1 1881. Vonnerstag den 3. Februar. N 15. Oberhessischer Anzeiger Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und. N en K Erscheint drein 0 nd zwar ustag Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 5 Samflag.* 1 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffer a 14 Pf Reclamen u 22 Pf 0 kostet 9 Pf. Unnoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welcher Betrag eigef st, w stets per Post nachgene 2 5 6 3 25 n 0 5*—* 0 0 1 Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei B dor*„Ni 7 aße N der Verlags-Expedition mit 67 Pf., bei den Poststellen mit 1 Mark abonnirt werden. Amtlicher Theil. Ausgewiesen aus dem Großherzogthum des 8 Absatz des Freizügigkeitsgesetzes: Fr Geif von Münchenbernsdorf bei Weimar; Karl Türke von Wansen, Reg. B Eduard Wehner von Waldfenster bei Kissingen; J Herzog von Oberzell, Amt Schwarzenfeld Wegen Bettels bestraft: Kat aus Wertündkana Kreis Wartenberg, Reg.-Bez. Bre sohannes Diehl aus Groß⸗Linden, Kreis Gießen; Johannes Lemp Trais Lun Kreis Gieße Johann Jacob Brück aus Kr„ Kreis edenkopf. Deutsches Reich. Holland st mit indischen Trupperver⸗ 2 1 1 Direkt 1 N 78 18 un Darmstadt. Der prov. Reallehrer Dr. Löbell direkte! 5 Kapstad kommen. in Oppenheim wurde zum Reallehrer daselbst Carnar Im U hause antwortete ernannt, der ord. Professor Dr. Schneider in enkgege Gießen auf Nachfuchen eutlassen. versuch Darmstadt. em Bundesrath ist ein] ostafrik Gesetzentwurf, betr. die Betrafung der Trunken- haben d heit, mit sehr gusführlicher Motivirung zuge f 1 gangen. In letzterer wird u. A. bemerkt: Ein ze wichtiges Anzeichen für die Zunahme der Trunk— ber 8 sucht ist die Vermehrung der Verkaufsstellen[ von Berl der Rest werde bis geistiger Getränke im ganzen Gebiet des Reichs. dortige auswa il n erwartet. Vor dem — Dem Vernehmen nach wird auch unseresdenuncirt habe. Natürlich war das Ganze eine Ausbruche des habe O berst Colley 8 0 obere Schulbehörde demnächst sich den Anon d⸗Finte, die sich der britische Colonial e aber über Natal und nungen des preußischen Unterrichtsministers be⸗ erlaubte. rstreut gewesen gelen. Die Boers züglich der Rechtschreibung anschließen, was um f Kriegsführen⸗ 25 1 dringender geboten erscheint, als die neueren Oesterreich⸗ U, der Austausch f 0 Auflagen* bei uns eingeführten preußischenfculturrath nahm ungeg Hiernächst wird Lese⸗ und Lehrbücher nur noch in der neuesten sczechischen Minorite iahmsbill für Irland 1 Nechtschreibung erscheinen. wonach in den A antragten die Unt ul. Berlin, 31. Jan. In der heutigen Sitz-] Czechen zu f Gladstone 1 ung des Abgeordnetenhauses verlangte Abg Pest 31. Ja den Antrag. 1 v. Ludwig, Präsident solle die Journalisten] Regnikolar-Depute würden nicht — aus dem Hause weisen, welche die Berichte ent- mehrung der croatische die ganze stellten; das Abgeordnetenhaus koste überhaupt hause von 34 auf Vormittag mehr, als es einbringe. Der Präsident rief auf 3. Der„Post“ hen Mit⸗ v. Ludwig dreimal zur Ordnung und appellirte] Staatseinnahmen de eantragten 8 schließlich an das Haus, welches mit geringer zen das Vorjahr as Haus d Majorirät beschloß, dem Abg. v. Ludwig das die Ausgabe ehnt Wort zu entziehen.— 1. Febr. Das Abge Holland. Amsterdam Spanien r Senat ordnetenhaus setzte die dritte Lesung des Etatssin der Trausvaal- Frage richtete eine hat mit 144 resse auf fort und bewilligte unverändert den Etat des den Konig, worin es bittet, die die Thronrede ar r Kammer Ministeriums für öffentliche Arbeiten. Dersische Regierung moge bel England di erklaͤrte General Mart Eompos in seinem Handelsetat wird ebenfalls unverändert bewilligt, Schritte thun, um den Krieg zu beendiger und im Namen der übrigen zur Opposition ge⸗ ebenso nach unerheblicher Debatte der Justizetat.] die schwebenden Schwierigkeiten durch Wieder-[hörenden Generale, daß der Koͤnig sie stets be— N Nach einer im Ganzen unerheblichen Debatte herstellung und Consolidirung der Unabhaͤ gig⸗ reit finden werde, ihn gegen jede revolutionäre 1 wird die dritte Lesung des Etats bis einschließlichf keit der Boers beizulegen. Bewegung zu schützen. — des landwirthschaftlichen Etats unverändert nach Frankreich. Paris, 31. Jan. Die Depu⸗ Italien. Rom, 1. Febr. In der Sitzung 2 den Beschlüssen der zweiten Lesung erledigt. Das]tirtenkammer setzte heute die Berathung des[der Deputirtenkammer bringt der Justizminister Haus begann sodann die dritte Berathung des] Preßgesetzes fort und lehnte den Artikel 26, den Entwurf eines Ehescheidungsgesetzes ein. 1 Cultus⸗Etats. betreffend die Bestrafung der Beleidigungen des Türkei. Constantinopel. Da man auf ane— Das Ereigniß des Tages ist hier die] Präsidenten der Republik, ab.— 1 Febr. Die Seite der Pforte für die verzögerte Antwort der Niederlage, welche die Englaͤnder in Transvaal[ Kammer der Deputirten setzte heute die Be-[Großmächte auf die letzte türkische Circularnote erlitten und selbst schüchtern eingestehen müssen.] rathung des Preßgesetzes fort und nahm die[England verantwortlich machen sollen glaubte, Wenn sich England den Magen verdorben hat] Paragraphen über die Strafbarkeit von Be⸗sah sich der englische Geschaͤftstraͤger laßt, dadurch, daß es in allzugroßem Länderhunger]leidigungen auswaͤrtiger Staatsoberhäupter und die Pforte ausdrücklich zu versichern Fngland Trans vaal verschluckte, so darf es nicht viel] deren diplomatischer Vertreter an. Sodann weder das europaͤische Concert behindern noch Sympathie und Beileid für seine Magenbeschwer-[wurden alle übrigen Artikel des Gesetzentwurfes sonst geflissentlich Schwierigkeiten machen werde den in Deutschland erwarten. In den füngsten genehmigt. Serbien. Belgrad, 1. Febr. Die Skup Tagen erst haben wir durch die„Köln. Ztg.“— 1. Febr. Ein Gerücht, daß das Mittel- schtina votirte einstimmig des Gesetz bezüglich erfahren, wie das perfide Albion Deutschland! meergeschwader plötzlich nach dem Golf von Sander Redefreiheit bei Interpellattonen. um die Handelsbeziehungen mit Transvaal Juan zurückberufen sei und dort den Befehl Ber Griechenland. Athen, 31. Jan. In der brachte. Der Boers- Präsident Bürgers hatte halten würde, unverzüglich nach einem unbe-[Kammer der Deputirten sprach sich Communduros auf seiner Reise an den deutschen Kaiser ge kannten Bestimmungsorte, wahrscheinlich Tunis gegen ein Schiedsgericht aus; er erklärte dabei, schrieben, daß er nach Verlin zu kommen beab- weiterzugehen, wird von unterrichteter Seite als[daß er aber eine neue Le in Constanti sichtige, um der deutschen Reichs sregierung den unbegründet bezeichnet. Ddas Geschwader hat nopel für noch verderblicher halte. Nach offt Abschluß eines Handelsvertrages anzutragen. im Golfe von San Juan seinen gewohnlichen felösen, der n zugegangenen Informa Man erwiederte von Berlin, man sei dazu ge- Ankerplatz und hat bisher keinerlei Ordre wegen tionen seien die Botschafter in Constantinopel neigt und erwarte sein Kommen. Unglücklicher-seines anderen Bestimmungsortes erhalten gegenwaͤrtig bemüht, von der Pforte zu erfahren, weise ging der Praͤsident von Transvaal von Großbritannien. London. Das Trans- welches ihr letzter Entschluß se * e e A SD 2 2 PPP 8— R 82 — Die„Pol. Corr.“ veroͤffentlicht eine Er— klaͤrung der Wiener griechischen Gesandschaft, welche besagt, daß die angebliche Note vom 13. Januar, welche Communduros als Beant— wortung des Circulars des franzoͤsischen Ministers des Aeußern, Barthelemy, an den Gesandten Grafen Mouy in Athen gerichtet haben soll, vollständig apokryph ist, und daß der Verkehr zwischen Communduros und Mouy anläßlich des erwähnten Circulars ausschließlich auf mündliche Auseinandersetzungen sich beschränkt hat. Rußland. Petersburg. Der Großfuͤrst Nicolaus richtete ein Schreiben an den Sultan, worin er demselben für den seinen Söhnen be— reiteten Empfang dankt.— In letzter Sitzung des Ministercomite's wurde der Entwurf für die in Polen einzuführenden Reformen, der vom Generalgouverneur Albedinsky vorgelegt wurde, geprüft. Albedinsky ist gestern wieder auf seinen Posten zurückgekehrt. — 31. Jan. Nach weiteren Meldungen verfolgte Skobeleff die Teketurkmenen bis Askha bade, sechzig Kilometer von Geoktepe.— Gegen— über den Zeitungsmeldungen, daß England den Kurden⸗Einfällen in Persien Vorschub leiste, er klärt die„Agence Russe“, England und Rußland verhandelen mit der Pforte über ein gemeinsames Einvernehmen zu Gunsten Persiens. Die Pforte versprach, die Kurden-Einfälle zu verhindern. — Das„Petersburger Journal“ bringt einen historischen Ueberblick über die russischen Ope⸗ rationen in Central-Asien, welche nothwendig zur letzten Expedition führten. Das Ziel der— selben sei jetzt glänzend erreicht, weitere Ent— schlüsse der Regierung bezüglich der Ausnutzung des errungenen Erfolges hingen wesentlich von den an Ort und Stelle sicher zu gewinnenden Informationen des General Skobeleff ab. Die Regierung wurde zu dem bisherigen Vorgehen einzig durch das Bestreben bestimmt, die Grenze im Juteresse der Civilisation und des Handels zu sichern, fernere Maßnahmen würden die praktisch mögliche Abwägung der Vortheile und Lasten zur Grundlage haben. Amerika. San Franzisko, 31. Jan. Der König der Sandwichs-Juseln, Kalakaua, ist gestern hier eingetroffen, um mehrere Länder Europas und Asiens zu bereisen und begibt sich zunächst nach VNokohama. Der König äußerte, er wolle fremde Einwanderer nach Hawaii ziehen, um die eingeborene, dem Aussterben nahe Be völkerung durch dieselben zu ersetzen. Die Ein— wanderung von Chinesen werde er nicht be— günstigen. Aus Stadt und Land. S. Friedberg, 1. Febr. In der gestern stattge gehabten öffentlichen Sitzung des Gemeinderathes wurde ein Gesuch der Schuhmacher-Leichen-Kasse, welche am 7. März d. J. das Festjahr ihres hundertjährigen Be stehens begeht, um Ueberlassung des Rathhaussaales zur Abhaltung ihrer Generalversammlung am gedachten Tage genehmigt. Für unbemittelte Schüler der Fort bildungs- und der Musterschule sollen auf Antrag des Schulvorstandes mehrere Schulbücher, unter Vorbehalt des Regresses an die Eltern oder die Heimathsgemeinden, angeschafft werden. Auf ein Gesuch der Kath. Pfeiffer Wittwe, bezüglich Ableitung des Wassers von ihrem vorm Mainzerthor gelegenen Garten, wurde beschlossen, der selben mitzutheilen, daß die Stadt das observanzmäßige Recht, das Wasser in den durch den Garten derselben führenden Graben abzuleiten, aus drücklich aufrecht erhält und ihrer Beschwerde deßhalb keine Folge gegeben werden kann. Für verschiedene Herstellungen auf dem Rathhause, sowie die Anfertigung einer Schäferhütte wurden die Arbeiten nach den Submissions-Bedingungen vergeben. Von der Landwirthschaftscommisston des Gemeinderathes wurde der Entwurf einer neuen Feldordnung für die zusammengelegten Theile der Gemarkung Friedberg vor gelegt und soll, nach dem der Gemeinderath seine Zu— stimmung ertheilt hat, die Genehmigung des Großher— zoglichen Kreisamtes nachgesucht werden. Auf eine frühere Beschwerde des Gemeinderathes bezüglich des Feldweges neben der Fauerbacher Straße, wurde seitens des Eisen bahn⸗au⸗Inspectors die Mittheilung gemacht, daß diese Auffahrt demnächst verbreitert werden soll. Für den Nacht— wächter Hemmer soll ein neuer Mantel angeschafft werden. 8. Friedberg. Im Jahre 1880 wurden dahler 121 Kinder geboren und kamen 104 Sterbfälle vor. Von letzteren sind 28 Splitalfälle, von denen 21 auf 2. R 8 o. Friedberg. Am 29. Januar d. J. veranstaltete der hiesige Gesangverein„Frohsinn“ seine zweite Abend- Unterhaltung in diesem Winter. Dieselbe bot ein reich- haltlges Programm und war sehr zahlreich besucht. Der erste Theil derselben war musikalischer Natur. Die Instrumental⸗Musikstücke wurden, durch Mitglieder der Nauheimer Kurkapelle verstärkt, von Angehörigen und Freunden des Vereins zur vollen Zufriedenheit der Zu— hörer ausgeführt. Der Verein trug mehrere schöne Chöre von Abt, Hermes, Tschirch und Silcher mit der ge wohnten Meisterschaft vor; unter denselben verdient be— sonders die größere Composition von Tschirch hervor— gehoben zu werden. Fräulein Fouear aus Frankfurt sang einige Lieder und erntete durch ihren schönen Vortrag den ungetheiltesten Beifall. Der zweite Theil des Pro- gramms war theatrallschen Aufführungen gewidmet. Zwei Lustspiele ergotzten durch ihren heiteren Inhalt alle An wesenden, wozu die fleißige Elnstudierung und das ge— wandte Spiel der Darstellenden wesentlich beitrugen. Ihnen Allen sei hiermit der wohlverdiente Dank der Zuschauer gespendet. An diese der Kunst entnommenen Genüsse reihte sich eine Tanzbelustigung, die ebenfalls volle Würdigung fand, da sie bis spät in die Nacht hinein dauerte. Somit hat der„Frohsinn“ wiederum seinen Mitgliedern und Freunden eine seiner würdige Unterhaltung geboten, wofür ihm gebührend gedankt sei. Friedberg. Eine sehr erfreuliche Nachricht können wir unseren Lesern heute mitthellen. Die Mitglieder des Hanauer Stadttheaters beabsichtigen eine Reihe von 10—12 Vorstellungen dabter zu geben. Die betreffenden Verhandlungen sind im Gange. Bei den anerkannt vor— zuͤglichen Leistungen des Hauauer Kunstinstituts wird es auch an dem betreffenden peeuntären Erfolg nicht fehlen. Worms, 30. Jan. Ueber die Verhaftung einer hiesigen Kartenschlägerin geht der„W. Ztg.“ folgende Notiz zu: Die heute Morgen Verhaftete, eine 68 jährige Frau, steht im Verdachte, durch Anpreisen und An— wendung von Sympathiemitteln eine hiesige Frau nach und nach um die Summe von 300 Mark betrogen zu haben. Die Untersuchung soll sehr interessante Einzel— heiten zu Tage gebracht haben. Das Publikum dürfte demnächst das erhebende Schauspiel eines Hexenproeesses in moderner Form erleben. Allerlei. St. Goar, 31. Jan. Heute Nachmittag setzte sich das Rheineis in Bewegung. Das Wasser ist nicht zu hoch, der Eisgang ungefährlich. Bacherach. Hier befanden sich am 28. Jan. Nach— mittags etwa u tausend Menschen auf der Eisdecke des Rheins, als diese unter einem donnernden Krach plötzlich in Bewegung gerieth. Mit gellendem Angstgeschrei flüchtete Alles dem Ufer zu. Wenn auch ab und zu Einer durch brach und eine dicke Köchin sogar ein vollständiges Bad nehmen mußte, ist doch Niemand um's Leben gekommen. Alle sind auf festen Boden gelangt.„eile Caub, 28. Jan. Gestern Nachmittag befanden sich hier ungefähr 30— 40 Menschen in der Nähe der Pfalz auf dem Rheineise, als dasselbe anfing, sich in Bewegung zu setzen und eine Strecke forttrieb. Glücklicherwelse konnten sich sämmtliche Personen von dem forttreibenden Stücke theils auf die rechte, theils auf die linke fest stehende Eisdecke retten. Halle, 29. Jan. Bei Müßzendorf sind heute zwei Züge zusammengestoßen. Getödtet wurde Niemand, eine Anzahl von Personen aber verwundet. Hamburg, 1. Febr. Ein heute Früh 8 Uhr aus— gebrochenes Feuer im Großen Burstah Nr. 34 zerstörte einen großen Theil des Seidenwaarenlagers von R. D. Warburg u. Comp. Die Versicherungssumme beträgt 1,490,000 Mark, an welcher meistens englische Gesell schaften partieipiren. Das Feuer war 5 Uhr Abends gelöscht. Das Hintergebäude, in welchem sich große Waarenvorräthe befinden, ist gerettet. Danzig, 28. Jan. Im Reglerungsgebäude brach um 2 Uhr Nachts Feuer aus, welches bis gegen Mittag währte; der Feuerwehr gelang es mit Hilfe von Milktär— und Marinemannschaften den Brand auf die inneren Räume zu beschränken. München. Der alljährliche Pilgerzug nach Rom und Isrusalem soll dieses Jahr am Osterdienstag, den 19. April, von München abgehen und am Frohnleich— namstag, den 16. Juni, wieder hier eintreffen. Die Or ganisation des Zuges hat, wie in den Vorjahren, Bene— fizlat Geiger übernommen. Bern. Das Erdbeben, das am 27. Januar von hier aus gemeldet und auch in Zürich verspürt wurde, bemerkte man in Solothurn und in Basel ebenfalls; überall 2 Uhr 20 Minuten Nachmittags. Zu Basel war es nach einer Mittheilung der„Allg. Schw. Ztg.“ so stark, daß Thüren aufsprangen. Aus Bern wird den „Basl. Nachr.“ gemeldet: Leute stürzten aus den Häusern; Glocken in den Stadtthürmen schlugen an, der obere Thell des Zeitglockenthurms bewegte sich. An einzelnen Orten fanden kleinere Elnstürze statt. In manchen Zimmern fielen Stücke von Pladfonds herab. In manchen Häusern glaubte man, dieselben stürzten ein. In der Amtshaus— gasse stürzten mehrere Kamine herab. In der zu Schul lokalftäten umgewandelten Kaserne Nr. 2 gab es durch alle Schulzimmer gewaltige Risse. Die Schule mußte geschlossen werden. Vom Zeitglockenthurm fielen größere Steine und Ziegel in den Hof der Apotheke Rogg und zerstörten das Glasdach. Viele Leute meinten, eine starke Explosion habe stattgefunden. Man befürchtet weltere Stöße.— Vom Bleicherweg(Enge) schreibt man, daß Verloosungen. 120 Hamburg, 1. Febr. In der heutigen Prämien⸗ Ziehung der Köln-Mindener 100-Thlr.⸗Loose fielen der Haupttreffer von 55,000 Thlr. auf Nr. 42673, 10,000 Thlr. auf Nr. 8213, 4000 Thlr. auf Nr. 80414, je 2000 Thlr. auf Nr. 74431 114183 und 190314, je 1000 Thlr. auf Nr. 59118 und 170987, 500 Thlr. auf Nr. 152155 je 200 Thlr. auf Nr. 8057 8246 24366 50953 50976 58729 64591 113668 170989 186380 193560. Wilen, 1. Febr. Bei ver heute stattgehabten Ziehung der österreichtschen Loose vom Jahre 1860 wurden folgende Serien gezogen: Nr. 98 188 297 355 555 698 796 863 919 1670 1770 1899 2474 2540 2603 2849 2872 2969 3109 3617 3683 4047 4182 4302 4705 5320 5877 5937 6057 6106 6402 6622 6670 7031 7403 7429 7851 8172 8426 8690 8782 8790 8827 8861 9016 9059 9207 9214 9983 10066 10092 10209 10448 10879 10958 11331 11496 11575 11690 11843 120838 12089 12339 12816 13319 13539 13678 13712 13744 13822 13881 13928 14240 14263 14354 14401 14815 0 15594 15968 16139 16160 16674 16842 16899 16918 16962 17264 18071 18092 18363 18454 18805 18850 19000 19161 19171 19294 19616 19827 19898. Handel und Verkehr. Friedberg, 1. Febr. Fruchtbericht. Waizen M. 22, Korn M. 21, Gerste M. 16, Hafer M. 13. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200— Zollpfund. Frted berg, 2. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80—0.90, Eier per St. 8 Pf. Gießen, 29. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.83— 0.90, Eier 1 Stück 7—0 Pf., Käse per Stück 5-10 Pf., Tauben das Paar M. 1., Hühner per Stück M. 1.50—2, Hahnen per Stück M. 1.50— 1.80, Gänse per Pfd. 6066 Pf., Enten per Stück M. 1.50—2. Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 45 bis 50 Pf., Kalbfleisch 45— 50 Pf., Hammelfleisch 54 bis 66 Pf., Schweinefleisch 6800 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4., Zwiebeln per Centner M. 10.— 0. Frankfurt, 31. Jan. Viehmarkt. Angetrieben waren ca. 360 Ochsen, 300 Kühe und Rinder, 280 Kälber und 300 Hämmel. Im Lauf der Woche wurden 680 Schweine * 66 Pfennig das Pfund verkauft. Es stellten sich die Fleischpreisen: Ochsen 1. Qual. M. 68.—69., 2. Qual. M. 62.— 64., Kühe 1. Qual. M. 54.—56., 2. Qual. M. 45.—50., Kälber 1. Qual. M. 56.—58, 2. Qual. M. 45.—50., Hämmel 1. Qual. M. 50.—60., 2. Qual. M. 42.— 50. Frankfurt, 31. Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 31., Nr. 4 M. 28, Nr. 5 M. 25., Roggenmehl/(Berl. Marke) M. 30.5031, do. 1.(Berl. Marke) M. 29., do. 2.(Berl. Marke) M. 24., Weizen, eff. hies., ab Bahnhof hier M. 23.0000, ab unserer Umgegend M. 22.50 75., do. fremder je nach Qual. M. 22.25— 23., Roggen je nach Qual. M. 21.6000, Gerste M. 18.— 19.50, Hafer M. 14.— 15.00, Kohlsamen M. 27—00., Erbsen M. 19.—27., Wicken M. 16.—18, Linsen M. 20.—40., Bohnen, weiße, M. 23.—25., Rüböl, detall M. 64. Hauptsächlich gefragt war: Mahlgerste M. 14.50. Dringend offerirt: Mais M. 14. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht = 100 Kilo. b. Frankfurt a. M., 1. Febr. Die Tendenz bleibt anhaltend sehr günstig und besonders trägt das Animo für österreichische Bahnen, das in der Kauflust des Wiener Platzes eine wesentliche Stütze findet, dazu bei, die zuversichtliche Stimmung zu konserviren. Die Erklärungen des griechischen Ministers Kommunduros in der Kammer zu Athen riefen vorübergehend eine Er- mattung hervor, die jedoch bald wieder einer Befestigung wich. Creditaetien, gestern 251, gingen à 251½ und 250½jʒ um. Staatsbahnactien, gestern 239, waren a 240%, und 240½ im Umsatz. Lombarden notirten à 88½—88. Von österr. Bahnen waren Galizier fest. Nordwest sehr belebt und 2 fl. besser. Elbthal stiegen 1 fl. bei reger Nachfrage. Albrecht und Ungarisch- Galizische anfangs matter, dann steigend. Deutsche Bahnen sind wenig verändert. Gotthard belebt und steigend. Schweizerische Central niedriger. Russische Südwestbahnen hoher. Banken fest. Deutsche Handels—⸗ N gesellschaft, Dresdener und Deutsche Effeetenbank hoͤher. Oesterr. Prioritäten fest. Von amerlkanischen Prioritäten Oregon anziehend, Georgia Aid erheblich besser. Aus- ländische Fonds eher schwächer. Große russische Elsen- bahnen wurden à 70½ lebhaft gehandelt. Deutsche Fonds still. Wechsel fest. Privatdisconto 28/%. 3 In den nächsten Tagen wird in hiesiger Stadt die Liste der darin verzeichneten Mit- glieder des„Alice-Frauen-Vereins für Kranken⸗ pflege“ circuliren und machen wir alle diejenigen Bewohner Friedbergs, welche dem Vereine noch nicht als solche beigetreten sind, hiermit auf— merksam, dieß einerseits des edelen Prinzips der Sache wegen nicht unterlassen, wie andererseits“ die durch Mitgliedschaft erworbene Annehmlich⸗“ keit gewinnen zu wollen, in Krankheitsfällen bei Bedarf der Pflegerin des Vereins mit einer geringeren Pflegetaxe, wie dieß bei Nichtmit⸗ gliedern der Fall ist, bedient zu werden. 1 Das Comité des Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege Ortsfremde und 7 auf Einheimische fallen. Civil⸗ trauungen fanden 34 statt. daselbst gestern Nachmittag 20 Minuten nach 2 Uhr ein elnmallger Erdbebenstoß verspürt wurde. zu Friedberg. 325 500 eln Keftru 18 ten Frankfurt am 1. Februar 1881. al mares 9 56—61 .. in/ 5„ 16 09—13 En nch. Sovereigns.„ 20 31-36 Aufsische 1 es„ 16 65—70 Ducaten„ 9 658— 58 * Jagd Verpachtung. 406 Dienstag den 8. Februar lfd. J.,„Nachmittags 1 1 Uhr, wird die der Gemeinde Rendel auf 750 Hectaren = 3000 Normalmorgen Feldgemaxkung zustehende Jagd auf hiesigem Gemeindehaus auf 6 weitere Jahre ver pachtet. Bemerkt wird, daß die Grenze der Gemarkung h nur eine halbe Stunde von der Main-Weser⸗Eisenbal 5 in Gold 200 g 2 Dollars in Cold 120. station Groß ⸗Karben beginnt. e 7427 5 5 Rendel am 31. Januar 1881 — 0 7 1 1* 3 1 0 9 Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Großherzogliche Bürgermeisterei Rendel. 12 Beginn: Herling. J Nrei Abe 1 0 Freitag Abends 4% Uhr. Mot 10 Camsiag Worgens 8½ libr. Bekanntmachung. 81 3. 0 17— 1 117 Die am 28. Januar im Rodheimer Gemeindewald, * 18— ibmissit Distrikt Vorderwald, abgehaltene Holzversteigerung ist a 10 D! On. genehmigt und erster Abfuhrtag auf Freitag den 4. d. M. 14813 385 Die bei dem Umbau der Horloffbrücke, nächst den festgesetzt worden, wovon den Steigerern hierdurch Kennt %s Hofen Grund Schwalheim, vorkommenden Arbeiten und niß zugeht. 5 Lieferungen, nä 5: Rodheim v. d. H. an el 1881. 5 5 Maurerarb veranschlagt zu 610 Mark, Großherzoglich dbeim v. d H. — Steinb 0 80 a 180 8 a 200 N aselochs⸗ derseigerung a 925 130 2 Fel 7 Vormit gs Uhr, 1 100 11 1 * sollen auf den eber * nahmslustig nder *. Aufschrift zum * Freitag den ihr, — bei unterzei . Voranschlag 5 Etwa 48 Nidd g 1 * Lohlnender Verdienst 7r A e Wir übertragen an soli a streb- * 2 Same en den Ve b vol 1 ins- — Holz— Versteigerung. ee e eee 4 1 992 Montag d lichen und un verzinslichen Staats- Prämien- e 3. Loosen auf Theilzahlungen, und bewilligen Gemeindewald, Ge eine lohnende Provision, sestes Maibach Gr Jagd- Verpachtung, 404 Mittwoch den 9. Februar 11 Uhr, soll die Jagd der hiesigen Gemar weitere dreijährt Pachtzeit 1 Rat öffentlich verpa tet werden Inheiden den 30. Ja 1881. Großherzogliche Holz- Versteigerung, wald in verschledenen Distrikten nachverzeichnete sortimente öffentlich versteigert 80 Raummeter Buchen ⸗Scheiter, 44 a Eichen 20 5 Eichen⸗ Knüppel, 2500 Stück Buchen⸗, Eichen⸗ und Nadel⸗Reish 60 Raummeter Buchen- und Eichen-Stockholz, 30 Stück Eichen⸗St 112 Stück Nadel⸗De erb und Reis⸗Stangen. Die Zusammenkunft ist am Hangenstein an der Reuter. 1 Jagd-Verpachtung. g 1 409 Mittwoch den 16. Februar 1881, des Nachmittags 1 sol f*.* 1 N 1 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Nieder- Weisel die Apfelg le B U oll * Feld und Waldbjagd, 4096 Morgen Ackerland und Wiesen“ U 0 1 1* ienhonis und b 5 „— 2 1 9 A Waldungen, auf 6 Jahre anderweit Syrup l erpach d 7. Nieder- Welsel den 31. Januar 1881. 399 empfiehlt With. Berubeck. f Großherzogliche Bürgermeisterel Nieder- Weilsel. Gegen hohen Lohn wird eln Reuter. zermeisterei Inheiden. 1 408 Mittwoch den 9. ebruar ormittag 9 Uhr anfangend, werden im Nieder W isel er G. meinde Hol tämme von 2709 Festm. Inhalt, Strut. jahrs⸗, Geburte onats ne Halt und iusserdem eine versteigert: fen Eränme bei Absatz einer bestimmten 4 10 In IAnzuhl Stücke. Wir erklären wor 2 unden 0 22 3 4 0 3 uus drücklieh, dass Vir welche sic 15 90—35( Keine verhotenen Spiele 180 Fichte mie mes oder Antheile, sondern nur 8 ten 1——— 2 2 g 28 n gesetzlich erlaubte Origi- f 5 mal-Loose verkaufen. 717—— Nadel u, Offerten an das Bank-& Eflectengeschäft 1 g„— 1 N 5 . Grunwald, Salsberge 2100 94 Nau& Cie., Oln 4. R/ Bemerkt wird, das Holz ½ Stunde von Zieger— A„ rr berg entfernt! e A bat— „Die Bead für ne Die K 1 m gef unde ü ch mich b urch bel kanntmachung 6 eine 5 Heinrich Zeiss kei hat und sich mein Waare Fahrgasse 108 lar 1881. inrich Zeiss. Frankfurt a. M. im 245 ile Mühlen Versteiger! ung. i O. A. Hardt Wittwe. nagel in Friedberg: Der allzeit gewandte und beliebte Ge legenheitsdichter. 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Am Ballabend werden Eintrittskarten nicht mehr verabreicht und ist der Zutrit nur durch sichtbares Tragen eines Maskenabzeichens gestattet. 423 Musik- Verein zu Friedberg Concert Sonntag den 6. März 1881. 21 Friedberger Nähmaschinen-Lager von H. Bindewald, Kaiserstraße, gegenüber dem Nathhaus, empfiehlt Nähmaschinen aller Systeme für Familien-Gebrauch und gewerbliche Zwecke unter langjähriger Garantie. Alte und nicht zweckentsprechende Maschinen werden um— getauscht und in Zahlung angenommen. Ratenzahlungen von wöchentlich M. 2. an. Alle Utensilien, sowie Oel und Nadeln aller Systeme. Reparaturen werden, gestützt auf laugfährige Erfahrung, unter Garantie billigst und durch vortheilhafte Einrichtungen auf's Rascheste ausgeführt. 74 Nassauer Loose. (Ziehung am 1. Februar a. c.) Sämmtliche Nassauer kun müssen innerhalb 7 jährlichen Ziehungen, welche am 1. Februar 1881 bis 1887 tfinden, zogen werden. Gewinne bierbei von fl. 50,000, 30,000, 20,000, 15,000, 10,000, 6000 ze. ꝛc. 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Näheres Katserstraße Nr. 109. 42² 361 K. Faatz, Tapezier. 72 bei Wilhelm Fertsch. zu 45, 70 und 90 Pfennig bei Carl Bindernagel. 18 * 0* mit dem Ariegerbal zu Bönstadt nächsten Sonntag den 6. Februar, wozu freundlichst Bette! einladet 414 Der Vorstand. . Zur Beacht 5 Zur Beachtung. Indem mehrere Gesellen dahier gesonnen sind, einen Gesellen-Verein, ähnlich wie früher, zu gründen, so erlauben wir uns alle Diejenigen, welche Idee für die Sache haben, zu einer öffentlichen Zusammenkunft in das Lokal des Herrn 4775 einzuladen. Mehrere Gesellen. a Bette Lund w. Aränzchen schein dies zu 2 N 53 53 Södel, Wölfe tsheim u. Melbach. Sonntag den 6. d. Mts. Nachmittags 2½ Uhr, soll im Philippi'schen Saale dahier ein landwirth— schaftliches Kränzchen abgehalten werden und erlauben wir uns die Mitglieder, sowie sonstige Freunde der Betre Landwirthschaft hiermit einzuladen. Tagesordnung: ud g. 1) Ueber das Milzbrand-Reglement. Referent: Herr. . Oeconom Joh. Ph. Müller von Södel. haben 2) Ueber Baumpflege. Referent: Herr Lehrer Loos von Södel. 3) Besprechung über Anschaffung neuerer Kartoffel⸗ sorten. 2 Melbach den 2. Februar 1881. 4 Der Vorsitzende für Melbach: ale, 426 5 a 8 4 er letzt * flicht) Erbsen, Bohnen, Linsen. 398 bei Wilh. Bernbeck. einge zu den 1 Preisen i bent * Bosenträger n e e 1 CCC— der gest 115 zu erm 9 85 1„ 67 1 Todes-Anzeige. f Am 31. Januar, nach 5 Uhr Abends, starb rare nach kurzem Kranksein unser innigstgeliebter Vater, darüber Schwiegervater und Großvater der Vit Herr Kaspar Altmaunsperger gal im 75. Jahre seines Lebens* Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit r 0 von dem uns so schmerzlich betroffenen Verluste schaster Mittheilung machend, bitten wir zugleich um stille Theilnahme. hinter Friedberg, 1. Februar 1881. 7 Die trauernden Hinterbliebenen. lusen Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den ilrken; 3. Februar, Nachmittags 3 Uhr. undattt dur aul Werden schwen Get dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren g lieben guten Vater, Bruder, Schwager, Schwiegervater und Großvater a Betr Josef Diel nach längerem Leiden, wiederholt versehen mit it, U den heil. Sterbefakramenten heute Abend 9 Uhr bier 2 im 77. Lebensjahre von dieser Welt 4 e daß 0 Ober⸗Woͤllstadt den 31. Jan. 1881. donde Die trauernden Eee üüstn Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 3. Februar, Nachmittags 3 Uhr. 407 466 Verantw. Red.: Car! Bindernagel. Oro Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Neal egi