3 ürkt“ L. August statt. Jazm etzendorf W twöbrl. Möbel. 0 trance.* hefe elbäringe Gurken, In en, yy 1 nachessig Atte Bite. fit. * 9 ben* Dienslag den 23. Augus. f Zu Nr. M. J. 16,159. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Donnerstag und Samstag. Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile, wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Betreffend: Die Aufhebung der mit dem Königreich Preußen bestehenden Vereinbarungen wegen gegenseitiger Bestrafung der Forst- und Feldfrevel. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und die Großh. Gendarmerie des Kreises. Den nachstehend abgedruckten Erlaß des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 28. vorigen Monats zu Nr. 16,159 bringen wir zu Ihrem Ermessen zu Ihrer Kenntniß. Dr. Braden. Darmstadt am 28. Juli 1881. Betreffend: Die Aufhebung der mit dem Königreich Preußen bestehenden Vereinbarungen wegen gegenseitiger Bestrafung der Forst- und Feldfrevel. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter Offenbach, Groß-Geran, Gießen, Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lauterbach, Schotten, Mainz, Alzey und Bingen. 3. 1 a 7. Dezember 8 8 5 Nachdem die mit der Königlich Preußischen Regierung am—— 1861 getroffene, am 11/17. October 1878 ausgedehnte Ueber— 5 8. Veto g einkunft wegen Verhütung der Forst⸗, Feld-, Jagd- und Fischereifrevel aufgehoben worden ist, haben wir ein Einverständniß mit der Königlich Preußischen Regierung darüber erzielt, daß es den Grundgedanken des Gerichtsverfassungsgesetzes und der Strafprozeßordnung, namentlich aber den Bestimmungen über die Rechtshülfe, entspricht, den Fall, wenn Sicherheitsbeamte des einen Bundesstaats im Gebiete des andern die Vor— nahme einer Durchsuchung beantragen und bei derselben zu assistiren wünschen, ganz ebenso zu behandeln, wie wenn ein derartiges Verlangen von den Sicherheitsbeamten eines andern Bezirks des eigenen Staats gestellt wird. Wir beauftragen Sie demgemäß, die Ihnen untergebenen Sicherheitsbeamten der betreffenden Grenzbezirke, insbesondere die Bürgermeister, Gendarmen, Polizeidiener und Feldschützen zu bedeuten, daß dieselben, wenn sie die Verfolgung einer unter dem Verdachte einer strafbaren Handlung, insbesondere eines Forst⸗, Feld⸗, Jagd⸗ oder Fischerei⸗ frevels stehenden Person auf Preußisches Gebiet fortsetzen, berechtigt sind, bei den zuständigen Königlich Preußischen Beamten, wenn die Vor⸗ aussetzungen der Strafprozeßordnung vorliegen, in gleicher Weise wie in Hessen sofortige Durchsuchung zu beantragen und Zuziehung bei der— selben in Anspruch zu nehmen. Als zustäudige Königlich Preußische Beamte kommen— außer den Amtsrichtern und Staatsanwaltschaften— in Betracht: 1) in der Provinz Hessen-Nassau: 1) bei den Königlichen Polizei-Direktionen in Kassel, Hanau, Fulda, Marburg, sowie bei dem Königlichen Polizei-Präsidium in Frankfurt a. M. und der Königlichen Polzei-Direktion in Wiesbaden: die Kriminal-Polizei-Kommissarien, die Friedberg den 19. August 1881. Polizei⸗Kommissarien; 2) bei den Polizei-Verwaltungen in den übrigen Städten: der Bürgermeister oder der an dessen Stelle mit der Führun 5 5 0 d 9 7 der Polizei⸗Verwaltung beauftragte Beamte, die Polizei-Inspektoren, die Polizei-Kommissarien; 3) bei den Polizei-Verwaltungen auf dem Lande: die Bürgermeister, Guts- und Gemeinde Vorsteher oder deren Stellvertreter; 4) die Königlichen Bade-Polizei-Kommissarien in den Badeorten; 5) die Revierbeamten des Berg-, Hütten- und Salinenwesens, einschließlich der Direktoren der fiskalischen Bergwerke und Salinen; 2) in der Rheinprovinz: 1) bei den Königlichen Polizei⸗Direktionen in Köln, Koblenz, Aachen: die Polizei-Kommissarien; 2) bei den Polizei-Verwaltungen in den übrigen Städten: der Bürgermeister oder die an dessen Stelle mit der Führung der Polizei-Verwaltung oder mit der Funktion eines Hülfsbeamten der Staats anwaltschaft beauftragte Magistratsperson(§. 74 Absatz 3,§. 57 J., L. 28 der Rheinischen Städteordnung vom 15. Mai 1856); die Polizei⸗ Inspektoren, die Polizei-Kommissarien; 3) bei den Polizei-Verwaltungen auf dem Lande: die Bürgermeister als Polizei-Verwalter, die Orts— und Gemeinde-Vorsteher und deren Stellvertreter; 4) die Revierbeamten des Berg⸗, Hütten- und Salinenwesens, einschließlich der Direktoren der fiskalischen Bergwerke und Salinen. v. Starck. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betreffend: Verlängerung des östlichen Ueberholungsgeleises auf Station Vilbel—(Main-Weser-Bahn)—, hier Erwerb des hierzu nöthigen Geländes. Das zur Verlängerung des zöstlichen Ueberholungsgeleises auf Station Vilbel erforderliche Gelände soll auf Antrag des Königlich Preußischen Eisenbahn-Betriebs⸗Amtes der Main-Weser⸗Bahn zu Kassel, da eine gütliche Verständigung wegen Abtretung dieses Geländes nicht erzielt worden ist, auf dem Wege der Expropriation auf Grund des Gesetzes vom 27. Mai 1821 erworben werden. Es wird daher andurch zur Kenntniß der betheiligten Grundeigenthümer gebracht, daß der Plan über die beabsichtigte Anlage nebst bezüglichen Gelände- und Namensverzeichniß der Grundeigenthümer von Dienstag den 23. bis einschließlich Dienstag den 30. l. M. auf dem Buͤrgermeistereibüreau zu Vilbel zur Einsicht der Betheiligten offen liegen. Mittwoch den 31. l. M., Vormittags 9 Uhr, tritt die nach dem Gesetze vom 27. Mai 1821, die Abtretung von Privateigenthum für öffentliche Zwecke betreffend, gebildete Local⸗Commission, bestehend aus dem Großherzoglichen Kreisrath Dr. Braden als Vorsitzender, dem Großherzoglichen Kreisbaumeister Reuß zu Friedberg als Sachverständiger, dem Großherzoglichen Bürgermeister Hinkel, sowie den beiden Gemeinderathsmitgliedern Heinrich Klein und Bernhard Jamin zu Vilbel auf dem Gemeindehause zu Vilbel zusammen, um etwaige Ein⸗ wendungen der Grundeigenthuͤmer gegen die Nothwendigkeit der Abtretung ihres Geländes entgegenzunehmen und den Betrag der zu leistenden Eutschädigung zu ermitteln. Glaubt ein Grundeigenthümer verlangen zu sollen, daß an Stelle eines der beiden obengenannten Commissions⸗ mitglieder ein Mitglied aus einer benachbarten Gemeinde in die Commission ernannt werde, so ist dieses Verlangen innerhalb der Offenlegungs— frist bei Großherzoglichem Kreisamte Friedberg vorzubringen. Friedberg, 19. August 1881. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Die Drainkrung von Ackerfeld in Flur II. der Gemarkung Bauernheim. Nachdem die rubricirte Drainirung durch eine Anzahl der betheiligten Grundbesitzer beantragt worden ist, wird Antrag, Kostenvoran— schlag, Verzeichniß der Grundbesitzer, Plan und Beschreibung von Mittwoch den 24. laufenden Monats bis Mittwoch den 21. kommenden Monats auf dem Bürgermeistereibureau zu Bauernheim zur Einsicht der Interessenten offen gelegt. 8 Zugleich wird Termin zur Abstimmung über das Project auf Mittwoch den 21. kommenden Monats, Vormittags von 62 bis ½1 Uhr, unter dem Bemerken anberaumt, daß diejenigen, welche in dem Termin weder persönlich, noch durch gehörig legitimirte Vertreter abstimmen, als für das Project stimmend angesehen werden. Friedberg den 18. August 1881. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 2883 Dr. Braden. Kartoffel⸗Versteigerung. In dem pomologischen Garten der Ackerbauschule, nächst der Blindenanstalt hier, werden Mittwoch den 24. d. Mts., Vormittags 8 Uhr, ungefähr 10 Centner Schneeflocken(vortreffliche Tafelkartoffel) centnerweise versteigert. 5 dloff J. A.: Dr. Ludloff. Friebberg den 21. August 1881. 8 . e un Oberhessischer Anzeiger. 8 2 P — 1 —„ ———— ͥ—h— ———— Betreffend: Die Viehpreisvertheilung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen in 1881. Da mit Rücksicht auf den Umstand, daß in den Wochen vom 5. bis 17. September die Wetterau und angrenzende Bezirke stark mi Einquartierung belegt werden, ein Besuch und eine Beschickung der auf den 8. September nach Schotten angesetzten Viehpreisvertheilung aus Bekanntmachung. jenen Bezirken nicht zu erwarten steht, ist beschlossen worden, diese Preisvertheilung auf Donnerstag den 1. September zu verlegen, was ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe. Friedelhausen am 12. August 1881. von Okarben wurde als Polizeidiener für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. Adelbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Martin Steuernagel von Bad-Nauheim wurde als Nachtwächter für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet.— Kaspar Hofmann 1 Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— lage Nr. 19, enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. 11. Bekanntmachung über die Bestätigung von Stift— ungen und Vermächtnissen. 111. Bekanntmachung über den Ausschlag des Ge— halts des Rabbinen zu Bingen für 1881. IV. Bekanntmachung über die Niederschlagung von Umlagen der israel. Rel.⸗Gem. Staden mit Stammheim und Ober⸗Erlenbach mit Ober- und Nieder-Eschbach. V. Bekanntmachung über die Nichterhebung einer Um— lage in Affhöllerbach. VI. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. VII. Namens veränderungen. VIII. Dienstnachrichten. Es wurde dem ev. Pfarr⸗ amtscand. Heintze aus Hartmannshain die Pfarrstelle zu Lißberg übertragen; dem provis. Zeichenlehrer Bender aus Darmstadt die Zeichenlehrerstelle an der Mittelschule für Knaben daselbst übertragen; der Schullehrer Hart— mann zu Darmstadt zum Lehrer an der höheren Mädchen⸗ schule daselbst, der Schulamtsasp. Jennewein aus Aben⸗ heim zum Lehrer zu Schimsheim ernannt; die auf Lehrer— stellen an der Volksschule zu Offenbach präs. Schulamts⸗ asp. Dörsam aus Unter⸗Schönmattenwag, Keller aus Dorheim, Schmidt aus Romrod, Schrod aus Urberach, und Schullehrer Heyum aus Offenbach, die auf Lehrer— innenstellen zu Offenbach präs. Schulamtsaspirantinnen Graulich aus Mainz, Augst aus Götzenhain und Witzschel aus Eisenach bestätigt. IX. Dienstentlassungeu. Der Bauaufseher Wahl zu Groß⸗Linden wurde aus dem Dienste, der Lehrer an der Vorschule des Gymnasiums zu Mainz Linker auf Nach⸗ suchen, der Schullehrer Glaser zu Brensbach aus dem Dienste entlassen. X. Ruhestandsversetzungen. XI. Concurrenz⸗Eröffnungen. Erledigt sind: Eine Lehrerstelle zu Bingen, Gehalt 1150 M. Die Lehrerstelle zu Mainzlar, Gehalt 900 M. Die ev. Pfarrstelle zu Wolfskehlen, Gehalt 3291 M.; das Präsentationsrecht steht dem Frhrn. v. Gemmingen zu Fränkisch⸗Crumbach zu. Eine Lehrerstelle zu Leihgestern, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Dorn⸗Durkheim, Gehalt 900 M. XII. Sterbefälle. Gestorben sind: der Reallehrer Dr. Muth zu Gießen; der Rechtsanwalt Cellarius zu Gießen; der Schullehrer Becker zu Rembrücken; der Schullehrer Becker zu Gau⸗Algesheim; der Obermedizinal⸗ rath Dr. Hallwachs zu Darmstadt; der ev. Pfarrer Blumhof zu Melbach; der Schullehrer Faust zu Wackern⸗ heim; der Canzleirath Müller zu Bessungen; der evang. Pfarrer Engel zu Groß⸗Zimmern; der ev. Kirchenrath Helferich zu Beedenkirchen; der Schullehrer Schnellbacher zu Eberstadt; der Hausverwalter v. Villiez zu Darm⸗ stadt; der Gymnasiallehrer Dommerque zu Bensheim; der Schullehrer Gremm zu Klein⸗Steinheim. — 20 August. Prinzessin Louise von Eng⸗ land ist gestern zu mehrtägigem Besuch der Großherzoglichen Familie auf Jagdschloß Wolfs⸗ garten eingetroffen. Berlin. Die Neuwahlen zum Reichstag werden in zweiter Hälfte des October statt⸗ finden; die Publication des Wahltermins wird erst September erwartet. 5 Hamburg, 20. Aug. In der Maschinen⸗ Fabrik auf der hiesigen Reiserstiegs⸗Schiffswerft ist eine neue Corvette erbaut worden. Heute ist dieselbe vom Stapel gelassen worden. Sie erhielt bei der Taufe nach der Großherzogin von Mecklenburg den Namen„Maria“. Karlsruhe. Die„Karlr. Ztg.“ veröffent⸗ licht eine Erklärung der Regierung, in der sie die Gerüchte widerlegt von einer Erhebung Badens zu einem Königreich. Solche Absichten seien weder geschäftlich noch persönlich zur Sprache gebracht; sie seien auch den Wünschen und Ueber— zeugungen des Landes fern, sowie der Regierung durchaus zuwider. Die Anschauungen, welche einst den Großherzog Karl Friedrich bei der Ablehnung der Königskrone leiteten, habe heute der Großherzog Friedrich als ein weises Ver— mächtniß bewahrt. Ausland. Schweden. Stockholm. Der Kronprinz Gustav wird am 25. August in Stockholm zurückerwartet. Er reist dann über Berlin und besucht den Kaiser. Gegen den 15. September werden der König, die Königin und die Prinzen nach Karlsruhe reisen. Am 24. September wird das Königspaar seine Rückreise antreten. Das neuvermählte Kronprinzen-Paar wird am 29. September in Gothenburg eintreffen und am 1. October seinen feierlichen Einzug in Stockholm halten. Frankreich. Paris. Ein Manifest Gam— betta's an die Wähler des 20. Arrondissements besagt, er wolle lediglich von ihnen ein legis— latives Mandat, um die Politik des Fortschritts und der Wiederaufrichtung zu verfolgen. Das Manifest schließt: Immer vorwärts ohne Er— schütterung und Gewaltsamkeit, das ist Euer und mein Wahlspruch! Beharren wir dabei für die Republik und das Vaterland. Großbritannien. London, 18. Aug. Unterhaus. Auf eine Interpellation erklärte Staatssecretär Dilke: Frankreich wünschte die Wiederaufnahme der Unterhandlungen über den Handelsvertrag in Paris am 22. August. Nach einer Prüfung neuer Vorschläge von Seiten Frankreichs über Eisen-, Baumwollen- und Wollen-Zölle glaubte die Regierung in den Wieder-Zusammentritt der Commission einzu— willigen, unter der Bedingung, daß der jetzige Vertrag um 3 Monate verlängert werde. Die französische Regierung aber lehnte diese Ver— längerung ab. Die englische Regierung sieht sich daher veranlaßt, die Einladung zu weiterer Verhandlung anzunehmen.— 19. Aug. Das Unterhaus setzte die Debatte fort über die Re— solution Parnell, betreffend die Ausführung des irischen Ausnahme-Gesetzes und lehnte dieselbe schließlich mit 83 gegen 30 Stimmen ab. Italien. Rom. Wie verlautet, wird das italienische Cabinet, sobald es wieder vollzählig ist, einen Ministerrath halten, zwecks Beschlusses, ob König Humbert Wien und Berlin besuchen wird. — Die„Gazetta ufficiale“ schreibt:„Der Partei-Agitation, welche vermittelst Meetings gegen das Garantiegesetz fortdauert, gegenüber, hält die Regierung eine offene Kundgebung ihrer Meinung und Ansichten für angebracht, um damit etwaige Illusionen und Ungewißheiten zu zerstreuen. Die Regierung achtet das Versamm— lungs- und Petitionsrecht; sie hält sich aber für berechtigt und verpflichtet, gegen Versammlungen einzuschreiten, welche zu ungesetzlichen oder die öffentliche Ordnung und die internationalen Beziehungen bedrohenden Thatsachen ausarten. Die Regierung ist fest entschlossen, die Sicher— heit des Papstes, seine Unabhängigkeit und geistige Souveränetät ganz und wirksam zu schützen, sowie die Angriffe auf die nationale Einheit und die Souveränetät zu unterdrücken; sie werde das Garantiegesetz aufrechterhalten und sich somit in Uebereinstimmung halten mit der 1876 formulirten Erklärung, wonach die Garau— tieen, obgleich dieselben Sache der inneren Ord— nung und der freiwillige Ausdruck des nationalen Willens seien, dennoch die Natur von organischen Gesetzen annahmen, deren Wirksamkeit und Sta— bilität nicht von der Annahme oder Zustimmung eines Anderen abhängig sind.“ absichtigt wegen des Beitrags von Griechenland, Bulgarien, Serbien, Rumänien, und Montenegro zur Zahlung der türkischen Staatsschuld ein Rund— schreiben an die europäischen Mächte zu senden. Griechenland. Athen. Morgen beginnt in fünf Colonnen die griechische Mannschaft ihren Vormarsch zur weiteren Occupirung. 1 Rußland. Petersburg, 19. Aug. aan 1 — ͥ— auc ant e wurden die Urkunden zwischen der russischen Regierung und dem Vertreter der chinesischen Regierung ausgetauscht, durch welche der Vertrag über die Annexion von Kuldscha festgestellt ist. — Der Minister des Innern ertheilte der“ „Nowaja Gaseta“, welche erst am 13. August f begründet ist und an Stelle des suspendirten „Golos“ erscheint, die erste Verwarnung und entzog ihr den Einzelverkauf. Motivirt wird diese Maßregel durch gesetzwidrige Aeußerungen über die Preßfreiheit, sowie durch die Soli— darität der„Nowaja Gaseta“ mit dem„Golos“. 1 n e Amerika. Washington, 18. Aug. Nach einem Bulletin von heute Nachmittag leidet Präsident Garfield an einer Drüsen-Entzündung; im Uebrigen hat sich das Befinden weiter gebessert. New⸗Vork.„New-Pork Herald“ veröffent⸗ licht ein Schreiben Hartmann's, worin er mit— theilt, daß er nach New-Pork zurückgekehrt sei, um eventuell das Asylrecht vor den Tribunalen auf die Probe zu stellen, und sich beklagte, daß er stets polizeilich überwacht werde. Heute erklärte Hartmann vor dem Bureau des Obersten Gerichts- f hofes, er wolle amerikanischer Bürger werden. 5 Asien. Bombay, 19. Aug. Der Emir von Kabul richtete eine Proclamation an die Chefs von Nord-Afghanistan, worin er denselben meldet, daß Kandahar von feindlichen Truppen besetzt sei und er in nächster Woche dorthin ab— gehen werde; er habe den Soldaten ihren ruͤck— ständigen Sold bezahlt und werde Verstärkungen nach Kelaht-i-Ghilzai senden. Aus Stadt und Land. Friedberg. Der neueste Komet ist gegenwärtig bereits mit unbewaffnetem Auge zu sehen. Er steht nordwestlich in der Richtung nach dem großen Bären zu,(unterhalb desselben), in dessen Bild er dieser Tage eintritt. Den größten Glanz. soll er vom 20. bis 27. Aug. haben. Der alte Komet ist fast bis zur Unkenntlichkeit zusammengeschrumpft. Sein Platz ist links vom Polarstern. Friedberg. Nach der so eben ausgegebenen Statistik des Verbandes freiwilliger Feuerwehren in Hessen be⸗ stehen im Großherzogthum gegenwärtig 99 freiwillige Feuerwehren, von welchen 315 Spritzen nebst den nöthigen Geräthen bedient werden. Hiervon entfallen auf Ober⸗ hessen: 23 Feuerwehren mit 1994 freiwilligen und 2293 Pflichtfeuerwehrmännern mit 17 Saug-, 8 Lrädr., 33 Arädr., 8 kleinen, zusammen 66 Spritzen; Starken⸗ burg: 51 Feuerwehren mit 3003 freiwill. und 3179 Pflichtfeuerwehrmännern mit 27 Saug-, 31 2Lrädr., 70 ö S 72 222 72 2 2—.. 75 Arädr., 21 kleinen, zusammen 149 Spritzen; Rhein- hessen: 25 Feuerwehren mit 1279 freiwill. und 1631 Pflichtfeuerwehrmännern mit 30 Saug-, 20 2rädr., 26 Arädr., 34 kleinen, zusammen 100 Spritzen. Im Ganzen 99 Feuerwehren mit 6276 freiwilligen und 7103 Pflicht⸗ feuerwehrmännern mit 74 Saug-, 59 Lrädr., 129 Arädr., 53 kleinen, zusammen 315 Spritzen. Gegen die Statistik des Jahres 1879 zeigt sich eine Zunahme von 34 Feuer⸗ wehren mit 1876 freiwilligen und 2175 Pflichtfeuerwehr⸗ männern mit 19 Saug-, 58 Arädr., 8 kleinen, zusammen 83 Spritzen. —r. Obermörlen, 21. Aug. Vergangene Nacht brach in der Wohnung eines Bäckers in der Nähe des Schlosses Feuer aus, wie man sagt in einem in der Nähe des Backofens sitzenden Ginsternhaufen. Das Feuer grlff sehr rasch um sich, so daß demselben ein Wohnhaus und 3 gefüllte Scheuern zum Opfer fielen. Ein zweites Haus brannte an, konnte jedoch gerettet werden. Das r 46 e e 772 Türkei. Constantinopel. Die Pforte be— Haus des Bäckers und dessen Scheuer waren versichert, die übrigen Objekte jedoch nicht. Viehme und 10 und gi durch Kälber unverä woch des Ve gegen d wegen gericht an we Jen deginnt ö Aaunschaft Ia J. deutet erklärte Oerichts⸗ ee * zet werden. Der Emir. naten an die 8 r denselben * 1 * N * — 7 9— 7 2 — 7 — 10 + l 7 2 + 11* 7* 3 N 2 2 5. 4 ö WMainz, 19. Aug. Der Großh. Provinzialdirektor und Territorial⸗Commissär, Freih. Röder von Diers⸗ burg, früher Provinzialdirektor von Oberhessen, ist im 58. Lebensjahre in dem Hosvpitale zu Cöln nach schwerem Leiden diese Nacht verschleden. von Roder war von hier abgereist, um bei einem berühmten Arzte zur Beseitigung eines Hämorrhoidal-Uebels eine Operation vornehmen zu lassen, mußte aber, in Coͤln angekommen, im Kranken— hause Unterkunft suchen und hat ihn daselbst auch der Tod von seinen Schmerzen erloͤst. Allerlei. Berlin, 17. Aug. Gräfin Marie Rantzau, die Tochter des Fürsten Bismarck, ist gestern im Reichs— kanzlerpalais von ihrem zweiten Kinde,„wiederum einem Sohne“, entbunden worden. Verloosung. Stadt Freiburg 10⸗Fr.⸗Loose von 1879. Ziehung am 13. August 1881. Gezogene Serien: Nr. 97 125 965 9711171 1726 2054 2178 2229 2293 2381 2401 2848 2936 2944 3105 3249 3486 3704 3815 4537 4556 4744 5199 5798 6620 6961 6991 8003 8115 8396 8450 9156 9342 9962 10101 10478. Die Prämien⸗Ziehung findet am 15. September d. J. statt Handel und Verkehr. Friedberg, 20. August. Wochenmarkt. Butter kostete per Ff M. 1.10— 1.30, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf. Gießen, 20. August. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.05— 1.08, Eier 1 Stück 5—6 Pf., 2 Stück 00 Pf., Käse per Stück 49 Pf., Tauben das Paar 50—80 Pf., Hühner per Stück M. 0.80— 1.40, Habnen ver Stück M. 0.40— 0.85, Enten per Stück M. 1.30— 1.50, Gänse per Stück M. 4.50—5, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfund, Kuh⸗ und Rindfleisch 46—50 Pf., Kalbfleisch 45— 47 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kar⸗ toffeln 100 Kilo M. 7—8, Zwiebeln per Ctr. M. 7-10. Gießen. Auf dem am 16. d. M. dahier abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetrieben: 1387 Stück Rindvieh und 198 Schweine. Der Markt war diesmal mit jungem und gutgenährtem Vieh befahren und gingen die Preise durch den sehr lebhaften Handel bedeutend in die Höhe, Kälber sogar sehr hoch, bei Schweinen blieben die Preise unverändert. Nächster Markt Dienstag den 6. und Mitt⸗ woch den 7. September d. J., am letzten Tage auch Krämermarkt. Frankfurt, 20. Aug. Marktbericht. Heu kostete je nach Qual. M. 3.50- 3.80, Stroh M. 33.50, Eier das Hundert M. 5—6, Butter im Großen 50 Kilo M. 100 im Detail 1. Qual. M. 1.25, 2. Qual. M. 1.10, Ochsenfleisch 65— 70 Pf., Kuh, Rind- und Farrenfleisch 45— 55 Pf., Schweinefleisch 75—80 Pf., Kalbfleisch 40 bis 55 Pf., Hammelfleisch 40— 65 Pf., Kopfsalat 5 bis 10 Pf., Romainsalat 10—20 Pf., Kartoffeln per Gescheid 14—18 Pf., Gurken 5—6 Pf., Einmachgurken das Hundert M. 2.50—3, Kohlrabi 3—5 Pf., Blumen⸗ kohl 40— 70 Pf., Wirsing 12—18 Pf., Weißkraut 20 Pf., Rothkraut 25—30 Pf., römische Kohl 6—8 Pf., Endivien 8-12 Pf., Zuckerschoten 50—70 Pf., Meerrettig 10 bis 15 Pf., Hahn M. 1.70— 1.80, Huhn M. 1.80— 2.30, Ente M. 2.50—3, Gans M. 5—8, Taube 50 Pf. Mainz, 19. Aug. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 8.25 8.75, Heu per Ctr. M. 4.50— 4.75, Stroh per Ctr. M. 3.50—3.75, Butter ½ Kilo M. 1.00— 1.15, Butter in Parthien 80—85 Pf., Eier/ Hundert M. 1.10 bis M. 1.15, Handkäse 5— 7 Pf., Rothkraut 25 bis 35 Pf., Weißkraut 12— 15 Pf., Blumenkohl 30 bis 40 Pf., Wirsing 5— 8 Pf., Zwiebel ½ Kilo 8 bis 9 Pf., 1 Gans M. 4.50—5., 1 Ente M. 2.00— 2.50, 1 Hahn M. 1.30— 1.70, 1 Huhn M. 1.30—1.70, 1 junge Taube 40— 50 Pf.— Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 24.50— 25.25, fremder M. 24—25, amerikanischer rother Winterwalzen M. 25.50— 25.00, Roggen, hiesiger und franz., M. 20.00— 20.25, Gerste, pfaͤlzer, M. 19.25 bis 19.75, Franken M. 20.00— 20.75, Hafer eff. M. 16.10 bis 16.79, Reps M. 28.50— 29.25, Rüböl M. 30.60 bis 30.70, per Oetober M. 30.70.— Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 62.—66., 2. Qual. M. 58- 62., Kühe 1. Qual. M. 54, 2. Qual. M. 42.—48., Kälber das Pfd. 50 Pf., Schweine das Pfd. 58—65 Pf. Eine interessante Statistik über die Weltkorrespondenz ist veröffentlicht worden. Sie reicht bis zum Jahre 1877. In runden Zahlen wurden in diesem Jahr im Ganzen über 4000 Millionen Briefe und Postkarten per Post be— fördert. Der Löwen-Antheil an dieser koloffalen Corre— spondenz-Leistung fiel auf Europa mit 3, 036,000,000 Briefen. Die übrigen Erdtheile patielpirten in nach—⸗ stehender Weise daran: Amerika 760, Asien 150, Australien 50 und Afrika 25 Millonen. Nimmt man in ebenso runden Zahlen, wie diejenigen dieser Briefstatistik an, daß die Bevölkerung des ganzen Erdballs 1300 bis 1400 Millionen Köpfe zählt, so kamen im Jahre 1877 je drei Briefe auf jedes menschliche Wesen. Vervoll ständigt wurde dieser ungeheure Briefaustausch noch durch eine Telegraphenarbeit, welche mit Hülfe von 38,000 Telegraphen⸗Stationen erledigt wurde und eine Höhe von uber 110 Millionen Telegrammen erreichte, durch welche zum Mindesten die doppelte Anzahl von Briefen erspart wurde. Literarisches. Daheim. Nr. 47 enthält: Die Ungeliebten.(Fort⸗ setzung.)— Auf der Insel Runde.— Nach gethaner Arbeit ist gut ruhn. Mit Illustr.— Die Deutschen am Monte Rosa.— Professor und Charlatan. Mit Porträt. — Henkers- Mahlzeiten.— Ein Daheim in Pompefi. Von E. Presuhn. Mit zwei Illustr.— Viktor von Scheffel in Thüringen. Von L. Hertel.— Am Familien⸗ tische: Zur Hundefrage. Von J. Bolte.— Was einer vor hundert Jahren auf Reisen mitnehmen sollte.— Sommereis.— Rechtsrath.— Zwei Veteranen von Mars ⸗la⸗ Tour. Gedicht von von Köppen. Mit zwei illustr. Beilagen. Hebel's Rheinländischer Hausfreund. Die Firma J. H. Geiger in Lahr, die bekanntlich schon zu Hebel's Lebzeiten den„Rheinländischen Hausfreund“ druckte, beschenkt uns jetzt mit der Wiederaufnahme und Weiterführung des Kalenders, der des Dichters Namen seiner Zeit am Weitesten verbreitet hat. Der„Haus— freund“ bietet rechte Hebel'sche Kost und wird sich bald wieder, wie seine alten Jahrgänge, überall einbürgern als ein treuer und wahrer Freund des Hauses. Der erzählende Theil wird eröffnet durch das illustrirte Ge— dicht Hebel's„Der Knabe im Erdbeerschlag“ und die reizende Erzählung des Dichters:„Einer oder der Andere“. Die anderen Erzählungen und Gedichte des reich illustrirten Kalenders stehen gleich den Hebel'schen auf dem Boden gesunder und ungekünstelter Lebensanschauung, und nament⸗ lich die erste,„Der Hackelbernd“, trägt ganz das Wesen des großen Volkserzählers. Und alles das(vierzig Seiten im größten Kalenderformat, mit Bildern und Oeldruck— prämie) für— zwanzig Pfennig zu bieten, ist auch ein Muth, der in unserer theueren Zeit nicht gering erachtet werden sollte.— Geht der Rheinländische Hausfreund solchermaßen weiter auf dem Hebel'schen Pfade, so wird der wohlverdiente Erfolg ihm nimmer fehlen. Mit Politik befaßt er sich nicht und wird deßhalb seine Freunde in jedem Haufe finden. Hülferuf. Michelstadt im Odenwald. Am 11. d. M. ver⸗ breitete sich hier das durch einen gewaltigen Feuerschein am östlichen Himmel verstärkte Gerücht, halb Würzberg — ein auf der Eulbacher Höhe gelegenes Dorf— stehe in Flammen. Das Gerücht war bei dem gerade herr— A schenden Sturm um so glaubhafter, als wegen der noch zahlreich vorhandenen Strohdächer und bei dem dortigen Wassermangel und den sehr mangelhaften Löscheinricht⸗ g ungen dle Weiterverbreitung eines Feuers, trotzdem die Hofraithen zerstreut liegen, leicht möglich ist. Doch waren es nur 3 Häuser und 2 Scheuern, die ein Raub der Flammen wurden. Es sind hierdurch, da dort wenig Leute versichert sind, 3 Haushaltungen ihrer ganzen Habe beraubt; nur dem Bewohner des 3. Hauses, das über die dazwischen liegende mit Ziegeln gedeckte Scheuer hinweg von einem brennenden Strohbüschel zuletzt ent⸗ zündet wurde, gelang es, den größten Theil seiner Habe zu retten; während der zweite Hauseigenthümer wenigstens sein Vieh rettete, sind in dem Stalle des ersten 5 Stück Rindvieh elend verbrannt. Als das Feuer von dem Manne bemerkt wurde, schlugen bereits die Flammen mächtig über die Stallthüre, auch brannte bereits ein daneben sitzender Streuhaufen, so daß die Leute, die überdieß den Kopf verloren hatten, an das Retten des Viehes, das wohl noch möglich gewesen wäre, nicht mehr zu gehen wagten. Da außer der Frucht auch sämmt⸗ liches Hausgeräthe, Weißzeug, Bettwerk u. dgl. m. verbrannt ist und Hülfe dringend Noth thut, so sind einige Männer: Amtsrichter Follenius, Dr. Weyprecht, die beiden Geistlichen Wagner und Marguth von hier, sowie Lehrer Koch und Beigeordneter Reichert zu Würz⸗ berg zusammengetreten, um den aus 11 Köpfen— darunter 4 kleine Kinder— bestehenden Abgebrannten zum Noth⸗ wendigsten zu verhelfen. Jeder derselsen ist bereit, Gaben an Geld oder Geldeswerth entgegenzunehmen; da Alles fehlt, wird man für Alles dankbar sein. Man bittet herzlich um Hülfe. Auch die Exvpe⸗ dition des Anzeigers ist bereit Gaben in Empfang zu nehmen. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 20. August 1881. 20 ⸗Frankenstücfsʒtke M. 16 24 G. do. in/„ 16 22—25 Englische Sovereigns.„ 20 38—43 Russische Imperiales. 1 16 75 Ducaten 9 2„ 9 55—59 „ al marco.„ 9 60—65 Dollars in Gold.„5 11 Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Uebertrag vom 13. Aug. 9685 4733 90 1. C. Bindernagel. 54 311 30 2. W. Bernbeck 170 81 50 3. Ph. Billau. 122 66 25 4. Th. Kranz 5 82 44 90 5. H. Flaschenträger. 104 60 50 1 10217[ 5018 35 NB. Uebertrag Einleger 774. Neue Einleger 14. Gesammt⸗Einleger 788. Friedberg den 20. August 1881. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit-Verein, e. G. An die Herren Bürgermeister des Kreises. Formular zur Einquartierung (Liste: Titel und Einlagen, Quartierbillette) ist vorräthig. Carl Bindernagel. Im Uamen des Großherzogs! In der Privatklagesache des Vorstandes der Klein-Kinderschule von Groß⸗Karben, Privatkläger, gegen den Weißbindermeister Karl Strauch in Groß⸗Karben, Angeklagter, wegen Beleidigung hat das Großherzogliche Schöffen— gericht zu Vilbel in der Sitzung vom 10. August 1881, an welcher Theil genommen haben: 1) Großh. Amtsrichter Dr. I e als Vorsitzender, 2) Karl Heinzmann von Kalchen 1 1 3 Kaspar Fahz von Nieder-Eschbach als Schöffen, Hilfsgerichtsschreiber Stein als Gerichtsschrelber, für Recht erkannt: der Angeklagte wird der Beleidigung für überführt erkannt und deßhalb in eine Geldbuße von 20(Zwanzig) Mark, sowie zur Kostentragung ver— urtheilt, zu diesen Kosten zählen auch die dem Privat⸗ kläger erwachsenen nothwendigen baaren Auslagen. Dem Prlvatkläger wird die Befugniß zuerkannt, diese Ver⸗ urtheilung auf Kosten des Angeklagten binnen 14 Tagen nach deren Rechtskraft im Oberh. Anzeiger(Kreisblatt) bekannt geben zu lassen. Zur Beglaubigung: Dr. Schäfer. Stein. Beglaubigt: Stein. 3 442 6 1 7 2 bis 3 Kealschüler können Kost, Logis, sowie Nachhilfe in allen Unterrichts— fächern erhalten. Näheres bel der Exp. d. Anz. 2889 2876 Bekanntmachung. 2873 Da die während der Herbstübungen in hiesiger Stadt stattfindenden Einquartierungen nicht besonders angesagt werden können, sind vom 24. d. Mts. an die Einquartierungslisten auf hiesigem Rathhause offen gelegt und können von Morgens 9 bis 12 Uhr eingesehen werden. Friedberg, 20. August 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seri b a. Aufahren von Braunkohlen. 2875 Dienstag den 23. August dss. J., Vormittags 10 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus das Anfahren von 7400 Stück Braunkohlenklötzen fur die städtischen Gebäude und von 7000 Stück Braunkohlenklötzen für den ver— einigten Armenfonds vom Melbacher Bergwerk öffentlich an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. Friedberg den 19. August 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seri b a. „7 Steinkohlen⸗ Lieferung. Dienstag den 23. August d. J., Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus die Lleferung von 52⁰ Centner Steinkohlen für die städtischen Gebäude öffentlich an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 19. August 1881. 85 Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. 2874 Seriba. Vergebung von Drainage-Arbeiten, Fertig- ung und Anfuhr der Ziegelroͤhren, sowie Lieferung der Mündungssteine. Samstag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Ossenheim die bei Ausführung der Felddrainage in den Fluren 1, II und VIII, Ge⸗ markung Ossenheim, vorkommenden Arbeiten und Liefer- ungen, veranschlagt wie folgt: 1) Fertigung von eirea 18,000 lfd. m Drain⸗ graben, einschließlich des Röͤhrenlegens und Zufüllens der Gräben= 2880 M., 2) Fertigung der erforderlichen Drainroͤhren, von 31 bis 137 mm Lichtweite, eirea 60,500 Stück= 2900 M., 3) Anfuhr der Ziegelröhren, ea. 2600 Ctr. S 520 M., 4) Lieferung der Muͤdungssteine(von Hau— stein) nebst Eisengitter 2 60 5) Lieferung der Nivellirpfähle 2 an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg am 22. August 1881. Greb, 289 Provinzial-Wiesenbaumeister. uus e Sardinen 2890 Wilh. Bernbeck. zu den billigsten Prelsen bel K. Friedrich. empfiehlt Hosenträger * 4 * Submission auf Schachtpfaͤhle. 2880 Die Schachtpfähl⸗Lieferung für die Fürstlichen Braunkohlengruben der Wetterau pro 1882, 5000 Stück für Grube Wölfersheim, 16,000 für Dorn⸗Assenheim und Weckesheim, soll auf dem Wege der Submission ver⸗ geben werden. Die Lieferungs bedingungen sind die früheren und liegen in dem Büreau der Bergverwaltung zu Weckesheim zur Einsicht offen. Die Eröffnung der mit bezeichnender Aufschrift versehenen und hierher einzu⸗ reichenden Offerten erfolgt am 30. August, Vormittags 10 Uhr, in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten. Grube Weckes heim den 18. August 1881. Die Fürstliche Bergverwaltung. Heinrich Lanz in Mannheim liefert Dresch- Maschinen für Hand-, Pferde- und Dampfbetrieh. Speeialität. Grösste Fabrik des Continentes. Vorzügliehste Construction, billige Prelse. 2590 Cataloge franco auf Anfragen. Die neuesten Sai sonstoffe für Herren-Anzüge und Damenkleider empfiehlt in reichhaltigster Auswahl zu den billigsten Preisen H. J. Cahhn in Hanau. Aufgebot. Grummetgras-Versteigerung. Nachdem der Herr Füͤrst Ferdinand Maximilian zu Mittwoch den 24. August, Vormittags 9½ Uhr, wird Bsenburg und Büdingen bezüglich der nachstehend be- das Grummetgras in den hiesigen Parkanlagen in passen⸗ zeichneten in der Gemarkung Bönstadt gelegenen und zu den Abtheilungen öffentlich versteigert und der Anfang dem Familienfideieommiß des Fürstlichen Hauses ange- in der oberen Parkallee gemacht. kauften Grundstücke: Flur 1. Nr. 247, Flur 1. Nr. 430, Bad⸗Nauheim den 22. August 1881. 432 und 433, Flur 1. Nr. 434, Flur 1. Nr. 578, 2892 Ostermeyer. r r Faselochs ⸗Versteigerung. Flur Iv. Nr. 374, Flur VI. Nr. 61, Flur VIII. Ar. 147 und 118, Flur II. Nr. 191, Flur Ti. 2896 Freitag den 26. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Nr. 204, Flur IX. Nr. 26, Flur IX. Nr. 69, Flur IX. 8 5 0 2 5. 8 5 soll ein der biesigen Gemeinde zustehender zum Schlachten Nr. 153, Flur IX. Nr. 157, Flur IX. Nr. 289. 85 5 A1 8 5„gerigneter Faselochs auf dem Rathhause versteigert werden. Flur IX. 318, Flur XI. Nr. 28, Flur XII. Nr. 57 5 5 5 Nieder-Florstadt den 22. August 1881. Flur XII. Nr. 70, Flur X 11. Nr. 116, Flur XIII. Nr. 72, Großherzogliche Bügermeisterei Nieder⸗Florstadt Flur XIV. Nr. 154, Flur X VI. Nr. 22, Flur XVII. eee, 5 a Fla 1 Flur X Ii. Nr. 28, Flur XII. Nr. 3— EC lur XVII. Nr. 41, Flur XVII. Nr. 48, Flur XVII.* 2 f eren ati d. W glue Stn, Faselochs⸗Versteigerung Flur XVII. Nr. 81, Flur XVII. Nr. 82, Flur XVII. 2888 Donnerstag den 25. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, Nr. 90, Flur XVII. Nr. 93, Flur XVII. Nr. 106, soll ein der hiesigen Gemeinde zustehender Faselochs im Flur XVII. Nr. 111, Flur XVII. Nr. 115, Flur XVII. Rathhaus dahier meistbietend versteigert werden. Nr. 134, Flur XVII. Nr. 138, Flur XVII. Nr. 143, Reichelsheim den 21. August 1881. Flur I. Nr. 22,3, Flur J. Nr. 22,8, Flur J. Nr. 274, Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. Flur XVII. Nr. 21, Flur XVII. Nr. 60, Flur XVII. Schmid. Nr. 112, Flur 1. Nr. 192, Flur l. Nr. 193 und S8 Nee e 6898 Ne Flur VIII. Nr. 80a um Wahrung der Fideicommiß⸗ ö eee 2879 = Eigenschaft in dem Grundbuch nachgesucht hat, so werden alle etwaigen Gläubiger und sonstigen Betheiligten auf⸗. Filiale Gebr. Kayser Filiale gefordert, Einsprüche gegen den Eintrag der Fideicom⸗ E New⸗Pork. patentirte Warschau. mißeigenschaft binnen einer Frist von drei Monaten vor⸗ zubringen, gegenfalls nach fruchtlosem Ablaufe der Frist 5 Schiffchen-Uähmaschinen ohne Rücksicht auf solche Einsprüche die Beurkundung, daß dem Eintrage der Fideicommißeigenschaft in recht⸗ 2 575(System Singer) licher Beziehung nichts im Wege stehe, ertheilt werden mit in 12 Staaten patentirtem automa⸗ tischem Spulapparat. Sämmtliche Theile wird. Altenstadt am 16. August 1881.: g 2 f Großherzogliches Amtsgericht Altenstadt. teste Justirung, ruhiger Gang, schönes Möbel, Hofmann, Oberamtsrichter. Vernickelung. Billige feste Preise, bei Baar⸗ Orth, 2 zahlung Rabatt. 8 Gerichtsschreiber. Bei kleiner Anzahlung auch gegen wöchent— liche Abzahlung von Mark 2. 2 Arbeits⸗ Vergebung. 85 nl e 1 5 2 5 der Maschine in hochfeiner Ausführung, exac⸗ 2878 2885 Der Abbruch des alten Muͤhlenwehres des Lorenz Krämer zu Ober⸗Mörlen und Aufsetzung der Materalien(188.) Gebr. Kayser, soll Samstag den 27. August, Vormittags 10 Uhr, an Frankfurt am Main, Zeil 9. Reparaturen aller Systeme in eigener Ort und Stelle in Accord gegeben werden. Friedberg den 20. August 1881. mechanischer Werkstätte prompt u. billig. 2467 Der Cultur-Ingenieur Vd zing Bekanntmachung. Dreischaarige tisernrne 2'824 0 2882 Dienstag den 30. August soll das Grummet⸗ 4 1 1 III Ee gras von 70 Morgen fiscalischen Wiesen in den Gemark⸗ ungen Okarben und Groß⸗ und Klein⸗Karben und eine(Schäl⸗ und Saatpflüge) zu 105 Mark per Stück ab 3 e 790 99 e 19 7 115 hier werden prompt geliefert von dem Maschinengeschäfte ersteigert werden. Die Versteigerun eginnt t⸗ 7 4098 8% Uhr eee e A. Buch in Hungen. Heldenbergen den 19. August 1881. Ie Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt. t Haarbalsam. eihen Wo? sagt die Exped. d. Anz. 2834 Bestes Mittel um das Wachsthum der Haare zu fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. In Flac. à 60 Pf. und M. 1.20. Schneider, Lau capillaire de duinine in Flasch. à 80 Pf. und Hosen- und Westen⸗Arbeiter, gesucht fuͤr Lager ⸗Arbeit. — auch getrennt— gegen gute Hypotheken auszul Mehrere Tausend Mark Turnverein. Abend- Unterhaltung mit Tanz Freitag den 2. September, Abends 8½ Uhr, in Steinhäußer's Gartensaal. a Nur Mitglieder und deren Angehörige haben Zutritt. 886 Der Vorstand. %%% 1 Fahnenweihe zu Assenheim. 2884 Sonntag den 28. d. Mts. findet in hiesiger Stadt die Fahnenweihe des Kriegervereins statt, wozu wir alle Interessenten hiermit freundlichst einladen. Assenheim. Der Vorstand des Kriegervereins. Berger Markt. Für den am Dienstag den 30. und Mittwoch den 31. August stattfindenden Markt habe ich für eine gute reichhaltige Küche und Keller, sowie prompte Bedienung Sorge getragen. Während des Tages findet in meinem Garten Concert und Abends von 6 Uhr an im Saale Tanz statt, wozu ich zu recht zahlreichem Besuche höͤf— lichst einlade. H. Haas, 2877 zur schönen Aus sicht. Friedberger und 5 2 Frankfurter Pferde 5 Loose hat zu verkaufen 2895 Peter Döll. Frische Bierhefe 2893 bei Emmerich Müller. Gothaer Cervelatwurst empfange von nun an tägliche Sendungen von feinster frischer Sommerwaare. 2866 Wilhelm Fertsch. I c 2 Kalender pro 1882. Familienkalender M.— 50 Pf. Deutscher Reichsbote„— 40„ Hebel's Rheinländischer Haus— freund„— 20„ Volkskalender des Lahrer Hinkenden Boten„ Lahrer Bote„— 30„ Volkskalender für Hessen-Nassau„— 30, Daheimkalender 5 7 Zu haben bei Carl Bindernage in Friedberg. apeten, neueste Muster, unglaublich billig; Musterkarten versenden auf Wunsch franco und um⸗ sonst; aber nicht an Tapezierer, nicht an Tapeten⸗ händler, nicht an Wiederverkäufer, sondern nur an Privatleute, da es uns absolut nicht möglich, auf diese unglaublich billigen Preise und ausgezeichnet schöne Waare noch Rabatt bewilligen zu können. 2889 Bonner Fahnenfabrik, Bonn a. Rhein. Senf zur Aussaat auf Stoppelfelder ist in Prima⸗Qualität wieder eingetroffen bei Theodor Andreas, 2892 Bad⸗ Nauheim Frische Repskuchen 2891 bei Wilh. Bernbeck. 4 D Ein Knecht, welcher Säcke tragen und mit Pferden umgehen kann, wird gegen guten Lohn für sosort gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 2868 Tüchtige Agenten sucht auch an dem kleinsten Orte die General— Agentur der Säch sischen Vieh-Versicherungsbank C. Schenck in Darmstadt, Georgstraße 13. 2872 Ein Restlager 2881 Pariser Sehmucksachen und Fächer ist zusammen in einem Posten billig zu verkaufen. Näheres bei C. Linder, Bibergasse, (2 142/8 F.) Frankfurt a. M. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. M. 1.50. f Bevorzugt werden solche, die wöchentlich einige Haarfärbemittel in blauen Flasch, mit Gebrauchs- Dutzend liefern können. anweisung à 2 Mark, 0 Hermann Lilienthal, 73 J. A. Windecker, Hof⸗Lieferant. 2839 Frankfurt a. M., Fahrgasse 104. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. stellen Maga rechts dem Au babn⸗ 190, ar gange Maga gens 4 b. 21. am Aus Wagen A Assenhei, Bad N. Bauernb Beienhei Bönstadt Bruchenb Dorheim Fauerbac A Büdeshe Burg ⸗G Dortelw Groß ⸗Ke Harheim Heldenbe Holzhaus Friedber Gambach Griedel Nelbach Müͤnzent Asenheim Be tre f ü Tig, Vetref Ihnen Ober- Letre etre erst lan