——————— Mylords, auser, 1881. Donnerstag den 30. Juni. M 76. — 1 Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. 8 f berechnet, bei größerem Tabellen— oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bet uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. 5 Das Reichsgesetzblatt Nr. 13 enthält: Verordnung, betreffend die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der Reichsbankbeamten. Deutsches Reich. Berlin, 28. Juni. Die Kaiserin bedurfte gestern in Folge eines plötzlich eintretenden Leidens der Consultation und Operation des Bonner Professors Busch. Den Umständen nach st das Befinden der hohen Patientin im All— gemeinen befriedigend; ängere Zeit der Ruhe und Schonung. Dresden. Das„Dresdner Journ.“ publi⸗ cirt eine Verordnug des Ministeriums, die vom 29. Juni an für ein Jahr in Kraft treten soll. Hiernach soll auf Grund des Socialistengesetzes den Personen, von welchen eine Gefährdung der offentlichen Ruhe und Sicherheit zu besorgen ist, der Aufenthalt in Leipzig und im Bezirk der Amts— hauptmannschaft Leipzig untersagt werden können. München. Der König hat das Gesuch des Ministers des Innern v. Pfeuffer um Ent⸗ hebung von seinem Posten genehmigt und den Regierungspräsidenten in Oberbaiern, v. Feilitzsch, zum Minister des Innern ernannt. v. Pfeuffer wird Präsident in Oberbaiern. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 25. Juni. Der deutsche Botschafter in Constantinopel, Graf Hatzfeld, ist heute nach Wiesbaden abgereist. Die Fürstin von Montenegro ist heute Nach- mittag hier eingetroffen. Pest, 27. Juni. Gestern fanden die Neu— wahlen statt. Von den bisher gewählten 221 Abgeordneten sind 127 Liberale, 46 von der Unabhangigkeitspartei, 35 von der gemäßigten Opposition, 7 zu keiner Partei gehörig, 5 na⸗ tionale. Zwei Nachwahlen sind erforderlich. Dänemark. Kopenhagen, 27. Juni. Der Finanzminister brachte im Folkething eine Vor- lage auf Verlängerung des mit dem 30. Juni ablaufenden Budgets ein und eine vorlaͤufige Bewilligung, bis ein definitives Finanzgesetz zu Stande gekommen sei. Norwegen. Christiania, 26. Juni. In Drammen ist unter den Arbeitern der dortigen Sägewerke ein Strike ausgebrochen. Holland. Antwerpen, 28. Juni. Ein gestern abgehaltenes liberales Meeting zu Gunsten des Wahlrechts beschloß, die Regierung aufzu⸗ fordern, der gegenwartigen Kammer-Session zu versprechen, daß sie in der nächsten Session einen Gesetzentwurf vorlegen wolle, worin das allge— meine Stimmrecht für die Gemeinden und Pro— vinzen zugestanden wird. Frankreich. Paris. Nach amtlicher Feststell— ung beträgt die Zahl der Todten in Marseille 3, wovon 2 Franzosen und 1 Italiener, die der Ver⸗ wundeten 18, wovon 5 Franzosen, 13 Italiener. Großbritannien. London, 28. Juni. Ein Blaubuch, welches im Parlamente vertheilt ist, umfaßt gegen 400 Depeschen vom 13. Jan. bis 31. Mai. Es berichtet über die Unter— handlungen und Schritte des englischen Bot— schafters zu Konstantinopel, des Gesandten in Athen, die Depesche Göschens vom 26. April und setzt die Motive auseinander, aus denen Göschen den übrigen Botschaftern zustimmte, die sich für die Reducirung des Griechenland zu gewaͤhrenden Gebiets erklärten. Wenn England nicht zugestimmt, hatte Griechenland die Con— ö doch bedarf sie noch Mordes L 227. Juni. vention nicht angenommen; der Krieg wäre aus— gebrochen, wenn auch Griechenland keine Aussicht auf Erfolg hatte.— Unterhaus. Bei der Special— berathung der irischen Landbill wurde nach Ab— lehnung mehrerer Amendements-Anträge der Artikel 4 angenommen und die Sitzung hier— nach aufgehoben. N — 28. Juni. Nachrichten aus Oldbury zu— folge strikten heute gegen 30,000 Nagelfabrik— arbeiter in den Grafschaften Stafford und Wor— cester, dieselben verlangten eine Lohnerhohung von 30 Procent. Italfen. Rom, 28. Juni. Das Journal „Diritto“ dementirt folgende Meldung desStan— dard“:„Frankreich antwortete Italien auf dessen Aufrage, ob es gegen die Emission der italieni— schen Anleihe in Paris opponiren wurde, mit „Nein“, jedoch unter der Bedingung, daß Italien den Zustand der Dinge in Tunis anerkenne.“ Türkei. Constantinopel, 28. Juni. Der Proceß über die Ermordung Abdul-Aziz hat begonnen. Ein nicht zahlreiches, aber gewähltes Auditorium hat sich eingefunden. Elf Ange— klagte sind anwesend, Midhat Pascha, Mahmnd Damat Pascha, Nuri Damat, Fakri Bey u. A. Das Haupt-Argument der Anklage bildet die Einsetzung einer Commission zur Prüfung der Palast⸗ Rechnungen nach der Entthronung von Abdul-Aziz. Zu dieser gehörten Mahmud und Nuri Pascha, welche der Anstiftung des angeklagt sind. Drei Ringkämpfer legen ein vollständiges Geständniß ab mit um⸗ staͤndlichem Detail. Sie behaupten, die Befehle zur Ermordung des Sultans von Mahmud und Nurri Pascha und den übrigen erhalten zu haben. Fakri Bey sei ihnen behülflich gewesen. Alle Angeklagten leugnen. Die Verhandlung wird vertagt. Ein Irade des Sultans beauftragt Server Pascha, die directe griechisch— türkische Convention zu unterzeichnen. [Rumänien. Bukarest, 27. Juni. Die Deputirtenkammer verwarf die Couversionsvor— lage und forderte die Regierung auf, die jetzigen Schuldverschreibungen durch neue Gprocentige Regierung resp. durch Vermittelung mehrerer Banken erfolgen; der Staat soll die verursachten Kosten tragen. Der Ministerpräsident erklärte, die Regierung könne dieses Votum nicht annehmen. 5 ö die 9 9 gf 0 ö 415 verzierter Schrift folgenden meines siebenten Concurses bleibt Rußland. Petersburg. Dem„Golos“ zufolge wird eine besondere Commission zur Aus— arbeitung eines allgemeinen Ausnahmegesetzes eingesetzt werden, welches in saͤmmtlichen Fällen in Anwendung kommen soll, wo es nothwendig sein wird, die Machtbefugnisse und die legale Mitglied des Reichsraths, der Adjunct des Ministers des Innern, Tscherewin, Stadthaupt— mann Baranoff, Generalmajor Suroff und je ein Vertreter des Kriegs- und Justizministeriums genannt. Den Vorsitz würde Kachanof führen. Die Commission soll mit ihren Arbeiten sofort beginnen. Afrika. Tunis. marschire wieder nordwärts, ist unrichtig. Amema befindet sich 15 Stunden von Gerpyille, Ein Gerücht, Bu-Amema Titres zu ersetzen. Die Emission soll durch die im Süden des Schott. 800 Mann sind von Saida nach Mazbra abgezogen, von wo die Erforschung von Alfa fortdauert. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die ganze Eisenbahnstrecke Hanau⸗ Friedberg wird am 1. September d. J. eröffnet werden. Die Erdarbeiten sind nunmehr vollendet, mit dem Legen der Schienen von Windecken nach Friedberg wird diese Woche begonnen. Die Vahnstrecke von Hanau bis Win⸗ decken wird bekanntlich schon seit längerer Zeit befahren. e. Bad⸗Nauheim. Am Sonntag Nachmittag fand dahier im Fritz'schen Saale eine Versammlung von hiesigen Bewohnern zum Zwecke der Gründung einer Pfennig⸗ Sparkasse statt. Salinenrentmeister Nebhuth eröffnete die Versammlung und wies in längerer Rede auf die Zweckmäßigkeit und segensreiche Wirksamkeit einer solchen Kasse hin. Nachdem die Errichtung einer Pfennig⸗Spar⸗ kasse für Bad⸗Nauheim einstimmig beschlossen war, wurde zur Wahl des Curatoriums geschritten. In dasselbe wurden durch Aeclamation ernannt: Salinenrentmeister Nebhuth, Pfarrer Walz und Lehrer Wagner. Sammel⸗ stellen wurden errichtet bei den Kaufleuten R. Wörner, Th. Andreas und Ph. J. Weiß. Zur Hauptsammelstelle wurde die Kasse des hiesigen Spar- und Vorschußvereins bestimmt. Im Anschluß hieran erklärten sich die Inhaber von Sammelstellen bereit, an jedem Tage und zu jeder Zeit Beiträge entgegen zu nehmen. Die wöchentlichen Einlagen wurden von 5 zu 5 Pf. aufsteigend bis incl. 95 Pf. festgesetzt, dieselben können jedoch von derselben Person nur einmal die Woche, mit Ausnahme des Mon⸗ tags, und nur an die Sammelstelle eingezahlt werden, von welcher das Einlagebuch ausgegeben wurde. Die Auslagen für die Anschaffung von Sparkassebüchern ze. sollen vorerst durch freiwillge Beiträge gedeckt werden, späterhin werden dieselben aus dem Reservefonds be⸗ stritten. Zum Schlusse wurde Seitens des Lehrer Quehl der Wunsch ausgesprochen, das hiesige Lehrerpersonal möge besonders die Schulkinder auf die neu entstandene Anstalt aufmerksam machen. Kirch-Göns. Letzten Sonntag feierte der Butz⸗ bacher Zweigverein der Gustav-Adolf Stiftung in unserem Orte sein Jahresfest. Gießen. Schwurgerichtsverhandlung am 25. Juni gegen G. Noll II. Ehefrau von Schwarz, wegen Ver⸗ vortheilung der Gläubiger. Nach dem Ergebniß der Ver⸗ handlung hielten sich die Geschworenen von der Schuld der Angeklagten nicht für überzeugt und sprachen daher das„Nichtschuldig“ aus.— Am 27. Juni gegen J. Kraft II. und J. B. Menje von Altenschlirf, wegen Meineids. Die beiden Angeschuldigten wurden für schuldig erachtet und Jeder in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahr und zum Ver⸗ lust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahr verurtheilt. Gleichzeitig wurde den beiden Angeklagten die Fähigkeit abgesprochen, als Zeuge und Sachverstän— diger vernommen werden zu können. Allerlei. Frankfurt, 28. Juni. Gestern fanden Voruͤber⸗ gehende an einer Ladenthür auf der Zeil einen jedenfalls von einigen Witzbolden angehefteten Zettel, der in schoͤn Inhalt trug:„Zur Feier mein Laden bis auf Weiteres geschlossen.“ Es folgte die Namensunterschrift. P. A. Frankfurt. Die Lotterie Commission der Ausstellung hat als zweiten Hauptpreis eine Zimmer⸗ Einrichtung in Aussicht genommen und als ferneren Haupt- Rechtssphäre der Administration zu stärken. Als Mitglieder der Commission werden Kachanoff, sich selbst den Grundton mit einer Bu⸗ preis bereits einen Original- Steinway Coneert Fluͤgel, Opus Nr. 44,477, angekauft. Es ist dies das zur Aus⸗ stellung gebrachte Exemplar einer neuen Construction, wonach die Zargen als Träger des Resonanzbodens aus langen Holzplatten gebogen sind, so daß kein Querholz die Vibration unterbricht. Leichtigkeit, Stärke, rein voll⸗ kommene Klangfähigkeit, großer, edler Ton sind das Resultat dieser neuen Bauart, welche außerdem mit doppelter Seitenseala versehen ist, so daß jeder Ton in Fulle harmonischer Theiltöͤne reprodueirt. Das Instrument hat drei Pedale, wovon eines erlaubt jeden einzelnen Ton singend zu halten. Die vorzüglichen, jetzt schon in der Ausstellung bewährten Elgenschaften dieses edlen Kunstwerkes ver— anlaßten die Commission, das Piano als einen der ersten Preise fur die Ausstellungslotterie anzukaufen.— Am letzten 50-Pfennigtage besuchten 8303 zahlende Personen 8 3 die Ausstellung.— Am Montag fand die Eröffnung der historischen Kunstausstellung auf dem Ausstellungsplatzestatt. Posen, 27. Juni. Graf Czanecki auf Rusko wurde heute von der Strafkammer des hiesigen Landgerichts wegen Anbringung zweier Fahnen auf seinem Schlosse mit der Inschrift:„Tod den Deutschen!“ zu sechsmonat— licher Gefängnißstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte zwölf Monat beantragt. Ein früheres freisprechen— des Urtheil vom Landgericht Lisse war vom Reichsgericht vernichtet worden. Mexiko, 25. Juni. Auf der Morelo-Eisenbahn stürzte vergangene Nacht ein Zug in den San Antonio— Fluß bei Curatla. Gegen 200 Personen wurden getödtet und viele verletzt. Die Passagiere waren meistens Soldaten. Jahres⸗Bericht des Landes⸗Pferdezucht-Vereins pro 1880. Erstattet in der General-Versammlung zu Oppenheim am 10. April 1881. Von Freiherrn von Schaeffer-Bernstein. (Fortsetzung und Schluß.) 5. Versammlungen zu Besprechungen und belehrenden Vorträgen wurden von uns im vergangenen Jahre fünf veranstaltet. a. Zu Pfungstadt am 15. Februar. Die gediegenen Vor— träge der Herren Veterinärärzte Dr. Müller und Dr. Schäfer über Nutzen und Einrichtung von Fohlenweiden trugen hier nicht wenig dazu bei, das Interesse für Wiederher— stellung der schon oben erwähnten Anlage bei Pfungstadt zu beleben. Außerdem hat Herr Gemeinderath Ulrich von da sich bei dieser Gelegenheit eine besondere Aner— kennung des Vereins durch energische Vertretung der Pferdezüchter erworben. b. Zu Bickenbach a. d. B. am 2. Mai kam zum erstenmale das unterdeß mehr in den Vordergrund getretene Projeet der Einfuhr norddeutscher Füllen durch Vermittelung des Vereins zur Sprache. Eine Reihe von Voraus bestellungen aus dem Kreise der anwesenden Pferdezüchter war das Resultat der lebhaften Verhandlungen. Auch wurde dadurch der anwesende Herr Landtagsabgeordnete Oberförster Theobald von Jugen— heim veranlaßt, seine Ansicht über Bewilligungen aus Staatsmitteln zum Zweck der Verbesserung des Stuten— materials auszusprechen und wir dürfen auf diese An— regung es zurückführen, daß eine Interpellation der Gr. Regierung durch genannten Herrn in dieser Richtung er⸗ folgte und wir heute in der Lage sind zu berichten, daß Hohes Ministerium für die kommende Finanzperiode eine Summe in das Budget einstellen wird, die dem Verein, seine Kräfte auf die Dauer übersteigende Opfer, bei Ankäufen ersparen dürfte; da sogar für das laufende Jahr die Bewilligung aus Fonds für gemeinnützige Zwecke event. in Aussicht gestellt ist. o. Am 9. Mai zu Goddelau; wurde dieselbe Frage mit gleichem Erfolg behandelt und d. ebenso zu Nordheim am 25. Juli, wo auch Herr Seretär Stimmel die Gefälligkeit hatte, über die Pflege der träch— tigen Stute einen Vortrag zu halten. e. Unsere letzte vorjährige Versammlung, zu Wöllstein abgehalten, ver— bunden mit der Besichtigung des dortigen Fohlenweiden— terrains und der dabei erbauten Stallung mit Wärter⸗ wohnung, gab unserem neuen Vorstandsmitglied für Rheinhessen, Herrn Rittmeister Heyl, Veranlassung, an— knüpfend an den guten Erfolg der Bemühungen des Comite's in Wöllstein, welches mit rastloser Thätigkeit alle Schwierigkeiten überwand, um eine erste größere Fohlenweide für Rheinhessen zu schaffen, unserem Dank nicht allein Ausdruck zu geben, sondern in längerer Rede die Vortheile hervorzuheben, welche durch ein solches Unternehmen der Pferdezucht erwachsen können. Herr Präparantenlehrer Buxbaum, ein sehr thätiges Mitglied genannten Comite's, schilderte sodann in anziehendem Vor⸗ trag die Leiden des Pferdes, wenn es, nicht naturgemäß behandelt, in der Jugend eingesperrt, im Alter geplagt wird. Eine weitere weitaus die wichtigste Frage der Tages⸗ ordnung:„Soll der Verein für Rheinhessen, bei der Einfuhr von Stutenmaterial, das dort in einigen Distrikten vorwiegende Bedürfniß an schweren Pferden berücksichtigend, den Ankauf vor belgischen Stutfüllen für die Folge in Aussicht nehmen?“ kam nach sehr lebhafter Debatte hier nicht zum Entscheid. Der Ausschuß hat jedoch in seiner letzten Sitzung in dieser Richtung Beschlüsse gefaßt, da⸗ erforderlichen Vorbereitungen getroffen werden können, um in diesem Jahre bei Zeiten die Anmeldungen zu er— halten, denn nach den vorjährigen Erfahrungen unserer Fuͤllenankaufs-Commission werden in den Absatzgebieten, auf welche sie angewiesen, schon sehr frühe im Jahre (Juni) die Füllen ausgehandelt. Die Verkäufer lassen sich hierbei gerne, weil es so herkömmlich, verpflichten, die jungen Thiere bis zu einer späteren Ablieferungsfrist bei den Mutterstuten zu behalten; alsdann werden sie auf den Spätsommermärkten von den Commissionen ab— genommen, natürlich unter der Bedingung normaler Aus— bildung und gutem Gesundheitszustand. Ohne solche vorhergegangene Abmachungen wird man sich beim Besuch dieser Märkte, wenigstens was Absatzfüllen anlangt, immer mehr oder weniger auf das Uebriggebliebene beschränkt sehen. Unsere Commission fand deshalb auch die von ihr bereisten hannövertschen Distrikte, für welche der Markt zu Lehe bei Bremerhafen am 24. August Abnahmestelle ist, dieselben im September bereits sozusagen ausgekauft und traf auf dem Hauptmarkt zu Ovelgönne in Olden⸗ burg auch nur eine verhältnißmäßig kleine Anzahl verkäuf— licher Saugfüllen. Die Commission, welche erst am 11. Juni gewählt wurde, konnte, da auch der Bedarf gegen Ende August noch nicht einmal sicher festgestellt war, wenn auch vorher die Verhältnisse des norddeutschen Füllenhandels ihr bekannt waren, nicht rechtzeitig und mit der nöthigen Sicherheit Schritte zur Einleitung ihres Geschäftes thun. Um nun für die Folge nicht wieder in gleiche Lage zu gerathen, wird ein Aufruf zur Betheiligung am Fuͤllen— bezuge durch den Verein sobald als möglich ergehen und dazu ist es unumgänglich zu wissen, wo und was gekauft werden soll. Es empfiehlt sich, bestimmte Erklärung des Bestellers zu verlangen, ob Belgier, Hannoveraner oder Oldenburger gewünscht werden. Zum Schlusse erlauben wir uns Ihnen noch über den Mitgliederstand des Ver— eins zu berichten. Derselbe hat sich in diesem Jahre um 50 Mitglieder vermehrt und zwar von 1075 auf 1125. Als lebenslängliches Mitglied trat dem Verein Seine Durchlaucht der Fürst zu Büdingen bei, wodurch uns der erfreuliche Beweis der Anerkennung der bisherigen Vereinsleistungen von einer Seite gegeben wurde, deren Ansehen durch Bethätigung hohen Interesses für die ge⸗ meinnützigen Institutionen des Landes ein hervorragendes ist. Unterdeß haben aber doch 36 Abgänge stattgefunden, wovon 7 durch Versetzung oder Pensionirung von Offi— zieren, 4 durch Todesfall begründet sind; 17 Austritte erfolgten durch Nichtannahme des Postmandats bei Ein— ziehung der Beiträge nach§. 6 der Statuten durch den Vereinsschatzmeister. Den Herren Vertrauensmännern, welche sich durch das sehr erwünschte gelegentliche Ein— sammeln von Beiträgen verdient gemacht haben, sprechen wir unseren Dank hierfür aus, und hoffen, daß sich auch die übrigen Herren dieser geringen Mühe unterziehen möchten, um das Einkassiren durch die Post möglichst zu beschränken. Wir haben den Termin hierfür, welcher statutarisch auf den 1. Mai fixpirt ist, deßhalb schon auf den 1. Juli verschoben. Der Vorstand will nun mit frischem Muth seine Aufgaben weiter verfolgen und bittet um Ihr ferneres Vertrauen. Handel und Verkehr. Friedberg, 29. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 85— 95 Pf., Eier 2 Stück 11 Pf. Friedberg, 28. Juni. Fruchtbericht. Waizen M. 24.00, Korn M. 22.50, Gerste M. 16.—18., Hafer M. 15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfd. Gießen, 28. Juni. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 75—90 Pf., Eier 1 Stück 5 Pf., 2 Stück 11 Pf., Käse per Stück 5— 11 Pf., Tauben das Paar 70—80 Pf., Hühner per Stück M. 1.30 1.60, Hahnen per Stück M. 0.70— 1.30, Enten per Stück M. 1.50— 1.80, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfund, Kuh⸗ und Rindfleisch 48— 50 Pf., Kalbfleisch 4044 Pf., Hammelfleisch 68—70 Pf., Schweinefleisch 64— 68 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.50— 5.80, Zwiebeln per Ctr. M. 24.—25., Kirschen das Pfd. 20-30 Pf. Frankfurt, 27. Juni. Viehmarkt. Angetrieben waren 400 Ochsen und Stiere, 360 Kühe und Rinder, 280 Kälber und 150 Hämmel. Die Preise stellten sich per 100 Pfd. Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 62.—65., 2. Qual. M mit, wie es dringend nothwendig, schon sehr bald die M. 48. 52., 2. Qual. M. 35.—42., Hämmel 1. Qual. M. 54.—66., 2. Qual. M. 45.—50., Kälber 1. Qual. 55.— 60., Kühe und Rinder 1. Qual.] D M. 55.—60., 2. Qual. M. 40.—50. Schweine wurden vorige Woche 550 Stück eingeführt und das Pfund mt 60 Pf. bezahlt. D. Frankfurt, 28. Juni. Die Tendenz war heute sehr animirt und steigend; auf den meisten Gebieten ent⸗ wickelte sich außerordentliche Kauflust. Bei Eröffnung drückte zwar matteres Wien auf die Course und die Stimmung zeigte große Reservirtheit, doch bald machte sich eine starke Strömung nach oben auf eigene Initiative und Berliner Impulse bemerkbar, von welchem Platze Kaufordres von erster Seite einliefen. Der knappe Geld⸗ stand bei der bevorstehenden Ultimoliquidation blieb ohne Einfluß. Für Prolongationen wurden bis 60% Zinsen bewilligt. Creditactien und Staatsbahnactien, anfangs lustlos, geriethen in der zweiten Börsenhälfte in steigende Bewegung. Erstere stiegen 1 fl., letztere 2½ fl. Gali⸗ zier wurden stark für norddeutsche Rechnung gekauft und besserten sich 4¼ fl. Lombarden sehr fest. Creditaetien, gestern Abend 310 ¼, bewegten sich zwischen 310½ und 314½. Staatsbahnaectien, gestern Abend 316, wurden 2 316— 318 ½ gehandelt. Lombarden, gestern Abend 109¼, gingen à 1095 um. Galizier, gestern Abend 2857/, variirten à 288 290½¼. Von den übrigen österr.⸗ ungarischen Bahnen waren Franz-Joseph stark gefragt und avaneirten 6—7 fl. Nordwest hoben sich 2 fl., ebenso Elbthal⸗Böhmische West stiegen 3 fl. Dux⸗Bodenbacher ebenfalls höher. Elisabeth anziehend. Von deutschen Bahnen Thüringische und Oberschlesische bevorzugt. Oesterr. Prioritäten fest. Staats bahn⸗Ergänzungsnetz auf die Nachricht, daß die Bahn den Coupon dieser Priorität einlösen und die Steuer zu Lasten der Actionäre über⸗ nehmen werde, gefragt und 20% erholt. Amerikanische Prioritäten besser. Missouri Consolidated gefragt. 60% Atlantie⸗Pacifie und 6% Buffalo, Pittsburgh in gutem Begehr. Loose anziehend. Von Banken Oesterr.⸗ungarische, Disconto-Commandit, Darmstädter, Dresdener u. Deutsche Effectenbank steigend. Deutsche Fonds wenig verändert. Wechsel schwächer. Privatdisconto 31½/. Brodpreise vom 1. bis 16. Juli. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Literarisches. Daheim. Nr. 39 enthält: Hans Dilien der Thürmer.(Schluß.)— Gemeinsame Mahlzeit. Mit Illustr.— Weihnachten auf Fijt.— Aus der Mappe einer alten Jungfer. Von L. v. Falken. I. Die liebe Verwandtschaft.— In der Spatzenmuhle.(Schluß.)— Verschiedenerlei Büchereien in Rom. Von L. Witte. Mit zwei Illustr.— Beharrlichkeit. Zugleich noch eine Erinnerung an Tholuck. Von L. Wiese.— Am Familien⸗ tische: Gesundheitsrath. Mit zwei illustrirten Beilagen. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 28. Juni 1881. 20 ⸗Frankenstückeee M. 16 20—24 do. i IJJFUofis Englische Sovereigns.„„ 20 3944 Russische Imperiales„ 16 72—77 neg ten;:„„ 9 55—59 „ al ig, eee Dollars in Gold., Kirschen⸗Versteigerung. 2319 Die diesjährige Kirschen-Ernte nachverzeichneter Straßenstrecken des Baubezirks Friedberg soll an den unten bezeichneten Terminen wie folgt öffentlich meist⸗ bietend verkauft werden: Freitag den 1. Juli, Vormittags 9 Uhr, auf dem Chausseehaus zu Ilbenstadt von der Straße Gießen⸗ Frankfurt, Abth. 164— 168, Nieder⸗Wöllstadt⸗Hanau, Abth. 164— 177, Ilbenstadt-Reichelsheim von Abth. 167.68 bis 176 und um 11 Uhr oberhalb Assenheim an Ort und Stelle; Samstag den 2. Juli, Vormittags 9½ Uhr, von der Straße Vilbel⸗Offenbach an Ort und Stelle auf dem Vilbeler Berg. Die Versteigerungsbedingungen werden vor der Ver— steigerung bekannt gegeben und die Kaufliebhaber hierzu eingeladen. Friedberg, 24. Juni 1881. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Reuß. 150 Ctr. 1. Qual. Hen werden zu kaufen gesucht. Zu erfragen im Hötel Trapp. 2362 den Meistbietenden versteigert werden. Kirschen-Versteigerung. 2320 Die Kirschen an den Bäumen auf der Straße zwischen Fauerbach und Ossenheim sollen Freitag den 1. Juli, Nachmittags 5 Uhr, an Ort und Stelle an Friedberg den 28. Juni 1881. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Reuß. Bekanntmachung. 2339 Samstag den 2. Juli J. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen von dem Unterzeichneten vor dem Rathhause zu Friedberg 2 Kühe, 2 Schweine, 4 Schafe, 2 Lämmer meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 24. Juni 1881. Fey, Großh. Gerichtsvollzieher. Ein Schweizer, der melken kann, wird gesucht. Näheres bei der Exped. Submission. 2328 Die zur Herstellung des Gartens nebst Einfriedig⸗ ung bei der hiesigen Synagoge erforderlichen Arbeiten und Matertallieferungen, nämlich: M. Pf. Erd⸗ und Planirarbeit 211— Schlosserarbeit 125 25 Pflasterarbeit 46 50 Kieslieferung 50— sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Voranschlag, Zeichnungen und Submisstonsbeding⸗ ungen liegen auf dem Bureau des Großh. Kreisbau⸗ meisters zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten nach Procenten der Voranschlagssumme frankirt und mit gehöriger Aufschrift versehen spätestens bis Freitag den 1. Inli l. J., Vormittags 11 Uhr, einzureichen sind. Friedberg den 27. Juni 1881. J 88 Zörb, Kreisbauaufseher-Aspirant. 600 Mark werden auf zweite Hypothek zu leihen gesucht. des Anzeigers. 2341 Offerten unter M. S. an die Exped. d. Anz. 2355 Frankfurt, 28. Juni. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 1 1 1 69 Ar 210 auf den Sehen, fene fi Ffentlic Vil 242 9 Uhr Holzse 8 42-11 0 394. 1 ö 1 4 1225 — K Arbe 7 1 b 90 Aufforderung. 2859 Ansprüche an nachbemerkte Parzellen, welche die Philipp Groß II. Erben in Ober-Mörlen vertheilt haben und worüber keine Eigenthumsurkunden vorliegen: 1) Flur I. Nr. 1389. 3251. 3617. II. Nr. 728. IV. Nr. 130. 180. VII. Nr. 67. VIII. Nr. 888(alt 114/½) X. Nr. 322. 797. XIII. Nr. 202. 443. XXVI. Nr. 1013. XXVII. Nr. 461. XXVIII. Nr. 580. 953. 1084. XXIX. Nr. 344. XXX. Nr. 459, im Grundbuch auf dem Namen Philipp Groß II. von Ober-Mörlen, Flur XXIV. Nr. 607, im Grunbuch auf den Namen des Georg Philipp Groß von Ober-Mörlen, ind binnen 4 Wochen so gewiß dahier geltend zu machen, 2 als sonst die Looszettel bestätigt und Eintrag in das Mutationsverzeichniß wird verfügt werden. Bad⸗ Nauheim am 27. Juni 1881. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Allwohn. Schütz, Gerichtsschreiber. Kapitalgesuch. Jug 2344 Die hiesige Gemeinde beabsichtigt ein Kapital von 4000 Mark zu 4% aufzunehmen. wollen ihre Offerten baldigst an die unterzeichnete Stelle Hierauf Refleetirende 50 gelangen lassen. 1 5 85 2———— „ —— Hals⸗ und Brustschmerzen. Bellersheim am 27. Juni 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Bellersheim. 4 5 Bo pp. —— 1 N 1 Arbeits-Versteigerung. 2345 Dienstag den 5. Juli, Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Petterweil das Anfahren, Setzen, Kleinschlagen und Eindecken der Unterhaltungs— steine für die Vieinalstraßen, veranschlagt zu 1800 Mark, sffentlich in Accord gegeben werden. Vilbel am 27. Juni 1881. Brod, Bezirks bauaufseher. Holz-Versteigerung. 2342 Nächsten Montag den 4. Juli, von Morgens 9 Uhr ab, werden im hiesigen Gemeindewald folgende Holzsortimente versteigert und zwar im Distriet Spieß: 80 Raummeter Schäleichen-Knüppelholz, 3000 Eichen⸗Schälholz Wellen, 10 Stück Eichen⸗Derbstangen von 3—4 Meter Länge und 8—12 Centimeter Durchmesser. Die Zusammenkunft ist am Eingang des Waldes auf der Chaussee von Holzhausen nach Friedrichsdorf. 67 Bemerkt wird, daß gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft Zahlungsfrist bis 1. Oetober l. J. gestattet wird. Holzhausen am 27. Juni 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzhausen. Kunz. Holz-Versteigerung. 2354 Montag den 4. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr unfangend, sollen in dem Nieder⸗Mörler Gemeindewald, Schlag Nr. 8 diesseits der Kaisergrube, nachstehende Solzsortimente versteigert werden: 6 Raummeter Eichen⸗Schäl⸗Scheiter, 49,2 Raummeter Eichen⸗Schälknüppel, 5000 Eichen-Schälwellen, 12 Raummeter Stöcke(Späne). 1 Die Qualität des Holzes ist gut. Gegen Bürgschaft Zahlungstermin Martini d. J. Nieder⸗Mörlen den 28. Juni 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Mörlen. N Wr 1. 5 Arbeits⸗Versteigerung. 2360 Mittwoch den 6. Juli, Nachmittags 1 Uhr, soll un der Wohnung des Buͤrgermeisters zu Trais-Mün⸗ zenberg für 461 Mark Grabenarbeit u. s. w. einer „ ffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Gambach am 28. Juni 1881. Schneider, Bezirks bauaufseher. Trauben-Grust-Syrup mit Fenchelhonig, bestes und bllligstes Hausmittel gegen Husten, Heiserkelt, In Flacons à 50 Pfennig, und 1½ Mark. 140 J. A. Windecker, Hof- Lieferant. Pferdeknecht gesucht. Näheres bei der Exeed'tlen des Anzeigers. 2267 Ane Landauer und Mylords, Hegante gute gebrauchte Kalesche, sowie 1 und 2spänner Geschirre stehen zum Verkaufe. 1517 Daniel Pauser, a 188/ F.) Offenbach a. M., Blebererstraße 4 Ein Vuffetmädchen A anständiger Familie wird gesucht. Näheres bel der Exped. d. Anz. 2340 Mühlenverkauf. Die dem Großherzoglichen Hause— Familieneigenthum— gehörige sogenannte Stein— kautenmühle in der Gemarkung Bellmuth, bestehend aus Wohnhaus, Mühlenbau mit Einricht— ung zu 2 Gängen, Scheune, Backhaus, Stallungen und Hofraum laut Grundbuch Flur III. Nr. 4= 225 qm nebst daranliegender Wiese, Flur III. Nr. 7= 1744 qm und Acker Flur III. Nr. 3,3= 912 qm(Nebenlieger Adam Heß, August Karl I., Adam Karl, Konrad Fayh— saͤmmtlich von Bellmuth— das Großh. Haus— Familieneigenthum— und Konrad Weber von Ranstadt) soll 98 N Montag den 25. Juli, Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle nach den Formen des Domänenveräußerungsgesetzes vom 2. Juni 1821 öffentlich meistbietend verkauft werden. Nähere Auskunft ertheilt die unterzeichnete Behörde, bei der auch die Verkaufsbedingungen zur Einsicht offen liegen. Ortenberg am 2. Juni 1881. 2073 1619 Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. he Dr. Lineck's Feitlaugen-Mehl, das anerkannt billigste Reinigungsmittel für Wäsche bei absoluter Unschädlichkeit für Gewebe und ebe eg allen Hausfrauen angelegentlichst empfohlen. Nur ächt: mit nebiger Schutzmarke mit Firma: Julius Bessey, Stuttgart. Zu haben in den meisten Seifen, Material- und Spezerei- Handlungen.(95/) Billigstes illustrirtes Zamtlienblan: 380d40 SCHUTL-MagRE Wöchentlich 2 bis 2½ Bogen.— Vierteljährlich 1 Mark 60 Pf.,„ mithin der Bogen nur ea. 6 Pf. Mit vielen prachtvollen Illustrationen. Das dritte Quartal dieses Jahrgangs bringt außer den Fortsetzungen der Artoria'schen Erzählung „Ungleiche Seelen“ den Roman „Mutter und Sohn“ von A. Godin, sowie einige kleinere Novellen, denen sich eine Reihe von Artikeln aus dem Leben der Zeit und zahlreiche unter⸗ haltende und belehrende Aufsätze aller Art anschließen werden. Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und die Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg nehmen Bestellungen an. SSS Seeed Darmstädter Tägl. Anzeiger, billigstes aller im Großherzogthum Hessen erscheinenden Tagesblätter, kostet durch die Post bezogen ein— schließlich Postprovision und Bringerlohn pro Quartal nur 1 Mark 30 Pfennig. Direete Telegramme, ausführliche Mittheilungen aus dem staatlichen, eommunalen und Vereins— Leben, locale und vermischte Mittheilungen, spannende Erzählungen ze. ꝛc. bilden den reichen Inhalt dies freisinnigen, völlig unabhangigen Blattes, dessen stetig anwachsender Leserkreis 8 Inseraten die größte Verbreitung sichert. O WDS Fraucuhenden, Posen, Untercage Gebrannten Kaffee, und Nachtjacken, sowie Hemden und Hosen für Kinder 256 billigst bei K. Friedrich neben der Post. à M. 1.20, M. 1.40, M. 1.60 und M. 1.80, in den 72.— feinsten Qualitäten und Mischungen empfiehlt Neue ital. 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Freundlichst ladet ein Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Stand am 1. Juni 1881. 2349 Versichert 56,604 Personen mit 384,231,300 Mark, Bankfonds 1 5 g l. 5 97,950,000„ Die Bank vertheilt alle Ueberschüsse voll und unverkürzt an die Versicherten und gewährt auf jede Normalprämie Dividende. Die letztere beträgt in diesem Jahre 39% der Jahres⸗ prämie, wird aber schon im Jahre 1882 auf 428% steigen und in den nächsten Jahren sich voraussichtlich noch weiter erhöhen. Versicherungs-Anträge werden vermittelt durch Jos. Hoffmann in Friedberg. Einladung zum Abonnement „Wetterauer Vaten“. Den geehrten Lesern zur gefälligen Nachricht, daß der„Wetterauer Bote“ auch im nächsten Quartal wöchent⸗ lich dreimal erscheinen wird. Die neuesten politischen Nachrichten aus Nah und Fern bringt er mit der größten Raschheit und möglichsten Ausführlichkeit. Besonders wichtige Begebenheiten werden durch Extrablätter mitge- theilt. Den inneren Landesangelegenheiten wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Außer interessanten Auf— sätzen, landwirthschaftlichen und gewerblichen Mittheilungen sind regelmäßige Markt- und Coursberichte, Ver⸗ lobsungen von Staatspapieren und vermischte Nachrichten in dem„Wetterauer Boten“ enthalten. Die amtlichen Bekanntmachungen des Großh. Amtsgerichts Butzbach und Großh. Kreisamts Friedberg finden ebenfalls Aufnahme in diesem Blatte. Ferner wird in jeder Nummer des„Wetterauer Boten“ die Fortsetzung einer guten Er— zählung enthalten sein. Als Organ der Turnvereine des Gaues Hessen sind alle dahin einschlagenden Nachrichten in dem Blatte enthalten.— Der vierteljährliche Abonnementspreis für den„Wetterauer Boten“ beträgt trotz des großen Inhalts für Butzbach und Umgegend, sowie durch die Post bezogen 1 Mark 25 Pf. excl. Bringer⸗ lohn.— Inserate finden in dem Blatte anerkannt die weiteste Verbrettung, die kleine Zeile oder deren Raum berechnen wir mit 10 Pf. und bewilligen bei mehrmaliger Insertion hohen Rabatt.— Die Ausgabe erfolgt Mittwochs, Freitags und Sonntags. Butzbach im Juui 1881. Friedberger Nähmaschinen-Lager von H. Bindewald, Kaiserstraße, gegenüber dem Nathhaus, empfiehlt Nähmaschinen aller Systeme für Familien-Gebrauch und gewerbliche Zwecke unter langjähriger Garantie. Alte und nicht zweckentsprechende Maschinen werden um- getauscht und in Zahlung angenommen. Ratenzahlungen von wöchentlich M. 2. an. Alle Utensilien, sowie Oel und Nadeln aller Systeme. Reparaturen werden, gestützt auf langjährige Erfahrung, unter Garantie billigst und durch vortheilhafte Einrichtungen auf's Rascheste ausgeführt. 74 es Bücher-Abschlusses wegen ist unsere Kasse bis auf Widerruf von Montag den 4. Juli an nur des Vor⸗ mittags offen. Die Expedition des„Wetterauer Boten“. 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J., Vormittags 10 Uhr, wird auf dem Rathhause zu Nieder⸗Florstadt eine große Carrousel-Orgel gegen Baarzahlung versteigert. Friedberg den 24. Juni 1881. König, Großh. Gerichtsvollzieher. 2311 25 Bad- Nauheim. Im großen Concertsaale des neuen Kurhauses. Donnerstag den 30. Juni 1881, Abends 8 Uhr: Concert, gegeben von dem Violin-Virtuos Prefessor C. Nossek aus Paris unter gefälliger Mitwirkung der Kurkapelle unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Machts. Programm. 1. Ouverture z. d. Op.„Robespierre“ Litolff. 2. Concert für Violine und Orchester (r // (Allegro, Adagio, Finale„à la Zin- gara“, Herr Prof. Nossek.) 3. Märchen Idylfl C. Machts 4. Andante und Variationen aus der Kreutzersonate für Clavier u. Violine (Herr Kapellmeister C. Machts und Prof G Noe) Beh 5. Serenade für Streich-Orchester Volkmann. a. Allegro moderato; b. In ungari⸗ scher Weise; o. Walzer; d. Marsch. 6. a. Arie für Violine mit Begleitung von Streich-Instrumenten J. S. Bach. b. Wiegenlied für Violine u. Clavier Nossek. c. Les Lutins, Scherzo für Violine und Clavier(Herr Prof. Nossek) RNossek. 7. La Bach anale Bede Preise der Plätze: J. Platz M. 2., II. Platz M. 1. Eintrittskarten zu reservirten Plätzen sind von 10—12 Uhr Mittags und 3— 6 Uhr Nachmittags an der Kasse des, neuen Kurhauses zu haben. 2343 Ausflug der Gesangs-Abthetlung nach dem Feldberg(Uebernachten in Wehrheim) Samstag den 2. Juli. Abmarsch präeis 7 Uhr vom Turnplatz aus. Die Mitglieder sind zur Betheiligung freundlichst eingeladen. 2357 Der Vorstand. Salzhausen. Zu dem am 3. Juli stattfindenden Balle laden ergebenst ein 8 2361 Gebrüder Eich. Selzerbrunnen. Sonntag den 3. Juli Harmonie-⸗ und Tanz⸗Musik, wozu freundlichst einladet 2 P. Weitzel Wittwe. 2271 2 Warme Bäder jeden Tag von 7 Uhr an. Carl Walter. 1 billigst bei Unterjacken& Unterhosen a. wee. — 2 d. Ein Granat⸗Ohrring wan ve ang bis in die Burg verloren. Dem redlichen Finder bei Ablieferung an die Exp. d. 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