1283 tend furrricl. ladet 9 duilon nhalt, 1 mr 2 abn. — 1 — 82 * 1. 2 — inen Eu 1 5 ä 20 901. M 85. Betreffend: Den Ankauf von Berner Zuchtvieh. e e 1 Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und . Freitag Abend ausgegeben. ö ö U Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dlenstag, D Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. „ ee Das Oberersatzgeschäft pro 1881. 5 Das Gr. Die Ihnen unter Couvert zugehenden Ausmusterungs— ums umgehend, unter namentlicher Angabe der Betreffenden, anzeigen, Reservescheine I. Classe ist von Ihnen auf dem betreff 9 1 0 Betreffend: Amtlicher Theil. Dr. Braden. Den Geschäftsbetrieb der Auswanderungsagenten. Friedberg den 19. Juli 1881. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. ꝛc. Scheine wollen Sie den betreffenden Militärpflichtigen sofort zustellen und daß dies geschehen. Der Tag der Aushändigung der Ersatz⸗ enden Scheine zu vermerken und uns in Ihrem Berichte anzugeben. Friedberg den 19. Juli 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg n die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliches Polizeicommissariat Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. In der letzten Zeit sind Faͤlle vorgekommen, in welchen der Abschluß von Auswanderungsverträgen mit diesseitigen Staatsangehörigen durch Personen, welche die Concession als Auswanderungsagenten im G nehmen hieraus Veranlassung Ihnen anzuempfehlen, darüber zu wachen, Eintretenden Falls wollen Sie mit den zu Gebot herzogthum betreiben. besondere alsbaldige Anzeige erstatten. Betreffend: Den Ankauf von Berner Zuchtvieh. Von verschiedenen Seiten ist der Wunsch geäußert worden, auch in diesem Herbste in der Schweiz jenigen Herren Oeconomen, welche sich an einem etwaigen Ankaufe betheiligen wollen, Bekanntmachung. roßherzogthum nicht besitzen, gewerbsmäßig vermittelt wurde. daß unconcessionirte Auswanderungsagenten keine Geschäfte im Groß— stehenden gesetzlichen Mitteln gegen dieselben einschreiten, uns ins— werden gebeten, Wir Dr. Braden. Berner Zuchtvieh anzukaufen. Die— ihre Bestellungen spätestens bis zum 10. kommenden Monats bei dem Unterzeichneten oder den betreffenden Großherzoglichen Bürgermeistereien zu bethätigen. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Dr. Braden. Friedberg den 19. Juli 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung laden wir Sie ein, Ersatz von untauglichen oder abgängigen Gemeindebullen Monats vorzulegen, auch etwaige bei Ihnen bethätigt werdende Heinrich Ludwig Friedrich Pfannstiel Es wird Festnahme und alsbaldig nellen Nachhaft durch die Flucht entzogen. Friedberg den 15. Juli 1881. Dr. Braden. Bekanntmachung. Friedberg den 19. Juli 1881. Bürgermeistereien des Kreises. falls in Ihren Gemeinden der Ankauf von Berner Zuchtvieh zum gewünscht wird, betreffendes Gemeinderathsprotokoll unfehlbar bis zum 10. kommenden Bestellungen von Privaten bis zu diesem Termine uns anzuzeigen. von Alsfeld, der Landesbehörde überwiesen, hat sich der Verhängung einer correctio— e Meldung angeordnet. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Georg Amberger II von Nieder-Erlenbach wurde als Fleischbeschauer ernannt und verpflichtet. Wegen B Mörlen, Marie Dey von Ober-Mörlen.— Der Aufenthaltsort des Johannes Bettels bestraft: Richard Eduard Ludwig Becker von Berlin, Marie Granes von Ober-Mörlen, Katharine Granes von Ober⸗ Müßler von Bruchenbrücken ist unbekannt und zu ermitteln. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 16 enthalt die Verordnung über die Bildung eines Eisenbahnbeirathes. — Der Rendant Scriba in Wimpfen wurde zum Ministerial-Revisor, der Finanz-Accessist Roßler aus Reinheim zum Rendant in Wimpfen, 1 der Finanz⸗Accessist Büttel aus Grünberg zum Minssterialcalculator 2. Kl. ernannt. Berlin. Se. Maj. Schiff„Freya“, acht 5 Geschütze, ist am 16. Juli in Batavia angekommen. Eine gestern Abend von 19. Juli. Henrici in der Bockbrauerei abgehaltene, von gegen 2000 Personen besuchte Versammlung der socialen Reichspartei wurde wegen entstandenen Tumultes polizeilich aufgelöst. Kiel, 18. Juli. Die britische Flotte, von dem deutschen Geschwader begleitet, trat heute Vormittag die Heimfahrt an. Prinz Heinrich hatte sich an Bord des„Herkules“ eingeschifft, Prinz Wilhelm begleitete das englische Geschwa— der am Bord der„Grille“. Er wird heute Abend nach Potsdam zurückkehren. Neu-Stettin, 19. Juli. In Folge einer Schlägerei zwischen zwei jüdischen Redacteuren und einem Christen, wobei letzterer sieben Kopf— wunden erhielt, fanden in den beiden letzten Nächten Excesse statt, wobei viele Schaufenster und Fensterscheiben jüdischer Haͤuser eingeworfen und etwa 20 Excedenten verhaftet wurden. Ausland. Frankreich. Paris. Die„Agence Havas“ meldet: Nach allen Juformationen sind die Ge rüchte ausländischer Blätter über die Absichten Frankreichs gegen Tripolis entschieden als un— begründet zu bezeichnen. Wiener Privat-Tele— gramme dementiren die Nachricht des„Standard“, daß England eine von den europäischen Groß— mächten über ihre eventuelle Haltung gegenüber der franzoͤsischen Occupation von Tripolis aus⸗ geforscht habe. 17. Juli. Eingegangenen Nachrichten zufolge ist die Stadt Sfax gestern früh von den franzoͤsischen Truppen genommen und von den— selben stark besetzt worden.— Eine Abtheilung franzöͤsischer Truppen aus Tiaret erreichte die Nachhut der aufständischen Stamme bei Rezina; die Insurgenten verloren bei diesem Zusammen— stoß 30 Todte.— Bu Amena scheint sich wieder nach Nordosten wenden zu wollen. — 18. Juli. Die Commission der Kammer für das Preßgesetz nahm die Aenderungen des Senats an.— Der Kriegsminister brachte ein Gesetz ein wegen Verlangerung der algerischen Eisenbahn von Saida nach Kreider.— Der Senat lehnte den Antrag Tolain auf Verfassungs— Revision ab. Großbritannien. London, 18. Juli. Das Unterhaus genehmigte die Artikel 42, 48, 44 und 45 der trischen Landbill und vertagte deren Weiterberathung. — 19. Juli. Gestern fand ein oͤffentliches Meeting der Delegirten des hier geheim tagen— den revolutionären Congresses statt, woran Dele— Frankreich, Italien, girte aus Deutschland, Spanien, Oesterreich, der Schweiz und Amerika theilnahmen, darunter Louise Michel, Fort Krapotkin und Schaub. Die deutsch-amerikani— n n ———ů—ů— ů²³ 1 e schen Socialisten hielten heftige Reden. Die Versammlung faßte Resolutionen, worin gegen die Verurtheilung Most's protestirt wird. Türkei. Constantinopel. Nach Privat— Berichten von hier soll anläßlich des Sultan— mord-Prozesses große Gährung herrschen und wird sogar ein Aufstand gegen den Sultan als unmittelbar bevorstehend betrachtet. Serbien. Belgrad. Ein Erlaß des Fürsten sanctionirt die von der Skupschtina zum Ankauf von 100,000 Stück Gewehren bewilligte Anleihe von 6 Millionen Dinars; die Tilgung der An— leihe sammt Zinsen soll durch eine außerordent— liche Steuer erfolgen. Bulgarien. Sofia, 17. Juli. Die gestern Abend zu Ehren der Rückkehr des Fuͤrsten ver— anstaltete Illumination der Stadt war eine sehr glänzende. Der Fuͤrst, welcher zu Fuß die Stadt durchwanderte, wurde überall von der in dichten Schaaren die Straßen durchwogen— den Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. Heute fand in der Kathedrale unter Theilnahme des Fuͤrsten ein feierliches Tedeum statt; nach Be— endigung desselben verlas der Metropolitan Meletin das Manifest des Fürsten auf dem Vorhofe der Kirche. Rußland. Petersburg. Ein Circular des Domänenministers ordnet behufs Hebung der Bauernwirthschaft an, daß die bisher gebräuch— liche Verpachtung der Kronengüter an Kapi— talisten durch eine Verpachtung an die Bauern— gemeinden zu ersetzen sei. Amerika. Washington, 17. Juli. Das Befinden des Präsidenten Garfield ist ein so günstiges, daß die meisten Mitglieder des Ca— binets Washington verlassen konnten und erst morgen dahin zurückkehren. Während der ganzen vergangenen Nacht hat der Präsident ruhig geschlafen. New-Vork. Der Gouverneur von Sonora ist von Indianern getödtet worden, außer ihm wurden noch 30 Mann von den Indianern nie— dergemacht. Afrika. Tunis, 18. Juli. 300 Berittene plünderten das einige Kilometer von Bardo gelegene Bordichikir, sowie einitze Ansiedelungen algerischer Staatsbürger, die Besitzungen des Beys und einiger tunesischen Beamten. Sie trieben die Kameele sowie anderes Vieh fort. Französische Truppen sind zu ihrer Verfolgung abgeschickt. Aus Stadt und Land. S. Friedberg, 19. Juli. Der Gemeinderath be— schloß in seiner gestern stattgehabten öffentlichen Sitzung auf ein Gesuch der Besitzer des Volksbades um einen jährlichen Zuschuß, für das Jahr 1881 eine Subvention von 50 Mark zu verwilligen. Eine Vorlage des Groß— herzoglichen Kreisamts über Regulirung des Abdeckerei— wesens im Kreise Friedberg fand die Zustimmung des Gemeinderathes. Der Wittwe Lotz soll das vor ihrem Hause liegende Stückchen Land bis zur Baulinie käuflich abgetreten werden. Eine von G. Ulrichs Wittwe bean— tragte Bauveränderung wurde nicht beanstandet. Die freiwillige Feuerwehr hat mittelst einer ihr aus den Ueberschüssen der Wetterauer Industrie-Ausstellung zu diesem Zwecke überlassenen Summe von 500 Mark eine Feuerspritze von der Stadt Darmstadt für 600 Mark gekauft. Die fehlenden 100 Mark sollen von der Stadt übernommen werden. Der Commandant der freiwilligen Feuerwehr lud die Mitglieder des Stadtvorstandes zu den Berathungen und Festlichkeiten des am 23. und 24. d. M. dahier stattfindenden Feuerwehrtages ein. Einige auf dieses Fest bezüglichen Anträge und Vorschläge wurden erledigt. 1. Friedberg. Daß unser Feuerwehrfest ganz nahe ist, merkt man an den ganz besonderen Vorbereitungen, die gerade in den letzten Tagen dafür getroffen werden. Unsere Feuerwehr macht Abends Uebungen, wobei sich jedesmal eine ziemliche Menge Zuschauer einfindet. Ganz besonders interessant aber sind die von großer Gewandt— heit zeugenden Ausführungen am Steigerhaus; in kaum glaublicher Eile wird dasselbe erstiegen, im Nu ist ein Gerüst vor demselben aufgeschlagen, das auch in minu— tiöser Geschwindigkeit erklettert wird und dergleichen mehr. Unseren Besuch am Festtag wird das Steigerhaus und die gewandten Exerecitien an demselben in hohem Grade interessiren. Dabei wird man, wie freilich bei allen Uebungen, die Ueberzeugung immer mehr gewinnen, daß unsere Feuerwehrleute arbeiten, ernsthaft und rasch ar— beiten, und keine blos vergnüglichen Dinge treiben. D'rum zollen wir ihnen Anerkennung, Unterstützung und Dank. Man schenke darum ihren Leistungen mindestens Beachtung! Samstag Mittag wird das Feuerwehrfestleben beginnen; Sonntag Morgen in der Frühe aber erfährt es in hohem Grade Verstärkung und Steigerung, denn da kommen die Vereine an und werden unter Böllerschüssen empfangen und theilweise unter den Klängen ihrer Musik in die Stadt und auf den Festplatz geleitet. In unserem vorigen Artikel haben wir den übrigen Verlauf des Festes ange— geben. Auf Eins aber wollen wir unseren Besuch be— sonders aufmerksam machen, das ist: doch ja nicht zu versäumen, die Vorträge der rühmlichst bekannten Kapelle Adam, die vierzig Mann stark auf dem Festplatze eon— certirt, mit anzuhören. Um ein solches Concert zu hören, gibt Mancher viel Geld aus, und hier kostet es nur Pfennige. Einsender hofft, daß der Betrag des Eintritts für Abends bedeutend herabgesetzt werden wird. Benga— lische Beleuchtung des Festplatzes wird in angenehmer Weise die Pausen der Musik und der Gesänge ausfüllen. Hoffentlich hält das seitherige gute Wetter über den Sonntag an, nur die Hitze könnte etwas nachlassen, das Fest wird dann in der allerschönsten Weise verlaufen. Friedberg, 20. Juli. Wie durch einen Zauber— schlag waren heute Nacht ½ nach 12 Uhr alle Fenster der Stadt erleuchtet. In Zeit von wenigen Minuten hatte sich ein solch rasender Orkan erhoben, daß es ge— radezu grauenerregend war. Nach der Gluthhitze des gestrigen Tages befürchtete Jeder das Schlimmste. Das erwartete Gewitter kam jedoch nicht, es wetterleuchtete nur nach Norden und Nordwesten zu. Wo das Gewitter sich austobte, muß es entsetzlich gewesen sein, denn stun— denlang dauerte das Aufleuchten der Blitze ohne jede Unterbrechung. Heute Morgen läßt sich der Schaden, den der Sturm anrichtete, erst übersehen: Aeste von Bäumen, herabgeschlagenes Obst, Dachziegel, Schorn— steine, Fensterscheiben u. s. w. sind die traurigen Trophäen desselben. k. Bad⸗Nauheim. In Ergänzung unserer früheren Mittheilungen über die letzte Regatta, geben wir nach— stehend das genaue Resultat derselben. Am Start er— schienen: 1. Rudergesellschaft Castel und Rudergesell— schaft Oberrad, letztere siegte um eirea 4 Bootslängen. 2. Sachsenhauser Rudergesellschaft, welche allein uber die Bahn fuhr, da der Heidelberger Ruderelub sich zu— rückgezogen hatte. Der Sachsenhauser Rudergesellschaft wurde der Preis zuerkannt. 3. Gießener Rudergesell— schaft und Offenbacher Rudergesellschaft Undine. Nach hartem Ringen kam Gießen mit ca. 2 Bootslängen zu— erst am Ziel an und erhielt den vom Großherzog ge— stifteten Ehrenpreis. 4. Bei der Grönländer-Raee stegte G. Eiff von der Gießener Rudergesellschaft gegen Chr. Hinckel vom Wetzlarer Ruderelub um ca. 6 Bootslängen. 5. Rudergesellschaft Hanau und Ruderelub Wetzlar. Hanau siegte mit bedeutendem Vorsprung. Nach den Fahrten fand ein Schifferstechen statt, bei welchem die Gießener Rudergesellschaft zwei Preise erhielt. m. Ossenheim, 19. Juli. In Folge der tropischen Hitze der letzten Tage starb dahier heute in Folge eines Sonnenstiches ein Arbeiter eines hiesigen Landwirthes auf dem Felde. Heusenstamm, 17. Juli. Gestern Abend zog ein schweres Gewitter über unseren Ort. Der Blitz schlug in einen Nußbaum und von diesem aus in einen Stall. Dort war die Dienstmagd gerade mit dem Melken der Kühe beschäftigt, als der Schlag erfolgte. Die Magd kam mit einer starken Betäubung davon, sie war fast der Sprache beraubt. Drei Kühe wurden erschlagen. Isenburg, 17. Juli. Gestern Abend erschlug der Blitz einen Ackersmann nebst Pferd auf dem Feld. Zwei auf dem Wagen sitzende Kinder kamen mit einer Betäub— ung davon.— In Mörfelden schlug der Blitz in eine Scheuer, ohne jedoch zu zünden. Mainz, 17. Juli. Unsere Stadt und die Umgegend wurden gestern Abend von einem schweren Unwetter heim— gesucht. Gegen halb 7 Uhr zogen sich mehrere Gewitter, vom Taunus herkommend, über unserer Stadt zusammen und bald raste ein furchtbarer Sturm, untermischt mit einem wolkenbruchartigen Regen und Hagel, über unsere Stadt. Die ganze Natur schien in Aufregung, von allen Seiten zuckten die Blitze und furchtbar rollte der Donner. Ueber eine Viertelstunde dauerte dieser Zustand, das Wasser in den Straßen glich einem reißenden Strom; über einen Fuß hoch wälzte es sich dahin und setzte Keller und viele Parterre-Räume unter Wasser. Der dahin rasende Orkan riß Alles, was nicht sehr befestigt war, zusammen; tausende von Fensterscheiben wurden zertrüm— mert, die Straßen waren mit Glas, Blumenstöcken und Dachschiefern besäet, Schornsteine stürzten zusammen, es war mit einem Wort ein Bild der größten Aufregung. Als das Wetter vorüber war, konnte man erst den Schaden übersehen. Sowohl in Castel als auch in dem nahen Kostheim haben die Obstbäume durch den Sturm sehr gelitten, auch aus anderen Orten gehen uns ähnliche Hlobsposten zu. In Sörgenloch fielen Hagelkörner in der Größe von Haselnüssen, und haben dort die Wein— berge sehr gelitten; die noch nicht geschnittene Frucht liegt wie zertreten danieder; in vielen Gemeinden ist die geschnittene Frucht, welche auf dem Felde lag, in alle Winde zerstreut worden. Der Hagelschlag hat glücklicher— weise nur strichweise Schaden angerichtet, ebenso hat der Sturm nur einzelne Gemeinden geschädigt. Gimbsheim, 17. Juli. Bei dem gestern stattgehabten Gewitter hat der Blitz in einen Stall eingeschlagen und in demselben zwei Kühe und eine Ziege getödtet. Der Stall und eine daneben liegende Scheuer sind abgebrannt. Nierstein, 17. Juli. Auch der hiesige Ort wurde gestern von dem fürchterlichen Unwetter hart mitgenommen. Bei heftigstem Sturme fiel ein wolkenbruchartiger Regen, vermischt mit Hagel, dessen Geräufch nur von den im schnellsten Tempo aufeinander folgenden Donnerschlägen übertönt wurde. Soviel bis jetzt bekannt, schlug der des hiesigen Ortes ein. Wörrstadt, 17. Juli. Schornsheim schlug der Blitz in die katholische Kirche, in Folge dessen dieselbe bis zur Hälfte niederbrannte. Blitz nicht weniger als fünfmal an verschiedenen Stellen Das gestrige Gewitter hat 1 in hiesiger Gegend arge Verwüstungen angerichtet. In Allerlei. Frankfurt. Das hiesige„Intell.⸗Bl.“ berichtet: „Wie verlautet, ist seitens der chilenischen Behörden jetzt die Auslieferung des Banquters Albert Sachs verfügt worden und wird derselbe vermuthlich schon im Sep— tember er. hier eintreffen. Der Transport zur See soll auf dem Kriegsschiffe„Ariadne“ stattfinden. Der Bruder Wilhelm Sachs ist noch nicht wieder ergriffen worden. Die Auslieferungs-Verhandlungen schwebten seit dem 13. August v. J., an welchem Tage die beiden Flücht⸗ linge festgenommen wurden.“ Biebrich, 16. Juli. In die dunkele Mordaffatre ist bereits heute insofern einiges Licht gebracht, als die Kleider des Ermordeten von dessen Stieftochter reeognos— eirt worden sind. Der Ermordete war Flößer und wurde Franzel genannt, sein richtiger Name soll Franz Albano Franziskano lauten. New⸗NVork, 17. Juli. Ein heftiger Orkan hat gestern Nachmittag fast die ganze Stadt Neu-Ulm in Minnesota zerstört und auch sonst großen Schaden ange— richtet, insbesondere viele Häuser niedergeworfen. Die Zahl der getödteten oder verletzten Personen soll eine sehr große sein. Detaillirte Nachrichten fehlen, weil die Telegraphenverbindung unterbrochen ist. Die vom Orkan heimgesuchte Gegend ist meist von Deutschen bewohnt. Kalte und warme Getränke und Speisen. Ueber die Schädlichkeit des Genusses heißer Speisen und Getränke veröffentlicht Dr. Glaser im Journal für öffentliche Gesundheitspflege einen Artikel, der so viel Beherzigenswerthes enthält, daß wir es angebracht halten, denselben unsern Lesern und besonders auch den verehrten Leserinnen im Auszuge mitzutheilen.„Es ist nicht zu glauben, wie hartnäckig die Hausfrau und Köchin gerade an dem Unfuge, die Erzeugnisse des häuslichen Herdes nur in heißem Zustande kauen und verschlingen zu lassen, mehr als an allen übrigen Küchensünden festhalten; das Auf— tischen der Speisen in Halbgluth ist zu einem Küchenlaster geworden. In diesem Punkte ist mir noch nie und nirgends, selbst in meiner eigenen Familie nicht, gelungen, ein erträgliches Uebereinkommen zwischen Hausfrau und Tisch— gesellschaft zu Stande zu bringen. Einmal, als mir's zu bunt wurde und Suppe und Kaffee immer wieder greischend vor Gluth auf den ge— deckten Tisch gebracht wurden, nahm ich das Thermometer von der Wand und versenkte es zum Schreck der Hausfrau in die volle Suppen— schüssel. Das half. Das Thermometer zeigte 700 C.,— 32 mehr als die Blutwärme. Eine Brühe aber von 70% C., welche man sich unge— straft nicht über die Füße gießen kann, eine solche Glühbrühe sich auf die Zaͤhne und Zunge wie in einen Abkühlofen zu gießen— daß so Etwas Thierquälerei sei, müßte eigentlich Jeder ein— sehen, und doch leuchtet es fast Niemanden ein. Einen minder empfindlichen Körpertheil als die Mundschleimhaut und den Zahnschmelz, nämlich die äußere Haut, in einem Badewasser von ähnlich hoher Temperatur zu baden, das würde gleich— bedeutend mit Tödtung des ganzen Menschen sein; und die Mundhöhle, mit Allem was darin ist, muß sich solch unbarmherziges Verbrühen, nur weil es nun einmal zur Kuͤchenmode, zur Küchentyrannei der Hausfrau gehört, gefallen lassen.— Wie pedantisch läßt der Kurbadende mit dem Thermometer sich die 25 oder 280 C. seines Hauptbades abmessen! Wie würde er, und zwar mit Recht, schimpfen, wenn der Bade— diener ihm das Wannenbad auf 500 C. erhitzte! Und dieser nämliche Badegast badet tagtäglich beim Diner Mundhöhle und Wangen mit einer Brühe und mit Brocken von 600 und noch darüber und denkt sich Nichts und fürchtet Nichts dabei. Den Köchinnen diese ihre Heißblütigkeit im Auftischen der Mahlzeiten abzugewöhnen, ist der Zweck des gegenwärtigen Winkes.— Es ist gar lustig anzuschauen, wie an einer Mittags— tafel Jeder bei den ersten Löffeln Suppe, die er zum Munde führt, seine besonderen Grimassen schneidet; unbewußt runzelt er die Stirn und verzieht alle Wangen- und Kinnmuskeln. Ich habe mir manchmal photographische Augenblicks— der ei chen 0 oder G0 s Men schmachte! tend Oeheße!d ful ihre Aubkessels sollte, ol de Kühe cher den g diese ch erbat Aute d eln t Hung alen Al der Fete hon Jon Jung tz de Id Schli flöten am tz is ger ile, bei bh ganz ut und smelz ar lift bemd pie nur laden un sberen 3 umittelb Hage des gahnelen 9 Jeolgen. Grenz söchiune kur von noch in Zähne Uebe steßler abwesend agetrage mittags Der Joneursv Gäbiger % der der fa dem u Ae fahr e Ans schl mech Tensiche din den Taheder Aturzve duheg. ö 2 28 EA * 3 28 1— 5 Sptisen. e 4 ich 1 4 lch . Ulder einer Tischgesellschaft gewünscht, welche en über die erste heiße Schüssel mit Löffel Ser Gabel herfaͤllt. Wenn unsere Hausthiere vis Menschen vor den glühend heißen Schüsseln semachtend sitzen, uns zornentbrannt wie„Feuer— eser“ die heißen Stücke Kartoffeln über das Cehege der Zähne hinweg verschlingen sähen, vie würden sie über unser vernunftwidriges Ge— lihren die Köpfe schütteln! Ich war einmal um die Mittagsstunde in enem Bauernhause Zeuge, wie eine Bauers— fau ihre Tochter, welche den Futter-Inhalt eines ihkessels unabgeküblt in die Viehtröge tragen rollte, ohrfeigte und sie scheltend frug, ob sie de Kühe mit dem heißen Futter wohl toͤdten, der denn doch krank machen wolle. Und doch tug diese nämliche Frau, die also des Viehes s erbarmte, den Ihrigen in der nämlichen Ninute das Kohlgemüse glühend heiß in großen Echüsseln vom Herd direct auf den Tisch. vor Hunger ungeduldig Harrenden führten vor einen Augen jenes interessante Grimassenspiel br Feuereßprobe auf, an dessen Anblick ich mich svon so haufig ergötzt habe. Die Schnauzen un Jung und Alt werden über dem heißen Löffel espitzt; das ist ein allseitiges Blasen und Schnüffeln und Schlürfen am Löffelrand, ein Säuseln und söten am Tisch, als obs einem Strafessen gälte. (8 ist gerade, als ob uns Menschen aufgegeben väre, bei jeder Mahlzeit durch Zunge und Ge— 1s ganz genau den Verbrennpunkt der Schleim— but und die Sprengtemperatur für den Zahn— stmelz am Lebenden zu ermitteln, so gewissen— heft bemüht sich Jeder, die ersten Bissen so heiß we nur immer möglich dem Mundboden aufzu— den und hier sie zwischen Kiefern und den geren Zähnen tanzen zu lassen. Die nächste mittelbare Wirkung dieser abscheulichen Küchen— gage des Feueressens ist das moderne allgemeine guhnelend mit all' seinen gesundheitsschädlichen Felgen. Das Heer der Zahnärzte stützt seine Eistenz in erster Reihe auf den Unfug der Fchinnen, Speise und Trank in einer Tempera— ur von 50— 700 C. aufzutischen. Man sucht ach immer nach einer Erklärung, warum die Zzühne des Oberkiefers in der Regel früher zu — Die Grunde gehen, als die des Unterkiefers; man vermuthet die Ursache u. A. in den chemischen Eigenschaften, namentlich in der schützenden Be— schaffenheit des mehr im Unterkieferbecken sich aufhaltenden Speichels.— Aber wir brauchen nur einen frisch geschnappten heißen Bissen in der Mundhöhle zu verfolgen, um gleich einzu— sehen, daß die Zerstörung des Zahnschmelzes, hauptsächlich am Oberkiefer, ein mechanischer Sprengprozeß ist, hervorgebracht durch unnatür— liche Temperaturgegensätze innerhalb der Mund— höhle. Der heiße Bissen wird zunächst auf dem Zungenrücken durch ein unwillkürliches Schnalzen und Zittern der Zungenmuskeln, welche hierin mit der Zeit eine unglaubliche Fertigkeit er— langen, hin und her geworfen; dabei stößt er, wie die Billardkugeln am Randpolster, an den Zähnen des Oberkiefers an und ab. Die nächste Folge ist, daß die oberen Zähne die ersten sind, welche zerklüftet werden, und zwar an ihren inneren, der Mundhöhle zugekehrten Kanten. Gleichwie in Glashütten schon eine punktförmige, leise Berührung eines Glascylinders mit dem Sprengbolsen im Nu die ganze Walze spaltet, gerade so muß die heiße Kost einer unvernünf— tigen Hausfrau schon durch vorübergehende Be— rührung der Zahnoberfläche den Zahunschmelz immer mehr zerklüften und für das Ein— dringen und Nachdringen schmelzfeindlicher Flüssig— keiten, wie Zucker, Sauren ꝛc. aufschließen. Aus diesen Andeutungen über die Gesundheitsver— wüstungen, welche durch heiße Getränke und Speisen angerichtet werden, ziehen wir die Lehre: schenken wir unseren Hausfrauen oder Köchinnen, wenn wir sie anders nicht von der heißen Kost abbringen konnen, zu Weihnachten für die Küche ein Suppen- oder Kaffeethermometer, damit sie die Speisen und Getränke, ehe sie auf den Tisch kommen, auf den zuträglichen Wärmegrad ab— stimmen. Steinalt gewordene Menschen pflegen zu bekennen, daß sie nie im Leben heiß gegessen und getrunken haben.“ Handel und Verkehr. Friedberg, 20. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.10, Eter 1 Stück 6 Pf. FIrtedberg, 19. Juli. Fruchtbericht. Walzen M. 22.50, Korn M. 20.00, Gerste M. 16.—18., Hafer M. 17. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfd. Gleßen, 19. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 90—95 Pf., Eier 1 Stück 6 Pf., Käse per Stück 5 10 Pf., Tauben das Paar 80— 85 Pf., Hühner per Stück M. 0.90—1.30, Hahnen per Stück M. 0.60 1.10, Enten ver Stück M. 1.50— 2.00, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfund, Kuh⸗ und Rindfleisch 50 Pf., Kalbfleisch 40— 44 Pf., Hammelfleisch 60—70 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kar⸗ toffeln per 100 Kilo M. 5.75—6., neue Kartoffeln 100 Kilo M. 10.—12., Zwiebeln per Ctr. M. 18.—20., Kirschen das Pfund 15—25 Pf. Frankfurt, 18. Juli. Viehmarkt. Angetrieben waren ca. 350 Ochsen und Stiere, 300 Kühe und Rinder, 260 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich per 100 Pfd. Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 63.—66., 2. Qual. M. 58.— 60., Kühe und Rinder 1. Qual. M. 55.—57., 2. Qual. M. 45.—50., Kälber 1. Qual. M. 56.—58., 2. Qual. M. 40.—50., Hämmel 1. Qual. M. 55.—60., 2. Qual. M. 40.— 50. Schweine wurden in letzter Woche 550 Stück eingeführt und mit 60 Pf. per Pfund bezahlt. Frankfurt, 18. Juli. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39.50, Nr. 2 M. 37.50, Nr. 3 M. 32.50, Nr. 1 M. 28.50, Nr. 5 M. 25.50, Roggenmehl/(Berliner Marke) M. 28., do. 1.(Berl. Marke) M. 26.50—27., do. 2.(Berl. Marke) M. 21.00, Weizen, eff. hiesiger, ab Bahnhof hier M. 23.50— 23.75, ab unserer Umgegend M. 23.00— 23.50, do. fremder je nach Qual. M. 23.— 24.00, Roggen je nach Qual. M. 20— 20.50, Gerste M. 1819.50, Hafer M. 15.50— 16.55, Kohlsamen M. 26.50 27.50, Erbsen M. 19.— 27., Wicken M. 16.50 17.50, Linsen M. 20.— 40., Bohnen, weiße, M. 23.— 25., Rüböl, detail, M. 64. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Geld⸗Cours. Frankfurt am 19. Juli 1881. N nf., o. Woo 16 23—27 Englische Sovereigns....„ 20 11—46 Russische Juperion ß e, 9 55-59 FCC 5 9 59—64 Dollars in Gold. 3„ 4 19—22 Volksbad. Wasserwärme am 19. Juli: 190 Reaumur. Walter. Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 6% Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Kragen, Manschetten und Taschentücher billigst bei K. Friedrich. — CTConcurs-⸗ Verfahren. Ueber das Vermögen des Bäckers Philipp Christian ßler von Bad-Nauheim, dermalen unbekannt wo? ewesend, wird, da von Seiten eines Gläubigers darauf metragen worden ist, heute am 18. Juli 1881, Vor— mtags 11 Uhr, das Concursverfahren eröffnet. Der Theodor Waas zu Bad-Nauheim wird zum Cecursverwalter ernannt. Concursforderungen sind bis zum 13. August 1881 bei den Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines weren Verwalters, sowie über die Bestellung eines Zäubigerausschufses und eintretenden Falls über die in 20 der Concursordnung bezeichneten Gegenstände auf den 18. August 1881, Vormittags 8 Uhr, o dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Conecursmasse ge— züge Sache in Besitz haben oder zur Concursmasse das schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Ianeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die pflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und den Forderungen, für welche sie aus der Sache wesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem eneursverwalter bis zum 13. August 1881 Anzeige zu echen. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Zur Beglaubigung: Schütz, Gerichtsschrelber. Bekanntmachung. N N N 7 Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Jesggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur satlichen Kenntniß gebracht, daß die Handelsgesellschaft rüder Buderus zu Lollar unterm heutigen Tage mit dem nerzbergwerke„Orkus“ in der Gemarkung Ockstadt, 1 ses Frledberg, beliehen worden ist. Etwaige Eln— dungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeid— u des Verlustes des Vorzugsrechtes binnnen drei Umaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks— znthümer geltend gemacht werden. Während dieser de ist die Einsicht des Situatlonsrisses bel der Berg— telterel Gleßen Jedem gastattet. Darmstadt den 1. Juli 1881. Großherzogliche Obere Bergbehörde. In Vertretung: Tecklenburg. Bekanntmachung. 2558 Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Wyndham Henry Wynne zu Nieder-Fischbach unterm heutigen Tage mit dem Eisenerz-Bergwerke„Wilhelmine“ in der Gemarkung Ockstadt, Kreises Friedberg, beltehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Ver— meidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks— eigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Berg— meisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 1. Juli 1881. Großherzogliche Obere Bergbehörde. In Vertretung: Tecklenburg. Holzversteigerung in den Waldungen des Großh. Hauses der Oberförsterei Ober- Rosbach. Es werden 1) Freitag den 22. Juli, Morgens 8 Uhr, infdem Ober⸗Rosbacher Domanialwald, Distrikt Mainzer⸗ hecke, Schlag 1: 400 schäleichene Baumstützen, 8 Raummeter schäleichene Scheiter, 26 1 1 Knüppel, 9400 schäleichene Wellen, 7 Raummeter eichene Stöcke(Hauspäne) und 2) Dienstag den 26. Juli, Morgens 9 Uhr, im Distrikt Burgwald, Schlag XIV: 200 schäleichene Baumstützen, 132 Naummeter schäleichene Knüppel, 12300 schäleichene Wellen 28 Raummeter eichene Stöcke versteigert. Ober-Rosbach, 16. Juli 1881. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. St y a ck. 2531 Feinster Vorsch-Leberthran, fast geruch- und geschmacklos in Flaschen à 60 Pfennig, M. 1. und M. 1.70. Derselbe eisenhaltig M. 1. per Flasche. 119 J. A. Windecker, Hof-Lieferant. Holzversteigerung. Freitag den 22. Juli l. J., von Vormittags 10 Uhr an, werden in den Freiherrlich von Ritter'schen Wald⸗ ungen zu Hof Hasselheck 4 Raummeter Eichen-Schälscheiter, 22,2 75„ Schälknüppel, 1 1„ Stöcke und 6453 Wellen Eichen-Schälreisig meistbietend versteigert Die Zusammenkunft ist im Schälschlag am Drei— märker. f Friedberg den 14. Juli 1881. In Auftrag der Freiherrlich von Ritter'schen Gutsver— waltung zu Rüdesheim: Heidt. Arbeits⸗-Versteiger Arbeits-Versteigerung. 2556 Samstag den 23. d. Mts., Morgens um 8 Uhr, sollen auf dem Buͤrgermeisterei-Büreau zu Nieder- Mörlen nachstehende Arbeiten und Lieferungen an die Wenigstnehmenden öffentlich in Aeeord gegeben werden: M. Pf 2503 Maurerarbeit, It. Kostenüberschlag 136 35 Schreinerarbeit 170 20 Glaserarbeit 31— Schlosserarbeit 7 50 Weißbinderarbeit 138 50 Lieferung von Mauersteinen 16 50 9„ Russensteinen 56 25 0„ Weißkalk 35— 17„ hydraulischem Kalk 2t— 1„ reinem Kies 33— 9„ doppelröhrigen Kamintuff steinröhren 24 80 Steinbrecherarbeit zur Unterhaltung der Vieinalstraßen 72— Anfahren der Steine 80— Zerschlagen der Steine 112— Unterhaltungsarbeiten 56— Aufsetzen der Steine und Messen des Kies 14 40 Butzbach den 19. Juli 1881. Metzger, Bezirks-Bauaufseher. 2517 Eine tüchtige Magd wird gegen hohen Lohn gesucht. Kaiserstraße Nr. 5. ———̃ libürger! Am 23. und 24. Juli begeht der Verband hessischer freiwilligen Feuerwehren seinen zehnten Verbandstag in unserer Stadt. Nach den am 23. d. stattfindenden Berathungen, welche die Hebung und Forderung des Feuerlöschwesens unseres Landes zum Zwecke haben, werden am folgenden Tage zahlreiche Feuerwehrmannschaften aus allen Theilen des Großherzogthums und der Nachbarländer hier eintreffen und wird die hiesige Feuerwehr vor den Verbandsangehörigen eine Probe abzulegen haben, wie weit sie in ihrer Ausbildung gelangt ist und was sie im Falle wirklicher Gefahr zu leisten im Stand sein wird. Wir glauben uns versichert halten zu dürfen, daß die Vereine und Männer, welche mit so großer Opferwilligkeit und Hingebung eine für das öffentliche Wohl hochwichtige Aufgabe übernommen haben, in unserer Stadt, welche ihre Gastfreundschaft schon so oft bewährt hat, die beste Aufnahme finden werden und sprechen die gewiß gerechtfertigte Hoffnung an unsere Mitbürger aus, uns zu unterstützen, angenehm als möglich zu gestalten. Insbesondere bitten wir durch Schmückung der Häuser mit Fahnen und Laub auch äußerlich unserer Stadt ein festliches Ausehen zu geben. Es bedarf wohl nur dieser Anregung, um unsere Mitbürger zu veranlassen ihrerseits Alles aufzubieten, damit die bevorstehenden Festtage einen der Veranlassung und unserer Stadt würdigen Verlauf nehmen. 1 Das Festcomité: Dr. Braden, Kreisrath. Scriba, Bürgermeister. Sell⸗ heim, Oberamtsrichter. Küchler, Kreis⸗Assessor. Wahl, Seminarlehrer. Jöckel, Rechtsanwalt. E. Hirsch, Kauf⸗ mann. Hertel, Musiker. G. Hieronimus, Commandant 2521 der Feuerwehr. Geschäftsverlegung und Empfehlung. Es diene hiermit zur Nachricht, daß sich mein mechanisch-physikalisch, chemisches und optisches Lager und Werkstatt jetzt im Hause des Herrn Hofphotographen Schmittner befindet. Gleichzeitig erlaube ich mir auf mein großes Lager in mein Fach einschlägiger Artikel aufmerksam zu machen und empfehle mich bei Bedarf bestens. Friedberg. 255⁵6 Hochachtungsvollst Fr. Fuendeling. 1 I* 1 Friedberger NMähmaschinen-Lager von H. VBindewald, Kaiserstraße, gegenüber dem Nathhaus, empfiehlt Nähmaschinen aller Systeme für Familien-Gebrauch und gewerbliche Zwecke unter langjähriger Garantie. Alte und nicht zweckentsprechende Maschinen werden um- getauscht und in Zahlung angenommen. Ratenzahlungen von wöchentlich M. 2. an. Alle Utensilien, sowie Oel und Nadeln aller Systeme. Reparaturen werden, gestüͤtzt auf langjährige Erfahrung, unter Garantie billigst und durch vortheilhafte Einrichtungen auf's Rascheste ausgeführt. 74 Pferde⸗Versteigerung. 05 Nächsten Freitag den 22. Juli, Vormittags 11½ Uhr, sollen in der Dragoner— Kaserne der Garnison Butzbach drei zum Reitdienst unbrauchbar gewordene Dienstpferde öffentlich meistbietend versteigert werden. Butzbach den 18. Juli 1881. Für Brillenbedürftige. 5 Brillen werden für auormale Augen(für Kranke nur auf ärztliche Verordnung) passend angefertigt, die Theile derselben sind stets auf Lager; zur Bestimmung der Gläser ist ein ein⸗ maliger Besuch des Geschäfts erforderlich, um Fernpunkt, Accommodation, Seh— schärfe und Abstand der betreffenden Augen bestimmen zu können.— Ein Journal, das hierüber geführt wird, setzt mich in den Stand, in späteren Jahren nöthig werdende Brillen ohne nochmalige Proben passend zu liefern. Das Garnisons-Commando. Friedberg. Mit Hochachtung Fr. Fuendeling, Mechaniker und Optiker. Versteigerung. Neue holländische 2524 Nächsten Donnerstag den 21. d. Mts., Nachmit⸗ tags 3 Uhr, läßt der Unterzeichnete in der sogenannten Knorr'schen Hofraithe auf dem Haagk verschiedene Thüren, Fenster, Ziegeln, Platten, Bauholz ꝛc. öffent⸗ lich an den Meistbietenden versteigern. Jean Füller. Friedberg. Versteigerung. 2537 Montag den 25. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen sämmtliche Weinvorräthe, sowie sonstiges Inventar, der Firma Jockel& Fendt gehörig, in der Wohnung der Carl Jockel II. Wittwe öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden. Proben können Samstag den 23. d. Mts., Vormit⸗ tags von 10— 12 Uhr, und am Versteigerungstage ge— nommen werden. Hungen, 16. Juli 1881. Großherzogliches Ortsgericht Hungen. Vollhäringe nur direct bezogen bei Wilhelm Fertsch. Circa 60 Ohm Apfelwein sind im Ganzen oder getrennt preiswürdig abzugeben. O ber⸗Ros bach. Ph. Balzer, 2532 Obsthändler. Am 16. Juli wurde auf dem Wege von Friedberg (loren. Dem redlichen Finder eine gute Belohnung. Abzugeben an die Expedition d. Anz. oder an Gastwirth Bing mer zu Staden. 2540 Ein tüchtiger Schmiedgeselle wird zum sofortigen Eintritt gesucht 2555 unseren Gästen den kurzen Aufenthalt in unserer Stadt sos— nach Staden ein schwarzer Sommer-Ueberzieher ver⸗ Brandwache. Gartensaal. scheinen der ganzen Mannschaft erwartet. Freiwillige Feuerwehr. Donnerstag den 21. Juli, Abends ¼œ8 Uhr, Ausrücken.— Georg Hieronimus. E Laub 2559 zum Ankaufspreis abgegeben. 2552 Das Comité. 2271 6. 77 5 Warme Bäder jeden Tag von 7 Uhr an. Carl Walter Ein gelber Pferdeteppich mit rothen Streifen ist auf der Chaussee von Nauheim nach Friedberg verloren gegangen. Der rebliche Finder wird gebeten denselben gegen Belohnung bei der Exped. d. Anz abzugeben. 25 Ueue rothe Kartoffeln empfiehlt in bester Qualität billigst H. Strauß, 2553 vis-k-Lvis dem Amtsgericht. Ein braver ordentlicher Junge kann sofort unter günstigen Bedingungen in die Lehre treten bei Assenheim. Eberhard Walther, 2557 Dachdeckermeister. Mehl vorzüglicher Backart, insbesondere unser beliebtes Kaisermehl halten bestens empfohlen 2560 Gebrüder Loeb. Turner-Cricot-Jacken 2497 bei Friedberg. Heinrich Diehl, Usagasse. eee l Gebr. Kayser 5 9 2 New-orl. patentirte Filiale Warschau. 5 12 8 Schiffchen-Uähmaschinen 8(System Singer) mit in 12 Staaten patentirtem automa⸗ tischem Spulapparat. 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Gatzert. zum Schmücken der Häuser wird Donnerstag Mittag Donnerstag den 21. Juli, Abends halb 9 Uhr, Zu⸗ sammenkunft in Uniform im Steinhäußer'schen Einer wichtigen Besprechung wegen wird das Er⸗ 1 eie einsrpe Annonce eff I purden Aton L Garz dar dt Metulsts 007 Phpanne Johann von Aff De Cieut. wurde Wurde gerich * zwei X Oberst die En 1 8 legs Nation achte lwaig; uch dem 9 wegun; heißt, ein Ex lach 6 full. nahme Tunis wünsch Wide bare harr G 08 sosche ohne nt