1881. Dienstag den 5. Juli.* 78. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint. wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 8 94 L 1 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoneen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. * 12 davon gefallenen Fohlen. Friedberg den 2. Juli 1881, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Were 5 gBetreffend: Die im Jahre 1880 durch die Großherzoglichen Landgestüts beschäler bedeckten Stuten und die 6 1 *— * n Unter Couvert lassen wir Ihnen die Verzeichnisse über die im Jahre 1880 durch die Großherzoglichen Landgestütsbeschäler bedeckten U 1 Stuten mit dem Auftrage zugehen, in dieselben einzuzeichnen, ob und welche Fohlen gefallen sind und dann dieselben unterschrieben sofort an el. uns zurückzusenden. D Bra Betreffend: Die Beiträge zur Kreiskasse für 1881/82. Friedberg den 30. Juni 1881. . Mut Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach der auf Grund des von dem Kreistag des Kreises Friedberg genehmigten, in Nr. 85 des Oberhessischen Anzeigers von 1880 i oeröffentlichten Voranschlags für 1881 durch Großherzogliches Steuercommissariat Friedberg erfolgten nachstehend abgedruckten Repartition der Ulg Beiträge zu den allgemeinen Kosten von 28,000 Mark und zu den Bezirksbauaufseher-Gehalten— wozu die Gemeinde Friedberg Nichts 9* beiträgt— von 7500 Mark haben Ihre Gemeinden die dabei gesetzten Beträge für 1881/82 zur Kreiskasse zu bezahlen. Sie werden dem Ser: Gemeinde-Einnehmer alsbald Zahlungs-Anweisung ertheilen und dafür besorgt sein, daß die Zahlung der einen Hälfte sofort und diejenige — der anderen Hälfte im Monat October laufenden Jahres an den Rechner der Kreiskasse, Kreuder dahier, erfolgt. 1 Dr. Braden. Vertheilung der Beiträge zur Kreiskasse für 1881/82. 0 Bezirks⸗ Bezirks⸗ Bezirks⸗ Allgemeine 90 5 Allgemeine gane ee Allgemeine„„ nee Beitragspflichtige. Beiträge. n Beitragspflichtige. Beiträge. n Beitragspflichtige. Beiträge. 5 e M. 1/10 M. 1/10 M. 1/10 M. 1/10 M. 1/10 M. 1/10 1 in Alssenheim 516 8 148 3[Ockstadt 5526 158 6[Gemeinde Stammheim 4 3 1 2 juntwein, Bauernheim 1815 52—] Okarben 372— 106 8[Gemeinde Staden———— Inas erf Seinhards 338 9 7[Ossenheim 2669 76 6 Beienheim 1 5 63 6 Fenn E, Boönstadt 311— 89 3 Petterweil 360 4 103 4[Bodenrod 39— 113 Bruchenbrücken 310 4 89 1[Reichelsheim 463 9 133 1[Butzbach 996 5 286 7 Züdesheim 5388 154 6[Rendel 83 135 5[Fauerbach v. d. H. 209 9 60 3 Zurg⸗Gräfenrode 236 7 67 9[[Rödgen 89 4 25 7[Gambach 472 8 135 7 Dorheim 373 3 107 1][ Rodheim 852 3 244 6[Griedel 345 8 992 Diorn⸗Assenheim 234— 67 2[Schwalheim 243 4 69 9[Hasselheck, Hof 56 1 16 1 Dortelweil 317 8 91 1]Straßheim Gr 21 1[Hausen 2 1 6* Fauerbach b. Fr. 340 8 97 8[Vilbel 975 7[ 280— Hoch⸗Weisel 165 5 47 Friedberg 1867 1——[Woickstadt N 234 3 67 2(Kirch⸗Göns 233 7 67 1 Friedberger Burgwald 29— 8 3 Berna, Georg, Wittwe 8 3 2 4 JCLangenhain mit Ziegenberg 178— 541 (Fiskus) Gemeinde Kaichen 6 9 2—[Maibach 43 8 12 6 1e Burgvorstadt 1— 05] Gemeinde Burg⸗Gräfenrode 6 89 2—[Melbach 505— 144 9 . Droß⸗Karben 499 8 148(v. Seif u. Ortsguldenwald) Münster 67 7 19 4 3 Harheim 289 6 83 2[Graf zu Ilbenstadt 149 4 3[Muͤnzenberg 359 9 103 3 n eis, Seldenbergen 575 9 165 3 Berna, Georg, Wittwe 41 12 Nieder⸗Mörlen 3328 95 5 744 Zolzhausen 307 8 88 3[Gemeinde Kaichen e 5 1 115 Nieder⸗Weisel 689 4 197 9 alschen Ilbenstadt 606 5 174 1[Gr. Fiskus(Kaicher Haide) 43 12[Ober⸗Mörlen 742 7 213 2 ö Laichen 299 5 86—[Gemeinde Nieder-⸗Florstadt 9 6 217[Oes 5 9 197 eum Gun Tlein⸗Karben 283 2 3 v. Birkensee) Oppershofen 307 1 88 1 Kloppenheim 230 8 66 2[Gr. Fiskus(Wald in Ge⸗ 19 6 5 6 Oftbeim 2600—] 46 rurbt Nassenheim 162(4 46 6 markung Ober⸗Ros bach) Pohl⸗Göns 189 9 545 ten Zad⸗Nauheim 1176 6 337 7[Gemeinde Cleeberg 128 3 7[Rockenberg 468 3 134 4 , ber- Nieder⸗Erlenbach 476(6 136 8[Gemeinde Weiperfelden e 1— Södel 225 2 64 6 ALieder⸗Eschbach 1 104 4 Fiskalischer Wald b. Bodenrod 6 2 18(Steinfurth 0 347 8 99 8 dad Rieder-Florstadt 456 2 130 9[Die Pfarreien 9 9 28 Trais-Münzenberg 1265 360 3 Mieder⸗Ros bach 299 4 85 9[Gr. Haus, Familien-Eigen⸗ 948 2 8 P[Weckesheim 196 8 56 5 . une, Nieder⸗Wöllstadt 665 5 191— thum,(besonderer Distriet Wisselsheim 128 7 36 g 9 — DOD ber⸗Erlenbach 343 8 98 6 in Gemarkung Nieder-Mör— Wölfersheim 447 1 128 3 4. D ber⸗Eschbach 309 8 88 9 len) Wohnbach 316 8 90 9 jute DO ber⸗Florstadt 106 2 30 5[Das Hospital St. Wendel 22— 06 Staden 210 7 60 5 % Ober⸗Rosbach 523 9 150 4 zu Butzbach Stammheim 357 2 102 5 „ Dbber«⸗Wöllstadt 358 1 102 7( stheimer Wald 15 9 446 getreffend: Die Regultrung des Abdeckereiwesens in dem Kreise Friedberg. Friedberg den 4. Juli 1881. 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. . K. Die Herren Bürgermeister des Kreises werden hierdurch auf Samstag den 9. laufenden Monats, Vormittags 9 Uhr, zu einer Besprechung über rubricirte Angelegenheit auf das Gemeindehaus zu Friedberg eingeladen. In Verhinderung des Bürgermeisters wolle der Großherzogliche Beigeordnete, eventuell ein abzuordnendes Gemeinderathsmitglied, erscheinen. Dr. Braden. f 0 Steckbrief. 1 Engel, Josef, Dienstknecht von Buchenau, Kreis Huͤnfeld, der sich vermuthlich in der Umgegend von Frankfurt a. M. herumtreibt, f en, sstt wegen Diebstahls auf Grund richterlichen Haftbefehls festzunehmen und in das Amtsgerichtsgefängniß zu Vilbel einzuliefern. Frieberg am 1. Juli 1881. Der Großherzogliche Amtsanwalt. ö Lorenz. 14„FF 0 Steckbrief.. 0 Enders, Nikolaus, von Eichenzell, Kreis Fulda, 53 Jahre alt, katholisch, seither Dienstknecht in Homburg v. d. H., haͤlt sich ver⸗ 0 borgen und ist auf Grund richterlichen Haftbefehls wegen Unterschlagung im Betretungsfalle festzunehmen und in das Amts-Gefängniß zu Friedberg einzuliefern. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Lorenz. Friedberg am 30. Juni 1881. auszahlen wird. Friedberg den 2. Juli 1881. An die Großherzoglichen Bürgermeister d Wir ersuchen Sie Diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer unser Rechner, Herr Vogt, die Pfleggelder aus dem 1. Halbjahr 1881 gegen die vors es Freitag den 8. Juli d. J. Kreises. Stiftung anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß 9 chriftsmäßige Bescheinigung und Quittung Für den Vorstand der Mathildenstiftung: Meyer. Die Herren Bürgermeister des Kreises werden hierdurch zu einer Besprechung, welche im Anschluß an die von Großherzoglichem Kreisamte wegen Regelung des Abdeckerei— wesens auf Samstag den 9 d. M., Vor— mittags, einberufene Conferenz stattfinden soll, auf das Rathhans in Friedberg ergebenst eingeladen. Bad⸗Nauheim am 4. Juli 1881. Der Bürgermeister Schutt. Deutsches Reich. Berlin, 1. Juli. Der Kronprinz reist heute Abend nach Coblenz. Die Reise der Familie des Kronprinzen ist von dem Befinden der Kaiserin abhängig gemacht worden.— Wie man der„National-Zeitung“ von„wohlunter— richteter Seite“ meldet, hat die an der Kaiserin vollzogene Operation einen sehr guten Verlauf gehabt; die Kaiserin ist damit von einem älteren Uebel befreit worden, das ihr oft lästig gefallen ist. Es handelte sich um die vollständig geglückte Operation eines Bruches(hernia inguinalis), wofür Geheimrath Dr. Busch Specialität ist. Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz hatte sich der gleichen Operation in seinem achtzigsten Lebensjahre mit bestem Erfolge unterzogen. Ein Bulletin aus Coblenz von heute sagt: Nach un— ruhigem Tage hatte die Kaiserin gestern Abend mit beträchtlicher Schwäche zu kämpfen. Die Nacht brachte ihr etwas Schlaf; die Patientin vermochte einige Nahrung zu nehmen. Seitdem ist die Schwäche geringer; kein Fieber mehr; der Puls und der Zustand der Wunde fort— dauernd gut.— 2. Juli. Ein Bulletin von von heute berichtet: Die Kaiserin hatte nach unruhigem Tage eine bessere Nacht; der Schlaf war erquickender. Der Appetit ist rege, der Zustand der Wunde ist gut, die Temperatur normal; die Kräfte hoben sich. — 1. Juli. Fürst Bismarck ist heute, be— gleitet von seiner Frau und seinen beiden Söhnen, nach Kissingen abgereist. — Dem„Reichsanzeiger“ zu Folge dürfen dem Reichskanzler während seines Aufenthalts in Kissingen weder amtliche noch nichtamtliche Schriftstücke vorgelegt oder nachgesandt werden. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Das Reichs— gesetzblatt publicirt den deutschen Handelsvertrag und das Gesetz über den Veredelungsverkehr, sowie zwei Ministerial⸗-Verordnungen, worin die bisherigen Appreturverkehrs-Bestimmungen bis zum Ende des Jahres erneuert werden. — 2. Juli.(s. u. Prag). Die„Wiener Abendpost“ erklärt: Die Regierung habe an die Prager Behörde die strengste Weisung erlassen, den Tulmultanten aufs Entschiedenste entgegen— zutreten. Daß es an Energie bisher nicht ge— fehlt, beweisen die zahlreichen Verhaftungen. Eine für heute Abend anberaumte Studenten— versammlung dahier ist seitens der Behörde verboten worden. Prag, 30. Juni. Hier haben anläßlich des Stiftungsfestes des deutschen Corps„Austria“ blutige Excesse stattgefunden. Nicht einer der 40 Festtheilnehmer ist unverwundet geblieben. Der Senat der Universität beschloß, die Ein— stellung sämmtlicher Vorlesungen, sowie die Schließung des Sommersemesters und die Ein— leitung strengster Disciplinar-Untersuchung über die Ausschreitung der Studenten bei dem Ministe— rium zu beantragen.— 2. Juli. Es wurden vorgestern etwa 30 Verhaftungen vorgenommen. Der Bürgermeister von Prag erließ eine An— sprache an die gesammte Bevölkerung, indem er sie aufforderte, zu sorgen, daß jede Aufregung verhindert, der gute Ruf von Prag nicht ge— fährdet werde und kein Bewohner von Prag sich beklagen könne, daß ihm nicht jede als Mit— bürger schuldige Rücksicht zu Theil werde.— Gestern Nacht haben Volkshaufen Stürme auf das deutsche Casino und das deutsche Landes— theater gemacht. Neun Studenten wurden über— fallen und mißhandelt; ein geheimes Comits, welches die Excesse leitete, wurde entdeckt. Die Vorlesungen sind geschlossen. Unter den bei dem Austriafeste in Küchelbad Verwundeten be— findet sich Dr. Siebert aus Greifswald. Ein Kohlenagent, Kittel, aus Westpreußen, der sich auf einer Geschäftsreise in Prag befand, wurde gleichfalls mißhandelt. Beide Mißhandelte haben sich an den deutschen Botschafter gewendet.— Für morgen ist eine Versammlung sämmtlicher deutschen Abgeordneten von Böhmen in Prag beabsichtigt. Zwei Anträge sind vorbereitet: 1) Die Abgeordneten sollen eine Deputation an den Kaiser senden und um ausgiebigen Schutz der Deutschen in Böhmen bitten; 2) jeder Ab— geordnete soll in seinem Wahlbezirke schleunigst Wähler-Versammlungen berufen und diese auf— fordern, durch Deputationen für ihre in Prag studirenden Söhne und Namens-Verwandten Schutz zu erbitten. Gestern Abend waren in den Straßen abermals Zusammenrottungen, ins— besondere am Graben. Sie wurden von der Polizei vertrieben. Die Polizei concentrirte ihre Hauptmacht vor den deutschen Instituten. Der Prager Stadtrath blieb die ganze Nacht ver— sammelt, um im Nothfall sich unter die Meuge zu begeben. Gegen 11 Uhr waren die Straßen ruhiger.— Eine Deputation czechischer Stu— denten erschien bei dem Vice-Präsidenten der Statthalterei und erklärte, daß sie die Ausschreit— ungen einzelner czechischen Studenten entschieden mißbilligen. Sie würden sich bemühen, die Ein— tracht der Prager Studenten wieder herzustellen. Pest, 2. Juli. Inclusive der gestrigen Wahlen ist das Ergebniß aus 397 Bezirken bekannt, da— von gehören 226 den Liberalen, 82 der äußersten Linken, 66 der gemässigten Opposition, 13 den Parteilosen und 11 den Nationalen. Die liberale Partei gewann bis jetzt 50 neue Bezirke von der gemässigten Opposition, 21 von der äußersten Linken, 23 von den Parteilosen und von den Nationalen 3 Sitze. Belgien. Brüssel, 2. Juli. Montag findet hierselbst eine große Manifestation zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts statt. Auch in den Provinzen werden Meetings beabsichtigt. Frankreich. Paris, 1. Juli. Die inter⸗ nationale Münzconferenz hat gestern die Be— rathungen wieder aufgenommen.— 2. Juli. Bei der internationalen Münz-Conferenz wurde beantragt, die Discussion des Fragebogens zu beginnen. Seismis Doda bemerkte dagegen: Die vorangegangene General-Discussion habe fast alle Specialfragen erschöpft. Er halte für besser, die etwaigen Erklärungen Deutschlands und Englands zu hören, um zum Schlusse zu kommen. Der Schweizer trat Doda's Aus— führungen bei. Die Conferenz entschied darauf, daß Dumas und Thurmann sprächen; sodann solle man Euglands Erklärungen vernehmen. Man wird nur Capitel 4 und 5 des Vrolin' schen Fragebogens discutiren. Thurmann trat für den Bimetallismus ein. Großbritannien. London, 2 Juli. Das britische Geschwader unter dem Commando des Herzogs von Edinburg ist heute in Kronstadt eingetroffen. Italien. Rom Die Demission Cialdini's, des Botschafters in Paris, ist vom Könige an— genommen. Marochetti ist mit der Leitung der Botschaftergeschäfte in Paris betraut. Türkei. Konstantinopel. Die Ehen der zum Tod verurtheilten Schwäger des Sultans, Mahmut Damat und Nuri Damat Pascha, wurden durch kaiserlichen Befehl für aufgelöst erklärt.— Die Unterzeichnung der türkisch— griechischen Convention ist wegen eines Ab— schrifts-Fehlers verschoben worden. — Juli. Der Cassationshof prüft heute die Appellation der wegen Ermordung des Sul⸗ tans verurtheilten Personen. Er wird am Mon⸗ tag darüber beschließen. — 2. Juli. Meldung aus Philippopel: Forstdirector Bernius, deutscher Staatsangehör— iger ist von Räubern entführt worden, welche ein Lösegeld von 15000 Pfd. verlangen. Griechenland. Athen, 1. Juli. Die euro— päische Commission ist in Prevosa angekommen. Die Räumung von Pucha hat begonnen; die Besetzung von Artha beginnt am Dienstag. Rußland. Petersburg. Die Herabminder⸗ ung des Kriegsbudgets um 200 Millionen soll dem Reichsrath vorgeschlagen werden. Kriegs— minister Wannowsky wünscht, daß der effective Bestand der Armee unangetastet bliebe, es seien nur Ersparnisse bei dem luxuriösen Aeußeren der Armee beabsichtigt. Amerika. Washington, 2. Juli. Der Präst⸗ dent Garfield wollte heute früh nach Longblank fahren, als auf dem Bahnhof ein Mörder mehrere Schüsse auf ihn abfeuerte. Der Mörder ist ein eingewanderter Franzose Namens Guiteau, der sich bemüht haben soll, einen Consul-Posten zu Marseille zu erhalten. Verschiedene Meldungen behaupten, Guiteau sei geisteskrank. Garfield wurde am rechten Arm und der rechten Hüfte, sowie in der Nähe des Rückgrats verwundet. Man befürchtet eine innere Verblutung. Der allgemeine Eindruck ist, daß Garfield der Auf— lösung schnell entgegengehe. Die Aerzte wollen den Versuch nicht wagen, die Kugeln herauszu— ziehen. Ein Bulletin von Abends 8 ½ Uhr sagt: Man glaubt, der Präsident werde keine Stunde mehr leben. — Der Schatz⸗Secretär ordnete den Rück⸗ kauf aller noch umlaufenden 5⸗proc. registrirten Bonds an und deren Bezahlung am 1. Oct. mit Zinsen vom 1. Juni an in Washington. Afrika. Tunis, 30. Juni. Die Absendung von 1200 tunesischen Soldaten nach Sfax wird durch dortige ernsthafte Unruhen motivirt. Meh— rere Europäer daselbst wurden verwundet; die Anwesenheit des französischen Kanonen-Bootes „Chacal“ verhinderte größere Unordnungen. Die betreffende Depesche empfiehlt die Besetzung von Gabes und Hdjerba. Die französische Truppen⸗ abtheilung in Manuba wird durch Tunis nach dem Hafen von Goletta marschiren, um dort auf dem Panzerschiff„Reine Blanche“ nach Sfaz eingeschifft zu werden. Sie soll eventuell die tunesischen Truppen bei der Wieder-Herstellung der Ruhe in dortiger Gegend unterstützen. Die Europäer flüchteten auf die französischen Schiffe. Aus Stadt und Land. Friedberg. Nachdem die Einladungen zu dem am 23. und 24. Juli dahier stattfindenden Feuerwehrtag nach auswärts ergangen sind, dürfte es auch unsere hiesigen Einwohner und nächste Umgebung interessiren, wie das Fest verlaufen wird und lassen wir daher hier das Programm folgen: Samstag den 23. Nachm. 4½ Uhr Abgeordneten-Versammlung; Abends 8 Uhr Aufstellung der freiwilltgen Feuerwehr zum großen Zapfenstreich unter Mitwirkung der Feuerwehr⸗Capelle. Nach dem Zapfen⸗ streich Coneert in Steinhäußers Garten. Sonntag den gefundenen Einige der selbe nur Hacht wer J. 57 im Hotel bes landn Miliede Comites“ sch eine Ausschusf zunächst! Comite“ Fortgan⸗ zu bewi hierzu n Bezirks⸗ Auskunf, Zweck in schloß di keit der forderl Endres Zweck ferner Bespre hiesigen geschlof begonne des mi von Vo lage eit Letzterer jogen u 1 4. 1 7 Antersuchung meldeten, die jedoch nicht aus dem hiesigen 1 5 N d sämmtliche Spielleute. Hierauf Empfang der an⸗ ommenden Feuerwehren; Vorm. 11 Uhr Antreten der fremden Feuerwehren auf der Freiheit; Vorm. 11½ Uhr: 1 Aufmarsch der hiesigen Feuerwehr mit ihren Löschgeräthen uf der Freiheit, Ansprache des Festpräsidenten und Uebung der hiesigen Feuerwehr; Nachm. 2 Uhr Festessen; tach der Kirche um 3 Uhr Festzug der sämmlichen Feuer— 8 8 0 vebren von der Burg in Steinhäußers Garten. Hierauf Concert auf dem Festplatz, ausgeführt durch die Capelle des 1. Großh. Inf.⸗Reg. Nr. 115. Montag Vorm. bei ent— prechender Betheiligung Spaziergang nach Bad-Nauheim. 2. Friedberg. Die im Lande so übertrieben be— sprocheue Friedberger Blatternepidemie ist als beendigt zu betrachten. Nach uns zugegangenen sehr zuverlässigen Mittheilungen befinden sich jetzt in keinem Privat— hause der Stadt Blatternkranke, und sind in der Blatternstation, dem Hospitale, nur noch zwei Kranke, beide reconvaleseent und Ende dieser Woche sicher ent— lassungsreif. Seit mehr als 14 Tagen sind neue Fälle Hier nicht entstanden, so daß auch seeundäre Erkrankungen durch Ansteckung von den älteren hervorgerufen) nicht mehr zu befürchten sind. Dies zur Beruhigung aller ingstlichen Gemüther hier und auswärts. e. Friedberg. Nächsten Freitag wird das ge— sammte Seminar die Frankfurter Ausstellung Hesuchen. un. Friedberg. Bei der in den letzten Tagen statt— gefundenen Generalmusterung ging es sehr lebhaft her. Einige der ausgemusterten und als untauglich bezeichneten Jünglinge äußerten auf der Straße eine solche Fülle von Kraft, daß sich die Commission, hätte sie es gesehen, licher veranlaßt gefühlt haben würde, die Leutchen zum Dienst heranzuziehen. Zwei derselben, die sich hier zur Bezirke sind, wurden eingesponnen, einer, weil er in inem Laden eine Kappe, der andere, weil er eine Uhr innektirte. Letzterer biß dem Gendarmen, der ihn ver— haften wollte, beinahe die Hand durch und konnte der— elbe nur mit Anwendung von Gewalt in Nr. Sicher ge— * 1 bracht werden. T. Friedberg, 4. Juli. Gestern Nachmittag fand m Hötel Trapp hierselbst eine Ausschuß-Versammlung des landw. Bezirks-Vereins Friedberg statt, wozu die Mitglieder des von genanntem Verein bestellten„Molkerei Fomites“ eingeladen waren. An diese Sitzung schloß ich eine solche besagten Comites, unter Theilnahme des Ausschusses. In ersterer Sitzung erstattete Dr. Tobisch zunächst kurzen Bericht über den Stand der dem„Moskerei⸗ Comite“ übertragenen Arbeiten, legte dar, daß der Fortgang derselben nunmehr nicht ohne erhebliche Kosten zu bewirken sei, und ersuchte daher um Bewilligung der erzu nöthigen Geldmittel.— Der Direktor des landw. Zezirks⸗Vereins, Kreisrath Dr. Braden, ertheilte hierauf luskunft über die Mittel, welche für den betreffenden Zweck in Anspruch genommen werden könnten. Hieran chloß sich eine längere Diskussion, in welcher die Wichtig— keit der betr. Arbeiten und die Höhe des dafür er— orderlichen Geldbedarfs klargestellt wurde, und deren ndresultat war, daß dem Molkerei⸗Comite zu gedachtem 1 zweck auskömmliche Mittel bewilligt wurden. Nachdem erner auf Anregung des Vorsitzenden noch eine lebhafte Zesprechung über die Regelung des Abdeckereiwesens in esigem Kreise stattgefunden hatte, wurde die Sitzung eschlossen und sogleich mit der des„Molkerei-Comites“ segonnen. Den Kern der Letzteren bildete die Berathung zes mit dem Molkerei⸗ Techniker R. wegen Lieferung on Vorarbeiten abzuschließenden Vertrages, auf Grund— age eines von Dr. Tobisch ausgearbeiteten Entwurfs. etzterer wurde einer eingehenden Beurtheilung unter— jogen und— nach einigen Abänderungen desselben— orgens 6 Uhr Morgenruf durch die Nuerwehr dem Vorsitzenden des Comites aufgetragen, auf der Basis des so hergestellten Entwurfs den Vertrag mit dem Molkerei-Techniker R. abzuschließen. Somit wären wir, bezügl. der Errichtung einer Centrifugen-Meierei in Frankfurt, um ein gutes Stück vorwärts gerückt. h. Friedberg. Daß wir eine zweckmäßige, gute und billige Gelegenheit zu baden hier haben, weiß wohl Jedermann, aber benutzt, wie es werden könnte und sollte, wird unser Volksbad noch nicht. Drum will Ein— sender dieses sich erlauben, auf die Wichtigkeit des Badens aufmerksam zu machen, was besonders grade jetzt nicht ganz unnütz sein dürfte. Am verletzten Sonntag hörten wir in der Katechismuslehre eine eingehende Katechisatton über die Wichtigkeit der Reinlichkeit und Reinheit des Körpers und der Seele, für die gewiß auch dem Katecheten der jetzige Zeitpunkt als besonders geeignet erschienen ist. Durch das regelmäßige Baden wird zunächst die regel— mäßige, für das Wohlbefinden nothwendige Thätigkeit der Haut erhalten, denn durch das Wasser und das nach— folgende Abtrocknen werden die Poren derselben geöffnet und dadurch wird die Muskelthätigkeit und das Nerven— leben gesund erhalten und gesteigert. Nach dem Bade fühlt man sich leichter, frischer, muthiger und geneigter, seine Arbeiten und Geschäfte freudiger und mit neuer Kraft wieder aufzunehmen. Viele Thiere werden instinkt— mäßig zum Baden getrieben, während der mit Verstand und Vernunft begabte Mensch sehr häufig dem Hang zur Unthätigkeit und dem blinden Schicksal folgt. Das Baden und Schwimmen ist das Turnen für den Sommer. Daß es auch ein Hauptabhärtungsmittel ist, Empfäng— lichkeit für ansteckende Krankheiten, namentlich Hautkrank— helten fern zu halten ist sofort klar und schon von Alters her bekannt. Wo zu einer ansteckenden Krankheit kein empfänglicher Boden ist, da wird auch keine Ansteckung erfolgen. Wer sich gesund erhalten und allerlei Leiden und Krankheiten von sich fern halten will, der bade und verschiebe es namentlich jetzt nicht. J. Bauernheim, 4. Juli. Vor etwa einem halben Jahre wurden einem hiesigen Wirthe sämmtliche Krahnen in den Fässern aufgedreht. Der Mann erlitt damals einen empfindlichen Verlust. Jetzt endlich ist es gelungen, den Thätern auf die Spur zu kommen. Einer derselben ist inzwischen nach Amerika ausgewandert, der andere soll heute verhaftet worden sein. f. Lich. Unsere Stadt schickt sich an, die am 12. und 13. Juli d. J. dahier stattfindende 38. Jahres versamm— lung des Hauptvereins der Gustav-Adolf- Stiftung im Großherzogthum Hessen bei sich aufzunehmen. Es darf wohl um so mehr auf zahlreichen Besuch dieses Festes gerechnet werden, als die Direction der Oberh. Eisenbahnen eine Fahrpreisermäßigung in der Weise gütigst gewährt hat, „daß die einfachen Billets, welche am 12. Juli auf allen Stationen dieser Bahnen nach Lich gelöst werden, zur Hin⸗ und Rückfahrt berechtigen, auch wenn letztere erst am 13. Juli angetreten wird. Auch soll für die gewöhn lichen Retour-Billets, welche am 12. Juli nach Lich zur Ausgabe gelangen, die Guͤltigkeitsdauer auf 3 Tage, also bis zum 14. Abends ausgedehnt werden“. Die hierzu berechtigenden Festkarten können, soweit solche nicht bereits durch den Verwaltungsrath des Haupt— vereins an die Zweigvereine ausgetheilt sind, von dem Festausschuß in Lich bezogen werden. Möge der Segen Gottes dem bevorstehenden Feste nicht fehlen. Allerlei. Stuttgart, 28. Juni. In der letzten Woche wurden verschiedene Gegenden Württembergs, namentlich einige Oberämter im Hohenlohe'schen, von schwerem Hagelschlag betreffen; in einzelnen Gemeinden sind zwei Dritttheile des gesammten reichen Ernte- und Herbst— ertrages vernichtet. Handel und Verkehr. Friedberg, 29. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90—1., Eier 1 St. kleine 5 Pf., 2 St. große 11 Pf. Gießen, 2. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 80—90 Pf., Eier 1 Stück 0 Pf., 2 Stück 11 Pf., Käse per Stück 5— 11 Pf., Tauben das Paar 70—80 Pf., Hühner per Stück M. 1.00 1.50, Hahnen per Stück M. 0.75— 1.30, Enten per Stück M. 1.50— 2.00, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfund, Kuh- und Rindfleisch 48— 50 Pf., Kalbfleisch 40-44 Pf., Hammelfleisch 66— 70 Pf., Schweinefleisch 64— 66 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.50— 0.00, Zwiebeln per Ctr. M. 22.—24., Kirschen das Pfd. 20—30 Pf. Frankfurt, 2. Juli. Marktbericht. Heu kostete je nach Qual. der Ctr. M. 3.50—5, neues M. 3.30— 4.20, Eier das Hundert M. 4.50— 5.50, Butter 50 Kilo M. 80, im Detail 1. Qualität M. 1.15, 2. Qualität M. 1.00, Kopfsalat 3—5 Pf., Spinat 30—40 Pf., Erbsen 12 bis 20 Pf., Bohnen 100 Stück M. 1.20, per Pfd. 40 bis 50 Pf., Carotten 10—12 Pf., Kartoffeln das Pfd. 12 bis 15 Pf., Kohlrabi 10—12 Pf., Wirsing 10—12 Pf., Blumenkohl 50—90 Pf., Weißkraut 18—25 Pf., Ochsen⸗ fleisch das Pfd. 60—70 Pf., Kuh-, Rind- und Farren⸗ fleisch 40-55 Pf., Hammelfleisch 40— 65 Pf., Kalb⸗ fleisch 35— 55 Pf., Schweinefleisch 60— 70 Pf., Hahn M. 1.80—2., Huhn M. 1.70—2., Ente M. 2.50—3., junge Gans M. 4.—8, Taube 50-60 Pf., Reh das Pfund 80 Pf. Mainz, 1. Juli. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 6.6.50, Heu per Ctr. M. 4.50 4.75, Stroh per Ctr. M. 3.60— 3.90, Butter ¼ Kilo 80—85 Pf., Butter in Parthien 68— 70 Pf., Eier ½ Hundert M. 1.10— 1.15, Handkäse 5—8 Pf., Blumenkohl 35—45 Pf., Zwiebel / Kilo 12 15 Pf., 1 Gans M. 4.—5., 1 Ente M. 2.— 2.50, 1 Hahn M. 1.30— 1.50, 1 Huhn M. 1.30—1.50, 1 junge Taube 35— 45 Pf.— Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 23.25— 24., fremder M. 22.00— 23.00, amerikan. rother Winterwaizen M. 23.60—24., Roggen, hies. und franz. M. 21.75— 21.85, Gerste, pfälzer, M. 19— 19.50, franken M. 00.— 00.00, Hafer M. 15.75— 16.50, Reps M. 27.50— 28.50, Rüböl eff. ohne Faß M. 29.50, per Oetober mit Faß M. 29.60—70., Mohnöl M. 52.—56., Leinsl M. 50.— Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 64.— 00., 2. Oual. M. 56.— 60., Kühe 1. Qual. M. 56.—00., 2. Qual. M. 45.—50., Kälber das Pfd. 55 bis 60 Pf., Schweine das Pfd. 54—60 Pf. Volksbad. Wasserwärme am 3. Juli: 170 Reaumur. Walter. Pfennig⸗Sparkasse. Oeffentliche Aufforderung. 396 Die Wittwe des Konrad Leichner von Nieder— 1 Völlstadt und die Erben ihres verlebten Ehemannes 5 laben folgende in der Gemarkung Nieder-Wöllstadt ge⸗ gene Immobilien: Fl. I. Nr. 86,7, „ I.„ 100, 5% 101, „ I.„ 102, 5 „ I.„ 103, Hofraithe, „ I.„ 104,8, „ 1% 10,8, „ I.„ 106,8, .„ 07,8, „ 4 en Jacob Becker II. und Jacob Becker III. Eheleute fär 19,500 Mark verkauft. Da der Mitverkäufer Philipp Stüber von Wölfersheim mit unbekanntem Aufenthalt ebwesend ist, so wird derselbe hiermit aufgefordert, so tewiß binnen 3 Monaten sich wegen des Verkaufs zu erklären und entweder den— selben anzufechten oder zu genehmigen, gegenfalls ledig— [ch nach den Anträgen des für ihn bestellten Curators — 22 Heyer J. von Wölfersheim verfahren werden v lrd. Friedberg am 1. Juli 1881. Großherzogliches Amtsgericht Frledberg. Sellheim. Becker. Gerichtsschrelber. Eine neue Horusby⸗Locomobile zum Orkginal-Fabrikpreis zu verkaufen. Offerten unter J. 4646 an Rudolf Mosse in Frankfurt am Main u richten.(à 7/ös7.) 0 Aufforderung. 2359 Ansprüche an nachbemerkte Parzellen, welche die Philipp Groß II. Erben in Ober-Mörlen vertheilt haben und worüber keine Eigenthumsurkunden vorliegen: 1) Flur I. Nr. 1389. 3251. 3617. II. Nr. 728. IV. Nr. 130. 180. VII. Nr. 67. VIII. Nr. 888(alt 114½) X. Nr. 322. 797. XIII. Nr. 202. 443. XXVI. Nr. 1013. XXVII. Nr. 461. XXVIII. Nr. 580. 953. 1084. XXIX. Nr. 344. XXX. Nr. 459, im Grundbuch auf dem Namen Philipp Groß II. von Ober-Mörlen, 2) Flur XXIV. Rr. 607, im Grunbuch auf den Namen des Georg Philipp Groß von Ober-Mörlen, sind binnen 3 Monaten so gewiß dahier geltend zu machen, als sonst die Looszettel bestätigt und Eintrag in das Mutationsverzeichniß wird verfügt werden. Bad-Nauheim am 27. Juni 1881. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Allwohn. Schütz, Gerichtsschreiber. Arbeits-Versteigerung. 2405 Mittwoch den 6. d. Mts., Vormittags 10 soll im Rathhaus zu Rodheim: M. Uhr, Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 27— Zimmerarbeit 13 25 Schreinerarbeit, 13 10 Weißbinderarbeit 69 60 Gußlieferung 80 80 Rahmsteinlieferung 84— öffentlich in Aecord gegeben werden. Bad⸗Nauheim den 1. Juli 1881. Brückel, Bezirksbauaufseher. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Uebertrag vom 25. Juni 6008 285090 1. C. Binder nagel 39 22 85 2. W. Bernbeck 167 76 30 3. Ph. Billau 123 58 55 4. Th. Kranz 5 97 49 3 5. H. Flaschenträger. 92 49 40 6526[3107 3 NB. Uebertrag Einleger 711. Neue Einleger 9. Gesammt⸗Einleger 720. Friedberg den 2. Juli 1881. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß- und Credit-Verein, e. G. — 122 Submission. 2398 Folgende zum Wiederaufbau der abgebrannten Scheuer des Herrn Friedrich Weith zu Nieder-Wöllstadt erfordlichen Arbeiten und Lieferungen, veranschlagt N Maurerarbeit 809 M. 60 Pf., Steinhauerarbeit 300„—„ Zimmerarbeit Darn 8 Dachdeckerarbeit 1225„—„ Weißbinderarbeit 143„ 50„ Lieferung von 50,000 Stück festgebrannten Russensteinen pro 1000 Stück à 23 M., Lieferung von 200 Centner hydraulischem Kalk, pro Centner 1 M. 20 Pf., Lieferung von 42 Kubikmeter scharfem Mauersand, pro Kubikmeter 3 M., sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Vor— anschlag, Plan und Bedingungen liegen in der Wohnung des Herrn Friedrich Weith zu Nleder-Wöͤllstadt zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten mit Angeboten nach Procenten der Voranschlagssummen verschlossen und frankirt und mit der Aufschrift„Submission auf die Lieferung von“ bis längstens Freitag den 8. Jull, Nachmittags 2 Uhr, einzureichen sind. Friedberg den 2. Juli 1881. In Auftrag: 2000 Mark werden auf erste Hypothek zu leihen gesucht. Offerten unter M. S. an die Exped. d. Anz. 5 2395 Ein junges kräftiges Mädchen sucht Stelle bei Kindern. Näheres b. d. Exp. d. Anz. 2399 — 65 elegante und sehr solid angefertigte Jeden Tag 8 9½ũũ Uhr präeis und ö Nachmittags 3 Uhr anfangend, wegen Aufgabe eines feinen Privat⸗Hötels nachverzeichnete größtentheils 7 Große Versteigerung in Frankfurt a. Kl. Va den 7 dn werden im Auftrag des Eigenthümers, Mobiliar-Gegenstände von 30 Zimmern und Salons, 1 f. Piano, 1 Wiener Flügel, 2 Cassaschränke, antike Möbel und Kunst⸗Gegenstände, Oelgemälde, 1) Möbel in Nußbaum- und Mahagoniholz: Stühlen, einzelne Sophas und Divans in Plüsch und gewirktem Stoff, 12—30 Personen, Büffets, Silberschraͤnke, Rohr- und Speisestühle, Rohr⸗ seceretäre, Damenschreibtische, Bücherschränke, Com— moden, Nähtische, 30 Spiegel und Pfeilerspiegel, mit Sprungfedermatratzen, und theils mit Rosihaar⸗, englischer Garderobeschrank mit Erystallscheibe, und weißen Marmorplatten, Kleiderschränke(4, 1 Wiener Flügel de.; nebst Girandoles; 4 2) in Eichenholz: 1 Büffet, 1 Ausziehtisch, 12 3) in schwarzem Holz: 1 Vertikow, 1 Tisch, 1 antike Möbel und Kunst-Gegenstände: Teppiche und Vorlagen ꝛc., als: und 2thürig), eisestühle, 1 Divan ꝛc.; Steinkrüge, Porzellan, Bronzen de., Oelgemälde alter und neuer Meister; 1 7 7 7 0 9 5 5 Bettvorlagen, Kolter, im Faale der„Concordia“, Großer Hirschgraben 19, ca. 30 Zimmer Teppiche und Salon u oͤffentlich gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden versteigert. Anzusehen Dienstag Nachmittag von 2—7 Uhr daselbst. 5 Das Pianino, der Wiener Flügel und die beiden Cassasch Die antiken Moͤbel und Kunst-Gegenstände nebst Oelgemaͤlden we Bettdecken und Leinen werden Donnerstag früh versteigert. 0 8 2 und Polsterse hränke werden Mittwoch, 6. rden Mittwoch, Nachmittags 3 Uhr versteigert. Polstergarnituren à je 1 Causeuse und 6 oder 4 Sessel in Plüsch, Canapses mit, Damast und Rips, Salon- und Sophatische, Ausziehtische für ssel, Herren-Schreib-Bureaux, Schreib— 20 gediegene französ. Betten, Wolle⸗ und Seegrasmatratzen, Spiegelschräuke, Wascheommoden und Waschschränke nebst Nachttische mit grauen Handtuchgestelle, Kleiderständer, Toilettenspiegel, Blumentische, sowie 1 dreithür. Sp Spiegel, 1 Pianino, 2 Säulen, 2 Etagéren, 1 Staffelei, sowie 2 Bronze-Pendulen, 1 Büffet in Renaissance, mehrere verschiedene antike Schränke, Zinn und id Sopha Vorlagen, Bettdecken, einige Stücke ¼ Betttücher-Leinen, Tischzeuge, Bettbezüge, Betttücher c. 4 Nuttmann 8 Co. Juli, Vormittags 11 Uhr versteigert. Teppiche, 2404 Bekanntmachung. 2402 Karl Heinrich Rausch in Friedberg, seitheriger Procurist der Firma„Ad. Rausch 11.“ daselbst, hat dieses Geschäft unter gleicher Firma mit Activen und Passiven übernommen. Friedberg den 28. Juni 1881. Großhberzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. 130 Holz-Versteigerung. 2406 Im Gemeindewald Ober-Rosbach, Distrikt Hohe⸗ Burg, wird Mittwoch den 6. Juli 1881 folgendes Holz öffentlich meistbietend versteigert: 10 Raummeter geschält Eichen-Scheitholz, 16* 7„ Knuüppelholz, 2000 Wellen„ Reiserholz, 10 Haufen Späne, 200 Stück Baumstützen. Die Zusammenkunft ist hölzernen Brücke binter dem Salzberg. Ober⸗ Rosbach am 2. Juli 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Rosbach. Bleche r. — 7 l Holz-Versteigerung. 2407 Freitag den 8. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden im Gambacher Gemeindewald fol gende Holzsorten versteigert: 41 Raummeter Eichen-Knüppel-Schälholz, 5500 Eichen-Schälwellen, 1200 Eichen-Schälstangen von 4—8 Meter Länge. Bemerkt wird, daß die Stangen zu Wagnerholz sich sehr gut eignen. Zusammenkunft am Pohl⸗Gönser Weg in der Nähe des Eisenbahnübergangs. Gambach am 2. Juli 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Gambach. ao Vergebung von IIferbau⸗ und Drainage⸗Arbeiten. 2410 Freitag den 8. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Dortelweil die bei Herstellung eines Uferbaues an der Nidda vorkommenden Arbeiten und Lieferungen an die Wenigstnehmenden in Aecord ge— Morgens 8 Uhr an der geben werden und zwar: M. Pf. Drainagearbeiten, veranschlagt 20— Lie fer ung des Röhrenmaterlals 24 60 135 70 83* Uferbauarbeiten Lieferung von Grassamen Friedberg am 4. Juli 1881. Greb, Wiesenbaumeister. Phatographie! Einem hochgeehrten Publikum die ergebene Mittheilung, daß ich das photographische Atelier des Herrn Hosphotographen Backofen Mittwoch und Donnerstag hierselbst bereit bin, 6 Uhr zu machen. Anmeldungen werden gütigst von Herrn C. Gröben, Bad-Nauheim. 2409 dahier übernommen habe und jeden Sonntag, Aufnahmen von Morgens 40 bis Nachmittags Alicenplatz, entgegengenommen. Hochachtungsvoll E 9 W. Riss 2 Hof-Photograph Die seither von meinem Pachter bewohnten Raume, bestehend in 4 Wohnzimmern, Küche, Waschküche und Keller, sowie ferner 3 große Keller, 1 großer Frucht— speicher, 3 Heuböden, Stallungen de., sind sofort zu vermiethen. Nleder-Wöllstadt. Fr. Weith, 2393 Landtags-Abgeordneter. Neue Isländer Matjeshäringe 2352 bei Wilhelm Fertsch. Mobiliar-Versteigerung. 2411 Freitag den 8. Jul, Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in meiner Wohnung 1 Sopha, 3 Commoden, 1 Kleiderschrank, Bettladen, Tische, Stühle, 1 Ofen, 1 Kochherd, 1 kupferner Waschkessel und anderes Haus- und Küchengeräthe öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Staden am 4. Juli 1881. H. Jüger. Ein Hund, Pudel, auf den Namen„Karo“ hörend, ist schwarzer Der Finder desselben wolle mir in Friedberg entlaufen. mir gefällige Nachricht geben. Vor Ankauf wird gewarnt. Staden am 4. Juli 1881. 2412 H. Jäger. Ein Kapital von 80,000 Mark ist zum 1. Oetober d. J. im Ganzen oder auch getrennt in kleineren Summen auf gute erste Hypotheken zu üblichem Zinsfuß auszuleihen. Auskunft ertheilt die Exped. d. Anz. 2400 Prima alten Uordhäuser Kornbranntwein, 90% Spiritus, sowie Nußliqueur-Ansatz empfiehlt 2389 Georg Groß. Vorgange. Woche wurden auf dem Schützenraln oder 5 auf dem dort befindlichen Seitenwege zwei Kinder⸗ Sonnenschirme verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieselben bei Rechtsanwalt Jöckel abzugeben. 2403 Wirthschafterin, eine tuͤchtige, wird auf ein größeres Gut am Rhein gesucht. Der Eintritt kann sogleich geschehen. Offerten unter R. B. 11003 an D. Frenz in Mainz. 2364 Neue ital. Kartoffeln, 5„ Zwiebeln 2351 bei ist das einfachste und billigste Hausmittel gegen Säure bildung, Aufstoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden. Original-Packete zu 25 Pf., 50 Pf. und 1 Mark. 65 J. A. Windecker, Hof,-Lieferant. 2401 Danksagung. Allen Denen, die unsere Uebe unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Katharina Krauch, geb. Hardt, zur letzten Ruhestätte geleitet haben, unseren innigsten Dank. Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Wird! 0 0 Die eln Annon Macht 1881. hiesigen aufgehi, wollen Letref Sachve Monat selben 2 Bet! hessise Entw Jeder Abstin dieser A258 Betre die werde beach hiem Hur! 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