n. Reh. Me Berhauf rtti Ninhen aage nager el, 0— wan n necker. Kinder 1 12 nahrung r ett — 1 Aurrilt Angt en einge 5 Dienstag den 12. September. 107. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. vie einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bel uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post Beleg kostet 9 Pf. nachgenommen bel Reelamen mit 22 Pf.; ein Amtlicher Theil. getreffend: Die allgemeine Bauordnung vom 30. April 1881. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Es ist zu unserer Kenntniß gebracht worden, daß die Bauenden Ihnen nur in den seltensten Faͤllen von der Beendigung des Rauh— aues genehmigter Bauten und Feuerungsanlagen vor dem Beginn der Verputzarbeiten die vorgeschriebene Juni und 25. August dieses Jahres(Nr. 65 und 101 des Kreisblatts) verweisen, Weise bekannt machen zu lassen, daß Verfehlungen gegen diese Vorschrift 150 Mark oder mit Haft bestraft werden würden. Sie auf unsere Ausschreiben vom 3. ie einschlagenden Bestimmungen unter dem Anfügen auf ortsübliche innachsichtlich zur Anzeige gebracht und mit Geldstrafe bis zu Wir erwarten von Ihnen dementsprechend pflichtmäßiges Vorgehean. Um Auskunft über den derzeitigen Aufenthaltsort des Konrad Schäfer von Ober-Moos, Kreis Lauterbach, welcher Zettelus in Untersuchung steht, wird ersucht. Friedberg den 4. September 1882. Ausschreiben. Friedberg den 9. September 1882. Anzeige machen. Indem wir beauftragen wir Sie J. V.: Dr. Kayser. dahier wegen Der Großherzogliche Amtsanwalt. J Pfann müller. J. B. Deutsches Reich. Berlin. Die deutsche und die französische Jresse waren einige Tage in großer gegenseitiger Irbitterung wegen der gegen den deutschen Turn— erein in Paris gerichteten Demonstrationen der ogenannten„Ligue Patriotique“. Die unlieb umen Vorfälle sind im Einzelnen von allen Zlättern berichtet worden. Die Quintessenz des Danzen ist, daß die Franzosen durch den Ver— auf der egyptischen Krisis außerordentlich er— negt sind und daß diese Erregung sich haupt— üächlich gegen Deutschland wendet. Viele sind er Meinung, daß die mehr oder weniger passive tolle, die Frankreich in der egyptischen Frage spielt, ihm durch den deutschen Reichskanzler iuferlegt sei, einerlei, ob derselbe direct oder direct ein actives Eingreifen Frankreichs in Igypten verhindert, oder ob nur die allgemeine Besorgniß der Franzosen vor einer deutschen Invasion, es denselben nahe gelegt habe, auf des auswärtige Abenteuer zu verzichten. Eine Reihe der weniger einflußreichen Pariser Blätter hat diese Gelegenheit zu einer Art von Deutschen— hetze ausgenutzt. In Deutschland ist man auf iiese Hetzereien die Antwort nicht schuldig ge— blieben, hat jedoch im Großen und Ganzen ine viel nüchternere Haltung bewahrt, als in ihnlichen fruheren Fällen. Man hat sich erinnert, aß es nicht das erste Mal ist, daß derartige Dinge in Frankreich vorkommen.— Die Times agt in einem Artikel über die gegenwärtige Stellung Deutschlands: Sein großer mäßigen— er Einfluß in Europa, seine große Militär— zärke und das gebietende Ansehen seiner ge— chickten, weitsehenden Diplomatie habe unter leichzeitiger Wahrung der deutschen Inter⸗ ssen, jedweden Versuch, den Frieden Europa's u stören, stets erfolgreich unterdrückt, auch zdwedes Unternehmen vereitelt, welches selbst nabsichtlich Unheil angerichtet haben würde. Zismarck's beständiger Entmuthigung aller Ein— mischungsversuche sei kes zu danken, daß England rtzt die Aufgabe in Egypten lösen könne. Deutsch— and sei lediglich auf die Erhaltung des Frie— eus bedacht und habe Alles aufgeboten, um ie Behandlung der egyptischen Angelegenheit zu einer localisirten zu machen. — 9. Sept. Der Nordd. Allg. Ztg. zufolge it in dem Befinden des Reichskanzlers noch leine befriedigende Besserung eingetreten; der Reichskanzlers enthalte sich auf ärztliche Vor— schrift aller Geschafte und beschränke seine Thaͤtigkeit nur auf die nothwendigsten Unter— Breslau, 8. Sept. Der Kaiser unter— nahm heute im offenen Wagen eine einstündige Spazierfahrt nach dem Scheitniger Park. — 9. Sept. Der Kaiser ist im besten Wohl— sein Nachmittags 3½ Uhr von der glänzend verlaufenen Parade zurückgekehrt. Der Kaiser hatte die Parade zu Pferde abgenommen und fast drei Stunden im Sattel zugebracht. Kassel, 9. Sept. Prinz Karl reiste heute nach Berlin zurück. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Es zeigt sich, daß die Nachricht über einen Congreß zur Schlichtung der egyptischen Streitfragen nur verfrüht war. Prinzipiell steht es nach diplo— matischen Anschauungen allerdings fest, daß ein Congreß nach Beendigung der Campagne zu— sammentreten werde. Man will hier sogar wissen, daß die Initiative zu einem solchen von Eng— land selbst ausgehen wird. Großbritannien. Dublin. In Irland wurden im abgelaufenen Monat 165 Agrarver— brechen zur Kenntniß der Polizeibehörde gebracht. Darunter 1 Mord, 7 Mordversuche, 16 Brand— stiftungen, 1 Raubattentat und 6 Angriffe von Häusern, sowie eine Menge geringfügiger Ver— gehen, wie Drohbriefe, Einschuͤchterungen, Vieh— verstümmelungen und Eigenthumsbeschaͤdigungen. Dublin, 8. Sept. Von den entlassenen Poli— zeibeamten wurden 208 wieder angestellt. Türkei. Constantinopel, 7. Sept. Auf der Pforte war man peinlich berührt davon, daß Lord Dufferin nicht sofort die Militärcon— vention unterzeichnet hat. Nur nothgedrungen begnügte man sich mit dem Parasiren(vorläu— figen Handzeichnen) derselben und bequemte sich dazu, die Abmachung neuerdings ad retferendum zu nehmen. Die Pforte ihrerseits wäre in der Lage gewesen, die Convention ohne weiteren Aufschub zu unterzeichnen.— Der Eindruck der Proklamation in türkischen Kreisen ist ein schlim— mer. Die Mohamedaner betrachten das Acten— stück als eine sehr große Demüthigung des Kha— lifen und sagen geradezu, Arabi wurde Unrecht thun, sich an dasselbe zu kehren.— In diplo— matischen Kreisen wird die englisch-türkische Con— vention auf Grund der erfolgten Parafirung derselben als beide Theile definitiv bindend an— gesehen, so daß wesentliche, sachliche Aender— ungen derselben nicht mehr statthaben können. Die Pforte hat denn auch bereits die erfor— derlichen Disposittonen zur Beförderung eines Theiles der in der Suda-Bay concentrirten scrifteu, türkischen Truppen nach Egypten angeordnet. — Ein Gerücht will wissen, daß Arabi von einigen türkischen Offizieren im Namen des Sultans aufgefordert wurde, die Waffen nieder— zulegen, und daß ihm für diesen Fall eine her— vorragende Stellung in Tripolis angetragen worden sei.— Die fortwährenden Bemängel— ungen der Militärconvention seitens Lord Duffe— rius werden als Beweis erachtet, daß England die Convention überhaupt nicht abschließen will. — 10. Sept. Dufferin macht neue Winkel— züge. Er erklärt, der Passus des Conventions— entwurfs, daß die ottomanischen Truppen sich nach Port-Said begeben würden, involvire nicht das Recht zu landen, sondern bestimme nur, daß die ottomanischen Truppen in den Gewässern von Port-Said vom englischen Befehlshaber Instructionen erhalten würden, wohin sie sich wenden sollten. Die Pforte dehauptet, es sei klar abgemacht gewesen, daß die Convention, deren Clauseln festgestellt gewesen, in demselben Augenblick unterzeichnet werden solle, wo die Proklamation gegen Arabi erfolge, deßhalb ver— lange sie nunmehr die sofortige Unterzeichnung der Convention. Dufferin fordert außerdem ge— wisse Aenderungen in der Proklamation, worauf die Pforte entgegnet, England habe nur ver— langt, Arabi zum Rebellen zu erklären, was sie gethan. Es hängt jetzt alles von den Instructionen Granville's ab. Bis diese eintreffen, verschiebt Derwisch Baker seine Abreise. Griechenland. Athen. Es verlautet hier, daß falls die Unterhandlungen zwischen Griechen— land und der Türkei scheltern und die Feind— seligkeiten auf's Neue beginnen sollten, die Re— gierung die Armee mobilisiren wolle. Etwa 4000 Mann Truppen werden in Bereitschaft gehalten, um zu der an der Grenze bereits zu— sammen gezogenen Streitmacht von 10,500 Mann zu stoßen. Rußland. Petersburg. In amtlichen Kreisen werden die Gerüchte von einer partiellen Mo— bilisirung in der formellsten Weise dementirt, und wie man privatim von ausgezeichneter Seite versichert, denkt Rußland in der That jetzt nicht daran, sich in irgend welche Abenteuer zu stürzen. Man versichert, so lange Giers am Ruder bleibe, werde Rußland keinen Krieg mit der Türkei führen. Allerdings besteht gegen England eine beträchtliche Verstimmung; aber man hält daran, fest, daß auch Rußland bei der endlichen Regel— ung der egyptischen Frage zu Worte kommen wird. — Der Gouverneur von Archangel, General- major Baranoff wurde zum Gouverneur von Nischninowgorod ernannt. Egypten. Alexandrien, g., Sept. General- consul Malet telegraphirte an Grauwille, der Khe— dive habe ihm brieflich erklärt, es sei unbegründet, daß die egyptischen Behoͤrden Kriegsgefangene mißhandelt und gefoltert hätten; nur ein Spion, welcher Aussagen verweigerte, sei der Tortur unterworfen worden. Dieses Verfahren sei jedoch für die Zukunft verboten worden.— Gestern Abend hat der arabische Poͤbel die bei einem Galgen, an welchem der Mörder zweier Eng⸗ länder aufgehängt war, aufgestellte Polizeiwache angegriffen und vertrieben. Der Pöbel bemäch⸗ tigte sich hierauf des Körpers des Gehängten, um denselben einbalsamiren zu lassen, und will den Hingerichteten als Heiligen verehren.— Der Durchstich der Landenge bei Fort Mex, um das Meer in den Mariutsee zu leiten, ist in Angriff genommen worden. Der Binnensee soll eine Tiefe bis zu acht Fuß erhalten. — 9. Sept. Eine große Anzabl von Be— duinen näherten sich heute dem Dorfe Mex. Die Engländer gaben mehrere Kanonenschüsse auf dieselben ab; trotzdem gelang es einigen Beduinen in Mex einzudringen. Am Mittag griffen die Engländer die Beduinen an und jagten sie mit dem Bajonnet aus dem Dorfe. Auch bei Ramleh sind die Beduinen sehr rührig, da— her wurden die Vorposten der Engländer ver— stärkt; zahlreiche Piquets patroulliren in der Umgebung Ramlehs. Port Said, 8. Sept. In Folge eines Ab⸗ kommens der englischen Behörden mit der Süß— wasser⸗Compagnie wird Port Said 500 Tonnen Wasser und Ismailia das für die täglichen Be— dürfnisse der Einwohner erforderliche Wasser— quantum erhalten. Ismailia, 7. Sept. Die englischen Truppen unternabmen heute früh 3 Uhr eine Recognos— cirung von Gasassin aus. General Wilkinson und Oberst Buller rückten mit einem Detache— ment indischer Cavalerie und beritten gemachter Infanterie bis eine Meile von Tel-el-Kebir vor und observirten die Stellungen des Feindes. Bis zum Rückmarsch ließ sich von den Arabern Niemand sehen. — 9. Sept. Ein heute früh gegen die beiden Flanken der englischen Stellung gerichteter Angriff der Truppen Arabi's führte zu einem lebhaften Gefecht. Von Tel-el-Mahuta sind englische Truppen im Anmarsch. Die Angriffe Arabi's wurden zurückgewiesen, aber das Ge— fecht dauerte noch Mittags auf der Ausdehnung von drei Meilen fort. Die Verluste der Eng— länder werden bis jetzt auf 100 Mann Todte und Verwundete geschätzt. Afrika. Durban. Laut Nachrichten von hier soll John Dunn in Durban sein. Er ist der Ansicht, daß die Wiedereinsetzung Cetewayos die verhängnißvollsten Folgen nach sich ziehen werde, da dieser ungerechte Act das letzte Ueber— bleibsel von Achtung der Eingeborenen für die englische Regierung vernichten werde. Er glaubt, sie zahlen dafür den gleichen Preis wie für Gaslicht. Cetewayo werde sich mit den Holländern verbünden Aus Stadt und Land. richtungen verfolgt worden sind. Immerhin hat das Norkshire, sowie das Berkshire Schwein, welche nament⸗ lich auf den Großh. Gütern zu Darmstadt gezüchtet werden, schon recht hübsche Kreuzungsresultate aufzu⸗ weisen, bei denen hin und wieder auch das Suffolkblut betheiligt ist. Darmstadt. Nachstehend bringen wir das Pro⸗ gramm für die feierliche Eröffnung der landwirthschaft⸗ lichen Landesausstellung am 16. September, Nachmittags 3 Uhr und bemerken dabei, daß selbstverständlich bei dieser Gelegenheit bereits Jedermann Zutritt hat. 1. Fest⸗ marsch. 2. Empfang des Großherzogs am Eingange des Orangeriehauses. 3. Ansprache des Staatsministers von Starck, 4. Nachdem S. K. H. den Befehl zur Er⸗ öffnung der Ausstellung ertheilt hat, Eröffnung durch den Präsidenten des Provinzialvereins, 5. Rundgang durch die Ausstellung.— Während der Dauer der Aus- stellung wird in dem Ausstellungslokale auch ein Lese— kabinet errichtet werden, in welchem die hervorragenden deutschen landwirthschaftlichen Fachblätter zur Einsicht⸗ nahme der Besucher aufgelegt werden, eine Errichtung, die jedenfalls allseits mit Freuden begrüßt werden wird. Lauterbach, 10. Sept. Die Baumwollspinnerei Blitzenrod steht seit heute Nacht in Flammen. Ober⸗Ingelheim. Ein hiesiger Einwohner, welcher aus Liebbaberei Physik treibt, hat eine angeblich lenkbare Flugmaschine construirt, von der er sich große Vortheile ür den Verkehr verspricht. Seiner Berechnung nach soll dieselbe aber auch eine außergewöhnliche Tragfähigkeit besitzen, welche den bisherigen derartigen Maschinen größtentbeils mangelt. Ein Banquier aus Frankfurt soll für das Projekt bereits gewonnen sein und die nöthigen Mittel zur Ausführung in Aussicht gestellt haben. — Allerlei. Freiburg. Nach dem Bericht des hierher ent— sendeten Reichs-Commissärs geben die bisherigen Er⸗ hebungen den ziemlich sicheren Anhalt, daß der Locomo⸗ tivführer die für die Bahn vorgeschriebene Geschwindig⸗ keit nicht unwesentlich überschritten haben dürfte und [daß eventuell auch das Bremserpersonal nicht mit ge— spannter Aufmerksamkeit seinen Dienstfunktionen nach⸗ gekommen sein wird. Es wird sich nun fragen, ob der Locomotivführer beauftragt war, so rasch zu fahren, oder ob er es von sich aus gethan, und ferner, ob genug Bremserpersonal auf dem Zuge war. Jetzt, wo die Folgen des Unfalles einigermaßen überschaut werden können, ist es zur schrecklichen Gewißheit geworden und durch ärztliche Aussagen constatirt, daß eine große Zahl Verstorbener hätte gerettet werden können, wenn die sachkundige Hülfe auch nur einigermaßen zur rechten Zeit angekommen wäre. Noch wollen wir auf Niemand einen Stein werfen, aber die Verantwortung für Diejenigen, welche durch kopflose Maßregeln und durch büreaukratische Vertuschungsversuche die Folgen des unseligen Ereignisses noch vergrößert haben, wird eine furchtbare sein. Bereits ist die gerichtliche und technische Untersuchung in vollem Gange. In der Nähe der Unglücksstätte, welche all⸗ mählig von den Trümmern gesäubert wird, ist ein Unter⸗ suchungsbüreau eingerichtet, in welchem die Staatsan⸗ waltschaft schon zahlreiche Verhöre abgehalten hat. Breslau, 10. Sept. Gestern Abend fand ein nicht unbedeutendes Feuer in der Karlstraße im Hofe statt, wo die königlichen Leibgendarmen ihre Pferde stehen hatten. Diese sind gerettet. Madrid. Nach weiteren Nachrichten aus Manilla starben dort bis zum 6. September 176 und in den benachbarten Ortschaften 368 Personen an der Cholera. New⸗Nork, 5. Sept. Heute wurde von der Edi⸗ sonschen Centralstation aus mit einer 6 Meilen langen Leitung die erste elektrische Beleuchtung in 100 Privat⸗ gebäuden durch Edison vollendet. Die einzelnen Ge⸗ bäude liegen bis zu 1000 Meter entfernt von der Cen⸗ tralstation; in ihnen werden je nach Bedarf zwischen 3 bis 100 Lampen erleuchtet. Die Abonnenten können ihr Licht Tag und Nacht ohne Unterbrechung benutzen, und Die New⸗Norker Blätter sprechen von dieser Neuerung in fast enthusiastischem Tone. Sie heben übereinstimmend hervor, daß das Licht, so bell es ist, dem Auge ange⸗ nehm ist, nicht flackert und keine Hitze entwickelt. Darmstadt. Die bevorstehende landwirthschaft— liche Landes ausstellung hierselbst, für welche alle Vorbe— reitungen rüstig voranschreiten, wird insbesondere in der Rindviehzucht ein sehr interessantes Bild über die in Hessen bestehenden Verhältnisse gewähren. Nachdem die beiden vorzüglichen Schläge des Vogelsberger und Oden⸗ wälder Rindes lange Zeit sehr vernachlässigt worden waren, führte man bekanntlich zunächst das Schweizer Vieh zur Zucht ein, welches gleichzeitig mit Donners— berger, Eger, Simmenthaler benützt wurde, wodurch theil— weise eine heillose Verwirrung Platz zu greifen begann. Durch die Bemühungen Krämers unkformirte man seit Anfang der 70er Jahre die Kreuzung mit dem einbeim— ischen Vieh mehr und mehr und führte zu dem Zweck fast ausschließlich Simmenthaler ein, während man anderer⸗ seits in den letzten Jahren angefangen hat, auch wieder die Reinzucht von Vogelsberger und Odenwälder mit größerer Sorgfalt zu pflegen. Es wird sich deßhalb auf der Ausstellung das Interesse vorzugsweise auf das Vogelsberger und Odenwälder Vieh und auf das Kreuz— ungsproduet desselben mit Simmenthaler concentriren, tbeilweise wohl auch werden die reinen Simmenthaler Zuchten die Aufmerksamkeit mit Recht auf sich lenken. Auch die Schweinezucht wird manches Sehenswerthe New⸗Nork, 9. Sept. Gestern fand in Panama ein Erdbeben statt, wodurch namentlich die Kathedrale und mehrere größere Gebäude stark beschädigt, sowie mehrere Personen getödtet wurden. sehr beträchtlich. Gegen die Geheimmittel. (Ein Wort zur Warnung unserer Mitbürger vor Ge⸗ sundheitsschädigung und Uebervortheilung.) Von Obermedieinalassessor Dr. Uloth in Darmstadt. Die Verluste sind Der Apotheker hat sich die zur Ausübung seines Berufs nöthige praktische und wissenschaftliche Ausbildung unter großen Opfern an Geld und Zeit erwerben müssen, hat viele Tausende in den zum Geschäfts betrieb nöthigen Immobilien, Mobilien und Waaren stecken, hat weitere Tausende für seine Gehülfen und Arbeiter auszubezahlen. Er verdient deshalb die staatlich festgesetzten Taxpreise in der redlichsten und mühevollsten Weise. mit dem Geheimmittelfabrikanten? Dieser leistet in keiner Weise Garantie für die Güte und die Wirkung der von Jeder, der auf bequeme und billige Weise Geld verdienen will, kann ohne alle Vor⸗ ihm feilgebotenen Mittel. werden die Rohstoffe bezogen, kostspielige Apparat N nebenbei betrieben werden, wie Conditorei, Chocolade— fabrikation, Liqueurfabrikation, Parfümerie ꝛc., wie dies auch im Richter'schen Etablissement der Fall ist. Ein Geheimmittel wird in geradezu gewissenloser Weise gegen alle mögliche Krankheiten empfohlen. Dem Geheimmittel⸗ fabrikant gilt nur die Ausbeutung des Publikums und die Füllung seines Säckels, der Nutzen oder Schaden, den seine Mittel anrichten, ist ihm durchaus gleichgültig. Für die Richtigkeit der hier ausgesprochenen Ansichten ein Beispiel. In der jeder Flasche beiliegenden Gebrauchs⸗ Anweisung wird z. B. der Richter'sche Pain-Expeller gegen 24 äußere und innere Krankheiten empfohlen; unter letzteren soll er innerlich genommen werden gegen Cholera, das gelbe Fieber, Croup, Diarrboe, Ruhr(rothe und weiße), Fieberschauer, verdorbenen Magen, Magenkrampf, Kolik u. a. Auch Touristen! Landwirthen und Fabrik⸗ arbeitern! wird ein Zusatz zum Trinkwasser empfohlen, damit die ganze Menschheit der trefflichen Wirkung dieses Mittels theilhaftig werde und— Richtern ihren Tribut bezahle. Ist es nicht im höchsten Grade unverantwort⸗ lich, eine Mixtur aus spanischer Pfeffertinetur, Kampher, Salmiakgeist und Spiritus zum innerlichen Gebrauch bei Krankheiten zu empfehlen, bei denen das Leben des Patienten auf dem Spiel steht?! Wie wird in diesen Fällen, in denen das augenblickliche Eingreifen des Arztes nöthig ist, nicht schon das Leben des Patienten dadurch gefährdet, daß durch die Anwendung des Geheimmittels ein oft lebensgefährlicher Zeitverlust entsteht!— Die übrigen Richter'schen Mittel, vorzugsweise Sassaparilltan werden gegen nicht weniger als 166 Krankheiten empfohlen! In der That, der Mann ist auf dem besten Weg den Stein der Weisen zu finden, wenn ihm der Strafrichter nicht den Weg verlegt. Uebrigens scheint doch auch Richter das Un verantwortliche und zum Theil Lächer⸗ liche der Empfehlung des Pain-Expeller zum innerlichen Gebrauch zu fühlen, denn in dem für das größere Publi⸗ kum bestimmten und offenen Buche„Dr. Airy's Heil⸗ methode“ erwähnt er bei den genannten Krankheiten entweder Nichts von dem innerlichen Gebrauch jenes Mittels(ja er empfiehlt sogar bei einzelnen derselben die möglichst rasche Zuziehung eines Arztes) oder substituirt ein anderes seiner Geheimmittel, welches er „Stomakal“ nennt. Die verschiedenen Pillen sind nach des Geheimmittelfabrikanten Ansicht für Jedermann gut; Kindern, selbst Säuglingen soll man unter Umständen Regulating- Pillen beibringen. Richter brüstet sich in seinen Bekanntmachungen damit, daß in einer medi⸗ einischen Fachzeitschrift, der„Allgemeinen Wiener medi⸗ einischen Zeitung“, die stets gleiche Zusammensetzung und die sehr gute Wirkung seiner Geheimmittel rühmend hervorgehoben werden. In der That findet sich dort eine längere Arbeit von Dr. Anthofer(Beiträge zur Therapie der eonstitut. Syphilis), in welcher die Richter⸗ schen Mittel empfohlen werden. Wir wollen uns hierüber, wie über das in ärztlichen Kreisen genügend bekannte bedenkliche Verhalten jener Zeitung zu medieinischen Reclamen überhaupt, hier einmal ganz eines eigenen Urtheils enthalten und statt dessen die„Correspondenz⸗ Blätter des Allgemeinen ärztlichen Vereins von Thüringen“ sprechen lassen.„In Thüringen hat der ärztliche Verein es für nöthig gefunden, bei der Fürstlich Rudolstadtischen Regierung Verwahrung einzulegen gegen die Coneessionir⸗ ung einer vom Dr. philadelphiae R. beabsichtigten inter⸗ nationalen Heilanstalt. Der gesetzwidrige Vertrieb seiner Geheimmittel hat sich leider noch nicht hindern lassen. Auch in Nürnberg hatte das Physikat demselben Geheim- mittelfabrikanten schon früher den Aufenthalt unangenehm gemacht und ihn zur Aus wanderung nach Rudolstadt veranlaßt. Und nun kommt die ärztliche Fachpresse in Oesterreich und macht dem Herrn ein warmes Bett in Oesterreich fertig. Die Redaction der Allgemeinen Wiener medieinischen Zeitung mag es nicht übel nehmen, wenn jetzt in Deutschland mit Kopfschütteln nach den Motiven gefragt wird, die ein großes Blatt bestimmen konnten, sich auf die Seite des Herrn Dr. philadelphiae Richter zu stellen. Daß auch die Prager Medieinische Wochen⸗ schrift ihren Inseratentheil dem Herrn R. geöffnet hat, bedauern wir um so mehr, als bisher diese Wochenschrift sich von der in Oesterreich so oft üblichen Unterstützung speculativer Geheimmittelfabrikanten fern gebalten hat. Wir empfehlen den bezüglichen Redaetionen die Lecture des Aerztlichen Vereinsblattes, Jahrgang 1880.“ Selbst Paul Börner's guter Name soll herhalten, um die übele Sache decken zu helfen! Aber das von R. angeführte Börner'sche„Jahrbuch der practischen Mediein“ stellt es sich zur Aufgabe, über alle im Laufe des Jahres in den verschiedensten medleinischen Zeitschriften erschienenen Arbeiten rein objeetiv Nachricht zu geben und bringt so auch ein Referat über obigen in der„Allgemeinen was Jener nun in seinem Interesse ausbeutet. Wir schließen für jetzt mit den Worten des unlängst verstor⸗ benen verdienstvollen Obermedieinal Raths Dr R. Volz, in denen er treffend den Gebeimmittelschwindel zeichnet: „Es ist ein Handel ohne Stolz, ohne Ehrgeiz, ohne Befriedigung, die selbst der Taglöhner für sein Tagewerk hat, auf Täuschung aufgebaut, mit betrügerischen Mitteln ausgeführt, den ein ehrenhaftes Geschäft zurückweisen, in Verruf thun wird.“ Gerichtssaal. Altenstadt, 7. Sept. Bei der heute dahier ab⸗ — bieten, wenn auch leider gerade hier, wo die Vielseitig⸗ keit am Platze wäre, bisher nur sehr einseitige Zucht— kenntnisse dieses zweifelhafte Metter treiben. lagen für die Geheimmittel sind gering, je nach Bedarf gehaltenen Schöffengerichtssitzung wurde in folgenden Sachen erkannt. 1) in der Strafsache gegen Heinrich Baulichkeiten find nicht nöthig oder werden erst dann angeschafft, wenn das Geschäft besonders reussirt oder indem andere auf soliderer Basis ruhende Geschäfte Wiener medieinischen Zeitschrift“ erschienenen Artikel, bh pegel ehiel dritte Trag be Liebe licher fünf kann Enzt gleie klag selbe Str Besc Gelt weitt laden tau Qithelm Rau von Altenstadt und Karl Weber von da, egen Körperverletzung und bezw. Hausfriedensbruchs, hielt Ersterer eine Geldstrafe von 20 M., sowie zwei perche öffentlich meistbietend versteigert werden. tittel der Kosten, Letzterer eine solche von 10 M. und dragung von ein drittel der Kosten. 2) in der Strafsache tegen Joh. Hinkel III. Wittwe von Hainchen und Heinrich ebegott II. von Himbach wegen Uebertretung baupolizei— cher Vorschriften, wurde Jedem eine Geldstrafe von ünf Mark und Tragung der Hälfte der Kosten zuer— annt. 3) in der Strafsache gegen Jakob König von enzheim und Heinrich Goll von Glauberg, wegen der eichen Uebertretung, erhielt Jeder der beiden Ange— gagten eine Geldstrafe von fünf Mark und fallen den— ben die Kosten je zur Hälfte zur Last. 4) in der ztrafsache gegen Willy Goldschmidt von Altenstadt, wegen eschädigung eines Fußbanketts, erhielt Angeklagter eine neldstrafe von drei Mark und die Kosten. In zwei veiteren Strafsachen konnten die Angeklagten nicht ge— den werden und wurde deßhalb die auf heute anbe— wumte Hauptverhandlung vertagt. Verloosung. Pappenheimer fl. 7 Loose von 1864. Ge⸗ zünnziehung vom 1. Sept. 1882.— Heimzahlung am Dezember 1882. Serie 3186 Nr. 2 fl. 9000. t. 6043 Nr. 9, S. 6117 Nr. 12 à fl. 500. S. 1475 r. 6, S. 2596 9 510 Nr. 19, g. 5382 Nr. 7, 6. 6117 Nr. 18, r. 3, S. 6666 Nr. 16 à fl. 100. 1239 Nr. 6, S. 5252 Nr. 9, 5471 Nr. 15, S. 5488 Nr. 3, 6140 Nr. 8 à fl. 50. S. 169 5, S. 660 Nr. 3 5, S. 1227 13, S. 1999 Nr. 14, S. 2974 11, S. 4309 Nr. 3& fl. 30. Nr. 10, S. 510 Nr. 20, S. 1054 15, S. 1299 Nr. 2, 1475 20, S. 2537 Nr. 8 4817 4 N 90 2 2 2 S — 9 2 * — — — 2 4826 Nr. 6, S. 4977 Nr 5471 5481 Nr. 4 15, S. 5665 Nr. 1 5715 1 6156 Nr. 15, S. 6317 Nr. 17, S. 6553 K. 6707 Nr. 1 à fl. 15. Auf alle übrigen in im am 1. August 1882 gezogenen Serien entfällt der grringste Gewinn von fl. 7. Literarisches. Daheim. Nr. 49 enthält: Das Ringelein.(Fort⸗ szung.)— Kleine Bilder aus England. Von L. von Iimpteda. VII. Im Rathhause von London.— Die brechtsburg zu Meißen. Mit drei Illustr.— Korea. Das letzte, dem Welthandel noch verschlossene Land.— An Familientische: Ch. Dauber von Jenua.— Die (iftigkeit der Morchel. Von J. Stinde. Mit 4 Illustr. Pit zwei illustr. Beilagen. 0 GG S Handel und Verkehr. Friedberg, 9. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete vr Pfd. M. 1.10— 1.20, Eier 1 St. 6 Pf, 2 St. gr. 11 Pf. Gießen, 9. Sept. Wochenmarkt. Butter per fd. 1. 1.15125, Eier 1 St. 6 Pf., 2 St Pf. Kise on St. 5—9 Pf., Tauben das Paar 40—70 Pf., Hühner pr Stück M. 110— 1.60, Hahnen per Stück M. 0.60 bs 1.00, Enten per Stück M. 1.60— 1.80, Ochsenfleisch er Pfund 66—70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 54—60 Pf., sulbfleisch 50—54 Pf., Schweinefleisch 62— 64 Pf., Hammelfleisch 60—66 Pf., Kartosseln 100 Kilo M. 5 bis 7.00, Zwiebeln per Ctr. 6—8 M. Mainz, 8. Sept. Markt Preise. Kartoffeln per 100 Kilo M. 7.25— 7.50, Heu per Ctr. M. 2.75.—3, Stroh per Ctr. M. 2.25— 2.50, Butter ½ Kilo M. 0.95— 1.05, Butter in Parthien M. 0.75 0.80. Eier ¼ Hundert M. 1.10— 1.20, Handkäse 4— 7 Pf., Rothkraut 15- 25 Pf., Weißkraut 8— 12 Pf., Blumenkohl 20— 25 Pf., Wirsing 2—3 Pf., Zwiebel ½ Kilo 7—8 Pf., 1 Ente M. 2 bis 2.25, 1 Hahn M. 1.— 1.25, 1 Huhn M. 1.— 1.25, junge Taube 34—45 Pf., 1 Feldhuhn M. 1.25— 1.50, 1 Hase M. 3.25— 3.50.— Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 21.00— 22.00, ungar. M. 22.50 23.00, Roggen hies. und franz. 16.50— 17.00, Gerste pfälzer 16.00- 16.60, ungar. 18.50-19.75, Hafer 13.25— 15.50, Reps 29.50— 30.50, Rüböl wenig verändert, eff. ohne Faß M. 32.80-33.00, per October mit dit. M. 32.50 32.60. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 12. Jessonda. Mittwoch den 13. Afrikanerin. Donnerstag den 14. Faust J. Theil.(Anfang 6 Uhr.) Freitag den 15. Der fliegende Holländer. Samstag den 16. Neu einstudirt: Der Haideschacht. Sonntag den 17. Faust 11. Theil.(Anfang 6 Uhr.) Montag den 18. Alda. Schauspielhaus. Dienstag den 12. Die neue Lästerschule. Mittwoch den 13. Der Menonit. Donnerstag den 14. geschlossen. Freitag den 15. Urbild des Tartuffe. Samstag den 16. Die neue Lästerschule. Sonntag den 17. geschlossen. Montag den 18. Zum ersten male: Empor. Aus zug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Geboren: 30. Juli. Dem Tapezier Christoph Julius Kegler 1 Sohn. 11. Aug. Dem Gerber Karl Winkler 1 Sohn. 13. Aug. Dem Landwirth Heinr. Wilhelm Falck 1 Sohn. 14. Aug. Dem Heilgehülfen Wilhelm Friedrich Dietrich 1 Sohn. 20. Aug. Dem Handarbeiter Johannes Tobias von der Lehr 1 Tochter. 20. Aug. Dem Bierbrauer Karl Johann August Burck 1 Tochter. 21. Aug. Dem Metzger August Walther 1 Sohn. 23. Aug. Dem Färber Andreas Bernhard Koch 1 Sohn. 25. Aug. Dem Schuhmacher Philipp Adam Hermann Zöll 1 Sohn. Dem Gerber 1 Tochter. Dem Handarbeiter Johannes Stein 1 Tochter. Dem Landwirth Friedrich Wilhelm Bechstein 1 Tochter. Gestorben: Wildprethändler Peter Döll, 57 Jahr alt. Mariane Susanne Volk, Ehefrau des Lehrers Richard Hans Peter Volk, 70 Jahr 6 Mond alt. 29. Aug. Friedrich August Schneider Aug. 1 1. Sept. 4. Aug. 5. Aug. 12. Aug. Rentier Anton Schepp, 61 Jahr alt. 12. Aug. Heinrich Falck, Söhnchen des Landwirths Heinrich Wilhelm Falck, 1 Stunde alt. Marie Hergenröder, Ehefrau des Gärtners Johann Lorenz Hergenröder, 22 Jahr alt. Kaufmann Adam Söllner II., 55 Jahr alt. Josephine Damm, Ehefrau des Sattlers Adam Damm, 48 Jahr alt. Dienstknecht Konrad Heim aus Trais-Münzen⸗ berg, 17 Jahr, 11 Monat alt. Ein todtgeborenes Söhnchen des Handarbeiters Wilhelm Wirth. Maurer Konrad Eichler II. 38 Jahr alt. Heinrich Paulsen, Söhnchen des Schriftsetzers Heinrich Andr. Paulsen, 1 Jahr 8 Monat alt. 17. Aug. 18. Aug. 18. Aug. 24. Aug. 2. Sept. 2. Sept. von Dorheim, 3. Sept. Geld⸗Cours. Frankfurt am 9. Sept. 1882. 20 Frankenstä kee M. 6 do. JV Englische Sovereigns s.„„ 20 37—42 Russische Imperiales..„ 16 72—77 e, „sse Dollars in Gold Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Bestand am 1. Juni 1882 sammt Zinsen 3 16388 Ot Uebertrag vom 2. Sept. 8207 5219 20 1. C. Bindernagel 60 49— 2. W. Bernbeck 192 120 45 3. Ph. Billau k. 133 94 75 4. Th. Kranz. 100 68 85 5. H. Flaschenträger. 113 79— 8805 22019 206 Uebertrag am 1. Juni 1882 Einleger 978. Uebertrag vom 2. Sept. neue Einleger 80. Neue Einleger„ 3 Gesammt⸗Einleger 1062— Friedberg den 9. September 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß- und Credit-Verein, e. G. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Donnerstag den 14. und Freitag den 15. Sept. 1882. Neujahrsfest 3643. Beginn: Mittwoch Abends 5 Uhr 50 Minuten. Donnerstag Morgens 5 Uhr 45 Minuten. 5 Nachmittags 4 Uhr. 7 Abends 7 Uhr. Freitag Morgens 5 Uhr 45 Minuten. Pferchversteigerung. 9.88 Mittwoch den 13. September d. J., Vormittags 1 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause 10— 15 Schaf— Friedberg den 11. September 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seri b a. de 47 Grummetgras-Versteigerung. Mittwoch den 13. d. Mts., Morgens 9 Uhr, soll das eummetgras von der fiscalischen Weilswiese in der emarkung Münster an Ort und Stelle abtheilungs— wise öffentlich versteigert werden. Butzbach den 8. Sptember 1882. Großherzogliche Oberförsterei Hoch-Weisel. 9070 Dittmar. u Hübscher Murrbart 2 ist die schönste Zierde des Jüng⸗ W 5 lings. Der so schnell berühmt gewordene 8 Miustaches- Balsam von Faul hHosse, Frankfurt a/ M., Schil lerstraße 12, leistet ing 2523 er Erzeugung des Bartes Erstaunliches und Überirifft bei Weitem alle anderen derartigen Mittel. Wirkung unfehlbar. Große Anzahl Atteste. Preis pr. Dose 1 2.50. 15 elner hübschen Stadt wird von einem Fabrikanten elne thätige, tüchtige Haushälterin in den 20er Jahren, vilche auf größeren Gütern schon fungirt hat, gesucht. Notographle nebst früherer Thätigkeitsangabe erwünscht. r Erscheint jeden Sonntag und Donnerstag. Abonnements-Preis: pro Quartal 3 Mark. Anzeiger“ enthalten. * 4. 44 Weingrüne Fässer, als: Zulast-, 2-Ohmfaß, mehrere 1½- Ohm, auch ver schiedene 1⸗Ohm- und ½ Ohmfässer, sind sehr billig von mir abzugeben. Friedberg. 3029 Chr. Hecht. Fachschulen für: 0 n ö Herrogliche Bauhandwerker, Baugewerkschule Mahlen- u. Ma- Holzminden, achinenbauer. 556(H. 0608.) Errichtet 1831/2. Sommers. 1. Mai Sbriftliche Offerten unter A. Z. an die Expedition des Aigeigers. 3014 Dir. G. Haarmann. Winters. 1. Nox. (Straßburger Submissionsanzeiger.) N D 22 2 0 5 Submissions-Anzeiger für Süd- und West- Deutschland. Central-Organ für öffentliche Arbeiten. Expeditions-Büreau: Finkmattstaden 2. Insertionspreis: 30 Pf. die 4gespaltene Petitzeile. Der„Submissions-Anzeiger für Süd- und West-Deutschland“ erscheint in Straßburg wöchentlich zweimal, ist das geeigneteste Publikations-Organ für alle in Suͤd öffentlichen Arbeiten und enthält alle Ausschreibungen über Submissionen, Lieferungen und Verkäufe der Eisenbahn⸗, Post⸗, Telegraphen-, Bau-, Forst- und Militärverwaltungen ze. einzige von den titl. Behörden empfohlene Organ, welches in zuverlässiger Weise über alle Ausschreibungen genau und prompt berichtet, enthält Originalberichte über öffentliche Bauten und Arbeiten, Mittheilungen auf dem Gebiete der Industrie, des Verkehrswesens und der Statistik und veröffentlicht alle Submissions— Ergebnisse, welche für den Leserkreis Interesse bieten. Die größeren Versteigerungen von Walderzeugnissen in Süddeutschland, speeiell aber alle die in Elsaß Lothringen und im Großherzogthum Baden, in Hessen, Wuͤrttemberg und der Rheinpfalz, ebenso diejenigen in den Rheinlanden stattfindenden Holz- und Lohrinden-Versteigerungen sind im„Submissions— und Westdeutschland vorkommenden Derselbe ist überhaupt das 4 Man abonnirt bei der nächsten Postanstalt(unter Nr. 3986) oder bei der Expedition in Straßburg, Finkmattstaden Nr. 2.— Annoncen für uns nimmt anz Carl Bindernagel in Friedberg. Mobiliar-⸗Versteigerung. Mittwoch den 13. d. Mts., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, läßt Frau Fr. Hanstein Wittwe in der Metzger⸗ gasse wegzugshalber folgende Gegenstände gegen Baar— zahlung versteigern: 1 Sopha, Stühle, 1 Regulateur, Tische, 2 Commoden, 2 Kleiderschränke, Betten, 1 Kuͤchen⸗ schrank mit Glasaufsatz, Spiegel, Bilder, Waschbuͤtten, sowie verschiedenes Haus- und Kuͤchengeräthe. Friedberg. 3057 In Auftrag: Jos. Butzbach, Auettonator. — — — üdische Ueujahrskarten Carl Bindernagel. Land wirthschastliche Lundes-Ausstellung. in der Zeit vom 16. bis 24. Septem⸗ ber d. J. in Darmstadt abgehalten und richtet die Quartier-Commission an diejenigen aus⸗ wärtigen Besucher der Ausstellung, welche bei der zu erwartenden starken Frequenz auf eine Wohnung in einem Hötel oder Privathause reflektiren, das freundliche Ersuchen, den Schrift⸗ führer der unterzeichneten Commission, Herrn B. Rosenheim, hiervon alsbald benachrichtigen zu wollen. 5 3078 Darmstavt den 9. Sept. 1882. Die Empfangs⸗ und Quartier⸗Commission. Gest chüfts- Eröffnung. Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen am biesigen Platze, 97 Kaiser⸗ straße 97, im Hause meines Schwiegervaters, des Herrn Emmerich Hanstein, ein Kurz-, MWolle-, Weiss- und Hauufacturwaaren- Geschäft, verbunden mit g Damen- Confection errichtet habe. Indem ich bei guter Waare strengste Reellität und billigste Preise zusichere, halte ich mich bestens empfohlen. Friedberg i./ W., 4. September 1882. bei Mit aller Hochachtung 3000 8 Ein Wort an die deutsche Landbevölkerung. Mehrere Tausend Hausirer überschwemmen neuerdings im Dienste amerikanischer Nähmaschinen-Compagnien die deutsche Landbevölkerung. Diese Herren Amerikaner sind von der deutschen Nähmaschinenindustrie jählings aus dem Sattel gehoben worden, die Lärmtrommel mit dem„Allein echt“ und„Allein original“ können sie nicht mehr so recht rühren, da klopft man ihnen nach Gebühr auf die Finger, nun versuchen sie es um so fieberhafter mit dem Hausirbetrieb und der mündlichen Verleumdung der einheimischen Coneurrenz. Ihr Deutschen auf dem Lande(und auch Ihr vielfach heimgesuchten Städter) seht Euch im allereigensten Interresse, im Interesse Eures Geldbeutels, diese fremden Nähmaschinen ja recht genau an, ehe Ihr einen Kauf oder einen sogenannten Kaufmiethsvertrag abschließt. Kümmert Euch darum, ob auch die neuesten Verbesserungen d'ran sind, ob ein selbstthätiger Spulapparat dabei ist, ob sie Spannungslüfter haben, ob eine Radauslösung vorhanden, ob das Gestell auf Rollen steht, und dann zeigt die Maschine, wenn Ihr keinen Mechaniker zur Hand habt, dem nächsten Schlosser; er wird Euch aufmerksam machen auf die wackeligen Wellen und Nadelschieber, auf die rohen Fraisflächen, auf die schlecht geschnittenen Zahnräder, und er wird Euch die schöne Aussicht eröffnen, daß Ihr in Jahr und Tag statt einer Nähmaschine nur noch eine Klappermühle im Hause stehen habt. Und glaubt ja nicht, was Euch diese Hausirer einreden wollen, sie versiehen gar Nichts davon, daß sind Leute, die heute mit Kattun und Zwirn, und morgen mit Nähmaschinen handeln— sie pfeifen den Tag nur das nach, was ihnen die Amerikaner früh vorgepfiffen haben. Und wie könnten Euch diese Nankees preiswerthe Nähmaschinen verkaufen? 25 bis 30 Prozent geben sie dem Hausirer, der begleitende Geschäftsführer thut auch Nichts umsonst, dann kommen die Filialgeschäfte, welche die Maschinen anliefern; doch den Hauptgewinn sackt wohl der Herr General-Agent in Hamburg selber ein. Die Fracht über Land und Meer kostet auch einige blanke Thaler und nun macht Euch selbst ein Bild davon, was Ihr alles mitbezahlen müßt, wenn Ihr Euch eine solche Maschine aufhausiren laßt.— Wir bitten Euch, seht Euch vorerst im nächsten besten deutschen Nähmaschinengeschäft um, ehe Ihr ein solches Aergerniß in's Haus nehmt. Hier findet Ihr Auswahl, hier könnt Ihr die neuesten Verbesserungen sehen, welche die Amerikaner nach dem Patentgesetz gar nicht nachmachen durfen, hier könnt Ihr Vergleiche anstellen, hier wird man Euch nach Kräften gleichfalls Zahlungserleichterungen gewähren und zwar unter besserer Garantie, Und diese verbesserte und saubere Maschine wird man Euch obendrein 10 bis 15 Prozent billiger verkaufen können, der geringeren denn ein stehendes Geschäft kann nicht so leicht auf und davon gehen, wie ein Hausirer. Geschäftsunkosten wegen. Wenn Ihr vor diesen Hausirern nicht die Thüren zuhalten wollt, so haltet wenigstens die Taschen zu, Habt Ihr Euch hier ordentlich umgethan und unter⸗ richtet— und das dürfen wir billig von unseren Landsleuten erwarten, dann werden die Herren Yankees bis Ihr nicht ein deutsches Nähmaschinengeschäft besuchtet. ihre„allein ächten“ Nähmaschinen auch allein behalten müssen.— Die„Concordia“, Vereinigung deutscher Nähmaschinenfabrikanten und Händler. Bezugsquellen für Deutsches Fabrikat in Nähmaschinen sind: H. Bindewald in Friedberg i. d. W. Philipp Weil in Frankfurt a. M. In Darmstadt: Carl Jordan, Ludwigs⸗ platz 3 und Aug. Engel. In Wiesbaden: E. du Fais und Carl Kreidel, Webergasse 42. C. Simon in Mainz. Rosa Erlanger in Marburg. Louis Ochs in Hanau, Frank⸗ furterstr. 1. Ehr. Endves in Fulda. Theod. Haubach II. in Gießen. In Kreuzuach: Th. Beuffleur und Th. C. Evelbauer. Herrmann Schuster in Diez a. d. Lahn. 3080 co in Frankfurt a. M. bei: planinos A. Eulenstein, mehrere gut erhaltene à M. 250. Taunusstr. ll. 9 einige feine, fast neue à M. 480 nächst den Bahnhöfen. 3076 2649) Frische Hasen und Feldhühner stets zu den billigsten Preisen zu haben bei 3074 Wildprethändler Michael Höck. 1 Casino. Mittwoch den 13. September 1882 parthie mit Musik auf den Schwalheimer Brunnen. Abmarsch an der Burg um 3 Uhr. Bei ungünstiger Witterung Abends 8 Uhr Gesellige Vereinigung mit Tanz im Casinosaal. 3090 D er Vorst and. Selzerbrunnen. Sonntag den 17. d. Mts. am Kirchweihfef Harmonie⸗ und Tanzmusik, wozu freundlichst einladet 3089 P 2 Realschüler können Kost und Logis erhalten bei 3085 Friedverg. 1 Heinrich Hanstein V. Neue ital. Brünellen 3087 empfiehlt 1— Glacchandschuhe, Filerband sch ub äußerst billig bei K. Friedr ich, Zwetschenkuchen, täglich frisch, bei 3084 Bäcker Rosenschon. Mein Garten am Schützenrain ist auf weitere 6 Jahre zu verpachten. 3075˙ Friedberg. Rausch, Holzmesser. Empfehlung. Allen meinen verehrten Kunden, sowie einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige daß ich mein Barbier⸗ und Friseurgeschäft von C. Schmid vis-Bq-vis bei Herrn L. Eschborn, Usagasse, verlegt hall und bitte daselbst bei guter Bedienung um geneigten! Zuspruch. 3002 Achtungsvoll Friedberg. S. Ruppel, Barbier und Friseur, Vorhangs-Abschnitte, per Stück 10, 15 und 20 Pfennig, empfiehlt G. F. Aletter, Friedberg, Kaiserstraße 97. 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