Donnersiag den 22. September. 1 112. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und 1 4 2 76 0 Areisblatt für den Kreis Friedberg. Powikrag and Smflag⸗ Freitag Abend ausgegeben. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Großherzogliches Ministerium des Innern und der der Justiz hat durch Verfügung vom 16. dieses Monats ad Nr. M. I. 19782, der Spiegel⸗Versicherungs-Gesellschaft„Hammonia“ der vereinigten Glaser Hamburg-Altona die Erlaubniß zum Geschäfts-Betriebe im Großherzogthum Hessen ertheilt. Pid N. Betreffend: Die Abnahme des Verfassungs-Eides vom III. Quartal l. J. Friedberg den 20. September 1881. *** Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 1. el demie. Rückstande befindenden Ortsbürger und die, welche ohne Ortsbürger zu werden, geheirathet haben, aber in der Gemeinde heimathsberechtigt sind, „ 6 f engtl. deurich Valk. Slieftl, * billigst: N 1 7 Ichürzen K. Frichrich 31⁰⁴ run zündtt daker, Calesche ner, Sale 10 had, 1— Gait, bu, mann, 1 f haben wir auf Montag den 3. October l. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Selzerbrunnen bei Groß-Karben für die aus den Orten des früheren Kreises Vilbel und Dienstag den 4 October l. J., Vormittags 161 Uhr, auf dem Rathhause dahier für die zur Ausschwörung des Verfassungs⸗Eides Verpflichteten aus den Gemeinden des früheren Kreises Friedberg Termin anberaumt. Zugleich werden wir in dem erst⸗ genannten Termine anderen Angehörigen der ersteren Orte, welche Beschwerden und Wuͤnsche vorbringen wollen, Audienz ertheilen. Sie wollen hiernach Einladung ergehen lassen und die im Rückstand befindlichen unten Verzeichneten zugleich bei 3Z Mark Strafe vorladen lassen und bis zum 1. October l. J. unfehlbar Verzeichnisse mit Bescheinigung, daß Vorladung erfolgt oder Bericht, daß keine zu laden sind, an uns einsenden. Dr. Braden. Heinrich Wissig III. von Langenhain, Jacob Ludwig Walther von Rendel. Zur Ausschwörung des Verfassungs-Eides durch die im III. Quartal dieses Jahres aufgenommenen, sowie die hiermit sich noch im * Betreffend: Die Reichstagswahlen. Friedberg den 21. September 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiste reien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 5. l. Mts., Kreisblatt Nr. 106, machen wir Sie nochmals darauf aufmerksam, daß die vorgeschriebene Bekanntmachung bezuglich der Offenlegung der Liste am 23. und 24. J. Mts. und die Offenlegung der Wählerlisten vom 26. d. Mts. bis zum 3. k. Mts. Abends zu erfolgen hat. Am 26. l. Mts. sehen wir Ihrer berichtlichen Anzeige entgegen, daß ent— sprechende Bekanntmachung erfolgt ist und die Listen offen liegen. Dr. Braden. Bekanntmachung, betreffend den Wintercursus der Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen zu Friedberg pro 1881/82. Der diesjährige Wintercursus der hiesigen Ackerbauschule beginnt Mittwoch den 2. November und dauert bis gegen Ende März. Der Unterricht erstreckt sich auf allgemeine Schulfächer, sowie auf die verschiedenen Zweige der Naturkunde und Landwirthsschaftslehre. Er wird von den beiden ausschließlich für die Anstalt bestellten Hauptlehrern, Prof. Dr. Tobissch und Dr. R. Ludloff, ferner von Dr. med. C. Becker, dem Cultur⸗Ingenieur Völzing und mehreren anderen geeigneten Hülfslehrern ertheilt. Die nöthige Auschauung bieten die reichen Lehrmittel der Anstalt, sowie Excursionen nach nahegelegenen Gutswirthschaften, gewerblichen Anlagen und sonstigen belehrenden Einrichtungen. Aufnahms— fähig sind alle unbescholtenen jungen Männer, welche die Volksschule mit gutem Erfolg absolvirt haben. In die 2 Classe werden nur solche Schüler aufgenommen, welche vorher die 1. Classe besuchten, oder nachweisen, daß sie sich anderweitig die Kenntnisse angeeignet haben, welche das Lehrziel der 1. Classe bilden, alle anderen Schüler kommen in Letztere.— Das Schulgeld betraͤgt für die 1. Classe 45, für die zweite 35 Mark. Anmeldungen nimmt das unterzeichnete Curatorium und der Anstalts-Dirigent, Prof. Dr. Tobisch, entgegen, von welchen beiden Stellen gewünschtenfalls auch anderweitige bezügl. Auskunft ertheilt wird. Friedberg den 19. September 1881. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Dr. Braden, Kreisrath. Küchler, Kreis-Assessor. Schmidt, Kreisschulinspector. Betreffend: Den Cursus der Ackerbauschule zu Friedberg pro 188/82. Friedberg den 20. September 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung des Curatoriums der Ackerbauschule empfehlen wir Ihnen, sich dafür zu bemühen, daß die Ackerbauschule durch recht viele junge, der Landwirthschaft sich widmende Leute aus Ihren Gemeinden besucht wird. Wir bemerken zugleich hierbei, daß für wenig Bemittelte Unterstützungen zur Disposition stehen und wir es nicht zu beanstanden finden, wenn auch von Gemeinden, aus welchen junge Leute die Schule besuchen, Unterstützungen verwilligt werden, indem wir recht gerne derartigen Beschlüssen Genehmigung ertheilen. Dr. Braden. Bekanntmachung, betreffend die Abhaltung eines Cursus zur Ausbildung von Cultur-Technikern an der Ackerbauschule zu Friedberg. Zugleich und in Verbindung mit dem dießjährigen Wintercursus hiesiger Ackerbauschule beabsichtigen wir einen Cursus zur Ausbildung von Cultur⸗Technikern einzurichten, um dem, namentlich in der Provinz Oberhessen fuͤhlbaren Mangel an geeigneten Kräften zur Ausführung der zahlreichen bezüglichen Projecte abzuhelfen.— Der Lehrplan dieses Cursus ist, ebenso wie der der Ackerbauschule, auf 2 Winter berechnet und die betr. jungen Leute nehmen an den für sie passenden Stunden der Ersteren theil; außerdem erhalten sie aber besonderen Fachunterricht und praktische Unterweisung durch den Cultur-Ingenieur Voͤlzing dahier, an welchen auch die bezuͤglichen Anfragen oder Anmeldungen zu richten sind. Wir glauben, strebsamen und befähigten jungen Leuten den Besuch dieses Cursus um so mehr empfehlen zu können, als— bei dem Umfang und der Dringlichkeit der bezügl. Meliorationsaufgaben— mit Sicherheit darauf zu rechnen ist, daß Diejenigen, welche besagten Cursus mit Erfolg absolvirt haben, sofort dauernde und einträgliche praktische Verwendung in hiesiger Provinz finden werden. Friedberg den 19. September 1881. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Dr. Braden, Kreisrath. Küchler, Kreis-Assessor. Schmidt, Kreisschulinspector. Die Aufenthaltsorte des Wilhelm Klein von Kröge, des Johs. Klöß von Ober-Rospe, des Philipp Bierau von Daubringen und des Johs. Eifert von Holzmühl sind unbekannt und zu ermitteln. 1 —————— ͤ Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— lage Nr. 21, enthält: J. Verzeichniß der Vorlesungen der Universität zu Gießen im Winterhalbjahre 1881/82. 11. Bekanntmachung, eine weitere Umlage in der Gemeinde Klein⸗Linden betr. 111. Dienstnachrichten. Es wurde dem ev. Pfarrer Heberer von Heuchelheim die Pfarrstelle zu Allendorf a. d. L. übertragen; die Militäranwärter Nimtz aus Sydow und Spengler aus Nieder-Ramstadt, sowie die Hülfscondue⸗ teure Muller und Schmitt, beide aus Rüsselsheim, zu Condueteuren bei der Main-Neckarbahn; der prov. Lehrer an der Bürgerschule zu Wimpfen a. B. Ensgraber aus Erbach a. Rh. zum definitiven Lehrer ernannt. IV. Coneurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die ev. Pfarrstelle zu Badenheim, Gehalt 2192 M. Die ev. Pfarrstelle zu Crumbach, Gehalt 3292 M. Eine Lehrer— stelle zu Laubenheim, Gehalt 9001000 M. Die Lehrer⸗ stelle zu Langd, Gehalt 900 M. Eine Lehrerinnenstelle zu Bingen, Gehalt 1150 M.— Das Coneurrenzaus— schreiben in Beilage Nr. 19 des Regierungsblattes wird zurückgezogen. Fur die in Beilage Nr. 13 des Regier⸗ ungsblatts ausgeschriebene französisch-reformirte Pfarr⸗ stelle zu Neu⸗Isenburg, zu welcher der ev. Kirchengemeinde zu Neu⸗Isenburg das Präsentationsrecht zusteht, wird die Frist zur Bewerbung um weitere 4 Wochen verlängert. — Der Ministerialrath von Werner wurde zum Landesherrlichen Commissär für die erste Kammer, sowie der Geh. Staatsrath Knorr und der Ministerialrath Weber zu Mitgliedern der Landesherrlichen Einweisungs-Commission für die zweite Kammer ernannt. Der Hauptsteueramts— Assist. I. Kl. Krumb in Worms wurde zum Hauptsteueramts-Controleur in Bingen ernannt. Der Dr. Lemser in Offenbach wurde als Bei— geordneter bestätigt. Der ord. Prof. Dr. Seuffert in Gießen wurde auf Nachsuchen entlassen. Breslau. Die„Schl. Volksztg.“ widerlegt die Nachricht einer bevorstehenden Rückberufung der Bischöfe von Breslau, Limburg und Münster. Sie will dagegen wissen, daß demnächst die Bis— thumsverweser von Paderborn, Osnabrück und Fulda zu Bischöfen ernannt würden. Karlsruhe, 18. Sept. Der Kaiser, der Kronprinz, sowie Prinz Wilhelm sind Vormit— tags hier eingetroffen und von dem Großherzog, der Großherzogin, dem Erbgroßherzog, dem Prinzen und der Prinzessin Wilhelm und dem Prinzen Karl von Baden, der Generalität und dem Staatsminister Turban am Bahnhofe empfangen worden. Nach herzlicher Begrüßung fand die Auffahrt nach dem Schlosse statt. Die Kaiserin ist heute Nachmittag von Baden-Baden hier eingetroffen. Ebenso der Großherzog und die Prinzessin Elisabeth von Sachsen-Weimar. Der Kronprinz besuchte bald nach seiner An— kunft die Kunstgewerbe-Ausstellung, in der er gegen eine Stunde verweilte. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Wie die „Montagsrevue“ vernimmt, wird in der nächsten Zeit eine Begegnung der Kaiser von Oesterreich und von Rußland stattfinden; über den Ort und die Zeit der Begegnung sei noch Nichts definitiv bestimmt. — Die„Pol. Corr.“ theilt mit, daß keine Differenz zwischen dem österreichischen und dem ungarischen Finanzminister wegen des neuen Staatsnotentextes bestehe. Dieser wurde nach dem Uebereinkommen beider Regierungen schon im Januar v. J. endgültig festgestellt; er konnte daher nicht weiter discutirt werden. Die Aus— gabe der neuen Staatsnoten sei nur durch tech— nische Schwierigkeiten verzögert. Holland. Haag, 19. Sept. Die General— staaten wurden heute wegen der Hoftrauer durch eine königliche Commission eröffnet. Die Er— öffnungsnote gedenkt rühmend der ausgezeich— neten Eigenschaften des gestorbenen Prinzen Friedrich und seinen dem Lande geleisteten Dienste. Dann kündigt sie einen Entwurf über die Ver— theidigung des Landes an, ferner über die Ver— waltung der Wasserbauten über See- und Fluß— schifffahrt, dann die Einführung neuer öffent— licher und bürgerlicher Gesetze, die Revision des Wahlgesetzes ꝛc. Ungeachtet der zunehmenden Einnahmen wird die Regierung ein Gesetz über Vermehrung von Einnahmen und bessere Ver— theilung der Steuerlast vorbereiten und die Generalstaaten um Unterstützung von Handel, Industrie, insbesondere Förderung der Kräfte niederländisch Indiens ersuchen. Frankreich. Paris. Eine Verfügung des Kriegsministers vom 17. d. ordnet an, daß keine Militärperson des Jahrganges 1876, welche vor Ablauf der bestimmten Zeit zur Entlassung kommt, von heute ab nach Afrika gesandt wer⸗— den soll. Demzufolge ist davon Abstand ge— nommen, die in Afrika stehenden Infanterie— Bataillone auf die Stärke von 600 Mann zu bringen. — 19. Sept. In der heutigen Conferenz wegen des englisch-französischen Handelsvertrags sprach der Handelsminister Tirard die Hoffnung aus, daß die Verhandlungen bald ihren Ab— schluß finden würden, da sie erleichtert seien durch den Geist gegenseitiger Versöhnlichkeit. Der englische Staatssecretär Dilke erneuerte gleichfalls die Versicherung, daß die englische Regierung lebhaft wünsche, den Vertrag unter den für beide Länder vortheilhaftesten Bedingungen zu schließen. — Die Regierung beschloß, die Kammern auf den 17. October einzuberufen. Es heißt, das Cabinet Ferry würde seine Entlassung geben vom Tag, wo das Decret der Einberufung er— scheint. Ein neues Cabinet würde zur Eröffnung der Kammern gebildet. Großbritannien. London. Eine Zu— schrift der irischen Deputirten Dickson und Givan zu Gunsten der Freilassung der politischen Ge— fangenen beantwortend, erktärt der Staatssecretär Forster, die gegenwärtigen Zustände Irlands wür— den eine allgemeine Freilassung nicht rechtfertigen. Italien. Rom. Der ehemalige Deputirte Mancardi ist zum Delegirten der italienischen Gläubiger der Türkei ernannt worden und wird unverzüglich nach Constantinopel abreisen, wo die Sitzungen der Finanzeommission wahrschein— lich bis zu seinem Eintreffen suspendirt werden. — 19. Sept. Schlözer ist heute nach Ber— lin abgereist. Serbien. Belgrad. Der russische Minister⸗ resident Persiani drückte den Wunsch seiner Re— gierung aus, mit Serbien einen Handelsvertrag abzuschließen. Rußland. Petersburg. Wie der„Herold“ mittheilt, ist durch einen kaiserlichen Erlaß an den Finanzminister die Eröffnung der im nächsten Jahre stattfindenden Ausstellung zu Moskau auf den 16. Mai, der Schluß derselben auf den 15. September festgesetzt worden. Amerika. Longbranch, 18 Sept. Präsi⸗ dent Garfield ist gestern Abend gestorben. Ueber die letzten Augenblicke wird berichtet: Gestern Abend kurz vor 10 Uhr besuchte Dr. Bliß den Präsidenten. Er fand 106 Pulsschläge; aus dem gesammten Zustande hoffte er auf eine ruhige Nacht. Der Präsident fühlte sich ganz erträglich. Darauf fiel er in einen etwa 15 Minuten dauernden Schlaf, aus dem er mit großen Herzschmerzen erwachte. Dr. Bliß ward herbeigerufen; er fand, daß der Puls nicht mehr schlug, der Herzschlag war fast unerkenn— bar. Der Arzt erklärte, der Patient sei im letzten Todeskampf. Seine Frau und die übrigen Aerzte wurden herbeigerufen. Um 10 Uhr 50 Min. fanden die Aerzte den Tod eingetreten. Um 11½ Uhr fand ein Cabinetsrath statt. Darauf telegraphirten die Mitglieder des Cabinets an den Vicepräsidenten Arthur. Sie empfahlen ihm, sofort nach Longbranch zu kommen, um auf die Verfassung den Eid zu leisten. Der Tod Gar— field's erweckt in ganz Amerika die tiefste Trauer. Von vielen Kirchen ertönte noch gestern Abend das Trauergeläute. Viele Journale in den Süd— staaten veröffentlichen bereits Trauerartikel. Vice— Präsident Arthur leistete noch gestern Abend in seiner Wohnung in Washington vor zwei Rich— tern des obersten Gerichtshofes vom Staate New— Vork den Eid auf die Verfassung. Aus Stadt und Land. Gießen. Sitzungen des Schwurgerichts der Pro— vinz Oberhessen pro III. Quartal 1881: Montag den 19. Sept., Vorm, 9 Uhr, gegen K. Kempf von Kaichen, wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit; Staatsanw. Zimmermann, Verth. Weidig. Dienstag den 20. Sept., Vorm. 9 Uhr, gegen H. Dietz von Assenheim, wegen Meineids; Staatsanw. Jöckel, Verth. Lauer. Mittwoch den 21. Sept., Vorm. 9. Uhr, gegen D. Roth von Engelrod, wegen Versuchs der Brandstiftung; Staatsanw. Zimmermann, Verth. Dr. Reatz. Donnerstag den 22. Sept., Vorm. 9 Uhr, gegen J. Gontrum V. von Münster, wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt; Staatsanw. Jöckel, Verth. noch nicht bestimmt. Freitag den 23. und Samstag den 24. Sept., jedesmal Vorm. 9 Uhr, gegen G. Erd⸗ mann J. von Ruttershausen, wegen Munzverbrechens; Staatsanw. Zimmermann, Verth. Dr. Dittmar. Montag den 26., Dienstag den 27. und Mittwoch 28. Sept., jedesmal Vorm. 9 Uhr, gegen J. Wagner II., D. Weller V., beide von Gießen, H. Hörle II. von Groß-Buseck, L. Weller, J. Weller VI. und J. Brenner, sämmtlich von Heuchel⸗ heim, wegen betrügerischen Bankerotts, Meineids, Brand⸗ stiftung ꝛc.; Staatsanw. Dr. Lahr, Verth. Dr. Rosenberg, Dr. Muhl, Baist, Lauer. Gießen, 19. Sept. Schwurgerichts-Verhandlung gegen K. Kempf von Kaichen wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit. Angeschuldigter wurde von den Ge— schworenen für nichtschuldig erkannt. Beerfelden, 19. Sept. Vom herrlichsten Wetter begünstigt, fand gestern die Feier der Schlußsteinsetzung an dem Viaduet über das Himbächelthal unterhalb Hetz— bach statt. Eine große Menschenmasse aus der Umgegend, namentlich von hier, Erbach und Michelstadt, hatte sich auf dem Festplatze eingefunden, um dieser Festlichkeit beizuwohnen. Allerlei. Frankfurt. Bei der Preis-Vertheilung der Ausstellung erhielten von hessischen Ausstellern silberne Medaillen: H. Bücking Söhne, Alsfeld; F. Flinsch, Offenbach; Ude und Klebe, Eberstadt; Ph. Renn, Darm- stadt; F. S. Bombach, Offenbach; A. Buschbaum, Darm⸗ stadt; Collet und Engelhardt, Offenbach; Gebr. Hoff- mann, Offenbach; L. Becker, Offenbach; J. Römheld, Mainz; Maderasz und Co., Offenbach; F. Lotz, Offenbach. New⸗Nork, 18. Sept. Der Dampfer„Daniel Steinmann“ ist auf der Fahrt von Boston nach New⸗ Vork in der verflossenen Nacht bei Vineyard Haven Sound gescheitert. Es ist sofort Hülfe dorthin abgegangen. New-Nork. Im August d. J. find 56,744 Aus⸗ wanderer hier eingetroffen. Handel und Verkehr. Friedberg, 21. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00— 1.05, Eier 1 Stück 6 Pf. Friedberg, 20. Sept. Fruchtbericht. Waizen M. 24.75, Korn M. 20., Gerste M. 19., Hafer M. 15 bis 16. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfd. Gießen, 20. Sept. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.10— 1.15, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf., Käse per Stück 5—9 Pf., Tauben das Paar 45-60 Pf., Hühner per Stück M. 0.90— 1.50, Hahnen ver Stück M. 0.45— 0.60, Enten per Stück M. 1.25— 1.50, Ochsen⸗ fleisch 64— 00 Pf. per Pfund, Kuh- und Rindfleisch 46 bis 50 Pf., Kalbfleisch 46—48 Pf., Hammelfleisch 60 bis 70 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 4.50—6, Zwiebeln per Ctr. M. 8— 10, Weißkraut 1 St. 10—40 Pf., Zwetschen der Centner 7 M. Frankfurt, 19. Sept. Viehmarkt. Angetrieben waren ca. 310 Ochsen und Stiere, 330 Kühe und Rinder, 260 Kälber und 400 Hämmel. Die Preise stellten sich per 100 Pfd. Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 63. bis 66., 2. Qual. M. 58.—60., Kühe u. Rinder 1. Qual. M. 55.—57., 2. Qual. M. 45.—50., Kälber 1. Qual. M. 56.—59., 2. Qual. M. 40.—50., Hämmel 1. Qual. M. 55—60., 2. Qual. M. 45.— 50. Schweine wurden in letzter Woche ca. 600 eingeführt und mit 66 Pf. das Pfund bezahlt. Frankfurt, 19. Sept. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39.50, Nr. 2 M. 37.50, Nr. 3 M. 32.50, Nr. 4 M. 28.50, Nr. 5 M. 25.50, Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 28.50 75., do. 1.(Berl. Marke) M. 26.50 bis 27., do. 2.(Berl. Marke) M. 23, Weizen, eff. hiesiger ab Bahnhof hier M. 25.00— 25.25, ab unserer Umgegend M. 24.50 24.75, do. fremder je nach Qual. M. 24.25 bis 25.25, Roggen je nach Qual. M. 20.50—21.—, Gerste M. 19.50— 21.50, Hafer M. 16.50— 17.25, Kohlsamen M. 28.50— 29.50, Erbsen M. 19.— 27., Wicken M. 17.50—18., Linsen M. 20— 40, Bohnen, weiße, M. 23— 25, Rüböl, detail, M. 64. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht S 100 Kilo. D. Frankfurt a. M., 20. Sept. Obgleich der Tod des Präsidenten Garfield eine schmerzliche Theil⸗ nahme allenthalben hervorrief, übte er doch auf die eigentliche Gestaltung der Tendenz keinen sichtlichen Ein⸗ fluß aus. Die Börse zeigte sich wieder hauptsächlich durch die Geldverhältnisse irritirt. Wie in Berlin, das matte Course sandte, war auch heute am hiesigen Platze großer Geldbedarf und die Haltung der Speculation deshalb eine gedrückte und erst im weiteren Verlaufe des Verkehrs vermochte eine etwas bessere Stimmung Platz zu greifen. Von den Speculationspapieren zeigten sich Creditactien relativ fest und gaben nur 1 fl. nach. Staatsbahnactien verloren ebenfalls 1 fl., dagegen Lom⸗ barden 1½ fl., Galizier hielten sich fest und wurden viel— fach von informirter Seite gekauft. Ereditaetien, gestern Abend 30358, wurden à 3023/ nnd 303 gehandelt, Staatsbahnaetien, gestern Abend 3063/, gingen à 3065/8 und 3058 um. Lombarden, gestern Abend 1315/, heute 1295— 129. Galizier, gestern Abend 280, heute 2783/1—2785/. Oesterr. Bahnen wenig verändert. Elb— 33—— 1 * bal fest, Nordu West und Buschtiehrader etwas matter. Deutsche Bahnen gefragt, Dur Vodenbacher, Böhmische ruhig. Oesterr. Prioritäten fest, Goldnordost matter. Auf amerikanische Prioritäten hatte die Nachricht vom Hinscheiden des Praͤsidenten keinen Einfluß, fast sämmt⸗ liche Effeeten dieses Gebiets blieben fest, nur Oregon etwas matter. Banken nachgebend. Ausländische Fonds schwächer. Loose still. Deutsche Staatsfonds wenig verändert. Wechsel matter. Privatdisconto 40/. An die Herren Lehrer des Kreises! Bezugnehmend auf das Ausschreiben Groß— herzoglicher Kreis⸗Schul⸗Commission in Nr. 110 des Anzeigers bin ich bereit, bei genügender Be— theiligungeeine Tabelle in Plakatformat mit den vom Großherzoglichen Ministerium vor— geschriebenen Abkürzungen zu drucken. Ich bitte daher, mir gef. Bestellungen einstweilen zukommen zu lassen, da sich hiernach sowohl die Hohe der Auflage als auch der Preis(der übrigens ein sehr mäßiger der Natur der Sache nach sein wird) richten muß. Friedberg. Carl Bindernagel. Geld⸗Cours. Frankfurt am 20. September 1881. 20 ⸗Frankenstü cke WM. 16 17—21 do„„ Englische Sovereigns ss.„„ 20 35—40 Russische Imperiales.„ 16 69—74 Ducaten.%„% „ ae mate.„ 9 58—63 Dollars in Gold.„ 4 22—25 Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Neujahrsfest. Freitag Abends 5½ Uhr. Samstag Morgens 6 Uhr. Bekanntmachung. 3220 Es wird veröffentlicht, daß der Schuhmacher Gottfried Koͤnig und dessen Ehefrau Louise, geb. Krebs von Ober⸗Mörlen, dermalen in Bad-Nauheim wohnhaft, vereinbart haben, daß a. das rein römische Recht für deren Guͤterverhält— nisse maßgebend ist, b. Alles, was in Zukunft von einem Theil erworben wird, dem Erwerbenden allein gehört und o. der Ehegatte, welcher Schulden contrahirt, für Zahlung derselben allein aufzukommen hat. Bad-⸗Nauheim am 19. September 1881. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Allwohn. Schütz, Gerichtsschreiber. Submission für Dachdeckerarbeiten. Die zur Unterhaltung der Dächer der Kurgebäude zu Bad-Nauheim erforderlichen Dachdeckerarbeiten und Material⸗Lieferungen, veranschlagt zusammen zu 307 M. 10 Pf., sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Accordsbedingungen nebst Voranschlag liegen auf hiesigem Kreisbauamt in den Büreaustunden zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten, in welchen das Angebot nach Procenten der Voranschlagssumme zu bezeichnen ist, verschlossen und frankirt bis spätestens Samstag den 22 September l. J., Vormittags 11 Uhr, einzureichen ind. Friedberg den 16. September 1881. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 3191 von den billigsten bis Regenschirme, zu den feinsten Sorten, in Seide, Zanella und Alpaka, in großer Auswahl zu reellen Preisen bei K. Friedrich. Kapital Gesuch. 3218 Die Gemeinde Bönstadt beabsichtigt ein Kapital von 10,000 Mark zu 4% Zinsen, im Ganzen oder auch in Theilbeträgen, anzuleihen. Hierauf Refleetirende bitten wir, uns ihre Offerten bald schriftlich, franeo zukommen zu lassen. Bönstadt den 20. September 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt. Geibel. Aepfel-Versteigerung. 3219 Freitag den 23. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zustehenden Aepfel, circa 50 Malter, in Abtheilungen meistbietend versteigert werden. Wölfersheim, 21. September 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Wölfersheim. Heyer G üterverpachtung. 3223 Montag den 26. September, Vormittags 9 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause die leihfälligen Güterstücke der J. Pfarrei Friedberg in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach und Ockstadt nochmals öffentlich meistbietend verpachtet werden mit dem Bemerken, daß nunmehr mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt werden wird. Friedberg den 21. September 1881. J. A. des Kirchenvorstandes: Steinhäußer, Beigeordneter. Güterverpachtung. 3224 Montag den 26. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause die leihfälligen Güterstücke der Milden Stiftungen in Dorn-Assenheimer Gemarkung, eirca 27 Morgen haltend, auf weitere 12 Jahre öffent— lich meistbietend verpachtet werden. Friedberg den 21. September 1881. J. A. des Kirchenvorstandes: Steinhäußer, Beigeordneter. 1—*— 2 Obst⸗Versteigerung. Das fiscalische Obst am Burgberg zu Friedberg, be— stehend aus Aepfeln, Birnen und Zwetschen, soll Freitag den 23. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, meistbietend ver— kauft und der Anfang im Hirschgraben gemacht werden. Ober⸗Rosbach den 20. September 1881. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. 32² S a Verstei Obst⸗Versteigerung. 3221 Freitag den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen die der Gemeinde gehörigen Aepfel und Birnen abtheilungsweise auf Ort und Stelle an den Meistbieten— den versteigert werden. nach Friedberg. Ockstadt am 20. September 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. Dienst. Aepfel-Versteigerung. 3216 Freitag den 23. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen die hiesigen Gemeinde-Aepfel, eirea 150 Malter, meistentheils Tafelobst, an Ort und Stelle in kleinen Abtheilungen versteigert werden. Södel am 20. September 1881. Großherzogliche Bürgermeisteret Södel. N. Zu vermiethen. Ein einfach möblirtes Zimmer, mit oder ohne Kost. ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 3180 Der Anfang ist am Alleeweg Bekanntmachung. 3235 Die am 19. d. Mts. abgehaltene Obstversteigerung hat die Genehmigung erhalten. Ostheim am 21. September 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Ostheim. 3 3. S chimpf. 8 7 1 Versteigerungs-Anzeige. Nächsten Samstag den 24. d. Mts., Vormittags Y Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Nieder-Wöͤllstadt 28— 2 * 8 2 Gaͤnse, mehrere Kleider- und Küchenschränke gegen Baarzahlung öffentlich meistbietend versteigert werden. Vilbel am 21. September 1881. 3234 0 Herget, Kreis bote. b 205 Für die 0 0 Militärdienst-Versicherung der Bremer Lebensversicherungs-Bank werden unter günstigen Bedingungen tüchtige, zuverlässige Vertreter gesucht. Bewerber mit guten Referenzen wollen sich an die Militärdienst- Versicherungs- Abtheilung der Bremer Lebensversicherungs-Bank in Bremen wenden. Alleinige Niederlage Gengcol A. ODuchar Vereinigt vorzüglichstes Qualität mit mässigem Preise 501 bet Georg Groß in Friedberg. C 1 a v i e* steht zu ver— Ein gebrauchtes noch gutes kaufen bei Pohl-Göns. 3230 Wittwe Göbel. Ein möblirtes Zimmer hat zu vermiethen A Fraunk. 32²25 * 700 0 Jagdgeuchre aller Art empfiehlt billigst 2898 Butzbach. C Ein kleiner Spitzhund ist mir zugelaufen. Der Eigenthümer kann denselben gegen die Inseratgebühren und das Futtergeld bei mir in Empfang nehmen. 3233 Ober⸗Florstadt. Heinrich Faß. 7000 Mark können gegen Sicherstellung ausgeliehen werden. Näheres bei der Exped. d. 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Januar 1882 in(traft treten, der Beschluß Nr. 3 aber jetzt schon zur Anwend⸗ ung kommt. Vilbel am 19. September 1881. Namens des Verwaltungsraths: 3215 Schrimpf, Director. Tanz-Unterricht in Friedberg. Unterzeichneter beabsichtigt bei entsprechender Betheilig— ung Montag den 26. d. Mts. seinen Unterrichts⸗Cursus zu eröffnen und ladet zu recht zahlreicher Betheiligung ergebenst ein. Die Liste zur gefälligen Unterzeichnung eireulirt durch Herrn M. Höck. Mit aller Hochachtung 3194 Ferd. Teute, Tanzlehrer. In der Wetterau Groß Radau. 32²8 K. Friedrich. „Jeden Sumstag warme Bäder. Carl Walter. Eine Percussions⸗Doppelflinte, eine einfache und eine Teschingflinte, alle vortrefflich, verkauft W. Burk 3217 in Butzbach. 111 Das Neueste in feinen Hemdeinsätzen zu billigsten Preisen bei K. Friedrich. Festtags halber bleibt unser Geschäft Sonntag den 25. a. c. geschlossen. 2222 A. Spier& Söhne. A. 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