N Theater. iuptoir. 3948 Il. I. Berabel. wässerten „ eln F triic 1 1 gr ba E Fricdrich. Jaung, Samstag den 26. november. 2 140. her Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. ö dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Erscheint Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. polizeibehörden und der Großherzoglichen Landstreicher wiederholt und dringend aufzugeben. Fällen vorbereitet werde. ———— Fällen ohne große Beschwerde ausführen läßt. dies zu ermöglichen, ist es jedoch dringend geboten, vor der etwaigen Rache des Vagabunden mit der Polizeiorganen behufs wirksamer Bekämpfung des der auswärtigen Vagabunden von unserem Kreis gelingen muß. Friedberg den 12. November 1881. des§. 361 pos. 2 und des 5. 362 des Reichsstrafgesetzbuchs. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Indem wir Sie beauftragen, die vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise, insbesondere auch durch Anschlag in dem Publika— tiouskasten zur allgemeinen Kenntniß zu bringen, benützen wir diesen Anlaß Ihnen die gewissenhafteste und pünktlichste Beobachtung der be— stehenden Vorschriften wiederholt und auf das Eindringlichste einzu— schärfen, Sie auch anzuweisen, die Ihnen unterstellten Localpolizeibe— diensteten geeignet zu instruiren und uns diejenigen, welche sich in Ausübung ihrer Obliegenheiten lͤssig erweisen, zur disciplinären Be— strafung anzeigen. Sie wollen dieselben ferner wiederholt und aus— dröcklich darauf hinweisen, daß wir bei der Vertheilung der zu unserer Lisposition stehenden Polizeistrafdritttheile die Localpolizeibediensteten in dem Maaße berücksichtigen werden, als sie den in rubricirtem Vetreff erlassenen Anordnungen nachgekommen sind und daß insbesondere diejenigen auf keine Remuneration zu rechnen haben, welche sich in dieser Beziehung lässig zeigen. Unter Bezug— nahme auf unscre Ausschreiben vom 1. November 1880(Amtsblatt Nr. 3) vom 16. November und vom 9. Dezember 1880(Oberhessischer Anzeiger Nr. 138 und 147) machen wir andurch auf die von Ihnen zu besolgenden Anordnungen wiederholt aufmerksam. 1. Jeder Bettler, Landstreicher sowie jeder aus dem Großherzog— thum Ausgewiesene ist im Betretungsfalle festzunehmen. 1 2. Wenn ein gewerbsmäßiger, meistens sich schon äußerlich als solcher kennzeichnende Bettler durch das Ort kömmt, kann es einem umsichtigen Polizeibediensteten nicht schwer fallen, denselben durch ge— eignete Umfrage auch dann zu überführen, wenn er ihn nicht selbst bei frischer That ertappt hat. Um dies zu ermöglichen, ist es jedoch er— forderlich, daß auch die Ortseinwohner die Polizeiorgane thaͤtig unter— stützen und empfiehlt es sich daher, dieselben in geeigneter Weise zu — solcher Unterstützung einzuladen. Es wird an solcher dann nicht fehlen, wenn die Einwohner geeignet im Sinne unserer vorstehenden Ausführ— ungen belehrt worden sind. Insbesondere wollen Sie von diesem Aus— schreiben dem Gemeinderath Kenntniß geben und den einzelnen Mitgliedern in unserem Auftrag Ihre wirksamste Unterstützung dringend anempfehlen. 3. Die Arrestauten sind von Ihnen alsbald zu vernehmen und Ihrerseits Anzeige aufzunehmen. Bezüglich der Form derselben verweisen wir Sie auf unser Ausschreiben vom 3. November 1879— Amtsblatt Betreffend: Den im October 1881 vorzunehmenden Wiesengang. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die Thatsache, daß das berufsmäßige Vagabundenthum täglich, und nicht nur immer belästigendere Wirkungen auf das Publikum äußert, der Kreisangehörigen zehrt, namentlich aber in immer häufigeren Fällen die öffentliche Sicherheit gefährdet, hat uns Anlaß gegeben, den Local— Gendarmerie des Kreises die streugste Handhabung der gesetzlichen Vorschriften Jusbesondere haben wir angeordnet, daß jeder Bettler und jeder Landstreicher unnachsichtlich festgenommen und nicht allein seine Bestrafung veranlaßt, sondern namentlich seine Ausweisung in den hierzu geeigneten Die umfassendste Thätigkeit der Polizeiorgane in Erfolge begleitet sein können, wenn dieselbe seiteuns des Publikums wirksame Unterstützung erfährt. jeder Private befugt ist, den auf frischer That betroffenen Bettler festzunehmen und der Großherzoglichen Bürgermeisterei oder dem nächsten Polizeibediensteten zuzuführen und daß diese Art der Unterstützung der Polizei sich insbesondere auf den Landorten empfiehlt und in vielen Wir haben die Polizeibediensteten angewiesen, in allen Fällen, in welchen sich ein gewerbs⸗ mäßiger, meistens sich schon äußerlich als solcher kennzeichnender Bettler in einem Orte blicken läßt, geeignete Umfrage bei den Einwohnern zu halten, um denselben auf diese Weise womöglich auch daun zu überführen, wenn er ihn auch nicht selbst auf frischer That betroffen hat. daß das Publikum eintretenden Falls wie es sehr häufig vorkömmt, sei es aus falsch angebrachtem Mitleid, sei es um die Wahrheit hinter dem Berge hält. Vagabundenthums jede mögliche Hülfe zu leisten und Betreffend: Ausführung des F. 3 Absatz 2 des Gesetzes, betreffend die Freizügigkeit vom 1. November 1867, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Diejenigen von Ihnen, welche unserem Ausschreiben vom 13. vorigen Monats— nicht eutsprochen haben, werden an dessen sofortige Erledigung wiederholt erinnert. Dr. Braden. insbesondere auch in unserem Kreise, in erschreckender Weise zunimmt sondern auch in nicht zu unterschätzender Weise an dem Wohlstande gegen die Bettler und dieser Richtung wird aber immer nur dann von nennenswerthem In dieser Beziehung bemerken wir, daß Um richtige, wahrheitsgetreue Auskunft ertheilt und nicht, Benennung als Zeuge zu vereiteln oder gar aus Angst Wir laden sämmtliche Kreisangehörige dringend ein, den leben der festen Ueberzeugung, daß, wenn Behörden und Publikum dieser Bekämpfung ihre volle Aufmerksamkeit zuwenden, die, wenn auch nicht vollständige, so doch Fernhaltung Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Friedberg den 12. November 1881. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Nr. 3.— Die Anzeigen müssen insbesondere die genaue Bezeichnung der Heimath des Denunciaten(Bundesstaat, Kreis, Landrathsbezirk, Amtshauptmannschaft, Bezirksamt, Oberamt, Provinz) enthalten. 4. Sie werden sich thunlichst bemühen alsbald festzustellen, ob und wann der Denunciat bereits wegen Bettels oder Landstreicherei bestraft worden ist und das Resultat Ihrer Ermittelung in die Anzeige aufnehmen. Zum Geständniß der Vorstrafen wird der Denunciat sich dann veranlaßt sehen, wenn derselbe darauf aufmerksam gemacht wird, daß man solche durch Anfrage bei der Heimathsbehoͤrde doch in Er⸗ fahrung bringen wird und daß sein Leugnen daher für seine Beurtheil— ung nur nachtheilig sein könne. 5. Ist die Vernehmung geschlossen und der Denunciat leugnet jede Vorstrafe in den letzten 12 Monaten, so wollen Sie sich alsbald schriftlich unter Bezeichnung der Eltern, des Alters und Gewerbes des Denunciaten an dessen Heimathsbehörde wenden mit der Bitte um directe schleunige Uebersendung des Vorstrafenverzeichnisses an das zuständige Amtsgericht. Die Großherzoglichen Buͤrgermeistereien des Amtsgerichtsbezirks Friedberg werden die Uebersendung des Vorstrafen— verzeichnisses an uns erbitten. 6) Die Anzeige muß immer die Mittheilung enthalten, daß De⸗ nunciat eingeräumt hat in den letzten 12 Monaten wegen Bettels u. s. w. bestraft worden zu sein, oder daß er dies zwar leugnet, daß aber an die Heimathsgemeinde(genaue Bezeichnung derselben!!) geschrieben worden ist. 7. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Amtsgerichtsbezirks Friedberg werden uns die Denunciaten mit Anzeige in duplo durch den Polizeidiener oder durch Sicherheitswache zuführen lassen. 8. Die Großherzoglichen Buͤrgermeistereien der Amtsgerichtsbezirke Butzbach, Bad-Nauheim, Vilbel, Hungeg und Altenstadt werden den Denunciaten gefänglich an das zuständige Amtsgericht transportiren lassen, gleichzeitig aber uns die Anzeigen in duplo erstatten und daß dies geschehen dem betreffenden Amtsgerichte berichten. 9. Alle Anzeigen, Berichte und Correspondenzen müssen selbstver— ständlich so schleunig wie nur äußerst möglich befoͤrdert und in augen— fälliger Weise(Farbstift!) als„Haftsachen“ bezeichnet werden. Dr. Braden. Friedberg den 23. November 1881. Großherzoglichen Buͤrgermeistereien des Kreises. Oberhessischer Anzeiger Nr. 123— noch immer Betreffend: Visitatlon der Feuerstätten im Jahre 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bönstadt, Butzbach, Griedel, Nieder-Mörlen und Steinfurth. Unter Beziehung auf unser Ausschreiben vom 3. Juni dieses Jahres— Oberhe Wiedervorlage des Visitationsprotokolls. Edietalladung. Friedberg den 23. November 1881. ssischer Anzeiger Nr. 67— erinnern wir Sie an die Dr. Braden. Nachdem wider die nachstehenden im Bezirk der 49. Infanterie-Brigade ausgehobenen übungspflichtigen Ersatz-Reserossten I. Klasse 1. Jakob Ruppel, geboren am Johann Philipp Will, geboren am 24. August 1858 zu Vilbel, Kreis Friedberg, der förmliche Desertionsprozeß 19. Januar 1858 zu Ober-Rosbach, Kreis Friedberg, 2 eröffnet worden ist, werden dieselben hiermit aufgefordert, 9 ühr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin zu erscheinen, widrigenfalls die wider sie eingeleitete Untersuchung geschlossen, sie in contumaciam flüchtig erklärt und jeder in eine Geldstrafe von 150 bis 3000 Mark verurtheilt werden wird. b a Großherzogliches Gericht der Großherzoglich Hessischen(25.) Division. Darmstadt den 22. November 1881. zu ihrem Truppentheil zurückzukehren, spätestens aber in dem auf Mittwoch den 15. März 1882, Vormittags für fahnen⸗ Deutsches Reich. Berlin, 24. Nov. Der Reichstag beschloß auf den Antrag von Hasenclever die Einstellung des Strafverfahrens gegen Kräcker und auf Kräcker's Antrag das Gleiche für Hasenclever. Es folgt die erste Berathung des Etats sowie des Auleihe-Gesetzes. Staatssecretär Scholz verkündet, das abgelaufene Finanzjahr habe ein Deficit von 12 Million Mark hinterlassen. Dies sei indessen nur aus dem geringeren Er— trag der Rübenzuckersteuer entstanden. Post und Eisenbahnen haben dagegen unerwartet hohe Er— träge mit 2, resp. 3 Million mehr ergeben. Die Rübenzuckersteuer werde im nächsten Jahre 19 Million Ueberschuß ergeben. Der rech— nungsmäßige Abschluß des verflossenen Jahres sei immer noch relativ günstig; die Mehrein— nahmen überstiegen die Mehrausgaben; im Ganzen werde ein Ueberschuß von etwa 15 Mill. verbleiben. Aus den Zöllen und der Tabak— steuer habe das Reich 130 Million fur fich zu behalten, der Ueberschuß sei an die Bundes— staaten zu verweisen. Im Jahre 1880—81 seien 38 Million überwiesen, für den laufenden Etat seien 66 Million in Ansatz gebracht, was aber zu hoch erscheine. Der neue Etat rechne auf eine stetige, aber mäßige Steigerung. Die Stempelsteuer sei mit 12 Mill. in Ansatz gebracht. Die Etats von Post und Eisen— bahnen bekundeten eine erfreuliche Zunahme des Verkehrs und damit eine Besserung der Er werbsverhältnisse. Die gleiche Hoffnung er— scheine auch für das nächste Jahr berechtigt. Der Etat würde sich wesentlich günstiger ge— stalten, wenn nicht die von Regierung und Nation für nöthig erkannten Ausgaben für die Verstärkung des Heeres dazwischen gekommen wären. — 24. Nov. Die„N. A. Z.“ versichert, das Befinden des Kaisers gebe zu Besorgnissen keinen Anlaß. Es sei nur leichte Erkältung, veranlaßt durch wechselnde Witterung, welche Vorsicht und Zurückhaltung gebiete. — Aus bester Quelle erfährt das„Fr. J.“, daß die kaiserliche Botschaft dem Kronprinzen vorgelegen und dessen Billigung gefunden habe, wobei zu bemerken, daß die Botschaft außer der Ankündigung über die Monopolvorlage nichts Positives enthält. Gute Beurtheiler gewannen beim heutigen Diner den Eindruck, der Kanzler wolle amtiren, so lange er selbst lebt. Karlsruhe, 22. Nov. Der Landtag ist heute bis Mitte Januar vertagt worden. Baden-Baden, 22. Nov. Der Groß— herzog hatte eine gute Nacht. Der Appetit steigert sich; das Allgemeinbefinden ist befriedigend. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 24. Nov. Der Budget-Ausschuß erledigte den Etat für das Kriegsministerium. Frankreich. Paris, 23. Nov. Der seit— herige Botschafter Saint-Vallier ist heute nach Berlin gereist. 0 — Der„National“ theilt über eine Unter— redung zwischen dem Minister-Präsidenten Gam— betta und dem General Chanzy, bisher Bot— schafter in Petersburg, Folgendes mit: Gambetta habe gesagt, die auswärtige Politik Frankreichs könne sich nicht ändern. Frankreich müsse zu allen Mächten in gutem Vernehmen bleiben. Die innere Politik verlange aber, nach den letzten Wahlen, eine accentuirtere Action gegen den Klerus. Chanzy habe wegen dieser inneren Politik sein Demissionsgesuch aufrecht erhalten, weil es ihm nicht leicht sei, die Motive für diese Politik dem Auslande klar zu machen. 24 Novbr. Deputirtenkammer. Der Finanzminister verlangte die Bewilligung der Ergänzungs-Credite für die tunesische Expedition bis zum Januar. Großbritannien. London, 24. Nov. Der hiesige deutsche Botschafter hatte gestern mit dem französischen eine längere Unterredung. Challemel-Lacour wird sich in einigen Tagen nach Paris begeben. 23. Nov. Das französische Journal brachte die Nachricht, Herbert Bismarck habe dem Earl of Granville von dem Reichskanzler das förmliche Versprechen überbracht, England in Egypten freie Disposition zu lassen.„Reuters Bureau“ widerlegt dieses Gerücht: Herbert habe Granville noch gar nicht gesehen Er verweile noch in Brighton; erst in 14 Tagen werde er das Amt des zweiten Botschaft-Seeretärs in London übernehmen. Italien. Rom, 24. Nov. Der rumä— nische Gesandte Maurogheni üherreichte heute seine Creditive. Türkei. Konstatinopel, 23. Nov. In der Note bezüglich der Sperrung der griechischen Postaͤmter in der Türkei sagt Conduriotis: Den Meinungeu in Athen gemäß könne man dem Verlangen der Pforte nicht nachkommen, ausgenommen, wenn diese Maßregel eine allge— meine werde. Griechenland sei vertragsmäßig die meistbegünstigte Nation und stehe daher in gleicher Stufe mit den anderen Mächten, und diesem Princip gemäß wurde Griechenland er— mächtigt, gleich den anderen Mächten Postämter in der Türkei zu eröffnen. Die Schließung der türkischen Post in Larissa berechtigte die Pforte nicht zu Repressalien, weil die Errichtung fremder Postämter in Griechenland grundsätzlich ver— boten sei. Der Gesandte hofft, die Pforte werde von ihrem Beschlusse abkommen, anderenfalls sei er genöthigt, Namens seiner Regierung dagegen zu protestiren. Serbien. Belgrad, 24. Novbr. Tosi überreichte gestern und Khevenhüller heute seine Creditive. Die Wahlen von 11 erledigten Ab— geordneten-Sitzen sind auf den 25. December, der Zusammentritt der Skupschtina auf Anfang Januar bestimmt. Rumänien. Bukarest. Der bisherige Justizminister Feridiki ist zum Gesandteu fur Paris ernannt. Amerika. Washington, 23. Nov. Proceß Guiteau. Advocat Scoville beendete nach zahl reichen Unterbrechungen von Guiteau seine Ver— theidigungs-Rede. Der Gerichtshof begann die Vernehmung der Entlassungs-Zeugen. Der Arzt Guiteau's sagte, er habe 1876 den Geistes— zustand Guiteau's geprüst. Er fand ihn namentlich in religiösen Fragen unzurechnungsfähig und empfahl seiner Familie, ihn unter Aufsicht zu halten. Die Verhandlungen wurden bis zum Freitag vertagt. — Der peruanische Gesandte hat hier die Mittheilung gemacht, der Präsident und der Minister des Auswärtigen von Peru, Don Cal— deron und Galvey, seien(nach einer über Paris zu ihm gekommenen Depesche) am 9. Nov. von den Chilenen zu Lima verhaftet und nach St. Jago gebracht worden. Der chilenische Gesandte in Washington will amtlich noch keine Kenntniß davon haben; doch erfuhr er privatim, Cal— derous Verhaftung sei durch General Lynoh er— folgt, weil er trotz der Absetzung noch seine Functionen übe. Ueber die Authenticität des Vorfalls, sowie über die Haltung der Unions— Regierung hat das Staatsamt zunächst jede Auskunft abgelehnt. Afrika. Algier, 23. Nov. General Dele— becque kam am 21. November in Moghar sataine an, zerstörte das Haus Bu-Amenas und ver— nichtete seine Palmbäume. Die Truppen, welche in den vorhergehenden Tagen die Berge durch— streiften, erbeuteten zahlreiche Heerden. Sie verloren dabei 2 Todte und 5 Verwundete. Der Feind ließ 16 Todte auf dem Platz und führte noch eine Anzahl Todter mit fort. In Süd— tunis vertreiben die Truppen die Aufständischen und nehmen ihre Heerden weg. Fast alle Stämme bieten ihre Unterwerfung an. Tunis, 23. Nov. General Saussier rückte in Gafza ein. Die Aufständischen unterwarfen sich. Verloosungen. Freiburger 15 Fr.⸗Loose vom Jahre 1860. Ziehung am 15. Nov. 1881. Auszahlung am 15. Febr. 1882. Hauptpreise: Serie 2525 Nr. 13 40,000 Fr. S. 110 Nr. 38 4000 Fr. S. 1415 Nr. 40 1000 Fr. S. 98 Nr. 2, S. 2653 Nr. 37, S. 2917 Nr. 24, S. 5181 Nr. 25, S. 6121 Nr. 32, S. 7769 Nr. 48 je 250 Fr. S. 325 Nr. 45, S. 1415 Nr. 16, S. 1449 Nr. 30, S. 1571 Nr. 28, 37, S. 2525 Nr. 14 S. 3643 Nr. 47, S. 3965 Nr. 15, S. 4546 Nr. 6, S. 5358 Nr. 2, 4, 12, 26, S. 6159 Nr. 40. je 125 Fr. S. 99 Nr. 34, 50, S. 108 Nr. 5, S. 700 Nr. 14, S. 1454 Nr. 18, 45, S. 1531 Nr. 30, S. 1977 Nr. 14, S. 2004 Nr. 28, S. 2917 Nr. 7, S. 2927 Nr. 13, S. 3583 Nr. 19, S. 4088 Nr. 48, S. 4546 Nr. 27, S. 4609 Nr. 27, S. 5181 Nr. 35, S. 5959 Nr. 11, S. 6159 Nr. 24, 35, S. 6849 Nr. 28 31, S. 6937 Nr. 45, S. 7228 Nr. 49, S. 7273 Nr. 5, S. 7718 Nr. 32. 44, S. 7769 Nr. 18, S. 7803 Nr. 22, 46 je 75 Fr. S. 99 Nr. 30, S. 108 Nr. 17, S. 700 Nr. 22, 28, 37, 43, S. 746 Nr. 43, S. 1046 Nr. 18, 50, S. 1134 Nr. 39, S. 1415 Nr. 44, S. 1454 Nr. 11, 14, S. 1526 Nr. 8, 24, 45, S. 1531 Nr. 24, S. 1571 Nr. 39, 47, S. 1977 Nr. 4, 5, S. 2488 Nr. 19% S. 2525 Nr. 31, S. 2614 Nr. 12, S. 2653 Nr. 29, S. 2876 Nr. 21, 38, S. 2917 Nr 6, 17, S. 3883 N S. 3643 Nr. 22 33, S. 3965 Nr. 25 40, S. 4088 Nr. 37, S 4609 Nr. 35, S. 5181 Nr. 26 39, S. 6519 Nr. 3, S. 7013 Nr. 50, S. 7273 Nr. 6 25, S. 7678 Nr. 28, S. 7769 Nr. 21, S. 7803 Nr. 49 je 50 Fr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 1. Advent. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Flöring. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½% Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abendmahl. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Baur. Katholische Gemeinde. Samstag 4 Uhr: Beicht. 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Es vergegenwärtigt glücklich verlebte Stunden, lacht und scherzt durch seine bald heitern— erhebt Herz und Ge— müth durch seine ernsten Weisen, verscheucht Traurigkeit und Melancholie, ist der beste Gesellschafter, des Einsamen treuester Freund; und nun gar für den Leidenden, den Kranken, den an das Haus Gefesselten!— mit einem Worte, ein Heller'sches Spielwerk darf und sollte in keinem Salon, an keinem Krankbette, uͤberhaupt in keinem guten Hause fehlen.— Für die Herren Wirthe, Con⸗ ditoren, sowie Geschäfte jeder Art, gibt es keine einfachere und sichere Anziehungskraft, als solch' ein Werk, um die Gäste und Kunden dauernd zu fesseln. Wie uns von vielen Seiten bestätigt wird, haben sich die Einnahmen solcher Etablissemente geradezu verdoppelt; darum jenen Herren Wirthen und Geschüftsinhabern, die noch nicht im Besitze eines Spielwerkes sind, nicht dringend genug anempfohlen werden kann, sich dieser so sicher erweisenden Zugkraft ohne Zögern zu bedienen, um so mehr, da auf Wunsch Zahlungserleichterungen gewährt werden. Den Herren Geistlichen, welche aus Rücksicht für ihren Stand, oder der Entfernung wegen, Coneerten de. nicht beiwohnen können, bereitet solch' ein Kunstwerk den schoͤnsten, dauernd— sten Genuß. Wir bemerken noch, daß die Wabl der ein— zelnen Stuͤcke eine fein durchdachte ist; die neuesten, sowie die beliebtesten ältern Opern, Operetten, Tänze und Lieder finden sich in den Heller'schen Werken auf das Schöͤnste vereinigt. Derselbe hat die Ehre, Lieferant vieler Hofe und Hoheiten zu sein, ist überdies auf den Ausstellungen preisgekrönt, neuerdings in Melbourne der einzige, der speeiell für sich allein den ersten Preis— Diplom nebst silberne Medaille— erhielt. Eine fur diesen Winter veranstaltete Prämienvertheilung von 100 Spielwerken im Betrage von Franes 20,000. durfte zudem besonderen An⸗ klang finden, da jeder Käufer, selbst schon einer kleinen Spieldose, dadurch in den Besitz eines großen Werkes gelangen kann; auf je 25 Franes erhält man einen Prämien⸗ schein. Reichhaltige illustrirte Preislisten nebst Plan werden auf Verlangen franed zugesandt. Wir empfehlen Jeder⸗ munn, auch bebeiner kleinen Spieldose, sich stets direet an dle Fabrik zu wenden, da vielerorts Werke für Heller'sche ange priesen werden, die es nicht sind. Alle ächten Werke und Spieldosen tragen seinen gedruckten Namen, worauf zu achten ist. Die Firma hült nirgends Niederlagen. 3950 ti:᷑.:wyͥᷓ%!Hĩ«%cK———Kññ?ĩ?Z« j èðĩ17iG——T8 —— Sonntag den 27. November 1881: 1 16 Concer des Gießener Zitherkranz unter Leitung ihres Nirigenten Herrn Kaufmann im Gartensaale des Herrn Georg Steinhäusser. Programm. J. Abtheilung. N II. Abtheilung. 1. Freya⸗Marsc h. J. Kamm. 7. Veilchen-Quadrille. i e Ettinger. 2. Lina⸗ Walzer„Solo“„„ Dor 8. Freischütz„Solo“, axr. von. Eugen Burgstaller. 3. Quodlibet„Der Liederfreund“ J. Rixner. 9. März⸗Veilchen(Polka⸗Mazurka) Kaufmann. 4. Erinnerung an Wien„Duett“ Joseph Bartel. 10. Im Kastanienhain Dutt! Schessl. 5. Jodler-Marsch(Holz- u. Stroh— 11. Im Dämmerlicht„Solo“. Faust. Instrumen tn) Gutmann. 12. Heidelberger Polka(Holz- und 6. Zwei Alpenlieder„Solo“. Lukas(Blind). Stroh-Instrument). 1 1. Hamm Während der Vorträge wird um möglichste Ruhe gebeten. Anfang präcis s Uhr.— Entre 50 Pf. Der Vorstand. Musikverein zu Friedberg. Concert Sonntag den A. Dezember 1881 im Trappässchen Saale, unter gef. Mitwirkung 5 3972 der Frau Weimar-Renner und des Herrn Adolf Müller aus Frankfurt a. M. Zur Aufführung kommen: „Comala“ von N. W. Gade,„Schön Ellen“ von M. Bruch. 3930 — N K i 7 72 Gasthaus zum Jöwen in Butzbach. Auf Katharinen⸗Markt, Montag den 28. November, findet in meinem Saale statt ic böfichlt inlade Tanzmusik. Müller. Steinkohlen-Briquetts in bester Qualität stets vorräthig bei. Jean Betz, Friedberg. Holz- und Kohlenhandlung. Röbelmagazin 3946 3913 Friedberger von H. Bindewald, Kaiserstraße, 3806 gegenüber dem Rathhanse, empfiehlt complete Einrichtungen in jeder Holzart, nur bestes Fabrikat, Polster-Möbel in Plüsch, Rips und Damast, eigenen Fabrikats, zu billigen aber festen Preisen. N eee 255 l.. 41 N zinem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich Herrn A. Maaß, Uhr⸗ 2 E macher und Goldarbeiter, Kaiserstraße 101, für hiesigen Platz den Verkauf meiner f Elfenbein-Schmuckwaaren üubertragen habe. Durch Notirung von Fabrik preisen wird derselbe in den Staud gesetzt, so billig verkaufen zu können, wie ich selbst.! Lorenz Ber„ Elfenbein-⸗Bildschnitzer. 9 A* Obiges bezugnehmend, halte mich bei meinen geehrten Freunden und Gönnern bei 1 Bedarf von Elfenbein- Schmuckwaren bestens empfohlen. N A. Maass, Uurmacher und Goldarbeiter, Ne 3980 Kaiserstrasse 101. Eine Parthie zurückgesetzte Kleiderstoffe 5 Becker& Engel. Mein Lager in Tisch- und Hänge-Lampen, von den einfachsten bis zu den feinsten, ist auf's Reichhaltigste sortirt und empfehle solche billigst. HFyiedr. F. iche, HMadisersirasse. (Hierzu Montag den 28. d. Mts. bin ich in Friedberg, Hötel Trapp zu sprechen. G. W. Koch, 268 Zahnarzt aus Gießen. Casino. Mittwoch den 30. November 1881: General- Versammlung. Anfang 8½ Uhr. Tagesordnung: Billard- Angelegenheit und sonstige Mittheilungen. r Heute Samstag Abend: Gans mit Kastanien, Gefülltes Ammenstiick, Warmes Solber ꝛc. 078 bed K. Ariebrich Spielwaaren auf bevorstehende Weihnachten sind wieder ausgestellt in den neuesten und mannigfaltigsten Sachen zu sehr billigen Preisen bei 3967 Kaiserstraße 106. Adam Söllner II. (Sonntags bleibt mein Laden geschlossen.) 1 60 1 371 „ Möbelmagazin von J. Pfeffer& Metzendorf in Friedberg naͤchst dem Bahnhofe, große Auswahl aller feineren und gewöhnl. Möbel. Billigste Preise, reellste Bedienung. er Preis⸗Verzeichnisse gratis und franco. Adam Koob, Herren-Kleidermacher, Friedberg, nächst dem Bahnhofe, empfiehlt einem geehrten Publikum sein Lager in eng⸗ lischen und niederländischen Stoffen. Gefällige Aufträge werden schnell, elegant und gut ausgeführt. Billige und reelle Bedienung. 3876 Nuhrkohlen⸗Briquettes (Sparkohlen) 3962 bei Georg Ulrich am Bahnhof. Apfel hochstämme, sehr kräftig, hochkronig, sowie Zwergstämmchen zu haben bei Friedberg. 3920 Reallehrer Lang. Berichtigung. In dem Ins.⸗Nr. 3943, Oberh. Anz. 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Die H. furt zu land 1 von 2 Frankf Vormu cessinne und d mittag 5 fremden VII VII Gericht waltsch bel Gr seiff zu Nidda Cand Volf der pr Krelba sämmt und theiln Collet gerich Zahn krcher Lehrer aus A der Land * Scha wurde * Stell ungen stelle inspee zu Vi — — 9974 1 l lasse 8 nam! Ill U J f U öffen W nettes ume b n bei ö Beilage. ne** 22* I — — Deutsches Reich. Darmstadt, 13. Nov. S. K. H. der Großherzog kehrte gestern mit den Princessinnen Victoria und Elisabeth von Amorbach zurück. Die Herrschaften begaben sich sodann nach Frauk— furt zum Besuch des Prinzen Leopold von Eng— land und dessen Braut, der Prinzessin Helene von Waldeck. Die Herrschaften soupirten im Frankfurter Hofe. Der Großherzog kehrte heute Vormittag hierher zurück, während die Prin— cessinnen, der Herzog von Albany, die Fürstin und die Prinzessin von Waldeck heute Nach— mittag hier eintrafen. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— lage Nr. 26, euthält: 1. Bekanntmachung über die Bestätigung von Stift⸗ ungen und Vermächtnissen. 11. Bekanntmachung. Familienfideicommisses des Landgrafen von Hessen. 111. Bekanntmachung über den Verkehr zwischen Hessen und den angrenzenden Staaten mit steuerpflich— tigen Getränken ze. ꝛc IV. Bekanntmachung, die Erhebung einer Umlage der israel. Rel.-Gem. zu Eppelsheim für 1884/82 betr. . Ordensverleihungen. VI. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. VII. Charakterertheilung. VIII. Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. Der Gerichts⸗Acc. Dr. Horch zu Mainz wurde zur Rechtsan⸗ waltschaft bei dem Landger. der Prov. Rheinhessen und bei Großh. Oberlandesgerichte, der Gerichts-Ace. Dorn— seiff zu Gießen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsger. Nidda, der Gerichts-Ace. Dr. Best zu Darmstadt zur Nechtsanwaltschaft bei dem Landger. der Prov. Starken burg und dem Oberlandesgericht, der frühere Hofge— richtsadv. Emmerling zu Darmstadt bei dem Landger. der Prov. Starkenburg und dem Oberlandesgerichte als Rechtsanwalt zugelassen. ix. Dienstnachrichten. Es wurde: der auf die ev. Pfarrstelle zu Staden mit Stammheim präs. Pfaxramts— Cand. Weber aus Lich, der auf die ev. Pfarrstelle zu Wolfskehlen präs. Pfarrer Noack zu Lengfeld bestätigt; der prakt. Arzt Dr. Willmann zu Wald-Michelbach zum Kreisass.⸗Arzt für den Kreis Heppenheim ernannt; sodann sämmtliche Beamten der Oberh. Bahnen übernommen und theilweise in ihren seitherigen Stellungen belassen, theilweise in andere Diensteategorien einrangirt; der Collegienhauswärter Sattler zu Darmstadt zum Amts— gerichtsdiener in Offenbach ernannt; dem Schulamtsasp. Zahn aus Erbes-Büdesheim eine Lehrerstelle zu Weis⸗ kirchen, dem Schulamtsasp. Bayer aus Habitzheim eine Lehrerstelle zu Bieber, dem Schulamtsasp. Jennewein aus Abenheim eine Lehrerstelle zu Dietesheim übertragen; der Landgestütsbeiknecht Loth aus Nieder- Ofleiden zum Landgestüts diener ernannt. Xx. Ruhestandsversetzungen. Der Landgestüts diener Schäfer und der Schullehrer Döring zu Billertshausen wurden auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. XI. Conecurrenz Eröffnungen. Erledigt sind: die Stelle eines Kreisveterinärarztes zu Worms; Bewerb— ungen sind binnen 14 Tagen einzureichen. Eine Lehrer— stelle zu Gräfenhausen, Gehalt 900 M.; die Stelle einer Lehrerin zu Bensheim, Anfangsgehalt 1000 M.; das Präsentationsrecht steht dem kath. Pfarrer und dem Stadt⸗ vorst. zu Bensheim zu. Eine Lehrerstelle zu Groß⸗Stein— heim, Gehalt 1000— 1200 M.; dem Kreisrathe zu Offen— bach, sowie dem kath. Pfarrer und dem Ortsvorst. zu Groß⸗Steinheim steht das Präsentationsrecht zu. x11. Sterbefälle. Gestorben sind: der Kanzlei— inspector Frank zu Darmstadt; der Kreisarzt Dr. Menzel zu Bingen; der Ober-⸗Appellattonsrath Becker zu Mainz; über die Errichtung eines oberhessicher Anzeiger* 55 der Landgerichtsdiener Zacheis zu Zwingenberg; der ev. Deean Groh zu König; der Schullehrer Grode zu Hetz— loch; der Schullehrer Diefenthäler zu Wendelsheim; der Schullehrer Mickler zu Heusenstamm; der Rechtsan— walt Dr. Eckstein zu Gießen; der Forstwart Hermann zu Atzenhain; der ev. Deean Netz zu Beerfelden. — Militärdienstnachricht. von Schenck zu Schweinsberg, Pr.-Lt. und persönl. Adj. des Prinzen Heinrich von Hessen, wurde zum Ritt— meister befördert. — Nach dem neuen Weggesetze soll jeder Provinz durch das Staatsbudget eine jährliche Summe oder durch besonderes Gesetz ein Kapital— betrag zugewiesen werden, aus welchem bezw. aus dessen Erträgnissen ein Viertheil der Bau— kosten der Kreisstraßen zu bestreiten ist. Reicht die hiernach einer Provinz für ein Jahr zur Verfügung stehende Summe nicht aus, um ein Viertel der Baukosten der von den Kreistagen beschlossenen Neubauten zu decken, so bestimmt der Provinzialtag, welche Neubauten vorerst zu unterbleiben haben. Dieser gesetzlichen Vorschrift entsprechend, sieht das neue Staatsbudget pro 1882/85 unter den ordentlichen Ausgaben für Verzinsung eines Anlehens zur Bildung von Provinzialfonds für den Bau von Kreisstraßen 180,000 M. vor, wozu die Aufnahme eines An— lehens von 1,500,000 M. nothwendig wird. Aus Stadt und Land. J. Friedberg. Der Gesangverein„Liederkranz“ hatte am vorigen Sonntag eine Abendunterhaltung, die wir in diesem Blatte nicht unerwähnt lassen wollen. Es war mehr wie eine Unterhaltung, es war ein gutes, schönes Concert. Dies Urtbeil haben alle Urtheilsfähigen gefällt, die es gehört haben. Der Dirigent, Seminar- lehrer Schmidt, versteht es nun einmal fundamental Sänger und Sängerinnen zu schulen und Gesänge ein— zuüben und zu exeeuttren. Die Chöre wurden sicher und mit der Gewandtheit geübter Sänger ausgeführt. Und leichte Chöre waren das nicht, wie der Kenner weiß, ibre Ausführung darum um so wirkungsvoller. Ganz besonders hervorzuheben haben wir bezüglich der Leist— ungen in diesem Concert die beiden Instrumentalisten Triebel und Link. Sie haben uns einen hohen Kunst— genuß bereitet. Es war eine Lust, die Musikstücke so vollendet auf Violine und Klavier vortragen zu hören. Mit Leichtigkeit, zauberhaft, sprangen die Töne nur so heraus; wenn wir es für's Auge auszudrücken hätten, würden wir sagen, sie perlten hervor mit Glanz. Auch Fräulein Müller hat uns mit dem guten Vortrag der Lieder viel Freude bereitet. Die Begleitung der Solo— gesänge hatte Lehrer Gatzert von hier wieder, wie früher, gut und schön ausgeführt. Wir verbinden mit dieser gerechten Anerkennung und dem Danke den Wunsch, daß uns ein solcher Kunstgenuß bald wieder geboten werden möchte. Büdingen. In der Nacht vom 19. auf den 20. Nov. ist ein Saerilegium in der eine Stunde von hier ent— fernten Haagkirche verübt worden. Verschiedene Gegen— stände sind vollständig zertrümmert, u. A. die Altardecke, das Crueifix ꝛe. Es scheint jedoch auf einen Kirchenraub nicht abgesehen worden zu sein, indem Nichts durch Ab— wesenheit vermißt wird, sondern man kann es nur als eine That der Zerstörungswuth bezeichnen. Auch wurden an mehreren Gegenständen Blutspuren bemerkt und hat sich wahrscheinlich beim Einsteigen durch ein Fenster das infame Individuum die Hand verleßt. Hoffentlich gelingt es der umsichtigen Polizeibehörde, des Thäters bald hab— haft zu werden, um ihm die wohlverdiente Strafe zu— kommen zu lassen. — Darmstadt, 24. Nov. Die Hinrichtung des Raub mörders Wettmann, welche heute früh stattfinden sollte, wurde laut noch gestern Abend in später Stunde erfolgten Befehles(da der Scharfrichter um die bezeichnete Stunde nicht eintreffen konnte) auf Samstag Vormittag 7½ Uhr verschoben. Wettmann soll munter und guter Dinge sein und es sich an leiblichen Erfrischungen nicht fehlen lassen. Das in Mainz aufbewahrte Fallbeil kam gestern hier an. Der zur Vollstreckung berufene Scharfrichter traf heute in fruͤher Morgenstunde per Chaise von Mainz kommend hier ein. Groß-Umstadt, 21. Nov. Nachdem das Vor- kommen von Scharlach und Diphteritis dahier jetzt nach⸗ läßt, werden die Schulen nunmehr wieder ihren An- sang nehmen. Wenig⸗Umstadt, 21. Nov. In der Nacht von gestern auf heute wurde ein Mann erstochen. Nach seiner Verwundung, bestehend in einem Stich ins Herz, konnte er noch seine Wohnung erreichen, wo er bewußtlos zu⸗ sammenbrach. Der Thäter ist zur Zeit noch nicht er— mittelt, man glaubt aber, die That hinge mit der bevor— stehenden Bürgermeisterwahl zusammen. Dettendorf. Am 17. d. Mts., Abends, zechten drei Handwerks burschen in einem Wirthshause und machten sich von dort gegen 5 Uhr auf den Weg nach Rott. Wenige Stunden später fand man am Wege im Walde einen von den dreien erschlagen, seiner Baarschaft, Ober— kleider und Stiefel beraubt. Die Gendarmerie fahndet eifrigst nach den ruchlosen Thätern. Allerlei. Wiesbaden. Der Müller Pfeiffer aus Ansbach, welcher den Taglöhner Fritz Jung bei der Jagd erschossen hat, und zwar, wie wir seiner Zeit mitgetheilt, in Folge eines Versehens, wurde vom hiesigen Landgericht in der Sitzung vom 18. d. Mts. wegen fahrlässiger Tödtung zu 5 Monat Gefängniß verurtheilt. Bonn, 24. Nov. Der Geheime Rath Busch, be— rühmter Professor der Chirurgie, ist gestorben. Handel und Verkehr. Frankfurt, 23. November. Markt-Preise. Heu kostete je nach Qual. der Ctr. M. 3.50— 5.50, Stroh M. 4—4.40., Eier das Hundert M. 6—7., Butter im Detail 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10, Kar⸗ toffeln 3—5 M. das Malter, Ochsenfleisch 60—70 Pf., Kuh, Rind- und Farrenfleisch 40—55 Pf., Kalbfleisch 40—55 Pf., Schweinefleisch 75—80 Pf., Hammelfleisch 40—65 Pf., Blumenkohl per Stück 20—50 Pf., Weiß⸗ kraut das Stück 10— 20 Pf., Rothkraut 15—25 Pf., Wirsing 6— 10 Pf., 1 Huhn M. 1— 2, 1 Hahn M. 1 bis 1.50, 1 Ente M. 2.20— 2.80, 1 Gans M. 5—9., 1 Taube 50—60 Pf., Reh das Pfund 75 Pf., 1 Feld⸗ huhn M. 1.50— 1.80, 1 Hase M. 2.50 3.50. Wichtig für alle Wirthe. Seitens der Polizei⸗ behoͤrden werden schon jetzt die Interessenten des defteren darauf aufmerksam gemacht, daß mit dem Inkrafttreten des Gesetzes, betreffend den Raumgehalt der Schank— gefäße, am 1. Januar 1884 die Verwendung von Schank⸗ gefäßen, welche den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht entsprechen, strafbar sein wird. Den Interessenten ware zu empfehlen, schon jetzt bei Neubeschaffung von Gefäßen nur solche in Gebrauch zu nehmen, welche auch nach dem Inkrafttreten des Gesetzes verwendet werden konnen. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 24. November 1881. 20 Frankenstü cke M. 16 16—19 do. in ½. 16 14—18 Englische Sovereigns. 20 31-36 Russische Imperiales.. 16 68-72 Ducaten.. 9 57-62 mee, 9 58-62 Dot n. 8 122—26 „ eee 1 77 5 N 7 Immobiliar-Versteigerung. 3974 Freitag den 2. Dezember lfd. J., Vormittags 11 Uhr, sollen im hiesigen Rathhause die zu dem Nach⸗ lasse der Fräulein Elise Pestel gehörenden Immobilien, nämlich: 6 Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 1. 210. 62¼b. Hofraithe in der Stadt, „ 1. 212. 62/10 Grabgarten daselbst, V. 96. 67. Grabgarten an den Mauergärten, öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 23. November 1881. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Seriba. Anonmee. In Offenbach a. M. ist ein Haus mit Hintergebäude, Hof und Garten, worin schon seit 40 Jahren eln Specerel— Geschäft mit bestem Erfolge betrieben wurde, veränderungs— halber zu verkaufen. Näheres bet dem Vorschuß⸗ und Credit-Verein, e. G., Irledberg zu erfragen. 3868 2 111 2 ai 5 Immobiliar-Versteigerung. 3973 Freitag den 2. Dezember lfd. J., Vormittags 11½, Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die Grundstücke der Christoph Bollonkers Erben einer dritten und letzten Versteigernng ausgesetzt und bei entsprechenden Geboten die alsbaldige Genehmigung ertheilt werden. Friedberg den 24. November 1881. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Seri b a. — 7 f Kapital Aufnahme. Die Gemeinde Ober-Mörlen beabsichtigt ein Kapital von 78000 Mark zu 4% Zinsen, zur Erbauung eines Faselstalls, aufzunehmen. Lusttragende wollen sich bei unterzeichneter Stelle melden. Ober-Mörlen den 25. November 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. 3968 Jeckel. Lelaucheux-Doppelgewehre von M. 50. an empfiehlt 3809 Buß bach. A. Diekoré. Bekanntmachung. 3953 Montag den 5. k. Mts., Nachmittags 3 Uhr, wird die Hofraithe des Bäckers Friedrich Engel II. von Friedrichsdorf mit Wohnhaus, Backhaus, Stallung und Garten dabei, taxirt zu 4000 Mark, zwangsweise öffentlich versteigert. Friedrichsdorf den 22. November 1881. N. Der Buͤrgermeister Garnier. — 9 7 U r Holzversteigerung. 3931 Montag den 28. November J. J. werden in den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Walddistrikten Koͤhler— schlag und Dietzenberg f 2940 Stück Virken⸗Wellen, zu Besenreisig geeignet, versteigert. 1575 5 Zusammenkunft Morgens 10 Uhr im Distrikt Koͤhler— chlag. Ockstadt den 22. November 1881. i Der Freih. v. Franckenstein'sche Oberfoͤrster Rumpf. — ———— l— Trüffeln, Champignons, Hum- mern. Sardines à fhuile, Corned beef. russische Sardinen, Roll- möpse, Delicatess— Häringe, 2 A 2 1 f achte holl. Sardellen, Capern 3794 bei Wilhelm Fertsch. 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Das Katzenstein'sche Haus ist aus freier Hand zu verkaufen, eventuell sind zwei Wohnungen mit Laden, seither von Herrn C. F. Walz bewohnt, vom 1. Januar ab daselbst zu vermiethen und wollen sich Refleetirende bei dem Unterzeichneten melden. Friedberg, 18. November 1881. 3916 Eduard Hirsch. 18 9 zu sehr billigen Preisen bel Corsetten g sen Fegerl. „3940 bei Ein Küchenschrank mit Glasaufsatz J. Ehrlich. steht zu verkaufen bei Friedberg. niedergele daß Aust unterzeic bei dem 4003 ——— ů—ů— Dar enthält die Just Baurat! Charakt Professo Nachsuch bei dem Vaß mi dieses J Kolb zu dem La Gericht: lionen zum An lichts⸗ tragt, Amtsan das Vo gesehen den Ke Lehrer Schulle Schule desgl. denauste 2.40 toren Veiträg Gucchi alterzy sonsfoz 8000 — M W