1882. 9 Dienstag den 16. Mai. M57. Ober hessiccher Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(sowelt Letztere nicht Jahres⸗ Conto bet uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. f Betreffend: Die Beiträge zur Kreiskasse für 1882/83. Friedberg am 12. Mai 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach der durch Großherzogliches Steuercommissariat Friedberg erfolgten Repartition der auf Grund des von dem Kreistag des Kreises Friedberg genehmigten, in Nr. 1 des Oberhessischen Anzeigers von 1882. ten Voranschlags für 1882/83 für die Kreiskasse zu erhebenden Beiträge Haben Ihre Gemeinden die dabei gesetzten Beträge zur Kreiskasse zu bezahlen. Sie werden Ohr en resp. Gemeinde— Einnehmern alsbald Zahlungs-Auweisung ertheilen und dafür besorgt sein, daß dieser Beiträge alsbald, /; im October laufenden Jahres und ½ im Januar 1883 an den Rechuer der Kreiskasse, Kreuder dahier, gezahlt wird. Dr. Braden. Ordn.⸗ N Betrag.“ Ordn.⸗ Betrag. Ordn.⸗ Betrag. Ordn.⸗ Betrag. Ordn.⸗ Betrag. Nr. Gemeinde. M. N. Gemeinde. M. Nr. Gemeinde. M. Nr. Gemeinde. M. Nr. Gemeinde. M. 1. Assenbeim 1834,00 16. Friedberg 6738,10 31. Maibach 156,30 45. Ober⸗Florstadt 383,50 60. Rodheim 3044,00 — 1. 05 1 6 Gambach 1686,20 32. Massenheim 582,10 46. Ober⸗Mörlen 2651,60 61. Rödgen 1 9. auernheim 350,40 18. Griedel 1239, 70 5. 85 47. Ober⸗Rosbach 1843,40 62. Schwalheim 875, 4. Beienheim 794,00 19. Groß ⸗Karben 1773,20 23. Welbach 1794%½0 48. Ober⸗Wöllstadt 1274,60 63. Södel 802,80 5. Bodenrod 137,10 20. Harheim 1045,30 34. Münster 236,20 49. Sckstadt 1971,50 64. Staden 755,60 6. Bönstadt 1112,50 21. Hausen 82,80 35. Münzenberg 1345,60 50. Oes 20,40 65. Stammheim 1293,90 7. Bruchenbrücken 1116,40 22. Heldenbergen 2048,30 36. Nieder⸗Erlenbach 1699,20 51. Okarben 1356,20 66. Steinfurth 1247,70 8. Büdes heim 1911,00 23. Hoch Weisel 590,10 37. Nieder-⸗Eschbach 1303,30 52. Oppershofen 1075,00 67. Straßheim 262,90 9. Burg⸗Gräfenrode 873,10 24. Holzhausen 1096,70 38. Nieder⸗Florstadt 1651,50 53. Ossenheim 963,30 68. Trais-Münzenberg 148,80 10. Butzbach 3546,20 25. Ilbenstadt 2138,00 39. Nieder-Mörlen 1187,00 54. Ostheim 987,90 69. Vilbel 3477,30 11. Dorheim 1333,50 26. Kaichen 1094,90 40. Nieder⸗Rosbach 1073,10 55. Petterweil 1289,80 70. Weckesheim 697,10 12. Dorn-Assenheim 827,40 27. Klein-Karben 1028,90 41. Nieder⸗Weisel 2463,20 56. Pohl⸗Göns 674,30 71. Wisselsheim 462,10 13. Dortelweil 110% 28. Kirch⸗Göns 835,70 42. Nieder⸗Wöllstadt 2397,30 57. Reichelsheim 1651,70 72. Wölfersheim 1609,90 14. Fauerbach b. Fr. 1199,50 29. Kloppenheim 8225 50 43. Ober. Erlenbach 1235,80 58. Rendel 1686,30 73. Wohnbach 1134,70 15. Fauerbach v. d. H. 747 90 30.Langenhain m. Ziegenberg 628, 30 44. Ober⸗ 8 1102,30 59. Rockenberg 1674,50 Bekanntmachung. Gemäß F. 18, pos. 7 der Control-Ordnung wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß beim diesjährigen Ersatzgeschäft nach— stehende Landwehrmänner auf Ansuchen hinter den letzten Jahrgang der Landwehr im Falle einer Mobilmachung bis zum nächsten Classifications— termin zurückgestellt worden sind: Carl Theobald Fritz von Harheim und Heinrich Friedrich Kost von Nieder-Wöllstadt. Friedberg den 12. Mai 1882. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatzcommission Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung, die Wahl von Mitgliedern des Kreistags durch 2 Höchstbesteuerten betreffend. Das Verzeichniß der nach Artikel 16, 17 und 18 des Gesetzes vom 12. Juni 1874, die innere Verwaltung und Vertretung der Kreise und Provinzen betreffend, zur Wahl von 7 Mitgliedern des Kreistags berechtigten 50 Höchstbesteuerten des Kreises wird nachstehend unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der darin mit dem niedrigsten Steuerbetrag Aufgenommene ein Communalsteuer-Kapital von 1097 fl. besitzt. Anträge auf Berichtigung dieses Verzeichnisses sind binnen einer unerstrecklichen Frist von 4 Wochen, vom Erscheinen der Bekanntmachung im Kreisblatte an gerechnet, bei Meidung des Ausschlusses bei dem Kreisausschusse des Kreises Friedberg anzubringen, gegen dessen Entscheidung die Berufung an den Provinzialausschuß innerhalb 10 Tagen offen steht. Friedberg den 13. Mai 1882. Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg. Dr. Braden. 1. Graf Solms-Rödelheim zu Assenheim. 18. Friedrich Wetz zu Münzenberg. 35. Katholische Pfarrei Heldenbergen. 2. Großherzoglicher Fiscus. 19. Konrad Heinrich Bausch zu Nieder-Wöllstadt. 36. Philipp Keller IV. zu Melbach. 3. Graf Leiningen⸗Westerburg zu Ilbenstadt. 20. Heinrich Weith IV. zu Nieder-Wöllstadt. 37. Sondershaus'sche Stift zu Fang a. M. J. Graf Walderdorf zu Molsberg. 21. Graf Solms-Wildenfels zu Muͤnzenberg. 38. Karl Friedrich Wilhelm Keller zu Ossenheim. 5. Freiherr Poe Franckenstein zu Ullstadt. 22. Wilhelm Keil zu Melbach. 39. Stadtkämmerei Frankfurt a. M. 6. Fürst Solms⸗Braunfels. 1 a 23. Freiherr von Wetzel. 40. Justizrath Dr. Geyger zu Assenheim. 7. Frau Gräfin Oriola zu Büdesheim. 24. Graf S 11 n ne e e n 8. Freiherr von Leonhardi zu Groß-Karben. 24. raf chönborn zu Heusenstamm. 4 Ludwig Konrad Theobal Wittwe zu Gießen. 9. Fürst von Bsenburg- Wächtersbach. 25. Ernst Windecker zu Friedberg. 42. Heinrich Fauerbach zu Nieder Woͤllstadt 10. Postmeister Bender zu Butzbach. 26. Georg Carl, Prinz von Hessen. 43. Heinrich Schudt zu Bruchenbrücken. 11. Graf Solms-Laubach. 27. Konrad Rupp zu Dortelweil. 44. Andreas Strobel zu Klein-Karben. 12. Gesammt-Familie von Löw. 28. Bierbrauer Melchior zu Butzbach. 45. Georg Kaspar Leopard zu Melbach. 13. Freiherr Bernhard von Stein zu Staden. 29. Johannes Mai II. Wittwe zu Staden. 46. Vereinigte Armenfonds zu Friedberg. 14. Fürst Solms“ Lich. 30. Georg Vorbach Wittwe zu Bockenheim. 47. Simon Bieber zu Nieder-Eschbach. 15. Nittmeister von Lersner— 31. Heinrich Bausch J. zu Nieder-Wöllstadt. 48. Hospital zum Heiligen Geist zu Frank— 16. Allgemeiner Allmosenkasten zu Frankfurt a. M. 32. Friedrich Karl Weith zu Nieder-Wöllstadt. furt a. M. 17. Rittmeister Freiherr von Nordeck zur Rabenau 33. Freiherr Victor von Rabenau. 49. Karl Martin Schudt zu Dorheim. Ehefrau zu Gießen. 34. Pfarrer Buff zu Nieder- Wöllstadt. 50. Wilhelm Schwenk III. zu Nieder-Eschbach. Betreffend: Die allgemeine Verufsstatistik am 5. Juni 1882. Friedberg am 13. Mai 1882. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und sämmtliche Schulvorstände des Kreises. Da bei früheren ähnlichen Gelegenheiten sic die Lehrer als Zähler bewährt haben, so empfehlen wir, hoheren Aufteggs zufolge, Ihnen, den Großherzoglichen Vürgermeistern, die Lehrer Ihrer Gemeinden, insoweit dies wünschenswerth erscheinen sollte, auch bei dem obengenannten Geschäfte als Zähler zuzuziehen. Sie, die Schulvorstände, wollen hiervon den Lehrern Mittheilung machen und deuselden anrathen, sich schon vorher mit allen hierbei in Betracht kommenden Bestimmungen genau bekannt zu machen. Wenn der Unte erricht in der Schule bezw. Schulklasse eines als Zaͤhler zugezogenen Lehrers am genannten Tage ausgesetzt werden müßte, so bedarf es hierwegen keiner besonderen berichtlichen Anzeige. J. V. d. K.: Küchler, Kreis⸗Assessor. 8. L U ö Bekann Betreffend: Zusammenlegung der Grundstücke zu Ilbenstadt. Von Dienstag den 16. laufenden Monats bis Dienstag den 30. laufenden Monats liegen die Arbeiten des I. Abschnittes 1. das topographische Güterverzeichniß, 2. das Verzeichniß über die Berechtigten, 3 die sub F. 29 pos. 1 der Instruction vom 7. November 1876 aufgeführten Gütergeschosse, 4. Das Verzeichniß der Werthserhöhungen, welche durch Auf— füllung mit Erde aus der Nidaregulirung entstanden sind, 5. die Bonitirungskarten, 6. Protokoll über die Bestimmung der Bonitätsklassen und deren Werthe, 7. das Verzeichniß über die Pachtverhältnisse, 8. das Verzeichniß über die Grundstücke, welche im Grundbuch tmachung. 9. der ortsgerichtliche Auszug aus dem Hypothekenbuch, 10. das Begutachtungsprotokoll des Gemeinderaths von Ilben— stadt vom 10. Mai 1882 zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeistereibureau zu Ilben— stadt offen. Reclamationen gegen die fraglichen Arbeiten sind im Termin Mittwoch den 31. laufenden Monats, Vormittags von 8 Uhr ab vorzubringen, andernfalls Einverständniß mit den Be— schlüssen der Commission angenommen wird und Reclamationen, die sich auf die offen gelegten Arbeiten beziehen, später nicht mehr zugelassen werden. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumniß der festgesetzten Reclamationsfrist ist nicht zulässig. Friedberg den 12. Mai 1882. mit einer Vermerkung versehen sind, Friedberg den 13. Mai 1882. Beschreibung: Statur: gesetzt. Kleidung: Anzug von dunkelem Stoff mit soger Größe: 1½ m. Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Schmiedgesellen Karl Werner von Baumgarten in Niederbaiern, ist, ist die Untersuchungshaft wegen schweren Dieb Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. seither in Friedberg, welcher flüchtig stahls verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das hiesige Gefängniß abzuliefern. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Haare: dunkel. Bart: keinen. danntem Sackrock. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Gesicht: voll. Sprache: schwäbischer Dialect. 1 Deutsches Reich. Darmstadt, 12. Mai. Zweite Kammer. Bezüglich der Position 1 und 2 der Tages— ordnung, weitere Recommunication der ersten Kammer bez. des Hauptvoranschlags und Re— communication der ersten Kammer bez. des Finanzgesetzes für die Etatsjahre 1882— 85, theilt der Präsident mit, daß die erste Kammer den Beschlüssen der zweiten Kammer mit Aus— nahme verschiedener Ersuchen beigetreten sei. Hierauf erfolgte in Erledigung der Tagesord— nung sub II 1—3 die Beantwortung der Inter— pellationen des Abg. Schröder, den Erlaß eines Wasserrechtsgesetzes betr.; der Abgg. v. Rabenau und Theobald, die Bildung der Amtsgerichts— bezirke betr., und der Abgg. v. Rabenau und Genossen, den Uebergang von Vicinalstraßen in das Eigenthum des Staats betr., seitens der Großh. Staatsregierung. Die Ausschußanträge über 1) die verschiedenen Eingaben wegen Er— i bauung von Secundärbahnen, 2) den Antrag 19 des Abg. Schröder, das Civildiener-Wittwen— 6 Institut betr., wurden hierauf einstimmig an— ö enommen. Der Gesetzentwurf, die Ausführung f Des deutschen Gerichtskostengesetzes und der deutschen Gebührenordnung für Gerichtsvoll— zieher und für Zeugen und Sachverständige betr., und der Gesetzentwurf über die Ausführung des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unter— drückung von Viehseuchen wurden den Anträgen des Ausschusses gemäß angenommen. Das Haus nahm hierauf einen Antrag des Abg. Schröder an, den Gesetzentwurf, die Gewann- und Par— zellenvermessung betr., sammt den darauf be— züglichen Anträgen des Abg. Heinzerling und des Abg. Baur, und den Antrag des Abg. v. Rabenau, die Landeskulturgesetzgebung im Großherzogthum betr., an den Ausschuß zurückzuverweisen. Schluß der diesmaligen Session. Berlin, 12. Mai. Reichstag. Tabak⸗ monopol. Windthorst: Meine politischen Freunde sind mit mir der Ansicht, daß man der Einführung des Monopols nicht zustimmen könne. Der Gegenstand der Vorlage ist von so schwerwiegendem Gewicht, daß eine Erörterung nach allen Seiten hin dringend nöthig ist und darum erachten wir eine Prüfung der Vorlage durch die Commission für nöthig. Die Nachtheile des Mono- pols überwiegen die Vortheile. Der Staats seeretär Scholz sagte zwar, wenn das Monopol dieser Regierung nicht, so werde es einer künftigen bewilligt werden müssen, das könnte so gedeutet werden, daß die Gegner des Monopols ein Mißtrauen gegen die jetzige Regierung oder gegen die verbündeten Regierungen haben. Diese Gegner aber haben in den letzten Jahren die wirthschaftliche Politik im Reiche mitgeschaffen, insbesondere das Centrum hat bisher diese Politik unterstücßt. Wir haben nun gewiß keine Aussicht, in ein Ministerium einzutreten, haben auch keine Ambition dieser Art und bewegen uns lieber im Freien. Aber das Centrum wird doch gegen das Monopol stimmen, eben aus wirthschaftlichen Gründen. Jedes Staatsmonopol hat an sich etwas Bedenkliches und wir sind ohnehin schon weit in der Monopolisirung drinnen. Wir haben Posten, Telegraphen, wie Eisen— bahnwesen monopolisirt; fügt man den Tabak hinzu, so ist der Umfang der Thätigkeit des Staates erschreckend. Verbindung von Tabakbau und Hausindustrie hat das Wenn es so fortgeht, wird der soeiale Staat bald fertig sein. Stauffenberg weist auf die Verbitterung hin, welche die öffieiöse Presse in der Vertheidigung des Monopols erzeugte. Er wolle nicht sagen, daß die Regierung verantwortlich dafür sei, aber verhindern könnte sie dies wohl. Man will ein Monopol machen, welches die Preise nicht erhöht, den heimischen Tabakbau befördert, die Hausindustrie erhält, und dennoch hohe Er⸗ trägnisse erzielen, dagegen sprechen alle Erfahrungen mit dem Monopol in Oesterreich und Frankreich. Redner bemängelt sodann mit Erfolg die Ertragsberechnungen. Das Hauptmoment gegen das Monopol liege in der Störung des Erwerbslebens der deutschen Nation. Eine verfehlte Tabaksteuer läßt sich rückgängig machen, wenn aber das Monopol fehlschlägt, läßt es sich nicht beseitigen. Mit dem Tabakmonopol werde die Axt an die Stabilität unserer wirthschaftlichen Verhältnisse gelegt. Er bitte um Ablehnung der Vorlage. Staatsseeretär Scholz empfiehlt eine eommissarische Prüfung; dort werden sich die Details erledigen lassen. Vollmer(Soclalist) tadelt das Vorhaben, die Tabakarbeiter ohne eine richtige Ent⸗ schädigung aus dem Beruf zu drängen und lehnt mit seinen Freunden die Vorlage ab. v. Arnswalde (Welfe) erklärt, daß er und seine Freunde sowohl gegen das Monopol als auch gegen eine Erhöhung der Tabak— steuer sind.— 13. Mai. Sander(Baden): Wer in der Tabakbranche orientirt ist, wird die Erhaltung des Consums bei Einführung des Monopols verneinen; man täuscht sich über die Aenderung des Eindrucks auf das Publikum. Redner geht des Näheren auf die Ziffern der Motive ein und führt den Nachweis, daß jede Vor⸗ aus berechnung unter der Annahme gesteigerten Consums auf sehr schwacher Basis steht. Die Tabakbauern werden auch keinen großen Gewinn haben. Redner geht dann auf die Arbeiterfrage über, bezweifelt die Richtigkeit dieser Zahlen und fragt, warum denn nicht die Resultate der Berufsstatistik, die am 5. Juni aufgenommen wird, abgewartet worden, dann hätte man genaue Zahlen über die in der Branche beschäftigten Arbeiter, anstatt der jetzigen willkürlichen Zahlen. Die Monopolverwaltung kann nicht decentralisiren, sie muß eentralisiren und darum wird die Hausindustrie zu Grunde gehen. Nachdem Redner noch die Vermehrung des Schmuggels besprochen und die diesbezüglichen Bestimmungen des§ 33 als Beför⸗ derung von Denunciationen bezeichnet hat, geht er auf die Entschädigungen über, die zu gering seien. Die Interessenten wollen keine Entschädigung, sondern Ruhe und Sicherheit ihres Betriebes. Der Schnaps⸗ und Eisen⸗Interessent soll vor dem Tabakinteressenten Nichts voraus haben. Die Vorlage ist unannehmbar. v. Wöll— rath: Was der Kanzler unternommen, führt er aus. Er sei nicht gegen eine Erhöhung der Branntweinsteuer, auch nicht gegen die Steuer auf Bier, obschon Letzteres gewiß eher ein Nahrungsmittel sei als Tabak. Der Letztere muß höhere Steuer liefern. Ist ein anderer Weg möglich, so verzichte ich auf das Monopol. Eine Fabrik— steuer würde nur die Kleinen ruintren. Redner geht spectell auf die württembergische Finanzlage ein und setzt sich mit Mayer des Weiteren auseinander. Dieser sei Mitglied der Finanzeommission und wisse sehr wohl, daß Württemberg vor einem Defieit stehe. Wir werden ohne Erhöhung des Tabakertrags nicht durchkommen. v. Göhler(eonservativ) spricht gegen das Monopol, weil dessen Einführung eine schwere soclale Schädigung wäre. Welchen Segen der Tabakbau gebracht, zeige eine Reise durch die Pfalz, wo Orte, vor Jahren blutarm, jetzt die blühendsten des deutschen Reichs seien. Die zu Wege gebracht. Wir wollen uns nach andern Mitteln umsehen, um dem Bedürfniß des Reichs zu genügen. Es können dies sein Branntweinsteuer.(Sehr wahr, links). Wenn Sie links das rufen, so nenne ich Ihnen Börsen⸗ steuer.(Sehr gut, rechts). So haben Sie Grundbesitz und Capital zugleich herangezogen. Das dritte würde eine Erhöhung der Tabaksteuer sein, der Tabak kann das Monopol. Der Reichstag beschloß sodann in/ nament⸗ licher Abstimmung mit 162 gegen 121 Stimmen die Ueberweisung des Tabakmonopol-Gesetzentwurfs an eine Commission von 28 Mitgliedern.— Heute ist dem Reichs⸗ tage der Gesetzentwurf, betreffend die Fürsorge für die Wittwen und Waisen von Beamten des Reichs heeres und der Marine, zugegangen. — 14. Mai. Eine von etwa 4000 Per⸗ sonen besuchte Arbeiterversammlung im Tivoli wurde auf Grund einer Rede Hasenclever's poli— zeilich aufgelöst. Auch Henrici und Frohme sprachen. Außerdem waren anwesend die socia⸗ listichen Abgeordneten Grillenberger und Kaiser. Die Versammlung ging ruhig auseinander. Karlsruhe, 12. Mai. Der Großherzog ist mit der Großherzogin heute hierher zuruͤck— gekehrt. Er fuhr vom Bahnhof im offenen Wagen nach dem Residenzschloß, durch freudigste Zurufe der dichtgedrängten Menschenmasse überall begrüßt. Sonntag wird die Abreise des groß⸗ herzoglichen Paares nach Badenweiler stattfinden. Der Aufenthalt daselbst dürfte sich je nach der Witterung bis Aufaug Juni erstrecken, worauf die Uebersiedelung nach der Mainau stattfindet. Im Hochsommer soll St. Moritz im Engadin zu mehrwöchentlicher Kur besucht werden. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 11. Mai. Das Abgeordnetenhaus hat in zweiter Lesung den Zolltarif sammt Einführungsgesetz angenommen. — 12. Mai. Das Haus nahm den Zolltarif in dritter Lesung und den Pacifications-Credit in zweiter und dritter Lesung an, nachdem der Antrag Wolfrum, den Credit durch die voll— ständige Veräußerung der Centralactiven zu be— decken, mit 167 gegen 111 Stimmen abgelehnt worden war. Das Haus genehmigte ferner die österreichisch-serbische Schifffahrts-Convention. — Die Vorbereitungen für die Rekrutirung in den occupirten Ländern sind vollendet. Die Assentirung in Bosnien ist auf den 24. Mai anberaumt. Pest, 12. Mai. Das Unterhaus nahm den ganzen Zolltarif an. Frankreich. Paris, 11. Mai. Wegen der heute eingetroffenen Nachrichten aus Egypten acceptirte Freycinet die Interpellation Villeneuve, aus deren Beantwortung besonders folgender Satz hervorzuheben ist: Wir marschiren nicht ohne Englaud in der egyptischen Frage. I 10. Mai. Der Senat trat gestern in die Specialdebatte über den Gesetzentwurf betr. die Reform der Strafprozeßordnung ein. Art. 11, nach welchem„außer im Falle der Ergreifung auf frischer That Niemand das Recht haben soll, für die Vollstreckung eines Haftbefehls in ein bewohntes Haus einzudringen“, wurde wegen des offenbaren Widerspruchs, der zwischen der Ergreifung auf frischer That und dem schon expedirten Haftbefehle liegt, mit 130 gegen noch diese Erhöhung vertragen. Abg. Barth ist gegen 98 Stimmen abgelehnt.— 11. Mai. Der 4 eigenthn Sena Spal sowie — lage erster von Dien das 0 Auflke Hlalle Nordu ebiete 1 Lon ben d diese? Trans ruͤstun Gewa und z Gesch! Abfah U Camp Mm aints lonie fährt Sche besch zu b. Aben eine e Feuer war richter Barry am P. auf f wurd trifft hielte keine! mit se (Irla Pächt sich d wund, Folge besond angebl schauu S. Ju 222 —— Senat genehmigte die Handels-Verträge mit Spanien, Portugal, Schweden und der Schweiz, sowie die Convention mit England. — 11. Mai. Die Kammer nahm die Vor— lage über die Ausweisung der Ausländer in erster Lesung an und verwies die Creditforderung von 3 Mill. fur die Organisation verschiedener Dienstzweige iu Tunis an eine Specialcommission. — Im„Journal de Bataille“ veröffentlicht das Exmitglied der Commune Lißgaray einen Artikel, worin er den Bericht eines amerikanischen Blattes als richtig bezeichnet, wonach die Er— mordung des Prinzen Louis Napoleon im Zulu— gebiete durch Emissäre französischer Flüchtlinge in London bewerkstelligt worden sei. Ein Schrei— ben des Herzogs von Bassano erklärt jedoch diese Mittheilung als absolut falsch und erfunden. 13. Mai. Ein Panzerschiff und ein Transportschiff in Toulon begannen die Aus— rüstung, um das gegenwärtig in den tunesischen Gewässern stationirte Geschwader zu verstärken und zu verproviantiren.— Das französische Geschwader im Piräus erhielt Befehl, sich zur Abfahrt nach Egypten beständig bereit zu halten. Großbritannien. London, 12. Mai— Campbell Baunermann ist zum Secretär der Admiralität, Courtney zum Seeretär des Schatz⸗ amts, Asheley zum Unterstaatssecretär der Co— lonien ernannt worden.—„Daily News“ er— fährt, daß der baldige Rücktritt Gladstone's als Schatzsecretär zu erwarten sei. — Der„Times“ zufolge hat die Regierung beschlossen, zwei Panzerschiffe nach Alexandrien zu beordern. — 13. Mai. Die Polizei entdeckte gestern Abend, an dem Gitter des Mausionshouse liegend, eine Schachtel mit brennenden Tuchlappen; das Feuer wurde sofort ausgelöscht. Die Schachtel war mit Spreugpulver gefüllt. Dublin, 11. Mai. Der irische Lord-Ober⸗ richter Morris promenirte mit dem Richter Barry am Sonnabend, zur Zeit des Mordes im Phönixpark, als ein roh aussehender Mann, auf sie zutretend, sagte:„Michael Morris, es wurden Cavendish und Bourke getödtet. Sie trifft nächstens dasselbe Loos!“ Die Richter hielten den Mann für betrunken und nahmen keine Notiz davon. Seitdem verließ aber Morris mit seiner Familie Irland.— Unweit Ballina (Irland) ist am Donnerstag Abend auf einen Pächter Namens Barrett geschossen worden, als sich derselbe in seine Wohnung begab; die Ver— wundungen sind tödtlich.— Parnell erbat sich in Folge erhaltener zahlreicher Drohbriefe in London besonderen polizeilichen Schutz.— Trotz des angeblichen Ausgleiches zwischen der Regierung und der Landliga, fahren die Mondscheinbanden in Irland fort, ihr heilloses Wesen zu treiben. Aus den Grafschaften Tyrone und Cork liegen Berichte über sehr bedenkliche Ausschreitungen dieser Apostel der„No Rent“-Agitation vor. Rumänien. Bukarest, 12. Mai. Der Senat setzte heute die Interpellation Gradisteanu, die Donaufrage betreffend, fort und nahm die einfache Tagesordnung an. Die Opposition lehnte es ab, trotz der wiederholten Aufforderung seitens Bratiano's und Statescu's, ihre An— schauungen in der Frage darzulegen. ö Serbien. Belgrad, 12. Mai. Serbien erklärt sich mit den Barreére'schen Vorschlägen, Hetreffend die Donaufrage, einverstanden. Bulgarien. Sofia. Anläßlich der Rück⸗ kunft des Fürsten von Bulgarien werden in Sofia große Ergebenheitsmanifestationen vor— bereitet. Nach aus Petersburg in Sofia ein— zelaufenen Meldungen beruhigte der Czar den Fürsten, daß er für keinerlei Versuche einer Verdächtigung des Fürsten zuganglich sei. Rußland. Petersburg. Der„Dzienik Poznanski“ veröffentlicht ein geheimes Schreiben bes Gouverneurs von Kiew, General Drentelen, en den Grafen Ignatieff, worin u. A. Mittel vorgeschlagen werden, durch welche die Polen und Juden im Gouvernement Kiew des Grund— Husarenregiment Nr. 13 und 14, das thüringische Ulanen— Aufführungen des„Rings des Nibelungen“ von Richard Wagner(„Rheingold“ Dienstag den 16. Mai,„Walküre“ Donnerstag den 18. Mal) ist gleichfalls die Einrichtung getroffen worden, daß Eintrrttskarten für beide Abende im Voraus zu haben sind. Vorstellungen ist auf halb 7 Vorsorge getroffen, daß auch die eine langere Spielzeit in Anspruch nehmende Aufführung der„Walküre“ kn app nach 10 Uhr zu Ende ist, so daß die Fremden aus der Nachbarschaft, die nach halb 11 Uhr abgehenden Züge noch mit Bequemlichkeit benützen können. Raub der Flammen geworden. der Brandstätte anwesend. den Brandplatz. fahr, da ein scharfer Wind Rauch und Flugfeuer weit in die Stadt hineintrieb. schnell am Platze, jedoch war jede Rettung unmöglich; Alles brannte nieder. Der Schaden ist materiell colossal, der an wissenschaftlichen Objeeten aber unersetzlich. Glück— licherweise sind Menschenleben nicht zu beklagen. Stadtbahnbogen, welche zur Aufnahme von sanitären Einrichtungen, Wagen de. bestimmt waren, sind fast gänz⸗ lich ausgebrannt. Regierung ausgestellten Zeichnungen, darunter diejenigen der königlichen Charité und der Stadt Aachen sind verbrannt. Plaidoyers der Vertheidiger und des Staatsanwaltes statt. schneller die Russificirung des Gouvernements durchzuführen. — Der Prozeß Koboseff alias Bogdanowitsch wird für Anfangs Juli beabsichtigt; 18 ange⸗ klagte Männer und 2 junge Damen bester Ge— sellschaft sind darin verwickelt. Seit Januar sollen über 1000 Verhaftungen von Nihilisten zweiten und dritten Grades stattgefunden haben. — 14. Mai. Die Kaiserliche Familie ist gestern von Gatschina nach Peterhof übergesiedelt. Egypten. Kairo, 12. Mai. Der Kammer— präsident und viele Notablen sind hier ange— kommen. Der Präsident erklärte angeblich, die Kammer werde sich nicht versammeln, außer wenn sie legal berufen werde. Die Notabeln waren fast einmüthig der Action des Cabinets abgeneigt. Falls die Türkei intervenirt, soll Arabi beabsichtigen, mit den Truppen in die Citadelle von Kairo sich zurückzuziehen und die angesehensten türkischen Paschas als Geiseln mitzunehmen. Der Generalstabschef Stone Pascha intervenirte. Tewfik verweigert jeden Verkehr mit den Ministern. Unter den Europäern herrscht lebhafte Beunruhigung; viele Familien verlassen Kairo.— 14. Mai. Nach heute stattgehabter Versammlung begaben sich der Präsident und der Ausschuß der Notabeln nach dem Palais Ismailia, um zu Gunsten des Ministeriums zu vermitteln. Der Khedive wies die Vermittelung zurück und erklärte, er verhandele nicht mir Rebellen. Aus Stadt und Land. Friedberg, 14. Mat. Gestern Abend 9 Uhr zog ein prachtvoll leuchtendes, grünglänzendes, feuersprühen— des Meteor von Südost nach Nordwest über unsere Stadt. b. Ilbenstadt, 14. Mai. An 800 Firmlingen wurde heute dahier von dem Bischof von Eichstett, Frei— herrn von Leonrod, das Sakrament der Firmung ausge⸗ spendet. Am Nachmittag hielt Domkapitular Moufang von Mainz die Festpredigt. Während des ganzen Tages war die geräumige Abteikirche von Tausenden von Gläu— bigen aus allen kath. Pfarreien der Wetterau bis in ihre letzten Räume besetzt. Darmstadt. Bei dem 11. Armee-Corps wird in diesem Jahre ein Cavalerie-Manöver bei Friedberg, Gießen, Marburg stattfinden. An demselben werden sich die 6 Reiter-Regimenter des 11. Armee-Corps: das rheinische Dragonerregiment Nr. 5, das J. und 2. hessische regiment Nr. 6 und das 1. und 2. Großh. hessische Dragonerregiment Nr. 23 und 24 im Divisionsverband betheiligen und wird denselben die in Fulda garnisontrende 1. reitende Batterie hessischen Feldartillerierregiments Nr. 11 beigegeben werden. Allerlei. Opernhaus. st. Frankfurt. Für die nächsten Die Anfangszeit für beide Uhr festgesetzt, doch ist Berlin, 13. Mai. Die Hygiene Ausstellung ist ein Der Kaiser war auf Hunderttausende umgaben Auch der Lehrter Bahnhof war in Ge— Feuerwehr und Militär waren Fünf Fast sämmtliche werthvollen, von der Wien, 13. Mai. Gestern und heute fanden die Die Urtheilsverkündigung findet Dienstag statt. vom 9. d. M. wurde Siegmund Pollack von Bekenheim wegen Beleidigung des Chr. Hoffmann 1. zu Schwal⸗ heim zu einer Geldstrafe von 30 M. und in die Kosten verurtheilt. erkannte 1) den Bernhard Buß von Gambach des Dieb— stahls für schuldig und verurtheilte denselben zu 1 Tag Gerichtssaal. Friedberg In der Sitzung Gr. Schöffengerichts Buß bach, 13. Mal. Das gestrige Schöffengericht igenthums enteignet werden sollen, um desto Gefängniß und zur Tragung der Kosten. Dörhöfer jun. von Münzenberg, angeklagt wegen Ruhe störung, wurde, unter Annahme von Milderungsgründen, zu 3 M. Strafe, event. 1 Tag Haft und zur Tragung der Kosten verurtheilt. Repertoir-⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Rheingold. geschlossen. Dienstag den 16. Mittwoch den 17. Donnerstag den 18. Walküre. Freitag den 19. geschlossen. Samstag den 20. Das Glöckchen des Eremiten. Hierauf: Zum ersten Male: Eine ungarische Hochzeit, Ballet in 1 Akt. Sonntag den 21. Carmen. Montag den 22. geschlossen. Dienstag den 23. Zum ersten Male: Antigone. Tra⸗ gödie von Sophokles. Musik von Mendelssohn. Schauspielh aus. Dienstag den 16. Zum ersten Male: Die Spatzen. Schwank in 4 Akten. Nach dem Französischen von Schönthan.(Wiesthaler, Herr Schweighofer von Wien als Gast.) Mittwoch den 17. Reif-Reiflingen. Donnerstag den 18. Außer Abon. Zum ersten Male wiederholt: Die Spatzen.(Wiesthaler: Herr Schweig⸗ hofer.) Freitag den 19. Faust. Samstag den 20. Vorletztes Gastspiel des Herrn Schweig⸗ hofer. Scheu vor dem Minister. Wiener G'schichten. Frühere Verhältnisse. Sonntag den 21. Letztes Gastspiel des Herrn Schweig⸗ hofer. Die Spatzen. Handel und Verkehr. Friedberg, 13. Mai. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00.— 1.15, Eier 1 St. 5, Pf., 2 St. 9 Pf. Gießen, 13. Mai. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.00— 1.05, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 9 Pf., Käse per St. 5—10 Pf., Tauben das Paar 60—80 Pf., Hühner per Stück M. 1.30— 1.50, Hahnen per Stück M. 1.10— 1.70, Enten per Stück M. 2—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 64—66 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—56 Pf., Kalb⸗ fleisch 44— 50 Pf., Schweinefleisch 62— 64 Pf., Hammel⸗ fleisch 60—66 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 3.00 3.80, Zwiebeln der Centner M. 17—18. 5 Frankfurt, 13. Mai. Marktpreise. Heu kostete je nach Qual. M. 3.50 4.50, Stroh M. 3—4. Eier das Hundert M. 4.80— 6. Butter im Detail 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10. Kartoffeln M. 4.80—7., Spargel das Pfd. 50— 60 Pf., Blumenkobl das Stück 30-50 Pf., sonstige Gemüse sehr billig. Ochsenfleisch 70 Pf., Kuh⸗ Rind⸗ und Farrenfleisch 45—55 Pf., Kalbfleisch 50 bis 60 Pf., Schweinefleisch 75— 80 Pf., Hammelfleisch 45 bis 65 Pf., 1 Hahn M. 1.50— 2.00, 1 Huhn M. 1.70 bis 2.30, Poularde M. 2.50—3, 1 Ente M. 3., 1 Taube 45— 50 Pf. Mainz, 12. Mai. Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 65., 2. Qual. M. 60., Kühe 1. Qual. M. 58. 2. Qual. M. 50— 54, Kälber das Pfd. 55— 60 Pf., Schweine das Pfd. 56-60 Pf. Bekanntmachung. Bei der Postagentur in Ober-Mörlen wird am 20. d. Mts. eine Telegraphen-Betriebsstelle mit be⸗ schränktem Tages dienst eröffnet werden. Darmstadt den 10. Mat 1882. Der kaiserliche Ober-Postdirektor Hagemann. Brodpreise vom 16. Mai bis 1. Juni. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. Mai bis 1. Juni. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Bad-Nauheim kostet Schweinefleisch das ½ Kilo 60 Pfennig. Pfennig ⸗Sparkasse. Summelstellen. Eiulagen.]“ Betrag. M. Pf. Uebertrag vom 6. Mai 31319, 17202 50 1. C. Bindernagel. 83 56 95 2. W. Bernbeck 176 961 60 3. Ph. Billau. 141 84 55 4. Th. Kranz. 11⁴ 65 70 5. H. Flaschenträger. 107 70 20 31937 17576 50 NB. Uebertrag Einleger 1102. Neue Einleger 9. Gesammt-Einleger 1111. Friedberg den 13. Mal 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß- und Credit-Verein, e. G. Briefbogen mit neuen Ansichten von Friedberg und Bad⸗Nauhelm 2) Jacob bei Cane Binder nagel in Friedberg. 2 ů 588 — 8 —ů— r— Vorschuß und Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Wir nehmen Kapitalien auf Zmonatliche Kündigung zu 4% Zinsen pr. Jahr. Genossenschaft.) 587 Braunkohlen⸗Verkauf. 1767 Montag den 15. Mai d. J. beginnt auf der Fürstl. Grube Dorn-Assenheim der Verkauf neugeformter Kohlenklötze und holziger Braunkohlen diesjähriger Förderung; die Preise sind die seitherigen. beginnt eine neue Creditperiode und es wird auf vorschriftsmäßige Bürgscheine, welche von April 1882 bis April 1883 zu lauten haben, Zahlungsfrist bis zum 1. Bürgscheine können ausgefahren werden. Grube Weckesheim den 11. Mai 1882. Gleichzeitig Juli 1883 gewährt. Die seit Januar d. J. eingelegten Die Fürstl. Bergverwaltung. L. A. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand⸗Handlung, mit festen und billigsten Preisen, empfiehlt ihr stes nur in zuverlässigen guten Qualitäten auf's Reichhaltigste ausgestattetes Lager. 131 Ackermann's bestes Schlüsselgarn(Nähfaden) Friedr. Ackermann, Heilbronn a. N.( billigst 1771 bei Bekanntmachung. 1769 Die noch rückständigen Steigerer der im Revier Wickstadt d. J. abgehaltenen Holzversteigerungen werden hiermit an die alsbaldige Abfuhr der gesteigerten Holz— sortimente erinnert, ansonst nach den Versteigerungs— bedingungen nach Ablauf einer Frist von 14 Tagen verfahren werden müßte. Assenheim den 12. Mai 1882. Gräflich Solms-Rödelheim'sche Rentkammer. 98e bili Verst 5130 Möbiliar⸗Versteigerung. 1761 Dienstag den 16. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, lassen die Erben der verstorbenen Frau Friedmann Wittwe in der Behausung des Herrn Lang neben Herrn Cigarrenhändler Oppenheimer folgende Gegenstände versteigern: 2 Sopha, 2 runde Tische, Stühle, 1 Kleiderschrank, 2 eckige Tische, 3 Bettladen mit Sprungfeder⸗ matratzen, 1 Waschtisch, 2 Nachttischchen, 1 Sessel, 2 Nachtstühle, Spiegel, Bilder, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, Wasserbänke, Schüsselbänke, Eimer, sowie sämmtliches Küchengeschirr und Haushaltungs— gegenstände. Friedberg den 12. Mai 1882. In Auftrag: Jos. Butzbach, Auktionator. Hausverkauf in Bessungen(Vorstadt von Darmstadt), nahe an 8000 Seelen. Ein kinderloses Ehepaar verkauft ein gut rentirendes Geschäftshaus mit Metzgerei⸗Einrichtung in bester Lage; auch für einen geschickten Ellenwaaren-Händler(Israel.) kann ein zweiter Laden eingerichtet werden. Noch kein Tuch⸗ und Leinen⸗Geschäft am Platze. 1691 Nähres bei der Exped. d. Anz. Aechter 99 Hedicinal-Tockayerwein Hof-Ungarwein- Handlung Rudolf Fuchs, PES J. HAMBURG. WIEN. Dieser Wein, dessen Reinheit und Vorzüg- liebkeit durch zahlreiche Analysen bewiesen ist, F ist in Folge seiner grossen Milde und seines geringen Alkohol- Gehalts als ein wirksames Stärkungsmittel für Kranke, Reconvalescirende, F Frauen und Kinder bestens zu empfehlen. Detail- Verkauf in Originalffaschen à M. 3.—, M. 1.50 und 75 Pf. in den Apotheken Friedberg's. Unterzeichnete 3 empfehle lch Kleidermachen in und außer dem Hause. Aufträge wolle man gefälligst bei Herrn Peter Tönges, Haagkstr. Nr. 504, abgeben. 1 Mathilde Frank. 2 freundliche möblirte Zimmer auf der Kaiserstraße sind sogleich einzeln oder zusammen zu vermiethen. Näheres bei der Exp. d. Anz. 1744 Ein braves Dienstmädchen zum 1. Juni gesucht bei 1784 U 2„ 7 72 Geschäfts⸗ Eröffnung — 2 und Empfehlung. Einem verehrlichen Publikum von Friedberg und Umgegend zeige hiermit ergebenst an, daß ich heute im Hause des Herrn Hecht, vis-B-vis der Reichskrone, eine Conditorei eröffnet habe. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, allen an mich Genüge zu leisten. Indem ich höflichst um Besuch meines Lokals bitte, zeichne mit aller Friedberg. Hochachtung A. Diehl, Conditor. Tüchtige und solide genten werden für den Vertrieb von Prämienloosen, ver- bunden mit Assekuranz unter vortheilhaften Be- dingungen angestellt. Offerten an Grünwald, Salz⸗ berger& Co., Bank- und Effeeten-Geschäft in Cöln 1768 am Rhein.(Act. 68/5.) Strohhüte 1653 alle Sorten Sonn ck Regenschirme, Handschuhe, Hemden, scragen, Manschetten, Taschentücher, Hosenträger, Unter jacken, Unter hosen, Socken und Strümpfe, Halsbinden, Shlips dc. stets zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Ein Mädchen (am liebsten Waise) im Alter von 14 bis 16 Jahren wird für leichte Arbeit zur Stütze der Hausfrau gesucht. Franko⸗Offerten unter B. 100 postlagernd Offenbach am Main erbeten. 1690 Ein Flug Tauben (reine Schneebläß) sind preiswerth abzugeben. Wo? sagt die Exped. d. nz.. Ein füchtiges, in jeder Hausarbeit 1777 biwandertes Mädche sucht für die Badezeit Stelle in Bad⸗Nauheim. Eintritt Anfang Juni. Näheres bei der Exped. d. Anz. Ein schwarzer Hund ist zugelaufen und kann derselbe gegen Erstattung des Futtergeldes und der Inseratgebühren in Empfang ge— nommen werden. 1781 Weckes heim. stonr. Wilh. Hilger. SOhrensfausen. Mittel dagegen 2 Mark sendet(10093.) gestellten Forderungen Rosa Kahn, Noé Strauss, Verlobte. 1788 Mainz. Friedberg. Volksbildungs- Verein. Das Lesezimmer ist täglich von 11 Uhr Vormittags bis Abends 10 Uhr für Jedermann geöffnet. Die Ausgabe bon Büchern aus der Bibliothek findet jeden Mittwoch, Nachmittags von 1½ bis 2 Uhr statt. Auch Nichtmitglieder können auf Namen von Mit⸗ gliedern Bücher erhalten. Aufträge können täglich im Lesezimmer abgegeben werden. 1773 Caunusclub Wetterau. Donnerstag den 18. Mai(Himmelfahrttag) Nach- mittags Waldausflug auf den Franckenstein'schen Tempel. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. 1782 Der Vorstand. 2.* Selzerbrunnen. Mittwoch den 24. d. Mts., an den israelitischen Pfingstfeiertagen: Harmonie⸗ und Tanzmusik, wozu freundlichst einladet P. Weitzel Wittwe. 8. Einlad 1 inladung. Auf Himmelfahrttag, den 18. Mai d. J., Waldfest in der kleinen Diebseich(sogenannte Konradsruh), wozu freundlichst einladet Burg⸗Gräfenrode den 12. Mai 1882. Konrad Trabant Wittwe. Mittwoch den 24. l. Mts. findet bei mir Ball für Israeliten statt, wozu ich ergebenst einlade. 1 Altenstadt, 14. Mai 1882. 1780 H. Holzapfel. Nestauration am Bahn⸗ hof Assenheim. Eröffnung der Gartenwirthschaft Donnerstag 0 Mai(Himmelfahrttag). s ladet ergebenst ein 1779 Gecog Ewald III. Meine Aussage gegen Karl Musch von Stammheim nehme ich hiermit als unwahr zurück. Stammheim. Karl Seitz, Metzger. 1774 Eine Grube Mist* hat zu verkaufen Johannes Thomas. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vor räthig: Freut Euch des Lebens. Taschen⸗Liederbuch für das deutsche Volk. Eine ausgewählte Sammlung der beliebtesten und bekanntesten Volks⸗, Studenten-, Jäger-, Soldaten⸗, Liebes-, Trink-, Wander-, Opern- und Gesellschaftslieder. Neununddreißigste vermehrte und verbesserte Auflage. Preis: 1 Mark. Corsetten e en Geld⸗ Cours. Frankfurt am 13. Mai 1882. 20 ⸗Frankenstücke.. M. 16 22—25 do. in /2„ 16 19—23. Preisen bei K. Friedrich.. Englische Sovereigns.„ 200 0 e Imperiales. 1 Uegten 1 9 53—58 „ al mareo. 5 9 60—65 Dollars in Gold. 12 5 42024 Ale Freunden und Bekannten die Mittheilung, daß unser Onkel und Bruder Martin Becker heute Morgen sanft entschlafen ist. Friedberg, 13. Mai 1882. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr vom Hospital aus statt. Besondere Ein— ladung erfolgt nicht. 1776 Bad⸗Nauheim. Wilh. Hanstein, Metzger. Apoth. Dr. Werner, 1771 Endersbach, Württemberg. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 N Ole ein Annor findet jedes. Fried daht unte pflic Sie daß säm Elsa