70 N. Johannes 1 Cuontert lle, Oberhessischer Anzeige 1882. Samstag den 13. Mai. 9 Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bet Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Aus dem Reichsgesetzblatt Nr. 11 ist zu publiciren: Verordnung, betreffend die Verwendung giftiger Farben. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat durch Entschließung vom 3. Mat 1882 ad Nr. M. J. 8323 dem Comité für die Kinderheilanstalt„Elisabethhaus“ zu Bad-Nauheim auf sein Nachsuchen eine einmalige Collekte in sämmtlichen Gemeinden des Großherzogthums zum Besten des fuͤr die genannte Anstalt errichteten Neubaues in gleicher Weise, wie solche für Rettungshäuser u. dergl. stattzufinden pflegt, gestattet. Betreffend: Die für die Anzeigen von Uebertretungen zu verwendenden 58 Friedberg den 10. Mai 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir haben die Wahrnehmung gemacht, daß die Mehrzahl von Ihnen unser Ausschreiben vom 14. Januar 1881— Oberhessischer Anzeiger Nr. 8— zum Nachtheil Ihrer Gemeinden außer Acht lassen. Wir lenken Ihre Aufmerksamkeit wiederholt auf das gedachte Ausschreiben. J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreis-Assessor. Betreffend: Die allgemeine Berufsstatistik vom 5. Juni 1882. Friedberg den 11. Mai 1882. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Die fuͤr die allgemeine Berufsstatistik nothwendigen Formulare sind nunmehr eingetroffen und empfehlen wir Ihnen, solche innerhalb Tagen auf unserem Bureau abholen zu lassen und die Vertheilung derselben vorzunehmen. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 6. vorigen Monats, Kreisblatt Nr. 43, weisen wir Sie an, nach erfolgter Erhebung die ausgefüllten Zählformulare, Controllisten und Gemeindebogen, geordnet nach Zählbezirken und Nummern, in gehöriger Verpackung an uns einzusenden, und zwar für Gemeinden von unter 2000 Einwohnern längstens bis zum 22. Juni, für größere Gemeinden längstens bis zum 5. Juli laufenden Jahres. Dr. Braden. Bekanntmachung. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspretse der nachbemerkten Artikel für den Monat April 1882 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 17.—, Heu M. 9.—, Stroh M. 7.—. Friedberg den 12. Mai 1882. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. N Bekanntmachung. Betreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke in einem Theile der Flur J, Gemarkung Ober-Mörlen. Die Abstimmung der betheiligten Grundbesitzer über die rubricirte Zusammenlegung hat eine Annahme des Projects ergeben. Indem wir das Abstimmungsprotokoll und Zusammenstellung des Abstimmungsresultats zur Einsicht der Interessenten von Montag den 15. bis Montag den 29. laufenden Monats auf dem Gemeindehause zu Ober-Mörlen anordnen, geben wir zugleich bekannt, daß Anfechtung der Zulassigkeit schirme der Rechtsbeständigkeit der Abstimmung durch Recurs an den Kreisausschuß des Kreises— einzureichen bei unterzeichnetem Kreisamt— inner— 7 2 Iritdtich. halb der Offenlegungsfrist bei Meidung des Ausschlusses erfolgen muß. Friedberg am 9. Mai 1882. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Einladun zu der Samstag den 20. Mai 1882, Nachmittags 2 Uhr, f dem Steinhäußer'schen Gartensaale zu Friedberg stattfindenden General-Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Friedberg den 10. Mai 1882. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Dr. Braden. 1) Verwilligung eines Zuschusses zu der mit dem 50 jährigen Jubiläum der landwirthschaftlichen Vereine verbundenen Landes-Ausstellung und etwaigen Vergütungen für Aussteller. 2) Vorlage der Vereins rechnung pro 1881/82. 3) Festsetzung des Voranschlags pro 1882/83. 4) Neuwahl des Ausschusses pro 1882/85. 5) Vortrag des Großherzoglichen Kreis-Veterinär-Arztes Herrn Dr. Gebb zu Friedberg über Schafräude. 6) Verschiedene Mittheilungen. Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Peter Joseph Engels von Pforz, Kreis Mühlheim a. Rh.; Gustav Schnabel von Görlitz in Nieder-Schlesien; Georg Reinhard von Hersfeld; Peter Joseph Hubert Schmidts von Elsen, Kreis Grevenbach, Regierungsbezirk Düsseldorf; Johannes Heinrich Steubing von Ricken, Kreis Herborn. l Wegen Bettels bestraft: Joseph Eckerts von Lüdenscheid, Kreis Altenau; Katharina Müller, Ehefrau des Adam Muller von Hauau; Kilian Hartmann aus Gemünden, Kreis Lohr in Baiern. Tagesordnung: därbahnen in Oberhessen. Deutsches Reich. Darmstadt, 10. Mai. Zweite Kammer. Heute erstattete Baur mündlichen Bericht über verschiedene Petitionen um Erbauung von Seeun— Der Ausschuß ver— mied es, vorläufig auf die Sache näher einzugehen und beantragte deshalb einfach, diese Petitionen der Regierung zur Kenntnißnahme zu überweisen. Vei der sodann fortgesetzten Budgetberathung wurde nunmehr der Gehalt eines Kostenrevisors am Oberlandesgericht mit 3600 M. bewilligt, dagegen der angeforderte Kanzlist wiederholt abgelehnt, ebenso die Kanzlisten bei den Land— gerichten. Annahme fand dagegen der Beschluß erster Kammer, den Durchschnittsgehalt der Amts— gerichtsdiener auf 700 M. zu erhöhen, wogegen die Anstellung eines Criminal-Commissärs in Darmstadt abermals verworfen wurde. Die früher abgelehnte Neuregulirung und Erhöhung der Gehalte der Dammwärter auf 940 M. fand nunmehr die gewünschte Zustimmung. Die erste Kammer hatte im Gegensatz zu der zweiten die Mittel für Remuneration von 31 Bezirks-Geo— metern bewilligt. Die Mehrheit des Ausschusses beantragt nunmehr Beitritt zu diesem Beschluß. Die zweite Kammer lehnte jedoch diesen Posten wiederholt ab. Der eventuelle Antrag des Abg. Möͤllinger und Genossen auf Bewilligung einer Summe von 10,000 M. zu Zwecken des Cata— sters, wurde unter gleichzeitiger Verwilligung von 58,000 M. für Kosten des Catasters bewilligt. Zu Cap. 106,„Centralbauwesen im Ressort der inneren Verwaltung“, beharrt das Haus auf seinen früheren Beschlüssen, bewilligt für das Gefaͤngniß in Darmstadt nur 15,000 M. und lehnt die angeforderten 231,000 M. für einen Gymnasial-Neubau gegen 15 Stimmen dem Majoritätsantrag gemäß ab. Zu Cap. 107, „Centralbauwesen im Ressort der Justiz-Ver— waltung“, verwilligt die Kammer mit einer Aus— nahme ihren früheren Beschlüssen gemäß durchweg nur die reducirten Summen, indem sie nun für Erweiterung des Haftlokals zu Friedberg conform mit der erstern Kammer statt der früher ver— willigten 12,000 M., nur 15,000 M. verwilligt. — Einziger Gegenstand der Tagesordnung der Nachmittags⸗Sitzung war der Betriebsüberschuß der Oberhessischen Eisenbahnen und die An— schaffung neuer Betriebsmittel für diese Bahnen. Der Finanz-Ausschuß beautragt: 1) Statt 27,630 M., 40,000 M. als Betriebsüberschuß in Einnahme zu stellen; 2) die angeforderten 47,500 M. außerordentliche Ausgaben unter Abstrich von 3600 M. und 3300 M., mithin also in Summa 40,600 M., zu verwilligen; 3) die ebenda angeforderten 90,000 M. für Anschaffung neuer Betriebsmittel zu bewilligen und zugleich die Regierung zu ermächtigen, so— wohl diese wie fernere Anschaffungen von leich— teren Betriebsmitteln durch Verkauf von vor— handenem entbehrlichem Betriebs-Material zu decken; 4) die Regierung zu ersuchen, auf mög— lichste Verringerung der Beamtenstellen bei diesen Bahnen hinzuwirken; 5) die rubricirte Eingabe der Handelskammer zu Gießen hierdurch für erledigt zu erklären, welche Anträge angenommen wurde. Den Antrag auf Einführung des Secun— därbetriebs und Verpachtung der oberhessischen Bahnen zog der Antragsteller Kugler zurück.— 11. Mai. In der heutigen Vormittagssitzung verhandelte die Kammer über den Autrag des Abg. Franck und Genossen auf Vorlage eines auf Aufhebung der obligatorischen Fortbildungs— schule gerichteten Gesetzentwurfs. Die Kammer nahm in namentlicher Abstimmung nach lebhafter Debatte gegen 6 Stimmen den Antrag des Aus— schusses an,„den Antrag Franck und Genossen abzulehnen“. Berlin, 10. Mai. Reichstag. Tabak— Monopol. Staatsseeretär Scholz weist auf die Unzu— länglichkeit der bisherigen indireeten Steuern gegenüber den dringenden Neuausgaben durch die Neuregelung der Pensions- und Beamtenverhältnisse hin, ferner auf die Schwierigkeit der finanziellen Verhältnisse der einzelnen Staaten und auf die nahezu unerschwinglichen Communal— lasten. Redner weist das Vorurtheil zurück, als beab— sichtige die Regierung durch das Monopol bei den Tabak— arbeitern und Verschleißereien politischen Druck auszuüben, er widerlegt die Annahme, als werde das Monopol die erwarteten Einnahmen nicht bringen. Die Regierung erkenne die moralische Entschädigungspflicht innerhalb vernünftiger Grenzen an und veranschlage die Entschä— digungssumme auf 260 Mill. Abg. Sandtmann hofft, daß die Verwerfung des Monopols überall so fest be— schlossene Sache sei, daß eine Verweisung an die Com- mission nicht von Nöthen wäre. Hobrecht will die Ausführung des Staatssecretärs Scholz über die Noth— wendigkeit der Bewilligung neuer Einnahmen nicht be— mängeln. Die Schwierigkeit liege nicht in der Größe der geforderten Summen, sondern diese Größe bleibe noch zurück gegen die Verluste jener Kreise, welche in Mitleidenschaft gezogen werden, an den Objecten, auf welche die Vertreter der Steuerreform ihr Auge werfen. Schließlich spricht sich Redner für Berathung in einer Commission aus. Unterstaatssecretär Mayr: Die Re— gierung werde sehr dankbar sein für jede Anregung auf eine Nothwendigkeit der Steuerreform aus der Mitte des Reichstags. Die Einzelstaaten sind bedrückt von direeten und Communalsteuern, sie können recht erhebliche Zuschüsse aus den indireeten Reichseinnahmen gebrauchen und werden dieselben zu verwenden wissen. Die Tabakbauer haben günstige Conjuncturen gerade jetzt gefunden, das ist vorbei, die Tabakpflanzer werden in wenigen Jahren ruinirt sein, wenn das Monopol nicht kommt, welches heimischen Tabak mehr verwenden wird, als jetzt geschieht. Uebrigens werde jetzt schon weit mehr deutscher Tabak verwandt, als allgemein geglaubt wird. Redner bestreitet die Rich— tigkeit der Angabe, daß 40,000 Arbeiter beschäftigungslos würden. Minnigero de paraphrasirt die Reden Scholz's und Mayr's über die Nothwendigkeit einer Vermehrung der Reichseinnahmen behufs der Sicherung der Existenz des Reiches. Redner ist über das Wort„niemals“, das Hobrecht gerufen, als ven Einführung des Monopols die Rede gewesen, nicht erschreckt und bezweifelt, daß dies Wort von einem Politiker gekommen. Schließlich empfiehlt Redner Commissions-Berathung. Das Haus vertagt sich sodann. — 10. Mai. Das Abgeordnetenhaus er— weist sich heute als beschlußunfähig. Der Prä— sident schließt unter Dankworten und einem Hoch auf den Kaiser die Session. Bei der vereinigten Sitzung beider Häuser des Landtags verliest Puttkamer sodann die Botschaft des Königs vom 10. Mai, durch welche auf Grund des Art. 77 der Verfassung Puttkamer beauftragt wird, die gegenwärtige Sitzung beider Häuser des Land— tags am 11. Mai im Namen des Königs zu schließen. Potsdam, 10. Mai. Das Bulletin über das Befinden der Prinzessin Wilhelm und des neugeborenen Prinzen lautet befriedigend. Kiel. S. M. Kanonenboot„Wolf“, 4 Ge— schütze, Commandant Corv.-Cap. Strauch, ist am 17. März c. in Chefoo, S. M. S.„Elisa⸗ beth“, 19 Geschuüͤtze, Commandant Cap. z. S. Hollmann, am 10. Mai tc. in Vokohama ein— getroffen. München, 9. Mai. Der König wird, wie nunmehr bestimmt, am künftigen Donnerstag Abend München verlassen und sich nach Schloß Berg begeben, wohin an dem gleichen Abend auch das königl. Hoflager verlegt werden wird. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 9. Mai. Das Abgeordnetenhaus, die Zolltarifdebatte fort— setzend, nahm unverändert nach den Anträgen der Majorität des Ausschusses die Tarifsätze für Wolle, Wollengarne, Wollenwaare, Seide und Leder an und lehnte die Minoritätsanträge für den Wollentarif in namentlicher Abstimmung mit 161 gegen 152 Stimmen ab.— 11. Mai. Im Hause brachte Abg. Schönerer eine antisemitische Petition ein, welche verlangt, daß den russischen Juden die Niederlassung in und der Durchzug durch Oesterreich verwehrt werde. Der Autrag Schönerer's auf Verlesung der Petilion, sowie die vollinhaltliche Aufnahme derselben in das Sitzungsprotokoll wurde abgelehnt. — Die Regierung beantragt zur Börsen— steuer-Reform, in Anlehnung an den deutschen Stempelsatz, eine Stempelgebuͤhr von 5 Kreuzern für Schlußzettel bis zum Betrag von je 5000 fl. und von 25 Kreuzern für Zeitgeschäfte. Dänemark. Kopenhagen, 10. Mai. Beide Kammern nahmen den Compromiß bezüglich des Budgets an. Das Ministerium erklärte, es werde kein Hinderniß für den Compromiß ab— geben, sondern das Budget in dieser Gestalt dem Könige zur Sanction vorlegen. Großbritannien. London, 9. Mai. Der Parlamentssecretär der Admiralität, Trevelyan, wurde zum Staatssecretär für Irland ernannt, ohne Sitz im Cabinet. Derselbe nahm den Posten an. Hamilton, bisher Director des Rechnungswesens der Marine, ist provisorisch zum Unterstaatssecretär für Irland ernannt. Dublin, 10. Mai. Der Amerikaner Moore sowie andere wegen des Verdachtes der Theil— nahme an der Ermordung Cavendish's und Bourke's Verhaftete wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Regierung hat für die Er— greifung der Mörder 10,000 Lst. und für Mit⸗ theilungen, welche zur Ergreifung derselben führen können, 1000 Lst. ausgesetzt. Italien. Rom, 10. Mai. Die Kammer votirte mit 176 gegen 85 Stimmen den fran— zösisch-italienischen Handelsvertrag. Der Ver— trag wird heute dem Senate vorgelegt. Spanien. Madrid, 10. Mai. Der Senat nahm den französisch-spanischen Handelsvertrag mit 143 gegen 78 Stimmen an. Türkei. Konstantinopel. Assim Pascha wurde zum Minister der frommen Stiftungen, Subhi Pascha zum Minster des Handels und Ackerbaues, Mustapha Pascha zum Minister des Unterrichts, Reuf zum Minister der Arbeiten, Akif zum Präsidenten des Staatsrathes, Ali Fuad Bey zum Generaldirektor der Steuern, Server Pascha zum Botschafter in Wien, General Halim Pascha zum Hüter der Heiligthümer des Propheten ernannt. — 10. Mai. Der Administrationsrath der Bondholders beschloß die Einregistrirung der Titel der Anlehen von 1858 und 1862 nach dem System der vom Conseil englischer Bond— holders angenommenen Convention. Neue Cou— ponsbogen werden ausgegeben, sobald die alten erschöpft sind. — Die türkisch-russische Convention betreffs der Regelung der Kriegsentschädigung ist definitiv festgestellt. Die Pforte verpflichtet sich darin, die im Berliner Vertrage fixirte Kriegsentschä— digung durch Annuitäten im Betrage von 350,000 türk. Livres zu zahlen. Die nur zur Amortisirung des Capitals ohne Zinsen zu ver— wendenden Aunuuitäten werden durch die Schaf— steuer des Villajets Aleppo und den Zehnten der Vilajets Konija, Kostambul und Adana, sowie eines Theiles des Vilajets Sivas garan— tirt. Der Gesammtbetrag der Einkünfte wird auf 4,375,000 Livres veranschlagt. Wegen der Geldoperationen wird die Ottomanische Bank, mit der Russischen Bank ein Specialabkommen treffen. Die Ratification der Convention erfolgt längstens nach 3 Wochen. Rußland. Petersburg. Nach einer Meld— ung des„Daily Telegraph“ wäre die Czaren— krönung in Moskau definitiv aufgehoben, weil die Behörden die Sicherheit des Kaisers nicht garantiren können. — 11. Mai. Der Ministerrath genehmigte gestern die sibirische Eisenbahn in der Richtung von Jekaterinburg nach Tjumen. Amerika. Washington. Präsident Arthur hat die Bill unterzeichnet, welche die Ein— wanderung von Chinesen für einen Zeitraum von zehn Jahren einschränkt. New⸗Vork, 9. Mai. Die Succursalen der Landliga in Boston und San Francisco setzten je 500 Dollars Belohnung aus für die Ent— deckung der Mörder von Cavendish und Bourke. Egypten. Kairo, 10. Mai. Egypten be— findet sich im Zustand der Revolution. Das Ministerium verletzte das organische Gesetz, in— dem es die Notabeln-Kammer über der Kopf des Khedive hinweg zusammenberuft. Die Ab— setzung des Khedive zu Gunsten der Regierung unter Arabi Bey wird, ohne eine unmittelbare Intervention, schon als vollzogen betrachtet. Die Consuln Deutschlands, Oesterreichs und Italiens haben die bestimmten Instructionen, sich einer Intervention zu enhalten. Die Mi-“ nister gaben den General-Consuln die formellen Versicherungen, daß das Leben und Eigenthum der Europäer keine Gefahr laufe, aber im Falle der türkischen Intervention sie entschlossen seien, das Land zu vertheidigen. Aus Stadt und Land. H. Friedberg. Am 8. Mai feierte Pfarrer Itzel in Bürstadt bei Worms sein 25 jähriges Priesterjubiläum. Derselbe wird noch manchem Leser Ihres Blattes be— kannt sein, indem derselbe vor ea. 10— 12 Jahren die kath. Gemeinde Friedbergs von Ockstadt aus pastorirte, während welcher Zeit er es verstanden, sich die Liebe und Achtung nicht allein seiner Pfarrkinder sondern auch der Bekenner anderer Confessionen zu erwerben. Daß es ihm in seinem jetzigen Wirkungskreise ebenfalls ge— lungen, durch sein überaus liebenswürdiges und freund— liches Benehmen die Herzen seiner Gemeinde zu gewinnen, dafür legten die wahrhaft großartige Feier des Fest⸗ tages, sowie die ihm dargebrachten Geschenke, darunter auch eins von der israelttischen Gemeinde, beredtes Zeug— niß ab. Kein Festtheilnehmer, unter denen 24 Geistliche sich befanden, wird wohl unbefriedigt das sprüchwörtlich gewordene, gastliche Dach des Jubilars verlassen haben und gewiß ist es der aufrichtige Wunsch eines Jeden gewesen, daß derselbe ebenso rüstig und fröhlich das goldene Jubeljahr erleben möge. Ww. Rendel. Der am vergangenen Sonntag dahier abgehaltene Turntag des Usgauverbandes erfreute sich eines sehr zahlreichen Besuches, sowohl Seitens der Mit—⸗ glieder, als auch der dortigen Einwohnerschaft. Die Verhandlungen boten ein Bild geistiger Regsamkeit, welche auch innerhalb der Vereine herrschte, was in den Ver— eins berichten der verschiedenen Vertreter über das abge— laufene Jahr besonders hervorgehoben wurde. Der recht zahlreich erschienene, neu gegründete Turnverein zu Vilbel wurde einstimmig in den Gau aufgenommen. In Betreff des Austrittsschreibens des Turnvereins Friedberg wurde gegen die darin enthaltenen Angriffe gegen den Usgau— verband energisch Protest erhoben. Zur Förderung eines einheitlich geordneten Turnbetriebs wurde den Vereinen die Anschaffung des Lehrbuches von Puritz für Vorturner empfohlen, außerdem sollen jährlich mindestens vier Vor— turnerschulen abgehalten werden. Der Turn-Verein in Bad⸗Nauheim soll bezüglich des letzteren Beschlusses das Weitere veranlassen. Weiter wurde ein Schreiben mit⸗ 77 hell/ 2 auf d Antrag ber leicht Gießen „, 95 hebungel 0 0 zwar 6 zischen men Je, 5 ll dem 1 ber besch porden. Lam! wurde el Blitz ers des Gem 3 Wie. Alterssch Alter vol Jahren d Rüd mals ist u beschl Nalser 9 lichkete Bo der Ze Wetter It. 40 Ve Ge der Ge sich in Deutsch tagen. außer Dr. M bildung Dr. A. Al Oi 1758 E ein⸗ ur zum 1 gebr pflüge Masch Fr * S0 zur vo 0 fast ne hat zu 115 Ir R l 1 0 3 5 N getheilt, nach welchem der Turnverein in Herborn auf den auf dem letzten Turntag in Bad-Nauheim gefaßten Antrag,„der Turntag des Gaues Hessen möge wegen der leichteren Beschickung nicht in Herborn sondern in Gießen abgehalten werden“, nicht eingegangen worden sei. Zum Schlusse wurden noch die obligatorischen Uebungen für das Preisturnen in Rendel bestimmt und zwar wurden für jedes Geräthe vier Uebungen vorge— sehen, wovon das Preisgericht je eine auswählt. Nach— 70 mittags 2 Uhr wurden sodann diese Uebungen von Mit— Di, de don gliedern des hiesigen Turnvereins auf dem Turnplatze r g ausgeführt, was hoffentlich, wenn in der Weise fortge— er: fahren wird, zur turnerischen Durchbildung, namentlich 1 der Landvereine beitragen wird. chaf⸗ Mainz. Die Bauzeit der festen Rheinbrücke ist iel zwischen der Großh. Regierung und den vereinigten Firmen Ph. Holzmann und Co. und Gebr. Benckiser auf 3 Jahre festgesetzt worden. Zum Regierungscommissär bei dem Bau ist der seither am Kreisbauamte in Fried— berg beschäftigt gewesene Bauaceessist Pfarrer bestimmt worden. Lampertheim. Bei dem Gewitter am 6. d. M. wurde ein Ackerknecht, der unter einem Baum saß, vom Blitz erschlagen. Wieder ein Beweis daß man zul Zei des Gewitters sich unter keinem Baum aufhalten soll. — Allerlei. Wiesbaden, 11. Mai. Heute starb in Folge von Altersschwäche Landes-Bischof Dr. Wilhelmj im hohen meinnütziger Thätigkeit mit den Bildungs bestrebungen der genannten Gesellschaft. Ueber das Programm dieser Gesellschaft und die Gewerbeordnungsreform wird Stadt— rath E. Eberty Berlin und über die Mittel, die lokalen Bildungsvereine zur Blüthe zu bringen, Dr. Wislieenus— Wiesbaden durch ein Referat die Verhandlungen ein— leiten. Die Generalversammlung beginnt am 3. Juni Abends mit einer Ausschußsitzung und schließt am 5. Nach mittags mit einem gemeinsamen Ausfluge nach Eisenach und der Wartburg. Alle Verhandlungen sind öffentlich. Berlin, 8. Mai. Infolge der Entdeckung, daß die Lungenschwindsucht auf das Vorhandensein von Pilzen zurückzuführen sei, sind jetzt weitere wissenschaftliche Forschungen darüber eingeleitet, ob nicht auch die Lungen— seuche der Hausthiere auf ähnliche Entstehungs-Gründe zurückzuführen sei. Die wissenschaftliche Deputation im Ministerium für Medieinalangelegenbeiten ist mit Erheb— ungen über diese Frage betraut worden und der Geh. Medizinalrath Professor Dr. Virchow begibt sich zu diesem Behufe jetzt in die Provinz. Wien, 9. Mal. Angeklagter Exbürgermeister Newald wurde freigesprochen; mit freudiger Genugthuung nahm die Bevölkerung diese Nachricht auf, da allgemein tiefe Theilnahme für den Angeklagten herrschte. In der Abend— sitzung erklärte der Staatsanwalt, die Anklage gegen Newald basirte auf der Voraussetzung, daß er den Magistratsrath Zinner beauftragt habe, die Verfügungen für die Theatersicherheit nicht durchzuführen. Die heutige Beweisaufnahme erbrachte aber den Nachweis, daß nicht behauptet werden kann, Newald habe absichtlich und nicht Alter von 86 Jahren. Der Verstorbene war seit langen Jahren das Oberhaupt der evangelischen Kirche in Nassau. Rüdesheim. Auf der Baustelle des Nationaldenk— mals ist die Weisung eingetroffen, die Arbeiten möglichst zu beschleunigen, damit, wie verlautet, dem von dem Kaiser geäußerten Wunsche gemäß, die Entbüllungsfeier⸗ lichkeiten noch in diesem Jahre stattfinden können. Bochum, 11. Mai. Heute früh 4 Uhr fand auf der Zeche Pluto bei Wanne eine Explosion schlagender Wetter statt, wodurch die ganze Nachtbelegschaft gefährdet ist. Bis 10 Uhr Vormittags waren 58 Todte und 40 Verwundete zu Tage gefördert. Gotha. Die diesjährige 12. Generalversammlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, welche sich in einzelnen Verbänden von Lokalvereinen über ganz Deutschland erstreckt, wird vom 3. bis 5. Juni in Gotha tagen. Unter den Verhandlungsgegenständen befinden sich außer den administrativen ein Referat des Professors Dr. Meyer⸗Bonn über Grenzen und Ziele der Volks⸗ bildung, eines von Redakteur A. Lammers-Bremen und Dr. A. Emminghaus-Gotha über die Verbindung ge— Laus eien in⸗ wissentlich die Erlassung von Verfügungen inhibirt; er erkläre daher, von der Anklage gegen Newald zurückzu— treten.— 10. Mai. Am interessantesten in heutiger Sitz— ung sind die Aussagen Heinrich Laube's und Anton Ascher's. Ihre Aussagen sind sehr entlastend für Jauner. Dieselben theilen alle Verpflichtungen für die Sicherheit des Theaters dem Regisseur und dem Theatermeister zu. Der„technische Leiter“ sel eine ideale, mythische Figur. „Der Regisseur— sagt Laube— müsse sich die Ueber⸗ zeugung verschaffen, daß Alles in Ordnung sei. Ich bin ein Gegner der Gasbeleuchtung. eine Sicherheit gewinnen, wenn so viele Röhren das Haus durchziehen, man sitzt immer auf einem Vulkane.“ Ascher sagt:„Der Theatermeister ist die wichtigste Person, weil er für die Sicherheit der Bühne verantwortlich ist. Jauner hätte Noetel seiner Verpflichtung, den Regie— dienst zu führen, ausdrücklich entheben müssen; es ist selbstverständlich, daß ein Regisseur da sein mußte.“ In einer neuerlichen Vernehmung Giesrau's wiederholt dieser, Jauner habe nach dem Brande zu ihm gesagt:„An den Oellampen werden wir Beide hängen bleiben.“ Handel und Verkehr. Frankfurt, 10. Mai. Marktpreise. Heu kostete je nach Qual. M. 4—5., Stroh M. 4. Butter im Centner das Pfd. 90 Pf., Detail 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10. Eier 100 Stück M. 4.50— 5.50, Kartoffeln M. 4.50—7., Spargel das Pfd. 60— 70 Pf., Gurken das Stück 30 Pf., Blumenkohl das Stück 30-60 Pf., Meerrettig 20 Pf. Ochsenfleisch 70 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 45—55 Pf., Kalbfleisch 5060 Pf.(von kommen⸗ den Montag ab finden Montags, Mittwochs und Frei⸗ tags Kälbermärkte statt), Hammelfleisch 45— 65 Pf., Schweinefleisch 75— 80 Pf., 1 Taube 45— 50 Pf., 1 Hahn M. 1.50 2.00, 1 Huhn M. 1.60 2.30 1 Ente M. 3., Poularde M. 3. Geld⸗Cours. Frankfurt am 11. Mai 1882. 20-Frankenstücke M. 16 21—24 do. in/„ 16 18—22 Englische Sovereigns.„ 20 37—42 Russische Imperiales.„„ R%/„„ ö 1 al mareo.„ 9 59—64 Dollars in Gold.„ 420— 24 Vierzigjährige Erfahrung Es läßt sich unmöglich in Hospitälern und Kliniken hat der Regenerationskur des Dr. Liebaut den Ruf des sichersten, schnellsten und billigsten Heilverfahrens gegen alle Blut- und Hautkrank⸗ heiten gesichert. 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Sections-Versammlung des land wirthschaft- Einladung lichen Bezirksvereins Friedberg Wegen der bevorstehenden Landtagswahl werden die Sonntag den 14. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, im Saale des Gasthauses zur Post in Reichelsheim, 5 n zu welcher alle Freunde der Landwirthschaft ergebenst i des Wahlbezirks eingeladen werden. i 8 1 14. d. Mts Tagesordnung: Die Errichtung einer Rübenzucker⸗ onntag den I. 7 Fabrik in der Wetterau. Nachmittags 2¼ Uhr, Södel am 9. Mai. 1882. auf den Selzerbrunnen bei Groß-Karben freundlichst 1726 Reitz. eingeladen. BB Groß⸗Karben. 1 Samstag von 9 Uhr ab, Sonntag von 8 Uhr ab 8 Warme Bäder.] Kinderwagen 1765 Carl Walter. in großer Auswahl bei 7 8 1227 Adam Söllner II. Große Auswahl Stets vorräthig!! 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Mai. Restauration und Billard. Gauturufahrt nach Münzenberg Sonntag den 14. Mai. Abmarsch wunkt 5½ Uhr Morgens vom dicken Thurm. Zahlreiche Betheiligung erwünscht. Der Vorstand des Turnvereins. 1760 Taunusclub Wetterau. Samstag den 13. Mai, Nachmittags 6 Uhr, General⸗ versammlung auf dem Johannisberg. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage. 2) Anträge und Mittheilungen. Kriegskameradschaft. Heute Samstag den 13. Mai Generalbersammlung im Saale des Herrn Binzel. 1757 8 e. 3 Deutscher Hol. Bad-Nauheim. Den geehrten Einwohnern Friedbergs und Um⸗ gegend empfiehlt der Unterzeichnete bei Gelegenheit von Ausflügen seinen großen Saal. Ein Klavier steht zur Verfügung. Bier pro Glas 10 Pf. 1764 Ferdinand Sprengel. Selzerbrunnen. „Mittwoch den 24. d. Mts., an den israelitischen Pfingstfeiertagen: Harmonie⸗ und Tanzmusik, wozu freundlichst einladet 1753 9925 5 Weitzel Wittwe. Einladung. Der hiesige Gesangverein„Concordia“ beabsichtigt Donnerstag den 18. d. Mts., als am Himmelfahrttage, nach beendigtem Gottesdienst bei günstiger Witterung in dem hiesigen Gemeindewäldchen, sog. Forster Wald, unter Mitwirkung des Musik⸗Corps Mahl von Ilbenstadt ein kleines Waldfest zu veranstalten, wozu alle Freunde geselliger Vergnügungen hiermit freundlichst eingeladen werden. Nieder-Wöllstadt, 12. Mai 1882. J. Becker, „Zum Darmstädter Hof“. Theater in Friedberg. Ainder-Vorstellung bei ermäßigten Preisen! Samstag den 13. Mai 1882: Dornröschen. Eine Komödie für Kinder in 3 Bildern. Nach einem Märchen bearbeitet von C. A. Görner. W Aouschieds-Vorstellung! Sonntag den 14. Mai 1882: Venesiz-Vorstellung für herrn u. Frau Herrmann. Drittes Gastspiel der Gesangs⸗Soubrette Frl. Anna Herrmann vom Varteté-Theater in Hamburg. Waldlieschen, oder: Die Tochter der Freiheit. Charakter-Bild mit Gesang in 3 Akten von Carl Elmar— Musik von E. Titl, Kapellmeister des k. k. Hofburg⸗ Theaters in Wien. Preise der Plätze: Nummerirter Sitz 1 M. 50 Pf. Zweiter Platz 70 Pf. Mittel⸗Galerie 40 Pf. Seiten⸗Galerie 30 Pf. Da wir mit der heutigen Vorstellung von dem ge⸗ ehrten Publikum Friedbergs Abschied nehmen, so erlauben wir uns zu recht zahlreichem Besuch dieser Abschieds⸗ Vorstellung einzuladen, indem wir uns bemühen werden, diesen letzten Abend zu einem recht genußreichen zu gestalten, mit der Bitte, uns ein freundliches Andenken zu bewahren. Hochachtungsvoll — Das Hanauer Stadt⸗Theater⸗Ensemble. Ul- kerzechnete empfiehlt sich im Reinigen von Federn in und außer dem Hause. 1739 Wilhelm Nees Wittwe. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Näheres zu erfragen bei Spenglermeister Hofmann. 15 115 für Herren, Damen und Kinder in sehr großer Auswahl zu billigsten Preisen empfiehlt Hemden billigst bei K. Friedrich. 48 1265 5. Diehl, Usagasse. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 19 und eine Beilage.) T7... 1 . 3) Neuwahl des Vorstandes. 1720 1700 Neben auf d Zug eisernes sch 0 ft. 72 craldctsmmlung A Vubein. Sprengel. nnen. Al Seitzel Witwe. ng. J. Becker, edberg. igt yrtisen fta 60 rrmant 1 en, Netheil. reihe 3585 2 1 4 7˙0¹¹ 1* Beilage. Oberhessischer Anzeiger. M 36. 1. Concurs-Verfahren. In dem Coneursverfahren über das Vermögen der Susanne Stork in Ober-Rosbach ist Schlußtermin auf Montag den 22. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr, festgesetzt. Friedberg am 6. Mai 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sefer Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Bekanntmachung. Die Firma Jacob Schiff in Kaichen ist in Folge Geschäftsaufgabe im Handelsregister gelöscht worden. Friedberg am 8. Mai 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Gras ⸗Versteigerung. Montag den 15. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, soll die diesjährige fiskalische Gras-Erndte an der Burg Friedberg meistbietend verpachtet und der Anfang am dicken Thurm gemacht werden. Ober⸗ Rosbach den 11. Mai 1882. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Strack. 1735 1745 Verkauf eines Gebaͤudes auf den Abbruch. Das in der sogenannten Knorr'schen Hofraithe stehende Nebenhaus, worin sich die Aichamtsloeale befinden, soll auf den Abbruch an den Meistbietenden verkauft werden. Das Gebäude ist zweistöckig mit französischem Mansarden— dach, 5 m hoch und darüber, 2 Speichern, 11,85 m lang, 5,75 m breit, steht noch gut in Eichenholz und im zweiten Stock befinden sich fast noch ganz neue Thüren und Fenster mit guter Treppe, dasselbe eignet sich zu einem ländlichen Wohnhaus. Kaufliebhaber können dasselbe vorher einsehen und wird der Stadtbaumeister jede gewünscht werdende Aus— kunft darüber ertheilen. Die öffentliche Versteigerung findet auf Ort und Stelle Mittwoch den 17. Mai l. J., Vormittags 11 Uhr, statt, wobei bemerkt wird, daß der Abbruch des Hauses erst am 25. Juni stattfinden kann. Friedberg, 8. Mai 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 1716 Seri ba. Fischerei⸗ Verpachtung, sowie verkauf eines eisernen Thores und einer gußeisernen Säule. Montag den 15. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus die der hiesigen Gemeinde in dem Niddafluß zustehende Fischerei-Berechtigung auf 12 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Zugleich soll an diesem Termin ein zweiflügeliges eisernes Thor von 1,42 Meter Höhe, und 2,52 Meter Breite, sowie eine gußeiserne Säule von 2,75 Meter Länge und 0,12 Meter Durchmesser öffentlich meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 10. Mai 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt. 1734 Geibel. * 5— 5 7 Verkauf von Baumaterialien. Dienstag den 16. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen die bei dem Abbruch des ehemaligen sog. Holzhäuser Hofs sich ergeben habenden Baumaterialien, als: Schwellen, Balken, Pfosten, Riegel, Platten, Ziegel, Thüren, Fenster, Treppen ꝛc. de., öffentlich versteigert werden. Holzhausen den 11. Mai 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzhausen. 1741 Ried. Mobiliar⸗Versteigerung. 1761 Dienstag den 16. d. Mts., Vormittags 10 Uhr unfangend, lassen die Erben der verstorbenen Frau Frledmann Wittwe in der Vehausung des Herrn ang neben Herrn Elgarrenhändler Oppenheimer solgende Gegenstände versteigern: 2 Sopha, 2 runde Tische, Stühle, 1 Kleiderschrank, 2 eckige Tische, 3 Fe mit Sprungfeder⸗ matratzen, 1 Waschtisch, 2 Nachttischchen, 1 Sessel, 2 Nachtstühle, Spiegel, Bilder, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, Wasserbänke, Schüsselbänke, Eimer, sowie sämmtliches Küchengeschirr und Haushaltungs— gegenstände. Friedberg den 12. Mai 1882. In Auftrag: Jos. Butzbach, Auktlonator. * 4 U 75 1 1 Spar- und Leihkasse zu Ober-Erlenbach. (Eingetragene Genossenschaft.) Wir nehmen Kapitalien auf Zmonatliche Kündigung zu 40% an. 1738 J. Schönberg in Friedberg kauft zu den höchsten Preisen Lumpen, Knochen, altes Guß- und Schmelzeisen, Zink, Zinn, Kupfer, Messing ꝛc. ꝛc., verkauft an Spengler prima Löthzinn in Stangen und Bl lock, 60 Pf. per Pfund. 653 Au-& Verkauf e. Staats-& Gemeindeobligationen wird bestens besorgt von dem Großherzoglichen Hof- Agenten 22 Jacob Engel. Die Erzeugnisse der Grossh. Hess., Kgl. Preuss. u. Kais. Oesterr. Hof-Chocolade-Fabrikanten Gebrüder Stollwerck in Cöln, Filialen in Frankfurt a. M., Breslau und Wien, verdanken ihren Weltruf der gewissenhaften Verwendung von nur besten Rohmate- rialien und deren sorgfältigster Bearbeitung. Die Original /- und ½-Pfund-Packungen sind mit Preisen und Garantie-Marke(Rein Cacao und Zucker) versehen. Die Fabrik ist brevetirte Lie ferantin: . I. M. M. des Kaisers Wilhelm, der Kaiserin Augusta, Sr. K. u. K. Hoheit des Kronprinzen, Sr. Kaiserl. u. Königl. apostol. Majestät Franz Joseph, sowie der Höfe von England, Italien, der Türkei, Bayern, Sachsen, Holland, Belgien, Rumänien, Baden, Sachsen-Weimar, Mecklenburg, Anhalt, Lippe- Detmold, Schwarzburg und von Schaumburg-Lippe. 21 goldene, silberne und broncene Medaillen. Stollwerck'sche Chocoladen& Cacao's ind in allen Städten Deutschlands zu haben, sowie auch an den Haupt- Bahnhof- Buffets, durch Dépötschilder kenntlich. In Friedberg bei Wilh. Bernbeek, Gust. Dieffenbach, Wilh. Ferts ch, F. J. Lüh n Apotheker; in Butzbach bei Cond. G. C. Küche!. Apotheker Dr. Vogt und Ernst Vogt; in Nauheim bei G. F. Aletter und G. Ph. Lud v ig, in Reichelsheim bei Ohr. Langheinz; in Rockenberg bei Apoth. F. Sames. 85 Bei der wiederkehrenden Bausaison erlauben wir uns Schlackensand und Schlackenmehl, welche zu jeder Zeit auf unseren Werken zu Margarethen-Hütte bei Gießeg und Main-Weser⸗Hütte bei Lollar zu haben sind, in empfehlende Erinnerunn zu bringen Bei richtiger Verwendung derselben zu Maurermörtel, Frucht-Kellerböden, Betonarbeiten ꝛc., wozu wir auf Verlangen gedruckte Gebrauchsanweisungen franco einsenden, verbürgen wir den besten Erfolg. Wir führen unsere eigenen Bauten nur noch mit den genannten Materialien aus und sind überzeugt, daß Alle, welche die großen Vorzüge derselben kennen gelernt haben, nicht mehr von deren Verwendung absehen werden.— Besonders hervorhebend die sich von Jahr zu Jahr steigernde cementartige Festigkeit des daraus bereiteten Mörtels gegen— über demjenigen, der aus Kalk mit Fluß- und Grubensand hergestellt ist, bedarf es gewiß keines Hinweises, wie sich daraus aufgeführte Bauwerke durch ihre Solidität vor— theilhaft auszeichnen. Zahlreiche Zeugnisse von Baubehörden und Privaten stehen zu Diensten, auch sind wir jederzeit gern bereit, unsere eigenen Ausführungen, die den besten Beleg für unsere Aussagen geben, an Ort und Stelle vorzuzeigen. Main⸗Weser⸗Hütte, Station Lollar, Margarethen ⸗Hütte, Station Gießen, im April 1882 snebruder Huderus. 1462 Faselochs-Versteigerung. 1752 Dienstag den 16. Mai l. J., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Bürgermeisterei-Büreau dahier ein der hiesigen Gemeinde zustehender, sehr gut gehaltener Fasel⸗ ochs öffentlich meistbietend versteigert werden. Kloppenheim den 11. Mai 1882.. Großherzogliche Bürgermeisterei Kloppenheim. Kliem. Feuerfeste Steine in verschiedenen Qualitäten bis zu den besten englischen, Feuerfesten Cement, Chamotte, Mörtel, Feuerfeste Regulir- Füllofen futter, Feuerfeste Platten in allen Größen, 5 Feuerfeste Tiegel zum Schmelzen von allen Metallen, Wetterfeste hartgebrannte Blumentöpfe in allen Größen empfiehlt 8 5 5 Die Fabrik feuerfester Steine Ernst Boeing, Bad⸗ Nauheim, CVVT Nen! Wichtig! Thenn's witterungsbeständige, waschbare Maueranstrich⸗Masse übertrifft Oelfarben⸗Anstrich in jeder Weise bei höchstens 1½ Kostenaufwand. Prospecte, Zeugnisse, Gebrauchs-Anweisungen gratis. Alleinige Niederlage für den Mittelrhein bei H. 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Streckfuß, Buchbinder. sucht 7 — * Braunkohlen⸗Verkauf.* 1767 Montag den 15. Mai d. J. beginnt auf der Fürstl. Grube Dorn⸗Assenheim der Verkauf neugeformter Kohlenklötze und holziger Braunkohlen diesjähriger Förderung; die Preise sind die seltherigen. Gleichzeitig beginnt eine neue Creditperiode und es wird auf vorschriftsmäßige Bürgscheine, welche von April 1882 bis April 1883 zu lauten haben, Zahlungsfrist bis zum 1. Juli 1883 gewährt. Die seit Januar d. J. eingelegten Bürgscheine können ausgefahren werden. Grube Weckes heim den 11. Mai 1882. Brennholz⸗-Versteigerung in der Großherzoglichen Oberförsterei Nidda. Es sollen versteigert werden: 1. Montag den 15. Mai d. J. im Harbwald aus den Distrieten Lichte Harb, Eichelacker, Kaff, Dorn, Nassewiesentheile und Söderecke: 92 Raummeter Buchen-Scheiter, ö 17 Raummeter Aspen-Knüppel, Die Fürstl. Bergverwaltung. 130 7 Eichen-Scheiter, 171 1 Buchen⸗Reisig, 5 5 Nadelholz-Scheiter, 300 75 Eichen-Reisig, 2 5 Aspen⸗Scheiter, 572 1 Nadel- und Aspen Reisig, 32 1 Buchen⸗Knüppel, ö 29 1 Buchen⸗Stöcke, 140 0 Eichen-Knüppel, 139 7 Eichen⸗Stöcke, 93 Nadelholz-Knüppel, 12 Nadel- ꝛc. Stöcke. 77 5 Die 125 Raummeter Eichen-Scheitholz im Distrikt Lichte Harb sind theilweise für Kfer und Glaser geeignet und werden vorgezeigt, alles übrige Holz kommt im Distrikt Eichelacker an der Kreisstraße nach Ulfa zum Ausgebot. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Distrikt Lichte Harb auf der Unter-Schmitten-Borsdorfer Kreisstraße. 2. Dienstag den 16. und Mittwoch den 17. Mai d. J. am Glaubzahl aus den Distrikten Frankenhausen, Lohwald und Köhlberg: 855 Raummeter Buchen Scheiter, 786 Raummeter Buchen-Reisig, 42 0 Eichen-Rundschetter, 530 0 Eichen⸗Reisig, 90 5 Buchen⸗Knüppel, 535 5 Aspen⸗ ꝛc. Reisig, 91 1 Eichen-Knüppel, 103 7 Buchen-Stöcke, 4 5 Linden-Knüppel, 41 5 Eichen Stöcke. 2 5 Aspen⸗Knüppel, Die Aspen⸗Vorwuchsreiser in den Distrikten Lohwald und Köhlberg kommen Mittwoch den 17. zum Ausgebot. Sämmtliches Holz wird nicht vorgezeigt und ist daher vorher einzusehen. Der Großherzogliche Forstwart Klöpper zu Glaubzahl wird jede gewünscht werdende Auskunft ertheilen.— Zusammenkunft Morgens 9 Uhr. Nidda am 8. Mai 1882. Großherzogliche Oberförsterei Nidda. 31 Rohr. Eine gebrauchte Dampfdreschmaschine 1660 aus der berühmten Fabrik von Hornsby in England, acht Pferdek., mit 60 Zoll breiter Dreschtrommel, bekannt als die beste Maschine hiesiger Gegend, ohne irgend welche Reparatur, sofort in Thätigkeit zu setzen, hat zu verkaufen dl. 61131.) Friedrich Pfeiffer in Petterweil(Kreis Friedberg). O. Fritze's Bernstein-Gel-Lackfarbe zum Selhst-Lacͤkiren von Fussböden in bekannter vorzüglicher Qualität. Niederlage bei Wilh. Bernbeck, Friedberg. Deutsche Lebens-, Pensions- und Renten-Versicherungs- Gesellschaft auf Gegenseitigkeit zu Potsdam. Versicherungsbestand Ende April 188222. M. 56856671,40. Im Jahre 1881 stieg die Prämien-Einnahme auf.„ 16949 0,10. „ Zinsen⸗Einnahme auf„ 155953,81. „ Gesammt-Einnahme auf.„ 1887086, 18. 1 5 b das Gesammt⸗Vermögen auf.„ 5661550,51. Der Prämien Reserve wurden M. 555874,79 zugeschrieben, so daß dieselbe Ende 1881 M. 4834347,39 beträgt. Für Sterbefälle wurden M. 511330,79 ausgezahlt und im Ganzen in den Jahren 1869 bis 1881 M. 3920489,06. Der Ueberschuß für 1881 erreicht die Höhe von M. 90754, 41 gegen M. 8762513 im Vorjahre. Das Vermögen der Anstalt ist theils in Hypotheken mit pupillarischer Sicherheit, theils in ersten Staatspapieren angelegt. Die Werthpapiere sind bei der Reichsbank in Berlin deponirt. Der Rechenschafts bericht fuͤr 1881 wird in den nächsten Tagen zur Ausgabe gelangen. Versicherte Beamte erhalten Cantions-Darlehne unter den coulantesten Bedingungen. die Gefahren des Kriegs- und Seedienstes ist zulässig. Darlehne auf Oypotheken mit pupillarischer Sicherheit werden jederzeit gegeben. Potsdam im Mai 1882. Die Direction. Statuten, Prospecte, Antragsformulare sind bei sämmtlichen Agenten der Gesellschaft zu haben und wird jede gewünschte Auskunft in Versicherungs-Angelegenheiten von denselben, sowie von der unterzeichneten Sub— Direction bereitwilligst ertheilt. Die Sub- Direclion: Kassel den 8. Mai 1882. 1730 H. Strack. 2 2 2 1 AN 2 Original englische Dampf-Dresch-Maschinen und Loco II bbilen 99 ad Frabeneft eee 1376 PH. MATFARTH& Co., Maschinenfabrik in Frankfurt a. M. 1709—. 7 0 Spelzspreu eingetroffen. Bei Abnahme von größeren Parthieen zu 2 Mark 10 Pfennig per Centner. Friedberg. Gebrüder Nothschild. 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