wein, a 7 0 W em er ig. 9 IL 3 Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und; 5;: Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Diensta ux Ell. Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. f Donnerstag und Sensag. 9 g die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. en Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ein Fug 5 We . Amtlicher Theil. Betreffend: Die Vertilgung der Kleeseide. Das Großherzogliche Mit Verweisung auf das unten abgedruckte Reglement vom 6. August 1 5 ungen sofort eintreten zu lassen und uns falls das Vorhandensein dieser Dr Br 4 Reglement zum Schutze der Felder und Wiesen gegen 4 Mit Zustimmung des Kreis-Ausschusses des Kreises Friedberg und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 4. August laufenden Jahres zu Nr. M. d. J. 10658 werden für den Kreis Friedberg zur Vertilgung der Kleeseide nachstehende Vorschriften erlassen: 1) Zum Schutze der Felder und Wiesen gegen die Ver— b— ——— — — 8 * tet Sum breitung der Kleeseide wird in jeder Gemeinde des Kreises vom Ge— iller. meinderath eine Commission von 3 beziehungsweise 6 Mitgliedern(je nach der Größe der Gemarkung) alljährlich zu Johannis auf 1 Jahr gewählt; die Bildung der Commission wird unter Nennung der Mit— glieder in der Gemeinde publicirt. 2) Die Commission hat die Auf— saschinen. gabe, zu ermitteln, ob sich in der Gemarkung Kleeseide vorfindet und 8 44 wird hierin von den Feldschützen unterstützt, welche bei Strafe gehalten sind, jeden einzelnen Fall des Vorkommens von Kleeseide in der Ge— markung der Commission sofort anzuzeigen. Hat die Commission irgendwo in der Gemarkung Kleeseide entdeckt, so macht sie sofort dem Bürgermeister Anzeige davon, indem sie zugleich die zur Einschränkung resp. Ausrottung der Kleeseide erforderlich scheinenden Maßregeln dem— selben vorschlägt. 3) Zur Erfüllung ihrer Aufgabe wird die Commission verpflichtet, 8 Tage nach allgemeiner Beendigung der Getreide-Ernte die neuen Klee- und Luzernefelder auf Kleeseide zu untersuchen und diese Untersuchung in Zwischenräumen von höchstens 14 Tagen während der Monate August, September und October und ebenso im Früh— jahre von Mitte Mai an mehrere Male zu wiederholen, auch auf jede etwaige Anzeige von Seiten der Feldschützen, oder irgend welcher 1 anderer Personen von dem Vorkommen der Kleeseide Untersuchung der betreffenden Stellen eintreten zu lassen. Ebenso wie die Felder sind 8 die Wiesen, Raine, Gräben, Böschungen ꝛc. von der Commission zu besichtigen, da die Kleeseide hier häufig auf den verschiedenen Kleearten, auf Ginster, Quendel, Heidekraut, Wicken ze. vorkommt. Ueber den 2 Rundgang der Commission in der Gemarkung ist ein Protokoll von 8 derselben aufzunehmen. 4) Ist dem Bürgermeister von der Commission ute, das Vorhandensein von Kleeseide auf irgend einer Stelle der Gemarkung cracken, angezeigt, so gibt derselbe sofort dem Naturalbesitzer der Fläche auf, en schräukung resp. Ausrottung der Kleeseide spätestens innerhalb 6 Tagen Friedberg den 23. Juli 1881. Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Großherzogliches Polizeicommissariat Wickstadt. Nach uns gewordener Mittheilung soll in verschiedenen Gemarkungen des Kreises das Vorkommen von Kleeseide ermittelt worden sein. 876 geben wir Ihnen daher auf, die hierin vorgeschriebenen Untersuch— Schmarotzerpflanze in Ihren resp. Gemarkungen festgestellt wird, sofort 9 unter Angabe der von Ihnen angeordneten Vertilgungsmaßregeln Anzeige zu erstatten. baden. die Verbreitung der Kleeseide für den Kreis Friedberg. sprochen worden ist, mit öffentlichen Mitteln auf Kosten des Betreffenden aus. Die Commission wacht darüber, daß die von ihr vorgeschlagenen Maßregeln richtig und ordnungsmäßig befolgt werden. Außerdem macht der Bürgermeister von dem Auftreten der Kleeseide in der Ge— markung dem Kreisamt Anzeige, welches im Laufe des Herbstes oder Frühjahrs die von dem Kreis-Ausschuß für diesen Zweck zu erwählende Commission nach den von der Kleeseide heimgesuchten Districten sendet, damit sich dieselbe von den zur Vertilgung der Kleeseide angewendeten Maßregeln überzeugen kann. Dem Kreisamte ist über das Resultat der Inspection von Seiten der letztgedachten Commission Bericht zu erstatten. 5) Die Maßregeln zur Einschränkung resp. Ausrottung der der Kleeseide sind folgende: Zeigt sich die Kleeseide nur an einer oder an einzelnen kleinen nicht über ein Meter im Durchmesser be⸗ tragenden Stellen und in einer durchschnittlichen Entfernung derselben von mindestens 15 bis 20 Metern, so werden die betreffenden Stellen in einem etwas größeren Umkreise auf etwa 20—25 Centimeter tief (je nach Beschaffenheit des Bodens) sorgfältig umgegraben, so daß nirgends eine Spur von Klee sichtbar bleibt.— Finden sich im wieteren Verlaufe nach Ausführung dieser Maßregel wieder neue Stellen mit Kleeseide, oder zeigt sich letztere überhaupt bald in größerer Ausdehnung und Menge als eben angeführt, so daß eine Einschränkung derselben durch bloses Umgraben der betreffenden Stellen von sehr zweifelhaftem Erfolge zu bleiben verspricht, so ist das ganze Feld in einer Tiefe von mindestens 12—15 Centimeter umzupflügen. Es bleibt der Commission überlassen, an Stelle des Umgrabens auch das Verbrennen der be— treffenden Kleeseidestellen mit Stroh, welches zur Beschleunigung und sicheren Wirkung des Verfahrens vorher mit Petroleum getränkt wird, als Vertilgungsmittel anzuordnen. Uuter allen Umständen ist aber die Vertilgung der Kleeseide vor deren Blüthe bezw. Samenbildung vorzunehmen. 6) Gegenwärtiges Reglement wird innerhalb des Monats Juli jeden Jahres, nach welchem die Kleeseide in der Gemarkung auf— getreten ist, in der Gemeinde öffentlich bekannt gemacht und so lange aufrecht erhalten, bis nachweislich jede Spur von Kleeseide in der Ge— markung verschwunden ist. Friedberg den 6. August 1876. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. c die von der Commission in Vorschlag gebrachten Maßregeln zur Ein— in Anwendung zu bringen und führt dieselben, falls nicht innerhalb der festgesetzten Zeit Seitens des Naturalbesitzers der Verfügung ent— Trapp. Verzeichniß 25 5 1. derjenigen Personen, welche auf Grund des§. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes von Großherzoglichem Kreisamte Heppenheim auf die Dauer von 3 Jahren aus dem Großherzogthum Hessen im Monat Mai und Juni laufenden Jahres ausgewiesen wurden. Max Johann Wilhelm Ewert aus Bessien, Wilhelm Walter aus Rauenberg, Kreis ö Kreis Rügen. f Wertheim. Adolph Pudewill aus Reichnau, Kreis Karl Friedrich Becker aus Trebsen, Kreis Schlochau. Grimma. Hans Heinrich Sievers aus Neumünster, ceorg Weigand aus Gersfeld. Kreis Kiel. Brunno Schwarz aus Krotoschin. Philipp Merkelbach aus Königstein. Friedrich Hinkel aus Wetzlar. Narl Heier aus Karekowitz. Wilhelm Trebbien aus Hanau. Friedrich Gustav Grunwald aus Pillkallen. Otto Glaschke aus Berggieshöbel, Kreis Karl Reinhard Spröder aus Breslau. Dresden. Karl Hannemann aus Juüterbogk. Clemens Moritz aus Cösfeld. Peter Joseph Bonninghoven aus Düsseldorf. Hermann Michaelis aus Duckerow. Franz Eduard Frenzel aus Blankenhain. Ernst Köster aus Kopenhagen. Adolph Kreger aus Berlin. Albert Kühnel aus Langendorf, Kreis Neiße. Joseph Jolllet aus Bonn. Rudolf Winter aus Herrstein. Hermann Wechsung aus Wernigerode. Heinrich Terhorst aus Crefeld. Anton Müller aus Orb, Kreis Gelnhausen. Albert Trüschel aus Herzfelde, Kreis Nieder Irnst Abolf Weiße aus Reichenau, Kreis Barnim. Zittau. Eduard Koch aus Tann, Kreis Gersfeld. Johann August Kyhnast aus Wittenberg. Karl Riemer aus Osterode, ProvinzHannover— Abraham Singer aus Kowno. Julius Petrie aus Graborv, Kreis Randow. — 7 a 1 ö ö Albert Oskar Wolf aus Naumburg. 1 . f N 228 — Wilhelm Schuhmacher aus Aachen. Otto Max Hugo Wendt aus Perleburg. Arnold Wolf aus Berlin. Johann Waldschmidt aus Oberreifenberg, Ludwig Schant aus Aldenhoven, Kreis Aachen. Kreis Königstein. Heinrich Kairts aus Tilsit. Friedrich Wenzel aus Perleburg, Theodor Seifert aus Lübeck. Witten a. R. Heinrich Sieger aus Eisenbach, Kreis Idstein. Karl Kirsten aus Zwenkau, Kreis Leipzig. Franz Karl Bartholomäus aus Unterteusch- Karl August Seifert aus Treuen. thal, Kreis Halle. Wolf Damschen aus Bislich. 8 Julius Mathäus Knoblauch aus Stargard.“ Hermann Wilhelm Wagschal aus O berneu⸗ Karl Gustav Meding aus Oschatz. Kreis Heinrich Klein aus Balde, Kreis Berlenfels.“ land. N 1 Wilhelm Heubach aus Euskirchen. Hermann Bleschke aus Schribus, Kreis Johann Strauch aus Birnbaum. Zillich au. Friedrich Wilhelm Metterhausen Gustav Geede aus Bogen. Walter Wolters aus Hau, Kreis Cleve. Johann Hubert Esser aus Blindert. Heinrich Bausch aus Köln. Heinrich aus Celle. Karl Brendel aus Hasselbach. Peter Helfen aus Schweich, Kreis Trier. Ernst Pfeiffer aus Clausthal, Kreis Zellerfeld.“ August Rittershaus aus Barmen. Paul Neutschmann aus Wieh. Christian Bernhard Friedler aus Gottscheing. Karl Wagner aus St. Goarshausen. Hermann Heinrich Kreßmann aus Weinberge, Theodor Adolph Richter aus Berlin. Kreis Liebenwerda. N Jäschke aus Kunzendorf, Kreis Christtan Friedrich Hartmann aus Köthen. Richard Fri m Wilhelm Schippel aus Demmin. Habelschwerdt. — 2. ee eee r — Oskar Friedrich aus Berlin. Och. Schreiber aus Homburg, Kreishomberg. Wilhelm Böhm aus Walddorf, Kreis Glatz. Johann Heinrich Keil aus Heinzendorf. Heinrich Sachs aus Kölkheim, Kreis Wies⸗ Karl Otto Wilkens aus Altona. Heinrich Becker aus Werl, Kreis Soest. Joseph Lepping aus Vreden, Kreis Achaus.“ Franken. Joh. Friedrich Thüra aus Fürstenberg a. d. O. Heinrich Hendrichs aus Elberfeld. Karl Winterscheid aus Großauheim, Kreis August Bänsch aus Niederstreit, Kreis Ernst Eisenblätter aus Peisterwitz, Kreis Hanau. Striegard. Friedrich Pohl aus Putzig, Kreis Neustadt. Johann Gra Friedrich Priese aus Guͤsten, Kreis Bernburg. Paul Zittlau von Klostermühl, Regierungsbezirk Ca Johann Neurru aus Lüttisch. Theodor Baier aus Altendorf, Kreis Essen. Wilhelm Thorwest aus Potsdam. Johann Weller aus Giebelstadt, Kreis Unter- Friedrich Geisler aus Glatz. Johann Repke aus Strahlsund. Saarlouis. baden. Ohrau. uer aus Fraulautern, Kreis Karl Mayer aus Lauenbur Steckbrief. richterlichen Haftbefehls in das Gefängniß zu Vilbel einzulieferu. Friedberg am 18. Juli. 1881. eee Balthaser Geisler aus Pfenndorf, Neuwied. 7 Wilhelm Karl Reubert aus Spangenberg, Kreis Melsungen. Heinrich Wolter ausKnesebeck, Kreis Gifhorn. Karl Ludwig Grüneberg aus Cladow. Heinrich Haak aus Schmalkalden. Bernhard Hädel aus Erfurt. g. Ludwig Krüger aus Treuenbitzeln. Friedrich August Höntzsch aus Radeburg. ssel, fruͤher Eisenbahnarbeiter in Assenheim, ist wegen Diebstahls auf Grund Der Großherzogliche Amtsanwalt . Deutsches Reich. Darmstadt. Professor Dr. Laspeyres ist für die Zeit vom 1. October 1881 bis dahin 1882 zum Rector der Landes-Universität in Gießen ernannt worden. — Militärdienstnachrichten. Weimann, Vice— feldw. vom Landw.-Inf.-Reg. Nr. 38, wurde zum Sec.⸗Lt. der Res. des 4. Gr. Hess. Juf.⸗ Regts. Nr. 118,— Müller, Pr.⸗ Lt. von der Landw.⸗Jnf. des 1. Bats. 1. Gr. Hess. Landw. Regts Nr. 115, zum Hauptm. befördert. Müller, Sec.⸗Lt. der Res. des 4. Gr. Hess. Juf-Regts. Nr. 118, der Abschied bewilligt. Berlin. Ueber eine Mißhandlung des Predigers Fliedner durch spanische Polizeibeamten hört die„Nod. Allg. Ztg.“: Der kaiserliche Ver— treter in Madrid sei beauftragt, diesen, sowie andere Fälle, in denen spanische Behörden Aus— schreitungen gegen Deutsche begingen, der spani— schen Regierung bekannt zu geben. Die bis— herigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Regierungen ließen erwarten, daß auf spanischer Seite alle Vorsicht getroffen würde, um künftig solche Vorfälle zu verhüten. — Dem„Tageblatt“ zufolge verbürgt die römische„Italie“, der Papst habe den Zöglingen des Collegii germanici, welche dasselbe absolvirt, empfohlen, Conflicte mit deutschen Civilbehörden zu vermeiden, um das Pacifications-Werk der Bischöfe nicht zu stören. München. Nach dem gesammten Resultat der Wahlen werden in der neuen Kammer 90 bis 92 Anutiliberale 67 bis 69 Liberalen gegen— überstehen. Die Rheinpfalz und Mittelfranken wählten durchweg liberal, Bamberg extrem-clerical, in Würzburg war nach zweimaligem Wahlgang das Resultat unentschieden. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Prag, 21. Juli. Der Statthalter Kraus empfing heute den Landes— Ausschuß. Nach dessen Ansprache erwiederte er: Ich spreche als österreichischer General, der über— haupt keine Politik, am wenigsten Partei-Politik treibt. Ich bringe beiden Nationalitäten die gleiche, wohlwollende Gesinnung entgegen. Die bestehenden Gesetze sind mir die einzige Richt— schnur zur Beurtheilung der nationalen Interessen. Frankreich. Paris. Nachrichten der „Agence Havas“ aus Tunis bestätigen eine er— hebliche Beruhigung, welche seit einigen Tagen in der ganzen Regentschaft, namentlich in dem Bezirk von Kairuan und Susa, bemerkbar sei. Sie wird dem tiefen Eindruck zugeschrieben, den die Einnahme von Sfax auf die Bewohner machte. — 22. Juli. Der Senat genehmigte das Gesetz über die Armee-Organisation mit einigen Aenderungen. — 23. Juli. Der französische Admiral in Sfax unterhandelt gegenwärtig mit den Führern der dortigen Angesessenen, welche sich vielfach weigern, Sfax wieder zu betreten aus Furcht vor den dortselbst noch befindlichen Insurgenten, die noch fortgesetzt in den Kellern versteckt auf— gefunden werden.— Die Expedition, die im Herbst gegen Bu-Amema geht, soll aus drei Colonnen bestehen: eine von 2500 Mann geht von Saida, eine von 1200 Mann von Sebdu, eine von 1200 Mann von Gerpville aus. Alle drei sollen sich in der Gegend von Ksur ver— acclimatisirten Truppen bestehen, die durch Nach— schub aus Frankreich ergänzt werden. — 23. Juli. Der Senat begann die Be— rathung des Budgets. Fresneau(von der Rechten) und Bocher(vom rechten Centrum) üben eine scharfe Kritik über die Fiuanzverwaltung. Der Finanzminister Magnin und Varroy vertheidigen die Vorlage der Regierung. — 25 Zöglinge aus der Kriegsschule von Saint Cyr, welche der Messe zur Feier des Grafen v. Chambord beigewohnt, wurden heute aus der Anstalt entlassen. Sie wurden sofort in verschiedene Regimenter eingetheilt, wo sie fünf Jahre als Soldaten zweiter Classe dienen müssen. Großbritannien. London, 23. Juli. Das Unterhaus verwarf bei der Einzelberathung der irischen Landbill alle von der Regierung be— anstandeten Amendements. — England, Oesterreich und Holland be— reiten einen gemeinsamen Schritt bei Rußland vor, wegen der grausamen Behandlung der Juden, welchem sich andere Mächte anschließen würden. Rumänien. Bukarest. In den der Re— gierung nahestehenden Kreisen gilt der Wieder— eintritt Boerescu's in das Cabinet als Minister des Aeußern als höchst wahrscheinlich. Türkei. Konstantinopel, 22. Juli. Ge— rüchtweise verlautet, Munis Bey werde Tewfik Pascha als Finanzminister ersetzen. Die Affaire bezuglich des Zollcordons befindet sich noch in der Schwebe. Bulgarien. Sofia, 23. Juli. Die früheren Minister Zankow und Slaviekoff sind gestern Morgen in Plewna verhaftet worden. Rußland. Petersburg.„Golos“ bezeich— net die Nachricht der ausländischen Blätter über stattgehabte Ausschreitungen gegen hiesige Juden für unbegründet. Amerika. Washington, 23. Juli. In dem Befinden Garfield's ist seit heute Mittag einige Besserung eingetreten. Irgendwelche Anzeigen einer Blutvergiftung, deren Eintreten man be— fürchtete, zeigten sich bisher nicht. Die Aerzte Hamilton und Agnew aus Philadelphia wurden telegraphisch und mittelst Extrazug ans Kranken— bett berufen. Asien. Sahore, 22. Juli.„Daily News“ meldet: Ejub Khan drängte die Vorposten des Emirs Abdhurrhaman nach Girsht zurück. Aus Stadt und Land. Friedberg, 25. Juli. Ein uns für heute zuge⸗ sagter Festbericht traf nach Redaetionsschluß ein und mußten wir denselben für die nächste Nummer zurückstellen. Darmstadt, 21. Juli. Ein hiesiger Glasermeister G. war vorgestern in Bensheim, wo er den vorletzten Zug versäumte und deßhalb den letzten nach Darmstadt gehenden Zug(einen Schnellzug) benutzen mußte. Der⸗ selbe hatte in der Eile vergessen, ein Zusatzbillet zu lösen und kündigte ihm der Condueteur an, daß er hier in Darmstadt das übliche Strafgeld nachzuzahlen haben werde. Wahrscheinlich um dieser Nachzahlung zu ent⸗ gehen, sprang der Mann zwischen Eberstadt und Darm— stadt aus dem in voller Geschwindigkeit befindlichen Zuge, wobei er so unglücklich stürzte, daß er das Genick brach und sofort todt war. P. A. Mainz. Der für den ersten Hauptfesttag, 14. August, projeetirte Festzug wird durch die Betheilig—⸗ ung der hiesigen Vereine und Gewerkschaften an Mannig⸗ faltigkeit und Schönheit der Ausstattung die sonst üblichen Veranstaltungen dieser Art weit überkreffen. Auch soll sich derselbe deßhalb nach dem jüngsten Beschlusse des Festausschusses nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, um eingen und bis Fignig vorgehen. Sie soll aus Bewegung setzen. Ingleichen wurde das große Vocal⸗ Coneert, welches seitens der hiesigen Männergesangvereine unter Leitung des Kapellmeisters Lux in der Festhalle zur Ausführung gebracht werden wird, von Montag auf Dienstag Abend und das Nachtmanöver der freiwilligen Feuerwehr von Dienstag auf Mittwoch Abend verlegt. Um den Besuch aller Festlichkeiten thunlichst zu fördern und zu erleichtern, hat der Festausschuß weiterhin den Beschluß gefaßt, auch für Nichtturner Festkarten zum Preise von 3 Mark auszugeben. Diese Einrichtung wird sicherlich allseitig freudig begrüßt werden und den Be⸗ such der Festlichkeiten bedeutend erhöhen. Allerlei. Bonames. Vor einiger Zeit berichteten wir, daß auf dem Eisenbahndamm eine mit Dynamit gefüllte Kapsel gefunden worden sei. Wie verlautet, hat die Untersuchung ergeben, daß diese Kapsel weder Dynamit noch einen sonstigen Sprengstoff enthielt, sondern lediglich ein unbrauchbares Stück von einer elektrischen Batterle war, das mit anderem Schutt auf ein benachbartes Feld gebracht und von da wohl auf den Bahndamm ver— schleppt worden war. Auch wenn dieses Stück auf den Schienen gelegen hätte, wäre keinerlei Gefahr für einen passirenden Zug daraus entstanden, denn es wäre einfach zusammengedrückt worden. st. Frankfurt. Welchem Besucher der Patent⸗ und Musterschutz Ausstellung ist nicht das aus Choeolade hergestellte Portal der bekannten Chocoladen-Fabrik von Gebr. Stollwerck in Köln aufgefallen? Dieser in Art der Triumphbogen großer Residenzen, wie uns mitge⸗ theilt wurde, aus über 5000 Kilo Chocolade gemachte Aufbau hat auch stark von der Hitze zu leiden. Die Choeco⸗ laden⸗Baumeister haben in den frühen Morgenstunden täglich mehrere Stunden zu ergänzen und zu repariren und wenn die tropische Hitze anhält, wird der ganze Bau noch wegfließen, zum großen Vergnügen der zahl⸗ reichen jugendlichen Besucher, welche sich mit den ab— fallenden Bausteinen und Ornamenten sehr befreunden. Das Arrangement von Schaustellung und Fabrikation der renommirten Chocoladen-Fabrik ist gefällig und impo⸗ sant und eine würdige Vertretung deutscher Chocolade⸗ Industrie; es wäre recht bedauerlich, wenn der Choco ladenbau entfernt werden müßte. Frankfurt. Am 20. Juli hatte die Hitze hier ihren höchsten Grad erreicht: 30 und sogar 300 R. im Schatten und auch die Besucher der Ausstellung hatten sehr darunter zu leiden. Erst am Abend entlud sich ein starkes Gewitter mit reichlichem Regen, der auch noch am 21. fortdauerte. Nach dem Gewitter wurde es im Ausstellungsgarten wieder sehr belebt und die Bilse'sche Kapelle, die wegen des Unwetters erst später beginnen konnte, spielte eine Stunde länger. Der Besuch am Mitt⸗ woch ist trotzdem auf mehr als 10,000 Personen anzuschlagen. Auch die Königin von Holland beehrte die Ausstellung am 20. mit einem nochmaligen und recht langen Besuche und machte im Hauptgebäude viele bedeutende Einkäufe. Der König von Holland verweilte am 21. Juli fast den ganzen Tag in der Ausstellung. Nach einer stunden-⸗ langen Besichtigung am Vormittag, fuhr derselbe 1 Uhr in die Stadt zurück, fand sich aber schon um 3 Uhr wieder ein und blieb bis zum Abend. Zürich, 21. Juli. Ferdinand Keller, der Entdecker der Schweizer Pfahlbauten, ist heute, 81 Jahre alt, gestorben. Chamounix, 22. Juli. Heute früh 2 Uhr 58 Min wurde ein wellenförmiger Erdstoß von Nordost nach Ost laufend hier wahrgenommen. Bern, 22. Juli. Heute Morgen gegen 3 Uhr wurde ein heftiger Erdstoß aus nördlicher Richtung kommend hier wahrgenommen. Auch bei Lyon und Grenoble wurde ein Erdbeben verspürt. Landwirthschaftliche Schulen für Mädchen. Als die Frau eines Landwirths, welche in Zeitungen nicht nur die Anzeigen und das Ver— mischte, sondern auch die Aufsätze mit Interesse liest, möchte ich bitten, die nachfolgenden Zeilen zu lesen. die Wahrnehmung, daß die Söhne unseres mitt— lern und kleinen Bauernstandes zu meiner Freude in den landwirthschaftlichen Winter- resp. Fort— bildungsschulen Gelegenheit finden, alles das zu Veranlaßt wurden dieselben durch lernen, was ihnen zu einer ersprießlichen Aus— 2 Uhr Nachmittags, sondern Vormittags 10½ Uhr in übung ihres Berufs noth thut, ohne daß dabei 9 1 —— S E ———-— r elt 5 1 1 N f ——— N b R dem Geldbeutel ihrer Eltern übergroße Opfer zugemuthet werden. Unsere Männer werden daher in einigen Jahren sich in die beneidens— werthe Lage versetzt sehen, geeignete Hilfe und Beistand für die Wirthschaft in ihren Söhnen zu geben oder doch verschreiben zu können; sie brauchen sich nur an den Leiter einer solchen Schule zu wenden, um sich einen brauchbaren jungen Mann als Aufseher oder Verwalter empfehlen zu lassen, der den Kopf nicht mit gelehrten Redensarten gefüllt hat, sondern mit gründlicher Sachkenntniß zu arbeiten versteht, der mit der Handhabung des Rechenstiftes ebenso vertraut ist als mit der des Pfluges, und im Stande sein wird, dem Gutsbesitzer oder Paͤchter in seinen schriftlichen Arbeiten, in der Buch— führung, Correspondenz ꝛc. wirksamen Beistand zu leisten. Was eine solche Beihilfe zu bedeuten hat, wird jede Landwirthin zu schätzen wissen; besonders aber wird sie sich dessen bewußt wer— den, wenn sie vielleicht durch den frühen Tod ihres Mannes gezwungen wurde, das Gut selbst weiter bewirthschaften zu müssen, weil ihre Söhne noch zu jung waren, um ihr in der Wirthschaft zur Seite zu stehen. Für dieses Bedürfniß ware also binnen kurzer Zeit ausreichend gesorgt. Wie steht es aber mit uns Frauen? Woher sollen wir uns eine solche Beihilfe verschreiben, nach welcher wir so oft sehnsüchtig ausschauen, wenn uns durch Krankheit, Kinderpflege und so manche anderen Verhältnisse die Arbeit in Haus und Küche, Stall und Garten über den Kopf zu wachsen droht? Was sich unter dem Namen einer sogenannten Stütze für die Hausfrau aus der Stadt anbieten läßt, ist durchwegs für unsere Verhältnisse unbrauchbares Material. Was sollen wir Landwirthinnen mit einem jungen Mädchen aus der Stadt aufangen, welches wie gewöhn— lich seine Erziehung in einer Pension erhalten hat, etwas Clavierspielen und feine Handarbeiten machen kann, aber nicht im Stande ist, Peter— ssilie von Sellerie zu unterscheiden, und nicht weiß, wie man Kartoffeln kochen muß? Solche Stützen können wir nicht gebrauchen; sie sind ein Hemmschuh im Betriebe der Wirthschaft. Was uns Hausfrauen auf dem Lande noth thut, ssind junge Mädchen, welche gleichmäßig im Hause mund in der Küche, in der Milchkammer und im [Gemüsegarten Bescheid wissen, welche so viel Rechnen und Schreiben gelernt haben, daß sie 9 * nothigenfalls die Buchführung über die Erträge aus der Milchwirthschaft ꝛc. übernehmen können. Diesen Anforderungen können nur Maͤdchen vom Lande eutsprechen, aber nicht etwa solche, die einige Jahre bei einer vornehmen Herrschaft in der Stadt gedient haben und die, wenn sie in's heimathliche Dorf zurückkehren und einen Bauern— burschen heirathen, nichts als glänzendes Elend in's Bauernhaus verpflanzen, sondern solche, welche ihre Ausbildung als Wirthschafterinnen in einer ähnlichen Anstalt erlangt haben, wie sie den Bauernsöhnen in der landwirthschaftlichen Winterschule jetzt zur Verfügung steht. (Schluß folgt.) Handel und Verkehr. Friedberg, 23. Juli. Wochenmarkt. per Pfd. M. 1— 1.10, Eter 1 Stück 6 Pf. Gießen, 23. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 95 Pf. bis 1 M., Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf., Käse per Stück 5 12 Pf., Tauben das Paar 70-80 Pf., Hühner per Stück M. 0.85— 1.30, Hahnen per Stück M. 0.50— 1.10, Enten per Stück M. 1.40— 1.70, Ochsen⸗ fleisch 66 Pf. per Pfund, Kuh- und Rindfleisch 50 Pf., Kalbfleisch 40— 44 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4 bis 5.50, neue Kartoffeln 100 Kilo M. 9.—11., Zwiebeln per Ctr. M. 12.— 18. Frankfurt, 23. Juli. Marktbericht. Heu kostete per Ctr. je nach Qual. M. 3.50— 5.50, Stroh M. 3.—4., Butter im Großen 50 Kilo 90 M., im Detail 1. Qual. M. 1.10., 2. Qual. M. 1., Eier das Hundert M. 5.—6., Ochsenfleisch 60— 70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 45 bis 55 Pf., Kalbfleisch 40— 55 Pf., Hammelfleisch 40 bis 50 Pf., Schweinefleisch 65— 70 Pf., Salat Romain 30 Pf., Kohlrabi 3—5 Pf., Wirsing 15—20 Pf., Weiß— kraut 20 Pf., Blumenkohl 40—70 Pf., gelbe Rüben der Bündel 10—12 Pf., ein Hahn M. 1.30—2., Ente M. 3., Huhn M. 1.60—2., Gans M. 5—8., Taube 50 Pf. Mainz, 22. Juli. Marktpreise. Neue Kartoffeln 100 Kilo M. 12.— 13., Heu per Ctr. M. 4.50— 4.75, Stroh per Ctr. M. 3.60— 3.90, Butter ½ Kilo 85 bis 90 Pf., Butter in Parthien 70—80 Pf., Eier ½ Hundert M. 1.15— 1.25, Handkäse 5— 8 Pf., Blumenkohl 30 bis 40 Pf., Wirsing 4—6 Pf., Zwiebel ½ Kilo 9 bis 10 Pf., 1 Gans M. 4.50—5., 1 Ente M. 1.70—2.25, 1 Hahn M. 1.30— 1.70, 1 Huhn M. 1.30— 1.70, 1 junge Taube 35— 45 Pf.— Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 23.25— 24.25, fremder M. 22.—23., amerikanischer rother Winterwaizen M. 23.75— 24.10, Roggen, hiesiger und französischer M. 20.— 20.50, Hafer eff. M. 15.50 bis 16.25, Reps M. 27., Repskuchen M. 160., Rüböl M. 29.60, per October M. 29.50.— Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 64., 2. Qual. M. 56— 60., Kühe 1. Qual. M. 54., 2. Qual. M. 40.— 48., Kälber das Pfd. 50—60 Pf., Schweine das Pfd. 54-62 Pf. Man ist nicht berechtigt, bei Einsendungen von Schuld— beträgen die Frankatur des Geldbriefes oder der Post— anweisung in Abzug zu bringen. Ein in Breslau wohnender Butter kostete Kaufmann, der solches gethan, wurde deßhalb von seinem Gläubiger nach erfolgloser Reelamation der 20 Pfennig⸗ Frankatur verklagt und verurtheilt. Die nun dazu kommenden Gerichtskosten betrugen für den Verklagten nicht weniger als 14 M. 70 Pf. Literarisches. Daheim. Nr. 43 enthält: Die Ungeltebten.(Fort⸗ setzung.)— Folgen der Wißbegierde. Mit Illustr.— Das Gesicht Bruder Martins von Gaspar Nunnez de Arce. Von F. Fliedner.— Die Blumen und Bäume im Volkslied. Von A. Thimme.— Von Hühnern und Hühnereien. Von Chr. Schwarzkopf. Mit neun Abbild. — Das Erlernen der französischen Sprache und die Pen— sionen in Paris. Winke für Damen. Von Mathias.— Am Familientische: Ein Nachruf an die Königin Louise. — Rechtsrath. Mit zwei illustrirten Beilagen. Geld⸗Caurs. Frankfurt am 23. Juli 1881. 20 ⸗Frankenstücke, do. in/„ 16 22—26 Englische Sovereigns.„ 20 41—46 Russische Imperiales.„ 16 73—78 Ducaten. 2„ 9 55—59 1 al marco.„ 9 59—64 Dollars in Gold. 1„ 4 19—22 Volksbad. Wasserwärme am 24. Juli: 170 Reaumur. Walter. Pfennig⸗Sparkasse. 1 Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Uebertrag vom 16. Juli 7628[ 3669 30 1. C. Vindernagel 50 24 60 2. W. Vernbeck„ 154 71 5 3. Ph. Billau. 3 112 59 20 n firanßgßgßgßg 73 40 70 5. H. Flaschenträger 83 44 85 8100 3909 7 NB. Uebertrag Einleger 741. Neue Einleger 2 Gesammt⸗Einleger 718 Friedberg den 23. Juli 1881. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, „ ½ Dutzend 5 8 „ Dutzend 1 Die Expedition des Anzeigers. Oeffentliche Aufforderung. Forderungen an den Nachlaß der Konrad Müller's Eheleute in Okarben, welcher unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten worden ist, sind binnen vier— gehn Tagen dahier geltend zu machen, bei Meidung der Nichtberücksichtigung bei der Auseinandersetzung des Nachlasses. Vilbel am 19. Juli 1881. Großherzogliches Amtsgericht Vilbel. Werle. 2591 Stein. Bekanntmachung. 2593 Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen be—⸗ finden sich: bei Herrn Verlagsbuchhändler Bindernagel, „„ Restaurateur Burck, „„ Kaufmann Kranz in Friedberg, „ den Verwaltern der Posthülfsstellen in Mel⸗ bach, Södel und Wölfersheim, sowie „ Herrn Gastwirth Stern in Bruchenbrücken. Friedberg den 22. Juli 1881. Kaiserliches Postamt. Brentano. irnen⸗Versteigerun; Birnen-Versteigerung. 594 Dienstag den 26. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, woll ein Baum Frühbirnen öffentlich meistbietend ver— teigert werdeu. Zusammenkunft am Neuthor. Friedberg den 23. Juli 1881. Großherzogliche„ Friedberg. e e, Nene hellarisch Vollhäringe uur direct bezogen bei. 2487 Wilhelm Fertsch. Holzversteigerung in den Waldungen des Großh. Hauses der Oberförsterei Ober- Rosbach. Die am 22. d. Mts. im Domanialwalddistrikt Mainzerhecke, Schlag J, abgehaltene Holzversteiger— ung ist nicht genehmigt worden. Ober⸗Ros bach, 23. Juli 1881. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. ek. Arbeits⸗Versteigerung. 2596 Mittwoch den 27. Juli, Nachmittags 4 Uhr— sollen auf dem Gemeindehause zu Oppershofen nach, stehende Arbeiten einer öffentlichen Versteigerung aus- 39¹ gesetzt werden: M. Pf. Schreinerarbeit, lt. Kostenüberschlag für 110— Weißbinderarbeit 61 60 Pflasterarbeit 20— Brechen von Pflastersteinen(Basaltsteine7 70— Liefern von Pflastersand 12 80 Anfahren der Pflastersteine und Pflastersand 21— Aufsetzen der Pflastersteine und Messen des Sandes 3— Gambach am 23. Juli 1881. Schneider, Bezirksbauaufseher. Holz-Versteigerung. 2575 Mittwoch den 27. Juli l. J. sollen im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Alterhaag, nachbezeichnete Holz— sortimente verstelgert werden: Birken-Derbstangen D Schaleichen-Scheiter S 39,6 Raummeter, 5 Knüppel= 186 Elchene Stöcke ee 5 Die Verstelgerung beginnt präels 9 Uhr Vormittags. Zahlungstermin Martinitag l. J. Ober-Mörlen am 20. Juli 1881. Großherzogliche Bürgermeisterel Ober-Mörlen. eee 1,23 Festmeter Inhalt, 7 Arbeits-Versteigerung. 2607 Donnerstag den 28. d. Mts., Morgens um 9 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Nieder-Weisel die bei Anlegung einer Wasserleitung vorkommenden Arbeiten und Lieferungen an die Wenigstnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag 197 8 Grabenarbeiten 1358— Lieferung und Legen von gußeisernen Muffenröhren 3160— Zimmerarbeit 40— Schlosserarbeit 16— Pflasterarbeit 18— Lieferung von Russensteinen 264 N„ Sand. 35— 5„ hydraulischem Sand 24— 5„ Portland ⸗Cement 52 50 80„ Deckplatten aus den Rocken⸗ berger Sandsteinbrüchen 8„ Pflastersteinen 25— Butzbach den 22. Juli 1881. Metzger, Bezirks-Bauaufseher«e 5 7 3 H. v. Gimborn's Schreib⸗ und Copir⸗Tinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, große Flüssigkeit und schnelles Trocknen aus und liefern nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Copken. Lager in den diversen Sorten, sowie auch in rother Tinte, blauer Tinte, Stempelfarben, flüssigem Leim ꝛc., befinden sich bei den bekannten Schreibmaterialien⸗ Handlungen. 2² Wohnungs- Veränderung und Geschäfts- Empfehlung. Den Bewohnern von Friedberg und Umgegend hier mit die Nachricht, daß ich von heute an in dem Hause des Herrn Schuhmacher Zoll in der Vorstadt wohne und empfehle mich im Wollkämmen in und außer dem Hause. 2567 Marie König. ———ů— 3 PPP r — Gutsverpachtung. 1. 1 Ulrichstein, in der Großherzoglich Hessischen Provinz Oberhessen gelegene, und etwa Nannen— 2% Stunden— 875 Schotten und der Station Muͤcke der Gießen⸗ Fuldaer Eisenbahn entfernte, seither von der Königl. Preußischen Remonte⸗Depot⸗Administration Ulrichstein bewirthschaftete und in vorzüglichem Zustande befindliche Großherzogliche Domanial⸗ hofgut Selgenhof mit Vorwerk Sigmundshäuser Hof wird Montag den 22. August I. J., Mittags 12 Uhr, 0 85 zu Selgenhof, vom 1. Januar 1882 an, auf die Dauer von 18 Jahren öffentlich meistbietend 00 8. z Gut besteht in circa 3½ ha Hofraithe und Gärten, eirca 79 ha Ackerland und circa 70 ha Wiesen, darunter solche bester Qualität, zusammen also in circa 152½ ba. Es kann noch weiteres fiscalisches Gelände dazu in Bestand gegeben werden. Auch bietet sich 11 5 Pachter unter Umständen die Möglichkeit zur Pachtnahme anderer nicht fiscalischen Grunstü e. Nähere Auskunft ertheilt die unterzeichnete, in Schotten ihren Sitz habende Behörde, bei der auch die Verpachtungsbedingungen einzusehen sind. S 5. Juli 1881. 8 Großherzogliche Oberförsterei Feldkrücken. Kullmann. Heinrich Lanz in Mannheim liefert Dreseh- Maschinen für Hand-, Pferde- und Dampfbetrieb. Speeialität. Grösste Fabrik des Continentes. Vorzügliehste Construetion, billige Prelse. Cataloge franco auf Anfragen. Regenschirme, 2580 von den billigsten bis zu den feinsten Sorten, in Seide, Zanelle und Alpaka, in großer Auswahl zu reellen Preisen bei 126 K. Friedrich. 5 Allen Besuchern Frankfurts aus Friedberg und der Wetterau zur Nachricht, daß sich die 5— 2 2 Restauration Simon in nächster Nähe der Westbahnhöfe, am Eingange in die Gallusgasse, Neue Mainzerstraße Nr. 31 befindet. 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Calein. mit neuen Ansichten von Friedberg und Bad⸗Nauheim 2608 e Turnverein. Versammlung nach dem Turnen bei Ru d elius Mitt⸗ woch den 27. Juli. 2601 Corned beef, Sardines à Thuile, Hummer 2528 bei Wilhelm Fertsch. Neue Frühkartoffeln, Einmachfässer und Ständer in jeder Größe empfiehlt Küfer Weith, 2578 Haagkstraße. Saaterbsen und Spelzspreu empfehlen billigst 2568 Gebrüder Rothschild. Circa 7 Viertel Waizen 8 und 3 Viertel Hafer hat auf dem Stand zu verkaufen Friedberg. Foucar. Kalbfleisch bei sämmtlichen Kalbfleischmetzgern das Pfund 40 Pf. Jede Woche frischen Zunz⸗Kaffee, neue Grünkern, neue holländische Häringe bei 2005 M. Echstein. Chaussir⸗Arbeit. Die Anlegung eines chaussirten Weges durch meinen Garten und über eine im Bau begriffene Brückenwaage will ich an einen Unternehmer in Accord geben. 2592 5 G. H. Freundlieb. Mein Haus N in der Bahnhofstraße ist zu vermiethen und kann das— selbe vom 1. September l. J. an bezogen werden. Johs. Glanz. Für Maurermeister. Die Erhöhung eines eirca 15 Meter hohen, Lecklgen Dampfkesselkamines um weitere 7 Meter nach gegebener Schablone wird an unterzeichneter Stelle auf dem Sub— missionswege vergeben. Die Materialen werden an der Baustelle unentgelt— lich zugestellt. Die Arbeit muß bis 1. September d. J. nach Vor⸗ schrift vollendet sein. Portofreie Offerten sind bis spätestens 8. August d. I anher zu richten. Hof Schleifeld bei Nidda(Oberhessen), 25. Juli 1881. 2602 Koch. Lackbranche. Ein junger Mann, der mit 8 2 der Lackbranche vertraut, sucht Stellung auf dem Comptoir oder als Reisender. Mit Prima-Referenzen kann auf Ansuchen, das unter Chiffre B. T. 58 an Rudolf Mosse, Berlin SWV, zu richten ist, gedient werden.(Agt. Cassel 194/195.) Monogramme auf Briefbogen& Couverte 9 besorgt billigst und in ele- gantester Ausführung Carl Binder nagel in Friedberg. 111 Das Neneste in feinen Hemdeinsätzen zu billigsten Preisen bei Verantw. Red.: Carl Bindernagel. f bei Carl Rinder nagel in Friedberg. 2 u den billigsten Preiser Hosentrager bel K. Fricdrich. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. K. Friedrich. — n 1 5