Iain oh. Heh. Min 4. — cal. 0 10 4 Bekanntmachung. Iguliong Schrotmühlen 5 6 tel: Weinprefn Frankfurt l. 1 1 Pr de N tt Ausstellung. Darmfladt Dird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und se 2 2 Drel⸗ N enigel „die Sicherung dend kretende n Org. * O N 2.„ Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. De einspaltige Petitzetle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Unnoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. — Letreffend: Das Ober⸗Ersatzgeschäft pro 1882. Amtlicher Theil. Friedberg am 15. Juli 1882. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Die Ihnen unter Couvert zugehenden Ausmusterungs- ꝛc. Scheine wollen s umgehend, unter namentlicher Angabe der Betreffenden, anzeigen, daß dies geschehen. Sie den betreffenden Militärpflichtigen sofort zustellen und Der Tag der Aushändigung der Ersatzreservescheine 1 1 Klasse ist von Ihnen auf dem betreffenden Schein zu vermerken und uns in Ihrem Berichte anzugeben. Dr. Braden. letreffend: Zusammenlegung der Grundstücke zu Assenheim. Von Dienstag den 18. Juli bis zum 1. August dieses Jahres gen auf dem Schulhause zu Assenheim folgende Aktenstücke zur Ein— cht der Interessenten offen: 1. Beglaubigte Abschrift der F. August 1880. 2. Das Protokoll über die Projectirung der Hauptgrundzüge des lonsolidationsplans und der Feldeintheilung vom 18. October 1881 jebst sämmtlichen über die bisherigen Verrichtungen der Commission eufgenommenen Protokolle. 3. Das Verzeichniß der vorübergehenden Werthserhöhungen und Verthsverminderungen. 4. Zwei Uebersichtskarten(J und II) auf welchen sämmtliche zu dem Zusammenlegungsfeld gehörigen Grundstücke, die das Feld durch— zehenden der Stadt Assenheim gehörigen Wege, die Chausseen und die (isenbahn im Maßstabe von 1: 1000, sowie die von den Sachverstän— digen abgegrenzten Bonitätsklassen verzeichnet sind. 5. Das topographische Güterverzeichniß der betheiligten Grundstücke. summarischen Darlegung vom 6. Das amts- und ortsgerichtliche Verzeichniß über die als be— shränkt in dem Grundbuche eingetragenen Grundstücke und über die ncht in das Grundbuch eingetragenen Gerechtsamen und Lasten. 7. Die Gütergeschosse über die von den Betheiligten in die Masse engelegten Grundstücke. 8. Die Zusammenstellung der Flächeninhalte und der Geldwerthe er die zu der Zusammenlegung zugezogenen Grundstücke nach den Gütergeschossen. 9. Die Controlzusammenstellung des Flächeninhalts der zuge— z genen Grundstücke und der Wege nach dem Grundbuch. 10. Das Begutachtungsprotokoll des Gemeinderaths und der Ge— 1 immteommission vom 12. dieses Monats. Innerhalb der gedachten Frist oder aber in dem Termin Nittwoch den 2. August dieses Jahres, Vormittags von 8 bis 12 Uhr, sind etwaige Reclamationen gegen die offen gelegten Arbeiten, soweit Programm f 1. Am 18. Juli, Abends 810 Uhr, vorberathende Sitzung des Ausschusses und des Local⸗Comité's in dem Local des Herrn Gastwirth Kohlheyer, zur„Traube“. 2 Am 19. Juli, Vormittags 8— 10 Uhr, Besichtigung der Ausstellung und Vor⸗ ruhme praktischer Demonstrationen an Stöcken mit lebenden Bienen. 3. Verhand⸗ lungen von 10 Uhr an beginnend: a. Einleitende Berichterstattung des Vorsitzenden; 1 Rechnungsablage; e. Wahl der Commissionen für die Prämiirung, Verloosung und zum Ankauf der zu verloosenden Gegenstände; d. Spezielle Gegenstände der Telseussion: 1. Welches ist beim Kleinbetrieb die zweckmäßigste Art, Ableger zu machen 2 (ängeleitet vom Herrn von Gehren-Gießen. 2. Der leichteste und zugleich sicherste Weg, auf welchem auch unbemittelte und noch wenig unterrichtete Anfänger in der Lienenzucht ohne erhebliches Anlage-Kapital und mit ihrer vorerst noch geringen benntniß, es möglichst bald zu einem einträglichen Dzierzonbetrieb bringen können. 3. Revue der bekanntesten, noch immer land— Lefr. Herr cand. med. Stade⸗Gießen. 5 f och i Uufigen verkehrten Ansichten über die Biene und ihre Zucht, und Kritik derselben. 4. Wahl des Nefr. noch unbestimmt. Eventuell Pfarrer Deichert⸗ Groß Buseck. krächstjährigen Versammlungsorts und Ergänzungswahl des Vorstandes. 5. Ausge⸗ zichnete Gegenstände werden prämiirt, und wird daher gebeten, die Ausstellung mit ldbenden Bienenvölkern, musterhaft gearbeiteten Dzierzonstöcken, Bienenzuchtgeräth⸗ shaften und besonders mit Honig in jeder Form und Wachs reichlich zu beschicken. 6. Auf dem mit der Ausstellung verbundenen Honigmarkt wird Gelegenheit zu Honig⸗ aakäufen auch im Großen geboten werden. Das Nähere ist in dem nachstehenden rogramm des Localeomité's enthalten. Alle Mitglieder des engeren Vereins, wie des weiteren von beiden Hessen, und Nassau, Frankfurt a. M. und Kreuznach, ins— besondere alle Freunde und Gönner der Bienenzucht und des Vereins laden wir l erdurch freundlichst zu recht zahlreichem Besuch der Wanderversammlung ein. Hungen am 31. Mai 1882. Der Vorstand. In Folge Mittheilung des Herrn Präsidenten des Oberhessischen Bienenzüchter— Vereins, wonach in Hungen am 19. Juli d. J. die Wanderversammlung abgehalten merden soll, sind folgende Herren mit dem Unterzeichneten zu einem Locolcomité zusammengekreten, nämlich: die Herren Bürgermeister Bender, Steuereommissär Snell, über solche nicht bereits früher abgestimmt worden ist, um so gewisser vorzutragen, als sonst Einverständniß mit den Beschlüssen der Com⸗ misston unterstellt werden würde und als spätere Reclamationen, die sich auf die nunmehr offen gelegten Arbeiten beziehen, nicht zugelassen werden. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumniß der Reclamationsfrist ist ausgeschlossen. Zugleich werden diejenigen Betheiligten, die ihre Grundstücke an ihre Erben abgegeben haben, ohne daß die hierüber gefertigten Looszettel bereits gerichtlich bestätigt sind, aufgefordert längstens bis zum 2. August dieses Jahres der Com— mission Abschriften dieser Looszettel einzureichen, damit bei der Bildung der neuen Grundstücke nur die ein und demselben Erben zugefallenen Grundstücke und keine anderen mit denselben zusammen gelegt werden können. Aus gleichem Grunde werden auch diejenigen Betheiligten, welche Grundstüucke durch Kauf oder Tausch erworben haben, bezüglich welcher aber Zuschreibung noch nicht bewirkt wurde, aufgefordert binnen gleicher Frist Flur und Nummer dieser Grundstücke bei der Commission anzuzeigen. Werden diese Anmeldungen nicht gemacht, so haben es sich die betreffenden Besitzer selbst zuzuschreiben, wenn diese Grundstücke nicht mit den ihrigen sondern mit denen der früheren Besitzer zusammengelegt werden. Auf Anmeldungen nach Ablauf des Termins kann keine Ruͤck— sicht mehr genommen werden. Schließlich werden sämmtliche betheiligte Grundbesitzer eingeladen bis zum genannten Termin sogenannte Wunsch— zettel an die Commission einzureichen, mit welchem sie diejenigen Grund— stücke nach Flur, Nummer und Flächeninhalt bezeichnen, die sie zu⸗ sammen an ein Grundstück gelegt zu haben wünschen und in welchen sie auch angeben, ob das zusammengelegte neue Grundstück als ein Grundstück in das neue Kataster und Grundbuch aufgenommen, oder aber ob dasselbe in mehrere eventuell in wieviele gleiche oder ungleiche Theile getheilt werden soll. Spätere Anmeldungen wurden auch in dieser Richtung nicht berücksichtigt werden können. Friedberg den 13. Juli 1882. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. v. Gemmingen. ür die XXI. Wanderversammlung des oberhessischen Bienenzüchter-Vereins zu Hungen am 19. Juli 1882. Dr. Keller, Lehrer Bach zu Langsdorf, Rechner Weck, Apotheker Leuchtweis, Kauf⸗ mann Louis Buch, Lehrer Gunschmann, Dr. Rouge, Kaufmann Georg Fendt, Lehrer Geuert, Stadtrath Wilhelm Jokel II., Kammerrath Demme. Bezugnehmend auf obiges Programm, laden dieselben zu recht zahlreicher Betheiligung an der angekündigten Wanderversammlung ein, die sich des freund— lichsten Entgegenkommens von Seiten der Stadt Hungen versichert halten darf und bringen zu diesem Behufe noch Folgendes zur allgemeinen Kenntniß: 1. Die Wander⸗ versammlung, nebst Ausstellung und Hontgmarkt, wird im Wirthslocal und Garten des Herrn Kohlheyer,„zur Traube“, abgehalten werden. 2. Alle Gegenstände für die Ausstellung und den Honigmarkt sind unter der Adresse des Herrn Gustav Kohl⸗ heyer(„zur Traube“) franko einzusenden. Dieselben muͤssen mit einer Etiquette versehen sein, welche den Namen des betr. Herrn Ausstellers und die Preisangabe enthält. 3. Freien Zutritt zu der Ausstellung und den Verhandlungen haben alle Mitglieder des Vereins, jedoch nur gegen Vorzeigung ihrer Aufnahmekarten, unter gleicher Voraussetzung die Mitglieder der mitverbundenen Vereine: Starkenburg, beide Hessen, Nassau, Frankfurt a. M. und Kreuznach. Alle Uebrigen, die Mit— glieder des Localeomité's und deren Familien ausgenommen, sind durch Abnahme eines Looses a 50 Pf. zu freiem Eintritt berechtigt. Nichtabnehmer eines Looses bezahlen 20 Pf. Eintrittsgeld und erhalten zu ihrer Legitimation auch eine Schleife in den Landesfarben. Des Honigmarktes wegen ist der Eintritt von 4 Uhr Nach⸗ mittags an frei. 4. Am Vorabend des 18. Juli, von 7—10 Uhr, Empfang der Abends schon eintreffenden Gäste von Seiten des Localeomité's, geseklige Vereinigung im Gasthause„zur Traube“ und ebendaselbst Vorberathung des Loealeomité's mit dem Ausschusse des Vereins. 5. Nach den Verhandlungen am 19. Juli, findet Nach- mittags um 2 Uhr im Gasthause„zur Traube“ das Mittagsmahl statt, das Gedeck zu M. 2.50 inel. 1 Schoppen Wein. Diejenigen, welche an demselben Theil zu nehmen beabsichtigen, werden gebeten, gleich bei ihrer Anmeldung, ihre Namen in eine aufgelegte Tafelliste einzeichnen zu lassen. 6. Zu einer nach der Versammlung beab⸗ sichkigten Verloosung sind Loose, zu 50 Pf. das Stück, bei sämmtlichen Sektionsvor stehern und Vorständen der Zweigvereine, sowie den Mitgliedern des Localeomité's zu haben. Hungen den 31. Mai 1882. Im Auftrag: Bender. ö N f U in Pflege gegeben werden. Friedberg den 17. Juli 1881. l a Bekäfnrmaäach ung. i Ein 68 Jahre alter, arbeitsunfähiger Mann soll im Wege der öffentlichen Armenpflege bei einer geeigneten braven Familie en Anmeldungen wollen bei Großherzoglichem Kreisamt eingereicht werden. Ankauf von Stutfüllen 1882. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Der Unterzeichnete macht die Landwirthe der Provinz Oberhessen wiederholt darauf aufmerksam, daß noch bis zum 31. dieses Monats Anmeldungen für Mitbezug von Stutfüllen Norddeutscher oder Ardenner Race erfolgen können, und weißt darauf hin, daß ein solcher Mit bezug um deßwillen ein besonders vortheilhafter ist, weil die jungen Thiere durch eine sachverstaͤndige Commission des Pferdezuchtvereins ange⸗ kauft und um deßwillen verhältnißmäßig billiger zu beziehen sind, weil aus Staatsmitteln 1500 Mark zur Deckung der Unkosten zugeschossen werden. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. Friedelhausen am 14. Juli 1882. Ausschreiben. Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Um Auskunft über den derzeitigen Aufenthaltsort der Anna Plank von Kalkheim, Amt Königstein, wird ersucht. Friedberg den 9. Juli 1882. Der Großherzogliche Amtsanwalt. JV Sander Deutsches Reich. Darmstadt. Ch. S. Larrabee wurde das Exequatur als Vicehandelsagent der Vereinigten Staaten von Amerika in Mainz ertheilt. — Militär-Dienstnachricht. Vom 1. Gr. Drag.⸗Regt. Nr. 23 wurde der Port.-Fähnrich Graf v. Castell-Rüdenhausen zum Sec.-Lieut. befördert. Berlin, 15. Juli. In der gestrigen Sitzung des Staatsministeriums wurde die Auflösung der Berliner Stadtverordneten-Versammlung be— schlossen. — 15. Juli. Der preußische Gesandte beim Vatican, Baron v. Schlözer, ist heute von Rom abgereist und trifft Anfangs nächster Woche hier ein. Mainau, 14. Juli. Der Kaiser fuhr gestern nach dem Diner mit der großherzog— lichen Familie im besten Wohlsein zu Schiff nach Meersburg und kehrte am Abend hierher zurück. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Triest, 15. Juli. Nach Port Said wird in den nächsten Tagen ein österreichisches Kanonenboot abgehen. Pest. Die Tisza-Eßlarer Geschichte ent— puppt sich als eine nichtswürdige Nachahmung jener Lustmorde, die leider auch wir(im West— fälischen) nahe genug haben. Die Ester Solo— mossy ist von dem Schlächter in den Tempel gelockt und dort vergewaltigt worden, wobei das noch unreife Mädchen solche Verletzungen davon trug, daß der brutale Mensch sich nur sicher zu stellen glaubte, wenn er das Mädchen gänzlich beseitigte. Frankreich. Paris, 14. Juli. Den in Alexandrien zurückgebliebenen 28 Franzoseu ge— lang es, unversehrt zu entkommen. — 14. Juli. Der heutigen Truppenrevue wohnten Grevy und alle Minister bei. Bei ihrer Ankunft wurden dieselben von einer großen Volksmenge mit dem Rufe: Es lebe die Repu— blik! begrüßt. Die Revue verlief auf das glänzendste bei schönem Wetter. Artillerie, Chasseurs und Pompiers wurden durch Bei— fallsrufe der Menge ausgezeichnet. In der Stadt herrschte ein festliches Treiben. Es fand kein Zwischenfall statt. — Aus Oran wird gemeldet, es sei Befehl ertheilt, wonach die marokkanische Grenze wieder streng bewacht werden solle. Toulon. Gegenwärtig werden mehrere Trans— portschiffe ersten Ranges seebereit gemacht, welche zum baldigen Transport von Truppen nach Egypten dienen sollen. Großbritannien. London, 15. Juli. Der Rücktritt John Bright's, der aus dem Ministerium ausschied, weil er mit der egyptischen Politik nicht einverstanden ist, deutet darauf hin, daß das Cabinet sich zu einer energischen Politik entschlossen hat. Die Einfchiffung des nach Egypten bestimmten Armee-Corps hat begonnen. — 14. Juli. Unterstaats-Secretär Dilke erklärte im Unterhaus, Arabi-Bey sei ent— flohen; es sei jedoch unbekannt, wohin. Seine Truppen sollen sich zerstreut haben. „Gleulyon“ hat den Suez-Canal unbeschadet passirt. In Port Said liegen mehrere Dampfer, welche die Durchfahrt wagen wollen; nöthigen Falls werden die Kanonenboote sie begleiten. Italien. Rom, 12. Juli. Die vor Syra stationirte Escadre erhielt Ordre, dampfklar zu machen, um im Nothfalle nach Egypten steuern zu können. Türkei. Konstantinopel. Lord Dufferin ist von Carl Granville instruirt, der Conferenz zu notifiziren, daß die Flottenoperationen in Alexan— drien beendet seien. Dufferin wird die Pforte ersuchen, sofort betreffs der Entsendung von türkischen Truppen nach Egypten sich schlüssig zu machen. Im Weigerungsfalle werde Dufferin der Conferenz eröffnen, daß England dazu vor— bereitet sei, die Aufgabe zu übernehmen, es werde aber die Mitwirkung irgend einer anderen Macht gerne sehen. — 15. Juli. Der Ministerrath beschloß, zu versuchen, ob die Lösung der egyptischen Angelegenheit ohne eine eigentliche militärische Intervention geordnet werden könne und, falls die Mächte hierauf nicht eingingen, sich zur Intervention bereit zu erklären. — 15. Juli. In Folge der heute stattge— fundenen Enscheidung der Conferenz überreichten die Botschafter der Mächte Nachmittags der Pforte eine identische Note, in welcher dieselbe eingeladen wird, in Egypten militärisch zu interveniren, um den status quo aufrecht zu er— halten und der Anarchie ein Ende zu machen. Zu diesem Zwecke schlägt die Note der Pforte vor, mit den Vertretern der Mächte sich zu einigen, um die Bedingungen der Begrenzung der Intervention zu regeln. Rußland. Petersburg. Wie die Nowoja Wremja erfährt, wird das Deficit des Reichs— budgets von 4½ Million noch im laufenden Jahre aus den ordinären Einnahmen gedeckt werden. — Zum Gehülfen des Ministers des Innern ist der Generalmajor Orchewski, Commandeur des Gendarmeriecorps ernannt unter Belassung in seiner bisherigen Stellung. — Die Nihilisten haben einen Brief an den russischen Domänenminister Ostrowsky gerichtet, worin derselbe für den zunehmenden bäuerlichen Pauperismus verantwortlich gemacht wird. Egypten. Alexandrien, 13. Juli. Der türkische Aviso„Izzedin“ ist in den Hafen ein— gelaufen. Der Khedive befindet sich im Palais Ramleh in einer kritischen Lage, von Soldaten umgeben, welche ihn verhindern, das Palais zu verlassen. Die Feuersbrunst breitet sich jetzt in der Richtung nach dem Hafen zu aus. Seymour hat 600 Marine-Soldaten landen lassen. Am Hafenthor stehen 180 Mann, am Arsenal 150 und am Marinathor 190 mit Geschütz zur Be— wachung. Auch in der vergangenen Nacht wurden die christlichen Häuser geplündert und die Bewohner ermordet. Das Gesindel, bestehend aus entlassenen Galeerensträflingen und den beim Blutbade Arretirten, die gleichfalls freigegeben wurden, plünderte die Häuser und zündete die— Der selben an. Seit der Landung der Marine— soldaten hört man Gewehrfeuer in der Stadt, Die Verluste der Egypter müssen sehr bedeutend gewesen sein. Man schätzt dieselben auf mehr als 2000 Maun. In einem Forts wurde ein ganzes Bataillon in die Luft gesprengt.— 14. Juli. Die Marine feuerte heute auf einen Theil der Küste, wo plünderndes Gesindel sich umher— treibt. Der Khedive bereitet eine arabische Proclamation vor, worin aufgefordert wird, Ordnung zu halten. Der Khedive ist sammt Harem an Bord der türkischen Vacht. 500 treue Soldaten sammelten sich um ihn und folgten ihm nun. Er sagt, Arabi habe nur 4000 Mann, die nicht organisirt seien. Derwisch Pascha er— klärt, wenn am Mittwoch nicht vor dem Fort Pharos ein Kriegsschiff plötzlich erschienen wäre, sei der Khedive ermordet worden. Die Feuers brunst hat das arabische Stadtviertel Marina erfaßt. Die Todten werden auf Wagen aus den brennenden Straßen herausgeholt. Ein Soldatenhaufen durchzieht mit der grünen Fahne die Straßen, im Namen des Propheten den heiligen Krieg ausrufend. Die Eingeborenen flüchten. 200 Marinesoldaten marschiren jetzt durch die Straßen und schießen vor sich her Alles nieder, was sich nicht unterwirft oder was als Meuterer erkannt wird. Admiral Seymour richtete an die Commandeure der fremdeu Flotten das Ersuchen, ihm bei der Wiederherstellung der Ordnung behülflich zu sein. Ein amerika⸗ nisches Kriegsschiff landete darauf sofort 60 Mann. Die Stadtthore werden von Marinesoldaten bewacht und Amerikaner versehen den Patrouillen— dienst. Deutsche Marinetruppen beschützen das Hospital. Admiral Seymour hat die Polizei organisirt. Seymour hat erfahren, daß 9000 Mann egyptische Truppen Stellung außerhalb der Stadt eingenommen hätten, und befahl das Geschützfeuer über die Stadt hinweg auf diese Stellung zu richten. Mit Ausnahme von Arabi haben sich alle Minister im Laufe des Tags beim Vicekönig wieder eingefunden. Die meisten regulären Truppen waren während des Bom— bardements desertirt. Theilweise melden sie sich jetzt wieder.— 15. Juli. Schiffe aller Nationa⸗ litäten, ausgenommen österreichische und grie— chische, haben heute Mannschaften gelandet. Die Maßregeln zur Herstellung der Ordnung er⸗ weisen sich als völlig wirksam. Englische Ver⸗ stärkungen werden erwartet. Der Brand dauert an einigen Stellen fort. Die Straßen sind heute ohne Escorte passirbar; die Araber, weiße Fahnen tragend, grüßen demüthig, die Kaffee⸗ häuser und Läden öffnen sich wieder. Die großen Feuersbrünste von gestern befinden sich im Ver⸗ löschen und neue sind nicht entstanden, das Ver— trauen kehrt wieder. Deutsche Marinetruppen sind zum Schutze des Deutschen Consulates ge— landet. Die Bevölkerung wird zur Rückkehr ermuthigt.„Penelope“ und„Alexandra“ sind Abends nach Port-Said abgegangen. Der Khedive hat Kherif Pascha berufen und will die anderen leitenden Paschas auch berufen und versuchen, die Ordnung in Stadt und Land wiederherzustellen. tgeltlih! Dr. Ludloff, als Kreisseeretär des Pörr Sä, 5 ilk. Das Krsegsschif „Isis“ ist im Hafen eingetroffen und auf der Rhede vor Anker gegangen. Die eine Breitseite hat es gegen die Stadt, die andere gegen eine egyptische Corvette gekehrt, die von Offizieren Arabi Pascha's befehligt wird. Der Verkehr am Suezeanal hat noch keine Störung erlitten. Einer weiteren Meldung zufolge durchfahren englische und französische Kriegschiffe den Suez— Canal, um die Sicherheit des Verkehrs zu überwachen. Suez. Ein amtliches Telegramm vom 13. Juli meldet, daß der Verkehr im Suezceanah offen ist. Amerika. Washington. Schatz-Secretär Folger macht bekannt, er werde vom 1. August ab die 3½procentigen verlängerten Bonds gegen Zprocentische umtauschen. Afrika. Kapstadt, 13. Juli. Cetewayo trat gestern mit seinem Gefolge an Bord des Postdampfers„Arab“ von Kapstadt die Reise nach England an. Aus Stadt und Land. Friedberg. Es dürfte viele unserer Leser interes— siren, daß der zweite Lehrer der hiesigen Ackerbauschule, landwirthschaftlichen Vereins für Oberfranken berufen worden ist. So sehr man sich in den Kreisen, die dem Scheidenden näher standen, über diese ihm gewordene Auszeichnung freut, so sehr bedauert man den Weggang dieses gelehrten, bescheidenen und liebenswürdigen Mannes. a. Ossenheim. Bei uns nehmen die Raben und Dohlen in so erschreckender Weise überhand, daß sie Janze Aecker mit Gerste total verwüstet haben. Auf solchen mitgenommenen Aeckern gibt es kaum so viel reife Frucht, wie die darauf verwendete Säefrucht werth ist; auch das meiste Stroh ist verloren; die Vögel biegen es um und treten es zusammen. Wäre es nicht an der Zeit, daß man zur Verminderung dieser Vögel schritte. Man könnte ja einigen geeigneten Leuten in jedem Orte, wie Flur— sschützen, Polizeidienern u. s. w. die Genehmigung zum Wegschießen ertheilen. Mit dem blosen Wegscheuchen ist Nichts gethan, denn die Vögel ziehen dann von einer Hemarkung in die andere. Unterbleibt das Vertilgen, o wird es, sobald der Weizen reif ist, noch schlimmer, denn wenn ein Schwarm von oft mehreren Hundert auf eine Gewann kommt, dann ist sie in kurzer Zeit ganz verwüstet. s. Steinfurth. Ein Gang hierher verlohnt jetzt ver Mühe. Ueber 400,000 Rosen blühen in der welt— verühmten Schultheiß'schen Rosenanlage. Freunde der Blumen werden den Besuch der Anlagen nicht bereuen, umal die Besitzer in bereitwilligster Weise jedem derar— igen Wunsche entgegenkommen. h. Harheim. Vorige Woche wurde hier das erste Rorn geschnitten und wird, wenn die Witterung so fort zesteht, diese Woche mit dem Schneiden von Waizen be— jonnen werden können. H. Vilbel. Trotzdem unsere Gemeinde bei Ver— heilung der den Gemeinden zukommenden Forststrafen esp. Antheile an Holzwerth und Schadenersatz aus der „. Periode 1881/82 mit 27,36 Mark oben ansteht, hat och in der letzten Zeit der Holzfrevel, wie man allent— alben hört, in unserem Stadtwalde bedeutend abge— ommen und ist dies nur der außerordentlichen Strenge und dem dienstlichen Eifer unseres tüchtigen Forstschutz— eamten zu danken. Darmstadt. Zur landwirthschaftlichen Landes— usstellung sind bis jetzt angemeldet: 184 Pferde, 67 Zucht— tiere, 334 Zuchtkühe, 48 Stück Milchvieh und 6 Stück Zangvieh, ferner 127 Schweine. Es steht indessen noch ne große Anzahl von Anmeldungen in Aussicht, da noch zicht von allen Bezirks-Commissionen dem Centralaus⸗ 0 dir Afiserbepögen effgefteferk find und dürfken sich sonach obige Ziffern noch bedeutend erhöhen. Am Reichhaltigsten wird jedenfalls die Abtheilung VIII, landwirthschaftliche Maschinen, land- und hauswirthschaft— liche Geräthe u. s. w., beschickt werden, denn die An⸗ meldungen hierzu sind so umfangreich, daß das Material noch nicht vollständig gesichtet werden konnte. Die Stadt Darmstadt hat für die Ausstellung 3 Ehrenpreise von 250, 150 und 100 Mark, im Ganzen 500 Mark, gestiftet. Mainz, 16. Juli. Heute Morgen fuhr der erste von Mainz nach Frankfurt gehende Personenzug in der Station Goldstein, woselbst er nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gebracht werden konnte, auf einige Güter— wagen. Die Locomotive und einige Güterwagen sind leicht beschädigt. Einige Personen, welche in Folge der Bremssignale aus den Fenstern gesehen hatten, erlitten leichte Eontusionen. Der Verkehr wurde nicht unterbrochen. Allerlei. Bochum. Der Magistrat und die Stadtverordneten haben an den Minister des Innern die Bitte gerichtet, wegen der in der Umgebung zahlreich vorgekommenen Lust— morde eine vollständige Kriminal-Polizeibehörde nach dem Muster der hauptstädtischen Geheimpolizei zu errichten. Petersburg, 14. Juli. Ein gestern von der Station Tscherny mit 217 Passagieren abgegangener Per— sonenzug ist zwischen Tscherny und Bastijewo(Moskau— Kursk-Eisenbahn) durch einen Erdrutsch verunglückt. Acht Waggons wurde verschüttet; 39 Passagiere wurden mehr oder weniger verletzt hervorgezogen, die übrigen sind umgekommen. Tunis, 16. Juli. Zwischen La Goelette und Marsa sind zwei Eisenbahnzüge zusammengestoßen, wobei 27 Per⸗ sonen verletzt wurden, darunter der deutsche Viceconsul und ein Sohn des Thronfolgers Ali Bey. Gerichtssaal. Friedberg, 11. Juli. In der heutigen Sitzung des Schöffengerichts wurde erkannt: 1) Gegen Leonhard Rahn von Ober-Rosbach, wegen Jagdpolizeiübertretung, auf eine Geldstrafe von 53 Mark(derselbe hatte als Jagdpächter während der Heegzeit ein Stück weibliches Rothwild geschossen und verkauft); 2) gegen Joh. August Harm von Degersloch, wegen Diebstahls, auf eine Ge— fängnißstrafe von 5 Wochen; gegen Hermann Mai von Groß⸗Karben, wegen Uebertretung der Gewerbeordnung, auf eine Geldstrafe von 1 Mark. Friedberg. In der am 18. Juli stattfindenden Schöffengerichtssitzung kommen zur Verhandlung: 1) Die Strafsache gegen Johannes Blech von Ober-Florstadt, wegen Körperverletzung; 2) die Strafsache gegen Friedrich Wilhelm Schmidt und 3 Consorten von Vilbel(Rekruten), wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt; 3) die Strafsache gegen Johannes Kiffler II. von Heldenbergen, wegen Beleidigung im Dienst; 4) die Strafsache gegen Karl Petermann von Nidda, wegen Sachbeschädigung; 5) die Strafsache gegen Jacob Rausch von Friedberg, wegen ruhestörenden Lärmens und groben Unfugs; 6) die Privatklagesache gegen Johannes Meier II. von Ober⸗Rosbach, wegen Beleidigung. Handel und Verkehr. Friedberg, 15. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80.—0.90, Eier 1 St. 5 Pf, 2 St. gr. 11 Pf. Gießen, 15. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.80— 0.85, Eier 1 Stück 5 bis 6 Pf., Käse per St. 5—11 Pf., Tauben das Paar 75— 90 Pf., Hühner per Stück M. 0.90— 1.20, Hahnen per Stuͤck M. 0.70 bis 1.20 Enten per Stück M. 1.50— 1.80, Ochsenfleisch per Pfund 64—66 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—56 Pf., Kalbfleisch 4450 Pf., Schweinefleisch 62-64 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 5.00 bis 6.00, Zwiebeln der Ctr. 12 M., Kirschen das Pfd. 30—35 Pf., Gänse M. 2.50— 4.00, Neue Kartoffeln M. 8-10. Frankfurt, 15. Juli. Altes Heu kostete der Ctr. M. 5, neues M. 3, Stroh M. 2.50.— Ochsenfleisch 565— 70 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 45—60 Pf., Kalb⸗ flelsch 50—60 Pf., Hammelfleisch 45—65 Pf., Schweine⸗ fleisch 65—75 Pf.— Eier 100 Stück M. 4.30 5.30. Butter im Detail 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. 90 bis 95 Pf.— Kohlrabi 2 Pf., Endivien 10— 15 Pf., neue Erbsen 15—20 Pf., Weißkraut 15—20 Pf., Rothkraut 30 Pf., Bohnen 100 Stück 90 Pf., Zuckerschoten 30 bis 50 Pf., Wirsing 10—12 Pf., gelbe Rüben 6—8 Pf., Gurken 12— 20 Pf., Kartoffeln das Gescheid 10—12 Pf. — 1 Hahn M. 1.80 2.00, 1 Huhn M. 1.60— 1.80, 1 Ente M. 3.50, 1 Taube 50 Pf., Wälsche M. 8—12, Poulard Mark 33.30. Mainz, 7. Juli. Markt⸗Preise. Kartoffeln per 100 Kilo M. 8.00 8.50, Heu per Centner M. 3.00— 3.25, Stroh per Ctr. M. 3.00 3.25, Butter ½ Kilo M. 0.00 bis 0.00, Butter in Parthien M. 0.70 0.75. Eier J Hundert M. 1.05- 1.10, Handkäse 4 6 Pf., Roth⸗ kraut 20— 25 Pf., Blumenkohl 30— 35 Pf., Wirsing 3—4 Pf., Zwiebel ½ Kilo 8—10, 1 Ente M. 2. bis 2.50, 1 Hahn M. 1.00— 1.50, 1 Huhn M. 1.25 bis 1.50, 1 junge Taube 35— 45 Pf.— Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 25.80— 26.40, fremder M. 22.00 bis 25.80, Roggen, hies. und franz., M. 19.75—20., Gerste, pfälzer, M. 18.50— 18.75, Hafer eff. M. 15.00 bis 17.25, Reps 29.00-30.00, Rüböl ohne Faß fest, eff. M. 32.40-32.50, per Oet. M. 30.40 30.50. Literarisches. Daheim. Nr. 41 enthält: Der Schrei der Natur. Novellette von G. Böhm.(Schluß.)— Der schwarze Radziwill. Ein Beitrag zur Geschichte der Reformation. — Die verlorenen 10 Stämme.— Doktor Blaubart. Novelle von Sylvester.(Forts.)— Das Erziehungs- wesen in China. Mit 3 Illustr.— Musik und Kinder. Von Eva Treu.— Am Familientische: Die Aussätzigen in Jerusalem.— Ein kaiserliches Verbot.— Der 19. Juli 1870. Gedicht von R. Kögel.— Das Vierkönigsbild. — Haus wirthschaftliche Fortschritte. Mit 2 Illustr.— Mit zwei illustr. Beilagen. Volksbad. Wasserwärme der Usa am 17. Juli: 160 Reaumur. Walter. Geld⸗Caurs. Frankfurt am 15. Juli 1882. 20 ⸗Frankenstücke M. 16 25—29 do. N„ 16 24—28 Englische Sovereigns.„ 20 38. 43 Russische Imperiales.„ 16 80G. uf Ducaten. 3„ 9 353—58 „ al maredo.„ 9 60—65 Dollars in Golde.„ 416-20 — Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Bestand am 1. Juni 1882 sammt Zinsen 8 5 16388 Ot Uebertrag vom 8. Juli 3691 2276 50 1. C. Bindernagel. 9 75 51 40 2. W. Bernbeck 207 118 30 3. Ph. Billau. 128 7 4. Th. Kranz 9 83 56 50 5. H. Flaschenträger. 112 72 65 4296 19040 61 Uebertrag am 1. Juni 1882 Einleger 978. Uebertrag vom 8. Juli neue Einleger 47. Neue Einleger„ 2 Gesammt⸗Einleger 1027. Friedberg den 15. Juli 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß- und Credit-Verein, e. G. Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Herstellung einer Gartenmauer an dem Amts— erichtsgebäude zu Butz bach erforderlichen Arbeiten, alls: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 645— Steinhauerarbeit 62 91 Schlosserarbeit 120— Weißbinderarbeit 8 sowie die Lieferung von 3 Kubikmeter lagerhaften Mauer— einen und 5 Tonnen Portland-Cement sollen auf dem Submissionsweg an den Wenigstnehmenden öffentlich ver— eben werden und sind die Submissionen längstens bis jum 22. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, verschlossen ind frankirt und mit der nöthigen Aufschrift versehen uf der Amtsstube der unterfertigten Stelle einzureichen, voselbst auch die eingelaufenen Offerten in Gegenwart ler etwa erschlenenen Submittenten geöffnet werden. Der Voranschlag und das Bedingnißheft liegen bis zu jenem Termin daselbst in den Büreaustunden zur Linsicht offen. Friedberg am 15. Juli 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 259 Reuß. Durch die Versetzung des Herrn Pr. Ludloff ist eine elegante Wohnung mit allen Bequemlichkeiten in neinem Gartenhaus zu vermiethen. 2267 Georg Hanau. Arbeits-Vergebung. Die zur Chaussirung einer Ortsstraße und Herrichtung eines Spielplatzes erforderlichen, nachstehend verzeichneten ö Arbeiten und Materiallieferungen, als: M. Pf. Planir⸗ und Chaussirarbeit, veranschlagt zu 163 80 Pflasterarbeit 54 Lieferung von gerichteten Basaltpflastersteinen 234— Lieferung von scharfem Pflastersand 66 Brechen von Chaussirsteinen 7 Kies zu graben ere Kles und Abraum anzufahren 31 50 Anfahren von Chaussirsteinen R sollen Mittwoch den 19. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in der Wirthschaft des Heinrich Rosenbecker IV. zu Steinfurth öffentlich vergeben werden. Friedberg den 13. Juli 1882. 2434 3 oͤr b, Bezirks bauaufseher. Zwangs Versteigerung. Donnerstag den 20. er., Nachmittags 6 Uhr, ver⸗ steigere ich auf dem Gemeindehause zu Petterweil eine noch gut gehaltene Nähmaschine, 4 Kleider- und 4 Küchenschränke, 1 Glasschrank, 5 Hühner ze. de., sowie eirea/ Morgen Kartoffeln. Vilbel den 16. 2462 1882. 0 Herget, Kreisbote. Corsetten Submission. Die zur Anfertigung eines eisernen Steges über die Wetter bei Bruchenbrücken erforderlichen und unten näher beschriebenen Arbeiten sollen auf dem Wege öffentlicher Submission verdungen werden und wollen Uebernahms— lustige ihre Offerten, welche die Angebote in Procenten der Anschlagssumme enthalten sollen, schriftlich, verstegelt und portofrei bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Bruchenbrücken bis längstens den 24. Juli, Vor⸗ mittags 11 Uhr, einreichen: M. Pf. Schlosserarbeit, veranschlagt zu 700 16 Maurerarbeit 148 58 Weiß binderarbeit 19 38 Plan, Kostenüberschlag und Submissionsbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten Mittwoch den 19. und Donnerstag 20. d. Mts. zur Einsicht aus. Assenheim den 15. Juli 1882. Wenck, 2461 Bezirksbauaufseher. Prakt. Zuschneideschule. 2463 Erste preisgekrönte Lehr-Anstalt für Schneider. Anerkannt beste und sicherste Methode, prämlirt Stutt⸗ gart 1881.(110%.) Carl Ost, Stuttgart. Preisen bei zu sehr billigen 24 K. Friedrich. 0 4 In der Privatklagesache des Johannes Merkel von Friedberg, Privatkläger, gegen den Tobias Arzt von da, Angeklagter, wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffen — e— Im namen des Großherzogs! ericht zu Friedberg in seiner Sitzung vom 4. uli 1882: 5 a a f 1 5 755 92 925 155 N 1217 3 neben meiner bis dahin betriebenen Elfenbein-Bildschnitzerei ein Ladengeschäft eröffnet habe an welcher Theil genommen haben: 1. Ober⸗Amtsrichter Sellheim, als Vorsitzender, Wilhelm Lenz, Wilhelm Schmidt, als Schöffen, Hülfsgerichtsschreiber Hohenstein, als Gerichtsschreiber, 02 für Recht erkannt: Der Angeklagte wird wegen Beleidig— ung in eine Geldstrafe von 5 Mark, eventuell einen Tag Gefängniß, sowie in die Kosten des Verfahrens und die n Bestens bestrebt, bei größtmöglichster Billigkeit nur Gutes, Schönes und Reelles zu bieten, dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslage verurtheilt; zugleich wird dem Beleidigten die Befugni zugesprochen, innerhalb 14 Tagen, von der Zustellun an gerechnet, den Tenor des Urtheils einmal auf Koste des Angeklagten im Oberhess. Anzeiger zu veröffentlichen. Die Richtigkeit dieses Auszugs wird beglaubigt. Friedberg den 15. Juli 1882. Der Rechtsanwalt Brentano. Alathidden Bekanntmachung. In Folge Ueberlieferung der Kasse des Mathildenstifts dahier an den nunmehrigen Rechner Herrn Mülle fällt der nächste Zahltag am 19. d. Mts. aus. Dagegen werden vom 26. Juli ab die Zahltage rege mäßig jeden Mittwoch in den gewöhnlichen Geschäftsstunden 1 im Gasthaus„Zum und zwar Frankfurterstraße Nr Ochsen“, eine Stiege hoch, abgehalten, was hiermit zr öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Um ferner dem Publikum Rechnung zu tragen und werde, werden noch zwei weitere außergewöhnliche Zah stist Vilbel. und führe ich außer meinen selbstverfertigten Elfenbeinwaaren Schmuckartikel in Jet, Celuloit, ächtem Bernstein, Schildpatt und Perlmutter, Manschettenknöpfen, Hemden- und Kragenknöpfen, in Elfenbein, Bein ꝛc., ferner halte Lager in allen Sorten Sonnen- und Regenschirmen in Seide, Alpaka und Zanella, Fächern in den verschiedensten Qualitäten, Kinder— und Aufsteckkämmen, Zahn- und Nagelbürsten, Nippsachen, Portefeuillewaaren und Photographie-Albums, Stöcken aller Art, von hochfein bis gering, Tabakspfeifen, Cigarrenspitzen in Meerschaum, Holz, Horn u. s. w., Cigarren, Cigarretten und Tabaken, Feuerzeug und allen Rauchutensilien. Alle Metallgravirungen werden angenommen, Reparaturen schnell und gut besorgt. 5[halte mich dem geneigten Wohlwollen Aller angelegentlichst empfohlen. 1 Friedberg den 16. Juli 1882. Hochachtungsvollst Lorenz Berg, Elfenbein-Bildschnitzer. In Karl Köhler's Verlag in Darmstadt ist erschienen und in der Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg und Bad⸗Nauheim zu haben: Supp, G Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leichtverständliche Anweisung alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Anhang vom Einmachen der Früchte.— 19. unveränderte Auflage mit einem Stahl— stich. 80. Fein geb. in englische Leinwand 2 Mark 50 Pf. Der Verkauf von 100,000 Exemplaren in kurzer Zeit ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. 2460 * l⸗ * damit die bisherige Geschäftsstockung möglichst beglichen g 8 2 l tage und zwar am 29. Juli und 5. August d. J., an II er 8 II en an. welchen wie an den gewöhnlichen Zahltagen alle laufenden Geschäfte entgegengenommen werden, abgehalten. Die Herren Bürgermeister der betheiligten Gemeinden werden gebeten, vorstehende Bekanntmachung im Interes ihrer Gemeindeangehörigen auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. e Vilbel den 14. Juli 1882. In Verhinderung des J. Directors: 2457 C. Guth. Versteigerung. Dienstag den 18. Juli, Vormittags 9⅛ Uhr, sollen in der A. Schimpf schen Behausung zu Bad⸗Nauheim, im dritten Stock, geräumiger Speicherkammer, Keller⸗ zu der Hepper'schen Concursmasse gehörend: 1 Specerei-Wagen, 5 Faß verschiedene Branntweine, sowie mehrere leere Fässer öffentlich versteigert werden. Bad⸗Nauheim, 15. Juli 1882. J. Wörner jun., 2471 Englische Zucht⸗Eber, reine Race(Porkhsire), 6½ Monat alt, sehr kräftig von Körperbau, deren Alter und Abstammung genau nach— 2431 gewiesen werden kann, sind zu verkaufen bei Reichelsheim. Haasenstein& Vogler. 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Johannette Holler, Wilhelm Dreher, 2 On meinem neu erbauten Hause ist eine große Wohnung, J bestehend aus 5 Zimmern im unteren, 4 Zimmern raum und Holzstall, Mitbenutzung des Trockenbodens, der Waschküche sammt Regen-Cisterne und Regenpumpe ö des Bleichplatzes u. s. w., zu vermiethen und von August. ab zu beziehen. Der Miether dieses Logis erhalt zun Friedberg. gleich das Recht der Benutzung und Nutznießung des N eue e Holl. Vollhaͤringe Friedberg den 16. Juli 1882. 2428 2466 bei J. Baumeister. —— ene eee Holl. Vollhaͤringe Damen- und Ainder-Schürzen Neue 71 zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Wilhelm Fertsch. Die im Sommer so beliebten 2019 Jilel-Unlerjacken, s Ein Wagen 2469 bei steht zu ver⸗ Gesundheits⸗Unterjacken, eigen, Gb. Stol Witwe. Ein noch fast neuer, schwerer 2468 und Strumpf⸗Längen empfiehlt zu den billigsten Preisen K. Friedrich. Fur Chaisenbesttzer beste Terpentin-Lederwichse Blasebalg ist zu verkaufen. Zu erfragen bei der Expedition des Anzeigers. Herrenkragen a dee Soeben erschien: e ieee, Abschiedspredigt 8— iedspredigt, 5 23. April 1882 i ˖ 3 160 g 11 1 am pri 2 in der Stadtkirche zu Friedberg gde 1 00 e des Kirchenvorstandes, 2 er Gemeinde 1 in D von J. Pfeffer& Metzendorf W ee ruck gegeben Dr. K. Köhler, seither Professor und Pfarrer in Friedberg. Preis: 20 Pf. Carl Bindernagel. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. f in Friedberg nächst dem Bahnhofe, 5 große Auswahl aller feineren und gewöhnl. Möbel. f Billigste Preise, reellste Bedienung. A reis-WBerzeicuise hratis und franco. 1 Gummiziige van werden gut, schnell und billig ein⸗ gesteppt bei Christian e ee De