1882. Dienstag den 10. Januar. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und 1 5 1 Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 7 — . — — — — r Dienstag, Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bet uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen, Amtlicher Theil. Betreffend: Die Führung der Register über die Zuzüge und Wegzüge in 1881. Friedberg den 5. Januar 1882. * Doi Tri 9 10 3 5* a 91 g 7* 17901 Kari N.* Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 11. Januar 1878, Oberhessischer Anzeiger Nr. 8, fordern wir Sie hiermit auf, die rubricirten Register bis zum 20. laufenden Monats ordnungsmaäßig abgeschlossen an uns einzusenden oder desfallsige Negativbescheinigungen nach Maßgabe der Vorschrift unter Nr. 10 der Anleitung zur Führung der Register vorzulegen. Ur. Braden. Betreffend: Die Beseitigung dürrer Bäume in Feld und Gärten. Friedberg den 6. Januar 1882. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Bezugnehmend auf unser Ausschreiben vom 13. October vorigen Jahres, Kreisblatt Nr. 122, sehen wir Ihrer baldigen Aeußerung darüber entgegen, ob Sie zur vollständigen Erreichung des in der angeführten Bekanntmachung verfolgten Zwecks den Erlaß eines Polizei— Reglements fur geboten erachten. Dr. Braden. Betreffend: Die Wahl der Krelstags-Abgeordneten für den Kreis Friedberg, insbesondere Seitens der Friedberg den 6 nuar 1882 Höchstbes 0 g den 6. Janu 2 Höchstbesteuerten. 6 a janue K 5 f 155 1 25— f 3 f N f e Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem durch die letzte Volkszaͤhlung die Bevoͤlkerung des Kreises Friedberg zu 62,106 Seelen festgestellt worden ist, hat vorschriftlich Artikel 14 des Gesetzes vom 12. Juni 1874, die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und Provinzen betreffend, der Kreistag des Kreises Friedberg nunmehr aus 21 Mitgliedern zu bestehen, wovon ein Dritttheil von den 50 Hoͤchstbesteuerten, zwei Dritttheile von den Bevollmächtigten der Gemeindevorstände zu waͤhlen sind. Mit Verweisung auf die nachstehend abgedruckten Artikel 16, 17 und 18 1 18 des ange⸗ zogenen Gesetzes laden wir Sie ein, zwecks Ermittelung der hiernach zur Vornahme der Wahl stimmberechtigten 50 Höͤchstbesteuerten uns langstens binnen 14 Tagen diejenigen zehn Steuerpflichtigen mit genauer und vollständiger Angabe der Namen und unterscheidenden Bezeichnungen anzugeben, welchen in Ihrer resp. Gemeinde die hoͤchsten Communalsteuer-Kapitalien zugeschrieben sind und zwar unter Beifügung dieser Normalsteuer-Kapitalien. Befinden sich unter denselben solche, die in anderen Gemeinden des Kreises Friedberg noch weiter besteuert sind, so wollen Sie vor Einsendung des Verzeichnisses durch Anfrage bei den Bürgermeistereien der betreffenden anderen Gemeinden sich den Betrag dieser weiteren Communalsteuer Kapitalien mittheilen lassen und in den Verzeichnissen ebenfalls unter Namhaftmachung der Gemeinden, für welche solche bestehen, beisetzen. Wir erwarten pünktliche Befolgung unserer Verfügung. Dr. Braden. fzig, beziehungsweise mit ihrer V Art. 16: Zur persönlichen Theilnahme an der N 1 1 hundert Höchstbesteuerten zustehenden Wahlen sind, vorbehe der nachfolgenden l 6 besonderen Vestimmungen dieses Gesetzes, nur solche männliche Personen berechtigt, lichen welche a. in dem Kreise einen Wohnsitz haben, oder Grundeigenthum oder eine Ge Wahl werbsanlage in demselben besitzen, b. Angehörige des Deutschen Reichs und selbst herrlicher ständig sind, c. sich im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Als selbf wohnen ständig(b.) wird derjenige angesehen, welcher das 25. Lebensjahr vollend 0 sofern ihm das Recht, über sein Vermögen verfügen und dasselbe zu verwalten, erechtigung vorschreibt. nicht durch gerichtliche Anordnung entzogen ist. Das Wahlrecht geht verloren, sobald Art. 18: Bei der Er eines der vorstehenden Erfordernisse bei dem bis dahin Wahlberechtigten nicht mehr halb des Kreises gelegenen zutrifft. Es ruht während der Dauer eines Coneurses, ferner während der Dauer halb des Kreises befindlichen Gewer einer gerichtlichen Untersuchung, wenn dieselbe wegen Verbrechen oder wegen solcher[ Kreises veranlagte Gewerbsteuer und Vergehen, welche den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte nach sich ziehen müssen Kreises in Anrechnung kon e Einkomme oder können, eingeleitet oder wenn die gerichtliche Haft verfügt ist. Wahl qualifielrten Hoͤchstbesteuerten mehrere, Art. 17: Außer den nach Artikel 16 zur persönlichen Theilnahme an den richten, so sind dieselben gleichmäßig, auch Wahlen befähigten Personen können, sosern die im vorhergehenden Artikel unter 100 dadurch überschritten werden sollte, zur a.— e. bezeichneten Erfordernisse bei ihnen zutreffen, durch Stellvertreter sich bethei Ebefrau werden mit denjenigen des Ehema ligen: 1) unter Curatel stehende Personen durch ihren Vormund oder Curator; ehungsweise in väterlicher Gewalt befindli 2) unverheirathete Frauen durch von ihnen bevollmächtigte Vertreter; 3) der Staat Vaters zusammengerechnet. Steuerzahlungen g durch einen bevollmächtigten Vertreter; 4) Actiengesellschaften, Commanditgesellschaften rechnung, welche schon in dem, dem Jahr, in welchem Wahl sta det, vorber⸗ auf Aectien, juristische Personen, jedoch mit Ausnahme der politischen Gemeinden,[gehenden Jahr entrichtet worden sind, es sei denn, daß f auf Objecten haften, Stiftungen durch den nach ihren Statuten oder Verfassungen befugten Vertreter oder 4 welche im Erbgang erworben sind. Betreffend: Die Besichtigung der Feuerstätten für das Jahr 1882. Friedberg den 20. Dezember 1881. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Indem wir Sie benachrichtigen, daß die Feuerstättenbesichtiger des Kreises beauftragt worden sind, die rubrieirte Besichtigung alsbald zu beginnen und so zu beschleunigen, daß die Protokolle spaͤtestens bis 20. Februar 1882 in Ihren Händen sind, beauftragen wir Sie, die letzteren laͤngstens bis zum 1. Maͤrz 1882 anher einzusenden. Dr. Braden. Wegen Bettels bestraft: Karl Hofmann aus Grünberg; Heinrich Zülch aus Hersfeld, Regierungsbezirk Kassel; Jakob Kaiser aus Egesheim, Württemberg; Georg Lauter aus Lieblos, Kreis Gelnhausen; Albert Peißler aus Ruttersdorf bei Sachsen Altenburg; Johannes Kutsch aus Ebsdorf bei Marburg; Heinrich Schlegel aus Hoͤchst a. M.; Jakob Schleifer von Gettersdorf bei Hersfeld; Valentin Foldemar aus Leibholz, Kreis Hünfeld; Adam Andreas aus Goßmannsroth, Kreis Hirschfeld; Gustav Lorenz aus Munster i. W.; Adam Müßhling aus Schlitz, Kreis Lauterbach; Markus Bondy aus Prag; Johannes Lemp aus Trails, Kreis Gießen; Karl Kohl aus Eisen, Fürstenthum Birkenfeld; Adam Zier aus Buchenau; Joseph Brunner aus Tetzelsdorf, Regierungsbezirk Wien, Oesterreich. Die Aufenthaltsorte des Christian Barowsky von Dovintz; des Peter Hoß von Heldenbergen; des Adam Althaus von Bobenhausen II., Kreis Schotten; des Peter Fuchs, Buchbinder von Baumbach, Amt Selters; des Johannes Winholt von Großenbach, Kreis Schlüchtern und der Marie Spörer von Rodheim v. d. H. sind unbekannt und zu ermitteln. Gegen Conrad Haumann geworden sind, ist wegen Betrugs, Diebstahls, U ö ersucht, dieselben zu verhaften und in das Untersuchungsgefängniß in Gießen abzuliefern. von dunklem Haupthaare, Haumann ein kurzer, dicker Mensch, bartlos, von Appenrod und Heinrich Haumann von Appen knee f Urkundenfaͤlschung, beziehungsweise Hehlerei und Begünstigung die Haft beschlossen. Die Beschuldigten sind Brüder und ist Heinrich Steckbrief. von vollem Gesichte, im rod, seither Dienstknechte in Friedberg, welche flüchtig Man Alter von etwa 20 Jahren. Conrad Haumann ist von kurzer gesetzter Statur, hat schwarzes Haar, trägt ein kleines Schnurrbärtchen, hat ein gesundes, rundes Gesicht und steht im Alter von etwa 25 Jahren. Friedberg den 7. Januar 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. vdt. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Deutsches Reich. Darmstadt. Den Ständen ist der Ent— wurf des Finanzgesetzes für die Finanzperiode 1882/85 zugegangen. Aus dem Entwurf heben wir hervor: An directen Steuern soll auf die Mark Einkommensteuer- und Gewerbesteuercapital der Betrag von 19 Pfennig, auf die Mark Grundsteuercapital der Betrag von 17½ Pf. ausgeschlagen werden. Der frühere Steueraus schlag zur Verzinsung und Tilgung von Pro⸗ vinzialstraßenbauschulden soll auch in der Finanz— periode 1882/85 ausgesetzt bleiben, und es soll der Nettobetrag dieses Ausschlags von 3 Heller auf den Gulden Steuercapital, soweit derselbe noch für die Provinz Oberhessen erforderlich ist, aus Staatsmitteln entnommen und an den Pro— vinzialstraßeubaufonds jener Provinz abgegeben werden. Neben den nach Maßgabe der Reichs— gesetze über die Zölle und Reichssteuern zu er— hebenden Auflagen sollen als indirecte Steuern die Weinsteuer, das Brückengeld und die Ab— gabe für Ueberfahrten, die Stempelabgaben und Gerichtsgebühren, die Collateralgelder, die Ab— gaben von Hunden und Nachtigallen, und die sonstigen im Staatsbudget aufgeführten Staats— Einnahmen auch in den Etatsjahren 1882/83, 1883/84 und 1884/85 erhoben werden. Das Betriebscapital der Hauptstaatskasse soll auf die Summe von 3,500,000 M. gebracht werden. Sprendlingen. Der hiesige Gemeinde— vorstand hat sich an den Landtagsabgeordneten Kugler mit der Bitte gewendet, den Antrag mehrerer Abgeordneten wegen Aufhebung der obligatorischen Fortbildungsschule in der zweiten Kammer der Stände zu unterstützen. Berlin. Die„Kreuzzeitung“ erfährt, die kirchenpolitische Vorlage werde sich in derselben Richtung bewegen wie das Gesetz vom 14. Juli 1880. Die früher abgelehnten Paragraphen würden einfach wiederholt werden. — Der„Reichs-Anzeiger“ bringt einen von Bismarck contrasignirten Erlaß des Kaisers an das Staatsministerium vom 4. Januar: Das Recht des Königs, die Regierung wie die Politik Preußens nach eigenem Ermessen zu leiten, ist durch die Verfassung zwar eingeschränkt, aber nicht aufgehoben. Die Regierungsacte des Königs bedürfen der Gegenzeichnung eines Ministers; sie sind, wie dies auch vor Erlaß der Verfassung geschah, von den Ministern des Königs zu ver— reten: aber sie bleiben Regierungs-Acte des Königs; der König drückt durch sie seine Willeus meinung verfassungsmäßig aus. Es ist deßhalb nicht zulässig und führt zur Verdunkelung der verfassungsmäßigen Königs-Rechte, wenn die Ausübung dieser Königs-Rechte so dargestellt wird, als ob sie von den dafür verantwortlichen Ministern und nicht von dem Könige selbst aus— ginge. Die Verfassung von Preußen ist der Aus— druck der monarchischen Tradition dieses Landes, dessen Entwickelung auf den lebendigen Bezieh ungen seiner Könige zum Volke beruht. Diese Beziehungen lassen sich auf die vom König er— nannten Minister nicht übertragen, denn sie knüpfen sich an die Person des Königs. Ihre Erhaltung ist eine staatliche Nothwendigkeit für Preußen. Es ist deßhalb mein Wille, daß so— wohl in Preußen wie in den gesetzgebenden Körpern des Reiches über meine und meiner Nachfolger verfassungsmäßiges Recht zur per— sönlichen Leitung der Politik meiner Regierung kein Zweifel gelassen und der Meinung stets widersprochen werde, als ob in Preußen die jeder Zeit bestandene, durch Artikel 43 der Verfassung ausgesprochene Uuverletzlichkeit der Person des Königs, oder die Nothwendigkeit einer verantwortlichen Gegenzeichnung, meinen Regierungsacten die Natur von selbstständigen königlichen Entschließungen benommen hätte. Es ist die Aufgabe meiner Minister, meine ver— fassungsmäßigen Rechte durch Verwahrung gegen Zweifel und Verdunkelung zu vertreten. Ein Gleiches erwarte ich von allen Beamten, welche mir den Amtseid geleistet haben. Es liegt mir fern, die Freiheit der Wahlen zu beeinträchtigen. Aber für diejenigen Beamten, welche mit der Ausführung meiner Regierungsacte betraut sind, deßhalb nach dem Disciplinargesetz ihres Dienstes enthoben werden können, erstreckt sich die durch Diensteid beschworene Pflicht auf die Vertretung meiner Politik auch bei den Wahlen. Treue Erfüllung dieser Pflicht werde ich mit Dank anerkennen; von allen Beamten aber will ich erwarten, daß sie, im Hinblick auf ihren Eid der Treue, von jeder Agitation gegen meine Regierung auch bei den Wahlen sich fernhalten. — 8. Jan. Die Morgenblätter beschäftigen sich mit dem Erlaß des Königs. Sie citiren den Artikel 44 der Verfassung und weisen auf die Verantwortung hin, welche Fürst Bismarck durch die Gegenzeichnung des Erlasses trägt. Eine derartige Kundgebung sei durch die jüngsten Vorgänge nicht geboten. Die„Nationalzeitung“ sagt: Man müsse sich der officiösen Ankündigung erinnern, daß wir durch den Conflict hindurch müssen, obschon derselbe durch Nichts geboten ist. Die Liberalen werden ihn beklagen, aber, falls er kommen sollte, um so weniger davor zurückscheuen, je klarer es ist, daß es nicht in ihrer Macht liegt, ihn zu verhindern. Auch über den Ausgang sind wir ohne Sorgen. Das preußische Volk hat vor zwanzig Jahren be— wiesen, daß es unter der Anwendung von Zwangs— versuchen, die sich nach keiner Richtung über— bieten lassen, an den verfassungsmäßigen Grund— lagen des Staatslebens festzuhalten entschlossen war.— Die„Vossische Zeitung“ sagt: Dem Conflict ist schwerlich mehr auszuweichen. Möge das Volk dann hinter seinen Vertretern stehen, um unser constitutionelles Leben zu schützen. — Das„Tageblatt“ führt aus: Es würde uns nicht wundern, wenn in Folge dieser Kundgeb— ung ein Theil der Abgeordneten, welche der Regierung als Verwaltungsbeamte angehören, sofort seine Mandate niederlegte. Das Volk aber würde sich in Zukunft Angesichts der kaiser— lichen Erklärung die Wahlfreiheit nicht beein— trächtigen zu wollen, unter allen Umständen da— vor hüten müssen, jemals einem Manne ein Mandat anzuvertrauen, der auch nur im Ent— ferntesten im Zusammenhange mit den Pflichten stände, welche aus dem geleisteten Diensteide abgeleitet werden. — Der„Reichs-Anzeiger“ veröffentlicht die Abberufung des bisherigen Gesandten v. Kanitz— Dallwitz bei dem niederländischen Hofe. Leipzig. Eine Versammlung von sächsischen und schlesischen Leinenfabrikanten beschloß, gegen die von Flachsspinnern bei dem Bundes rath beantragte Erhöhung des Einfuhrzolles auf Leinengarne zu protestiren und Maßregeln gegen die beabsichtigte Erhöhung bei der sächsischen Regierung und dem Bundesrath zu ergreifen. Karlsruhe. Der zweiten Kammer ging die Vorlage wegen Erbauung einer Höllenthal— Bahn auf Staatskosten zu. Die Bahn soll von Freiburg nach Neustadt als eingeleisige Normalspur mit Secundärbetrieb gebaut werden. Als Bedingung wird aufgestellt: unentgeltliche Abtretung des Terrains von Seiten der Ge— meinden, wie eine halbe Million Mark Zuschuß von diesen zu den Baukosten. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 6. Jan. Mehrere Zeitungen melden übereinstimmend die bevorstehende Entsendung von 7000 Mann Truppenverstärkung nach dem Süden von Dal— matien, zum Zweck der Pacificirung von Kri— voscje. Das„Neue Wiener Tagblatt“ meldet, Montenegro werde aufgefordert werden, um die Unruhen in der Krivoscje zu unterdrücken, einen Militärcordon auf Kosten Oesterreichs aufzustellen. Es meldet ferner, daß die Annexion Bosniens und der Herzegowina im Frühjahr erfolge. Die „N. Fr. Presse“ meldet, daß nur im äußersten Nothfalle dem Aufstand Waffengewalt entgegen— gesetzt werden solle. — 7. Jau. Der deutsche Botschafter Fürst Hohenlohe ist zur Vermählung seines Sohnes mit der Prinzessin Ppsilanti gestern hier ein— getroffen. Heute wurde er vom Kaiser in einer Privataudienz empfangen. Schweiz. Bern, 6. Jan. Der Bundes— rath ersuchte den Staatsrath zu Freiburg, binnen 4 Wochen die Niederlassungen der Piaristen zu Givisiez, sowie die der Kapuziner zu Guschel— muth aufzulösen und den Insassen derselben jede weitere ähnliche Ansiedelung zu untersagen. Die Maßregel dürfte mit der Agitation, die bei den letzten Großrathswahlen stattfand, im Zusammenhang stehen. Frankreich. Paris, 6. Jan. Die„France“ theilt mit: General Saussier legte dem Kriegs— minister das Project zur Reorganisation des Expeditions-Corps in Tunis vor. Dies gestatte eine namhafte Reduction des Corps.— Das Journal„Paris“(Gambetta's Organ) dementirt alle Meinungs-Verschiedenheiten des Cabinetes und den Rücktritt des Finanzministers. — Der Ertrag der Steuern und indirecten Einkünfte im Jahre 188 übersteigt den Budget— voranschlag um 217 Million. — Grofßfürst Konstantin von Rußland, der längere Zeit in Paris verweilen wird und ein Palais in der Avenue Morceau gemiethet hat, hält Conferenzen mit Gambetta. Man behauptet, er sei mit geheimen Unterhandlungen betraut. Großbritannien. London, 7. Januar. Der heute stattgehabte Cabinetsrath soll be— schlossen haben, außerordentliche Maßregeln zu ergreifen, um die Vertheilung von Waffen an die Bevölkerung Irlands zu verhindern und diejenigen, welche Waffen vertheilen, gerichtlich zu verfolgen. Staatssecretär Forster wird morgen bei der Königin eine Audienz haben, um der— selben wichtige Documente, betreffend die irischen Angelegenheiten, vorzulegen. — Wie verlautet, habe Hartington die Ab— sicht zu demissioniren. — Die Polizei in Kiloush beschlagnahmte vorgestern an Bord des Limericker Packetbootes eine herrenlose Kiste, welche 20 Martini-Henry— Gewehre nebst den dazu gehörigen Bayonetten und Patronen enthielt. — Ein Geruͤcht, daß der Versuch gemacht worden sei, die Grust in Chislehurst zu erbrechen, um die Leichen des Kaisers Napoleon und des Prinzen Napoleon zu stehlen, verursachte be— greiflicher Weise große Sensation, wird jedoch jetzt von Chislehurst aus auf das Factum redu— cirt, daß von Paris aus ein Warnungsbrief an die Kaiserin Eugenie gelaugt sei, daß ein der— artiges Unternehmen geplant werde. Mittler— weile sind Vorsichtsmaßregeln getroffen worden, * 27 · um einen etwaigen Auschlag dieser Art zu vereiteln. Italien. Rom, 6. Jan. Die Commission der Kammer nahm die Aenderungen des Senates an dem Wahlreform-Gesetz an. Die Berathung in der Kammer wird sogleich nach dem Zusam— mentritt erfolgen; die Annahme gilt für sicher. Türkei. Constantinopel, 5. Jan. Der Sultan lud als Erwiederung für den herzlichen Empfang Ali Rizams in Wien den Botschafter Calice und das Personal der österreichischen Botschaft gestern zu einem Diner, zu welchem auch die Minister und andere Würdenträger, darunter Achmed Vefik, beigezogen wurden. Calice erhielt den Großcordon des Osmanie— Ordens, das Personal der Botschaft verschiedene Decorationen. Nach dem Diner wurde Calice in einer Privat-Audienz empfangen. Rumänien. Bukarest.„Romanul“ meldet, Rosetti werde demnächst aus dem Ministerium zurücktreten. Rußland. Warschau, 7. Jan. An dem gestrigen Feiertag(Dreikönigsfest) wurden die Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung und handlung von Juden mit noch größerer Sorgfalt getroffen. Von den bei dem letzten Krawall Verhasteten sind 350 Personen dem Criminalge richt übergeben, die übrigen freigelassen worden. Amerika. Wasbington. Die Zeitungen veröffentlichen den Text einer Circularnote Blaine's von Mitte November, in der die Repu bliken von Mexiko, wie von Mittel- und Süd— Amerika eingeladen werden, je zwei Delegirte zu einer Conferenz nach Washington zu ent— senden. In dieser Conferenz soll eine Verstän— digung erzielt werden, um den amerikanischen Continent gegen die Einmischung und Beein flussung der europäischen Mächte sicher zu stellen. (Durchführung der Doctrin des Präsidenten Monroe.) Miß Aus Stadt und Land. T. Friedberg, 8. Jan. Heute Nachmittag fand im Hötel Trapp dahier die 8. Versammlung des vom landwirthschaftlichen Bezirksverein Friedberg gewählten Molkerei⸗Comité's statt, in welcher die Arbeit des Letz— teren bis auf einen Statutenentwurf für die zu bildende Molkerei⸗Genossenschaft und die dem Vorsitzenden, Prof. Dr. Tobisch, übertragene Zusammenstellung sämmtlicher Berechnungen beendet, und beschlossen wurde, die Direction des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg anzu— gehen, bald nach Fertigstellung der genannten Schluß— arbeiten, behufs Berichterstattung des Comité's, eine Generalversammlung einzuberufen. Allerlei. Weilbach, 5. Januar. Auf den Wiesen bei Ditten— 7 + 5* l g bergen wurde gestern von einem Jäger ein seltenes Wild erlegt, nämlich ein Steinadler, der mit ausgespannten Flügeln 2.22 Meter maß. Minden. Ein nach Bekanntmachungen in ver schiedenen Zeitungen seit dem 5. October v. J. ver schwundenes Töchterchen der Frau Ehrke aus Schwerin ist durch den hlesigen Polizeiwachtmeister bei einer Zigeuner truppe in Mindenerhelde aufgefunden worden. Die Räuber wurden nach dem Vlksbl. in das hiesige Amtsgerichts⸗Gefängniß abgeliefert. Hamburg. Eine Schurkenbande ärgster Art wurde von der Polizei aufgehoben. Ein angeblicher Kaufmann aus Memel, M. A. S., richtete mit einem Commis L. aus Orlishorn am holländischen Brook ein Comptoir ein und erließen Beide nun in Berliner und anderen Zeitungen Annoncen, in welchen sie Gouvernanten für Amerika suchten. Die Mädchen haben sie dann in ver— rufene Häuser nach New⸗Nork expedirt. In Folge einer Anzeige begab sich heute der Eriminalbeamte Krake in das Comptoir der sauberen Menschenhäͤndler, wo man zahlreiche Photographien fand und mit Beschlag belegte. N Zahlreiche Mädchen aus Sachsen sollen ein Opfer der raffinirten Schwindler geworden sein. Der„Chef“ wie sein„Geschäftsführer“ wurden verhaftet und der Staats- anwaltschaft überwiesen. Brussa. Brussa am nördlichen Abhange des Olymp gelegen, ist eine Stadt von 70,000 Einwohnern, die bereits im Jahre 1855 am 28. Februar und am 18. April durch ein Erdbeben, das in Folge des Berstens von Backofen eine Feuersbrunst nach sich zog, sehr stark gelitten hat. Wie der französische Consul dahier vom 30. v. Mts. meldet, hat wiederum ein großes Erd beben stattgefunden, wobei sich ebenfalls eine große Feuersbrunst entwickelte. Ein ganzer Stadttheil und mit ihm das französische Consulatsgebäude ist abgebrannt, doch wurden die Archive des Consulats gerettet. Suez. Die Cholera hat in Medina und Dieddah aufgehört, in El Vedj und Mekka bedeutend abgenommen. Handel und Verkehr. Irtedberg, 7. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85— 0.90, Eter pr. Stück 7 Pf. Gießen, 7. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.90— 1.5, Eier 1 St. 7—8 Pf., 2 St. 00-00 Pf., Käse per Stück 4—9 Pf., Tauben das Paar 70-80 Pf., Hühner per Stück M. 0.90— 1.40, Hahnen ver Stück M. 0.80— 2.00, Enten per Stück M. 1.40 2.00, Gänse per Pfund 56—66 Pf., Welsche per Stück M. 10— 11., Ochsenfletsch 60—62 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 40—50 Pf., Kalbfleisch 42—44 Pf., Hammelfleisch 50 bis 60 Pf., Schweinefleisch 60—64 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00— 4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 6.—7., Weißkraut 100 St. M. 7.50— 9.00. Frankfurt, 7. Jan. Marktbericht. Heu kostete per Centner je nach Qual. M. 4— 5.50, Stroh M. 4 4.20, Ochsenfleisch das Pfd. 65—70 Pf., Kalbfleisch 40—55 Pf., Schweinefleisch 70—80 Pf., Hammelfleisch 4065 Pf., Kuh- und Rindfleisch 45—55 Pf. Eier 100 Stück deutsche M. 7., italienische M. 9.20, Butter 50 Kilo M. 100, im Detail das Pfund 1. Qualität M. 1.30, 2. Qual. M. 1.20, Handkäse 45—50 Pf., Kopfsalat 15—20 Pf., gelbe R Gebund 6 12 Pf., Romainsalat 10 M. 4.50—6., das Ge schei 12 Pf., Rett ck 6—8 Pf der Kopf 10—20 Pf., hl 20—50 Pf 8-15 Pf., Weißkraut 15—2 Rothkraut Endivien 10—12 Pf., Zwiebel das Pfund Meerrettig 15—25 Pf., 1 Hahn M. 1 M. 1.50 N 1 Ente M. 2.—3., Gans per 9 M., 1 Taube 50—60 Pf., Reh per J 1 Haas M. 2.— 2.50. Mainz, 6. Januar. Marktpreise. Kartoffeln pr. 100 Kilo M. 4.—5., Heu per Ctr. M. 4.50—5., Strob per Ctr. M. 4.25— 4.50, Butter ½ Kilo M. 0.90— 1.00, Butter in Parth. M. 0.75— 0.85, Eier ½ Hundert M. 1.70 bis M. 1.75, Handkäse 5—8 Pf., Rotbkraut 20—25 Pf., Weißkraut 10—12 Pf., Wirsing 4—5 Pf., Zwiebel ½ Kilo 8-10 Pf., 1 Gans M. 4.00— 6.00, 1 Ente M. 2.—2 1 Hahn M. 1.00— 1.50, 1 Huhn M. 1.00—1.50, 1 junge Taube 45—50 Pf., 1 Frucht ⸗ Markt. Walzen hiesiger M. 24.50— 25.40, fremder M. 24.50— 25.50, amerik. rother Winterwaizen M. 00.00 bis M. 00.00, Roggen, biesiger und franz., M. 20.50 bis M. 21.00, Gerste, pfälzer, M. 19.30— 19.50, Franken M. 19.30— 19.60, Hafer eff. M. 15.25 17.00, Reps 29.00- 29.30, Repskuchen M.(„ Rüböͤl eff. ohne Faß M. 30.00— 30.10, per Mai mit Faß M. 30.10 30.20. — Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 64., 2. Qual. M. 56.—60., Kühe 1. Qual. M. 54., 2. Qual. M. 40.—50. 50 0, Hase M. 3.—3.50. 00 Kälber das Pfd. 50 Pf., Schweine das Pfd. 58—62 Pf, Verloosungen. Badische fl. 35.⸗Loose von 1845. Gewinn Ziehung vom 30. Dezember 1881. Heimzahlung am 1. April 1882. Die vollständige Liste der Gewinne kann bei uns eingeseheu werden. proc. Meininger Prämien Pfand Briefe von 1871. Gewinn Ziehung vom 1. Dez. 1881.— Heimzahluug am 1. Februar 1881. Serie 2627 Nr. 12 M. 240,000. S. 908 Nr. 19 M. 30,000. S. 908 Nr. 3, S. 1365 Nr. 8, S. 1700 Nr. 10, S. 3326 Nr. 19 à M. 3000. S. 609 Nr. 24, S. 2203 Nr. 1 S. 2931 Nr. 24, S. 3512 Nr. 14, S. 3825 Nr. 12, S. 3941 Nr. 12 à M. 1500. S. 496 Nr. 47 22, S. 955 Nr. 7, S. 1035 Nr. 4, 1077 Nr. 13, S. 1365 Nr. 15, S. 1700 Nr. 12 18, S. 1903 Nr. 9, S. 1987 Nr. 5, S. 2068 Nr. 1, S. 2407 Nr. 77 S. 2627 Nr. 2 25, S. 2965 Nr. 19, S. 3015 Nr. 25, S. 3273 Nr. 10 13, S. 3326 Nr. 5 15, S. 3825 Ar. 3 6, S. 3941 Nr. 7 15, à M. 600. Auf alle übrigen Nummern in den am 1. Dez. 1881 gezogenen Serien entfällt der geringste Gewinn von M. 300. Braunschweiger Thlr. 20⸗Loose von 1868. Gewinn ⸗Zlehung vom 31. Dez. 1881.— Heimzahlung am 31. März 1882. Die vollständige Liste der Gewinne kann bei uns eingesehen werden. Stadt Hamburg Thlr. 50⸗Loose von 1866. Serien⸗Ziehung vom 2. Januar. Nr. 120 154 323 632 33 941 1072 1077 1121 1282 1475 1597 1686 1829 1883 2158 2188 2359 24112519 2545 2635 2924 2967 3209 3328 3359 3400 3402 3416 3432 3965. Die Gewinn⸗Ziehung findet am 1. April 1882 statt. Oesterreichische fl. 250-Loose von 1854. Serienziehung vom 2. Januar 1882. Nr. 22 61 281 283 337 392 619 665 763 829 862 952 1127 1140 1170 1232 1288 1301 1578 1681 1930 2020 2043 2075 2111 2128 2301 2456 2672 2764 2837 2841 3004 3015 3271 3455 3472 3500 3501 3632. Die Prämien⸗Ziehung findet am 1. April ds. Is. statt. Oester. Credit fl. 100⸗Loose von 1858. Serien⸗ und Gewinnztehung vom 2. Januar 1881.— 1882. Serien: Nr. 20 179 1083 1270 1457 1796 2125 65 3120 4104. Gewinne: S. 2624 Heimzahlung am 1. Juli 233 401 422 564 755 1077 2126 2624 2692 27 Nr. 39 fl. 150000. S. 422 Nr. 45 fl. 30000. S. 179 Nr. 78 fl. 15000. S. 1270 Nr. 7, S. 1457, Nr. 57 à fl. 5000. S. 1796 Nr. 66, S. 2125 Nr. 7 à fl 2000. S. 1077 Nr. 93, S. 1083 Nr. 84 à fl. 1500. S. 1077 Nr. 8, S. 1706 Nr. 97 46, S. 2692 Nr. 44 à fl. 1000. S. 20 Nr. 68, S. S. 401 Nr. 58 76, S. 422 Nr. 96, 38 43, S. 1077 Nr. 67, S. 1270 Nr. 38 50, S. 1457 Nr. 38 55, S. 1796 Nr. 8 38, S. 2125 Nr. 14, S. 2126 Nr. 10 29 39, S. 2624 Nr. 10 25, S. 2692 Nr. 26 97, S. 2765 Nr. 48 60 67 78 79, S. 3120 Nr. 11 35 88 96. S. 4104 Nr. 19 83 à fl. 400. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien enthaltenen und bier nicht aufge⸗ führten Nummern entfäll Mailänder F Ziehungen finden vor zweimal jährlich statt 16. September. 0 Geld⸗Cours. Frankfurt am 7. Januar 1882. 20⸗Frankenstücke 0 M. 16 15—19 do. NN ĩ ˙ P Englische Sovereigns.„ 20 31—36 Russische Imperiales.„% 16 67—71 ingste Gewinn von fl. 200. se von 1866. Die m 16. September 1881 an nur noch zwar am 16. März und „„„ͤ TT 6 9 55-60 8 W 9 57-62 Dei, 416-20 Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Uebertrag vom 31. Dez. 1881 20031 10466— 1. C. Bindern agel. 78 54 35 2. W. mn 178 94 90 3. Ph. Billau. 128 75 55 ß 104 59 55 5. H. Flaschenträger 116 73 35 20635 10820 70 NB. Uebertrag Einleger 920. Neue Einleger 87. Gesammt⸗Einleger 957 Friedberg den 7. Januar 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers uͤbertragen und empfehlen wir dasselbe Glas zu M. „ ½ Dutze „ Dutzend Die Expedition per 1.50, 50 89 S8. 50, 5 des Anzeigers. Bekanntmachung. 102 In dem Concursverfahren des Georg Jung II. von Nieder⸗Mörlen wird Schlußtermin auf Mittwoch den 1. Februar 1882, Nachmittags 2 Uhr, anberaumt. Bad⸗Nauheim den 6. Januar 1882. Großherzogliches Amtsgericht Bab-Nauheim. Allwohn. Schü h. Universal- Reinigungssalz —— ist das einfachste und billigste Hausmittel gegen Säureblldung, Aufstoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden. Origknal-Packete zu 25, 50 und 90 Pf. 107 J. A. Windecker. N Har Noystoigor — Mobiliar-Versteigerung. Mittwoch den 11. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen dle der Heinrich Gerster Wittwe dahier gehörigen Mobilien in deren Wohnung bei Schuhmacher Windecker in der Burg öffentlich meistbletend versteigert werden. Friedberg den 6. Januar 1882. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 86 nn Warnung. Ich warne hiermit Jedermann, meinem Sohne Georg auf meinen Namen Etwas zu borgen oder zu leihen, da ich für Nichts hafte. Klein Karben den 7. 94 Januar 1882. Heinrich Reinhardt. Versteigernn 1 1 f. Mittwoch den 11. Januar d. J., Nachmittags 2 Ubr, soll mein an der Friedberg Hanauer Bahn, in der Ge— markung Bruchenbrücken gelegenes Haus an Ort und Stelle oͤffentlich meistbietend versteigert werden. Ossen heim. Heinrich Völker. 2 8 Widerruf. Die meinerseits gegen die Heinrich Krämer Ehefrau von Ober Rosbach gethanenen Aeußerungen nehme ich als unwahr hiermit zurück. Ober Rosbach am 3. Janua Georg Blecher III. Wittwe. Strümpfe und Socken 50 fuͤr Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich. 1882 31 Gesellschaft„Canaria“ Darmstadt. 2. Ausstellung mit Verloosung selbstgezüchteter feiner Canarien im Gartensaale des am 18., 19., 20. und Loose d 50 Pf.(auf 10 Stück 1 Freiloos) sind zu haben bei Herrn Generalagent Ohnacker, Rheinstraße 16. Die zur Verloosung angekauften Voͤgel repraͤse 1 Darmstädter Hofes 21. Februar 1882. ntiren einen Werth von je 10 bis 30 Mark. Der Vorstand. 111 5 in Seide, Zanella und Alpaka, in Reggenschirme, von den billigsten bis zu den feinsten Sorten, N großer Auswahl zu reellen Preisen bei 110 Turnverein. Versammlung nach dem Turnen Mittwoch den 11. Januar bei Herrn Ph. Windecker. Der Vorstand. Turnverein. Jux- Abend Sonntag den 12. Februar im Trapp'schen Saale. CC Der Vorstan d. Neu! Neu! In bedruckten Manillas Complete Vorhänge, bis 2 Bahnen⸗Ueberhang, mit Halter und Fransen von in denselben Dessins. Friedberg. Möbel- Magazin 98 II. Eindewald-- K. Friedrich. Kalender pro 1882. Familienkalender M.— 50 Pf. 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Januar 1882. 109 Carl Gross. Weiße Taschenlücher, mit und ohne Stickerei, farbige Taschentücher, Kragen, Manschetten, Tüllkrausen, Vorstecker, Spitzen, Schleier, Bänder, Blumen, Federn, Negligeshauben, Kopftücher, Brautkränze, Moiré-, leinene und Alpaka⸗Schürzen, Schlaber, Corsetten, Unterröcke, Hemden, feine Brust⸗ einsütze für Herrenhemden, Herrenkragen, Frauen- und Kinder⸗Hosen, Strümpfe, Socken, Strumpfbänder, Hosenträger, Rockhalter, Aufstecktüämme, Portemonnaies, sowie Fücher und Fücherhalter zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Sp pelzspreu, beste Qualität, billigst bei H. Strauß, vis-a-vis dem Amtsgericht. Lelaucheux-Doppelgewehre von M. 50. an empfiehlt 106 Bußz bach. 1 A. Diekorée- Faür Petritag Ein slarker Kinderwagen, noch in sehr gutem Zustande, ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. W Aechter 99 Hedicinal-Tockayerwein Hof-Ungarwein- Handlung Rudolf Fuchs, REsr. HAMBURG. WIEN. 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Preis 60 Pf. 1 Gegen Einsendung von 70 Pf. in Briefmarken wird franco zugeschickt.— Eine gediegene, der Wahrheit entsprechende Schilderung. 10 Der halbe Reinertrag fließt dem Hülfs⸗ Comité zu. 1 5 Bogen. 2 Die dem Louis Rübsamen gehörige Hofraithe, bestehend in Wohnhaus, Backhaus, Scheuer, Stallung und Schuppen, in welcher bisher mit bestem Erfolg Bäckerei betrieben wurde, ist zu verkaufen oder auf einige Jahre zu verpachten. ein tüchtiges Mädchen gesucht, welches kochen kann. Zu erfragen bei der Expedition des Anzeigers. 103 Butzbach den 7. Januar 1882. 104 Ph. H. Heil. Abreißkalender 1882, Glacé- Handschuhe, 4 erfragen bei der Exped. d. Anz. Offerten nebst Referenzen sub 0. 5895 an Rudolf silberner und goldener Herren- und Damen- 7 her leicht verdaulich.— Chocoladen mit 5 u. 10% Jago-Zusatz per ½ Ko von M. 1. 25 ab; mit Garantie- Beste, was in Chocolade gefertigt werden kann. Emilie Heß. auf Petritag gesucht. Wo? sagt die Exp. d. 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Stollwerck, 5 Theilnehmenden Verwandten, Freun Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unseren geliebten 5 Sohn, Bruder, Schwager und Onkel f Joseph Rühl, Lehrer, N nach langem schwerem Leiden in ein besseres! Jenseits abzurufen. N 1 Ober-Mörlen den 7. Januar 1882. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag. 2 Uhr statt. 104 R ei Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 0