, 8 zugehen. 88 9 4 ö* * Menffag den 12. April. 2 44. Spb er Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint drelmal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bet uns haben), berechnet, bei grͤßerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. werden stets per Post nachgenommen. — Betreffend: Den im Monat März laufenden Jahres welchen der Betrag nicht beigefügt ist, —— Amtlicher Theil. vorzunehmenden Wiesengang. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Wir erinnern Sie hierdurch an die Erledigung unseres Ausschreibens vom 9. M ärz laufenden Dr. Braden. Betreffend: Auftreten der Tollwuth im Kreise Friedberg. Das Gro an die Großh. Buͤrgermeistereien Hoch-Weisel, Am 9. Maͤrz laufenden Jahres hat zu Hoch- W befallen wurde und getödtet worden ist. Wir ordnen demzufolge für die vorgenannten Buͤrgermeistereien maßgeblich des§. 38 betreffend Abwehr und Unterdrückung der Viehseuchen und der daß sämmtliche Hunde in den vorgenannten Gemeinden bis Der Einsperrung oder Ankettung gleich zu achten Hunde zum Ziehen ist unter der Bedin des Gebrauchs festgelegt werden. auf besonderes Nachsuchen, von uns Gemarkungen frei umherlaufen, sind einzuf unter einer Woche zu gewärtigen. kasten anzuschlagen. gewissenhaft zu überwachen. Betreffend: Maßregeln gegen die Rinderpest. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bür Es wird Ihnen mit der Post ein Exzemp Sie wollen dafür Sorge tragen, daß Um Ermittelung und Angabe des gegenwärtigen Aufenthal Friedberg, wegen Verfälschung von Nahrungsmitteln in Untersuchun Friedberg den 2. April 1881. Um Mittheilung des jetzigen Aufenthaltsortes als Knecht in Diensten stehen soll, wird ersucht. Friedberg am 8. April 1881. gung gestattet, Die Verwendung von Hirtenhunden zur fangen und zu tödten. tretung vorstehender Anordnungen sofort zur Anzei n Diese Bekanntmachung ist un v Die Herren Bürgermeister wie die Nieder⸗Weisel, Fauerbach v. d. H., Ostheim, ist das Führen der Hunde an der Leine mit unter Bedingungen gestattet werden. ge zu bringen. Dieselben haben sich einer erzüglich in J- einschläglichen Bestimmungen der Instruction vom 23. zum 9. Juni laufenden Jahres eingesperrt Friedberg den 8. April 1881. Bürgermeistereien des Kreises. Jahres und erwarten solche binnen 8 Tagen. Friedberg den 8. April 1881. herzogliche Kreisamt Friedberg Langenhain mit Ziegenberg, Münster, Hausen. eisel ein fremder Hund ein Schaf gebissen, welches am 6. April von der Tollwuth des Gesetzes Juni 1880 hiermit an, gehalten oder fest angekettet werden. einem sicheren Maulkorbe. Die Benutzung der daß dieselben fest angeschirrt mit einem sicheren Maulkorbe versehen und außer der Zeit Begleitung der Heerde und von Jagdhunden bei der Hunde, welche innerhalb der genannten Gemeinden und Außerdem sind die Eigenthümer der betreffenden Hunde, Jagd, kann, im Falle der Ueber⸗ Strafe von 10— 150 Mark, oder Haft nicht Ihren Gemeinden bekannt zu machen und im Publikations⸗ Großherzogliche Gendarmerie sind angewiesen die genaueste Befolgung dieser Verfügung V. d. K.: Küchler, Kreis-Assessor. Friedberg den 11. April 1881. germeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat zu Wickstadt. lar der neuen Handausgabe der Bestimmungen über das Ver 9 0 sahren bei Ausbruch der Rinderpest das Heftchen alsbald mit dem Dienstsiegel versehen und der Registratur einverleibt wird. O J. V. d. K.: Küchler, Kreis-Assessor. g stehend, wird ersucht. tsortes des Valentin Kimpel von Hopfmannsfeld, zuletzt Di f enstknecht in Großherzogliches Amtsgericht daselbst. Sellheim. des Johann Peter Swenson aus Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Wallmeu in Schweden, der in Butzbach oder Umgegend Der Großherzogliche Amtsanwalt. Lorenz. Kreise Bingen, Offenbach, Mainz, Deutsches Reich. Friedberg. Scriba dahier, erklärt derselbe, daß er eine Wiederwahl zum Reichstag aus Lt. In einem Schreiben des Belassung in dem Commando bei den Gewehr— Reichstagsabgeordneten Dr. Schroeder(Fried- und Munitionsfabriken, in das berg) an seinen Landtagskollegen, daß er e vom 7. Rhein. Inf.-Regt. Nr. 69, unter 4. Großh. Inf. Regt. Nr. 118 versetzt. Berlin, 7. April. Die von den vereinigten „allgemeinen Nationalliberalen und Fortschrittlern des dritten und persönlichen Gründen“ ablehne. Dr. Schröder Berliner Wahlvereins heute abgehaltene Ver— spricht die sichere Erwartung aus, daß der von sammlung nahm ihm seither vertretene Wahlkreis bei seiner libe⸗(ordneten v. Wahlen werde die Parole lauten: gegen Bismarck“— einen so stürmischen Ver— lauf, daß die Polizei die Versammlung auflöoͤste. talen Gesinnung bleiben werde. Darmstadt. Regierungsblatt, Beilage Nr. 9, enthält: I. Bekanntmachung, kersnerischen Familien— 11. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. III. Bekanntmachung über die Aufbringung der Mittel der Landjudenschaft der Provinz Oberhessen fur 1884/82. . VI., VII. und VIII. Übersicht der für betr. die Umgestaltung des von Fideicommisses in Nieder Erlenbach. dem bei der Aeußerung des Abge— Sauken-Tarputschen, bei den nächsten „für oder — Der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge wurde Trierer Domcapitel auf dessen Anzeige von der erfolgten Wahl eines Bisthumsverwesers durch den Oberpräsidenten der Rheinprovinz im Namen des Staatsministeriums mitgetheilt, daß 138½¼82 genehmigten Umlagen in den Gemeinden der der Gewählte als Capitular-Vicar der Trierer Erbach und Alzey. — Der Gerichtsschreiber Kehr in Bingen der Gerichtsschreiber Klein in Gerichtsschreiber in Bingen ernannt. — Militaͤrdienstnachrichten. Bender, Pr.⸗Lt. vom 4. Großh. Inf.⸗Regt. Nr. 118, wurde als Erzieher zur Haupt⸗Cadettenanstalt commandirt; Brodrück, Sec.⸗Lt. vom 3. Großh. Inf.⸗Regt. Ar. 117, wurde zum Pr.⸗Lt. befördert unter Belassung in dem Commando als Erzieher bei tem Cadettenhause zu Oranienstein; Lüttich, Sec. Diöcese staatlich nicht zuzulassen sei. Im Gegen a b satze zu den Faͤllen wurde zum Gerichtsschreiber in Nieder-Olm und brück habe Nieder-Olm zum wählten in Paderborn und Osna— die Entbindung des in Trier Ge— von der eidlichen Versicherung nicht stattfinden können. Straßburg. Der„Els.⸗Lothr. Ztg.“ zu⸗ folge sind den Bezirkspräsidenten 30,000 M. zur Verwendung für landwirthschaftliche Darlehens— Cassenvereine von Seiten des Statthalters über wiesen worden; ebenso haben auch andere Ver— eine zur Förderung gemeinnütziger Bestrebungen namhafte Unterstützungen erhalten. Ausland. Frankreich. Paris, 8. April. Der Senat nahm das Zolltarifgesetz definitiv mit den jüngst von der Kammer beschlossenen Aenderungen an und bewilligte ohne Debatte den Credit zu der Expedition gegen die Kroumirs. — 9. April. Die Kammer der Deputirten nahm heute den ersten Theil der Anträge des Commis— sionsberichts fur die Untersuchung der Affaire Etssey an, worin jede Bezichtigung des Ver— raths abgewiesen wird. Der zweite Theil, betr. gewisse Ungehoͤrigkeiten in der Verwaltung des Kriegs-Ministeriums, führte eine längere De— batte herbei.— In der gestrigen Sitzung der Senats-Commission erklaͤrte Barthelemy auf eine Anfrage, Frankreich wuͤnsche nicht die Annexion von Tunis, aber es bezwecke dort eine unbe— strittene franzoͤsische Préponderance herzuführen. — Aus Tunis wird heute gemeldet, die fran— zösischen Rüstungen machten auf dem Vey von Tunis einen tiefen Eindruck. Der Bey sei an sich wohl zu Concessionen bereit, indeß übe der italienische Consul eine starke Gegenwirkung auf ihn aus; Letzterer reichte auch dem Bey einen Protest ein, wobei er bemerkte, daß der britische Consul sich diesem Schritte angeschlossen habe. Toulon, 7. April. Das aus 8 Schiffen be stehende Mittelmeergeschwader ist hier einge— troffen und geht morgen nach der Kuͤste von Algier ab. Großbritannien. London, 7. April. Unterhaus. Generalstaatsprocurator James ant⸗ wortet auf die Anfrage des Mitgliedes Churchill, er sei von dem Unterstaatssecretär Dilke und dem Admiralitätslord Brassey autorisirt, zu erklaren, daß Churchill's Beschuldigung in jeder Art und Form vollkommen unbegründet sei. Er müsse Chur⸗ chill auffordern, den Kronjuristen, dem Unter⸗ haus und dem Publikum seine Quelle für die so grundlose Beschuldigung zu nennen. Churchill nennt hierauf Maltman und Bary, die Schatz— meister der„Freiheit“, als die Quelle in Betreff Dilke's. Dilke erklärte, er habe von der„Frei— heit“ bis zum Erscheinen des Mordartikels nichts gehört und dieselbe bis dahin nicht gesehen. Churchill's Nachricht sei unwahr. Churchill drückt seine Befriedigung aus, das Dementi einer so ernsten Nachricht herbeigeführt zu haben.— 8. April. Heute erläuterte Gladstone die irische Landbill. Dieselbe bezwecke die Errichtung eines Tribunals, das eine Landcommission einsetze und auf Verlangen des Pächters den Pachtzins fest— stelle, welcher dann für 15 Jahre Gültigkeit habe. Die Pächter können während dieses Zeit— raumes nur abgesetzt werden, wenn sie gewisse gesetzliche Bestimmungen verletzen. Den Paͤchtern wird das freie Verkaufsrecht zugestanden, mit der Einschränkung, daß der Grundbesitzer ein Veto einlegen kann, wenn solches von dem Tri— bunal gebilligt ist. Das Anrecht des Pächters auf das Pachtgut wird indirect anerkannt. Für Verbesserungen und Besitzstörungen werden Ent— schädigungen vorgesehen. In den Prozessen auf Exmittirung, welche bei dem Inkrafttreten der Bill noch schweben, wird den Pächtern gestattet, das neue Gesetz anzurufen, um sich gegen zu hohen Pachtzins zu schützen. Behufs Uebernahme von Pachtgütern durch die Pächter, behufs Ankaufs von Grundbesitz, behufs Reclamirung von Brach— land zum Verkauf an Pächter, ferner behufs Unter— stützung der Auswanderung soll der Staatsschatz Vorschüsse leisten. Gladstone hofft, es werde Eng— land durch Gerechtigkeit gelingen, Irland zu be— friedigen.— Northeote und andere Deputirte behalten sich die Debatte für die zweite Lesung vor. In erster Lesung ward die Landbill darauf angenommen.— Der Lord-Siegel- Bewahrer Herzog von Argyll hat seine Demission gegeben wegen Meinungs-Verschiedenheit über gewisse Punkte der irischen Landbill.— Ferner wurde eine Bankerut⸗Gesetzvorlage eingebracht und in der ersten Lesung angenommen. Das Haus ver— tagte sich sodann bis zum 25. April.— Das Oberhaus hat sich bis zum 5. Mai vertagt. — Lord Carlingford übernimmt an Stelle des Herzogs Argyll den Posten des Lord-Siegel— bewahres.— Der russische Botschafter Fürst Labanoff ist hier wieder eingetroffen. Italien. Rom, 7. April. Deputirten⸗ kammer. Zanardelli beantragt Vertagung der Verhandlung über den die auswärtige Politik des Cabinets tadelnden Antrag Damiani's bis nach der Debatte über die Wahlreform, um durch eine mögliche Ministerkrise die erwarteten Reformen nicht zu verzögern. Der von der Regierung gutgeheißene Vertagungsantrag Zanar— delli's wird in der Abstimmung mit 192 gegen 171 Stimmen abgelehnt. Drei Deputirte ent— halten sich der Abstimmung. In Folge dieses Votums beantragt Cairoli den Schluß der Sitz— ung, damit das Cabinet die Befehle des Königs entgegennehme. Die Sitzung wird aufgehoben. — 8. April. Der Senat nahm den Gesetzent— wurf, betr. die Aufhebung des Zwangscourses mit 115 gegen 8 Stimmen an.—„Diritto“ meldet, Cairoli überreichte dem Könige die De— mission des Cabinets; der König befahl, seine Entscheidung abzuwarten. Spezzia, 7. April. Die Panzerschiffe„Roma“, „Maria Pia“ und„Gaeta“ sind abgegangen. Rumänien. Bukarest, 7. April. Der Senat nahm mit 34 gegen 5 Stimmen das Ge— setz betr. die Ausweisung von Ausländern an, welche die Sicherheit des Staates gefährden, mit einem Amendement, die Ermordungs- und Vergiftungs-Versuche gegen die Person eines fremden Staatsoberhauptes oder ein Mitglied seiner Familie nicht als politische Verbrechen anzusehen.— 8. April. Die Kammer hat zu dem vom Senate angenommenen Gesetze über die Ausweisung Fremder die Dringlichkeit votirt. Serbien. Belgrad. Der betr. Ausschuß der Skupschtina nahm einstimmig die Anlehens— convention mit Bontoux behufs Consolidirung der Staatsschulden an. Griechenland. Athen, 8. April. Sämmt— liche Gesandte am hiesigen Hofe begaben sich gestern gemeinsam zu dem Ministerpräsidenten Kommunduros. Der deutsche Gesandte v. Rado— witz verlas den identischen Vorschlag der Mächte, welcher von allen Gesandten unterzeichnet war und ließ dem Ministerpräsidenten Abschrift zu— rück. In der identischen Note stellten die Mächte in dem Falle der Annahme der neuen Grenz— Linie dem griechischen Cabinete ihre Vermitt— lung in Aussicht, um die legalen Verpflichtungen der Pforte zu sichern, während im Falle der Ablehnung die griechische Regierung alle daraus resultirende Verantwortlichkeit und Gefahr allein tragen müßte. — Es verlautet, es stehe im Ministerrathe eine motivirte Antwort auf die identischen Er— klärungen der Mächte in Berathung. Dieselbe solle die den Conferenzbeschlüsseu substituirte neue Linie als nicht geeignet bezeichnen, dem Ver— langen der griechischen Nation zu genügen. Die Antwort wäre so gehalten, daß sie nicht aus— schließe, daß Griechenland fich dem ernsten Willen der Mächte schließlich unterwerfe, solle aber jedenfalls eine nochmalige peremptorische Erklär— ung der Mächte herbeiführen. Rußland. Petersburg, 8. April. Gestern Vormittag wurde die Gerichtssitzung zur Ver— handlung gegen Ryssakoff und Genossen eröffnet. Der Staatsprocurator Murawiew trug die An— klageacte vor, deren Verlesung über zwei Stunden in Anspruch nahm. Hierauf fand das Verhör der Angeklagten statt. Der Zugang zum Ge— richtsgebäude ist streng überwacht, die Eingänge von Gendarmen und Polizeiagenten besetzt. Der Eintritt ist nur gegen Karten gestattet. Jede Ansammlung von Menschen auf der Straße ist verboten; die Straße darf nur auf der dem Gerichtsgebäude gegenüber liegenden Seite von Wagen befahren werden. — 9. April. Dem„Tagbl.“ zufolge soll vorgestern in Folge einer Proclamation des nihilistischen Executiv-Comites an den Zaren im Anitschkowpalais unter Vorsitz des Kaisers ein geheimer Conseil stattgefunden haben, woran die Großfürsten Wladimir, Alexis, Michael und die Grafen Melikoff und Walujeff Theil nahmen. Moskau, 7. April. Von hier kommt folgende Depesche: In dem Dörfchen Sablino an der Bahn nach Moskau ist vorgestern Nacht der älteste Sohn des ältesten Bruders des ermordeten Zaren, Großfürst Nikolaus Konstantinowisch, von einem Hauptmann und zwei Lieutenants festge— nommen und alsbald nach Petersburg oder viel— mehr auf ein bei Petersburg gelegenes Schloß seines Vaters internirt worden. Der Großfürst, der bekanntlich wegen eines Diamantendiebstahls vor einigen Jahren in argem Gerede war, ist politischer Umtriebe, wie es heißt, zu Gunsten seines Vaters, Großfürsten Konstantin, verdächtig; ob letzterer Mitwisser ist, darüber ist nichts bekannt. Aus Stadt und Land. a. Heldenbergen. Am 4. April feierte in aller Stille der hiesige Pfarrer, Dekan Brentano, sein 25jähriges Dienstjubiläum als Dekan des katholischen Dekanats Vilbel. Dem verdienstvollen, würdigen Mann war schon vor 9 Jahren als Anerkennung seiner Ver⸗ dienste um Kirche und Staat und seiner treuen Anhänglich— keit an das Großherzogliche Haus von dem verstorbenen Großherzoge das Ritterkreuz 2. Klasse des Ludewigsordens verliehen worden. Wünschen wir dem Jubilar-Dekan noch recht viele Jahre weiterer segensreicher Wirksamkeit. Allerlei. Frankfurt, 8. April. Der Polizeipräsident erläßt folgende Mittheilung:„Der des Raubmordes an seinem Collegen Winterfeld verdächtige Krankenpfleger Albrecht aus Kassel hat sich gestern Abend im Polizei-Gefängniß gemeldet und bei seiner sofortigen Vernehmung die That vollständig eingestanden. Nach seiner Angabe hat er den Winterfeld nach kurzem Kampf und zwar nur zu dem Zweck, um sich das Geld desselben anzueignen, mit den Händen erwürgt. Das Geld, welches er nach Vollendung des Mordes an sich genommen hat, soll nur 180 Mark betragen haben. Davon hat er am Mittwoch und Donner⸗ stag ca. 140 Mark hier in verschiedenen Wirthschaften und lustiger Gesellschaft verpraßt, den Palmengarten, das Opernhaus ꝛc. besucht und sich sodann, wie er an⸗ gibt, von Gewissensbissen gedrängt, selbst der Behörde gestellt.“ Hanau. In den Einzel-Comites der demnächst statt⸗ findenden Geflügelausstellung hat sich bereits rege Thätig⸗ kelt entwickelt, so daß schon nächste Woche die Herrichtung des Ausstellungsraumes in Angriff genommen werden kann. Wie wir hören, steht der hiesige Verein mit Fabrikanten künstlicher Brutapparate in Unterhandlung, um durch den Betrieb eines solchen Apparates während der Ausstellung dem Publikum den äußerst interessanten Prozeß der künstlichen Bebrütung und des Ausschlüpfens der Jungen zur Ansicht bringen zu können. Szegedin, 9. April. Die„Ungarische Post“ meldet: Der Wasserstand ist jetzt um 12 Centimeter höher als während der letzten Katastrophe. Die Lage ist ernst, je⸗ doch noch nicht besorgnißerregend. Smyrna, 8. April. Auf Chios dauert das Erd⸗ beben mit längeren Intervallen fort. Die Zahl der Opfer wird jetzt auf 6000 angegeben. Handel und Verkehr. Friedberg, 9. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.15 1.30, Eier per St. 5 Pf. Gießen, 9. April. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.05— 1.10, Eier 1 St. 4—5 Pf., 2 St. 0 Pf., Käse per Stück 4—9 Pf., Tauben das Paar M. 0.80—1, Hühner per St. M. 1.40— 1.50, Hahnen per St. M. 1.70— 2.50, Enten per St. M. 2.50—3., Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 46— 50 Pf., Kalbfleisch 40 bis 44 Pf., Hammelfleisch 60— 66 Pf., Schweinefleisch 68 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4— 4.80, Zwiebeln per Ctr. M. 15—00., Wälsche M. 7. Frankfurt, 9. April. Marktbericht. Heu kostete je nach Qual. per Ctr. M. 3—4, Stroh M. 2.50—3.00. Eier das Hundert deutsche kostet M. 5.50, italienische M. 6.50 bis 7 prima Waare, Butter 50 Kilo M. 0.95— 1.00, im Detail 1. Qual. M. 1.30, 2. Qual. M. 1.20. Ochsen⸗ fleisch das Pfd. 60— 70 Pf., Kuh-, Rind- und Farren⸗ fleisch 40— 55 Pf., Kalbfleisch 40— 55 Pf., Hammelfleisch 45—65 Pf., Schweinefleisch 65—80 Pf. 1 Hahn M. 1.80 bis 2.20, 1 Poularde M. 3, 1 Ente M. 3, 1 Huhn M. 1.60 2, 1 Taube 50 Pf. Weißkraut 20—25 Pf., Rothkraut 30 Pf., Blumenkohl 30—70 Pf., Endivien 15 Pf., Spargel das Pfund M. 3. Mainz, 8. April. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 4.50— 5.75, Heu per Ctr. M. 3.25— 3.50, Stroh per Ctr. M. 2.50— 2.75, Butter ½ Kilo M. 1.00— 1.10, Butter in Parthien 80—90 Pf., Eier ½ Hundert M. 1.05— 1.15, 1 Handkäse 5—7 Pf., Rothkraut 25—30 Pf., Blumenkohl 30 35 Pf., Wirsing 5—6 Pf., Zwiebel ½ Kilo 14— 15 Pf., 1 Ente M. 2.30— 2.50, 1 Hahn M. 1.50—2, 1 Huhn M. 1.50—2, 1 junge Taube 40—45 Pf.— Fruchtmarkt. Waizen eff. hiesiger, M. 23.00— 23.50, fremder M. 22.75 bis 23.25, Amerik. rother Winterwaizen M. 23.75— 24.10, Roggen, hies. u. franz. M. 21.50— 22.00, Gerste pfälzer M. 19.00— 19.50, franken M. 19.— 19.50, Hafer recht fest eff. M. 15.25 16.00, Reps M. 27.50— 28.50. Reps⸗ kuchen M. 0.00— 0.00. Rüböl ruhig eff. ohne Faß M. 29.30— 29.40, per Mai mit Faß M. 28.50— 28.60. — Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 64— 00., 2. Oual. M. 58— 62, Kühe 1. Qual. M. 57— 00., 2. Qual. M. 46—50., Kälber das Pfd. 60— 00 Pf., Schweine das Pfd. 56-65 Pf. Pfennig ⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einleger.“ Betrag. M. Pf Uebertrag vom 2. April. 185 79 75 1. C. Bindernagel.. 47 22 60 2. W. Bernbeck 100 40 45 3. Ph. Billau. 79 40 20 4. Th. Kran; 63 2835 5. H. Flaschenträger. 85 40 20 559 251 55 NB. 205 haben neu eingelegt. Friedberg den 9. April 1881. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Bekanntmachung. Großherzogthum Hessen bei den von dort ausgehenden Personenposten eine Gestellung von Beiwagen statt.. Darmstadt den 6. April 1881. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. Hagemann. Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Ostern. Beginn: Mittwoch Abend 6¼ Uhr. Donnerstag Morgen 8 Uhr. 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J. aus den Districten Borkhards, Rabenköpfe, Dörrenberg, Bauwald, Kißnersrothskopf, Linnes, Hasenköpfchen und Jon askopf: 3 Eichen⸗Stämme von 34—53 em Durchmesser und 3—7 m Länge, 9 Lärchen⸗Stämme von 15—23 em Durchmesser und 8—20 m Länge, 21 Fichten⸗Stämme von 12—36 em Durchmesser und 10—19 m Länge, 6 Eichen-Derbstangen von 11 em Durchmesser und 3 m Länge, 146 Fichten⸗Derbstangen von 5—12 em Durchmesser und 5—12 m Länge. Holzart. Scheiter Knüppel Reisig Stöcke. Raummeter. Buchen 294 158 326 49,5 Birken 19 19 5 1 Eichen— 91 92— Nadel 10 38,5 55— As pen 2 14 16— Das mit Kalk bespritzte Holz wird nicht versteigert. Die Eichen- und Nadel⸗Knüppel sind theilweise in Wagner und zu Grubenholz geeignet. Die Versteigerungen am 20., 21. und 22. April fi 20. und 21. April Morgens 9 Uhr, am 22. April jedoch Nähere Auskunft über das am 20. und 21. d. Adolph in Langd und über das am 22. d. 1 Mts. z Stornfels. Das Holz wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. 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Entrée 30 Pf.— Loose 40 Pf.— Kataloge 20 Pf. . to. 23 /I.) i Institut Für Elektrotherapie. (Angewandte Heilelektrizität für Nervenleiden.) Kaiserstrasse 25, Frankfurt a. M. Hofrath Dr. Stein. Ausstattungsges chäft. Frankfurt a. Main, Stiftstraße 13. 2 1356 J. W. Ohlenschlager, Möbelhalle. (9913.) Eine ernste Mahnung. 1382 Mitunter schleppt man sich Tage, Wochen ja Monate lang mit einem Husten und Schnupfen oder mit Heiserkeit herum und erträgt geduldig alle die vielen Qualen und Unzuträglichkeiten in dem Glauben, daß die vielfach dagegen empfohlenen Mittel(Syrupe, Pastillen, Bonbons, Thees ꝛc.) doch nichts helfen und dieses Un— wohlsein von selbst wieder verschwinden wird, während man diesen zumeist unerträglichen Krankheitszustand überraschend leicht und schnell und ohne nennenswerthe Ausgabe be— seitigen kann.— Nach den neuerdings gemachten wissen— schaftlichen Erfahrungen ist ein solcher katarrhalischer Zustand, der nur auf eine Entzündung der Schleimhäute- der Luftwege zurückgeführt werden muß, binnen wenigen Stunden durch ein geeignetes antiphlogistisches Mittel vollständig zu beseitigen, was auch bei den angestellten praktischen Versuchen vollkommen gelang. Verschiedene Aerzte, u. a. Dr. med. Wittlinger in Frankfurt a. M., Stabsarzt a. D. Dr. med. Schmidt in Ahrweiler, em⸗ pfehlen die Voß'schen Katarrhpillen, welche von dem Apotheker W. Voß, Adler⸗Apotheke zu Frankfurt a. M., im Großen hergestellt und in den Apotheken pro Dose 75 Pf. erhältlich sind; in Friedberg in den Apotheken, in Nauheim bei Apotheker Kranz, in Alsfeld in der Apotheke, in Gedern bei Apotheker Moog. Diese Katarrhpillen verdienen besonders zur gegen— wärtigen Husten⸗ und Schnupfenzeit die allgemeinste Beachtung und dürften zu einem Versuche wohl anregen. — Ueberdies sei noch hervorgehoben, daß die Voß'schen Katarrhpillen in Blechdosen, mit gesetzlicher Schutzmarke und mit einem ziegelrothen Verbandstreifen mit dem Faesimile des W. Voß versehen, einzig nur in den Apo⸗ theken abgegeben werden und vollkommen unschädlich sind. Ich empfing frische Sendungen hochfeinen rhein. Apfelgelèe, ächten holl. Colonialsyrup 1383 Wilh. Fertsch. Tüchtige Weißbindergesellen sucht Hermann Rühl, 1390 Seilerstraße 28, ( Cto. 87/ IV.) Frankfurt am Main. Wir nehmen die Beleidigung vom 24. und 25. Februar d. J., am Abstimmungstage wegen Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Okarben, gegen Polizei⸗ diener Balzer als Unwahrheit hiermit zurück. Okarben den 7. April 1881. Karl Fink und 1372 Friedrich Philipp Mutz. Zu vermiethen. Der obere Stock meines Hauses, bestehend aus 6 Zimmern, Speicher, Holzstall, Keller zꝛc. ꝛc., ist zu vermiethen und Anfangs Juli beziehbar. Näheres bei Christian Ulrich II. 1388 Philipp Ritzel, Gerber. A. Steinbach, Kaiserstraße Nr. 71 dem Hötel Trapp vis-A-vis, bringt hiermit sein reichassortirtes Lager in Hüten und Kappen, stets die neuesten Formen und billigsten Preise, 2 in empfehlende Erinnerung. 1269 Kragen X Manschetten, Krausen, Herren- und Damenbinden, Vorstecker, Hand— schuhe aller Art bei 395 g 1402 SHieirrich Diehl, usagasse. 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M. und im Kurhaus⸗ theater zu Homburg mit großem Erfolge wiederholt aufgeführt. Kassen⸗Preise: 1396 Nummerirter Sitz 1 M. 50 Pf. Zweiter Platz 1 M. Mittel-Galerie 50 Pf. Seiten-Galerie 40 Pf. Bei Herrn Kaufmann Georg Groß sind am Tage der Vorstellung von 1 bis 6 Uhr Nachmittags Billets zu allen Plätzen zu haben. Zweiter Platz Tagespreis 70 Pf. Oberh. Viehversicherungs⸗Austalt. Generalversammlung Samstag den 16. April 1881, Vormittags 10½ Uhr, im Gasthaus„Zum Solmser Hof“ in Hungen. Tagesordnung: Abänderung der Statuten betreffend. Der Director: Gros. Feld-& Garten- Samen, Gras⸗ u. Klee⸗Samen, sowie deutschen, ewigen, schwedischen, weißen in reiner zuverlässiger Oua⸗ lität bei Friedberg. Jacob Herrmann, 1405 Kaiserstraße 62. Bei meiner Abreise von hier sage ich allen Freunden und Bekannten, von welchen ich nicht persönlich Ab- schied nehmen konnte, lnerzliehst Lebewolal. 1404 Carl Zeilberger. 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