mmi den 18. Geköbek. Oberhessischer Anzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. 7 Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Tie einspaltige Petitzeile, wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Das Reichsgesetzblatt Nr. 24 enthält: Verordnung, betreffend die Einberufung des Bundesraths. etreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 10. September 1878 über den Schutz der in fremde N; 2 N 8 Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Friedberg am 13. October 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiste reien des Kreises. Die wenigsten von Ihnen haben unser Ausschreiben vom 4. dieses Monats befolgt. Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß e alsbaldige und ungesäumte Erledigung dieses Ausschreibens unbedingt gefordert werden muß. Dr. Braden. „ —— 2 2 — — 27 A 2 4 Bekanntmachung. gen Netreffend: Die Reichstagswahlen. 4 Mit Bezugnahme auf kreisamtliches Ausschreiben obigen Betreffs vom 23. Juli und 3. October laufenden Jahres bestimmen wir durch, daß für die Gemeinde Holzhausen anstatt des inzwischen verstorbenen Bürgermeisters Kunz der Großherzogliche Beigeordnete Jacob Schmidt als Wahlvorsteher einzutreten hat. Zu dessen Stellvertreter wird das Gemeinderathsmitglied Ludwig Kunz III. bestimmt. Diese Bestimmungen behalten auch für etwaige Nachwahlen Gültigkeit. ö Friedberg den 14. October 1881. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung. DTetreffend: Die Reichstagswahlen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß zufolge Mittheilung Großherzoglichen Staatsministeriums vom 7. October J. Butzbah. hufenden Jahres zu Nr. St.⸗M. 3516 zu Wahlcommissären für die bevorstehenden Reichstagswahlen ernannt worden sind: . für den I. Wahlkreis der Großherzogliche Provinzial⸗Director Dr. Boekmann in Gießen, E Ulle 7 der Großherzogliche Kreisrath Dr. Braden in Friedberg, 1 1 der Großherzogliche Kreisrath von Kopp in Lauterbach, ard. 4 We 6 der Großherzogliche Provinzial⸗Director von Marquard in Darmstadt, srter Liqueur. 1 der Großherzogliche Kreisrath Rothe in Offenbach, W Nemet, zur e 1 der Großherzogliche Kreisrath Usinger in Bensheim, 5 der Großherzogliche Kreisrath Freiherr von Gagern in Worms, „ der Großherzoßtliche Kreisrath Spamer in Bingen, F 5 der Großherzogliche Provinzial-Director Küchler in Mainz. Friedberg den 14. October 1881. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. zestern abgereist und traf heute hier ein. . betreffend: Die Reichstagswahlen. Das Großherzogliche Kreisamt st, empfehlen wir Ihnen, zämlich: der Gegenliste, joglichen Kreisrath Dr. Braden zu Friedberg, dessen Hände gelangt. f Mit Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung, wonach chen Gemeinden des Kreises Friedberg gehören, Friedberg an die Großherzoglichen der Großherzogliche Kreisrath Dr. einzusenden, daß dieses Protokoll nebst Dr. Braden. Friedberg am 14. October 1881. Bürgermeistereien des Kreises. ür den II. Wahlkreis des Großherzogthums Hessen, zu welchem die sämmt⸗ zog ef 0 U Braden zu Friedberg als Wahlcommissär bestellt worden nach stattgehabter Wahl am 27. laufenden Monats das Wahlprotokoll mit sämmtlichen zugehörigen Schriftstücken, der Waͤhlerliste, welche beide von dem gesammten Wahlvorstande iber welche es eine Beschlußfassung des Wahlvorstandes bedurft hatte, zu unterschreiben sind und denjenigen Stimmzetteln, unverzüglich, jedenfalls aber so zeitig an den Wahlcommissär, Großher— Anlagen spätestens am 30. October 1881 in Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt, 16. Oct. S. K. H. der Großherzog ist von Schloß Hinterriß in Tyrol — Das Regierungsblatt Nr. 22 enthält die Bekanntmachung über die Erhebung von Reichs— empelabgaben. Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Un dem aktenmäßigen Material über die Ver⸗ handlungen mit Bennigsen im December 1877 läßt sich mit Evidenz nachweisen, daß Bennigsen im Irrthum, wenn er annimmt, die Verhand— lungen mit ihm über den Eintritt in das Cabinet seien an dem Tabaksmonopol gescheitert. Daß das Monopol für den Reichskanzler keine Cabinets— frage bildete, hat sein Verhalten dargethan; er bat von keinem der seitdem eingetretenen Collegen tin Programm über das Monopol verlangt. Dies hat für ihn nur den untergeordneten Werth einer möglichen Grundlage zu einer Alters-Ver— sorgung für Invaliden. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erklärt das von Jörg in den historisch-politischen Blättern tem Reichskanzler untergeschobene Wort an Putt— lamer:„Schaffen Sie mir den Culturkampf vom Halse!“ aus der Luft gegriffen und der Dementirung gar nicht werth. Leipzig, 15. Oct. Hochverrathsprozeß. Heute wurde die Beweisaufnahme beendet. Von den Zeugenaussagen waren die mehrerer Unter— suchungsgefangenen, die mit den Angeklagten ge— meinsam in Untersuchungshaft waren, für diese belastend. Sie bekundeten, daß die Angeklagten ihnen compromittirende Mittheilungen machten. Die Angeklagten leugneten und behaupteten, daß jene Zeugen bestochen seien. Am Montag be⸗ ginnen die Plaidoyers. Karlsruhe. Die Kammerwahlen sind be— endet. Das ganze Resultat ist: 31 Nationalliberale, 25 Clericale, 4 Demokraten, 3 Conservative. München, 14. Oct. Der hiesige römische Nuntius Rosetti ist gestern zu Rom gestorben. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die„W. Ztg.“ publicirt ein kaiserliches Handschreiben, womit Szlavy bis auf Weiteres mit der ver— fassungsmäßigen Vertretung des Ministeriums des Aeußern betraut und Sectlonschef Kallay zur Fortführung der unmittelbaren Leitung be⸗ auftragt wird. Ein Gerücht über Taaffe's Ent⸗ lassung ist zwar noch unbegründet, seine Stell— ung ist aber von der Wahl des neuen Ministers beeinflußt. Die Ernennung eines Ministers des Auswärtigen, der Taaffe's Programm mißbilligt, wird Taaffe's Entlassung zur Folge haben. Noch hat Taaffe indessen das vollste Vertrauen des Monarchen in dieser ministeriellen Krisis. Das Provisorium mit der formellen Verantwortlich keit Szlavy's und der Geschaͤftsfuͤhrung Kallay's wird deßhalb bis zum Schlusse der Delegationen dauern. — 14. Oct. Der Kaiser empfing heute eine Deputation des evangelischen Oberkirchenraths, welche bei der Saͤcularfeier des Toleranz-Edie⸗ tes eine Festschrift überreichte. Auf die An⸗ sprache der Deputation erwiederte der Kaiser, er sei überzeugt, die evangelische Kirche werde die Anhänglichkeit an das Kaiserhaus jeder Zeit bewahren. Der Kaiser entließ die Deputation mit herzlichem Dank und dem kaiserlichen Gruß an die Glaubensgenossen. Die Deputation ward dann von dem Minister-Präsidenten und dem Cultusminister freundlichst empfangen. Pest, 13. Oct. Unterhaus. Bei der Adreß— debatte weist der Ministerpräsident Tisza den Vorwurf der Beeinflussung der Wahlen durch Beamten zurück und berichtigt die Angaben Helfy's über das Anwachsen der Opposition dahin, daß diese nur 90 Mitglieder zahle. Die Auswanderung nehme ab, der Staats-Credit steige, die Finanzlage sei eine bessere, daher größere Ordnung im Staatshaushalt. Daß die Adresse für die gemeinsame Armee nicht bloß Wünsche, sondern eine Ueberzeugung ausdrückt, für deren Verwirklichung Regierung und Kammer eintreten werden, beweise der Umstand, daß er von der obersten Heeresverwaltung ersucht wurde, zu erklären, daß auch diese jenem Ziele zustrebe. Er werde dafür sorgen, daß der Bürger dem Soldaten, wie der Soldat dem Bürger gegen— über Genugthuung erhalte. Zum Schluß hebt er hervor, durch die Danziger Zusammenkunft seien die Beziehungen zu Deutschland durchaus nicht alterirt. In keinem europäischen Staate besäßen die nicht zur herrschenden Rasse ge⸗ hörenden Nationen nur annähernd die gleichen Rechte wie in Ungarn. Frankreich. Paris. Die„Agence Hav.“ bringt die wiederholte Mittheilung, Saint Vallier habe nicht die Absicht, zu demissioniren. — Die Regierung beschloß, die Municipal— räthe sollten zu den Erneuerungswahlen für das ausscheidende Drittel von Senatoren für den 20. November Delegirte wählen. Die Wahlen sollen am 8. Januar stattfinden. Großbritannien. London, 15. Oct. Die Aufregung in Irland wächst. Die Landliga hält Versammlungen in Dublin, Limerick u. a. O. In diesen wird erklärt, die Irländer würden keinen Pacht zahlen, so lange Parnell verhaftet ist.— Der geheime Rath publicirt eine Pro— clamation, nach der die Grafschaften Longford, Kildare, Lonth, Maath, Carlow, Wexford, Wicklow unter die Bestimmungen des Zwangs— gesetzes gestellt werden. Dies ist jetzt in ganz Irland in Kraft.— 16. Oct. Das Parlaments- Mitglied Dillon ist gestern ebenfalls verhaftet und ins Gefängniß von Kilminham abgeführt worden. — Die officielle Zeitung veröffentlicht einen Auf— ruf, welcher jede Form von Einschüchterung, sei es, um die Entrichtung des Pachtgeldes zu ver⸗ hindern oder die Unterthanen der Königin zu nöthigen, sich der Landliga anzuschließen, oder Jemand zu verhindern, Etwas zu thun, wozu er berechtigt ist, für ungesetzlich und verbrecherisch erklärt und Jeden, welcher sich solcher Hand⸗ lungen schuldig macht, mit Verhaftung bedroht. — O'Brien, Redacteur des„United Irishmen“, ist verhaftet. Das Gerücht von der Verhaftung O' Connor's ist verfrüht, jedoch ist der Ver— haftungsbefehl gegen denselben erlassen. Italien. Rom, 13. Oct.„Popolo Ro— mano“ schreibt: Die Regierung ergriff alle Maßregeln, um jede religiöse oder antireligiöse öffentliche Demonstration bei der italienischen Wallfahrt zu verhüten.— Nigra ist hier ange— kommen. — 14. October. Die russischen Unterhändler motivirten ihrer Zeit ihre Abreise mit der Ein— holung von Instructionen. Sie wollten Ende November zurückkommen; der Vatikan hat aber nicht viel Hoffnung, daß die Unterhandlungen zum Ziele führen.— Man spricht von dem Ab— schluß eines Concordats mit Rumänien.— Der apostolische Vicar in Central-Afrika, der Geo— graph und Aegyptologe Combori ist in Kairo gestorben.— Der Botschafter Launay ist ein— getroffen.— Fortwährend treffen italienische Pilger hier ein; der Papst wird diese am Sonn— tag empfangen.— Nigra reist am Montag nach Monza. — Die Regierung ist im Begriff, der fran— zösischen Regierung ihre Vorschläge über den Handelsvertrag mitzutheilen, welche bei den Verhandlungen zu Paris zur Grundlage der Berathung genommen werden sollen. Die Hoff⸗ nung auf ein zufriedenstellendes Abkommen — Die„Gazette di popolo“ publicirt ein Schreiben Cairoli's an einen Freund desselben, worin ersterer die Nachricht des„Risorgimento“, daß Cairoli der Reise des Königs nach Wien opponirt habe, förmlich dementirt. Die an— geblichen Abmachungen für die Begegnung des Königs mit dem Kaiser von Oesterreich werden von der„Agencia Stef.“ fur bloße Conjunctur erklärt. — Die„Ag. Stef.“ versichert, die Ent— sendung eines italienischen Panzerschiffes nach Alexandria sei unnöthig, weil Italien dort be— reits ein Kriegsschiff habe. — Die„Agencia Stefani“ meldet aus Kairo: Die ägyptische Regierung sei geneigt, den Re— clamationen Italiens wegen Niedermetzelunz der Expedition Giulietti's zu entsprechen. Türkei. Konstantinopel. Die Antwort der Pforte auf die Collectivnote der Botschafter über die griechische Grenze bei Kriseri und Zarko (am Salambria) unterbreitet den Botschaftern detaillirte, mit einer Karte belegte Bemerkungen über die Grenzrichtung, welche die Commissäre vorschlugen. — 14. Oct. Die Vertreter der Bondholder haben heute das Statut des Verwaltungsrathes über die indirecten Steuern entgültig ange— nommen. Früheren Nachrichten entgegen, haben die türkischen Deligirten ihren Antrag, die Zinsen nicht nach dem Emissions-Cours der Anlehen, sondern nach den effectiv eingegangenen Summen zu berechnen, aufrecht erhalten. Der Antrag wird einer Sub-Commissson vorgelegt. Die Pforte bewilligte die Ausdehnung des Einheb—⸗ ungsrechtes der Fischerei-Taze. — Die Pforte wies die Commissäre in Aegypten telegraphisch an, ihre Arbeit zu be— schleunigen und zurückzukehren. Rumänien. Bukarest. Die Meldung aus Rom, daß Rumänien mit Rom in der Kürze ein Concordat abschließen werde, wird von maß⸗ gebender Seite als unrichtig bezeichnet. Serbien. Belgrad, 14. Oct. Der serbisch⸗ amerikanische Handelsvertrag wurde heute unter— zeichnet. Rußland. Petersburg. Der„Newa-Bote“ meldet aus Gatschina vom 13. Oct.: Der Kaiser und die Kaiserin, nebst dem Thronfolger und der anderen Kindern, siedelten heute von Peter— hof nach Gatschina über. Amerika. Washington. Der Präsident ernannte Mac Brewer zum General-Consul in Berlin. — 15. Oct. Guiteau wurde gestern dem Gerichte vorgeführt unter der Anklage der Er— mordung Garfield's. Giteau bekannte sich nicht, für schuldig. Der Gerichtshof bewilligte auf Antrag des Vertheidigers eine Vertagung bis zum 7. November. Newyork. Nachrichten aus Peru zufolge wurde von den bisher dem Präsidenten Pierola treu gebliebenen Truppen der neue Präsident Calderon anerkannt. Asien. Bombay, 13. Oct. Nach einem Telegramm der„Times“ aus Quettah brachten Abdurrhaman's Truppen Ayub Khan zwei Nieder— lagen im Thale von Herat bei. Bei der ersten wurde Ayub's Schwager gefangen. Der Gou— verneur von Herat unterhandelt mit Abdurrha— man wegen der Bedingung der Uebergabe. Ayub Khan ist nach Iran geflohen. Herat ist wahr⸗ scheinlich schon von den Truppen Abdurrhaman's besetzt. Aus Stadt und Land. Friedberg, 15. Oet. Der Sturm, der vergangene Nacht hier nur einige Schornsteine und Dachziegel aus ihrer luftigen Höhe zur Erde beförderte, hat anderwärts großen Schaden angerichtet. Wir lesen darüber in den verschiedenen Blättern: Berlin. In Folge des orkan⸗ artigen Sturmes in gestriger Nacht sind sehr viel ober— irdische Telegraphenleitungen zerstört. Mit sämmtlichen wichtigeren Plätzen Deutschlands ist jedoch durch die unterirdischen Kabel die Verbindung erhalten. Eine Aus— nahme bildet München, da Bayern keine unterirdischen Leitungen besitzt. Von den außerdeutschen großen Plätzen ist Paris, Wien, Prag, Warschau, Riga zu erreichen, zwischen beiden Regierungen ist gegründet. die in der Nähe des Hafens und die an den Flanten elegenen Straßen überschwemmt. Die Passage ist vlel⸗ fach gehemmt, viele Keller sind voll Wasser; der Schaden ist erheblich. Personen sind bis jetzt nicht beschädigt.— Bremen. Gestern Sturm aus Nordwest. Das Rett⸗ ungsboot„Bonn“ von der Gesellschaft zur Rettung von den Oberahm'schen Feldernz 7 sind in letzter Nacht daselbst ertrunken.— London. Gestern wüthete hier ein fürchterlicher Sturm. In ganz England richtete er einen ungeheueren Schaden an. Eine Menge Schiffe sind an der Küste gescheitert, viele Personen verletzt oder umgekommen. Die Telegraphen-Leitungen sind großen⸗ theils zerstört, der Verkehr mit den Provinzen wie mit (Algier). In dem Bezirke Miliah ist eine Wasserhose niedergegangen, wobei 65 Personen umgekommen sind. Mainz, 14. Oet. Am Mittwoch Nachmittag stieß im hiesigen Bahnhof der um 1 Uhr 25 Min. nach Worms abgehende Zug mit einigen in einem Nebengeleise stehen⸗ auch mehrere Wagen beschädigt wurden. Vom Personal wie von den Reisenden wurde Niemand verletzt. Mainz. Landwirth F. in dem benachbarten Kost⸗ heim hat auf seinem Acker eine Weißerübe gezogen, die nicht weniger als 15 Pfund wiegt. Ein hiesiger Sauer- kraut⸗ Fabrikant erhielt dieser Tage aus Büttelborn Weißkraut, von welchem ein Kopf ein Gewicht von 19½ Pfund hatte. Allerlei. Bockenheim. Ein unheimliches Gerücht hat sich seit einigen Tagen in unserer Stadt verbreitet. Vor etwa drei Wochen verschwand nämlich ein dreizehnjähriger Knabe von hier, ohne daß es bis jetzt gelungen wäre, seinen Aufenthalt zu entdecken. Man bringt damit einen mysteriösen Vorfall in Zusammenhang, der sich vor länger als acht Tagen bei Eschersheim zugetragen. Es sind dort Abends in dem Obstgarten eines Bauern zwei Schüsse gefallen, man hat darauf deutlich die Klagelaute eines Kindes gehört und vermuthet nun, daß der ver— mißte Knabe beim Aepfelstehlen von dem Eigenthümer des Gartens im Jähzorn erschossen und die Leiche von ihm vergraben worden ist. Man erwartet eine behörd⸗ liche Untersuchung der Sache. Frankfurt, 15. Oet. Verflossene Nacht gegen 1 Uhr hörte ein Schornsteinfegermeister in der Senckenbergstraße trotz des heftigen Sturmes ein lautes Klagen und Wim⸗ mern. Er öffnete das Fenster und fand, daß dasselbe aus einem benachbarten Hof kam. Er schellte mit Hülfe des Nachtwächters den Hauseigenthümer heraus und man fand ein Mädchen bereits todt, mit Hemd und Nachtjacke be⸗ kleidet, das mit gebrochenen Gliedern und einer klaffenden Wunde am Kopf in seinem Blute lag. Die Verunglückte war aus ihrer Mansarde herabgestürzt; ob dies absicht— lich geschehen, konnte nicht ermittelt werden. Essen. Der des Mädchen-Mordes bezichtigte und auch überführte resp. geständige Besenbinder Schiff wurde aus dem Bochumer in das Essener Gefängniß übergeführt, um demnächst vor das Schwurgericht gestellt zu werden. k. Berlin. Die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, deren Generalversammlungen jährlich in einer anderen Stadt Deutschlands tagten, wird die XI. Generalversammlung dahier abhalten. Vom Magistrate der Hauptstadt ist hierfur der Bürgersaal des Rathhauses zur Verfügung gestellt worden. Die Generalversammlung wird am 12. November eröffnet und werden die Ver⸗ handlungen am 13. und 14. fortgesetzt werden. Unter der Leitung des Vorsitzenden, Schulze-Delitzsch, werden folgende Gegenstände allgemeineren Interesses zur Ver⸗ handlung kommen: 1. Unsere Wünsche für die fernere Entwickelung des Volksschulwesens. Referent: Seyffardt⸗ Krefeld. 2. Der Stand des Real-Unterrichts im Ver⸗ hältniß zu den Bedürfnissen der Volksbildung. Referent: Prof. Dr. B. Schwalbe-⸗Berlin. 3. Die Frage der Schul-, bzw. Jugendsparkassen. Referent: Justizrath Makower-Ber⸗ lin. 4. Die Berliner Volksbibliotheken. Referent: Stadt⸗ syndikus Eberty-Berlin. 5. Ueber Bestrebungen zum Wohle der aus der Schule entlassenen Jugend. Referent: Reetor Geßler⸗Berlin. Diesen werden sich die geschäft⸗ lichen Verhandlungen, Jahresbericht, Thätigkeits bericht des Wanderlehrers, Rechnungslegung u. s. w. anschließen. Sonntag den 13. wird außerdem ein gemeinsames Mahl die Theilnehmer vereinigen. Die Theilnahme ist Mit⸗ gliedern und Gästen, welche für di! Bestrebungen der Gesellschaft sich interessiren, gestattet, wenn dieselben beim Büreau der Gesellschaft in Berlin eine auf ihren Namen lautende Eintrittskarte erheben wollen. Ein Gang durch eine deutsche Nähmaschinenfabrik. Es ist wohl als eine Regel zu betrachten, daß wichtige Erfindungen der Industrie in den Ländern, in welchen sie gemacht wurden, auch später noch von der Industrie der betreffenden Länder vervollkommnet und gegenüber den Nach— ahmungen des Auslandes auf einer hohen Stufe erhalten werden. Im Gegensatze hierzu bietet die Nähmaschinenfabrikation das eigenthümliche Bild, daß Amerika, die Mutter der Nähmaschine, ihr Kind schnell vernachlässigt hat und es dem Auslande ermöglicht, nicht nur gegen das ameri— kanische Fabrikat zu concurriren, sondern das— London indessen nicht.— Hamburg. In Folge des heftigen Sturmes und der eingetretenen Sturmfluth sind selbe thatsächlich, was Qualität des Fabrikats, f Schiffbrüchiger zu Wilhelmshaven rettete 14 Personen 10 dem Ausland theilweise unterbrochen.— Constantine den Wagen zusammen, wodurch die Locomotive, sowie wird nut hierüber schwünden J dasjenige! das ihm Qualität iu über 1 20 Milli itt Ein und 2 Di märkten! kurzes Bi schen Fab. elsernen Augen füh gewahren dee haupts aschinen salstens f den sinnre enmögliche Gußstücke wunderba Jede dies liefert J und wat größten! könnte, d sechs bis dient wer ungen au schinen z Zahnrad Zahn un und mit Maschine Hebeldru chen dief fehr soli zweite E gleichen dem werd eue Fre durch den geschärft B beren M. kichen M. werden di — Obl Mittels Woltgatton 00 Gulden Hedordn. Der Hexen u0 zemeindeke Ansung auf alche A — 1 naschinen- Fabrikation; neistens in der Fabrik selbst gefertigt und mit weite Etage, 1 Bearbeitungsmaschinen finden. N 9531 ung anbelangt, zu überflügeln. st es erfreulicherweise Deutschland, das in diesem Qualität gebührt. eue ge 05 0 0 1 Neef. Ganz besonders Industriezweige große Anstrengungen gemacht hat, die Palme zu erringen, die ihm dann auch auf mehreren großen internationalen Ausstell— ungen und Wettstreiten durch Verleihung der ersten Medaillen an seine Fabrikanten geworden st. Nun gelingt es zwar den Amerikanern mmer noch durch die Macht der großen Re— klame, selbst ein minderwerthiges Fabrikat zu höheren Preisen an den Mann zu bringen, allein in einsichtsvollen Kreisen haben sich schon die richtigen Meinungen darüber gebildet und es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, die hierüber eingewurzelten Vorurtheile ganz ver— schwinden zu sehen und dem nationalen Fabrikat dasjenige Wohlwollen des Publikums zu sichern, das ihm mit Rücksicht auf seine hervorragende In Deutschland sind eben n über 100 Nähmaschinen-Fabriken, mehr denn 10,000 Arbeiter beschäftigt und werden etwa für 20 Million Mark Maschinen pro Jahr fabri— zirt. Ein Dritttheil bleibt auf deutschem Markte und 2 Dritttheile werden den entferntesten Welt— närkten zugeschickt. In Nachfolgendem möge ein kurzes Bild das Hauptsächlichste aus einer deut— schen Fabrik in Kaiserslautern zur Herstellung der „eisernen Nähmamsell“ dem Nichtfachmanne vor Augen führen. Beim Eintritt in das Hauptgebäude ewahren wir lange Reihen von Fräßbänken, die hauptsächlichste Hülfsmaschine bei der Näh— diese Maschinen sind 9, Anzeigers. den sinnreichsten Vorrichtungen versehen, die es ermöglichen in der kürzesten Zeit aus den rohen ZJußstücken die feinsten Maschinentheile, mit fast wunderbarer Genauigkeit gearbeitet, herzustellen. Jede dieser Fräßmaschinen einmal richtig gestellt, liefert Jahr aus Jahr ein die gleichen Theile, und was menschliche Geschicklichkeit in ihrer größten Ausbildung nur unvollkommen herstellen lönnte, das liefern jetzt diese Maschinen, deren sechs bis sieben durch eine einzige Person be— dient werden können. Zu den schönsten Leist— ungen auf diesem Gebiete sind wohl die Ma— schinen zu rechnen, welche zum Schneiden von Zahnrädchen dienen; es schneidet der Fräßer Zahn um Zahn in ein aufgespanntes Rädchen und mit dem letzten Einschnitte rückt sich die ö Maschine von selbst aus, um auf einen kleinen Hebeldruck an einem neu aufgespannten Räd— hen dieselbe Arbeit wieder zu beginnen. Ein sehr solid gearbeiteter Aufzug führt uns in die wo wir wieder eine Anzahl der Außer- em werden hier mittelst selbstthätiger Maschinen eue Fräßer und Bohrer angefertigt und die turch den Gebrauch stumpf gewordenen wieder zeschärft. Auch die Schwungrädchen für den überen Maschinentheil werden hier auf sehr sinn— seichen Maschinen bearbeitet. Zu gleicher Zeit werden dieselben am Rande gleichmäßig rund abgedreht, die Nuthe, worin der Riemen läuft, wird eingestochen und das Loch für die Welle gebohrt. Von Merkwürdigkeit ist ein an den Saal anstoßender Raum, worin bestandig Ver— suche gemacht werden, die ohnehin schon bis ins Aeußerste vollkommen erscheinenden Bear— beitungsmaschinen noch besser zu machen. Alle Ehre solchem Fortschritte! Etwas sehr Inte— ressantes finden wir im nächsten Stockwerk, die Schiffchenfabrikation. Eine Kolonne von 40 Arbeitern fertigt monatlich ca. 10,000 Stück dieser hübschen flinken Gesellen. Die zu großen Leistungen heute nöthige Arbeitstheilung begegnet uns hier in ihrer vollendeten Ausbildung; kaum ist auf einer Maschine die kleinste Manipula— tion mit dem Schiffchen vorgenommen so ver— läßt es diese schon wieder, um auf einer wei— teren Maschine einer neuen Arbeit unterworfen zu werden und auch nur hierdurch ist es zu ermöglichen, daß von der bedeutenden Zahl das letzte genau wie das erste ausfällt. Einen großen Theil dieser Production liefert die Fabrik wieder au andere Nähmaschinenfabrikanten. Die vielen an der Nähmaschine befindlichen Schrauben und Schräubchen fertigt die Fabrik ebenfalls selbst und zwar in der i Zahl von circa 15,000 Stück pro Tag. Es ist äußerst merk— würdig zu beobachten, wie aus einer aufge— spannten Eisen- oder Stahlstange, welche sich rasch um ihre Längenachse dreht, durch die ver— schiedenartigen an der Maschine angebrachten revolverartigen Werkzeuge, eine solche Menge von Schrauben gemacht werden. Die Reibung des Werkzeugstahles an dem Eisen ist dabei so stark, daß bestaͤndig Oel darüber laufen muß, um das Heißwerden der Metalle zu verhindern. (Schluß folgt.) Handel und Verkehr. Friedberg, 15. Oct. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85— 0.95, Eier 1 St. kleine 7 Pf., große 15 Pf. Gießen, 15. Oet. Wochenmarkt. Butter ver Pfd. M. 1.10— 1.15, Eier 1 Stück 6—7 Pf., 2 Stück 00 Pf., Käse per Stück 4—8 Pf., Tauben das Paar 50—60 Pf., Hühner per Stück M. 0.80— 1.50, Hahnen ver Stück M. 0.40— 0.70, Enten per Stück M. 1.30— 1.70, Gänse per Pfund 38—50 Pf., Ochsenfleisch 64 00 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 46—50 Pf., Kalbfleisch 44—48 Pf., Hammelfleisch 50—60 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kar⸗ toffeln 100 Kilo M. 3.00— 4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 7 2 St. bis 8, Weißkraut 1 St. 10-30 Pf. Frankfurt, 15. Oet. Marktbericht. Heu kostete je nach Qualität M. 3.50— 5., Stroh M. 4. Eier M. 5— 6. das Hundert. Butter 1. Qual. das Pfund M. 1.30, 2. Qual. M. 1.20. Ochsenfleisch 6570 Pf., Kuh- und Rindfleisch 45—55 Pf., Kalbfleisch 40—55 Pf., Hammelfleisch 40—65 Pf., Schweinefleisch 75—80 Pf., 1 Hahn M. 1— 1.50, 1 Huhn M. 1.20— 1.60, Feldhuhn M. 1.50, Ente M. 2.50—3., Gans M. 4—8., Poularden M. 2.50—3. Blumenkohl 40—70 Pf., Weißkraut das Hundert M. 9—10, Rothkraut das Stück 15—20 Pf., Kartoffeln das Gescheid 10 Pf., das Malter M. 5—6. Endivien 10 Pf., Wirsing 12— 15 Pf., Kohlrabi 4—6 Pf. Mainz, 14. Oct. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 4.50 6.00, Heu per Ctr. M. 3.25— 3.50, Stroh per Ctr. M. 4.30— 4.50, Butter ½ Kilo M. 1.00— 1.10, Butter in Parthien 80— 90 Pf., Eier/ Hundert M. 1.40 bis M. 1.50, Handkäse 5— 8 Pf., Rothkraut 25 bis N 30 Pf., Welßkraut 7—8 Pf., Blumenkohl 35 bis 40 Pf., Wirsing 3— 5 Pf., Zwiebel ½ Kilo 8 bis 10 Pf., 1 Gans M. 4.— 5.50, 1 Ente M. 2.— 2.50, 1 Hahn M. 1.50— 2.00, 1 Huhn M. 1.20—1.60, 1 junge Taube 40—50 Pf., 1 Feldhuhn M. 1.70— 2.00, 1 Hase M. 3.75— 4.— Viehmarkt. Ochsen 1. Qualität M. 66., 2. Qual. M. 58—62, Kühe 1. Qual. M. 56 bis 58, 2. Qual. M. 45— 52, Kälber das Pfd. 50 Pf., Schweine das Pfd. 58—66 Pf. In den Kreisen des Publikums scheint die Bestimm⸗ ung, daß die Personenposten unterwegs nur an den vor- geschriebenen Haltestellen anhalten dürfen, um Personen aufzunehmen, noch sehr wenig bekannt zu sein, vielmehr wird fast allgemein irrig angenommen, daß das Ein⸗ steigen unterwegs überall gestattet und nur von der letzten Station nachzuzahlen sei. Dem ist jedoch nicht so. Das Einsteigen an beliebigen Orten unterwegs ist nur dann zulässig, wenn man vorher einen Fahrschein gelöst und dabei erklärt hat, wo man einsteigen will. Innerhalb des Postorts ist das Anhalten der Post zu diesem Zwecke überhaupt nicht gestattet. Verloosung. Badische fl. 35.⸗Loose von 1845. Gewinn⸗ Ziehung vom 30. September 1881.— Heimzahlung am 1. April 1882. Nr. 229898 M. 68571. 43. Nr. 339191 M. 25714. 29. Nr. 41938 350275 à M. 6857. 15. Nr. 45279 180764 258368 282349 à M. 3428. 58. Nr. 61465 108727 153107 162095 178075 197798 238008 273703 301936 308359 325267 383985 4 M. 1714 29. Nr. 82696 101939 122271 125494 130415 133675 166754 173314 174972 205544 211493 212433 434 229888 231954 250255 266805 267946 273718 288062 301944 303737 314550 956 348876 351035 366876 376922 382663 392687 à M. 428. 58. Die weiteren Nummern können auf unserem Bureau eingesehen werden. Literarisches. Daheim. Nr. 3 enthält: Die (Forts.)— Jean Jacques Rousseau. Eine Charakter- studie von Th. Schott. Mit Bild.— Patriotische Be⸗ trachtungen. I. Diese verdammten Junker. Von Th. H. Pantenius.— Zum fünfzigsten Geburtstage unseres Kronprinzen. Von L. W.— Eine hansische Wisby⸗ fahrt II.— Der Gang der Kirche in Lebensbildern von Dr. Kahnis. Besprochen von L. Witte.— Am Familientische: Der Maler Ziermann. Mit Illustr.— Rechtsrath.— Kairuan, die heilige Stadt Nordafrikas. — Mit zwei illustr. Beilagen. Geld⸗Cours. Frankfurt am 15. October 1881. Weltverbesserer. 20 Frankenstücke M. 16 13—17 do. n m 11 Englische Sovereigns.„ 20 37—42 Russische 3 4„„„ e Wahn 2... maro r Dollars in Gold.„ 421—25 Pfennig ⸗ Sparkass e. Sammelstellen. Einlagen.. Betrag. M.. Uebertrag vom 8. Oet. 13826[6969 70 1. C. Binder nagel. 54 32 15 2, W Pern beck 159 74 05 ei Billan 100 55 20 . franz 91 50 40 5. H. Flaschenträger.. 99 56 75 II 7 25 NB. Uebertrag Einleger 831. Neue Einleger 3. Gesammt⸗Einleger 834. Friedberg den 15. Oetober 1881. Haunpt⸗Sammelstelle: Vorschuß- und Credit-Verein, e. G. Obligations-Verloosung. Mittelst Ausloosung ist die Nummer 1 der Partial⸗ Obligationen der Gemeinde Kaichen von 1844 mit 100 Gulden auf den 31. Dezember l. J. rückzahlbar geworden. Der Inhaber dieser Schuldurkunde beliebe gegen deren Rückgabe am Verfalltage den Werth an unserer Gemeindekasse zu erheben, indem von da ab die Ver— Insung aufhört. Kalchen am 13. October 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Kaichen. Weitzel. 4 Faselochs-Versteigerung. 3532 Mittwoch den 19. Oetober, Vormittags 10 Uhr, 1 soll ein gemeinheitlicher, schwerer, gut gehaltener Fasel— ochs auf dem Bürgermeisterei-Büreau dahier gegen baare gahlung versteigert werden. Griedel, den 14. Oetober 1881. Großherzogliche Bürgermeisterel Griedel. W 4. Eine tüchtige Magd mird gegen hohen Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. 3641 Bekanntmachung. 3539 Die Reparatur der Fluthschleuße zu Ilbenstadt und Ausschachtung der vor derselben lagernden Schlamm— und Kiesmassen soll Samstag den 22. Oetober, Vormittags 9 Uhr, an Ort und Stelle veraccordirt werden. Friedberg den 17. Oetober 1881. Der Culturingenieur Völzing. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig: Neuester Taschen- Fahrplan. Deere Winter- Dienst. für die Mittel⸗Rheingegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein-Preußen. Preis 20 Pf. * Mobiliar-Versteigerung. Dienstag den 18. Oetober d. J., Nachmittags 1½ Uhr anfangend, kommen vor der Behausung der Herren Henn& Jamin folgende Gegenstände gegen Baarzahlung zur Versteigerung: 1 Sopha mit 3 gepolsterten Stühlen, ovaler runder Tisch, 1 Commode, 2 einthuͤrige Kleiderschränke, Wasch— tisch, Nachttische, 3 Betten mit Sprungfedermatratzen, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 Garderobehalter, 1 Buͤchergestell, Spiegel, Tische, Stühle, eine Parthie feine Bilder, Figuren, sowie sonst noch verschiedene Hauhaltungsgegenstände. Bemerkt wird, daß sämmtliche Gegenstände noch wenig gebraucht sind. Ferner kommt noch eine Parthie neue und getragene Kleidungsstuͤcke: Hemden, Jacken, Hosen, Unterhosen, 1 große Kettenwage, sowie sonst noch verschiedene Gegen— stände zur Versteigerung. 3470 Jos. Frische Roheßbückinge, „ holl. Lachs-Forellen f Wilmelm Fertsch. In Auftrag: Butzbach, Auettonator. l Königsberger Thee- Compagnie. London, Königsberg i. Pr., Moskau, St. Petersburg, Berlin, Special-Geschäft zur Hebung des deutschen Chee Consums. Niederlagen für Friedberg und Umgegend bei dem Herrn J. A. Windecker, für Bad-Nauheim und Umgegend bei dem Herrn G. P. Ludwig. Garantirt rein chinesischen Thee in Packeten v. 500. 250 Ul. 125 Gramm Gewicht. Billigste Preise. (A oto. 1095% B.) Königsberger Thee- Compagnie. 3375 Meine an dem Zufuhrweg zu den Umlade— und Lager-Plätzen der Eisenbahnen gelegene, neu erbaute Fuhrwerke-Grückenwaage ist jetzt fertig aufgestellt und empfehle ich dieselbe zur gef. Benutzung. G. II. 35⁴⁴ (Fauerbacher C Freundlieb Chor). dee, T ihbibliothek in ebrerg befindet, lade ich zum Abonnement für das Wintersemester ein. Die Bibliothek ist bis auf die neuesten Werke in deutscher, französischer und englischer Sprache ergänzt und werde ich bei weiteren Anschaffungen den Wünschen der geehrten Leser gerne Rechnung tragen. Carl Bindernagel. Versteigerung von Holzkohlen. 3536 Freitag den 21. October d. J., Vormittags 10 Uhr, werden eirca 480 Centner trockene Holzkohlen in Haufen von 10, 15 und 20 Centner versteigert. Ossenheimer Bergwerk. Gräfliche Bergverwaltung. Das Neueste in Kopf-Shawls, Kaputzen, Daschliks, ie wollenen Halstüchern, Damen⸗Westen und Damenkragen, e Hinderkleidern, Jäckchen, Strümpfen zu reellen Preisen bei Röckchen, Kinder-Gamaschen und Schuhen, sowie Socken und K. Friedrich, neben der Post. 7 0 H. v. Gimborn's Schreib⸗ und Copir⸗Tinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, große Flüssigkeit und schnelles Trocknen aus und liefern nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Copien. Lager in den diversen Sorten, sowie auch in rother Tinte, blauer Tinte, Stempelfarben, flüssigem Leim ꝛc., befinden sich bei den bekannten Schreibmaterialien Handlungen. 23 Die Ostermann'sche Besitzung zu Friedberg, bestehend aus einem sehr bequem hergerichteten zweistöckigen Wohnhaus mit Balkon und Veranda, bedeutendem Hof⸗ raum, zwei großen Maschinenhallen, Werkstätte mit Dampfschornsteinen, Schoppen, Pferdestall und schönem Garten, ist durch mich aus freler Hand zu verkaufen. Friedberg den 12. October 1881. L. Seyd II., 3488 Rechts anwalt. iBergmann's 2938 Theerschwefel-Seife, bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie 1e dingt alle Arten Haut⸗Unreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendend weiße Haut. Depot à Stück 50 Pf. bei Apotheker Lünn. Brathering versendet in Postfässern von 36—38 Stück zu 3,50 M. franeo gegen Nachnahme, ferner frische Bücklinge in Postkisten von 80 Stück zu 3,50 M. franeo gegen Nach— nahme, sowie ff. Gelée-Aal 6,50, Brataal 6,00 in Post⸗ fässern franeo gegen Nachnahme. Cröslin, Reg.-Bez. Stralsund. 3537 (H. 11805b.) Sehmidt jun. Unterjacken& Unterhosen eden. Aus den Ostermaun'schen Fabrikräumen dahier sind nachfolgende Gegenstände: 1 Schettkessel, 1 Ofen zum Knochenkochen, 12 complete Naßmühlen, 9 nicht complete resp. nicht montirte Naßmühlen, 1 Hobelbank aus freier Hand zu verkaufen. Refleetanten wollen sich an mich wenden. Friedberg den 12. October 1881. L. Seyd II., Rechtsanwalt. Däckerei-Verpachtung. Meine zu Bad-Nauheim im besten Betriebe be⸗ 3493 befindliche Bäckerei beabsichtige ich krankheitshalber zu verpachten. 35² Georg Witzell. Zu Kraut Fässern empfehle eine große Parthie frisch entleerte Mohnöl⸗, Olivenöl⸗, Rüböl⸗ und Gelsefässer. 3517 Milhelm Ferisch. Photographie-Mahmen jeder Art und Größe, fertig mit Glas, in großer Aus⸗ wahl bei Ludwig Schmidt, Hof⸗Photograph, Schulstraße Nr. 357, 3533 neben der Realschule. 20 Centner Kornstroh kauft die Großh. Blinden-Anstalt zu Friedberg. 3529 Hammelfleisch, 5 N 40 Pfennig, verkauft Wilh. reuter 11. Kapitalgesuch. 5000 Mark pit gegen gesu hypothekarische Sicherheit gegen 4% Zinsen zu leihen gesucht. Adressen bittet man bei der Exped. d. Anz. abgeben zu wollen. Eine Nadkapsel von einer Patentachse wurde zwischen ap und Friedrichs⸗ dorf verloren. Dem Wiederbringer eine Belohnung. 3535 Heinrich Waas. Dem Unterzeichneten ist ein junges Schaf-Lamm, welches sich wahrscheinlich verirrt hat, zur Verpflegung übergeben worden. Der Eigenthümer kann dasselbe gegen die entstehenden Kosten bei mir in Empfang nehmen. Petterweil den 14. Oetober 1881. 3543 F. Berges, Bürgermeister. Ein Hochofenwerk erbittet Offerten auf hochmanganhaltigen Branneisenstein für regelmäßigen Bezug und Angabe der Analyse.(à eto. 89/10.) Die Erze brauchen nicht sehr phosphorrein zu sein. Franeo-Offerten sub Z. 8485 befördert die Annoncen⸗ Expedition von Rudolf Mosse in Cöln. 3504 Ein tüchtiges Hausmädchen“ mit guten Zeugnissen wird für Bad⸗Nauheim gesucht. Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Kaiserstraße 99. 3468. Sicherer Nebenverdienst. Unter vortheilhaften Bedingungen sucht eine solide Feuerversicherungs-Gesellschaft tüchtige Agenten auch an kleinen Orten. Offerten sub H. 62725 an die Exped. d. Anzeigers erbeten. 3538 Briefbogen mit neuen Ansichten von 205 und Bad⸗Nauheim bei Carl Bindernagel in Friedberg. DD 8 Todes⸗Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Schwester und Schwägerin f Elisabetha Leonhard nach langem schwerem Leiden heute Nacht halb 2 Uhr zu sich zu rufen. 5 Um stille Theilnahme bitten Carl Leonhard, Marie Leonhard. 1 Die Beerdigung findet Mittwoch den 19. Oet., Nachmittags 4 Uhr, statt. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Praktischer Rathgeber für Landwirthe Nr. 9 und 10). Betreff D die Ber werden beachten hiernach nur dan Hessen; 2) vor volle des Jal 20. Lebe jährigen desselbe 3 und ist wenden. angegel zeugni Der Au Dar baum 2. Gr. constitu wurde! Präside mit 35 tären n dann fe statt. N Landtae ernannt die W wird d. schlag f derwab Graf Acclam ssche 9 fü Nach! 0 lessun, dorgen mimte