1881. Dienstag den 15. März. M 32. f Oberhessischer Anzeiger. 85 luft: Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 20 die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem ee. ober Ziffersaß mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. —— von auswärtigen Einsendern(soweit— nicht Ven Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefuͤgt ist, werden stets per Post nachgenommen. An die Bewohner Friedbergs und der Umgegend. 5 om ber Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm det Dienstag den 22. März er., Nachmittags 5 Uhr, im Hötel Trapp dahier ein Festmahl statt, zu welchem die Bewohner de Nr Stadt Frledberg und der Umgegend hierdurch freundlichst eingeladen werden. 3 ant* Auswärtige, sowie solche hiesige Einwohner, welchen die in Umlauf gesetzte Liste etwa aus Versehen nicht zukommen sollte, werden ge— gen bis zum 20. cr. ihre Anmeldungen im Hötel Trapp zu machen. — Die Sewohner der Stadt Friedberg werden ersucht durch Schmücken ihrer Häuser zur Feier des Tages mitzuwirken. a Das Comité: Dr. Brtaden, Brentano, Dr. Koehler, Dr. Möller, Roemheld, Schaeser, ald a Kreisrath. Post⸗Director. Professor. Realschul⸗Director. Bezirks-Commandeur. Seminar-⸗Director. A eln, Dr. Schwabe, Scriba, Sellheim, *, Seh Director des Prediger-Seminars. Bürgermeister. Oberamtsrichter. — 19 Bede N * Amtlicher Theil. iet Voll, etreffend: Formularien zu Quittungen über das Pfleggeld für arme Waisen. Friedb erg den 6. März 1881. 3 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. f* Unter Bezugnahme auf das Ausschreiben vom Heutigen— Amtsblatt Nr. 2— beauftragen wir Sie dafür Sorge zu tragen, daß je 1. Exemplar dieses Amtsblatts den resp. Pfarrämtern Ihrer Gemeinden zugeht. 15 Dr. Braden a getreffend: Die Fortbildungsschule. Friedberg am 12. Marz 1881. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sammtliche Schulvorstande des Kreises. ui ker 1. Unter Hinweis auf unsere Ausschreiben über den Schluß des betreffenden Unterrichts in den vorderen Jahren(insbesondere Nr. ge 209. Februar 1876), empfehlen wir Ihnen, uns Ihre Berichte über die, am Schlusse der Schule für diesen Winter 2 rüfung, unter Beifügung des Rechenschaftsberichtes der Lehrer, baldigst einzusenden. 2 6 *. Dr. Braden 8 Math rg-Butzb Friedberg den 12. März 1881. getreffend: Die Prämitrung von Dienstboten aus der Sparkasse denstift) Friedbe In die Gr. Bürgermeistereien im S 110 ebezirk; keiedber Butzbach und das Gr. Polizeicommi ariat Wickstadt. 0 e 4 Einem Antrage in der letzten General-Versammlung des Mathildenstifts Friedberg-Butzbach auf Praͤmiirung solcher Dienstboten, welche 4 0 Jahre und länger ununterbrochen bei ein und 1 Herrschaft gedient haben entsprechend, beauftragen wir Sie, binnen 14 Tagen die Mark Zahl dieser, dermalen in Ihren Gemeinden vorhandenen Dienstboten einzuberichten. Dr. Braden. TLasLeiben 7 Bekanntmachung. — Detreffend: Die Entwässerung der Grundstücke in der Gemarkung Bönstadt. rk Die Abstimmung über das rubricirte Project hat Annahme desselben ergeben. Indem wir dieses bekannt machen, ordnen wir Offen⸗ N da ligung des Abstimmungsprotokolls auf dem Bürgermeistereibureau zu Boͤnstadt von Samstag den 19. laufenden Monats bis Samstag den 2 kommenden Monats unter dem Anfügen an, daß Anfechtung der Zulaͤssigkeit oder Rechtsbestaͤndigkeit der Abstimmung innerhalb der Offen⸗ . lezungsfrist mittelst Recurses an den Kreisausschuß stattfinden muß. Friedberg den 12. März 1881. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. allt 82 f Dr. Braden. Torothea Fuchs von Langenselbold bei Hanau soll als Zeugin vernommen werden und wird um Mittheilung deren Aufenthaltsortes ersucht. 4 12 Friedberg am 10. Marz 1881. Der Großherzogliche Amtsanwalt Lorenz. . fc Deutsches Reich. 240,000 M. für den Bau einer neuen Panzer mission für die Vorlage, betr. die Pensionen der Darmstadt. Die zweite Kammer ist auf Corvette. Sodann wird der Militaͤr-Etat nach] Wittwen und Waisen der Reichsbeamten, ge— un 15. März einberufen. Die naͤchste Sitzung den Commissionsantraͤgen erledigt. Der Antrag nehmigte die beiden ersten das Princip des Ge⸗ 0 ur ersten Kammer findet am 17. März statt. Frankenstein-Schorlemer, durch vierwoͤchentlichef setzes auf die Beitragspflicht der Beamten gründen— 0 al Jamstag den 19. Marz findet voraussichtlich der Rekrutenvacanz eine Ersparniß von 590,000 M. den Paragraphen und setzte eine Subcommission „ hzerliche Schluß des Landtags statt. herbeizuführen, wird abgelehnt.— 12. Maͤrz. ein, um uber§ 3, welcher die Beitragspflicht — Regierungsblatt, Beilage Nr. 5, enthalt: Der Reichstag setzte die Berathung des Militär- zu 3 pCt. sestsetzt, und mehrere Amendements, chloß Verzeschniß der Vorlesungen auf der Ludewigs Etats fort, verwies die Positionen für die Er- welcher für die unteren Gehaltsstufen einen nied— 2 Lanftdk zu Gießen im Sommerhalbjahr 1881. werbung eines Exercierplatzes bei Trier und fürferigeren Beitrag fipiren, speclell zu berathen. 11., III. und IV. Bekanntmachungen über die Er 5 f N 8b 4— 10 1 0 9 Neub eine rie- enements in— Marz. Der Magistrat nehmigte ll ö Usung der Umlagen in den Gemeinden der Kr. Erbach, den Neubau eines Cavallerie-Casernement 11 kaͤrz er Magistrat genehmig Hormé und Mainz für das erste Vlertelsahr 1881 betr. Lüben nochmals an die Commission und gef in seiner heutigen Sitzung die Petition an den Berlin. Die provisorische Leitung des Mini- nehmigte den Etat im Uebrigen nach den Com Reichstag, den Gesetzentwurf betreffend die Be— Handl. seriums des Innern ist nunmehr bis zur Ernenn missionsanträgen, ebenso die einmaligen Aus- steuerung der Dienstwohnungen der Reichsbe— ing eines definitiven Ministers des Innern dem gaben des Auswärtigen Amtes, der Reichs justiz amten abzulehnen. In der Petition, deren Wort- l.(ltus⸗Minister v. Puttkamer übertragen worden. verwaltung, des Schatzamtes, der Reichsschuld, laut im Communalblatt veroffentlicht werden ö l— 11. März. Der Reichstag erledigte] des Rechnungshofes, der Reichsdruckerei und des fsoll, sucht der Magistrat zugleich die Beschuldig⸗ i zweite Lesung des Marine- Etats, lehnte Post-Etats. ungen des Reichskanzlers gegen die staͤdtische een. 40.000 M. für den Bau eines Panzerschiffs— 11. Marz. Die Reichstagscommission für] Steuerverwaltung zu widerlegen. f 1 Stelle des„Adalbert“ ab, genehmigte aber, den Gesetzentwurf betr. die Küstenfrachtfahrt hat Karlsruhe, 12. Maͤrz. Heute hat die 7. i slle gegen den Anträgen der Budget⸗Commission, I denselben unverändert angenommen. Die Com- Verlobung des Kronprinzen von Schweden mit 5100. 0 9 f N N ö N ö 8 - der Prinzessin Victoria von Baden im engstem Familienkreise stattgefunden. Nachmittags war Gratulationscour. Die Stadt hat geflaggt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 11. März. Im Abgeordnetenhause verlas Vice-Präsident Smolka eine Zuschrift des Präsidenten Grafen Coronini, worin derselbe erklärt, er lege sein Mandat nieder(tiefe und anhaltende Bewegung im Hause). Smolka spricht sein tiefes Bedauern über Coronini's Entschluß aus. Das Haus schließt sich auf Antrag Hohenwart's diesem tiefen Bedauern durch Erheben von den Sitzen an. Die Wahl eines neuen Präsidenten erfolgt in nächster Sitzung. Frankreich. Paris. Die Regierung be— schloß, gegen Andorra wegen der dort herrschen— den inneren Zwistigkeiten die Grenze zu sperren. —„Temps“ meldet aus Tunis, die Regier— ung des Bey habe die Arbeiten an der fran— zösischen Eisenbahn von Tunis nach Hammamlef einstellen lassen. Die italienischen Arbeiter be— haupteten, ihr Consul sei der Anstifter dieser Maßregel. Ein Beamter des italienischen Handels— Ministeriums sei nach Tunis geschickt worden unter dem Vorwande, die dortige italienische Schule zu inspiciren. Großbritannien. London, 11. März. Unterhaus. Der von der Regierung beantragte Zusatz zur irischen Waffenbill, betr. die Gewäh— rung einer Entschädigung für freiwillig abge— lieferte Waffen wird angenommen.— 12. März. Das Unterhaus nahm die irische Waffenbill in dritter Lesung mit 236 gegen 26 Stimmen an. —„Daily News“ dementirt, daß der Bot— schafter in Constantinopel, Göschen, seine Abbe— rufung nachgesucht habe. Auch das Geruͤcht von dem bevorstehenden Eintritte Derby's in das Cabinet sei unbegründet. — Meldungen aus Kapstadt vom 10. Maͤrz zufolge, nahm Carrington die Feindseligkeiten wieder auf; die Basutos leisteten dem Vorrücken der Colonialtruppen starken Widerstand. — Das„R. B.“ meldet aus Durban vom 12. d., daß unter den Colonisten des Oranje— freistaats große Aufregung herrschen soll. Die— selben warteten nur auf einen Vorwand, um sich den Boers anzuschließen und betrachteten die großen Verstärkungen, welche die britischen Truppen er— halten, mit argwöhnischen licken, da sie glaubten, darin ein Anzeichen zu erblicken, daß die brit— ische Regierung die Annexion des Freistaats be— absichtige. Rumänien. Bukarest, 11. März. In der Kammer der Deputirten interpellirte Vernescu in Betreff des Gerüchts, wonach Rumänien zum Königreich erhoben werden solle und fragte an, ob die Regierung in dieser Beziehung bei den auswärtigen Cabineten Schritte gethan habe. Der Premierminister erwiederte unter dem Bei⸗ falle des Hauses, Rumaͤnien sei ein freier Staat und habe das Recht, seinem Souverän den Titel eines Königs, selbst eines Kaisers zu geben, wenn es wolle.— Die Regierung legte der Kammer einen Gesetz-Entwurf wegen Convertirung der schwebenden Schuld vor.— 12. Maͤrz. Der gestern eingebrachte Gesetzentwurf betreffend die Convertirung eines Theiles der öffentlichen Schuld bezweckt die Convertirung der Domanial-Obli— gationen für den Bau der Eisenbahn von Plo— jeschti nach Predal, sowie die zur Bedeckung des Deficits von 1876 emittirten Schatzbonds in fünfprocentige Titel. Türkei. Constantinopel. Die beiden letzten dissentirenden armenisch-katholischen Bischoͤfe und mehrere Priester haben sich der römischen Kirche wieder unterworfen. Serbien. Belgrad. Der Ausschuß der Skuptschina nahm den Bontouxvertrag an. Die Ablehnungsnachricht ist unrichtig. Griechenland. Athen, 11. März. Kom⸗ munduros erklärte in der Kammer bei dem Ein— bringen der neuen Armeevorlage: wir müssen bereit sein, nicht Krieg zu führen, sondern die Berliner Beschlüsse auszuführen und die uns zugetheilten Provinzen nach den Verhandlungen in Constantinopel zu besetzen. Rußland. Petersburg. Die„Ag. russe“ bestätigt, daß die Pforte Maͤßigung zeige, jedoch schrittweise ihre Interessen vertheidige. Die Bot— schafter seien Rathgeber uud nicht Schiedsrichter. Erst wenn die Pforte ihr letztes Wort gesagt habe, würden die Mächte sich wegen einer Medi— ation verständigen. Petersburg, 13. März. Als der Kaiser heute Nachmittag um 2 Uhr von der Michael— mange nach dem Winter-Palais zurückkehrte, wurde durch zwei Sprengbomben ein Attentat ausgeübt. Der Kaiser wurde an den Beinen verwundet. Ein Officier und zwei Kosaken blieben todt. Mehrere Polizei-Beamte und Privatpersonen wurden verwundet.— Der Kaiser ist in Folge der erhaltenen Verwundungen heute Nachmittag 3½ Uhr gestorben. Allerlei. Kreuznach, 7 März. Rutschungen am Kauzenberge haben stattgefunden. Die erste, bis jetzt stärkste Rutschung hatte einen in Backstein errichteten Schuppen der Jötten⸗ schen Gerberei zertrümmert; die daneben stehenden größeren Gebäude hat man nun durch starke Sprießungen zu schützen gesucht. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag und gestern Morgen fanden nun neue Rutschungen statt, u. a. eine auch ziemlich oben, nahe der Schloßruine. Halger, 8. März. Der Thurm unserer Kirche stand heute in Feuersgefahr. Der Blitz eines gegen 3 Uhr Nachmittags herangezogenen Gewitters schlug in den Kirchthurm und enkzündete dessen oberste Spitze dicht unter der Helmstange. Bald entquoll derselben dichter W und helle Flammen umzingelten das Kreuz und den Knopf. Der freiwilligen Feuerwehr gelang es binnen einer Viertelstunde das Feuer vollständig zu dämpfen. Rom, 12. März. In letzter Nacht waren in Poligno fünfzehn Erdstöße zu verspüren, welche selbst in Perugla wahrgenommen wurden. Drei Erdstöße waren in Eitta⸗ dueale wahrnehmbar. Schaden scheint nicht erwachsen zu sein. Handel und Verkehr. Friedberg, 12. März. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 6.90— 1.10, Eier per St. 5—0 Pf. Gießen, 12. März. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.95— 1.00, Eier 1 Stück 4—5 Pf., Käse per Stück 5 10 Pf., Tauben das Paar M. 0.90— 1.20, Hühner ver St. M. 1.50— 2.00, Hahnen per St. M. 1.70— 2.50, Enten per St. M. 2.— 2.50, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 48— 50 Pf., Kalbfleisch 40 bis 44 Pf., Hammelfleisch 60— 66 Pf., Schweinefleisch 68 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.50—5, Zwiebeln per Ct. M. 00— 12. Frankfurt, 12. März. Marktbericht. Die Heu- und Strohmarktpreise waren auf dem heutigen Markte un— verändert. Eier kosten 100 deutsche M. 4.50, 100 italienische M. 5.50, im Detail das Stück 5— 6 Pf. Butter das Pfund im Centner 1. Qual. 95 Pf., 2. Qual. 85 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.25—30, 2. Qual. M. 1.15. Handkäse der Centner 40—45 M., das Pfund 50 Pf. Ochsenfleisch 60— 70 Pf., Kuhfleisch 45—55 P., Rind⸗ fleisch 50—55 Pf., Kalbfleisch 40—55 Pf., Hammelfleisch 40—65 Pf., Schweinefleisch 70—80 Pf., Hahn M. 1.50 bis 2, Huhn M. 1.50—2, Taube 50 Pf., Wälscher Hahn 6— 12 M., Ente M. 2.80— 3.50. Kartoffeln 100 Kilo M. 5—6. Weißkraut 20—25 Pf., Rothkraut 25—30 Pf., Blumenkohl 30—60 Pf., Wirsing 15 Pf., Endivien 10 Pf. Mainz, 11. März. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 4.50— 5.00, Heu per Ctr. M. 3.75 4.00, Stroh per Ctr. M. 2.70— 2.80, Butter ½ Kilo M. 0.90— 1.00, Butter in Parthien 70—80 Pf., Eier/ Hundert M. 1.15— 1.20, 1 Handkäse 4—6 Pf., Rothkraut 20— 25 Pf., Weißkraut 6—7 Pf., Blumenkohl 30—40 Pf., Wirsing 3—4 Pf., Zwiebel ½ Kilo 13 14 Pf., 1 Ente M. 2.50 3.00, 1 Hahn M. 1.50—2, 1 Huhn M. 1.50— 2.— Fruchtmarkt. Waizen eff. hiesiger, M. 22.00— 22.50, fremder M. 21.75 bis 22.50, Amerik. rother Winterwaizen M. 23.25— 23.75, Roggen, hies. u. franz. M. 21.20— 21.60, Gerste pfälzer M. 18.70— 19.20, franken M. 19.— 19.25, Hafer nach Qual. M. 14.50— 15.25, Reps M. 27.50— 28.25. Rüböl etwas fester eff, ohne Faß M. 29.25, per Mai mit Faß M. 28.50.— Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 62—00., 2. Oual. M. 56— 60, Kühe 1. Qual. M. 58— 00., 2. Qual. M. 48—54., Kälber das Pfd. 50— 00 Pf., Schweine das Pfd. 56—66 Pf. Brodpreise vom 16. März bis 1. April. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. März bis 1. April. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. 12,570 Ctr. Eichenlohrinde der Issir Erndte aus Domanial⸗, Gemeinde- und Privat⸗Waldungen, welche sämmtlich in der Nähe von Friedberg, meist auf dem Taunus und theilweise auch in der Wetterau liegen, sollen Donnerstag den 31. März d. J., Vormittags 11 Uhr, zu e im Trapp'schen Gasthofe öffentlich versteigert werden. Das Schälen, Trocknen und Aufbinden der Rinden wird auf Kosten der Waldeigenthümer besorgt. Nähere Auskunft ertheilt die unterzeichnete Stelle. Ober⸗Ros bach den 24. Februar 1881. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. 776 St r a ck. Holzversteigerung. 975 Samstag den 19. d. Mts., Morgens 10 Uhr, kommen im Weckes heimer Gemeindewald zur Versteigerung: 420 Raummeter Buchen-Durchforstungs-Reiser, 18 5 Buchen-Knüppel, 19 7 Fichten-Reiser, 13 7 Buchen⸗Stockholz. Die Zusammenkunft ist am Schwalbengraben auf der Langschneise. Weckesheim am 12. März 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Weckes heim. Hilger. 100 Cenlner gules Heu sind zu verkaufen bei Abraham Becker in Bönstadt. 928 Bekanntmachung. 974 Die Fenster, Thüren und sonstiges Holzwerk, Dach— schiefer, Dachrinnen ꝛc. des abzubrechenden Wärterwohn— hauses Nr. 210 auf Bahnhof Friedberg sollen Dienstag den 15. März 1881, Vormittags 9 Uhr, öffentlich an Ort und Stelle meistbietend gegen Baarzahlung ver— kauft werden. Friedberg, 13. März 1881. Der Eisenbahnbau- und Betriebs-Inspector Francke. Mobiliar-Versteigerung. 931 Nächsten Mittwoch den 16. d. Mts., von Morgens 9 Uhr ab, werden auf freiwilliges Anstehen der Geschwister Johann Heinrich und Lina Fritz auf dem Felsenkeller dahier die denselben gehörigen Mobilten und zwar: 1 Sopha nebst 6 gepolsterten Stühlen, 1 nußbaum polirter runder Tisch, 1 Regulateur, 1 polirter zwei— thüriger Kleiderschrank und 2 andere Schränke, 2 voll— ständige Betten, 1 Bettstelle, 2 CLommoden, 1 großer und 2 kleine Spiegel, 18 Wirths-, 2 Wasch- und 1 Nachttisch, 50 Stühle, 12 Bänke, 12 Lampen, 1 Buffet, Gläser, Porzellan, Messer und Gabeln, Kegeln und Kugeln, Vorhänge, Bettvorlagen und sonstige Haus- und Küchengeräthschaften und hierauf 3 Bettstellen und 2 Commoden öffentlich meistbietend versteigert. Bad Nauheim den 9. März 1881. Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauheim. Sich u t t, Strümpfe und Socken 53 für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich. 2 Jagd⸗ Verpachtung. 906 Die der Stadt Hungen zustehende Jagd von 452 Heetaren Wald und 839 Hectaren Feld, welche am 1. März d. J. dahier verpachtet wurde, ist nicht genehmigt und soll deßhalb Samstag den 12. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, nochmals auf hiesigem Rathhaus verpachtet werden. Hungen den 6. März 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. Holz⸗Versteigerung. 976 Donnerstag den 17. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen im Petterweiler Gemeindewald nach— verzeichnete Holzsortimente versteigert werden, nämlich: 4 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 16 4 Eichen⸗ 1 4 5 Nadel⸗ 5 2 5 Buchen⸗Knüppelholz, 6 Nadel⸗ * L 7930 Stück Buchen⸗Wellen, 610„ Eichen-Wellen, 340„ Nadel-⸗Wellen, 17 Raummeter Eichen⸗Stöcke, 1 Nadel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist am Petterweiler Waldhäuschen. Petterweil den 12. März 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Berges. Kilet-Decken, Wa, ea billigen Preisen 45 K. Friedrich. Aus vährend d. 970 2 * öffentlich m Une Vin ch Acer, d. Nn t L benahr, der große leden! und im geschnit besonde Das 9 fultura eee r 968 Holz-Versteigerungen in der Oberförsterei Eichelsdorf. Es werden versteigert: 1) Montag den 21. März aus den Distrieten Webersrain, Geldkaute, Biberwald, Hailoh und Katzenberg: 16 Eichen-Stamme von 18—36 em Durchmesser und 4—10 m Länge mit 6,19 ebm Inhalt, 1 Lärchen Stämme von 25—32 em Durchmesser und 9— 10 m Länge mit 2,56 cbm Inhalt, 5 Buchen⸗-Stämme von 44—84 em Durchmesser und 2,2—8 m Läntze mit 15,66 ebm Inhalt. Reisig. Stöcke. Holzart. Scheiter. Knüppel. Raum meter. Buchen 452 292 444 100 Birken 4 N——— Eichen 293 214— Lärchen— 66 24— Kiefern— 5 100 Aus den Distrieten Biberwald, Webersrain und Geldkaute werden nur die Buchen-Stämme verstelgert, während das Brennholz bei einer späteren Versteigerung zum Ausgebot kommt. 2) Mittwoch den 23. März aus den Distrieten Eisenkaute, Seekopf und Katzenberg: Eichen⸗Stämme von 29—42 em Durchmesser und 5 m Lange mit 1,02 cbm Inhalt, Laͤrchen- Stämme von 30—31 em Durchmesser und 10 m Lange mit 1,46 ebm Inhalt, 1 2 Kiefern Stamm von 36 em Durchmesser und 8 m Länge mit 0,81 ebm Inhalt, 2 j 1 4 Hainbuchen⸗Staͤmme von 18—23 em Durchmesser und 5 m Lange mit 0,70 ebm Inhalt. Holzart. Scheiter. Knüppel. Reisig. Stöcke. N Raummeter. Buchen 76 57 86 15 Eichen— 391 501 Larchen— 44 22— Kiefern— 6 4— Aspen 4 6 50— Das mit Kalk bespritzte Holz wird nicht versteigert. Von den Eichen⸗Knüppeln sind 400 Raummeter in Schichten von 4 Meter Länge, für Wagner und Gruben holz geeignet, aufgearbeitet. Die Lärchen-Knüppel haben 4 bis 5 Meter Lange. Die Eichen⸗Reiser in der Eisen kaute und Katzenberg sind großentheils Stammreiser. Nähere Auskunft ertheilt Großh. Forstwart Apolph zu Langd. Die Versteigerungen finden bei Wirth Henk zu Langd statt und beginnen an beiden Tagen Morgens 9½ Uhr. 3) Donnerstag den 24. März aus dem Distrikt Rainröder Spies: ö 1 Eichen⸗Stamm von 17 em Durchmesser und 6 in Länge mit 0,14 fm Inbalt, 359 Rm. Buchen⸗Scheiter, 231 Rm. Buchen- und 2 Rm. Elsbeer Knüppel, 324 Rm. Buchen⸗ und 26 Rm. Nadel⸗Reiser, 91 Rm. Buchen ⸗Stöcke. Die Nadel-Reiser sind in Schichten aufgearbeitet und zu Latten, Leiterbäumen ꝛc. geeignet. D Das Holz wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt, nähere Auskunft ertheilt der Großh. Rodemich zu Rainrod. Die Versteigerung beginnt Morgens 9 Uhr und findet bei Wirth Kröll in Rainrod statt. Eichelsdorf, 1. März 1881. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf. Heyer. Holzversteigerung in der Oberförsterei Nidda. 70 Donnerstag den 17. März sollen in den Distrieten Eichelacher, Friedrichsschlag, Frankenhausen und Söderecker, Iffentlich meistbietend versteigert werden: Forstwart 7 Eichen⸗ Stämme von 5—13 m Länge und 16—28 em Durchmesser, 122 Nadel⸗Stämme von 4—20 m Länge und 14—31 em Durchmesser, 1 Buchen⸗Stamm von 5 m Länge und 37 em Durchmesser, 20 Nadel⸗Derbstangen von 5—10 m Länge und 10— 13 em Durchmesser, 8 Raummeter Buchen Scheiter, 472 Raummeter Buchen-Reisig, 157 5„ Knüppel, 1018 1 Eichen ⸗Reisig, 362 5 Eichen⸗ Knüppel, 310 5 Nadel⸗Reisig, 1 3 5 Nadel⸗Knüppel, 2 15„ Stöcke. N 1 Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im Distriet Eichelacker. Das Brennholz wird nicht vorgezeigt und ist deßbalb vorher einzusehen. 3. 1 Nidda den 10. März 1881. Großherzogliche Oberförsterei Nidda. J. ner, * für Cand- und Ackerwirthe ur Lan- uli Ackerwrthe. 1. Englischer Futterrüben⸗Samen. Diese Rüben, die schönsten und ertragreichsten von allen jetzt bekannten Futterrüben, werden 1—3 Fuß in Umfange groß und 5, ja 10—15 Pfund schwer, ohne Bearbeitung. Die erste Aussaat geschleht Ausgangs März oder im April. Die zweite Aussaat im Juni, Juli, auch noch Anfangs August, und dann auf solchem Tcker, wo man schon eine Vorfrucht abgeerntet hat, z. B. Grünfutter, Frühkartoffeln, Reps, Lein und Roggen. In 14 Wochen sind die Rüben vollständig ausgewachsen und werden die zuleßt gebauten für den Winterbedarf auf lewahrt, da dieselben bis im hohen Frühjahre ihre Nahr- und Dauerhaftigkeit behalten. Das Pfund Samen von ler großen Sorte kostet 6 M., Mittelsorte 4 R. Unter ½ Pfd. wird nicht abgegeben. Aussaat pro Morgen ½ Pfd. 2. Bockhara Niesen-Honig⸗Klee. Dieser Klee ist so recht berufen, Futterarmuth mit einem Male abzuhelfen, denn er wächst und gedeiht auf dem leichten Boden. Er wird, sobald offenes Wetter eintritt, gesäet und gibt im ersten Jahre 3—4 Schnitt ind im zweiten 5— 6 Schnitt. Man kann denselben unter Gerste und Hafer saäͤen. Mit letzterem zusammen teschnitten, gibt er ein herrliches Futter für Pferde, auch ist der Klee seines großen Futterreichthums wegen ganz lesonders für Milchkühe und Schafvieh zu empfehlen. Vollsaat per Morgen 12 Pfd., mit Gemenge 6 Pfd. Das Pfund Samen, achte Originalsaat, kostet 3 M. Unter 1 Pfund wird nicht abgegeben. 3. Schottische Niesen-Turnips, Nunkelrübensamen. ö ö Diese Rüben werden im tiefgeackerten Boden 18 bis 22 Pfund schwer. Das Pfund kostet 1 M. 50 Pf. Lulturanweisung füge jedem Auftrage gratis bei. N a E. Lange, Nipperwiese, Bezirk Stettin. * Aufträ ö edi 97 Frankirte Aufträge werden umgehend per Nachnahme expedirt. 973 112 Ein schwarzgrauer Regenmantel nebst einem welßleinenen Taschentuch, gezeichnet J. W., wurde am Sonntag Abend im Hötel Trapp vertauscht. Um gefälligen Umtausch wird gebeten. 77 Kreisbaumeister Reuß. i 9 5 5* A„ a 9 1 Arbeits-⸗Versteigerung. 35 Montag den 21. März, Vormittags 1 Uhr, soll bet Gastwirth Völbel zu Berstadt das Liefern von 0 Kubikmeter Sand von Wölfersheim an die Wenigst rehmenden in Accord gegeben werden. 977 e ee Eine große Parthie Dungerde hat zu verkaufen Gerber Adolf Stier. 981 Lynler, Vezirksbauaufseher. Das Holz wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. Zur gefälligen Beachtung. 5 Dle überaus freundliche Aufnahme und der ungetheilte Beifall, welchen die von mir seither bereiteten Voß schen Katarrhpillen, sowohl bei dem Publikum, als auch bei vielen der Herren Aerzte, durch ihre ebenso sichere wie rasche Wirkung gefunden haben,(u. A. sprechen sich die Herren Sanitätsräthe Dr. Blumenfeld in Osnabrück und Dr. Boeddicker in Iserlohn, königl. Bezirks arzt Dr. Schilling in Burglengenfeld, Dr. med. Wittlinger in Frankfurt a. M., Stabsarzt Ur. Schmidt in Ahrweller u. a. m. uͤber die vorzügliche Wirkung der Pillen bei katar⸗ rahlischen Erkrankungen der Luftwege, ins besondere bei chronischen und aeuten Lungen- und Rachenkatarrhen, Husten, Heiserkeit, Schnupfen u. s. w. sehr günstig aus), machen es mir zur Pflicht, das verehrliche Publikum zu benachrichtigen, daß die von mir bisher innegehabte Adler⸗ Apotheke mit dem heutigen Tage in den Besitz des Herrn W. Voß übergegangen ist und daß diese bewährten Pillen auch fernerhin in der ganz gleichen Zusammensetzung, wie seither, von meinem Nachfolger ächt dargestellt und in den seitherigen Niederlagen auch fernerhin erhältlich sein werden. Um vor Nachahmungen geschützt zu sein, achte man darauf, daß die ächten Apotheker Voß'schen Katarrh⸗ pillen nur in den bekannten Blechdosen, die mit einer hell⸗gelben Etiquette nem ziegelrothen Verband⸗ streifen, welcher das f des Apotheker W. Voß trägt, versehen und pro Dose 75 Pf. in Friedberg in den Apotheken, in Nauheim bei Apotheker Kranz, in Alsfeld in der Apotheke, in Gedern bei Apotheker Moog zu erhalten sind. Frankfurt a. M., den 15. Februar 1881. W. Voß. Arbeits-Versteigerung. 18. Marz l. J., Höcher zu 936 Freitag den sollen bei Vormittags 10 Uhr, Unter⸗Widders⸗ heim die zur Erbauung eines neuen Schulhauses erfor⸗ derlichen Arbeiten und Material⸗ Lieferungen unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen in Accord gegeben werden Gastwirtl Voranschlag. M. Pf. Maurerarbeit 2489 78 Steinhauerarbeit 1681 24 Zimmerarbeit 630 74 Dachdeckerarbeit 335 69 Schreinerarbeit 1600 44 rbeit 384 80 Glaserarbeit 736 20 Weiß binderarbeit 951 8 Spenglerarbeit 167 10 Floßbolzlieferung 2102— Mauersteine zu brechen 533— sel anzufahren 520— isteinlieferung 494— Dieselben anzufahren 208— Ziegellieferung 386— Lattenlieferung 133— Tuffsteinlieferung 250— Sandsteinplatten⸗(Mainplatten-]) Lieferung 536 15 Cementlieferung 33 Lieferung von schwarzem Kalk von Aulen⸗ diebach oder Bleichenbach 345— Lieferung von weißem Kalk 560— Sandlieferung 601 50 Lehmlieferung 140— Lieferung von gußeisernen Trägern u. Säulen 349 40 Nidda den März 1881. J. A.: Lynker, Bezirksbauaufseher. 2*— Arbeits-Versteigerung. 964 Mittwoch den 16. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Gemeindehause zu Oppershofen das Herstellen von Zimmerarbeit an der Brücke bei der Nonnenmühle, lt. Kostenüberschlag für 50 Mark, einer offentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Gambach den 10. März 1881. Schneider, Bezirksbauau fseher. Versteigerung 9 g. 980 Die in Nr. 29 des Oberh. Anzeigers her be zeichneten, zum Nachlaß des Johannes Füller zu Friedberg gehoͤrigen, in Ockstadter und Friedberger Ge⸗ markung belegenen Immobilien sollen auf dem biesigen Rathhause Donnerstag den 17. einer letzten freiwilligen bei annehmbaren Geboten der werden. Marz, Abends 7 Uhr, ausgesetzt und alsbald ertheilt Versteigerung zuschlag Ockstadt am 14. März 1881. 0 40 Großherzogliches Ortsgericht Ockstadt. Dien st. Eisetrne 1 CTragbalken bester Qualitäten stets auf Lager und liefern billigst Philipp Passavant& Sohn 8 N in Fraukfurt a. M., (A Oto. 152%.) Stiftsstraße 24. 666 2 12 Gast-Darstellungen des Hanauer Stadt— Theater-Eusembles im hiesigen Casinosaal. Einem geehrten P. T. Publikum der Stadt Friedberg zur gefälligen Kenntnißnahme, daß Sonntag den 3. April, Abends 8 Uhr, die Eroͤffnung eines Gastspielcyelus des Hanauer Stadt⸗ Theater Ensemples mit„Hasemanns Toͤchter“, Original-Volksstuͤck mit Gesang in 4 Acten von A. L. L'Arronge, definitiv stattfindet. Zu dem Ende erlauben wir uns auf die in Circulation gesetzte Subseriptionsliste hinzuweisen und bemerken, daß ein Abonnement auf 12 Vorstellungen für einen Sitz des nummerirten I. Platzes 12 Mark, ein solches auf nummerirten II. Platz 8 Mark 40 Pf., ein Abonnement auf 6 Vorstellungen für nummerirten I. Platz 7 Mark, ein solches für nummerirten II. Platz 5 Mark beträgt. Die Kassenpreise sind für nummerirten J. Platz 1 Mark 50 Pf., für nummerirten II. Platz 1 Mark, Mittelgalerie 50 Pf., Seitengalerie 40 Pf. Genaueres über Repertoire und sonst Bemerkenswerthes enthält die circulirende Sub— seriptionsliste, wie auch das gastirende Ensemble in einem Tableau vorzüglicher Photographieen, welches im Schaufenster des Herrn Oppenheimer von heute ab ausgestellt ist. In der Zuversicht recht lebhafter Theilnahme empfiehlt sich dem Wohlwollen des ge— sammten hiesigen Publikums Mit ausgezeichneter Hochachtung 961 Friedberg. bas Ensemble des Hanauer Stadt- Theaters. — 3—** 1 Vorschuß⸗XCredit⸗Verein zu Friedber Eingetragene Genossenschaft. Durch Beschluß der General-Versammlung vom 12. März l. J. ist die Dividende pro 1880 auf 8 Prozent festgesetzt. Dieselbe kann unter Bezugnahme auf F. 74 und 75 der Statuten, vom 21. März l. J. an, gegen Vorzeigung der Contobücher an unserer Kasse in Empfang genommen werden. Friedberg den 13. März 1881. Der Vorstand: 9 Ermus. Hecht. Lündwirchschaffsschufe zu Weilburg à. d. Lahn. 778 Begründet 1876 an Stelle des aufgehobenen Königl. landwirthschaftl. Instituts zu Hofgeisberg. 2 Vor⸗ schulklassen(Eintritt mit Elementarbildung). 3 Fachklassen(FSintritt mit Reife für Tertia). Das Abgangszeugniß berechtigt zum einjährig- freiwilligen Militärdienst.— Oeffentliche Prüfung zum Schluß des Wintersemesters 5. April, Beginn des neuen Schuljahres 21. April. Anmeldungen bis zum 17. April an Direktor Matzat in Weilburg, der auch Programme(kostenfrei) versendet und weitere Auskunft ertheilt. Das Kuratorium: v. Wurm, Regierungspräsident in Wiesbaden. L. A. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung, mit festen und billigsten Preisen, empfiehlt ihr stes nur in zuverlässigen guten Qualitäten auf's Reichhaltigste ausgestattetes Lager. 234 5 Mobiliar⸗Versteigerung. Nächsten Donnerstag den 17. d. Mts., von Morgens 9 Uhr ab, werden in der Restauration Kalbfleisch am Bahnhofe dahier, die zum Nachlaß des Rentners Johannes Steinhäußer gehörigen Mobilien, und zwar: 1 Causeuse mit 6 gepolsterten Stühlen, 1 Sopha, 1 Sessel, Kleiderschränke, Commoden, Tische, Stühle, 1 Waschtisch, Bettstellen mit Sprungfedern und Roßhaarmatratzen, 1 Secretär, 1 Glasschrank, 1 Küchenschrank, 1 Stand⸗ und 1 Wanduhr, Spiegel, Bilder, noch gutes Bettwerk, Herrenkleider, sowie sonstiges Haus- und Küchengeräthe erbthe ilungshalber öffentlich meistbietend versteigert. Butzbach den 9. März 1881. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach. f Küchel. iba-Bruchleidend Unterleibs-Bruchleidenden wird die Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Herißau, Schweiz, bestens empfohlen. Dieselbe ent⸗ hält keinerlei schädliche Stosse und heilt selbst ganz alte Brüche, sowie Muttervorfälle.— Zu be⸗ ziehen in Töpfen zu A1 5 nebst Gebrauchsanweisung sowohl durch G. Sturzenegger selbst als durch nachstehende Niederlagen. Atteste, wie nachstehendes, liegen in großer Anzahl zu Jedermanns Ansicht bereit. 4)„Seit beingge 50 Jahren war ich uin dem Leiben elles Bruches behaftet, und halte sehr oft die hefligsten Sah merzen. Ich ließ mir zwei Töpschen Bruchsalbe des Herrn G. Sturzenegger kommen, und nachdem ich diese gebraucht, bin ich von meinem langjahrigen Bruchleiden vollständig kurirt. Alpen in Prrußen. Graeven, Polizeidiener.“ Zu haben in Berlin: Lowenapotheke, Jerusalemerstraße 16. Auskunft ertheilt auch in Frankfurt: J. 3. Lindt, Schnurgasse 38. 967 Früh-Rosenkartoffeln, Eine Glas- Kalesche, von 1 bis 100 Centner, per Centner M. 2.50, verkauft verschiedene offene Wägelchen, Breaks, Pony⸗Wägelchen, Groß⸗ Karben. 948 Bür Grünebaum. ein⸗ und zweispännige Oeconomie-Wagen, Sackkarren, Aniversal-Reinigungssatz Häckselmaschinen, drei Sorten Eggen, sowie eine große Aus wahl in Pflügen aller Art sind vorräthig in der land⸗ ist das einfachste und billigste Hausmittel gegen Säure⸗ e Geräthe⸗, Huf- und 5 von bildung, Aufstoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und 37 e üb 1 1 dtki andere Magenbeschwerden. Original-Packete zu 25 Pf, gegenüber der Stadtkirche. 50 Pf. und 1 Mark. 65 J. A. Uindeeker, Hof⸗Lieferant. 3 Pferd. Obstbäume, (4. Preis) steht zu verkaufen bei Oeconom Johs. Heinrich Gunderloch Das Hanauer Kadt- Theater- Ensemble zulegen. Hanau den 21. Februar 1881. Hochachtungsvoll H. W. Merle, 962 Regisseur des Hanauer Stadt⸗Theaters. Ilopf. 5 Kleesamen in feinster Qualität, von Seide ge⸗ reinigt und höchster Keimkraft, bei 985 Milh. Ferisch. f Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und fagonirt bei 946 Elise Hanau. Ein junger Oechnom aus guter Familie sucht zu seiner weiteren Ausbildung bei freundlicher Behandlung und geringem Gehalts— anspruch Stellung auf einem Gut. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. Anz. 959 Versteigerung. Unterzeichneter beabsichtigt Mittwoch den 15. März, Vormittags 9 Uhr anfangend, nachverzeichnete Gegen— stände aus freier Hand zu versteigern: 1 vollständigen Wagen, Vorderpflug mit Ackerwaage, 1 einspänniges Pferdegeschirr, 1 vollstandiges Kuh⸗ geschirr, 1 Wagenscheere, 2 gute Fabrkühe, 1 Häcksel⸗ bank, eine Parthie Grummet, Dickwurz-Mühle, Schnitz-Bank, 2 Schweine-Tröge, 3 Back-Körbe, 1 Ziege, 10 Hühner, sowie sonstige Haus-, Küchen- und Oeconomiegeräthschaften. Bönstadt, 11. März 1881. 960 Jacob Lang II. Süß e 2 Bratbückinge 983 bei Wilh. Fertsch. 2 1 1 0 5 d ö U 1 E werden gewaschen, gefärbt und fagonnirt bei e K. Friedrich. Holz⸗-Versteigerung. 972 Freitag den 18. und Samstag den 19. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, werden in hiesigem Gemeindewald solgende Holzsortimente versteigert: 33 Eichenstämme von 25— 68 em Durchmesser und 5—12 m Länge mit 38 m Inhalt, Nadelstämme von 25—3 5 em Darchmesser und 7-15 m Länge mit 1,59 fm Inhalt, 26 Raummeter Eichen Scheitholz, Buchen-Knüppel, 0 1 1 25. Eichen⸗Scheitholz, 12 7„ Knüppel, 454* Buchen⸗Stockholz, 62 Eichen⸗ f * 4300 Stück Buchen-Wellen, 600„ Eichen-Wellen, 138 Raummeter Nadel Knüppel, 1600 Stück Nadel-⸗Wellen. Den ersten Tag kommt das Bau- und Werkholz, sowie Buchen- und Eichen-Brennholz, den zweiten Tag das Nadelholz zum Ausgebot. Zusammenkunft den ersten Tag auf der Haide, den zweiten Tag vor der Neuschneise. Nieder-Florstadt den 12. März 1881. Großherzogliche i Nieder-Florstadt. n 971 1 Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Bruder, Schwager und Onkel Franz Ohmeis heute Morgen 11 Uhr nach schwerem Leiden in einem Alter von 53 Jahren, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Ober⸗Erlenbach den 12. März 1881. Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Car! Bindernagel. Ein bei der Friedberger Pferdemarkt Lotterie ge⸗ wonnenes, 4 Jahre altes, schwarzbraunes Wallachpferd kräftig, hochkronig, in der Baumschule von 969 Lang. 963 zu Rendel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. sucht ab 3. April 15 Zimmer, darunter 2 je mit 2 Betten 1 und erbitten die geehrten p. t. Refleetanten Wohnungen nebst Preisangabe in der Expedition des Anzeigers nieder⸗ 1 N ö Extra-Geilage. Hberhessischer Anzeiger M32. Die erste Kunde von dem abscheulichen Attentat auf den Kaiser von Rußland konnte bereits in dem gestrigen Haupt-Blatte gemeldet werden. Nachfolgend bringen wir die inzwischen einge gangenen weiteren Nachrichten: Petersburg, 14. Marz. Als der Kaiser Nachmittags 2 Uhr aus der Michaelmanege zum Winterpalais heimkehrte, wurde am Katharinen— kanal gegenüber dem Stallhofgebaͤude eine Bombe nach dem Wagen geworfen. Der Kaiser blieb unverletzt. Als er ausstieg, zerschmetterte eine zweite Bombe beide Beine. Der Wagen wurde zertrümmert. Von der Begleitung wurden etwa zehn Personen theils getöͤdtet, theils töͤdtlich ge— troffen, unter diesen Polizeimeister Worschitzky. Mehrere Personen sind leichter verwundet. Die Detonation war so stark, daß die Fensterscheiben der gegenüber liegenden Stallhofgebäude schmettert wurden. Zuerst zur Stelle waren der Thronfolger, Großfürst Michael Nikolajewitsch, welche den schwer verwundeten Kaiser auf einen Schlitten trugen und zum Winterpalais fuhren. Die Kunde von dem schrecklichen Attentat durch zer⸗ Sterbesacramenten versehen. Eine ungeheure und gebieten ihnen, uns Treue zu schwören und Menschenmasse stürzte sich unter lauten Aeußer— t Nachfolger Sr. Kaiserlichen Hoheit dem ungen lebhaften Schmerzes nach dem Palais, Großfürsten-T Thronfolger Nicolai Alexandrowitsch. das sofort von Truppen umgeben wurde. Als[Gegeben in' St. 1 im Jahre nach der Thronfolger erschien, empfing ihn die Menge Christi. 1881 und unserer e im mit lauten Zurufen. Unmittelbar nachdem ee— bei dem gestrig⸗ u Attentate von Tod des Kaisers bekannt geworden, füllten sich feinem Soda 15 ffene Verbrecher heißt Russa⸗ die Kirchen mit zahllosen Personen, die für den kow; derselbe ist 21 Jahre alt und seit zwei Kaiser beteten. Zwei Attentäter wurden ver— Jahren Zuhörer der Bergacademie. Ein zweiter haftet. Die Attentäter trugen Bomben in weißen Verbrecher, der eine Bombe warf, ein ebenfalls Tüchern.— Die Truppen haben bereits dem noch junger Mann, wurde aue ch ergriffen.— Laut neuen Kaiser den Eid in den Kasernen geleistet. Mittheilung der Zeitungen erfolgte der Huldig⸗ Morgen findet im Winterpalais die feierliche ungs zeide der Mitglieder des kaiserlichen Hauses Vorstellung und Eidesleistung der Cwübehorden noch gestern.— Der„Köln. Ztg.“ wird von hier statt, alsdann beginnen die Trauerfeierlichkeiten. gemeldet: Wie man hoͤrt, war de r Kaiser furcht⸗ Das Winterpalais ist von einem Truppencordon] bar verletzt, an den Beinen unter den Knieen, d an den Armen und am Kopfe. Der Blutverlust Regierungsanzeiger“ veröffentlich ee le das rasche Ende. Nach dem Attentate 6 * 1 9 fol ebe katserliches Manifest: Wir von Gottes irde der Kaiser auf den Händen fortgetragen. Gnaden Alexander III, Kaiser und Selbstherr-[Ein Marine- Feldwebel sammelte die Orden, scher aller Reußen, Zar von Polen, Großfürst] welche die Explosion von des Kaisers Brust ge⸗ von Finnland ꝛc., thun zu wissen: Es hat dem] rissen 9 Von den Verhafteten ist nur einer hmer an dem Morde er⸗ sind selbstverständlich vor⸗ Allmächtigen in seinem unerforschlichen Ratl bestimmt als Theilne lief die Stadt alsbald. Unzaͤhlige Menschen schlusse gefallen, Rußland mit einem schweren] kannt. Mitschuldige aus allen Schichten stroͤmten nach dem Winter- Schicksalsschlag heimzusuchen und seinen Wohl- handen. Viele Verhaftungen sind vorgenommen. palais, die Kunde über den Zustand des Kaisers thaͤter, Kaiser Alexander II., zu sich in das— Der„Agence Russe“ zufolge waren die erwartend. Schon gegen 4 Uhr war der KaiserJenseits abzurufen. Er fiel von gotteslästerlichenf ersten zur Hülfeleistung herbeieilenden Aerzte der ohne Bewußtsein verschieden, nachdem er kurz] Mörderhänden, die zu wiederholten Malen nach Chirurg Kruglewski und die Doctoren Botkin, vorher das Abendmahl hatte nehmen konnen. seinem theueren Leben trachteten, und sie trach-[Marcus und r 2 Beine hingen Bei der Nachricht vom Tode wurde die Menge teten nach diesem so theueren Leben, weil sie in nur noch an zerrissenen Muskeln. Das Blut vom Schmerze überwältigt, Alles weinte. 1275 ihm den Schirm und Hort erblickten für die floß tromweise Es wurden N Kautschuk⸗ zwei sofort ve rhafteten Schuldigen wird einer Größe Rußlands und für das Wohlergehen des Bandagen um die Beine, sowie um die rechte als Zögling der Bergakademie be 9 ꝗ 60 0— russischen Volkes. Beugen wir uns vor dem] Hand gelegt. Der Trauring war tief in die Das Attentat ergeignete sich am Katharinenkanalsunergründlichen Willen der göttlichen Vorsehung Muskeln eingedrungen. In Folge Unterbindung längs des Parks der zum Palais des Groß- und senden zu dem Allmächtigen unsere Gebete] der Adern und Anwendung von Eis und geeig⸗ fürsten Michael gehoͤrt. Der Kalser war von empor für die Ruhe der reinen Seele unseres neten B ingsmittelu öffnete der Kaiser noch⸗ der Eskorte und den Gehilfen des Polizespra entschlafenen Vaters. Wir besteigen unserenf mals die Augen, welchen Augenblick der Priester fecten begleitet, hinter ihm folgte Großfürstsvon unseren Vorfahren ererbten Thron des zur Spendung der hetligen Sacramente be⸗ Michael. Die erste Bombe traf zwei Tscher-]russischen Reiches und des unzertrennlich mit ihm] nützte. Bald darauf stockten der Herzschlag kessen. Der Kaiser verließ den Wagen, um verbundenen Zarenthums Polen und des Groß und der Athem. Saͤmmtliche Mitglieder der nach den Verwundeten zu sehen, obwohl der fürstenthums Finnland. Wir nehmen die uns; kaiserlichen Familie umgaben knieend das Sterbe⸗ Kutscher den Kaiser inständigst bat, den Kalser von Gott auferlegte schwere Last auf uns inf bett, waͤhrend der Erzpriester die Sterbegebete sofort nach dem Palais führen zu dürfen. Die dem festen Vertrauen auf seine allm ächtige Hülfe. verlas. Oberst Doorjetzki welcher den ersten zweite Bombe platzte unmittelbar vor dem Moͤge er unsere Arbeit zum Wohle unseres ge Moͤrder verhaftete und ihm Dolch und Revolver Kaiser und zerschmetterte beide Beine. Groß- liebten Vaterlandes segnen und moͤge er unseref entriß, hütet in Folge erlittener, indeß nicht fürst Michael und der Gehülfe des Polizei— Kräfte lenken für das Glück aller unserer gef toͤdtlicher Wunden das Bett. Die Personen, präfecten leisteten dem Kaiser die erste Hülfe und treuen Unterthanen. Indem wir vor Gott dem welche den Kaiser zuerf st aufhoben, waren Capitän⸗ d von unserem Vater abgelegte] Lieutenant Nowikoff vom Regiment Litthauen trugen denselben in einen Schlitten. Dovrojeskis, der Verbrecher, der die erste Bombe geworfen ist verhaftet, der zweite verschwand in der Menge. Als der Kaiser das Winterpal ließ ihn auf 15 Treppe in Blutverlustes die starb der Kaiser, 3 ver— Folge 3 4 uh vorher mit Besinnung. nachdem er s starken den Allmächtigen das „beilige Gelübde wiederholen, nach dem Ver- und Netschajeff, mächtuisse unserer Vorfahren unser ganzes e Anzahl der der Fürsorge um die Wohlfahrt, Macht und Ehre her angenommen Rußlands zu weihen, fordern wir alle unsere ge- bereits gestorben anen auf, vor dem Altar des Aller-] Russakoff, ist 21 den unsrigen zu vereinen] vinz Nowgorod Junker auf der Kriegsschule. Verwundeten ist großer, als wurde, einige davon sind Der verhaftete Moͤrder heißt Jahre alt, stammt aus der Pro⸗ und besuchte die Bergakademie. Leben 1 bis r treuen Unterth höchsten ihre Gebete mit Vuchdruckerel von Carl Bindernagel in Friedberg. N i e ein Linen Zul findet 0 beten d Dr. Ker er eee Hünfel Baden felden hauser Weid — 2 öffuu solgen scütte Ereign uunmeit en de und t. sicherli Hause Theiln von d betrof (Zust die zu missios Debat Angel forder