— arme beschlossen. Die Anstalt soll, wenn möglich, be— reits am 2. Januar eröffnet werden. Die Mittel bofft man durch freiwillige Beiträge besser situirter hiesiger Einwohner, sowie durch eine Theatervorstellung, zu der sich bereits einige Herren bereit erklärt haben, aufzubringen. J. W. Bad⸗Naubeim. Die in Nr. 149 gemachte Mittheilung, betr. eine Unterstützung des Militärvereins Hassia an wasserbeschädigte Kameraden des Großherzog— thums, ist dahin zu berichtigen, daß der Vorstand nur beschlossen hat, der demnächstigen Generalversammlung zu diesem Zwecke eine Unterstützung von 15 M. vorzu— schlagen, da er über größere Mittel bei dem kleinen Ver— einsvermögen nicht verfügen kann. J. Dorn⸗Assenheim. Bei einem dieser Tage in hiesiger Gemarkung abgehaltenen Treibjagen wurde von vierzehn Schützen ein Hase erjagt, zwei weitere sollen, einem noch nicht ganz verbürgten Gerüchte zufolge, von weitem gesehen worden sein. H. Vilbel, 18. Dez. Ein Handwerksmann von hier mit Namen Zinkand, welcher gestern Abend im Begriffe war von Frankfurt nach Vilbel mit dem Omni buszug zu fahren, hielt den im Abgang nach Friedberg befindlichen Schnellzug für den Omnibuszug und sprang auf das Trittbrett. Auf demselben stehend und ohne von einem Beamten bemerkt zu werden, fuhr er mit bis einige Schritte oberhalb der Station Vilbel, woselbst er alsdann absprang und dabei außer anderen Verletzungen einen erheblichen Arm- und Beinbruch erlitt. Von einem Weichenwärter aufgefunden, wurde der Verunglückte auf Anordnung des dienstthuenden Bahnbeamten in seine Wohnung gebracht und sofort ärztliche Hülfe requirirt. Der Verunglückte ist Familienvater und Mitglied zweier hiesigen Krankenkassen, da aber die durch allzugroße Kühnheit arbeitsunfähig werdenden Mitglieder nicht unterstützt werden, so dürfte der Verungluͤckte voraus— sichtlich auf keine statutenmäßige Kranken-Unterstützung zu hoffen haben. 5 H. Vilbel. Dem Beispiele anderer Kassen folgend, bewilligte die hiesige Mathildenstiftskasse zum Besten der Wasserbeschädigten des Hessenlandes 400 Mark. Allerlei. Paris, 18. Dez. In der Patronenfabrik auf dem Mont Valerien fand heute Nachmittag eine Erplosion statt. Es heißt, daß einige dreißig Arbeiter schwer ver— wundet seten. Die Ursache der Explosion ist noch unbekannt. Handel und Verkehr. Friedberg, 20. Dee. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.15— 1.20, Eier 1 St. 8 Pf. 2 St. gr. 00 Pf. Friedberg, 19. Dez. Fruchtbericht. Walzen M. 19½ Korn M. 15½, Gerste M. 14— 16, Hafer M. 12— 13. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Grünberg, 16. Dez. Fruchtpreise. Weizen M. 18.20, Korn M. 15.14, Gerste M. 13.34, Hafer M. 11.88, Erbsen M. 19.58, Lein M. 00.00, Samen M. 00.00, Kartoffeln M. 5.50. Gleßen, 19. Dee. Wochenmarkt. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfd. M. 1.10 1.25 Eler per St. 7—9 Pf., Käse per Stück 4—8 Pf., Tauben das Paar 50— 70 Pf., Hühner pr. St. M. 0.85— 1.10, Hahnen per St. M. 0.70 1.80 Enten per St. M. 1.70 bis 2, Ochsenfleisch per Pfd. 66—70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 56—60 Pf., Kalbfleisch 54 56 Pf., Schweine fleisch 6264 Pf., Hammellleisch 60 66 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.50 6.00, Zwiebeln per Ctr. M. 3.00, Gänse per Pfd. 63—72 Pf., Welßkraut 100 Stück M. 2 Frankfurt, 18. Dez. Frankfurter Produktenbörse. (Offictelle Nottrungen.) Weizen still, effectiv hiesiger und Wetterauer M. 19.7520, fremder M. 21— 22.75, per diesen Monat M. 20.00. Roggen still, eff. hies. M. 14.0015, fremder M. 14.00- 16.50, per diesen Monat M. 14.50, Gerste still, eff. hies. und Wetterau. M. 17-18, fremde M. 18— 20. Hafer still, effeetiv hiesiger M. 12.50 bis 00.00, fremder M. 12.50— 13.25, per diesen Monat 12.50. Rüböl still, eff. ohne Faß hiesiges in Parthien von 50 Ctr. M. 36.50. Branntwein still, eff. ohne Faß M. 45. Mehl Nr. 1 M. 38, Nr. 2 M. 36, Nr. 3 M. 3, Nr. 4 M. 27, Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(1 (Berliner Marke) M. 22.50— 23.00, I.(Berl. Marke) M. 20.50—00., II.(Berliner Marke) M. 1819. Frankfurt, 18. Dezbr. Zugetrieben waren über 300 Stück Ochsen. Die Preise stellten sich für 1. Qual. per Ctr. Schlachtgewicht M. 70— 72, für 2. Qualität M. 66— 68. Kühe und Rinder waren an 300 Stück zum Verkauf gestellt, für 1. Oual. wurden 60-65 M., für 2. Qual. 54 M. und für 3. Qual. 45 M. bezahlt. Für die zugetriebenen ca. 20 Bullen wurden je nach der Qual. von 48— 52 M. gelöst. Kälber, von denen 212 St. vorhanden waren, kosteten 1. Qual. 62—64 M., 2. Qual. 52— 54 M. Hämmel mochten 250— 300 Stück ange⸗ trieben sein, der Preis stellte sich für 1. Qual. auf 60 M., für 2. Qual. auf 45—50 M. Schweine waren für diese Woche ca. 350 Stück an den Markt gebracht worden und zwar durchweg Prima Schwarzwälder und Hannoveraner zu 64 M. Der Gesammt-⸗Antrieb in der Vorwoche be— lief sich auf ea. 600 Stück. Mainz, 16. Dez. Viehmarkt vom 8. bis 14. Dez. Zugetrieben waren: 80 Farren per 50 Kgr. M. 52., 121 Ochsen 1. Qual. M. 71, 2. Qual. M. 66. 122 Kühe 1. Qual. 64, 2. Qual. M. 50—60. 278 Kälber M. 60. 313 Schweine M. 5863. Zum 1. Januar 1883 tritt die Republik Costa-Riea dem Weltpost-Verein bei. Von diesem Zeitpunkte ab kommen mithin für Briefsendungen nach und aus Costa— Rica die Vereinsportosätze in Anwendung, nämlich 20 Pf. für frankirte Briefe, 40 Pf. für unfrankirte Briefe, 10 Pf. für Postkarten, 5 Pf. für je 50 Gramm Druck- sachen, Geschäftspapiere und Waarenproben, mindestens jedoch 20 Pf. für Geschäftspapiere und 10 Pfennig sür Waarenproben. Vom 1. Januar 1883 ab können nach Jokohama und Tokto in Japan durch die Deutschen Postanstalten Zahl⸗ ungen bis zum Betrage von 210 M. im Wege der Post— anweisung vermittelt werden. Die Einzahlung erfolgt unter Anwendung des für den internationalen Verkehr vorgeschriebenen Postanweisungs-Formulars. Der ein— zuzahlende Betrag ist auf dem Formular in englischer Währung anzugeben; die Umrechnung in die Markwähr⸗ ung wird durch die Einlieferungs-Postanstalt bewirkt. Die Gebühr beträgt 50 Pf. für je 20 M. oder einen Theil von 20 M., zum Mindesten jedoch 1 M. Die Postanweisung muß den Namen und wenigstens den An— fangsbuchstaben eines Vornamens, bez. die Bezeichnung der Firma des Empfängers, sowie die genaue Angabe des Wohnorts desselben enthalten. In gleicher Weise ist auf dem Abschnitte der Postanweisung der Absender zu bezeichnen. Zu weiteren schriftlichen Mittheilungen darf weder die Postanweisung noch der Abschnitt der— selben benutzt werden. Von der erfolgten Einzahlung des Betrages find die Empfänger seitens der Absender mittelst besonderer Benachrichtigungsschreiben in Kennt—⸗ niß zu setzen. Literarisches. Daheim. Nr. 11 enthält: Der Peter von Danzig. (Forts.)— Die Heimath der Johanna Sebus. Ein Bild aus den Ueberschwemmungen am Niederrhein.— Die kranke Familie. III. Eine lustige Geschichte von f Arnold.— Ein Bücherwunschzettel für Weihnachten. Von R. Koenig.— Chodowiecki's Künstlerfahrt nach Danzig. Von R. Falck. Mit 6 Illustr.— Am Familien⸗ tische: Der widerwillige Tänzer. Mit Illustr.— Vor dem Hause Sebastlan Bachs in Leipzig.— Gesundheitsrath. — Mit b illustr. Beilagen. Für die Ueberschwemmten in Hessen gingen weiter bei uns ein: H. Ahrens 1. M., Seminar⸗ Lehrer Schmidt 3 M., H. Volz 1 M. An die Haupt⸗ sammelstelle wurden heute von uns weitere M. 160.— abgeliefert. Die Expedition. Bekanntmachung. Am Sonntag den 24. Dezember werden die Post⸗ schalter wie an den Wochentagen offen gehalten. Friedberg den 19. Dezember 1882. Kaiserliches Postamt. Brentano. Jeraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 23. Dezember 1882. Beginn: Freitag Abends 3 Uhr 45 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 4 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 24. Dezember ab Morgens 7 Uhr, Nachmittags 3 Uhr. Schablonen zur Wüschestickerei, unverlöschliche Tinte zum Zeichnen der Wäsche, Aufgebot. Die verlebte Marie Magdalene Glockengießer, geb. Finzel, in Friedberg hat laut Testament die minder— jährigen Enkel ihrer vorverstorbenen Schwester zu alleinigen Erben ihres Nachlasses eingesetzt und ergeht hiermit auf Antrag des Vormundes jener, des Großb. Ministerial— Protocollisten Röttcher von Darmstadt, die Aufforderung an den unbekannt wo? abwesenden Bruder der Erb— lasserin, Jacob Finzel, spätestens im Termin Dienstag den 16. Januar 1883, Vormittags 9 Uhr, etwaige Rechte an den fraglichen Nachlaß durch Anfecht— ung des fraglichen Testaments geltend zu machen, als sonst dasselbe vollstreckt werde. Bei dem Nachlaßvermögen befindet sich ein in Fried— berger Gemarkung gelegener Grabgarten, vor dem Mainzer Thor, Flur VI. Nr. 30, welcher auf den Namen„Ludwig Finzel Wittwe“ eingetragen ist und wird dem Jacob Finzel hiermit aufgegeben, eventuelle Ansprüche an jenes Item innerhalb zwei Monaten dahier vorzubringen, als sonst nach Antrag dessen Ueberschreibung im Mutations— verzeichnisse auf die genannten Erben verfügt wird. Friedberg den 17. November 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzverger. Hohenstein, 3875 Hülfsgerichtsschreiber. Aufforderung. Die nachverzeichneten Personen resp. deren Erben haben die ihren Namen beigefügten, im Grundbuch zu— geschriebenen Immobilien veräußert, beziehungsweise ver—⸗ theilt und vermögen außer der ortsgerichtlichen Besitz standsbescheinigung von 30 Jahren keine Erwerbsurkunde beizubringen. Alle, welche Eigenthums- oder sonstige Ansprüche daran bilden zu können glauben, haben solche binnen 6 Wochen, vom ersten Erscheinen in der Oeffent— lichkeit, bei uns so gewiß geltend zu machen, als sonst die Kaufbriefe resp. Looszettel bestätigt werden und Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt wird. J. Gemarkung Bad Nauheim. 1) Heinrich Fisch III. von Bad-Nauheim: Flur XVIII Nr. 87. II. Gemarkung Ober-Mörlen. 1) Blatz, Johannes, von Ober Mörlen Flur X Nr. 319. 320. 2) Scheibel, Lotharius, von Ober-Mörlen: Flur 1 Nr. 2067. 2294. 2641. 3587. 4334. 4620 8 „ 228 in 0 III. Gemarkung Schwalheim 1) Hofmann, Heinrich, I. Erben von Schwalheim: Flur X Nr. 39 2) Eichler, Konrad, I. von Dorheim: Flur I Nr. 85. 155. 156 X 1 21 * „ ili. IV. Gemarkung Dorheim. 1) Konrad, Eichler, I. von Dorheim: Flur XIII Nr. 3 r e. V. Gemarkung Beienheim. 1) Niklaus Eichler Wittwe von Dorheim: Flur IV Nr. 58. 14. Bad⸗Nauheim und Friedberg am 11. Dezember 1882. Großherzoglichliches Amtsgericht Bad-Nauheim und Friedberg. Allwohn. Sellheim. 4178 Schütz. Weber. Konkurs⸗Verfahren. 4184 Das Konkursverfahren über das Vermögen des Georg Dey IV. von Nieder⸗Mörlen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Bad-⸗Nauheim den 18. Dezember 1882. Das Großherzogliche Amtsgericht. Allwohn. Schütz. Konkurs⸗ Verfahren. 4185 Das Konkursverfahren über das Vermögen des Georg Jung II. von Nieder⸗Mörlen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Bad⸗Nauheim den 18. Dezember 1882. Das Großherzogliche Amtsgericht. Allwohn. Schütz. Haarbalsam. Bestes Mittel um das Wachsthum der Haare zu fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. In Flac. à 60 Pf. und M. 1.20. Eau capillaire de duinine in Flaschen à 70 Pf. und M. 1.40. Haarfärbemittel in blauen Flaschen mit Gebrauchs Anweisung à 2 M. J. A. Windecker. 2895 HBeltnässen, Blasenschw. ꝛc. in allen Fällen hellber. beglaubigte Zeugnisse gratis durch 37001 F. C. Bauer, Wertheim a. M. Prospecte und 90 1 Niederlage „Prinzen von Arcadien“ in Frankfurt a. 4172 der Weine von Schulz& Wagner, K. K. F und Besitzer der Altdeutschen Weinstube zum „Preisverzeichniß gratis, bei Gg. 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Gesangverein Liederkranz zu Heldenbergen. Concert mit Ball am zweiten Weihnachtsfeiertag bei Herrn Gastwirth Pauly, wozu ergebenst einladet Der N 183 Anfang 7½ Uhr. Petroleums-, Cisch-;, wand und Hängelampen, Porzellan-, Glas- u. lackirte Blechwaaren. A fenhem! Carl Bauer. Halsbinden und Shlips, 22 Vorstecker, Foulards, seidene Umknöpftücher, e weiße und schwarze seidene eee, 50 den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Christbaumschmuck, Lichterhalter, Weihnachtslichter, Christbaumständer, sowie viele sonstige zu Weihnachtsgeschenke geeignete Artikel empfiehlt 4190 Ph. Dan. Kümmich. Christbaumlichter in allen Größen, 4188 Gold- und Silberschaum billigst bei J. Baumeister. 2 Ital. Kastanien 3970 bei Wilhelm Fertsch. Spielkarten bester Qualität empfiehlt billigst 4191 S. Strauß, Metzgergasse. 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