* Genise/, Oualität 16. Ae r — —— Verwaltung. * Dienstag den 11. Januar. 2 Oberhe ssischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint drelmal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei groͤßerem Tabellen— Annoncen von auswärtigen Einsendern(sowelt Letztere nicht Jahres-Conko bel uns hab oder ZiffersatzZ mit 14 Pf., bei Neclamen mit 22 Pf.; en), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Pest nachgenommen. Betreffend: Die Einsendung der für die Landes Waisenanstalt zu erhebenden Collecten und Büchsengelder. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die G Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 5 von 1877 weisen um 31. laufenden Monats unter Zuziehung des zettels bis längstens zum 31. März laufenden Jahres entweder persönlich oder Wir erwarten pünktliche Einhaltung des Einsendungstermins. liefern. zu der Montag den 17. Januar kommenden Jahres, Vormittags 9 Uhr, Versammlung des Mathildenstifts Friedberg Butzbach, in welcher zur Verhandlung kommen: 1) Feststellung des Voranschlags pro 1 Kassedieners zu Butzbach zu entscheiden ist. 2) Erstattung des Verwaltungsberichts 3) Wahl von je 6 Mitgliedern der be Amtlicher Theil. * Friedberg den 8. Januar 1881. r. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat zu Wickstadt. die in Ihren Gemeinden vorhandenen Waisenbüchsen unter Auschluß eines Sorten— durch eine Kosten nicht veranlassende Gelegenheit an uns abzu— wir die hieraus entnommenen Beträge Sie an, Controleurs zu öffnen und Dr. Braden. Einladung zu Friedberg in dem Rathhaussaale daselbst f 881, wobei über der Mathildenstiftung für verwahrloste Kinder im Kreise Friedberg. iden Verwaltungsräthe. 4) Aufnahme-Gesuch der Gemeinde Ober- Hoͤrgern 5) 6) Verfahren bei Zinsenrückständen. Bestimmung über Hoͤhe des Zinsfußes von Einlagen und Darlehen,§. 23 2 23 und 31 der Statuten. 7) Mittheilung über Aufnahme neuer Mitglieder und weiter 80 Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein Friedberg den 31. Dezember 1880. Der Aufenthaltsort der Agnes Schmidt, geb. Schnarr, Betretungsfalle vorzuführen.— Ausgewiesen aus dem Großberzogthum auf Grund des 8. aus Eichen; Johann Karl Lorenz Zeiß von Kitzingen; Adam Wilhelm Denner von Peter Eidenz von Stipshausen, Kreis Trier; Schalten, geb. Schenkel von Duisburg; Hermann Putzier Schneider von Anklam. Bestaͤtigung eines Controleurs bei der Kasse zu Friedberg an Stelle des ausgetretenen Controleurs Heidt. Der Präsident des Mathildenstifts. Dr. Braden. aus Hosenfeld ist unbekannt, es ist nach derselben zu recherchiren und sie im 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Ludwig Müller Empfertshausen, Sachsen-Wermar; Ernst Böhm von Basel; Nicolaus Jung von Giesingen, Kreis Saarlouis; Barbara Bernhard Flammer von Wesel; Deutsches Reich. Darmstadt. Die Erste Kammer wird, wie bereits gemeldet, am 11. d. zusammentreten, um die von der Zweiten Kammer bei ibrem letzten Zusammensein erledigten Gegenstände auch ihrerseits in Berathung zu nehmen. Da der Stoff ein sehr umfangreicher ist, so wird die Session mehrere Tage dauern. Die wichtigsten Gegenstände der demnächstigen Tagesordnungen sind das Wegebaugesetz, das Fischereigesetz und die Vorlage der Regierung wegen Erbauung einer stehenden Brücke bei Offenbach. Ueber die beiden letzteren Gegenstände liegen bereits die Ausschußberichte vor, aus welchen erhellt, daß die Ausschüsse Beitritt zu den Beschlüssen der Zweiten Kammer empfehlen. Die fragliche Session wird voraussichtlich die letzte sein, welche die Erste Kammer für diesen Landtag abhält, während die Zweite Kammer zur Erledigung von Rückaͤußerungen nochmals zu einer übrigens ganz kurzen Sitzung zusammenberufen werden wird. Dann, voraussichtlich im Februar, steht der Schluß des Landtages, welcher, beiläufig bemerkt, ein bedeutendes Arbeitspensum erledigt bat, in bestimmter Aussicht. — Militär-Dienstnachrichten. Deiglmayr, Garnisons⸗Audit. in Mainz wurde der Char. als Justizrath verliehen; Reimann, Lazarethinsp. in Gießen, nach Jülich, Schlaefereit, Lazarethinsp. in Straßburg i. E., nach Gießen versetzt; Schulze, Rechnungsrath in Mainz, auf Antrag in den Ruhestand versetzt. Berlin, 8. Jan. Das Abgeordnetenhaus genehmitge in dritter Verathung mehrere kleinere am 18. Dec. 1880 in zweiter Berathung an genommene Gesetzentwürfe. Ein Nachtrag des Staatshaushaltsetats ging an die Budget⸗Com-— mission; ebendahin der Gesetzentwurf über Ver wendung der Jahresüberschüsse der Eisenbahn Politik der Regierung. Die beschleunigte Zurück⸗ Oesterreich. Pest, 8. Jan. Die„Ungar. ziebung der Truppen sei verhängnißvoll. Die Post“ theilt mit: Im vorgestrigen gemeinsamen auswärtige Politik des Cabinets beweise dessen Ministerrathe wurde anläßlich der Verhandlung Unfähigkeit und Irrthümer. Die Adresse wird des Budgets der occupirten Provinzen constatirt angenommen— 8. Jan. Unterhaus. Wieder⸗ daß die Verhältnisse Bosniens zur Herzegowina aufnahme der Adreßdebatte. Parnell beantragt befriedigend seien. Die jetzigen Zustaͤnde übten fein Amendement, daß Friede und Ruhe in Ir— eine gute Wirkung auf die Landesbewobner aus. land durch die Suspendirung der constitutionellen Die Steuereingänge seien über alle Erwartungen Rechte nicht gefordert werden konnen. Die englische günstig gewesen. Presse übertreibe die Zustände. Bedauerliche Vor— 5 Fi ankreich Paris, 7. Jan. Admiral fälle seien unleugbar, aber die Landliga sei bestrebt, Lejeune ging aus persöglicher Sympathie für die Gewaltsamkeiten zu verhindern, Zwangs Mittel griechische Sache nach Athen, derselbe wurde würden Mord- und Gewalt- Thaten vermehren. mit keiner officiellen Mission der franzoͤsischen Irland koͤnne durch generoͤse Politik gewonnen Regierung betraut. werden, nicht durch Zwangspolitik. Forster ent⸗ Großbritannien. London, 7. Jan. Unter gegnete, die Regierung betrachte Zwangsmittel haus. Gegenüber Angriffen Northeothe's weist nicht als Abhülfe für Ungerechtigkeit, allein Schutz Gladstone bezüglich der griechischen Frage auff des Lebens und Eigenthuns, sei durchaus noth— die Initiative Frankreichs hin, der England bei wendig. Die Debatte wurde vertagt. In erster stimme. Er erkenne die ernsten Schwierigkeiten Lesung wurde die Bill betr.„Wahlbestechungen“ der Frage an, der gegenüber das einzige Mittel und die Bill„Erneuerung des Gesetzes geheimer das enropäische Concert sei Bezüglich Irlands] Abstimmung“ angenommen, erstere schlaͤgt unter erhoffe er von dem Prozeß Parnell Verminder- Anderem Zuchthausstrafe für Bestechung 3 ung von Gewaltthatigkeiten und verlange, falls— Goͤschen kehrt nach Coustantinopel Anfangs er in dieser Hoffnung getäuscht werde, die Ueber-[Februar zurück. Der Papst richtete ein S chreiben tragung außerordentlicher Befugnisse. Die Weiter- Tan den Erzbischof in Dublin, worin die irischen entwickelung der Agrar-Acte von 1870 sei noth- Katholiken ermahnt werden, das Gesetz zu respec wendig.— Oberhaus. Hartington beantragte, tiren. Irland würde dasjenige, was es von der Parborough unterstützte den Erlaß einer Adresse. englischen Regierung verlangt, in deren Gerechtig— Veaconssield kritisirte scharf die Situation Eng- keit und politische Faͤhigkeiten er Vertrauen setzt, lands auf allen Gebieten. Er maß die Schuld weit leichter erlangen, wenn es sich streng inner⸗ derselben dem Antritt des gegenwärtigen Cabinets halb gesetzlicher Grenzen halte. bei, welches danach strebe, die gesammte Politik Italien. Palermo, 7. Jan. Der Koͤnig des Vorgängers umzustoßen. Der Berliner Ver⸗und die Koͤnigin gingen heute nach Monreale trag sicherte den Frieden Europas; die Wieder und wurden daselbst mit Ovationen empfangen; aufnahme der Frage des Vertrages auf der Ber- u sie besuchten die Kathedrale, wo sie, vom Erz liner Conferenz regte auf's Neue die kriegerischenbischof im Kapitel begrüßt, den Segen erhielten Zustaͤnde im Orient und in Ostastien an. Nie- und sodaunn nach Palermo zurückkebrten. mand könne den Frieden Europas als gesichert— 8. Der tunesische Missionsvertreter * Jan. X ansehen. Redner verurtheilte die afghanische der italienischen Colonie in Tunis ist beute bier Ausland. S ein Beleg kestet 9 Ff. — tattfindenden General— Gesuche um Gehaltserhoͤhung Seitens der Rechner und Controleure, sowie des ö 0 . 1 angekommen. Die Majestaten begrüßten den Konig durch den entgegengeschickten Adjutanten, Contreadmiral Fraucklin. Die Mission besteht aus dem Sohne des Bey von Tunis und sieben anderen Personen. Türkei. Constantinopel. Bezüglich des Schiedsgerichts wird gemeldet, Said Pascha habe neuerdings Vertrauen auf eine friedliche Lösung der griechischen Frage ausgesprochen. Athener Nachrichten zufolge machten die einmüthigen Vor⸗ stellungen der Mächte gegen die griechische Inter— pretation der Berliner Congreß-Protokolle auf das griechische Cabinet einen tiefen Eindruck. Griechenland. Athen, 7. Jan. Dem Vernehmen nach theilte Corbett Komunduros mit, England sei dem Antrag bezüglich des Schiedsgerichts beigetreten. Die griechische Regier— ung möge denselben acceptiren. Komunduros con⸗ ferirte mit dem Könige und berief einen Minister— rath, dessen Berathungen drei Stunden währten. — 8. Jau. Die Meldung, daß die Reserven durch ein am Freitag erschienenes Decret zu den Fahnen einberufen seien, entbehrt der Begründung. Rußland. Petersburg.„Agence Russe“ meldet mehrere nicht unwichtige Entschließungen, worüber amtliche Publikationen bevorstehen: ge— schenkweise Ueberweisungen von Ländereien an Staats-Diener und andere Personen würden aufhören, dem Senat allein bleibe vorbehalten, Ausnahmefälle zu statuiren; bei Mißernten, die in Rußland immer nur partiell, soll Unterstützung betroffener Gegenden durch Saatgetreide und öffentliche Arbeiten eintreten; in den Südost— provinzen soll unmittelbar mit dem Bau zweier Eisenbahnen vorgegangen werden, deren eine an Kohlenbecken, die andere an Salinen am Haupt— verkehrswege sich anschließt; principiell behalte sich der Staat den Bau neuer Eisenbahnlinien vor. — 7. Jan. Saburoff ist heute auf seinen Posten abgereist. Aus Stadt und Land. r. Ockstadt, 7. Jan. Heute verunglückte im hiesigen Walde ein Holzhauer. Zwei hiesige Leute waren mit dem Fällen eines Eichbaumes beschäftigt, der Eine hatte aufgehört zu hauen und probirte, ob der Baum noch nicht fallen wollte, während der Andere noch forthieb. Durch einen Fehltritt des Ersteren kam dieser in die Hieblinie des Anderen, der gerade einen Hieb mit aller Wucht niederkommen ließ. Die Axt traf das Schienbein und wurde dem Ersteren die eine Beinröhre fast ganz durchgehauen. Laubach. Dem hiesigen Gymnasium ist die Berech— tigung zur Ertheilung des Zeugnisses für Einjährig— Freiwillige verliehen worden. Allerlei. Wetzlar, 6. Jan. Einem Bergmanne wurde gestern durch das vorzeitige Explodiren einer Dynamitpatrone auf einer Grube bei Wetzlar das Gesicht vollständig zer— fleischt. Die Gesichtsfläche soll einen Anblick bieten, als wenn sie mit Messern verhackt wäre. Der Unglückliche wurde in die Gießener Klinik verbracht. München, 6. Jan. Heute Morgen ist der um halb 5 Uhr von Regensburg abgehende Güterzug zwischen Eggmühl und Hagelstadt, wo die Züge einen hohen Damm zu passiren haben, in Folge eines Achsenbruches theilweise entgleist. Der Locomotivführer, der Heizer und ein Bremser sind mehr oder minder schwer verletzt, ein Wagenwärter, Namens Weichselberger, ist todt. Kassel, 6. Jan. Heute Morgen verunglückte der Eisenbahnarbeiter Müller auf dem hiesigen Bahnhofe dadurch, daß er unter die Räder eines in Bewegung befindlichen Zuges gerieth, wodurch ihm der Kopf vom Rumpfe abgetrennt wurde. Hörde. In hiesiger Stadt sind 12 bis 13 Personen an der Trichinosis in Folge roh genossenen Schweine— fleisches erkrankt. Pest, 7. Jan. Zwei Stuckaturgehülfen aus Kassel und Holstein machten heute Nachmittags in einem hiezu gemietheten Zimmer einen Raubmordversuch auf einen Geldbriefträger. Dem Schwerverwundeten gelang es, das Zimmer abzuschließen. Die Verbrecher sind verhaftet. London, 7. Jan. Der britische Dampfer„Hareldes“ stieß auf der Reise von Palermo nach London, 12 Meilen vom Cap Rocca, mit dem spanischen Dampfer„Leon“ auf seiner Reise von Liverpool nach Manila zusammen. Beide sanken. 9 Engländer und 14 Spanier sind in Lissabon gelandet. Das Schicksal der Uebrigen ist un— bekannt.— Der Dampfer„Montgomeryshire“, der vor wenigen Tagen von London seine erste Reise nach China antrat, ist an der spanischen Küste zu Grunde gegangen. Die aus eirea 50 Personen bestehende Mannschaft ist rtrunken. Athen. Was neulich in oder bei Athen gefunden wurde, ist weder das gewaltige Erzbild der Athene Pro— machos, noch das aus Gold und Elfenbein gefertigte Tempelbild des Parthenons, noch überhaupt ein Werk des Phidias, sondern eine verkleinerte Nachahmung des Tempelbildes der Athene Nikephoros in Marmor. Solche Nachbildungen gibt es bereits; namentlich besitzt das athenische Museum eine solche verkleinerte Nachbildung, von der auch Berlin einen Abguß bat. Die jetzt auf— gefundene Nachbildung ist etwas größer, wie es heißt, über einen Meter hoch und vollständig erhalten. Die vollkommen wohl erhaltene Statue trägt einen von einer Sphinx gekrönten Helm, die linke Hand ruht auf dem mit dem Gorgonenhaupte geschmückten Schilde, während die Rechte die Nikestatue hält, welche das Standbild eben als das der Pallas Nikephoros(der siegbringenden Athene) kennzeichnet. Zu ihren Füßen ruht eine Schlange, das Wahrzeichen der Akropolis. Der Mauna Loa. Wie dem„Hamb. Corr.“ aus San Fran— cisco von Anfang Dezember gemeldet wird, ist der Riesenvulkan auf Hawaii, der Mauna Loa, in Thätigkeit.„Ueber Hawaii“ ist der Himmel geröthet von den Feuer- Flammen, die der 13,600 Fuß über dem Meeresspiegel liegende Krater des Mauna Loa ausspeit, während er sich 5 englische Meilen abwärts auf der Nord— seite geöffnet hat, um immensen Lavaströmen ihre Freiheit zu geben. Der letzte große Aus— bruch dieses gewaltigen Vulkaus fand im Jahre 1855 statt und dauerte 13 Monate, während welcher Zeit er 300 Quadratmeilen(engl.) mit Lava bedeckte. Nicht minder großartig ist der gegenwärtige Ausbruch, der am 9. Novbr. begann und von dem allerdings noch nicht ge— sagt werden kann, ob er eben so lange dauern wird. Die grandiose Beleuchtung der Scene kann auf eine Eutfernung von 160 Meilen gesehen werden und in einer Entfernung von 50 Meilen ist die Wirkung wahrhaft über— wältigend. Ein Riesenlavastrom fließt an der Seite des Mauna Loa hinunter auf die zwölf Meilen im Umfang große Hochebene, welche sich zwischen ihm und seinem Nachbarvulkan, dem 13,805 Fuß hohen Mauna Kea, ausdehnt und die dadurch zu einem brennenden Lavasee geworden ist, dessen weite Oberfläche ein farben— volles Panorama bietet, denn sie zeigt alle Licht— schattirungen von der erlöschenden Kohle, wo die Lava im Abkühlen ist, bis zu der weißen, die Augen blendenden Helle, wo neue Ströme sich einen feurigen Weg durch die verkühlenden, aber noch glühenden, heißen Massen bahnen, und da die Ströme häufig ihren Lauf ändern, so rufen sie auf der ganzen Scene ein fortwährend wechselndes Farbenspiel hervor. Da wo die weißglühende Flüssigkeit ihren Weg über frischen Grund bahnte, wurde die in den Höhlen der alten Lavabetten eingeschlossene Feuchtigkeit zur Verdunstung gebracht und da sich dieser Vor— gang plötzlich vollzog, so explodirten die Dämpfe mit einem Geräusch, das tönte, als ob einige Batterien Vierundzwanzigpfünder abgeprotzt wür— den und Massen feuriger Flüssigkeit sprühten auf, gleich unzähligen Fontänen von geschmol— zenem Gold. Dieser Lavasee wird nun noch fortwährend gespeist aus der Brust des Mauna Loa und der Ueberschuß fließt über den Nord— rand, wo er sich in zwei Ströme theilt, von welchen der eine die Richtung nach dem größten Krater“ der Erde, dem Kilauea, der seit dem Ausbruch des Manna Loa lebhafter wie ge— wöhnlich arbeitet, genommen hat, während der andere das freundliche Hafenstädtchen Hilo be— droht, von dem er, den letzten Nachrichten zu— folge, nur noch zehn Meilen entfernt ist. Seine Länge betrug bis dahin 35 Meilen, seine Breite wechselt zwischen 50 bis 300 BNards. Ueber seiner Vorhut bildet der Rauch der verbrennen— den Pflanzen und der Dampf der Erdfeuchtig— keit einen heißen, wolkigen Riesentriumphbogen, durch welchen man auf viele Meilen das Schlangengewinde der Lava sehen kann, wie sie sich langsam an den Bergabhängen herunter— bewegt, ein immenser Feuerstrom, auf dessen beller Oberfläche es kocht, sprudelt, zischt und Fragmente aufspringen, die wie ein Feuerregen wieder niederfallen. Wo die geschmolzene Masse sich rasch bewegt, da scheint es, als ob ihre Flammenumgebung zum Schaume gepeitscht wäre, während da, wo sie ruhig und gelassen vor— 905 8 wärts rückt, ihre Farbe schöner ist wie polirtes Gold und ihre Strahlenfülle nur allein von der Sonne übertroffen wird. Aus moglicher Nähe betrachtet, erscheint der Strom aus soliden Felsencolonnen zusammengesetzt, die in ihrem unwiderstehlichen Marsche nach der See vor⸗ wärts gedrückt werden durch die schrecklichen Feuerlawinen in ihrem Rücken. Alles auf dem Pfade wird mitgenommen: Felsen, Sand, alte Lavastücke, und alles das wird roth- oder weiß⸗ glühend in dem Augenblick, wo es gepackt wird. Zum Glück ist bis jetzt noch kein Menschenleben verloren gegangen, auch noch kein werthvolles Eigenthum, allein wenn der Ausbruch fortdauert, dann wird Hilo und seine bluͤhende Umgebung zerstört werden und vielleicht auch noch andere Culturländereien an der Küste. Es läßt sich leicht begreifen, daß sich das ganze Inselkönig⸗ reich in fieberhafter Aufregung befindet und von allen bedeutenden Hafenplätzen gehen Excursions— Schiffe nach Hilo ab, da Hunderte begierig sind, das denkbar großartigste Naturschauspiel zu sehen. Es scheint in dieser Werkstätte der Natur heiß herzugehen, denn der Capitän des in San Francisco eingelaufenen Schoners „Panachi“ berichtet, daß er einen submarinen Ausbruch an der nordöstlichen Küste von Hawaii, viele Meilen von Mauna Loa beobachtet habe. Nicht allein hohe Wassersäulen will der Capitän haben auftauchen sehen, sondern auch Flammen, die aber sofort erloschen und ersetzt wurden durch mächtige Dampf-Wolken. Von anderen Aus— brüchen wird weder von den Sandwich-Juseln noch von den Inseln im stillen Ocean berichtet. Volksbildungsverein. Am 10. Dezember vorigen Jahres sprach Seminar- lehrer Dr. Heid im hiesigen Volksbildungs-Verein über: Die Milch als Nahrungsmittel. Der klare, wohldurchdachte Vortrag wurde durch viele Versuche vor den Augen der Zuhörer erläutert und Redner hat sich durch Wahl und Behandlung seines Themas gewiß den Dank Aller verdient. Bei der ungemein praktischen Seite des besprochenen Gegenstandes glauben wir ebensowohl im Interesse der Zuhörer, als auch derer, die nicht zu— gegen waren, zu handeln, wenn wir in einem etwas ausführlicheren Referate auf denselben zurückkommen. Die Milch, eines der wichtigsten Nahrungsmittel für, Kinder und Erwachsene, für Gesunde und Kranke, ver— dankt ihre vielfache Verwendung als Nahrungsmittel einerseits ihrer leichten Verdaulichkeit, andrerseits ihrem reichlichen Gehalte an Nährstoffen. Die Physiologie unterscheidet dreierlei Nährstoffe,— Eiweißstoffe oder formbildende Stoffe, Heizstoffe und knochenbildende Nähr⸗ stoffe oder Salze— und diese 3 Stoffe sind gleichzeitig in der Milch enthalten und zwar reichen dieselben hin, um einen menschlichen Organismus vollständig zu er⸗ nähren, wie dies bei der Ernährung der Neugeborenen vollständig ersichtlich ist. Unterm Mikroskop erkennt man, daß die Milch aus einem festen und einem flüssigen Theile besteht. Der feste Theil, die Butterkügelchen, schwimmen in der Milchflüssigkeit, setzen sich jedoch bei längerem Stehen der Milch an der Oberfläche als Rahm ab; es kommt dies daher, weil die Butterkuͤgelchen etwas leichter als die Milchflüssigkeit sind. Gesunde, frische Kuhmilch muß eine gelblich weiße, schwach in's Bläuliche gehende Farbe haben. Zeigt die Milch eine gelbe, röthliche oder stark bläuliche Farbe, so ist die Milch krank, indem sie in diesem Falle mit Eiter, Blut oder sonst der Milch fremden Stoffen gemengt ist. Solche Milch ist ungenießbar. Eine sehr stark bläuliche Farbe kann auch von allzugroßem Wassergehalt der Milch her— rühren; solche Milch ist zwar nicht ungesund, aber weit weniger nahrhaft, da sie in diesem Falle einen geringeren Rahmgehalt besitzt. Um die Menge des Rahmgehaltes zu bestimmen, bedient man sich des Rabmmessers, eines 100 Cubikeentimeter großen in 100 gleiche Theile ein⸗ getheilten Glasgefäßes. Man füllt das Gefäß mit Milch und stellt es 24 Stunden an einen kühlen Ort. Kuh⸗ milch liefert 10— 14 ja sogar 16- 17% Rahm. Auf diese Weise sondern sich jedoch niemals alle Butterkügel⸗ chen ab, weßhalb die zurückbleibende Milchflüssigkeit immer noch eine weißliche Farbe behält. Setzt man der Milchflüssigkett einige Tropfen Säure zu, so gerinnt der in der Milchflüssigkeit gelöste Käsestoff. Beim Filtriren bleibt der Käsestoff zuruck, während eine klare, schwach⸗ gelbliche Flüssigkeit, Molken, abläuft. In den so ge— wonnenen Molken sind außerdem noch Eiwesß, Milch—⸗ zucker und Salze aufgelöst. Wegen ihres Gehaltes an Milchzucker werden diese Molken„süße Molken“ genannt. Läßt man die Milch längere Zeit an der Luft stehen, so gerinnt der Käsestoff auch. Die auf diese Weise er- haltenen Molken enthalten jedoch keinen Milchzucker, sondern statt dessen Milchsäure, weßhalb sie„saure Molken“ genannt werden. Beim Stehen an der Luft verwandelt sich nämlich der Milchzucker von selbst in Milchsäure, wodurch denn die Milch gerinnt. Soll Milch vor dem Gerinnen geschützt werden, so muß man sie in einem möglichst reinen Gefäße, das durchaus keine Säure erhält(Milch darf vorher nicht lange darin Verloosungen. Ne haben), an einem kühlen Orte aufdewaren. enthaltene Luft ausgetrieben wird, vor allzuraschem am 1. März 1881. Serie 756 Nr. Gerinnen. In beißen Sommertagen, namentlich bei] S. 5542 Nr. 42 M.. Gewittern, ist noch ein Zusatz von kohlensaurem Natron S. 72 Nr. 27 (chemischreine Soda), eine Messerspitze voll auf den Nr. 24, S. 366 Nr. 13, S. 3472 Schoppen zu empfehlen. Nr. 37, S. 5542 Nr. 92, S. 6023 Die Menge der einzelnen in der Milch enthaltenen] Nr. 13, S. 8099 Nr. 35, S. 8203 . Milch ist zuͤm Theil bedingt durch die Thlergattung, S. 4721 Nr. 10, S. 4952 Nr. 50, welcher die Milch entstammt. So enthält Schafmilch,[ M. 250. Auf Ziegenmilch und Eselsmilch mehr Milchzucker, als die Kuhmilch, dagegen weniger Käsestoff und Butter. Auch 3 von M. 69. die Muttermilch ist reicher an Zucker, als die Kuhmilch, 3p Ct. Stadt Hamburg Thhr weßhalb Schaf- oder Jiesgn nilch als Ersatz der Mutter- 1866. N der Muttermilch ähnlich machens, so muß man etwas Wasser 599 624 688 721 884 902 1126 129 und Milchzucker zusezen. Aber auch bei Thleren derselben 1657 1719 1722 1836 1849 1988 200 Gattung ist die Güte der Milch von der Individualität 2384 2058 2416 2448 2541 2553 258 des Thieres abhängig. Sie ist verschieden nach der 2956 2975 2977 3071 3122 3150 3397 Rasse, dem Alter, nach der Bebandlung, nach der 3667 3704 3723 3763 3901 3941. es behandelt wird, um so besser ist die erzeugte Milch. zahlung am 1. Februar 1881. Se Die des Abends gemolkene Milch ist rahmhaltiger als] M. 105,000. 3673 Nr. 10 M. 30,00 Nährstoffe ist sehr verschieden. Diese Verschiedenheit der Nr. 44 à M. 300. S. 1306 Nr. 44, 27 Braunschweigische Thlr. 20⸗Loose v. 1868. benso schuͤßt das Abkochen, wodurch die in der Milch Denlan-Jlehang 5 55 5 1880.— Heimzahlung M. 60,000. 10,800. S. 7801 Nr. 28 M. 6000. S. 5947 Nr. 35 à M. 1 800. S. 160 5 Nr. 19, S. 4580 Nr. 15, S. 7138 Nr. 29, S. 887 S. 4717 Nr.* S. 5947 Nr. 50 6 2 7 34 rie 0. alle übrgien Nummern in den am November 1880 gezogenen Serien entfällt der geringste Loose von 1 0 g Serien⸗Ziehung vom 3. Januar 1881. Nr. 5 milch tauzlicher sind, als Kuhmilch. Will man Kuhmilch 203 211 227 278 351 360 380 395 470 473 518 564 2 13 72 1579 1642 22062 85 2289 741 2781 2871 38 3452 3608 1881.— Heim 1414 Nr. —.* 7 5 2 4 2 Fütterung und nach der Zeit des Melkens. Je kräftiger 4p Ct. Meininger Prämienpfandbriefe von das Thier gefüttert, je besser es gepflegt, je liebevoller 187 J. Gewinn Ziehung vom 3. Jan. 5 S. 109 Nr. 4, 1 die des Morgens gemolkene. Genauere Untersuchungen] S. 1927 Nr. S. 2374 Nr. 25, S. 3559 Nr. 11, haben ergeben, daß die Zusammensetzung der Kuhmilch] S. 3961 Nr. 18* M. 3000. S. 943 9 ö des zwischen folgenden Zahlen schwankt. Auf 100 Pfund S. 1414 Nr. S. 1801 Nr. 11, S. 2075 n Milch kommen: S. 2298 Nr. 6, S. 2374 Nr. 11 12, S. 2844 Schoners 83— 90 Pfund Wasser, S. 3929 Nr. 16 M. 1500. S. 62 Nr. 13 24, marinen 4 8„ Butter, Nr. 15, S. 390 Nr. 15, S. 913 Nr. 8 16, Hawaii 5,— 3.„ Käsestoff, Nr. 5, S. 1182 Nr. 9, S. 1247 Nr. 13, et babe 9,— 9,3„ Eiweiß Nr. 23, S. 1414 Rr. 9 11, S. 1596 Nr. 18 gabe. 5— 3„ Mil bzucker, Nr 24 S. 1759 Nr. 13, S. 1801 Nr. 16 Nr. 24, S. 1759 Nr. 13, S. Nr a an 883„ Salze. 3[Nr. 2, S. 2036 Nr. 19, S. 2075 Nr. 8, en, Um sich auf einfacherem Wege von der Oüteg der] Nr. 8, S. 2955 Nr. 29 21, S 14 Nr. 8 Milch zu überzeugen, bedient man sich der Milchwaage.] Nr 17, S 559 Nr. 24, S. 3577 Nr. 21, g Dieselbe sinkt um so tiefer in die Milch ein, je größer Nr. 12, S. 3929 Nr. 17, S. 3961 Nr. 16 a 1 ihr Gehalt an Wasser ist. Dieselbe ist daher für den] Auf alle übrigen Nummern in den am 1. Dezember 188 elu Viehzüchter ein geeignetes Instrument, um zu bestimmen, gezogenen Se berichtet. ob eine Kuh g Milch gibt. In der wasserhaltigsten, pet. O. N 8 — unverfälschten Kuhmilch sinkt die Milchwaage bis 111 0 8—* zu 151854. Serien Ziehung vom 2. Jan 25012 ein, während sie in der besten Kuhmilch nur bis! einsinkt. 1600 1692 1697 1910 1971 1988 Die Marktmilch, welche ein Gemisch der Milch ver- 2881 2938 2944 3045 3079 3086 setzung haben, so daß die Milchwaage 18— 190 zeigte. Zi Dies ist jedoch nur selten der Fall, da die Milch sebr Oesterreichische Credit fl. 1 viel gefält scht wird. Das gewöhnlichste Fälsch ist ein Zusatz von Wasser. Zeigt die Milchwaage weniger 1881. Heimzahlung am 1. Juli 1881. als 150 und hat die Milch dazu noch eine bläuliche Farbe, 123 so ist sie ganz gewiß gefälscht. Es e jedoch auch 3010 vor, daß die Milch 17—200 auf der Milchwaage zeigt fl. 200,000., S. 3010 Nr. 0 It gt 759 796 806 1035 1680 3549 3616 3632 4057. Gewi nne: der gering ste Gew un 2 250. uar N 73 199 251 276 467 541 563 626 645 7 254 00. ingsmittelf 1858. Serien- und Gewinn Ziehung vo von M. 300. 59 1175 1377 5 2664 2876 3170 schiedener Milchkühe ist, sollte eine mittlere Zusammen 3473 3756 3842 3900 3957 3992 3997. ng findet am 1. April 1881 statt. 3408 3465 Die Gewinn Loose von m 3. Janua Serien 104 366 1 2376 2647 Serie 595 Nr. 31 fl. 200,000. S. 1122 Nr. 90 fl. 50,000. S. 307 Nr. 81 fl. 10,000. S. 132 Nr. 45, S. 307 Nr. 6, S. 578 Nr. 26, S. 2019 Nr. 34 58 4 fl. 1000. S. 57 Nr. 12 25 35, S. 307 Nr. 9 39, S. 578 Nr. 70, S. 907 Nr. 12 72, S. 1122 Nr. 70, S. 1439 Nr. 17, S. 2019 Nr. 14 84 4 fl. 400. Auf alle übrigen in vor⸗ stehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von fl. 130. Handel und Verkehr. Friedberg, 8. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90—1., Eier 2 St. 13 Pf. Gleßen, 8. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.95— 1.10, Eier 1 Stück 7 Pf., 2 Stück 13 Pf., Käse per Stück 5-9 Pf., Tauben das Paar 9 Pf., Hühner per Stück M. 0.85— 1.50, Habnen per Stück M. 1.— 1.70, Gänse per Pfd. 6066 Pf., Enten per Stück M. 2.— 2.50, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 45— 50 Pf., Kalbfleisch 45— 50 Pf., Hammelfleisch 50—66 Pf., Schweinefleisch 64—68 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4., Zwiebeln per Centner M. 9.—10., Weißkraut 100 Stück M. 4.—5. Frankfurt, 8. Jan. Marktbericht.* kostete je nach O per Ctr. M. 3.— 4.40, Stroh M. 2.60—3.35. Butter 1. g 1., 2. Qual. 6550 Pf., im Det Il M. 1. Eier das Hundert M. 50. Ochlenster Rind⸗, Farrenfleisch 45—55 Pf., Hammelfleisch 40— 45 Pf. Kartoffeln 100 Kilo M. 8. u 70 Pf., Kub⸗, sch 50-55 Pf, sch 70—80 Pf. aut das Hundert raut 15- 20 Pf., Hahn M. 1.50—2., 5.—8., Taube 50 Pf., Kartoffeln 100 Kilo 03.70, Stroh per . 0.90— 1.5, Butter t M. 1.. 70, Pf., We M. 25—18 40, Hafer M. 13.60 14.50, ob M. 29.50, per Mai mit Faß M. 29.60.— al. M. 64. 2 Dual. M. 60., 2. Qual. M. 48.—52., weine 56—65 Pf. Eingesandt. vorige Nr., letzte Seite.) gese statiren, weder die machen, mit der Gedichtes, will(wir kö daß das Original ob hier in Friebberz zu wird der Anzeige 1. Uebrigens in gedruckt; bier in der S 1 ur 2300 anderen Ad onnenten wohnen und da mag denn doch„Mancher“ ich getroffen fühlen dürfte, wenn t die Absicht des Herrn R. in Dewsbury gewesen wa ire, woran wir aber sehr zweife 5** Die Redaeti Geld⸗Caurs. Frankfurt am 8. Januar 1881. e mplare, die do. AM ˙ Englische Sovereigns. 3„ 20 29—34 Nee ett ee„„ 16 ( 9 53—88 e 56-60 0 117—19 Trehde, Ball-Abende sind wieder angekommen bei * 3 5 1 Nrie er Carl Binderungel ein Friedberg. — und dennoch gefälscht ist. In diesem Falle zeigt sie auch Nr. 37 fl. 15,000., S. 1035 eine blaßbläuliche Farbe und fühlt sich wässerig— nicht a fl. 5)00., S. 759 Nr. 13 fettig, wie dies gute Milch thut— an. In diesem Falle 366 Nr. 18, S. 796 9 ist die Milch abgerahmt. Nimmt man nämlich der Milch] Nr. 8, 010 Nr. 1487, einen Theil ihres Rahms weg, so zeigt die Milchwaage S. 10 94, S. 366 dennoch eine bessere Milch an; ja man kann sogar dann so viel 50, S. Nr. 16 30 50 Wasser zugießen, als man Rahm weggenommen, ohne daß S. 806 Nr. 29 58 78, S. 10 die Milchwaage eine schlechtere Milch anzeigt, wie] Nr. 98, S. 2376 Nr. 25 7 sie frisch von der Kuh weg war. Es geht hleraus hervor, 93, 3010 29 40 daß Milch untersuchungen nicht bloß mit der Milchwaage,[Nr. 2. 632 S. 7 Nr. 1 sondern auch mit dem Rahmmesser ausgef werden 35 38 63 à fl. 400. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien 1 1 müssen, soll durch diese Prüfungen i maßen der enthaltenen und hier nicht aufgeführten ummern en t 1 Zweck derselben erreicht werden. Daß dies von den fällt der geringste Gewinn von fl. 200. 7 1 4 Milchlieferanten seither benutzt wurde, zeigen Versuche, K. k. priv. österr. Nordwestbahn Ziehung neee die mit hiesiger Marktmilch ausgeführt wurden. Redner vom 2 Nov. 1880.— Heimzahlung am 1. Mai 1881 untersuchte 4 Proben reine Kuhmilch und 4 Proben] Nr. 1414 27 594 6217 7268 706 8643 9039 52 Marktmilch, deren Resultat folgendes war: 10742 938 11862 12118 163 325 28 918 13088 15043 A. reine Kuhmilch. B. Marktmilch. 233 901 16271 418 550 17198 18562 19281 523 1 Milch⸗ Rahm⸗ Milch Rahm⸗ 20035 495 27278 924 28476 29428 506 945 30953 waage. messer. waage. messer. 31419 523 935 33238 491 34810 35397 567 36039 1. n 1. Probe 21 16 1. Probe 19 6,5 645 38184 39067 80 237 964 40591 41317 545 638 6 dine 2. Probe 20 13 2. Probe 18 6,5 43397 923 44830 45345 833 47834 48217 398 536 1 de 3. Probe 19 12 J. Probe 19,5 7 19951 50413 51919 52280 51284 55063 148 377 ut 4. Probe 19 12 1. Probe 18,5 18 56685 727 77 57042 58207 537 59301 76 791 983 Diese Versuche zeigen deutlich, daß nur eine der 61054 56 566 911 94 61387 839 64477 865 66971 untersuchten Proben eine gute Marktmilch, die drei übrigen 67088 497 585 68644 69213 652 53 70 379 601 867 Proben dagegen abgerahmte Milch war. Um eine Milch 71460 786 73510 727 74480 75591 78472 79174 806 5 1 wie die drei abgerahmten Proben herzustellen, kann man 80704 81028 482 553 744 82173 84762 87603 88518 Angertt einer guten Kuhmilch 8% Rahm abnehmen und dafür 687 89379 90330 634 924 92012 121 969 94999 e 380% Wasser zusetzen. Da der Schoppen Rahm einen 95037 97338 98245 101653 102520 607 104527 44 tines 14—ömal so hohen Werth repräsentirt, als ein Schoppen 674 740 105828 106013 759 107151 368 108143 un ⸗ Milch, so kann der Milchprodueent durch Entrahmen sich 109495 765 110913 112662 976 114885 116289 rot f A einen Gewinn von 8* 10 Pf. 3 Mark 20 Pf. per 92 202 521 120591 122668 123806 124743 126600 Nh, 100 Schoppen verschaffen; die Stadt aber wird auf 128654 130403 783 131249 485 954 133770 946 1 A1 diese Weise durch je 100 Schoppen Milch, die in der 134272 778 135553 696 137675 760 968 138585 728 Stadt verkauft werden, um diese 3 Mark 20 Pf. ge- 140338 454 141335 143841 145524 147808 148673 84. zen schädigt. Hierin dürfte wohl eine Beranlassung 1. Stadt Wien fl. 100 ⸗Locsse v. Jahre 1874. iet werden, demnächst auch in hiesiger Stadt die Milch nicht Serlen- und Gewinn Ziehung vom 3. Januar 1881.— det bloß mit der Milchwaage, sondern auch gleich zektig mit] Heimzahlung am 1. April 1881. Serten. 57 132 194 7 dem Rahmmesser zu prüfen. 1227 307 578 595 907 1122 1439 18612019. Gewinne. 1 Faselochs-V steiger Bek l Faselochs-Versteigerung. Bekanntmachung. 120 Donnerstag den 13. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, 143 Freitag den 14. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, A. U ben, Faseloch⸗ auf hiesigem Rathhaus melstbietend verstetgert] de 10 oͤffentlich melstbletend versteigert. 0 1881. nit werden. Ober Rosbach am 10. Januar Blecher. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. und Tascheutüch G en, auch getrennt, b Kragen, Manschetten billigst 1. Frirprich, 7 anzen, auch getrenn el 0 Großhe iche Bürgermelsterel Ober-Rosbe Petterwell den 4. Januar 1881. roßherzogliche Bürgermelsterel Ober-Rosbach. Vergel. Logis zu vermiethen, O. Sang. Holz-Versteigerung wird 142 Die am 4. d ts. in dem biesigen Gemeindewald soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger junger fetter fein der Gemeinde gehöriger Faselochs im Gemeindehaus ig abgehaltene Holzversteigerung ist gene Fahrtag auf den 10. d. Mts. bestims Boͤnstadt den 8. J 1 nd der erste lar 1881 Großherzogl iche Buürgermeistezei Boͤnstadt. Gebel 112 Mehrere hundert Kubikmeter Mauer- und Pflastersand hat zu verkaufen Bruchenbrücken. Maurermeister Joseph Schlecht. Ludlam! Ludlam! Ludlam! Die heute Abend„tagenden“ Ludlamer haben beschlossen, zam Sonntag den 27. des Narrenmonats Ein Tausend Achthundert Ein und Achtzig einen Maskenball im Hötel Trapp abzuhalten. f b Die Liste zur Unterzeichnung wird alsbald durch den närrischen Ludlamsdiener Peter in Circulation gesetzt. „Wir hoffen und harren „Zahlreicher Betheiligung der Narren „Und bemerken, daß der Kassen-Ueberschuß „Zu wohlthätigen Zwecken gebraucht werden muß.“ 149 Das närrische Comité. Hotel Trapp. Friedberg. Rum à M. 1. per Liter, Aechter Jamaica-Rum à M. 2.50 per Flasche. Vorschuß⸗& Creditverein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Coupons und Talons, die an unserer Kasse eingereicht werden, müssen mit Namen versehen und borderirt sein. Bordereau sind franco bei uns zu haben. Kopf-Shawls, Kaputzen, Vaschliks, 146 138 Halstücher, Dauen- Westen, gestrickte wollene Damenk ragen, gestrickte Kinderkleider, Jäckchen, Röckchen, Kinder-Gamaschen und Schuhe, sowie Socken und Strümpfe zu reellen Preisen bei K. Friedrich, neben der Post. Grosser Ausverkauf. Wegen Geschäftsaufgabe verkaufe ich meine sämmtlichen Tuch⸗ und Manufacturwaaren zu bedentend herabgesetzten Preisen. Butzbach. Arbeits-Vergebung. Georg Hölzer's Wittwe. 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