ume, 8 1881. GGG Dienstag den 20. Dezember. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des§. 3 Absaß 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Christian Thiele von Neudorf, Kreis Ballenstedt(Anhalt); Kaspar Fick von Bornheim bei Frankfurt; Ferdinand Brücher von Hanau; Karl Banner, Eisenformer aus Hattenrod, Kreis Biedenkopf; Johann Stock aus Neuschanz(Holland); Philipp Bernhard aus Fulda; Karl Gerstenäcker aus Gucksheim, Kreis Karlsruhe. Ausschreiben. Um Angabe des derzeitigen Aufenthaltsortes des Paul Bohlender aus Horbach, Kreis Friedberg am 16. December 1881. wird ersucht. Fulda, 9 Der Großherzogliche Amtsanwalt. J. V. Sander, Deutsches Reich. Berlin, 15. Dec. Reichstag.(Schluß.) Minister v. Puttkamer bemerkt: Die Regier— ung des Königs von Preußen ist keine Partei— regierung, sie kann sich mit keiner Partei identi— fieiren, sie kann sich auf keine Partei ausschließ— lich stützen und kann auch nicht ausschließlich die ganze Politik einer bestimmten Partei trei— ben; sie stützt sich auf ihre Pflicht, für das allgemeine Wohl zu sorgen, von diesem Gesichts— puukte die Vorlagen für die Landesvertretung zu machen und zu warten, wie diese Vorlagen von der Vertretung aufgenommen werden. Die Regierung muß erwarten, daß diejenigen Be— amten, in deren Häuden wesentlich die politische Vertretung der Staatsgewalt liegt, wenn und insoweit sie überhaupt ihre Rechte als Wähler und als Staatsbürger ausüben, die Regierung unterstützen. Die Regierung wünscht, daß inner— halb der Schranken des Gesetzes ihre Beamten sie bei der Wahl nachdrücklich unterstützen und ich kann hinzufügen, daß diejenigen Beamten, welche das in treuer Hingebung bei den letzten Wahlen gethan haben, des Dankes und der Anerkennung der Regierung sicher sind(hört! hört! große andauernde Unruhe links, Beifall rechts), und was mehr werth ist, daß sie auch des Dankes ihres kaiserlichen Herrn sicher sind.— In der Abendsitzung sprach zunächst v. Bennigsen, welchem Puttkamer entgegnet: Von dem, was ich heute Nachmittag geredet, kann ich kein Wort zurücknehmen. Richter(Hagen) warnt, die Person des Monarchen in die Debate zu ziehen. Es ist gefährlich, wenn ein Minister die Person des Kaisers zum Schild der Deckung gebraucht. Die Annahme des Antrages wird das Ergebniß bringen, daß überall aus dem Lande belastende Thatsachen über die Beeinflussung an das Haus gelangen. Das Volk muß frei, ungehindert sein Votum abgeben können, sonst ist der Reichstag keine Volksvertretung. Gleiche Sonne, gleichen Schatten verlangen wir für alle Parteien. Die Wahl soll ein Urtheil des Volkes sein über die Politik der Regierung, nicht eine nach Putt⸗ kamer'schem Muster angestellte Krastprobe, der Regierung. Nach weiteren Bemerkungen nimmt Virchow das Wort als Mitantragsteller zu einigen Schlußbemerkungen, wobei er auf die Unterstützung hinweist, welche die Regierung von notorischen Schuften erhalten habe; er appellire an den Minister v. Puttkamer als an⸗ ständigen Mann, der solche Bundesgenossen von sich abschütteln müsse. Der Antrag geht an die Wahlprüfungs⸗Commission.— 16. Dec. Zweite Berathung des Militäretats, nach den Berichten der Budget⸗Commission. Auf Antrag der Com— misston wird ein Posten von 26,000 M. für den Verkauf eines Theiles der Palastkaserne zu Trier gestrichen. Die Budget-Commission be— antragt die Streichung von 290,000 M. für die Errichtung einer Vorschule für Unteroffiziere zu Neu-Breisach. Kriegsminister Kamecke tritt für die Bewilligung des Postens ein, weil an Unteroffizieren ein großer Mangel sei. In Preußen fehlten allein 3000. Bei Abstimmung wird der Antrag der Commission angenommen und der Posten für die Unteroffizierschule ge— strichen. Eine große Anzahl von Titeln des Postetats wird nach den Anträgen der Budget— Commission erledigt. Für den Neubau der Post von Erfurt werden 150,000 M. verlangt; die Budget-Commission will nur 125,000 M. be— willigen. Auf den Antrag von Büchtemann werden beide Anträge abgelehnt. Für das neue Postgebäude zu Lübeck wird die erste Rate ver— langt. Die Commission in ihrer Majorität be— antragte Ablehnung. Das Haus, im Gegensatz zur Mehrheit der Commission, bewilligt die For— derung. Bei den übrigen Titeln des Postetats wie bei dem Etat der Reichsdruckerei tritt das Haus gleichfalls der Regierungs-Vorlage bei. Auf Bennigsen's Antrag wird der Präsident v. Levetzow für den Rest der Session durch Acelamation einstimmig gewählt. Darauf wird über den Etat der Zölle und Verbrauchs steuern berathen. Es entsteht eine längere Debatte, ob diese Frage nicht zu ver— tagen, bis der Hamburger Zollanschluß beschlossen sei; denn dieser sei auf den Ertrag der Zölle von größtem Einfluß. Der Etat für Zölle wird in Folge dessen an die Budget⸗Commission zurückverwiesen. Dann wird der Etat der Tabakssteuer besprochen.— 17. Dee. Der Abg. Schneider leitet heute die ziemlich erregte De— batte über das Tabaksmonopol ein. Redner schildert in Kurzem die Lage der Tabaksindustrie seit Einführung der Tabakssteuer und bedauert, daß die kaiserliche Botschaft die Einführung des Monopols ankündigte. Die In— dustrie werde dadurch nicht nur ruinirt, sondern auch der kleine Grundbesitz durch Beschränkung des Tabak— baues entwerthet werden. Geradezu bedenklich müsse aber die Lage in Gegenden werden, wo Tabakfabriken bestehen. Das Wohl und Wehe und die Zufriedenheit Tausender hänge von der endlichen Beseitigung des Monopolprojeets ab. Staatsseeretär Scholz findet es nicht in der Ordnung, daß bei der zweiten Berathung des Etats solche Fragen diseutirt werden. Wenn die Regierung eine Vorlage ankündigt, so möge man sich die Reden aufsparen, bis die Vorlage vorliegt. Die Regierung werde in eine vorgreifende Diseussion nicht eintreten.(Unruhe.) Präsident v. Levetzow nimmt für das Haus das Recht in Anspruch, zu sprechen, wo— rüber es will. Abg. Lohren spricht über das Monopol und dessen Folgen für die Altersversorgung ze. Es folgen Sander und Kopfer(Baden) gegen das Monopol und gegen den Modus des Blätterzählens bei dem jetzigen System. Abg. v. Ow erklärt, die Ausführungen Lohrens seien nicht sdentisch mit den Ansichten der Deut— schen Reichspartel. Als Württemberger halte er es für nöthig, zu erklären: In Wuͤrttemberg hätten die größten Sympathien für das Monopol geherrscht, so lange man geglaubt, daß dasselbe zur Beseltigung der Matrieular— Beiträge und der finanziellen Selbstständigkeit des Reichs benutzt werden solle, seit aber die Parole ausgegeben sel, das Monopol sei ein Patrimonkum der Enterbten, schwinden die Sympathien Württembergs. Für den Reichstagsbau würde folgende Commission gewählt: Forckenbeck, Graf Kleist, Gerwig(oder Römer-Hildes— heim), Löwe, Fürst Pleß, Heeremann und v. Kehler. — Bei dem Individuum, welches der früher berichteten Entwendung im Generalstabsgebäude zu Berlin verdächtig ist, hat eine Haussuchung stattgefunden. Außer Plänen sind auch Kupfer platten gestohlen worden. Die betreffenden Nach— richten kommen von London. Es wird jedoch nicht gesagt, ob der Dieb ein Engländer ist. — In den letzten Tagen schwirrten in der Stadt Gerüchte von einem bevorstehenden wich— tigen Ereigniß in der Handhabung der Regier— ungsgeschäfte: es hieß, der Kronprinz würde die Regentschaft übernehmen. An diesen Gerüchten ist nichts Wahres, aber es liegt ihnen doch Etwas zu Grunde. Nicht um eine Uebertragung der Regentschaft auf den Kronprinzen, sondern um eine Theilnahme desselben an der Regierung handelt es sich. Wie verlautet, hat Kaiser Wil— helm nach Berathung mit dem Fürsten Bismarck den Wunsch geäußert, daß der Kronprinz in Zukunft zu allen wichtigen Entscheidungen der Regierungspolitik hinzugezogen wird und so einen unmittelbaren Autheil an der Regierung erhalt. — 17. Dec. Die Hamburg-Commission hat die zweite Lesung der Zollanschlußvorlage beendet. Hänel's Autrag wurde abgelehnt und eine Re— solution angenommen, dahin gehend, daß die Befreiung von jeder zollamtlichen Behandlung für zwischen See und Freihafen und umgekehrt verkehrende Schiffe dauernd sei und, falls diese Einrichtung sich als ungeeignet erweisen sollte und durch eine andere ersetzt würde, letztere keine Erschwerung des Transitverkehrs mit sich bringen dürfe. Das ganze Gesetz wurde mit 16 gegen 5 Stimmen angenommen und Staudy zum Referenten ernannt.— Die Commission für die Berufsstatistik schaltete auf den Antrag von Franz den F. 2a ein. Danach sollen die Fragebogen nur den Personen- und Familien- stand, Religion, Beruf und Exwerbsthätigkeit enthalten; über Vermögen und Erwerbsverhält— nisse soll Nichts ausgeforscht werden. Die Com— mission setzt die Strafe für wahrheitswidrige Angabe auf dreißig Mark; die Haftstrafe wurde abgelehnt. Kiel. S. M. S.„Victoria“, Commandant Corvetten-Capitän Valois, 15. d. M. in Plymouth eingetroffen. Kassel, 17. Dec. Der Communallandtag wurde heute durch den Oberpräsidenten geschlossen. München, 17. Dee. Die zweite Kammer nahm in erster Lesung das Gesetz über das Concubinat an. Im Namen der Linken erklärt Marquardsen sich gegen die Fassung. Ebenso erklärt der Minister des Innern das Gesetz in der beschlossenen Fassung für die Regierung un— annehmbar. Die zweite Lesung wird vertagt, um Zeit zu allseitig befriedigender Fassung zu 10 Geschütze, ist am gewinnen. Ausland. Oesterreich-Ungarn Wien, 17. Dee. Das Herrenhaus nahm ohne Debatte das pro— visorische Budget-Gesetz an.— Im Haus der 8 Abgeodneten erklärt Graf Taaffe auf eine Inter— pellation über ein neues Actien-Gesetz: Die Vorlage werde spaͤtestens im nächsten Herbst eingebracht. Die Gesetze über den Appretur— Verkehr mit Deutschland und der provisorische Handelsvertrag mit Frankreich werden genehmigt. Holland Haag, 17. Dec. Die zweite Kammer nahm mit 52 gegen 14 Stimmen das Budget des Ministeriums des Innern an. Der Antrag auf Mißbilligung des Gesetzes über den Elementar- Unterricht und dessen Ausführung durch den Minister des Innern wurde mit 49 gegen 21 Stimmen abgelehnt: Der Minister erklärte die Grundsätze des Gesetzes aufrecht er— halten zu wollen. Belgien. Brüssel, 16. Dec.„Etoile belge“ will wissen, die gestern bei dem Erzbischof von Mecheln versammelten Geistlichen hätten den Befehl erhalten, den Weg der Mäßigung zu betreten.—„Independence“ versichert, der Justiz— minister werde sich den auf Reductionen beim Cultusbudget abzielenden Amendements der Cen⸗ tralsection nicht anschließen. Frankreich. Paris, 16. Dec. Die Sek sion des Senates und der Kammer schloß heute ohne weitere merkenswerthe Vorfälle. — Wie es heißt, würde Challemel Lacour, dessen Gesundheit alterirt sei, den Botschafter— posten in London verlassen und durch Tissot ersetzt werden, während der Botschafter in Rom, Marquis de Noailles, als solcher nach Constan— tinopel gehen würde. — Nach einem Telegramm der„K. Z.“ wird officiös mitgetheilt, daß Gambetta Roustan's Beförderung zu einem höheren Posten beab— sichtigt, wahrscheinlich nach Athen. Großbritannien. London, 16. Dez. Die Königin ist heute nach Osborne übergesiedelt. — Wie verlautet, ist die Unterdrückung der Frauen⸗Landliga beabsichtigt. Dublin, 16. Dec. Das Bureau Journals„United Ireland“(das Organ Landliga) wurde am Heutigen polizeilich schlossen; auch wurde ein Redacteur und ein Commis verhaftet. Außerdem bemächtigte sich die Polizei des vorhandenen Papiers, der Ma⸗ schine und anderer Utensilien. Das Bureau sollte gerade von Dublin nach England verlegt werden. Spanien. Madrid, 15. Dec. Bei der Berathung des Cultusbudgets im Senat wurde eine Reduction des Gehaltes der Bischöfe bean— tragt; der Minister erklärte, er werde ohne Convention mit dem Vatican keine Abstriche vor— nehmen. Das Budget wurde darauf bewilligt. Italien. Rom, 16. Dec. Im Senate wurde die Berathung über das Wahlreform— gesetz fortgesetzt. Im Laufe der Debatte sagte Ministerpräsident Depretis: Man habe gefragt, ob die Minister nach Wien gingen oder dahin geführt worden seien. Die Minister sind nach Wien gegangen im Juteresse des europäischen Friedens und eines sicheren und würdigen Frie— dens für Italien. Sie gingen dahin mit dem Bewußtsein der Pflicht und Liebe für das Vater⸗ land(Zustimmung). Wir müssen darum Die bedauern, die gegen die Regierung eifern und Urtheile aussprechen, die sodann im Ausland ein Echo finden.— 17. Dec. Der Senat schloß heute die Generaldebatte über die Wahl— reform. Alfieri zog seine Tagesordnung zurück, wonach der König in einer Adresse gebeten wer— den möge, bezüglich der Revision der Zusammen— setzung des Senats die Initiative zu ergreifen. Der Senat genehmigte die Artikel einer Wahl— reformvorlage ohne Debatte. — In unseren politischen Kreisen, welche Fühlung mit dem Vatican haben, wird mit auf⸗ fälliger Bestimmtheit behauptet, daß seit einiger Zeit lebhafte Unterhandlungen mit Berlin wegen Beendigung des Kirchenstreites gepflogen wer— den. Man fügt sogar hinzu, daß dieselben einen befriedigenden Verlauf nehmen und daß ihr Ab— schluß sehr nahe ist. Die Nachricht von der Abberufung des französischen Botschafters Desprez bei dem des der ge⸗ Vatican ist unrichtig. neuen Minister des Innern seine Demission geben zu sollen. Die Demission ist aber bis⸗ her nicht angenommen, die Regierung bestand vielmehr auf dem Verbleiben des Botschafters. Türkei. Constantinopel, 15. Dec. Nach dem außerordentlichen Ministerrath, der sich mit der Frage der Bondholders befaßte, theilte Said Pascha Mr. Bourke mit, das von den Bond— holders beschlossene Arrangement werde am 16. Dezember dem Sultan unterbreitet. Serbien. Belgrad. Die Regierung hat die vor dem Kriege in Serbien ansässigen und nach der Türkei geflüchteten Arnauten aufge— fordert, in ihre Besitzungen zurückzukehren, die Aufforderung gleichzeitig ihren auswärtigen Agenten angezeigt und die Pforte ersucht, ihr dabei behilflich zu sein. Rumänien. Bukarest, 15. Dec. Die Kammer begann mit der Adreßdebatte. Carp, von der Opposition, verlas einen Gegenadreß— entwurf, welcher deren ganzes Programm um— faßt, aber nur die innere Frage bespricht. — 17. Dec. Lahovari von der Oppsition fpricht von dem verletzenden Ton in der Thron— rede über die Donaufrage, der namentlich das benachbarte Haus Habsburg beleidigt habe. Der Minister Bratiano sagt darauf Folgendes: Ich habe die Geschichte meines Landes und die der Nachbarländer sorgfältig studirt und daraus ge— lernt, daß ich niemals das Geringste thun kaun, was einer Beleidigung gegen das Haus Habsburg gleiche. Denn das hieße zugleich gegen die Geschichte verstoßen. Glauben Sie, unser König hätte dies gestattet? Glauben Sie, unser König hätte dies vermocht, der für den Kaiser Gefühle hegt, die nicht bloß ihm eigen sind, die vielmehr in der Familie der Hohen— zollern⸗Sigmaringen als heilige Tradition bis zu diesem Tage sich vererbten?(Langanhaltender einstimmiger Beifall.) Amerika. Washington. Bancroft Davis wurde zum Unterstaatssecretär ernannt. — Das Repräsentantenhaus hat beschlossen, sich vom 21. December bis 5. Januar zu ver⸗ tagen. Aus Stadt und Land. J. Bad⸗Nauheim. Seit etwa drei Wochen ist die hiesige Feldpolizei auf der Suche nach einem oder mehreren Feldfrevlern, welche frisch gesetzte junge Obst— bäumchen von ihrem Standort stahlen, ohne daß die Bemühungen der Polizei bis jetzt zu einem Resultat führten. Die Bäumemarder scheinen ihre Liebhaberei an Birnbäumen zu haben, da von dieser Sorte die meisten vermißt werden; der Gemeinde fehlen vier und einigen Privaten sechs Stück, im Werthe von je M. 3 bis M. 5. Es ist anzunehmen, daß die Bäume in eine benachbarte Gemarkung verschleppt wurden und soll diese Mittheilung dazu dienen, das Augenmerk der angrenzenden Polizeiorgane auf neue Baumpflanzungen zu richten, wodurch vielleicht ein Resultat erzielt würde; der Dank der beschädigten Nauheimer würde nicht ausbleiben. g. Vilbel. Mit Freuden wird hier die neuerdings strenge Handhabung der einschlägigen Verordnungen gegen die Störung der Sonntagsfeier begrüßt. Unter mehreren diesbezüglichen Anzeigen, welche in letzterer Zeit vor hiesigem Schöffengerichte zur Aburtheilung gelangten, dürfte eine die Jagdliebhaber interessixende Anzeige hier Erwähnung finden. Nämlich der hiesige Jagdbeständer, Baron von Erlanger aus Frankfurt, hielt am 2. Weih⸗ nachtsfetertage vorigen Jahres während des Gottes- dienstes im Vilbeler Walde(Seckbacherbusch) eine Jagd mit Treibern ab. Dieserhalb zur Anzeige gebracht, wurde Erlanger am 14. Dezember er. vor hiesigem Schöffengerichte, trotz der schwungvoll gehaltenen Ver— theidigungsrede seines Gießener Rechtsanwalts(Gut⸗ fleisch), in eine Geldstrafe von 6 M. event. 2 Tage Haft und zur Tragung der Kosten verurtheilt. Gießen, 15. Dez. Gestern starb im Alter von 84 Jahren der pensionirte Supexintendent der Provinz Oberhessen, Prälat Dr. Friedrich Simon. Der Ver⸗ storbene war eine Zierde des geistlichen Standes und wird sein Andenken, namentlich in unserer Provinz, noch lange in Ehren fortleben. Aus Kirtorf wird gleich— falls der vorgestern erfolgte Tod eines würdigen Geist— lichen, des Kirchenraths Ebel, gemeldet. Allerlei. Wien, 16. Dez. Die straf gerichtliche Untersuchung über die Katastrophe hat bereits ihren Anfang genommen. Mit der Führung der Untersuchung, welche abgesondert von jener der Polizei ihren Gang nimmt, ist Landes- gerichtsrath Lanser betraut, für die Staatsanwaltschaft intervenirt Staatsanwalt Dr. v. Pelser. Graf Lamezan, welcher bekanntlich einer der Ersten war, die in das Desprez glaubte dem brennende Haus eindrangen, wird selbst als Zeuge ver⸗ nommen werden und sich jeder Intervention in dieser Affaire enthalten. Die Reihenfolge der zu vernehmenden Personen ist bis jetzt noch nicht vollständig festgestellt, nur so viel ist sicher, daß zunächst der Erbauer des Ringtheaters, Architekt Förster, vorgeladen wird. Direktor Jauner hatte bereits seine erste Vernehmung. Paris, 16. Dez. Der Marine-Minister hat Nach— richt erhalten, daß ein Fischer von Tersigny am Canal auf dem Meere das englische Parlamentsmitglied Powell in den Luftballon verstrickt gefunden habe. Algier, 17. Dez. In Folge eines Bruches vom Chabrod-Damm und dadurch entstandener Ueberschwemm⸗ ung sind in der Stadt Terregaux bei Oran 54 Menschen ertrunken.— In Tunis zerstörte ein heftiger Sturm die Telegraphen, warf Zelte und Mauern um. Beim Um⸗ sturz einer Mauer in Medjed el bab wurden 5 Soldaten getödtet, 7 verwundet. Pecking. In Tallee(China) sind am 8. October in Folge eines durch einen heftigen Orkan verursachten Meeres-Austrittes 3000 Menschen ertrunken. Gerichtssaal. Friedberg. In der Sitzung des hiesigen Schöffen— gerichts vom 13. Dezember l. J. wurden folgende Strafen erkannt: 1) Bernhard Gärtner von Ulmbach erhielt wegen Beleidigung des Polizeidieners Fourier 10 Tage Gefängniß und wegen Vettelns 2 Tage Haft. 2) Gegen Karl Nebel von Ilbenstadt wurde wegen Widerstandes gegen einen Forstwarten eine Geldstrafe von 20 Mark und 3) gegen Wirth Balthaser Meininger von Assenheim, wegen Uebertretung der Feierabendstunde, eine Geldstrafe von 5 Mark erkannt. 4) Friedrich Faatz von Assenheim, welcher sich der Sachbeschädigung, des Haus— friedensbruchs, der Beamtenbeleldigung schuldig gemacht, sowie ruhestörenden Lärm und groben Unfug verübt hatte, wurde in eine Gefängnißstrafe von 3 Wochen, sowie in eine Haftstrafe von 8 Tagen verurtheilt. 5) Heinrich Fuchs von Laufenfelden, welcher den Verwalter des Pachter Hill zu Fauerbach mit einer Mistgabel auf den Kopf schlug und ihm eine leichte Verletzung beibrachte, erhielt in mildernder Berücksichtigung seiner Trunkenheit und der durch einen vorausgegangenen Streit hervorgerufenen Aufregung 4 Wochen Gefängniß. 6) Gegen Wilhelm Adam Embach von Dorn-Assenheim wurde wegen Be⸗ leidigung eine Geldstrafe von 5 Mark und 7) gegen Heinrich Schäfer von Beienheim, wegen gleichen Ver— gehens eine Geldstrafe von 20 Mark erkannt. Friedberg. In der Sitzung des hiesigen Schöffen⸗ gerichts am 20. Dezember kommen zur Verhandlung: 1) Strafsache gegen Heinrich Bischoff von Beienheim, wegen Köperverletzung; 2) Strafsache gegen Heinrich Schmidts Ehefrau von Melbach, wegen Pfandveräußerung; 3) Strafsache gegen Martin Becker von Friedberg, wegen Versperrung der öffentlichen Straße. Vad⸗Nauheim. In der Schöffengerichtssitzung vom 15. Dezember wurde in folgenden Sachen erkannt: 1) gegen Karl Hofmann, Anton Meister und Heinrich Meister von Rödgen, wegen Aushebens von Singvögeln, die beiden Ersteren wurden von Strafe und Kosten frei⸗ gesprochen, der Letztere in eine Haftstrafe von 2 Tagen und in die Kosten verurtheilt; 2) gegen Johannes Babel II. von Bad⸗Nauheim, wegen Körperletzung; der Angeklagte wurde in eine Gefängnißstrafe von 8 Tagen und in die Kosten verurtheilt; 3) gegen Heinrich Möbs, Heinrich VIII. Wittwe Sohn, und Johannes Adami, beide von Nieder- Mörlen; die Angeklagten wurden wegen Ruhestörung und groben Unfugs in eine Haftstrafe von je 3 Tagen und wegen Körperverletzung in eine Gefängnißrafe von je 1 Woche, sowie in die Kosten unter Solidarhaft ver— urtheilt; 4) gegen Julius Schneider, Johannes Scheibel und Peter Relly von Ober-Mörlen, wegen Körper⸗ verletzung und Mißhandlung; die Verhandlung wurde vertagt, da ein Zeuge nicht erschienen war. Gießen. Schwurgerichtsverhandlung am 15. Dez. gegen Elisabetha Martin von Romrod, wegen Bestechung. Die Geschworenen verneinten die ihnen vorgelegte Schuld⸗ frage und wurde demgemäß die E. Martin von Strafe und Kosten freigesprochen. Am 16. Dez. gegen Ph. Keßlers Ehefrau von Bad⸗Nauheim, wegen betrügerischen Bankerutts. Die Geschworenen verneinten die Schuld- frage und wurde demgemäß die Angeschuldigte von Strafe und Kosten freigesprochen. Handel und Verkehr. Friedberg, 17. Dez. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.15— 1.30, Eier pr. Stück 7—8 Pf. Gießen, 17. Dee. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.22— 1.30, Eier 1 St. 0 Pf., 2 St. 13—15 Pf., Käse per Stück 4—9 Pf., Tauben das Paar 50-65 Pf., Hühner per Stück M. 0.90— 1.20, Hahnen ver Stück M. 0.90 2.00, Enten per Stück M. 1.30—1.50, Gänse per Pfund 40—56 Pf., Welsche per Stück M. 10-11. Ochsenfleisch 6062 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 45—50 Pf., Kalbfleisch 44—00 Pf., Hammelfleisch 45 bis 60 Pf., Schweinefleisch 6064 Pf., Kartoffeln per 100 Kils M. 3.00 4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 6—8, Weißkraut 100 St. M. 6.00— 8.00. Frankfurt, 17. Dee. Marktbericht. Heu kostete per Centner je nach Qual. M. 3.50— 5.00, Stroh M. 4— 4.20, Eier das Hundert M. 6—9. Butter im Detail 1. Oual. M. 1.30, 2. Qual. M. 1.20. Weißkraut das Hundert M. 8—9, das Stück 10-12 Pf., Kohlkraut 10 Pf., Blumenkohl 20—60 Pf., Rothkraut 15—25 Pf., Ochsen⸗ fleisch das Pfund 62— 70 Pf., Kuh, Rind- und Kalb⸗ fleisch 4055 Pf., Hammelfleisch 40— 65 Pf., Schweine⸗ fleisch 70-80 Pf., 1 Hahn M. 1.20 1.80, 1 Huhn 128 —* . O det 1 ten — nano K 2 3 A N a M. 1—2, 1 Hase M. 3, 1 Gans M. 5—9, 1 Poularde M. 2.50— 2.80. Mainz, 16. Dec. Marktpreise. Kartoffeln pr. 100 Kilo M. 4.00— 5.00, Heu per Ctr. M. 4.25.— 4.50, Stroh per Ctr. M. 4.00— 4.25, Butter ½ Kilo M. 1.20— 1.30, Butter in Parth. M. 0.95 1.00, Eier/ Hundert M. 1.70 bis M. 2.00, Handkäse 5— 8 Pf., Rothkraut 20 bis 25 Pf., Weißkraut 10— 12 Pf., Blumenkohl 20 bis 25 Pf., Wirsing 5— 6 Pf., Zwiebel ½ Kilo 9 bis 10 Pf., 1 Gans M. 4.00— 7.00, 1 Ente M. 2.— 2.50, 1 Hahn M. 0.80— 1.50, 1 Huhn M. 1.00— 1.50, 1 junge Taube 40—50 Pf., 1 Feldhuhn M. 0.00—0.00, 1 Hase M. 2.50— 3.— Frucht⸗ Markt. Waizen hiesiger M. 24.40— 25.00, fremder M. 24.50— 24.75, amerik. rother Winterwalzen M. 00.00 00.00, Roggen, hiesiger und franz., M. 20.00— 20.80, Gerste, pfälzer, M. 19.40 bis 19.60, Franken M. 19.15— 19.40, Hafer eff. M. 15.00 bis 17.00, Reps M. 28.75— 29.25, Repskuchen M. 000., Rüböl eff. ohne Faß M. 30.20— 30.30, per October mit Faß M. 30.40— 30.50— Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 64., 2. Qual. M. 56- 60., Kühe 1. Qual. M. 56., 2. Qual. M. 38— 48., Kälber das Pfuud 50 Pf., Schweine das Pfund 57—62 Pf. Geld⸗Cours. Frankfurt am 17. Dezember 1881. 20⸗Frankenstüc ke. M. 16 15—19 do. 1 16 14-18 Englische Sovereiggnss 8 20 33-38 Russische Imperiales„. 16 68— 72 c 9 58—62 i a 9 58—63 C Literarisches. Daheim. Nr. 12 enthält: Die Welt⸗Verbesserer. (Forts.)— Eine fatale Situation. Mit Illustr.— Das Offizierkorps und der Wucher.— Weh dir, daß du ein Enkel bist! Von F. Eberty.— Russische Trunksucht. Von Th. Pantenlus.— Daheim in der Fremde. Mit Illustr. — Am Familientische: Bücherwunschzettel für Weih— nachten. Von R. Koenig.— Ein deutscher Hausfrauen— kalender.— Jüdische Landwirthe in Rußland.— Ein moderner Zimmerschmuck. Wit Illustr. Mit drei illustr. Beilagen. Illustrirte Weltgeschichte für das Volk. Unter besonderer Berücksichtigung der Kulturgeschichte in zweiter Auflage neu bearbeitet und bis zur Gegenwart fortgeführt von Otto von Corvin, ꝛc. ꝛc. Wie dem Famulus Wagner in Goethe's„Faust“ ist es auch weniger gelehrten, aber strebsamen Menschenkindern ein Bedürf— niß, sich„in den Geist der Zeiten zu versetzen“, Ge— schichte nicht nur zu lesen, sondern genauer zu erforschen und die Entwickelung der Menschheit zu durchdenken. Das gelingt am besten an der Hand einer anregend ge— schriebenen„Weltgeschichte“. Aufs Angelegentlichste ist deßhalb wiederholt die bei Spamer in Leipzig er— scheinende„Illustrirte Weltgeschichte“ Allen zu empfehlen, die auf lebendige Darstellung, geistvolle Diktion und blühende Sprache Werth legen. Wiederum liegt eine ganze Serie von Lieferungen, 64 bis 77, vor, worin der Abschluß des V. Bandes und ein Theil des V. zu finden sind. In dieser zweiten Hälfte des IV. Bandes ist in sehr fesselnder Zeichnung die hochinteressante Periode des ausgehenden Mittelalters, in welcher bereits die strahlenden Sterne der großen Entdecker und Geistes— heroen aufleuchten, wahrhaft spannend und fortreißend abgehandelt. Aus dem V. Bande liegen die Bogen 21 bis 40 vor, die den Zeitraum von 1520(Luther in Worms) bis 1555(Abdankung Karl's V.) umfassen. Es kann nicht genug gerühmt werden, wie hier der geist— reiche Verfasser es verstanden hat, in gedrängter Kürze und doch voll dramatischer Anschaulichkeit und Bedeut— samkeit des Ausdrucks die Zeit der Reformation und der deutschen Religtonskämpfe vor das Auge des Geistes zu führen. Die Illustralionen sind ganz besonders lebens⸗ voll und anziehend.— Die fertig vorliegenden Bände 1 bis I üder„Illustrirten Weltgeschichte für das Volk“ bilden in ihrem stattlichen Gewande eine sehr werthvolle Festgabe für den Weihnachtstisch. Die Christbescheerung der hiesigen Kleinkinderschule soll Donnerstag den 22. Dezember, Abends halb 5 Uhr, im Rathhaussaale stattfinden. Als Beitrag zu den Kosten werden von Erwachsenen 20 Pf., von Kindern 10 Pf. Eintrittsgeld erhoben. Wer noch etwas schenken will, wird um baldige Ablieferung gebeten. Pfennig ⸗Sparkasse. 1 Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Uebertrag vom 10. Dez. 18619 9635 25 1. C. Bindernageol. 70 44 35 2. W. Bern beck 15⁵ 68 80 3. Ph. Billau. 3 104 61 55 4 Th. ran; 93 50 75 5. H. Flaschenträger. 95 58 90 19136[9919 60 NB. Uebertrag Einleger 910. Neue Einleger 5. Gesammt⸗Einleger 915. Friedberg den 17. Dezember 1881. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß- und Credit⸗Verein, e. G. Aufgebot. Zu dem Nachlasse des Johannes Jost II. in Fried⸗ berg sind u. A. die Kinder erster Ehe des letzteren, nämlich Elisabetha, Ehefrau des Christoph Dörkes, un⸗ bekannt wo? in Amerika, und Christoph Ludwig Jost, unbekannt wo? in Australien, als Erben gerufen und ergeht an solche auf Antrag der testamentarisch als Mit— erbin eingesetzten Elise, Wittwe des Johannes Jost II., die Aufforderung, spätestens im Termin Mittwoch den 4. Januar 1882, Vormittags 10 Uhr, wegen Antretung der fraglichen Erbschaft Erklärung ab⸗ zugeben, als sonst Verzicht ihrerseits angenommen und der gesammte Nachlaß an die Antragstellerin überwiesen werde. Friedberg am 8. November 1881. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Hohenstein, 3984 Hülfs⸗Gerichtsschreiber. Oeffentliche Aufforderung. Der unbekannt wo? abwesende Wilhelm Schatz aus Steinfurth wird hiermit aufgefordert, gegen die vor⸗ liegende, zwischen seiner Schwester, der Ehefrau des Eberhard Rosenbecker aus Steinfurth, und seinem Curator Wilbelm Uhl von da über seinen elterlichen Nachlaß errichtete Erbvertheilung, wonach er bereits mehr als seinen Erbtheil erhalten hat, sowie gegen den un be⸗ schränkten Uebergang des elterlichen Grundvermögens an seine erwähnte Schwester binnen 2 Monaten, vom ersten Erscheinen dieses in der Oeffentlichkeit an gerechnet, Einwendungen so gewiß dahier geltend zu machen, als sonst die Erbvertheilung als richtig angenommen und der unbeschränkte Eintrag der Stücke in das Mutations⸗ verzeichniß verfügt werden wird. Bad ⸗Nauheim am 22. October 1881. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Allwohn. Schütz, 3695 Gerichtsschreiber. Bekanntmachung. 4235 Der Vorstand der Spar- und Leihkasse Groß—⸗ Karben(eingetragene Genossenschaft) besteht durch Neu— wahl dermalen aus folgenden Personen: 1) Georg Müller IV., Direetor, 2) Konrad Eckert, 3) Friedrich Schäfer II., 4) Heinrich Weisenbach, 5) Gustav Schuchard, 6) Heinrich Geiß II., 7) Johannes Eberhard II., 8) Philipp Jacob, alle in Groß⸗Karben. Vilbel am 6. Dezember 1881. Großherzogliches Amtsgericht Vilbel. Dr. Schäfer. Stein. Hofapotheke zum Engel empfiehlt sämmtliche medieinische Weine, sowie Arrak, Rum und Punsch-Essenzen in bester Qualltät zu den billigsten Preisen. 4039 C. Görtz. Bekanntmachung. 4238 Donnerstag den 22. Dezember, Vormittags 11 Uhr, soll auf Ort und Stelle auf der städtischen Pfingstweide das Umroden eines Stücks Wiesenbodens, etwa 1½ Morgen groß, an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Zusammenkunft nächst der Galgenbrücke, an der Staats— straße nach Ober-Wöͤllstadt. Friedberg den 17. Dezember 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seri hg. Bekanntmachung. 4229 Die Lieferung des Bedarfs an Schreibmaterialien und der Drucksachen für Großherzogliches Amtsgericht Friedberg für das Jahr 1882 soll im Submissionswege vergeben werden. Diesbezügliche Offerten sind bis zum 30. d. Mts. bei unterzeichneter Gerichtsschreiberei einzu— reichen, bei welcher auch die Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Friedberg, 10. Dezember 1881. Die Gerichtsschreiberei Großherzoglichen Amtsgerichts Friedberg. ei ee Faselochs-Versteigerung. 4228 Miittwoch den 21. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde zustehender Faselochs im Rathhaus dahier meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 16. Dezember 1881. Großherzogliche Bürgermeisteret Reichelsheim. Schmid. 9 65 1 7 Faselochs-Versteigerung. 4203 Mittwoch den 21. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger, sehr fetter und junger Faselochs auf dem Rathhause dahier meistbletend versteigert werden. Petterweil den 15. Dezember 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Berges. ann Nerger Zwangs“ Versteigerung. Mittwoch den 21. Dezember, Nachmittags 2½ Uhr, werden vor dem Gemeindehause in Nieder-Eschbach 3 Kühe, 3 Ziegen, 5 Gänse, 1 vollständiges Bett, mehrere Kleider- und Küchenschränke, sowie Commoden meistbietend versteigert. Vilbel den 18. Dezember 1881. 4240 Herget, Kreisbote. Goldgelb und haltbar geräucherte — N—* Kieler Sprotten, beste große, 200 Stück eirea pr. Kiste M. 2.00, do., pr. 2 Kisten M. 3.50, pr. 4 Kiston„ 6.50, Speckflunderun, frisch geräuchert, 25 pr. Kiste„ 3.00, Lachshüringe, haltbar, große, fette,,„„ frische Schellsische, ausgeweidet, 5 Ktlokiste 5 5 9.71 3788 frischer Seedorsch, N. 1„ 8.40, frische Schollen(Seezunge gen.) 5 1 We zollfrei und franco per Postnachnahm.. (4108.) E. H. 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Nachmittag Dienstag 4233 3 Uhr Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei den Ableben und der Bestattung unseres geliebten unvergeßt lichen totähnngen Zwillingstöchterchens Marie, sageß innigsten Dank Wissels heim den 17. 4239 Dezember 1881. Lehrer Pfaunmüller und Familie. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Praktischer Rathgeber für Landwirt he Nr. 11.) ö 99 Diens teste unter Stad Geri hal tisc inter vier fostel Bet Be