U Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und;.; N Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag 0 Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. 5 E l Atfndendn te einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. eihe Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Unsere Abonnenten in Bad Nauheim, welche den Anzeiger seither bei Herrn Oertel bestellten, bitten wir, ihre Abonnements für das III. Quartal bei H. Bernhard(Schnurstraße) dorten,(welcher den Anzeiger geradeso wie Herr Oertel für eigene Rechnung vertreibt,) erneuern zu wollen, da Herr Oertel uns bis heute keine Bestellung zukommen ließ und wir also annehmen müssen, daß er überhaupt keine Abonnements mehr annehmen will. Die Expedition. Amtlicher Theil. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat durch Verfügung vom 24. vorigen Monats dem Sächsisch-Thüringischen Reiter- und Pferdezucht-Verein in Merseburg die Erlaubniß zum Vertrieb der Loose à 3 Mark für die am 30. November dieses Jahres projektirte Verloosung von Equipagen, Reit- und Wagenpferden ꝛc. für den Bereich des Großherzogthums ertheilt. i Fahne. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat durch Verfügung vom 20. vorigen Monats der Kölnischen Glas— Donate, Versicherungs⸗Actiengesellschaft zu Köln a. Rh. die Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum ertheilt. Betreffend: Die Ausführung der Bestimmungen der Gewe beordnung übe die Arbeitsbüche„Arbeitskarten, 4. 5 i 188. und die Beschäftigung 708 Arbeiterinnen, 7705 1 7 Arbetter in del Fabriken. 1 Fr iedber 9 den 8. Juli 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Erledigung unserer Verfügung vom 10. vorigen Monats, Oberhessischer Anzeiger Nr. 69, bringen wir für diejenigen von Ihnen, welche noch damit rückständig sind, andurch in Erinnerung. Dr. Braden. f Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die andgeftütsbeschäler in 1882. Friedberg den 8. Juli 1882. Dias Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. 0 15 c Wir erwarten schleunige Einsendung der Verzeichnisse der bedeckten Stuten, oder Bericht, daß keine bedeckt worden sind. J. V.: Dr, Kayser. zotitts Hundts⸗-. uri 0 vtilts Sundts. Friedberg den 8. Juli 1882. * Betreffend: Die Bedürfnisse der Landjudenschaft der Provinz Oberhessen für 1882/88. i Hana ö. 8 5 2 75 1277 n. 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die isrgelitischen Vorstände des Kreises. i 9 Unter Mittheilung des in Abdruck nachstehenden Verzeichnisses über die Beiträge der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg zu den rubricirten Bedürfnissen beauftragen wir Sie, den betreffenden Rechnern Ausgabedecretur zu ertheilen und dieselben anzuweisen, die Beträge in den bestimmten Zielen an den Rechner der Landjudenschaft, Grüneberg zu Gießen, pünktlich abzuliefern. Kirch⸗Göns 4 M. 45 Pf., Langenhain 1 M. 25 Pf., Münzenberg 8 M. 24 Pf., Nieder⸗Weisel 20 M. 92 Pf., Ostheim 3 M. 30 Pf., Pohl-Göns 9 M. 21 Pf., Stamm⸗ heim 6 M. 99 Pf., Staden 23 M. 31 Pf., Assenheim 24 M. 62 Pf., Nauheim mit Steinfurth 40 M. 59 Pf., Vönstadt 19 M. 57 Pf., Bruchenbrücken 10 M. 88 Pf., Nie der⸗Florstadt 23 M. 76 Pf., Nieder⸗Wöllstadt 25 M. 51 Pf., Ober⸗Rosbach 11 M. 88 Pf., Dorheim 9 M. 74 Pf., Büdesheim 15 M. 906 Pf., Burg-Gräfenrode 0 13 M. 16 Pf., Friedberg 275 M. 11 Pf., Groß-Karben 42 M. 24 Pf., Klein⸗Karben 2 M. 41 Pf., Okarben 3 M. 93 Pf., Rendel 7 M. 57 Pf., Heldenbergen 58 M. 444 Hie 26 Pf., Holzhaufen 1 M. 78 Pf., Kaichen 2 M. 93 Pf., Nieder⸗Eschbach 2 M. 51 Pf., Ober⸗Erlenbach 6 M. 63 Pf., Petterweil 1 M. 3 Pf., Rodheim 27 M. 70 Pf., 0 Vilbel 35 M. 33 Pf., Ober⸗Eschbach 1 M. 59 Pf., Wölfersheim mit Melbach 14 M. 37 Pf. 1 a. V.: Dr. Kayser. richt. Beienheim 5 M. 51 Pf., Butzbach 51 M. 73 Pf., Fauerbach v. d. H. 1 M. 93 Pf., Gambach 12 M. 34 Pf., Griedel 11 M. 66 Pf., Hoch-Weisel 1 M. 98 Pf., 2 ef m cun g. 7 In Gemäßheit der Justruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete der Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Juni 1882 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 17.—, Heu M. 8.—, Stroh M. 6.—. gurl Boller. Friedberg den 5. Juli 1882. Grocseee Friedberg. Dr. Braden. 0 Bekanntmachung. Betreffend: Die Erhöhung des Kostgeldes für die Hebammenschülerinnen in den Entbindungsanstalten zu Gießen und Mainz. etzender Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der Interessenten, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz beschlossen hat, * Möbel das von den Hebammenschülerinnen für Unterricht, Wohnung und Verköstigung während eines Unterrichtskursus zu entrichtende Kostgeld a. für rin die auf Kosten der Gemeinden aufgenommenen Schülerinnen auf 170 Mark und b. für Hebammenschülerinnen, welche auf eigene Kosten die Anstalt besuchen auf 200 Mark zu erhöhen. N * nee N l Friedberg den 8. Juli 1882. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. e a J ber Kayfer. e le Bekanntmachung. n mah Es ist zu unserer Kenntniß gekommen, daß in hiesiger Stadt nachgemachte Markstücke in größerer Anzahl cursiren. Indem wir dies Aut ente* Zur allgemeinen Kenntnißnahme bringen, machen wir zugleich darauf aufmerksam, daß, wer nachgemachtes oder verfälschtes Geld als echtes 1 eig empfängt und nach erkannter Unechtheit als echtes in den Verkehr bringt oder auszugeben versucht, auf Grund des Strafgesetzbuchs mit Gefäng— „ nuiüßstrafe oder hoher Geldstrafe bestraft wird. 1 Friedberg den 7. Juli 1882. E Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Kayser. 0 e Bekanntmachung. 120 5 80 nd 24 Durch rechtskräftiges, am 30. Juni 1882 von dem kommandsrenden General des XI. Armeecorps bestätigtes Erkenntniß vom 24. Juni 1882, sind die nach⸗ f der 49. Infanterle⸗Brigade ausgehobenen Rekruten 1. Wilhelm Veith aus Friedberg Kreis Friedberg, 2. Heinrich Hübner aus Nieder⸗Florstadt, Krels a anne 1 1 dre Kreis Gießen, in contumadiam für fahnenflüchtig erklärt und de. Veith 1 N„ 1 N 9 8 dangd 1 b 9. Johannes Fritz aus Ober⸗Mörlen, Kreis Friedberg, 4. August König aus Langd, 5 ö U, 1 in* Geldstrafe von je 600 Mark, be. Hübner und Gritz in eine Geldstrafe von je 300 Mark verurtheilt worden. 5 50 1 t 9 e, 4. Juli 1882. Großherzogliches Gericht der Großherzoglich Hessischen(25.) Division. , Ausschreiben. * 2* No! o* 4 Um Auskunft über den derzeitigen Aufenthaltsort des Friedrich Schwalm von Gelnhaar, sowie des Jacob Pfeil von Ober-Roden, ö zuletzt bei Pachter Bär zu Ober⸗Erlenbach in Diensten, wird ersucht. a Friedberg den 30. Juni 1882. 8 Der Rei * — pp————— FFC— . 1 10 1 1 1 1 9 7% 5 1 1 Klös, Katharina von Weckesheim, Unterschlagung, auf Grund richterlichen Haftbefehls im Betretungsf Friedberg den 2. Juli 1882. Götze, Wilhelm, Schmiedgeselle von Barby, Regierungsbezirk Magdeburg, Steckbrief. Steckbrief. Diebstahls zu verhaften und in das Amtsgerichtsgefängniß zu Friedberg einzuliefern. Friedberg den 6. Juli 1882. 21 Jahre alt, ledige Tochter des Heinrich Klös II. da selbst, Dienstmagd, ist wegen Betrugs und alle festzunehmen und in das Amtsgerichtsgefängniß zu Vilbel einzuliefern. Der Großherzogliche Amtsanwalt. J. V.: Sander. 25 Jahre alt, ist auf Grund richterlichen Haftbefehls wegen Der Großherzogliche Amtsauwalt. JV Sander 2 Deutsches Reich. Darmstadt, 8. Juli. Prinz Heinrich, welcher vorgestern von Schloß Fischbach hier— her zurückgekehrt ist, hat heute das Commando der Großh. Division wieder übernommen. Die Prinzessinen Elisabeth und Irene sind gestern aus England wieder hier eingetroffen und haben sich nach Schloß Wolfsgarten begeben, wohin die Großherzogliche Hofhaltung verlegt ist. Berlin, 6. Juli. Der Bundesrath lehnte den vom Reichstage am 12. Januar angenom— menen Antrag Windthorst wegen Aufhebung des Gesetzes über die Verhinderung unbefugter Aus— übung der Kirchenämter ab. Kiel. S. M. S.„Luise“, 8 Geschütze, Comm. Corv.⸗Capt. Stempel, ist am 17. Juni c. in Halifax eingetroffen. S. M. S.„Niobe“, 10 Ge⸗ schütze, Commandant Capitän zur See Mensing, ist am 5. Juli c. in Dartmouth eingetroffen. Ems, 9. Juli. Der Kaiser ist heute im besten Wohlsein nach Coblenz abgereist. Die Spitzen der Civil- und Militärbehörden, sowie distinguirte Badegäste hatten sich am Bahnhofe zur Verabschiedung eingefunden. Dem Kaiser wurden unzählige Bouquets überreicht. Das zahlreich versammelte Publikum brachte Hoch⸗ rufe aus. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Zu den großen Corpsmanövern, welche mit September in der Umgebung von Breslau in Anwesenheit des Kaisers Wilhelm und des deutschen Kron— prinzen stattfinden werden, soll sich nicht nur Kronprinz Erzherzog Rudolph, sondern auch Feldmarschalllieutenant Erzherzog Johann Sal— vator begeben. Prag, 8. Juli. Nach dem Urtheil im Socia— listen⸗Processe wurde ein Angeklagter freige— sprochen und die 13 übrigen wegen Majestäts— beleidigung, Religionsstörung und Geheimbün— delei von zweijährigem Kerker bis zu 6tägigem Arrest und Geldstrafen verurtheilt. Lemberg. Die Spannung zwischen Polen und Ruthenen ist in Galizien im Steigen be— griffen. Der Metropolit Sembratowicz, für dessen Ab- und Ersetzung lebhaft agitirt wird, soll demnächst dem Pabste eine Adresse des ruthenischen Clerus überreichen. Pest. In der Tißa⸗Eßlarer Affaire soll, wenn nicht weitere Erhebungen nothwendig werden, die Schlußverhandlung am 15. August stattfinden. Schweiz. Bern. Am 30. Juli findet die Volksabstimmung über das eidgenössische Epide— miengesetz(Impfzwang) statt. Man glaubt, das Gesetz werde seiner drakonischen Strafen nach Tunis zu gehen, um dort gegen die Fran— zosen aufzuwiegeln. Großbritannien. London, 6. Juli. Im Unterhause erklärte Gladstone, es sei nicht die Absicht der Regierung, einen Credit für Kriegs— operationen in Egypten zu fordern. Gegen— wärtig sei kein Zustand vorhanden, der eine solche Maßregel bedinge. Sollte ein derartiger Zustand eintreten, so sei kes Pflicht der Regierung, das Haus unverzüglich davon zu benachrichtigen. In den Verhältnissen Alexandriens sei Nichts verändert.— Das Unterhaus beschloß sodann mit 283 gegen 208 Stimmen den Eintritt in die Spezialdebatte der Pachtrückstandsbill.— 7. Juli. Das Unterhaus lehnte den Artikel 14 der Zwangsbill ab, bei dem Glandstone die Cabi— netsfrage gestellt hatte.„Daily News“ erfährt, Gladstone sei geneigt, angesichts des kritischen Standes der inneren und äußeren Angelegenheiten den Beschluß des Unterhauses anzunehmen und nicht zu demissioniren.— 8. Juli. Das Unterhaus erledigte den irischen Zwangsbillbericht und nahm denselben in dritter Lesung mit allen gegen 4 Stimmen an.— Das Oberhaus nahm in erster Lesung die Zwangsbill an. — 6. Juli. In Folge der ausgesprochenen Absicht der Regierung, Egypten zu occupiren, herrscht in Woolwich und Chatham große Auf— regung und fieberhafte Thätigkeit. Die Zu— sammenstellung eines ersten Armeecorps ist be— schlossen. Dasselbe soll die Stärke von 25,000 Mann erhalten. Davon sind 10,000 Mann indische Truppen; die übrigen 15,000 Mann stellt das Mittelmeergeschwader.— Das Lon— doner Cabinet ist offenbar von St. Petersburg aus in dem Glauben bestärkt worden, daß Eng— land für den Fall einer Action gegen die Türkei von russischer Seite eine indirecte Uuterstützung finden werde. a — Die englische Mittelmeerflotte zählt gegen— wärtig 32 Schiffe mit 345 Kanonen und 10,000 Mann Besatzung. Dublin. In Irland sind zahlreiche weitere Verhaftungen vorgenommen und große Waffen— lager von Sniders-Bayonett-Gewehren mit Shamrocks-Stempel entdeckt worden, so in Loughrea, Tipperary, Waterford, Kilrush und andere mehr. — Es wurden im Zusammenhange mit der Ermordung des Dockarbeiters John Kenny sechs wichtige Verhaftungen vorgenommen. Die Ver— hafteten gehören größtentheils dem Arbeiter— stande an. Seit einigen Tagen füllen sich die irischen Staats-Gefängnisse wieder mit„Ver— dächtigen“. Spanien. Madrid. Das Cabinet be— wegen, die es für Zuwiderhandelnde vorsieht, vom Volke abgelehnt werden. Frankreich. Paris, 8. Juli. Der Marine— minister legte der Kammer eine Creditforderung von 7,800,000 Francs vor für die vom Marine— ministerium vorsichtshalber getroffenen militär— ischen Vorbereitungen. Die Vorlage wurde an eine besondere Commission verwiesen. Marseille, 7. Juli. Unter 355 mit der „Sarthe“ eingetroffenen Arabern befand sich ein gewisser Hussein Ben Hassan aus Tunis, welcher nach dort zurückkehren wollte, aber hierher ge— bracht und der Behörde überliefert wurde, weil er auf der Fahrt den Capitän insultirt und mit dem Tode bedroht, sowie andere Araber aufzu— wiegeln versucht hatte, so daß er gefesselt wer— den mußte. Ein Gerücht bezeichnet Hussein als den Agenten Arabi Pascha's und als beauftragt schloß, die gegenwärtige Legislaturperiode noch nicht zu schließen, rücksichtlich etwaiger Ereignisse im Orient, welche ein Zusammentreten der Cortes nothwendig machen könnten. Türkei. Constantinopel, 7. Juli. Die Conferenz ist gestern über die Form der Ein— ladung an die Pforte zur Intervention in Egypten schlüssig geworden; es herrscht ein allseitiges Einverständniß. Die Einladung enthält als Bedingungen die Aufrechthaltung des Status quo sowie der internationalen Verpflichtungen und setzt eine beschränkte Occupationsdauer voraus. — 8. Juli. Abdurrhaman demissionirte. Als sein Nachfolger wird Kadri Pascha genannt. — 8. Juli. Gestern wurden die Dragomans sämmtlicher Botschaften zur Pforte beschieden und ihnen Depeschen vorgelegt, worin die egyptische Regierung bestreitet, daß seitens der egyptischen Verwaltung die Forts armirt und der Hafen von Alexandrien versperrt werde; vielmehr versperrten fremde Kriegsschiffe den Hafen. Griechenland. Athen. Von hier meldet man, daß die griechische Regierung ein Corps von 5000 Mann concentrirt, um einer eventuellen Aufforderung zur Theilnahme an der Inter vention in Egypten sofort Folge geben zu können. Rußland. Petersburg, 7. Juli. General Skobeleff ist in Moskau plötzlich gestorben. — Besprechungen Tolstoj's mit Giers, be— treffs der Verhandlungen mit Rom, ergaben wie glaubhaft verlautet, vollständige Ueberein— stimmung. In Folge dessen sind versöhnliche Mittheilungen an die Curie ergangen. — Der Minister des Innern hat die Grenz⸗ behörden angewiesen, die Rückkehr ausgewan⸗ derter Juden zu erleichtern, und nur solche Vorsichtsmaßregeln anzuwenden, welche noth⸗ wendig sind, um das Einschleichen Unberechtigter zu verhindern. — 6. Juli. Im russischen Marineministe⸗ rium wurden eine Geheimdruckerei und tausende von Exemplaren einer aufrührerischen Prokla⸗ mation entdeckt. Der Director im Ministerium, Tischatchew hat sich in seinem Bureau entleibt. Es laufen Nachrichten über neue Verhaftungen ein, die namentlich Marine-Offiziere betreffen. Jetzt werden die kaiserlichen Vachten ebenso wie die kaiserlichen Eisenbahnwaggons einer genauen Revision unterzogen. Sowohl die Aussagen kürzlich gefangener Terroristen als auch Winke vom Ausland führten zur Entdeckung von fünf Dynamit⸗Minen in Moskau. — 9. Juli. Unter der Bühne des Theaters in Peterhof wurde ein verdächtiger Mensch ver⸗ haftet, der muthmaßlich Attentatspläne aus⸗ führen wollte. Ein von den Terroristen ge⸗ worbener Ofenheizer wurde im Schloß zu Gatschina arretirt. Die täglichen Feuersbrünste in Moskau sind nachweislich auf terroristischen Ursprung zurückzuführen. Aufrührerische Pro⸗ clamationen wurden an der Generalstabsakademie aufgeklebt. Großfürst Wladimir hat ein ter⸗ roristisches Todesurtheil empfangen. Wenn der Czar ausfährt, reiten jetzt Kosaken mit Säcken voraus, die kleine blaue Papierschnitzel ent⸗ halten, welche sie auf den von der Avant⸗ Escorte abgesuchten Weg streuen, um dem Hofkutscher anzuzeigen, welche Straßen unge⸗ fährdet zu passiren sind. Tolstoj, durch Droh⸗ briefe erschreckt, sandte seine Familie fort. Egypten. Alexandrien, 5. Juli. Die heutige Zusammenkunft zwischen Derwisch Passa und den Ministern gab Veranlassung zu den ernstesten Besorgnissen, da man einen offenen Bruch befürchtete. Derwisch Pascha lenkte jedoch kluger Weise ein. Gegenstand des Streites war, ob Derwisch berechtigt und es ihm gestattet ist, direct mit dem Khedive zu verkehren. Der tür⸗ kische Commissär versprach, wie die Minister von ihm verlangten, in Zukunft nur durch den Minister des Aeußern mit dem Khedive zu verkehren. — 7. Juli. Die Befestigungsarbeiten haben seit der Eutsendung des Ultimatums Seymour's vollständig aufgehört. Während der gestrigen Recognoscirung von der See aus zählte man auf den Erdwerken um den Hafen von Alexan— drien herum 98 Geschütze, welche sämmtlich gegen den Hafen selbst gerichtet sind. Das heißt mit dürren Worten: Arabi hat die Arbeiten eingestellt, weil sie fertig und— die Eng: länder blamirt sind. Fast alle Handelsschiffe sind 2— Stad Nersa cker sultat die En L. hätte Leser gewe geben der J fallen Einri. Prakt einger für ei sind sich z suche nach meis den der die der hier ben noc ma wich kau gen zes Ste Lan Kolle hofft völke welc une e e nach dem aͤußeren Hafen gegangen, um den inneren Hafen für Kriegsgeschwader freizulassen. — 8. Juli. Alle Consulate haben neuer— dings ihren Landsleuten gerathen, abzureisen. — 9. Juli. Der Sultan forderte gestern Arabi Pascha formell auf, nach Constantinopel zu kommen. Arabi Pascha lehnte es jedoch ab, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Amerika. Washington. Schatzsecretär Folger läßt weitere 16 Mill. sechsprozentige Obligationen amortisiren.. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die am 8. Juli dahier abgehaltene Versammlung von Interessenten für Errichtung einer Zuckerfabrik in der Wetterau hatte das erfreuliche Re— sultat, daß die Gesellschaft sich definitiv eonstituirte und die Errichtung der Fabrik in unmittelbarster Nähe unserer Stadt beschloß. Ausführlicher Bericht ist uns zugesagt. 2. Bad⸗Nauheim. Es ist endlich an der Zeit,(man hätte uns nur früher beehren dürfen. Die Red.) den Lesern dieses Blattes von der in diesem Sommer ein— geweihten Kinder⸗-Heilanstalt Elisabethhaus Nachricht zu geben. Das schöne, zwischen den Gradirwerken links der Usa gelegene Gebäude muß Jedermann in die Augen fallen. Es verlohnt sich aber auch der Mühe, der inneren Einrichtung einige Augenblicke des Betrachtens zu schenken. Praktischer und freundlicher kann kein Hospitalgebäude eingerichtet sein. Die hohen, luftigen Schlafsäle, der für ein halbes Hundert Kinder völlig ausreichende Eßsaal sind wahre Prachträume. In diesen Räumen befinden sich jetzt schon mehr als 40 Kinder, die hier Heilung suchen, zum Theil so schwer leidend, daß sie im Wagen nach den Bädern transportirt werden müssen. Die aller— meisten sind ganz arm und werden von Wohlthätern für den beispiellos billigen Satz von 5 Mark wöchentlich in der Anstalt untergebracht. Ueberraschend sind manchmal die Heilerfolge. Ein 6 jähriger Junge aus Bockenheim, der auf Pfingsten völlig unfähig zu gehen oder zu stehen hier ankam, konnte nach 8 Tagen sich frei durch's Zimmer bewegen und hat jetzt ein wahrhaft blühendes Aussehen. — Leider lastet auf der so segensreich wirkenden Anstalt noch eine bedeutende Schuldenmenge, welche sie erst einiger— maßen abgetragen haben muß, ehe an eine Weiterent⸗ wickelung gedacht werden kann. Jetzt schon ist man kaum im Stande, dem Andrang der Anmeldungen zu genügen.— Die unter dem Protektorat der Frau Prin⸗ zessin Karl von Hessen stehende Anstalt hat von Großh. Staats⸗ Regierung die Erlaubniß zur Erhebung einer Landes⸗Kollekte erhalten. In diesen Tagen wird der Kollectant die Orte unseres Kreises besuchen, und man hofft um so mehr auf die Opferwilligkeit unserer Be⸗ völkerung, als verhältnißmäßig die meisten armen Kinder, welche bis jetzt in der Anstalt Aufnahme gefunden haben, unserem Kreise angehören. W. Bad⸗Nauheim. Nächsten Mittwoch den 12. d. M., Nachmittags 3 Uhr, findet im Gasthaus„zum Löwen“ zu Butzbach eine gemeinschaftliche Conferenz der drei Bezirkslehrervereine Bad⸗Nauheim, Butzbach und Melbach statt. Die Tagesordnung lautet: Dlsecussion über die von Lehrer Leithäuser in Butzbach gestellten Thesen über das Thema:„Welches sind die Forderungen, die das Schulamt in jetziger Zeit an seine Diener stellt?“ W. Echzell. Nächsten Sonntag den 16. Juli l. J. findet dahier eine Versammlung mehrerer Kriegervereine der Umgegend im Schultheis'schen Saale statt, in welcher namentlich die Herbeiführung engerer Beziehungen der Vereine untereinander, Verbandsverhältnisse u. s. w. zur Sprache kommen sollen. Die Versammlung wird voraus⸗ sichtlich stark besucht werden, da einzelne Vereine in voller Stärke theilnehmen. 3 Mainz. Dieser Tage führte der Schutzmann Philipp Obenauer dem Amtsrichter Philipp Obenauer dahler einen Angeklagten vor, der gleichfalls den Namen Philipp Obenauer trägt. Kurze Zeit darauf brachte der Schutz⸗ mann Zimmermann einen Angeklagten Namens Zimmer⸗ mann zur Aburtheilung dem Amtsrichter Zimmermann. N Allerlei. Hanau. Die Hoffnungen, daß es gelingen werde, die Urheber zweier scheußlichen Mordthaten, die in unserer Gegend verübt worden, zu ermitteln, scheinen sich leider nicht zu bewahrheiten. Die neu aufgenommene Unter— suchung wegen des vor mehreren Jahren in Langen— diebach vorgekommenen geheimnißvollen Mordes ist wieder eingestellt und der beschuldigte Maurer W. Travel bereits aus der Untersuchungshaft entlassen. Ebenso wurde am vergangenen Freitag der wegen Verdachts des an seinem Schwager Wirth Jäger in Motgers begangenen Mordes ca. 6 Wochen in Hanau inhaftirt gewesene Bauer Müller ebenfalls von Motgers, aus der Haft entlassen. Die Untersuchung selbst mußte wegen Mangel hinreichender Indizien gegen denselben eingestellt werden. Marburg, 6. Juli. Innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Zahl der Studirenden an unserer Univer— sität über das Doppelte gestiegen. Im Sommersemester 1872 betrug dieselbe 375 und in diesem Semester 766. Kassel, 6. Juli. Heute früh 6 Uhr ist der Vater— mörder Wilhelm Jacob aus Sieglos im Hofe des hiesigen Landgerichtsgefängnisses durch den Schafrichter Krauts mittelst Beil vom Leben zum Tode gebracht worden. Der Hingerichtete äußerte keine Spur von Bewegung und ging standhaft dem Tode entgegen. München, 6. Juli. Vom gestrigen Postzug 311 entgleisten bei der Einfahrt in Simbach in Folge falscher Wechselstellung 6 Wagen, wodurch zwei Passagiere un— erhebliche Contusionen erlitten und die entgleisten Wagen theilweise beschädigt wurden. Untersuchung ist eingeleitet. Berlin, 7. Juli. Das Centraleomité der Hygieine— Ausstellung beschloß heute einstimmig, das Ausstellungs— gebäude auf dem alten Platze in Glas und Eisen zu errichten und bis zum nächsten Frühjabre fertig zu stellen. Petersburg. Der Dampfer„Moskau“, welcher eine Reise durch das Eismeer zurücklegt, ist Ende Mai wohlbehalten in Krasnojarsk angelangt. Handel und Verkehr. Friedberg, 8. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80.—0.90, Eier 1 St. 5 Pf, 2 St. gr. 11 Pf. Gießen, 8. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.75—0.85, Eier 1 Stück 5 bis 6 Pf., Käse per St. 5—11 Pf., Tauben das Paar 70—80 Pf., Hühner per Stück M. 0.85— 1.10, Hahnen per Stück M. 0.65— 1.00 Enten per Stück M. 1.60— 2.00, Ochsenfleisch per Pfund 6466 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—56 Pf., Kalb⸗ fleisch 44— 50 Pf., Schweinefleisch 6264 Pf., Hammel⸗ fleisch 60—70 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 5.00— 6.00, Zwiebeln der Ctr. M. 12— 13, Kirschen das Pfund 30 Pf. Frankfurt, 8. Juli. Marktpreise. Heu kostete je nach Qual. per Ctr. M. 3—4.60, Stroh M. 2.30 3. Ochsenfleisch 6570 Pf., Kuh- und Rindfleisch 50 bis 60 Pf., Kalbfleisch 50 60 Pf., Hammelfleisch 55—65 Pf., Schweinefleisch 65 75 Pf.— Eier 100 Stück deutsche M. 4.30— 60, italienische M. 5.40. Butter 1. Qual. M. 1, 2. Qual. M. 0.90. Kopfsalat 2 Pf., Romain⸗ salat 30 Pf., gelbe Rüben 6 Pf., Artischoken 60 bis 80 Pf., neue Kartoffeln per Gescheid 16— 20 Pf., Blumenkohl 30—40 Pf., Wirsing 10— 12 Pf., Weiß⸗ kraut 12—20 Pf., Rothkraut 20—30 Pf., Gurken 12 bis 20 Pf., Schneidbohnen M. 1, Zuckerschoten 30 bis 50 Pf. 1 Hahn M. 1.70— 2.50, 1 Huhn M. 2— 2.50, 1 Ente M. 3— 4, 1 Taube 50 Pf., 1 Gans M. 6—8, 1 Poularde M. 3. Mainz, 7. Juli. Markt Preise. Kartoffeln per 100 Kilo M. 7.50 8.50, Heu per Centner M. 3.00 3.50, Stroh per Ctr. M. 3.00— 3.25, Butter ½¼ Kilo M. 0.80 bis 0.90, Butter in Parthien M. 0.65 0.70. Eier / Hundert M. 1.05— 1.10, Handkäse 4 6 Pf., Blumen⸗ kohl 25—35 Pf., Wirsing 4—5 Pf., Zwiebel ½ Kilo 0— 0 Pf., 1 Ente M. 2.— 2.50, 1 Hahn M. 1.00 bis 1.50, 1 Huhn M. 1.25—1.50, 1 junge Taube 35 bis 45 Pf.— Fruchtmarkt. Waizen M. 25.75 bis 26.25, fremder M. 22.00 bis 25.75, Roggen, hies. und franz., M. 19.10— 19.30, Gerste, pfälzer, M. 00.00 bis 00.00, Hafer eff. M. 15.00— 17.25, Rüböl eff. ohne Faß 32.20 32.40, per Oet. mit Faß M. 30.40 bis 30.50., Leinöl M. 29.50— 29.75. Zur Aufklärung des Publikums über die in Nr. 78 des Anzeigers erwähnte Ueberlassung einer Leiche an die Anatomie zu Gießen erlaubt sich der unterzeichnete Vorstand des Wetterauer ärztlichen Vereins Folgendes mitzutheilen. Der Betreffende hatte eingewilligt, daß die Leiche seiner Frau dem anatomischen Institut über⸗ geben würde auf Vorstellung seines Arztes. Letzterer handelte im Auftrag unseres Ehrenmitglieds, des Herrn Professors Eckhard in Gießen, welcher vor Kurzem an die hiesigen Aerzte die Mittheilung hatte gelangen lassen, daß(namentlich in Folge der neuen Gesetzgebung) der Mangel an Leichen auf der Anatomie zu Gießen immer fühlbarer würde und die Collegen gebeten, nach Kräften zur Minderung dieses Uebelstandes beizutragen. Wenn man nun bedenkt, welch hohe Wichtigkeit fur die auszubildenden Aerzte dem Studium der Anatomie, als der Grundlage des ganzen medieinischen Wissens, beizulegen ist, und daß ferner, ohne die Untersuchung menschlicher Leichen, dieses Studium durchaus nicht mit Erfolg betrieben werden kann, so muß unseres Erachtens die Ueberlassung einer Leiche an eine derartige Anstalt in erster Linie als eine lobenswerthe Unterstützung eines sehr guten und menschenfreundlichen Zweckes erscheinen. Und wenn nun Herr Professor Eckhard gleichzeitig noch für die ihm übergebenen Leichen nach ihrer Verwendung zum medieinischen Unterricht ein christliches Begräbniß auf dem Friedhof zu Gießen zusichert, so sollte es in dem betreffenden Falle einem Armen nicht zum Vorwurf gemacht werden, wenn er die dafür ausgesetzte Geld— belohnung annimmt. Zur thatsächlichen Berichtigung wird noch hinzugefügt, daß die in diesem Blatte erwähnte Frau nicht im Hospital verstorben war und die dem Manne gezahlte Belohnung nur 50 Mark betragen hatte. Der Vorstand des Wetterauer ärztlichen Vereins: Dr. Lorenz. Dr. Bode I. Dr. Weckerling. Dr. Becker. Für die verfolgten russ. Juden gingen ferner ein: durch C. Trapp: von A. Haas in Bönstadt 2 M., Levi Hofmann daselbst 2 M., F. Löwenthal II. daselbst 2 M., J. Löwenthal Wittwe daselbst 2 M., A. Berenz daselbst 2 M., Michel Müller daselbst 1 M. 50 Pf., M. Becker daselbst 1 M., Isack Löwenthal daselbst 1 M.; durch Gemeinderath E. Hirsch: von Z. Naumann in Bisses 3 M.; Louis Rappold 5 M.; am 17. Tamus in der Synagoge gesammelt 4 M.; N. N. 50 Pf., Leder⸗ händler M. Reis 10 M. Durch die Expedition gingen ein: Hausknecht und Köchin bei G. Hanau M. 1.20. Am 7. Juli sandten wir weitere M. 100 an das Comits in Berlin ein. Postschein kann bei uns eingesehen werden. Die Expedition des Oberh. Anzeigers. Volksbad. Wasserwärme der Usa am 10. Juli: 160 Reaumur. Walter. Pfennig ⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Bestand am 1. Juni 1882 sammt Zinsen„ 16388 O01 Uebertrag vom 1. Juli 3044 1871 85 1. C. Bindernagel. 76 55 05 2. W. Bernbeck 204 111 3. Ph. Billau. 133 83 95 4. Th. Kranz 8 112 7 25 5. H. Flaschenträger. 122 77 65 3091 Tc 51 Uebertrag am 1. Juni 1882 Einleger 978. Uebertrag vom 24. Juni neue Einleger 40. Neue Einleger. Gesammt⸗Einleger 1025. Friedberg den 8. Juli 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß- und Credit-Verein, e. G. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berg⸗ gesetzes vom 28. Jan. 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Herren Bergverwalter Schwarz auf der Kaisergrube bei Bad⸗Nauheim und Rudolf Wolff zu Gießen unterm heutigen Tage mit dem Eisen⸗ und Bleierz⸗Bergwerke„Peter“ in der Gemarkung Mai⸗ bach, Kreises Friedberg, beliehen worden sind. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Ver⸗ meidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks⸗ eigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Berg⸗ melsteret Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 17. Mat 1882. Goßherzogliche Obere Bergbehörde. Jaup. 2386 Tecklenburg. Der obere Stock meines Hauses.— ist zu vermiethen. 2238 Wilh. Ulrich. as von Herrn Stabtrechner Melchtor bewohnte 2 Logis ist vom 1. Juli ab zu vermiethen. 2116 C. L. Glück. Ptferch⸗Versteigerung. 2401 Mittwoch den 12. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhaus 10— 15 Schafpferche öffentlich meistbletend versteigert werden. Friedberg den 10. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Serib a. Bekanntmachung. 2380 Diejenigen Steigerer, welche noch von diesjährigen Holzversteigerungen in den sämmtlichen Revieren der Gräflich Solms⸗Rödelheim'schen Waldungen ersteigertes Brenn- und Werkholz lagern haben, werden hiermit nochmals aufgefordert, innerhalb 10 Tagen dieses abzu⸗ fahren, indem nach Ablauf dieser Frist von den§8 11 bis 13 der Steigbedingungen sofort Gebrauch gemacht werden wird. Assenheim den 7. Juli 1882. Gräflich Solms-Rödelheim'sche Rentkammer. Zu verkaufen stehen zwei Paar Erndte-Leitern von 22 Fuß Länge bei Friedberg. K. Häuser. 5 8 N 5 Arbeits-Versteigerung. Donnerstag den 13. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Oppershofen nach⸗ stehende Arbeiten und Lieferungen an den Wenigstnehmen⸗ den öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 6 50 Steinhauerarbeit 25 20 Weißbinderarbeit 9 80 Pflasterarbeit 179 95 Planirarbeit 72— Steinzerschlagen 90— Lieferung von Schichtpflastersteinen*— Brechen und Anfahren gewöhnlicher Pflaster— steine 30 50 Lieferung von Rockenberger Sand 47 70 Brechen und Anfahren von Unterhaltungs— steinen auf die chaussirten Ortsstraßen 93— Steinaufsetzen und Sandmessen 20 50 Butzbach den 8. Juli 1882. Metzger, 2389 Bezirks Bauaufseher. Für Bienenzüchter empfiehlt Kunstwaben 9460 J. Baumeister. 5 10 10. N 0 1 1 105 1 N. 1 1 3 N 1 1 5 1 1 Immobiliar⸗Versteigerung. Montag den 17. d. Mts, Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die nachbenannten Immobilien, den Erben des Hofraths Dr. Friedrich Pilger gehörend, erbvertheilungshalber öffentlich meistbietend versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 11. 383. 81,8. Hofraithe in der Stadt, bestehend in Wohnhaus, Nebenbau, Scheuer, Schoppen, Waschhaus, II. 384. 27,4. Grabgarten daselbst, 183. 5 auf dem Bock, VI. 76. 248. Acker auf der Warte, VI. 86. 222.„d 8daselbst, VII. 226. 305.„ auf dem Storchsnest, XII. 69. 146.„ im Kleingalgenfeld, XII. 124. 711.„ auf dem Viehtrieb, XIV. 10. 276.„ im Großgalgenfeld am Teu— felshöhlchen. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Flur. Nr. Meter. 1. 66. 3781. Acker unter der Judenhohl und dem Edelspfad, r 1262.„ unter dem Dienheimer Pfad, Iv. 103. 2750.„ am Edelspfad, IV. 175. 244.„ in den Kappesgärten auf dem Krämer, . 5 5094.„ obig dem Dienheimer Pfad. Gemarkung Ockstadt. Flur. Nr. Meter. X. 79. 1812. Grabgarten, 18te Gewann an der Burg Friedberger Grenze. Friedberg den 6. Juli 1882. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 2384 Seriba. Arbeits⸗Versteigerung. Donnerstag den 13. d. Mts., Vormittags um 11 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Rockenberg nachstehende Arbeiten und Lieferungen an die Wenigstnehmenden öffent— lich in Accord gegeben werden: M. Pf. Pflasterarbeit, kt. Kostenüberschlag 126— Grabenarbeiten 10— Lieferung gewöhnlicher Chaussirsteine 126— Lieferung von Pflastersand 25 Aufsetzen der Steine und Sandmessen 10 60 Butzbach den 8. Juli 1882. Metzger, 2390 Bezirks-Bauaufseher. . N 2 Arbeits-Versteigerung. Samstag den 15. d. Mts., Nachmittags um 3 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterei-Büreau zu Trais⸗ Münzenberg nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag 61 50 Schreinerarbelt 25 80 Weißbinderarbeit 19 Lieferung von Weißkalk 27 60 „ Gambacher Sand 40— 5„ Mauersteinen 24— Aufsetzen der Steine und Sandmessen 3 75 Butzbach den 8. Juli 1882. Metzger, 2391 Bezirks⸗Bauaufseher. r 91 N Verkauf eines Faselochsen. Freitag den 14. d. M., Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause ein für die Gemeinde ent— behrlich gewordener sehr fetter, zum Schlachten ge— eigneter Faselochs öffentlich meistbietend versteigert werden. Groß⸗Karben den 8. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß⸗Karben. 2392 Lanz. Vergebung von Handarbeit. Die Handarbeit auf den Kreisstraßen Bad-Nauheim⸗ Rödgen⸗Wisselsheim und Rödgen-Schwalheim-Dorheim, mit einem jährlichen Einkommen von 525 Mark, soll bis zum 15. d. Mts. anderweitig vergeben werden. Darauf Refleetirende wollen sich, mit Zeugnissen ver⸗ sehen, alsbald bei dem Unterzeichneten melden. Friedberg den 9. Juli 1882. 38 2399 Bezirks bauaufseher. Schälholz-Versteigerung. Donnerstag den 13. d. Mts., Vormittags halb 9 Uhr, sollen in dem Freiherrlich v. Rothschild'schen Walde „Alterberg“, unweit des Okarber Wegs, öffentlich meist— bietend versteigert werden: 8 Raummeter Eichen⸗Schäl⸗Knüppel, 7050 Stück Eichen⸗Schäl⸗Knüppel- u. Reisholzwellen. Okarben am 5. Juli 1882. Frelherrliche Forstverwaltung. Hilgenreiner. 1 1 Aechten alten. Nordhäuser Korubranntwein Kirchen Mufikverein zu Friedberg. 2388 Concert Sonntag den 16. Juli 1882, Abends 8 Uhr, in der hiesigen Stadtkirche. dienung ist bestens gesorgt. Es ladet ergebenst 2382 8 10 5 its 7* Freiheitsschießen Sonntag den 16. und Montag den 17. Juli 1882 wird auf dem schön gelegenen Schieß— platz im Hardwald das alljährige Freiheitsschießen abgehalten und findet bei dieser Gelegenheit gut besetzte Tanzmusik statt. Für gute Speisen und Getränke, sowie aufmerksame Be⸗ in Seulberg. ein Pi. Al). Beclrer, Gastwirth. 2385 Slein kohlen. (Specialität.) Maschinen-, Ofen-, Herd- und Schmiedekohlen in vorzüglicher la Waare zu Zechenpreisen. G. H. Freundlieb, Fauerbach Thor. 15 g 5 5 Arbeits-Vergebung. Freitag den 14. Juli, Nachmittags 3½ Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Klein-Karben zur Erbauung eines Leichenhauses nachbenannte Arbeit und Lieferung öffentlich in Aeeord gegeben werden: M Maurerarbeit 52 60 Zimmerarbeit 124 20 Schreinerarbeit 89 Schlosserarbeit 24— Weißbinderarbeit 43 Lieferung von Russensteinen I. Sorte 23— Lieferung von Falzziegeln 57— Lieferung von Latten 2 40 Lieferung von weißem Kalk 10 80 Vilbel, 10. Juli 1882. Brod, 240 Bezirksbauaufseher. Futterschneid-Aalaschinen Trieurs empfiehlt billigst 2 Ph. Dan. Kümmich. Dilliger⸗Mobiliarverkauf. Unterzeichnete verkaufen im Auftrag aus der Hand in der Behausung von Aron Löb nußbaumenen Seeretär, wie neu, Silberschrank in Kirschbaumholz, Bücherschrank in Nußbaumholz, Ausziehtisch in Nußbaumholz für 40 Personen, runden Tisch in Nußbaumholz, Canapé in Mahagonigestell, 2395 Causeuse in Nußbaumholz, Commode, Waschtisch, Pfeilerschränkchen in Nußbaumholz, eichene Kleiderschränke, ein⸗ und zweithürig, Bettladen in Eichenholz, Clavierbank, gesteppte Strohsäcke, Dutzend elegante Stühle, fast neu, großen Spiegel in Goldrahme, 3 alte Canapés und sonstige Gegenstände. Bad⸗Nauheim. Louis und Aron Löb. Tanz Unterricht. Tanz ⸗ Unterricht. Unterzeichneter erlaubt sich einem hochgeehrten Publikum Friedbergs und der Umgegend ergebenst anzuzeigen, daß er mit dem 15. d. Mts. einen Tanz⸗Cursus im Locale des Herrn Binzel eröffnen wird und bittet geehrte Interessenten ihre Anmeldungen an Herrn Michael Höck ergehen zu lassen. Achtungsvoll A. Sturm, Tanzlehrer, 2343 1 zu Darmstadt. — U Wasserleitungen aller Art werden zu denselben Preisen für Private wie meine Submissions-Einlagen für städtische Gebäude ge⸗ fertigt von e Georg Kreß, Spengler. i für einen Schlosser, der das Pflüge⸗ und E Pferdebeschlagen erlernen will, bei einem Schmiede Stelle gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 2375 Ein Siegelring wurde verloren von der Schießmauer durch die Neuthor— Br zum Ansetzen emfiehlt 2402 J. Baumeister. straße bis in die Allee. Der redliche Finder wird ge⸗ beten, denselben bei der Exped. d. Anz. abzugeben. polksbildungs- Verein. Das Lesezimmer ist täglich von 11 Uhr Vormittags bis Abends 10 Uhr für Jedermann geöffnet. Die Ausgabe von Büchern aus der Bibliothek findet jeden Mittwoch, Nachmittags von 1½—2 Uhr statt. Auch Nichtmitglieder können auf Namen von Mit⸗ gliedern Bücher erhalten. Aufträge können täglich im Lesezimmer abgegeben werden. Anmerkung: Ein Exemplar des Jahresberichtes der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung über das Vereinsjahr 1881 mit dem Verzeichniß aller ein⸗ zelnen Mitglieder und Beiträge ist im Lesezimmer zur gef. Einsichtnahme aufgelegt. 2893 Freiwillige Feuerwehr. Mittwoch den 12. Juli, Abends 8 Uhr: Ausrücken der Führer und Unterführer. Sammlung an der Süd⸗ seite der Stadtkirche. n 5 2394 Georg Hieronimus. Für Friedberg und Um- gegend findet ein tüchtiger Verkäufer für Besuche bei Privat-Kundschaft bei t hohem Verdienst ge⸗ sicherte Stellung. Offerten mit genauer Angabe der seitherigen und jetzigen Thätigkeit abzugeben an die Expe— dition d. Anz. unter Nr. 24 E. 2381 Der Malor Schaffe ge Garten ist vom nächsten Jahr ab neu zu verpachten. Näheres auf dem Büreau des Herrn Rechtsanwalts Brentano. 2387 Herzogliche Fachschulen für: Baugewerkschule Mablen- u. Ma. 556 Holzminden. schinenbauer.(H. 0608.) Errichtet 1831/2. Sommers. 1. Mai Dir. G. Haarmann. Winters. 1. Nov. EEC Todes-⸗Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die sehr traurige Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser innigstgeliebtes, braves und gutes, 6 Jahre altes Kind und Enkelchen Auguste Reitz nach 10tägigem schwerem Krankenlager durch einen sanften Tod aus diesem Leben in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Södel am 9. Juli 1882. die trauernden Eltern und Großeltern: Angust Reitz, Katharina Reitz, geb. Wetz, Georg Reitz, Marie Reitz, geb. Väth. Die Beerdigung findet statt: Dienstag Nach⸗ mittag 2 Uhr. 2396 Verantw. Ned. Carl Bindernagel. 4 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 erwa Bet! Da und führt daß exem klar das kein Ver eine find sow nötl und In genei lichen Leum währ zur!