— tterau 1 5* Aide erden ies Oel l Berxtiftt, ler erden Beg. el 19 Buch. 5 1882. Donnerstag den 17. August. ½ 96. Ohberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzetle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Peleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Verfügung würde erfolgen müssen. und Stiftungen. seknecht tm& Juuin. l * 1 Vofraum, drittes bei. 4 Amerika Zum — urst, elne K 1 N 1 ö Amtlicher Theil. Betreffend: Die Veröffentlichung eines Werkes über die Kunstdenkmäler in dem Großherzogthum Hessen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch immer mit der Erledigung unserer wiederholt in Erinnerung gebrachten Auflage vom 6. vorigen Monats sich im Rückstande befinden, wollen derselben nunmehr um so gewisser binnen längstens 8 Tagen eutsprechen, als sonst unangenehme Betreffend: Die Instruetion zur Dienstführung der Gemeinde-Einnehmer, sowie der Rechner von Kirchen V. Dr Naher Friedberg den 15. August 1882. J. V. Dr Faß Friedberg den 15. August 1882. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien, Kirchen- und Stiftungsvorstände des Kreises. Wir beauftragen Sie, die in Nr. 14 des Großherzoglichen Regierungsblatts publicirte Bekanntmachung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz besonders zur Kenntniß Ihrer Rechner zu bringen. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Johann Jacob Schuch und Jacob Zwier von Ilbenstadt wurden als Wiesenvorstandsmitglieder für diese Gemeinde ernannt und in Pflichten genommen. Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Johann Kieser aus Cronberg, Kreis Wiesbaden. N Wegen Bettels bestraft: Otto Zilinsky aus Zirko, Amt Birnbaum; August Gremm aus Gölzeuhain, Kreis Schotten; Nikolaus RNausch von Rebgeshain, Kreis Schotten; Georg Joseph Huppe aus Mainz; Ernst Willbrand Bröllmann aus Peute, Regierungsbezirk und Kreis Osnabrück; Karl Schönberg aus Neusatz, Regierungsbezirk Erfurt; Ludwig Mütz aus Seeheim, Kreis Bensheim; Balthaser Göbel aus Trais a. d. L.; Friedrich Wilhelm Israel aus Vilschdorf, Bezirksamt Dresden; Konrad Knoblauch aus Gelnhaar, Kreis Büdingen. Der Aufenthaltsort des Melchior Jost von Lichenrod ist unbekannt und zu ermitteln. Landwirthschaftliche Landesausstellung zu Darmstadt 1882. Den Herren Interessenten geben wir hiermit bekannt, daß besonderer Umstände halber die Anmeldefrist für: 1) Producte des Pflanzen⸗ baues(Mehl-, Hülsen⸗ und Oelfrüchte, Wurzelfrüchte, Knollengewächse, Gespinnstpflanzen, Futterpflanzen, Gemuse und Droguengewächse, Hopfen, Tabak, Weiden, Obst, Trauben ꝛc.) bis zum 25. August l. J. Bis zu den gedachten Terminen müssen jedoch die Anmeldungen dahier eingelaufen sein. worden ist. Darmstadt den 7. August 1882. 2) Producte des Molkereibe triebes bis zum 1. September l. J. verlängert Der Central-Ausschuß. 0 Deutsches Reich. Darmstadt. Der Kreisrath v. Kopp in Lauterbach wurde auf Nachsuchen, unter Aner⸗ kennung seiner Dienste, sowie unter Verleihung des Charakters als„Geh. Regierungsrath“ in den Ruhestand versetzt. Der Secondelieutenant der Landw. Walter wurde zum Verwalter an dem Provinzialarresthause zu Darmstadt ernannt. — In Rücksicht auf die dermalen im Groß— herzogthum stattfindenden Maturitätsprüfungen und die damit verbundene Berufswahl dürfte es für weitere Kreise von Interesse sein, zu er— fahren, daß augenblicklich in dem Großherzog— thum 49 Accessisten, welche die zweite Prüfung für das Justiz⸗ und Verwaltungsfach bestanden haben, und 114 Accessisten, welche noch vor dieser Prüfung stehen, vorhanden sind, daß das Avancement im Gerichts- und Verwaltungsdienste sehr langsam ist, hiernach aber die Aussichten auf eine Anstellung im Staatsdienste des Groß— herzogthums für solche junge Leute, welche sich gegenwärtig dem Studium der Rechtswissenschaft widmen, sehr ungünstig sind. Berlin, 14. Aug. Der Kaiser nahm heute auf Schloß Babelsberg die gewöhnlichen Vor⸗ träge entgegen. Die Kaiserin ist im Zimmer ge⸗ fallen und auf einige Tage am Ausgehen behindert. — Der von russischer Seite so scharf be⸗ tonte Ausspruch, daß nach Herstellung der Ord⸗ nung in Egypten, Europa wieder die Entscheid⸗ ung über die dort zu treffenden Einrichtungen zustehe, wird hier dahin aufgefaßt, daß, wenn England etwa die bestehenden Verträge nicht berücksichtige, auch Rußland sich nicht mehr durch ilte Verträge gebunden erachten könne; wie z. B. n Bulgarien, Kleinasien u. s. w. Der neueste Antrag Italiens wird dem russischen Einfluß ugeschrieben; Deutschland billigt diese Haltung. Kassel, 14. Aug. Prinz Carl ist heute begleitet von seinem Adjutanten und dem Leib— arzt im Rollstuhl in dem Auepark spazieren gefahren. Die Besserung ist stetig fortschreitend. — Wie der K. Ztg. von sonst gut unter⸗ richteter Seite mitgetheilt wird, sollen die von der verstorbenen Fürstin von Hanau hinter— lassenen Hypotheken und baaren Ausstände von der preußischen Regierung mit Beschlag be— legt worden sein. Wir bringen diese Nachricht mit aller Reserve. Wiesbaden, 14. Aug. Gestern Abend gegen 10 Uhr traf der König von Griechenland hier ein und wurde am Bahnhofe von dem dänischen Königspaare und dem Regierungsprä— sidenten v. Wurmb empfangen. Im Gefolge des Königs befand sich dessen persönlicher Ad— jutant Oberst Hadjipetro. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest. Das Amts— blatt publicirt die Enthebung des Communica— tionsministers Ordody unter Verleihung des eisernen Kronen-Ordens erster Klasse und die provisorische Betrauung des Handels-Ministers Kemeny mit der Leitung des Communications— ministeriums. — Gerüchtweise verlautet, daß Minister Szende seiner geschwächten Gesundheit halber zurücktreten will und durch Staatssecretär Fejer— vary ersetzt werden soll. Frankreich. Paris. In hiesigen diplo— matischen Kreisen gefallene Andeutungen lassen vermuthen, daß sich die Maͤchte mit dem Ge— danken tragen, nach Beendigung des egyptischen Feldzugs an die Stelle der Wanderversammlung Großbritannien. London, 14. Aug. Wie verlautet, trifft das Kriegsamt Anstalten, um die Expedition in Egypten nöthigenfalls durch eine dritte Division zu verstärken. — 14. Aug. Unterhaus. Hartington ant— wortete Onsloff: Die Unterhandlungen mit der Mission des Koͤnigs von Birma sind noch nicht abgeschlossen. Gladstone kuͤndigt an, er werde am Donnerstag beantragen, daß das Haus sich von Freitag an bis zum 24. October vertage und er werde am 24. October die Priorität für die Reform der Geschäftsordnung beantragen. Die Regierung haͤlt an dem Debattenschluß durch einfache Majorität unverändert fest. Har⸗ tington legt das indische Budget vor. Der Ueberschuß für das nächste Jahr ist auf 3,171,000 Livres Sterling verauschlagt. Die Salzsteuer in Bengalen ist um 30, in anderen Provinzen um 20 Prozeut reducirt. Die indische Regierung veranschlagt den Kostenantheil an der egyp— tischen Expedition bei dreimonatlicher Dauer auf 1,830,000 Lst.— Daily News vernimmt, Kim⸗ berley werde heute im Oberhause ankündigen, daß die Regierung beabsichtige, Cetewayo wie— der als Konig von Zululand einzusetzen. — 15. Aug. Die letzten Truppen des egyp⸗ tischen Expeditionscorps werden heute eingeschifft. Italien. Rom. Wegen der Gaͤhrung unter den Mohamedanern in Kleinasien schickte Italien Kriegsschiffe nach den dortigen Hafen zum Schutze der italienischen Landsleute. Türkei. Constantinopel, 14. Aug. Die heutige Sitzung der Conferenz dürfte kaum die letzte sein, weil die Verständigung zwischen Eng⸗ land und der Türkei noch fehlt. Graf Corti be⸗ reitet einen Zusatzartikel zu dem Antrage Italiens der Conferenz einen förmlichen Congreß treten zu lassen. auf Schutz des Suezeanals vor, wodurch die Ausführung geregelt wird. Die bezüglichen 9 11 0 ö 19 N 4 . Verhandlungen wurden unter den Mächten fortgesetzt. — 14. Aug. Die Verhandlungen betreffs der englisch-türkischen Militärconvention sind immer noch nicht abgeschlossen. Der Vorschlag, das Obercommando der Interventionstruppen dem Khedive zu übergeben, wurde bisher nicht angenommen. Der britische Entwurf zu einer Militärconvention enthält die nachstehenden Haupt— punkte: Die Leitung der strategischen Beweg— ungen wird dem englischen Commandanten an— vertraut; dem türkischen Commandanten wird ein britischer Commissär beigegeben; die Vorherbe— stimmung des Ortes der Landung der türkischen Truppen und der auf 6000 Mann festgesetzte Effectivbestand der türkischen Truppen darf nur im Einvernehmen beider Mächte erhöht werden. Es verlautet, die Opposition der Pforte richte sich besonders gegen den ersten Punkt. Die Pforte verlangt, daß die englischen und türkischen Truppen getrennt, aber parallel nach dem zwischen den beiden Commandanten zu treffenden Ein— vernehmen operiren. Außerdem wünscht die Pforte die Aufnahme der Bestimmung, daß nach Wiederherstellung der Ordnung die beiderseitigen Truppen Egypten gleichzeitig räumen. — 14. Aug. Es verlautet, Said Pascha befürworte beim Sultan die Zustimmung zur Militär- Convention; doch sollen ihm andere Würdenträger von der Convention in der von England vorgeschlagenen Form abrathen, auch daran festhalten, daß die Proclamation gegen Arabi nicht vor der Landung der türkischen Truppen publicirt werde. Lord Dufferin ist fortwährend um die sofortige Publication der Proclamation bemüht. — 15. Aug. In der gestrigen Conferenz— sitzung erklärte Noailles, daß auch Frankreich dem Vorschlage Italiens bezüglich des Suez— canals beitrete unter Wahrung der Handlungs— freiheit hinsichtlich des Ausführungsmodus. Nachdem somit für das Princip der Cooperativ— polizei Einstimmigkeit erzielt, beantragte Corti, daß die Geschwader⸗Chefs oder die Schiffs— Commandanten am Suezcanal seitens ihrer Regierungen anzuweisen seien, sich wegen des Ausführungsmodus gegenseitig in's Einver⸗ nehmen zu setzen. Auch dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Bulgarien. Sofia. Es wird versichert, daß Ostbulgarien bis zum Flusse Nanta wegen des in diesem District herrschenden Räuberun— wesens in den Belagerungszustand erklärt wor— den sei. Rußland. Petersburg. Die panflavistischen Blätter, aber nicht nur der„Rus“ und die „Moskauer Wjedomosty“, sondern auch die „Petersburger Wjedomosty“ fahren mit ihrer Agitation fort, die darauf gerichtet ist, für den Gedanken Propaganda zu machen, daß Rußland die gegenwärtige Gelegenheit benütze, um sich am Bosporus festzusetzen. Egypten. Alexandrien, 14. Aug. Am Samstag wurde eine Abtheilung Seesoldaten und Matrosen, welche mit der Zerstörung ge— fundener Munitionsvorräthe jenseits des Forts Mes beschäftigt waren, von einer beträchtlichen Anzahl Araber angegriffen. Nach kurzem Gefecht wurden die Araber mit Verlust zurückgeworfen. — 15. Aug. Oberst Gerard recognoseirte mit 40 Mann beritten gemachter Infanterie erfolgreich das feindliche Lager bei Kingosman. Als er durch das Bett des Abukir-Sees ritt, wurde er eine Meile vom Lager von feindlicher Cavallerie angegriffen. Der Angriff wurde durch das Gewehrfeuer der Engländer, die zwei Mann verloren, zurückgeschlagen. In der Nacht versuchten vier Egypter die englischen Wachen zu passiren; einer derselben ward er— schossen, drei entkamen. Ferner wurde ein Franzose, wie es heißt ein Correspondent der Lanterne, von den äußersten englischen Vor— posten verhaftet, als er versuchte, sich nach Kafr⸗el-Dowar durchzuschleichen. Suez. Von hier meldet man, daß am Samstag Abend große Schwärme Egypter in nächster be— drohlicher Nähe des Suezeanals Stellung nahmen. Der englische Admiral in Suez besetzte die dor— tigen Wasserwerke. Ein von Jeddah eingelau— fener egyptischer Maildampfer hatte ein großes Packet Briefe für Arabi an Bord, welches von den Engländern beschlagnahmt wurde. Der be— treffende Mailagent ist verhaftet worden. Kairo, 15. Aug. Arabi erhielt eine Ver— stärkung von schwarzen Soldaten aus dem Sudan. Im Ganzen wurden 200 Kanonen von Kairo aus in die Stellung bei Kafr-el-Dowar geschafft. Afrika. Marocco. Im ganzen Lande wird der heilige Krieg gegen die christliche Be— völkerung gepredigt. Aus Stadt und Land. r. Grünberg, 15. August. Als heute eine Eska⸗ dron des 5. Rheinischen Dragoner-Regiments als Ein- quartierung hier einrückte, sturzte das Dienstpferd des Lieutenants Distel und brach zwei Beine. Dietzenbach. Vor etwa vier Wochen ereignete sich hier ein bedauerlicher Unfall. Beim Herabgehen aus der Schule während der Zwischenstunde sprang ein zwölf⸗ jähriger Knabe einem Anderen von gleichem Alter so auf den Rücken, daß diesem die Wirbelsäule oder der soge— nannte Rückstrang zerbrach. Der Knabe wurde in das Elisabethenstift nach Darmstadt gebracht, nun den Eltern aber als unheilbar zurückgegeben. Der Knabe hat im Rückgrad nicht das gerinste Gefühl mehr und ist über⸗ haupt in einem Zustande, daß der Tod als der einzige Erlöser betrachtet werden kann. Worms, 11. August. Der in Offenbach vermißte Knabe scheint sich bei den kürzlich hier ausgewiesenen Zigeunern befunden zu haben, wenigstens wird aus Oppen⸗ heim gemeldet, daß er bei denselben gesehen wurde. Allerlei. Frankfurt, 14. Aug. In verwichener Nacht wurden die Bewohner eines hiesigen Gasthauses durch das über— laute Gebet einer im Hause wohnenden Arbeiterfamilie aus dem Schlafe gestört. Da die Intervention des Hauswirthes fruchtlos blieb, wurde Polizei requirirt. Als diese die Thür zur Wohnung der Betenden geöffnet hatte, hehaupteten dieselben, sie seien von Hexen beun— ruhigt worden. Einstweilen wurde die anscheinend geistes⸗ gestörte Familie in polizeiliche Verwahrung genommen. Kassel, 15. Aug. In Folge eines Wolkenbruches, welcher bei Altmorschen niederging, wurde die Bahn theilweise zerstört und unfahrbar gemacht. Berlin, 12. August. In der Fruchtstraße wurde heute eine Frau Konrad mit ihren vier Kindern im Kleiderspind aufgehängt gefunden. Der Verdacht der schreckensvollen That fällt auf den Vater der Kinder. Der Mord ist in der Nacht ausgeführt worden. Wie viel Rabatt? Etwas für Inserenten. Nachstehender Artikel, den wir in den„Hess. Volksblättern“ finden, enthält so viel Wahres, daß wir uns nicht versagen können, denselben zu reproduciren: Wenn man in einem Laden, sagen wir des Beispiels wegen einen Rock, für den 50 Mark gefordert werden, schließlich nach vielem Handeln um 30 Mark ersteht, so freut man sich ungemein über das gute Geschäft, welches man gemacht zu haben glaubt, genirt sich aber trotzdem nicht, den braven Mann, der 50 Mark für den Rock haben wollte und 30 dafür nahm, einen ganz unreellen Burschen zu nennen. Hat man ein Recht dazu? Ohne Zweifel; solide ist die Basis eines solchen Geschäftsge— bahrens nicht und hätte man sich nicht im Augen— blicke durch die vollständig irrthümliche Annahme berücken lassen, es müsse enorm billig sein, wenn man vierzig vom Hundert herunterhandele, so würde man den Rock überhaupt nicht gekauft haben; man darf nämlich überzeugt sein, daß man ihn mit 30 Mark noch zu theuer bezahlt hat und wird dessen gewiß werden, sobald man ihn eine Zeit lang getragen hat. Reelle Ge—⸗ schäftsleute caleuliren ihre Preise, wo aber die Unreellität Prinzip ist, da fehlt auch dem Käufer jeder Maßstab dafür, ob er schlecht oder gut, billig oder theuer bedient wird. Uebrigens wolle man nicht außer Acht lassen, daß der Begriff „billig“ auch im geschäftlichen Verkehre nur ein relativer ist und Nichts weiter bedeutet, als das geziemende Verhältniß zwischen dem Kaufpreise und dem Werthe des Kaufobjectes einschließlich des Gewinnes, welchen Production, Arbeit und Zwischenhandel haben müssen. Was man also im gewöhnlichen Leben billig nennt, kann oft— mals recht theuer sein und was zuerst theuer scheint, stellt sich als billig heraus. Wir glauben nicht, daß reelle und verständige Leute genen diese Sätze einen Einwand erheben werden Wie gestaltet sich nun aber gemeiniglich die Sache, wenn ein Geschäftsmann eine Anzeige in die Expedition einer Zeitung bringt? Sobald ihm die nach der Zeile berechnete Jusertionsgebühr genannt ist, hat er nichts Eiligeres zu thun, als zu fragen:„Wie viel Rabatt geben Sie mir?“ Erhält er dann zur Antwort:„Wir können keinen Rabatt geben, unsere Preise siud calculirt und fest,“ so thut er sehr verwundert, — derselbe Geschäftsmann, der sich im höchsten Grade beleidigt fühlen würde, wenn man ihm in gleicher Weise begegnen und seiner Forder— ung auch mit der Frage entgegenspringen wollte, wie viel Rabatt er zu geben bereit sei. Höchstens fügt er noch mit bedeutungsvollem Lächeln hin— zu, da und dort seien die Annoncen doch billiger; was der Eine könne, müsse auch der Andere können. Wenn man demselben Geschäftsmann in seinem Laden aber sagen würde,„da und dort bekomme ich den Meter Seide oder den Meter Tuch so und so viel Procent billiger“ — er weiß ganz genau, was er zu entgegnen hat, nämlich daß der Preisunterschied durch den Werth der Waare bedingt und gerechtfertigt ist; vielleicht setzt er auch noch etwas von ge— schäftlicher Reellität bei, und daß er mit solchen Leuten, wie die„da und dort“ wären, nicht concurriren wolle und könne. Worin aber unterscheidet sich denn ein reelles Zeitungsunter— nehmen bezüglich seines Annoncentheils von jedem anderen reellen Geschäfte? In keinem einzigen Punkte! Die Insertionsgebühren sind genau so calculirt, wie die Verkaufspreise, und wie kein solides Geschäft den Vorwurf hin— nehmen wird, es wolle die Käufer durch unan— gemessene Preise übervortheilen, so verlangt auch kein solider Zeitungs-Verleger von den Annoncen mehr als die geschäftsmäßigen Pro— zente. Bei großen Abschlüssen und häufigen Repetitionen kann allerdings auch er einen ent—⸗ sprechenden Rabatt gewähren, im Einzelnen und Kleinen aber kann er es nicht, wenn er sein Unternehmen auf reeller Basis führen will. „Aber ich belege es Ihnen, daß da und dort, wo man öffentlich 10 Pfennig für die Zeile berechnet, unter der Hand 5, 3, ja sogar 2 Pf. pro Zeile genommen werden.“ Wir wollen darauf entgegnen, was wir neulich in der„Eisen⸗ Zeitung“ gelesen haben.„Wir wissen,“ hieß es da,„genau, daß andere Blätter weit höhere Rabattsätze bewilligen, als sie verantworten können, in dieser Beziehung blüht ein Schwindel sehr gefährlicher Art. Wir haben letzter Tage ein Blatt zu Gesicht bekommen mit circa fünf⸗ zehn Seiten Anzeigen; so Etwas besticht den Uneingeweihten, der nicht weiß, daß ganze Seiten gratis aufgenommen sind, nur um Andere heran— zuziehen; wir haben von Abschlüssen Kenntniß, die sich auf Aufnahme von Anzeigen für ein ganzes Jahr beziehen, wobei sich die Zeile auf ungefähr 1—2 Pf. stellt. Da hiermit nicht einmal die Satzkosten bezahlt sind, viel weniger Druck, Papier und Generalunkosten, so kann man sich leicht einen Begriff machen, wie viel Exemplare gedruckt und für wie viele das Porto bezahlt werden kann. Gewöhnlich dauert die Herrlichkeit nicht lange, da die Gesetze des rationellen Geschäftsbetriebs sich nun einmal nicht umkehren lassen. Verderblich ist ein solches Gebahren aber hauptsächlich noch deßhalb, weil solche Blätter jederzeit bereit sind, jede Reclame redactionell aufzunehmen, um sich dadurch ein paar Mark für ein Inserat zu sichern. Dies macht die Presse in den Augen des anständigen Publikums verächtlich und käuflich.... Je mehr man Ihnen Coneessionen macht, um so sicherer können Sie sein, daß Sie Ihr Geld wegwerfen.“ Da hätte man also jenes„billig“, welches wir oben als recht theuer bezeichnet haben. Wo aber liegt der Grund dieses Schwin— dels von gefährlicher Art, dieses Gebahrens, das verächtlich ist und verächtlich macht! Es schießen aller Orten Blätter und Blättchen hervor, wie Gras aus der Erde— sie theilen freilich auch einige! * bas e ein kü es gut in den währe 1 wenn 0 fille Er hat N nutzlos wenige Inseri Jeman perfen, Zei auch zu fell. und Le sind se Zweck Je Herste mauch einem von preis kaum wvweiser aufnin Endl. kreeelle 0 bitter sonsti sie ern stützun redlich. was a zeigen aufnin Gebiet hafte mit e reell k Schw aus d wandl Concu ehrlich inserikt U affen, ——————— atersc 22 * 1 das Schicksal des Grases, fristen eine Zeit lang ein kümmerliches Dasein und verschwinden, wenn es gut geht, spurlos; freilich wird meistens schon in den ersten Wochen von einer Auflage von einigen Tausenden von Exemplaren geschrieben, während man in Wirklichkeit noch zu hoch greift, wenn man statt der Tausende„Hunderte“ setzt. Was bleibt nun einem solchen Blatte anders übrig, als auf die Annoncenjagd zu gehen und Inserate zu Schleuderpreisen aufzunehmen? Es muß sich doch einen gewissen Anstrich geben und wenn es nur darauf ankommt, den Raum zu füllen, so ist! Pf. pro Zeile immer noch besser, als gar Nichts— so denkt wenigstens der Ver— leger eines solchen Blattes. Wie aber steht es um den„Inserenten“? Er hat auch diesen„einen“ Pfennig pro Zeile nutzlos ausgegeben, da sein Juserat nur von wenigen Leuten gelesen wird, den„Zweck“ des Inserirens hat er also nicht erreicht! Will aber a 1 Jemand durchaus den Pfennig pro Zeile weg— werfen, so soll er wenigstens von keiner soliden Zeitung verlangen, daß sie ihm ihre Spalten auch zu solchen Schleuderpreisen zur Verfügung stellt. Je größer der Kreis der Abonnenten und Leser eines Blattes ist, um so wirksamer sind seine Anzeigen, um so sicherer wird der Zweck erreicht, welchen jedes Inserat verfolgt. Ist es nun billig und vernünftig, um von den Herstellungskosten zu schweigen, von welchen e manche Leute noch sehr kindliche Begriffe haben, einem Blatte, welches in mehreren Tausenden von Exemplaren erscheint, denselben Insertions— preis anzubieten, wie einem Organe, welches 1 — 1— kaum einige Hunderte von Abonnenten aufzu— tveisen hat und Inserate zu Schleuderpreisen aufuimmt? Man überlege sich doch die Sache! Endlich aber— der solide Handwerker und der reelle Geschäftsmann beklagen sich schwer und bitter über Verkäufe zu Schleuderpreisen und sonstigen Schwindel in Handel und Verkehr, sie erwarten von der anständigen Presse Unter— und 3 stützung in ihrem Vorgehen gegen dieses den 70 „ a „ent * zit S6 dere 7 5 3 redlichen Erwerb beeinträchtigende Gebaren: dwpas aber thun sie selbst? Sie tragen ihre An— zeigen dahin, wo man sie zu Schleuderpreisen gufnimmt, und unterstützen dadurch auf dem Bebiete des Zeitungswesens dasselbe schwindel— gafte Treiben, welches sie auf ihrem Gebiete nit allen Mitteln bekämpfen. Wir denken, geell halte sich zu reell, der Schwindel gehe zum Schwindel! Man würde irren, wenn man etwa nus diesen Aeußerungen auf monopolistische An— wandlungen schließen wollte; wir lassen uns jede Toncurrenz gefallen, die anständig ist und mit ihrlichen Waffen kämpft und wünschen nur dem nserirendeu Publikum so weit die Augen zu öffnen, daß es die Schlacke vom guten Metalle Iunterscheiden kann. Handel und Verkehr. Friedberg, 16. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete ver Pfd. M. 1.05.—1.20, Eier 1 St. 6 Pf, 2 St. gr. 11 Pf. Friedberg, 15. Aug. Fruchtbericht. Walzen M. 21½, Torn M. 18., Gerste M. 00., Hafer M. 16. Alle Preise erstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Grünberg. Fruchtpreise vom 12. August. Walzen M. 22.02, Korn M. 16.68, Gerste M. 15.64, Hafer M. 16.42, Erbsen M. 00.00, Lein M. 00.00, Samen M. 26.48, Kartoffeln M. 0.00. Gleßen, 15. August. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.90— 9.95, Eier 1 Stück 5 bis 6 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben das Paar 70—75 Pf., Hühner per Stück M. 0.90— 1.20, Hahnen per Stück M. 0.55 bis 1.00, Enten per Stück M. 1.50— 1.80, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 54—60 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammelfleisch 60—66 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 4 bis 6.00, Zwiebeln der Ctr. 6-7 M. Schottten, 10. Aug. Auf dem diesjährigen Som— mermarkt waren aufgetrieben: 60 Pferde, 180 Fohlen, 3492 Stück Rindvieh, 905 Schweine, 37 Kälber; gegen voriges Jahr mehr: 39 Fohlen, 294 Stück Rindvieh, 213 Schweine, dagegen weniger 11 Pferde, 167 Kälber. Die Fohlen waren verhältnißmäßig billig. Das Rind— vieh wurde um ein drittel höher als am vorjährigen Sommermarkt bezahlt. Ganz besonders gesucht war das Jungvieh der Vogelsberger Race. Die vielen fremden Händ— ler bezahlten die jetzt wieder so beliebten Vogelsberger 2*, 3⸗, 4⸗ und 5jährigen Zugochsen ganz enorm. Zuchtschweine waren im Preise etwas gesunken, während die fetten Schwelne mit 62—64 Pf. per Pfund bezahlt wurden. Frankfurt, 14. Aug. Frankfurter Produktenbörse. (Offizielle Notirungen.) Walzen flau, eff. hiesiger und Wetterauer M. 22, fremder M. 22½ ungar. 24 B. per diesen Monat M. 22. Roggen flau, effectiv hies. M. 16¼— 17, fremder M. 16.00 17.00, per diesen Monat M. 16. Gerste behauptet, eff. hies. und Wetterauer M. 18.½ 00, fremde M. 19.½ Hafer unver., eff. hiesiger M. 15½, fremder M. 15. diesen Monat M. 15. Rüböl behauptet, eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. M. 33½. Branntweln höher eff. ohne Faß M. 45. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 25., Roggen⸗ mehl 0/1(Berliner Marke) M. 24½—25., I.(Berliner Marke) M. 22— ½., II.(Berl. Marke) M. 18—00. 1 Die D. Frankfurt a. M., 15. August. Unser Platz war heute so ziemlich auf sich angewiesen, denn wegen des katholischen Feiertags waren die Pariser und Wiener Börse geschlossen und sandte letztere nur Privatverkehr. Berlin übte wenig Einfluß, da dort große Geschäftsstille herrschte. Trotzdem waren die Umsätze hier auf fast allen Gebieten recht belebt und die Tendenz bekundete große Festigkeit. Im Vordergrunde standen wieder Bahnen— werthe, für welche das Privatpublikum auf Grund der guten Ernte und der wachsenden Einnahmen lebhafte Kauflust an den Tag legte. Außer den österr. Export— bahnen, fanden in erster Linie Gotthardaetien rege Be— achtung und wurden in großen Posten aus dem Markt genommen. Die gestern stattgefundenen Mailänder Käufe scheinen heute ihre Fortsetzung gefunden zu haben. Von den Hauptspekulationseffeeten zeigten sich Staatsbahn— actien sehr animirt in Folge der letzten befriedigenden Wocheneinnahmen. Creditactien haben sich trotz aller Contreminemanöver heute recht gut gehalten. Credit— actien, gestern Abend 270%, heute 270/—/ und 270½. Staats bahnaetien, gestern Abend 298, heute 299 ½— 17/8 und ½. Galtzier, gestern Abend 2765/8, heute 277 bis 276½ und 276¾. Lombarden, gestern Abend 125, heute 125¼ und 1257¼. Oesterr. Bahnen gegen gestern Abend meist besser. Duper stiegen 3 fl. Nordwest, Elbthal etwas matter. Gotthardaetien gingen à 84⅛ und 84/ um. Deutsche Bahnen fest. Werra und Mecklenburger höher. Egypter wurden à 56¾—1/16—8/ Ä und 172 umgesetzt. Ausländische, Spanler waren à 6315/16 ge⸗ fragt. Oesterr.⸗ungarische Renten fest. Von Banken sind Disconto⸗Commandit höher auf günstige Bilanzgerüchte. Deutsche Staatsfonds und Oesterr. Prioritäten wenig verändert. Amerikanische Prioritäten anziehend. Von Wechseln Wien u. London theuerer. Privatdisconto 3½0/. Bekanntmachung. Inhaber von amtlichen Verkaufsstellen für Postwerth—⸗ zeichen in dem hiesigen Orts- und Landbestellbezirk sind: 1) Herr Buchhändler Bindernagel in Friedberg in der Burg, 2)„ Kaufmann Kranz in Friedberg in der Bahnhofstr., 3)„ Restaurateur Burck in Friedberg in dem Bahnhofe, 4) Herr Stern in Bruchenbrücken, 5)„ Gastwirth Hermes in Ockstadt und 6)„ Bürgermeister Hensel in Schwalheim. Bei den Verkaufsstellen sind die Postwerthzeichen zu denselben Beträgen, wie bei den Postanstalten erhältlich. Friedberg(Hessen) den 15. August 1882. Kaiserliches Postamt. In Vertretung: Nispel. Bekanntmachung. In dem Postbezirk Bad-Nauheim bestehen amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen: 1) in Bad⸗Nauheim bei Ph. J. Weiß, „ Jean Wörner, „ L. Koch, „ Ph. Pfeffer, 2) in Steinfurth bei Christian Eichelmann, 3) in Wisselsheim bei Heinr. Steinhauer, 4) Rödgen bei Carl Truschel, 5) Nieder⸗Mörlen bei P. J. Möbs III., und bei der Posthülfstelle daselbst. Die Verkäufer sind verpflichtet, die Postwerthzeichen zu demselben Betrage wie die Postanstalten an das Publikum abzugeben. Kalserliches Postamt. Bitte um Unterstützung. Ein schweres Unglück hat am 24. Juli die Gemeinden 00 16.00, per diesen sind. Wimpfen a. B. und Wimpfen i. Th. betroffen, indem ein Gewitter die beiden Gemarkungen so schrecklich ver— hagelte daß die Ernte zu/ bis ½ vernichtet, der Ta bat total zerschlagen und die Weinberge auf 3 Jahre ruinirt Das Neckarthal wird nur hoͤchst selten durch Hagel⸗ schlag heimgesucht, deßhalb ist beinahe keiner der Be— troffenen versichert. Anderseits besteht die Bevölkerung von Wimpfen überwiegend aus kleinen Landwirthen mit geringem Grundbesitz, die, wenn nicht energische Unter— stützung eintritt, bis Spätjahr in große Noth kommen. Rheinhessen und Starkenburg sind größtentheils durch Hagelschlag verschont geblieben, ihre Bewohner haben, wenn auch nicht die erwartete, doch immerhin noch eine reiche Erndte eingeheimst. Wir werden deßhalb keine Fehlbitte thun, wenn wir an alle Diejenigen, welche von einer gleichen Heimsuchung verschont geblieben sind, das Ersuchen um milde Geldbeiträge, zu deren Empfang⸗ nahme wir bereit sind, richten. Ganz besonders glauben wir darauf rechnen zu dürfen, daß unsere Landwirthe, denen es nicht schwer fällt, von ihrem Saatgut abzu⸗ treten, dies gerne thun, da dadurch wesentliche Hülfe geschaffen werden kann. Das Ergebniß der Sammlungen wird später veröffentlicht werden. Worms, 12. August 1882. B. van Baerle. H. Baersch. Fz. Betz. J. F. Illig. Dir. P. Lehmann. D. Lohnstein. Ed. Münch. Ls. Schlosser. Volksbad. Wasserwärme der Usa am 15. August 170 Reaumur. Walter. Geld⸗Cours. Frankfurt am 15. August 1882. 20 ⸗Frankenstücke 9 M. 16 25—29 do. in /2„ 16 24—28 Englische Sovereigns.„ 20 35—40 Russische Imperiales.„ 16 71—76 Ducaten. 8„ 9 55—60 4 al marco. 9 58—63 Dollars in Gold.„ 416—20 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 19. August 1882. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 20 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr. Wochengottes dienst von Sonntag den 20. August an Morgens 6 Uhr, Nachmittags 6 Uhr. Impfung. Impf⸗Revistons⸗ und Impf⸗Termin Frritag den 8. August, Nachmittags 3 Uhr. blligsten Preisen bel Frledberg den 16. August 1882. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Seri 762 ba. Bekanntmach Bekanntmachung. Die Anfertigung von 30, Stück Pferchhorden und (Stück Salztrögen für die hiesige Schäferel soll Freitag ten 18. August, Vormittags 10 Uhr, in dem hiesigen Rathhause an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben nerden. riebberg, 15. August 1882. 995 1 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 255 Se ri ba. 2 ** 2* Halsbinden und Shlips, 2 Foulards, seidene Umknöpftücher, sowie weiße und sewarze seidene Halstücher in schönster Auswahl zu den K. Friedrich. Vergebung von Maurerarbeit. Die Erneuerung eines Theils der Mauer neben der l schlae 383 5 Burgstraße zu Friedberg, veranschlagt zu 383 Mark, tere eng be aben, und Berlegunggas bete soll durch öffentliche Submisston vergeben werden. Die Offerten sind mit dem Angebot in Proecenten auf den ganzen Betrag des Voranschlags frankirt und mit der Aufschelft„Submisston auf Maurerarbeit“ ver— sehen, bis längstens den 19. August 1882, Vormittags 10 Uhr, in unserem Bureau einzureichen, woselbst Vor⸗ anschlag und Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Friedberg den 14. August 1882. Großherzogliches Kreis bauamt Frledberg. Grimm. Tüchtige 7* NRollbahner können gegen guten Lohn dauernde 2756 Bekanntmachung. Der Zuschlag zu der am 12. d. Mts. stattgefundenen der Gemarkung Ober⸗Florstadt ist nicht ertheillt worden und werden zufolge dessen die Arbeiten fur rund 10000 laufende Meter, zu 15 Pfennig pro lfd. Meter, aus freier Hand vergeben. Hierauf refleetirende leistungsfähige Arbeiter wollen sich entweder bei dem Unterzeichneten oder bei Großherzoglicher Bürgermeisteret Ober⸗Florstadt melden. Friedberg den 15. August 1882. Der Cultur- Ingenieur Voͤlzing. Versteigerung. Im pomologischen Garten der Ackerbauschule(nächst der Blinden Anstalt) werden kommenden Freitag den Beschäftigung finden bei Bauunter- 18. d. Mis., Vormittags 11 Uhr, ungefähr 10 Gentner f Ant Schneeflocke— ausgezeichnete Speisekartoffel— eentner⸗ nehmer O. Koch& Sohn zu Gräsen- weise, 2 gleich baare Zahlung versteigert. roda in Thüringen. 2708 27505 Dr. Ludloff. D 5 D . e eee Bad Nauheim.— Teichhaus. Donnerstag den 17. August: Extra⸗Concert auf der Insel, ausgeführt vom Nauheimer Musikverein„Harmonie“ unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Schellhaas. Bei eintretender Dunkelheit Illumination und bengalische Beleuchtung der Insel und der Teichhaus-Terrasse. Anfang 5 Uhr.— Entrée 20 Pfennig. 2754 R. Berndt. Der Veteranen- und Militär-Verein zu Friedberg feiert Sonntag den 20. August 1882 zur Erinnerung an die Schlacht bei Gravelotte sein Jahres— fest in folgender Weise: Uhr: Aufstellung des Vereins an der Wohnung des Präsidenten. Zug nach dem Friedhofe. Bekränzung des Denkmals verstorbener Krieger auf dem Friedhofe. Danach Bekränzung der Gedenktafel in der Stadtkirche. Gemeinsamer Gottesdienst in der Stadtkirche. Aufstellung des Festzuges am Mainzer Thore. Zug durch die Stadt nach dem Steinhäußer'schen Biergarten. Daselbst Concert, ausgeführt durch die Musik des 1. Hess. Husaren-Regiments Nr. 13 unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters H. Köster, Ansprache und gesellige Unterhaltung. Eintrittskarten zum Concert à 50 Pfennig sind bei Herrn Georg Groß, sowie an der Kasse zu haben. Von 8 Uhr Abends ab Eintritt à 30 Pfennig. Der Vorstand bittet alle Einwohner unserer Vaterstadt durch Schmückung der Häuser, sowie durch zahlreiche Betheiligung zur Verherrlichung des Festes beitragen zu wollen. Die geehrten Herren Ehren-Mitglieder erlauben wir uns ganz besonders einzuladen. Der Vorstand des Veteranen- und Militär⸗Vereins. 8 9 N 9 Kriegskameraden Verein. Freitag den 18. d. Mts. feiert unser Verein zur Erinnerung an die Schlacht von Gravelotte seinen Jahrestag in dem Gartenlocale des Herrn Binzel. Es findet von 4 Uhr Nachmittags an bis Abends 11 Uhr Concert statt, ausgeführt von der Kapelle Mahl, wozu freund— lichst einladet Der Vorstand. 2744 Entrée à Person 20 Pfennig. Züdische Neufahrskarten Carl Bindernagel. Pferde-Rennen Rheinischen Renn-Vereins in Frankfurt am Main. am 20. und 21. August 1882, Nachmittags 2 Uhr, am Forsthaus. 16 Rennen mit Preisen zusammen im Werthe von ca. 42,000 M. D * Eintritts⸗Preise: Erster Platz für Herren jeder Tag M. 10 eee e dg. 5%%. Dritter Plaß jeder ag mee, è„ 1. Ein Herrenbillet für 2 Tagge„% 20.—. Stehplatz V„—.50. Kinder bis zu 10 Jahren zahlen zur ersten Tribüne M. 2.— per Tag, 5 5„ 1 5„ zweiten„(zweiten und dritten Platz) 50 Pf. per Tag. Equipagen per Tag Mark 20. Reiter Mark 5. Sämmtliche Karten sind sichtbar zu tragen. (H. 61853.) Das Directorium des Rheinischen Renn⸗Vereins. 1 Here de Alpenkräuter⸗Magenbitter 2 wallrad Olimar Bernhard, koönigl. bayr. Hosdestillateur in München, ist unentbehrlich zur Förderung und Erhaltung des Appetites, normaler e 2 Verdauung, regelmäßigen Stuhlganges und gesunder Blutbildung.— Er 88 regelt die Funktionen des Magens unglaublich rasch, schafft Wohlbehagen, 2 75 gesundes blühendes Aussehen und ist der tägliche Genuß einiger Gläschen als r Krühjahr und Herbstkur ein wahres Labsal für Hämorrhoidalleidende. 7 Aecht zu haben in Flaschen à M. 4.— M. 2.— und M. 1.05 in Friedberg Vormittags 9 70 9 0 4% * 100 7 Nachmittags 2½¼„ 2745 2725⁵ N 2 252 2208 55 EE Ein schön möblirtes Zimmer Ein tüchtiger Lahrbursche hat zu vermlethen A. Engel Wittwe. 2720 in das Hötel Trapp gesucht. 275 0 ö Sedan⸗Feier. Donnerstag den 17. August, Abends 8 Uhr, Co mitez, sitzung auf Windecker's Felsenkeller. 2750 Ziegenberg. Sonntag den 20. August findet bei mir gut besetzte Harmonie- und Tanzmusik statt, wozu ich höflichst einlade. Joh. Möckel III., 2758 Gasthaus„Zur Linde“. Submission. Das Umpflastern eines Hofes dahter und die Liefer, ung von 8 ebm gerichteten Basaltpflastersteinen soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Voranschlag und Submissionsbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten offen, woselbst auch die Offerten längstens bis zum 21. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, einzureichen sind. Friedberg den 17. August 1882. 3 8 i 2761 Bezirks bauaufseher. f — leb hier — 0 einspal Aunoncer letreff 7 nd 12 Hühneraugen-Balsam, eigenes Fabrikat, welcher nach kurzem Gebrauche jedes Hühnerauge voll- ständig schmerz- und gefahrlos beseitigt, empfehlen F.& C. Achenbach, Frankfurt a. M. Zu haben in Friedberg bei Herrn J. A. Windecker, per Flac. 60 Pfennig. 2752 —— 2 2 22 8 ö 8 388 8 8 888 A— S— — ö 2 55—. 58 2 2 8 8 2 23222 — 8— 1— d 2 S——— 3 2= 2 12„ 7 5 2——— 3 a. 8— S— A—— 2 4— 5 —— 2 7*— — 8 2 ö 828 8 8 1— 2—.— 2 S 1 8 5 38 8 55 23836 — S S 8 E S 2 8 2 2 8 — 5358 5 38 8——„ S5 S„„ SSS AS SS S E 9 8 2 S2— 3 3 S 5 S— 2 2 2 8 2 2— 38 5 S 7 2 2 1 22 S 2 3 SO 2 2 1 2 2 2 2— 3 83 S Se 8— 2 2—— 3 3 2— 1 S 3 28 2 28 2— 3 22 SSE S 2 8 8 8 S SSS 28— 238 0 S 2 2 8 2 2 D n — Y= 2—.— 8 8 8—— 8 2 8 8 2 2— 22— 22 8 2 2— 2 S—— 3 2 Q 388 3 22 S8 58= 3 +— 5 23 9 2 4— 2 8— 5 — 2— 22 2 8 8— 3 83 — 2 7 D D 35— — 2 — 2 S S S322 — 3 8 2 S888 838— S 8 8 8 2 2 2 2 5325 8 S= 2 SS 2 2 2 8 2 328 5 2— 2 2 3 Sr 2 2. EE S Se 3325 2 2 2 2 2 S8 8 2 2 5 2—— SS GS S 88 4 8 S5 2* SE 2 2 22 3 — N S S 82— Ein tuͤchtiger Brenner findet dauernde Stelle in Patershausen bei Offen⸗ 2722 bach a. M. auf sofort. Danksagung. Für die liebevollen Beweise der Theilnahme, welche mir bei dem Tode und der Beerdigung meines unver⸗ geßlichen Gatten, des in seinem 61. Jahre verstorbenen, Anton Schepp in so hohem Maße erwiesen worden sind, insbesondere für die reiche Blumenspende, sage ich hierdurch meinen tiefgefühlten Dank. Friedberg den 15. August 1882. Die trauernde Gattin: 27⁰⁰ Marie Schepp, geb. Weith. Verantw. Red.; Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 10 Apfe ig ir Sie diä ven eher amentl so daß erden. (Saft if Wette haben, Apetref! eiche Maul Thiere olige nter Wetref Oeme niit a abgeb Hamb Haute kbar!