2 — mädchen hal can Betz. 25 r, 1 reren Break Nertt Halbverdetl ert eingrichtet, stesc ef Suttler 1 „ Bicbertraßt 11. & dul en edhere, tt — Dienstag den 11. October. 1 120. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Zu publiciren ist aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt Nr. 21: Bekanntmachung, die Eintheilung des Großherzogthums in Landwehrbezirke, sowie in Aushebungs- und Musterungsbezirke betreffend. Bekanntmachung. Betreffend: Den Herbstfaselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins zu Friedberg pro 1881. Der diesjährige Herbstfaselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg soll Dienstag den 28. Oetober laufenden Jahres zu Friedberg abgehalten werden. Die aufgetriebenen Fasel werden durch eine hierzu bestellte Commission gemustert und wird den Eigenthümern der als preiswürdig erkannten Thiere eine Geldprämie bewilligt. Der landwirthschaftliche Bezirksverein und die Kreisstadt Friedberg haben hierzu entsprechende Beträge zur Disposition gestellt. Die eigene Züchtung der Thiere durch deren Eigenthümer erscheint nicht als eine Bedingung der Prämiirung. Von der Preisbewerbung sind Gemeindefasel ausgeschlossen, desgleichen Fasel, die um 9 Uhr Vormit— tags noch nicht am Platze sind. Für Fasel, welche als tauglich befunden, aber nicht prämtirt werden, wird auf Verlangen eine Wegvergütung ausgezahlt. Nicht genügend gefesselte Thiere werden vom Platze weggewiesen werden. Die zum Abschlusse kommenden Verkäufe wollen dem Großherzoglichen Beigeordneten Herrn Steinhäußer dahier zur Anzeige gebracht werden. Zu recht zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen. Friedberg den 20. September 1881. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung, betreffend den Wintercursus der Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen zu Friedberg pro 1881/82. Der diesjährige Wintercursus der hiesigen Ackerbauschule beginnt Mittwoch den 2. November und dauert bis gegen Ende Marz. Der Unterricht erstreckt sich auf allgemeine Schulfächer, sowie auf die verschiedenen Zweige der Naturkunde und Landwirthsschaftslehre. Er wird von den beiden ausschließlich für die Anstalt bestellten Hauptlehrern, Prof. Dr. Tobisch und Dr. R. Ludloff, ferner von Dr. med. C. Becker, dem Cultur⸗Ingenieur Völzing und mehreren anderen geeigneten Hülfslehrern ertheilt. Die nöthige Anschauung bieten die reichen Lehrmittel der Anstalt, sowie Excursionen nach nahegelegenen Gutswirthschaften, gewerblichen Anlagen und sonstigen belehrenden Einrichtungen. Aufnahms— fähig sind alle unbescholtenen jungen Männer, welche die Volksschule mit gutem Erfolg absolvirt haben. In die 2 Classe werden nur solche Schüler aufgenommen, welche vorher die 1. Classe besuchten, oder nachweisen, daß sie sich anderweitig die Kenntnisse angeeignet haben, welche das Lehrziel der 1. Classe bilden, alle anderen Schüler kommen in Letztere.— Das Schulgeld betragt fur die 1. Classe 45, fur die zweite 35 Mark. Anmeldungen nimmt das unterzeichnete Curatorium und der Anstalts-Dirigent, Prof. Dr. Tobisch, entgegen, von welchen beiden Stellen gewünschtenfalls auch anderweitige bezügl. Auskunft ertheilt wird. Friedberg den 19. September 1881. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Dr. Braden, Kreisrath. Küchler, Kreis-Assessor. Schmidt, Kreisschulinspector. Betreffend: Den Cursus der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1881/82. Friedberg den 20. September 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung des Curatoriums der Ackerbauschule empfehlen wir Ihnen, sich dafür zu bemühen, daß die Ackerbauschule durch recht viele junge, der Landwirkhschaft sich widmende Leute aus Ihren Gemeinden besucht wird. Wir bemerken zugleich hierbei, daß für wenig Bemittelte Unterstützungen zur Disposition stehen und wir es nicht zu beanstanden finden, wenn auch von Gemeinden, aus welchen junge Leute die Schule besuchen, Unterstützungen verwilligt werden, indem wir recht gerne derartigen Beschlüssen Genehmigung ertheilen. N e 2 Dr. Braden. Bekanntmachung, betreffend die Abhaltung eines Cursus zur Ausbildung von Cultur-Technikern an der Ackerbauschule zu Friedberg. Zugleich und in Verbindung mit dem dießjährigen Wintercursus hiesiger Ackerbauschule beabsichtigen wir einen Cursus zur Ausbildung von Cultur⸗Technikern einzurichten, um dem, namentlich in der Provinz Oberhessen fühlbaren Mangel an geeigneten Kräften zur Ausführung der zahlreichen bezüglichen Projecte abzuhelfen.— Der Lehrplan dieses Cursus ist, ebenso wie der der Ackerbauschule, auf 2 Winter berechnet und die betr. jungen Leute nehmen an den für sie passenden Stunden der Ersteren theil; außerdem erhalten sie aber besonderen Fachunterricht und praktische Unterweisung durch den Cultur-Ingenieur Völzing dahier, an welchen auch die bezüglichen Anfragen oder Anmeldungen zu richten sind. Wir glauben, strebsamen und befähigten jungen Leuten den Besuch dieses Cursus um so mehr empfehlen zu können, als— bei dem Umfang und der Dringlichkeit der bezügl. Meliorationsaufgaben— mit Sicherheit darauf zu rechnen ist, daß Diejenigen, welche besagten Cursus mit Erfolg absolvirt haben, sofort dauernde und einträgliche praktische Verwendung in hiesiger Provinz finden werden. Friedberg den 19. September 1881. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Dr. Braden, Kreisrath. Küchler, Kreis-Assessor. Schmidt, Kreisschulinspector. Ausschreiben. Um Angabe des Aufenthaltsortes des Helurich Hill von Nieder-Mockstadt wird ersucht. Friedberg am 1. October 1881. Der Großherzogliche Amtsanwalt. J. V.: Bücking. Bekanntmachung. Betreffend: Die Beseltigung dürrer Bäume in Feld und Gärten. Weh f a Es muß dringend darauf aufmerksam gemacht werden, daß die in Feld und Gärten befindlichen dürren O entfernt werden, indem unter deren theilweise losgelöster Rinde zahlreiche, den Feld- und Gartengewächsen schädliche I elegt haben und noch niederlegen, auch schützenden Aufenthalt dort suchen. 12 b 772 e en n 1881. 5 f Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins; von Oberhessen. Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Obstbaͤume möglichst bald usecten ihre Brut nieder— —. b Die Landes baugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren sechsten Jahres-⸗Cursus am 15. November l. J., welcher 4 Monate, also bis zum Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und technischer Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Muͤhlenbauern, Gelegenheit bieten, sich die für einen selbständigen Gewerbebetrieb er— forderlichen theoretischen Kenntnisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, Bauaufsehern de. dienen. Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszeit von folgenden Herren ertheilt: Architeet Prof. Hermann Müller, Architeet Kuhl— W. Möser, Handelslehrer Peters Die Schule umfaßt vorerst zwei Klassen mit 15. März 1882 andauert. mann, Ingenieur Reuter, Techniker L. und Bildhauer Fölix. folgenden Unterrichtsgegenständen: Freihand— darstellende Geometrie(einschließlich Schatten⸗Construktionen und Perspektive), Bau- construktionslehre(einschließlich Stabilitäts- und Festigkeitsberechnungen), Elemente der Maschinen-Construktionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunst— gewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Feldmeßkunst(ein⸗ schließlich Trigonometrie und Planzeichnen), gewerbliche Buchführung, Theile der Bauführung, insbesondere Materialienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz ze. richtslocale befinden sich Neckarstraße Nr. 3, unfern von den Büreaulocalitäten, der Landesbaugewerkschule Darmstadt die letzteren von den Schü mindestens einjährig Auch soll Abtheilung, die 2. Kl geliefert werden, und ist beim Beginn des C und geometrisches Zeichnen, 1 Die Unter⸗ Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Großh— Gewerbevereins, so daß * lern besucht und geeignet benutzt werden köngen. Be⸗ dingungen zur Aufnahme sind: 1) Für die untere Abtheilung, die 1. Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler aufgenommen, welche eine e Beschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Ausnahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von dem Aufzunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen, damit jedem strebsamen Handwerker die Anstalt zugänglich werde. 2) Für die obere asse, muß außerdem der Nachweis ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemessenen Fertigkeit im Freihand- und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie und der Befähigung, sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit 30 M. ursus vorauszubezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man möglichst frühzeitig und längstens bis zum 31. Oktober l. J. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Büreau der⸗ selben— Neckarstraße 3 im dritten Stock— bewirken, da die Zulassung der Schüler nur nach Maßgabe der vorhandenen Unterrichts-Loealitäten erfolgen kann. Darmstadt den 8. September 1881. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Busch. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— lage Nr. 24, enthält: J. Bekanntmachung, den Holzpreistarif pro 188/82 in den Domanialwaldungen betr. 11. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. III. Bekanntmachung, die Erhebung einer Umlage für die deutsch⸗katholische Gemeinde zu Osthofen betr. IV. Ordensverleihungen. V. Namensveränderungen. VI. Dienstnachrichten. Es wurde der Hauptsteuer— amts⸗Assist. 1. Kl. Krumb in Worms zum Hauptsteuer— amtscontroleur in Bingen ernannt; dem ev. Pfarramts— Cand. Pfaff aus Wabernhausen die Pfarrstelle zu Schorns— heim, dem ev. Pfarrer Wiener zu Rüsselsheim die 2. Pfarr— stelle zu Worms, dem ev. Pfarramts-Cand. Bus von Hammelbach die Pfarrstelle zu Wallertheim übertragen; der auf die 1. Lehrerstelle zu Büdingen präs. Schullehrer Weinel daselbst bestätigt; dem Asp. des höh. Lehramts Nagel aus Bauernheim die 1. Lehrerstelle zu Grünberg, dem Schulamtsasp. Rothschild aus Külsheim eine Lehrer— stelle, der Schulamtsasp. Eichberg aus Darmstadt die Stelle einer Lehrerin zu Worms, dem Schullehrer Michel in Lorsch die Lehrerstelle zu Astheim übertragen; der auf die 2. Mädchenlehrerstelle zu Beerfelden präs. Schullehrer Breidenbach daselbst bestätigt; der Brückenwärter Seip zu Mainz in gleicher Diensteigenschaft nach Worms versetzt. VII. Ernennungen in Beziehung auf den Landtag. VIII. Charakterertheilungen. IX. Verlust des Titels durch Diseiplinarstraferkenntniß. X. Dienstentlassung. XI. Ruhestandsversetzungen. Es wurde der Hofeon— certmeister Büchler und der Kammermusiker Rapp, beide auf Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer Dienste, der Schullehrer Karrillon zu Wald⸗Michelbach auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, der Schullehrer Heil zu Mainz auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. XII. Sterbefälle. Gestorben sind: der kath. Pfarrer Roth zu Mainz; der Schullehrer Vowinkel zu Bretzen⸗ heim; der Landgerichtsdiener Korell zu Trais-Munzen— berg; der Schullehrer Steinheimer zu Wixhausen; der Landgerichtsassessor Limpert zu Gießen; der Schullehrer Kruppert zu Volxheim; der Ministerialrath Reuling zu Darmstadt; der Schullehrer Wolff zu Dorn-Dürkheim; der Förster Weyland zu Darmstadt; der Landgerichtsactuar Kleyenstüber zu Ulrichstein; der ev. Pfarrer Wirthwein zu Fürfeld; der Landgerichtsdiener Wenzel zu Offenbach; der Oberförster Fabricius zu Mainz; der Geh. Regierungs⸗ rath Pareus zu Darmstadt; der Hofgerichts-Direetor Dr. Trygophorus zu Darmstadt. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 21 enthält: Bekanntmachung, die Landwehrbezirke, sowie Aushebungs- und Musterungsbezirke betr. — S. K. H. der Großherzog wird den 24. Landtag in Person eröffnen. Als Tag der Eröffnung ist der 19. October bestimmt, während am 17. und 18. der Zusammentritt und die Constituirung der Kammern durch die Einweis— ungscommissionen und beziehungsweise die Wahl des Bureaus ac. stattfinden wird. Metz. Die Einweihung der neuen Garnison— kirche ist vorläufig auf den 23. October verschoben. Es heißt, der Kaiser komme nicht nach Metz. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Pest, 8. Oct. Im Unterhaus legte der Justizminister den Gesetz— entwurf zur Eheschließung zwischen Christen und Juden vor. Holland. Haag, 8. Oct. Die internationale Conferenz zur Regelung der Nordseefischerei wurde heute vom Finanzminister van Lynden, welcher in seiner Eigenschaft als Minister des Aeußeren die Initiative ergriffen hat, eröffnet.. Frankreich. Paris. Das Journal„La e petite republique“ weist den Gedanken an einen Rücktritt des Ministeriums vor dem Zusammen— tritt der Kammer als unehrenhaft zurück. Das Ministerium müsse sich wegen seiner Handlungen vor dem Parlament verantworten. Erst nach öffentlicher Debatte könne es sich zurückziehen. Ein vorzeitiger Rücktritt wäre für das Cabinet nicht ehrenhaft; er würde nur dem neuen Ministerium Verlegenheiten bereiten. Dann bedürfe er auch der Zustimmung des Staats— mannes, welchen der Präsident der Republik zur Bildung eines neuen Cabinets zu berufen gedenke Oct. Der heutige Ministerrath in den Champs Elvysees beschäftigt sich nur mit Tunis. Das Verhalten des Cabinets bei der Einberufung der Kammer kam nicht zur Sprache. Am Dienstag ist wieder Ministerrath. — Nach Londoner Meldungen schicken Eng— land und Frankreich ihren Vertretern identische Instructionen wegen der Mission der türkischen Commission in Aegypten. Großbritannien. Londou. Die in London nicht anwesenden Mitglieder des Cabinets sind telegraphisch auf den 12. Oct. zum Cabinetsrath einberufen, um die Convention der Transvaal— Boers und die ägyptische Angelegenheit zu berathen. — Die„Times“ vertheidigen sich gegen die ungünstige Kritik, welche ihr jüngster Aufsatz über die Neugestaltung im Orient hervorgerufen habe. Sie haben nur behauptet, daß Verän— derungen in der Vertheilung, der Macht und des Einflusses im Mittelmeere bevorstehen. Eng— lands Interessen auf der Straße, die nach In⸗ dien führe, seien sicher zu stellen durch eine klare Politik in Aegypten, denn diese sei von höchster Wichtigkeit für die Existenz des Reiches. Solchen Vorschlag aber einer Theilung der Türkei gleich— zustellen, sei mehr als Mißverständniß; denn es widerstreite den Thatsachen. Italien. Rom, 7. Oct. Gestern wurde der englische Gesandte zu Bukarest, White, von dem Papst empfangen. Er hatte keine specielle Mission; er ist Katholik und verlangte blos eine Privataudienz. Der Minister von Uruguay, den Jacobini empfing, kam, um schwebende Fragen mit dem Vatican zu regeln. Die Mel— dung, daß der Papst bei den römischen Katho— liken von Abreisen sprach, ist unbegründet. Mailand. Die Wiener Abendblätter ver— öffentlichen eine Depesche von hier vom 5. October(die bis Ala bei Roveredo in Tyrol von Mailand aus mit der Post befördert wurde), welche das Gerücht von der Entdeckung eines Socialistencomplottes gegen den König Humbert meldet. Als Thatsache wird berichtet, daß ein ehemaliger Offizier von Garibaldi, Namens Rensi, verhaftet wurde. In dessen Wohnung wurden auch angeblich einige Bomben gefunden. Die Socialisten leugnen jede Verbindung mit Rensi. Spanien. Madrid, 8. Oct. Die Könige von Spanien und Portugal trafen heute an der Grenze beider Staaten(am Ausfluß des Tajo) zusammen. Sie nahmen zusammen das Früh⸗ stück ein. Am Abend fuhren sie nach Caderes (südlich vom Tajo in Spanien). Türkei. Constantinopel. Die Differenz 5 noch nicht geregelt, doch wird befriedigende Lös— ung erwartet. — Die Vertreter der Bondholders schrieben Server Pascha, sie verlangten eine Ausgleichung für die russische Kriegsentschädigung, für welche der bulgarische und der cyprische Tribut vorbe— halten ist, den England für das Anlehen von 1855 zurückhält. — Die ägyptische Mission von Ali Fuad und Ali Riza Pascha hat den Zweck, die türkische Oberhoheit formell zu wahren, den europäischen Einfluß abzuwehren und die Einberufung der ägyptischen Notablenkammer zu vereiteln oder doch zu verzögern. Der Sultan besorgt näm— lich, die ägyptische Notablenkammer werde auch die Einberufung eines Parlamentes für Con— stantinopel nach sich ziehen. Die Mission er— hielt den geheimen Auftrag, eine ägyptische Liga ins Leben zu rufen, die zu den leitenden Kreisen in Constantinopel in enge Fühlung treten soll. Rußland. Petersburg, 7. Oct. Der Minister des Innern eröffnete gestern die Sitz— ung der Commission, welche zur Einschränkung und Verhinderung der Trunksucht des Volkes eingesetzt ist. — 7. Oct. Das Journal„Porjadok“ meldet aus der hiesigen türkischen Botschaft: Schakir Pascha hatte mit dem Minister Giers in letzter Zeit häufige Unterredungen über die laufenden Fragen, hauptsächlich über den Modus der Zahl— ung der türkischen Kriegscontribution. Ueber die neue Regierung in Bulgarien erklärte Schakir, die Türkei sehe in dem jetzigen Zustande von Bulgarien, Dank Rußlands Bemühungen, eine hinlängliche Garantie fur das Prinzip, welches die Türkei bei ihrer Politik auf der Balkan— Halbiusel verfolgt. Sie sehe die letzte Regier— ungs-Veränderung als eine Rettung Bulgariens an. Die Oberherrlichkeit sei im Prinzip bei beiden Reichen verschieden. Die Ausführung der armenischen Reform werde durch die Ereignisse in Aegypten und die fortdauernden Unruhen in Kurdistan verhindert. Schakir ist auf weitere drei Jahre als hiesiger Botschafter accreditirt. — Ein Ukas des russischen Kaisers, datirt vom 4. October, an den Finanzminister, befiehlt eine neue Emission 5proc. Staatsbankbillets im Betrage von 100 Millionen Rubel behufs Rück— zahlung der während des letzten Krieges con— trahirten Schuld von 50 Millionen an die Staatsbank und zur Completirung der Mittel der Staatsrentei. — Das„Journal de St. Petersbourg“ re— producirt eine Note der„Agence Havas“ über die Behauptung der„Morning Post“, daß die russische Regierung gegen die französische gereizt sei wegen der Weigerung der letzteren, eine internationale, die politischen Verbrechen be— treffende Convention zu unterzeichnen. Das Journal bemerkt hierzu: die russische Regierung beabsichtige nicht, Jemand zu zwingen, sondern betrachte die gegen die Gesellschaft gerichtete Bewegung als eine solche, welche alle Staaten bedrohe, und demgemäß müßten auch die Maß⸗ regeln zur Vertheidigung gegen diese Geißel ge⸗ über die griechische Grenze bei Zarko Kriseri ist meinsam sein. 1 ein Fr Mund! sahrte dem er zum e denn Zeltut junger N Aus Stadt und Land. T. Friedberg, 10. Oet. In der gestern abgehaltenen Versammlung unseres Molkerei-Comité“'s wurde beschlossen, auf Grundlage der von Molkerei- Director Reinsch in Breslau gelieferten Zeichnungen, durch einen von Ver— walter Stahl in Kloppenheim empfohlenen Frankfurter Baumeister einen speeefieirten Baukostenanschlag anfertigen, diesen durch einen anderen Bauverständigen und die molkereitechnischen Dispositionen des Director Reinsch durch Dr. W. Fleischmann in Raden(Mecklenburg) be— gutachten zu lassen. Ferner wurde zur Verstärkung der mit dem Studium der Platzfrage beauftragten Seetion Pachter Reif-Steinfurth und Dr. Tobisch-Friedberg ge— wählt. Endlich einigte man sich bezüglich der meisten bei den anzufertigenden Berechnungen in Betracht kom menden Zahlenansätze. Gießen. Am 6. October sprach das Schwurgericht nach Atägigen Verhandlungen das Urtheil in dem Prozeß gegen J. Wagner II., Holzhändler von hier, D. Weller. v. d. Lindenburg, H. Hörle II., Landw. von Groß Buseck, L. Weller, Landw. von Heuchelheim, J. Weller VI., Landw. daselbst und J. Benner, Maurermeister daselbst, angeklagt wegen Brandstiftung, betrügerischen Bankerotts und Meineids, Vervortheilung der Gläubiger und Ver— heimlichung von Concurs-Objeeten. Der Spruch der Geschworenen lautete mit 1 Ausnahme(Hörle von Groß— Buseck, welcher freigesprochen wurde) auf Schuldig. Das Gericht verurtheilte J. Wagner II. und D. Weller V. zu je 6 Jahr Zuchthaus und 5 Jahr Ehrverlust, L. Weller und J. Weller VI. zu je 3 Monat Gefängniß, J. Benner zu 150 M. Geldbuße. Mainz. Eine heitere Scene ereignete sich dieser Tage in dem Sitzungssaale des Landgerichts, Abtheilung für Civilsachen. Zwischen einer Familie auf dem Lande war wegen Geldangelegenheiten eine Streitigkeit aus— gebrochen und die Hülfe des Gerichts in Anspruch ge— nommen worden. Nun befand sich unter den Parteien ein Frauenzimmer, das im Rufe stand, ein gar böses Mundwerk zu besitzen. Ueber diese Frau sollte ein be— jahrter Bauersmann Auskunft geben. Dieser Zeuge, nach— dem er über Verschiedenes Auskunft gegeben hatte, wurde zum Schluß vom Vorsitzenden des Gerichtes gefragt, ob denn das Frauenzimmer wirklich so schlimm sei. In ächter Pfälzer Mundart gab der Mann darauf zur Antwort:„No, Herr Präsendent, so arig is Se grad nit, sie is wie die Annere all sein, Sie werre des jo aach wisse, dann Sie sein jo aach verheirath!“— Tableau! * Allerlei. Homburg v. d. H. Hier und in Gonzenheim sind die schwarzen Blattern ausgebrochen. In Gonzenheim hat diese Krankheit schon Opfer gefordert, hier liegt ein Polizeibeamter schwer erkrankt darnieder. Homburg v. d. H. Von einer amerikanischen Familie, welche hier gewohnt hat, ist ein Dienstmann nach Amerika geschickt worden, um ein hier eingekauftes Hündchen dorthin zu bringen. Die besagte Familie will sich noch einige Zeit in Paris aufhalten, wobei ihr das Hünd— chen lästig fallen könnte. Dasselbe hat im Ankauf 35 M. gekostet. Wiesbaden. Die electrische Eisenbahn, welche auf den Neroberg geführt werden soll, ist bereits in Angriff genommen. Der Unternehmer, hat mit der Vermessung der Strecke Colonaden-Capellenstraße-Neroberg begonnen. Das Nivellement und die Vorarbeiten werden durch hiesige Kräfte ausgeführt. Berghausen bei Nastätten. Unsere Berghäuser waren neidisch auf den Ruhm der Schildaer, sie wollten gerade so viel genannt sein, wie diese. Das haben sie denn nun auch fertig gebracht, denn man liest in allen Zeitungen folgenden Schildastreich von hier: Von unserer Gemeinde war auf dem Prämienmarkte zu Limburg ein junger Bulle für 288 Mark angekauft worden, dem N der übliche Ring an der Nase angebracht werden sollte, durch den man diese Thlere leicht zu bändigen im Stande ist. Das Anbringen dieses Ringes ist eine für das Thier sehr schmerzhafte und darum nicht ungefährliche Operation, weßhalb immer große Vorsicht beobachtet werden muß. Diese löbliche Vorsicht wurde indessen von unseren Berghäusern sehr übertrieben. Sie zogen den Kopf des Bullen an Stricken im Stalle in die Höhe über einen Bohlenverschlag hinweg, wobei das Thier mit dem Halse auf diesen zu liegen kam. Jetzt konnte der Ring ohne alle Gefahr von der anderen Seite aus befestigt werden. Aber, o Schrecken, als man den Ring glücklich in der Nase des gefürchteten Viehes plaeirt hatte und die Stricke losließ, fiel der Bulle in seinem Standorte zu Boden und rührte kein Glied mehr; er war während der Operation erstickt. Wien. Ministerpräsident Taaffe sandte ein Schreiben an den Bürgermeister von Wien, in dem er ihm mit— theilt, daß auf speziellen Wunsch des Kaisers die Donau— Regulirung aufwärts bis zum Flusse bs(10 M. unter— halb Linz) abwärts bis zur ungarischen Grenze in kürzester Frist in Angriff genommen werden soll. Die Kosten sind auf 24 Mill. Gulden veranschlagt, die in 24 Jahr— zielen verausgabt werden sollen. Die Strecke beträgt etliche 30 Meilen. Der Hauptzweck der Regulirung ist darauf gerichtet, die Stadt Wien und das angrenzende Marchfeld vor den alljährlich drohenden Ueberschwemm— ungen zu sichern. Paris, 7. Heute früh um 7 Uhr 20 Min. ist auf der Westbahnlinie ein von Argenteuil kommender Zug ganz nahe von dem Bahnhofe von Pontoise mit einem von Acheres ihm entgegenfahrenden Zuge zusammen— gestoßen. Zwei Reisende wurden getödtet, zwei schwer verwundet; der Schaffner des von Acheres kommenden Zuges verlor das rechte Bein; der Gepäckwagen und ein Wagen dritter Klasse von diesem letzteren Zuge wur— den zertrümmert. Das Versehen eines Bahnwärters, der trotz des von dem Weichensteller gegebenen Signals eine schon geschlossene Barriere wieder geöffnet hatte, soll die Schuld an dem Unglück tragen. Madrid. Aus Mureia werden große Ueberschwemm— ungen gemeldet. Gegen 200 Gehöfte sind durch Wasser von allem Verkehr abgeschnitten. Handel und Verkehr. Friedberg, 8. Oet. Wochenmarkt. Butter kostete ver Pfd. M. 1.15— 1.30, Eier 1 St. große 7 Pf., 2 St. kleine 13 Pf. Gießen, 8. Oet. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.10 1.18, Eier 1 Stück 6—7 Pf., 2 Stück 00 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Tauben das Paar 50—70 Pf., Hühner per Stück M. 0.75 1.20, Habnen ver Stück M. 0.50— 0.90, Enten per Stück M. 1.40— 1.70, Gänse per Pfund 50—54 Pf., Ochsenfleisch 64—00 Pf. per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 46—50 Pf., Kalbfleisch 44—48 Pf., Hammelfleisch 50—60 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kar— toffeln 100 Kilo M. 3—4., Zwiebeln per Ctr. M. 7—8, Weißkraut 1 St. 10-30 Pf. Frankfurt, 8. Oet. Marktbericht. Heu kostete je nach Qual. M. 4.—5., Stroh M. 4., Butter im Großen 50 Kilo M. 1,15, im Detail 1. Qual. das Pfund M. 1.30, 2. Qual. M. 1.20, Ochsenfleisch 65—70 Pf., Kuhfleisch 45 bis 55 Pf., Kalbfleisch 40—55 Pf., Hammelfleisch 40 bis 65 Pf., Schweinefleisch 75—80 Pf., Romain-Salat 10 bis 20 Pf., Kartoffel 100 Kilo M. 5, im Gescheid 10 bis 12 Pf., Einmachgurken das Hundert M. 2.50—3, Rothkraut das Stück 15—20 Pf., Kohlrabi 4—6 Pf., Wirsing 8— 12 Pf., Weißkraut 10— 15 Pf. das Hundert M. 9.50—10, Endivien 8—10 Pf., Aepfel M. 9.50 bis 10.50 das Malter. 1 Huhn M. 1.80—2, 1 Hahn M. 1 bis 1.50, Ente M. 2—3, Gans M. 4.—8., Taube 50 bis 60 Pf., Feldhuhn M. 1.30— 1.50, Poularden M. 2—3. Mainz, 7. Oet. Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 66., 2. Qual. M. 58— 62, Kühe 1. Qual. M. 57, Oet. 2. Qual. M. 45— 50, Kälber das Pfd. 50 Pf., Schweine das Pfd. 60-65 Pf. Für die Beförderung über Belgien(Ostende) sind vom 1. Oct. d. J. ab anderweite Versicherungsgebühren— sätze für Packete mit Werthangabe nach Großbritannken und Irland eingeführt worden. Danach gestaltet sich die Berechnung: 1. Gewichtsporto: Für Packete ohne oder mit Werthangabe bis einschließlich 5 Kg.: nach London M. 2, nach England ausschließlich London 2 M. 85 Pf., nach Schottland und Irland M. 3.55(ein⸗ schließlich Bestellgeld); für Sperrgut 25 Pf., für un⸗ frankirte Packete 10 Pf. Zuschlag. Für Packete über 5-10 Kg. inel.: die deutschen, nach der Entfernung ver⸗ schiedenen Sätze bis zum Grenzpunkt Herbersthal und als belgisch-britische Gebühr: nach London M. 2.80: nach England exel. London M. 4.10; nach Schottland und Irland M. 5.40. Höhere Gewichte bis 50 Kg. unterliegen nach Entfernung und Gewichtsstufen vartablen Taxen. 2. Versicherungsgebühr, wenn der Werth ange⸗ geben ist: a deutsch-belgische Gebühr: 8 Pf. für je 200 M. Werthangabe; b. britische Gebühr: 1) für Waarenpackete mit Werthangabe: 16 Pf. für je 200 M.; 2) für Send⸗ ungen mit Silber(gemünzt oder in Barren): nach London 24 Pf., nach allen übrigen Orten 34 Pf. für je 200 M.; 3) für Sendungen, enthaltend Gold, Platina, Bank— noten oder Papiergeld, Bijouterien oder Edelsteine(eolis finances): bis 16,000 M. nach London 32 Pf.; nach allen übrigen Orten 42 Pf. für je 200 M.; über 16,000 M. nach London 24 Pf., mindestens jedoch M. 25.60 zu⸗ sammen, nach allen übrigen Orten 34 Pf. für je 200 M., mindestens jedoch M. 33.60. Litergrisches. Daheim. Nr. 2 enthält: Die Welt-Verbesserer. Roman von M. Gehrhardt.(Forts.)— Der Kongreß für innere Mission in Bremen. Von O. Funcke.— Eine hansische Wisbyfahrt. IJ.— Wie ich mein erstes Geld verdiente. Von Margarete.— Die Gotthard- und die Arlberger Bahn. Von F. Anders. Mit zwei Illustr. — Am Familientische: Einer von Gustav Adolfs Reitern. Mit Illustr.— Seeboten.— Eine Einladung vor hundert Jahren.— Gesundheits-Rath.— Haus wirthschaftliche Fortschritte. Mit zwei Abbild.— Mit zwei illustrirten Beilagen. Geld⸗Cours. Frankfurt am 8. October 1881. 20⸗Frankenstücke M. 16 15-19 do. CCC Englische Sovereignss??sz.„ ͤ 20 34-39 Russische Imperiales„% 116 71—76 Duca, 1 i mn,. Q Dolores in Ssld,,„ Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Uebertrag vom 1. Oet.] 13278 6678 50 1. C. Bindernagel.* 61 32 85 2. Denk 175 82 35 ich,, 114 58 90 „any, 96 55 90 5. H. Flaschenträger.. 102 61 20 Tac 70 NB. Uebertrag Einleger 824. Neue Einleger 2 Gesammt⸗Einleger 831. Friedberg den 8. October 1881. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß- und Credit-Verein, e. G. Bekanntmachung. 3414 Von den Ober-Saulheimer Obligationen auf Inhaber sind die Nummern 51 und 58 für dieses Jahr durch Verloosung zur Rückzahlung gezogen. Die Inhaber derselben können die Obligationen mit den noch nicht fälligen Zinscoupons vom 15. Dezember ab an unsere Gemeinde-Einnehmerei zu Wörrstadt ganz portofrei ein— senden und wird ihnen dann der Betrag in gleicher Weise übersendet werden. Die gezogenen Nummern tragen vom 1. Januar 1882 an keine Zinsen mehr. Ober⸗Saulheim den 24. September 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Saulheim. tee r. Versteigerung von Nußbaum— Stämmen. 3452 Freitag den 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden 24 Stück Nußbaum-Stämme auf Grundstücken, der hlesigen Gemeinde gehörig, im Alter von 45 bis 50 Jahren und besonders zum Verarbeiten in Gewehr— fabriken geeignet, innerhalb der hiesigen Gemarkung an Ort und Stelle meistbietend versteigert, wozu wir Kauf— liebhaber einladen. Kaichen am 8. October 1881. Großherzogliche Bürgermeisterel Kaschen. Weitzel. 1— fn* Seen 7 billi 0 Hosenträger„ nei“ Aufforderung. Nach dem General-Hypothekenbuch haben Heinrich Muth, Schuhmacher, und dessen Ehefrau Barbara, geb. Post, von Bad-Nauheim a. der Christoph Post eines Kapitals von ber 1867 b. ihren Gläubigern wegen der in dem Schuldwesen angemeldeten Forderungen am 19. Dezember 1867 ein Generalpfandrecht bestellt. Diese Ansprüche sind nach der beigebrachten Bescheinigung und den vorliegen— den Aecten über das Schuldenwesen erloschen. Es werden daher Diejenigen, welche Rechte an diese Generalhypothek haben, aufgefordert, solche unter Vorlage der Hypotheken— urkunden binnen 2 Monaten, vom ersten Erscheinen dieser Bekanntmachung an grechnet, geltend zu machen, als sonst Löschung angeordnet wird. Bad-Nauheim am 5. October 1881. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Allwohn. Wittwe in Wiesbaden wegen 900 Gulden am 11. Septem— Schütz, Gerichtsschreiber. Mergmanmn's 29988 e —„fol eso fe CTheerschwefel-Seife, bedeutend wirksamer als Theerselfe, vernichtet sie unbe⸗ dingt alle Arten Haut-Unreinigkeiten und erzeugt in lürzester Frist eine reine, blendend weiße Haut. Depot à Stück 50 Pf. bei Apotheker Lünhan. 1 3444 Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad-Nauheim: Ruth und erste Hülfe bei plätzlichen Erkrankungen und Unglücksfällen bis zur Ankunft des Arztes. Nebst Angabe der Krankheits-Kennzeichen und Bemerk— ungen über diätetische Behandlung und Krankenpflege von Dr. Eduard Reich. Preis M. 1.50. Haarbalsam. Bestes Mittel um das Wachsthum der Haare zu fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. J Flac. à 60 Pf. und M. 1.20. Eau capillaire de duinine in Flasch. à 80 Pf. und M. 1.50. Haarfärbemittel in blauen Flasch. mit Gebrauchs anweisung à 2 Mark. 73 J. A. Windecker, Hof⸗ Lieferant. Es wird ein zuverlässiger Brauntwein⸗Brenner in eine Dampfbrennerei sofort gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Anz. 3458 Eine zuverlaͤssige Magd wird gesucht. Näheres zu erfragen bei der Expedition des Anzeigers. 3450 —.—— K ö nn i 3 g Sberger Thee- Compagnie. London, Königsberg i. Pr., Moskau, St. Petersburg, Berlin, Special-Geschäft zur Hebung des deutschen Thee-Consums. Niederlagen für Friedberg und Umgegend bei dem Herrn J. u Windecker, für Bad-Nauheim und Umgegend bei dem Herrn G. P. Ludwig. Garanlirt rein chinesischen Thee in Packeten v. 500. 250 l. 125 Granum Gewicht. Billigste Preise. (à eto. 1095 B.) Nönmigsberger Thee- Compagnie. 3375 9 Allen Besuchern Frankfurts aus Friedberg und der Wetterau zur Nachricht, daß sich die N .. 2 1 Nestauration Simon in nächster Nähe der Westbahnhöfe, am Eingange in die Gallusgasse, Neue Mainzerstraße Nr. 8 befindet. Anerkannt gute Küche. Vorzügliches Bier. Billige und prompte Bedienung. Frankfurt a. M. Wilhelm Simon früher H. J. Simon. Große Mobiliar-Versteigerung 4 8 in Frankfurt a. M. 3 den 12. October, Vormittags 9½ Uhr präcis und Nachmittags 3 Uhr Mittwoch anfangend, werden im Auftrag einer Herrschaft nachverzeichnete, gut erhaltene und theils hochelegante und solid gearbeitete Mobiliargegenstände nebst 1 Pianino, assaschrank e., als: Saloumöbel in schwarzem Holz mit Bildhanerarbeit: 1 Sopha, 2 große Sessel und 6 Stühle mit Docier in Seide Cotelin, 1 Verticow, 1 Pfeilerspiegel, 1 Console, 1 Salontisch, 1 Pendule und 2 Candelabres, 1 Goldtischchen, 2 schwarze Säulentische ꝛe.— In Eichenholz und Nenaissance⸗Styl geschnitzt: 1 Buffet, 1 Ausziehtisch für 24 Personen, 6 Rohrlehnstühle, 1 Anxricht, 1 Spiegel ꝛc.; ferner 1 Vorplatzgarderobegestell, 2 Stühle, in Mahagoni eine hochelegante Schlafzimmer Einrichtung, 2 französische Betten, 1 hoher Spiegelschrank; ferner 1 Eichenwasch- und Nachttisch, 1 Chaise-longue in Fantasiestoff ꝛc.; in Nußbaum: 1 feines Herren-Schreib Büreau, 1 Bücherschrank, 1 überpolsterte Causeuse und 6 Sessel in f. br. Plüsch, 1 Tisch(Styl: Marie⸗Antoinette), 1 Pfeilerschrank, 1 Spiegel, 4 französische Wetten, Wasch- und Nachttische, 2 Kleider⸗ und Weißzeugschränke, 2 Spiegelschränke, 1 Sopha und 6 Stühle, 1 Tisch, 1 Büffet, 6 Rohrstühle, 1 Serviertisch ꝛe., mehrere Spiegel in Gold- und Holzrahmen, 2 Kleiderständer ꝛe.— Ferner 2 Küchenschränke, 1 Küchentisch, 1 dreitheilige eichene Brandkiste, mehrere Schränke, Dienerschaftsbetten, Tische, Stühle, Canapse ꝛc., sowie Vormittags 11 Uhr: 1 kreuzsait. Pianino, 1 feuerfester Cassaschrank, mehrere Gaslüstres ꝛc. im Versteigerungslocal Großer Hirschgraben 14(parterre) öffentlich gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden versteigert. Dienstag den 11. Oktober daselbst 5 Ruttmann& Co. J in Friedberg befindet, lade ich zum Abonnement für das Wintersemester ein. Die Bibliothek ist bis auf die neuesten Werke in deutscher, französischer und englischer Sprache ergänzt und werde ich bei weiteren Anschaffungen den Wünschen der geehrten Leser gerne Rechnung tragen. Car l Bindernagel. Mein Putz-& Modewaaren-Geschäft, — für die bevorstehende Saison bestens assortirt, er aube mir in empfehlende Erinnerung zu bringen. Putzarbeiten bei reellen Preisen möglichst rasch und geschmackvoll. K. Friedrich. 1 neuen eleganten Landauer, 1 neuen Break, 1 gebrauchte Kalesche und 1 kleines Halbverdeck 3559 Friedberg. Versteigerung. 3445 Freitag den 4. November d. J. soll im Remonte- mit Ponypferd, zum Selbstfahren eingrichtet, stehen F Depot Ulrichstein, Vorwerk Selgenhof, von Vormittags zum Verkaufe bei 9 Uhr ab, das lebende und todte Inventar öffentlich(H. 62611.) meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden.— 3400 Es kommen zur Versteigerung an lebendem Inventar: 13 Ackerpferde, 18 Zugochsen; Einen Keller an todtem Inventar: 1 Dreschmaschine mit Göpelwerk, hat zu vermiethen M. Kiefer Wittwe. 3420 mehrere Häckselmaschinen, mehrere Getreide-Reinigungs⸗,=. s Maschinen, Chaisenwagen, ein- und zweispännige Acker⸗ Ein Sprungherd mit Wasserschiff Daniel Pauser, Sattler, Offenbach a. M., Bieberstraße 17. wagen, verschledene flüge und Eggen, Pferde und iist billig zu verkaufen. Näheres b. d. Exp. d. Anz. 3442 5 Ochsengeschirre, Schäferei-Utensilien, Feuerlöschgeräth⸗ 5 8 schaften und verschiedene andere Gegenstände. Prima Frauffurter Bratwürste Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht. Ulrichstein den 6. October 1881. liefert in bester Qualität 5 Stück per Pfund zu 1 M. in Kistchen von 5—10 Pfund Königliche Remonte-Depot-Administration: FVV 3446 2 Heinr. Lautenschläger, 3443 Für mein Maunfactur⸗ und Modewgaren-Geschäft 81010 Fraukfurt a. M., Bockenheimerstr. 15.— lach en Lehrling ane Weißerüben(Stoppelrüben) Buß bach. Herm. Wießler. 13451 verkauft Heiurich Schleuning. Taunus Club. Sonntag den 16. Oetober Ausflug über das Winter⸗ steinforsthaus nach Pfaffenwiesbach, Crans berg und Ziegen⸗ berg. Abmarsch Morgens 8 Uhr von der Turnhalle. Zusammentreffen mit den Nauheimer Mitgliedern bei Förster Frank. Der Vorstaud. Die Mitglieder, welche sich an diesem Ausflug be⸗ theiligen wollen, werden gebeten, sich bis zum 14. d. bei den Vorstandsmitgliedern Herrn L. Weis in Friedberg oder Herrn Postmeister Fouear in Nauheim anzu⸗ melden. 3457 Samstag den 15. October israelitischer Ball 3358 bei Groß-Karben. Gastwirth Fuhr. u dem am 15. October lfd. J. bel Gastwirth Pauly dahier stattfindenden Balle ladet ergebenst ein Heldenbergen den 4. October 1881. 3401 Das Comité. Auf das Inserat des Herrn L. Isen burger aus Assenheim ist zu erwiedern, daß an denselben, gleich wie an viele andere Herren, am 25. September eine gedruckte Anfrage gesendet wurde, ob sein Namen einem Aufruf für Herrn Dr. Schröder beigesetzt werden könne, mit dem Anfügen, daß wenn bis zum 30. September eine gegentheilige Nachricht nicht eintreffe, angenommen werde, daß er damit einverstanden sei. Herr Isenburger hat weder bis zum 30. September noch überhaupt vor Erscheinen des Aufrufes erklärt, daß er mit der Bei— setzung seines Namens nicht einverstanden sei, dadurch ist er unter den Wahlaufruf im Oberh. Anzeiger, so— wie unter den als besonderes Flugblatt ausgegebenen, gekommen, was wir sehr bedauern, aber die Schuld allein Herrn Isen burger selbst zuweisen müssen. 3448 Das liberale Wahl⸗ Comité. für Herren, Damen und Kinder Hemden billigst bei K. Friedrich. 2739 2 ein kleines Perspectiv. Der Gefunden sich legitimirende Eigenthümer kann daselbe gegen die Inseratgebühren bei der Exped. d. Anz. in Empfang nehmen. 3447 Eine Brille wurde verloren. Abzugeben gegen Belohnung bei 3456 Adam Heß. Träber hat noch abzugeben 3453 5 P. Rudelins Todes-Anzeige. 5 25 b Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit F die traurige Mittheilung, daß es Gott dem All⸗ 25 mächtigen gefallen hat, unseren geliebten Gatten, F Vater, Schwiegervater und Großvater, Herrn Hofsdachdeckermeister Heinrich Betz, nach langem schwerem Leiden in seinem 69. Jahre in ein besseres Jenseits abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen. 1 Die Beerdigung findet statt Mittwoch den 12. October, Nachmittags 2 Uhr. 3455 3449 7 1 Todes⸗Anzeige. 15 Dem Allmächtigen hat es gefallen, die Wittwe 755 Margaretha Klein, geb. Görlitzer, 8 in ihrem 68. Lebensjahre nach kurzem Leiden in F Butzbach abzurufen. 9 Die trauernden Hinterbliebenen: Tochter, Enkel, Bruder und Schwester. NN 8 rr NN N 70 8 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. — Mrd hi — Ole einspa Annonck — Betreffs 5 bringen bemerkt Obeth. jenigen betr. Betref 4 daß mit Landarr Gemark beauftr. Monat Assent Bad⸗ Vaue Beyel Bodel Bönst. Bruch Büͤdet Burg Butzt Dorh Dorn Dorte Fauer Fauer Friedl Gan Gried Betre daß die Letref Monate dl. De des G0