1881. Donnerstag den 9. Juni. M 67. Oberhessischer Anzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und i 1. 1 Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag lie einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berech 5 l Ziffers ˖ f it 22 P ˖ ue, N f. chnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bel Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. r. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ——— ——— 5 Amtlicher Theil. detreffend: Visitation der Feuerstätten im Jahre 1881. Friedberg am 3. Juni 1881. „ 8 3 8 5 6 5 1 2* Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 4 Obgleich die Fristen für Beseitigung der feuergefährlichen Baugebrechen größtentheils abgelaufen sind, so hat trotzdem die Mehrzahl E Ihnen bis jetzt weder die Visitationsprotokolle mit dem Erledigungsvermerk wieder eingesandt noch Polizeianzeigen gegen die säumigen bausbesitzer erstattet. Wir erwarten daher, daß das Ihrerseits Versäumte binnen 8 Tagen nachgeholt wird. Dr. Braden. betreffend: Den Verkauf von Arzeimitteln. Friedberg den 3. Juni 1881. as Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Gendarmerie des Kreises. Der Handel mit sogenannten Geheimmitteln ist nach§. 367 des Reichsstrafgesetzbuchs und Artikel 142 des Polizeistrafgesetzes Jedermann erboten. Wir empfehlen Ihnen die Beobachtung dieses Verbotes aufs Genaueste zu uͤberwachen und jede Uebertretung desselben zur Anzeige bringen. Außerdem machen wir noch darauf aufmerksam, daß nach Artikel 141 des Polizeistrafgesetzes der Verkauf von Arzneimitteln und roguen— welcher, wie aus der Kaiserlichen Verordnung vom 4. Januar 1875, Reichsgesetzblatt Seite 5 zu ersehen— nur den Apothekern estattet ist und ordnen auch deßbezüglich strenge Controle hiedurch an. Dr. Braden. betreffend: Fahrpreisermäßigungen bei Schülerausflügen. Friedberg den 3. Juni 1881. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. Nachstehende hohe Verfügung zu Nr. M. J. 10,233 vom 14. vorigen Monats in obigem Betreff theilen wir Ihnen hiermit zu Ihrem igenen Bemessen und zur Bedeutung der Lehrer, beziehungsweise Oberlehrer mit. Dr. Braden. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, an die Großherzoglichen Directionen der Gymnasien, Realschulen, höheren Mädchenschulen, Schullehrer-Seminarien, Taubstummen-Anstalten und der Blinden-Anstalt, sowie die Großherzoglichen Kreisschulcommissionen. Zur Erleichterung von Ausflügen seitens der Schüler und Schülerinnen hat die Königlich Preußische Eisenbahn-Direction zu Frank— irt a. M. auch in diesem Jahre bis auf Weiteres Fahrpreis- Ermäßigungen von 50% sowohl bei einfacher Tour als auch bei Hin- und ücktour bewilligt, wenn einschließlich der die Schüler oder Schülerinnen begleitenden Lehrer resp. Lehrerinnen mindestens 10 Billets gelost erden. Kinder unter 10 Jahren genießen noch die fernere Preisermäßigung, daß 2 derselben auf ein Billet befördert werden. Im Falle bei inem Ausfluge von dieser Vergünstigung Gebrauch gemacht werden will, hat der den Ausflug leitende Lehrer(Lehrerin) einen über die Zahl er Billets und den gezahlten Geldbetrag lautenden Revers, der von dem Director beziehungsweise dem Vorstand der Schule unterschrieben ud mit dem Dienstsiegel versehen sein muß, bei der betreffenden Billetexpedition abzugeben. Sofern die Schule kein Dienstsiegel führt, ist die ichtigkeit der Unterschrift durch die betreffende Großherzogliche Bürgermeisterei unter Beifügung des Siegels zu bescheinigen. Der Revers st nach folgendem Muster handschriftlich herzustellen und mindestens eine Stunde vor Abgang des Zuges der betreffenden Billetexpedition voll—⸗ ändig ausgefüllt— die Ausfüllung des Geldbetrags besorgt eventuell die Billetexpedition, jedoch hat sich der Lehrer von der Richtigkeit der intragung zu überzeugen— zu übergeben. Bei Ausflügen ganzer Schulen oder einer größeren Anzahl von Schülern(etwa 30 und mehr) ist, um die Beschaffung des Platzes zu sichern, dem Stationsvorstand 24 Stunden vorher Mittheilung zu machen. Falls die Reise sich über en Bezirk der Eisenbahndirection Frankfurt a. M. hinaus erstreckt ist ein Antrag 48 Stunden vor Antritt der Reise bei dieser Direction erforderlich. Die Beförderung der Schulen wird auf Transportscheine stattfinden. Sie wollen sich hiernach bemessen und den Lehrern Ihrer Anstalten beziehungsweise den Schulvorständen hiervon Kenntniß geben. b Achenbach. Knorr. Nevers. Der Endesunterzeichnete hat von der Billetexpedition in einen Transportschein... Klasse für die Strecke von bis. und zurück für. Lehrer,.. Schuͤler uͤber und Schüler unter 10 Jahren erhalten und dafür. M.. Pf. .. bezahlt. Name des Lehrers: Die Richtigkeit bescheinigt: Der Director(Vorstand) der.. Schule. Name: Siegel: Bekanntmachung. berger zu Butzbach wurde unter dem Heutigen die Concess 0 f in Mainz behufs Beförderung von Auswanderern mittelst Dampf- und Segelschiffen durch die Schiffsbefrachter des Norddeutschen Lloyd in Bremen, William Inmann in Liverpool und Otto Reuchlin in Rotterdam über die besagten Häfen nach Nord-Amerika und Australten ertheilt. Friedberg den 3. Juni 1881. Hie dae. Friedberg. r. Braden. 2074 0 9. Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Gottfried Wilhelm Schmidt von Rückeroth. Deutsches Reich. Cellarius in Laubach, Breitwieser in Ober-Ram- rath in Bingen und der Mine aten en Darmstadt. Postpersonalnachrichten. Er⸗ stadt und der Postexpediteur Habich in Gernsheim. e e zum Rath bei 1 Provinzial⸗ nannt ist der kommissarische Vorsteher des* Der Kreisrath Lotheißen in Worms wurde Direction Starkenzurg. 8 5 amtes in Gießen, Postinspector Nitsert zum Post⸗ zum Ministerialrath, der Ministerial- Secretär Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— director. Angestellt sind als Postsecretär: der II. Kl. von Gagern zum Kreisrath in Worms lage Nr. 15, enthalt: g 15 1 Postpraktikant Stamm in Gießen; der Postassi⸗ ernannt, der Kreisrath Parcus in Bingen 45 1. Bekanntmachung di We e stent Keller in Offenbach. Versetzt sind: der Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste muh 105 aa des Kr. Gieß Telegraphenassistent Krösing von Butzbach nach in den Ruhestand versetzt und; demselben der wien ulebersicht der für 188/82 ge Berlin, und der Postassistent Lauckhard von Berlin Character als„Geh. Regierungsrath verliehen, in den Gemeinden des Kr. Heppenheim. nach Butzbach. Gestorben sind: die Postverwalter ferner der Regierungsrath Spamer zum Kreis— 111. Ordensverleihung. in Worten: 1. den 1 Dem Nicolaus Spi egel ion als Unteragent des Hauptagenten Abraham genehmigten Umlagen 9 IV. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. V. Charakterertheilungen. VI. Namensveränderung. VII. Dienstnachrichten. Es wurden der Kreisbauauf— seher Walbott von Worms nach Gleßen versetzt; dem ev. Pfarrer Werner von Lißberg die Pfarrstelle zu Ober— Mossau übertragen; dem Schullehrer Geibel zu Sauer— Schwabenheim eine Lehrerstelle zu Butzbach übertragen; die Bauaufsehrer Willenbücher zu Grünberg und Bolenz zu Homberg, sowie der Sergeant Lämmerhirt zu Worms zu Steueraufsehern ernannt; dem Geometer 11. Klasse Wammser aus Vielbrunn das Patent als Geometer J. Kl. für den Kr. Erbach ertheilt; dem Schullehrer Spreng zu Astheim die Lehrerstelle zu Eich, dem Schulamtsasp. Winn aus Lich eine Lehrerstelle zu Londorf, dem Schulamtsasp. Bernhard aus Engelstadt eine Lehrerstelle zu Gunters— blum übertragen; dem B. Engroff aus Darmstadt das Patent als Geometer J. Kl. für den Kr. Groß-Gerau ertheilt; der Sergeant Krenkel zum Amtsgerichtsdiener in Büdingen, der Vieefeldwebel Krug zum Amtsgerichts— diener in Bingen, der Fußgendarm Müller zu Wörrstadt zum Amtsgerichtsdiener in Wörrstadt ernannt. VIII. Dienstentlassungen.. IX. Ruhestandsversetzungen. Der Schullehrer Zink zu Elsheim wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt. 8 X. Coneurrenzeröffnungen Erledigt sind: Die erste Lehrerstelle zu Biblis, Gehalt 1000— 1500 M. Dem Kreisrath in Bensheim, dem Ortsgeistlichen und dem Ortsvorstande von Biblis steht das Präsentationsrecht zu. Eine Lehrerstelle zu Beerfelden, Gehalt 1000— 1150 M. Dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsenta— tionsrecht zu. Das Concurrenzausschreiben in Beilage 8 des Regbl. von 1881 wird zurückgezogen. Die ev. Pfarr- stelle zu Staden mit Stammheim. Das Präsentations— recht steht dem Grafen von Schlitz zu. Berlin, 3. Juni. Der Kaiser mußte heute wegen plötzlichen Unwohlseins die beabsichtigte Fahrt nach Potsdam zur Besichtigung des Lehr— bataillons aufgeben. Die Aerzte constatiren eine leichte Erkältung, der Kaiser muß das Zimmer hüten. Berlin. em Vernehmen nach wird dem Bundesrath demnächst eine Vorlage wegen der Einziehung der Fünfmark- und der Zwanzig— markscheine zugehen. — 5. Juni. Die heutige Veröffentlichung der Zollanschluß-Actenstücke begleitete der Ham— burger Senat mit der Erklärung, daß er seiner— seits bereit sei, die vorbehaltene Zustimmung zu ertheilen, sobald auch die Bürgerschaft ihr Einverständniß ausspreche. Die Verständigung sei wesentlich auf der den Vertrauensmännern mitgetheilten Grundlage vollzogen. Der Senat sei der Ansicht, daß die günstigeren oder nur gleich günstigen Bedingungen wie jetzt weder früher zu erreichen waren, noch später zu er— reichen seien. Er halte die Zustimmung durch— aus für geboten und zweifle nicht, daß die Bürgerschaft bei der Erwägung der Gesammt— lage dieser Auffassung sich anschließe. Ems, 6. Juni. Der König von Schweden ist gestern zum Kurgebrauch hier eingetroffen und in den vier Thürmen abgestiegen. D 2 Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 4. Juni. Das Herrenhaus nahm den deutsch-österreichischen Handelsvertrag an. Darauf nahm es die Wahl der Delegationen vor. Zum Schluß verkündete der Ministerpräsident im Auftrage des Kaisers die Vertagung des Reichstags. — 6. Juni. Der Füͤrst von Serbien be— suchte die Kaiserin, den Kronprinzen Rudolf und den Baron Haymerle.— Der russische Bot— schafter v. Oubril reist morgen nach Berlin ab. Pest. Eine königliche Ordre beruft den neuen ungarischen Reichstag für den 24. Sept. zusammen. Eine Verordnung von dem Minister des Innern ordnet neue Wahlen an in der Zeit vom 24. Juni bis einschließlich 3. Juli. Frankreich. Paris, 3. Juni. Dem Senat legte Waddington den Bericht der Commission für die Listen⸗Wahl vor. Die Commission hat die Ablehnung des Entwurfs beantragt, den die Kammer bereits beschlossen hat. Der Bericht weist jeden Gedanken an einen Conflikt mit der Kammer auf das Entschiedenste zurück; wenn ein solcher eintrete, werde die Verantwortung sicher dem Senate zufallen. Der Bericht weist auf die Gefahr einer Listen-Wahl hin, die werden könnte. Einem solchen zu widerstehen, hätten dann Senat und Kammer nicht die Macht, weil er als der Erwählte der Nation gelte. Die Berathung wurde auf Donnerstag den 9. Juni verschoben. — 6. Juni. Die tnnesische Mission unter Führung des Premierministers Mustapha wird morgen hier erwartet. 6. Juni. Vier Truppencolonnen sind ab— gegangen, um die Insurgenten von Boumena, welche zwischen Frendah und Geryville 26 Per— sonen ermordeten, zu züchtigen. Ein Theil des Expeditionscorps kehrt demnächst nach Frank— reich zurück. Sämmtliche tunesische Agenten und Consuln in Europa sind augewiesen, ihre Archive und die Leitung ihrer Bureaux den in denselben Staaten residirenden französischen Consuln zu übergeben. — Einem Telegramm der„Times“ aus Tunis zufolge haben sich sämmtliche Gebirgs— Stämme in der Umgebung von Mateur den Franzosen unterworfen. In den meisten Fällen wurde dies dadurch herbeigeführt, daß die Scheikhs als Geißeln behalten wurden. Unter den französischen Truppen grassiren viele Krankheiten. Großbritannien. London, 4. Juni. Die beurlaubten Offiziere der in Irland stationirten Regimenter sind beordert, sofort zurückzukehren. 400 Maun Gardetruppen marschirten gestern von Dublin nach New-Pallas, um das dortige Castell zu besetzen und die Ordnung herzustellen. Die Truppen wurden beordert, zu schießen, falls Widerstand geleistet würde. — 6. Juni. Die Regierung hat angeordnet, die Truppen in Irland bis auf 30,000 Mann zu verstärken.— In Ballybrophy kam es gestern zu Ruhestörungen, wobei eine Person getödtet und mehrere verwundet wurden.— Die Ex— missionen in New-Pallas sind ohne ernstliche Ruhestörungen verlaufen. Die Truppen sind nach Dublin zurückgekehrt. Italien. Rom, 2. Juni. Beim Beginne der heutigen Deputirtensitzung theilt der Minister— präsident Depretis die Nachricht von der Bild— ung des neuen Cabinets mit. Wegen der Be— ziehungen zu dem Ausland muͤsse Italien seinen Platz als große Nation aufrechterhalten und sich auf der Grundlage der Gerechtigkeit und gegen— seitigen Achtung befestigen. Italien werde sein Möglichstes thun um die Pflichten der Freiheit der Nationen mit den Pflichten gegen sich selbst zu vereinen. Italien, das zuletzt in das Concert der Nationen eingetreten, sei ein Element wirth— schaftlicher Ordnung und des Friedens. Es werde sich so erhalten und nichts Anderes ver— langen, als einen würdevollen Frieden. — Der Kammer ist ein Gesetzentwurf zu— gegangen betreffs die Verlängerung der Handels— verträge mit Belgien, Frankreich, Deutschland, England und der Schweiz bis zum 30. Juni 1882. Serbien. Belgrad, 3. Juni. Die Skupsch— tina wurde heute von dem Fürsten mit einer Thronrede geschlossen. Diese wurde vom ge— sammten Hause mit lebhaftem Zivio-Rufen auf— genommen. Am Nachmittag trat der Fürst seine Reise über Pest nach Berlin an. Bulgarien. Sofia. Seit der Bildung der Generalräthe wurden die Mitglieder der— selben ernannt ohne Rücksicht auf die von den einzelnen Candidaten erhaltenen Stimmen. Das amtliche Blatt veröffentlicht nunmehr einen Ukas, durch welchen die Zusammensetzung der General— räthe in Gemäßheit der bei den Wahlen ab— gegebenen Stimmen geregelt wird. Griechenland. Athen. Der Kriegsminister hat in einer Ordre an den Commandanten der griechischen Ostarmee diejenigen Truppentheile be— zeichnet, welche die erste Section der von der Türkei an Griechenland abzutretenden Gebiets-Theile besetzen sollen, und zwar 3 Bataillone Infanterie, 3 Bataillone Jäger, 1 Artillerie- Abtheilung, 1 Genie-Abtheilung, 2 Eskadrous Cavalerie, 6 Sectionen Fuß-Gendarmerie und 1 Section reitender Gendarmerie. Rußland. Petersburg. Während der Ab— durch einen Kron-Prätendenten herbeigeführt Marine betraut. minister Miljutin und den General-Gouverneur von Finnland, Graf Adlerberg, auf deren Bitten wegen zerrütteter Gesundheit, ihrer Stellungen. General Wannowski ist zum Kriegsminister und der Generalstabschef Heyden zum Generalgou— verneur von Finnland ernannt. Sicherem Ver— nehmen nach werden der Ernennung des neuen Kriegsministers Aenderungen in den Departe— ments-Vorständen folgen. Kiew. Das Kriegsgericht verurtheilte von den Hauptanstiftern der letzten Judenhetze je einen zu 20, zu 15, zu 10 und zu 6 Jahren Zwangs-Arbeit, zwei zur Verbannung nach Sibirien, drei erhielten Gefängniß mit Milder— ungsgründen. Aus Stadt und Land. a. Friedberg. Unter außerordentlich starker Be— theiligung der Bewohner der Stadt und Umgegend ind unter Anwesenheit der Spitzen der Behörden und der evangelischen Geistlichkeit beging am 7. Juni die katso⸗ lische Pfarrgemeinde zu Friedberg einen großen Freude— tag. Eine erhebende Feierlichkeit verherrlichte die En— segnung des Grundsteins zur neuen katholischen Pfarrkirche wodurch die Erfüllung der sehnlichsten Wünsche der Ge meinde, endlich in den Besitz eines entsprechenden Gottes- hauses zu kommen, ihren Anfang nahm. Die Feier wurde eingeleitet durch ein Musikstück„Das Gebet“ durch das Musikeorps der hiesigen Feuerwehr, das auch bei dem Verlauf des Festes durch Begleitung der Gesänge in dankenswerthester Weise zur Verherrlichung der Feier beitrug. Die Festpredigt und Einsegnung hielt Domdekan Dr. Heinrich von Mainz, der in begeisterken und zu Herzen dringenden Worten nachwies, daß die Kirche die Feier der Grundsteinlegung eines neuen Gottes hauses mit Weihe und so schönen Ceremonien umgibt, weil der Grundstein nichts Anders bedeutet als Christum den Herrn, der in dem neuen Gotteshause wohnen und aus demselben der Gemeinde alle Gnaden für dieses und das ewige Leben spenden soll. Die ganze Feier verlief in schönster Weise. Möge dieses eine Vorbedeutung sein, daß das ganze Werk glücklich vollendet wird und recht bald Gott zur Ehre, der katholischen Gemeinde zum Frommen und der Stadt zur Zierde diene. In den Grundstein wurde nachfol⸗ gende Urkunde eingeschlossen:„Zur Ehre der heiligsten Dreifaltigkeit. Nachdem die, dem heiligen Georg ge— weihte, durch die Familie von Franckenstein im 18. Jahr⸗ hundert erbaute Kapelle durch das Heranwachsen der katholischen Gemeinde auf 750 Mitglieder sich als zu klein erwies und zudem, eine viertel Stunde vor der Stadt in der Gemarkung Ockstadt liegend, für den Be⸗ such des Gottesdienstes sehr beschwerlich war, wurde die Nothwendigkeit immer dringender, ein passendes und wür⸗ diges Gotteshaus zu bauen. Endlich konnte dieses Ver⸗ langen zur Ausführung gebracht werden, nachdem auf Anregung des höchstseligen Bischofs von Mainz, Wilhelm Emmanuel von Ketteler, aus fast ganz Deutschland viele und reichliche Gaben zusammen gebracht waren und die umliegenden katholischen Gemeinden durch werkthätige Hilfe die Vollendung des Werkes erleichterten. So ge⸗ schah es denn im Jahre 1881 nach Christi Geburt am 7. Juni, als Papst Leo XIII. Statthalter unsers Herrn Jesu Christi auf Erden war, unter der Regierung Ludwig IV., Großherzogs von Hessen und bei Rhein, als Dr. Julius Braden Kreisrath des Kreises Friedberg und Carl Seriba Bürgermeister von Friedberg war, als Wilhelm Bauer das Pfarramt als erster Pfarrer be⸗ gleitete, nachdem drei Jahrhunderte Friedberg eine Filial⸗ gemeinde von Ockstadt gewesen war, während Jacob Burck, Martin Mondigler J., Gustav Brentano und Wolf⸗ gang Gärtner Mitglieder des Kirchenvorstandes waren: daß der Hochwürdige Herr Johann Baptist Heinrich, diesen Haupt- und Eckstein feierlich legte und einsegnete unter Anrufung der Hilfe des allmächtigen Gottes, auf daß dieses Gotteshaus nach dem Plane des Dombau— meisters J. H. A. Lucas von dem Maurermeister Morschel, dem Steinhauer Boll, dem Zimmermeister Oelschlegel, den Schlossern Mondigler, Rumpf und Thaler, den Spenglern Hoffmann und Kreß, dem Tünchermeister G. Hieronimus, dem Schreinermeister Krug und dem Dachdecker Nessel glücklich vollendet werde. Diese Ur⸗ kunde wurde zum immerwährenden Andenken von dem Pfarrer, den Mitgliedern des Kirchenvorstandes und den anwesenden Geistlichen unterschrleben, mit dem Siegel der Kirche versehen in den Haupt- und Eckstein am oben genannten Tage niedergelegt und eingeschlossen.“ e. Friedberg. Für den Ende Jult in unseren Mauern tagenden hessischen Feuerwehrtag trifft das aus Mitgliedern unserer Feuerwehr und anderen Männern unserer Stadt gebildete Comité seine Vorbereitungen und hoffen wir, daß dieses Fest sich würdig den früher hier abgehaltenen Festen anreihen wird. Der bewährte Sinn für Gastfreundschaft unseren fremden Gaͤsten gegenüber und das Streben, denselben frohe Stunden und ange⸗ nehme Rückerinnerungen an unsere Vaterstadt zu bereiten, werden auch bei dieser Gelegenheit bei der Einwohner⸗ schaft durchschlagend wirken und Sonderbestrebungen oder kleinliche Rücksichten nicht aufkommen lassen. Privat- wesenheit des Großfürsten Constantin ist Groß— wünsche und Meinungen können eben bei einer gemein⸗ fürst Alexis Alexandrowitsch mit der Leitung der — Ein kaiserlicher Ukas enthebt den Kriegs- 90 Dr. der Theologie und Dekan des Domkapitels zu Mainz, — — —— 2088 eg. samen Sache keine Berücksichtigung finden und müssen sich dem Gemeinsamen unterordnen. Nur so kann wirklich Gutes und Schönes geleistet werden und nur dieses wollen wir ja doch Alle. s. Friedberg. Unser alter Verein„Liederkranz“ hat am 1. Juni in seinem Vereinslokal ein schönes Fest gefeiert, nämlich die 25jährige Exinnerungsfeier seiner Betheiligung bei dem Straßburger Sängerfest. Zu diesem Feste waren einige Ehrenmitglieder und dem Verein näher stehenden Freunde desselben geladen, und verlief dasselbe in gelungenster Weise. Liedervorträge(darunter die alten Straßburger), Musikvorträge und Ansprachen wechselten ab in bunter Reihe, gewürzt durch das Kreisen des großen Straßburger Kruges. Erst am frühen Morgen trennte sich die muntere Gesellschaft und das Ausharren der Zwölfe von der„alten Garde“(worunter der Aelteste saß), so- wie deren kräftiges Mitsingen bei den Choͤren hat den Beweis geliefert, daß die jugendliche Sängerlust bei den Liederkränzlern in Fleisch und Blut übergegangen ist. i. Friedberg. Von vielen Seiten wird neuerdings über die Unmasse von Katzen geklagt, welche in Gärten und Feld umherstreichen und der jungen Brut nachstellen. Schreiber dieses hat verschiedentlich mit zusehen müssen, wie diese Vogelräuber ganze Nester voll junge Vögel aus— raubten und mit den Thierchen splelten, als hätten sie Mäuse vor sich. Gibt es kein erlaubtes Mittel, dieses Raubzeug zu vertilgen? Man klagt über die Abnahme unserer Singvögel und mit Recht. Aber man duldet auch die ärgsten Feinde unserer kleinen Lieblinge. Wir möchten gerne den Rath eines Rechtsgelehrten erbitten, ob man eine im Feld und Garten umherstreifende Katze, welche den Vögeln nachstellt, unschädlich machen darf? Nutzen bringt ein solches verwildertes Thier im Hause doch nicht, denn es steht fest: eine Katze, welche sich ein— mal das Streifen in Feld und Garten angewöhnt hat, fängt im Hause keine Mäuse mehr. Dieses Raubzeug zu vermindern, müßte im Interesse der Vogelwelt gestattet sein. e. Bad⸗Nauheim, 8. Juni. Trotz der heftigsten Anstrengungen der Gegner Weith's, wurde derselbe heute hier wieder zum Landtagsabgeordneten gewählt. r. Bad⸗Nauheim, 6. Juni. Gestern während des Gewitters am Nachmittage schlug der Blitz in die Saline und die Villa Schmidt ein, glücklicherweise ohne zu zünden. J. Assenheim, 6. Juni. Bei dem gestern Nach— mittag stattgehabten Gewitter schlug der Blitz dreimal hier ein; zweimal in Scheuern, das drittemal in die Kirche, die, eben des Gewitters wegen, später als sonst abgehalten werden sollte. Balkensplitter und Mörtel lagen auf und um den Altar herum. Gießen. Nach dem soeben zur Ausgabe gelangten Verzeichniß der Studirenden an hiesiger Hochschule be⸗ trägt die Zahl derselben im Sommersemester 1881= 402. Von diesen sind 320 Hessen und 82 Nichthessen. Es widmen sich der Theologie 44, Rechtswissenschaft 77, Mediein 60, Thierheilkunde 22, Zahnheilkunde 2, Cameral— wissenschaft 4, Forstwissenschaft 32, Mathematik 36, elass. Philologie 31, neuere Philologie 22, Philosophie 26, Geschichte 9, Pharmacie 17, Chemie 20. Studirenden besuchen noch 18 nicht immatrikulirte Hörer Allerlei. Flensburg, 7. Juni. In der Flensburger Förde kenterte gestern ein Boot mit 16 Personen, fast sämmtlich Familienväter; gerettet wurde Niemand. Graudenz, 2. Juni. Bei dem Versuchsschießen in der Festung Graudenz platzte heute unter den am Ziel mit der Aufnahme der Schußwirkung beschäftigten Militär— personen eine Granate und tödtete drei Hauptleute, einen Oberfeuerwerker und einen Ingenieur; Oberst Sallbach sowie zwei Kanoniere und ein Civilingenleur wurden verwundet. Wien, 4. Juni. Der bekannte General Uchatius, der Erfinder der Stahl-Bronce-Kanonen, hat sich heute durch einen Schuß in das Herz das Leben genommen. Paris. Der berühmte Violinist Vieuxtemps ist in Algier gestorben. Handel und Verkehr. Friedberg, 8. Juni. Wochenmarkt Butter kostete per Pfd. M. 1.05— 1.20, Eier per St. 5 Pf., 2 St. 11 Pf. Waizen Friedberg, 7. Juni. Fruchtbericht. M. 24.00, Korn M. 22.50, Gerste M. 16.—18., Hafer M. 15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo S200 Zollpfd. Falsche Hundertmarknoten der Reichsbank sind, wie die„Berliner Tribüne“ meldet, im Umlauf. Die— selben sind mit großem Fleiß auf lithographischem Wege hergestellt und durch Steindruck vervielfältigt. Um das Publikum vor Schaden zu bewahren, führen wir in Folgendem einige der wesentlichsten Unterscheidungsmerk— male an. 1) Der obere Kreiszierstrich in dem H bei dem Worte Hundert ist in den Falsifikaten zirkelrund, bei den echten Noten oval. 2) Das R in „Reichsbank“ ist bei den nachgemachten Scheinen mehr hoch als breit, bei den echten umgekehrt mehr breit als hoch. 3) Der Aufstrich vom v. zum K. in dem Namen v. Koenen tst auf den falschen Noten nach außen, also concav, gebogen, bei den echten nach innen, also convex. Außerdem aber sind alle Schraffirungen, Muster, Reliefs ꝛc. auf den Falsifikaten augenscheinlich ängstlich, unregelmäßig und ungenau ausgeführt. Petersburg. Vom 13. Juni ab betragen die Zollgebühren pro Pud Seite 40 Kopeken, für Jute— Säcke, Leinen-Säcke und grobe Emballage-Gewebe 2 Rubel, für Jute-Dielenläufer, Hanf und dergleichen 50 pCt. mehr gegen den bisherigen Tarif. beinahe— 44221 44229 57136 57140 57146 64871 87759 87787 94403 96400 100654 103200 106019 109112 111078 111562 111596. Kassel, 1. Juni. Serien⸗Ziehung der kurhessischen 40 Thlr.⸗Loose von 1845. Es wurden gezogen die Serien 16 69 80 168 281 375 409 486 536 800 980 1280 1281 1531 1625 1917 1314 1349 1437 1545 1996 1176 1023 1077 1842 1869 1885 1793 1159 2205 2810 2472 2993 2307 2929 2483 2097 2757 2744 2527 3717 3375 3054 3437 3425 3969 3925 3863 3329 3375 3912 3004 3510 4937 4310 4876 4090 4615 4560 4748 4161 4036 4320 4093 4551 4198 4801 4116 4751 5555 5054 5012 5513 5432 5461 5945 5935 5540 5150 5728 5759 5749 6547 6650 6147 6636 6683 6572 6379 6410 6679 6627 6216 6718 6126 6088 6555 6146 6348. [Hamburg, 1. Juni. Serien-Ziehung der Köln⸗ Mindener Prämien⸗Loose. Gezogen wurden die Serien 1153 3083 3291 und 3310. Wien, 1. Juni. Bei der heutigen Ziehung der österreichischen Loose von 1864 fielen auf S. 110 Nr. 28 200,000 fl., S. 1358 Nr. 20 20,000 fl., S. 2870 Nr. 32 15,000 fl., S. 1839 Nr. 25 10,000 fl. Außerdem wurden noch folgende Serien gezogen: 11 1006 1489 1515 2517 2729 2735 3264 3274 3659. Pfennig⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. 5 5 M Pf. Uebertrag vom 28. Mai 3943 1841 50 1. C. Bindernagel. 49 27 2. W. Bernbeck ö 157 71 50 3. Ph. Billau. 116 61 60 4. Th. Kranz. 105 52 45 5. H. Flaschenträger. 89 7 5 4459[2095 75 NB. Uebertrag Einleger 672. Neue Einleger 4. Gesammt⸗Einleger 578. Friedberg den 4. Juni 1881. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Verloosungen. Karlsruhe, 31. Mai. Serienziehung der Badischen 35 fl.⸗Loose. Es wurden gezogen die Serien 535 1227 1389 1445 1501 1703 2116 2228 2287 2547 2600 2887 3356 3397 3598 3706 3830 4074 4095 4392 4585 4594 4935 5116 5526 5539 5579 5679 6083 6322 6347 6888 6929 6982 7067 7290 7439 7880. Karlsruhe, 1. Juni. Gewinn⸗Ziehung der badi— schen 100 Thlr.⸗Loose von 1845. 120,000 M. fielen auf Nr. 36750, 24,000 M. auf Nr. 111085, 12,000 M. auf 2949 3187 Außer diesen Nr. 31147, 4800 M. auf Nr. 56548, je 2400 M. auf Nr. 56566 94438, je 600 M. auf Nr. 6864 6871 6872 13425 25141 25122 25125 36608 38642 41388 43759 Volksbad. Wasserwärme am 8. Juni: 140 Reaumur. a Walter. Geld⸗Cours. Frankfurt am 7. Juni 1881. 20 ⸗Frankenstücke M. 16 23 G. do. in„ 16 20—24 Englische Sovereigns.„ 20 39—41 Russische Imperiales.„ 16 71—76 Ducag ten„ 9 55—59 dal ane„ 9 58—63 Dollars in Gold.„ 425—28 die Vorlesungen. Gefunden wurde einiges Geld. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seri b a. 2071 Heugrasversteigerung von zum Familieneigenthum des Großherzoglichen Hanses gehörigen Wiesen. Dienstag den 21. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, wird in der Höres'schen Wirthschaft zu Bauernheim das Heugras von 60.6919 ha, die Markwiese, Gemarkung Bauernheim und Ossenheim, versteigert. Ober⸗Rosbach, 3. Juni 1881. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Stra ck .* Versteigerung. 2078 Samstag den 11. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen vor dem Gemeindehause in Assenheim nach- stehende Pfandobjecte gegen Baarzahlung öffentlich ver— steigert werden: 4 Kühe, 2 Pferde, 12 Gänse, 1 Secretär, 4 Kleiderschränke, 4 Küchenschränke, 2 Tische, 4 Commoden, 1 vollständiges Bett, 2 Wanduhren, und 1 Taschenuhr. Vilbel den 6. Juni 1881. agent, Kreisbote. Für die hlesige Gemeinde soll ein junger Eber ange⸗ kauft werden. Diejenlgen, welche solche zu verkaufen beabsichtigen, werden ersucht, dies uns mitthellen zu wollen. Rodheim v. d. H. den 7. Junk 1881. Großherzogliche Bürgermeisterel Rodheim v. d. H. * Braunkohlenverkauf. Auf dem Großherzoglichen Braunkohlenbergwerk Formklötze, sowie auch Preßklötze von der diesjährigen Formklötze 3 Mark, für 100 Stück Preßklötze 1,20 Ma 2,50 Mark. Für die gegen Bürgschaft bezogenen Kohlen wird Bad⸗Nauheim am 28. Mai 1881. G 1983 Ludwigshoffnung bei Melbach werden nunmehr trocken Aufbereitung abgegeben. Die Preise sind für 100 Stück rk und für die Holzkohlen pro Kubikmeter— 5 Centner Credit zur Zahlung bis Ende Dezember d. J. gewährt roßherzogliches Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. ger 2022 Speci alität.(12142.) Häcksel-Schneid- Maschinen. Bewührteste Constructionen, vor zügliche Leistung, billige Preise. Francolieferung, brobezeit, Garantie. Heinrich Lanz, Maschinen- Fabrik, Mannheim. Heugras-Versteigerung. 2087 Freitag den 10. Juni, Vormittags 11 Uhr an⸗ fangend, soll auf dem hiesigen Rathhaus das Gras von der sogenannten Hockenmühlweide, eirea 6 Morgen, ver— steigert werden. Fauerbach b. Fr. den 7. Juni 1881. Großerzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. Helfrich. Holz-Versteigerung. 2082 Freitag den 10. Juni d. J., Morgens 8 Uhr, kommt im Vilbeler Stadtwald, Distrikt Fischererlen, folgendes Schälholz zur Versteigerung: 214 Raummeter Scheiter und Knuͤppel, 12130 Wellen Reisig, 9 Stämme, 107 Derbstangen, 50 Relsstangen. Zusammenkunft im Distrikt Fischererlen. Das Stamm- und Stangenholz kommt um 12 Uhr zum Ausgebot. Vilbel den 7. Juni 1881. 2075 Alle, welche von katarrhalischen Erkrank— ungen der Luftwege, insbesondere von Lungen— und Rachenkatarrh(Keuchhusten), Husten, Heiser— keit, Schnupfen u. s. w. heimgesucht sind, werden wiederholt auf die von der Adler-Apotheke in Frankfurt dargestellten Apotheker W. Voß'schen Katarrhpillen auf— merksam gemacht, über deren ebenso sichere wie überraschend schnelle Wirkung sich eine Reihe angesehener Aerzte, sowie verschledene medieinische Zeit— schriften sehr anerkennend ausgesprochen haben. Um sicher zu sein, die ächten Apotheker W. Voß'schen Katarrh⸗ pillen zu erhalten, achte man darauf, daß jede Blech⸗ dose mit einem ziegelrothen Verbandstreifen geschlossen ist, welcher den Namenszug Apotheker W. Voß, Adler⸗ Apotheke in Frankfurt a. M., trägt. Zu haben à Dose 75 Pf. in den deutschen Apotheken.(8200.) H. v. Gimborrs Schreib⸗ und Copir⸗Tinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, große Flüͤssigkeit und schnelles Trocknen aus und liefern nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Copien. Lager in den diversen Sorten, sowie auch in rother Tinte, blauer Tinte, Stempelfarben, flüssigem Leim ꝛc., Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. Hinkel. befinden sich bei den bekannten Schreibmatersalten⸗ Handlungen. 23 N 0 Friedberger Nähmaschinen-Lager von H. Bindewald, Kaiserstraße, gegenüber dem Nathhaus, empfiehlt Nähmaschinen aller Systeme für Familien-Gebrauch und gewerbliche Zwecke unter langjähriger Garantie. 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Agenturen der 1991 Magdeburger Feuerversicherungs⸗Gesellschaft und Magdeburger Hagelversicherungs⸗Gesellschaft übertragen haben und derselbe somit zur Vermittelung von Versicherungen für genannte Gesell⸗ schaft berechtigt ist. Offenbach a. M. im Mai 1881. Die General-Agentur: E. Berek. C. Hahn. Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich dem geehrten Publikum zur Vermittelung von Versicherungen für obige Gesellschaft und bin zu jeder weiteren Auskunft, sowie zur Aufnahme von Versicherungs-Anträgen jederzeit gerne bereit. Fauerbach v. d. H. im Mai 1881. Jon. Seipel V. 2 Fugros-Tager in Frankfurt a. fl. Ackermann's Schlüsselgarn. Rollenzwirne für jeden Gebrauch, die sich in Folge ihrer Egalität und Haltbarkeit in kurzer Zeit rasch eingeführt haben. Fabrikpreise. Heinrich Zeiss, Frankfurt a. M, Fahrgasse 108. Engros-Lager in Webgarnen, Strickgarnen, Kurzwaaren, Seilerwaaren ꝛc. ꝛc. C. 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Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich dem geehrten Publikum beim Abschluß von Versicherungen und bin zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit. Butzbach im Juni 1881. Karl Bickori. Mühlenverkauf. Die dem Großherzoglichen Hause— Familieneigenthum— gehörige sogenannte Stein—⸗ kautenmühle in der Gemarkung Bellmuth, bestehend aus Wohnhaus, Mühlenbau mit Einricht— ung zu 2 Gängen, Scheune, Backhaus, Stallungen und Hofraum laut Grundbuch Flur III. Nr. 4= 225 qm nebst daranliegender Wiese, Flur III. Nr. 7— 1744 qm und Acker Flur III. Nr. 3,3= 912 qm(Nebenlieger Adam Heß, August Karl I., Adam Karl, Konrad Fayh— sämmtlich von Bellmuth— das Großh. Haus— Familieneigenthum— und Konrad Weber von Ranstadt) soll Montag den 25. Juli, Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle nach den Formen des Domänenveräußerungsgesetzes vom 2. Juni 1821 öffentlich meistbietend verkauft werden. Nähere Auskunft ertheilt die unterzeichnete Behörde, bei der auch die Verkaufsbedingungen zur Einsicht offen liegen. l Ortenberg am 2. Juni 1881. Dickwurzpflanzen (Oberndorfer) empfiehlt die Gräfliche Hofgärtnerei zu Assenheim. 2019 Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. hae Dickwurzpflanzen, Sellerie und Lauch, sowie alle Sorten Gemüsepflanzen verkauft 2072 Fried. Netz. 2073 Turnverein. Versammlung in der Reichskrone Donnerstag den 9. Juni, Abends 9 Uhr. Tagesordnung: Lauterbacher Turnfest. Zahlreicher Besuch der Versamm⸗ lung sehr erwünscht. VVV Deutsche Fortschrittspartei. Diejenigen Wähler, welche sich für die weitere Ausbreitung und Organisation der deutschen Fortschrittspartei in den einzelnen Orten des Kreises Friedberg interessiren, werden um gefällige Mittheilung ihrer Adressen ersucht. A 2080 des Vorstandes des Wahlvereins der deutschen Fortschrittspartel für den Kreis Friedberg 2079 Carl Trapp. Warme Bäder Freitag und Samstag von Morgens 9 Uhr ab. 2000 Carl Walter. Sümmtliche Rindsmetzger?““ verkaufen von heute an das Pfund Fleisch zu 54 Pf. Ein goldenes Medaillon, eine Photographie enthaltend, wurde am zweiten Feier⸗ tage entweder in hiesiger Stadt, auf dem Wege nach Nauheim oder in Nauheim verloren und wird um gef. Rückgabe gegen gute Belohnung an die Exped. des Anzeigers gebeten. 2086 Ein goldenes Medaillon mit Kette wurde am zweiten Feiertage vom Nauheimer Teichhause auf dem Waldwege nach dem Johannisberg zu verloren und wird um gef. Rückgabe gegen gute Belohnung an die N Exped. des Anzeigers freundlichst gebeten. 2083 722 Strümpfe und Socken 53 für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich. Im Oberhessischen Anzeiger vom 2. Juni d. J. in einem von Reichelsheim datirten, dem„W. B.“ ent⸗ nommenen Artikel liest man: daß gelegentlich der am 15. Mai dort abgehaltenen Versammlung des Pferde⸗ zuchtvereins, bezüglich der für Oberhessen event. für den Kreis Friedberg in Aussicht genommenen Fohlen⸗ weide, Herr Bürgermeister Küchel zu Butzbach Vorlage wegen des Ortes Oes gemacht und daß dieser Ort von der ganzen Versammlung so warm empfohlen worden sei, daß die Inbetriebsetzung der Anlage für nächstes Jahr sichergestellt erscheine. Diese Angaben sind unrichtig und erlaubt man sich' daher nachstehende Correetion: Erwähnte Versammlung hat wohl die Anlage einer Fohlenweide in Oberhessen, zum Zweck einer besseren Pferdezucht, für nothwendig erkannt und daher deren Ausführung einstimmig be⸗ schlossen. Was aber die Auswahl und Bestimmung eines Ortes hiefür betrifft, so hat sie ebenfalls einstimmig beschlossen: Vorerst hiervon abzusehen und deßfallsige Resolution von einer Begutachtung einer hierzu bestellt werdenden Commission abhängig zu machen. Da nun hierbei so viele Fragen zu berücksichtigen und außer der Lage, ob mehr in der Mitte oder am Ende der Provinz befindlich, auch jedenfalls der Kostenpunkt und Quali⸗ fication der Stelle in Betracht gezogen wird, so ist doch wohl abzuwarten, ob eine Commission sich in ihrem Gutachten über die verschiedenen Projecte zu Gunsten der dürren Oes oder für die Anlage an einem andern Ort, welcher nach Bedürfniß vergrößert und gleichzeitig auch der nöthige Hafer für die Fohlen angebaut werden kann, sonst einen sehr graswüchsigen und deßhalb zur Weideanlage geeigneten Boden, fließendes Wasser, gute und ausreschende Stallungen nebst Wohnungen fur Ver⸗ walter und Wärter besitzt, aussprechen wird?— 2081 Ein Mitglied der getagt habenden Versammlung. Frühpflanzen, als: Weißkraut, Kohlrabi, Römischkohl, Rothkraut, Sellerie und Lauchpflanzen; ferner Sommerflor, als: Aster, Leveojen, Balsaminen, Nelken, Petunien ze. empfiehlt die Gräfliche Hofgärtnerei zu Assenheim. Ein ordentlicher Fahrbursche zum sofortigen Eintritt ins Hotel Trapp gesucht. 2070 Ein weißer Slips verloren. Naga an die Exped. d. Anz. wird gebeten 2089 Gesundheitsunter jacken ärztlich empfohlen, sowie Unterhosen, für Erwachsene und Kinder, zu den billigsten Preisen bei 70 K. Friedrich. Verantw. Red.: Car! Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 2—