Die einspaltige Petitzelle wird bel Annoncen mit N 5581. Samstag den 7. Mai. N berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere —— 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder nicht Jahres-Conto bei uns haben), Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 5 Das Reichsgesetzblatt Nr. 9 enthält: Gesetz, betreffend die Fürsor die Caution der Postagenten. —— Amtlicher Theil. Landespferdezucht-Verein. Sonntag den 15. Mai, Nachmittags 3 Uhr, wird eine Versammlung zu Reichelsheim Die Herren Pferdezüchter und Pferdefreunde, Zur Besprechung kommt: 1. Ernährung des Fohlens in 2. Auswahl insbesondere die Vereinsmitglieder werde f seinem ersten Lebensjahre. des Zuchtmaterials. 3. Import von Zuchtfohlen. Darmstadt den 4. Mai 188m. 8 1 0 8 F. ge für die Wittwen und Waisen der Reichsbeamten der Civilv Allerhoͤchster Erlaß, betreffend die Ausführung des Gesetzes wegen Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Post zc. im„Gasthaus zur Post“ abgehalten. n hierzu ergebenst eingeladen. Der Vorstand. Deutsches Reich. Darmstadt. Der frühere Landgerichts— assessor v. Grolmann aus Gießen wurde zum Amtsrichter in Wald-Michelbach und der Ge— richtsaccessist Fabricius zum Amtsrichter in Oppen⸗ heim ernannt. Berlin, 5. Mai. Reichstag. Berathung der Vorlage über zweijährige Budget⸗Perioden und vierjährige Legislatur-Perioden. Marquardsen begründet den Commissions-Antrag, welcher da— hin geht, die Vorlage abzulehnen und den An— trag anzunehmen, daß der Reichstag jährlich im October zusammentritt. v. Maltzahn-Gültz empfiehlt den Antrag der Conservativen, der an der jahrlichen Einberufung des Reichstags fest— Legislatur-Perioden einführen will. hält, aber zweijährige Etats⸗ und vierjährige Reichen⸗ sperger spricht für den Commissions-Antrag unter Aufnahme einer Bestimmung in die Reichsver— fassung, welche das gleichzeitige Tagen des Reichstages und der Landtage verbietet.— Die Commission für das Unfall⸗Versicherungsgesetz setzte die Berathung fort bis§. 47. Die Com— mission genehmigte die§§. 14—18 unverändert, b. 19 mit einem Amendement von Franckenberg, wonach die staatliche Versicherungsanstalt ver— pflichtet sein soll, ihren Bescheid uͤber Annahme oder Ablehnung des Versicherungsantrags binnen rier Wochen zu ertheilen, mit dem Antrag Lieber, wonach der Unternehmer im Ablehnungsfalle für die Prämie allein haftet; zu§. 23 wurden un— wesentliche Aenderungen beschlossen.— Die Stempelsteuercommission setzte den Stempelbetrag folgendermaßen fest: Für in- und ausländische Actien 5 pro Mille, für in- und ausländische Renten und Schuldverschreibungen 2 pro Mille, für Anleihen von Provinzen, Kreisen, Gemeinden, ländlichem und städtischem Grundbesitz und ein— heimische Bahnprioritäten 1 pro Mille, für Schlußnoten auf Zeitgeschäften eine Mark, für andere Schlußnoten und Rechnungen 10 Pfennig und beendete die erste Lesung des Gesetzentwurfes unter Hinzufügung einer Uebergangsbestimmung und beauftragte eine Redactionscommission von drei Mitgliedern mit der Vorbereitung der zweiten Lesung.— Die Gerichtskostengesetz Com— mission lehnte alle auf Herabsetzung der Pausch— N 1 guantum im Prozesse abzielenden Anträge ab. — Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ erklärt sich in der Lage, die an sich schon incorrecte Notiz anderer Blätter, daß die angegebenen Differenzen zwischen dem Arbeiten-Minister und dem Finanz— minister auf die Frage der Kündigung der Actien der verstaatlichten Privatbahnen behufs der Herab setzung des Zinsfußes derselben sich bezogen, als aus der Luft gegriffene Erfindung zu bezeichnen. — Die Verhandlungen mit Oesterreich-Un— vertrags werden fortgesetzt. Der Abschluß des Vertrages gilt unter Fortdauer des jetzigen Provisoriums bis zum Schlusse des Jahres als nahe bevorstehend. München, 5. Mai. Der Reichsrath nahm das Gewerbesteuergesetz inel. Steuertarif mit geringer Modification nach Fassung des Ab— geordnetenhauses an. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 5. Mai. Der Justiz-Ausschuß des Unterhauses beschloß die unveraͤnderte Aufrechterhaltung der von dem Oberhause abgelehnten Novelle zur Civilproceß— ordnung. Frankreich. Paris. Der„National“ be⸗ zeichnet von„Daily-News“ und anderen Jour⸗ nalen veröffentlichte Friedensbedingungen für den Bey von Tunis als ungenau und erklärt, die Regierung beabsichtige weder die Annexion noch das Protectorat von Tunis und habe be— schlossen, die Truppen sollten die eroberten Positionen so lange besetzt halten, bis Frank— reich hinreichende, bereits lange geforderte Garantien erlangt habe. General Brem nahm die Unterwerfung des Stammes der Ouchteta an und wird scharfe Bedingungen stellen. Italien. Rom, 3. Mai. In der Kammer der Deputirten fragte Rubini an, ob es wahr sei, daß die Franzosen Biserta besetzt hätten. Depretis bestätigt die Nachricht und fügt hinzu, daß dieses Factum das Verhalten und die Anschauung der Regierung nicht zu verändern vermöge, Rubini glaubt, die Kammer werde von dieser Erklärung Act nehmen. Türkei. Konstantinopel, 3. Mai. Die gestern Nacht übergebene Antwort auf die Collec— tivnote der Botschafter vom 19. April erklärt: der Sultan nimmt die von den Großmächten vorgeschlagene Grenzlinie an und hat Ali Nizam, Ghazi Mukhtar und Arbin Efendi beauftragt, sich behufs Abschlusses der nöthigen Convention den Botschaftern zur Verfügung zu stellen. Rumaͤnien. Bukarest. Das amtliche Blatt veröffentlicht das Programm zur Krönungsfeier. Die Feier beginnt am 22. Mai und dauert drei Tage. Die Behörden, die Truppen und alle Körperschaften nehmen daran Theil. Sämmt— liche Districte des Landes werden durch zahl— reiche Delegationen vertreten sein. Das diplo— matische Corps ist eingeladen. Die Krone wird, nachdem sie von beiden Metropoliten geweiht ist, von den Präsidenten beider Kammern über reicht werden. Die Krönungs-Acte wird von beiden Metropoliten, den Pxräsidenten beider Kammern, den Ministern, dei Präsidenten des Cassationshofes, und zuletzt von dem Könige garn über einige Punkte des neuen Handels zug beginnt sodann von der Metropole nach dem Königspalais, woselbst die Huldigung ge— schieht. Abends ist Illumination. Am anderen Tage findet ein Aufzug der Corporationen, von Bewohnern der Dobruͤdscha, den Studenten und den Mitgliedern der fremden Colonien Statt. Am dritten Tage Parade über die Armee. Griechenland. Athen. Der Präsident der Nationalliga, Trearitis, welcher bei dem jüngsten Meeting eine sehr heftige Rede hielt, ist seines Amtes als Professor an der Universität enthoben worden. — 5. Mai. Die Gesandten der Machte theilten der hiesigen Regierung die Annahme der neuen Grenzlinie Seitens der Pforte mit. Griechenland wiederholte seine Annahmeerklärung und sprach den Wunsch aus, daß die Abgränzungs— commission bezüglich der Uebergabe der abge— tretenen Gebietstheile entschieden vorgehen möge. Rußland. Petersburg. Gerüchte in aus⸗ wärtigen Blattern über Aenderungen im Per⸗ sonale der russischen Botschaften und des Mini— steriums des Aeußern sind ganzlich unbegründet. — Einem Theile der bei der Ermordung des Kaisers Alexander II. von Rußland un— mittelbar thatig gewesenen Nihilisten war es gelungen, nach Rumänien zu entfliehen. Wie es scheint, wurde die Polizei dieses Landes von hier aus auf die Verbrecher aufmerksam gemacht und die letzteren entschlossen sich, um der drohen— den Verhaftung zu entgehen, nach der Türkei zu fliehen. Die Polizei von Constantinopel wurde aus Petersburg und Bukarest von der be— vorstehenden Ankunft der Flüchtlinge benach— richtigt und traf alle Maßregeln, um sich der— selben bei der Ankunft zu bemächtigen. Als der Dampfer„Aunis“ am 27. April von Küstendsche in Constantinopel ankam, begaben sich verschiedene Beamten der geheimen Polizei sogleich an Bord und erklärten vier Maͤnner, in deren Begleitung sich drei Frauen und zwei Kinder befanden, für verhaftet. Der Dampfer wurde mit einer Wache besetzt und den Verhafteten die Landung unter— sagt. Zwei andere Angehörige der Gesellschaft, die schon wahrend der Einfahrt des Dampfers in den Bosporus sich ausgeschifft hatten, wurden noch im Laufe des Nachmittags in der Stadt verhaftet und in's Polizeigefängniß von Stambul abgefuͤhrt. Ueber das Schicksal der Verhafteten ist noch Nichts entschieden; die Polizei glaubt, einen sehr wichtigen Fang gemacht zu haben. Afrika. Tunis, 3. Mai. Mehrere Scheiks, welche den heiligen Krieg gepredigt haben, sind verhaftet und hierher gebracht worden. Der Bey hat seine gewohnliche Residenz, wo er sich nicht für sicher genug hält, verlassen und sich und der Königin unterschrieben. Der Krönungs— in den Bardo begeben. ein Beleg kostet 9 Pf. erwaltung. Verordnung, betreffend — . 9—ů 9 1 e Das Wuchergesetz vom 24. Mai 1880. (Schluß.) Indessen sind es so geringe Proeentsätze nicht, welche wir im Auge haben. Denn sie könnten nicht leicht Jemanden ruintren und dle Wucherer begnügen sich auch mit so geringem Verdienst nicht. Wir bekämpfen den Wucher, der viel größere Opfer verlangt, meistens in einer Form, in welcher dem Schuldner gar nicht bewußt wird, wie hohe Procente er geben muß. Einige Beispiele mögen dies erläutern: 1) Wenn Jemand, der sich in Noth befindet, ein Darlehen von 100 M. aufnimmt und 6 pCt. Zinsen davon zu geben verspricht, er erhalt aber in Wirklichkeit nur 80 M., so ist das ein wucherisches Geschäft. Denn der Gläubiger bezieht alsdann im ersten Jahre 26 pCt., bezw. wenn man die nicht bezahlten 20 M. als zu 5 pCt. verzinslich annimmt, 27 pCt., und falls er das Capital, ohne weitere Vortheile zu verlangen, länger stehen läßt, in den folgenden Jahren 7¼ pCt. Es wird aber nicht leicht vorkommen, daß ein Wucherer sein Geld zu 7½¼ pCt. stehen läßt. Er wird vielmehr nach Ablauf der Zeit, für welche er es zugesagt hatte, weitere Vortheile verlangen und etwa statt des Schuld- scheins über 100 M. sich einen solchen über 120 M. ausstellen lassen, also jetzt 28¼ pCt. beziehen. 2) Gerade so wäre es, wenn statt des Darlehens von 100 M. nur 60 M. baar und daneben Waaren gegeben werden, deren Werth zu 40 M. angegeben wird, in Wirklichkeit aber nur 20 M. beträgt. 3) Ein Bauer verschuldet einem Händler auf das Kaufgeld für eine Kuh 100 M. Da er zur Verfallzeit nicht zahlen kann, so wird er sich gern zu einer Vergütung für Fristgestattung verstehen. Bezahlt er nun für eine Frist von einem Vierteljahr 3, 4 oder 5 M., so sind das pro Jahr 12, 16 oder 20 pCt. u. s. w. Der Wucherer wird aber, um seinen Schuldner immer in der Hand zu haben und ihn nicht merken zu lassen, wie hohe Procente er nimmt, nur kürzere Fristen be— willigen und der Bauer wird gern eine Kleinigkeit geben, um einige Zeit Ruhe zu haben. Was sind— denkt er — 1, 2, 3 M., wenn ihm zur Bezahlung seiner Schuld von 100 M. ein Monat Geduld gegeben wird? Hofft er doch, bis dahin aus dem Erlöse für Fucht oder ein Stück Vieh bezahlen zu können. Ja das sind höchst wucherische Zinsen, denn sie betragen 12, 24 und 36 pCt. 4) Noch verdeckter wird das wucherische Geschäft, wenn für die Fristgestattung statt baaren Geldes Sachen, namentlich solche, welche der Bauer im Hof hat und die er deshalb nicht so hoch anschlägt, versprochen werden. — Der Gläubiger gewährt z. B. zur Bezahlung der Schuld von 100 M. einen Monat Frist, wenn ihm eine Meste Frucht gegeben wird, oder er gewährt ein Viertel- jahr Frist, bedingt sich aber das Kalb aus, welches bis dahin die Kuh des Schuldners bekommen wird. Ja die Meste Frucht ist 3 M. werth. Die Zinsen betragen also 36 pCt., das Kalb ist 20 M. werth, die Zinsen betragen also 80 pCt. 5) Der Händler kommt zu dem Bauer und fordert die schuldigen 200 M. zu einer Zeit, wo er 1 weiß, daß dieser nicht bezahlen kann. Er gestattet ein Viertelfahr Frist, wenn ihm der Bauer ein Rind, das 50 M. werth ist, für 70 M. abkauft. Er profitirt also in drei Monaten 20 M., das sind im Jahr 40 PCt. Das ist strafbarer Wucher. In diesen Beispielen hat man die Schulden nur zu geringen Beträgen angenommen, wie sie in der Regel im Anfang der Geschäftsverbindung zwischen Wucherer und Bauern sind. Ja es läßt sich sogar nicht einmal behaupten, daß schon die ersten Ge— schäfte, welche abgeschlossen werden, gewöhnlich wucher— ische seien. Im Gegentheil besteht der Wucher in der Regel in einer Reihe fortgesetzter, für den Schuldner immer drückender werdender Geschäfte. Der Wucherer muß ein schlauer Menschenkenner sein, der sich seine Opfer mit gewissenloser Berechnung unter denen aussucht, welche bereits in Noth gerathen sind oder deren Leicht— sinn, Unerfahrenheit in Geschäften und Unfähigkeit zu haushälterischer Vermögens verwaltung er kennt. Er kommt als rettender Engel, als wohlmeinender Freund und schließt das erste Geschäft mit geringerem Vortheil ab, vielleicht auch noch das zweite und dritte, je nach— dem es erforderlich ist, um den Andern in Noth zu bringen. Hat er aber dies Ziel einmal erreicht, dann muß sein Opfer beständig bluten, immer größere Ver— sprechungen machen und auf die nachtheiligsten Beding— ungen eingehen. Was der Schuldner erwirbt, muß er hingeben, um nur die enormen Zinsen zu bezahlen und Fristen zu erwirken und da er dies immer weniger kann — denn der schlaue Wucherer kommt immer, wenn er weiß, daß der Schuldner kein Geld hat— wächst die Schuld beständig an. Fragt man nun, wie diesem Uebel zu steuern sei, so liegen zwei Wege vor uns, welche beide zum Ziele führen: 1) Es muß sich Jeder selbst vor Geschäften mit Wucherern hüten.) Es müssen die Bestimmungen des Wuchergesetzes zur Anwendung gebracht werden. ad 1. Der gewöhnliche Fall, in welchem Jemand in die Hände der Wucherer geräth, ist die Geldnoth und dieser ist allerdings nicht immer leicht abzuhelfen, nament— lich dann nicht, wenn der Wucherer schon der Gläubiger ist und dadurch einen zwingenden Einfluß auf den Schuldner ausüben kann. Allein dennoch muß sich der Letztere aus den Klauen jenes unter allen Umständen zu befreien suchen. In den seltensten Fällen wird es ihm unmöglich sein, in einer öffentlichen Kasse, oder bei ehrlichen Leuten Geld zu leihen, sei es gegen einfachen Schuldschein oder gegen Hypothek. Denn ganz ver— mögenslose Leute sucht sich der Wucherer nicht zum Opfer aus. Sollte jener aber wirklich kein Geld geliehen be— kommen, dann mag er veräußern, was er nur entbehren kann und sei es mit Schaden. Er rettet dann doch noch Einiges. Thut er es nicht, sondern bleibt in den Händen des Wucherers, so gewinnt er nur Galgenfrist. Er wird dem Wucherer tributpflichtig mit Allem, was er erwirbt und besitzt und über kurz oder lang hat ihn dieser doch so weit gebracht, daß ihm gar Nichts übrig bleibt. Mit dem 1. Oktober l. J. erlischt auch das gesetzliche Pfandrecht der Ehefrau an dem Vermögen ihres Mannes, hat alsdann im Concurs kein Vorzugsrecht wegen ihres eingebrachten Vermögens mehr und die Folge wird sein, daß auch dieses an den Wucherer verloren geht und die ganze Familie an den Bettelstab gebracht wird. Alle Be⸗ lehrungen und die täglichen Erfahrungen nützen indessen wenig. Falsche Scham, seine bedrängte Lage Anderen mitzutheilen, Leichtsinn, Gleichgültigkeit und die Hoffnung, sich selbst helfen zu können, wenn nur die augenblickliche Noth vorüber sei, führen immer wieder in die Hände des Wucherers. Deßhalb muß wiederholt ad 2. auf dem zweiten Weg, die Anrufung des Gerichts, verwiesen werden. Nicht nur die öffentliche Meinung hat die Wucherer als gewissenlose, verachtungswürdige Menschen gebrandmarkt, auch das Gesetz stellt sie als solche hin. Es bedroht sie mit Gefängniß bis zu sechs Monaten und zugleich mit Geldstrafe bis zu 3000 M. und spricht dabei ausdrück⸗ lich aus, daß ihnen auch die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt werden können. Die Gefängnißstrafe kann aber unter Umständen bis zu einem Jahr und die zu⸗ gleich zu erkennende Geldstrafe bis zu 6000 M. erhoht werden. Es gehört dahin namentlich, wenn über die wucherische Schuld Wechsel ausgestellt worden sind. Der gewohnheitsmäßige Wucherer kann bis zu 5 Jahren Ge⸗ fängniß und bis zu 15,000 M. Geldstrafe verurtheilt werden. Allein die Strafen sind nicht die einzigen Folgen des Wuchers. Das Gesetz bestimmt auch, daß der Wucherer dem Schuldner Alles, um was er ihn über⸗ vortheilt hat, mit Zinsen ersetzen muß. Freilich muß der Schuldner hierauf Klage erheben. Diese wird aber dann leichteren Erfolg haben, wenn der Wucherer vor— her wegen seines Vergehens zur Untersuchung und Be— strafung gebracht worden ist. Darum zum Schluß noch⸗ mals die Mahnung an das Landvolk: Befreit Euch von dieser Landplage, fürchtet Euch nicht vor den Wucherern, behandelt sie, wie Ihr die Diebe behandelt, und bringt sie zur Anzeige, damit sie die wohlverdiente Strafe er— halten und Euch Euren Schaden ersetzen müssen! Thut Ihr das nicht, nun, so tragt auch selbst die Folgen und klagt nicht, daß so Viele aus Eurer Gemeinde hülflos zu Grunde gehen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Ebangelische Gemeinde. Jubilate. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. 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(Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 19 und zwei Beilagen) N — 90 getreffel Bei Oemark! benannte Besihe bezeichne bestßer legung d Erwerbl urkundli können, anspruch meinen, vom Tal an, dahl falls den buch bei 140 f ner, er L F.., 5 10 I en, — 2. 8 n 1 7 f geilage. —Sberhessischer zeiger. an Oeffentliche Aufforderung. Betreffend: Die Legalisirung des Grundbuchs der Ge— markung Dorheim. Bei der Prüfung des rubrieirten Grundbuchs der Gemarkung Dorheim hat sich ergeben, daß die nach— benannten Personen in ungestörtem und unvorbedenklichem Besitze der bei ihrem Namen nach Flur und Nummer bezeichneten Immobilien sich befinden. Diese Grund— besitzer haben den Antrag gestellt, daß vor der Offen⸗ legung des Grundbuchs den erwähnten Immobllien die Erwerbtitel beigeschrieben werden mögen, und da dieselben urkundlich nicht, oder nicht genügend nachgewiesen werden können, so fordert man alle Diejenigen, welche Eigenthums ansprüche an diese Immobilien erheben zu können ver⸗ meinen, hiermit auf, solche so gewiß binnen vier Wochen, vom Tage des ersten Erscheinens in der Oeffentlichkeit an, dahier anzuzeigen und geltend zu machen, widrigen⸗ falls den betreffenden Pareellen der Erwerbtitel im Grund— buch beigefügt werden wird. 1) August Breidenbach von Dorheim: P. M. 40 Flur VI Nr. 1305/10 2) Ehristian Faber V. von Dorheim: P. M. 155 Flur XII Nr. 168(halb) e e e. 3) Martin Faber von Dorheim: P. M. 41 Flur VI Nr. 1981½10 4) Heinrich Keller von Dorheim: P. M. 41 Flur I Nr. 198/10 5) Konrad Bingel von Dorheim: 7 P. M. 331 Flur Nr. 175 * 9* 5* 34 * 34 7 VI 7 26 . 5 — 10 645/10 „ 171„ XIV 17(165/10 212 5 8 1 212 n 123 u 285 6) Georg Schutt III. von Dorheim: 33 Flur VI Nr. 110 „8„* 16 Galt) e e 7) Hildebrand Bopp von Beienheim: . 5 Flur V Nr. 10 8) Johannes Bopp II. von Dorheim: P. M. 146 Flur III Nr. 267 „ n 5 93 IX„ 1725/0 3 117 1 3 In 215 * 9 XY, 240 9) Wilhelm Bopp von Dorheim: P. M. 78 Flur IV Nr. 115/10 2 8„ (429 7 5 17 IX„(420 5 8 1171 1 1 f 0 10) Heinrich Iffland von Dorheim: P. M. 40 Flur XI Nr. 61 11) Georg Eichler II. von Dorheim. Flur X Nr. 300 (152 * XI*(153 XV„ 10050 „ XVII„ 1115/%1⅛jü 12) Wilhelm Plock von Dorheim: 148 P. M. 115 Flur XII Nr. 137210 148 13) Philipp Hartmann Eichler von Dorheim: P. M. Flur Nr. 230 1 1325/10 148 1190 XII 1375/10 148 211 VIII 120 14) Heinrich Wilhelm Hofmann von Dorheim: P. M. Flur Nr. 182 111 295 121 X 150 109 X 202 109 4 240 80 X 343 258 XV 99 15) Heinrich Eichler zu Gießen: P. M. 48 Flur VI Nr. 183s%10 16) Peter Weil Wittwe von Dorheim: M. 316 Flur 1 Nr. 345 P. M. 63 Flur V Nr. 87 17) Heinrich Hofmann III. P. M. Flur 82 1 378 IX 378 IX 388 IX 141 XII 254 XV 254 XV 164 III von Dorheim: Nr. 24 18) Philipp Jörg von Dorheim: P. M. 181 Flur XIII Nr. 52 19) Georg Schutt VI. von P. M. 79 Flur IV Nr. 7 Dorheim: 20) Karl Zinthöfer von Dorheim: P. M. Flur Nr. 187 111 318 101* 179 216 VIII 91 206 VIII 243 21) Friedrich Wilhelm Dietz Ehefrau von Dorheim: P. M. Flur Nr. 403 1 118 41 VI 1987/10 47 XI 98 305 XVII 352 26) Adam Bommersheim II. P. M. Flur 269 11 172 III 11 V 231 VIII 127) 127) XII 163 163 XII 163 292 XVI 297 297 XVII 297 27) Johannes Bommers heim P. M. Flur Nr. 399 1 47 178 III 282 125 1V 180 214 VIII 99 266 VIII 203 379 IX 5 11 IX 386 104* 255 222 XIII 161 363 XVI 6 271 XVII 40 284 XVII 274 22) Friedrich Wilhelm Dietz von Dorheim: P. M. 52 Flur VI Nr. 145 23) Johannes Eißner 1. Ehefrau von Dorheim: P. M. Flur Nr. 201 VIII 239 325 XVI 325 24) Philipp Iffland von Dorheim: P. M. Flur Nr 387 115 263 K 15 25) Konrad Röder 1. Ehefrau von Dorheim: P. M. Flur Nr. 79 119 1 9 147 224 VIII 49 210 VIII 126 378 IX 69 373). 5 3* 226 374) 1 26 110* 194 110* 248 43 XI 208 182 XII 45 9— 350) B vI 55 350) 285 XVI 134 276 XVII 22⁵ von Dorheim: Nr. 44 106 63 278 8 48 176 180 193 von Dorheim: 204 206 2075/10 28) Chrtstian Hofmann J. von Dorheim: P. M. Flur 177 111 62 V 122 X 38 10 222 XIII 247 XII 276 XVI Nr. 90 (80 (81 3 11 155 216 161 (theilweise) 29) Georg Stein J. von Dorheim: 8 P. 30) Philipp Pie von Dorheim: P. M. Flur Nr. 160 111 67(theilweise) 11 IX 85 23 294 XVII 172 31) Heinrich Braun von Dorheim: M. 283 Flur XVII Nr. 260 32) Peter Stein von Dorheim: P. M. Flur. Nr. 349 XVI 37 05 9 08 8 X(59 383 IX 54 33) Christian Eichler J. von Dorheim: P. M. 372 Flur IX Nr. 2375/10 34) Hildebrand Röder I. Ehefrau von Dorheim: P. M. Flur Nr. 376 IX 177 263 XVI 8 315 0 276 XVII 239 35) Philipp Eißner von Dorheim: P. M. Flur Nr. 400 3 68 251** 30 269 XVII 24 294 XVII 76 283 XVII 265 303 XVII 341 36) Johannes Fritzel von Dorheim: P. M. Flur Nr. 50 v1 139 52 I 147 48 I 1664(theilweise) 44 l 170 47 VI 181 182 249 VIII 135 137 31) 0 33)* 02 212 XIV 122 301 XVII 319 42) Wilhelm Bingel von Dorheim: rei nr (theilweise) 37) Wilhelm Hofmann I. und Ehefrau von Dorheim: P. M. Flur Nr. 198 VIII 232 330 1 164/10 165 38) Konrad Schäfer III. von Dorheim: P. M. Flur Nr. 76)(281 760*(282 99) Anton Seipel Ehefrau von Dorheim: P. M. Flur Nr. 404 1 97 390 1 385 319 1 137 1375/10 330 1 163 164½¼10 388 IX 134 376. 40) Georg Philipp Jakobi von Dorheim: P. M. Flur Nr. 320 1 132 109 IV 72 171 XIV 15 41) Heinrich Röder I. von Dorheim: P. M. Flur Nr. 114 111 172 14 IX 364 251 XV 36 P. M. 410 Flur 1 404 1 (169 8 (10% m; 2 1889 0 1298 r r (115 n (116 5 5(183(theilweise) i e 25 179 N III„ 284(theilweise) (118„ (119 3 1 5 146 9 3 1 98 2 1 75 7 V„ 10ö(theilweise) 82 0 8 138 0 . bein 26 215 B 1 87 211„ VIII„ 121(theilweise) 252 5 VIII 1 154 255 5 VIII 5 165 268 VIII 193 9— 233——— e 6 Flur VIII 1 VIII P. M. 19 r„ 304 r IX 288 * 6 77 IX 7 1110 e, W 1 385„ IX„ 94 „ 35„ X„ 34 3 8 8 50 r 0 88 X 349(theilweise) 5(9„*„(c * 96 U XI 17 85 „„. 8„ 8 8 7 8 5 5 l 271(eheilweise) 1„ 293 . N 133 ß 133 tin reren 180 n, ir, 23(theilweise) „ 115(theilweise) rin, r än, 770 5 5(87(95 1 195 1 XIV 0(88(96 „ 210„ XV„ 84(theilweise) 218 1 5„ 5 ruin. 20 ie n,. l. 00 i inn, 2 „ e 8 7 222* XVI* 340 an, enn, 2 al 3859 . F 43) Gemeinde Dorheim: P. M. Flur Nr. 402 1 2 69 392 0 407 1 88 89 271 1 128 319 1 139 337 1 183 185 1855/10 188 188/10 236 247 255 256 257 (340 8 641 1 278 304 327 1 334 323 1 339 340 341 313 1 378 390 55 1 390 391 Flur I1 Nr. 12 32 392 339 11 33 34 269 11 49 50 Flur 111 Nr. 24/10 210 2965/10 IV 58 184 Flur V Nr. 1 51 68 77 vI 13 14 186 VII 2 248 VIII 1 246 VIII 10 32 217 VIII 86 211 VIII 113 206 VIII 284 242 VIII 293 345 346 392 IX 12 1 366 IX 342 344 455 Flur X Nr. 65/10 74 410 X 192 329510 Flur XI Nr. 232 277 344 xII 75 Flur XIII Nr. 2187 Flur XIV Nr. 7 189 XIV 35 37 156 188 189 190 191 243 XV Nr. 58 68 119 122 Flur XVI Nr. 32 59 61 338 340 XVI 62 339 335 XVI 66 68 77 333„ 82 332 XVI 87 329 359 360 362 XVII 364 365 44) Wilhelm Bingel von Dorheim: P. M. 41 Flur VI Nr. 203 45) Johannes Bingel von Schwalheim: P. M. 2 Nr. e 206 22 ix 159 1 1x 421 41 Rl 66 146 xi 144 224 XIII 141(14a) 239 xiv 221 235 235 xIv 225 231 278 XVII 236 237 333 Xxvi 83 P. M. 253 Flur VIII Nr. 160 47) Kirche zu Schwalheim: P. M. Flur Nr. 165 111 48 161 111 62 (31 16 IV(32 323 XVI 345 48) Solms-Rödelheim, Graf zu Assenheim: P. M. 157 Flur X11 Nr. 147 P. M. 171 Flur XIV Nr. 5 50) Kaspar Bill Ehefrau von Melbach: P. M. 13 Flur V Nr. 42 5 93 U XI 5 24⁴ 51) Wilhelm Müller von Dorheim: P. M. 334 Flur 1 Nr. 214 215 52) Pfarrei zu Ossenheim und Bauernheim: P. M. 35 Flur VI Nr. 23 53) Das Großherzogthum(Landeseigenthum): Flur 1 Nr. 303 Flur 11 Nr. 29 Flur V Nr. 88 54) Pfarrei Friedberg: P. M. Flur Nr. 39 ü(35 98. (44 96* 446 55) Philipp Betz Wittwe von Mel bach: P. M. 269 Flur XVII Nr. 21 Flur Nr. 389 1 387 115 111 177 128 1 V 154 (16(33 (17 W 19 VI 55 221 VIII 74/10 252 VIII 156 56) Augustiner- und Barfüßler-Schulfond Friedberg: P. M. Flur Nr. 87 V 40 102 1V 86 10 V 67 20 IX 168 374 IX 224 368 IX 261 16 IX 347 15 IX 363 3 IX 453 (113 114 X(114 5(183 117 X(484 45 XI 83 71 XI 163 575 287 75 XI 288 180 XIII 134 242 xIn 238 (66 192 XIV(67 237 XIV 151 57) Schule zu Dorheim: P. M. Flur Nr. 167 111 38 223 VIII 68 384 IX 83 5(209 17 IX 210 (328 88 X*(329 221 XIII 127 180 XIII 138 248 XIII 208 284 XVI 144 283 XVI 155 268 XVII 17 58) Pfarrei Dorheim: P. M. Flur Nr. 186 111 314 54 XI 21 1825 1 322 328 406 1 127 150 11 11 154 11 26 165 111 47 137 111 95 172 111 105 131 III 118 130 III 158 129 111 161 183 III 303 80 IV 5 86 IV 37 46) Georg Jehner I. Ehefrau von Schwalheim: 49) Heinrich Schleuning Ehefrau von Friedberg: Nr. 51 Flur 111 Nr. 25 213 Flur X Nr. 220 Flur XIV Nr. 228 Flur X zu 119 Iv 120 IV 7 V 22 1 11 V 40 60 V 74 69 V 133 30 VI 95 47 VI 187 22⁴ VIII 64 220 VIII 17 202 VIII 240 210 VIII 128 251 VIII 150 265 VIII 209 (148 25 IX 600 205 17 1X(206 375 IX 213 872 IX 284 (405 7 IX 145 41 4 IX(420 2 IX 454 35 X 38 34 X 42 33 X 48 31 X 67 1(115 114 X(116 118 X 180 103 X 260 (275 101 X 610 310 70 l 81 X 339 38 XI 9 39 XI 40 47 XI 93 59 ũI 231 68 XI 309 177 XI 321 129 XII 62 130 XII 67 135 XII 71 144 XII 97 164 XII 171 185 XIII 36 1(58 172 XIII 0 (61 173 XIII 68 200 XIII 114 219 XIII 117 (142 2²⁴ xXxIII(43 22⁵ XIII 149 2⁴⁸ XIII 203 212 216 XIII 252 292 XVI 179 314 XVI 287 325 XI 330 289 XVII 109 295 XVII 155 308 XXII 182 59) Kirche Dorheim: P. M. 329 Flur XVI Nr. 316 „5( 356 60) Gotth. Walther zu Bauernheim: P. M. Flur Nr. 33 8 49 49 XI 103 127 XII 46 129 XII 58 149 XII 131 189 XIV 41 269 XVII 32 273 XVII 65 295 VIII 158 294 XVII 167 299 XVII 291 306 XVII 363 61) Konrad Backes Ehefrau von Dorheim: P. M. 57 211 246 300 161 39 Flur X XIV XIII XVII III VI Katharina, geb. Reuß) Bad⸗Nauheim, 15. April 1881. gericht Bad⸗Nauheim. Großherzogliches 1675 Amts All woh n. Schütz,. Gerichtsschreiber. 0 5 1 mint Da f Fberg⸗Wil — Han, beraubtel 97. Reg enen Vi. u berau welcher d berbelellt bel Antrl von den ängniß Lon! Depesche rel“ am geflogen sind gere dieses J zu stoßer auf min Eyploste Rig Dampfe hiesigen westwär! statk un Rigaer A Landwi 1600 8 ihre d reichen ———— Zöeite Geilage. Hberhe ssscher Xizeiger. Aus Stadt und Land. Darmstadt, 4. Mai. Der frühere hessische Finanz— minister Fr. Ludwig Karl Freiherr Schenk zu Schweins— berg⸗Wäldershausen ist, 76 Jahre alt, gestorben. 7 Allerlei. Hanau, 2. Mai. Auf der Langendiebacher Chaussee beraubten und mißhandelten gestern zwei Tambour des 97. Regiments zwei Knaben und versuchten außerdem einen Viehhändler, den sie an seinem Leben bedrohten, zu berauben. Der Gemeindeförster von Langendiebach, welcher den Bedrohten auf ihr Hülferufen zum Beistand herbeiellte, wurde von den Attentätern entwaffnet. Heute bei Antritt der beiden Bataillone wurden die Uebelthäter von den Beraubten eruirt und sofort in das Militärge— fängniß zur Untersuchung abgeführt. London. Nach einer der Admiralität zugegangenen Depesche aus Montevideo ist die englische Corvette„Dote rel“ am 26. April in der Magellansstraße in die Luft geflogen; der Commandant, sowie 10 andere Personen sind gerettet. Die Corvette verließ Chatam zu Anfang dieses Jahres, um zu dem Geschwader im Stillen Oeean zu stoßen. Die Anzahl der verlorenen Mannschaften wird auf mindestens 140 geschätzt. Man vermuthet, daß eine Explosion der Pulverkammer stattgefunden habe. Riga, 4. Mai. Als erstes Schiff ist der britische Dampfer„Dalton“, von Swinnemünde kommend, in dem hiesigen Hafen eingelaufen. Der Capitän traf 1¼ Meilen westwärts Domesnees noch das Eis, das aber nicht sehr stark und durch kräftige Dampfer zu foreiren ist. Der Rigaer Meerbusen ist frei vom Eis. 71629 100248 146423 151899 151900 154447 154543 Verloosungen. Bayerische 100 Thaler-Loose vom Jahre 1866. Ziehung am 2. Mai. Auszahlung am 1. Juni 1881. Hauptpreise: Nr. 61581 300,000 M. Nr. 62830 48,000 M. Nr. 70836 18,000 M. Nr. 98686 4800 M. Nr. 3609 103842 125693 154824 je 2400 M. Nr. 5452 je 1200 M. Nr. 1278 3614 3646 4934 4937 4944 4948 5478 5490 10764 10769 10797 11095 12751 33525 35214 35228 35231 43028 43049 58878 58886 62845 62847 68807 68829 73155 77554 77582 78411 78417 78445 78956 78958 78988 81163 81200 80728 97482 98692 99832 105492 113152 113168 113190 116472 116494 125675 125688 129502 129544 146437 148454 148487 151457 151473 151476 151488 151858 151871 151884 154434 154535 157152 157153 157168 je 600 M. Braunschweig, 30. April. Bei der heutigen Ge winnziehung der Braunschweiger 20 Thaler⸗Loose fielen 150,000 M. auf S. 3681 Nr. 2; 12,000 M. S. 1035 Nr. 19; 7500 M. S. 9432 Nr. 18 und 3000 Mark S. 6536 Nr. 20. Finnländische 10 Thlr.⸗Loose vom Jahre 1868. Ziehung am 2. Mai. Auszahlung am 1. August 1881. Hauptpreise: 7777 12789 29235 29247 33523 37103 37106 37120 37131 58888 58899 61571 62803 70357 70380 70385 71601 NN. Nr. 10 je 600 Thlr., S. 248 N.. 1, S. 453 Nr. 7. S. 2968 Nr. 13, S. 10551 Nr. 16, S. 10772 Nr. 7 je 300 Thlr. Handel und Verkehr. Frankfurt, 4. Mat. Marktbericht. Heu kostete je nach Qual. der Ctr. M. 3.— 4.60, Stroh M. 3.20—4, Eier das Hundert M. 4.50— 5.60. Butter 50 Kilo M. 1.10, im Detall 1. Qual. M. 1.3035, 2. Qual. M. 1.20. Ochsenfleisch 65— 70 Pf., Kuh-, Rind⸗ und Farrenfleisch 45— 55 Pf., Schweinefleisch 65— 80 Pf., Kalbfleisch 40—55 Pf., Hammelfleisch 45—65 Pf., Kar⸗ toffeln 100 Kilo M. 4.50, neue Kartoffeln das Pfund 30 Pf., Spargel das Pfd. 50— 70 Pf., Weißkraut 25 Pf., Rothkraut 30—40 Pf., Kohlkraut 20 Pf., Kopfsalat 15 bis 18 Pf., Huhn M. 1.50—2, Taube 50— 60 Pf., Poularden M. 3—4, Ente M. 33.50. Mainz. Die Generalversammlung der Hess. Ludwigs⸗ bahn, welche am letzten Samstag stattfand, beschloß vier Procent Dividende, Dotationen von 800,000 M. zum Erneuerungsfonds, von 14,229.03 M. zum Reservefonds, von 60,000 Mark zur Pensionskasse und Vortrag von 169,874.17 M. auf neue Rechnung zu vertheilen. Geld⸗Cours. Frankfurt am 5. Mai 1881. 20- Frankenstücke.. M. 16 18—24 do. TT 16 16—20 Englische Sovereigns s„% 20 41—46 Russische Imperiales„%. 16 69—73 Ducaten. j ĩ al arcs Dollars in Gods Für Veterinär-Aerzte. Die Gemeinde Rodheim mit einer im allgemeinen Landwirthschaft betreibenden Bevölkerung von eirea 1600 Seelen wünscht einen Veterinär-Arzt, der in der Gemeinde seinen Wohnsitz nimmt. Da die Viehzucht daselbst, sowie in einer größeren Anzahl ganz nahe gelegener Orte eine bedeutende ist, so dürfte dem Arzte jedenfalls eine recht gute Praxis in Aussicht stehen. Diejenigen Herren Veterinär-Aerzte, welche geneigt wären, den Wohnsitz dahier zu nehmen, werden ersucht, ihre deßfallsigen Bedingungen nebst entsprechenden Zeug nissen bis längstens zum 20. Mai d. J. bei uns ein— reichen zu wollen. Rodheim v. d. H. am 30. April 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H Jacobi. 1629 in den Gräflich Solms⸗Rödelheim'ischen Waldungen. Es werden versteigert: 1) Dienstag den 10. Mai d. J. in dem Rebier Bainhards, Distrikt Oberwald: 14 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, = 52„ Buchen⸗Prügelholz, 24 7 Eichen⸗Prügelholz, 2„ Nadel⸗Prügelholz, 27 5 Buchen⸗Stockholz, 8 1 Eichen⸗Stockholz, 950 Wellen Buchen-Reisholz, 300 Wellen Eichen-Reis holz, 14 Eichen⸗Stämme von 20—25 Centim. mittlerem Durchmesser und 5—14 Meter Länge, 30 Nadel⸗Stangen von 6 Centim. mittlerem Durch⸗ messer und 7 Meter Länge. Zusammenkunft am Forsthaus Bainhards und Anfang der Versteigerung Vormittags 9 Uhr. 2) Mittwoch den 11. Maß l. 2 in dem Revler Wickstadt, Distrikt Haardt, Abts wald und Kohlwäldchen: 23 Raummeter Buchen- und Eichen⸗Scheitholz, 65 1 Eichen-Prügelholz, 87. Buchen- und Eichen-Stockholz, 300 Buchen- und Eichen-Reisholz, 1000 Wellen Eichen⸗Durchforstungs-Reisholz, 3. Durch forstung, 400 Wellen Nadel-Reisholz, 37 Elchen-Stämme von 23—38 Centim. mittlerem Durchmesser und 4— 10 Meter Länge. Zusammenkunft am Eingang in den Distrikt Haardt bei Wlckstadt und Anfang der Versteigerung Vormittags 8 Uhr. Wickstadt den 2. Mai 1881. Gräfliche Oberförsterel Assenheim. 5 2 0 1656 5 t auf dem Rathhaus zu Petterwell nachbenaunte Ar⸗ M. 7 2* N beiten öffentlich in Aeeord gegeben werden;! M. Pf. Schafpferch 5 Versteigerung. Das Ausheben von Enkwässerungsgraben, 1711 Montag den 9. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sowie Plantrarbeit, veranschlagt zu 9 5 19 40 4 sollen auf hiesigem Rathhaus 10 bis 16 Schafpferch öffentlich meistbletend versteigert werden. Friedberg den 6. Mai 1881. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Seriba. Holzversteigerung. 1672 Dienstag den 10. Mal d. J., Vormittags um 9 Uhr, sollen im Rodheimer Gemeindewald in ver⸗ schiedenen Distrikten folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: 4 Raummeter Eichen-Scheitholz, Nadel-Scheitholz, Buchen⸗Knüppelholz, Eichen-Knüppelholz, Nadel-Knüppelholz, Buchen⸗Stockholz, Eichen⸗Stockholz, Nadel⸗Stockholz, Buchen-Wellen, Stück Eichen⸗Wellen, Stück Nadel-Wellen, Eichen⸗Stämme, enthaltend 3,74 Festm. Inhalt, Nadel-Stämme, 7 8„ 1 Elchen⸗Stangen, 8 8* Nadel-Stangen, 4 890 5 Die Zusammenkunft ist auf der Waldbahn oberhalb der Köpperner Chaussee. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs- frist bis 1. September d. J. gestattet. Rodheim v. d. H. den 3. Mai 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H. J. V. d. B.: Wehrheim, Beigeordneter. Holz-Versteigerung. Montag den 9. d. Mts. O 5 2— — S=-= e— 8288 S OSS 6 — . 2828 8 7 1671 öffentlich meistbletend versteigert: 6 Eichen-Stämme von 5— 21 Centimeter messer und 4—5 Meter Länge, Durch 2 Raummeter Birken⸗Scheitholz, 4 5 Eichen⸗Scheitholz, 3 Birken Knüppelholz, e„ 550 Wellen Buchen-Reiserholz, 9570 Wellen Eichen-Birken-Reiserholz. selbst beim Hühnerpfad. Ober⸗Rosbach am 3. Mai 1881. Großherzogliche Buͤrgermeisterei Ober-Rosbach. Gle ß er. N N 1 f Faselochs-Versteigerung. 1674 Donnerstag den 12. Mal, Nachmittags um Uhr soll auf dem Bürgermeisterel-Büreau ein zur Zucht un Baarzahlung versteigert werden. Rockenberg am 4. Mai 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Rockenberg. Landvogt. Arbeits-Versteigerung. 1673 e Maurerarbeit a Pflastererarbeit 30 Vilbel am 4. Mai 1881. Brod, Bezirksbauaufseher. wird im Gemeindewald Ober⸗Rosbach, Distrikt Hohe-Burg, folgendes Holz Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr im Schlag tauglich gewordener Faselochs an den Meistbtetenden gegen Mittwoch den 11. Mat, Vormlttags 9 Uhr, sollen Holz⸗Verste Holz-Versteigerung. 1689 Montag den 9. Mai werden im Gemeindewald Ockstadt, Schlag 9 und 16, nachverzeichnete Holzsorti⸗ mente versteigert, als: 1375 Birken⸗Eichen-Wellen, 4375 Birken⸗Wellen, 125 Nadel-Wellen, 175 Gebund Ginstern. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr am Jäger⸗ haͤuschen. Ockstadt den 6. Mai 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. Dienst. Gußlieferung. 1696 Montag den 9. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, soll im Rathhaus zu Rodheim v. d. H. die Lieferung eines gußeisernen Brunnentrogs und Stocks, veranschlagt zu 600 Mark, nochmals veraecordirt werden. Bad⸗Nauheim den 4. Mai 1881. Brückel, Bezirks bauaufseher. Bekanntmachung. 1693 Mittwoch den 11. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, will Nicolaus Ludwig von Langenhain wegzugshalber folgende Gegenstände oͤffentlich versteigern lassen, als: 2 Fahrkuͤhe, 2 Rinder, 3 Schafe mit Lämmer, 2 Schweine, 1 Wagen, Pflug, Egge, Stroh, Kar— toffel und sonstige Oeconomie— und Hausgeräth⸗ schaften. 5 Ziegenberg am 5. Mai 1881. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Langenhain. Rumpf. 8 Tapeten, 2 von den ordinärsten bis den feinsten Gold-Tapeten, empfehlen in großer Auswahl zu außergewoͤhnlich billigen Preisen 1666 Friebes. David Groedel Söhne. Ein junger Mann, der den Buchhandel erlernen will, kann unter günstigen Bedingungen bei uns angenommen werden. Fritz Schick's Buchhandlung, Homburg v. d. H. Haarbalsam. Bestes Mittel um das Wachsthund der Haare zu fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. In Flac. à 60 Pf. und M. 1.20. Eau capillaire de duinine in Flasch. à 80 Pf. und 1.50. Haarfärbemittel in blauen Flasch. mit Gebrauchs- anweisung à 2 Mark. 73 J. A. Windecker, Hof-Lieferant. Frauenhemden, Hosen, Unterröcke und Nachtjacken, sowie Hemden und Hosen fuͤr Kinder 206 billigst bet K. Friedrich neben der Post. 0 1657 ä 8 — Rodenstock's Patent-Augengläser werden in Fassungen von Gold, Silber, Nieelin, Horn und Schildkrot, als: Brillen, Pineenez u. s. w. ange— fertigt und sind zu Originalpreisen in Friedberg nur allein zu haben bei 8 L. Hauan 589 5 8 2**** 5 5 bige Geschäfts-Anzeige. Einem geehrten Publikum Vilbels und der Umgegend hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier im Hause Frankfurter Straße Nr. 330 als Uhrmacher etablirt habe. Unter Zusicherung prompter, reeller Be dienung und billigster Preise zeichnet Hochachtungsvoll Heintich Mohr, Uhrmacher. Vilbel im April 1881. 1585 1512 Das von Herrn Geometer Wiesenbach bewohnte Logis ist vom 15. Juli an anderweitig zu vermiethen. Ph. Sieck Wittwe. 8 t 6 Tapeten. Wir beehren uns hiermit anzuzeigen, daß wir die neue Musterkarte unserer diesjährigen Tapeten und Borden bei Herrn Ph. Jacob in Groß-Karben zur ge— fälligen Einsicht und Auswahl aufgelegt haben. Aufträge werden daselbst jederzeit gerne fur uns ent— gegengenommen und zu den in den Karten beigedruckten Fabrikpreisen rasch und frachtfrei ausgeführt. Darmstadt. C. Hochstätter& Söhne, Tapetenfabrik. And glanend Tockuend. ad Fun nan Tadten 2809 1 1 Niederlage für Friedberg Wilh. Bernbeck. 2 8— 5 8 5 5 1.8— diet acüen 2 — FUSSBO— 2—— — 5 8— Portland⸗ Cement, Sack⸗ und Stückkalk, Gyps, Tuffsteine, feuer⸗ feste Steine, Schornstein-Nohre, Dachziegel, Platin-Anstrichmasse u. s. w. billigst.(a Cto. 178/V) Franz Schüler- Ducat, Frankfurt. M., gr. Friedbergerstr. 38. Außergewöhnlich billig! Pianino's, Pianoforte's, Flügel ꝛc., gespielte wie neue, in großer Auswahl stets vorräthig im Pianoforte-Lager „en IL. Lichtenstein& Co., een Frankfurt a. M., 1 Zeil 70, Haus Mozart. In der besten Lage der Stadt ist ein Laden mit Wohnung zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. 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Pf. 7128 28 Kassebestand 13127 5 27— Eintrittsgelder—— 344 34 Geschäftsantheile 61— 28569 62 Kapitaleinlagen 36645 76 7361 20 Spareinlagen 2133 74 59555 22 Vorschüsse 55823— 96 48 Werthpaptiere—— 546 28 Obligationen 1360— 19836 38 Güterkauffchillinge 12398 36 309 23 Provisionen—— —— Verwaltungskosten 876 52 —— Dividende aus 1879 1350— 40 Deponirte Beträge 3 ee 18 II. Bilanz am 31. Dezember 1880. Aetiva. M. Pf. Passiva. M. Pf Vorschüsse 52867 99 Kapitaleinlagen 80493 55 Obligationen 6300— Spareinlagen 21104 38 Werthpapiere 1574 40 Geschäftsantheile 9560 26 Kaufschillinge 40259 11 Reservefond 1366 57 Kassevorrath e, Reingewinn 1588 52 Mobilien 463 5 Vorauserhobene Zinsen ꝛe. 680 12 Ausstände 207— Deponirte Beträge 5 20 TTa7 9d 30 TIA Mitgliederzahl 117. Wohnbach am 3. Mai 1881. Der Vorsitzende des Ausschusses: Der Vorstand: Philipp Pfeifer VI. Görlach. Johs. Klein. Holz-Versteigerung. Montag den 9. und Dienstag den 10. d. Mts. sollen in dem Stadtwalde zu Hungen in den Distrikten Buchwald, Galgenwald und Eichenstücke nachver— zeichnete Holzsortimente versteigert werden: Montag den 9. Mai: Ra um meter. 1687 G. Herget. Holzart. Schelter Knüppel Relsig Stöcke. Buchen 200 175 300 165 Eichen— 30 34 11 Dienstag den 10. Mai: Ra um meter. Holzart. Scheiter Knüppel Reisig Stöcke. Buchen 11 15 84 16 Eichen 5 39 108 14 Nadel—— 42 15 Bemerkt wird, daß das Holz im Distrikt Galgenwald bei der Versteigerung nicht vorgezeigt wird und wollen sich deßsalb die Steigerer vor der Versteigerung an den Forstwart Jockel dahier wenden, welcher hier⸗ über die nöthige Auskunft ertheilt. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Vormittags 10 Uhr, am ersten Tag im Distrikt Buch⸗ wald, am zweiten Tag im Distrikt Eichenstücke. Hungen am 2. Mai 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. 1650 Bender. Uorddeutsche Hagel-Versicherungs-Gesellschaft in Berlin, Königgrätzerstraste 53. Bei weitem größte aller Hagel⸗Versicherungs-Gesellschaften. Geschäfts-Resultat pro 1880. Gesammtzahl: 35028 Mitglieder mit 302,126,552 M. Versicherungssumme. Zunahme: 6368 Mitglieder mit 37,885,997 M. Versicherungssumme. Durchschnittsbeitrag pro 100 M. Versicherungssumme(incl. Nachschuß) in den letzten 5 Jahren 86 ½ Pf., seit Bestehen der Gesellschaft 91½ Pf. Reserven: 289,440 M. 94 Pf. Zu jeder gewünschten näheren Auskunft, sowie Aufnahme von Anträgen sind die unter— zeichneten Generalagenten, sowie die Haupt- und Specialagenten der Gesellschaft jederzeit geru bereit. Wolf& Thomas in Mainz, Weihergartenstraße 22. Agenten in: Butzbach N. Spiegelberger. 0 Ober⸗Florstadt A. Bauer. Bruchenbrücken Andr. Carl Maul. Okarben Hch. Heydt. Dorn-Assenheim Joh. Tob. Bommersheim. Rodheim v. d. H. Dr. Köhler. Echzell W. Präfried J. Södel Phil. Dillenburger. Vilbel Erust Kullmann. 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