1 Tocken Ln Chom 1882. Donnerstag den 9. Februar. M 17. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Artisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Donnerstag und Dienstag, Samstag. sil de einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 1 4 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. — Aus dem Reichsgesetzblatt ist zu publiciren: Retreffend: Die Dienstbücher der Dienstboten. Nach Artikel 37 oten die in diesem Gesetz vorgeschriebenen D 1. Juni 1877— Regierungsblatt von 1877 em zuständigen Kreisamt zu beziehen haben. ngen in Erinnerung zu bringen. Ausgewiesen aus degierungsbezirk Wiesbaden; Schmied Desterreich.— Wegen Bettels bestraft: Shristian Schnell aus Elpenrod, Kreis Nr. 4 dem Großherzogthum auf Grund des F. Johann Beil aus Heinrich Becker aus Alsfeld; Amtlicher Theil. Bekanntmachung, b April 1877, betreffend die Gesinde-Ordnung, ienstbücher durch die Ortspolizeibehörde und ist in pos. Seite 270— weiter bestimmt, Es können mithin ur solche Dienstbuͤcher Verwendung finden, welche von uns bezogen worden sind. daß die O in allen Fällen, in welchen 3 Absatz 2 des Kreis Mühlhausen in Maar, Kreis Lauterbach; Zella, Phili Gottfried Kalothi aus Nesigode, Kreis Militsch, Volstein, Kreis Bomst, Regierungsbezirk Posen; Heinrich Scheer aus Lauterbach. 1. 2 4—*— N— 0 1 Die Aufenthaltsorte des Georg Stutt und dessen Ehefrau Bonifacia Stutt, geb. Gieß, aus Nieder-Kalbach sind unbekannt und zu ermitteln. etreffend die Uebereinkunft mit rtspolizeibehörden den Bedarf an Wir sehen uns veranlaßt, Freizügigkeitsgesetzes: Thüringen; Rumänien wegen gegenseitigen Markenschutze Friedberg den 4. Februar 1882. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. des Gesetzes vom 28. erhalten die in den Dienst eintretenden Dienst— 3 der Ministerialbekanntmachung vom Dienstbüchern von ein Dienstbote eines neuen Dienstbuchs bedarf, Ihnen die vorstehenden Bestimm— Dr. Braden. Jacob Betschert Baumbach, Julius Spielvogel aus Wiesenberg, Ober— Arnoldi aus Steinfurth, Kreis Friedberg; Regierungsbezirk Breslau; ann Hirt aus aus pp Joh — Deutsches Reich. Darmstadt. Die Vorbereitungen für die Plenarberathungen der zweiten Kammer sind pweit gediehen, namentlich ist der Druck des mfangreichen Berichtes des Finanzausschusses ber das Staatsbudget für die Finanzperiode 882/085 soweit vorangeschritten, daß der Zu— ammentritt der Kammer, wie geplant, am 5. d. M. stattfinden kann. Nach Erledigung niger geschäftlichen Angelegenheiten, wie Wahl— rüfungen und die auf Grund der Geschäfts— ürdnung vorzunehmende zweite Wahl der beiden Präsidenten, sowie Ergaͤnzungswahlen für zwei Jusschüsse, wird die Kammer sofort in die Fudgetberathung eintreten. — Das Regierungsblatt Nr. 1 enthält die Jerordnung über die Gerichtskosten und Gebühren. Berlin, 6. Febr. Der Kaiser eröffnete heute Fachmittag mit einem Extrazug die neue Stadt— ihn. An der Fahrt nahmen die Kaiserin, das ronprinzenpaar, die Prinzen Wilhelm, Karl riedrich und andere hohe Personen Theil. — Richter(Hagen) brachte im Abgeordneten— zus einen Antrag ein, der dahin geht, daß de Eisenbahnbehörden bei ihren Anzeigen oder her Beilegung von Fahrplänen nur die Zeitungen Betracht ziehen, welche für die Verbreitung r Anzeigen günstig sind, und nicht solche, deren blitische Richtung ihnen günstiger scheint; daß iich den Bahnhofs-Restaurateuren nicht das halten bestimmter Zeitungen untersagt werde; geß endlich den Beamten, die das Petitionsrecht Jen, die Weihnachts⸗Gratificationen nicht ver— Ammert werden. — 7. Februar. Im Abgeordnetenhaus and heute die kirchenpolitische Debatte i dicht gefüllten Tribünen statt. Minister Goßler bemerkt, er sei der Ueberzeugung, ß der Kampf, an dessen Ende wir uns be den, aus Naturnothwendigkeit erwachsen sei, id darum betheilige er sich nicht an irgend gelcher Kundgebung, welcher dieser oder jener Jartei die Schuld beimessen will. Eine Regu— ung sei nothwendig im Interresse des Staats, de der katholischen Kirche; es konne nicht die lifgabe sein, neues Recht zu finden, sondern ken Zustand zu berücksichtigen, in dem die Kirche ty befinde. Concordate, die neuerdings von nincher Seite gefordert werden, haben für die te Zeit Unebenheiten beseitigt, aber für die Dauer mehr gestört als befriedigt. Die Re— gierung hege die feste Ueberzeugung, der Papst wolle den Frieden. Redner geht auf die Einzel— bestimmungen der Vorlage ein. Er weist darauf hin, daß der Cultusminister in einzelnen Fällen viel weitergehende Vollmachten habe, als in diesem Gesetze verlangt würden. Die ganze Handhabung des Einspruchverfahrens tragt einen administrativen Charakter. Der Friede auf kirchenpolitischem Gebiete läßt sich nicht tiren, die Vorlage ist ein Mittel zum Frieden, eine Stufe, von der kann. die Lehnen Sie die Vorlage ab, so wird die Regierung dennoch festhalten an dem Programm: Wiederherstellung des kirchlichen Friedens. (Bravo!) Gegen die Vorlage sind 16 Redner, für dieselbe 10 eingeschrieben. Nach der Windthorst's, in welcher er bemerkt: er erblicke in der Vorlage keinerlei Concessionen; die dis— cretionären Vollmachten gingen zu weit; gaͤnzliche Aufhebung der Maigesetze werde Nichts erreicht; wenn die Katholiken 10 Jahre kampfen konnten, bis die Erkenntniß reifte, daß ihnen Unrecht geschehen, so konnten sie noch weitere 10 Jahre kämpfen, bis die Erkenntniß zur That führt, wird die Debatte auf morgen vertagt. Dresden, 6. Febr. Zweite Kammer. Auf die Interpellation Bebels wegen der Auswei— sungen von Socialdemokraten lehnte der Minister die Beantwortung ab, weil die Regierung nicht nöthig habe, sich wegen der Nichtausführung eines Beschlusses zu rechtfertigen, der nur von einer Kammer gefaßt sei. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 6. Febr. Die Reichs rath-Delegation genehmigte einstimmig die Regierungsvorlage betr. den Acht-Million— Credit, nachdem der Reichsfinanzminister Szlavy an der Hand von Thatsachen und durch stati— stische Daten die Grundlosigkeit der von ver— schiedenen Delegirten vorgebrachten Vorwürfe nachgewiesen hatte. Nachdem auch die ungarische Delegation die Creditvorlage einstimmig bewilligt hatte und zwischen den Beschlüssen der Dele gation keinerlei Differenz bestand, wurde die Session geschlossen. — 7. Febr. Taaffe stellte im Exceutiveomite der Rechten die Cabinetsfrage und fällt. Die Petroleumsteuer wird abgelehnt. Die Boͤrse, auf das Gerücht, daß Clam- Martinitz Finanz— decre⸗ aus man weiter steigen, Rede ohne minister, Hohenwarth Cabinetschef geworden sei, ist hochgradig verstimmt. Lemberg. Unter den Ruthenen sind weitere Verhaftungen erfolgt. Unter den Verhafteten befindet sich der frühere Reichs srathsabgeordnete Naumowitsch und dessen Sohn Die Verhafteten sind dem Strafgericht übergeben. Serajewo, 5. Febr. Offiziell. von einer Bedrohung Fotschas Am 1. Februar begannen die Insurgenten das Ufer der Drina, nordwestlich von Fotscha, zu räumen. Sie vereinigten sich in der Gegend von Trientiste und Bastatschi, wo sie über die Drina setzten. Streifzüge der Garnison von Fotscha constatirten am 2. Februar einen bedeu— tenden Zuzug von Insurgenten gegen Bastatschi hin. Die Unsrigen besetzten den Fluß Sesno und rückten ohne Kampf gegen Karaula Humitsch, Bastatschi. Von Brod(dicht bei Fotscha) wur⸗ den am 3. Februar Truppen vorgestoßen. Diese stießen auf stärkere Insurgentenhaufen, die nach heftigem Feuergefecht zuxuͤckgedrängt wurden. Am 4., Nachmittags, griff eine bedeutende An— zahl von Insurgenten die Sussesno Kaurala, Nachrichten bestaͤtigen sich. Humitsch und Brod an. Sie wurden aber überall energisch zurückgewiesen. Frankreich. Paris, 6. Febr. In der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer brachte Granet die bereits angekündigte Interpellation über die Vertagung der Verfassungs revision ein und forderte die Regierung auf, von der Kammer gutgeheißenen Revisionsentwurf dem Senate vorzulegen. Ministerpräsident Freyeinet erwiederte: Da der Entwurf ein Werk der Kammer, so sei es gar nicht die Aufgabe des Ministeriums, ihn dem Senate vorzulegen. Die Kammer nahm hierauf mit 287 gegen 86 Stim— men eine vom Ministerium acceptirte, von Ga— tineau beantragte Tagesordnung an, daß die Kammer im Vertrauen auf die Erklarung der Regierung und auf deren festen Willen, die geforderten Reformen auszuführen, zur Tages— ordnung übergehe. Febr. Mehrere De— putirte benachrichtigten Freyeinet, sie wurden ihn uber die egyptischen Angelegenheiten inter— pelliren. Freyeinet bat, bei den im Augenblick noch schwebenden Unterhandlungen die Inter— pellation um 14 Tage zu verschieben. — Nach Londoner Nachrichten sprach das neue egyptische Cabinet die Absicht aus, im den * 1 Einvernehmen mit England und Frankreich das 5 —— Budgetrecht der Notabeln zu regeln. Ueber die Antwort von England und Frankreich ver— lautet noch Nichts. Großbritannien. London, 7. Februar. Das Parlament wurde heute eroͤffnet. Der Lordkanzler verlas die Thronrede. Er sagte: Die Beziehungen zu den auswärtigen Maͤchten sind sehr herzlich. Wir stehen im besten Ein— vernehmen mit Frankreich. Die Königin widmet ihre besondere Aufmerksamkeit den egyptischen Angelegenheiten, wo die bestehenden Verträge ihr spezielle Verpflichtungen auferlegen. Sie wird ihren Einfluß geltend machen, die Rechte aufrechtzuerhalten, die schon gegruͤndet sind theils auf die Firmane, theils auf die internationalen Verträge. Dank der Umsicht und Sorgfalt der Regierung haben sich die geschäftlichen Bezieh— ungen zu Frankreich auf's Beste entwickelt. Die Königin sieht mit Vergnügen dem Abschlusse des englisch-französischen Handelsverkrages entgegen, von dem sie eine so günstige Wirkung für die Handelsgeschäfte beider Nationen, wie für die persönliche Freundschaft derselben erhofft. Die Thronrede constatirt die Besserung der irischen Verhältnisse und zählt zuletzt eine Anzahl von Plänen auf, welche die inneren Angelegenheiten betreffen.— Unterhaus. Bradlaugh wünscht den Eid zu leisten. Northcote beantragt, Brad— laugh zur Eidesleistung nicht zuzulassen. Har— court Namens der Regierung beantragt den Uebergang zur Vorfrage. Bradlaugh erklärt, wenn er den Eid leiste, betrachte er denselben als bindend. Der Uebergang zur Vorfrage wird mit 286 gegen 228 Stimmen verworfen. Hierauf wird der Antrag Northcote's abstim— mungslos angenommen. Brandlaugh beharrt auf seinem Verlangen. Northcote beantragt, daß Bradlaugh sich zurüͤckziehe. Dieser Antrag wird von Gladstone unterstützt und angenommen. — In der Königsburg zu Dublin lief vor Kurzem ein Brief an den irischen Generalsecretär Forster ein. Er wurde wegen seines verdächtigen Aussehens der Polizei übergeben. Das Couvert enthielt einen Sprengstoff, der den weniger vor— sichtig Oeffnenden schwer verletzt, vielleicht ge— tödtet hätte. Forster war vor dem Eintreffen des Briefes nach London gereist. Serbien. Belgrad, 6. Febr. In der Skupschtina gab der Vorsitzende des Ministeriums bekannt, daß ihn ein Ukas des Fürsten ermächtigt, die mit Amerika, England und Holland abge— schlossenen Handelsverträge und Consular-Con— ventionen der Skupschtina vorzulegen. Montenegro. Cettinje, 6. Febr. Gestern ist ein Attentat auf den Füͤrsten Nikita verübt worden. Beim Ausreiten wurde ein Revolver— schuß auf ihn abgefeuert, ohne ihn zu treffen. Der Attentäter heißt Michael Theodorovics. Der Fürst leitet persönlich die Untersuchung und befahl Geheimhaltung. Rußland. Petersburg. Ueber ein neues Atteutat auf den Czaren, welches noch rechtzeitig vereitelt wurde, cursirt folgendes Gerücht. Es handelte sich um nichts Geringeres, als Ale— zander III. in seinem Arbeitscabinet in die Luft zu spreugen. Zu diesem Zweck soll es schon gelungen gewesen sein, mit dem Heizungsmaterial für den betreffenden Corridor, von wo aus der Ofen für des Kaisers Arbeitscabinet gespeist wird, einige Scheite Holz einzuschmuggeln, welche ausgehöhlt waren und eine genügende Quantität Dynamit enthielten. — 6. Febr. Am Sonnabend wurde auf den Generalprocureur des heiligen Synods, Pobedonoßew, ein Revolver-Attentat versucht. Der Attenthäter beabsichtigte, den genannten Würdenträger, dessen außerordentlich reactionäre Gesinnungen bekannt sind, in dessen Palais zu ermorden. Da Pobedonoßew aber vorher ge— warnt worden war, gelang es der Polizei, den Attenthäter zu ergreifen. Egypten. Kairo. Ein Schreiben Mah— moud Baroudi's an den Khedive entwickelt das Programm des neuen Cabinets. Es zählt die genannteu Verwaltuugszweige auf, die unter europäische Controle gestellt sind und betont, — daß diese unausgesetzt beobachtet werden müssen. Das Programm sagt: Der erste Act des neuen Cabinets wird sein, ein organisches Gesetz ein— zuführen, welches auf das Sorgfältigste alle Rechte und Verpflichtungen, privater wie internationaler Natur, insbesondere die Verträge über die Staatsschuld genau beachtet, die Ver antwortlichkeit der Minister gegenüber der Kammer festsetzt und ein Reglement für die Kammer enthält. Es sei weit entfernt, eine Ursache zur Beunruhigung zu geben; vielmehr werde es alle Bedingungen erfüllen, welche alle Welt befriedigen könnten. Der Khedive nahm das Programm an. Der Ministerrath nahm die einzelnen Artikel des Gesetzes über die Con— trole der Verwaltung an bis auf die über das Budget. Es heißt, die Regierung begünstige den Plan, die Controle über das Budget den einistern und sieben Mitgliedern der Notablen— Versammlung zu überweisen. Aus Stadt und Land. Friedberg am 7. Februar 1882. Geehrter Herr Redaeteur! Ihre Notiz über die Privatklage des Abg. Schröder bedarf in sofern einer Berichtigung, als nicht wegen der Flugblätter, sondern wegen der Erklärungen in Nr. 132 Ihres Blattes vom 8. Nov. v. J., sowie in Nr. 2 des Wetterauer Volksblattes geklagt ist. Auch erfordert„die Spannung über den Ausgang des Prozesses“ Kenntniß der Thatsache, daß der Abg. Schroͤder brieflich, beziehentlich in der Klageschrift die objektive Unrichtigkeit seiner fraglichen Behauptung zu— gesteht. Derselbe bemerkt bezuglich seiner Erklarung vom 24. Oct. v. J. Dieselbe sei in„größter Eile und Aufregung abgefaßt und zum Drucke befördert“ worden und behauptet, wenn ihn„bei der Wahlagitation das Gedächtniß zum Theil im Stiche gelassen, so habe Niemand das Recht, ihn als Lügner an den Pranger zu stellen.“ Die Privatklage dreht sich also nur darum, ob dem Abg. Schröder das Bewußtsein jener Unrichtigkeit mit Recht von uns zugetraut und wie geschehen vorgehalten wurde. Mit Rücksicht auf§. 11 des Reichs- Preß-Gesetzes ersuchen wir Sie um Aufnahme Dieses in Ihrem ge— schätzten Blatte. Achtungs voll Herzberger Süffert Amtsrichter. Amtsrichter. r. Friedberg. Der Veteranen- und Militär⸗ Verein Friedberg hielt am letzten Sonntag seine erste diesjährige General-Versammlung ab. Aus dem vom Vorstand erstatteten Rechenschaftsbericht für 1881 ent- nehmen wir unter Anderem Folgendes: Der Verein zählte 65 ordentliche Mitglieder, wovon 33 den Feldzug 1870/71 mitgemacht haben. Es verstarben drei Kameraden, drei schieden aus, zwei wurden neu aufgenommen. An Kranken⸗ geld wurde 196 Mark(gegen 104 Mark im Vorjahr), an Sterbegeld 54 Mark verausgabt. Zwischen unserem Verein und dem„Hilfsverein für die Unterstützung und Krankenpflege der Soldaten im Felde“ wurde ein Vertrag abgeschlossen, wonach das Begräbnißdenkmal für die in den Kriegsjahren hier verstorbenen Krieger an den Krieger— Verein übergeht und derselbe die Verpflichtung über— nimmt, Denkmal, Gräber und Umfriedigung in würdigem Zustande zu unterhalten. Zur theilweisen Bestreitung der Unterhaltungskosten wurde dem Kriegerverein ein— hundert Mark unangreifbares Kapital überwiesen. Bei der Wahl des Vorstandes wurde Gasverwalter Koch fast einstimmig zum Präsidenten an Stelle des sein Amt nieder legenden Pr. Becker gewählt. Möge der Verein auch fernerhin in Verfolgung seiner guten Zwecke blühen und gedeihen. Friedberg. In der Sitzung des Kreisausschusses am 2. Februar wurde unter einer größeren Anzahl von Angemeldeten Bauaceessist Limpert, früher am Kreisbau— amt dahier beschäftigt, als Kreisingenieur gewählt. Butzbach, 7. Febr. In der zweiten Etage der am Viehmarkt gelegenen J. Fourier'schen Wohnung brach gestern Morgen ½6 Uhr durch bis jetzt unaufgeklärte Weise Feuer aus. Obgleich unsere freiwillige Feuerwehr auf das rascheste mit ihren Löschgeräthen auf der Brand— stätte erschlenen war und von sonstiger Seite hilfreiche Hand geleistet wurde, konnte man doch erst nach 1½stün⸗ diger angestrengter Thätigkeit des Feuers Herr werden. „. Rendel, 6. Februar. Gestern Abend hat der hiesige Gesangverein„Liederkranz“ im Saale des Gast⸗ wirths Leonhard ein Concert mit theatralischer Vorstell— ung abgehalten und durch seine Leistungen der nach Hunderten zählenden Zuschauermenge von nah und fern einen genußreichen Abend verschafft. Die Gesänge, vier Chöre, zum Theil mit Soli, vornehmlich„Waldlied mit Echo“ von Mangold und„Einkehr“ von Oertel, ein Quartett, sewie ein komisches Duett fanden, in Folge präecisen Vortrages, den ungetheilten und wohlverdienten Betfall der Zuhörer. Fünf ein- und mehraetige theatralische Aufführungen haben, sowohl im Zusammenspiel, als in Einzelleistungen, komische Talente offenbart, die auch auf größeren Bühnen mit demselben Erfolge die Lach— muskeln Aller anstrengen würden, wie dies hier geschah. Bei dem nach beendigtem Concert um Mitternacht erst begonnenen Tanze, eröffnet mit einer wohlgelungenen Polonasse, hat die Jugend noch einsge Stunden in u getrübter Heiterkeit zugebracht und auch dadurch bewiesen, daß man in Rendel nicht nur geschickt zu tanzen, sondern dabei auch anständig sich zu benehmen weiß. Dem Ver; eine, der durch seine schönen Leistungen so reichen Ge— nuß zu bieten verstand, sei hierfür Anerkennung gezollt und Dank dartebracht, daneben auch der Wunsch und die Hoffnung ausgesprochen, daß der seither in ihm! waltende Geist auch ferner ihn beseelen und immer weiter führen möge auf dem Wege der Pflege des Wahren, I. Schönen und Guten durch Wort und Lied, durch Ernst“ und Scherz. 9 Gießen, 5. Febr. Als der erste Morgens um 8 Uhr 13 Min. von Frankfurt hier eintreffende Zug der Main⸗Weser-Bahn heute die Station Butzbach passirt hatte, blieb derselbe plötzlich mitten auf der Strecke auf einem ziemlich hohen Damm halten, da das Nothsignal mit der über den ganzen Zug gehenden Leine gegeben worden war. Es wurde nun sofort Umfrage gehalten, doch wollte Niemand hiervon Etwas wissen. Da plöß⸗ lich ertönte auf's Neue das Signal und ermittelte man jetzt, daß in einem im Zuge befindlichen offenenen Schweine⸗ transportwagen die Leine herunter hing und einige der borstigen Vierfüßler sich an den Wänden aufgestellt hatten und mit Macht an der Leine zerrten. Natürlich erregte diese Aufklärung riesige Heiterkeit bei den Passagseren und wurde die auf so seltsame Weise unterbrochene Fahrt fortgesetzt. Mainz, 4. Febr. In Folge des niederen Wasser⸗ standes ist seit gestern die Dampfschifffahrt eingestellt. Kastel, 4. Febr. Heute dat der 1. Batterie des 27. Feld-Artillerie-Regiments mittelst eines Messers den Hals abgeschnitten. Der Mang war sofort eine Leiche; was ihn zu dieser That bewog, ist nicht bekannt geworden. Lampertheim, 4. Febr. Heute früh gerieth der Dampfwagen von hier nach Rosengarten in Brand. Die Bahnbeamten griffen thätig ein, sodaß kein weiteres Un glück zu verzeichnen ist. Bodenheim, 4. Febr. Ein trauriger Fall hat sich vorgestern in einer hiesigen Familie ereignet. Zwei Kinder im Alter von 10— 12 Jahren spielten mit Pfeil und Bogen und beschossen sich gegenseitig. Der älteste Junge erhielt dabet einen Schuß ins Auge, der so gefährlich war, daß das Auge herausgenommen werden mußte. Allerlei. 4 Frankfurt, 6. Febr. Gestern Abend legte ei Mensch an den„Hirschkopf“, Ecke der Klostergasse un des Judenbrückchens eine Dynamitpatrone mit Zünder, Dieselbe explodirte in dem Augenblick, als ein etw 10 Jahre alter Knabe vorüberging. Die Erschütterung war so heftig, daß die Fenster sammt den Scheiben if dem Hause und in der Nachbarschaft zersprangen. Des Knabe verlor das Gehör. 1 Paris. Die gegen Bontoux und Feder von den Untersuchungsrichter erhobene Anschuldigung lautet auf Betrug, Vertrauensmißbrauch und Verstöße gegen dal Gesetz von 1867, betreffend die Handels⸗Gesellschaften Die beiden Finanzmänner verwahrten sich sehr entschieden gegen die ersten beiden Anklagepunkte; den dritten gaben sie zu, bemerkten aber, daß fast alle Aetiengesellschaften sich Verstöße zu Schulden kommen ließen, ohne daß sit deshalb je zur Verantwortung gezogen worden wären.— 7. Febr. (Sohn) von der Union générale. Morgen findet die Vernehmung zweier anderen Verwaltungs-Räthe statt, 0 . Verseger „Le Frangais“ schreibt, daß die Prufung der Bontouz vorgeworfenen Thatsachen den Untersuchungsrichter zur Erwägung der Frage geführt habe, ob nicht Bontouz vorläufig aus der Haft zu entlassen sei. Petersburg, 7. Febr. Fürst Suwaroff erlitt gestern einen zweiten Schlaganfall. Sein Tod wird stündlich erwartet. Gemeinderathssitzung. S. Friedberg, 7. Febr. In der gestrigen Sitzung des Gemeinderathes wurde zunächst der Voranschlag fl 1882/83 berathen und genehmigt. Es wird hierzu be merkt, daß dle städtischen Ausgaben dadurch, daß d 9 Beitrag zur Kreiskasse, ins besondere durch das neue Wege baugesetz von ca. 1900 M. auf 6670 M. jährlich gestehe 1 0 1 * 1 ö 0 ist, sich wesentlich erhöht haben. Durch höhere Einsill ung einiger Einnahmeposten und Beschränkung der Al gaben ist es jedoch ausführbar geworden, den Vorih schlag ohne Erhöhung der Gemeindeumlagen festzustelles, Es werden darnach im Budgetjahre 1882/83 erhobeß 39,350 M. an Communalsteuern; außerdem 2100 Mark allgemeine evangelische Kirchensteuern; 1790 M. evange⸗ lische und 845 M. katholische Parochlalumlagen. Bi Baurechnung für die Kleinkinderschule wurde darauf vor gelegt und genehmigt. Der Voranschlag von 14,400 M. wurde zwar um 19 M. überschritten, degegen konnt in Folge der Abgebote die im Voranschlag nicht vort sehenen Umfangsmauern, ein Holzstall und einige A schaffungen für das Haus noch aus dieser Summe ben stritten werden. Die Gesuche der Herren Louis Wels und Baumeister, Bauveränderungen betr., wurden gi nehmigt. 1882/88 fand ebenfalls die Zustimmung des Gemeinde rathes. Die Einnahmen des Fonds betragen 8177 M. von denen 7200 für Schulzwecke in die Stadtkasse ain geschossen werden. Auf eine Eingabe mebrerer Eine 0 1 1 0 wohner der Bahnhofstraße bezüglich Herstellung der Rinnen und Pflasterung eines Fußweges wurde der Stadtbau meister beauftragt, Einsicht zu nehmen und Vorlagen f machen. Für die Musterschule sollen mehrere Turnge Morgen hat sich ein Sol- 1 Der Untersuchungs-Richter begann heute die Vernehmung der Verwaltungsräthe Riant und Broglit 1 Alen im! Sagen aten Wufeig Der Voranschlag des Augustinerschulfonds fa“ Die 2 Nr. 3 zu blech, den den Inter leßen, se gehmenden üngstens! 0 Uhr, ve Mission für telle eint art der et Der Vo Hun beute e Ad Nachm Proßherzog en. Fried dun 150 N. 120 N mr su Aufbewahrung der 10 2 angeschafft Verden. Der Birger. geister theilte mit, daß die Firma Aird und Mark einen gertragsentwurf bezüglich Herstellung des Wasserwerkes rgelegt habe. Derselbe wurde der Baucommisston zur Jrüfung und baldmöͤglichsten Berichterstattung überwiesen. die Ausfüllung des früheren städtischen Steinbruches, wie verschiedene andere Lieferungen und Arbeiten wurden 1 Handel und Verkehr. Nerger Friedberg, 8. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete ede r Pfd. M. 0.85— 0.95, Eier 1 St. 7 Pf., 2 St. 13 Pf. Februar. Fruchtbericht. Walzen 20.50, Gerste M. 18.50, Hafer M. 16 200 Zollpfd. Waizen Hafer Lein Frledberg, 7. 25.25, Korn M. 817. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo Grünberg. Fruchtpreise vom 4. Februar. 24.74, Korn M. 20.28, Gerste M. 17.06, 16.40, Erbsen M. 20.00, Linsen M. 00.00, 30.00. Durchschnittspreis pro 100 Kilogramm. Gießen, 7. Febr.. Wochenmarkt. Butter per Pfd. F. 1.00— 1.08, Gier 1 St. 7—8 Pf., 2 St. 00 00 Pf., Jise per Stück 18 Pf., Tauben das Paar 85— 100 Pf., aäbner per Stück M. 0.90— 1.20, Habnen ver Stück P. 1.30—2.00, Enten per Stück M. 2.00— 2.50, Ochsen per Ff. 0 ür un a 50 f., Kalbfleisch 4011 Pf., Schweinefleisch 60 bis 64 Pf., Hammelfleisch 5060 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 3.00 4.00, 14 per Ctr. M. 6.—8. Frankfurt, Febr. Fruchtpreise. Weizen eff. hies. und Wetterauer W. 25.60, fremder M. 25.50— 00. Roggen eff. hies. M. 20.50—21., fremder M. 21.0000. Gerste eff. hies. und Wetterauer M. 20.50—21., fremde M. 29552 1. Hafer eff. hies. und Wetterauer M. 15.75 bis 17.25, fremder M. 16.— 17. per 100 Kilo. Frankfurt, 6. Februar. Viehmarkt. Angetrieben waren eirca 336 Ochsen, 317 Kühe, 298 Kälber und 75 Haͤmmel. Die Preise für 100 Pfd. Fleischgewicht stellten sich: Ochsen 1. Qualität M. 70., 2. Qual. M. 60.—64., Kübe 1. Qual. M. 56.—00., 2. Qual. M. 50., Kälber 1. Qualität M. 54.— 60., 2. Qual. M. 40.—50., Hämmel 1. Qual. M. 60.—66., 2. Qual. M. 40.—50., Schweine wurden vorige Woche ca. 334 Stück verkauft und mit 64 Pf. das Pfund bezahlt. Verloosung. Prämien des„Lahrer Hinkenden Boten“ für 300 Mark, Prämie 1882 adele sich wie folgt: 1. Prämie Nr. 71,170; 2. Prämie 180 Mark, Nr. 463,313; DO Mär: K 8. Prämie 105 Mart, Nr. 927 005 0. Prbmie 90 Wart, Nr. 636; 7. Prämie 75 Wark, Nr. 136,942; 8. Prämie 60 Mark, Nr. 549,798; 9. Prämie 30 Mart, Nr. 212,467. Geld⸗Cours. Frankfurt am 7.. 1882. „399,9 20 ⸗Frankenstücke M. 1 22—25 do.% Englische Sovereigns s.„% 20 4045 Russische Imperl ales„% 16 74—79 A r 5 Ans...„ Dollars in Gold„ 14 16—20 Briefkasten. Mehrere Bürger. Besten Dank für die Auf⸗ merksamkeit, mit welcher Sie die Nummer 16 lasen. Druckfehler sind zwar unangenehm, kommen aber, so lange wir Buchdrucker einmal vor. auch„nur Menschen“ sind, doch Was der Pelzkragen damit zu thun haben soll, ist uns unerfindlich. Fastnacht ist am 21. Febr.; bitte, zeigen Sie dann, daß Sie auch wirklich Witze machen konnen, da ist die beste Gelegenheit dazu. Die Redaction. ro 1 9 Far dor Oeffentliche Aufforderung. Forderungen und Ansprüche jeder Art an den vor Essichtlich überschuldeten Nachlaß des verlebten Pfarr twalters Johann Georg Backhaus, früher in Ober eemen und zuletzt in Güttersbach, sind in 14 Tagen eh sses berücksichtigt werden sollen. f Beerfelden den 4. Februar 1882. nerd dee Großherzogliches Amtsgericht Beerfelden. Bauer, Oberamtsrichter. Kalt, 2 Gerichtsschreiber. Submission. Die Lieferung von 2 neuen Kesseln in das Badehaus r. 3 zu Bad Nauheim von 4 Millimeter starkem Eisen— bech, den alten vorhandenen Kesseln ähnlich, welche von dm Interessenten in obigem Badehaus zur Einsicht frei zen, soll auf dem Submissionsweg an den Wenigst⸗ bmenden vergeben werden und sind die Angebote kigstens bis zum 13. Februar d. J., des Vormittags Uhr, versiegelt und frankirt mit der Aufschrifte, ssion für Lieferung von Kesseln“ bei unterfertigter telle einzureichen, woselbst auch die Offerten in Gegen— hart der etwa erschienenen Submittenten geöffnet werden. Der Voxanschlag und Submissions bedingungen liegen un heute an bis zu Nr Termin von Morgens 9— 12 d Nachmittags von 2—4 Ubr auf der Amtsstube des Feßbegegligen Kreisbauamts Friedberg zur Einsicht 77 Friedberg am 6. Februar 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 2 Reuß. Immobiliar⸗Versteigerung. 17 Donnerstag den 9. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, len in hiesigem Rathhause die dem Großh. Justizrath trapp II. zustehenden Grundstücke einer nochmaligen Ersteigerung ausgesetzt werden. Friedberg den 3. Februar 1882. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 4 Seri ba. Holz⸗Versteigerung. Mittwoch den 15. und Donnerstag den 16. Februar Len im Mockstädter Markwalde, Distrikt Bergwerk, alzlackenschlag und Au, nachstehende Holzsorten zur Irsteigerung kommen: 150 Raummeter Buchen-⸗Scheitholz 1. 178 2 187 „Sub Classe, 4* Buchen⸗Knüppel, Buchen⸗Stockholz, Eichen⸗Scheitholz 1. 2. —— 29—— 0 re Classe, Eichen ⸗Knüppel, Eichen ⸗Stockholz, Stück Eichen Wellen, 1700„ Buchen⸗-Wellen, 50 Eichen Stämme von 18-76 Centtmeter Durch * messer und von 4 12 Meter Länge, * 2 Buchen⸗Stammabschnitte von 78 Centim. 1760 messer und 2 Meter Länge, zu eignet. Die Zusammenkunft findet Vormittags 9 Uhr statt d zwar am ersten Tag auf der Holzax⸗Chaussee am Heischeck und am zweiten Tag bel der Nieber-Mockstädter sgelhütte. Am ersten Tag kommt das Brennholz und zweiten Tag saͤmmtliches Eichenholz zur Versteigerung. .. 4. Februar 1882. 501b0 Der Markmeister Reuther. 5 Nestle's Kindermehl, Liͤebig's Fleischextrakt — empfiehlt Wilh. Bernbeck. 1 0 1 1 2 —1 * Durch Hackklötzen ge— 1 Holzversteigerung in dem Gräflichen Forstrevier Gedern. 1) Freitag den 17. Februar im Försterbezirk Usen⸗ born in den Distrikten Schneiderzipf, Lichtebuchen, Schon hier anzumelden, wenn sie bei Regulirung des Nach berg, Eichwald und Hegkopf: 69 Eichenstämme, 1— 15 Meter lang, 30—95 Centi meter dick mit 97 Cubikmeter Inhalt, 69 desgl. Wagnerholz, 9 Rothbuchenstämme, 4— 9 Meter lang, 50 bis 80 Centimeter dick mit 17 Cubikmeter Inhalt, 6 Hainbuchenstämme mit 1,71 Cubikmeter Inhalt, 4 Abornstämme mit 2,40 Cubikmeter Inbalt, 12 Birken⸗ und Obstbaumstaämme mit 2,86 Cubik meter Inhalt, 5 Erlenstämme mit 3,20 Cubikmeter Inbalt, 4 Aspenstämme mit 1,64 Cubikmeter Inhalt, ) Kiefernstämme mit 2,00 Cubikmeter Inhalt, 92 Eichen-Derbstangen(Wagnerholz), 22 Buchen⸗ 5(Langwieden), 8 325 Fichten„(Leiterbäume), 17 Raummeter Eichen Nutzscheitholz, 4* Buchen. 4 9614 Stück Fichten Reisstangen(Latten und Bohnen stangen). und Holzhauer sind beauftragt, Luisenlust zu Usenborn Forstschüßz Henkel zu meister Heinrich Ritzel Auskunft zu ertheilen. Unter dem Eichen-Stammholz befindet sich sehr schöͤnes astreines Schnittholz und langes gerades Baubolz. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr im Stolberger Hof zu Hirzenhain. 2) Montag den 20. Februar im Förslerbezirk Ran⸗ sladt in den Distrikten Hinterwald, Leustadt, Kirchwald und Rüblswald: 3 Raummeter Eichen⸗Scheiter 1. Classe, 39 5 Buchen-Knüppel, 83 Buchen ⸗Astreiser, 26 Eich henstämme, 3—14 Meter lang, 37— 79 Centi meter dick mit 25 Cubikmeter Inhalt, 82 desgl. Wagnerholz, 16 Rotbbuchenstämme, 4—8 Meter lang, 45 bis 69 Centimeter dick mit 19 Cubikmeter Inhalt, 58 Hainbuchenstämme, 5—12 Meter lang, 18 bis 34 Centimeter dick mit 16 Cubikmeter Inhalt, 14 Elsbeer⸗ und Lindenstämme, 5— 13 Meter lang, 15—40 Centim. dick mit 6 Cubikm. Inhalt, 174 Kiefernstämme, 5—18 Meter lang, 15— 28 Centi meter dick mit 88 Cubikmeter Inhalt, 92 Cichen⸗Derbstangen(Wagnerholz), 25 Kiefern- 148 Buchen 7(Langwieden). Der Förster Semper zu Ranstadt ist Auskunft zu ertheilen. Zusammenkunft Morgens 10 Stiebeling in Ranstadt. * beauftragt, Uhr bei Gastwirth 3) Dienstag den 21. Februar stadt, Distrikt Glauberg: im Föͤrsterbezirk Ran- 56 Raummeter Kiefern⸗Scheiter 1. Cl., 22 Raum— meter Kiefern Knüppel, 16 Raummeter Kiefern Scheiter 2. Cl., 117 Raum meter Kiefern-Astreiser, 14 Fichtenstämme, 12— 21 Meter lang, 15 meter dick mit 8 Cubikmeter Inhalt, 214 Kiefernstämme, 4—20 Meter lang, 16—43 Centi⸗ meter dick mit 164 Cubikmeter Inhalt, 98 Fichten-Derbstangen(Sparren und Leiterbaͤume), 2356 Fichten-Reisstangen(Latten und VBohnenstangen), 23 Raummeter Fichten⸗Nuß reis. Forstschüg Erk zu Glaubertz ist beauftragt, Auskunft zu ertheilen. Zusammenkunft Morgens 10 Hardt in Glauberg. Gedern den 2. 23 Centi Uhr bei Gastwirth 1882. Der Gräfliche Oberföoͤrster 470 Kirchner. Filet- Decken, billigen Preisen. 6 Februar die neuesten und schönsten Muster, verkauft zu sehr K Friedrich. ——* Holz-Versteigerung. 471 Dienstag den 14. Februar l. J., Morgens 9 Uhr anfangend, kommt in dem Michelbacher Gemeindewald, Distrikt Buchenhardt, Leimenkaut und Seierwies, nach⸗ stehendes Gehölz zur Versteigerung: 28 Eichenstämme von! Festmeter Inhalt, 42 Raummeter Eichen⸗Sch und Knüppelholz, 78* Buchen⸗„ 1 4 1050 Stück Buchen⸗Wellen, 800„ Eichen Wellen, 350„ Nadelbolz⸗Wellen, 85 Raummeter Stockholz, 5 51 Nadelstämme von 11,41 Festmeter Inhalt, 1437 Nadelholzstangen 1., 2., 3. und 4. Classe. Anfang im Distrikt Leimenkaut mit dem Nadelholz. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Be⸗ kanntmachung ersucht. Michelbach den 6. Philippi, Holz-Versteigerung. 469 Montag den 13. und Dienstag den 14. Februar lfd. J., jedesmal Vormittags 10 Uhr anfangend, werden im Gemeindewald zu Oberau, Distrikt Hegkopf, ver⸗ Februar 1882. Bürgermeister. steigert: 145 Raummeter Eichen Scheiter, 38 1 Eichen Knüppel, 80 8 Eichen⸗Stöcke, 258 Eichen⸗Reiser, 87 Festmeter Eichen⸗Bau und Werkholz von 28 bis 77 Centimeter Durchmesser und 5— 13 Meter Länge. Montag den 13. Februar wird das Brennholz und Dienstag den 14. Februar das Bauholz verstelgert. Die Zusammenkunft ist an jedem Tage um 7/10 Uhr im Ort. Oberau den 4. Februar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Oberau. Braun. Bekanntmachung. Die am 3. l. Mts. abgebaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Abfubrtag auf Montag den 3. Ad. Mts. festgesetzt worden. Ober-Mörlen, 7. Februar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterel 484 Je l.. Bekanntmachung. Die am 7. d. Mis. abgehaltene Holzversteigerun im Nieder-Mörler Gemeindewald, Schlag Nr. 15, 1 genehmigt worden. Der erste Fahrtag ist Freitag den 10. d. Mts. Nieder-Mörlen den 8. Großherzogliche Ober⸗Moͤrlen. Februar 1882. Bürgermeisterei Nieder⸗Möorlen. Me oͤb s. Aare 8 487 7 e vorrüglichete 5 aualitst mit mässigem Preise 130 bet Georg Groß in Friedberg Jeden Freitag frisch gewässerten Labberdan, per Pfund 36 Pfennig, bei 12 Wilhelm Fertsch. alte renommirte Weinhandlung in Frankfurt a. M. mit Zweig⸗ ondon wünscht mit einem prima Delika⸗ Geschäft in bester Lage in Verbindung ssionsweisen Verkauf zu errichten. belieben Offerten unter Chiffre G. L. Daube& Cie. in 446 Cine Ctablissemenis in Vordeaux und L tessen⸗ oder Colontalwaaren⸗Detail⸗ zu treten, um bei demselben Lager ihrer Weine zum commi Reflectanten, welchen beste Referenzen zur Seite stehen, B. S. 43 an die Central-Annoncen-CExpedition von Frankfurt a. M. zu richten. sp S 9 129 N Der ächte Bernhardiner Alpenkräuter- Magenbitter, 5 N weltbekannt als Quintessenz der besten aromatischen Kräuter und Wurzeln 195 der deutschen und schweizer Alpenflora. Von den Herren Univ rsitäts-Professoxen Obermedieinalrath Dr. L. e 5 A. Buchner, Dr. J. G. Wittstein, Dr. Kayser und vielen Aerzten ge— prüft und wegen seiner Magen und Verdauung stärkenden, Appetit erzeugenden, blutreinigenden und regenerirenden Eigenschaften, als bestes diätetisches Hausmittel ausschließlich empfohlen. auf genau auf obige Schutzmarke und die Firma Man achte bei Ank i 5 Walsrad Ottmar Bernhard, Kgl. b. Hofdestillateur, un und London, München, Zürich, Kufste Nur ächt zu haben in Flaschen a M. 4., M 2., M. 1.05 sammt Gebrauchs-Anweisung des Herrn Dr. J. B Kranz, in Friedberg i. d. W. bei Herrn Wilh VWernbeck; Han au: Chr. Julius Fischer. J. Lossow; Vilbel: Hch. Müller; Homburg: Nidda: 7 i nn. 75 Ueue Gelangbücher zu allen Preisen und in den einfachsten bis zu 1 8 den feinsten Einbänden sind vorräthig bei Carl Bindernagel. Bekanntmachung. Diejenigen Grundstücke, auf welche bei der am Mts. abgehaltenen zweiten Verpachtung keine höheren Gebote erfolgt find, habe ich auf Grund der und Feinste Eiergemüũs-Nudeln, Aechte Neapolitaner Maccaroni, Feinste türkische Zwetschen 486 7 1 2 8—„Bedingungen der ersten Verpachtung genehmigt 55 amerik. Apfelschnitten, ae die Pachter innerhalb 8 Tagen das Protokoll — f— in hiesigem Rathhause zu unterschreiben, auch die be— 97 italienische Brunellen e Bürgschaft in gleicher 94802 leisten. N11 8 380 ö; Friedberg den 8. Februar 1882. 1 Wilhelm Fertsch. 5 Ph. Altmannsperger. Messina- Orangen, Malaga- Citronen, Smyrna- Feigen, Datteln, Tafel-Rosinen, Krach- mandeln stets frisch bei Nach Amerika. Täglich Expedition mit den berühmten Dampfern der National⸗Linie. Passagiere haben eine bedeutende Preisermäßigung, wenn sie sich direet an uns wenden; Beschreibungen und Karten von Amerika versenden gratis und franco Wilhelm Fertsch. 2 K. 4 Louis Scharlach& Co., eee. Obrigkeitl. befugte Schiffsexpedienten, V lt G 262¼II.) Hamburg, Stubbenhuck 8. erwa er 3 Unentbehrlich für rationelle l— gesucht auf ein Gut in der Nähe von Friedberg. 5 Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 22428 Mark sind gegen hypothekarische Sicherheit aus der Kirchen— kasse zu Kaichen mit dem 1. März zu verleihen. 443 Der Kirchen vorstand. Frische Blut Orangen 450 bei Wilh. Bernbeck. Haushaltungen das zweckmäßigste Kochbuch: 2» Gemüs' und Supp', un Fleisch, für bürgerliche Haushaltungen de., brochirt M. 1.75, in Leinwand M. 2.50. 124,000 verkaufte Exemplare sind die beste Empfehlung für die Güte dieses Buches. Darmstadt, C. Köhler's Verlag. Abzugshalber zu ve Neue Italienische Kastanien (Maronen) in bester, gesunder Waare, per Pfund 20 Pfennig, bei 304 Wülbelm Ferish. Ein schwarzer Dachshund von ganz reiner Race, 2 Jahre alt, der sehr gut zum Jagen über der Erde ist, sowie auch gut schlupft, ist zu verkaufen. Wo? f. 463 71 ber zu verkaufen. Montag den 13. 5 d. J., Morgens 9 Uhr anfangend, läßt Unterzeichneter in seiner Behausung öffentlich meistbietend versteigern: 3 gute Fahrkühe, 1 guten Wagen mit Zubehör, sämmtliches Ackergeräthe, eirea 50—60 Centner Dickwurz, eirea 50— 60 Centner Kar⸗ toffeln, eirca 14 Centner Gerste, eirea 12 Centner Hafer, eine Parthie Heu und Stroh, eine Parthie Brennholz, 1 neue Feg⸗ und Rangenmühle u. s. w. Langenhain am 7. Februar 1882. Johs. Schneider. worin seit einer Reihe von Jahren Gastwirthschaft und 473 Ein Anwesen, sagt die Expedition des Anzeigers. 463 Lederöl, bestes Schmiermittel für Pferdegeschirre und Chalsen⸗ Verdecke, empfiehlt 5 5 452 Wilh. Bernbeck. ——„ 8 Ge ucht auß pen oder bis 1. März ein Logis, Ein kräftiger Junge esucht e ee e. wird als Bäckerlehrling gesucht. für Herren, Damen und Kinder wird wegen Unwohlseins des Herrn Taubstummen das deutsche Lebens⸗Versicherungs⸗Wesen. zu dem Freitag den 10. Febr im Rathhaussaale stattfinden 0 Taubstummenlehrers Landau: Versicherungs⸗Wesen. 47 auf Samstag den 11. Febru Trapp stattfindenden Gesell Vieh-Versicherungs-Anstalt. i 480 Hirsch fleisch verkauft 1 1 8 nolksbildungs- Verein. Februar angekündigte Vorlesung des Vortragenden auf einen bekannt zu machenden Tag verschoben. age stattfinden: Vortrag lehrers Landau: Ue Die auf den 10. äteren, noch tatt dessen wird an diesem T 1 5 Einladung des Volksbildungs-Vereins zu Friedberg uar l. J., Abends 8 Uhr, den Vortrage des Herrn Ueber das deutsche Lebens⸗ Der Eintritt ist Jedermann gestattet. Friedberg, 8. Februar 1882. 75 Der Vorstand. bergs und der Umgegend werden ar zu dem dahier im Hotel enball höflichst eingeladen. Uhr.— Entrét Alle Gesellen Fried Kasseöffnung 7 Uhr.— Anfang 8 Mark 50 Pfennig. Das Comité. aus Versehen ein Meister keine Ein⸗ Sollte so ist derselbe hier 407 ladungskarte erhalten haben, mit doch höflichst eingeladen. Oberhessische NB. Generalversammlung Dienstag den 14. Februar 1882, Vormittags 10½ Uhr, m Gasthaus zum Solmser Hof in Hungen. Tagesordnung: Abänderung des§ 17 der Statuteg betreffend. Der Director Gros. 485 Wuülbelm Fertsch⸗ 4¹ Erklärung. Der Unterzeichnete erklärt hiermit, daß er die gegen Wilhelm Baumann ausgesprochene Beschuldigung zurücknimmt. Georg Volp. Feinster Hollanderkäse, per Pfund 56 Pf., in Laiben von 10 Pfund wesenk lich billiger, bei R Wilhelm Fertsch. Zwei möblirte Zimmer bis Ende Februar zu miethen gesucht. Näheres bel 485 Wilh. Bernbeck. Eine noch in gutem Nähmaschine Zustand befindliche ist wegen Abreise nach Amerika billig zu verkaufen bel „Ros bach. 478 Georg Elsenheimer Frau Ober⸗Ros bach. Norwegische 4 1 * 1 3 ber 468 Peter Döll. 1 g Delicateß-Häringe 0 Wird ble r l nspaltis . Aumonter N — 15 Au reis Frizl dam Dal on Mech iner Lu — 2 iu Darm rkennung 1 Berl hunde die bet und A Mitzli chung oh iet, bet ber die 2 dewangelich Furt a. N b eihiger di Tung b. tions- Er definite Ihpellation His! hürffen. and Bit. Age, den Ustellen; Fuck geber U dnachen ganissen aalere c Ailedigm Fuge i alhung d• ö 0 1 per Stück 2 Pfennig bei 394 77 Wilhelm Fertige Todes-Anzeige. ene ee. gefallen, unsere liebe ergeßliche Gattin ochter, Schw d Schwägerin 0 See eee Louise Ludwig, geb. Müller, nach kurzem, aber schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Wir bitten Verwandten, Freunde und Bekannten um stille Theilnahme an unserem Schmerze. Bad⸗Nauheim und Södel 478 am 6. Februar 1882. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 9. Febr., Nachmittags 2 Uhr, zu Bad⸗Nauhelm statt. 77 N C Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Von wem? sagt die 460 Hemden billigst bei Exped. b. Anz. k. Friedrich. 48 Druck und Verlag von Carl Bindernagel.