ichsen, Pflug. N. Dalg⸗ uduig. farbe 8 neben, az in 7 5 5 dderg 2 00 f.. — e000 1 2 7 7 7 4 7 7 2 2 2 8 2 7 2 8 4 2 7 5 7 0 fall. A-Hurbe. 1882. Vonnerslag den 13. April. 1 * 43. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersaz mit 14 Pf., bet Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. — ———— Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Das Militär-Ersatzgeschäft pro 1882. Das diesjaͤhrige Musterungsgeschaft wird fur den diesseitigen Kreis zu Friedberg im Nathhaussaale in folgender Weise vorgenommen: Montag den 17. April l. J., Vormittags 9 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden Assenheim, Bad— Nauheim, Bauernheim, Beienheim, Bodenrod, Bönstadt, Bruchenbrücken, Büdesheim und Burg⸗-Gräfenrode. Dienstag den 18. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden Butzbach, Dor— heim, Dorn-Assenheim, Dortelweil, Fauerbach b. Fr. und Fauerbach v. d. H. Mittwoch den 19. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden Friedberg und Gambach. Donnerstag den 20. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden Griedel, Groß⸗ Karben, Harheim, Hausen mit Oes, Heldenbergen, Hoch-Weisel, Holz⸗ hausen und Ilbenstadt. Freitag den 21. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden Kaichen, Klein— Karben, Kirch⸗Göns, Kloppenheim, Langenhain mit Ziegenberg, Mai— bach, Massenheim, Melbach, Munster, Münzenberg, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach und Nieder-Florstadt. Samstag den 22. April ll. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden Nieder-Mörlen, Nieder-Rosbach, Nieder-Weisel, Nieder-Woͤllstadt, Ober-Erlenbach, Ober⸗Eschbach, Ober-Florstadt und Ober-Mörlen. Montag den 24. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden Ober-Rosbach, Ober⸗Wöͤllstadt, Ockstadt, Okarben, Oppershofen, Ossenheim, Ostheim, Petterweil, Pohl-Göns, Reichelsheim und Rendel. Dienstag den 25. April l. J., Vormittags& Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden Rockenberg, Rod— heim, Rödgen, Schwalheim, Soͤdel, Staden, Stammheim und Steinfurth. Mittwoch den 26. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden Trais-Münzen— berg, Vilbel, Weckesheim, Wickstadt, Wisselsheim, Wölfersheim und Wohnbach. Donnerstag den 27. April l. J., Vomittags 8 Uhr, im Rathhaussaale zu Friedberg Loosziehung sämmtlicher Militärpflichtigen des Kreises Friedberg. In den genannten Musterungsterminen haben sich sämmtliche Militäxpflichtigen des Jahrgangs 1862 mit Ausnahme der zum ein— jährig⸗freiwilligen Dienst Berechtigten, sowie diejenigen Militärpflichtigen der früheren Jahrgänge, welche bis jetzt eine definitive Entscheidung noch nicht erhalten haben, pünktlich, nüchtern und reinlich gekleidet ein— zufinden. Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten oder drittten Male erscheinen, haben ihre Gestellungsscheine mitzubringen. Für Militärpflichtige, welche durch Krankheit am Erscheinen verhindert sind, ist im Termin ein ärztliches Attest zu übergeben. Nach F. 65 der Ersatzordnung ist das Erscheinen der Loosungsberechtigten zum Loosen nicht erforderlich, es wird vielmehr in diesem Falle durch ein Mitglied der Ersatzcommission die Loosungsnummer für den einzelnen Militär— pflichtigen gezogen. Diejenigen dagegen, welche bei der Musterung unentschuldigt ausbleiben, verlieren das Recht, an der Loosung theil— zunehmen und können keinen Anspruch auf Berücksichtigung aus Recla— mationsgründen erheben. Außerdem wird gegen dieselben das im§. 48 der Ersatzordnung angedeutete Strafverfahren eingeleitet. Die Groß— herzoglichen Bürgermeistereien haben sämmtliche ihrer Gemeinde ange— hörigen oder in ihrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militärpflichtigen auf Grund der ihnen kurzer Hand wieder zugehenden Stammrollen zu der Musterung vorzuladen und eine Bescheinigung über die erfolgte Vorladung der Stammrolle beizufügen. Körperliche Gebrechen der Militärpflichtigen, welche durch die vorzunehmende ärztliche Untersuchung nicht unbedingt constatirt werden können, wie Harthörigkeit, Schwach⸗ sinnigkeit ꝛc. sind durch amtlich ausgestellte Zeugnisse des Geistlichen, Lehrers, Bürgermeisters ꝛc. nachzuweisen. Wer an Epilepsie(Fallsucht) zu leiden behauptet, hat auf eigene Kosten drei Zeugen zu stellen, welche das Vorhandensein eidlich zu erhärten haben. Wenn ein Mili— tärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Auschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei beziehungsweise eine Bescheinigung des Gerichts zu erbringen. Ist ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig, haben die Großherzoglichen Bürgermeistereien hierauf aufmerksam zu machen und hierüber die erfor⸗ derlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Die Verhand⸗ lungen über die Zurückstellungsgesuche sind, insoweit es noch nicht ge— schehen, sofort und längstens im Termin vorzulegen. Wenn die Zurück⸗ stellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termine vor der Ersatzeommission einzufinden. Reclamationen, welche der Ersatzcommission nicht vorgelegen haben, werden von der Groß⸗ herzoglichen Oberersatzcommission unnachsichtlich zurückgewiesen und nur dann berücksichtigt, wenn die Veraulassung zu der Reclamation erst nach dem Kreisersatzgeschäft entstanden ist. Mit dem Kreisersatzgeschäft ist die Classification der Reserve- und Landwehrmannschaften sowie der Ersatzreservisten IJ. Classe verbunden. Nach Erledigung der Zurück— stellungsgesuche findet an den oben bezeichneten Tagen die Classificirung derselben ruͤcksichtlich ihrer haͤuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Es haben daher Diejenigen derselben, welche im Falle einer Einberuf⸗ ung auf Zurückstellung Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Vormittags 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche, welche sofort bei dem Unterzeichneten einzureichen sind, näher zu begründen. Die Großherzoglichen Burgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und dafür zu sorgen, daß die Letzteren zur bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Muster— ungsgeschäfts ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Friedberg den 23. März 1882. Der Civilvorsitzende der Großh. Ersatzeommission des Kreises Friedberg. Dr. Braden. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatzcommission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Großherzoglichen Polizeicommissär zu Wickstadt. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise veroͤffentlichen, die Militärpflichtigen, welche gestellungspflichtig sind, speziell darnach bedeuten und sich selbst darnach bemessen, auch dafür sorgen, pünktlich zur Ausführung kommen. Betreffend: Die allgemeine Berufsstatistik vom 5. Juni 1882. daß die gegebenen Bestimmungen Dr. Braden. Friedberg am 6. April 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Auf Grund des Reichsgesetzes vom 13. Februar laufenden Jahres findet am 5. Juni laufenden Jahres die Erhebung einer allgemeinen Berufsstatistik für den Umfang des Reiches statt. Die Erhebung er— folgt gemeindeweise. Die Ausführung liegt der Gemeindebehörde ob, welche, unter ihrer fortdauernden Verantwortlichkeit, dafür Zählungs— commissionen einsetzen kann. Die Gemeinde ist in Zählbezirke einzu⸗ theilen; kleine Gemeinden bilden nur einen Zählbezirk, für jeden Zähl— bezirk ist ein Zähler zu bestellen, dem die Austheilung und Wiederein— sammlung der Zaͤhlformulare obliegt. Die Angaben für die Erheb— ungen sind von den einzelnen Haushaltungen durch Eintrag in die Zaͤhlformulare zu machen. Die Pflicht der Angabe und des Eintrags liegt den Haushaltungsvorstaͤnden, als welche auch einzeln lebende * 5 0 1 1 2 —— selbstständige Personen mit besonderer Wohnung und eigener Haus— wirthschaft gelten, beziehungsweise den selbstständigen Gewerbetreibenden oder deren Vertreter ob. Aushülfsweise kann auch der Eintrag auf Grund der gemachten Angaben vom Zähler bewirkt werden. Wahr— heitswidrige Beantwortung der Fragen oder die Weigerung die Au— gaben zu machen, welche nach dem Reichsgesetze verlangt werden können, unterliegen einer Geldstrafe bis zu 30 Mark. Die Einsendung des Zählmaterials(Zählformulare und Controllisten) hat, nach Zählbezirken und Nummern geordnet, nebst dem ausgefüllten Gemeindebogen in ausreichender Verpackung sobald als thunlich, für Gemeinden von weniger als 2000 Einwohner aber längstens bis zum 22. Juni, fur größere Gemeinden längstens bis zum 5. Juli 1882 an uns zu erfolgen. Für die Erhebung dienen folgende Zaͤhlpapiere: a. Zählformulare: 1. der Zählbogen(A) für die Erhebung J. des persönlichen Berufs und der Gewerbebetriebe ohne Mitinhaber, Gehuͤlfen, Dampfkessel oder durch elementare Kraft bewegte Triebwerke(Formular J auf Seite 2 und 3 des Zählbogens), II. der landwirthschaftlichen Betriebe(For— mular II auf Seite 4 des Zählbogens); 2. die Gewerbekarte(B) für die Erhebung der Gewerbetriebe mit Mitinhaber, Gehülfen, Dampf— kesseln oder durch elementare Kraft bewegten Triebwerke; hierzu: 3. die Auleitung zur Ausfüllung der Zählformulare(C); b. Anweisungen: 4. die Anweisung für die Zähler(D) mit der Controlliste(F), 5. die Auweisung für die Gemeindebehörde(E) mit dem Gemeindebogen(G). Wir bemerken hierzu im Allgemeinen noch Folgendes: J. Zählbogen werden in jede Haushaltung abgegeben: Gewerbe— karten nur in solche, in denen oder von denen ein Gewerbe betrieben wird; mit jedem Zählbogen wird die Anleitung(C) ausgegeben. II. Bezüglich der Justructionen des Zählers: Die Austheilung der Zählformulare ist zwischen dem Vormittag des 1. und Mittag des 4. Juni 1882 vorzunehmen. Die Zählbogen sind, wenn dies nicht von der Gemeindebehörde oder den Zählungs-Commissionen geschehen sein sollte, vom Zähler auf der Titelseite mit den dort geforderten Ortsbezeichnungen, mit der Bezeichnung des Zählbezirks und mit fort— laufenden Nummern zu versehen. Die Gewerbekarten werden mit den Buchstaben des Zählbezirks und der Nummer des dazu gehörigen Zähl— bogens bezeichnet. Die Wiedereinsammlung der Zählformulare hat der Zähler nach 12 Uhr Mittags des 5. Juni 1882 zu beginnen, ununter— brochen fortzusetzen und wenn irgend thunlich vor Abend zu beendigen. Sollte indessen die Einsammlung bis Abend nicht möglich sein, so ist dieselbe am 6. Juni wieder aufzunehmen und nöthigenfalls am 7. fort— zusetzen. Bei dieser Gelegenheit hat er die Formulare einer Durchsicht zu unterwerfen und dabei bemerkte Auslassungen oder Irrthümer als— bald zu ergänzen und zu berichtigen. Namentlich ist darauf zu achten, daß die Unterschrift des Haushaltungsvorstandes beziehungsweise des selbstständigen Gewerbetreibenden oder eines Vertreters auf der Titel— seite nicht fehlt. Die Ablieferung der Zählpapiere aun die Zählungs— Commissionen beziehungsweise die Gemeindebehöͤrden hat bis zum 12. Juni 1882 zu erfolgen. III. Bezüglich der Functionen der Gemeindebehörden und Zähl— ungs⸗Commissionen: Die zugezogenen Commissionsmitglieder sind von Ihnen auf die vorschriftsmäßige und gewissenhafte Wahrnehmung ihres Amtes zu verpflichten. Die Gemeindebehörden ꝛc. haben die Abgrenz— ung der Zählbezirke vorzunehmen. Dieselben haben die Zähler aus ihrer Mitte oder aus anderen geeigneten Persönlichkeiten zu ernennen; letztere sind wie die Commissionsmitglieder zu verpflichten. Es ist recht— zeitig für die Bestellung der erforderlichen Anzahl von Zählern, nach Umständen durch Aufforderung freiwilliger Kräfte, Sorge zu tragen. Die Gemeindebehörde hat zu erwägen, daß es sich bei der Erhebung nicht allein darum handelt, Zahl, Eigenschaften und insbesondere die Berufsverhältnisse der Bevölkerung möglichst genau zu ermitteln, son— dern daß es wesentlich auch darauf ankommt, Zahl und Art der land— wirthschaftlichen und gewerblichen Betriebe kennen zu lernen. Die Gemeindebehörde hat die Zähler und soweit thunlich die Bevölkerung durch Aufklärung, Auskunft und in etwa sonst nöthiger Weise zu unter— stützen und sich die Ergänzung und Berichtigung der in den Zaͤhlfor— mularien gemachten Angaben angelegen sein zu lassen. Für diese Zwecke empfiehlt es sich, die vorhandenen Uebersichten der Bewohner und Ge— schäfte in Gewerbe-, Handels-, Steuer- und anderen Verzeichnissen zu benutzen und zu vergleichen. Dieselbe hat thunlichst dafür zu sorgen, daß die Zähler wohl unterrichtet über ihre Aufgabe, über die Oert— lichkeit ihres Zählbezirks und über die persönlichen und gewerblichen Verhältnisse der Bewohner an ihr Geschäft gehen. Insbesondete sind jedem Zähler rechtzeitig ein Abdruck der Anleitung D und E, eine Con— trolliste und die fr seinen Zählbezirk erforderliche Anzahl von For— mularien zuzustellen. Wenn die Gemeinde als solche unmittelbar land— wirthschaftliches Gelände(Aecker, Wiesen ꝛc.) bewirthschaftet(deren Frucht- und Graswuchs z. B. auf dem Halm verkauft wird), oder Gewerbe betreibt, so hat die Gemeindebehörde darüber zu wachen und event. dafür zu sorgen, daß die betreffenden Aufseher, Verwalter ꝛc. die erforderlichen Angaben in einem Zählbogen, beziehungsweise einer Gewerbekarte machen. Weun die Angabe aber nicht in dieser Weise erfolgt oder nicht erfolgen kann, so sind seitens der Gemeindebehörde besondere Zählformulare darüber aufzustellen und auszufüllen. Da in Bezug auf die landwirthschaftlichen Betriebe hinsichtlich der Grund— stücke, deren Ertrag auf dem Halm, am Stocke oder Baume verkauft werden, die Angaben vom Verkäufer zu machen sind, so wollen Sie bei Grundstücken, welche in dieser Weise bewirthschaftet werden und die Kirchen, Schulen, Stiftungen oder dem Fiscus zustehen, die be— treffenden Verwaltungsbeamten ersuchen, in gleicher Weise, wie bei den Gemeindegütern besondere Zählformulare aufzustellen und Ihnen zuzu— senden. Wenn die Flächenangaben unter II des Zählbogeus nicht in Hectar und Ar gemacht werden können, so sind die Angaben in dem alten ortsüblichen Maße au den Rand links neben die Fragen zu setzen und die Benennung der Maßeinheit darüber zu schreiben. Um fur die Umrechnung dieser alten Maße in das neue Maß die nöthige Grund— lage zu gewinnen, wollen Sie in Ihren Begleitungsberichten angeben, in welchem Verhältnisse die alten Maße zu dem neuen Maße stehen. Die erforderlichen Zählpapiere werden Ihnen demnächst zugehen; zuerst die Auweisungen für Sie, beziehungsweise die Zählungs-Commissionen und für die Zaͤhler, damit diese in den Stand gesetzt werden, sich mit den betreffenden Vorschriften gehörig vertraut zu machen, die Zähl— bogen, Gewerbekarten werden später folgen. Wir empfehlen Ihnen genaue Beobachtung der für die Aufnahme der Berufsstatistik gegebenen Vorschriften und sind in Zweifelsfällen zu mündlicher und schriftlicher Auskunft gerne bereit. Dr. Oraden. a Ausst chreiben. Um Angabe des derzeitigen Aufenthaltsortes des Eisenbahnarbeiters Friedrich Fichtner aus Guminitz, Kreis Krotoschin, wird ersucht. Friedberg am 28. März 1882. Der Großherzogliche Amtsanwalt Lorenz. Bekanntmachung. Durch rechtskräftiges am 3. April 1882 von dem kommandirenden General des XI. Armee-Corps bestätigtes Erkenntniß vom 28. März 1882 sind die nach⸗ benannten Ersatz⸗Reservisten des 2. Bataillons(Friedberg) 1. Großherzoglich Hessischen Landwehr-Regiments Nr. 115 1) Jakob Ruppel aus Ober⸗Rosbach, Kreis Fried⸗ berg, 2) Philipp Will aus Vilbel, Kreis Friedberg, in contumaciam für fahnenfluchtig erklärt und jeder in eine Geldstrafe von 200 Mark verurtheilt worden. Darmstadt, 8. April 1882. Großherzogliches Gericht der Großherzoglich Hessischen(25.) Division. Deutsches Reich. Ehegatten und endlich Dienstboten oder andere kinder und deren Abkömmlinge; b. Schwieger⸗ Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 7 enthält die Verordnung und Bekanntmachung, die Ausübung des Gesetzes vom 27. April 188 über die Ausführung und den Schutz der Fischerei betr. — Der Gerichtsschreiber-Aspirant Malzahn zu Höchst wurde zum Hülfsgerichtsschreiber in Darmstadt, Gölz zu Alsfeld zum Hülfsgerichts— schreiber in Lorsch, Veith in Langen zum Hülfs— gerichtsschreiber in Gießen bestellt. Darmstadt. Den Ständen ist ein sehr umfangreicher Gesetzentwurf, betr. die Erbschafts— steuer und die Schenkungssteuer, zugegangen. Derselbe ändert die gegenwärtig bestehende Gesetz— gebung in den verschiedensten Richtungen wesent— lich ab. Wir theilen die wichtigsten Bestimmungen mit. Befreit von der Erbschaftssteuer sollen Vermögensanfälle sein, wenn deren Werth für ein und dieselbe Person die Summe von 100 M. nicht übersteigt, ferner an Descendenten, sofern dieselben aus gültigen Ehen abstammen oder durch nachfolgende Ehe legitimirt sind, weiter Personen, welche dem Hausstand des Erblassers angehört haben und in demselben in einem Dienstverhältniß gestanden haben, wenn die Erbschaft den Betrag von 1000 M. nicht über⸗ schreitet. Die Erbschaftssteuer wird von dem— jenigen Betrag berechnet, um welcher der Steuer— pflichtige, dem der Anfall zukommt oder zukommen sollte, durch denselben reicher wird oder reicher werden konnte. Unbewegliches Vermögen, welches sich außerhalb des Großherzogthums befindet, unterliegt der Erbschaftssteuer nicht. Die Steuer soll betragen: 1) vier Pfennig von je einer Mark, wenn der Anfall gelangt an: a. Eltern; b. vollbürtige Geschwister; 2) fünf Pfennig von je einer Mark, wenn der Anfall gelangt an: a. Großeltern und entferntere Voreltern; b. halb— bürtige Geschwister; e. Kinder und deren Ab— kömmlinge, sofern das Verhältniß auf Adoption, Arrogation oder Einkindschaftsvertrag beruht; kinder; 6. Stiefeltern, Adoptiveltern, Schwieger— eltern; d. Oheime, Tanten, Großneffen und Großnichten; 4) acht Pfennig von je einer Mark in allen übrigen Fällen. — Der Finanzausschuß erster Kammer hat der zweiten Kammer be- schlossenen Ablehnung des Instituts der Bezirks- Antrag auf Ge⸗ währung der erforderlichen Mittel— 15,500 M. — für Remuneration von 31ͤ versuchsweise anzu— nehmenden Bezirksgeometern wieder aufgegriffen gegenüber der von geometer den Dittmar'schen und steht deshalb zu erwarten, daß diese An— gelegenheit nochmals die zweite Kammer be— schäftigen wird. Berlin, 11. April. Der Kaiser gilt wieder 4 als völlig hergestellt, obwohl andererseits ver— lautet, daß von dem letzten Unwohlsein ein, J wenn auch nicht bedenklicher, Schwächezustand des Körpers zurückgeblieben ist. Der Monarch d. Neffen und Nichten; 3) sechs Pfennig von je serschien gestern Abend freudig begrüßt zum ersten einer Mark, wenn der Anfall gelangt an: a. Stief— Mal wieder in der Oper. 2 2 5 5 5 l 8—ĩrsrvðvr—— — N Oele —— 5 r e N Neeraneigs warm e, ĩͤ 8 In une Amn auf Rug ihn bel W sal 1 N RB? 122„„ Ascari 1— Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Der„Na— rodni⸗Listy“ zufolge soll in Folge der siegreichen Operationen in Bielagora noch im April ein Theil der im Bocche operirenden Truppen ent— lassen werden und die Feldzulage aufhören. — Nach einer Meldung der„Times“ fände eine Zusammenkunft der Kaiser Alexander und Franz Joseph nach der Krönung des Ersteren statt. Lemberg, 8. April. In Trembowla wurde gestern ein des Hochverraths verdächtiger ruthen— ischer Bauer verhaftet und an das hiesige Strafgericht eingeliefert. Zara, 11. April. Die Truppen entdeckten im Gebirge der Bielagora ein große Höhle mit drei Ausgängen, worin die Insurgenten der Krivoscje und der Herzegowina schon im vorigen Sommer große Vorräthe an Munition und Proviant aufgespeichert hatten. Mit Besetzung der Bielagora ist den Krivoscjanern ein wesentlicher Stützpunkt entrissen und dadurch das Erlöschen des Aufstandes in der Herzegowina beschleunigt. Großbritannien. London, 6. April. In Irlaud sind seit einiger Zeit Attentate auf unpopuläre Landlords an der Tagesordnung. Am Dienstag Abend wurde unweit Belmullet auf den Grundbesitzer O'Douuell gefeuert. Die Kugel ging ihm durch den Rockfluͤgel und ließ ihn unversehrt. Dublin, 8. April. Die Polizei von Dublin belegte gestern hierselbst ein großes fenisches Waffendepot mit Beschlag und nahm im Zu⸗ sammenhange damit mehrere Verhaftungen vor. — 10. April. Parnell wurde heute in Frei— heit gesetzt und ist sofort nach England abgereist. Italien. Rom. Das„Journal de Rome“ dementirt formell die Behauptung der„Italie“, daß Jacobini zu demissioniren beabsichtige. Montenegro. Cettinje. Montenegro kam der internationalen Verpflichtung nach, indem es einen Grenzeordon von 700 Mann aufstellte. Rußland. Petersburg. Nachrichten von hier bezeichnen es als wahrscheinlich, daß der in manchen Kreisen immer dringender auftretenden Tendenz, die Umkehr zu den altrussischen Tra ditionen auch in der äußeren Erscheinung zum Ausdruck zu bringen, binnen Kurzem Rechnung getragen werden wird. Es heißt, daß zu diesem Zwecke sowohl für die Hofwüurdenträger, als auch für das russische Beamtencorps neue Uni— den u formen eingeführt werden sollen, für welche das Modell mit Zugrundelegung altrussischer Muster lherzustellen wäre. — Nach Meldungen von hier wird eine Revision der Vorschriften über das Paßwesen in Aussicht gestellt. — Giers wurde definitiv zum Leiter des auswärtigen Amtes ernaunt. Das officielle „Jour. de St. Petersb.“ sagt anläßlich des Ministerwechsels: die Ernennung Giers' werde keine Veränderung in der äußeren Politik Ruß— lands herbeiführen, auch werde kein anderes Circular an die diplomatischen Vertreter Ruß— lands im Auslande erlassen werden, als das— jenige, welches den Personalwechsel ankündigt. Alle auswärtigen Blätter erkennen durchgehends das eminent friedliche Symptom an, welches durch die Ernennung Giers', oder hauptsächlich durch die Nichternennung Ignatieff's, zum Aus— wärtigen Minister in Erscheinung getreten sei. — Mit großer Bestimmtheit wird behauptet, auf der 4. Station diesseits Moskau(Nikolai— Bahn) wäre eine aus dem Keller des Stations— gebaͤudes bis unter den gewöhnlichen Halteplatz der Zuͤge auf den Perron führende Mine ent— deckt worden. Infolge dessen seien dort wie in Moskau circa 70 bis 80 Personen verhaftet. Nach der Mine wurde bereits seit längerer Zeit gesucht. Auch in Moskau rüsten sich die Nihi— listen für die Krönung. Koboseff-Bogdanowitsch hatte in nächster Nähe des Kremls eine Blumen— handlung erworben, von wo aus, wie erzählt wird, eine Mine geführt wurde, die bei der Entdeckung bereits fertiggestellt war. Moskau. Der Moskauer Zeitung zufolge beabsichtigt das Kriegsministerium, sofort nach Schluß der diesjährigen Lagerzeit 37,500 Mann zu beurlauben. Warschau, 7. April. Infolge einer vor einigen Tagen in der Werkstatt der Warschau— Wiener Eisenbahn stattgehabten Revolte, zu deren Unterdrückung eine bedeutende Anzahl Gendarmerie aufgeboten worden und wobei er— hebliche Verwundungen vorkamen, hat die Be— hörde in hiesigen Vorstädten und umliegenden Ortschaften bedeutende Vorsichtsmaßregeln ge— troffen, um etwaigen Unruhen vorzubeugen. Egypten. Kairo, 11. April. Dem„Reuter— schen Bureau“ zufolge soll eine Verschwörung gegen Arabi-Bey entdeckt und sollen infolgedessen 16 Officiere verhaftet sein. In der Stadt herrscht große Aufregung. Das Motiv der Verschwörung ist anscheinend Nicht-Avancement der Officiere. Amerika. Washington. Im Senat brachte Miller eine Bill ein, welche mit der Ausschlußbill von Chinesen, gegen welche der Präsident Arthur sein Veto eingelegt hat, identisch ist. Die Bill Miller's beschränkt indeß die Dauer des Ein— wanderungsverbots auf zehn Jahre. Afrika. Algier, 7. April. Ali Ben Khalifa ist mit dem Gros der Auffständischen auf tripo— litanisches Gebiet übergetreten. Die franz. Be— hörden hierselbst hoffen, daß mindestens ¼ der Queregh-Ama-Stämme sich unterwerfen wollen. Verloosungen. Prioritäts⸗ Obligationen der Hessischen Ludwigs ⸗Eisenbahn⸗Gesellschaft von 1860, 1866 u. 1874. Ziehung vom 30. März und 1. April 1882. Heimzahlung von A. u. B. am 1. Juli, C. am 1. Juni 1882. A. Vom Prioritäts-Anlehen von 1860. 1. Serie. Nr. 216 370 402 481 862 1070 471 474 598 662 674 707 736 802 823 826 921 2089 131 232 318 485 493 778 810 846 901 3113 146 399 469 513 533 576 586 634 710 788 940 4044 173 203 207 239 279 297 502 526 591 641 678 750 817 833 913 937 5010 14 76 149 235 609 686 778 802 836 868 6033 54 309 415 644 658 673 690 989 992 7110 164 172 204 209 269 437 474 579 719 989 8056 60 67 163 386 439 446 466 552 570 586 732 988 998 9025 98 348 385 490 526 540 617 699 730 851 898 921 a fl. 100. 2. Serie. Nr. 10018 87 98 145 288 360 537 542 583 599 718 727 902 990 11195 292 443 617 629 793 815 852 859 918 12111 217 312 493 500 541 680 795 818 882 957 960 13093 300 466 492 500 502 573 725 778 871 à fl. 500. B. Vom Prloritäts-Anlehen von 1866. 1. Serie. Nr. 14252 286 417 583 634 771 790 15093 107 159 357 389 443 451 607 907 16038 243 480 507 564 856 927 à fl. 100. 2. Serie. Nr. 17072 75 222 331 337 402 500 522 557 800 18187 225 242 268 341 402 475 597 681 724 869 19407 504 555 906 922 à fl. 500. C. Vom Prioritäts-Anlehen von 1874. Nr. 55 323 324 446 475 486 593 615 617 618 619 938 1057 86 137 288 289 479 506 508 599 622 717 850 996 997 2395 620 3238 322 549 641 642 4449 450 451 542 5054 255 344 345 346 788 6018 420 558 7071 72 73 109 143 175 184 185 218 395 642 644 645 646 944 958 975 986 993 8568 625 669 698 704 705 765 802 9063 94 367 604 645 739 936 991 10183 535 858 11964 214 215 641 692 693 694 695 696 930 983 12448 547 602 637 915 13524 570 675 14838 15166 190 206 533 681 685 945 946 947 16003 300 543 877 882 17293 512 533 18119 721 769 877 878 879 880 912 977 à M. 600. Badische Thlr. 100 Loose von 1867. Serien⸗ Ziehung vom 1. April 1882. Nr. 124 202 281 380 587 775 780 953 1198 1249 1305 1316 1358 1399 1408 1517 2006 2029 2113 2280. Die Gewinn⸗Ziehung findet am 1. Juni 1882 statt. Handel und Verkehr. Friedberg, 12. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.15— 1.20, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 00 Pf. Friedberg, 11. April. Fruchtvericht. Walzen M. 25.25, Korn M. 20.00, Gerste M. 18.00, Hafer M. 16 bis 17. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfd. Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Uebertrag vom 1. April 28195 15302 80 1. C. Bindernagel. 2 67 49 90 2. W. Bernbeck 182 101 10 3. Ph. Billau. 133 87 70 4. Th. Kranz g 94 57 60 5. H. Flaschenträger. 115 67 60 28786 15668 70 NB. Uebertrag Einleger 1070. Neue Einleger 5. Gesammt⸗Einleger 1075. Friedberg den 8. April 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß- und Credit⸗Verein, e. G. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kennt— niß, daß die städtische Brückenwaage am Rathhaus gründlich reparirt und den gesetzlichen Bestimm— ungen gemaͤß geprüft und richtig befunden worden ist. Friedberg den 12. April 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 1 Scriba. Arbeits-Vergebung. 351 Montag den 17. April, Vormittags 9½ Uhr, zollen die zur Reparatur des Pflasters der Ortsdurch— ahrt zu Fauerbach bei Friedberg erforderlichen Arbeiten nd Lieferungen in Accord gegeben werden: Pflasterarbeit, veranschlagt zu 216 M., Durchwerfen und Anfahren von Kies aus der Usa W Lieferung von neuen Pflastersteinen 1 Assenheim den 8. April 1882. Wenck, Brezikksbauaufseher. Lohrinden⸗Versteigerung. 1361 Donnerstag den 20. April l. J., Mittags 1 Uhr, abet dahler auf dem Rathhaus die diesjährige Loh rInden-Versteigerung, ca. 400 Ctr., statt. Pfaffenwlesbach den 8. April 1882. Der Bürgermeister. Erker. Jorbacher Falzziegel, allein ächtes Forbacher Fabrikat, — vor Täuschung wird gewarnt.— Leon Couturier in Forbach— einziger Besitzer der daselbst bestehenden Falzziegel-Fabriken— empfiehlt sein seit 1848 bekanntes und bewährtes Fabrikat unter Garantie für Wetterbeständigkeit. Jede Falzziegel trägt den Stempel„Couturier, Forbach“. Vertreter für Fried berg und Umgegend: 1289 Herr Jean Betz in Friedberg. Dung hps, sowle feinst ö geschlemmte Champagner⸗Kreide für Weißbinder und Glaser bringe in empfehlende Erinnerung. 9 Gunst Geer, Hoͤchst a. M. Stearinker 2 zen, extrafein, fast fettlose Waare, Kernseife, beste weiße und gelblich-weisse, offerlrt zu billigen Preisen 1208 Hep 1343 J. Baumeister. Fr. Megerle's Fußbodenglanzlack trocknet sofort mit dauerhaftem gegen Naͤsse haltbarem Glanze. Die beliebtesten Sorten sind der gelbe und gelbbraune Glanzlack, deckend wie Oelfarbe. Preis M. 2.50 per Kilo zu 8 OM. 2mal. Anstrich. Niederlage bei C. Th. Kranz in Friedberg. 793 Zur Beachtung. Den gehässigen Aussagen entgegen, daß in unserem Steinbruche keine Steine mehr zu haben seien, erklären wir, daß dieses die Unwahrheit ist und werden die Steine nach wie vor in der früheren Weise von uns verabfolgt. Gleichzeitig verfehlen wir nicht ergebenst anzu— zeigen, daß vom 1. Mai l. J. ab auch Russensteine bester Qualität zu den allgemeinen Preisen von uns bezogen werden können. Vilbel im April 1882. 1313 Riedinger& Brofft. Häckselfutter⸗Schueid⸗Maschinen in verschledenen Großen und Construktionen aus der be— kannten Maschinenfabrik Minervahütte in Haiger, von welchen mir von Herrn Carl Fendt in Hungen eine Niederlage ertheilt worden ist, empfehle billigst. 1349 Weckesheim Adam Dillenburger. Ein besseres größeres o gis sist zu vermiethen. Näheres Kalserstraße 114. 1364 Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen, in Friedberg durch Carl Bindernagel: Alles mit Gott! Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest⸗ und Feiertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von: Luther, Musculus, Habermann, Arnd, Seriver, Lassenius, Spener, Neumann, Arnold, Franke, Schmolk, Stark, Tersteegen, Storr, Roos und vielen andern Gottesmännern. S Achtunddreißigste Auflage. 416 Seiten. Oktav. Mit einem Stahlstiche. Eleg. geb. ohne Goldschnitt Preis M. 2.60. Eleg. geb. mit Goldschnitt und Goldverzierung Preis M. 2.80. Pracht⸗Ausgabe auf Velin in feinstem Kalbslederband M. 5.50. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als S hunderttausend Exemplaren= K über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden. — Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kerngebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vorhanden sind, so daß in demselben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Verlagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— herzustellen und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest- und Communi ongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— Vorschuß und Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Wir nehmen Kapitalien auf Zmonatliche Kündigung zu 4% Zinsen pr. Jahr. Die Dampf-Kaffee- Brennerei von A. Zunts sel. Mittwe, Bonn a. Rh., Berlin E., gegründet 1837, gegründet 1837, 587 9 bringt ihre gebrannten Java-Kaffees in empfehlende Erinnerung. Alleinige Niederlage in Friedberg bei Herrn. Moses Eckstein. L. A. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung, mit festen und billigsten Preisen, empfiehlt ihr stets nur in zuverlässigen guten Qualitäten auf's Reichhaltigste ausgestattetes Lager. 131 90 r 8 5 1525 2 . Wegen Auflösung der Firma sind alle Forderungen bis längstens 15. April schriftlich bei uns einzureichen. Nach diesem Termin wird für Anerkennung der Forderungen nicht mehr gehaftet. Schmidt& Petri. 1288 Eschersheim bei Frankfurt a. M. 55 7 Gesellschaft zu gegenfeikiger Hagelschaden- Vergütung in Leipzig. Errichtet im Jahre 1824. Bezahlte Schäden seit Bestehen der Gesellschaft ca. 16,000,000 Mark. Die Gesellschaft übernimmt Versicherungen auf Feldfrüchte aller Art mit oder ohne Stroh nach einem einheitlichen Prämiensatz für alle Gegenden und mit proportioneller Erhöhung nur im Schadenfalle und leistet bei Hagelschaden Ersatz bis zu ½5, resp./ Verlust. Im letzteren Falle gegen 20% Prämien-Ermäßigung. Innerhalb 6 Jahren vom Hagel nicht betroffene Mitglieder erhalten(zuerst 1883) einen Prämien⸗Rabatt von 24, resp. 36 und 48%. Bezahlung der Schäden 4 Wochen nach Taxe. Gestattete Anmeldungsfrist der Schäden nach 96 Stunden noch 28 Tage. Schaden-Regulirung unter Zuziehung von Vertrauensmännern. Weitere Auskunft ertheilt und Anträge vermittelt ö Kaufmann F. David, Nieder⸗Wöllstadt. H. Heinemann, Nieder⸗Weisel. Kaufmann Schmidt, Rockenberg. Kaufmann Chr. Eichelmann, Steinfurth. Unterzeichnet offerirt: a 7 Alle orten ri an en Römischkohl-, Wirsing- und sowie Pensée S len n ihpft 0 5 der Oberkohlrabipflanzen. Gärtnerei auf dem Chausseehaus zu Ilbenstadt. Bestellungen nimmt Herr Kaufmann Haustgedt und Herr Stuhlflechter Brack entgegen. 1346 Veteranen- und Militär verein Friedberg. Samstag den 15. d. Mts., präcis 8 Uhr, Monats⸗ versammlung im Vereinslocal. Tagesordnung: Beschickung des Deligirtentages. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. 66 Der or st a nd. dwindeckers Felsenkkeller. Die Wirthschaft auf demselben ist für diesen Sommer Ernst Windecker. Theater in Friedberg. Gastspiel von Mitgliedern des Hanauer Stadttheaters. (Casino⸗ Saal.) (3. Abonnements⸗Vorstellung.) Freitag den 14. April 1882: Lamm und Löwe, o der: Jurist und Theologe auf Freiersfüßen. Lustspiel in 4 Acten von A. Schreiber. Sonntag den 16. April 1882: Die Lieder des Musikanten. Volksstück mit Gesang in 5 Aeten von R. Knesel. Musik von Ferd. Gumbert. Preise der Plätze: Nummerirter Sitz 1 M. 50 Pf. Zweiter Platz 70 Pf. Mittel⸗Galerie 40 Pf. Seiten⸗Galerie 30 Pf. Kassenöffnung ½8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr. N Die geehrten P. T. Abonnenten belieben von 10 bis 12 Uhr am Tage der Vorstellung ihre Abonne⸗ mentskarten in wuͤnschenswerther Anzahl umzu⸗ tauschen und zwar bei Herrn Cigarrenhändler Oppenheimer. Daselbst sind von 16 Uhr Nach⸗ zu vergeben. 1367 Feinst einmarinirte holländische Vollhäringe, Russische Sardinen empfiehlt J. Baumeister. Eine goldene Kette wurde am zweiten Osterfeiertage auf dem Wege von Assenheim nach Friedberg verloren und wird um gefällige Rückgabe gegen gute Belohnung an die Expedition des Anzeigers gebeten. 1334 Auf Statkon Assenheim sind stets vorräthig die schon seit langer Zeit bekannten guten Steinheimer Ziegeln in nur prima Waare und zu den billigsten Preisen. Dieselben können auch auf Wunsch auf den Stationen Groß⸗Karben, Nieder- Wöllstadt, Friedberg u. s. w. zu haben sein. Eberhard Walther, Dachdeckermeister, 1345 in Assenheim. Für Confirmanden 1342 Vorstecker, weiße Unterröcke, Strümpfe, Socken, Hemden, feine Einsätze, Corsetten, Halsbinden, Handschuhe aller Art, sowie Myrtenkränze zu den billigsten Preisen. 1029 K. Friedrich. Sandsteinplatten, Krippen und Tröge, um damit zu räumen, zum Selbstkostenpreise. 1362 G. H. Freundlieb. Tüchtige Vertreter für geregelten Vertrieb ihrer Fabrikate sucht die Torfstreu⸗ Fabrik in Burgdorf bei Hannover. Broschüre über Nutzen und Anwendung von Torfstreu gratis und franco. 1352(8964.) 8 einen früheren Kunden, sowie einem verehrlichen M Publikum theile ich ergebenst mit, daß ich mein Schweinemetzgerei⸗Geschäft wie früher weiter betreibe und bitte um geneigten Zuspruch. 1348 Hochachtungsvoll Bad⸗Nauheim. Alex. Schimpf. 2 zu den billigsten Preisen Hosenträger a. wrlenrich F ein jgrößeres Seifenfabrik-Geschäft in der Lahn⸗ gegend wird ein gebildeter braver Lehrling gesucht. Kost und Logis im Hause.— Frankirte Offerten sub H. 6898 an die Exped. d. Anz. 1338 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 1358 Gräfliche Hofgärtnerei Assenheim. 150 4. 800 0 5 f 7 7 11 F Lohmann, Gärtner. Ein tüchtiger Schreinergesell* 2 Arbeit bei eee Jung in ergesall 8 Str umpflängen, giedi Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu eine Beilage.) Verechni det Ph binderun komme. im Oanz ich le aauberes vereins h durchschn kennung und ihre ihnen d Bürgern welcher Streben gliedern reichte, Sonntaf Thaler, Irledber besuchen, Foutser aus Buß den Dan wissenhaf leitet bah des Wir während Sonnto unterhö werker auf eir mittags Billets zu allen Plätzen zu haben. 1360 empfehle Taschentücher, Kragen, Manschetten, Krausen, die Zu 1 am er eine p. Ursache bei den greifend Wenigst stimmt, werden, Stabi, Oberkonf zu erbau allgemein Dokent! Prediger, facher L Sonntag seine Ab W. Nachmit große J schon sei denkfeien Gie im Gleß — N O. Die laut gerie Vom 25. den Derr Sichethi Immobi abgetras wiesen! es inz ergeht g aus der kermit Ranater er Hyp Fri 0 Ittitrsfußen. ier il 2: Usikanten. den K. der Knesel. Leit Naß 70 Vf. altri 30 U Nr — Edt 10 lr. nen J. Sanniser. des 1334 errütbig die schon Tuiudtimtt ziegeln 1 Mligier Frisen. der Smenen * manden 3 Frausen, Aictttt rausen, , Hemden, cen deutlich en mein daf 10 . nase —* gin ale En preisen 2 nebtic ö Lahn In Lahn t rue 135 „ dandsaubt aller gerte Heilage. Thberhesssscher — Anzeiger. Aus Stadt und Land. Friedberg, 6. April. Gestern fand die Prüfung der von dem hiesigen Gewerbvereine unterhaltenen Abend— Handwerkerschule statt und machte einen recht befriedigen— den Eindruck. Bauaufseher Zörb prüfte in der Raum— Berechnung und der Buchführung, Lehrer Rodemer in der Physik, die anderen Lehrgegenstände mußten, der Ver— binderung eines Lehrers halber, diesesmal in Wegfall kommen. Den jungen Leuten wurde von ihren Lehrern im Ganzen ein gutes Zeugniß ertheilt, auch zeichneten sich die aufgelegten Hefte meist durch eorrekte Arbeit und sauberes Aussehen aus. Der Vorstand des Gewerb— verelns hatte beschlossen, an diejenigen Schüler, die ihren durchschnittlichen Leistungen zu Folge, sich einer Aner— kennung werth gezeigt hatten, zur Aneiferung für sie und ihre Mitschüler Geldprämien zu vertheilen, welche ihnen der derzeitige Vorsitzende des Gewerbe-Vereins, Bürgermeister Seriba, nach einer kurzen Ansprache, in welcher er die jungen Leute ermahnte, durch Fleiß, reges Streben und gutes Betragen, sich zu würdigen Mit— gliedern der bürgerlichen Gesellschaft vorzubereiten, über— reichte. Von den Schülern, welche die Abend- und die Sonntagszeichenschule besuchen, erhielten Prämien Joseph Thaler, F. Lippold, L. Ferber und K. Wilhelm aus Friedberg; von denen, die nur die Sonntagszeichenschule besuchen, Kaut aus Lauterbach, Kohlas aus Großkarben, Fourier aus Södel, Böckel aus Bad⸗Nauheim und Bang aus Butzbach. Auch den Lehrern sprach der Vorsitzende den Dank des Vorstandes für den Eifer und die Ge— wissenhaftigkeit, mit welcher sie die Schule seither ge— leitet haben, aus. Hoffentlich findet nicht nur die während des Winters eröffnete Abend-Schule, sondern auch die während des ganzen Jahres in Thätigkeit befindliche Sonntags⸗Zeichenschule, welche der Gewerbverein dahier unterhält, bei dem strebsamen Theile unserer jungen Hand— werker immer mehr Beachtung und fleißigen Besuch, denn auf einer tüchtigen Ausbildung beruht einzig und allein die Zukunft unseres gewerblichen Mittelstandes. l. Friedberg. Der Musikverein hat den Gottesdienst am ersten Ostertag in der Burgkirche wiederum durch eine passende Gesangsaufführung verherrlicht. Mehrere Ursachen machten übrigens gerade diesen Gottesdienst, bei dem die Kirche vollständig besetzt war, zu einem er— greifenden und gewiß hat alle Kirchenbesucher nicht zum Wenigsten der Gedanke beschäftigt und wehmüthig ge— stimmt, daß wir fortan nicht mehr die Freude haben werden, uns an den klaren, geistreichen Predigten des Stadtpfarrers und Professors Dr. Köhler, nunmehrigen Oberconsistorialraths und Superintendenten Rheinhessens, zu erbauen. Wie wir vernommen, wird der hochverehrte, allgemein beliebte Mann, der neunzehn Jahre lang als Docent am Predigerseminar und in der Gemeinde als Prediger, Seelsorger, Schulvorsteher und in sonst mannich— facher Weise segensvoll bier gewirkt hat, am zweiten Sonntag nach Ostern, Vormittags in der Stadtkirche seine Abschieds-Predigt halten. Ww. Bad⸗ Nauheim. Den ersten Osterfeiertag Nachmittag versammelte sich wieder wie alljährlich eine große Menschenmenge auf dem Johannisberg, um die schon seit unzähligen Jahren auf diesen Tag fallende Ge— denkfeier abzuhalten. Gießen, 7. April. Gestern Nachmittag brannte es im Gießener Stadtwald an der Licher Straße. Das Feuer * wurde zwar rasch gedämpft, doch sind ca. 1 Morgen abgebrannt. Mainz, 7. April. In dem Sektionszimmer des Friedhofes fand gestern die Sektion der Leiche eines 9jährigen Knaben in Gegenwart der Stiefmutter des Knaben auf Antrag der Staatsanwaltschaft statt. Die Stiefmutter des verstorbenen Kindes ist beschuldigt, den Tod desselben durch Schläge und Entziehung der noth— wendigsten Nahrung herbeigeführt zu haben. Constatirt ist bereits, daß das arme Kind förmlich Hunger leiden mußte, denn es ist erwiesen, daß dasselbe in dem Hofe des Hauses, in welchem seine Eltern wohnten, das den Hunden vorgestellte Futter gierig verschlang; die anderen, in demselben Hause wohnenden Leute konnten dem Kinde nur wenige Lebensmittel zustecken, denn sobald dies die Stiefmutter gewahrte, wurde das Kind in unmenschlicher Weise mißhandelt. Die Untersuchung ist in vollem Gange. Allerlei. st. Frankfurt. Wie nun beschlossen worden, sollen die beiden ersten Theile des Wagner'schen Bühnen-Fest— spiels„Der Ring der Nibelungen“,„Rheingold“ und „Walküre“— um einen möglichst einheitlichen Gesammt— eindruck dieser beiden Auffuͤhrungen zu erzielen,— an zwei auf einanderfolgenden Abenden im hiesigen Opern— hause zu Darstellung kommen. Demgemäß werden so— wohl für das hiesige, als auch für das auswärtige Publikum, auf Wunsch die Eintrittskarten von vorn— herein für beide Aufführungen ausgegeben werden. Die Orchesterproben zu dem umfangreichen Werke finden von jetzt ab täglich statt; die hautsächlichsten und schwierigsten Maschinerieen sind bereits im Gange und darf nunmehr die Aufführung selbst als eine unmittelbare bevorstehende bezeichnet werden. Antwerpen. Von hier wird gemeldet, daß ein Dieb, welcher die Juwelen der Kaiserin von Brasilien gestohlen hat, hierselbst im Augenblick der Ausschiffung verhaftet wurde. Sämmtliche entwendete Kleinodien sollen in seinem Besitz gefunden worden seln. Gerichtssaal. Butzbach. Nächsten Freitag den 14. April, Vor⸗ mittags 8 Uhr, findet am hiesigen Amtsgericht eine Schöffensitzung statt. Zur Verhandlung gelangen folgende Sachen: 1) gegen Heinr. Göttelmann und Consorten von Butzbach; 2) gegen Gilbert Gorr Zr. von Trais Muͤnzenberg wegen Uebertretung des Impfgesetzes; 3) gegen Maria Nau, Tochter der Katharina Nau von Pohlgöns, dermalen in Butzbach, wegen Unzucht; 4) gegen Heinr. Bingel von Rockenberg wegen Uebertretung der Feierabendstunde; 5) gegen Gg. Reitz, Sohn des Peter Reitz tr. von Steinfurth, wegen Uebertretung des§ 367 Pos. 11 des R.⸗Str.⸗G.⸗B.; 6) gegen Aug. Kraft von Butzbach wegen Uebertretung des Art. 55 des P.⸗Str.⸗G. Altenstadt, 4. April. In der heutigen Schöffen— gerichtssitzung wurde in folgenden Sachen erkannt: 1) in der Strafsache gegen Jakob Schilling von Hainchen, an geklagt wegen Bettelns, wurde der Angeklagte in eine Haftstrafe von 14 Tagen, sowie zur Kostentragung ver urtheilt und Ueberweisung an die Landesbehörde ver fügt. 2) in der Strafsache gegen H. Philipp Clartus und Gotthardt Heil von Höchst a. N. verfolgten die eben erwähnten Angeklagten Einspruch gegen einen amts gerichtlichen Strafbefehl und wurden dieselben bei der heutigen Hauptverhandlung von der ihnen zur Last ge⸗ gelegten Uebertretung der Ruhestörung freigesprochen, dagegen aber wegen Uebertretung der Feierabendstunde ihre Verurtheilung in je 1 M. Strafe ev. 1 Tag Haft sowie zur Tragung der Kosten ausgesprochen. 3) in der Strafsache gegen Johannes Hinkel 11. von Hainchen, wegen Bettelns, erhielt der Angeklagte eine Haftstrafe von 3 Wochen und die Kosten, nebstdem wurde er auch der Landespoltzeibehörde überwiesen. 4) in der Straf— sache gegen Wilhelm Stroh von Lindheim, wegen Ge— werbsteuer-Contravention, wurde der von dem Angeklagten gegen den amtsgerichtlichen Strafbefehl erhobene Einspruch verworfen und derselbe in eine Geldstrafe von 10 M. ev. 5 Tage Haft, sowie zur Kostentragung verurtheilt. 5) in der Strafsache gegen Jacob Sellheim von Höchst a. N., wegen Drohung, wurde der Angeklgte in eine Gefängnißstrafe von zehn Tagen, sowie zur Tragung der Hälfte der Untersuchungskosten verurtheilt. 6) in der Privatklagesache des Peter Ph. Schäfer von Hoͤchst a. N. gegen Salomon Ehrmann in Altenstadt, wegen Beleidigung, wurde der Angeklagte in eine Geldstrafe von 30 M. ev. 6 Tage Haft, sowie zur Kostentragung verurtheilt. 7) in der Privatklagesache des Fr. Karl Dorf von Höchst a. N. gegen Fr. Karl Kraft von da, wegen Beleidigung, erhielt Angeklagter eine Geldstrafe von 10 M. ev. 2 Tage Haft und fallen demselben die Kosten zur Last. 8) die Privatklagesache des Karl Seitz von Höchst a. N. gegen Gottfried Schlienz von da, wegen Beleidigung, hat durch Vergleich ihre Erledigung ge⸗ funden. 10) In drei weiteren Strafsachen mußte die anberanmte Hauptverhandlung ausgesetzt werden, da die Angeklagten nicht erschienen waren. Handel und Verkehr. Falsche 50-Markscheine sind seit Anfang dieses Monats wieder im Verkehr bemerkt worden. Dieselben tragen die Serie VII. Fol. 32, Nr. 146271 und sind an dem dickeren, rauheren Papier, der schmutziggrauen resp. brau⸗ nen Grundfarbe, dem matten und verschwimmenden Druck der Figuren und Schrift, gegen welche die in schwarzer Farbe gedruckten Worte:„50(Fünfzig) Mark“ stark hervortreten, sowie an der sehr mangelhaften Ausführung der Arabesken auf der Rückseite zu erkennen.— Auch gefälschte 20-Markstücke sind neuerdings angehalten wor— den. Dieselben tragen das Münzzeichen D. und die Jahreszahl 1879, sind schlecht gerändert und fühlen sich fettig an. Auf dem Avers im Kopf des Reichsadlers ist ein Sprung ausgeprägt, der wahrscheinlich schon in der Matrize vorhanden war. Denjenigen Ländern des Weltpostvereins, nach welchen Postkarten mit Antwort abgesandt werden können, sind nunmehr auch die Vereinigten Staaten von Columbien beigetreten. Das Porto fur derartige Postkarten beträgt 20 Pfennig. Bekanntmachung. In Fauerbach bei Friedberg wird am 16. April eine Posthülfstelle errichtet, deren Verwaltung dem Herrn Gastwirth Friedrich Wilhelm Haas daselbst übertragen worden ist.— Darmstadt den 6. April 1882. Der Kaiserliche Ober Postdirektor Hagemann. 77 14 8 FN Oeffentliche Aufforderung. Die Peter Jung II. Eheleute von Ockstadt entliehen laut gerichtlich bestätigter Schuld- und Pfandverschreibung vom 25. Juni 1852 von Oberförster Harth daselbst den Betrag von 700 Gulden und verpfändeten zu dessen Sicherheit die in der Gemarkung Ockstadt gelegenen Immobilien Flur 1 Nr. 594 und 593.— Da die Schuld abgetragen sein soll, dies aber urkundlich nicht nachge— 0 wiesen werden kann, auch der Aufenthaltsort der Erben des inzwischen verlebten Gläubigers unbekannt ist, so ergeht an diese, sowie an Alle, welche etwa Ansprüche aus der Schuldverschreibung erheben zu können glauben, hiermit die Aufforderung, solche so gewiß binnen zwei Monaten dahler anzumelden, gegenfalls die Löschung der Hypothek verfügt werden wird. Friedberg den 25. Februar 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim. Hohenstein, 560... Viüulfs-Gerichtsschrelber. Bekanntmachung. 1370 Die am 20. März d. J. in dem Osthelmer Ge meindewald abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Fahrtag auf Dienstag den 18. d. M. fest⸗ gesetzt worden. Die Abfuhrscheine können bei dem hiesigen Gemeinde-Einnehmer in Empfang genommen werden. Ostheilm den 11. April 1882. Großherzogliche Bürgermeisteret Osthelm. Schneider. 1 Ein braves Dienstmädchen wird für Bad⸗Nauhelm gesucht. Näheres bel der Expe— dition des Anzelgers, 1337 Hofraithe⸗Versteigerung. Freitag den 14. April l. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die nachbeschriebene, zu dem Nachlasse der Frau Meyer Meyer Wittwe gehörende Hofraithe erbvertheilungshalber an den Meistbietenden versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. II. 327. 8%1õçe. Hofraithe in der Stadt. Friedberg den 28. März 1882. 5 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 1310 Seriba. 8 5 g Holz-Versteigerung. 1294 Freitag den 14. l. Mts., Vormittags 9 Uhr an— fangend, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Matzenplacken, nachstehende Holzsortimente versteigert werden: 8 Raummeter Eichen-Schelter, 2„ Nadel-Schelter, 1 7 Eichen-Knüppel, 6 1 Nadel-Knüppel, 4 50 Erlen Knüppel, 4840 Buchen-Wellen, 19052 Elchen-Wellen, 2400 Nadel-Wellen, 1359 Dorn⸗Wellen, 1150 Gebund Pfriemen, 3 Raummeter Nadel-Stöcke, Eichen- Stämme von 21—32 Centimeter Durch— messer, 4—8 Meter Länge, zusammen 10,33 Fest— meter haltend. Dle Zusammenkunft ist am Buchborn. Ober- Mörlen den 4. April 1882. f Großherzogliche Bürgermelsteret Ober-Mörlen. Jeckel. 35 Bekanntmachung. 0 Die seitherige Inhaberin der Firma„J. Fürths Erben“, nämlich Ludwig Fürth Wittwe in Friedberg hat dieses Geschäft mit Aetiven und Passiven ihrem Sohne und seitherigen Proeuristen Joseph Furth über— geben, welch letzterer im Handelsregister bereits als In— haber der Firma„J. A. Nauhelm Nachfolger“ einge⸗ tragen ist. Beide genannten Firmen bleiben bestehen. Isage August Nauheim bleibt Proeurist der zuerst ge nannten Firma und bezuglich beider Firmen hat der Inhaber seiner Ehefrau Emilie, geb. Schulhof, Proeura ertheilt. Friedberg den 4. April 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Suͤffert. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. 5 30* 11101* Die Holzversteigerungen im Domanialwald der Obersösterei Ooch⸗Weisel vom 27. und 28. v. Mts. sind genehmigt worden.— Die Abfuhrscheine können vom 14. d. Mts. an bei Großher zoglichem Rentamt Friedberg in Empfang genommen werden. Der erste Fahrtag ist auf den 17. d. Mts. und das Ende des Abfuhrtermins auf den 27. Mai d. J. festgesetzt. Die Holzabfuhr stattet. Bußbach den 1. April 1882. Großherzogliche Oberföoͤrsterei Hoch-Weisel. 1339 Dittmar. 7 5 3 Filethandschul 1 Glacchandschuhe, Stangen ae te tärhandschuhe außerst billig bei K. Friedrich. 1356 ist nur bei trockener Witterung ge Norddeutsche Hagel⸗Versicherungs⸗Gesellschaft in Berlin, 2 1369 Königgrätzerstraße Nr. 58. Bei weitem größte aller Hagel⸗ Verschernugs⸗Geselscaften. Geschäfts⸗Resultat pro 1881: 40,530 Mitglieder mit 335,583,629 Mk. Versicherungssumme; bezahlte Entschädigungen: Mk. 2,271,468. 50 Pfg. 2 Zunahme: 5502 Mitglieder mit 33,457,077 Mk. Versicherungssumme Vin Die Prämien sind je nach der Gefährlichkeit der Gegenden verschieden; im Durchschnilt des ganzen Geschäftsgebiets wurden in den letzten 6 Jahren 83 ¼ Pfg., in dem 13jährigen Bestehen der Gesellschaft 88 ¼ Pfg. pro 100 Mark Versicherungssumme erhoben.— Die zweckmäßigen Einrichtungen der lediglich den Interessen der Landwuthe dienenden Gesellschaft sind bekannt; die alljährliche 1 bedeutende Zunahme ist der beste Beweis für die Anerkennung, deren sich die Gesellschaft in landwirthschaftlichen Kreisen erfreut.— Zu jeder gewünschten näheren Auskunft, sowie Aufnahme von Anträgen sind jederzeit gerne bereit die General-Agenten Wolf& Thomas in Mainz, (49/1) 4 sowie die Agenten: Nr. N. Spiegelberger, Butzbach. Joh. Tob. Bommersheim, Dorn-Assenheim. Ph. Dillenburger, Södel. Marin Andr. Carl Maul, Bruchenbrücken. Hch. Heydt, Okarben. Ernst Kullmann, Vilbel. f 11 Seffntlcn Holz-Verstel Oeffentliche Zustellung. Holz⸗Versteigerung. Die„Firma Karbe& Eichenberg“ zu Frankfurt a. M.,. 4 0 5 vertreten durch Rechtsanwalt Seyd in Friedberg, klagt re 1 0 3 5 gegen Schuhmacher Max Adler, früher zu deledberg, legt Fre lag den 1 5 Apr il d.* bung unbekannten Aufenthaltsortes, aus käuflicher Lieferung sollen in dem Stadtwald zu Hungen nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: Gesezt von Schuhmacherwaaren, laut vorliegender Rechnung. 15 Raum meter.- des bo mit dem Antrage auf Verurtheilung des Beklagten zur Holzart. Schelter. Knüppel. Relsig. Stöcke. Zahlung von 60 Mark 25 Pf. nebst Zinsen à 6¼ aus Buchen 75 288— 157 f 48 Mark vom 22. Dezember 1881 und aus 12 Mark Eichen— 142 46 7 einem 25 Pf. vom 10. Januar 1882 und ladet den Beklagten Nadel— 132 152 58 dern zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Der Anfang der Versteigerung ist Vormittags 9 Uhr im Distrikt kleiner Rocksberg. Sole Großherzogliche Amtsgericht zu Friedberg auf Mittwoch Hungen den 5. April 1882. der den 7. Juni 1882, Vormittags 9 Uhr. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. f Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser 1336 Bender. 77 age Auch erg an g. Apel cs 64s] Preußische Hagel-Versicherungs-Actien-Gesellschaft. wel Hohenstein 5 8 7 55 5 g 1 15— Hülfsgerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts.. Dieselbe versichert Bodenerzeugnisse gegen Hagelschaden. Die Prämien sind fest und Betr 5 1 billig, Nachschüsse werden also niemals erhoben. Die Schäden werden wie in früheren Dat Holzversteigerung. Jahren eoulant und unter Zuziehung von Landesdeputirten regulirt und binnen Monats⸗ Freitag den 14. April saden im Bußbacher Stadt⸗ frist nach Feststellung voll und baar bezahlt. Versicherungen auf mehrere Jahze genießen 5 wald, Distrikt Sommerberg, Struth und Zipfen, nach⸗ einen angemessenen Prämienrabatt, welcher sofort von der Jahresprämie in Abzug ge— und e verzeichnete Holzsortimente versteigert werden, als: bracht wird. haltes e 7010 Kubikmeter Inhalt, Die Unterzeichneten sind zu jeder Auskunft und zur persönlichen Aufnahme von Versicher⸗ das A 28 Nadel⸗Derbßangen, 2,26 eie dba, en stets bereit und empfehlen dem landwirthschaftlichen Publikum obige Gesellschaft ganz beauft 905 Nadel ⸗Reisstangen, 0,95„ 1 ergebenst. ö Aubslen 8(Bohnenstangen), Carl Gaulé, General-Agent in Darmstadt. sst, anz 157,5 Raummeter Buchen-, Eichen- u. Nadel⸗Scheiter, J. Tönges in Assenheim. eem 36 Buchen⸗, Eichen⸗ u. Nadel⸗Knüppel, Wilh. Praefried l. Echzell 1525 Buchen-, Eichen-, Birken⸗ und Aspen⸗Wellen,. ute e hzeu.. 7 Naummeter Buchen-Erbsenreiser, W. A. K. Schäfer in Reichelsheim i/ W. 7 5 0 1 1 5 H. J. Hahn in Melbach e Zusammenkunft ist Vormittag r an der a c. Roß r fe 95 8 Hauptschneise, am Forstgarten und wird bemerkt, daß 55 110115 Maler und e Ober Rosbach. das Stamm- und Stangenholz mit dem Brennholz im 5 2 i er H n Wölfersheim. Distrikt Sommerberg abwechselnd Vormittags, 134 v. Decher I. in Staden. ä das übrige Brennholz im Distrikt Zipfen und 5 a 5 Struth Nachmittags zum Ausgebot kommt. 0 lz st 5 15 als K Butzbach den 5. April 1882. b ver eigerung. Hb zver teigerung. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. 1353 Die am 28. März d. J. im Gemeindewald Ober- 1368 Montag den 17. l Mts., Vormi 510% 9 6 b ö d. J. 0 J j ag den 17. l. Mts., Vormittags 8½ Uhr Angel 13⁴⁰—Küchel.. 1 e ee hat die Ge- anfangend, kommen im hiesigen Gemeindewald, Distrikt bel a nehmigung nicht erhalten und wird Termin bel Obernberg, folgende Holzsortimente zur Versteigerung: 8 555 zur weiteren r 9, folg Volz 8 9 9 Bekanntmachung. i 11 85 den 17. April d. J. anbe⸗ 31 Stück Eichen⸗Stämme, zu Wagnerholz geeignet, 1371 Nächsten Dienstag den 18. d. M., Morgens 15 Stück Eich n a g 13„ Fichten⸗ das Bun 10 Uhr anfangend, sollen in dem Ostheimer Gemeinde⸗ W 1 0 e Centimeter i 0 e bun dem wald, Distrikt Heide, nachstehende Holzsortimente öffentli 5 i e 86 Fichten: des Abl 80 9 eee 10 Raummeter ee 0 23 Raummeter Buchen⸗Scheiter, a W. 135 Stück Eichen⸗Stä 16,7 b e ürken⸗Knüppel 130 1„ Knüppel Ic 2„ Nadel⸗ 1 995. Juhalt,, 100 Stuck Buchen Wellen, a 7730 Stück VBuchen⸗Wellen, i uber g 47„ Eichen⸗Derbstangen, 2,01„ 5 8700„ 2 170 1 5225 5 670„ Eichen⸗ 5 160„ Buchen Reisstangen, 1,40 1400, den-„(Besenrelstg) 340„ Nadel- 21 Raummeter Buchen⸗Knüppel 1 6„„ Nadel-„ 185 Raummeter Buchen⸗Stockholz, 14. Eichen 0 4 Cubikmeter Hauspäne. 12 1 Eichen⸗ 5 1820 Buchen⸗Relsholz⸗Wellen, Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr im Schlag Die Zusammenkunft ist an der Leimkaute im Wald⸗ 600 Eichen⸗ b 1 selbst, Hohe Burg, auf dem Hühnerpfad. boden. Bemerkt wird, daß sämmtliches Holz bester N 82,8 Raummeter Buchen Stöcke, Ober⸗Rosbach am 8. April 1882. Qualität ist und daß Zahlungsfrist gegen genügende N 30 5 Eichen⸗„ Großherzogliche Buürgermeisteref Ober⸗Rosbach. Bürgschaft bis Martinitag l. J. gestattet wird. ö Die Zusammenkunft ist auf dem Vieinalweg nach Blech er⸗ Fauerbach v. d. H. den 11. April 1882. N Bodenrod nächst dem Abtrieb. e N 8 Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach v. d. H. zu VBus 0 Ostheim den 11. April 1882. 5 8 Delges. 10 Uh 1 Großherzogliche Bürgermeisterel Ostheim. 25 Restitutio! Je 757 5 2 de 1 Güter-Verpachtun ))VVVVVVVVVVVVCTCCCCCCCTTT von Otto Sautermeister, i g. 1. N Bekanntmachung 1 zur Obern Apotheke Rottweil, 1388, Samstag den 15. April werden die Ende 4882 l 0 it das vortrefflichste Mittel zum Auffärben ab- leihfälllgen Domanialgrundstücke in Gemarkung Melbach 5 Die am 28. März im Revier Vainhards abgehaltene setragener dunkler Kleider und Filzhüte. und Wölfersheim auf weitere 9 Jahre in Pacht gegeben. 0 5 Holzversteigerung ist genehmigt und erster Fahrtag auf F In Flaschen zu 50 Pf. und 1 M. zu beziehen Die Verpachtung findet Vormittags 10 Uhr auf dem Und di 7 Dienstag den 11. April bestimmt. Von der Niederlage in Gemeindehaus zu Wölfersheim und sodann um 11 Uhr find N Assenheim den 4. April 1882. Friedberg: 0. Görtz, Apotheke, 1230 auf dem Gemeindehaus zu Melbach statt. b hen 1341 Gräflich Solms⸗Rödelheim'sche Rentkammer. Frankfurt: A. Hölzle& Chelin Butzbach, 6. April 1882. Da 3 FFFFFTCCCC 9 ius. 5 9 us Für S neider 8 Großherzogliche e Butzbach. tine 2. 0 euß. leinen ch 4 75—— 0 8 Tüchtige Sanepiezwef, ei 12 kleines Stück Junge Mädchen, R Tausende 2 dee finden dauernde und lohnende eschäftigung außer dem 1 ö 8 1 8 1 dor Hause in der Herrenkleiderfabrit von Jatob Kop Söhne 10 die Industrieschule in Gießen besuchen wollen, die an Bettuässen und Blasenbeschwerden gelitten, der 8 in Frankfurt a. M 1308 finden in einer gebildeten Familie gegen billige Ver⸗ verdanken ihre rasche Heilung meinem Speecialverfahren. du Ste Leumundszeugniß von der Ortsbehörde erforderlich e 15 und freundliche Aufnahme. Nähere Aus: Prospeete und beglaubigte Zeugnisse gralie durch ggg zeug kunft bei der Exped, d. Anz. 132411001 F. C. Bauer, Wertheim a. M. ———