1 * * 9 5 1882. Donnerstag den 14. Dezember. R MN 147. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petttzelle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Anoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. erg , ats g Ut. m. d dan Dermstad meiner Usstellun — 2 „ Weikl, kuchen, gebacken J. Sinbist, Bin. hen 8 1 Latl Fri. 1 T 1 . . . 1 dis I all. 1 1 el Dal, „ — 1„ 1 g aul, g * f 1 Fl! 0 ö. 1 1 Transpo selben maßgeblich des gedachten Ausschreibens verfahren. an die Großherzoglichen Bürgermeistereier Vorgehens entgegengehalten sind. ———— —— und F. 362 des Strafgesetzbuchs. Amtlicher Theil. Betreffend: Ausführung des F. 3 Absatz 2 des Gesetzes betreffend die Freizügigkeit vom 1. November 1867 Friedberg den 29. November 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Dr. Braden. Betreffend: Den Landkalender für das Großherzogthum Hessen für 1884. Diejenigen von Ihnen, welche auf Grund unseres Ausschreibens vom 20. Februar dieses Jahres— Oberhessischer Anzeiger Nr. 24— rtkostenverzeichnisse vorgelegt haben, benachrichtigen wir, daß Ihnen die Verzeichnisse per Post visirt zugehen. Alsdann werden wir dem Kreiskasserechner Anweisung ertheilen. Sie wollen mit den— Friedberg den 11. Dezember 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Bad⸗Nauheim, Butzbach, Friedberg, Griedel, Heldenbergen, Hoch-Weisel, Klein⸗Karben, Münzenberg, Ober-Rosbach, Okarben, Reichelsheim, Rodheim und Vilbel. Sie wollen umgehend berichten, an welchen Tagen im Jahre 1884 die Märkte in Ihren resp. Gemeinden abgehalten werden. Das Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 10. März lauf über 15 Jahre bei ein und derselben Herrschaft schaft sich befinden unter dem Anfügen mit, daß denselben für 1882 je 12 Mark als Dr. Braden. Betreffend: Die Prämiirung von Dienstboten aus der Sparkasse(Mathildenstift) Frledberg⸗Bußbach in 1882. Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien im Sparkassebezirk Friedberg- Butzbach. enden Jahres theilen wir nachstehend das Verzeichniß der Dienstboten, welche Friedberg den 12. Dezember 1882. gedient, sich gut betragen haben, unverheirathet sind und in Kost und Wohnung bei der Herr— Kasse, zu welcher die Gemeinde, in der der Dienstbote wohnt, gehört, erhoben werden können. Kassebezirk Friedberg: Christine Reuling und Sophie Schott in Assenheim; i Philipp Repp in Bönstadt; Bruchenbrücken; Katharina Uhl, Maria Wiesemann, Katharina Hund, Elisabetha König, Katharina Elisabetha Barthel und Katharina Geiß in Christian Weil in Soldan, Louise Anfang, Margaretha Minder Friedberg; Maria Rach, Georg Harting und Katharina Haas in Nieder- Wöllstadt; Hof Bainhards; Anna Maria Gutmann in Ober⸗Wöllstadt; Magdalene Fegbeutel u Elis. Schmidt in Ossenheim; Joh. Ph. Schäfer in Soͤdel; Kassebezirk Butzbach: Babette Lautenschläger in Butzbach; Kath. Ohly und Maria Vögler in Münzenberg; Katharine Falkenstein in Zur letzten Bezirksconferenz der Lehrer des Kreises Friedb 1. aus dem Conferenzbezirk Vilbel auf Samstag den 16. d. Mts., Morgens 14 2. aus dem Conferenzbezirk Friedberg auf Dienstag den 19. d. Mts.,„beginnen 3. aus dem Conferenzbezirk Butzbach auf Mittwoch den 20. d. Mts., Tagesordnung wie auf der letzten und Mädchen getrennt, auf ein Blatt verzeichnen und dieses dem Unterz schutzverein aus den einzelnen Orten für 1882 demselben übermitteln. ersuche ich ergebenst um Benachrichtigung der L Friedberg den 10. Dezember 1882. so ist dieselbe vom 1. Januar 1883 an verzinslich. Die betreffenden Großh. Bürgermeistereien wollen die Dr. Braden. und Katharina Pauli in Bad-Nauheim; Einladung. Conferenz festgestellt. ehrer. ind Margaretha Aug. Haas in Staden; Kath. Mohr in Wisselsheim; Regine Wolf in Wölfersheim. Anna Elisabetha Muller in Gambach; Pohl⸗Göns; Katharina Gillmann und Lotte Morschel in Steinfurth. Prämie verwilligt worden sind, welche alsbald bei der Findet verzinsliche Anlegung der Prämie statt, Dienstboten hiernach entsprechend bedeuten. Katharina Horn, Regine Seligmann, Elisabetha Dorothea Arhelger in Ober-Mörlen; Katharine Becker zu Schmitt in Ockstadt; Christine Draut und Karoline Fenchel in Griedel; erg werden hiermit eingeladen die Herren Lehrer: ) Uhr, auf dem Brunnen bei Groß Karben, ˖ d mit Probeunterricht in einer Klasse der Stadtschule zu Friedberg und Butzbach um 9½ Uhr. Die Lehrer wollen zugleich die Schülerzahl ihrer Klassen, Knaben eichneten einhändigen, sowie die noch rückständigen Beiträge zum Thier⸗ Die Herren Vorsitzenden im Schulvorstande und Bürgermeister Schmidt, Kreis-Schulinspector. Deutsches Reich. Darmstadt. Es wurde: der Kreis⸗Assistenz— arzt Dr. Scharfenberg zu Lich auf Nachsuchen von seiner Dienststelle enthoben, der Landge— richtsrath Dr. v. Grolman in Darmstadt, unter Anerkennung seiner Dienstführung, auf Nach— suchen in den Ruhestand versetzt, der Landrichter bei dem Landgerichte der Prov. Starkenburg Bergsträßer zum Landgerichts rath bei diesem Gerichte, der Amtsrichter Pückel in Gießen zum Landrichter bei dem Landgerichte der Prov. Oberhessen, der Amtsrichter Dr. Schäfer in Vilbel zum Amtsrichter in Gießen, der Amts— richter Dr. Scriba in Homberg zum Amtsrichter in Vilbel, der Gerichtsaccess. Hechler aus Bie⸗ 1 denkopf zum Amtsrichter in Homberg ernannt, der Gerichtsvollzieher Münzer zu Worms auf 1 Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. Berlin, 11. Dec. Reichstag. Fortsetzung der Etat⸗Berathung. Schatzsecretär Burchardt rechtfertigt nochmals die Verfassungsmäßigkeit der Vorlage zweier Etats auf zwei folgende Etateperioden. Er polemisirt gegen die Be⸗ denken, welche der Zweckmäßigkeit eines solchen Abg. Windt— horst erklärt sich entschieden gegen die Berath⸗ ung des Etats pro 1884/85 als unzulässig. Abg. v. Kardorff erklärt, die staatsrechtliche Seite des Doppeletats betreffend, daß die Ein— führung zweijähriger Etatsperioden nur im Wege der Verfassungsänderung möglich sei. Gleich— wohl acceptire er die Prufung des Etats pro 1884/85. Er beantragt, den bezeichneten Etat an die Budgetcommission zur Berichterstattung darüber zu verweisen, ob theoretisch die gegen zweijährige Etats vorgebrachten technischen Be— denken bei einer thatsächlichen Prüfung stich— haltig seien. In namentlicher Abstimmung wird der Antrag v. Minnigerode, auch gewisse Theile des Etats für 1884/85 der Budgetcommission zu überweisen, mit 22 gegen 43 Stimmen ab⸗ gelehnt, ebenso der Antrag v. Kardorff; dagegen wird der Antrag Rickert, gewisse Theile des Etats für 1883/84 der Budgeteommission zu überweisen, angenommen. — Der Post zufolge schlaͤgt der bereits an den Bundesrath gelangte Antrag Preußens be— treffs der Erhöhung der Holzzölle vor, den Zollsatz für Rohholz von 10 auf 30 Pf., für bearbeitetes Holz von 25 auf 50 Pf. per Doppel— centner zu erhöhen.— Die Kreuzzeitung erklärt, der Bundesrath wolle den bekannten mecklen— burgischen Antrag wegen Beseitigung der Civil⸗ ehe nicht berathen, weil man eine neue Discussion dieser Frage nicht für opportun halten könne. — 11. Dec. Der russische Botschafter v. Saburoff reist heute nach Petersburg, um Weihnachten bei seiner Familie zuzubringen. Die Geschäfte werden in der Zwischenzeit von dem Botschaftsrath v. Arapoff versehen. 12. Dec. Der Kaiser bewilligte für die durch Hochwasser beschaͤdigten Bewohner der Rheinprovinz aus seiner Schatulle 15,000 M. — Prinz Wilhelm stattete dem Fürsten Bis— marck heute einen längeren Besuch ab. — Die Beamtenpensionsgesetz-Commission des Reichstags strich die Bestimmung des Ent— wurfs, daß die über 65 Jahre alten Beamten auch ohne ihr Nachsuchen in den Ruhestand versetzt werden können.— Die Commission für Petitionen hat bezuglich der Impffrage ihre Berathungen begonnen, zu welchen zahlreiches Material vorliegt. Abg. Thilenius als Referent will die Einsetzung einer Enqudte-Commisston und die Erhebung einer Statistik aller Faͤlle .——§ꝙ5? r —— 3 „ Enn 7'B'Ä pro et contra und die Sammlung des Materials beantragen, ehe eine Entscheidung getroffen werde. Das Centrum will die Beseitigung des Impfgesetzes. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 11. Dec. Das Abgeordnetenhaus des Reichsraths beschloß nach dem Schlußworte des Referenten, Grafen Belcredi, mit allen gegen drei Stimmen in die Specialdebatte der Novelle zur Gewerbeordnung einzugehen. s Frankreich. Paris, 12. Dec. Es ist sicher, daß die Person, von der Gambetta ver— wundet wurde, heute von der Pariser Polizei über die belgische Grenze geschafft worden ist. Großbritannien. London, 11. Dec. Lord Derby tritt sofort in das Cabinet ein, wohin— gegen die projectirten weiteren Veränderungen im Ministerium auf später verschoben wurden. Standard erfährt, Lord Derby werde als Minister für Indien in das Cabinet eintreten, während Hartington zum Kriegsminister und Chil— ders zum Schatzkanzler ernannt werden würde. Italien. Rom. Giers wird anfangs der nächsten Woche seine Rüͤckreise nach dem süd— lichen Italien antreten und wahrscheinlich gegen Weihnachten in Wien Aufenthalt nehmen. Rußland. Petersburg. Die Valutaregu⸗ lirung soll auf Anordnung des Kaisers schleunigst in Angriff genommen werden.— Der Reichs— controleur Solski soll Nachfolger Bunge's wer— den, das Domänenministerium sei Ignatieff zu— gedacht.— Trotz aller officiösen Dementis ist die im russischen Offizierscorps gegen den Kriegs— minister herrschende Aufregung eine hochgradige. Man beklagt sich bitter über seinen Despotismus und tadelt seine Reformversuche auf das heftigste. So hält man in allen militärischen Fachkreisen die von ihm angeordneten Festungsbauten, für welche ihm ein Zuschuß von 114 Million Rubel überwiesen wurde, für durchaus über— flüssig und nennt besonders seinen Bau der Schabina-Pinsker strategischen Eisenbahn eine große Blamage. Egypten. Kairo, 10. Dec. Ismail Ejub ist an Stelle Riaz Pascha's zum Minister des Junern ernannt worden. Dufferin ist soeben mit der Frage der Reorganisation der inlän— dischen Gerichtshöfe beschäftigt. Darauf soll die Angelegenheit der Volksvertretung erledigt wer— den und erfährt man darüber, daß beabsichtigt sein soll, die Notabelnkammer gänzlich abzu— schaffen und an ihrer Stelle eine allgemeine Volksvertretung anzubahnen. Aus Stadt und Land. r. Friedberg. Bei Gelegenheit der Feier seines 25jährigen Bestehens am 3. Dezember ist dem Berliner Turnrathe, der Vereinigung von 19 Männer-Turn⸗Ver⸗ einen, auf die bez. Einladung hin vom Staats Minister von Goßler ein Schreiben zugegangen, aus welchem hier folgende Stelle Platz finden möge:„Zu meinem besonderen Bedauern ist es mir nicht möglich gewesen, mir die Stunden von 4—6 frei zu machen, und ich muß auf die Freude verzichten, von den von mir so hoch— geschätzten Leistungen der Berliner Männerturner von Neuem persönlich Kenntniß zu nehmen. Ich muß mich daher auf den schriftlichen Ausdruck meines Dankes für die erfolgte Einladung und meines besonderen In- teresses an den turnerischen Bestrebungen der Hauptstadt des Landes beschränken.“ Die Hauptstadt des Kreises Friedberg nimmt schon seit Jahren— was Förderung und Pflege des Turnens anlangt— eine sehr unter⸗ geordnete Stellung gegenüber Bad-Nauheim, Butzbach, Vilbel ein. Ist es Gleichgültigkeit, Mangel an Verständ⸗ niß, ein Uebermaß von Liebe zur Bequemlichkeit, welchen diese bedauerliche Zurückhaltung bezüglich des Turnens in unserer Stadt zugeschrieben werden muß oder sind andere, uns unbekannte Gründe die Ursache? Etwas körperliche Anstrengung jede Woche zum Besten des eigenen Wohlbefindens, zur Kräftigung des ganzen Menschen sollte für denkende Menschen beherzigens- und nach— ahmenswerth sein. Die Wahrheit dieses Satzes scheint uns naheliegend und leicht faßbar; die Consequenz daraus ziehen, heißt„Turnen gemeinschaftlich mit Gleich— strebenden.“ Oder sollte das Haupthemmniß für einen Aufschwung des Turnens in unserer Stadt darin liegen, daß, um mit Jacob Grimm zu reden, Vorgedacht und Nachgethan der deutsche Schlendrian ist?? W. Bad-Nauheim. Die am vergangenen Sonntag von Mitgliedern der verschiedenen hiesigen Vereine ver— anstaltete Abendunterhaltung zum Besten der Ueber— schwemmten war eine in jeder Beziehung genußreiche und erhebende. Dieselbe erfreute sich eines so starken Besuches, daß die großen Räumlichkeiten des„Deutschen Hofes“ sich kaum als ausreichend erwiesen. Wenn schon die glückliche Wahl und die anerkannte Leistungsfähigkekt der Mitwirkenden zu den schönsten Hoffnungen berech tigten, so wurden doch die Erwartungen des zahlreich anwesenden Publikums weit übertroffen. Der peeunkäre Erfolg war auch ein höchst zufriedenstellender; die Ein— nahme betrug M. 255. Ww. Bad- Nauheim. Der hiesige landwirthschaft⸗ liche Verein ist dem Bespiel des hiesigen Spar- und Vorschußvereins gefolgt und hat ebenfalls 40 Mark für die Ueberschwemmten verwilligt. H. Vilbel. Am 3. Dezember fand hier ein großes Leichen-Begängniß statt. Es galt einem hochverdienten Manne, Geh. Medieinalrath Or. Nieß, die letzte Ehre zu erweisen, und waren zu diesem Behufe zahlreiche Leid— tragende aus Nah und Fern eingetroffen. Der Ver— blichene ist in der Nacht vom 29. auf den 30. November, ohne vorheriges Kranksein im 79. Jahre plötzlich an einem Herzschlag gestorben; er hat sich durch sein 29jähriges, segens reiches Wirken als Arzt, sowie durch sein feines und taktvolles Benehmen und einer selten gesehenen Mild⸗ thätigkett in unserer Gemeinde und vielen Nachbarge— meinden ein bleibendes Denkmal gesetzt. Möge ihm die Erde leicht sein! H. Vilbel. Wie man vernimmt, beabsichtigt der älteste Gesangverein dahier, der„Liederkranz“, ein Con⸗ cert mit Abendunterhaltung zum Zwecke der Unterstützung der Wasserbeschädigten abzuhalten und wünschen wir dem humanen Vorhaben den besten Erfolg. Gleich zeitig dürfte es sich empfehlen, wenn die anderen hiesigen Vereine und Corporationen dem Gesangverein Liederkranz in dieser Beziehung nachahmten. Offenbach. Dle Offenbacher Schiffbrücke ist am 9. Dezember wieder aufgefahren worden. Romrod. Trotz der ungünstigen Witterung war das Jagdresultat der in dieser Woche in Oberhessen statt— gehabten Hofjagden ein befriedigendes und wurde be— sonders Raubzeug erlegt, in 4 Tagen 31 Füchse und eine wilde Katze. Bemerkenswerth ist, daß bei diesen Jagden bei hohem Schnee im Vogelsberg 2 Schnepfen geschossen wurden. Auch an Rehwild wurde eine statt— liche Anzahl erlegt. Allerlei. Elbing, 11. Dez. Auf dem Bahnhof zu Selo⸗ bitten fuhr gestern Abend der Courierzug von Königs— berg nach Berlin in einen Güterzug, der auf ein anderes Geleise gesetzt werden sollte. Lvcomotivführer und Heizer wurden getödtet, der Packmeister schwer und von den Passagieren acht leicht verwundet. Paris, 11. Dez. Die Seine ist heute Nacht der⸗ art gefallen, daß eine weitere Gefahr ausgeschlossen ist. Paris, 12. Dez. Der heutigen Beerdigung Louis Blanc's wohnte eine große Volksmenge bei. Dem mit Kränzen bedeckten Leichenwagen, welcher von 6 Pferden gezogen wurde, folgten viele Senatoren, Deputirte, Vereins- und andere Delegationen. Madrid, 12. Dez. Eine Feuersbrunst im Gebäude des Kriegsministerlums zerstörte die Bibliothek und einen Theil der Archive. 20 Personen wurden bei dem Brande verwundet. Gerichtssaal. Bad⸗Nauheim. In der Donnerstag, den 14. d. Mts. stattfindenden Schöffengerichtssitzung zu Bad⸗Nau⸗ heim kommen folgende Fälle zur Aburtheilung: 1) Straf⸗ sache gegen Joh. Peter Möbs von Nieder-Mörlen, wegen Auswanderns ohne Erlaubniß; 2) gegen Friedrich Wolf von Steinfurth, wegen Ruhestörung; 3) gegen Jakob wegen Beleidigung; 5) gegen Konrad Appels Frau von Nieder-Mörlen, wegen Ausschickens ihres Kindes zum Betteln; 6) gegen Joh. Peter Reitz J. von Steinfurth, wegen Beleidigung. Butzbach. Nächsten Freitag den 15. Dez., Vorm. 9 Uhr, findet am hiesigen Amtsgericht eine Schöffensitz⸗ ung statt. Zur Verhandlung kommen folgende Sachen: 1) gegen Simon Schwarz von Niederweisel, wegen Be⸗ leidigung des Peter Lauth II. von Pfaffenwies bach; 2) gegen Wirth Peter Schneider von Ostheim, wegen Beleidigung des Schul-Verwalters Wilh. Mohr von Meiches; 3) gegen Ernst Möckel von Langenhain, wegen Beleidigung des Christtan Möckel von da; 4) gegen den Müllerburschen Friedr. Beuler und den Maurergesellen Joh. Konr. Schmitt, beide von Gambach, wegen Körper⸗ letzung; 5) gegen Joh. Weil VII. Eheleute von Rocken⸗ berg, wegen Hausfriedensbruchs und Körperverletzung; 6) gegen Konr. Glaum II. von Ebersgöns, wegen Jagd- vergehens; 7) gegen Uhrmacher Engelbert Biswurm in Jung von der Oes, wegen Uebertretung des§. 17 und 68 des Gesetzes über Beurkundung des Personenstandes. Gleßen. Schwurgerichtssitzungen vom 11. Dezbr. 1) gegen Richard Schmidt von Langenschwarz, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Schmidt wurde für schuldig erachtet und in eine Gefängnißstrafe von 4½,ʒ»Jahr verurtheilt; 2) gegen Heinrich Müller von Kölzenhaln, wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung. Angeschuldigter wurde für schul⸗ gig erkannt und in eine Gefängnißstrafe von 4 Monat, abzüglich einer Woche Untersuchungshaft, verurtheilt. Altenstadt, 7. Dez. In der heutigen Schöffen— gerichtssitzung wurde in folgenden Sachen erkannt: 1) in der Strafsache gegen Wilhelm König von Altenstadt, wegen Beleidigung, erhielt Angeklagter eine Geldstrafe von 5 M., ev. 1 Tag Gefängniß und fallen demselben Schneider von Stammheim, wegen Beleidigung, wurde Angeklagter in eine Geldstrafe von 5 M., ev. 1 Tag Gefängniß und Tragung der Kosten verurtheilt, nebstdem lich bekannt zu machen; 3) in der Strafsache gegen Karl Krauß von Langenbergheim, wegen Ueberfahren des Straßenbanketts, wurde Angeklagter von Strafe und Griesemer von Staden, wegen Pfandveräußerung, wurde der Angeklagte in eine Gefängnißstrafe von 2 Tag und zur Tragung der Kosten verurtheilt; 5) in der Straf⸗ zwecklosen Umhertreibens und Bettelns, wurde die An⸗ wurde Ersterer in eine Geldstrafe von 6 M. und zur Tragung der Kosten verurtheilt, nebstdem auch auf Ein⸗ ziehung des bei der Begehung der betr. That gebrauchten Hundes und der dabei benutzten Mistgabel erkannt. Be⸗ züglich der übrigen 6 Angeklagten erfolgte Freisprechung; 8) in der Strafsache gegen P. Reibert II. von Langenberg⸗ heim wegen Uebertretung baupolizeilicher Bestimmungen, wurde Angeklagter in eine Geldstrafe von 20 M. sowie zur Tragung der Kosten verurtheilt; 9) in der Straf- gesetzt und die Einnahme eines Augenscheins beschlossen; 10) in der Privatklagesache des Lehrers C. Chantre von Himbach gegen Louise Hartmann von Sachsenhausen und H. Volz von Friedberg, wegen Beleidigung, wurde gegen ½ der Kosten und gegen Letzteren auf eine Geldstrafe Tragung der Kosten verurtheilt, der Letztere von der Anklage der Körperverletzung freigesprochen; 12) in der verurtheilen sei. Verloosungen. 3½ pCt. Köln⸗-Mindener Prämienantheil⸗ scheine. Serienziehung vom 1. Dez. 1882. Nr. 196 216 493 539 810 859 1199 1283 1293 1495 1562 1573 1587 1671 1928 1968 2041 2059 2183 2468 2832 Serie 2644 Nr. 47 fl. S. 159 Nr. 34, S. 862 Nr. 15, S. 1218 Nr. 10, S. 1629 Nr. 17, S. 1724 Nr. 4 32, S. 3956 Nr. 24 35, S. 4920 Nr. 36, S. 5128 Nr. 31, S. 7210 Nr. 39, S. 7365 Nr. 45, S. 8079 Nr. 18, S. 8225 Nr. 4, S. 8283 Nr. 25 à fl. 100. Bastjan von Bad-Nauheim, wegen Körperverletzung; 4) gegen Chr. und Jos. Mathes von Nieder-Mörlen, Butzbach, wegen Diebstahls; 8) gegen Landwirth Karl Nr. 6 45, S. 373 Nr. 40, S. 862 Nr. 39 49, S. 1049 Nr. 17 38, S. 1724 Nr. 43, S. 1753 Nr. 15, S. 2127 Nr. 1 8 23, S. 3872 Nr. 45, S. 3956 Nr. 5 S. 4060 Nr. 47, S. 5128 Nr. 17 44, S. 5705 Nr. 26, S. 9411 Nr. 39 à fl. 20. Auf alle übrigen in den am aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von fl. 8. Oesterreichische fl. 100-Loose von 1864. — Heimzahlung am 1. März 1883. Serien: Nr. 398 595 828 917 1097 1327 1575 1703 1788 1833 1972 25213111 3462. Gewinne: S. 3111 Nr. 29 fl. 200,000. S. 1972 Nr. 10 fl. 20,000. S. 3111 Nr. 68 fl. 15,000. S. 1703 Nr. 72 fl. 10,000. S. 828 Nr. 78, S. 1097 Nr. 86 à fl. 5000. S. 398 Nr. 75, S. 595 Nr. 99, S. 3111 Nr. 96 à fl. 2000. S. 828 Nr. 48, S. 1097 Nr. 23, S. 1327 Nr. 70, S. 1703 Nr. 66 89, S. 3111 Nr. 32 à fl. 1000. S. 398 Nr. 95, S. 595 Nr. 73, S. 917 Nr. 64, S. 1097 Nr. 34, S. 1327 Nr. 27 S. 1788 Nr. 17, S. 1972 Nr. 7 86, S. 2521 Nr. 10 31 50, S. 3111 Nr. 40, S. 3462 Nr. 3 20 43 à fl. 500. S. 398 Nr. 54, S. 595 Nr. 46 58 83, S. 828 Nr. 34, S. 917 Nr. 50 74 75, S. 1097 Nr. 70 85, S. 1327 Nr. 43, S. 1703 Nr. 7 27, S. 1788 Nr. 83, S. 1833 Nr. 42 68, S. 1972 Nr. 19 89, S. 2521 Nr. 30, S. 3111 Nr. 28 à fl. 400. Auf alle übrigen in vor⸗ stehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von fl. 200. Handel und Verkehr. Friedberg, 14. Dec. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.10— 1.25, Eier 1 St. 8 Pf., 2 St. gr. 15 Pf. Friedberg, 13. Dez. Fruchtbericht. Walzen M. 19½ Korn M. 15½, Gerste M. 1416, Hafer M. 12—13. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Grünberg, 9. Dez. Fruchtpreise. Weizen M. 18.28, Korn M. 15.96, Gerste M. 12.80, Hafer M. 11.90, Erbsen M. 20.00, Lein M. 00.00, Samen M. 22.00, Kartoffeln M. 5.28. die Kosten zur Last; 2) in der Strafsache gegen Konrad 3024 3099 3113 3161 3164 3235 3288 3629 3652 3966. Meininger fl. 7⸗Loose von 1870. Gewinn⸗ Ziehung vom J. Dez. 1882.— Heimzahlung 1. März 1883. 10,000. S. 8225 Nr. 3 fl. 2500. S. 34 Nr. 15, S. 2644 Nr. 31, S. 6973 Nr. 4 à fl. 500, S. 34 Nr. 16, S. 140 auch dem Beleidigten die Befugniß zugesprochen, die Verurtheilung durch Anschlag an das Gerichtsbrett öffent⸗ geklagte in eine Gefängnißstrafe von einem Tag und zur Tragung der Kosten verurtheilt; 7) in der Straf- sache gegen Joh. Harth II. von Ober-Mockstadt und sechs Consorten von Nieder-Mockstadt, wegen Jadvergehens, S. 6376 Nr. 35 38 47, S. 7365 Nr. 33, S. 7709 Nr. 36 37, S. 8225 Nr. 17 18, S. 9078 Nr. 37% 1. November gezogenen Serien enthaltenen und hier nicht Serien- und Gewinn-Ziehung vom 1. Dezember 1882. —— Kosten freigesprochen; 4) in der Strafsache gegen Chr. sache gegen Friedrich Will Wittwe von Rodenbach, wegen Bettelns ihrer Tochter Elise, wurde die Verurtheilung N der Angeklagten in eine Gefängnißstrafe von 2 Tag und Tragung der Kosten ausgesprochen; 6) in der Strafsache gegen Joh. Eberhard Ehefrau von Ober-Schmitten, wegen sache gegen Peter Kröll von Altenstadt, wegen Befahrens des Straßenbanketts, wurde die Hauptverhandlung aus- Erstere auf eine Geldstrafe von 5 M. und Tragung von von 15 M. und Tragung von% der Kosten erkannt; 11) in der Strafsache gegen Wilh. Nolde von Rommel-⸗ hausen und Carl Gomolla von da, wurde Ersterer wegen Bedrohung in eine Gefängnißstrafe von 8 Tag und zur 1 Strafsache gegen Konrad Stahl von hier, wegen groben Unfugs, wurde erkannt, daß der Angeklagte in eine Geldstrafe von 3 M. und zur Tragung der Kosten zu den Nennt t Erkttet wege Lag ind in ———— *— K 414 11011 112 ca. 300 Stück zu M. 60. verflossenen Woche bestand in annähernd 500 Stück. S0. u. s. w.) anzugeben. 19. Nov. Gießen, 12. Dec. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.25— 1.30, Eier per St. 7—9 Pf., Käse pr. St. 5 bis 9 Pf., Tauben das Paar 60—70 Pf., Hühner pr. St. M. 0.85.— 1.00, Hahnen per St. M. 1.10— 1.30, Enten per St. M. 1.70— 2.00, Ochsenfleisch per Pfd. 66—70 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 56—60 Pf., Kalbfleisch 54— 56 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammelfleisch 60—66 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 5.50— 6.00, Zwlebeln per Ctr. M. 3.00, Gänse per Pfd. 56— 68 Pf., Weißkraut 100 Stück M. 2— 4.50. Frankfurt, 11. Dez. Frankfurter Produktenbörse. (Offietelle Notirungen.) Weizen beh., effeetiv hiesiger und Wetterauer M. 19.75—20, fremder M. 21— 22.75, per diesen Monat M. 20.50. Roggen beh., eff. hies. M. 14.00—15, fremder M. 14.00— 16.50, per diesen Monat M. 44.50, Gerste beh., eff. bies. und Wetterau. M. 17—18, fremde M. 18— 20. Hafer beh., effeetiv hiesiger M. 12.50 bis 00.00, fremder M. 12.50— 13.25, per diesen Monat 12.50. Rüböl beh., eff. ohne Faß hiesiges in Parthien von 50 Ctr. M. 36.50. Branntwein still, eff. ohne Faß M. 45. Mehl Nr. 1 M. 38, Nr. 2 M. 36, Nr. 3 M. 31, Nr. 4 M. 27, Nr. 5 M. 24. Roggenmehl 9/1 (Berliner Marke) M. 23.25- 23.50, J.(Berl. Marke) M. 22— 22.50., II.(Berliner Marke) M. 1900. Frankfurt, 11. Dez. Viehmarkt. Es waren zu⸗ getrieben 300 Stück Ochsen, für 1. Qual. wurde M. 75 per Ctr. Schlachtgewicht, 2. Qual. M. 65— 70 bezahlt. Kühe und Rinder 200 Stück. 1. Qual. M. 62, 2. Qual. M. 57 und 3. Qual. M. 50. Kälber 268 Stück. 1. Qual. M. 60, 2. Qual. M. 50. Hämmel waren etwas über 200 Stück vorhanden, die zu M. 50—60 abgingen. Von Schweinen waren nur Prima Landschweine vorhanden, Der Gesammtbetrieb in der Die Weihnachtssendungen betr. Das Reichs-Postamt richtet auch in diesem Jahre an das Publikum das Er— suchen, mit den Weihnachtssendungen bald zu beginnen, damit die Packetmassen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste zu sehr zusammendrängen, wodurch die Pünktlichkeit in der Beförderung leidet. sind dauerhaft zu verpacken. Die Packete Dünne Pappkasten, schwache Schachteln, Cigarrenkisten ꝛc. sind nicht zu benutzen. Die Aufschrift der Packete muß deutlich, vollständig und halt— bar hergestellt sein. Kann die Aufschrift nicht in deut⸗ licher Weise auf das Packet gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes weißen Papiers, welches der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt werden muß. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier. Dagegen dürfen Formulare zu Post— Packetadressen für Packetaufschriften nicht verwendet wer— den. Der Name des Bestimmungsorts muß stets recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben sein. Die Packetaufschrift muß sämmtliche Angaben der Begleit— adresse enthalten, zutreffendenfalls also den Frankover— merk, den Nachnahmebetrag nebst Namen und Wohnung des Absenders, den Vermerk der Eilbestellung u. s. w., damit im Falle des Verlustes der Begleitadresse das Packet auch ohne dieselbe dem Empfänger ausgebändigt werden kann. Auf Packeten nach größeren Orten ist thunlichst die Wohnung des Empfängers, auf Packeten nach Berlin auch der Buchstabe des Postbezirks(C., W., Zur Beschleunigung des Be⸗ triebes trägt es wesentlich bei, wenn die Packete frankirt aufgeliefert werden. Das Porto für Packete ohne an⸗ gegebenen Werth nach Orten des Deutschen Reichs-Post— gebiets beträgt bis zum Gewicht von 5 Kilogramm 25 Pf. auf Entfernungen bis 10 Meilen, 50 Pf. auf weitere Entfernungen. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: Der Sergeant im 1. Großh. Hess. Inf.⸗Reg. Nr. 115 Heinr. Philipp Kaiser von Bessungen mit Margaretha Katharina Mals von Ober⸗ Erlenbach. Geboren: 5. Nov. Dem Gerber Hubert Gerhard Steinbeck Sohn. 6. Nov. Dem Schriftsetzer Heinrich May 1 Sohn. 7. Nov. Dem Gensdarmen Adolph Krieb 1 Tochter. 14. Nov. Dem Lohnfuhrmann Johs. Konrad Thomas 1 Tochter. 18. Nov. Dem Kaufmann Johann Peter Arnold Otto Gatzert 1 Tochter. 23. Nov. Dem Bierbrauer Philipp Kolm 1 Tochter. 25. Nov. Dem Lehrer Philipp Philipps 1 Sohn. 26. Nov. Dem Schuhmacher Franz Albrecht Rausch 1 Tochter. 28. Nov. Dem Bierbrauer Maximilian Probst 1 Sohn. 4. Dez. Dem Handschuhfabrikanten Jean Martin Gonder 1 Tochter. 4. Dez. Dem Fellbändler Leopold Arnstein 1 Tochter. 8. Dez. Dem Hülfsweschensteller Johann Tobias Naumann 1 Tochter. e e 40 Jahr alt v. Johann Konrad Schmidt, ahr alt. 3— 5 Philipps, Söhnchen des Lehrers Philipp Philipps. 5 1 7. Dez. Emilie Maria Buß, Töchterchen des Bahn— melsters Louis Buß, 1 Jahr, 2 Monat alt. 10. Dez. Rentner Gottfried Rudolf Aug. Emil Mändel, 50 Jahr alt. Für die Ueberschwemmten in Hessen ter ein von: Förster Frank auf dem aus dem Sammelkasten der Tourtsten stein 1.64 M.; von Casino„Europa gingen bei uns weil Winterstein 2 M.; im Forsthause Winter braucht Schuh“ gesammelt bei Herrn Gastwirth Ewald in Assenheim 4 M.; an die Hauptsammelstelle dahier wurden von uns heute 160 Mark abgeliefert. Die Es pete, Am 12. l. Mts. wurden von den aus Stadt und Kreis Friedberg für die Wasserbeschädigten eingegangenen Beträgen an das Landescomiteé weiter eingesandt: II. Gabe im Betrag von 1910 M.; die am 9. l. M. abgesandte J. Gabe betrug 2790 M.; zusammen abgesandt 4700 M. 3 Das Comité. Mit Bezugnahme auf den Aufruf der Prinzessinnen des Großherzoglichen Hauses im Oberhessischen Anzeiger Nr. 145 und 146 wird nochmals ersucht, die für die Wasserbeschädigten bestimmten Gaben an Kleidungsstücken Wäsche ꝛc. ꝛc. an die Frauen und Töchter der Mitglieder des Friedberger Comité's zur Unterstützung der Wasser⸗ beschädigten einzuliefern Das Comitémitglied Herr Jean Huber wird alsdann die Weiterbeförderung nach Darmstadt übernehmen und bittet man daher die verehrlichen Frauen und Töchter der Comitémtitglieder die eingelieferten Gegen— stände an Herrn Huber abzugeben. Das Comité. Gedenket der Vögel im Schnee! Der Frost und Hunger thun weh. Verwahret Feuer und Licht, Damit kein Schaden geschicht! Jeraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 16. Dezember 1882. Beginn: Freitag Abends 3 Uhr 45 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 4 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 17. Dezember ab Morgens 7 Uhr, Nachmittags 3 Uhr. (Mittwoch den 20. Dezember: Fasten des 10. Thebet.) Edictalladung. Nachdem bezuglich eines Theils der Gemarkung Nieder— Erlenbach die Zusammenlegung der Grundstücke beschlossen worden ist und dieselbe fich erstrecken soll auf die sämmt⸗ lichen in den Gewannen Nr. 1— 136 gelegenen Aecker, Baumstücke, Wiesen, Wege, Gräben, von Parzelle Nr. 1 bis 3930, mit alleiniger Ausnahme der in der 13. Gewann gelegenen Untermühle und der in der 110. Gewann ge— legenen Obermühle und der dazu gehörigen Gärten, sowie denjenigen Hofraithen und Gärten, welche allen— falls noch in der 12. 13., 17., 18., 73., 74. und 111. Gewann angelegt werden, mit fernerer Ausnahme der sämmtlichen in diesen Gewannen und in der Ge— wann 137 von Parzelle 1— 126 gelegenen Hofraithen und Gärten werden alle hierbei interessirten Personen hierdurch innerhalb einer zerstörlichen Frist von drei Monaten aufgefordert, 1) die Grundbesitzer, welche noch nicht in dem Trans— seriptlonsbuche, oder Mutationsverzeichniß einge— tragen sind, ihren Eintrag zu erwirken; die ohne Erwerbtitel eingetragenen Besitzer, zur Herstellung der Vermuthung für die Gewißheit ihres Eigenthums, ihre Erwerbtitel den auf ihre Namen lautenden Einträge beischreiben zu lassen; Diejenigen, welche vermöge einer erhobenen Klage oder vertragsmäßigen Eigenthumsvorbehalts An— spruch auf demnächstigen Rückfall eines der Zu⸗ sammenlegung zu unterwerfenden Grundstücks bilden, ohne diesen Anspruch genügend gesichert zu haben, die Klaganstellung, beziehungsweise ihren Anspruch auf Rückfall genügend nachzuweisen; die Obereigenthümer und Fideicommißberechtigten, deren Rechte in dem an Stelle des Grundbuchs geführten Verzeichniß noch nicht gewahrt sind, die— selben eintragen zu lassen; e f Diejenigen, welche nicht in den öffentlichen Büchern eingetragene Pfandrechte, Eigenthumsvorbehalte oder andere Sicherheitsrechte in Anspruch nehmen, dieselben urkundlich nachzuwelsen und aufzeichnen zu lassen, und für Diejenigen, welche dergleichen Rechte für erloschen halten, dieselben löschen zu lassen; en welche bei der Zusammenlegung zu be— achtende Real- oder persönliche Servituten, Nutz⸗ nießungs⸗, Lelbzuchls- und Auszugsrechte auf solchen Grundstücken anzusprechen haben, dieselben anzu— melden und durch Urkunden oder durch Anerkennung des Besitzers des belasteten Grundstücks nachzuweisen, Alles unter dem Rechtsnachtheil, daß auf Rechte dieser Art, welche weder in den öffentlichen Buͤchern bezw. Mutatlonsverzeichnissen, noch in den in Gemäßheit der Anmeldung in der vorbestimmten Frist, aufzustellenden Verzeichnisse gewahrt sind, bei der stattfindenden Zu⸗ sammenlegung keine Rücksicht genommen werden wird, sowie daß erloschene, aber noch nicht gelöschte Rechte, als fortbestehend werden behandelt werden. Vilbel am 16. November 1882. Großherzogliches Amtsgericht Vilbel. Wegelin. Eine Wohnung 2) 3) 4 5 60 3929 Weiß. t zu vermlethen bei 1018 S. Ruppel, Köhlerstraße. Bekanntmachung. Mit Beitreibung der Ausstände der Kranz'schen Apotheke beauftragt, mache ich hierdurch bekannt, daß diejenigen Debenten, welche binnen 4 Wochen keine Zahlung geleistet haben, gerichtlich belangt werden. Bad⸗Nauheim am 10. Dezember 1882. Weizel, 4117 Deuce N Konkurs-Verfahren. 4116 In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Karl Hepper Eheleute von Ober-Mörlen ist zur Ab⸗ nahme der Schlußrechnung des Verwalters zur Erheb— ung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichniß der bel der Vertheilung zu berücksichtigenden Forderungen der Schlußtermin auf Mittwoch den 10. Januar 1883, Vormittags 9 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amts- gerichte hierselbst bestimmt. Bad-Nauheim den 12. Dezember 1882. . Schü tz, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Vergebung von Bauarbeiten. Nachverzeichnete Arbeiten sollen auf dem Submisstons⸗ wege vergeben werden: Bei J. Erweiterung der Pfarrer- und Lehrwohnung in Marienschloß: Maurerarbeit, veranschlagt zu 1440 M. 48 Pf. Steinhauerarbeit 227 Zimmerarbeit 1509„ 0 Dachdeckerarbeit 320 ü Schreinerarbeit 868„ 90 Schlosserarbeit 74„0 Gußlieferung 229 Glaserarbeit 166„—„ Weißbinderarbeit 766„ 70 Spenglerarbeit 1387 Tapezierarbeit 9 bei 11. Herrichtung einer Wohnung für den Oeko⸗ nomen daselbst: Maurerarbeit, veranschlagt zu 334 M. 10 Pf. Steinhauerarbeit 59„ 75% Zimmerarbeit 345„ 70 Dachdeckerarbeit 134„ 70 Schreinerarbeit 180 2 Schlosserarbeit„ Gußlieferung W Glaserarbeit DA Weißbinderarbeit 140„ 7 Spenglerarbeit 10— Tapezierarbeit 28 sowie bei Umbau des Kamins in der Wohnung des Arztes daselbst: Maurcrarbeit, veranschlagt zu 186 M. 35 Pf. Zimmerarbeit 42% Dachdeckerarbeit 20 Schreinerarbeit 36„ 60 Schlosserarbeit 24„—„ Weißbinderarbeit 3„ 1 Tapezierarbeit 38 unter 1 und 11 bezeichneten Arbeiten liegen auf dem Büreau unterzeichneter Stelle Vormittags vom 11. bis 21. Dezember l. J. zur Einsicht für Lusttragende offen. Die bezüglichen versiegelten Offerten und zwar nach mund Ul getrennt, die Gebote in Procenten ausgedrückt, müͤssen längstens bis zum 21. Dezember, Vormittags 10 Uhr, auf unserem Büreau abge⸗ geben werden, woselbst zu diesem Termin Eröffnung der eingelaufenen Offerten stattfindet. Friedberg den 9. Dezember 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 4088 Grimm. „ Die Frankfurter Kunsthefe-Fabrik Oberrad, Frankfurter Straße 79, empfiehlt Feinste Kunsthefe (aus bestem selbstfabrizirtem Malz und feinstem Hopfen) zu billigsten Preisen.(257/10.) Haarbalsam. Bestes Mittel um das Wachsthum der Haare zu fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. In Flac. à 60 Pf. und M. 1.20. Eau capillaire de duinine in Flaschen à 70 Pf. und M. 1.40. Haarfärbemittel in blauen Flaschen mit Gebrauchs- Anweisung à 2 M. 2895 J. A. Windecker. Neue elegante Schlitten stehen zu verkaufen bei 4100 Bad⸗Nauheim. C. Wagner. 2 Ital. Kastanien 3970 bei Wilhelm Fertsch. 3629 e —— ee Enn Fonntag den 17. Dezember 1882. Zum Besten der Wasserbeschaͤdigten in Hessen: Musilkalisch-theatralische Abend- Unterhaltung, veranstaltet von der Casinogesellschaft unter gütiger Mitwirkung der Feuerwehrkapelle im Casinosaal. Zur Aufführung kommt: Datterich, große dramatische Localposse in 9 Aufzügen. Sämmtliche Bewohner Friedbergs und der Umgegend sind höflichst eingeladen. Anfang präcis 7 Uhr. 5 Saalplatz M. 1., 4038 Ente Galerie 50 Pfennig. Sämmtliche Saal-Platze sind numerirt und sind ebenso wie die Galerie-Karten von Donnerstag Nachmittag an bis Sonntag Mittag 12 Uhr, so lange Vorrath, bei unserem Vorstandsmitglied Herrn C. Groß zu haben. An der Casse findet ein Billetverkauf nicht statt. Der Casino- Vorstand. Lorenz Berg, Elfenbeinbildschnitzer, Kaiserstraße 96, Friedberg, empfiehlt als passende Festgeschenke seine selbstverfertigten Elfenbeinschmuck-Waaren, Jet, Bern—⸗ stein⸗ und Schildpatt⸗Artikel, Stöcke, Schirme, Tabakspfeifen ꝛc. ꝛc. Zu Weihnachtsgeschenken empfehle in reichster Auswahl zu soliden Preisen alle Sorten Uhren und Gold- Waaren. H. Stadelmann, Uhrmacher und Goldarbeiter, 4107 a neben dem Hötel Trapp- Hemden, Kragen, Manschetten, Halsbinden empfiehlt in großer Auswahl zu Fabrikpreisen 4109 Isidor Sle N, MWasche-Huabrih, gegenüber der Post. Meine Meihnachts- Ausstellung beginnt Sonntag den 10. dieses Monats. MN. Philippi, nof.- Condüsor. eihnachts- Ausverkauf. Eine große Parthie zurückgesetzter Kleiderstoffe in guten Qualitäten, f br. Meter 50 Pf. 1 9 85 Gebr. Strauss. Tafel⸗Obst, Neue türkische Sultan- Tafel- Pflaumen, „ italienische Brünellen,= Bratbückinge „ amerikanische Schnittäpfel, 1406 bei Wilh. Fertsch. „ türkische Pflaumen Geriebene Mandeln in schöner fleischigster Frucht bei 411¹⁰ J. Baumeister. mit oder ohne Rosenwasser stets frisch bei Gesucht 4008 fc 1 J.. 60—100 Liter ante Milch. Zu vermiethen 4049 4059 Süß e Offerten unter D. 8295 an Rudolf Mosse, Frank- eine Wohnung von 3—5 Zimmern nebst Zubehör. (F. ept. 28/12) furt a. M Bad⸗ Nauheim. K. Löschhorn. Granatschmuck zu Weihnachtsgeschenken empfiehlt in schönster Auswahl dolph Mayer, 4022 Großh. Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter. Die schonsten 9 Weihnachts-Geschenke, als: Portemonnaies, Cigarren⸗Etuls, Visite- und Brief⸗ taschen, Toiletten-Necessaires für Damen und Herren, Arbeits-Neeessaires bis zu den feinsten für Damen und Kinder, neue Abstricker und Fleißknäuel, lederne Damen⸗ taschen, Tintenfässer, Schreibzeuge und Rauchserviees in neuen Arten, neue originelle Cigarrenspitzen, alle Sorten Leuchter und Feuerzeugbüchsen, neue chinestsche Artikel, sowle noch viele andere neue Sachen in über⸗ raschender Auswahl zu bekannten außergewöhnlich billigen Preisen in der Weihnachts⸗Ausstellung von Hch. Diehl. usagasse Drei elegante Schlitten sind zu verkaufen bei 4099 G. Schudt, Friedberg. Christbaumlichter und Wachsstöcke, Gold- und Silberschaum 4113 bel. Baumeister. Frische Helgolander Schellsische 4105 bei Wilhelm Fertsch. Für Liebhaber von Kanarienvögel. Der Gesang des Harzer Kanarienvogels von A. Ladewig. Preis M. 1.— Ein Liebling der Frauen, Briefe aus Kanarienheim von Lueie Wilberforth. Preis M. 1.75. 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Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 4112 bei Antheile Holzhau Ober⸗Zl Völfersh Betreff Be eff Mitthe derbür wäre von fü . 8 Bündn herspre seste d ung d die J. des G sugten horst b. Bo Antrag seine welche ung ni prinzip age sperger pellatit der D lialiste s für lialiste aus so Hand den S die Ge lation n der Unabw, gennt bl ause il