1882. FJDiansag den 15. Juli. N Sberhessischer Anzeiger. (in, Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeb Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, reitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag and Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bet Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen— U Amtlicher Theil. 9 nn Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrafen von der J. und 5. Periode 1884/82. Friedberg den 13. Juli 1882. Jücgenben Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. ae Cutie l Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden von der 3. und 5. Periode von 1881/82 zukommenden Forststrafen Derbe resp. Antheile an Holzwerth und Schadensersatz unter dem Auftrage mit, Einnahmedecretur zu ertheilen und für ordnungsmäßige Controlirung zu sorgen. — Dr. Braden. f Von der 3. Periode: Reichelsheim 60 Pf.— Von der 5. Periode: Bönstadt 95 Pf., Burg⸗Gräfenrode 1 M. 23 Pf., Butzbach 42 Pf., Griedel(Mark) 1 M. 2 Pf., Groß⸗Karben 8 M. 75 Pf., Holzhausen 1 M. 57 Pf., Kirch⸗Göns 1 M. 89 Pf., Klein-Karben 1 M. 89 Pf., Langenhain 1 M. 90 Pf., Maibach 10 Pf., Nieder-Erlenbach 1 3 M. 26 Pf., Nieder⸗Florstadt 11 M. 47 Pf., Nieder⸗Mörlen 36 Pf., Nieder⸗Weisel 1 M. 22 Pf., Ober⸗Mörlen 2 M. 58 Pf., Ober⸗Rosbach 4 M. 54 Pf., Petterweil 1 52 Pf., Pohl⸗Göns 52 Pf., Södel 1 M. 26 Pf., Stammheim 1 M. 50 Pf., Trais-Münzenberg 1 M. 37 Pf., Vilbel 27 M. 36 Pf. Betreffend: Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung, hier insbesondere die Beschaffenheit der zur i 5. 2 Erlangung der baupolizeilichen Genehmigung einzureichenden Pläne. Friedberg den 12. Juli 1882. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. ˖ Wir müssen fortgesetzt die Wahrnehmung machen, daß noch immer gegen die Vorschriften der Bauordnung und der Ausführungsver— ordnung vom 1. Februar d. J. verstoßen wird und sehen uns deßhalb, unter Hinweis auf unsere Ausschreiben in Nr. 53, 54 des Oberhessischen l Anzeigers vom 6. und 9. Mai dieses Jahres, veranlaßt, Ihnen dringend anzuempfehlen, ganz besonders darauf zu achten, daß die 1 1 Ober behufs Erlangung der baupolizeilichen Genehmigung nach Artikel 66 der Bauordnung einzureichenden Pläne, den Vorschriften dieses Artikels, sowie den Bestimmungen des§. 85 der Ausführungs verordnung entsprechen und daß namentlich die Baurisse von dem Bau— herrn und dem Techniker, von welchem sie herrühren, unter Angabe des Datums unterzeichnet sind. e e eee Betreffend: Den Verkauf von Geheimmitteln. Friedberg den 13. Juli 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg un die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliches Polizeicommissariat Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Es ist zu unserer Kenntniß gebracht worden, daß im Großherzogthum durch Agenten und Verkäufer eine Brochüre verbreitet wird, welche unter dem Titel„Dr. Airy's Naturheilmethode“ folgende Zubereitungen 1) Pain-Expeller, 2) Sasaparillian, 3) Airy's Pillen(Calminy— und Regulating⸗Pillen) zu Heilzwecken gegen alle möglichen Krankheiten empfiehlt. Die Zusammensetzung dieser Zubereitungen ist nicht angegeben, es enthalten dieselben aber Stoffe, welche bei gewissen Krankheitszuständen geradezu gesundheitsschädlich und verderblich zu wirken im Stande ö sind; zudem läuft der Vertrieb dieser Geheimmittel zu unverhältnißmäßig hohen Preisen auf eine Ausbeutung des unkundigen Publikums hinaus. ö 6. b. b.. Unter dem Anfügen, daß die Zubereitung, das Feilhalten, Verkaufen oder sonstige Abgeben dieser Arzneimischungen an Andere ö f nach§. 367 Ziffer 3 des Reichsstrafgesetzbuchs und Artikel 342 des Polizeistrafgesetzes, und zwar— da es sich um medicinische Geheimmittel machen handelt— Jedermann, auch den Apothekern, bei Strafe verboten ist, beauftragen wir Sie, dieser Sache Ihre volle Aufmerksamkeit g zuzuwenden und jede diesbezügliche Verfehlung unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Dr. Braden. lischen Hof, Main. achlbrannigtil b Einladung. 1 Zu der zweiten Bezirksconferenz der Lehrer des Kreises Friedberg werden hiermit eingeladen: a. die Herren Lehrer des Bezirks Friedberg auf Dienstag den 18. Juli laufenden Jahres, r b die Herren Lehrer des Bezirks Butzbach auf Mittwoch den 19. Juli laufenden Jahres, 10. 30 Pi. c. die Herren Lehrer des Bezirks Vilbel auf Samstag den 22. Juli laufenden Jahres. n Fertsch. N Die Versammlungen finden in den bekannten Localen statt, mit Beginn um 10 Uhr. In Friedberg und Butzbach gehen an denselben 20„ won 9 bis 10 Uhr in den Stadtschulen Probelectionen voraus. Die Herren Vorsitzenden im Schulvorstande und Großherzoglichen Buͤrger— liger de f meister ersuche ich ergebenst um Mittheilung dieser Einladung an die Lehrer. 1 * 1* Friedberg den 12. Juli 1882. Schmidt, Kreis-Schulinspector. ö 5—* 14 r r 8 Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des§. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Wilhelm Walter aus Ohren, Unter⸗ fl lahnkreis; Friedrich Karl Besikh aus Kenneberg, Kreis Wittenberg; Paul Wiesner aus Potsdam; Stephan Dürschmidt aus Vordamm, Kreis * Ii Friedeberg, Regierungsbezirk Frankfurt a. d. O.; Hermann Ingelt, Schlossergeselle aus Eibenstock, Königreich Sachsen; Eduard Louis Franke zu, Nthell, nus Kohren, Sachsen.— Wegen Bettels bestraft: August Albert Stöcker aus Essen a. d. Ruhr; Karl Friedrich Christoph Robert Hadrian aus Habril. Heringen; Karl Friedrich Heinrich August Otto aus Holzminden, Verwaltungsbezirk Holzminden, in Preußen; Karl Ulrich aus Silzhausen, a SGroßherzogthum Oldenburg; Rebecka Haas aus Gelnhausen, Kreis Hanau; Karl Rudolf Schoppmaun aus Elberfeld; Georg Röpke aus Hanover; — Richard Heerbrand aus Neustadt a. d. O.; Eduard Louis Franke aus Kohren, in Sachsen; Franz Philipp Ludwig Pluwatz aus Potsdam. l,—— * 155 1 5 8 Auszug aus der von Großh. Ober⸗Rechnungskammer abgeschlossenen Rechnung der Provinzialkasse der Provinz Oberhessen für 1880. ö Abschluß. de. Lutze, un Nubr.⸗Nr. Einnahmen. M. Nubr. Nr. Ausgabe. M. Gesammtsumme der e„ 411358 (er ela) Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren. 279.87 14) Besoldungen.. 1100.— Gesammtsumme der Ausgabe.... 2913.36 1 zertsch.) Aufstande. 13.50) Diäten and Gebühren::... 444.93 baligen diele K 120008 bels J Bellräge der Krels e. 3010.40 16) Votenlohn und Verkündigungskosten:. 141.9 1 ißt Re 1200.02 rn 200.— 17) Fur Bureaugegenstände und Geräthschaften 190.66 welcher besteht a. in liquidirten Ausständen. 85.35 4 0 Prozeßkoste n. 518.3119) Feuerversicherungs-Prämie. 1 20.80 b. in Vorlagen 632.83 pre dig 4 Summe der Einnahme 4118.8 Summe der Ausgabe 2918.36 eee— 10 gleiche Summe wie oben 1200. n Gießen den 1. Mai 1881. Der Rechner der Provinzlalkasse Oberhessen. 1 Grüneberg. 9 vldirt e daß sich für den v enden Abschluß eine Veränderung ergeben hat. Bara te 1 5 1852. 1555 a Großherzogliche Ober-Rechnungskammer. 1 n Hahn. e äßhei. inzial⸗O ird der vorstehende Aus ur öffentlichen Kenntniß gebracht. 1 Artikel 93 beziehungsweise 43 der Kreis- und Provinzial-Ordnung wir r vorstehende Auszug z 9 10 e. 10 den 85 3914862 Der Vorsitzende des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen. Dr. Boekmann. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 13 enthält die Verordnung, die Dienst- und Ge— schäftsverhältnisse der Gerichtskosten-Revisoren betreffend. — Der Lehrer an der höheren Mädchen— schule zu Darmstadt, Dr. Mensch, wurde zum Lehrer an der Realschule zu Gießen und der Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen, Dr. Schä— del, zum Lehrer an der höheren Mädchenschule und an dem Lehrerinnen-Seminar zu Darm— stadt, der Gerichtsschreiber Lohnes in Wald— Michelbach zum Gerichtsschreiber in Langen und der Gerichtsschreiber-Asp. Müßig aus Dorndiel zum Gerichtsschreiber in Wald-Michelbach er— nannt. Der Gerichtsvollzieher Carnier zu Höchst wurde auf Nachsuchen entlassen und zum Hilfs— gerichtsschreiber in Langen bestellt. Dem Post— direktor Seitz in Lauterbach wurde das Ritter— kreuz 1. Kl. des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen verliehen. — Militärdienstnachricht. Frhr. v. Gem— mingen-Hornberg, Major vom Gr. General— stabe, wurde zum Generalstabe des IV. Armee— corps versetzt. Mainz, 11. Juli. Der päpstliche Prälat Spolverini war gestern wiederum in Mainz und zwar in Begleitung seines Secretärs. Freiburg, 12. Juli. Erzbischof Dr. Orb in wurde heute durch den Bischof Hefele von Rotten— burg consecrirt und inthronisirt. Als Assistenten fungirten die Bischöfe von Fulda und Straßburg. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Officiös wird von hier versichert, die Mächte seien einig darüber, das Bombardement als einen durch die locale Situation provocirten Zwischenfall zu betrachten. Die Conferenz durfte demnächst wieder ihre Berathungen aufnehmen, um die beschlossene Collectiveinladung an die Pforte zu richten. Prag. Der Nachlaß der Fürstin von Hanau beträgt 7½ Million Mark, das hiesige Palais und reiche Kleinodien. Erben sind gleichmäßig sämmtliche Kinder bis auf eines, das laut Codicill von 1881 nur den gesetzlichen Pflichttheil erhält. Das ursprüngliche Testament datirt von 1868. Frankreich. Paris, 11. Juli. Fast alle Mitglieder der Commission der Creditvorlage sind für Bewilligung, verlangen aber weitere Erklärungen der Regierung. Ferdinand Lesseps geht morgen nach Egypten. Von guter Seite verlautet, daß, falls englische Truppen in Alexan— drien landen, Frankreich sofort Port Said als Faustpfand besetzen werde. Hält aber England strikte Wort, so hofft man von dem Zwischenfall keine weiteren Verwickelungen. Cherbourg, 13. Juli. Die Rüstungen werden eifrigst fortgesetzt. Tag und Nacht wird im Arsenal gearbeitet. Sämmtliche Kriegsschiffe werden armirt.„Reine blanche,“„Flandre,“ „Gauloise“ und„Infernet“ sind bereits seebereit. Großbritannien. London, 11. Juli. Das Oberhaus nahm die Zwangsbill debatten— und abstimmungslos definitiv nach den Beschlüssen des Unterhauses an. — 12. Juli. Es wurden zwischen dem Ministerium und den Vertretern der übrigen Mächte beruhigende Erklärungen ausgetauscht. In den Besprechungen Granvilles mit den Ver— tretern der Mächte constatirte derselbe, daß Eng— land nach wie vor sich auf dem Boden des ge— meinsamen europäischen Einverständnisses stehend betrachte. — 13. Juli. Ein Protest gegen das dies— seitige Vorgehen in Alexandrien ist bisher von keiner Seite eingelaufen. Auch die türkische Kundgebung trägt nicht den Charakter eines Protestes. England ist bereit, den Beistand irgend einer Macht zur Durchführung einer eventuellen Intervention zu acceptiren; es würde insbesondere die Mitwirkung Italiens willkommen heißen. Es wäre überhaupt wünschenswerth, daß die europäische Intervention von mehr als zwei Mächten, oder gar nur von einer Macht, unter— nommen werde. Der Herzog von Connaught bot freiwillig seine Dienste für die egyptische Expedition an; derselbe erhält wahrscheinlich das Commando einer Brigade. Italien. Rom, 12. Juli. Ungeachtet aller Abneigung gegen eine Action werden seit einigen Tagen Vorbereitungen für den Fall getroffen, daß eine active Mitwirkung Italiens durch Con- ferenzbeschluß gewünscht werden sollte. Es wird geglaubt, daß Frankreich ein separates Abkommen mit Egypten, beziehungsweise mit der Pforte suche. — 13. Juli. Die militärischen Vorbereit— ungen werden beschleunigt. Man fürchtet be— sonders wegen der auf englische Anordnung erfolgten Sperrung des Suezcanals weitere Verwickelungen. Neapel, 12. Juli. Nach dem Pungolo wurde der hiesige Militär-Commandant angewiesen, 10,000 Mann zur Einschiffung nach Egypten bereit zu halten. Türkei. Constantinopel, 13. Juli. In den Pfortenkreisen bezeichnet man das Vorgehen Euglands als ein völkerrechtswidriges und hält den offenen Bruch zwischen England und der Türkei für unvermeidlich, deshalb aber auch jede sich noch an die Möglichkeit einer Fortsetzung der Conferenzberathungen knüpfende Combination für illusorisch. Der Wiederzusammentritt der Conferenz wird spätestens übermorgen erwartet. Rußland. Petersburg. Ein kaiserlicher Ukas an den Senat entlastet den Minister des Innern theilweise von seinen Verpflichtungen. Der Minister bleibt fortan nur Oberbefehls— haber des Gendarmeriecorps, dessen Commandeur ein mit den Rechten des Truppencommandeurs eines Militärbezirks ausgestatteter Ministerge— hilfe wird. — Die Maßnahmen behufs Beschränkung der Arbeitszeit für Kinder in Fabriken, sowie für die Gewährung der Möglichkeit eines ge— regelten Schulbesuchs derselben hat die aller— höchste Sanction erhalten. — Die Reichseinnahmen betrageu bis zum 1. Mai c. 196/ é Million, 8/0 Million mehr als im Vorjahre.— Alle vor dem 1. Juli eingeführten, bis jetzt aber noch nicht bereinigten Waaren, unterliegen der Verzollung nach dem neuen Tarif. Egypten. Alexandrien, 12. Juli. Die Admiralität sandte an die Commandauten der englischen Kanonenboote im Suezcanal Justrue— tionen, wonach der Durchfahrt der Schiffe durch den Suezcanal kein Hinderniß in den Weg ge— legt werden soll, vorausgesetzt, daß die Schiffs— führer im Voraus darauf aufmerksam gemacht werden, daß sie auf eigene Gefahr die Durch— fahrt unternehmen. — 12. Juli. Die egyptischen Minister kannten das Ultimatum Seymour's gestern Abend noch nicht, da Arabi Pascha dasselbe unter— schlagen. Arabi confiscirte die Casse des Direk— tors der Zölle, als dieser Alexandrien verließ, mit dem Bemerken, er mache von dem Kriegs— rechte Gebrauch.— Um vier Uhr gestern Nach— mittag traten Monarch und Penelope in den inneren Hafen ein, dessen Forts heute beschossen werden. Die Forts an der Seeseite sind alle vernichtet, ebenso die Kanonen darin demontirt. Um 1 Uhr gestern Mittag landete ein Deta— chemeynt am Fort Meks und sprengte dasselbe, welches vorher tapfer vertheidigt worden war, mit Schießbaumwolle in die Luft. Die vier letzten Kanonen des Forts waren ausgezeichnet bedient. Der Admiral hatte Temeraire und Monarch zu Hilfe rufen müssen, welche um Mittag eingriffen. Inflexible hat schwer im Kampfe gelitten, hat sich aber brav gehalten. An Bord des Kanonenbootes Condor, von Lord Beresford befehligt, erfolgte eine Explosion. Dasselbe zeichnete sich im ungleichen Kampfe gegen Fort Marabout vortheilhaft aus, dem gegenüber es erst allein engagirt war. Dann brachten andere Schiffe Hilfe. Der Superb hat zwei Löcher, der Invincible sechs, der Monarch ist unversehrt, weil er mit vollem Dampfe fahrend, das Gefecht führte. Der Ge— und 27 Verwundete. Hätten die Egypter Spr geschosse statt Vollkugeln gehabt, so wäre d Verlust viel bedeutender. Der Verlust der Egypter ist groß, aber ziffermäßig nicht be— kannt, auch, was in der Stadt vorgeht, nicht zu erfahren. Pharos ist großentheils zertrümmert. endetem Kriegsrath begann heute morgen ein erneutes Bombardement. In den nur beschädigten Batterien der Egypter war Nachts lebhaft ge— arbeitet worden. Der Inflexible und Temeraire griffen an. teten großes Unheil auf den neu aufgeworfenen Befestigungen an. ein Dampfer, welcher die weiße Fahne aufge⸗ hißt hatte, auf die Flotte zu. Es wurde der Aviso Bittern in den Hafen geschickt um nach dem Grund zu forschen— Pascha, der Commandant von Alexandrien, mit dem Admiral Seymour zu unterhandeln wünsche. Die Friedens unterhandlung war jedoch frucht— los. Sie erwies sich als ein egyptisches Manöver, dazu bestimmt, Zeit zu gewinnen. Es war Truppenabzug mit militärischen Ehren gegen die Uebergabe der Forts ausbedungen, allein Jouela wies dies zurück. Die weiteren Opera— tionen wurden durch schweren Seegang ver— hindert und man mußte lange auf Eintreten einer ruhigeren See warten. Es wurde dann noch das Hospitalfort, worin Arabi Pascha und sein Stab gesehen wurden, zerstört. Der mitt— lere und europäische Theil der Stadt brennen und sind unrettbar verloren. Die Eingeborenen flüchteten nach dem Canal. Die egyptischen Truppen sind außerhalb der Stadt um Mohu— rum-Bey versammelt. Um zehn Uhr feuerte Invincible 2 Schüsse auf die äußere Stadt, wahrscheinlich auf die sich zuruͤckziehenden Truppen. — 13. Juli. Die Feuersbrünste nahmen uͤber Nacht große Verhältnisse an; man versichert, die Stadt sei von den Einwohnern verlassen und den Arabern, den niederen Volksklassen und den Beduinen zur Plünderung preisgegeben. Heute Morgen um 8 Uhr landete eine Ab— theilung Marinesoldaten zur Recognoscirung; dieselbe fand die Stadt von Truppen und Ein— wohnern verlassen. Arabi hat sich wahrschein— lich hinter der Stadt concentrirt. Alexandria steht in vollen Flammen. Ein größere Truppen— macht wird unmittelbar landen. Der Admira— lität ist Nichts bekannt, wo der Khedive sich befindet; man vermuthet, er sei noch im Ram— lehpalast, wo eine türkische Nacht ankert. Die egyptische Armee ist auf dem Rückzuge in's Innere in vollständige Demoralisation gerathen. Die Sträflinge wurden entlassen und zündeten die Stadt an. Hundert Europäer, die noch in der Stadt waren und welche sich in hartem Kampfe den Weg nach dem Strande bahnten, sind von den Flottenschiffen aufgenommen worden. Suez, 12. Juli. Der„European“ mit dem englischen Consul am Bord kam von der Flotte herab, der Consul ging an Bord eines Kanonen— bootes. Seit 48 Stunden hat kein Schiff den Canal passirt. Aus Stadt und Land. Friedberg, 14. Juli. Das gestern Abend im Hotel Trapp zu Ehren des von hier nach Gießen über— siedelnden Rechtsanwalts Curtman veranstaltete Abschieds— essen war von 60 Personen von hier und auswärts besucht. Die dabei gehaltenen Reden und Toaste zeigten so recht, wie hoch alle Diejenigen den Scheidenden ver— ehren, die ihm während seines 44jährigen Aufenthaltes in unserer Stadt in irgend einer Weise näher getreten sind. l. Bad Nauheim. Bei dem am 9. Juli l. J. zu Herborn abgehaltenen Preisturnen des Gaues Hessen wurden sämmtliche dorthin abgesandten Preisturner von hier, nämlich: Josef Brand, Jacob Fleischhauer, Bernhard Stoll, Wilhelm Bieler und Carl Plock, trotz starker Concurrenz mit Preisen bedacht. Es ist dies wiederum ein Beweis, welch' turnerische Kräfte unser schwacher Verein birgt und um so mehr zu bedauern, daß in unserer Stadt im Allgemeinen so wenig Interesse für die schöne Sache der Turnerei gezeigt wird. Volksbad. sammtverlust der Engländer beträgt 5 Todte Wasserwärme der Usa am 14. Juli: 170 Reaumur. Walter. Dem Commandanten des Bittern wurde mitgetheilt, daß Jouela Gleich die ersten drei Schüsse rich- Nachmittags 1 Uhr steuerte Der Palast des Khedive hinter Nach be⸗ 4 sia 3 222 2 DNagz= 2 W N n e 8 237 8 + LI Ai N W N Ie 8 N N 1 9 nihß 2 das 6 W 94 —— 2* num W te 55 A Ae ec eee une ee ene 5 0 3 Rus N 4 2 — — 3. — Aus zug 4. Juli. 85. Sohn. 5. Juli. Katharina Stein, 16 Jahr alt. * 10418 2. i u; 7.„ Dem Schreiner Georg Ruppel 1 Sohn. O.„ Heinrich Reinhard, Söhnchen des Handarbeiters aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. 10.„ Dem Handarbeiter Joh. Reinhard 1 Sohn.. Joß ane 27555 7 Sun Alk 8 Getraut: Hestorbeni 7 8 2 5 7 9. Juli. Schneider Wilhelm Weber von Eichelsachsen] 2. Juni. Heinrich Schmidt, Dienstknecht, 32 Jahr alt. Kirchliche Anzeigen für Friedberg mit Maria Scheig von Storndorf. 8.„ Johanna Margaretha Strauch, Töchterchen Ebangelische Gemeinde. Geboren: des Maschinenw. Rud. Strauch, 8 Monat alt. 6. Sonntag nach Trinitatis. 7. Juni. Dem Handschuhfabrikant Richard Oscar Sel⸗ 9, Mayer Joseph Hirsch, Kaufmann, 83 Jahr alt. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. mar Deicke 1 Tochter. 10.„ Gust. Gottfr. Joh. Haustädt, Kaufm., 51 J. alt. Gottesdienst in der Stadtkirche: 15.„ Dem Großh. Hof⸗Photograph Heinrich Adam] 14.„ Maria Theresia Ferch, 51 Jahr alk. 0% br: deer fe 4 55 Wit⸗ Schmittner 1 Sohn. 15.„ Johannes Wilhelm Schmittner, Söhnchen des theilungen aus dem Arbeitsfelde des 6 an Adolf⸗ 20.„ Dem Spengler Adam Hofmann II. 1 Tochter. 10 e H. Adam Schmittner, Vereins f N 5 20. Dem Handarbeiter Konrad Bachmann eine 13 Stunden alt. J 3 11½ 8 181 g “ Tochter. 27.„ Johann Kaspar Becker, 24 Jahr alt. 1 5 3 1 1. 21.„ Dem Schreiner Joh. Philipp Klein 1 Tochter. 29.„ Georg Jos. Gröninger, Söhnchen des Metzgers 9 ittags 9 55 1005 15 der Burgkirche: 2 Dem Kutscher Johannes Will 1 Tochter. Georg Gröninger, 6 Jahr 9 Monat alt. eee„ Pfarrer Diegel. 75„ 8 l. 1 E 1 0 Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. 23.„ Eine uneheliche Tochter. 1. Juli. Rentnerin Christ. Phil. Theobald, 62 Jahr alt. Katechis slehre für die Mät 23.„ Dem Kreisamtsgehülfen Heinrich Kreuder ein 1.„ Maria Elisabetha Fellner, 47 Jahr 7 Monat alt. atechtsmuslehre für die Mädchen. Sohn. 3.„ Dem Handarheiter Friedrich August Konrad statholische Gemeinde. 27.„ Dem Schreiner Karl Adam Nikolaus Schneider ein todtgeborener Sohn. Samstag 5 Uhr: Beicht. 1 Tochter. 3.„ Helene Elisabetha Ruppel, 27 Jahr alt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 29.„ Dem Maurer Konrad Ph. Hottes 1 Sohn. 4.„ Elisabetha Ploch, 60 Jahr alt. 2 Uhr: Andacht. In 5. Auflage erschienen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig à 1 Mark: A Die Freimaurerei in zehn Fragen und Antworten. Zur Aufklärung für das Volk und dessen Freunde. 82⁴ Scheitlin& Zollikofer in St. Gallen. Bade-Thermometer, Schutz- Brillen und Pincenez empfiehlt Fr. 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Die Nacht ist kommen, Chor, Mell: Schein(1627). 9 Böhmische Brüder, Harmonie: . Phantasie für die Orgel, für vier Hände und Pedal 4 10. Die Ehre Gottes in der Natur, Lied, für Alt. 11. Erstanden ist der heilig Christ, Choral 5 12. Thema und Variationen für die Orgel.. 13. Nun preiset Alle Gottes Vernhersgkel, Mel.: 14. Solo, fur Cello. 15. Geistliches Lied, für Altsols und Chor. 16. Der Mensch lebt und 5 7 Chor J. Fr. Reichardt(1751). Eintrittspreis 40 Pfennig. Eingang durch das Haupt⸗ Portal. Bad-Nauheim.— Kurhaus. Sonntag den 16. Juli, von Nachmittags 4 Uhr an bis Abends 8 Uhr, auf der Terrasse des Kurhauses Militär-Concert, ausgeführt von der ganzen Kapelle des Hess. Infanterie⸗Regiments Nr. 81, unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn C. Waßmann. Entrée 50 Pfennig. Freiheitsschießen in Seulberg. Sonntag den 16. und Montag den 17. Juli 1882 wird auf dem schön gelegenen Schieß— platz im Hardwald das alljährige Freiheitsschießen abgehalten und findet bei dieser Gelegenheit gut besetzte Tanzmusik statt. Für gute Speisen und Getränke, sowie aufmerksame Be— dienung ist bestens gesorgt. Es ladet ergebenst ein PD. Alb. Becher, 2382 Gastwirth. 2422 Am 29. Juli d. J., am Freudentag der Israeliten findet in meinem Saale Ball Pl. Stephan, Gastwirth zum weißen Roß. Gef chäfts- Verlegung. Hiermit die 1 15 Anzeige, daß ich mein Geschäftslocal von heute an in mein eigenes Haus Kaiserstraße 99, neben Herrn Ph. Windecker, verlegt habe. Das mir bisher in so reichem Maaße bewiesene Vertrauen bitte ich, mir auch ferner bewahren zu wollen und wird es stets mein eifrigstes Bestreben sein, dasselbe durch gute Bedienung aufrecht zu erhalten. Durch die Erweiterung meines Geschäftslocals habe ich meine Auswahl in Filz, Seiden, Stoff und Strohhüten, sowie Kappen, neuste Fagons, bedeutend vergrößert und halte ich mich damit einem geehrten Publikum, unter Zusicherung billigster Bedienung, angelegentlichst empfohlen. Friedberg den 1. Juli 1882. C. Kalbfleisch, Kürschner und Aab Zucker-Rübenban. Drill⸗Maschinen, Dippel⸗, Breitsäe⸗ und Hack⸗Maschinen, neuester Construction, halte auf Lager und liefere zu Fabrik-Preisen. Ilustrirte Preis⸗Verzeichnisse auf Wunsch zu Diensten. Buch, Maschinen⸗Geschäft, 2%. ee(1809). Beethoven(1770). Prätorius(1607). . Ch. H. Nink(1770). Riegel. Mendelssohn(1809). Lövenstein, 1 Harmonie: 2337 statt, 1 n einladet 2313 2427 2338 Philippi 8 elsenkeller. Sonntag den 16. Juli: Harmonie⸗ und Tanzmusik. Anfang 3 Uhr. 2423 J. Ruppel. e belt ee eee, 1. Preis 300 Mark. 2 e e 3„, e A% 5. 5, e 5„, 17 100 Im“ Ganzen 50 Preise, letzter Preis 15 Mark. Es können bis zum 15. August Loose geworfen werden. in Reichelsheim. Sonntag den 16. d. Harmonie⸗ und Tanzmusik, wozu höflichst einladet ö 2425 Conrad. Generalversammlung des Veteranen⸗ und Militär⸗Vereins Samstag den 15. d. Mts., Abends 8½ Uhr, im Vereinslocal. 2440 Wetterauer Sängerfest. Als Nachfeier des Sonntag den 9. 90 dahier statt⸗ gehabten Wetterauer Sängerfestes veranstaltet der Fest⸗ wirth desselben nächsten Sonntag den 16. Juli, Nach⸗ mittags, gut besetzte Harmonie⸗ und Tanzmusik auf dem schön decorirten Festplatze. Die Bundesangehörigen, sowie alle Freunde des Gesangs werden zu recht zahlreicher Betheiligung freund⸗ lichst eingeladen. Für gute Speisen und Getränke bei reeller und prompter Bedienung ist bestens gesorgt. Ober⸗Wöllstadt den 14. Juli 1882. 2429 Philipp Feuerbach VII. Sonntag den 16. Juli findet bei Unterzeichnetem gut besetzte Harmonie⸗ und Tanzmusik statt. Schwalheim. Gg. Müller. NB. Bei dieser Gelegenheit wird auch ein gutes Glas Henn'sches Exportbier verzapft. 2441 Tanz Unterricht. Einem geehrten Publikum Friedbergs und der Umgegend zur gefälligen Nachricht, daß mein früher angezeigter Tanz⸗Cursus nächsten Montag den 17. d. Mts. beginnt und lade geehrte Interessenten, die sich an demselben betheiligen wollen, höflichst ein. Ueber alles Nähere ertheile ich von heute ab selbst Aus⸗ kunft von Morgens 8 bis 9 Uhr, sowie Nachmittags von 1 bis 3 Uhr in meiner Wohnung bei Hofbäcker Engel Wittwe in Friedberg. Freundlichst Aale zeichnet Hochachtungsvoll A. Sturm, Tanzlehrer, von Darmstadt. Warme Bäder jeden Tag. 1034 Carl Walter. Hemden billigst bei K. Friebrich. 48 Bettstellen mit Sprungmatratzen, von 38 Mark an, bei 2454 G. M. Reuss, 1948 Tapezier. Von heute an nach Amerika für Mark 90 über Bremen. Nähere Auskunft ertheilt 2426 J. Schulhof, Agent, Friedberg. Unterzeichnete empfiehlt sich im Reinigen von 805 in und außer dem Hause. Große Köhlergasse 417. Wilhelm Nees Wittwe. Neue 2428 Holl. Vollhaͤringe bei Wilhelm Fertsch. Stachelbeeren, per Pfund 10 Pf., verkauft 2453 Georg Groß. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Hungen. (Hierzu Unterh Druck und Verlag von Carl Bindernagel. altungsblatt Nr. 28 und eine Beilage. Gasthaus zur Post für Herren, Damen und Kinder eim. * dib Tü Conrad. umlung E * S * E Fturrbet III. 1 66. Nuler. A ei gutes 1 * 1 der get Baltet. d Kinder . e Beilage. R R prhelslcer e eee Anzeiger. 9 M 82. Verloosungen. R +•/m 98 Handel und Verkehr. Rückzahlung Groß h. Hess. Staats schuld⸗Ver⸗“ 43903 5 gekündigt pr. 18. Non 188. 8. Friedberg, 13 Juli. Der gesirige Schweine: schreibungen für 1882/83. 24898. 44900 3 200.. Sept 1880. markt war mit 814 Stück befahren und hielten sich Preise In Gemäßheit der bestehenden gesetzlichen Bestimm⸗ 44901 8151 200 1 5 Juni 1881. noch immer ziemlich hoch. Der nächste Markt findet am ungen sind bei der für das Etatsjahr 1882/83 abge⸗ 46152 7 48000 1 200 5 N 15. Nov. 1881.9 August statt. haltenen Verloosung folgende Staatsschuldverschreibungen. 66001“ 66323 200 5 9 15 Nos 1881. Frankfurt, 12. Juli. Altes e e 1* 5 8 1 Butter 1. Qual. auf den 31. Dezember 1882 zur Rückzahlung berufen worden: Die 3 ½p Ct. Provinzialstraßenbau⸗Obliga tionen d. d. 1. Juli 1838 und 1. Juli 1845 Lit. O. Nr. 21—25, 101—105, 176-180, 241 bis 245, 266— 270, 1961-1965, 2016-2020, 2096-2100, 2151— 2155 à 1000 fl. Lit. C. Nr. 531— 540, 681 bis 690, 90t— 910, 1151-1160, 1381-1390, 1401 bis 1410, 1421-1430, 2271— 2280, 2321—2330, 2461 bis 2470, 2481-2490 à 500 fl. Wir setzen die Inhaber der verloosten Staatsschuld— verschreibungen hiervon mit der Aufforderung in Kennt— niß, die Nominalbeträge der genannten Obligationen zwischen dem 22. und 31. Dezember 1882 gegen Rück— gabe der Obligationen und der dazu gehörigen nicht mehr zahlbaren Zins-Coupons nebst Talons bei der Hauptstaatskasse dahier oder für deren Rechnung bei dem Bankhause M. A. v. Rothschild und Söhne zu Frankfurt a. M. um so gewisser zu erheben, als dieselben in Gemäßheit des Art. 3 des Gesetzes vom 16. Juli 1833 vom 1. Januar 1883 an nicht mehr verzinst werden und in Folge davon die nach dem Rück— zahlungstermin noch eingelöͤst werdenden Zins-Coupons von den bereits verloosten Obligationen an dem Kapital— betrage dieser Obligationen selbst in Abzug gebracht werden. Sodann sind in Folge unserer Bekanntmachung vom 25. Januar 1882 die folgenden in Guldenwährung ausgefertigten 4procentigen Staatsrenten⸗ Obligationen d. d. 1. Oktober 1824, 1. Januar 1825 und 1. Juli 1867, welche bis zu Ende Juni l. J. nicht zum Um⸗ tausch gegen Obligationen der Markwährung präsentirt wurden, auf den 1. Juli 1882 zur Rückzahlung be— rufen, nämlich: Obligationen d. d. 1. Oktober 1824: Lit. A Nr. 113 114 115 175& 1000 fl. Lit. B. Nr. 69 70 à 500 fl. Lit. C. Nr. 57 68 à 100 fl. Obligationen d. d. 1. Januar 1825: Lit. A. Nr. 591 621 649 897 à 1000 fl. Lit. B. Nr. 82 111 120 133 500 fl. At 8. Nr 119 172 124 139 160 171 193 198 à 100 fl. Obligationen d. d. 1. Juli 1867: Lit. A. Nr. 1142 1153 1175 1186 1204 1226 1238 1240 1252 1659 à 1000 fl. Lit. B. Nr. 163 166 172 175 189 227 235 236 257 296 369 414 à 500 Lit. C. Nr. 201 207 210 211 220 230 232 236 237 254 354 355 363 374 381 383 400 401 424 448 449 à 100 fl. Die Nominalbeträge dieser Staatsschuld-Verschreib⸗ ungen sind alsbald gegen Rückgabe der Obligationen und der dazu gehörigen nicht mehr zahlbaren Zinseou— pons nebst Talons bei den oben genannten Einlösungs⸗ stellen zu erheben, da sie vom 1. Juli 1882 an nicht mehr verzinslich sind. Von den bereits früher zur Rück⸗ zahlung berufenen Großh. Hessischen Straßenbau- und Staatsrenten-Obligationen sind noch rückständig: 1) Die 3½ pCt. Staatsstraßenbau⸗Obliga⸗ tionen: Lit. A. Nr. 1483 und 1519 vom 1. April 1838 à 100 fl., verloost pro 1. Januar 1879. 2) Die 3½ pCt. Provinztalstraßen bau⸗Obli⸗ gationen: Aus der Verloosung pro 1. Januar 1881: Lit. C. Nr. 1931 à 100 fl. Aus der Verloosung pro 1. Jan. 1882: Lit. C. Nr. 661 753 785 1259 2416 2508 à 500 fl. Lit. C. Nr. 1771 1784 1793 1795— 1798 à 100 fl. 3) Die Staatsrenten⸗ Obligationen aus der Verloosung pro 1. Januar 1882: Lit. A. Nr. 896 1181 1237 d 1000 fl. Lit. B. Nr. 62 185 à 500 fl. Lit. C. Nr. 226 427 à 100 fl. Wir machen zugleich darauf aufmerksam, daß aus früheren Verloosungen und Kündigung von den Apt. Elsenbahn⸗ Obligationen in Guldenwährung noch ruüͤck— ständig sind: Von den beiden Anlehen d. d. 1. Juli 1843 und 1846: Nr. 7155 à 1000 fl., gekündigt pro 1. Juni 1880. Nr. 2540 2600 9091 9588 15164 à 500 fl., gekündigt pr. 1. Juni 1880. Nr. 6397 12861 à 200 fl., gekündigt pr. 1. Juni 1880. Nr. 3240 13485 14183 à 100 fl., gekündigt pr. 1. Juni 1880. Von dem Anlehen vom 1. Januar 1853: Lit. C. Nr. 2112%u 100 fl., gekündigt pr. 1. Juni 1880. Auf das 4pCt. Eisenbahnanlehen in Markwährung von 1876 sind durch besondere Kündigungen zur Rück— zahlung bestimmt die Stücke: Nr . Nr. 43, S. 6893 Nr. 9 44, S. 7062 Nr. 18, S. 7414 * Schließlich bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in Gemäßheit des Amortisationsgesetzes vom 20. Juli 1858 hinsichtlich der Partialschuldscheine à 50 fl., Nr. 3532146724 120107 123503 und 123598, sowie der ApCt. Staatseisenbahn-Obligationen Nr. 2540 d. d. 1. Juli 1843 über 500 fl. und Lit. C. Nr. 2112 d. d. 1. Januar 1853 über 100 fl. das Amortisations— verfahren eingeleitet und Zahlungs-Sperre verfügt worden ist.— Darmstadt den 1. Juli 1882. Großherzogliche Staatsschulden-Commission. Michell. J. Möllinger. Best. Kaiserin Elisabeth-Bahn, Silber⸗Obligat⸗ ionen. Ziehung am 1. Juli 1882.— Heimzahlung am 1. Januar 1883. Anlehen der Jahre 1869 und 1871: S. 513 642, enthaltend je 81 Stück Obligationen mit Nr. 1 bis inelusive 81 à 200 Fl. ö. W. Silber. Anlehen vom Jahre 1872: S. 524 617, enthaltend je 50 Stück Obligationen mit Nr. 1 bis inelusive 50 à 200 Fl. ö. W. Silber. Oesterr. fl. 250 Loose von 1854. Serien⸗ Ziehung vom 1. Juli 1882. Serie 1 15 93 190 418 653 696 720 1207 1213 1618 1664 1828 1990 2168 2264 2458 2524 2555 2582 2603 2636 2688 2771 2890 2909 3035 3053 3055 3107 3155 3231 3334 3410 3434 3572 3897 3903 3920. Die Gewinn-Ziehung findet am 2. Oktober 1882 statt. Stadt Mailand Fr. 45⸗Loose von 1861. Serien- und Gewinnziehung vom 1. Juli 1882. Heim⸗ zahlung am 1. Januar 1883. Serien: 100 124 225 246 395 429 450 454 512 628 884 887 963 1018 1031 1119 1134 1300 1322 1486 1544 1559 1691 1736 2004 2035 2120 2171 2294 2496 2628 2636 2783 2889 2928 2959 2965 3089 3099 3328 3345 3349 3377 3597 3677 3833 3926 3932 4126 4189 4299 4323 4588 4601 4747 4782 4845 4920 5091 5098 5183 5186 5218 5226 5377 5568 5762 5789 5813 5939 6070 6086 6160 6164 6181 6262 6360 6524 6563 6733 6800 6840 6893 6915 6998 7062 7214 7240 7315 7414 7554 7702 7896 7971. Gewinne: Serie 1031 Nr. 1, S. 1736 Nr. 9, S. 2294 Nr. 21, S. 2889 Nr. 43, S. 3099 Nr. 32, S. 3349 Nr. 17 48, S. 3932 Nr. 2, S. 4299 Nr. 16, S. 5183 Nr. 10, S. 5762 Nr. 22 36, S. 6086 Nr. 39, S. 6563 Nr. 41, S. 7971 Nr. 43 à Fr. 1000. Serie 1544 Nr. 17, S. 2035 Nr. 21 à Fr. 400. S. 1559 Nr. 4, S. 6360 Nr. 50, S. 6915 Nr. 2 à Fr. 300. S. 1322 Nr. 32, S. 1486 Nr. 11, S. 2965 Nr. 40, S. 5091 Nr. 9 à Fr. 200. Serie 3926 Nr. 37, S. 4323 Nr. 29, S. 5218 Nr. 13 50, S. 6840 Nr. 9 à Fr. 150. S. 100 Nr. 43, S. 225 Nr. 25, S. 2004 Nr. 10, S. 2294 Nr. 49, S. 2959 Nr. 6, S. 3926 Nr. 26, S. 6181 Nr. 3, S. 7896 Nr. 2 à Fr. 100. S. 100 Nr. 49, S. 429 Nr. 42, S. 450 Nr. 18, S. 1031 Nr. 16, S. 1134 Nr. 27, 8 1486 Nr. 25, S. 1736 Nr. 5, S. 2496 Nr. 4, S. 2959 Nr. 36, S. 2965 Nr. 28 46, S. 3345 Nr. 3 42, S. 3349 Nr. 4 5, S. 3597 Nr. 2 31, S. 3677 Nr. 25, S. 3833 Nr. 45, S. 4126 Nr. 1, S. 4299 Nr. 27, S. 4323 Nr. 22, S. 4601 Nr. 1, S. 4920 Nr. 38, S. 5226 Nr. 48, S. 5568 Nr. 42, S. 5762 Nr. 9 47, S. 5789 Nr. 4, S. 6070 Nr. 2 20, S. 6262 Nr. 43, S. 6563 Nr. 20 46, S. 6733 Nr. 14, S. 6840 Nr. 24 44, S. 7971 Nr. 11 à Fr. 60. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der ge— ringste Gewinn von Fr. 47. Literarisches. Daheim. Nr. 39 enthält: Doktor Blaubart.(Forts.) — Der alte Pfarrknecht. Gedicht von J. Lohmeyer. Mit Illustr.— Im Sattel von Straßburg nach Granada. Von H. Vogt.— Der Stettiner Vulkan. Von. H. von Spielberg. Mit 5 Illustr.— Arnt Porners Weih⸗ nachtsgespenst.(Schluß.)— Am Familientische: Der Komet: Gedicht von R. Kögel.— Chinesische Brief— tauben.— Ein moderner Städtegründer.— Gesund— heitsrath.— Mit 2 illustr. Beilagen. Bel Franz Kirchheim in Mainz ist ein Werkchen er— schlenen, das eine größere Verbreitung verdient und auf das der Anzeiger schon wiederholt hingewiesen. Es sind die„30 Schullleder von J. Epplé, op. 8, Preis 20 Pf. Drei Lieder für 2 Pfennig! Welcher Lehrer wird da nicht zugreifen, jedem betreffenden Schulkinde ein Heftchen anschaffen und so auf Ersparniß an Geld und Zeit bedacht sein? Es steht dies bei vorliegendem Werkchen, das zur Pflege des Profangesanges zwei Jahre ausreichen dürfte, um so mehr zu erwarten, als ihm von mehreren Seiten sehr lobende Recenstonen und warme 5 M. 1 bis 127& 2000 gekündigt pr. 15. Juni 1881. 128„ 350„ 2000 1„ 15. Nov. 1881. 7001„ 7258„ 1000 1„ 15. Juni 1881. 7259„ 7680„ 1000 5„ 15. Nov. 1881. M. 5, neues M. 3, Stroh M. 2.50. M. 1, 2. Qual. 90 Pf.— Eier 100 Stück M. 4.80 bis 5.60.— Bohnen das Pfund 90 Pf., Gurken 10 bis 15 Pf., Blumenkohl 4060 Pf., gelbe Rüben 5 Pf. das Bündel, Erbsen 20 Pf. das Pfund, Kohlrabi 3 bis 5 Pf., Weißkraut 15— 20 Pf., Rothkraut 20-80 Pf., Paradiesäpfel 10—12 Pf., Kopfsalat 2 Pf., Endivien 20 Pf., Romainsalat 20-30 Pf.— Ochsenfleisch 65 bis 70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 50—60 Pf., Kalbfleisch 50—60 Pf., Schweinefleisch 65—75 Pf., Hammelfleisch 45—65 Pf. Brodpreise vom 16. Juli bis 1. August. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. Juli bis J. August. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Für Ober-Mörlen: Rindfleisch 56 Pf., Schweinefleisch 60 Pf. per ½ Kilo. Bekanntmachung. Im Bestellbezirke des hiesigen Kaiserlichen Postamts sind amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen übertagen: Herrn Spezereihändler Hoos in Groß-Karben. Gastwirch Baßmann in Okarben, „ Gastwirth Weber in Petterweil, „ Gastwirth Scheurich in Kloppenheim, Kaufmann Ortenberger in Klein-Karben, „ Syezereihändler Adam in Rendel. Die Inhaber der amtlichen Verkaufsstellen für Post⸗ werthzeichen sind verpflichtet, die Freimarken, Postkarten ze. an das Publikum zu denselben Beträgen abzulassen wie die Postanstalten. Groß⸗Karben, den 14. Juli 1882. Kaiserliches Postamt: J. V.: Drißler. Geld- Cours. Frankfurt am 13. Juli 1882. 20 ⸗Frankenstücke M. 16 3 do. in/„ 16 23—27 Englische Sovereigns.„ 20 36—41 Russische Imperiales.„ 16 73—78 Ducaten.„ EC „ al mass„ 9 60—65 Dollars in Gold„ 4 16—20 8 ar- N Immobiliar-Versteigerung. Montag den 17. d. Mts, Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die nachbenannten Immobilien, den Erben des Hofraths Dr. Friedrich Pilger gehörend, erbvertheilungshalber öffentlich meistbietend versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Fur if 11. 383. 81,8. Hofraithe in der Stadt, bestehend in Wohnhaus, Nebenbau, Scheuer, Schoppen, Waschhaus, II. 384. 27,4. Grabgarten daselbst, NI 23. auf dem Bock, VI. 76. 248. Acker auf der Warte, M. daselsst, VII. 226. 305.„ auf dem Storchsnest, XII. 69. 146.„ im Kleingalgenfeld, xXxII. 124. 711.„ auf dem Viehtrieb, XIV. 10. 276.„ im Großgalgenfeld am Teu⸗ felshöhlchen. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Flur. Nr. Meter. 1. 66. 3781. Acker unter der Judenhohl und dem Edelspfad, v. 207. 1262.„ unter dem Dienheimer Pfad, IV. 103. 2750.„ am Edelspfad, IV. 175 244.„ in den Kappesgärten auf dem Krämer, IV. 0 5094.„ obig dem Dienheimer Pfad. Gemarkung Ockstadt. Flur. Nr. Meter. Xx. 79. 1812. Grabgarten, 18te Gewann an der Burg Friedberger Grenze. Friedberg den 6. Juli 1882. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 2384 Seriba. Sin zugfestes, 14 Jahre altes Pferd 2406 Empfehlungen zur Seite stehen. steht zu verkaufen. Wo? sagt die Epp. d. Anz. 0 . N 1 * „ 0 0 von Straßengtenzseinen. J. Schönberg& Cie. in Friedberg. 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Eberhardt. 3 dem „Juli, Nachmittags 6 Uhr, bei dem Die f 7 Neft, Marhilesiste versegelt erger deem efalbt legen vie 2514 2— Verstei erung. a f näheren Bedingungen zur Einsicht. A.: N* 2 6 laßt Unterzeichnet Ref, 1 pero iini e 4 den 17. d. Mts., läßt Un N nächsi 1 2455—— F Reslilulions Schwär e e Zahlung nachbenannte Gegenstände 00 0 g TT 0 3 ——. von Otto Sautermeister, ffentlich weten bende 1 Versteigerung. weste enn. e 15 1 ˖ ittags f ˖ f ulla 5 llständiges Glaserwerkzeug, 1 6 75 Dienstag den 18. Juli,„ ist das a 91 dung Filꝛhüte. 4 0 mit ue Aa 1 T ere eme d 1 M. zu beziehen diverses Glas Ag 0 1 zu der Hepper'schen Coneursmasse gehörend: In Flaschen zu 50 Pf. un 1 97 dig we * 10 F e e t theke, 1230 inige Hundert geschnittene Rahmschenkel, öllig Aird N 14 i 5 5. Loet& Chellüs diverse geschnittene Eichenholz Bretter, zweize sierdn öffentlich versteigert werden. rankfurt: A. Hölz. öl. öff Bad-Nauheim, 15. Juli dbu jun 11————L— 111 5 Fesser 155 sonstiges Hausgeräthe. 1 ö e. 13. 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