gulf 1 Ungläts falle ** zelbolz 1. 2 Seihl. 591 88 1882. Donnerstag den 19. Januar. N 8. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 3 f 4 Erscheint d woch ich a Dien Areisblatt für den Kreis Friedberg. 8 e e Die einspaltige Petitzetle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei groͤßerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Neclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bet uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Vost nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Ausführung des F. 3 Absatz 2 des Gesetzes betreffend die Freizügigkeit vom 1. November 1867 und F. 362 des Reichsstrafgesetzbuchs. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Jun das Verzeichniß der aus dem Großherzogthum Ausgewiesenen, welches wir Ihnen mit Ausschreiben vom 5. Januar 1882 mitgetheilt haben, sind versehentlich die Namen folgender Personen aufgenommen worden: Flinck, Mathias, von Nieder-Eschbach; Grünbeck, Wilhelm, von Heldenbergen; Greiner, August, von Lich; Grebel, Richard, von Mainz; Hirtz, Conrad, von Eichelsachsen; Häuser, Georg, von Bobenhausen. Wir veranlassen Sie die Namen dieser Personen in dem gedachten Verzeichniß zu streichen. Die Fortsetzung dieses letzteren wird in wenigen Tagen nachfolgen. Dr. Braden. Bekanntmachung, die Zurückstellung der zum einjährig freiwilligen Dienst berechtigten Militärpflichtigen betreffend. Diejenigen im Jahre 1862 geborenen Militärpflichtigen, welche im Kreise ihren dauernden Aufenthalt haben und Berechtigungs⸗ Schein zum einjährig⸗freiwilligen Dienst besitzen, werden, insofern sie ihre Zurückstellung vom Militärdienst bis jetzt noch nicht beantragt haben, dies zu thun aber beabsichtigen, hierdurch aufgefordert, ihre Berechtigungs Scheine alsbald dabier vorzulegen. Friedberg den 17. Januar 1882. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatzcommission Friedberg. Dr. Braden. Friedberg den 17. Januar 1882. Bekanntmachung, die Zurückstellung der Reserve, Ersatzreserve und Landwehrmannschaften betreffend. Nachstehende Bestimmungen über die Zurückstellung der Reserve, Ersatzreserve und Landwehrmannschaften rücksichtlich ihrer haͤuslichen und gewerblichen Verhältnisse werden hiermit für die Betheiligten zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Bis zum 20. kommenden Monats haben die Großherzoglichen Bürgermeistereien die bei ihnen vorgebracht werdenden Gesuche anher einzusenden. Friedberg den 17. Januar 1882. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. J. Bei nothwendigen Verstärkungen oder Mobilmachungen werden die Mann und darüber eine an den Civilvorsitzenden der Ersatzeommission einzureichende Nach⸗ schaften des Beurlaubtenstandes, soweit die militärtschen Interessen es gestatten, nach] weisung aufstellt, aus der nicht nur die militärischen, bürgerlichen und Vermögens⸗ den Jahresklassen, mit den Jüngsten beginnend, einberufen. Hierbei können dringenden] Verhältnisse der Bittsteller, sondern auch die obwalt N 7 1 8 eg U. K N 1 bw häusliche und gewerbliche Verhaͤltnisse derartige Berücksichtigung finden, daß Reser⸗ lich sind, durch welche eine zeitweise zurückst visten hinter die letzte Jahresklasse der Reserve ihrer Waffe oder Dienstkategorie, eingereichten Gesuche unterli der Entscheidr nden besonderen Umstände ersicht⸗ n. 2) Die Ersatzeommissien, der Landwehrmannschaften aber, sowte in besonders dringenden Fällen auch einzelne welche im Anschluß an das Musterungsgeschäft in öffentlich! machenden Term „* 0 inzein 0 5 9 haft in o tlich be nachenden Terminen Reservisten, hinter die letzte Jahresklasse der Landwehr ihrer Waffe oder Dienst jährlich einmal Sitzung hält. 3) Das Verfahren der Frsagen 77 5 8 1 9 Das Verfahren der rsatzeommission kategorie zeitweise zurückgestellt werden. Jedoch darf in keinem Aus hebungsbezirke beim Classificationsgeschäft regelt sich nach F. 30,7 des Reick die Zahl der hinter der letzten Jahresklasse der Reserve zurückgestellten Mannschaften Entscheidungen sind entgültig, insofern nicht der Militär orsitzen uf Grund des zwei Prozent der Reserve und Landwehr übersteigen. Auf die Dauer der Gesammt F. 30,7 des chsmilitärgesetzes Einspruch erhebt. 5 vorg Entscheid⸗ dienstzeit(Dienstpflicht) hat die Zurückstellung keinen Einfluß. ungen behalten ihre Gu keit nur bis zum nächste 0. Im Falle 8 5 2 N Nn 4 2 II. Zurückstellungen im Sinne der vorbezeichneten Festsetzungen durfen aus des Bedürfnisses sind Anträge auf weitere zurück 0 zu erneuern folgenden Gründen(Classificationsgründe) eintreten: a. wenn ein Mann als der 6) Wenn Mannschaften einem Aushebungsbezirk einer verziehen, so einzige Ernährer seines arbeitsunfähigen Vaters oder seiner Mutter, beziehungsweise erlischt die gewährte Zurückstellung. seines Großvaters oder seiner Großmutter, mit denen er dieselbe Feuerstelle bewohnt, IV. Die vor erfüllter getiver Dienstpflicht n Mann⸗ zu betrachten ist, und ein Knecht oder Geselle nicht gehalten werden kann, auch durch schaften bleiben bis zu dem ihrer Entlassung zun stermin die der Familie bei der Einberufung gesetzlich zustehende Unterstützung der dauernde hinter die letzte Jahresklasse der Reserve zurückgest und Ruin des elterlichen Hausstandes nicht abgewendet werden könnte; b. wenn die Ein Anträge auf weitere Zurückstellung, wie alle übrie berufung eines Mannes, der das dreißigste Lebensjahr vollendet hat und Grundbe nach dem allgemeinen Entlassungstermin der Rese sitzer, Pächter oder Gewerbtreibender oder Ernährer einer zahlreichen Familte ist, fortige Zurückstellung einzelner der entlassenen M den gänzlichen Verfall des Hausstandes zur Folge haben und die Angehoͤrigen selbst lassen, so kann die vorläufige Zurückstellung solcher M bei dem Genusse der gesetzlichen Unterstützung dem Elende preisgegeben würde; f g Classificationstermin hinter die letzte Jahresklasse der Reserve e. wenn in einzelnen dringenden Fällen die Zurückstellung eines Mannes, dessen ge einkommen der ständigen Mitglieder der Ersatzeommission verf eignete Vertretung auf keine Weise zu ermöglichen ist, im Interesse der allgemeinen[als den unter II. vorbezeichneten Fallen sind außerterminliche Zurückstellungen un Landeskultur und der Volkswirthschaft für unabweislich nothwendig erachtet wird statthaft. Jusbesondere find Gesuche um Zurückstellung im Augenblick der Ein⸗ Mannnschaften, welche in Gemäß beit des 6. 67 und§. 69 des Reschsmilitärgesetzes[berufung unzulässig. Eine Wiederentlassung einzelner einberufener Mannschaften wegen Controlentziehung nachdtenen müssen, haben jedoch auch in den vorgenannten kann nur ausnahmsweise auf dem im§. 82,2 und F. 100,3 der Ersatzordnung vor 8 Fällen keinerlei Anspruch auf Zurückstellung. 1. geschriebenen Wege herbeigeführt werden. Derartige Gesuche koͤnnen nur dadurch III. In Bezug auf das Verfahren bei derartigen Zurückstellungen bestehen begründet werden, daß seit dem letzten Clasificationstermin für den Eingestellten durch folgende Vorschriften: 1) die Mannschaften der Reserve, Landwehr, Seewehr und unabwendbare, nicht durch ihn selbst herbeigeführte Ereignisse, als Brandschaden, Ersatzreserve erster Klasse, welche auf Zurückstellung Anspruch machen, haben ihre Ueberschwemmung, Tod eines nahen Anverwandten u. s. w. ein wirklicher Noth Gesuche bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes anzubringen, welche dieselben prüft stand eingetreten ist. Bekanntmachung. Betreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Nieder Erlenbach. f Nachdem eine Anzahl Grundbesitzer und der Ortsvorstand in Nieder-Erlenbach die Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Nieder⸗Erlenbach beantragt haben, wird Offenlegung der summarischen Darlegung und des Namensverzeichnisses auf dem Gemeindehause zu Nieder— Erlenbach von Samstag den 21. Januar laufenden Jahres bis Samstag den 18. Februar laufenden Jahres hierdurch angeordnet.“ Zugleich werden die stimmberechtigten Grundbesitzer aufgefordert im Termin Samstag den 18. Februar laufenden Jahres von Morgens 10 bis Mittags 1 Uhr über das Profect abzustimmen, mit dem Anfügen, daß die weder in Selbstperson noch durch gehoͤrig legitimirte Bevollmächtigte abstimmenden Stimmberechtigten als für die Ausführung der Zusammenlegung stimmend angesehen werden sollen. Auswärtige Stimmberechtigte haben bis zu dem genannten Termin einen Bevollmächtigten in der Gemeinde zu bestellen, als sonst bei weiter nöthig werdenden Handlungen eine besondere Aufforderung nicht mehr ergehen wird. Schließlich wird darauf hingewiesen, daß nur diejenigen Grundbesitzer, welche im Grund- oder Flurbuche stehen, oder deren Erben, zur Abstim mung legitimirt sind, daß jedoch bei zeitigem Antrag das Ab- und Zuschreiben noch waͤhrend der Dauer der Offenlegungsfrist erwirkt und durch das Großherzogliche Steuercommissarlat Friedberg gewahrt werden kann. 1 Friedberg, am 16. Januar 1882. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 226 Dr. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Jacob Dilges von Hoch-Weisel wurde als Fleischbeschauer für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. Pachter Wilhelm Puth zu Okarben wurde auf den Feldschutz für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. 1 8 — e ee — en . * 11 1 3 175 41 135 * . * N 11 1 1 * 11 4 . 0 1 9 f 4 1 N N N II! Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Kreis Wiesbaden; Tomines Cholkopfsky aus Schubje; Selters, Nassau; Volkmar Dittmar aus Schweinsfurth, Kreis Ziegenhain; Franz Ludwig Böthner zu Eppi Kutsch aus Ebsdorf bei Marburg;& Heinrich August Thomas Schalkowsky aus Schleipia, Amt Rawitsch. Wegen Landstreicherei bestraft: Johannes Althaus von Arnol Wegen Bettels bestraft: Gustav Lorenz aus Wangenheim bei Gotha; Christian Spaeth aus 8 erotter Bezi Bergzabern, Baiern; Heinrich aus Oberotterbach, Bezirksamt Bergze 1 He a 5 Johannes Michael Hoffmann aus Oberroestan, Oberfranken, Anton Schmidt aus Niedersfeld, Preußen; Weinz aus Neustadt a. d. H., Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Johannes Althaus von Arnoldshain, Emil Schaͤfer aus Breitenbach, Kreis Biedenkopf; Peter Fuchs aus Baumbach, Amt Bayern; Johannes Schmidt J. aus Hersfeld; Metzger Heinrich Klaholz aus Ober-Aula, ngen, Bad; Peter Fremmersdorf, Kreis Neuß, Reglerungsbezirk Düsseldorf; Johannes Salowsky aus Neukirch-Niederung, Kreis Elbing, Westpreußen; Adam Zier aus Buchenau;; dshain, Kreis Wiesbaden; Ludwig Muͤller aus Weitershain. Münster i. W.; August Zischke aus Grimbuchhausen, ö Miunheim, Kreis Mittelfranken, Baiern; Konrad Fischer aus Illershausen; Preußen; Arthur Robert Hey aus Johannes Boos Baiern; Ludwig Hansel aus Wingertshausen; Bezirksamt Hainsidel; Theodor Winter aus Frankenberg, Marburg; Peter Plattner aus Enesdorf, Kreis Kirchhain; Johann Ludwig Bickel von Ober-Ohmen; Christian Friedrich Wilbelm Steinker aus Starkendorf, Amt Helmstadt in Braunschweig; Joseph Hellwig aus Ess Amt Rawitsch; Franz Ludwig Bothner aus Eppingen, Bad. 8 2 f a ö f ob antes Diehl von Groß-Linden und Jacob Schleifer von Gittersdorf sind im Betretungsfalle zu verhaften und ist uns sofortige Nachricht zu senden. Die Aufenthaltsorte des Johannes Höhr von Bobenhauf en, Preußen; Thomas Schalkowsky aus Schleipia, en, des Kaspar Momberger von Schmitten, des Taglöhners und Leinwebers Christian Nieß von Herchenhain und des Peter Heß von Heldenbergen sind unbekannt und erbitten wir uns nach Ermittelung der— selben sofortige Nachricht. Deutsches Reich. Darmstadt. In den letzten Tagen hat sich das Berathungsmaterial für die demnächst zusammentretende zweite Kammer abermals um einige Gegenstände vermehrt. Zunächst ist es eine Proposition Großh. Ministeriums, die Stände wollen ihre Zustimmung dazu erklären, daß zum Ankauf eines etwa 7000 Quadrat-Meter um— fassenden Grundstückes zur Erweiterung der Ge— müsegärten bei der Landesirrenanstalt Heppen— heim der Betrag von 7000 M., und fuͤr Ein⸗[§ friedigung der Gärten der gleiche Betrag aus den im Budget dieser Anstalt für die laufende Finanzperiode sich ergebenden Ueberschüssen ent— nommen werde.— Ein Antrag des Abg. Möllinger gebt dahin, die Kammer wolle die Regierung ersuchen, sie möge Mittel ergreifen, um dem Ueberhandnehmen der Landstreicherei und des Bettels zu steuern.— Abg. Dittmar beantragt, die Kammer wolle die Regierung um Vorlage eines Gesetzentwurfs ersuchen, welcher die Revi— sion des Gesetzes über die Ausübung der Jagd und Fischerei in Starkenburg und Oberhessen bezweckt.— Weiter ist eingelaufen eine Vor— stellung der vereinigten hessischen Gemeinden und Gutsbesitzer, die Regulirung der Strom— bauten der Rheinniederung betreffend.— Eine Eingabe der Handelskammer Mainz als Vor— ort des hessischen Handelskammertags ist auf Aufhebung der Besteuerung der Weineinlagen der Weinhändler gerichtet.— Zwei weitere Eingaben betreffen die Erbauung von Secun— därbabhnen. Die erstestammt von dem Comite für Erbaung einer Secundärbahn von Grün— berg(Mücke) über Freienseen, Laubach, Hungen, Echzel nach Friedberg, die andere von den Vor— ständen der Gemeinden Wöllstein, Siefersheim, Volxheim, Freilaubersheim, Gumbsheim, Eckels— heim, Steinbockenheim und Wonsheim, den Bau einer Secundärbahn von Armsheim nach Kreuz— nach betreffend. — Die Gerichtsaccessisten von Hombergk zu Vach und von Biegeleben wurden zu Hofjunkern ernannt und der Gerichtsvollzieher Pitzer zu Mainz anf Nachsuchen seines Dienstes entlassen. Berlin, 16. Jan. Im Reichstag wird die Reblaus-Convention verhandelt. Thilenius beantragt die Ablehnung der Petitionen, welche gegen die Convention gerichtet sind, und die Ueberweisung der anderen, welche strengere Maßregeln verlangen, an den Reichskanzler. Auch Buhl spricht in diesem Sinne. In— zwischen läuft ein Schreiben des Reichskanzlers ein, daß der Abgeordnete Dietz seiner Haft in Stuttgart entlassen sei. Die Reblaus-Debatte wird fortgesetzt und in 1. und 2. Berathung geneh— migt.— 17. Jan. Die Wahlen von Schwarzen— berg, Frieß, Maltzahn-Gültz, Dohrn, Kleist-Retzow und Löwe werden für giltig erklärt, Clauswitz's Wahl jedoch beanstandet. Das Haus schreitet sodann zur zweiten Berathung des Gesetzentwurfs betreffend die Erhebung einer Berufsstatistik, sowie die Vornahme einer Vieh— zählung im Jahre 1882 und des Entwurfs einer Ergänzung des dem Reichstage vorliegenden Enwurfs des Reichshaushalts-Etats für das Etatsjahr 1882—83.—§ 1 der Commissious— —— e beschlüsse lautet: Im Jahre 1882 findet die Erhebung einer allgemeinen Berufsstatistik für den Umfang des Reiches statt.(Die Viehzählung hat die Commission abgelehnt).§ 1 wird in der Fassung der Commission genehmigt. — Dem Abgeordnetenhaus ist folgendes kirchenpolitische Gesetz zugegangen: Art. 1. Die Art. 2, 3 und 4 des Juligesetzes treten mit Verkündigung dieses Gesetzes wieder in Kraft. Art. 2. Einem Bischof, welcher auf Grund des 24 des Gesetzes vom 11. Mai 1873 durch gerichtliches Urtheil seines Amtes entlassen wurde, kann vom König die Stelle und Anerkennung als Bischof seiner früheren Diöcese wieder er— theilt werden. Art. 3. Das Staatsministerium wird ermächtigt, die Grundsätze festzustellen, nach welchen von dem Erforderniß der§§ 4 und 11 des Gesetzes vom 11. Mai 1873 dis— pensirt werden, auch ausländischen Geistlichen die Vornahme geistlicher Amtshandlungen oder die Ausübung eines im§ 10 erwähnten Amtes gestattet werden kann. Art. 4. An Stelle des § 16 des Gesetzes vom 11. Mai 1873 tritt die Bestimmung: Der Einspruch findet statt, wenn dafür erachtet wird, daß der Anzustellende aus einem Grunde, welcher dem bürgerlichen oder staatsbürgerlichen Gebiete angehört, für die Stelle nicht geeignet sei, insbesondere wenn seine Vorbildung der Vorschrift des Gesetzes nicht entspricht. Gründe für den Einspruch sind anzugeben. Gegen die Einsprucherklärung kann innerhalb 30 Tagen beim Cultusminister Ein— spruch erhoben werden, bei dessen Entscheidung es bewendet. Art. 5. Das Staatsministerium wird ermächtigt, für bestimmte Bezirke wider— ruflich zu gestatten, daß Geistliche, welche im Uebrigen die gesetzlichen Erfordernisse erfüllen oder von denselben dispensirt sind, zur Hilfe— leistung im geistlichen Amt verwendet werden. — Das Abgeordnetenhaus wählte Köller wieder zum Präsidenten. Köller nahm die Wahl an. v. Heeremann wurde zum ersten Vice— präsidenten gewählt, zum zweiten wird Stenzel gewählt. Auf Vorschlag von Windthorst wurden die früheren Schriftführer durch Zu— stimmung des Hauses bestimmt.— Das Herren— haus beschloß, die Vorlagen über die Abän— derung der Grundbuchordnung und die Regelung des Kirchenwesens im Jadegebiet durch Schluß— berathung zu erledigen und verwies das Gesetz über die Fürsorge für die Hinterbliebenen un— mittelbarer Staatsbeamten an eine besondere Commission. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Die mei⸗ sten Blätter constatiren, daß von einem Auf— stand in der Krivoscje oder der Herzegowina keine Rede sei. Die entsendeten Truppen haben nicht die Aufgabe, den Aufstand zu unterdrücken, sondern demselben zuvor zu kommen. Die aus— wärts verbreitete Nachricht von dem Rücktritt des Kriegsministers Bylandt ist völlig unbegründet. — Pest, 17. Jan. Das Abgeordnetenhaus setzte heute die Budgetdebatte fort. Norwegen. Christiania, 17. Jan. Um den Handelsvertrag mit Frankreich zu geneh— migen, wurde das Shorthing auf heute zu— . sammenberufen. In der Thronrede, die bei der Er— öffnung verlesen wurde, wurde die große Bedeutung des Vertrages für Handel und Seefahrt hervorge— hoben. Dann wurde der Vermählung des Kron— prinzen gedacht; zum Schluß eine Reihe von Ver— besserungen ökonomischer Verhältnisse angekündigt. Frankreich. Paris. Die Regierung stellte der Kammer ein Gesetz über die Einfuhr von Schweinefleisch zu. Das Decret, welches die Einfuhr verbietet, wird aufgehoben. Pökelfleisch soll eingeführt werden, wenn es von Ursprungs— Attesten begleitet ist, welche die vollkommene Zubereitung bescheinigen. Die Importeure müssen deshalb das vollständige Einsalzen und Conser— viren feststellen lassen Frisches, nicht gekochtes Fleisch darf gar nicht eingeführt werden. — Die Kammer nahm die Handelsverträge mit Schweden und Portugal an. Der Kriegs— minister beantragte, die Berathung der Rekru— tirungsvorlage zu vertagen, bis zur Einbringung verschiedener Gesetzentwürfe, welche theils das Militärregime modisiciren, theils schon von den Kammern votirte Gesetze verwerfen. Die Modi— ficationen sollten namentlich Herabsetzung des Militärdienstes auf das Minimum von drei Jahren sein und eine gerechtere Vertheilung militärischer Chargen betreffen; außerdem sollte die Bildung eines besonderen Armeecorps für Afrika vorgeschlagen werden. Der Kriegsminister wird die Befugniß verlangen, die Reserven ohne vorherige Genehmigung des Parlaments einbe— rufen zu durfen. Commission zur Vorberathung der Revistons— entwürfe solle aus 33 Mitgliedern bestehen. — Der Senat waͤhlte mit 141 gegen 85 nicht abgegebene Stimmen Say zum Präsidenten; 1——————.— Die Kammer beschloß, die! zu Vicepräfidenten wurden Rampon, Leroyer, Calmon wiedergewählt. Der französsisch-itali⸗ enische Handelsvertrag wurde vorgelegt. Großbritannien. London. Die„Mor⸗ ning Post“ erfährt: Lord Granville erklärte mehreren Vertretern der auswärtigen Mächte gegenüber: indem die britische Regierung ge— meinschaftlich mit Frankreich eine Note an den Sog Khedive richtetete, beabsichtigte sie in keiner Weise die Möglichkeit einer gemeinsamen Militar— Action in Egypten anzudeuten. Granville erließ ein Circular, welches die von England und Frankreich gethanenen Schritte erklärt. — Nach den„Times“ beschloß die Regierung, Parnell und Dillon nicht in Freiheit zu setzen. 8 Ein Circular von Northcote lud die Oppositions⸗ mitglieder ein, am 7. Februar in London zu sein, weil unzweifelhaft bald nach der Parla- ments-Eröffunung Verhandlungen über die gegen wärtige kritische Lage zu erwarten seien. 1 Türkei. Konstantinopel, 16. Jan. Lord Dufferin hatte eine Audienz beim Sultan. Sie hatte die armenische Frage zum Gegenstand. Der Sultan soll die Verzögerung der Reformen gerechtfertigt und versichert haben, die Frage be⸗ schäftige fortwährend die Aufmerksamkeit der Pforte, — Dem Gleichheitsprincipe gemäß wird die Militärpflichtigkeit auch auf die nichtmohameda⸗ nischen Bewohner des ottomanischen Reiches ausgedehnt. N 8 A 8 5 * Die Pforte ordnete eine Volks, 5 2 8 8 3 N iffe S„ sein, wenn die weiteren Einlagen in dem seitherigen Ver— Frankfurt, 16. Januar. Viehmarkt. Der heutige indach 1.„ zählung 9 Feststellung der Ziffer den Stellungs hältnisse fortgesetzt werden. el der darauf* Viehmarkt war mit 343 Ochsen, 13 Bullen, 362 Kühen, Oberg a pflichtigen an. 4 a Neuwahl des Curatoriums wurde der seitherige Vor- Rindern, Stieren, 462 Kälbern, 267 Hämmeln und Aula, Egypten. Kairo, 16. Jan. Die Dele— stand: Salinenrentmeister Nebhuth, Pfarrer Walz und 314 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie Naunes girtenkammer theilte Cherif Pascha ver— Lehrer Wagner durch Aeelamatlon wleder gewählt. Zum folgt: Ochsen. Qualität M. 69, 2. Qual. M. 63, Achengu traulich einen Entwurf betreffend die Regelung Schlusse wurde noch bestimmt, um die Arbeitslast der] Bullen 1. Qual. M. 50, 2. Qual. M. 44, Kühe, Rinder Sammelstellen etwas zu erleichtern und zu vereinfachen, und Stiere 1. Qual. M. 55, 2. Qual. M. 48 per 100 Pfd. daß die Einzahlungen nur an den Samstagen und Mon- Schlachtgewicht. Kälber 1. Qualität 65 Pf., 2. Qual. tagen immer des Nachmittags und der inneren Angelegenheiten mit. Derselbe haͤtte den Zweck, die ganze Regierung des Landes 1 5 zwar in Beträgen 50 Pf., Hämmel 1. Qual. 64 Pf., 2. Qual. 50 Pf., der Kammer zu übertragen. Cherif leh ente] bis zu 90 Pf., jedesmal auf 10 Pf. abgerundet, ge- Schweine, inländ., 64 Pf. ver 1 Pfd. Schlachtgewicht., ie 9 f. en so S e ster Nebhuth schloß die ie Annahme ab. schehen sollen. Salinenrentmeister Ne 0 5 d C + i e 1 oi Versammlung mit einem Hoch auf das Aufblühen und Verloosun 0 2 b Afrika. Tunis, 17. Jan. Tajeb, zweiter 9.22 4 2 f 0 f 1 3 Bey' 5 Krieas Gedethen der Pfennigsparkasse. Stadt Mailand Lire 45⸗Loose von 1871 Bruder des Dey's wurde heute vom 5 Allerlei Serien- und Gewinnziehung vom 2. Januar 1882.— minister und dem Marineminister verhaftet. Er Aulerlei. l Heimzahlung am 1. Juli 1882. Serien: Nr. 23 44 223 wird in einem Gemach des Bardo bewacht 1—.— e n wegen des 377 425 668 970 1147 1305 1353 1372 1511— ine r 8 Ringtbeater Brandes hat so kolossale Dimensionen an⸗ 1595 1630 1647 1726 2057 2141 2144 2231 233 Man vermuthet eine Verschwörung gegen den Bey genommen, daß sie nicht schon Witte Januar, wie man 2500 2733 2836 2846 2963 3191 3211 3446 3450 3570 gehofft hatte, sondern wahrscheinlich erst in beiläufig 3625 3784 4019 4207 4287 4294 4311 4455 4507 4521 . Aus Stadt und Land. zwei Monaten zum Abschlusse gelangen wird. Zwei 4626 4702 4706 4714 4789 4807 4810 4926 5071 4552 . Friedberg. In unserem Bericht über die Abend⸗ Untersuchungsrichter sind mit dem von Tag zu Tag 5115 5554 5584 5765 5773 5876 6059 6112 6226 unterhaltung der n Gon die Instru⸗ immer riesiger anwachsenden Materlal beschaftigt und 6240 6321 6381 6487 6496 6587 6710 6722 6757 mentalpiecen in dem ersten Theile des Concertes zu er haben alle Mühe, dasselbe zu bewältigen. Teplitz, 16. Jan. Quelle vom wähnen. Es soll hiermit nachträglich um so lieber g Gestern wurde die Hauptspalte geschehen, als dieselben es in hohem Grade verdienen. 6908 6916 69427148 7422 7429 7557. Gewinne: S. 5584 5 f Stadtbad auf einer Seehöhe von Nr. 4 Lire 60,000. S. Nr. 23. S. 5071 Nr. 29 à Lire 1000. S. 1372 Nr. 41, S. 2141 Nr. 13, S. 6487 4 der Sowohl das Pianofortespiel des Lehrers Gatert bei 153 Metern geöffnet. Das Wasser ist über 37 Gr. R. Nr. 16 à Lire 400. S. 1630 Nr. 15, S. 2500 Nr. 3 den beiden ersten Salonstücken, sowie bei dem Trio, als] warm. Es stieg um 10 Meter. Die Teufungs arbeiten S N 4291 Nr. 37, S. 4626 Nr. 8 S. 4807 Nr. 40, auch die Violin⸗ und Celloparthie bei letzterem waren sind beendet. i S. 5584 Nr. 31 Lire 200. S. 4287 Nr. 6, S. 1706 mit bekannter Meisterschaft exeeutirt. Auf das Spiel Nr. 16 39, S. 4789 Nr. 47, S. 6757 Nr. 20, S. 6908 der ersten Debütantinnen in den beiden Theaterstückchen Handel und Verkehr.[Nr. 12, S. 6916 Nr. 1 à Lire 150. S. 970 Nr 39 müssen wir auch nochmals zurückkommen und wollen Friedberg, 18. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete S 1147 Nr 36 S. 2057 Nr. 21 5 S. Nr. 26, hoffen, daß uns bald wieder Gelegenheit gegeben wird, per Ufd. M. 0.80—0.90, Eier 1 St. 7 Pf., 2 St. 15 Pf. S. 4455 Nr. 28 S. 4807 Nr. 48 S. Nr. 47 etwas gleich Gutes von denselben zu sehen; alle waren Friedberg, 17. Januar. Fruchtbericht. Walzen S; 5765 Nr. 10. S. 6942 Nr. 36 4 Lire 100. S. 24 mit Lust und Liebe bei der Sache, das merkte man M. 24.75, Korn M. 20.50, Gerste M. 18.50, Hafer M. 16 Nr 43 S. 11 Nr. 46, S. Nr. 41, S. 668 Nr. 32 ihrem Spiele in vollem Maße an. bis 17. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfd. S 11417 Nr 18 S 41511 3 S. 1595 Nr. 45, w. Bad⸗Nauheim, 16. Jan. Gestern wurde dahier Gteßen, 17. Jan. Wochenmarkt. Butter per ufd. S 2057 Nr. 38— 2330 37 13 44, 8. 2846 im Fritz'schen Saale die erste Generalversammlung der M. 0.95 1.03, Eier 1 St. 7—8 Pf., 2 St. 00- 00 Pf., Nr 35 98 2963* 31 191 Nr. 465 S. 3211 hiesigen Pfennigsparkasse abgehalten. Salinenrentmeister[Räse per Stück 5—9 Pf., Tauben das Paar 80-100 Pf., Nr. 38. S 3450 Nr. 39 570 Nr. 3 b S. 4207 Nebhuth eröffnete die Versammlung mit einer Ansprache. Hühner per Stück M. 1.00 1.40, Habnen ver Stück Nr. 29 36, S 4087 Nr 13 4311 Nr 14. 4026 Nachdem durch Lehrer Wagner die Protokolle verlesen, M. 1.30— 2.00, Enten ver Stück M. 1.70—2.00, Gänse Nr. 12 26. S 4702 Nr 4, S. 1706 Nr 36 sowie die Rechnung über die freiwilligen Beiträge abge⸗ ver Pfund 60—72 Pf., Ochsenfleisch 6062 Pf. per Pfd.,— 5115 Nr 97 S. 5554 Nr 15 8 5584 Nr 45 hört war, wurde zur Verlesung des sehr ausführlichen Kuh- und Rindfleisch 40— 50 Pf., Kalbfleisch 40—44 Pf., S' 5876 Nr. 11 31 S 628 Nr 12* 6240 Nr. 28, Rechenschaftsberichtes geschritten. Derselbe verbreitete] Schweinefleisch 60—64 4 f., Hammelfleisch 50—60 Pf., S 6321 Nr. 33 12 6587 Nr. 22 31, S. 6710 Nr. 39 sich zunächst im Allgemeinen über die Entstehung, Zweck- Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00 4.00, Zwiebeln per Ctr. S' 8908 N. 49, S. 6942 Nr. 34 44 2 7429 Nr. 40 mäßigkeit und verschiedenen Einrichtungen der Pefunig m. 6.—7., Weißkraut 100 St. M. 7.50—9.00. S. 7557 Nr 32 8 60. Auf alle Abrigen in. sparkassen und kam dann auf die hiesige Anstalt zu 4 0 rünberg. Fruchtpr ise vom 14. Januar. Waizen stehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgefübrten sprechen. Im Ganzen sind in den ersten sechs Monaten] M. 24.50, Korn M. 20.10, Gerste M 17.16,, tfällt der geringste Gewinn von Lire 47 des Bestehens der hiesigen Pfennigsparkasse 2909 M.] M. 15.76, Erbsen M. 21.00, Linsen M. 00.00,.——— 5 2— 82 Pf. gesammelt worden, wovon für 20 Rückzahlungen M. 00.00, Lein M. 29.00, Samen M. 00.00, Ka Geld⸗Cours. M. 68.70 Pf. abgehen. Der Bestand der Kasse Ende M. 0 00. Durchschnittsprels pro 100 Ki mm 7 kfurt. 1882 1881 betrug also M. 2841.12 Pf. Hierbei wurde aus Frankfurt, 16. Jan. Weizen behauptet, hiesiger 2. Art art 17. Januar* drücklich bemerkt:„Wie viel oder wie wenig würde von und Wetterauer M. W ¼, fremder M. 245/¾8, per diesen 20 Frankenstüke„. 10 16—20 dieser ansehnlichen Summe als Eigenthum der jetzigen][ Monat M. 249%¼ Roggen unverändert, eff. biesiger M. 21 do. r„„ 16 86 Besißer wohl noch vorhanden sein, wenn die Pf nnig⸗fremder M. 20½—21, per diesen Monat M. 2 Englische Sovereigns. 23„ 20 31—36 sparkasse nicht das Verggeschäft besorgt hätte?“ Von den[Gerste unverändert, eff. bies. und Wetterauer M. 18—19,] Russische Imperiales„% 16 66—70 518 Sparern kommen auf die Kreise der Landwirthe 53, fremde M. 1820. Hafer unverändert, eff. hies. M. 16% Ducaten 2„ 9 55—60 Handwerker und anderen Geschäftsleute 267, Dienstboten, bis 17, fremder M. 161 2— 17, per diesen Monat M. 16½. 1 al marco. 1 56—61 Lehrlinge, Tagelöhner 100, Wittwen und Waisen 92.] Rüböl' unverändert, eff. obne Faß hiesiges in Partien] Dollars in Gold„„% 1 Wenn wir die uns vorliegenden Ergebnisse einiger Pfennig von 50 Ctr. M. 32½. Branntwein, eff. ohne Faß M. 46. l g. sparkassen nach der ee repartiren, dann[Mehl Nr. 1 M. 39, Nr. 2 M. 37, Nr. 3 M. 32, Nr. 4] Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. kommen auf den Kopf in Darmstadt M. 1.20 Pf., in] M 28, Nr. 5 M. 25. Roggenmehl%(Berliner Marke) Beginn: Friedberg M. 2.40 Pf., in Bad⸗Nauheim M. 2.22 Pf.] M. 26 ½— 27, 1.(Berliner Marke) M. 24½— 25, Freitag Abends 4½ Ubr. Wir können hiernach mit Nauheim recht wohl zufrieden 2.(Berliner Marke) M. 21—½. N Samstag Morgens 8½ Uhr. Bekanntmachung. Die Offenlegung des Grundbuchs und der Karten der Gemarkung Schwalheim im Kreise Friedberg. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das neuerrichtete Grundbuch der Gemarkung Schwalheim nebst den dazu gehörigen Karten, welche dazu dienen sollen, sich leichter im Grundbuche zurechtzufinden und Verwechselungen zu verhüten, auf dem Gemeindehause zu Schwalheim offen gelegt worden ist. Die Betheiligten sind befugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Lokale einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großh. Bürgermeister der Gemeinde Schwalheim Grundbuchs aus züge zu verlangen. Auch werden sie durch Letzteren auf die von den Feld— geschworenen entdeckt werdenden, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen Denjenigen, welche sich bei der Angabe des Grundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände entweder auf guͤtlichem Wege bei dem Bürgermeister der Gemeinde, vor welchen sie ihren etwalgen Gegner vorladen lassen können, zu beseltigen und, insofern dies nicht von Erfolg ist, ihre Anspruͤche bei dem für Besißstreltigteiten zuständigen Ge— richte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß letzteres eschehen, binnen eben dieser Frist dem Großh. Gerichts- schreiber des unterzeichneten Amtsgerichts die Anzeige zu machen. Dleselbe Anzelge liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grund— buchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Be— sitzklage angestellt haben. Nach Ablauf dieser Frist wird der das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besiter in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weber eine gütliche Beseltigung bel dem Bürger Besitz, wie ihn wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge binnen Diese Anzeig der festgesetzten Frist von 6 Monaten bei zeichneten Gerichte zu stellen und wenn dies als das unterzeichnete ist, bei diesem die machen. Anz Die unerstreckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 15. März 1882 zu Ende. Bad⸗ Nauheim am 5. August 1881. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Allwohn. Schütz, Gerichtsschreiber. Bekanntmachung. Betreffend: Die Offenlegung des Grundbuchs der Ge markung„Friedberger Burgwald“ Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung„Fried berger Burgwald“ nebst den dazu gefertigten Handrissen, welche dazu dienen sollen, sich desto leichter im Flur und Grundbuche zurecht zu finden und Verwechselungen zu vermeiden, in dem Bureau des Ortsgerichtsvor stehers zu Frledberg offen gelegt worden ist. Die Betheiligten sind befugt, das Grundbuch während der Zelt der Offenlegung in diesem Local einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großherzog lichen Ortsgerichtsvorsteher Grundbuchsauszüge zu ver langen. Feldgeschworenen etwa entdeckt werdenden, sie betreffen den Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen denjenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände entweder auf gerichtlichem Wege bei dem Direction in Hannover vom 27. Auch werden sie durch letzteren auf die von den ge liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann dem unter- ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den ein anderes daselbst eingetragenen Besitzer eine ige zu[hatten. wie ihn das Grundbuch angibt, sonen der Besitzer in allen den Fallen für richtig ange⸗ nommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung Besitzklage angestellt Frist wird der Besiß, in Bezug auf die Per⸗ — Nach Ablauf dieser bei dem Großberzoglichen Ortsgerichtsvorsteher zu Pros tokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deßhalb er⸗ hoben und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden Diejenigen, welche die in Gemäßbeit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigenthums u. s. w. betr., bei⸗ gefügten Erwerbtitel berichtigt zu sehen wünschen, auf⸗ gefordert, die erforderlichen Anträge binnen der fest⸗ gesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen und, wenn dieses ein anderes ist, als das unterzeichnete, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerstreckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 15. April 1882 zu Ende. Friedberg, 15. September 1881. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim. Becker. Gerichtsschreiber. Die durch Bekanntmachung der Koͤniglichen Elsenbabn⸗ 7. September v. J. für und Entladefrist ist 237 ossene Wagen eingeschränkte Be vom 13. d. Mts. an wieder auf die normale Zeit von 12 Tagesstunden verlängert worden. Cassel den 15. Januar 1882. Koͤnigliches Eisenbahn-Betriebs Amt. 217(Main⸗Weser⸗Bahn.) Der Unterzeichnete macht hiermit bekannt, daß Herr Bürgermelster Lohner dahiler die Erbebung der Pachtgefälle vom Pfarrgut Heldenbergen freiwillig nieder⸗ meister zu Protokoll gegeben, noch elne gerichtliche Klage deßhalb erhoben und erforderlichen Falls bel dem unter zeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist. Zu— gleich werden Dlejenigen, welche die in Gemäßheit des Artikels 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, vie Erwerbung des Grundelgenthums ze. betreffend, belge 10 fügten Erwerbtltel eingetragen oder berichtigt zu sehen Großherzoglichen Ortsgerichtsvorsteher zu Friedberg, vor gelegt und Herr Gemeinde Einnebmer Bernhardt welchen sie ihren etwaigen Gegner vorladen lassen konnen, dahler dieselbe übernommen und fortan in meinem Auf⸗ zu beseitigen, und insofern dleses nicht von Erfolg ist, trage die Pacht Einnahmen zu machen und Empfangs- ihre Ansprüche bel dem für Besitzstrettigketten zuständigen beschelnlgungen auszustellen das Recht hat. Gericht geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, Heldenbergen den 6. Januar 1882. als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letzteres G. J. Brentans, geschehen, binnen eben dieser Frtst Anzeige zu machen. 421 Pfarrer und Decan. . N 15. N n* 1 9 Einladung Versteigerun gerung. Straß M. 1 f l von Straßen-Unterhaltungs Materialien des Volksbildungs-Vereins zu Friedberg Die Lieferung resp. Anfuhr und das Zerschlagen der für das Rechnungsjahr 1882/83 erforderlichen zu dem Freitag den 20. Januar l. J., Abends 8 Uhr, g Unterhaltungssteine soll an nachstehenden Terminen loosweise unter den bei den Versteigerungen bekannt gemacht im Rathhaussaale stattfündenden Vortrage des Herrn werdenden Bedingungen öffentlich vergeben werden:„ Ci 1. Zu Nidda Diensta g den 24 Januar, Vormittags 9 Uhr, im„Darmstädter Hof“ für die Straßen e de e a. M.: Eine Wanderung Gießen⸗Gelnhausen, Abth. 125-168, und Herbstein-Nidda, Abth. 260-293. 1 Der Eintritt ist Jedermann gestattet 2. Zu Hungen Mittwoch den 25. Januar; Vormittags 9 Uhr, im„Prinz Karl“ für die Straßen Gießen⸗ Fried ber 17. Januar 1882 1— Gelnbausen, Abth. 63— 113, und Berstadt-Friedberg, Abth. 112— 122. 5 218 9,7 Der Vorstand. ltd 3. Zu Bingenheim Donnerstag den 26. Januar, Vormittags 10 Uhr, bei„Gastwirth Winter“ für die 2 228 Straßen Gießen ⸗Gelnhausen, Abth. 113—125, und Schwalheimer Hof-Nonnenstümpfen, Abth. 120162. d 14 Nau eim— 4. Zu Ranstadt Freitag den 27. Januar, e 12 Ben Alt 19 8 Stiebeling“ für die U 7 Dle enspa Straßen Gießen⸗Gelnhausen, Abth. 168—225, und Ranstadt-Staden, Abth. 189206. 4 7 3 2 Annonct 5. Zu Lißberg Dienstag den 9 Januar, Mittags 12 Uhr, bei„Gastwirth Uhl“ für die Straße Schlittschuh⸗Bahn wie noch Nit.— Hersfeld⸗Hanau, Abth. 269— 328. ö 2 Hi R. Berndt, Teichhaus. 6. Zu 50 Mittwoch den l. Februar, Vormittags 9 Uhr, bel„Gastwirth Hölker“ für die Straßen Len Berndt, Te 355 18. Dessenbrücker Hammer⸗Gedern, Abth. 27240, und Hersfeld⸗Hanau, Abth. 236— 269. 5 8 2 1 cb E Schellfische 7. Zu Schotten Donnerstag den 2. Februar, Vormittags 9 Uhr, bei„Gastwirth H. P. Pröscher“ für 9 die Straßen Hessenbrücker Hammer-Gedern, Abth. 162— 217, und Herbstein⸗Nidda, Abth. 185 260. 5 15 7 Nidda den 16. Januar 1882. Orsßherogliges Pine nant Nidda. und Bratbückinge 5 2²¹ rim m. 5 f 0 789 224 bei b Wilh. Fertsch. pollen Holzversteigerung Unterzeichneter empfiehlt sein großes Lager in ** 9 1 5 Floßholz(Böden) in der Lürstlichen Oberförsterei Lich. in Originalspannung, d. h. nicht in einzelnen Stammen, Montag den 23. Januar, sondern in ganzen 1 re n 0 a von Morgens 10 Uhr an, 5 Tee e eee in den Walddistrikten„Fuchsstrauch“ und„Kellersberg“, sowie auf dem Kolnhäuser Felde. Zusammenkunft 8 12—16„„ 8. beim Hof Kolnhausen. 8 13—17 1 1 2 5 114 Raummeter Eichen-Scheitholz, r„ 13—16„ 1 1 65.— 18 N Buchen⸗ und Kiefern⸗Scheitholz, sowie alle Bretter⸗ Sorten. 0 1 77 204 5 Buchen-, Eichen-, Erlen⸗ und Kiefern⸗Prügelholz, 5 Betreff 172 1 desgleichen Stockholz, L e 1 3930 Wellen desgleichen Reisholz. 0 E 0 un 9 dene Dienstag den 24. Januar, Schäfergasse 15., blatt S von Morgens 10 Uhr an, 2 Frankfurt am Main. 233 0 Bergün im Distrikt„Meilbach“. Zusammenkunft auf der Hattenröder Straße. Er 11 in und außer dem Hause 151 Raummeter Buchen-Scheitholz, Im Bügeln empfiehlt sich a ö 5 6 5 Hainbuchen-Rundscheitholz, 216 Greta Staubi, Kirchgasse. 402 Buchen-, Eichen- und Aspen⸗Pruͤgelholz Die kleinere Hälfte. 8 List zu ver⸗ 246 8 Buchen“, Eichen- und Fichten⸗Stockholz, an 5 Magazins i 5090 Wellen desgleichen Reisholz. 187 starl Fritz. ö Lich, 14. Januar 1882. Wimmenauer. f 2 r a 3 f Alle Sorten Dürme und Blasen— 0 2 Holz 2 Versteigerung. zu herabgesetzten Preisen bei * 1 230 Joh. Hanstein III * i 8 80 232 Montag den 23. Januar sollen im Butzbacher“ 5 3 oh. Hanflei 2 Dar Die Gemeinde Bönstadt beabsichtigt noch weiter] Stadtwald, Distrikt Struth, folgende Holzsortimente, als: wei Wa eu und ein doppeltes Phuhlfaß dar 10 bis 12,000 Mark zu 4% Zinsen aufzunehmen. 24 Raummeter Buchen- und Eichen-Scheiter, 0 hat zu verkaufen 240 himmt, Wir ersuchen daher die hierauf refleetirenden Kapi⸗ 39 5 Eichen, Birken und Aspen-Knüppel, Ober Mörlen. H. Adolf Heil 1. den Sta talisten uns ihre deßfallsigen Offerten baldigst zukommen 125 Wellen Buchen-Reiser, f Mit der Beitreibung der Ausstände des Herrn Ap stehenden 8 6 5 100 Raummeter Buchen- und Eichen ⸗Stöcke, theker Kranz dahier, insbesondere derjenigen, über pelhirt Bönstadt den 16. Januar 1882. 45 Eichenstämme, 6,92 Kubikmeter Inhalt, welche bis zum Frühjahr 1881 bereits Rechnun Fin, Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt. 1 Birken- und 1 Aspenstamm, 0,73 Kubikm. Inhalt, ertheilt sind, beauftragt, fordere ich alle bezüglich eine Erl 22— 9 2 Geibel. 5 155 e 13,33 Kubikmeter Inhalt, in keien, hiermit auf, so gewiß binnen 14 Tagen Zahlung arbelken 5 3 2 versteigert werden. 5 u leisten, andernfalls gerichtli lungs A 1 Versteigerung von Gebäuden Zusammenkunft am großen Exereierplatz Vomittags ole müßte. eus erer deen een I n 9 Uhr. Bad⸗N f b 5 De auf den Abbruch. Vg bach den 16. Henner 1882. aenbese e e,, Dienstag den 31. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. 214 Großh. Gerichtsvollzieher. igsgehe in 455 Gräflichen Hofe zu Engelthal die frühere Forster: T Küch el.. N N Autrag wohnung unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht 5* 9 Prachtvolle und 5* werdenden Bedingungen versteigert werden, dieselbe be— Cal neval! Fastnacht! billige Costumes dum steht aus: aller Art, nicht zu verleihen. Cotillongegenstände, Knall⸗ 5 g ert q. 1) einem zweistöckigen Wohnhaus, 9,5 Meter lang, erbsen, carnevalistisch gemalte Bilder à 4 M. zur Saal⸗ per Centner 8 Mark, verkauft 9 rag von 7 Meter breit, von Holz, in Fachwerk erbaut, mit] Decoration(Lebensgröße). Masken, Besatz-Borden, 5 5 aufmann Stern. Ung der zweiseitigem Ziegeldach, Stoffe ꝛc., Carnevals⸗Gesellschafte Kappen, NB. Meine Wohnung befindet sich jetzt bei Herrn par dez 2) 2 Stall, 17 Meter lang, 5 Meter breit, ein Carnevals-Artikel jeder Art, Theater-Deeorationen Chr. Ulrich am Bahnhof. 2¹⁴ Lü a5 tock mit Kniestock, zweiseitigem Ziegeldach. auf Stoff gemalt. Preis-⸗Verzeichnisse umsonst u. franco. 5 2 3 Naß de Laubach den 12. Jennas 8 9 1 192 Bonner Fabnenfabrik. Bonn. Ein kräftiger Junge, 5 solgt er Gräfliche Bauguffe he— 50 8 8 * D 2 1 fseh Schöne gesunde 5 160 welcher das. erlernen will, kann sofor 10 An .* f eintreten in der landwirtschaftlichen Geräthe-, Huf- un dorb Holz ⸗Versteigerung. Nußb aum Stämme Wagenschmlederei von a g 9 en 21 ˖ 0 8 a werden zu kaufen gesucht. Offerten mit Angabe des 31 G. Schudt in Friedberg. Debatt Dienstag den 24. Januar d. J., Vormittags 10 Uhr 0 1 Delkesk& Schöneberg in Botken⸗ 2 0 77 7 g anfangend, kommen in dem Berstädter Markwald öffentlich ee a ein np 5 8 0 6286.) Ein Dien d 1 1 uchstag und meistbietend zur Versteigerung:„Mb 95 44 5 194 ma E 8 bs Haff 19 Eichenstämme von 11—30 Centimeter Durchmesser 0 an- P. 0 1 auf Petritag gesucht. Näheres b. d. Exp. d. A an. 3—14 Meter Länge, 6,39 Festmeter Inhalt, 5 InSel a8til Ell Ein sehr gut 57 5 5 K uc 12 wist 99 e Lan A ee Durchmesser,(ächt in plombirten Schachteln), empfohlenes Kindermädchen Petritag ail g e e e ein bewährtes Mittel gegen. 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Weiss. Apot. Fönig Wildelms-Felsengueiien in Ems. Tinte, Stempelfarben u. flüssiger Leim von großer Klck kraft vorräthig in allen namhaften Schreibmaterlkallh Handlungen. b Labberdan, Wilhelm Fertsch. 10 2 4 „Meyers“ Conversations⸗ Lexikon in 15 Bänden, Auflage von 1873, ist billig abzuge Wo? sagt die Exped. d. Anz. Kalbfleis das Pfund 46 Pf., verkauft ch/ W. Kreuter II., J. Hanstein III. K. Söllner. 229 Großherzogliche n Berstadt. . 42 Unterjaden& Unter Verantw. Red.: Carl Bindernagel. hosen 4 05 bei . Friedrich Druck und Verlag von Carl Bindernagel. b 4 2 kleinen und großen Gläsern, rothe, blaue und grüt ber