8 1 582. Oberhessischer Anzeiger. b 1 3 Erscheint dreimal wöchentlich un Di Kreisblatt für den Kreis Friedberg. ae e. A Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Die einspaltige Petltzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —— Amtlicher Theil. Betreffend: Die Verwendung der bei der Landes-Waisenkasse eingehenden milden Gaben zum Vortheil der Waisen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. f Wir machen Sie zu ihrem eigenen Bemessen und entsprechender Verbreitung darauf aufmerksam, daß die bei der Landes-Waisenanstalt eingehenden milden Gaben(Collecten, Büchsen- und Opferstockgelder, Geschenke und Vermächtnisse), welche bisher zur Bestreitung der Bedürf⸗ nisse der Landes-Waisenanstalt im Allgemeinen verwendet wurden und somit den Waisen nur indirect zu gut kamen, künftig, und zwar mit Wirkung vom Jahr 1879,80 an, nicht mehr in dieser Weise Verwendung finden, sondern an die in jedem Etatsjahre aus der Anstalt nach zurückgelegtem 14. Lebensjahre, beziehungsweise stattgehabter Confirmation oder ersten Communion austretenden Kinder zu gleichen Theilen vertheilt werden, den Waisen also, wie es dem Sinne der Geber eutspricht, unmittelbar zufließen. Demnächst werden beispielsweise pro 1879/80 37 Mark, pro 1880/81 21 Mark auf jedes in diesen beiden Jahren aus der Anstalt eutlassene Waisenkind entfallen, welche Beträge den betreffenden Vormundschaftsbehöͤrden zur geeigneten Verwendung für die Curanden überwiesen werden. Wir geben Ihuen anläßlich dieser Aenderung, die einen im Verhältniß zu früher reichlicheren Zufluß von Gaben für die bedürftigen Waisenkinder gewähren möchte, auf, dafür Sorge zu tragen, daß an den bestimmten oder sonst geeigneten Orten Waisenbüͤchsen angebracht werden und zu dem Ende Ihrerseits den ein— schlägigen Bestimmungen gemäß verfahren werde. Dr. Braden. Friedberg am 12. Juni 1882. Betreffend: Die Ausführung der Bestimmungen der e über die Arbeltsbücher Arbeitskarten,„; a 20 und Beschäftigung von Arbeiterinnen, sowie jugendlicher Arbelter in fen Fabriken. N 5 Friedberg am 10. Juni 1882. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. * Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 20. Februar 1880, in Nr. 24 des Oberhessischen Anzeigers von 1880, beauftragen wir Sie, uns die Summe der in der Zeit vom 1. April 1880 bis Ende März 1882 für Ausfertigung von Arbeitsbücher-Duplikaten vereinnahmten Gebühren anzugeben, oder, wenn derartige Duplikats-Ausfertigungen nicht stattgefunden haben, dies einzuberichten. Dr. Brad en. Betreffend: Einquartierung, insbesondere Streulieferung für Dienstpferde. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Eine in obigem Betreff erfolgte Declaration theilen wir Ihnen nachstehend abgedruckt zur Kenntuißnahme und geeigneten Bekannt—⸗ machung in Ihren resp. Gemeinden mit. Dr. Braden. 3 F. 10 der Beilage Lit. A des Quartierleistungsgesetzes vom 10. Juni 1868. Für die Stallungen ist an Streustroh, Stalllicht, Stalleinrichtung und Stallgeräth nur das Nothwendigste und Hausübliche zu beanspruchen. Der Dünger verbleibt dem Quartiergeber. Friedberg am 12. Juni 1882. Berlin den 18. Februar 1880. ist bei der vorübergehenden Inanspruchnahme von 2 ichnah Wenn es nun Kriegsministerium. 5 Nach F. 10 der Beilage Lit. A des Quartierleistungsgesetzes vom 12. Juni 1868 Stallungen für Dienstpferde von den Quartierträgern an Streustroh das Nothwendigste und Hausübliche zu beanspruchen. auch keinem Zweifel unterliegt, daß mit dem„Hausüblichen“ lediglich die Art des Streustrohes gemeint ist, mithin nicht Stroh einer bestimmten Getreidegattung beziehungsweise Richtstroh verlangt, sondern eben jedes in dem Haushalte des Quartiergebers beziehungsweise am Orte der Quartierung als Streu gerade übliche Stroh geliefert werden kann, so hat sich doch in Folge eines durch den Herrn Minister des Innern zur Sprache gebrachten Beschwerdefalles, als erforderlich erwiesen, der Frage näher zu treten, welches Quantum der an betreffender Stelle gewählten Bezeichnung, d. h. dem„Nothwendigsten“ zu verstehen und von den Quartierträgern zu leisten ist. Um den Pferden die dürftigste Gelegenheit zur nothwendigen Nachtruhe zu verschaffen, muß erfahrungsgemäß fur Ställe, welche vorher unbenutzt gewesen und ohne jede Streulage zur Benutzung überwiesen werden, für den ersten Tag der Einquartierung die Darreichung von ½ Bund Stroh(5 kg) pro Pferd als die mindeste Forderung gelten. Für die spätere Zeit, oder wenn der überwiesene Stallraum bisher mit Streu versehen gewesen ist, genügt der tägliche Satz von 1750 f Stroh, als Differenz des Strohtheiles der Garnison- und Marschration. Steckbrief. Der unten signalisirte Musketier Johann Wilhelm Geck der 3. Compagnie 2. Nassaulschen Infanterte-Regiments Nr. 88, war bis zum 30. Mai dieses Jahres Derselbe hat einen Brief hinterlassen, in welchem er die Absicht aus⸗ nach Frankfurt a. M. beurlaubt und ist bis jetzt noch nicht zu seinem Truppentheil zurückgekehrt. spricht, sich seiner Dienstpflicht zu entziehen, weßhalb der Verdacht der Fahnenflucht gegen denselben vorliegt. Sämmtliche Civil, und Militärbehörden werden dienst⸗ ergebenst ersucht, auf den ꝛc. Geck zu vigiliren, denselben im Betretungsfalle zu verhaften und an das unterzeichnete Commando oder an die nächste Militärbehörde zum Weitertransport hierher abzuliefern. Mainz den 1. Juni 1882. Königliches Commando des 2. Nassauischen Infanterie-Regiments Nr. 88. 5 Signalement: Geburtsort Friedberg, Kreis Friedberg, Großherzogthum Hessen; 20 Jahre 7 Monate alt; katholisch; Stand und Gewerbe Cartonagearbeiter; Größe 1,685 m, Statur schmächtig; Kinn gewöhnlich; Nase gewöhnlich; Mund gewöhnlich; Zähne vollzählig; Haare dunkelblond; Bart fehlt; Stirne hoch; Augen meist halb geschlossen; Augenbrauen dunkelblond; Gesicht mager; Gesichtsfarbe bleich; besondere Kennzeichen: hat häufig den Mund offen; Sprache deutsch. Da die Montirungs⸗ stücke des ꝛc. Geck in die Hände des Truppentheils zurückgelangt sind, so ist anzunehmen, daß derselbe mit einem nicht näher zu bezeichnenden Civilanzug bekleidet war. Deutsches Reich. den Bahnhof geleitet; Sergius und Amadeus ziehe er seine Aufklärung zurück!(Stürmische— Darmstadt. Der Amtsrichter Herrmann hatten sich nach dem Diner von den Majestäten] Heiterkeit.) Es folgt die Berathung des Tabak⸗ in Fürth wurde zum Amtsrichter in Herbstein, verabschiedet, Letzterer vom Kronprinzen und monopols. Bismarck sagt: das Monopol der Gerichts-Accessist Lindenstruth aus Zwingen— Prinzen Wilhelm auf dem Bahnhofe verabschiedet; sei gewählt worden, nicht allein zur Vermehrung berg zum Amtsrichter in Herbstein, der Gerichts— Sergius wurde von dem Prinzen Wilhelm nach der Einnahmen, sondern auch zur Erreichung Accessist Funk aus Ulrichstein zum Amtsrichter dem Bahnhof geleitet. anderer Zwecke, wie der Steuererleichterung, Kardorffs wobei er auf die Motive hinweist. Er sei nie in Fürth, der Registratur-Assistent Spamer in 1 an Nachstag. 0 a ist. Darmstadt zum Registrator bei dem Ministeriums berichtet über die Verwendung des Decker'schen im Zweifel darüber gewesen, daß das Monopol Grundstücks für das auswärtige Amt. Rickert ein Uebel sei; es frage sich aber, ob nicht andere ernannt. — 13. Juni. Der Fürst von Bulgarien spricht gegen den Plan. Bismarck begründet Uebel größer wären. Dem Landtage liege die reiste heute via Stuttgart nach Wien ab. die Nothwendigkeit des Planes. Die jetzige Verwendung der Mittel, dem Reichstage die Berlin, 12. Juni. Der Kronprinz und Dienstwohnung fur den Chef des auswärtigen Beschaffung dieser Mittel ob.„Wir sind ja Prinz Wilhelm besuchten Abends den Fürsten] Amtes sei unbewohnbar; er gibt weitere Auf- überzeugt— erklärte der Reichskanzler weiter Bismarck. Der säͤchsische König, Kronprinz klärungen, in Folge deren Rickert seine Bedenken— daß das Monopol abgelehnt wird; aber Rudolph, Prinz Amadeus und Großfürst Sergius zurückzieht. Löwe-Berlin beantragt in Folge wir brauchen diese Ablehnung, um nicht die sind heute Abend abgereist, die ersten Beiden vom der Aufklärung des Kanzlers die Rückverweisung n zu tragen, als hatten wir nicht Kalser, Kronprinzen und Prinzen Wilhelm auffssan die Commission. Bismarck bemerkt: Dann lunsere Pflicht gethan, wenn eine nachfolgende 9 *— Regierung das Monopol fordert und bewilligt erhält.“ Der Reichskanzler erörtert dann die drei Punkte des Verwendungsgesetzes: Grund— steuer, Schule, Erhöhung der Gehälter de. Dem Landtage werden noch einmal Vorlagen über die Verwendung zugehen, welche im Interesse des Volkes gemacht werden. Diejenigen, welche solche ablehnen, verdienen nicht den Namen von Volksvertretern. Die Mißerfolge der Straß— burger Manufactur sind nicht maßgebend, es liegen ja Ergebnisse aus Frankreich und Oester— reich vor, die für das Monopol sprechen. Er beschäftige sich mit dieser Frage seit 1867. Die Zeit sei nicht mehr fern, wo das Monopol bei den Tabakbauern populär werden wurde. Referent Barth vertheidigt die Ablehnung des F. 1 des Monopolentwurfs durch die Commission. Treitschke: Der Bundesrath sei heute Ver— treter der nationalen Einheit, der Reichstag aber Träger der partikularistischen Bestrebungen. Der Bundesrath bewillige die nöthigen Mittel, der Reichstag thue das nicht. Das Monopol sei die passendste Form, große Erträge zu erzielen. Bamberger: Der Reichstag sei ganz un— nöthig einberufen worden; dies stelle sich immer mehr heraus. Von vornherein hätte sich das Volk gegen das Monopol erklärt; es verlange daß ein Staatsmann, der einmal die parlamen— tarischen Institutionen eingeführt habe, auch den Willen des Volkes achte, welches fühle, daß durch das Monopol ein weiteres Stück seiner Freiheit gefährdet werde. Staatssecretär Scholz: Es wird dem Reichskanzler leicht sein, die Angriffe des Abgeordneten Bamberger zu widerlegen, namentlich den, daß der Reichs— kanzler immer noch im letzten Momente bereit gewesen sei, den Reichsgedanken zu opfern. Darauf wird die Sitzung vertagt.— 13. Juni. Bei der Weiterberathung des Tabakmonopols sagt Richter: der Berechnung nach, welche die Monopolvorlage aufweist, zeigt sich, daß die Tabaksteuer, wie sie jetzt besteht, noch über 40 Million bringen werde. Die Gesammt— schätzung der 1879 bewilligten Steuern auf 130 Million Erträgniß sei also nicht über— trieben! Auf die Resolution Lingens eingehend, bemerkt Richter: Angemessene Ersparnisse lassen sich auch bei der jetzigen Heeres-Verfassung durchführen. Wenn das Monopol bewilligt wird, so ist man damit noch nicht am Ende. Des Kanzlers Versprechungen gehen weit über den Ertrag desselben hinaus, der für Preußen 60 Million betragen würde. Für das, was der Kanzler verspricht, reichen fünf Tabakmonopole nicht aus, denn dazu sind fünf— hundert Million nöthig. Staatssecretär Scholz erwiedert: Durch die Reden der Opposition ziehen sich wie ein rother Faden angebliche Versprechungen, gegen welche der Kanzler wieder— holt protestirte. Mit den 130 Million Mark bewilligter Steuern lassen sich die ins Auge gefaßten Ziele nicht erreichen. Es wird an der Erfüllung der wirklich gegebenen Versprechungen gearbeitet. Das beweisen die Steuererlasse ꝛc. Er bezweifle, daß Richter genaue Kenntniß von den im preußischen Finanzministerium besprochenen Steuerprojecten habe. Wenn der Ueberschuß des letzten Etatsjahres sich günstiger gestalte, als angenommen worden, so bemerke er, daß daun im nächsten Jahre die Matrikularbeiträge nicht erhöht zu werden brauchten. — 12. Juni. Die Unfall-Commission hat die§§. 20, 21 und 22 des Krankenkassengesetzes erledigt. Die Conservativen und das Centrum haben den Antrag Buhl, welcher in Consequenz des früheren Beschlusses die Streichung der letzten Alinea zu§. 22, d. h. die Loslösung vom Unfallgesetz bezweckte, wieder zu Fall gebracht. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 12. Juni. Es heißt, daß nur ein österreichisches Schiff nach Alexandrien gehen werde zum Schutze der Co— lonien. Gleiches soll von Deutschland und Italien beschlossen worden sein. Der Aufstand brach in Folge der Erdolchung von Maltesern aus.(s. u.) Pest. Der israelitischen Landeskanzlei sandte der Minister 5000 Gulden als Prämie für das Auffinden des verschwundenen Christenmädchens. Norwegen. Christiania, 12. Juni. Der Storthing lehnte abermals den wiederholten Antrag auf Erhöhung der Apanage des Kron— prinzen anläßlich dessen Vermählung mit der Prinzessin Victoria ab. Frankreich. Paris, 12. Juni. Es wird mit ziemlicher Sicherheit angenommen, daß wegen der Ereignisse in Alexandrien auch seitens der französischen Regierung Truppenverladungen vor— genommen werden. Italien. Rom. Die„Gazzette Piemontese“ theilt mit, daß Zollwächter unweit der Grenze bei San Remo einen Bauer festgenommen haben, welcher Fortificationen abzeichnete. Er wurde nach Remo gebracht, entpuppte sich hier als ein französischer Generalstabs-Capitän Namens Victor Didier, und da er auch verbotene Waffen bei sich führte, so wurde er vom Correctionsgericht zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Türkei. Constantinopel, 11. Juni. Dem Temps sind Depeschen aus Tripolis zugekommen, denen zufolge die Türkei in Tripolis 20,000 Mann kriegsfähiger Truppen zusammengezogen hat. — 13. Juni. Die Botschafter theilten der Pforte die Depeschen aus Alexandrien über die dortigen Vorgänge mit, welche eine Bestrafung der Meuterer erheischten. Die Pforte telegraphirte darauf an Derwisch Pascha, welcher antwortete, daß 30 Meuterer verhaftet seien. Ein Adjutant des Sultans, Osman Bey, ist mit ergänzenden Instructionen für Derwisch Pascha nach Alexan— drien abgegangen. Wie verlautet, sprach sich im gestrigen Ministerrath die Mehrheit im Sinne einer Zustimmung zur Conferenz aus unter der Bedingung, daß die Conferenz nur die egyptische Frage behandele. Dem Sultan wurde hierüber noch keine Vorlage gemacht.(s. u.) Rumänien. Bukarest, 12. Juni. Die Kammer wurde durch königliche Botschaft ge— schlossen. Rosetti demissionirte zuvor als Führer der Liberalen, doch wurde die Demission ein— stimmig abgelehnt. Rußland. Petersburg, 12. Juni. Ein Befehl des Kaisers an den Senat meldet die Enthebung des Ministers des Innern, Grafen Ignatieff, und die Ernennung des Präsidenten der Akademie, Grafen Tolstoj, zum Minister des Junern. Man erwartet die Berufung Melikoff's zur Einführung von Reformen bei Gelegenheit der Krönung des Zaren. Die Ernennung Tolstoi's zum Minister des Junern ist eine vorübergehende. — 13. Juni. Die Kaiserin ist heute in Peterhof von einer Tochter glücklich entbunden worden. Das Kind erhielt den Namen Olga. — Der neu ernannte bulgarische Minister Sobolef geht Mitte Juni auf seinen Posten ab. — Auf einem der vor Reval liegenden Kanonen— boote sind zwei Offiziere verhaftet worden, die im Verdacht stehen, der nihilistischen Partei an— zugehören. Egypten. Alexandrien, 11. Juni. Gestern Nachmittag sind Unruhen gegen Europäer aus— gebrochen. Fünf Stunden nach Beginn derselben, Abends 7 Uhr, erschien Militär, welches die aufrührerischen Eingeborenen zerstreute und die Ordnung wieder herstellte. Der englische Consul Cookson wurde schwer verwundet und der In— genieur des englischen Panzerschiffes„Superb“ durch einen Pistolenschuß getödtet. Ebenso sind der griechische Consul und der italienische Vice— Consul schwer verwundet. Die Anzahl der Ge— tödteten beträgt 25. Nach weiteren Berichten plünderte der Pöbel die Läden. Man versichert, daß die Unruhen an drei verschiedenen Orten der Stadt ausbrachen und glaubt deshalb, daß dieselben vorbereitet gewesen waren.— 12. Juni. Viele Europäer verlassen Egypten möglichst rasch. Eine Proklamation des Consularcorps ermahnt die Europäer, sich ruhig zu verhalten, indem sie das Vertrauen ausdrückt, daß die egyptische Armee, den Gesetzen entsprechend, für Ruhe und Ordnung Sorge tragen werde. Heute sind keine neuen Ruhestörungen vorgekommen.— Die Ge— neralconsuln besuchten Morgens Derwisch Pa cha in Kairo und baten denselben um Aufklärung, wer für das in eruster Gefahr schwebende Leben der Europäer verantwortlich sei. Derwisch Pascha 9¹ antwortete ausweichend Nachmittags wurden die fahle, Consuln zum Khedive berufen, wo sie Derwisch 00 Beu Pascha, die übrigen Commissäre und Sherif, sowie i. wegen Arabi Bey vorfanden. Arabi verpflichtete sich, I band 70 alle Befehle des Khedive getreulich zu erfüllen, I Wolle das Predigen in den Moscheen gegen die Frem 1 vagen d. den, sowie aufrührerische Versammlungen und J Weiß vo feindselige Zeitungsartikel zu untersagen. Der 1 gehe Khedive versprach Maßregeln zum Schutze des 1 7 Lebens und Eigenthums der Europäer. Derwisch 30 10 Pascha willigte ein, gemeinsam mit Arabi Bey 1 05 die Befehle des Khedive durchzuführen. Der lägried Khedive und Derwisch Pascha sind nach Alexan- I gor M. drien abgereist. 5 Aus Stadt und Land. M. 0.80 „Friedberg, 13. Juni. Wie man vernimmt, wird St. bat mehrfach die Festsetzung des Minimalpreises für Wasser⸗ Stick N. vezug aus unserer in Errichtung begriffenen Wasserleitung Enten beanstandet und für zu hoch erachtet. Dem gegenüber 6460 bemerken wir, daß diese Festsetzuug nach reiflicher Ueber flisch legung, unter voller Berücksichtigung der hiesigen Ver?— hältnisse und in Folge dessen weit billiger als in anderen 1 Städten stattgefunden bat. In Offenbach wird das Minimum des jährlichen Verbrauchs mit 36 Mark berechnet, Uebe in Darmstadt wird unter einem jährlichen Mindestbetrag, von Bor von 35 Mark kein Wasser abgegeben und besteht in letzterer 0 9 Uhr; Stadt gutem Vernehmen nach, die Absicht, diesen Betrag 79 agent g demnächst zu erhöhen. Hier in Friedberg ist der Mindesk- ee ernannt betrag auf 25 Mark festgesetzt, eine in Rücksicht auf die Col Gesammtkosten des Werkes, auf die besonderen Vortheile 8 dem welche die Stadt durch die Kostenübernahme der Ab— 17 fassung stiche und Lieferung des Wassermessers den Hausbesitzern ee über d gewährt, höchst mäßige Summe, welche bei den bis jetzt s treten hier noch gar nicht hinreichend gewürdigten großen Vor⸗ bezeich theilen eines stets verfügbaren, reichlichen Bezugs guten meldet Wassers, auch in der kleinsten Haus haltung sich lohnen wird. Um indessen viele obwaltende Mißverständnisse zu 4 beseitigen, glauben wir Nachstehendes zufügen zu sollen, Ig, vor de Für ein von einer Familie bewohntes Gebäude stellen e All. sich bei dem Minimalsatz von 25 Mark die täglichen Sache Kosten für Wasser auf 62/8 Pfennig; dafür hat der Ab⸗ schuldig nehmer das Recht bis zu 71 Cubikmeter= 454 Hessischen schuldn⸗ Ohm Wasser jährlich zu verbrauchen. Für ein Gebäude pflächtut mit zwei Familien beträgt der Minimalsatz 35 Mark u den Jo und stellen sich die täglichen Kosten des Wassers auf sondertt 9/ Pfennig, also für eine Haushaltung auf 5 Pfennig kutsder täglich. Dafür können diese Familien 100 Cubikmeter = 615 Hess. Ohm Wasser jährlich verbrauchen. Für ein Gebäude, von drei oder mehr Familien bewohnt, 5 beträgt der Minimalsatz 45 Mark und stellen sich die A0 Kosten des Wassers auf 12 Pfennig täglich, also auf 2 höchstens vier Pfennig für eine Familie. Dafür können in diesem Gebäude 130 Cubikmeter- 813 Hess. Ohm Wasser verbraucht werden. Wir hoffen, daß solchen 8 Zahlen gegenüber viele Bedenken schwinden werden. 1 4 Sollte sich der Wasserverbrauch in hiesiger Stadt in 18 der gehofften Weise entwickeln und vermehren, so ist eine Herabsetzung sowohl der Minimalpreise, als der a Beträge für größeren Bezug nicht ausgeschlossen. Vorerst —— 5 05 muß die Stadtverwaltung darauf bedacht sein, die be— 95 2181 deutenden Betriebskosten des Werkes zu decken und eine— Erhöhung der Umlagen zu vermeiden. 2. * Allerlei. 42 0 Pest, 13. Juni. In Werschetz fand ein furcht⸗ N 1 g bares Gewitter statt. Die Brücke stürzte ein, 44 Per⸗ 15 sonen blieben todt. 1 0 London. Der bekannte Luftschiffer Simons stieg e 2 am letzten Samstag Nachmittag kurz vor 1 Uhr mit dem* Baronet de Crespigny von Maldon(Essex) in dem mit 40,000 Cubikfuß Gas gefüllten Ballon„Colonel“ auf, um über den Canal nach Frankreich zu fliegen. Beim Aufsteigen wurde der Ballon durch den starken Wind so heftig gegen eine Ziegelmauer geschleudert, daß der Baronet einen doppelten Beinbruch erlitt und in einer Höhe von etwa fünfzehn Fuß aus dem Nachen zu Boden stürzte, wobei er einige Rippen brach. Ein Zuschauer erlitt durch die Collision des Ballons mit der Mauer ebenfalls einen Rippenbruch. Simons setzte, obwohl er sich die Hand verstaucht hatte, die Reise fort und landele 80 Minuten später in Arras auf französischem Boden— Gerichtssaal.* Bad-Nauheim. In der am 15. Juni Vormittags 8 Uhr beginnenden Schöffengerichtssitzung kommen fol“ gende Fälle zur Verhandlung: 1) Strafsache gegen Heinrich Mörschel Frau von Dorheim, wegen Nuhe— 1 störung; 2) Strafsache gegen Louis Buschinsky von Bad⸗Nauheim, wegen Uebertretung des Reichs-Impfe gesetzes; 3) Strafsache gegen Hartmann Sprengel von* Bad Nauheim, wegen groben Unfugs; 4) Strafsache 1 gegen Christian Mörch, Bergmann von Dorheim, wegen e 0 Beleidigung; 5) Strafsache gegen a. Christian Beck, wb b. Ernst Hänsel, o. Johs. Ewald, d Fritz Stamm, hee e. Bernhard Götz und k. Christian Jehner von Bad- che Nauheim, wegen groben Unfugs; 6) Strafsache gegen N Karl Gleiß, Eva Gleiß und Chrlstlan Gleiß Wittwe 0 von Rödgen, wegen Ruhestörung; 7) Strafsache gegen A190 1a 11ʃ5 n —— 2 1 — 3 2 — 13) Dorheim gegen die Christian Mörchs Frau von da, Wilhelm Walther von Steinfurth, wegen Schießens in der Neujahrsnacht; 8) Strafsache gegen Christian Beck und Johs. Ewald dahier, wegen Ruhestö rung; 9) Straf— sache gegen Bernhard Götz von Bad-Nauheim, wegen Uebertretung des§. 366,7 R. St. G.; 10) Strafsache gegen Heinrich Möbs und Johannes Adami von Nieder— Mörlen, wegen Diebstahls; 11) Strafsache gegen Joh. Jost Beutel und Konrad Beutel von Bad-Nauheim, wegen Körperverletzung; 12) Strafsache gegen Bern— hard Schwab von Bad-Nauheim, wegen Ruhestörung; Die Privatklagesache des Heinrich Hellwig von wegen Beleidigung; 14) Die Privatklagesache des Lehrer Weitz von Dorheim gegen Wilhelm Faber von da, wegen gegenseitiger Beleidigung. Handel und Verkehr. Friedberg, 11. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.70.—0.90, Eier 1 St. 5 Pf. Friedberg, 14. Juni. Fruchtbericht. Walzen M. 25.75, Korn M. 19., Gerste M. 18., Hafer M. 16. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Gießen, 13. Juni. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 9 Pf., Käse per St. 5—10 Pf., Tauben das Paar 70—90 Pf., Hühner per Stück M. 1.20— 1.50, Hahnen per Stück M. 1.30— 1.70, Enten per Stück M. 2.00— 2.50, Ochsenfleisch per Pfund 64—66 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54— 56 Pf., Kalb⸗ fleisch 44— 50 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammel⸗ fleisch 60—70 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 4.50 0.00, Zwiebeln der Ctr. M. 15 18, Kirschen das Pfd. 40 Pf. Grünberg. Fruchtpreise vom 10. Junk. Waizen M. 25.00, Korn M. 18.86, Gerste M. 16.74, Hafer M. 16.26, Erbsen M. 00.00, Lein M. 28.58, Samen M. 25.66, Kartoffeln M. 3.08. Frankfurt, 12. Juni. Frankfurter Produktenbörse. (Offizielle Notirungen.) Walzen unverändert, eff. hies. und Wetterauer M. 26.00— 00, fremder M. 24½—25½, per diesen Monat M. 24½. Roggen unverändert, effectiv hies. M. 19.00— 00, fremder M. 16.½— 19.00, per diesen Monat M. 16½. Gerste unv., eff. hiesige und Wetterauer M. 17.00 18, fremde M. 17.— 19.00. Hafer un., eff. hiesiger M. 16½—17., fremder M. 15% 17.00, per diesen Monat M. 16.00. Rüböl unv., effectiv ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. M. 31¼. Branntwein eff. ohne Faß M. 40. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 25., Roggen⸗ mehl 0%(Berliner Marke) M. 23½— 24, l.(Berliner Marke) M. 22.—½, II.(Berl. Marke) M. 18. 19. Frankfurt, 12. Juni. Der heutige Viehmarkt hatte bei guter Zufuhr sehr hohe Preise. Angetrieben waren eirca 380 Ochsen, 290 Kühe, 260 Kälber und wenig Hämmel. Die Preise stellten sich per 100 Pfd. Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 68—70., 2. Qual. M. 64-66, Kühe 1. Qual. M. 58— 60., 2. Qual. M. 48—50., Kälber hochfeine Waare 70 Pf., 1. Qual. M. 62—64 2. Qual. M. 50 Hämmel 1. Qual. M. 60.—62., 2. Qual. M. 45.—50. 0 Brodpreise vom 16. Juni bis 1. Juli. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch- ꝛc. Preise vom 16. Juni bis 1. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Für Ober-Mörlen: Rindfleisch 56 Pf., Schweinefleisch 60 Pf. per ½ Kilo. Geld⸗Cours. Frankfurt am 12. Juni 1882. 20 ⸗Frankenstücke e M. 16 26—30 do. in 1½„ 16 25-28 Englische Sovereigns.„ 20 36— 41 Russische Imperiales.„ 16 71—76 Ducaten. 1„ 9 53—58 1 al marco.„ 9 60—65 Dollars in Gold 141 7 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Neumondfest. Beginn: Freitag Abends 7 Uhr 20 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 9 Uhr 20 Min. Concurs-Verfahren. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Leopold Becker von Bönstadt wird heute am 8. Juni 1882, Vormittags 9 Uhr, das Concursverfahren eröffnet.— Der Post— agent Hofmann zu Bönstadt wird zum Concursverwalter ernannt. Coneursforderungen sind bis zum 6. Juli 1882 bei dem Gerichte anzumelden.— Es wird zur Beschluß— fassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und ein— tretenden Falls über die in§ 120 der Concursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der ange— meldeten Forderungen auf Freitag den 14. Juli 1882, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Concursmasse gehörige Sache in Besitz haben, oder zur Coneursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, Nichts an den Gemein— schuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Ver— pflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abge— sonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Con— cursverwalter bis zum 6. Juli 1882 Anzeige zu machen. Großherzogliches Amtsgericht Altenstadt. Zur Beglaubigung: Orth, Gerichtsschreiber. 2 Bekanntmachung. Vom 1. Juli cr. ab wird der Zug 712 zwischen Fried— berg und Hanau wie folgt befördert: ab Friedberg 42, Assenheim 429, Erbstadt⸗Kaichen 47, Heldenbergen⸗ Windecken 56, Bruchköbel 529, Hanau(Nord) 548, Hanau(Ost) an 557 Morgens. Hannover den 10. Juni 1882. 2131 Königliche Eisenbahn-Direetion. Holzversteigerung. Montag den 19. Juni l. J., von Morgens 10 Uhr an, werden in dem Freiherrlich von Ritter'schen Walde 2100 Hasselhecke: 10 Raummeter schäleichene Scheiter, 21 1„ Knüppel, 1½/„. Stöcke, 4713 Wellen schäleichenes Reiserholz an den Meistbietenden versteigert. Die Zusammenkunft ist in dem Schälschlag Nr. IV und. Friedberg den 10. Juni 1882. In Auftrag der Freiherrlich von Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdesheim. Heidt. Gras-Versteigerung. Donnerstag den 15. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, soll das Heu- und Grummeigras von eirea 50 Morgen gemeinheitlichen Wiesen in einzelnen Ab— theilungen auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigert werden. Petterweil den 9. Juni 1882, ö Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Berges. 2094 2092 L. A. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung, mit festen und billigsten Preisen, empfiehlt ihr stets nur in zuverlässigen guten Qualitäten auf's Reichhaltigste ausgestattetes Lager. 131 Heugras-Versteigerung. Von der zum Familieneigenthum des Großherzoglichen Hauses gehörigen, in den Gemarkungen Bauernheim und Ossenheim gelegenen Markwiese, circa 60 Hectare haltend, wird Montag den 19. Juni, Vormittags 10 Uhr, in der Höres'schen Wirthschaft zu Bauernheim das Heugras loosweise versteigert. Ober⸗ Rosbach, 6. Juni 1882. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. 2049 Strack. 85 5 Heugras-Versteigerung. Freitag den 16. Juni l. J., Vormittags um 11 Uhr, werden 6½⁰ Morgen Heugras, in einzelnen Morgen, in Fauerbach b. Fr. an Ort und Stelle versteigert. Fauerbach b. Fr. am 12. Juni 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. 2110 Helfrich. Holz-Versteigerung. Montag den 19. Juni d. J., Morgens 10 Uhr, kommen im Gambacher Gemeindewald nachfolgende Holz— sortimente zur Versteigerung: 39 Raummeter Schäl⸗Eichen-⸗Knüppel, 5600 Schäl-⸗Eichen-Wellen, 337 Schäl⸗Eichen⸗Derbstangen. Zusammenkunft am Pohl-Gönser Weg, in der Nähe des Eisenbahnwärterhauses. Gambach am 12. Juni 1882. Großherzogliche Buͤrgermeisterei Gambach. 2108 u. Heugras-Versteigerung. Montag den 19. d. Mts., des Nachmittags 1 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Heugras in werden. Ossenheim den 12. Juni 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Ossenheim. 2107 Maul. 7 2 5—„ 3 Grasversteigerung. 2132 Dienstag den 20. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, wird das diesjährige Heu- und Grummetgras von elrea 200 Morgen Gräflichen Wiesen in Gemarkung Nieder- Wöllstadt in einzelnen, meist 2 Ortsmorgen haltenden Abtheilungen in der Wirthschaft des Herrn Georg Bechthold zu Nieder-Wöͤllstadt öffentlich meistbietend versteigert. Assenheim am 11. Juni 1882. Heugrasversteigerung. Freitag den 16. Juni d. J., Nachmittags 1 Uhr, wird das Heugras von den der Gemeinde Ober-Ros bach gehörigen Wiesen auf dem Rathhaus daselbst in Ab— theilungen öffentlich meistbietend verstelgert. Ober⸗Rosbach am 12. Juni 1882. Großherzogliche Bürgermeisterel Ober Rosbach. 2122 Vlecher. Gräfliche Rentkammer. Cüchtige Zimmergesellen finden Beschäftigung bei 8 211¶4 Friedberg. Heinr. Füller.. Beachtenswerth. einzelnen Abtheilungen auf hiesigem Rathhause versteigert 0 Warum strelchen Schreiner Pferdewagen an? 2119 Holz-Versteigerung. Freitag den 16. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im hiesigen Gemeindewald nachverzeichnete Holz⸗ sortimente versteigert werden, als: 43 Raummeter Eichen-Knüppelholz,. 3220 Stück Eichen⸗Wellen, Schälholz. Die Zusammenkunft ist am Eingange des Waldes, oberhalb Dillingen. Petterweil den 12. Juni 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. 2121 Berges. 5 1* 5 Heugras-Versteigerung. Mittwoch den 21. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, soll das der Gemeinde Heldenbergen gehörige Heugras von eirca 200 Morgen Wiesen in einzelnen Abtheilungen an Ort und Stelle versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs⸗ frist bis 1. September l. J. gestattet. Heldenbergen den 13. Juni 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen. 2115 Löhner. Dee hiesige Polizeidienerstelle, verbunden mit dem Feldschutzendienst, ist vaeant geworden. Hierauf Refleetirende wollen sich binnen 8 Tagen bei unterzeich⸗ neter Stelle melden.. Kloppenheim am 13. Juni 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Kloppenheim. 16,000 Mark, zusammen oder in größeren Theilen, sind gegen Hypothek auszuleihen durch Verwalter Stahl 2120 zu Kloppenheim. „ Königsberger Thee-Compaanie 2025(Berlin).(à eto. 55/. B.) Verkaufsstelle in Bad-auheim bei Herrn G. P. Ludyiig. as von Herrn Stadtrechner Melchtor bewohnte Logis ist vom 1. Juli ab zu vermiethen. C. L. Glück. Es wird eine Wohnung von 6 bis 7 Zimmern nebst Zubehör gesucht. Schrift- liche Offerten unter Chiffre K. B. wolle man bei der Exped. d. Anz. abgeben. 2105 2130 2116 Einladung zu der am 18. Juni 1882 stattfindenden ahnen weihe des Krieger-Pereins zu Dorheim. Programm. Morgens 5 Uhr: Ankündigung des Festes durch Böllerschüsse und Tages-Reveille. Bis 12½ Uhr: Empfang und Begrüßung der ankommenden Vereine und Deputationen. Mittags 1 Uhr: Aufstellung des Zuges am süͤdlichen Ende des Orts auf der Straße nach Friedberg in folgender Ordnung: 1. Ehrenreiter. 6. Fest⸗Jungfrauen, in deren Mitte die Fahne, verhüllt. 2. Schüler. 7. Die auswärtigen Vereine und Deputationen. 3. Fest⸗Comité. 8. Der Dorheimer Kriegerverein. 4. Gemeinderath und die eingeladenen Ehrengäste. 9. Sonstige Festtheilnehmer. 5. Ehren⸗ Mitglieder des Dorheimer Krieger- Vereins. Zug durch den Ort nach dem Festplatz. Dorheimer Krieger-Vereins. Festrede. Enthüllung der Fahne. Krieger-Vereins durch den Präsidenten. Hierauf Tanzbelustigung und gesellige Vereinigung. Dorheim im Juni 1882. Das Fest- Comité. NB. Zur Unterbringung der Festgäste bei eintretendem anhaltendem Regenwetter sind die geräumigen Säle bei sammtlichen Gastwirthen vorhanden. 2112 II. Üsgau Turufest zu Nendel. Sonntag den 18. Juni c. Morgens von 8—12 Uhr: Empfang der auswärtigen Vereine und Turntag. Auf dem Festplatze: Festrede, Freiübungen, Preisturnen, Concert und Tanzmusik. ung durch die Festdamen. F Begrüßung und Vorrede des Präsidenten des Schlußrede und Dank des 2129 Nachmittags 2½ Uhr: Festzug. Abends 9 Uhr: Preisvertheil⸗ Montag den 19. Juni e. Nachmittags 2½ Uhr: Festzug. Auf dem Festplatze: Concert und Tanzmusik. Nachmittags 4 Uhr: Großer Ringkampf. Abends 9 Uhr: Feuerwerk und bengalische Beleuchtung. Eintrittspreis zum Festplatz à Person 30 Pfennig. Holzverkauf aus der Hand. Zum Tarifpreis werden einzeln oder parthieenweise abgegeben: Fichten-⸗Reisstangen von 3—6 Centimeter Durchmesser und 5—8 Meter Länge, Hainbuchen- und Aspen⸗Staͤmme von 20—40 Centimeter Durchmesser und 3— 11 Meter Länge, Kiefern-⸗Werkscheitholz, Buchen⸗ Scheitholz und Stamm⸗Prügel. Lich, 12. Juni 1882. 2106 Das Festeomité. Fürstliche Oberförsterei Lich. Wimmenauer. Bilanz Spar- und Leih Kasse Ober Erlenbach (eingetragene Genossenschaft) a mn 3f. Dezember 1881. Gegründet im October 1880. 2 85 Aetiva. M. Pf. 8e Passiva. M. Pf. 0 1 11 1.] Fypotbeten 1200— 4. Geschäftsantheile 230 2 Schuldscheine 1995 51, 3.] Gütersteigschillinggne 526 20 3.] Anleihe am Mathildenstift Vilbel 950— 4.] Rückstände für gelieferte Stein⸗ 4.] Reingewinn„ 6 24 e ññü 36 86 5. Angelegt bei der Spar- und Leih⸗ ö kasse zu Frankfurt a. M. 3 6. Drückkos tes N 7.] Gerichtskosten 21 48 S Ppe 1 15 9. Kassenbesta d. 43 81 0 10. Inventar der Kassee. 59 42 3778 20 377820 2118 Mitgliederzahl 23. Der Vorstand. Aechten Emmenthaler, Holl. Syrup, 5 großgelocht und vollsaftig, sowie 9 Apfel— Gelée, Prima Limburger Käse Bienen- Honig 2127 empfiehlt J. Baumeister. 2071 bei Wilh. Bernbeck. (Nachkirchweih) im„Darmstädter Hof“ zu Nieder⸗ Wöllstadt, wozu ich hiermit freundlichst einlade. 2123 J. Becker. 4. Zur Beachtung! Bei Gelegenheit des Turnfestes bringe ich meine Bierwirthschaft und Schweinemetzgerei in empfehlende Erinnerung; auch ist für gute Speisen und Getränke bestens gesorgt. 2109 R Heinrich Densch. Die Wohnung des Herrn Rechtsanwalts Curtman, bestehend in 11 Zimmern nebst Zubehör, auf das Feinste eingerichtet, mit englischem A. B., Waschküche, stets mit Regen ver⸗ sehen, kann vom 1. August d. J. ab, in 3 Abtheilungen zu je 3 bis 4 Zimmern, vermiethet werden. 2124 Fr. Roßbach. Wasserleitungen a U 9 Art als: Küchen⸗, Closet⸗, Bade⸗Einrichtungen ꝛc. c., werden in solider Weise zu bllligsten Preisen aus geführt von Fried. Frick& Ph. Diener, 2128 Friedberg. Geschäfts⸗ Eröffnung und Empfehlung. Zur gefälligen Anzeige, daß ich an hiesigem Platze in meinem Elternhause eine Buchbinderei und Schreibmaterialien⸗ Handlung errichtet habe und empfehle mich daher einem verehrlichen Publikum dahier und Umgegend zu geneigten Aufträgen. Alle in die Buchbinderei einschlagenden Arbeiten, sowie das Einrahmen von Bildern, Brautkränzen ꝛe. werden unter Zusicherung reeller und billiger Bedienung schnell und dauerhaft ausgeführt. Ober-Mörlen im Juni 1882. Achtungsvoll Adam Weide, Buchbinder. Tafelobst, Zwetschen ohne Stein, Apfelschnitzen, Brunellen 2126 empfiehlt J. Baumeister. Alle Sorten Oelfarben, zum Anstrich fertig, empfiehlt 21²⁵ J. Baumeister. Gebäude-Abbruch. Durch Abbruch der Ziegelei am Ockstädter Weg zu Bad⸗Nauheim werden mehrere Tausend Dachziegel, Lakten, Dachsparren, 8 Meter lang, Pfetten, 10 Meter lang, Wand⸗ holz, meistentheils neues Floßholz, 2 zweiflügelige Thore mit Kloben und Band und eine Parthie Bruchmauer⸗ steine billig abgegeben. Bad⸗Nauheim den 11. Juni 1882. Heinrich Steuernagel V., Maurermeister. Heirathsgesuch. Für ein wohlerzogenes israel. Mädchen aus Frank⸗ furt a. M. mit einer Mitgift von 3500 Mark wird eine passende Parthie gesucht. Offerten unter W. 6959 an die Annoncen⸗Expedltion von Rudolf Mosse, Frankfurt a. M.(opt. 45/.) 8 2097 211 Desinfections- Pulver, unentbehrlich für jede Haushaltung, besonders Hötels, Bierlokale, Schulen, Kasernen ꝛc., bringe während der heißen Sommertage in Erinnerung. 2021 Gustav Geyer, Höch st a. M. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit, sowie bei der Beerdigung des Herrn Kaufmann Gustav Haustaedt, sagen den innigsten Dank 2113 Die trauernden Hinterbliebenen. eee eee Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Praktischer Nathgeber für's Haus Nr. 5 und 6.) Nächsten Sonntag den 18. d. Mts. Tanzmusik 1 f „ 1 f Vetref Ausf J nehre I bisher lärke g C Hande slärke wollen wal den Aus Bezi Sec bald Herr dami weitet Prodi Auf binne nochn den land 1. 90 (Krel und Gene laufe Aus Hesse n beo diefen Kopf