Donnerstag den 11. Mai. 12 ˖ 8 Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Kriedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. i 1 einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bet Reclamen mit 22 Pf.; Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ein Beleg kostet 9 Pf. Betreffend: Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Ueberwachungsbogen den Herren Aerzten zur Verfügung stehen. * „ Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu Heachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission ur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum ein— jährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April Desselben Jahres zu erbringen. 1 ö 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und st hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts— zeugniß; b. ein Eiunwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fahigkeit, den Freiwilligen Amtlicher Theil. Die Ausführung des Gesetzes vom 10. September 1878 über den Schutz der in fremde Friedberg den 6. Mai 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir weisen Sie an in den von dem Großherzoglichen Kreisgesundheitsamt beziehungsweise den delegirten Großherzoglichen Kreisärzten abgehalten werdenden Impfterminen wenn thunlich persönlich gegenwärtig zu sein, im Falle Ihrer dienstlichen Verhinderung aber den Groß— herzoglichen Beigeordneten mit Ihrer Vertretung zu beauftragen und in allen Fällen dafur besorgt zu sein, daß in den gedachten Terminen die J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreis⸗Assessor. Bekanntmachung. 1 ze Pacht 3 3 i 2 8— 1 Zetreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, fuuͤr alle übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen J. Ordnung, sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz— ordnung(J. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875— Regierungsblatt Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der§F§. 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatzordnung verwiesen. Großherzoglich Hessische Prüfungs-Commission für einjährig zu Darmstadt. Gros. Freiwillige Patent als Geometer 2. Kl. theilt; dem Schulamtsasp. Jung aus Wöllstein die Friedberg am 5. Mai 1882. Steckbrief. Brückmann, Jakob, von Vilbel, Schreiner, in mittleren Jahren, groß und schlank, schwarzem Schnurrbart, am linken Bein hinkend, ist uf Grund richterlichen Haftbefehls wegen Betrugs in das Amtsgerichtsgefängniß zu Friedberg einzuliefern. Der Großherzogliche Amtsanwalt. J. V.: Sander. J. Deutsches Reich. Darmstadt. Schluß des Regierungsblatts, Beilage Nr. 9, enthält: VI. Dienstnachrichten. Es wurde: dem Schulamts— alp. Dirlam aus Röthges die Lehrerstelle zu Nieder— Noos übertragen; dem Jakob Nohl aus Bessungen das für den Kreis Darmstadt Lehrerstelle zu Salz übertragen; der Schullehrer Linn zu Nieder⸗Erlenbach von der ihm übertragenen Lehrerstelle zu Rumpenheim auf Nachsuchen enthoben und auf seiner Stelle belassen; dem Schullehrer Fried zu Massenheim die Lehrerstelle zu Rumpenheim, dem Schullehrer Maurer zu Flensungen die Lehrerstelle zu Heuchelheim, dem Schul— amtsasp. Bernd aus Gaulsheim eine Lehrerstelle an der Schule zu Herbstein, dem Schulamtsasp. Mann aus Uffhofen die Lehrerstelle zu Metzlos übertragen; dem Jh. Adam aus Weinheim und dem Ph. Eller aus Wons— heim Patente als Geometer 2. Kl. für den Kreis Alzey eitheilt; dem Schulamtsasp. Jung aus Vendersheim die Lehrerstelle zu Gunzenau, dem Schulamtsasp. Weber aus Groß-Zimmern die Lehrerstelle zu Dieburg, dem Schul— amtsasp. Metzler aus Hackenheim die Lehrerstelle zu Wöll— stein übertragen. VII. Charakterertheilungen. VIII. Dienstentlassungen. Es wurde: der Bahn— wärter Crößmann zu Wixhausen, der Schullehrer Greb in Nieder⸗Ohmen, der Gerichtsvollzieher Müssig zu Groß— Umstadt auf Nachsuchen und der Schullehrer Meiß zu Egels— bach entlassen. IX. Dienstenthebung. Xx. Ruhestandsversetzungen. Es wurden: der Münz— mechanlker Haaß, der Hauptsteueramtsassisteent 1. Kl. Schreiber in Gießen bis zur Wiederherstellung seiner Ge— sundheit, der Kreiswundarzt Kunz zu Birkenau auf Nach— suchen, der Gerichts schrelber Siebert in Langen auf Nach— suchen bis zur Wleberherstellung selner Gesundheit, der 1 Schullehrer Cobei zu Kirtorf auf Nachsuchen, der Schul lehrer Nies zu Unter⸗Schmitten auf Nachsuchen, der Schullehrer Hoch zu Babenhausen auf Nachsuchen, der Schullehrer Dörsam zu Gras- Ellenbach auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. i XI. Coneurrenz-Eröffnungen. Erledigt sind: eine Lehrerstelle zu Steinbach, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentattonsrecht zu. Eine Lehrerstelle zu Gundersheim, Gehalt 900—1000 M. XII. Sterbefälle. Gestorben sind: der Oberförster Eckstorm zu Darmstadt; der Schullehrer Weimar zu Dreieichenhain; der Schullehrer Germann zu Offenbach; der Steuer-Rath Jungk zu Auerbach; der Schullehrer Zinser zu Ellenbach. — 9. Mai. Sitzung der zweiten Kammer. Bevor die Kammer in die Tagesordnung eintritt, gibt sie ihrer Theilnahme an dem kürzlich er— folgten Ableben des Landtagsabgeordneten Strö— bel durch Erheben von den Sitzen Ausdruck. Den ersten Punkt der Tagesordnung bilden die Recommunicationen der 1. Kammer bezüglich des Budgets. Cap. 1 Tit. 5,„Forstdomäuen“. Die 2. Kammer hatte den eingestellten Betrag auf jährlich 2,710,957 M. erhöht, während die 1. Kammer denselben auf nur 2,570,957 M. erhöht. Die 2. Kammer beharrt auf ihrem Be— schlusse. Ordentliche Ausgabe. Hauptabtheilung!: „Lasten und Abgänge“. Zu Cap. 7:„Staats— renten“ und Cap. 8:„Ausfälle, Abgänge und Nachlaͤsse“ beharrt die Kammer ebenfalls bei ihren früheren Beschlüssen. Hauptabtheilung VI: 1 11 1 7 Per* „Staatsministerium“. Zu Cap. 17„Verwal— tungsgerichtshof“ lehnt die Kammer, stimmend mit dem früheren Beschlusse, die Creirung der Stelle des Präsidenten dieses Ge— richtshofes wiederum ab. Hauptabtheilung VII: „Ministerium des Innern und der Justiz“. Cap. 21„Ministerium selbst“. Hierzu verwilligt die Kammer entgegen ihrem früheren Beschluß und in Uebereinstimmung mit der 1. Kammer 5200 M. als Gehalt fur einen weiteren ärzt— lichen Rath. Zu Cap. 26„Gendarmerie“ be— harrt die Kammer bei e ihren früheren Beschlüssen. Zu Cap. 32„Landeszuchthaus“ beharrt sie be— bezüglich der widerruflichen Anustellung der Direktionsbureaugehilfen auf ihrem früheren Be— schluß, indem sie dieselbe ablehnt, während sie dem diesmaligen Ausschußantrag gemäß für den Anstaltsarzt einen Gehalt bis zu 2400 M. ein⸗ stimmig bewilligt. Zu Cap. 34„Katholische Kirche“ hält die Kammer die bereits beschlossene und wieder beantragte Beschränkung aufrecht. Zu Cap. 35„Landesuniversität“ acceptirt die Kammer die Errichtung einer 5. theologischen Professur, bewilligte conform mit dem Beschlusse der l. Kammer 14,000 M. für die Universitäts⸗ bibliothek, sodaun bewilligte sie 700 M.. für einen Assistenten am mineralogischen Cabinet; für den Referenten der academischen Admini— strationscommission hatte die 1. Kammer 4900 M. bewilligt und kommt die 2. Kammer heute diesem Beschlusse insoweit entgegen, als sie die Be— überein- willigung dieser Summe mit der Beschrankung 8 8 — 5 —— — 5— 8 —— ———— ĩ — r beschließt, daß nun nur noch 1300 M. von derselben für den dermaligen Inhaber bewilligt sind. Zu Cap. 36„Techn. Hochschule“ beschließt die Kammer mit 26 gegen 20 Stimmen conform mit der 1. Kammer Ablehnung des von der 2. Kammer damals beschlossenen Ersuchens an Großh. Regierung,„die technische Hochschule bei Fortdauer der dermal geringen Frequenz mit Ablauf der Budgetperiode 1882/85 aufzuheben“. Zu Cap. 37„Gymnasien“. Die Kammer be— harrte auf ihrem früheren Beschlusse unter Ab— lehnung sämmtlicher von der Regierung projee— tirten Vorschulen. Zu Cap. 38„Realschulen“, sowie Cap. 44„Turnunterricht“, beharrte die 2. Kammer bei ihren früheren Beschlüssen. — Der Amtsrichter Ittmann in Herbstein wurde zum Amtsrichter in Michelstadt und der Gerichts-Accessist br. Schmitt aus Finthen zum Notar in Wallertheim ernannt. Berlin, 8. Mai. Der Bundesrath hat das Unfallgesetz in der Fassung der Ausschüsse, ebenso das Gesetz betreffend die Fürsorge für die Wittwen und Waisen des Heeres und der Marine angenommen. — 8. Mai. Reichstag. Präsident v. Le— vezow macht dem Reichstage den Vorschlag, das Präsidium zu beauftragen, dem Kaiser und der Kaiserin, dem Kronprinzen und der Kron— prinzessin, sowie dem Prinzen Wikhelm die Glückwünsche des Hauses anläßlich der Geburt des Sohnes des Letzteren darzubringen.(Leb— haftes, allseitiges Bravo). Ein Antrag Froh me wegen Suspension der Strafverfahren gegen Liebknecht und Kräcker wird angenommen. Bei fortgesetzter Berathung der Novelle zur Gewerbe— ordnung tritt Günther(Sachsen) für die Vor— lage ein. Kayser(Freiberg) ist gegen die polizeiliche Tendenz des Entwurfes und bezeichnet die Arbeitsbücher als eine Degradation des Arbeiterstandes. Stephani sichert die Mit— wirkung der Nationalliberalen zu, um den Ent— wurf zu einem gedeihlichen Fortschritte auf dem gewerblichen Gebiete zu gestalten. Munckel ist gegen die Vorlage. Bei der ersten Berathung des Consularvertrages mit Brasilien spricht so— dann Rapp für die Vorlage trotz maucherlei Mängel, welche seiner Meinung nach dem Ver— trage noch anhaften; die Vortheile, welche der— selbe bietet, seien überwiegend. Der Vertrag wird in erster Lesung nach einer unerheblichen Debatte genehmigt.— 9. Mai. Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung der Zolltarifnovelle. Einzelne Theile des Entwurfes werden an eine Commssion verwiesen, das Uebrige im Plenum berathen und mit 118 gegen 116 Stimmen abgelehnt. — 8. Mai. Herrenhaus. Das Gesetz, die Eisenbahnräthe betreffend, wird von Thenne und Brühl bekämpft, vom Hause aber mit großer Majorität angenommen und das Secundärbahn— gesetz durchweg nach den Beschlüssen des Abge— ordnetenhauses genehmigt; ebenso der Gesetz— entwurf betreffend den Erwerb der Anhaltischen Bahn und den Nachtragsetat. Kiel. S. M. S.„Luise“, 8 Geschütze, Commandant Corv.-Cpt. Stempel, traf am 14. April c. in Habanna ein und ist am 17. d. M. nach Norfolk in See gegangen. S. M. S. „Elisabeth“, 19 Geschütze, Commandant Cpt. z. S. Hollmann, traf am 2. April c. in Honolulu ein und beabsichtigte am 13. d. M. nach Vokohama zu gehen. Ausland. Holland. Haag, 9. Mai. Die zweite Kammer lehnte mit 43 gegen 37 Stimmen den französisch-holländischen Vertrag ab. In der ersten Kammer machte sodann der Ministerprä— sident die Mittheilung, daß das Ministerium in Folge dieser Abstimmung demissionirte. Frankreich. Paris, 9. Mai. Fürst Orloff ist gestern hier eingetroffen. Er conferirte heute mit Freycinet und besuchte Grévy. — 9. Mai. Die Kammer nahm die erste Lesung des Gesetzentwurfs über die Wieder— zulassung der Ehescheidung mit 334 gegen 124 Stimmen an.— Großbritannien. London, 8. Mai. Der General-Staatsanwalt Irlands ist am Sonntag Abend nach Dublin abgereist.— Das Gerücht, der Vicekönig Earl Spencer wolle demissioniren, wird dementirt. — 9. Mai. Ein gestern Abend verbreitetes Gerücht behauptet sich auch heute früh, nach welchem Forster bereits zum Staatssecretär für Irland wieder ernannt sei. — 9. Mai. Unterhaus. Die Vertagungs— anträge wurden debattelos angenommen und von der Opposition unterstützt. Dublin, 8. Mai. Die Landliga erließ ein von Parnell, Dillon und Davitt unterzeichnetes Manifest, worin es heißt, der Name des gast— lichen Irlands sei durch einen Feigheitsact be— sudelt worden und werde besudelt bleiben, bis die Mörder der Gerechtigkeit überliefert seien. — Nach einer Privatmeldung der„N. Fr. Pr.“ hat die englische Regierung Beweise, daß die Fenierpartei durch das Attentat zeigen wollte, sie besitze noch Macht, wenn auch Parnell Frieden schließe und die andere Geheimmacht Nichts thue. Mehrere Personen erblickten die Ringenden, glaubten aber, es handele sich um eine gewöhnliche Prügelei. Lord Spencer's Leute hielten ihn ab, nachzusehen, erst als Oberst Caulfield Leichen fand, ward gerufen:„Mord!“ Cavendish hat 8 Wunden, Bourke 11. Der Ueberfall geschah rückwärts mit furchtbarer Grausamkeit. — 9. Mai. Gestern Abend wurde ein der Betheiligung an der Ermordung Cavendish's und Bourke's Verdächtiger, Namens Charles Moore, in Maynooth unweit Dublin verhaftet und heute behufs Identificirung nach Dublin gebracht. Seine Erscheinung stimmt mit dem angegebenen Signalement der Mörder überein. Er gab an, er sei erst am Freitag aus Amerika zurückgekehrt. Spanien. Madrid, 9. Mai. Der Seuat stimmte über den französisch-spanischen Handels— vertrag mit 111 Stimmen dafür und 24 da— gegen ab. Die conservativen catalonischen Sena— toren enthielten sich der Abstimmung. Da zur Giltigkeit des Votums 157 Stimmen erforderlich sind, wird heute eine neue Abstimmung stattfinden. Türkei. Constantinopel. Der bisherige Gouverneur des Archipels, Said Pascha, wurde zum Minister des Aeußeren ernannt. Wahr— scheinlich stehen noch andere Veränderungen bevor. — Ein kaiserliches Irade ermächtigt die Pforte zur Unterzeichnung der Convention be— züglich der Regelung der russischen Kriegsent— schädigung auf Grund des mit Novikoff bezüglich der russischen Controle vereinbarten Compro— misses. Novikoff reist nach der Unterzeichnung der Convention sofort uach Petersburg ab. Rumänien. Bukarest, 9. Mai. In der Kammer interpellirt Kogalniceanu über Art. 57 des Berliner Vertrags, welcher Oesterreich die Felsensprengung am Eisernen Thor auferlegt und fragt an, ob die Regierung die Frage der Donau-Commission vorlegen werde. Minister des Aeußern, Statescu, antwortet, die Regierung hoffe, daß alle unerfüllten Bestimmungen des Berliner Vertrags, darunter auch die des Eisernen Thores, früher oder später durchgeführt werden. Bulgarien. Sofia. An die Reise des Fürsten Alexander von Bulgarien nach Peters— burg wird die Combination geknüpft, daß für den Fall, als der Fürst nicht mehr nach Sofia zurückkehren sollte, es nun zu einer Vereinigung Ostrumeliens mit Bulgarien, und zwar unter Aleko Pascha, als gemeinsamem Fürsten der zu vereinigenden Länder kommen könnte. Rußland. Petersburg, 8. Mai. Staats- secretär v. Giers ist seit Freitag erkrankt, es wurde Brustfellentzündung befürchtet; derselbe befindet sich jedoch wieder besser. — 9. Mai. Gestern wurde der in Moskau verhaftete und lange gesuchte Terrorist Alexander Rudascheff, welcher bei dem Attentate im Winter— palais mitwirkte, unter starker Gendarmerie— Escorte nach Petersburg gebracht; derselbe wird in der Peter-Paul-Festung eingekerkert; gerücht— weise verlautet, daß die Nihilisten ein tägliches Journal erscheinen lassen wollen. Warschau, 9. Mai. Kiew) haben arge Judenhetzen Die Schänken und das Eigenthum der Juden wurden vollständig geplündert. Aus Stadt und Land. Friedberg, 10. Mai. Gestern wurden die 3 von Hamm in Frankenthal gegossenen Glocken auf dem Thurme der neuerbauten katholischen Kirche aufgehängt und pro— birt. Sie gaben ein schönes volles Geläute. * Obermörlen. Der am letzten Sonntag von dem neugegründeten Gesangverein veranstaltete Ausflug auf den Johannisberg bei Nauheim verlief in recht gelungener Weise. Der Verein erntete für sämmtliche Gesangsvorträge von dem recht zahlreich vertretenen Publikum reichen Beifall. Den Sängern, namentlich aber deren Dirigenten, Lehrer Mag, sprechen wir unsern Dank und unsere vollste Anerkennung aus. Heldenbergen. Vor einigen Tagen wäre an einer Ueberfahrt der Hanau- Friedberger Bahn in der Nähe unseres Ortes beinahe ein großes Unglück geschehen. Ein hochbetagter Mann, dessen Gehör und Gesicht wohl nicht mehr so scharf sind, fuhr über das Schienengeleise, als eben ein Zug daher brauste. Es wurde der hintere Theil seines Wagens, sowie ein Rad zertrümmert. Allerlei. Frankfurt, 8. Mai. Vorgestern verstarb im Spital ein Dachdecker, welcher während seiner Berufsthätigkeit 25mal vom Dach, sogar einmal von einem Kirchthurme gefallen war, ohne sich je irgend eine erhebliche Ver— letzung zugezogen zu haben. Berlin. Der Gesammtvorstand des Reichstags, welcher eine Einladung zur Theilnahme an der Feier der Eröffnung der St. Gotthardbahn erhalten hat, wird die Reise nach Luzern am 19. d. M. antreten. Wien, 8. Mai. Ringtheaterproceß. In der heutigen Sitzung wurde die Vernehmung der Feuerwehrleute be— endet. Aus der Gesammtvernehmung resultirt ein Zu⸗ stand von Disciplinlosigkeit im Feuerwehreorps, wie er ausgebildeter kaum gedacht werden kann. Aus den Aus— sagen konnte man entnehmen, daß die Leute entweder ohne Commando oder gegen das Commando beim Brand operirten. Sämmtliche Löschmänner erzählten, sie hätten gehört, es tangire ihre Existenz, wenn sie gegen die An— geklagten Herr und Wilhelm aussagten; im Vorverfahren ließen sie sich schrecken, heute nicht mehr.— 9. Mai. Die Gerichtsärzte erklärten, wenn zu Rettungsversuchen aufgefordert und dem auch Folge geleistet worden wäre, und wenn namentlich die freiwillig zum Rettungswerke Erbötigen Zulaß und Gewähr gefunden hätten, so wäre die Zahl der Opfer bedeutend kleiner ausgefallen. Eben— so wäre es bei zweckmäßigen Wiederbelebungsversuchen möglich gewesen, auf den Stiegen gelegene, im Rauch verunglückte Menschen noch zu retten. Eine Nothwendig⸗ keit, daß eine so enorme Opferzahl sich ergeben mußte, wäre nicht vorhanden gewesen. Gerichtssaal. Butzbach, 9. Mai. Nächsten Freitag, Vormittags 8 Uhr, findet am hiesigen Amtsgericht eine Schöffensitzung statt. Zur Verhandlung gelangen folgende Sachen: 1. gegen Jacob Dornhöfer jun. von Münzenberg, wegen ruhestörenden Lärms; 2. gegen Bernhard Buß von Gam⸗ bach, wegen Diebstahls. Berichtigung. Karl Jost von Frankfurt a. M. kommt nicht wegen Widerstands, sondern wegen Pfand— veräußerung Donnerstag den 11. Mat l. J., Vormittags 9 Uhr, vor Großh. Schöffengericht Bad-Nauhelm zur Aburtheilung. Handel und Verkehr. Friedberg, 9. Mal. Fruchtbericht. Waizen M. 25.50, Korn M. 20., Gerste M. 18., Hafer M. 16.— 17. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 10. Mai. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.15, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 9 Pf. Gießen, 9. Mai. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.00— 1.05, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 9 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben das Paar 60—75 Pf., Hühner per Stück M. 1.20—1.40, Hahnen per Stück M. 1.50— 1.70, Enten per Stück M. 2— 2.50, Ochsenfleisch per Pfund 64—66 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 5400 Pf., Kalb⸗ fleisch 44 50 Pf., Schweinefleisch 62— 64 Pf., Hammel— fleisch 60—66 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 3.00 3.60, Zwiebeln der Centner M. 15. Grünberg. Fruchtpreise vom 6. Mai. Waizen M. 25.10, Korn M. 18.90, Gerste M. 16.94, Hafer M. 16.26, Erbsen M. 20.98, Samen M. 25., Kar⸗ toffeln M. 2.84. Frankfurt, 8. Mai. Der heutige Viehmarkt war mit ca. 340 Ochsen und Stieren, 300 Kühen, 180 Kälbern und 160 Hämmeln befahren. Die Preise stellten sich per 100 Pfd. Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 63. 66, 2. Qual. M. 58.— 60., Kühe 1. Qual. M. 55.— 57% 2. Qual. M. 45.—50., Kälber je nach Qual. M. 50.— 60. Hämmel 1. Qual. M. 60. 62., 2. Qual. M. 40.— 50. Frankfurt, 1. Mai. Frankfurter Produktenbörse⸗ (Offizielle Notirungen.) Walzen still, effeetiv hies. und Wetterauer M. 25.50—75, fremder M. 24.50— 25.25, per diesen Monat M. 24.75. Roggen still, effeetiv hief. M. 19.50, fremder M. 17.— 19.50, per diesen Monat In Wyszogrod(Gou- vernement Plock) und in Human(Gouvernement. stattgefunden. V. II. 1 17 heshe diesen in Pa Nord! schless Oder täten Oester Span und! niewer ziehen 1067/ P M. 17.50. Gerste still, effeetiv hiesige und Wetterauer M. 17.50—19., fremde M. 18.— 20. Hafer still, effectiv hiesiger M. 16.50— 17., fremder M. 16.75— 17., per diesen Monat M. 16. Rüböl still, effeetiv ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. M. 32. Branntwein effeetiv ohne Faß M. 40. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 25., Roggen⸗ mehl 0/(Berliner Marke) M. 25., I.(Berliner Marke) M. 23., II.(Berliner Marke) M. 20. D. 1 a. M., 9. Mai. Die Spekulation, theilweise von dem Privatpublikum unterstützt, 29 775 sich heute etwas mehr zu regen und eine größere Thätig— keit als seither zu entwickeln. Nahezu auf allen Gebieten herrschte Festigkeit oder haben die Course ziemlich be— deutend angezogen. Im Vordergrunde des Verkehrs standen Deutsche Bahnen, deren gegenwärtige Course als noch billig erachtet werden. Außerdem waren 1860er rege gefragt. In der zweiten Börsenhälfte schwächten sich die Course auf matteres Wien er etwas ab. Creditaetien, gestern Abend 294⅝, heute 295/—3/4— 4% und /. Staats bahnactien, gestern Abend 2873/, heute 287 /m— 8¼ und 288. Galizier, gestern Abend 266¼, heute 2663/ und 2663 /.. N gestern Abend 129½, heute 128—9 und 1285¾. Oesterr. Bahnen fest. Dux-Bodenbacher, Buschtiehrader und Nordwest besser. Deutsche Bahnen sehr belebt. Ober— schlessische stiegen 1½¼4% ,‚ Mecklenburger 1½¼%, Rechte Oderufer //, Hess. Ludwigsbahn 1/20/. Oesterr. Priori— täten ruhig. Amerikanische Prioritäten wenig verändert. Oesterr.⸗Ungarische Renten sehr fest. Russen behauptet. Spanier ruhig. Von en 1860er böher. Ungarische und 1864er steigend. Deutsche Fonds fest. Von Indust— 3 Frankfurter Brauereiactien gesucht und an— ziehend. Banken fest. Nationalbank für Deuschland à 1067/0% im Umsatz. Wechsel still. Privatdisconto 3½0%. Literarisches. Daheim. Nr. 30 und 31 enthalten: Ein Traum auf Capri.(Forts.)— Vom Ritter St. Georg. Mit Illustr.— Thier- und Pflanzengenossenschaften. Von J. Stinde.— Vom Zeichnen. vier Illustr.— Die Gefahren des roh genossenen Hack— fleisches. Von Dr. Rupprecht.— Gustav Kreitners Reisen in Innerchina. Mit vier Illustr. Ein Zauberwort. Von S.— Der Revers zu Pil sen am 12. Januar 1634. Ein Beitrag zur Lösung der Wallensteinfrage. Von H. Hallwich. Mit Faesimile.— Große Hühnerfütterung. Bild von E. Kurzbauer. Zum Andenken an F. W. Kücken. Mit Portrait.— Sprachstudien in der Kinder— stube.— Gegensätze von H. Vogt. Mit Illustr.— Am Familientische: Eine deutsche Geschichte. Von Th. H. Pantenius.— Eine Fabrikmädchenstadt. Gesundheits— rath.— Französisch oder Englisch. Von D. Stein. Zum Postwesen der nordamerikanischen Unton⸗— Brockhaus Conversationslexikon.— Ein ungedrucktes Gedicht von G. Schwab.— Hilfe für die amerikanischen Wälder.— A e Curiosum.— Vermißt.— Von F. Anders. Mit Mit vier illustr. Beilagen. Shea teer⸗ (Eingesandt.) Der gestrige Abend bewies aufs Neue, wie unsere Hanauer Künstler Alles aufbieten, um unser theaterbe— suchendes Publikum in jeder Beziehung zufrieden zu stellen. Die huͤbsche Gesangsposse,„das Mädel ohne dargestellt und exeellirte Frl. Herrmann von Geld“ wurde ganz ausgezeichnet namentlich das neue Mitglied— Hamburg— in der Titelrolle. Die junge Künstlerin, welche über eine hübsche, sympathische Stimme gebietet, wurde sowohl für den schönen Vortrag ihrer Gesangs— nummern, wie für ihr reizendes, natürliches Spiel, durch öfteren Hervorruf ausgezeichnet. Auch Herr Rasch erntete, * namentlich für seine zündenden Couplets, wobei diesmal auch der„Engelsgasse“ gedacht wurde, reichen Beifall. Nicht unerwähnt wollen wir bei dieser Gelegenheit lassen, daß die Begleitung den Gesangsnummern einer bewährten musikalischen Kraft anvertraut ist.— Am Freitag geht „Hasemannns Töchter“ zum Benefiz für den Komiker, Herrn Rasch, in Scene und Sonntag„Waldlieschen“ als Abschiedsvorstellung und Benefice für Herrn und Frau Herrmann. Wir glauben, daß unser kunstsinniges Publikum den Dank, den es unseren Künstlern für so viele genuß⸗ reiche Abende schuldet, dadurch abtragen wird, daß es recht zahlreich diese letzten Vorstellungen besucht; die⸗ selben werden dadurch noch besonders interessant, daß sie mit schönen Gesangseinlagen ausgestattet sind: so wird Herr Rasch an seinem Ehrenabend u. A. das mit so außerordentlichem Beifall aufgenommene Lied„Welke Blätter“ wiederholen. Damit auch unseren Kleinen eine Freude bereitet werde, findet Samstag noch eine Kinder— vorstellung statt und ist hierzu das reizende Märchen „Dornröschen“ gewählt worden. wünschen wir denn unseren geschätzten Künstlern zum Schluß noch recht volle Häuser, damit sie befriedigt von uns scheiden und im nächsten Frühjahr uns wiederum durch ihren Besuch erfreuen. So Geld⸗Cours. Frankfurt am 9. Mai 1882. 20 Frankenstücke g f M. 16 21—24 do.%„ 16 18—22 Englische Sovereignnss.„ẽ20 37—42 Russische Imperiales„õẽ 16 71 , 5 al marco.„ 9 59—64 Bolle n Gd * a Norco b Immobiliar-Versteigerung. 1 5 den 12. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die nachbeschriebenen, zu dem Nach— lasse des Heinrich Weckerling 11. und dessen ersten Ehefrau Margaretha, geb. Müller, gehörenden Grundstücke auf Antrag der Erben an den Meistbietenden versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 11. 14 99. Grasgarten an der Fauerbacher Straße, 8 41. Acker an der Seebach, 15. 164. Wiese daselbst, VII. 91. 235. Acker im kleinen Wartfeld, VIII. 160. 291.„ im Großwartfeld, VIII. 26,5. 280.„ Bdaselbst, stößt auf die Straß— heimer Wiesen, .„ Großwartfeld, .„ die Steinritsche, XIII. 173. 206.„ Großgalgenfeld, XIII. 236. 288.„ Mdaselbst, XIV. 48. 304.„ daselbst. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Flur. Nr. Meter. III. 133. 2675. Acker an der Schlockergaß, IV. 133. 1400. Acker obig dem Dienheimer Pfad, gegen die Leimenkaut. Friedberg den 4. Mai 1882. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 1688 Seriba. Verkauf eines Gebäudes auf den Abbruch. Das in der sogenannten Knorr'schen Hofraithe stehende Nebenhaus, worin sich die Aichamtslocale befinden, soll auf den Abbruch an den Meistbietenden verkauft werden. Das Gebäude ist zweistöckig mit französischem Mansarden— dach, 5 m hoch und darüber, 2 Speichern, 11,85 m lang, 5,75 m breit, steht noch gut in Eichenholz und im zweiten Stock befinden sich fast noch ganz neue Thuren und Fenster mit guter Treppe, dasselbe eignet sich zu einem ländlichen Wohnhaus. Kaufliebhaber können dasselbe vorher einsehen und wird der Stadtbaumeister jede gewünscht werdende Aus— kunft darüber ertheilen. Die öffentliche Versteigerung findet auf Ort und Stelle Mittwoch den 17. Mai l. J., Vormittags 11 Uhr, statt, wobei bemerkt wird, daß der Abbruch des Hauses erst am 25. Juni stattfinden kann. Friedberg, 8. Mat 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 1716 S er i b Fischerei-Verpachtung. Montag den 15. Mai l. J., Nachmittags 2 Uhr, wird auf dem Rathhaus zu Friedberg die Fischerei in der Usa, Gemarkung Friedberg, von der Pfingstweide bis an die Brückenmühle auf die Dauer von 12 Jahren verpachtet. a Ober⸗Rosbach, 4. Mai 1882. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. 1693 Strack. Abziehbilder Album, und 10 Pfennig, bei Carl Bindernagel. 2 1 2 Grasversteigerung an den Gräben und Böschungen der Staats— straßen im Baubezirk Nidda für das Jahr 1882. Montag den 15. Mai, anne 9 Uhr, bei Gastwirth Ruppel zu Nidda an den Straßen in den Gemarkungen Ober-Widdersheim, Borsdorf, Geiß-Nidda, Kohden, Nidda, Wellenhausen und Unter⸗Schmitten. 2. An demselben Tag, — Nachmittags 3 Uhr, bei Gastwirth Stiebeling in Ranstadt in den Ge markungen Ranstadt, Ober- und Nieder-Mockstadt. 3. Dienstag den 16. Mai, Vormittags 11 Uhr, bei Gastwirth Hild zu Selters in den Gemarkungen Effolderbach, Konradsdorf, Selters und Bleichen— bach. 4. An demselben Tag, Nachmittags 3 Uhr, bei Gastwirth Uhl zu Lißberg in den Gemarkungen Hirzenhain, Lißberg, Eckartsborn und Ortenberg. 5. Mittwoch den 17. Mai, Vormittags 10 Uhr, bei Gastwirth Winter zu Bingenheim in den Ge— markungen Echzell, Gettenau, Bingenheim, Blofeld, Leidhecken und Staden. 6. An demselben Tag, Nachmittags bei Gastwirth Väbel zu Berstadt in den ungen Utphe, Berstadt und Schwalheim. 7. Freitag den 19. Mai, Vormittags 9 Uhr, im Prinz Karl zu Hungen in den Gemarkungen Lich, Birklar, Langsdorf, Hungen und Inheiden. 8. Dienstag den 23. Mai, 9 9 Uhr, bei Gastwirth Sauer zu Eichelsdorf in den Ge— markungen Reinrod, Eichelsdorf und Ober-Schmitten. 9. An demselben Tag, Nachmittags 2 Uhr, bei Gastwirth Präscher zu Schotten in den Ge— markungen Laibach, Einartshausen, Schotten, Betzen— rod, Eschenrod, Ulrichstein, Feldkrücken, Rüdings— hain und Götzen. 3 Uhr Gemark Bekanntmachung. Samstag den 20. Mai l. J., Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Büreau Großherzoglichen Ortsgerichts Wisselsheim die zur Concursmasse der Anton Wil⸗ helm Hofmann's Eheleute von Wisselsheim gehörigen Immobilien aus den Gemarkungen Wisselsheim und Nieder-Mörlen, bestehend in einem zweistöckigen Wohn⸗ haus mit Backofen, Scheuer und Stallungen, sowie ea. 2 Morgen Ackerland und an demselben Tage, Nachmittags 5 Uhr, in dem Büreau Großherzoglichen Ortsgerichts Rödgen die in der Gemarkung Rödgen gelegenen Immobilien, bestehend in eirea 2¼ Morgen Ackerland und 337 Meter Wiesen unter den bei der Versteigerung näher bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert. Der Käufer der Hofraithe hat alsbald eine Anzahlung 1000 Mark zu leisten. Es wird noch bemerkt, da das eine hier zur Verstei eige befindet. Ba d von ß sich in Wisselsheim nur rung kommende Backhaus Nauheim den 7. Mai 1882. Waas, Coneursverwalter. Große Versteigerung. Freitag den 12. d. Mts., Morgens 9 Uhr, werden in dem Gasthaus„Zum Taunus“ in Bad-Nauheim nachstehende, zur Coneursmasse der Carl Hepper Eheleute aus Ober-Mörlen gehörige Gegenstände öffentlich ver— steigert: 1 großes fünfjähriges Wagenpferd, 1 neuer Speeerei-Wagen, 1 fast neuer kleiner Wagen, 1 Originalfaß prima Rüböl, eirea 9 Centner(von Pachten& Co.), eirea 10 Centner Kaffee, verschiedene Sorten, 1725 10. Mittwoch den 24. Mai, Vormittags 8 Uhr, bei Gastwirth Hlker zu Gedern in den Gemarkungen Burkhards, Gedern, Ober-Seemen und Merkenfritz. Nidda den 6. Mai 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. Grimm. 1 5 Arbeits-Vergebung. Freitag den 12. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll das Ausheben von eirea 1200 Meter Gräben und das Abheben von Banketten auf der Straße Rodheim-Wehr— heim, in Abtheilungen 1— 12, an Ort und Stelle öffent lich versteigert werden. Friedberg den 8. 1698 1 Mai 1882. 0 A* A. 1707 Zörb, Bezirksbauaufseher. Ein Mädchen (am liebsten Waise) im Alter von 14 bis 16 Jahren wird für leichte Arbeit zur Stütze der Hausfrau gesucht. Franko-Offerten unter B. 100 postlagernd Offenbach am Main erbeten. 1690 Gesucht eine Lehrlingsstelle bel einem Maler und Lackirer Erforderniß: Kost und Wohnung bei dem Meister. Offerten unter L. 6728 an Rudolf Mosse in Frank 1770 furt a. M.(70%.) 5 5 5 Reis, 5 5 Sack Waizenmehl N. 0, 1 und 2, diverse Quantitäten Gerste, Hirsen, Waizenschalen, Essig, Petroleum, Branntwein, Feuerzeug, Erbsen, Linsen, Bohnen, Reisstärke, Tabake, Zucker, Cichorien, Kleesamen, sowie andere Specereiwaaren und Fettöle, 1 Häckselmaschine, fast neu, 1 Petroleumpumpe und 1 Apparat, 1 Deeimalwaage, leere Fässer, 2 Pferdedecken. Außerdem ist noch ein abzugeben. Proben der woch den 10. d. liche Waaren sind Quantum Stroh und Heu Specereiwaaren und Mehle konnen Mitt⸗ Mts. entnommen werden. Fast sämmt⸗ erst kürzlich bezogen. Bad⸗Nauheim den 6. Mai 1882. Der Coneurs-Verwalter 1705 Jean Wörner jun. — In 5. Auflage erschlenen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig a 1 Mark: Die Freimaurerei Adhue stat! in zehn Fragen und Antworten. dessen Freunde. Gallen. verkauft billigst K. Friedrich Zur Aufklärung für das Volk und 824 Scheitlin& Zollikofer in St. — Strumpflängen ä——— —— Mit dem J. Mai wurde meine handlung in Nauheim im Hause des Herrn B. Schwab, Nr. 256 Parkstraße, wieder eröffnet und empfehle ich dieselbe den geehrten Einwohnern Nauheims und der Umgegend mit dem Bemerken, daß die während der Saison in Nauheim befindliche Buch Leihbibliothek Sᷣsch u l von Bedeutung ergänzt worden ist. Großes Lager in Schreib- und Zeichnen-Materialien. 2 Buchdruckerei. Depot des allein ächten Cölnischen Wassers von Johann Maria Farina, gegenüber dem Jülichsplatz. mit den neuesten deutschen, französischen und englischen Werken b cher. Annoncen-Expedition. Aufträge werden in sauberster Ausführung rasch hergestellt. Carl Bindernagel. 1709 Spelzspreu Bei Abnahme von größeren Parthieen zu 2 Mark 10 Pfennig per Centner. Friedberg. eingetroffen. Gebrüder Nothschild. Billige Spelz⸗Spreu. Bei Abnahme von größeren Quantitäten erlasse solche per Centner mit M. 1.80, im detail per Centner zu M. 2.10, auch per Sack 70 Pf. 1715 J. Mai, nächst dem Bahnhof. Vaterländische Feuerversicherungs-Actiengesellschaft in Elberfeld. Geschäftsstand am 1. Januar 1882. Laufende Versicherungs-Summen. Prämien- und Zinsen-Einnahmen. Kapital⸗ und Prämien-Reserve für eigene Rechnung Grund ⸗Kapital der Gesellschaft Zu Versicherungs-Abschlüssen gegen Feuer- und Explosions-Gefahr empfehlen sich und ertheilen nähere Auskunft. in Bad-Nauheim: Phil. Hanstein, „ Butzbach: Nathan Strauß, „ Fauerbach v. d. H.: Peter Theis, „Griedel: C. Leschhorn, „ Ober-Mörlen: Jacob Nicolai, M. 2,678,164,132.— „ 4,657,465. 50 1 4,631,622. 14 5 6,000,000.— Ober- Wöllstadt: Lehrer P. Walter, „ Ockstadt: N. Gröninger V., „ Rockenberg: P. Theis, „ Vilbel: Carl Feudtner, „Wohnbach: David Mayer.“ 1724 15 Allen Frankfurt a. M. Besuchern aus Friedberg und der Wetterau zur Nachricht, daß sich die Restauration Simon in nächster Nähe der Westbahnhöfe, am Eingange in die Gallusgasse, Neue Mainzerstraße Nr. 3 befindet. Anerkannt gute Küche. Vorzügliches Bier. Billige und prompte Bedienung. Wilhelm Simon früher H. J. Simon. Frankfurts ür ei it Schulbt Für einen J un g en mit Schulbildung, kräftigen 16 Jahre alt, suche sofort Stellung. Näheres bei der Exp. d. Anz. 1620 Beste weiße Kernseife à Pfd. 36 Pf., pie„ à„ 26„ bei Abnahme von 10 Pfd. das Pfd. 2 Pf. billiger bei 75 Carl Heubel, Seifensteder. Die gegen Carl Heim bug gethanene Beleidigung nehmen wir als unwahr hiermit zurück und versprechen, denselben künftighin in Ruhe zu lassen. Friedberg. W. Weber. 1 8 F. Hohmann. Unterzeichnet 7 55 enpfiehlk lch en Kleidermachen in und außer dem Hause. Aufträge wolle man gefälligst bei Herrn Peter Tönges, Haagkstr. Nr. 504, abgeben. 1717 Mathilde Frank. Ein Bäckerbursche, der mit der Landbackerei vertraut ist, kann sofort in Arbeit treten bei Gottfried Dienst, Bäckermeister, 1722 in Ockstadt. Stollwerck'sche 5 Brust- Bonbons, eine nach ärztlicher Vorschrift bereitete ver- einigung von Zucker und Kräuter- Extrakten, welche bei Hals- und Brust.-Affectionen unbe- dingt wohlthuend wirken. Naturell genommen und in heisser Milch aufgelöst, sind dieselben Kindern wie Erwachsenen zu empfenlen. 5 Vorräthig in versiegelten Packeten mit Ge- brauchsanweisung à 50 Pf. in 9055 Friedberg bei W. Bernbeek, Wilh. Ferts ch, Hofapotheker C. Görtz, Hofapotheker Lühn; 1 in Assenheim bei Carl Bauer; in Butzbach bei G. C. Küche] und Apotheker Dr. Vogt; in Gambach bei Car! Löffler; in Nauheim bei G. F. Aletter und G. Ph. Eudwig; in Reichelsheim bei Apotheker Chr. Langheinz. 8 Stidene Umknöpftücher& Foulards kann sogleich eintreten bei Sections-Versammlung des land wirthschaft- lichen Bezirksvereins Friedberg Sonntag den 14. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, im Saale des Herrn Gastwirth Conrad in Reichelsheim, zu welcher alle Freunde der Landwirthschaft ergebenst eingeladen werden. Fabrik in der Wetterau. Södel am 9. Mai. 1882. 1726 Theater in Friedberg. Freitag den 12. Mai 1882: Benestz-Vorstellung für den Charakter-Komiker Herrn W. Nasch. Gastspiel der Gesangs-⸗Soubrette Frl. Anna Herrmann vom Vartieté-Theater in Hamburg. Hasemann's Töchter. Original⸗Volksstück mit Gesang in 4 Aeten von A. L'Arronge. Musik von Millöcker. Preise der Plätze: Nummerirter Sitz 1 M. 50 Pf. Zweiter Platz 70 Pf. Mittel⸗Galerte 40 Pf. Seiten⸗Galerie 30 Pf. Taunusclub Wetterau. Samstag den 13. Mai, Nachmittags 6 Uhr, General⸗ versammlung auf dem Johannisberg. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage. 2) Anträge und Mittheilungen. 3) Neuwahl des Vorstandes. Reitz. 1719 1720 1714 2 1 d 3 Einladung. Zur bevorstehenden Firmung, welche Sonntag den 14. Mai d. J. dahier stattfindet, halten sich die Unterzeichneten mit guten Sp eisen und Getränken bestens empfohlen und laden zu recht zahlreichem Be⸗ suche freundlichst ein. Ilbenstadt. Joseph Klein, Thomas Klein, 1714 Andr. Lohmann(Chausseehaus). . Cur Stalung für Pferde ist bestens gesorgt. Okarben. Der Gesangverein„Frohsinn“ hält nächsten Sonntag den 14. Mai, Abends 8 Uhr, im Saale des Johannes Gaul eine Theatervorstellung nebst Concert 17 10 ladet hierzu höflichst ein Der Vorstand. b Strohhüte, 4653 alle Sorten Sonn- ck Regenschirme, Haudschuhe, Hemden, Kragen, Manschetten, Taschentücher, Hosenträger, Unterjacken, Unter hosen, Socken und Strümpfe, . Halsbinden, Shlips ꝛc. bers du ben billigsen Preisen bei K. Friedrich. 3 i m m e 1 zu 880 Tietriß. Ein kräftiges Dienstmädchen zum Eintritt am 1. Juni gesucht. 1728 Ein tüchtiger Barbiergehülfe sofort gesucht. S. Ruppel 1727 usagasse 323. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig: Freut Euch des Lebens. Taschen⸗Liederbuch für das deutsche Volk. Eine ausgewählte Sammlung der beliebtesten und 5 bekanntesten Volks⸗, Studenten-, Jäger⸗, Soldaten⸗, Liebes-, Trink-, Wander-, Opern- und Gesellschaftslieder. Neununddreißigste vermehrte und verbesserte Auflage. Preis: 1 Mark. Ein Lehrling 5 891 G. M. Reuß, Tapezier. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 235 in den schönsten Farben billigst bei K. Friedrich (Hierzu Praktischer Rat 8— Druck und Verlag von Carl Bindernagel. hgeber für Landwirthe Nr. 3 und 4.) Tagesordnung: Die Errichtung einer Rübenzucker⸗ — — Wird b — Die einss Annone — Comité Groß stattzuf Betref Ampeg Betre Das 8 Tag 6. vo Geme 2000 Macht 1882 Betre wir d den 2 oder halb zu der stattfin Tage