1882. Samstag den 4. November. M 130. , Oberhessischer Anzeiger. 1 1 ofen Julbach ellen f 1 h K Nu A. Fri Ketzer N Jh. 70 9 lll N . Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bel Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Anoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ————ä———— 5—* Amtlicher Theil. detreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 27. April 1881 über die Ausübung und den Schutz der N„; 7 ischerei, hier die Vertheilung einer desfallsgen Druckschrift an dle Schuzbeamken. 407 Friedberg den 2. November 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiste reien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 2. Juni dieses Jahres benachrichtigen wir Sie, daß Exemplare des rubricirten Gesetzes ir erforderlicher Anzahl Ihnen demnächst zugehen. Sie wollen den in Ihrer Gemeinde angestellten Schutzbeamten je ein Exemplar einhändigen nd dafür Sorge tragen, daß bei etwa eintretendem Personalwechsel dasselbe dem Dienstnachfolger überliefert wird. J. V. d. K.: Fey, Regierungs-Accessist. 3 Einladung ur Lehrerconferenz für die Bezirke: a. Butzbach auf Mittwoch den 8. dieses Monats zu Ostheim, beginnend mit Unterricht in der Schule daselbst von 9½½ Uhr; b. Friedberg auf Donnerstag den 9. dieses Monats zu Friedberg selbst, beginnend mit Unterricht in er Musterschule um 9 Uhr. Die Herren Vorsitzenden im Schulvorstande und Bürgermeister ersuche ich ergebenst, die Herren Lehrer davon in Kenntniß zu setzen. Friedberg den 2. November 1882. Schmidt, Kreis-Schulinspector. Bekanntmachung. Die Herbst⸗Controlversammlungen pro 1882 im Kreise Friedberg, und 3. Compagnie des 2. Bataillons(Friedberg) 1. Großh. Heff. Andwehr-Regiments Nr. 115, werden in nachstehender Weise abgehalten: A. In Butzbach, auf dem Viehmarkt, f am 10. November, Vormittags 9 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen saͤmmtliche Reservisten und die zur Dis— zosition der Truppentheile und Ersatzbehörden beurlaubten Mannschaften er Waffen, sowie diejenigen Wehrleute, welche im Herbst dieses Jahres zum Landsturm überzuführen sind(das sind diejenigen Mannschaften, welche in der Zeit zwischen dem 1. April und 30. September 1870 in den Nilitärdienst eingetreten sind), aus den Ortschaften Boden rod, Butzbach, zauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-Weisel, hirch⸗Göns, Maibach, Münster, Münzenberg, Nieder-Weisel, Oppers⸗ lofen, Ostheim, Pohl⸗Göns, Rockenberg, Trais-Münzenberg, Wohnbach. B. In Friedberg, im Hofe der Klosterkaserne, am 10. November, Nachmittags 2½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kate— rien aus den Ortschaften Bad-Nauheim, Dorheim, Fauerbach b. Fr., friedberg, Ockstadt, Bauernheim, Beienheim, Dorn-Assenheim, Langen— nin mit Ziegenberg, Melbach, Nieder-Mörlen, Ober-Mörlen, Ossen⸗ leim, Reichelsheim, Rödgen, Schwalheim, Söͤdel, Steinfurth, Weckes— heim, Wölfersheim, Wisselsheim. C. In Nieder⸗Wöllstadt, am Eisenbahnviaduct uber der Friedberger Chaussee, am 11. November, Vormittags 8½ Uhr. gorien aus den Ortschaften Assenheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Burg⸗ Gräfenrode, Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Kloppenheim, Nieder⸗ Woͤllstadt, Nieder-Florstadt, Nieder-Rosbach, Ober-Rosbach, Okarben, Ober⸗Florstadt, Ober⸗Wöllstadt, Petterweil, Rodheim, Staden, Stamm⸗ heim, Wickstadt. D. In Vilbel, auf der Frankfurter Chaussee, südliches Eude von Vilbel, am 11. November, Nachmittags 2 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kate— gorien aus den Ortschaften Büdesheim, Dortelweil, Groß-Karben, Heldenbergen, Harheim, Klein-Karben, Massenheim, Nieder-Erlenbach, Nieder⸗Eschbach, Ober-Erlenbach, Ober-Eschbach, Rendel, Vilbel. Es wird noch ausdrücklich bemerkt, daß die Leute pünktlich zu erscheinen und die in ihrem Besitz befindlichen Militärpapiere mit zur Stelle zu bringen haben. Sollten Mannschaften wegen häuslicher ꝛc. Verhältnisse Dispensationsgesuche von den Controlversammlungen vor— bringen wollen, so sind diese, von der Ortsbehörde beglaubigt, min⸗ destens 8 Tage vor der Controlversammlung dem betreffenden Bezirks⸗ feldwebel vorzulegen. Nur für außerordentliche Falle ist eine kürzere Frist statthaft. Wer Dispensation von der Controlversammlung erhält, hat sich spätestens 14 Tage nach der Controlversammlung bei dem Bezirksfeldwebel zur Nachcontrole zu melden. Außerdem werden die Großherzoglichen Bürgermeistereien ersucht, jeden Controlpflichtigen auf vorstehende Bekanntmachung und weiter darauf aufmerksam zu machen, daß keine besonderen Ordres zur Gestellung ausgegeben werden. Das Großherzogliche Bezirks-Commando Friedberg. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kate— Roemheld. Deutsches Reich. Berlin, 1. Nov. Nachdem Minister zun Puttkamer gestern längere Zeit mit dem kniser conferirt hatte, konnte er am Abend noch enen Collegen die Mittheilung machen, daß un auch die königliche Genehmigung zu der Aaflösung der Stadtverordneten-Versammlung kerlins erfolgt sei. Der Magistrat jedoch dürfte wentwegt auf seinem früher eingenommenen Standpunkte der Verwahrung gegenüber dem Laufe dr Dinge, die er nicht aufhalten kann, beharren. — Der Reichsanzeiger veröffentlicht eine linigl. Verordnung, welche den Landtag auf m 14. November einberuft. — In der Mission Lord Dufferin's nach ktuiro erblickt man hier ein Anzeichen dafür, aß die Bekanntgabe der englischen Vorschläge vohl kaum so bald zu erwarten sei, da man üglischerseits der Feststellung der letzteren ge— oß die Ergebnisse der Mission Dufferin's wird „Grunde legen wollen. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn Pest, 2. Nov. 9 der gestrigen Hofjagd stürzte des Kaisers Pferd. Der Kaiser fiel herab, blieb aber un— verletzt, bestieg ein anderes Pferd und setzte die Jagd fort. — 2. Nov. Die Antworten des Grafen Kalnoky auf gestern an ihn gerichtete Inter— pellationen haben, obgleich sie wenig Neues brachten, einen sehr günstigen Eindruck gemacht, weil durch dieselben die friedliche Politik Oester— reichs neuerlich zum Ausdruck gekommen und dargethan worden, daß nach keiner Richtung hin Gründe für Besorgnisse obwalten. Frankreich. Paris, 1. Nov. Für die Einigung zwischen den Moͤbelarbeitern und den Fabrikanten sind seit heute die besten Aussichten vorhanden. N — Die Tapezierer haben die Arbeit definitiv eingestellt. Drei der groͤßten Firmen von Paris, Damont& Cie., Schmitt& Piollet, sowie das Haus Duval wurden von den Arbeitern in Verruf erklärt. — 2. Nov. Die Polizei verhaftete ein In— dividuum, welches in den Pariser Centralhallen Plakate mit Todesdrohungen gegen alle Bourgeois, Kapitalisten und Exploiteurs anschlug. Aehnliche Plakate wurden auch in Marseille verbreitet. — Die France bespricht in einem laͤngeren Artikel die deutsche Marine und kommt zu dem Schluß, daß Deutschland nunmehr in die Reihe der großen Seemächte eingerückt sei und Frank— reich auch zur See die Spitze bieten könne. Großbritannien. London. Wie man erfährt, soll die englische Regierung Frankreich davon verständigt haben, daß sie beabsichtige, für fünf Jahre einen egyptischen Controleur anzustellen. Lord Dufferin bleibt wenigstens drei Monate in Egypten.— Die von dem Reuter'schen Bureau gebrachte telegraphische Mel— dung, daß 500 Mann englischer Soldaten an dem Zuge nach dem Sudan theilnehmen wer— den, ist durchaus unbegründet, da England weder Geld noch Truppen für diesen Zweck be— willigen kann.— Die Times will wissen, daß die egyptische Regierung Vorstellungen darüber mache, daß es rathsam sein dürfe, den Prozeß gegen Arabi zu vermeiden. Sie soll vorge— schlagen haben, die Augeklagten einfach in die Verbannung zu schicken, doch wird dies für un— statthaft gehalten. Italien. Rom. General Mezzacapo, welcher die hier stattfindenden Berathungen des General— 1 1 5 1 1 8 0 1 N 4 1 1 0 1 5 7 1 1 5 1 4 1 1 17 1 0 9 * . N 19 0 1 0 0 0 4 4 b U f 1 stabs wegen der Fortification Roms führen sollte, ist erkrankt und hat an seiner Stelle Generals Fiauell die Leitung dieser Berathungen übernommen. — In hiesigen Kreisen wird die Nachricht mit großer Befriedigung aufgenommen, daß die Kronprinzen von Deutschland und Oesterreich der Vermählung des Herzogs von Genua bei— wohnen werden. Auch wird von mehreren Blät⸗ tern ein weiteres Gerücht verzeichnet, daß sich der Herzog von Aosta mit einer bayerischen Prin— zessin vermählen solle. — Die neue italienische Kammer zählt drei— hundertzwanzig Ministerielle, vierzig Mitglieder der Rechten und achtundfünfzig Fustonisten, sowie zweiunddreißig Dissidenten und vierzig Radicale. Türkei. Constantinopel, 31. Oct. Der Sultan berief, als er die beabsichtigte Abreise Lord Dufferins erfuhr, den Premierminister, den Minister des Auswärtigen, den Minister des Innern und den Justizminister zu sich und ließ nach längerer Berathung mit denselben Dufferin telegraphisch um seinen Besuch im Palais ersuchen. Letzterer folgte dieser Einladung und bezeichnete dem Premier und dem Minister des Auswärtigen gegenüber die Erkrankung Malets als Hauptgrund seiner Reise nach Egypten. — Das türkische Journal Hakikat hofft, die Pforte werde, ungeachtet möglicher Einwend— ungen Frankreichs verlangen, daß die Ernennung des neuen Bey von Tunis in Gemäßheit des Gebrauches von Alters her ihrer Sanction unter— breitet werde, denn dieser Rechtsausübung zu entsagen, käme einem einfachen Verzicht gleich. — Jufolge der Entsendung Lord Dufferin's nach Kairo ist im türkischen Cabinet davon die Rede, auch einen türkischen Commissär nach Kairo zu entsenden. Serbien. Belgrad. Die Untersuchung in Sachen des jüngsten Attentates ergab, daß Helene Markowic in letzter Zeit sehr viel mit dem seiner großserbischen Quertreiberei wegen sattsam bekannten Exmetropolitan Michael ver⸗ kehrte. — 1. Nov. Die Krisis ist vollständig über⸗ wunden. Das Ministerium Pirotschanac und seine Politik geht aus derselben gekraͤftigt her— vor, Ristic hat mit seinen neuen Versuchen, wieder an's Ruder zu gelangen, vollständig Fiasco gemacht und im Kreise seiner eigenen Partei, von welcher sich mehrere ehemalige Minister und hervorragende Parteimitglieder losgesagt haben, wesentlich an Boden verloren. Rumänien. Bukarest, 2. Novbr. Der Kammerpräsident Demeter Bratiano demissionirte, weil er nicht mehr die Majorität repräsentire; die Demission wurde mit 45 gegen 22 Stimmen angenommen. General Lecca wurde mit 45 von 69 Stimmen zum Kammerpräsidenten gewählt. Griechenland. Athen, 30. Oct. Heute erfolgte durch den Ministerpräsidenten Trikupis in Abwesenheit des Königs die Eröffnung der Session der griechischen Kammer. Rußland. Petersburg. Der Kaiser be— gnadigte die vom Kasan'schen Kriegsgericht in Saratow zum Tode verurtheilten politischen Verbrecher Poliwanoff und Nowitzky, ersteren zu unbestimmter, letzteren zu zwölfjähriger Zwangsarbeit. Moskau. Die Krönung des russischen Kaiser— paares ist nun bestimmt für den Mai 1883 in Aussicht genommen. Das Finanzministerium hat bereits die Krönungsmedaille bestellt. Egypten. Kairo, 31. Oct. Der diplo⸗ matische Agent Frankreichs besuchte heute den Ministerpräsidenten Sherif Pascha und fragte denselben, ob der Ministerrath beabsichtige, Brédif zu den Ministerraths-Sitzungen hinzuzuziehen. Sherif erwiederte, da die europäische Controle eine gemeinsame Einrichtung habe und der en lische Generalconsul angewiesen sei, an de Ministerrathssitzungen nicht Theil zu nehmen, den Sitzungen ebenfalls nicht einzuladen. — 2. Nov. Der Gouverneur der egyp⸗ tischen Küste und des Rothen Meeres, Allaiddin Pascha, erhielt den Oberbefehl über das Expe ditionscorps nach dem Sudan und wird sich f nach Suakim begeben, wohin die Expedition auf dem Seewege abgeht. N — Eine Meldung von Reuter's Bureau von hier erklart die Nachricht, die egyptische Regierung habe England die Verbannung Arabi's ohne einen weiteren Proceß vorgeschlagen, für ganz unbegründet. — Der Gouverneur von Kavala, Tussun Bey, welcher auf dem Wege nach Kavala in Kandia eingetroffen ist, telegraphirte dem Khe. dive, daß Hassan Mussa⸗el⸗Kalad und Suleimag Abdul, welche die Brandstiftung in Alexandrien anordneten, heute in Kandia von den türkischen Behörden verhaftet worden sind. Man glaubt, dieselben entflohen mittelst eines Segelbootes von Damiette nach Kandia. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 22. Sonntag nach Trinitatis. Reformationsfest. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½ Uhr: Herr Pfarrer Baur. Abendmahl. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Knodt. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Weiffenbach. scatholische Gemeinde. Samstag 5 Uhr: Beicht. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Andacht. Größtes und b in allen illigstes Lager Sorten 3514 Cisch-, Wand- und Hänge- Lampen, sowie allen einzelnen Lampentheilen bei GEORG GROSS, Friedberg. E Emmenthaler Käse, I' Limburger Käse, Feinsten Apfelgelèe. 5 . Weihl, EEE Herrenhemden, Damen⸗ hemden, Mädchenhem⸗ den, Knabeuhemden empfehlt siutgf G. F. Aletter. C Am Mittwoch den 25. d. Mts. ist auf dem Bahnhof Friedberg ein brauner Hühnerhund, männl. Geschlechts, auf den Namen Heetor hörend, entsprungen. Er war zum Weitertransport nach Marburg bestimmt. Dem Wiederbringer eine gute Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. Auskunft wird unter der Adresse: Frau Pfarrer . attmann, Marburg, Schuhmarkt, erbeten. 3619 Gestern(Mittwoch) Nachmittag um ½1 Uhr ist mir auf dem hiesigen Bahnhof, während des Abfahrens des Zugs nach Frankfurt a. M., ein kleiner Wachtel hund, rothbraun, mit weißer Nase, weißer Brust und weißen Pfoten, auf den Namen„Jolly“ hörend, spurlos ab— handen gekommen. Demjenigen, der mir den Hund bestimmt ermitteln kann, sichere ich eine Belohnung von M. 25. zu. Friedberg den 2. November 1882. 3648 Jöckel, Rechtsanwalt. Cigarren-Thermometer, Fenster⸗ und Zimmerthermometer (in nur zuverlässigen, genauen Ausführungen) empfiehlt 3443 Friedr. Fuendeling. * * Turnverein. Ausgelooste Aetien: Nr. 28. 100. 109. 124. 192. 257. 287. 326. 409. 413. Zahlung derselben erfolgt durch den Säckelwart Herrn Fr. Bindewald. 3649 Der Vorstand. Wollene Tücher, Kaputzen, Kinder- Kleidchen und Jäckchen, Palatins, Handschuhe u. s. w. bei M. Holler, 3504 f zunächst der Burg. 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November, Abends 8 Uhr, im Steinhäußer'schen Gartensaale, wozu die Mit⸗ glieder und ihre Angehörige freundlichst eingeladen werden. 3654 Der Vorstand. 2* 27 Philippi's Felsenkeller ist den Winter über nur Samstag und Sonntag geöffnet. 3637 Gasthaus zur Po in Reichelsheim. Sonntag den 5. Tanzmusik bei mäßigen Taxen. Höflichst ladet ein onrad, 9639„Zur Poste. Lokal⸗Gewerbverein zu Friedberg. Die von der Landesausstellung wieder hier einge⸗ troffenen Schülerarbeiten der hiesigen Handwerkerschüler sind Sonntag den 5. d. Mts., Nachmittags von 1 bis 4 Uhr, in dem Saal auf dem neuen Pferdestall zur Ansicht für Jedermann ausgestellt. Der Vorstand des Lokal-Gewerbvereins Friedberg: 3646 Grim m. Winter⸗Cursus in Freiübungen für Männer. Diejenigen Herren(auch solche reiferen Alters), welche eine kleine körperliche Anstrengung im Interesse ihrer Gesundheit nicht scheuen und gesonnen sind, an 2 Tagen wöchentlich sich an Frelübungen unter L eitung eines Turnlehrers in der Turnhalle zu betheiligen, werden gebeten, sich Samstag den 4. November, Nach⸗ mittags 4 Uhr, zu einer Besprechung in der Turnhalle einzufinden. Diese Einladung ist sowohl an Mitglieder, als auch an Nicht⸗Mitglieder des Turnvereins gerichtet. 3653 Der Vorstand des Turnvereins. Warme Bäder jeden Samstag von 9 Uhr ab. 2970 3660 — Danksagung. Dem Agenten J. Schulhof in Friedberg sagen wir hierdurch unseren besten Dank für die in jeder Weise gute Beförderung und Verpflegung während unserer Ueberfahrt nach Amerika. Southampton(an Bord der„Elbe“) den 26. October 1882. Johannes Becker III. Johannes Guthmann III. 3642 Winterschuhe und Stiefel von den gewöhnlichsten bis zu den feinsten, größte Aus⸗ wahl— billigste Preise. Heinrich Diehl, Usagasse. NB. 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Gestern zwischen 9 und 10 Uhr Vormittags fand in Gegenwart des Vorsitzen⸗ den des Aufsichtsrathes, Kreisrath Dr. Braden, ferner des Kreisschul⸗Inspeetors Schmidt und der zum Theil erschienenen Eltern der Schüler, die Eröffnung des dies- maligen Wintercursus hiesiger Ackerbauschule statt. Nach einer Ansprache des Dirigenten Dr. Tobisch und des Kreisrathes Dr. Braden, erklärte Letzterer den Winter⸗ Cursus fur eröffnet, und wurde schon um 10 Uhr mit dem Unterricht begonnen. Die Zahl der angemeldeten Schüler beträgt 21, wovon jedoch vier sich auf einige Tage Urlaub erbeten haben, um zu Haus noch bei den diesjahr ungewöhnlich verspäteten Herbstarbeiten behülf— lich zu sein. 6. Friedberg. Zuckerrüben bau. In Folge des immer weniger einträglichen Kartoffelbaues in hiesiger Gegend bemüht man sich, andere Handelsartikel zu eul— tiviren und haben gerade im letzten Jahre viele Land— wirthe in der Wetterau dem Zuckerrübenbau sich zuge— wendet. Dieselben haben mit Zuckerfabriken, wie Wag— häusel, Jülich u. A. Accorde abgeschlossen, worauf sie per Ctr. M. 1— 1.10 bezahlt erbielten. Der Samen wurde von der Fabrik geliefert. Dem Vernehmen nach sollen sehr geringfügige Ernten gemacht worden sein, pro Normalmorgen 120 Ctr., das Höchste 160 Ctr. Wie man hört, schreibt man diese geringe Ernte der Sorte Samen zu, welchen die Fabriken geliefert haben. Es erscheint diese Annahme richtig. Muͤhlenbesitzer Schudt auf der Görbelheimer Mühle hat eine weit bessere Ernte gemacht, nämlich auf einem Morgen über 200 Ctr. und zwar auf einem Grundstück, was vor 4 Jahren zum letztenmal gedüngt worden ist. Die Rüben, welche auf den Zuckergehalt untersucht worden sind, haben 14,40% Zucker enthalten. Dieses Beispiel ist der schlagendste Beweis, daß bei uns ebenso gute Rüben wachsen, wie n den besten Gegenden der Provinz Sachsen. Es soll ich Niemand beirren lassen, an der Zuckerfabrik Wetterau Theil zu nehmen, sei es durch Kaufrüben oder Aetien— züben. Bessere und einträglichere Ernten, wie sie beim Nübenbau gemacht werden, wird Niemand erzielen. Es wird häufig eingewendet, der Rübenbau verursache zu ziel Arbeit beim Behacken und Ausmachen der Rüben, allein man darf dreist behaupten, daß dies keineswegs schlimmer ist, wie beim Kartoffelbau. Welchen großen Vorheil gewährt es nur allein, wenn man im Herbst seine Waare an einen bestimmten Abnehmer abliefern kann. Die Rüben Schudt's, welche nach Jülich ver— kauft wurden, sind vom Acker direet an die Bahn ge— fahren worden und einige Tage darnach wurde demselben der Betrag dafür zugesandt. Ein glatteres Geschäft Sberhessisch ——— ͤ DUüwẽ᷑mIm—ᷣ—ᷓ— er Anzeiger. — kann es nicht geben. Bei Kartoffeln, die als Hackfrucht 50 Pf., Butter, Engrospreis per Centner M. 105, per mit in Vergleich gebracht werden müssen, hat man solche Ernteresultate nicht, es kommt selten vor, daß man sie direct vom Acker verkaufen kann, in letzterem Fall nur mit wenig Nutzen. W. Gießen. Nächsten Sonntag, den 5. November, Vormittags 9 Uhr, findet der 42. Turntag des Gaues Hessen im Wenzel'schen Gartensaal dahier statt. Die Tagesordnung lautet: 1) Revision der Gausatzungen. 2) Wahl des Gauausschusses. 3) Festsetzung der Gau⸗ beiträge pro 1883. 4) Die Abhaltung von Turnfesten innerhalb des Gaues, resp. die Untergaue betreffend. 5) Wahl des nächstjährigen Festortes. Allerlei. Petersburg. Die Petersburger Gazeta berichtet von einem großen Diebstahl, welcher dieser Tage auf der Warschauer Eisenbahn verübt wurde. Es wurden näm⸗ lich während der Fahrt aus dem Bagagewagen des nach der Grenze zu fahrenden Postzuges 7 Colli, die nach Köln und Riga bestimmt waren, und in denen sich kost— bare Sachen im Werthe von 30,000 Rubel befanden, herausgeworfen. In der Nähe der Station Artonopel sind zwei dieser Colli aufgefunden worden, von den übrigen fand man nur noch Bruchstücke. Verloosungen. Meiningen, 1. Nov. Ziehung der Meininger 7 fl. Loose. Serien: 34 140 159 347 373 862 1049 1218 1503 1542 1629 1724 1753 1961 2127 2159 2379 2602 2614 2675 2932 3872 3956 4060 4436 4920 5128 5404 5520 5531 5639 5705 6054 6376 6973 7210 7365 7653 7708 7786 8079 8225 8283 8425 9078 9253 9411 9525 9835 9978. Braunschweiger Thlr. 20. Loose von 1868. Serienziehung vom 1. November 1882. Nr. 90 182 284 427 429 461 833 921 1352 1468 1808 1944 2332 2372 2378 2468 2501 2528 2601 2647 3345 3652 3705 4294 4306 4494 4876 5209 5535 5697 5821 5940 5992 6142 6229 6291 6509 6534 6573 6650 6768 6819 7013 7348 7389 7567 7746 8019 8255 8280 8287 8417 8450 8898 9261 9344 9406 9436 9453 9681 9741 9837 9898. Die Gewinnziehung findet am 31. Dezember 1882 statt. Handel und Verkehr. Frankfurt, 1. Nov. Wochenmarkt. Heute war Weißkraut in großer Menge am Markt; es hielten in der Judengasse ea. 25 volle Fuhren. Blumenkohl per Stück 15— 40 Pf., Weißkraut das Hundert M. 6 bis 7.50, per Ctr. M. 1.20, Rothkraut 20—30 Pf., Wirsing 6—8 Pf., Spinat per Mahlzeit 30 Pf., Rosenkohl 30 bis 35 Pf., Schwarzwurz 35— 40 Pf., gelbe Rüben per Gebund 6 Pf., Carotten 8 Pf., Radieschen 5 Pf., Endivien, Escarol und Romain 8 Pf., Kopfsalat 5 Pf., Schmalzkraut per Theil 10 Pf., rothe Rüben pr. Stück 3—6 Pf., Rettig 8— 10 Pf., Zwiebeln per Ctr. M. 3.50 bis 5, per Gescheid 15—20 Pf., kleine Sorte 40 bis bis 67 per Centner Schlachtgewicht. Pfund M. 1.20 1.30, Eter, frische, per Hundert M. 6, Kalkeier M. 5.40, italienische M. 7.50, Kartoffeln per Ctr. M. 3— 3.50, Frühkartoffeln M. 3.50— 3.75, per Gescheid 12, 14— 15 Pf., feine Salatkartoffeln(Mäus⸗ chen) gelbe per Ctr. M. 7.50—8, per Gescheid 25 Pf., rothe per Ctr. M. 6.50— 7. Gans, je nach der Schwere, M. 4—6, Suppenhuhn M. 1.20— 1.80, Hahn M. 1 bis 1.50, Ente M. 2.20 2.80, Taube 50 Pf., Krammets⸗ vögel 40— 50 Pf., Capaun M. 3. Haas M. 3.50, Reh⸗ ziemer M. 9— 12, Rehkeule M. 5— 7, Vorderschlegel M. 1.50— 2, Feldhuhn M. 2.— Heu- und Strohmarkt. Die Zufuhr bestand in 27 Wagen. Heu wurde ver⸗ kauft per Doppeleentner je nach Qual. zu M. 7—8.40, Stroh zu M. 4.40. Frankfurt, 2. Nov. Viehmarkt. Es waren an⸗ getrieben ca. 100 Ochsen, die sämmtlich und zwar zu den Preisen vom letzten Montag verkauft wurden. Kühe und Rinder waren nur ca. 15 am Markt in besserer Qualität, welche zu etwas höheren Preisen sehr bald abgesetzt waren. Der Preis bewegte sich zwischen M. 60 Kälber waren ca. 37 Stück angetrieben. Für 1. Qualität wurde heute 68 Pf., für 2. Qualität 57—59 Pf. per Pfd. Schlacht⸗ gewicht gelöst. Vom 1. Dezember ab findet, außer im Verkehr mit Lissabon, auch mit den Hauptorten Süd-Portugals, mit der Insel Madeira und den Azoren ein Austausch von Postpacketen ohne Werthangabe bis 3 kg durch Ver- mittelung der Reichspost und der Königl. Portugtesischen Posten statt. Der einheitliche Portosatz beträgt 1 Mark 80 Pfennig bei Sendungen nach dem Festlande Portu⸗ gals, 2 Mark 20 Pfennig nach Madeira und 2 Mark 60 Pfennig nach den Azoren. Die Beförderung erfolgt auf dem Wege über Hamburg mittelst deutscher Schiffe bis Lissabon oder, auf Verlangen des Absenders, durch Elsaß⸗ Lothringen über Bordeauß. Die Sendungen müssen frankirt und bei der Beförderung über Hamburg von zwei, bei der Beförderung über Bordeaux von drei Zoll-Inhaltserklärungen in franzöͤsischer Sprache be— gleitet sein. Für alle Packetsendungen nach Portugal, welche den Bedingungen für Postpackete nicht entsprechen, imgleichen für Packetsendungen jeder Art nach den übrigen Orten Portugals bleiben die bisherigen Versendungs⸗ vorschriften in Kraft. Das namentliche Verzeichniß der zunächst an dem Austausche Theil nehmenden Portugiesi⸗ schen Postorte ist bei den Reichs-Postanstalten einzusehen, Geld⸗ Cours. Frankfurt am 2. Nov. 1882. 20 ⸗Frankenstüc kee WM. 16 1720 do. n„ Englische Sovereign.„% 20 33—38 Russische Imperi ales„ ͤ 16 70—75 Diegten „ cee e Dollars in Gold. mein,, t ae Bekanntmachung. Friedrich Weihl in Friedberg betreibt daselbst seit beute ein Colonial- und Spezereiwaarengeschäft unter der Firma„F. Welhl“ und ist deßfallsiger Eintrag im Firmenregister verfügt worden. Friedberg am 1. November 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. Hohenstein, 2643 e Bekanntmachung. Nachdem der seitherige Rechner des Vorschuß- und Credit⸗Vereins Bruchenbrücken— Lehrer Maul daselbst— ein Amt nleder gelegt hat, ist für die Zeit bis zur zächsten ordentlichen Generalversammlung das Vorstands— mitglied Philipp Best II. von Bruchenbrücken als Rechner und Philipp Best III. von Bruchenbrücken als neues Zorstandsmitglied gewählt worden. Friedberg am 1. November 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. Hohenstein, 2644 Hülfsgerichtsschreiber. Bekanntmachung. Auf Antrag der Erben des Kaufmanns Louis Winheim 4 Frledberg ist die Firma dieses Namens im Handels— zegtster gelöscht worden. rte d berg am 1. November 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. S ũ Hülfsgerichtsschrelber. ffert. Ein Hetze in Heizer Birb für eine Dreschmaschine gesucht von Nieder-Erlenbach. Hohenstein, 845 362⁴ Joh. Fix. Immobiliar-Versteigerung. Montag den 6. November l. J., Vormittags 11 Uhr, Deweil erbvertheilungshalber nochmals an den Meist— bietenden versteigert werden. Friedberg den 1. November 1882. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Sertba. * Holzversteigerung. Dienstag den 7. und Mittwoch den 8. d. Mts., jedes—⸗ mal Nachmittags 2 Uhr anfangend, soll eine größere Parthie Obstbaäume öffentlich ueistbietend versteigert werden. Zusammenkunft ist am 7. d. Mts. am Rathhaus— treppchen und am 8. d. Mts. am Mainzerthor. Friedberg den 3. November 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seriba. 9 1 7 Hofraithe-Versteigerung. Freitag den 17. November l. J., Vormittags 10 Uhr, soll in hiesigem Rathhaus die Hofralkthe der Georg Krauch's Ehefrau nochmals an den Meistbietenden versteigert werden. Bei entsprechendem Gebote wird der Zuschlag er— thellt. Friedberg den 2. November 1882. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Seriba. 3 3665 3650 Ein Wohnhaus auf der Katserstraße ist aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3625 Eckert'sche Pflüge zu haben bei Conrad Häuser sollen in hiesigem Rathhaus die Grundstücke des Philipp In 5. Auflage erschtenen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig à 1 Mark: n Die Freimaurerei in zehn Fragen und Antworten. stat! Zur Aufklärung für das Volk und dessen Freunde Scheitlin& Zollikofer in St. Gallen. Un widerruflich Ziehung 15. November 1882. Größte deutsche Ausstellungs-Lotterie Nürnberg. Hauptgewinn 25,000 M. 1 Gewinn von 10,000 M., 2 à 3000 ꝛc., im Ganzen 4000 Gewinne im Werthe von 250,000 M. 8 5(fñür Frankatur und Loose 2 M. 15 Gewinn-Liste 20 Pf. belzufuͤgen) zu bezlehen durch die Direetion d. Ausstellungelotterie Nürnberg. 3573 824 Damen- und Kinderkaputzen. gestrickte und gehäckelte Kinderkleidchen und Jaͤckchen, Unterjacken und Hosen, sowie große Auswahl in Winter- schuhen zu sehr billigen Preisen bei 3429 Geschwister Schloß. Ein noch fast neuer, Kochofen sehr guter veränderung preiswürdig zu verkaufen. Exped, d. 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In dieser Zeit hat es sich in mehr als F hunderttausend Exemplaren über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden. — Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kerngebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vorhanden sind, so daß in demselben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Verlagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— herzustellen und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest- und Communsongeschenken“ Annonce. Ausverkauf mittelst öffentlicher Versteigerung wegen Geschästsaufgabe. Der Unterzeichnete, welcher sein seither betriebenes Geschäft im Laufe des nächsten Monats aufgibt, läßt seine sämmtlichen Waarenvorräthe und einige Mobiliar⸗ gegenstände öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. Die Versteigerung findet Dienstag den 7. November d. J. in dem Gartensaale des Philippi's Felsenkeller statt, Morgens 9½ Uhr anfangend, und werden solcher folgende Gegenstände ausgesetzt:“ Schuhe, Herren- und Kinderstiefel, verschiedene Ellen⸗ waaren, Kuh- und Pferdeteppiche, Bettwerk, 2 nuß⸗ baumene Bettstellen, Kleiderschrank, Sopha, 1 Küchen⸗ schrank mit Schüsselbank, 1 großer Spiegel, 1 großer blecherner Klötzständer und mehreres Andere. Hierzu ladet höflichst Steigliebhaber ein Friedberg im Oetober 1882. 3638 Schwarz, Großh. Hoftaxator. Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei J. Kissel, Wagnermeister, 3570 in Friedberg. 2 41 verkauft zu sehr billigen 8 7 1 let-De ck en vreisen K. Friedrich. ach Vorschrift des Universitäts-Professors Dr. Harless, Königl. 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